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Pressemitteilungen
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17.09.2020 - 01.11.2020 BARBARA KARSCH-CHAIEB ZEIT - GESCHAUT GERIEBEN GESCHICHTET
GALERIE WIEDMANN (Stuttgart)
Pressemitteilung
GALERIE WIEDMANN
Barbara Karsch-Chaïeb (* 1967), absolvierte von 1998 bis 2001 ein Kunststudium an der Freien Hochschule Kunstseminar Metzingen (ab 2001 Hochschule für Gestaltung in Schwäbisch Hall)
bei Prof. Jeannette Zippel und Prof. Andreas Mayer- Brennenstuhl. Sie lebt und arbeitet in Stuttgart. Seit 2001 zahlreiche Ausstellungen im In- und Ausland. Stipendien und Arbeitsaufenthalte unter anderem in Deutschland, Armenien, Polen, in
der Schweiz, USA, Tschechien. Teilnahme an der VII Shiryaevo Biennale (RU). Förderungen der Stadt Stuttgart (unter anderem die Atelierförderung), Stipendium der Anton Geiselhart-Stiftung, För-derungen der Karin Abt-Straubinger und der Marli Hoppe-Ritter Stiftung. Arbeiten in privaten Sammlungen, öffentlicher Ankauf Regierungs- präsidium Tübingen.
„Mich interessiert Zeit, die scheinbare Dehnbarkeit und Rastlosigkeit der Zeit, die Intensität und Aus- dehnung eines Augenblicks in seiner Flüchtigkeit.“ Barbara Karsch-Chaïeb
In der Ausstellung mit dem Titel ZEIT – GESCHAUT GERIEBEN GESCHICHTET wird ein Querschnitt von Arbeiten der letzten Jahre gezeigt. Durchweg zieht sich das Thema Zeit durch das Werk von Barbara Karsch-Chaïeb sowie die Verwendung von Erd- und Gesteinspigmenten.
Die Künstlerin visualisiert in ihren Arbeiten mehrere Kunstbegriffe. Die Erinnerung, die Geschichte und die Lebenszeit. Sie gräbt die Geschichte der Erde aus, die ein- geschriebene Zeit im geologischen Material.
Sie arbeitet mit den unterschiedlichsten Erdschichten, die sie überall auf der Welt sammelt. Und recherchiert Geschichte. Die Geschichte der Geologie. Mit der Auswahl ihrer Steine reicht sie bis zur Entstehung der Erde zurück.

GALERIE WIEDMANN (Stuttgart)

11.09.2020 - 24.10.2020 out of the blue
Galerie Guido W. Baudach (Berlin)
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Galerie Guido W. Baudach
Tamina Amadyar praktiziert eine neue, ganz eigene Form der Farbfeldmalerei. Auf Grundlage situativer Skizzen u?bersetzt die in Berlin lebende Ku?nstlerin biografische Narrative und persönliche Seherfahrungen in ebenso reduzierte wie farbintensive abstrakte Bildschöpfungen unterschiedlichen Formats und Kolorits. Dabei sind es stets nur zwei Farben, die sie in einem Bild kombiniert. Ihre Farben mischt Amadyar grundsätzlich selbst an, wozu sie reines Pigment mit gelatineähnlichem Leim verru?hrt. Das so entstehende Malmaterial zeichnet sich nicht nur durch eine enorme Leuchtkraft aus, sondern ermöglicht zudem eine außergewöhnlich variable Farbdichte; Eigenschaften, die die Ku?nstlerin virtuos einzusetzen weiß. Amadyar malt mit einem stets gleichen, quastartigen Pinsel, der einer Körperverlängerung gleich jede ihrer Bewegung auf die transparent grundierte Leinwand u?berträgt. In diesem gleichermaßen unmittelbaren wie kontrollierten Prozess verbinden sich Elemente von Kalligraphie und Tanz. Körperlichkeit und Haptik sind den Gemälden spu?rbar eingeschrieben. Sie tragen die zugrunde liegenden Erlebnisse der Ku?nstlerin als abstrakt codierte Echos in sich und liefern dem Betrachter einen offenen, weitgefassten Resonanzraum fu?r eigene Empfindungen und Stimmungen.

Galerie Guido W. Baudach (Berlin)

04.09.2020 - 31.10.2020 Heinz Breloh
Thomas Rehbein Galerie (Köln)
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Heinz Breloh (1940-2001) verstand sich zwar durch und durch als Bildhauer. Das Beharren des Künstlers auf einem spezifischen Medium, sein von außen betrachtet fast kapriziöses Zurückziehen aufs Handwerk des Bildhauerischen klingt allerdings merkwürdig ‚gewollt’ und geradezu mutwillig konservativ in einer Zeit, in der sich die Kunst traditioneller Genres und Sparten entledigt und „Postmedialität“ zu einem ihrerHauptkennzeichen avanciert. Vor dem Hintergrund einer ebenso umfassenden wie irreversiblen Konzeptualisierung der Kunst kann solch eine, scheinbar, nur übers Handwerkliche begründete Positionierung wie die Breloh‘s kaum anders als anachronistisch wirken. Doch ist sein Beharren auf derBildhauerei, seine Stilisierung zum Bildhauer unter doppelten Vorzeichen zu lesen. Wie seine bekanntesten Arbeiten, die in ihrer scheinbar unmittelbaren Körperlichkeit und drängenden Präsenz beinahe bedrohlich wirkenden „Lebensgrößen“ nahelegen und sogar zu bezeugen scheinen, nimmt es der Künstler dafür auf sich, in seinem Medium aufzugehen bzw. sich ihm im Zuge eines tänzerisch/theatral/rituell inszenierten Schöpfungsprozesses buchstäblich einzuverleiben. In diesem Sinne wäre die „Gegenwart des Bildhauers“ unübersehbar: seine skulpturalen Äußerungen wären die Spur, die ihr Macher im Zuge ihrer materiellen Herstellung und gestalterischen Ausformulierung hinterlässt und die er als Skulptur zeigen will.

Hans-Jürgen Hafner, Juni 2012, anlässlich der Ausstellung „Heinz Breloh-Die Anwesenheit des Bildhauers“ in der Galerie Walbröl Düsseldorf

Thomas Rehbein Galerie (Köln)

25.07.2020 - 12.09.2020 Gude Schaal
Galerie Reinhold Maas (Reutlingen)
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Galerie Reinhold Maas
Aufgrund von Corona-Vorsichtsmaßnahmen eröffnen wir die Ausstellung von 14 bis 18 Uhr, so dass jeder für sich ein geeignetes Zeitfenster wählen kann, die Galerie zu besuchen. Größere Ansammlungen werden dadurch vermieden.

Galerie Reinhold Maas (Reutlingen)

25.07.2020 - 20.09.2020 Marion Eichmann - "Happy Paper"
Galerie Schrade, Mochental (Ehingen/Donau)
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Galerie Schrade, Mochental
Drei mal Marion Eichmann
Parallel zur großen Solo-Werkschau im Museum Stihl-Galerie in Waiblingen unter dem Titel „Follow M.E.“ und der Ausstellung „About” in der Galerie Tammen, Berlin zeigen wir in der Belle Etage vonSchloß Mochental eine umfangreiche Werkschau neuer Arbeiten von Marion Eichmann, sowie eineAuswahl ihrer auf Schloß Mochental während ihres Arbeitsaufenthaltes zum „Franz-Joseph-Spiegler-Preis“ entstandenen Papierschnitte aus dem Jahr 2014.
In der aktuellen Ausstellung können wir Ihnen jetzt die spannende Weiterentwicklung dieser herausragenden Künstlerin präsentieren. Großformatige, filigrane Blumenbilder und Stilleben finden sich ebenso darunter wie Collagen aus Fragmenten des flirrenden Großstadtlebens, bei denen man meint, das Blinken der Werbeschilder noch immer wahrnehmen zu können; oder humorvolle malerische Skizzen von Reisebeobachtungen.
Die 1974 in Essen geborene Marion Eichmann ist eine der konsequentesten Künstlerinnen ihrer Generation. Ihr eigenwilliger Umgang mit dem Material Papier ist ebensoso außergewöhnlich wie beeindruckend. „Sie scheut weder Zeit- noch Arbeitsaufwand, um in akribischer Kleinteiligkeit und mit überbordender Informationsfülle üppige Schautableaus des Alltags zu entwerfen.“ (Dr. Melanie Klier)

Galerie Schrade, Mochental (Ehingen/Donau)

04.07.2020 - 22.08.2020 Wundertüte der Natur
Neue Kunst Gallery - Michael Oess (Karlsruhe)
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Neue Kunst Gallery - Michael Oess
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Gerard Prent
„Ein für jeden Betrachter ähnlich subjektives Erfahrungserlebnis stellen Prents Blumenbilder dar. Mit ihrer atemberaubenden Präsenz wirken sie geradezu betörend, ohne dabei ins Romantische abzuleiten. Die Sogwirkung aus Farbigkeit und starker Vergrößerung des Motivs zeigt abermals, wie unstillbar der Drang des Künstlers ist, sein Erleben von (alltäglicher) Wirklichkeit künstlerisch freizugeben. Damit wohnt diesen Bildern ein geradezu impressionistisches Moment inne - man mag vielleicht an Claude Moneta Seerosenbilder (Nymphéas) denken.
Gerard Prent, geboren 1954 in Amsterdam, Ausbildung 1973 bis 1978 an der Rietveld Akademie in Amsterdam und 1978 bis 1980 an der Rijksakademie. Nominierungen 1979 Silbermedaille Preis Rom, 2000 Dutch Academy Award. Einzelausstellung 2020 Gallery Roger Amsterdam, 2018 NIKAO Berlin, 2017 Mandarin München, XBank Amsterdam und 4 seasons London. Auftrag, Wandmalereien in den neu gebauten Regierungsgebäuden in den Niederlanden, wie das Zollamt in Vlissingen und dem niederländischen Außenministerium in Den Haag.

Neue Kunst Gallery - Michael Oess (Karlsruhe)

03.07.2020 - 22.08.2020 HUNGER NACH BILDERN
Thomas Rehbein Galerie (Köln)
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Thomas Rehbein Galerie
JOËLLE DUBOIS (*1990, Gent)
Dubois` Arbeiten beleuchten mit Ironie und Pragmatik die Kehrseiten digitaler Kultur. Die entblößenden Szenen einer Gesellschaft, die sich selber in den latent narzisstischen Selbstdarstellungen anderer reflektiert, kreisen um Sexualität, Einsamkeit und Selbstreflexion. Diesem Themenkomplex widmet sich Dubois auf eine ironische und auch komische Weise mit Leidenschaft in ihren Werken. Sie zeigt ihre Protagonisten exponiert und ungeschönt mit einem drastischen Realismus, der in der digitalen Welt oft sehr verzerrt und geschönt wird. Bei all dem ist sie selbst eine stille Beobachterin und schaut der Welt in ihrer eigenen Zurschaustellung eines eigenwilligen Perfektionismus zu. In den Bildnarrativen spielt der voyeuristische Blick auf intime Momente Wahrhaftigkeit vor, die Nacktheit der Figuren macht diese zutiefst verletzlich. Doch die allgegenwärtige Beschäftigung der gezeigten Personen mit dem Smartphone oder ähnlichen Tools lässt ihre Aura zwischen ignoranter Besessenheit und traurigster Apathie pulsieren.

JULIA JANSEN (*1972, Bonn)
Julia Jansens Gemälde sind Bilder von Bildern. Durch bewusst gesetzte, sichtbare und eindeutig das malerische Medium entlarvende Pinselstriche lenkt Jansen die Aufmerksamkeit weniger auf den dargestellten Gegenstand, sondern verweist vielmehr auf die mediale Darstellungsform. Die gezeigten Motive sind schnell genannt und ohne ikonografischen Mehrwert. Stattdessen wird durch zahlreiche Variationen eines Sujets Jansens Interesse für formale Fragen spürbar. Verschwommen, wie durch ein milchiges Fenster oder einen beschlagenen Spiegel betrachtet, sind die Gegenstände, deren weiche Kontur auch an die ungenaue Fokussierung bei der Fotografie denken lässt, durch verschiedene, sich überlagernde Malweisen verfremdet. Jansens souveräne Technik lotet den schmalen Grat zwischen Sein und Schein aus. Statt den Fokus auf die sichtbare Realität und deren konkrete Erscheinungsformen zu legen, betont Jansen die Einwirkungen auf den Sehsinn und damit die mit der Vermittlung des Bildes einhergehenden Einflüsse auf die Wahrnehmung.

ANYA JANSSEN (*1962, NL)
Die Frage, wie Menschen mit sich selbst und ihrer Umwelt umgehen und was ihre Entwicklung bestimmt, ist ein wiederkehrendes Thema in der Arbeit von Anya Janssen. In der Serie „Das Haus“ verzerrt Janssen eine lineare Zeiterfahrung. Sie lässt die Vergangenheit mit der Gegenwart zusammenfallen und erzählt so die Geschichte eines Hauses. Der Ort selbst ist von einer turbulenten und langen Geschichte geprägt. Janssen nahm den Gedanken an, dass Erinnerungen und Ereignisse sich an physische Orte binden. Janssens Arbeit erzählt Geschichten durch Eindrücke. In einer Reihe von narrativen Gemälden und Zeichnungen erreicht sie eine sehr enge, direkte Beziehung zu ihrem Thema. Die gemalten Objekte, Körper und Orte erhalten eine schwelende Spannung unter der malerischen Oberfläche. Ihr akribischer Stil lässt sie leblose Objekte mit einem ausgewogenen Gefühl von Lust und Resignation erfüllen. Durch die Verwendung von Verzerrung, Transparenz und einem entfremdenden Licht übersetzt Janssen die Realität und all ihre Facetten auf die Leinwand.

MICHAEL KALMBACH (*1962, Landau)
Der Ausgangspunkt der aquarellierten Bildwelten Michael Kalmbachs ist eine Ansammlung unbestimmter, großflächig angelegter Kleckse. Auf feuchte Papierbögen tropft und spritzt Kalmbach in willkürlicher Manier koloriertes Wasser, wobei sich die überschüssige Flüssigkeit in Pfützen ansammelt, so dass während der Trocknung Ablagerungen von Pigmenten zu Farbinseln unterschiedlicher Intensität gerinnen. Dieser unregelmäßige, fleischfarbene Fleckenteppich ist der amorphe Nährboden, dem die Bildwelten Michael Kalmbachs entspringen. Das ungebändigte All-Over wird strukturiert, Anordnungen von physiognomischen Merkmalen und Körperteilen lassen Gesichter und Gestalten erkennbar werden. Es entstehen märchenhaft anmutende Szenarien, von traumwandlerischen, entrückten Knabengestalten bevölkert. Ihre Figur ist oft nur angedeutet, erscheint sich durch die flüssige Kontur schemenhaft an der Oberfläche abzuzeichnen, um sogleich wieder zu verschwimmen, sich mit einer anderen Kurve zu vereinigen.

STEPHAN MELZ (*1959, Basel)
Die kleinformatigen Gemälde von Stephan Melzl weisen eine exquisite Farbgebung auf, deren intensive Leuchtkraft aus einem langsamen, lasierenden Farbauftrag hervorgeht. Nach einer Entwurfszeichnung, die wie ein erstes Gerüst die Bildfläche gliedert bzw. strukturiert, gibt sich Melzl der Malerei hin, aus seiner konzentrierten Beobachtung der Schichten lichter, transparenter Farbklänge ergibt sich die Bildfindung. Melzls meisterhafte Technik macht alles möglich, sie veranlasst die einträchtige Koexistenz disparater Elemente im Bild und lässt eine Bildrealität entstehen, in der Widersprüche harmonisch erscheinen und die Logik des Traums die Handlungsebenen verdichtet. Hinter diesem schönen Schein, der alles vereinheitlicht, geht es mitunter anarchisch zu. Melzl übernimmt oft bedeutende Einzelwerke oder traditionelle Bildformeln der Kunstgeschichte und ergänzt das Zitat durch Bildmotive aus einem völlig anderen Kontext. Die Diskrepanz zwischen einer eleganten Malerei und den dargebotenen, oft skurrilen Sujets, zwischen perfekter Form und rätselhaftem Inhalt erzeugt die eigentümliche Spannung, die den Gemälden von Stephan Melzl innewohnt.

ULRICH PESTER (*1980, Hannover)
Im Zentrum seines künstlerischen Handels steht die Suche. Ulrich Pester geht es um den andauernden Prozess, aus dem sich eigenständige bildhafte Formen herausbilden. Ideen für seine Sujets finden sich überall: in der alltäglichen Auseinandersetzung mit Film und Internet, aber auch eigene Zeichnungen oder Beobachtungen im Alltag können zum Ausgangspunkt für seine Arbeiten werden. In banalen Dingen verborgenes Bildpotential entwickelt über subtile Wendungen während des Malprozesses eine Eigendynamik und Autonomie. Handwerklich überzeugen seine Arbeiten durch eine formale Klarheit. Weit davon entfernt, sich auf einen Stil oder eine Methode festzulegen, findet Pester auf seinen malerischen Erkundungen immer wieder zu neuen Ansätzen. Entsprechend abwechslungsreich und überraschend sind seine Bildfindungen auch in seinen neuen Arbeiten. Neben abstrakten, figurativen und zeichnerischen Sujets sind seine Motive Tromp-l’œil-Effekte, kunsthistorische Referenzen, ironische Wortspiele oder feinsinnige Bildwitze.

LEIF TENKLER (*1960, Wiesbaden)
Leif Trenkler zählt zu den ersten Vertretern der Neuen Figuration in Deutschland und prägte diese Strömung zeitgenössischer Kunst durch seinen charakteristischen Stil mit. Seine realistische Malerei hält Momentaufnahmen fest. Die oft knallige Atmosphäre seiner Arbeiten entwickelt dabei ganz eigene Anregungen für die Sinne, ganz so wie man Pflanzen am Abend oder das frisch geschorene Gras am frühen Nachmittag geradezu riechen kann. Auch wenn sich die Malerei des 1960 in Wiesbaden geborenen Künstlers motivisch im Hier und Jetzt verorten lässt, bilden seine Gemälde deutliche Referenzen an vergangene Epochen der Malerei. Es ist insbesondere die Konfiguration aus Farbe, Bildträger und stilistisch signifikanter figürlicher Malerei, die sein Interesse für weitaus ältere Vorbilder erkennen lässt. Ein feines Gespür für die Atmosphäre vor Ort ist in seiner Malerei ebenso evident. Trenkler stellt seine Staffelei jedoch nie im Freien auf. Er sammelt die Eindrücke, die er auf seinen Reisen erhält, in seinem Gedächtnis. Der Fotoapparat assistiert ihm dabei. „Malerei folgt ganz eigenen Gesetzen. Da geht es um Farbigkeit, um Farbverläufe, um Dramaturgie und Komposition. Wie passt ein Rosa zu Orange, welches Gewicht hat ein Tropfen Gelb gegenüber einer 30 Zentimeter großen Fläche in Dunkelgrün, und wie steht das alles im Verhältnis zum Menschen oder zur Architektur oder zur Landschaft?“.




Thomas Rehbein Galerie (Köln)

27.06.2020 - 22.08.2020 Rubén Martín de Lucas "STUPID BORDERS – MINIMAL REPUBLICS"
Galerie Boisserée (Köln)
Pressemitteilung
Galerie Boisserée
Die Galerie Boisserée zeigt erstmals die Arbeiten des spanischen Künstlers Rubén Martín de Lucas in Deutschland.

Unmittelbar nach Abschluss seines Studiums des Bauingenieurwesens begann Rubén Martín de Lucas mit seiner künstlerischen Arbeit. Bereits in ersten Projekten, die er zusammen mit dem Künstlerkollektiv "Boa Mistura" erarbeitete, widmete er sich der Realisierung von Kunstprojekten mit klarem Bezug zum öffentlichen Raum und zur Natur. Seine Werkreihe STUPID BORDERS, in der er sich in Konzepten und Aktionen mit dem Sinn von Grenzen und dem Begriff "Nation" auseinandersetzt, entsteht seit 2015 als Soloprojekt.

Die Arbeiten des 1977 in Madrid geborenen Künstlers wurden bereits mit Preisen ausgezeichnet und befinden sich in öffentlichen wie privaten Sammlungen in Europa, USA und Südamerika. Nach musealen Ausstellungen vorwiegend in Europa, fand im vergangenen Jahr im Museum of Photography in Lianzhou, China eine erste Einzelausstellung der Werke aus STUPID BORDERS im asiatischen Raum statt.

Das kritische Hinterfragen der künstlichen und vergänglichen Beschaffenheit von Grenzen sowie der Idee von Nationen ist die Grundlage der MINIMAL REPUBLICS, die Teil der Reihe STUPID BORDERS sind. Es handelt sich um Projekte, in denen Martín de Lucas die Bedeutung von Grenzen ad absurdum führt, indem er selbst ein definiertes Stück Land besetzt. Diese Landnahme basiert auf immer gleichen und bewusst simplen Grundlagen. Für 24 Stunden grenzt er eine 100 m² große Fläche im öffentlichen Raum, auf Feldern oder auf dem Wasser einer geometrischen Form entsprechend ein und bewohnt sie in dieser Zeit allein. Absurdität und Einfachheit dieser Inbesitznahme regen dazu an, über die eigentliche Natur von Grenzen und über die Bedeutung von Landbesitz zu reflektieren.
Luftaufnahmen und Videos dokumentieren diese Aktionen und lassen die künstlerische Arbeit von Rubén Martín de Lucas nachvollziehbar werden.

Galerie Boisserée (Köln)

02.06.2020 - 05.09.2020 Friedel Anderson - Neue Bilder
Kunsthandel Hubertus H. Hoffschild (Lübeck)
Pressemitteilung
Kunsthandel Hubertus H. Hoffschild
Eine bereits für den Herbst 2019 geplante Ausstellung mit neuen Arbeiten von Friedel Anderson musste aus unterschiedlichen Gründen mehrfach verschoben werden. Trotz der derzeitigen erheblichen Erschwernisse haben wir uns entschieden, die Ausstellung nun ab Anfang Juni hier zu zeigen. Die Situation zwingt uns aber zu einem anderen Ausstellungskonzept, als Sie es bislang bei uns gewohnt waren, so wird es leider keine Eröffnungsfeier geben können. Wir werden eine Ausstellung „im Fluss“ präsentieren, das heißt, dass die Schau mit etwa 15 neuen Arbeiten starten und im Laufe des Sommers kontinuierlich durch weitere, dann erst entstehende Arbeiten, ergänzt werden wird. Friedel Anderson wird den Sommer an seiner Staffelei verbringen, und wir zeigen dann die neuesten Werke bis in den September hinein.
Es wird auch keine offiziellen Öffnungszeiten geben. Damit wir die geltenden Schutzvorgaben gewährleisten können, bitten wir um Verständnis, dass nur Termine nach telefonischer Absprache möglich sind. Selbstverständlich halten wir für Sie Schutzmasken und Desinfektionsmittel bereit. Die 1,5 m Abstandserfordernis wird gewährleistet sein.
Der zur Messe art-KARLSRUHE 2020 erschienene Katalog „Friedel Anderson - Das kleine Format“ liegt mit 2 verschiedenen Vorzugsausgaben vor. Zur Ausstellung selbst hat Anderson die kleine Radierung „Dom zu Lübeck“ geschaffen, die wir während der Ausstellung zu einem Subskriptionspreis anbieten.

Kunsthandel Hubertus H. Hoffschild (Lübeck)

27.05.2020 - 20.08.2020 KARLHEINZ OSWALD, SKULPTUREN UND MALEREI „Tänzer-Diva-Bettler“
GALERIE WIEDMANN (Stuttgart)
Pressemitteilung
GALERIE WIEDMANN
TÄNZER – DIVA – BETTLER
OSWALD Skulpturen und Malerei


Nach 25 Jahren gibt es für den Maler und Bildhauer Karlheinz Oswald wieder eine Verbindung von Zürich und Locarno nach Stuttgart, wo 1995 sein Porträt des Jesuitenpaters Rupert Mayer zu dessen 50. Todestag in der Domkirche St. Eberhard in der Stuttgarter Innenstadt eingeweiht wurde.

Jetzt kommt das Werk des Künstlers wieder nach Stuttgart, nach Bad Cannstatt in die Galerie Wiedmann. Der Auftrag zur Gestaltung des Porträts von Willy Wiedmann, des bekannten Sohnes von Bad Cannstatt, wurde zum Anstoß für eine umfassende Ausstellung der neuen plastischen und malerischen Arbeiten zum Thema TÄNZER – DIVA – BETTLER des mit namhaften Preisen ausgezeichneten Künstlers.

Das Porträt ist das große Thema von Karlheinz Oswald, seit Beginn seines künstlerischen Schaffens, das 1984 nach Abschluss seines Bildhauer Studiums an der Gutenberg-Universität in Mainz begann.
Die Charakteristik der in Eisen und Bronze gegossenen Porträts in der robusten Modernität der Umsetzung ist das herausragende Merkmal seiner Köpfe. Bekannte Persönlichkeiten wie z. B. Kardinal Lehmann und Helmut Kohl sind darunter.

Karlheinz Oswalds Passion ist die Abbildung des Menschen. Neben dem Porträt steht der Mensch in der Bewegung im Vordergrund. Dabei interessieren ihn vor allem die Bewegungsabläufe. Stehen, sitzen, laufen und vor allem der Tanz. Die Tänzer wurden zum Zentrum seines großen Werkes. Studienreisen führen ihn an die großen Theater, nach Berlin und New York. Der weibliche Körper mit seinen anmutigen Bewegungen, mit den Rundungen, Kurven und der Präsentation des Weiblichen stehen im Focus seines Werkes. Auch bei sitzenden oder stehenden weiblichen Figuren, die meist mit Stoff bedeckt sind, ist der Körper nicht statisch sondern der Rumpf und die Armen in Bewegung. Fast 5 m hoch tanzen die Rheintöchter auf der Rheinterasse Fort Malakoff in Mainz.
Zahlreiche Arbeiten im öffentlichen und kirchlichen Raum im In- und Ausland zeigen sein immenses Werk.

In der Bewegung erstarrt sind die Bettler. Gebeugt im Leid die Hände zur Entgegennahme der Gabe nach vorne gestreckt stellt Oswald sie den Tänzerinnen gegenüber. Auch den Bettlern verleiht er eine Würde, die sie fast anmutig wirken lassen.

Im malerischen Werk des Künstlers gibt es zwei Schwerpunkte. Die Landschaftsmalerei und auch wieder die menschliche Figur. Seine Studien des Tanzes dienten der Bildhauerei zur Vorbereitung und hatten doch bald eine Eigenständigkeit erreicht, sodass die Malerei neben der Bildhauerei seinen Platz gefunden hat.
Der Künstler blickt europaweit auf eine große Zahl von Einzel- und Gruppenausstellungen.
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Die Galerie Wiedmann präsentiert vom 21. März bis 9. Mai sein aktuelles malerisches und plastisches Werk. An der Langen Nacht der Museen wird die Ausstellung von Olaf Schulze, Historiker und Kunsthistoriker, um 19 Uhr in der Galerie Wiedmann eröffnet. Der Künstler ist bis zum Ende der Langen Nacht um 2 Uhr vor Ort.

Zur Ausstellung erscheint ein Katalog.

KARLHEINZ OSWALD
1958
geboren in Worms
1981–90
Studium der Freien Bildenden Kunst
Johannes Gutenberg-Universität Mainz
1985
Daniel-Henry-Kahnweiler-Förderpreis
1986
Gutenberg-Stipendium, Stadt Mainz
1991
Reisestipendium, Tanztheater Alvin Ailey
New York
1992
European Celebration Festival, Lincoln, England
2003
7. Biennale de Sculpture Normandie 
Saint-Romain-de-Colbosc, Frankreich
2007
Atelier Casa Bacilieri, Città Vecchia, Locarno
2009
Ehrenpreis der Ike und Berthold Roland-Stiftung, Mannheim
2011
Frankengasse 3, Zürich
2013
Atelier Kreuzstrasse 43, Zürich

Öffnungszeiten:
Mi. - Fr. 10 - 18 Uhr, Sa. 10 - 16 Uhr

Jeden ersten Sonntag im Monat von 11 -16 Uhr geöffnet. Um 11 Uhr und um 14 Uhr Führung durchs Haus und die aktuelle Ausstellung.

Außerhalb der Öffnungszeiten nach Vereinbarung: +49 171 2841184



GALERIE WIEDMANN (Stuttgart)