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Pressemitteilungen
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24.08.2026 - 10.10.2026 Zwei Norddeutsche Realisten Mathias Meinel & Björn Wirtz
Galerie Tobien GmbH (Husum)
Pressemitteilung
Galerie Tobien GmbH
Zwischen Romantik und Impressionismus

Die Künstler Mathias Meinel und Björn Wirtz präsentieren Ölgemälde von sommerlichen Wäldern, blühenden Wiesen und herbstlichen Moorlandschaften. Beide Künstler sind zur Eröffnung anwesend.

Einmal im Jahr treffen sich die Norddeutschen Realisten an den herrlichsten Orten und Plätzen, um sich zusammen ihrer Leidenschaft zu widmen, der Pleinairmalerei, dem Malen in der freien Natur. Zu diesen Symposien laden sie gleichgesinnte Künstlerinnen und Künstler ein. Oft folgt dem gemeinsamen Malen in der Natur eine neue Mitgliedschaft.

Auch Mathias Meinels Mitgliedschaft begann bei den Norddeutschen Realisten 2018 durch ein Symposium auf der Insel Föhr. Die neuen Mitglieder zeichnen sich durch die hohe Qualität ihrer Arbeiten und eine individuelle künstlerische Handschrift aus. Mathias Meinel bildet keine Ausnahme.

Seine besonderen Motive ziehen alle Aufmerksamkeit auf sich. In erdigen Tönen malt er mit kräftigem Farbauftrag vom Regen gesättigte Pfützen und schwere Traktorfurchen auf erdigen Feldern. Seine Motive könnten als melancholische Landschaftsbilder missverstanden werden, würde sich nicht in jedem Bild irgendwo ein strahlendblauer Himmel in einer Wasserlache spiegeln und kleine grüne Pflänzchen ihren Weg durch dunkle, schwere Erde bahnen. Die Landschaft wird zu einem deutbaren Symbol und verrät Mathias Meinels Nähe zur Romantik.

Für diese Ausstellung stellt der Künstler viele neue Arbeiten zur Verfügung. Neben seiner modernen Interpretation der Romantik, mit morastigen Spuren der Landwirtschaft, treten nun, ganz untypisch, Ölgemälde von blühenden Sommerwiesen- und Landschaften in einen reizvollen Kontrast.


Ein neues Mitglied der Norddeutschen Realisten ist Björn Wirtz. Er stieß 2024 zu der Gruppe, auch über die Teilnahme an einem Symposium, diesmal in der Bretagne.

Björn Wirtz Anlass sich der Gruppe anzuschließen und der Pleinairmalerei zuzuwenden, ist die tiefe Sehnsucht nach einer engen Verbindung zur Natur und der Wunsch, ihre Schönheit festzuhalten. Dies gelingt ihm in Ölbildern von Alleen und Wäldern bei flimmerndem Lichteinfall, Landschaften in der Mittagshitze und farbkräftigen Stillleben von Früchten und Blumen. Björn Wirtz malt seine Sinneseindrücke. Es ist nicht sein Ziel die Natur möglichst getreu abzubilden. Der Künstler lässt sich von Farbe, Form und Licht inspirieren. Das ist die Arbeitsweise eines impressionistischen Malers.

Das verbindende Element der Norddeutschen Realisten ist das Malen vor der Natur. Sie malen, was sie wahrnehmen, das macht den Reiz ihrer Bilder aus. Auch Mathias Meinel und Björn Wirtz bilden in ihren Ölgemälden ab, was sie an Anmut in der Landschaft entdecken. Sie öffnen den Blick für den Reichtum an unbeachteter Schönheit.

Galerie Tobien GmbH (Husum)

26.06.2026 - 08.08.2026 SOL LEWITT – "Open Cube in Color on Color" – Ausgewählte Graphiken
Galerie Boisserée (Köln)
Pressemitteilung
Galerie Boisserée
Sol LeWitt wurde 1928 in Hartford, Connecticut, USA geboren. Nach seinem Studium und einer Ausbildung zum Illustrator arbeitete er ab Mitte der fünfziger Jahre zunächst als Graphiker sowie später für das Museum of Modern Art in New York. In dieser Zeit lernte er wichtige Wegbegleiter wie Dan Flavin, Robert Ryman und Hanne Darboven kennen. Er schöpfte Inspiration aus der Kunst des Konstruktivismus, des Bauhauses und der niederländischen Kunstrichtung De Stijl. Die Prinzipien dieser unterschiedlichen Ausprägungen der geometrischen Abstraktion übernahm er für sein Werk und entwickelte sie in eigenen, mannigfaltigen Variationen weiter. Zusammen mit Dan Flavin und Donald Judd gilt LeWitt als Begründer von Konzeptkunst und Minimal Art; vor allem sein plastisches Werk will er stets als konzeptuell verstanden wissen.

Eine erste Einzelausstellung findet bereits 1965 statt. Neben Gemälden und Zeichnungen arbeitet Sol LeWitt vorrangig skulptural und ab Ende der sechziger Jahre entstehen auch Wandmalereien. Die Arbeit mit druckgraphischen Techniken erweitert sein Werk ab etwa 1970 enorm. Seine Werke basieren auf mathematischen Prinzipien, vor allem hinsichtlich der proportionalen Verhältnisse seiner Skulpturen. Dazu setzte er sich mit allen geometrischen Grundformen auseinander, allen voran das Quadrat und der Würfel, welcher sich in seinen Skulpturen, "Cubes", aber auch in seinen zweidimensionalen Arbeiten als werkprägend erweist. Die einfache Form erlaubt ihm hochkomplexe, sich stetig wiederholende Arrangements, sowohl in schwarzer oder weißer Ausführung als später auch in Farbe. Seine früheren Werke waren vor allem von der Farbe Weiß geprägt, das sollte sich nach einigen Jahren Aufenthalt in Italien deutlich sichtbar ändern. In den frühen achtziger Jahren hatte er sich in Spoleto, Italien niedergelassen und lernte dort die Farbwelten der Fresken Giottos und Masaccios kennen. Nach seiner Rückkehr in die USA arbeitet Sol LeWitt in einer für sein Werk neuen, brillanten Farbvielfalt. Während er bereits vorher mit seinen fundamentalen Open Cube Skulpturen das Verhältnis von negativem und positivem Raum einer Skulptur untersucht hatte, erweiterte er nun seine quadratischen Motive um den Aspekt der Farbwirkung.

Die Serie "Open Cube in Color on Color" mit dreißig Farblinolschnitten, zeigt diesen Variantenreichtum auf beeindruckende Weise. In jedem Motiv variiert der offene Würfel und zeigt sich in intensiver Farbgebung vor kontrastierendem Hintergrund. Eine vibrierende, spannungsreiche Bildwirkung entsteht. Durch die systematische Kombination von Form und Farbe untersucht LeWitt, wie minimale Veränderungen die Wahrnehmung desselben geometrischen Grundprinzips verändern und beeinflussen. Die Serie ist eine Quintessenz der lebenslangen Beschäftigung Sol LeWitts mit Geometrie, Variation und Farbe.

Galerie Boisserée (Köln)

01.06.2026 - 15.08.2026 Ulrike Hansen & Ines Ramm Sommer, Sonne, Meer
Galerie Tobien GmbH (Husum)
Pressemitteilung
Galerie Tobien GmbH
Mit der Ausstellung "Sommer, Sonne, Meer" präsentieren Ulrike Hansen und Ines Ramm in Husum eine künstlerische Hommage an die norddeutsche Küstenlandschaft. Zwischen Nord- und Ostsee entfaltet sich eine Bilderwelt, die Licht, Wind und Weite des Nordens in Malerei übersetzt.
Der Ausstellungstitel verweist auf das zentrale Motiv beider Künstlerinnen: den Sommer am Meer. Doch so ähnlich die Inspirationsquelle ist, so unterschiedlich sind die künstlerischen Zugänge.
Ulrike Hansen nähert sich dem Thema über Erinnerungen. Erlebte Momente, besondere Lichtstimmungen oder kleine Szenen am Strand verdichten sich zu farbintensiven Kompositionen. Ihre Bilder strahlen durch die selbsthergestellten Eitemperafarben Leichtigkeit und Lebensfreude aus. Mit einer reduzierten, zwischen Gegenständlichkeit und Abstraktion angesiedelten Malweise lässt sie Raum für eigene Assoziationen. Landschaften werden zu flirrenden Flächen, Figuren und Gegenstände werden nicht ausformuliert, sondern erhalten durch sparsam gesetzte Pinselstriche eine Kontur. Sie bleiben bewußt angedeutet und laden zum Weiterdenken ein.
Ines Ramm hingegen bringt die unmittelbare Erfahrung von Wind und Wasser auf die Leinwand. Als begeisterte Standup-Paddlerin ist sie nah dran an den Elementen, die ihre Malerei prägen. Ihre Werke wirken lebendig, fast so, als könnte man die Bewegung der Wellen und das Ziehen der Wolken direkt spüren. In ihren Öl- und Acrylbildern erscheinen Menschen oft nur als feine Linien in der Weite der Landschaft, während Tiere, Küstenstreifen und Himmelsszenen die besondere Atmosphäre des Nordens einfangen.
Trotz dieser unterschiedlichen Herangehensweisen strahlen die Werke beider Künstlerinnen eine tiefe Verbundenheit mit der norddeutschen Natur aus. Diese Gemeinsamkeit wird in der Ausstellung beonders durch eine künstlerische Herausforderung sichtbar. Ulrike Hansen und Ines Ramm haben sich darauf verständigt, ein identisches Motiv jeweils auf ihre eigene Weise zu interpretieren. Diese " Challenge" macht die individuellen Handschriften unmittelbar vergleichbar und eröffnet spannende Einblicke in künstlerische Entscheidungsprozesse.
So entsteht in Husum ein Dialog zweier Positionen, der sowohl die Vielfalt als auch die Eigenheit zeitgenössischer Landschaftsmalerei sichtbar macht. "Sommer, Sonne, Meer" ist damit nicht nur eine Ausstellung über den Norden, sondern auch über Wahrnehmung, Erinnerung und die Frage, wie sich ein gemeinsames Thema in unterschiedlichen Bildsprachen manifestieren kann.

Galerie Tobien GmbH (Husum)