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Hier finden Sie Kunstbuchverlage, Kunstbücher, Neuerscheinungen und Kunstbuch-Empfehlungen.

Kunstbuch-Empfehlungen

Dieter Mammel – TIEFER SCHLAF, modo Verlag
Dieter Mammel – TIEFER SCHLAF (modo Verlag)
Immer wieder ist es der Mensch, der in Dieter Mammels Arbeiten inszeniert und isoliert im Mittelpunkt der Leere steht. Ob im undefinierten monochromen Raum, vor endlosem Horizont oder in nicht endenden Wasseroberflächen und -tiefen. Die zum Teil merkwürdig verzerrten Perspektiven und Ausschnitte in denen die Porträtierten gezeigt werden, haben den Charakter eines fotografischen Schnappschusses, der hier malerisch umgesetzt, gezielt Momente der Verlangsamung eingefroren hat. Entführend in traumartige Zwischen- und Schwebezuständen, die verwischen und verschwimmen wie die Nass-in-Nass mit Tusche und Acryl gearbeiteten Figuren auf dem Malgrund, (oder der Versuch sich an Geträumtes zu erinnern,) ist die Beobachtungsperspektive nah an den teils melancholisch in sich versunkenen Protagonisten. Manchmal so nah, wie nur eine Kamera mit ausgestrecktem Arm an ein Gesicht herankommen und scharfstellen kann. So nah, dass auch die Grenze verschwimmt zwischen: träumt man oder betrachtet man sich gar selbst von außen? Tiefer Schlaf oder ein naher Verwandter?

Dieter Mammel – TIEFER SCHLAF
2018. Hg: Städt. Kunstmuseum Spendhaus Reutlingen.
Texte von Herbert Eichhorn, Corona Unger, Clemens Ottnad.
96 Seiten, 24 x 18 cm, deutsch, 70 Abbildungen, Hardcover, Fadenheftung.
20,00 EUR
ISBN 978-3-86833-254-4

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Martin Kasper: IM WASSERSCHLOSS GLATT – VERTIGO, modo Verlag
Martin Kasper: IM WASSERSCHLOSS GLATT – VERTIGO (modo Verlag)
Vertigo ist der Fachbegriff für ein Dreh- oder Schwankgefühl und natürlich denkt man bei diesem Begriff sofort an den Filmklassiker von Alfred Hitchcock, dessen Protagonist an einer extremen Form von Höhenangst leidet. Vertigo so lautet auch der Titel der Publikation des Freiburger Malers Martin Kasper, die seine neusten Arbeiten aus der Werkschau im Wasserschloss Glatt abbildet. Seit mehr als zwei Jahrzehnten beschäftigt sich Kasper in seiner Werkgruppe „Raumbilder“ mit Architektur- und Innenraumdarstellungen. Mitunter geht es in dieser Malerei, die sich zwischen dem Abstrakten und Gegenständlichen bewegt, alles andere als statisch zu. In seinen neuen, für die Ausstellung im historischen Wasserschloss entstandenen Arbeiten, werden Innenräume in einen schwindelerregenden Wirbel versetzt. Kasper sprengt mit dieser dynamischen Malerei den Raum und konfrontiert den Betrachter mit einer spannungsvoll aufgeladenen, irritierenden Art von Wirklichkeit.

Martin Kasper: IM WASSERSCHLOSS GLATT – VERTIGO
2018. Hg: Landratsamt Rottweil (Bernhard Rüth).
Texte von Hans-Joachim Müller.
68 Seiten, 21 x 21 cm, deutsch, 27 Abbildungen, Hardcover, Fadenheftung.
18,00 EUR
ISBN 978-3-86833-251-3

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Keummi Paik-Bauermeister – Neue Arbeiten, modo Verlag
Keummi Paik-Bauermeister – Neue Arbeiten (modo Verlag)
Die Arbeiten von Keummi Paik-Bauermeister sind in ihrer Einfachheit unerschöpflich. Über eine Grundfarbe zieht die Künstlerin freihändig dünne, parallele Linien in geringem Abstand vom oberen zum unteren Bildrand. Sie füllen ihre kleinen Formate von links nach rechts vollständig aus. Die für diese Kompositionen eingesetzten beiden Farbtöne variieren, immer gleich ist die langsam ausgeführte Geste, die stille, selbstvergessene Handlung am Bild. Mit Nähe zur Konstruktiven Kunst zeigen Paik-Bauermeisters Arbeiten in ihrer konzeptueller Manier nichts Benennbares, vermitteln keine Botschaft, sind einfach Bilder, welche die Ruhe des Schöpfungsaktes wie einen Kern umschließen. In der Publikation, mit dem nüchternen Titel Neue Arbeiten, zeigt Keummi Paik Bauermeister, die bei Peter Dreher und Rolf-Gunter Dienst studierte, sehr eindrücklich, wie sich mit einem Minimum an Gestalt ein Maximum an Wahrnehmungsmöglichkeiten ergeben kann. In der Betrachtung wird gegenwärtig, wie das Auge nicht mehr zwischen Farbgrund und Linie trennt und was als Gitter angelegt ist, als sanft vibrierenden, farbigen Schleier wahrnimmt. Der Vorgang des Sehens selbst wird nachvollziehbar.

Keummi Paik-Bauermeister – Neue Arbeiten
2018. Texte von Antonia Egel, Günter Figal, Jochen Ludwig, Volker Bauermeister.
64 Seiten, 21 x 26 cm, deutsch, 29 Abbildungen, Hardcover, Fadenheftung.
22,00 EUR
ISBN 978-3-86833-245-2

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Kunstsache. Künstlergespräche, modo Verlag
Kunstsache. Künstlergespräche (modo Verlag)
Zur Ausstellung "Über den Umgang mit Menschen, wenn Zuneigung im Spiel ist." SAMMLUNG KLEIN

Das Ehepaar Alison und Peter W. Klein sammelt seit fast 30 Jahren Kunst. In ihrer Vielfalt ist die seit Ende der 1980er-Jahre sukzessive gewachsene Sammlung ein beeindruckendes Zeugnis einer emotionalen Lust am Schauen und Erleben von Kunst. In ihrem Heimatort Nussdorf eröffneten die Kleins 2007 das Museum KUNSTWERK, das seitdem wechselnde Ausstellungen mit Werken der Sammlung Klein präsentiert. Das Kunstmuseum Stuttgart zeigte 2017 in einer großen Sonderausstellung Ausschnitte aus der umfangreichen Sammlung Klein. Dafür wurden Werke von 27 Künstlern ausgewählt, die symptomatisch für die sammlerischen Interessen des Ehepaars Klein stehen. Denn neben bekannten, international renommierten Künstlern gilt die stete Aufmerksamkeit des Ehepaars auch weniger etablierten sowie jungen Positionen. Anlässlich der Ausstellung hat das Kunstmuseum Stuttgart zu fünf Künstlergesprächen eingeladen. Im Dialog mit Museumsdirektoren, Kuratoren und Journalisten gab die Veranstaltungsreihe die besondere Gelegenheit, Peter W. Klein sowie einige der in seiner Sammlung vertretene Künstlerinnen und Künstler kennenzulernen. Die vorliegende Publikation dokumentiert in Schriftform, mit einem Vorwort von Ulrike Groos und Carolin Wurzbacher versehen, die fünf Gesprächsrunden.

1) Architektur der Farben: Sean Scully und Peter W. Klein im Gespräch mit Florian Steininger

2) …Wenn Zuneigung im Spiel ist: Peter W. Klein im Gespräch mit Dr. Ulrike Groos und Klaus Gerrit Friese

3) Gläserne Optik: Prof. Karin Kneffel im Gespräch mit Dr. Christiane Hoffmans

4) Linienbekenntnisse: Prof. Katharina Hinsberg und Thomas Müller im Gespräch mit Dr. Andreas Schalhorn

5) Fotografierte Realitäten: Annette Kelm und Ann-Kathrin Müller im Gespräch mit Dr. Stefan Gronert.

Kunstsache. Künstlergespräche - Zur Ausstellung "Über den Umgang mit Menschen, wenn Zuneigung im Spiel ist." SAMMLUNG KLEIN
2018. Hg: Carolin Wurzbacher, Ulrike Groos, Kunstmuseum Stuttgart.
92 Seiten, 17 x 22 cm, 69 Abbildungen, Broschur, Fadenheftung.
19,00 EUR
ISBN 978-3-86833-241-4

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Weitere Neuerscheinungen

Alfred Haller (modo Verlag GmbH)
Alfred Haller, modo Verlag GmbHAlfred Haller (1921 – 1957) und seine Frau Gerta (1919 – 2003) zählten in der Nachkriegsmoderne zu den bekanntesten Künstlern und Gebrauchsgrafikern im Dreiländereck (D / CH / F). In Anschluss an eine diesjährige Retrospektive, die dem künstlerischen Schaffen des Paares in drei Institutionen in Müllheim und Lörrach gewidmet ist, liefert die Publikation die längst fällige erste umfassende Übersicht über das Gesamtwerk von Alfred Haller. Bis zu seinem frühen Unfalltod blieb Haller, einst Student an der Gewerbeschule Basel (heute: Schule für Gestaltung, Basel), in seiner Malerei, den Tuschen, Aquarellen und Monotypien dem Gegenstand verpflichtet. Landschaften, Stillleben, Figuren und Köpfe waren seine bevorzugten Sujets. So unauffällig diese Motive zu sein scheinen, nach den erschütternden Kriegserlebnissen bedeuteten sie für Alfred Haller die Entdeckung der Schönheit dieser Welt. Er entwickelte einen eigenständigen, lyrischen Stil, der das Erbe der klassischen Moderne mit zeitgenössischen Tendenzen verband. Ein dynamisches Werk, das jetzt umfangreich neu entdeckt werden kann.

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Dieter Mammel – TIEFER SCHLAF (modo Verlag GmbH)
Dieter Mammel – TIEFER SCHLAF, modo Verlag GmbHImmer wieder ist es der Mensch, der in Dieter Mammels Arbeiten inszeniert und isoliert im Mittelpunkt der Leere steht. Ob im undefinierten monochromen Raum, vor endlosem Horizont oder in nicht endenden Wasseroberflächen und -tiefen. Die zum Teil merkwürdig verzerrten Perspektiven und Ausschnitte in denen die Porträtierten gezeigt werden, haben den Charakter eines fotografischen Schnappschusses, der hier malerisch umgesetzt, gezielt Momente der Verlangsamung eingefroren hat. Entführend in traumartige Zwischen- und Schwebezuständen, die verwischen und verschwimmen wie die Nass-in-Nass mit Tusche und Acryl gearbeiteten Figuren auf dem Malgrund, (oder der Versuch sich an Geträumtes zu erinnern,) ist die Beobachtungsperspektive nah an den teils melancholisch in sich versunkenen Protagonisten. Manchmal so nah, wie nur eine Kamera mit ausgestrecktem Arm an ein Gesicht herankommen und scharfstellen kann. So nah, dass auch die Grenze verschwimmt zwischen: träumt man oder betrachtet man sich gar selbst von außen? Tiefer Schlaf oder ein naher Verwandter?

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Sebastian Speckmann – Some things can be left unsaid (modo Verlag GmbH)
Sebastian Speckmann – Some things can be left unsaid, modo Verlag GmbHSome things can be left unsaid – der Titel der Publikation sowie der ersten Ausstellung des Leipziger Künstlers Sebastian Speckmann in der Schweiz (Museum Franz Gertsch) setzt bereits auf subtile Irritation durch feine Wortverschiebung: Manche Dinge sollte man nicht aussprechen; und manche Dinge können unausgesprochen bleiben á la „Reden ist Silber, Schweigen ist Gold“. Versteckt oder überlagert durch den archaischen Schwarz-Weiß-Kontrast, schleicht auch etwas Irritierendes in den Linolschnitten, Holzschnitten und Collagen des ehemaligen Studenten von Neo Rauch und Heribert C. Ottersbach. Zivilisatorische Überreste, Landschaft, Architektur, Naturszenarien, vereinzelte Menschen, die merkwürdige, nichts sagende Handlungen vollführen – immer scheint man etwas wiederzuerkennen, immer mit dem mulmigen Gefühl, dass es nicht stimmt. Some things can be left unsaid zeigt Speckmanns teils neu für die Ausstellung produzierten Linolschnitte, die in aufwendiger Schnitttechnik und Kreuzschraffur gearbeitet, in Welten entführen, in denen Vertrautes in die Nähe des Unwirklichen rückt und eklektizistisch zum fiktionalen Szenario vermischt wird. Deutsche Industriebauten der 1930er Jahre treffen so schon mal auf einen italienischen Geschlechterturm aus San Gimignano, um ein Bild vorstädtischer Landschaft zwischen Industrie und Dorf-Idyll zu suggerieren. Sebastian Speckmanns Arbeiten, die im Ausstellungskontext oft großformatig oder installativ den ganzen Raum bespielen, scheinen Dystopie und Utopie in einer eigenen Welt abzubilden, die – aus der Zeit gefallen wie alte Science-Fiction Filme – von gestern sowie ganz von morgen sein könnte. Eine Spannung, in der vielleicht nur Bilder sprechen können.

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Keummi Paik-Bauermeister – Neue Arbeiten (modo Verlag GmbH)
Keummi Paik-Bauermeister – Neue Arbeiten, modo Verlag GmbHDie Arbeiten von Keummi Paik-Bauermeister sind in ihrer Einfachheit unerschöpflich. Über eine Grundfarbe zieht die Künstlerin freihändig dünne, parallele Linien in geringem Abstand vom oberen zum unteren Bildrand. Sie füllen ihre kleinen Formate von links nach rechts vollständig aus. Die für diese Kompositionen eingesetzten beiden Farbtöne variieren, immer gleich ist die langsam ausgeführte Geste, die stille, selbstvergessene Handlung am Bild. Mit Nähe zur Konstruktiven Kunst zeigen Paik-Bauermeisters Arbeiten in ihrer konzeptueller Manier nichts Benennbares, vermitteln keine Botschaft, sind einfach Bilder, welche die Ruhe des Schöpfungsaktes wie einen Kern umschließen. In der Publikation, mit dem nüchternen Titel Neue Arbeiten, zeigt Keummi Paik Bauermeister, die bei Peter Dreher und Rolf-Gunter Dienst studierte, sehr eindrücklich, wie sich mit einem Minimum an Gestalt ein Maximum an Wahrnehmungsmöglichkeiten ergeben kann. In der Betrachtung wird gegenwärtig, wie das Auge nicht mehr zwischen Farbgrund und Linie trennt und was als Gitter angelegt ist, als sanft vibrierenden, farbigen Schleier wahrnimmt. Der Vorgang des Sehens selbst wird nachvollziehbar.

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Martin Kasper: IM WASSERSCHLOSS GLATT – VERTIGO (modo Verlag GmbH)
Martin Kasper: IM WASSERSCHLOSS GLATT – VERTIGO, modo Verlag GmbHVertigo ist der Fachbegriff für ein Dreh- oder Schwankgefühl und natürlich denkt man bei diesem Begriff sofort an den Filmklassiker von Alfred Hitchcock, dessen Protagonist an einer extremen Form von Höhenangst leidet. Vertigo so lautet auch der Titel der Publikation des Freiburger Malers Martin Kasper, die seine neusten Arbeiten aus der Werkschau im Wasserschloss Glatt abbildet. Seit mehr als zwei Jahrzehnten beschäftigt sich Kasper in seiner Werkgruppe „Raumbilder“ mit Architektur- und Innenraumdarstellungen. Mitunter geht es in dieser Malerei, die sich zwischen dem Abstrakten und Gegenständlichen bewegt, alles andere als statisch zu. In seinen neuen, für die Ausstellung im historischen Wasserschloss entstandenen Arbeiten, werden Innenräume in einen schwindelerregenden Wirbel versetzt. Kasper sprengt mit dieser dynamischen Malerei den Raum und konfrontiert den Betrachter mit einer spannungsvoll aufgeladenen, irritierenden Art von Wirklichkeit.

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Kunstsache. Künstlergespräche / Zur Ausstellung "Über den Umgang mit Menschen, wenn Zuneigung im Spiel ist." SAMMLUNG KLEIN (modo Verlag GmbH)
Kunstsache. Künstlergespräche / Zur Ausstellung Das Ehepaar Alison und Peter W. Klein sammelt seit fast 30 Jahren Kunst. In ihrer Vielfalt ist die seit Ende der 1980er-Jahre sukzessive gewachsene Sammlung ein beeindruckendes Zeugnis einer emotionalen Lust am Schauen und Erleben von Kunst. In ihrem Heimatort Nussdorf eröffneten die Kleins 2007 das Museum KUNSTWERK, das seitdem wechselnde Ausstellungen mit Werken der Sammlung Klein präsentiert. Das Kunstmuseum Stuttgart zeigte 2017 in einer großen Sonderausstellung Ausschnitte aus der umfangreichen Sammlung Klein. Dafür wurden Werke von 27 Künstlern ausgewählt, die symptomatisch für die sammlerischen Interessen des Ehepaars Klein stehen. Denn neben bekannten, international renommierten Künstlern gilt die stete Aufmerksamkeit des Ehepaars auch weniger etablierten sowie jungen Positionen. Anlässlich der Ausstellung hat das Kunstmuseum Stuttgart zu fünf Künstlergesprächen eingeladen. Im Dialog mit Museumsdirektoren, Kuratoren und Journalisten gab die Veranstaltungsreihe die besondere Gelegenheit, Peter W. Klein sowie einige der in seiner Sammlung vertretene Künstlerinnen und Künstler kennenzulernen. Die vorliegende Publikation dokumentiert in Schriftform, mit einem Vorwort von Ulrike Groos und Carolin Wurzbacher versehen, die fünf Gesprächsrunden.

1) Architektur der Farben: Sean Scully und Peter W. Klein im Gespräch mit Florian Steininger
2) …Wenn Zuneigung im Spiel ist: Peter W. Klein im Gespräch mit Dr. Ulrike Groos und Klaus Gerrit Friese
3) Gläserne Optik: Prof. Karin Kneffel im Gespräch mit Dr. Christiane Hoffmans
4) Linienbekenntnisse: Prof. Katharina Hinsberg und Thomas Müller im Gespräch mit Dr. Andreas Schalhorn
5) Fotografierte Realitäten: Annette Kelm und Ann-Kathrin Müller im Gespräch mit Dr. Stefan Gronert.


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Gela Samsonidse – Face to Face (modo Verlag GmbH)
Gela Samsonidse – Face to Face, modo Verlag GmbHDie Malerei des aus Georgien stammenden Künstlers Gela Samsonidse (*1965) verhandelt zwischen Gegenständlichem und Abstraktem. Nicht selten trifft sich beides gleichzeitig auf seiner Leinwand wieder, wie der kurze Band Face to Face zeigt. Mit Arbeiten aus der gleichnamigen, 2011 begonnenen Porträt-Serie stellt Samsonidse dem Betrachter wiederholt zwei sich von Angesicht zu Angesicht Gegenübersitzende vor; unterschiedlichste Konfrontationssituationen von Personen, die oberflächliche oder persönliche Beziehungen zueinander hegen mögen – potenzielle Spannung und Harmonie inbegriffen. Ein Punk trifft auf eine in Burka gehüllte Frau, Künstlerkollegen oder -konkurrenten begegnen sich, Familienmitglieder treffen aufeinander oder der Künstler sitzt plötzlich seinem gedoppelten Selbst gegenüber. Begegnungen, eingebettet in Ornamentik und Muster, abstrakte Formen im Raum der bühnenartigen Situationen, auf denen sie inszeniert sind. In der Dreieckskonstellation reflektierter Blicke zwischen den zwei Face to Face Porträtierten und ihrem Beobachter werden dabei Betrachtungsfragen nach Standpunkt und eigener Wahrnehmung implizit. Braucht es ein Gegenüber, um sich zu erkennen? Face to Face berührt, neben Fragen der menschlichen Selbsterkenntnis, solche nach der repräsentativen Darstellungsform des Porträts, der Konstruktion von Raum, Figuration und Abstraktion – die tief in der Malereigeschichte verwurzelt sind.

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Angeli Janhsen – Was tun? Künstler machen Vorschläge (modo Verlag GmbH)
Angeli Janhsen – Was tun? Künstler machen Vorschläge, modo Verlag GmbHDie künstlerischen Arbeiten, um die es hier geht, sind nicht materialisierte Werke, wie sie in der traditionellen Bildenden Kunst üblich waren. Sie rechnen nicht mit passiven Betrachtern, sondern schlagen Betrachtern Handlungen vor.
Die hier im ersten Teil vorgestellten knapp 50 Handlungsanweisungen sind verschiedenartig. Yoko Ono schlägt Meditatives vor: „Light a match and watch till it goes out“ (1955). Alison Knowles ist konstruktiv: „Make a salad“ (1962). Barnett Newman zeigt ein Bild mit dem Titel „Be!“ (1949). Immer bleibt dem Rezipienten die Wahl, ob er dem Appell folgt oder nicht. Anders als bei traditioneller Kunst entscheidet er ausdrücklich, ob er etwas tut und was. Eine große Gruppe verschiedener Handlungsanweisungen schlägt Nichtstun vor. Der zweite Teil zeigt zuerst den großen Kontext von Handlungsanweisungen (von den Zehn Geboten bis zum Do it yourself) und fragt in seinem zweiten Abschnitt nach einem angemessenen Umgang mit dieser neuen Kunstform.
Im dritten Teil geht es um die Verschiedenartigkeit der beim Handeln deutlichen Zeitkonzepte. Immer hat Handeln mit Zeit zu tun: Was sind die Voraussetzungen für eine Handlung, was ist jetzt möglich, was folgt? Zeit wird beim Handeln neu deutlich, sie ist nicht bloß linear oder folgerichtig. Aber welche Zeit wird beim Handeln deutlich? Alle Handlungsanweisungen beantworten, jeweils anders, große Fragen: Wie geht es weiter? Was soll ich tun? Letztlich sind das die Fragen nach dem richtigen Leben.

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Achim Vogel-Muranyi – YUMMI (modo Verlag GmbH)
Achim Vogel-Muranyi – YUMMI, modo Verlag GmbHDie Publikation YUMMI des Künstlers Achim Vogel Muranyi zeigt Arbeiten aus den letzten drei Jahren, in denen er sich insbesondere mit den Möglichkeiten computergesteuerter, musikalischer und visueller Ereignisse auseinandersetzte. Vor diesem Kontext agieren und spielen seine interaktiven Soundarbeiten und Installationen von LED-Displays mit den Wechselwirkungen und Synergien von Akustik und Optik und sind, wie Vogel Muranyi selbst sagt, „erst durch die Interaktion aus Besucher und Objekt vollendet“. Die in YUMMI vorgestellten Arbeiten involvieren allesamt den Betrachter, der sie u. a. durch Körperbewegung aktiviert, dirigiert, musikalisch interpretiert oder durch die eigens verursachte Geräuschkulisse visuell beeinflusst und mitgestaltet: „Diese Gestaltungserfahrung kann jeder machen. Nehmen Sie Kontakt auf.“ In einer Ästhetik von cleanem Design, Tontechnik und einem Hauch Popkultur lassen sich dabei Vogel Muranyis professionelle Hintergründe zwischen Musik und Design in der Gestalt seiner Arbeiten erahnen.

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Siegfried Kreitner: Begleitbuch zur Arbeit 1996 – 2018 (modo Verlag GmbH)
Siegfried Kreitner: Begleitbuch zur Arbeit 1996 – 2018, modo Verlag GmbHSiegfried Kreitner sieht sich selbst als klassischen Bildhauer, und er beschreibt sich als „eher technikfeindlich“. Doch seine Skulpturen sind alles andere als statisch und wie das vorliegende Werkverzeichnis offenbart, hat er in den vergangenen zwei Jahrzehnten ein beeindruckendes, kinetisches OEuvre geschaffen. Mit den zwischen 1996 und 2018 entstandenen Arbeiten dokumentiert das Verzeichnis eine künstlerische Entwicklung, in der die Bewegung seiner Lichtsäulen, Kuben, Quader und Stelen durch einen analogen, rein mechanischen Antrieb seit 1998 mit dem Einsatz von Licht und ab 2004 zusätzlich mit Farbe gekoppelt wird. Kreitners „Kinetische Farbmalerei“ verlangt nach einem entschleunigten Betrachter, der vor den Werken verweilt und Ruhe findet.

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Stephan Melzl – Flugschau (modo Verlag GmbH)
Stephan Melzl – Flugschau, modo Verlag GmbHDie Publikation über den Schweizer Künstler Stephan Melzl zeigt aktuelle, sowie Arbeiten der letzten Jahre. Als Kabinett Edition Nr. 8 des Museums Franz Gertsch in Burgdorf dokumentiert sie auch die erste museale Einzelausstellung in seinem Heimatland. Die eher kleinformatigen, feinen Ölgemälde Stephan Melzls faszinieren bereits aus der Entfernung und ziehen den Betrachter nahe zu sich heran. Auf Holz entfaltet sich die gegenständliche Darstellung einer ganz eigenen Welt im Sog eines betörenden Farbauftrags. Figuren allein oder zu mehreren, Gegenstände, in Landschaften oder diversen Räumen, erscheinen uns vertraut und doch fremd. Malerisch, kompositorisch und inhaltlich verdichtet, schafft Melzl irritierende, illusionäre Bilder, die sich aus dem Schatz der Kunstgeschichte, der Popkultur und des modernen Alltags speisen und oftmals Bild-im-Bild-Effekte aufweisen.

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Hans Rath – Zeichnungen / Aus dem Grenzgebiet des Todes (modo Verlag GmbH)
Hans Rath – Zeichnungen / Aus dem Grenzgebiet des Todes, modo Verlag GmbHDer Maler und Zeichner Hans Rath veröffentlicht in dieser Publikation, in 48 Zeichnungen künstlerisch festgehalten, was es bedeutet, einen geliebten Menschen beim Sterben zu begleiten. Die von Dietrich Roeschmann und Arnold Stadler (MICH SCHMERZT DEIN SCHMERZ. Zu einer Bilderfolge von Hans Rath) verfassten Texte geben der Zeichenfolge die Sprache, die Raths Betroffenheit in eine Direktheit und Offenheit zum Leben führt. „Porträts in ihrem stillen Ringen um Form und Detailtreue zwischen Nähe und Distanz. Im zärtlichen Griff nach der Hand des Sterbenden, die Rath oft hielt, während er ihn zeichnete, ist Fürsorglichkeit ebenso präsent wie der Wunsch, diese für immer festzuhalten und die Fassungslosigkeit darüber, dass sie sich trotzdem mehr und mehr entzieht. Porträts zu malen, sagte Rath einmal, sei für ihn immer ein Akt völliger Verausgabung: ,Spontanität, Meditation, Kommunikation, die absolute Hingabe an den Moment – im Porträt kommt alles zusammen‘”. (Auszug aus dem Text von Dietrich Roeschmann)

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Angela Ulrich / Alfred Bakan - Die Welt kommt zu mir (modo Verlag GmbH)
Angela Ulrich / Alfred Bakan - Die Welt kommt zu mir, modo Verlag GmbH„Er las seine Texte vor, ich malte ihn“ – so kurz und knapp beschreibt die Karlsruher Malerin Angela Ulrich ihre Zusammenkünfte mit Alfred Bakan. Regelmäßig suchte der schwer Lungenkranke ihr Atelier in seinen letzten Lebensjahren mit neuen, gerade fertiggestellten Manuskripten auf. Zehn Jahre nach Bakans Tod versammelt die Publikation diese Niederschriften gemeinsam mit Ulrichs Protokollen des im Atelier Gehörten und Gesehenen. Die veröffentlichten Texte datieren zumeist auf die drei Tage vom 20. bis 22. Februar 2006, hinzu treten 52 Bildnisse, die von Angela Ulrich in den fünf Jahren der intensiven Begegnung gemalt wurden. Sechs davon entstanden ebenfalls in diesen Februartagen, als Bakan notierte: „die welt kommt zu mir refried boogie aufgelegt diese uralt scheibe von und mit canned heat hitze in dosen (...)“.

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Ursula Wentzlaff – Vom See weg malen (modo Verlag GmbH)
Ursula Wentzlaff – Vom See weg malen, modo Verlag GmbHDie Künstlerin Ursula Wentzlaff verfügte über einen ungewöhnlich freien Geist, innere Bilder waren für sie ebenso wirklich, wie die äußere, sichtbare Welt. Aus dieser Haltung heraus und in Verbindung mit einer ungemein großen, schöpferischen Kraft sind ihre so kompromisslos wie unkonventionell gestalteten Aquarelle, Zeichnungen, Gemälde und skulpturalen Arbeiten zu verstehen. Diese Werke tragen ein lebenslanges Staunen in sich; ein Staunen über die vielfältigen Erscheinungen und Farben der Natur und über die Besonderheiten des menschlichen Wesens. Sie sind ein Bekenntnis zu einer geschauten und mit allen Sinnen erfahrenen Welt. Im Jahr 2017 wäre die Malerin und Grafikerin, die in Kressbronn lebte und arbeitete, 80 Jahre alt geworden. Für die Galerie in der Lände Kressbronn und das Kunstmuseum Singen war dieser runde Geburtstag Anlass genug, an eine Malerin vom Bodensee zu erinnern, die dennoch keine Bodenseemalerin war.

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Cosmic Imperative: Payer Gabriel (modo Verlag GmbH)
Cosmic Imperative: Payer Gabriel, modo Verlag GmbHWas ist das große Ganze und wie funktioniert es? Was unterscheidet eine Ordnung, die man nicht mehr überblickt, vom Chaos? Micha Payer und Martin Gabriel, die seit 17 Jahren als Künstlerkollektiv tätig sind, beschäftigen sich mit der Komplexität des Daseins. „Die kosmische Zwangsläufigkeit des Lebens“ lautete der Titel der Ausstellung, mit der die Stipendiaten der ZF Kunststiftung 2017 im Zeppelin Museum in Friedrichshafen zu Gast waren. Bei der Formfindung spielen Wiederholung und Variation eine zentrale Rolle. Detailgetreu auf 100 DIN-A4-Blätter haben Payer und Gabriel den Eisenmeteorit gezeichnet, der am 26. Mai 1751 nahe Zagreb auf die Erde stürzte. „Apologie des Zufälligen“ lautet der Titel ihrer Zeichnungen, und mit einer geradezu wissenschaftlichen Akribie vertiefen sich Payer und Gabriel in die Ordnungsprinzipien und Gesetzmäßigkeiten einer Welt, die zunehmend komplizierter wird.

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Birte Horn – Der Rest kann weg (modo Verlag GmbH)
Birte Horn – Der Rest kann weg, modo Verlag GmbH„Der Rest kann weg“ – der Titel der neuen Publikation über die 1972 in Düsseldorf geborene Künstlerin Birte Horn ist Programm. Denn auch wenn Horn von vorgefundenen Gebäuden, von Architektur oder Raumsituationen ausgeht, so entkleidet sie diese Orte doch von ihrer Funktion und wirft sie in ihren Werken auf ein bloßes, formales Dasein zurück. Birte Horn zerlegt und fügt neu zusammen, tänzelt elegant an der Grenzlinie von Figuration und Ungegenständlichkeit, Dokumentation und freier Abstraktion entlang. Seit 2008 entsteht die Serie „stück“, in der zerschnittene Leinwandteile akkurat mit der Maschine auf bemalte oder grundierte Leinwände aufgenäht werden. Diese geschneiderten Malerei-Collagen machen aus den vorgefundenen Motiv-Inspirationen etwas Neues und Eigenständiges. Der ursprüngliche Kontext spielt keine Rolle mehr, da die Realität zwar Ausgangspunkt, nicht aber Ziel ihrer künstlerischen Vorgehensweise ist.

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Künstlerbund Baden-Württemberg – Stand der Dinge (modo Verlag GmbH)
Künstlerbund Baden-Württemberg – Stand der Dinge, modo Verlag GmbH"Stand der Dinge" - der Titel ist Programm. Mit seiner Jahresausstellung 2017 setzt der Künstlerbund Baden-Württemberg einen Zeitschnitt. Die Präsentation der Werke von 63 Künstlern, Künstlerinnen und Künstlergruppen gewährt - über Generationen und Gattungen hinweg - einen Einblick in das gegenwärtige Kunstschaffen des Landes. Die Tatsache, dass der Künstlerbund auch als Institution über ein beachtliches kreatives Potenzial verfügt, zeigt sein ungewöhnliches Ausstellungskonzept. Mit den parallelen Ausstellungen im Kunstmuseum Singen sowie in der Städtischen Galerie Bietigheim-Bissingen ist die Künstlervereinigung sowohl im badischen als auch im württembergischen Landesteil zu Gast. Ein grundlegender Wechsel der Perspektive erfolgte, indem die beiden Ausstellungen praktisch "über Kreuz" von der jeweils anderen Einrichtung kuratiert wurden. Das Ergebnis dieser "Rochade" kann sich sehen lassen: Zwei renommierte Häuser zeigen zwei sorgfältig konzipierte Ausstellungen mit Beiträgen unterschiedlichster Positionen.

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ünter Figal - Ando. Raum, Architektur, Moderne (modo Verlag GmbH)
ünter Figal - Ando. Raum, Architektur, Moderne, modo Verlag GmbHDie Auseinandersetzung mit der Architektur mag weitgehend philosophisches Neuland sein. Doch nicht für den Freiburger Philosophen Günter Figal. Nachdem sich Figal, zu dessen Schwerpunkte die Phänomenologie und Hermeneutik gehören, mit Peter Zumthor und Frank Lloyd Wright befasst hat, setzt er den Dialog nun mit Bauten von Tadao Ando fort. Ein längerer Japan-Aufenthalt im Herbst und Winter 2016 / 17 ging diesem Band voraus, der eigentlich ein Essay in mehreren Kapiteln ist. Günter Figals philosophische Betrachtungen über Ando schließen den Raum, die Moderne, aber auch die Kunst mit ein. Denn nicht wenige Gebäude, die Figal besuchte und in dem Band bespricht, sind Museen und Kunstinstitutionen. Auch Teehäuser, Kirchen und Seminarhäuser sind darunter. Figals Gedanken nahmen ihren Anfang an den Fotografien, die er vor Ort machte. Diese ausnahmslos schwarz-weißen Aufnahmen unterbrechen die Folge der einzelnen Kapitel. Was Figal an den schlichten, auf wenige Materialien konzentrierten Bauten interessiert, ist der Möglichkeitssinn des Japaners. Andos Gebäude verändern die Umgebung, sie verändern die Gewohnheiten seiner Besucher, indem sie diese über Wege, Treppen und Übergänge lenken und sie teilen Tradition mit, ohne traditionell zu sein. Sie machen sich dem Menschen angenehm. Günter Figals Buch über Tadao Ando bewegt sich damit jenseits der Pfade, auf denen üblicherweise über Architektur gesprochen wird.

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Varlin. Perspektiven (modo Verlag GmbH)
Varlin. Perspektiven, modo Verlag GmbH„... alles, was Varlin malt, ist Porträt, seien es Menschen, Autobusse, Irrenanstalten, Kasernen oder gar eine Vespasienne“, schrieb der Schweizer Schriftsteller und Dramatiker Friedrich Dürrenmatt. Mehrfach wurde er von seinem Freund Varlin porträtiert. Zudem hatte Dürrenmatt in seinem Arbeitszimmer in Neuchâtel das monumentale Werk des Künstlers „Die Heilsarmee“ täglich im Blick. Als Willy Guggenheim wurde Varlin im Jahre 1900 in Zürich geboren, seine künstlerische Ausbildung erhielt er in Paris, 1932 kehrte er in die Schweiz zurück. Innerhalb seiner Generation gehörte Varlin zu den Künstlern, die dem Gegenstand auch im Zeitalter der Abstraktion treu blieben. Vierzig Jahre nach seinem Tod beschäftigt sich die vorliegende Publikation mit dem Werk eines Künstlers, für den Malen kein abbildender sondern ein beschreibender Vorgang war, der im Dialog mit dem Motiv vor sich ging. Varlin befragt die Realität – und stellt sie gleichzeitig in Frage.

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Peter Vogel – Retrospektive. Oberrheinischer Kunstpreis 2017 (modo Verlag GmbH)
Peter Vogel – Retrospektive. Oberrheinischer Kunstpreis 2017, modo Verlag GmbHEs ist unmöglich, an den Objekten von Peter Vogel einfach vorüber zu gehen. Auf Bewegung oder Geräusche reagieren sie mit überraschenden Licht- oder Tonsequenzen, die den Betrachter dazu provozieren, das Wesen dieser elektronischen Steuerungen näher ergründen zu wollen. Mensch und Maschine treten in Interaktion. Es wäre zu kurz gegriffen, Vogels Kunst allein auf eine kinetisch-kybernetische Position zu reduzieren, denn er ist zugleich Physiker, Musiker und Performer seiner Kunst. Anlässlich der Verleihung des Oberrheinischen Kunstpreises an Peter Vogel entstand die vorliegende Publikation, die von frühen Ölgemälden der 1960er Jahre ausgeht und zeigt, wie Vogel um 1970 zu ersten elektronischen Skulpturen kam und mit welcher Konsequenz er seither an dieser eigenständigen Position weitergearbeitet hat. In einem abschließenden Kapitel kommt der Künstler mit einem Beitrag über die Tanzperformances zu seinen Klanginstallationen selbst zu Wort.

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Natur(en) (modo Verlag GmbH)
Natur(en), modo Verlag GmbHDas daoistisch geprägte Naturverständnis fasziniert die abendländische Welt. Fernöstliche Meditationstechniken, die auf eine ‚Absichtslosigkeit‘ abzielen, führen zu neuen Ausdrucksformen in der Kunst. Im schöpferischen Prozess und in der kontemplativen Betrachtung dieser Werke kann sich eine neue, bewusstseinserweiternde Wahrnehmung einstellen. Der Künstler und Kurator Andreas Walther hat in Deutschland und Taiwan studiert und wird seit 2000 zu internationalen Ausstellungen, Kongressen und Vorträgen zu dieser Thematik eingeladen. Gemeinsam mit Susanne Ließegang hat er für den Neuen Kunstverein Gießen eine Ausstellung von Künstlerinnen und Künstlern aus Europa, Taiwan und Japan zusammengestellt, die in neun verschiedenen Positionen ein offeneres Verständnis von Natur(en) zum Ausdruck bringen. Der Katalog versammelt Werke mit textlichen Erläuterungen von Ricardo Calero, Marianne Hopf, Christiane Löhr, Karl Prantl, Mario Reis, Jiang Sanshi, Andreas Walther, Yamanobe Hideaki und Inoue Yuichi. Ihre Arbeiten sind kraftvoll und sinnlich, und alle zeigen sie eine Verdichtung im Hier und Jetzt.

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Anja Ganster – Gezeitenreibung (Konstellation 6) (modo Verlag GmbH)
Anja Ganster – Gezeitenreibung (Konstellation 6), modo Verlag GmbHDie existentielle Beziehung des Menschen zu Raum, Zeit und Bewegung treibt die Künstlerin Anja Ganster in ihrer Malerei, in ihren Videos und installativen Arbeiten um. Unter dem Titel „Gezeitenreibung (Konstellation 6)“ und innerhalb ihrer Ausstellung im Museum Franz Gertsch (Burgdorf, CH) verweben sich die klein- und mittelformatigen Gemälde, die Arbeiten auf Papier und ein riesiges, wandfüllendes Werk mit skulpturalen Installationen collagenartig zu einem rhythmisch zirkulierenden Ganzen. Ausgehend von fremden Bildarchiven und Erinnerungskulturen, von Begegnungen an Reise- und Arbeitsorten und über die Darstellung von Menschen, menschlichen Handlungen oder Gegenständen menschlicher Aktivität ergibt sich ein rhizomatisch wucherndes, erweiterbares und immer wieder neu zusammenstellbares Bezugssystem. Dazu bemerkt Anja Ganster: „Ein Klang, ein Gedicht oder eine Geschichte entsteht – man reist mit den Arbeiten, die durch ein unbestimmtes narratives Band verknüpft sind und doch immer nur einen Zwischenzustand abbilden.“

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Raimund Vögtle – Malerei (modo Verlag GmbH)
Raimund Vögtle – Malerei, modo Verlag GmbHRaimund Vögtle war 30 Jahre lang Internist, er war Galerist, ist ein leidenschaftlicher Kunstsammler und er ist vor allem ein Künstler, der sich mit allen Sinnen dem Malakt hingibt. Die in dieser Publikation versammelten Werke der Jahre 2016 und 2017 dokumentieren, dass Vögtle als Künstler etwas macht, was als Arzt undenkbar gewesen wäre: Er sucht das volle Risiko. Polyethylenterephthalat – kurz PET – dient ihm als Bildträger und vergleichbar der traditionellen Hinterglasmalerei trägt er seine Öl- und Acrylfarben auf die Rückseite dieses Kunststoffes auf. Als glatt und spiegelnd wird die Bildoberfläche vom Betrachter wahrgenommen. Malerei ist für Vögtle keine Heimarbeit, die geduldig im Sitzen an einem Tisch betrieben werden kann. Sondern eine gewaltige Bewegungsenergie entlädt sich während des Malvorganges und führt zu einer kompletten Befreiung von gegenständlichen Motiven und Themen. Raimund Vögtle macht Intensität erfahrbar und betreibt Malerei als Extremsport.

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Jürgen Knubben – Werkverzeichnis der Skulpturen 1973 – 2017 (modo Verlag GmbH)
Jürgen Knubben – Werkverzeichnis der Skulpturen 1973 – 2017, modo Verlag GmbHJürgen Knubben gehört nicht zu jenen Künstlern, die von sich sagen, sie lesen nicht das, was über sie geschrieben wird. In seinem Werkverzeichnis der Skulpturen, das die letzten 44 Jahre Revue passieren lässt, führt ein Textblock in die Arbeiten ein. Er setzt sich aus Artikeln, Einführungen und Essays zusammen, die anlässlich seines Werkes entstanden sind. Jürgen Knubben hat sie nicht nur gelesen, er hält sie für wesentlich, insofern Kunst ein Angebot zum Dialog ist. Autoren wie Reinhold Wohlleben, Albert Baumgarten, Eugen Gomringer, Klaus Gallwitz, Michael Hübl oder Adrienne Braun sind ihn eingegangen und geben Hinweise zur Interpretation. Die kurzen Standpunkte erzählen von der Machart der Stahlplastiken, vom Bezug seiner geometrischen Formen zum Raum und ihrem Symbolgehalt. Diese Reaktionen auf Jürgen Knubbens Werk machen einerseits auf seine enorme Produktivität aufmerksam – fast jedes Jahr gibt es etwas zu berichten, sie dokumentieren andererseits Entwicklungen in seinem OEuvre, neue Themen und Motive und spiegeln auch so etwas wie den Zeitgeist wider. Vielleicht ist das Wesentliche an der Kunst des Stahlbildhauers überhaupt diese Offenheit gegenüber dem Dialog. Knubben, der 1955 in Rottweil geboren wurde und Theologie studiert hat, stellt an den unterschiedlichsten Orten aus: in Kunstinstitutionen, in Kirchen und im öffentlichen Raum. Jedes Mal stoßen seine Arbeiten, die oft Grundformen wie Pyramiden, Häuser, Boote, Leitern, Räder und Säulen aufgreifen, auf ein anderes Publikum. Und mit dem Forum Kunst Rottweil hat er selbst einen Ort geschaffen, der einen Aus- tausch mit Werken international bekannter Künstlerinnen und Künstler ermöglicht. Sein Werkverzeichnis bildet dies ab, indem es nicht nur seine eigenen Arbeiten aufgenommen hat, sondern auch die Orte, an denen sie gezeigt wurden und die Menschen, denen Jürgen Knubben im Laufe seines Künstlerlebens begegnet ist.

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Robert Schad – Percurso Lusitano (modo Verlag GmbH)
Robert Schad – Percurso Lusitano, modo Verlag GmbHDer Bildhauer Robert Schad kehrt mit einem großen Ausstellungsprojekt seiner Skulpturen in das Land zurück, in dem seine künstlerische Karriere Anfang der 1980er Jahre begonnen hat. Im Jahre 2007 hat er für die neue Kirchenanlage ‘Santissima Trindade’ des Santuário de Fátima die 34 Meter hohe Cruz ALTA gestaltet. Im Kontext mit diesem für Robert Schad zentralem Werk, zeigt er 2017/2018 an 20 verschiedenen Orten Portugals über 50 Skulpturen in einer Ausstellung, die sowohl hinsichtlich der Anzahl der gezeigten Skulpturen, als auch seiner räumlichen Ausdehnung vom Norden bis zum Süden Portugals einzigartig ist. Seine von der Linie bestimmten Skulpturen ziehen sich wie ein ‚roter Faden‘ durch das Land und ermöglichen neue Sichtweisen und Perspektiven auf deren jeweilige Standorte.

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Reinhard Klessinger – Werke mit Dia, Film, Video und Ton 1969–2015 (modo Verlag GmbH)
Reinhard Klessinger – Werke mit Dia, Film, Video und Ton 1969–2015, modo Verlag GmbHReinhard Klessinger zählt zu den Künstlern, die sich schon sehr früh mit der Medienkunst beschäftigt haben. Bereits 1969 und während seiner Studienzeit an der St. Martin’s School of Art in London entwickelte er erste Werke, in denen er mit Ton, Dias und 16-mm-Filmen arbeitete. Seither und bis ins Jahr 2016 sind 21 medienkünstlerische Werke entstanden. Die Publikation versammelt diese im Rahmen eines Werkverzeichnisses und unterzieht sie einer umfassenden Analyse. Dabei wird offenbar, dass sich Klessingers Medienkunstwerke über die Jahrzehnte hinweg aufeinander beziehen, sie sogar eng miteinander verwoben sind. Der Band dokumentiert die Handschrift eines Künstlers, der sich selbst als einen Bildhauer sieht, der die Medien zur Bearbeitung von raumbezogenen Fragen der Wahrnehmung und der Gestaltung einsetzt.

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Romain Finke – 2753. To the People of New York City (Volume II) (modo Verlag GmbH)
Romain Finke – 2753. To the People of New York City (Volume II), modo Verlag GmbHDas Attentat auf das World Trade Center ist mittlerweile über 15 Jahre her, doch die meisten dürften noch wissen, wie und wo sie davon erfahren haben. Romain Finke war zwei Jahre zuvor noch am gleichen Ort gewesen und hatte nach dem 11. September 2001 das Bedürfnis etwas zu tun. Der Künstler reagierte mit den ihm zur Verfügung stehenden Fähigkeiten. Über das Attentat sagt Romain Finke in einem Interview mit Herbert Köhler in diesem Band: „Die Kunst hat von der Anschaulichkeit her kaum eine Möglichkeit – ohne zynisch zu werden, das zu toppen, weil der Akt für sich selbst schon derart brachial und obszön war“. Als Konsequenz zollte er den Opfern seinen Tribut und begann mit dem Mammutwerk „2753 to the people of New York City“. Seitdem erinnert der Ravensburger Künstler Blatt um Blatt an die Menschen, die 2001 beim Anschlag umkamen. Mittlerweile ist die Serie auf gut 2000 Arbeiten gewachsen. Romain Finke variiert sowohl die Technik als auch die Papiersorte. Das Format jedoch bleibt sich gleich. Jedes Blatt soll im großen Ganzen aufgehoben sein. Dieser zweite Band stellt die neuesten Arbeiten des Projektes vor und gibt durch ein Interview einen Einblick in den Grundgedanken von „2753 to the people of New York City“.

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Stephan Hasslinger – Paisley (modo Verlag GmbH)
Stephan Hasslinger – Paisley, modo Verlag GmbHStephan Hasslinger hat mit seinen plastischen Gebilden aus gekneteten, gerollten und in Schlaufentechnik zusammengefügten Tonsträngen zu einer unverwechselbaren Formensprache gefunden. Viele Ideen bezieht der Künstler aus dem Bereich der Mode, und auch für das nach der schottischen Stadt Paisley benannte, kommaförmige Stoffmuster hat er inzwischen eine eigene plastische Form entwickelt. Ausstellungen von Stephan Hasslinger sind immer auch Verabredungen mit dem jeweiligen Raum und dessen Architektur. So entstanden unter dem Titel „Paisley“ in der Galerie Prediger, Schwäbisch Gmünd, im Kunstmuseum Singen und im Morat-Institut für Kunst und Kunstwissenschaft in Freiburg drei ganz unterschiedliche Ausstellungen. Die Publikation „Paisley“ dokumentiert Hasslingers Spiel mit diesen Kunsträumen und vertieft mit Textbeiträgen von Christoph Bauer, Stephan Berg, Sabine Heilig und Aurélie Sécheret das Verständnis für eine Kunst, die das Auge zu verführen weiß.

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Kaleidoskop Freiburg (modo Verlag GmbH)
Kaleidoskop Freiburg, modo Verlag GmbHDie Städtepartnerschaft zwischen Freiburg und Padua begeht in diesem Jahr einen runden Geburtstag, der natürlich gefeiert werden muss: Seit 50 Jahren existiert die alpenübergreifende Verbindung zwischen den beiden Universitätsstädten. Auf Initiative des Kulturwerk T66 (Kulturwerk des Berufsverbandes Bildender Künstlerinnen und Künstler BBK) wird mit einem Ausstellungsprojekt gefeiert, das 12 Freiburger Künstlerinnen und Künstler nach Padua führt und von der Publikation „Kaleidoskop Freiburg“ begleitet wird. Der italienische Kurator der Ausstellung, Andrea B. Del Guercio, wählte Bettina Bosch, Werner Ewers, Andrea Hess, Brigitte Liebel, Jikkemien Ligteringen, Dieter Maertens, Thomas Matt, Michael Ott, Dietrich Schön, Maria Cristina Tangorra und Sylvia T. Verwick für die Ausstellung im Centro Culturale Altinate San Gaetano aus, zusätzlich findet eine Hommage an den 1998 in Freiburg verstorbenen Künstler Bert Jäger statt. Ergänzt wird dieser Einblick in die Freiburger Kunstszene durch einen Anhang, der verschiedene Kulturinstitutionen wie Kunstvereine, Museen, Stiftungen und auch den modo Verlag vorstellt.

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Herbert Brandl – Hyänenpause (modo Verlag GmbH)
Herbert Brandl – Hyänenpause, modo Verlag GmbHEr sei gerade in einer „gebirgigen Phase“, erklärte Herbert Brandl vor einigen Jahren. Ausgelöst wurde sie durch eine Säntis-Tour. Seit dem Jahr 2000 malt der österreichische Künstler Berge. Oft sind diese Bilder ausgesprochen großformatig. Parallel entstehen Monotypien. Brandls Bilder und Grafiken spiegeln sein Interesse an asiatischen Tuschearbeiten wider. Malt Herbert Brandl Berge, dann nicht aus eigener Anschauung, seine Quellen sind Hochglanzkataloge und Bergsteigerzeitschriften. Es geht ihm um die Darstellung der Berge an sich. Doch dies erklärt lediglich das eine Sujet seiner Ausstellung im Franz Gertsch Museum. Das andere ist abwegiger für einen Österreicher. Brandl interessiert sich für Hyänen, malerisch für ihr Fell und ihre charakteristisch Haltung, verhaltenspsychologisch für ihr Zusammenleben. Eine unbetitelte, 2017 entstandene monumentale Malerei zeigt dann auch zwei Hyänen am Fuße des Matterhorns, die aufmerksam die Gegend betrachten. In einer Skulpturengruppe werden mythische Raubtiere, die an Säbelzahntiger erinnern, zu Stellvertretern des Menschen, der dem Menschen so oft ein Wolf ist. Anna Wesle, Kuratorin der Ausstellung, nimmt die Betrachter in der Publikation zu einem Rundgang durch die Ausstellung und führt in die verschiedenen Werkgruppen des Künstlers ein.

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