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Pressemitteilungen
Pressemitteilungen
03.11.2018 - 21.12.2018 Marc Riboud & Willy Ronis - “Frankreich 1935 - 1985”
in focus Galerie (Köln)
Pressemitteilung
in focus Galerie
Die beiden international berühmten Fotografen Willy Ronis und Marc Riboud führen den Betrachter in dieser Ausstellung durch das alltägliche Leben in Paris von 1935 bis 1985. Ronis, ein Vertreter der französischen Schule des Humanismus, zeigte in seinen Werken das “normale Leben auf der Straße”. Seine Fotografien stellten den Menschen in den Mittelpunkt und zeigten vor allem einfache Arbeiter, Frauen und Kinder, die in seinen Bildern die Straßen und Cafés bevölkerten. Er schuf durch das absichtliche Weglassen künstlicher Lichtquellen authentische Momente zeitlosen Anmuts des Alltags in Frankreich. Ronis selbst beschrieb seine Art zu fotografieren mit den Worten: „Geduld, Nachdenken, Gelegenheit, Form und Zeit“. Diese Gedanken spiegeln sich in seinen humanistisch geprägten Werken auf das Trefflichste wider.

Wie auch bei Willy Ronis sind die Fotografien von Marc Riboud durch eine exzellente Bildkompositionen geprägt. Durch Ribouds ebenfalls sehr feinfühlige Darstellung von Menschen schaffte er es, die Schönheit des Augenblicks festzuhalten. Für ihn bedeutete fotografieren “das Leben in jeder hundertfünfundzwanzigstel Sekunde voll auszukosten.” Während Marc Riboud durch seine vielfältigen Fotoreportagen aus der ganzen Welt berühmt wurde, schuf Ronis den wichtigsten Teil seines Werkes in Frankreich.

Die Ausstellung zeigt wie es den bereits verstorbenen Künstlern in sehr sensibler Weise gelang, die Schönheit des Moments und den französischen Zeitgeist des 20. Jahrhunderts festzuhalten.

Seit dem Jahr 2000 zeigte die in focus Galerie, Köln die Fotografen Willy Ronis und Marc Riboud in mehreren Ausstellungen. Das für seine großartigen Fotografieausstellungen renommierte Suermondt-Ludwig-Museum in Aachen widmete Willy Ronis im Jahr 2004, inspiriert durch die Ausstellung der in focus Galerie, eine großartige Retrospektive. Nun endlich richtet das Suermondt Ludwig Museum noch bis zum 6. Januar 2019 Marc Ribouds erste große Einzelausstellung in einem deutschen Museum aus.

Eröffnung am Samstag, den 3. November von 19 – 21.30 Uhr

Öffnungszeiten:

Di. bis Fr. 16 – 19 Uhr, Sa. 11 – 15 Uhr

und nach Vereinbarung unter 0177 3202913

in focus Galerie (Köln)

21.10.2018 - 24.11.2018 Atelierwände und quadri
Galerie Knecht und Burster (Karlsruhe)
25.09.2018 - 10.11.2018 Nadia Myre: Code Switching and Other Work
Art Mûr Berlin (Berlin)
Pressemitteilung
Art Mûr Berlin
“Code-Switching and Other New Work" ist eine Einzelpräsentation neuer und bestehender Arbeiten der in Montreal lebenden Künstlerin Nadia Myre, kuratiert vom Glasgower Kuratorenduo Mother Tongue (Tiffany Boyle und Jessica Carden). Anhand der Geschichte der Tonpfeifenproduktion in London und Glasgow, enthüllt Myres Werk auf poetische Weise die Verstrickung zwischen dem britischen Empire, Kanada und den indigenen Völkern. Während des Tabakhandels mit der so genannten Neuen Welt kamen die Pfeifen, sozusagen als Nebenprodukt, als eines der ersten "Einwegartikel" auf den Markt und wurden mit vorgefüllten Tabak vermarktet. Myres neue Arbeiten erforschen Prozesse der Prägung, Dokumentation, Webtechnik und Ausgrabung, um nachhaltige Fragen rund um koloniale Hinterlassenschaften zu stellen.

Der europäische Kontakt mit der Neuen Welt in den 1600er Jahren führte zu einer Zunahme des Tabakkonsums in Großbritannien und zum Entwurf der Tonpfeifen bestehend aus einer Mulde und länglichen Stil, eine überarbeitete Version der von den indigenen Völkern verwendeten Behältnissen. Während des Tabakrauchens wurde die Tonpfeife stufenweise abgebrochen. Es gab eine Reihe von Produktionszentren in Großbritannien, darunter Glasgow und Bristol. Schottlands Produktion hat ein besonderes Monopol auf den Export in großen Mengen an Konzerne wie die Hudson Bay Company, die während der frühen Kolonialzeit de facto große Teile Nordamerikas beherrschte. Die Scherben dieser Tabakpfeifen, die in großen Mengen zu finden sind, sind archäologisch bedeutsam, denn Sie helfen dabei die Fundorte zu datieren. Die ausgegrabenen Scherben sind zugleich außergewöhnliche Gegenstände von historischer Bedeutung, in ihrer Anzahl jedoch fast alltäglich. Es scheint als besäße ein so einfaches Objekt wenig wirtschaftlichen Wert.

Nadia Myre ist bildende Künstlerin aus Quebec und Mitglied der Kitigan Zibi Anishinabeg First Nation. Im Jahr 2015 begann sie mit Forschungsausgrabungen an den Ufern der Themse, bei denen sie Schalen und Stiele von Tonpfeifen entdeckte. Dabei wurden Knochen und Zähne manchmal zunächst mit Tonpfeifenstielen und -fragmenten verwechselt, die die Lebensgeschichten dieser Gegenstände zu erzählen scheinen. Ebenso erinnern die Scherben in ihrer vorgefertigten, perlenartigen Form an das Wampum, welches die Ureinwohner bis heute beim Weben verwenden.

“Code-Switching and Other Work" ist ein einschlägiges Werk welches den Betrachter dazu einlädt, zu hinterfragen wie unsere gemeinsame Vergangenheit das gegenwärtige Verständnis voneinander noch heute beeinflusst. Durch die museale Präsentation indigener und europäischer Keramik, hochauflösenden Scans, Fotografien und Skulpturen regt die Künstlerin zu zeitgemäßen Diskussionen über indigene Rechte und Ihre Zukunft an.
Myre`s Forschung und Arbeit konzentriert sich auf interkulturelle Erfahrung und Vermittlung als Strategie zur Anerkennung und Rückgewinnung indigener Kunst und Kulturproduktion. Ebenso untersucht `Code-Switching and Other Work` die Ausdrucksweise und Macht der musealen Darstellungsformate und die daraus resultierende Wissensgewinnung, indem rekonstruierte und repräsentative historische Objekte zur Schau gestellt werden.

Im weiteren Sinne, setzt sich die Künstlerin auch mit der Rolle des Handwerks in ihrer künstlerischen Praxis auseinander, indem sie die Betrachtungsweise und Positionierung des Handwerks in Frage stellt.

Mother Tongue | Tiffany Boyle & Jessica Carden
Übersetzung von Julia Theobalt

Art Mûr Berlin (Berlin)

22.09.2018 - 17.11.2018 Oliver Sich & Michel Urbschat - Werkschau
GALERIE WIEDMANN (Stuttgart)
Pressemitteilung
GALERIE WIEDMANN
15 Jahre hinterfragt Oliver Sich den Menschen, die gesellschaftliche Entwicklung, den Umgang miteinander. Ihn interessieren die Randgruppen, die Verletzten, die Ausgegrenzten. In der Galerie Wiedmann trifft Oliver Sich auf sein Thema, auf Michel Urbschat den verletzten Exzentriker, den das Leben aus der Bahn geworfen hat. Beide haben das selbe Thema. Oliver Sich beschreibt es in der Rolle des Betrachters, Michel Urbschat aus der Rolle des Betroffenen.

GALERIE WIEDMANN (Stuttgart)

15.09.2018 - 13.10.2018 Field Trip
Galerie Knecht und Burster (Karlsruhe)
Pressemitteilung
Von Neu Englands Cranberryernte bis ins Rheinische Braunkohlerevier

Galerie Knecht und Burster (Karlsruhe)

15.09.2018 - 20.10.2018 MÜNDUNG
Neue Kunst Gallery - Michael Oess (Karlsruhe)
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Neue Kunst Gallery - Michael Oess
Zum 50. Geburtstag des Malers Igor Oleinikov (*August 1968) widmen wir dem Künstler eine Gratulationsausstellung, zu dem wir herzlich einladen.
"Im Ineinanderfließen von Malerei und Grafik ist das Leitmotiv der Mündung eine Rückbesinnung auf die Quelle der künstlerischen Bestimmung ebenso wie auf die Verheißung von Bevorstehendem. In seinen aktuellen Arbeiten beleuchtet Oleinikov eindrucksvoll die Bedeutungsfacetten dieses Sujets"
Zur Eröffnung spricht Nelli Fritzler, Berlin

Der Künstler ist zur Vernissage anwesend.

Neue Kunst Gallery - Michael Oess (Karlsruhe)

08.09.2018 - 13.10.2018 Sandro Giordano - IN EXTREMIS
in focus Galerie (Köln)
Pressemitteilung
in focus Galerie
Körper with no regret – Körper ohne Bedauern

08. September bis 13. Oktober 2018
Eröffnung am Samstag, 08. September 19 - 21:30 Uhr
Der Künstler wird anwesend sein.
Öffnungszeiten:
Di. + Mi. 16 – 19 Uhr, Do. + Fr. 15 – 19 Uhr, Sa. 11 – 16 Uhr

Sandro Giordano sagt über seine Arbeiten:
„Meine Fotografien sind "Kurzgeschichten" über eine Welt, die zusammenbricht. Jede Aufnahme erzählt von abgenutzten Charakteren, die in einem plötzlichen Blackout aus Körper und Geist zusammenbrechen, ohne sich selbst retten zu können. Wir leben in einer verzerrten Welt der plastischen Chirurgie, die stereotype Bilder hervorbringt, die einem vorgegebenen Marketingmodell entsprechen.
Ich verstecke das Gesicht meiner Charaktere, damit ihr KÖRPER für sie spricht. Dieser Herbst ist der Punkt, an dem es kein Zurück mehr gibt. Es gibt ein Sprichwort "Du musst den Tiefpunkt erreichen, um neu anzufangen". Der HERBST meiner Charaktere ist ihr HITTING ROCK BOTTOM, da sie ihre LIMIT erreicht haben, jenseits derer ihr FALSE SELF nicht gehen kann. Jeder von ihnen rettet einen Gegenstand, er hält ihn in der Hand und symbolisiert diese Fälschung. Dieser Anspruch wird nicht nur durch die Objekte, sondern auch durch die Kleidung, die Frisuren und den Ort repräsentiert! Alles, was auf dem Bild sichtbar ist, stellt ihren Anspruch dar, während der zertrümmerte KÖRPER die WAHRHEIT ausdrückt, die in der Tat abstürzen muss, um erzählt zu werden! Ich benutze nie Dummies in meinen Aufnahmen; Ich benutze professionelle Schauspieler, die interpretieren können, was mit ihren Körpern nicht sichtbar ist, weil ich das Unsichtbare sichtbar machen möchte. Seit ich ein Kind war, habe ich Filme von Charlie Chaplin und Laurel und Hardy immer geliebt, weil sie mich zum Lachen brachten. In ihren Filmen sehen wir oft schreckliche Dinge passieren, ernste Unfälle ... DER HERBST ... Die instinktive Reaktion ist Verwirrung und Unbeholfenheit gegenüber dem unglücklichen Schicksal der Charaktere, aber dann bricht die gleiche Unbehaglichkeit in ein befreiendes Lachen aus. Das ist der Effekt, den ich durch meine Fotografien erzeugen möchte: Erzähle die Tragödie durch Ironie. Eine zerbrochene Menschheit, die ich mit Zuneigung und Empathie betrachte und von der ich mich selbst nicht ausgeschlossen fühle. Es ist dieses Gefühl der Empathie, das es mir erlaubt, nicht zu urteilen, sondern die Geschichten, die ich erzähle, zu teilen, in der Hoffnung, dass, wenn es mir gelingt, einen Zuschauer zum Lachen zu bringen, dies ein guter Ansatz für mehr AUTHENTISCHE Zukunft ist. Dieses Lachen ist eine Offenbarung.“

in focus Galerie (Köln)

08.09.2018 - 28.10.2018 Koordinaten
Galerie Augarde (Daun)
Pressemitteilung
Galerie Augarde
Der in Aachen lebende Künstler Kai Savelsberg ist seit 1997 freischaffend tätig. Die philosophische und dichterische Auseinandersetzung mit seinen Bildern, die malerische Umsetzung seiner Worte sind als Einheit zu sehen.
„Indem Kai Savelsberg sein Erzählen vom Menschen synonym gestaltet, ob in der Malerei, der Plastik oder der Poesie, erfüllt er die Voraussetzungen, dass seine Bilder abstrakt bleiben und damit offen für uns als Betrachter. Offen für Interpretation und Gefallen, für Identifikation oder Kritik. Offen für den notwendigen Dialog mit unserer Welteinsicht.“ ( Stefan Skowron )
Zahlreiche Ausstellungen im In- und Ausland bezeugen das große Interesse des Kunstmarkts sowie eines breiten Publikums.
Zum zweiten Mal präsentiert die Galerie Werke von Kai Savelsberg. Die Ausstellung 2018 gibt einen authentischen Einblick der letzten 10 Jahre in die hohe handwerkliche Qualität der Ausführung sowie der intellektuellen Professionalität des Künstlers.

Galerie Augarde (Daun)

07.09.2018 - 27.10.2018 José Maria Mellado - Foto-Ausstellung „Cuba. Al otro lado del espejo“ – „Cuba. The other side of the mirror“
Galerie Boisserée (Köln)
Pressemitteilung
Zeitgleich und anlässlich des Internationalen Photoszene Köln-Festivals 2018 zeigt die Galerie im Studio eine Foto-Ausstellung des 1966 in Almeria geborenen Spaniers José Maria Mellado. Die Ausstellung „Cuba. Al otro lado del espejo“ – „Cuba. The other side of the mirror“ konzentriert sich auf fünf großformatige ChromaLuxe-Fotografien aus den Jahren 2006 – 2016.

Für Mellado ist Kuba eines der aktuellsten Länder der Welt. „Für mich war es die Faszination für Schönheit, die im Vergänglichen liegt. Und das seltsame Gespür der Affinität, das ich vom ersten Moment an hatte.“ Der Titel „The other side of the mirror“ verleiht den Bildern, die von vergangenen und aktuellen Zeiten erzählen, ihre poetische Bedeutungsebene.

In seinen Fotografien entwickelt der Künstler eine Bildsprache, in der die Frage nach der Beschaffenheit von Zeit immer spürbar ist. Mellado begegnet den Menschen in den Strukturen, in denen sie leben, und findet statt großer Wahrzeichen kleine Symbole, um die Stimmung einzufangen.

Die Sensibilisierung und Erweiterung unserer Wahrnehmung einer scheinbar bekannten Realität zeichnen seine Arbeiten aus.

Galerie Boisserée (Köln)

07.09.2018 - 27.10.2018 Sean Scully Ausgewählte Graphik – Radierungen und Lithographien
Galerie Boisserée (Köln)
Pressemitteilung
Anlässlich der DÜSSELDORF COLOGNE OPEN GALLERIES zeigt die Galerie Boisserée zum ersten Mal in einer Einzelausstellung das graphische Oeuvre des 1945 in Dublin geborenen Künstlers Sean Scully.

Scully hat ein unverwechselbares und absolut zeitlos anmutendes graphisches Oeuvre geschaffen. Seine druckgraphischen Arbeiten sind Meisterwerke zeitgenössischer Graphik.

Während er in seinen frühen Arbeiten seine Ränder im Sinne des damals angesagten hard edge-Stils mit Klebebändern präzise setzt, verschwimmen die klaren „Grenzen“ mehr und mehr, werden in Nuancen verwischt, lösen sich aber nicht ganz auf. Die malerische Qualität, der eigentümliche Kontrast des sparsamen formalen Bildaufbaus, die Schlichtheit und der Zusammenklang von Farbstimmungen und Formen faszinieren gleichermaßen. Die Druckgraphik bietet ihm eine Vielfalt an Techniken und Ausdrucksmöglichkeiten. Er lässt sich von der Einzigartigkeit der Materialien inspirieren und findet für jede graphische Technik eine eigene Ausdrucksform.

Sean Scully setzt Flächen miteinander in Beziehung. Es gibt einen ganz offensichtlichen Eindruck von Horizontalität und Vertikalität. Es sind die Zwischenräume, die Beziehungen zwischen den Dingen, auch zwischen Menschen, die ihn interessieren. „Meine Bilder erzählen von Beziehungen. Wie Körper zusammenkommen, wie sie sich berühren, sich trennen. Wie sie zusammenleben, in Harmonie oder in Disharmonie. Der Charakter dieser Körper verändert sich ständig in meiner Arbeit, abhängig von der Farbe, von der Undurchlässigkeit und Transparenz der Oberfläche. Das alles verleiht ihnen ihre Eigenart, ihr Wesen. Der Rand definiert die Beziehung zum benachbarten Körper, er setzt sie in einen Kontext. Meine Bilder wollen Geschichten erzählen, die ein abstraktes Gegenstück zu dem Auf und Ab menschlicher Beziehungen sind. ?...? Anstatt eine Beziehung zu malen, male ich ?...? Felder und setze sie zusammen.“ (Sean Scully, Ausstellungskatalog: Konstantinopel oder Die versteckte Sinnlichkeit. Die Bilderwelt von Sean Scully, Prestel Verlag München, Berlin, London, New York 2009, S. 19)

Vertraute, einfache Muster wie Streifen und Schachbrettmuster begegnen einem in seinem Werk. Auffällig ist nicht nur die Variationsvielfalt des einfachen Bildaufbaus, sondern auch die Beziehung zu frühen handwerklichen Techniken und Kulturen und Scullys Begeisterung für diese: die Streifen marokkanischer Teppiche, Scullys Verehrung für den Dom von Siena mit seinem grün-weißen Steinwechsel, sein großes Interesse an präkolumbianischen Kulturen.

Sean Scully gehört zu den bedeutendsten abstrakten Künstlern der Gegenwart. Gleich zweimal war er für den Turner-Preis nominiert und ist in mehr als hundert Sammlungen renommierter Museum weltweit vertreten. Zahlreiche Ausstellungen, darunter große Retrospektiven, repräsentierten sein Werk.

Galerie Boisserée (Köln)

07.09.2018 - 12.10.2018 Remains Of The Night
Galerie Köppe Contemporary (Berlin)
Pressemitteilung
Galerie Köppe Contemporary
JIM AVIGNON | The Remains Of The Night
Die Zwanziger Jahre im Fokus

Jim Avignon wird sich in der Galerie Köppe – natürlich im typisch sub­versiven ‚Jim-Avignon-Stil‘ – einem Thema widmen, dass einen Bogen von den Zwanzigern des vergangenen Jahrhunderts bis in die Gegen­wart schlägt. Dabei wird er unter anderem Künstler wie Otto Dix, Max Beckmann und George Grosz mit ausgewählten Werken aus der damaligen Zeit zitieren, bei seiner Reise zurück aber auch der Frage zuwenden, ob es gewisse Parallelen gibt zwischen jener Epoche und unserer Gegenwart.

So wird Jim Avignon Themen wie die damalige Salonkultur der heutigen Clubkultur und dem Nachtleben gegenüberstellen. Aber auch Themen wie Gentrifikation und Rechtsruck (damals wie heute) sollen mit einbezogen werden.

Die Goldenen Zwanziger beziehungsweise der Zeitabschnitt 1924 bis 1929 standen in Berlin für ein völlig neues Lebensgefühl. Weltoffenheit und Internationalität, „Dreigroschenoper, Bubikopf, Josephine Baker, Dada, Bauhausarchitektur“(1), herausragende Sportwettkämpfe, Tanz­­vergnügungen, ein boomendes Nachtleben mit Bars, Clubs und Amüsement aller Art – das sind nur einige der Stichworte, die beispiel­haft für den Geist dieser Zeit in der Metropole stehen.

Die Neue Sachlichkeit mit ihrem harten Realismus war die charakte­ristische Kunstrichtung dieser Zeit. Berliner Künstler wie George Grosz oder Otto Dix reagierten mit diesem illusionslos hartrealistischen und sachlichen Stil wie auch mit satirischen Mitteln auf das Großstadt­erlebnis Berlin.

Dabei warfen sie immer auch einen Fokus auf die sich zuspitzenden Klassen­kämpfe und politischen Verwerfungen, die die gesellschaft­lichen Verhältnisse veränderten – und schließlich den Weg für den National­sozialismus bereiteten.

Radikal konterkarierten sie die Ignoranz eines zynischen Kapitalismus und einer vergnügungssüchtigen bürgerlichen Society, die in ihrer rauschhaft gesteigerten Lebenswirklichkeit und in exzentrischer Be­schäf­tigung mit sich selbst ignorierte, dass die Republik auf ihr Ende und den II. Weltkrieg zusteuerte.

Galerie Köppe Contemporary (Berlin)

07.09.2018 - 04.11.2018 Leiko Ikemura, Katharina Jahnke, Sabine Moritz - LICHTUNG
Martina Kaiser Cologne Contemporary Art (Köln)
Pressemitteilung
Martina Kaiser Cologne Contemporary Art
Lichtung
Leiko Ikemura - Katharina Jahnke - Sabine Moritz
Landschaften von Leiko Ikemura, Katharina Jahnke und Sabine Moritz anlässlich der DC Open 2018.
Die Herbstausstellung 2018 in der Galerie Martina Kaiser präsentiert drei aktuelle Positionen der Gegenwartskunst, die sich in signifikanten
Referenz- und Narrationsketten mit dem Thema Landschaft als Weltentwurf auseinandersetzen. Landschaft meint in diesem Kontext einen
atmosphärischen Raum, in dem Natur, Pflanzen, Dinge und Lebewesen zirkulieren und sich wechselseitig durchdringen.
Im Prozess der gemeinsamen Annäherung durch Atelier- und Ausstellungsbesuche in Köln und Berlin ist von den Künstlerinnen der mehrfach
codierte Titel „Lichtung“ gewählt worden, der auch als Bezeichnung für das in den Werken beinhaltete Wechselspiel zwischen Sichtbarem
und Verborgenem gelten kann.
In den Werken von Leiko Ikemura (*1951, Tsu, Japan) geht es um den Stoffwechsel des Kreatürlichen. Ihre Gemälde und Skulpturen erzählen
von der sphärischen Verschränkung zwischen Mensch, Tier und Pflanzenwelt, worin nicht zuletzt Bezüge zur traditionellen japanischen
Landschaftsmalerei zu erkennen sind. Besonders der subtile Farbkosmos kommuniziert diese eigene Wirklichkeit der hybriden
Pflanzenkörper.
Leiko Ikemura studierte in ihrer Heimat spanische Literatur und von 1973-78 Malerei an der Akademie von Sevilla. Nach ihrer Übersiedlung
in die Schweiz hinterließ Ikemura ihre ersten markanten Spuren in der Kunstszene. Das National Art Center in Tokio sowie das Kunstmuseum
Basel werden der Künstlerin 2019 eine Soloschau widmen. In der Vergangenheit wurden ihre Werke weltweit in renommierten Institutionen
wie dem Vangi Sculpture Garden Museum, Mishima; dem Nevada Museum of Art, Reno; der staatlichen Kunsthalle in Karlsruhe oder dem
Museum für Gegenwartskunst Basel ausgestellt worden und 2015 im Ostasiatischen Museum in Köln. Ihre Arbeiten sind in zahlreichen
internationalen Museen wie dem Centre Pompidou, Paris; den Kunstmuseen Basel, Bern und Zürich sowie dem National Museum of Modern
Art und dem Hara Museum of Contemporary Art, Tokio, vertreten.
Ikemura wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, u.a. dem Cologne Fine Art Prize (2014), dem August-Macke-Preis (2009) und dem
Deutschen Kritikerpreis für Bildende Kunst (2001). Von 1990 -2015 hatte Leiko Ikemura eine Professur an der Universität der Künste Berlin
inne.
Katharina Jahnke (*1968, Berlin) setzt sich in ihren Cut-Outs und Fotocollagen mit der mehrdeutigen Organisation von Welt, mit Strukturen
und Texturen, auseinander. Ausgangspunkt sind Darstellungen von Sakral- und Profanbauten, die sie in antiquarisch erworbenen Büchern
aus den 1960er Jahren findet. Die spannungsvolle Relation zwischen Naturelementen, Tierkörpern und Architektur hinterfragt so
vermeintlich chaotische Strukturen versus formalästhetische Ordnungssysteme.
.
Katharina Jahnke, geb. 1968 in Berlin, schloss nach einem Studium an der Hochschule für Gestaltung in Offenbach bei Wolfgang Luy und an
der Kunstakademie Düsseldorf bei Prof. Kamp und bei Prof. Kiecol ihr Studium als Meisterschülerin ab. Von 2007 – 2009 hatte Jahnke einen
Lehrauftrag an der Kunstakademie in Düsseldorf inne und seit 2012 u.a. an der Folkwangschule Essen, Uni Paderborn, Halle Burg
Giebichenstein. Die Künstlerin hat seitdem zahlreiche Stipendien erhalten unter anderem des Landes NRW; der Kunststiftung NRW und des
Kölnisches Kunstvereins.
Aktueller Hinweis: Katharina Jahnke hat die Monkey Bar und das Neni Restaurant in der 8. Etage des 25hours Hotel The Circle in Köln mit
drei großangelegten Wandarbeiten gestaltet
Die Arbeiten von Sabine Moritz (*1969, Quedlinburg) erzählen von der Kraft des Geheimnisvollen und Undurchdringbarem, welche sich in
den Bildern vom rhizomatisch erscheinenden Pflanzendickicht zeigt. Die nach der Natur gezeichneten Blumenstillleben wiederum sind eine
zyklische Auseinandersetzung mit dem materiellen Organismus von Blütenpflanzen und oszillieren in der Anschauung von Existenz und
Empfindsamkeit.
Sabine Moritz studierte ab 1989 an der Hochschule für Gestaltung in Offenbach und von 1991-94 an der Kunstakademie in Düsseldorf bei
Markus Lüpertz und Gerhard Richter. Seitdem nahm sie an zahlreichen Einzel- und Gruppenausstellungen teil: König Galerie Berlin (2018);
Imperial War Museum in London, (2018); Neuland (2017) in der Kunsthalle Bremerhaven; Dawn (2016) in der Marion Goodman Gallery,
Paris; Galerie Haas Zürich (2016); Harvest (2016) in der Pilar Corrias Gallery, London; Paintings and Drawings (2015) in der Felix Ringel Galerie,
Düsseldorf und weitere. Ihre Werke sind in zahlreichen privaten und öffentlichen Kunstsammlungen vertreten, unter anderem in der Tate
Modern in London; Sammlung Deutsche Bank, Frankfurt am Main; Städtische Galerie im Lenbachhaus, München; Sammlung Faber-Castell,
Nürnberg und von der Heydt-Kunsthalle, Wuppertal.
Deutlich wird, dass Landschaft als Kontinuität von Verschiedenheit Welt bildet.
Alle drei Künstlerinnen haben durch ihr biographisches Wirkungsfeld und ihre Ateliersituation einen engen Bezug zu Köln, wenngleich sie
national und international tätig sind. Dementsprechend spiegelt die gemeinsame Präsentation anlässlich der DC Open auch die Vielfalt der
rheinischen Kunst- und Kulturszene wider. Die Ausstellung in den historischen Galerieräumen in der Bismarckstraße 50 wird kuratiert von
Renate Goldmann.
Die Ausstellung „Lichtung – Landschaften von Leiko Ikemura, Katharina Jahnke und Sabine Moritz“ läuft vom 6.9.-4.11.2018.
Martina Kaiser Cologne Contemporary Art Bismarckstraße 50 50672 www.GalerieMartinaKaiser.de
CLEARING -
Landscapes by Leiko Ikemura, Katharina Jahnke and Sabine Moritz
The 2018 autumn exhibition at Martina Kaiser Gallery presents three current positions of contemporary art which deal with the subject of
landscape as a concept of the world, here embedded in significant chains of narration and references.
Landscape in this context means an atmospheric space where nature, plants, things and entities circulate and interpenetrate.
The works of Leiko Ikemura (*1951) exemplify the metabolism of creatures; her paintings and sculptures are telling about the
interconnection of humans, animals and plants by citing the traditional Japanese landscape painting. Her subtle way of using colors here
creates an own reality of hybrid plant bodies.
Leiko Ikemura has studied Spanish literature in Japan and painting at the academy of Seville/Spain from 1973-1978. After moving to
Switzerland she left her first notable marks in the art scene. In 2019 both the National Art Center at Tokyo and the Kunstmuseum Basel will
grant her big solo exhibitions. Her works were already shown in renowned institutions all over the world such as the Vangi Sculpture
Garden Museum in Mishima/Japan, the Nevada Museum of Art in Reno/USA, the Staatliche Kunsthalle Karlsruhe/Germany, the Museum of
Contemporary Art in Basel/Switzerland and the Ostasiatische Museum in Cologne/Germany in 2015. Also her works are represented in
various museums such as the Centre Pompidou/Paris, the art museums of Basel, Bern and Zurich, the National Museum of Modern Art and
the Hara Museum of Contemporary Art at Tokyo.
Ikemura was awarded several art prizes, i.e. Cologne Fine Art Prize (2014), August Macke Preis (2009) and the German Critics Choice Prize
for Fine Arts (2001). From 1990-2015 she held a chair at the College of Fine Arts in Berlin.
The cut-outs and photo collages of Katharina Jahnke (*1968) deal with the ambiguous organization of the world, with its’ structures and
textures. The initinial point are portrayals of both sacral and secular buildings that she detected in antique books of the 1960s. The
suspence-packed relation between elements of nature, animal bodies and architecture thereby questions allegedly chaotic structures vs.
purely aesthetic systems of order.
Katharina Jahnke first studied at the Hochschule für Gestaltung in Offenbach and then graduated at the Kunstakademie Düsseldorf as
master student of Hubert Kiecol, where she also gave lectures from 2007-2009. Since 2012 she teaches at Folkwangschule Essen and at the
University Paderborn. In her career she was awarded many scholarships, i.e. from the Federal State of NRW, the Kunststiftung NRW and
the Kölnische Kunstverein.
Fyi: Miss Jahnke just co-furnished the spectacular Monkey Bar on the 8th floor of the new 25hours Hotel The Circle in Cologne. Here you
will find her latest mural art piece.
The works of Sabine Moritz (*1969 Quedlinburg) tell about the mystical power and the strenght of the impenetrable which reveal in
paintings of rhizomatic plant thickets. Her authentically sketched floral still lifes on the other hand represent a cyclic analysis of the
material organism of flowers and vacillate in the perception of existence and sensitivity.
From 1989 Sabine Moritz studied at Hochschule für Gestaltung in Offenbach, graduating at Kunstakdemie Düsseldorf where she became a
student of her later husband Gerhard Richter. She was granted various group and solo exhibitions, i.e. at Johann König Gallery/Berlin
(2018), Imperial War Museum/London, the exhibition „Neuland“ at Kunsthalle Bremerhaven, „Dawn“ at Marian Goodman Gallery/Paris,
Gallery Haas/Zurich and many more. Her works are found in both renowned public and private collections such as the Tate
Modern/London, Deutsche Bank/Frankfurt, Städtische Galerie im Lenbachhaus/Munich, Faber-Castell/Nuremberg and Von der Heydt-
Kunsthalle/Wuppertal.
Due to their biographic field of activity and their studio locations the three artists have a strong bond with Cologne although they act all
over the world. The linking of Leiko Ikemura, Katharina Jahnke and Sabine Moritz during DC Open therefore also represents the variety of
the rich culture and art scene in the Rhineland. The exhibition in the historical gallery space at Bismarckstraße 50 is curated by Mrs. Renate
Goldmann.
„Clearing – Landscapes by Leiko Ikemura, Katharina Jahnke and Sabine Moritz“ runs from September, 6th till November, 4th 2018.

Martina Kaiser Cologne Contemporary Art (Köln)