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Pressemitteilungen
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21.03.2020 - 09.05.2020 KARLHEINZ OSWALD, SKULPTUREN UND MALEREI „Tänzer-Diva-Bettler“
GALERIE WIEDMANN (Stuttgart)
Pressemitteilung
GALERIE WIEDMANN
TÄNZER – DIVA – BETTLER
OSWALD Skulpturen und Malerei


Nach 25 Jahren gibt es für den Maler und Bildhauer Karlheinz Oswald wieder eine Verbindung von Zürich und Locarno nach Stuttgart, wo 1995 sein Porträt des Jesuitenpaters Rupert Mayer zu dessen 50. Todestag in der Domkirche St. Eberhard in der Stuttgarter Innenstadt eingeweiht wurde.

Jetzt kommt das Werk des Künstlers wieder nach Stuttgart, nach Bad Cannstatt in die Galerie Wiedmann. Der Auftrag zur Gestaltung des Porträts von Willy Wiedmann, des bekannten Sohnes von Bad Cannstatt, wurde zum Anstoß für eine umfassende Ausstellung der neuen plastischen und malerischen Arbeiten zum Thema TÄNZER – DIVA – BETTLER des mit namhaften Preisen ausgezeichneten Künstlers.

Das Porträt ist das große Thema von Karlheinz Oswald, seit Beginn seines künstlerischen Schaffens, das 1984 nach Abschluss seines Bildhauer Studiums an der Gutenberg-Universität in Mainz begann.
Die Charakteristik der in Eisen und Bronze gegossenen Porträts in der robusten Modernität der Umsetzung ist das herausragende Merkmal seiner Köpfe. Bekannte Persönlichkeiten wie z. B. Kardinal Lehmann und Helmut Kohl sind darunter.

Karlheinz Oswalds Passion ist die Abbildung des Menschen. Neben dem Porträt steht der Mensch in der Bewegung im Vordergrund. Dabei interessieren ihn vor allem die Bewegungsabläufe. Stehen, sitzen, laufen und vor allem der Tanz. Die Tänzer wurden zum Zentrum seines großen Werkes. Studienreisen führen ihn an die großen Theater, nach Berlin und New York. Der weibliche Körper mit seinen anmutigen Bewegungen, mit den Rundungen, Kurven und der Präsentation des Weiblichen stehen im Focus seines Werkes. Auch bei sitzenden oder stehenden weiblichen Figuren, die meist mit Stoff bedeckt sind, ist der Körper nicht statisch sondern der Rumpf und die Armen in Bewegung. Fast 5 m hoch tanzen die Rheintöchter auf der Rheinterasse Fort Malakoff in Mainz.
Zahlreiche Arbeiten im öffentlichen und kirchlichen Raum im In- und Ausland zeigen sein immenses Werk.

In der Bewegung erstarrt sind die Bettler. Gebeugt im Leid die Hände zur Entgegennahme der Gabe nach vorne gestreckt stellt Oswald sie den Tänzerinnen gegenüber. Auch den Bettlern verleiht er eine Würde, die sie fast anmutig wirken lassen.

Im malerischen Werk des Künstlers gibt es zwei Schwerpunkte. Die Landschaftsmalerei und auch wieder die menschliche Figur. Seine Studien des Tanzes dienten der Bildhauerei zur Vorbereitung und hatten doch bald eine Eigenständigkeit erreicht, sodass die Malerei neben der Bildhauerei seinen Platz gefunden hat.
Der Künstler blickt europaweit auf eine große Zahl von Einzel- und Gruppenausstellungen.
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Die Galerie Wiedmann präsentiert vom 21. März bis 9. Mai sein aktuelles malerisches und plastisches Werk. An der Langen Nacht der Museen wird die Ausstellung von Olaf Schulze, Historiker und Kunsthistoriker, um 19 Uhr in der Galerie Wiedmann eröffnet. Der Künstler ist bis zum Ende der Langen Nacht um 2 Uhr vor Ort.

Zur Ausstellung erscheint ein Katalog.

KARLHEINZ OSWALD
1958
geboren in Worms
1981–90
Studium der Freien Bildenden Kunst
Johannes Gutenberg-Universität Mainz
1985
Daniel-Henry-Kahnweiler-Förderpreis
1986
Gutenberg-Stipendium, Stadt Mainz
1991
Reisestipendium, Tanztheater Alvin Ailey
New York
1992
European Celebration Festival, Lincoln, England
2003
7. Biennale de Sculpture Normandie 
Saint-Romain-de-Colbosc, Frankreich
2007
Atelier Casa Bacilieri, Città Vecchia, Locarno
2009
Ehrenpreis der Ike und Berthold Roland-Stiftung, Mannheim
2011
Frankengasse 3, Zürich
2013
Atelier Kreuzstrasse 43, Zürich

Öffnungszeiten:
Mi. - Fr. 10 - 18 Uhr, Sa. 10 - 16 Uhr

Jeden ersten Sonntag im Monat von 11 -16 Uhr geöffnet. Um 11 Uhr und um 14 Uhr Führung durchs Haus und die aktuelle Ausstellung.

Außerhalb der Öffnungszeiten nach Vereinbarung: +49 171 2841184



GALERIE WIEDMANN (Stuttgart)

20.03.2020 - 25.04.2020 ANNULLIERT Mela Diamant - "Ja, ich will"
Neue Kunst Gallery - Michael Oess (Karlsruhe)
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Neue Kunst Gallery - Michael Oess
Die Künstlerin lebt und arbeitet in Wien.

Studium: Akademie der Bildenden Künste, Wien
Malerei und Grafik bei Gunter Damisch, Tapisserie bei Josef Schulz

Mitglied der Künstlerinnengruppe "Die 4 Grazien"

Neue Kunst Gallery - Michael Oess (Karlsruhe)

14.03.2020 - 30.04.2020 Malerei
Galerie Reinhold Maas (Reutlingen)
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Galerie Reinhold Maas
Reinhard Brunner wurde 1961 in Stuttgart geboren. Seit 1991 ist er als freischaffender Künstler tätig. Seit 2009 ist er die künstlerische Leitung der Galerie Peripherie im Sudhaus, Tübingen. Er lebt und arbeitet in Kusterdingen.

Galerie Reinhold Maas (Reutlingen)

14.03.2020 - 18.04.2020 attitudes of heat
Galerie Guido W. Baudach (Berlin)
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Galerie Guido W. Baudach


Das Tribunal ist in seine 103. Woche eingetreten. Zwar war von Anfang an ein langwieriger Prozess erwartet worden, aber die Tiefe und Komplexität des gesamten Unterfangens überfordert inzwischen selbst den hier erschöpft Bericht erstattenden Gerichtsreporter. Um es mit den Worten eines unbenannten Stücks Gneis zu sagen: "Wir haben Millionen von Jahren gebraucht, um hierher zu kommen. Dachten Sie nun, wir könnten das innerhalb einer Woche abhandeln?" Vielleicht war dies die größte Herausforderung, der das Gericht gegenüberstand. Während die Menschheit sich stets bemüht zeigt, der Dimension Zeit eine generelle Sinnhaftigkeit beizumessen, auch über die eigene Existenz hinaus, betrachtet Sedimentgestein die Menschheit insgesamt als bloßen Wimpernschlag. Gase wiederum scheint der Faktor Zeit überhaupt nicht zu tangieren. So wächst die Unübersichtlichkeit des Streitfalls von Tag zu Tag; sowohl logistisch als auch konzeptionell.

In der heutigen Sitzung versuchte der leitende Sonderermittler, ein edel aussehender Glaswürfel, Parameter festzulegen, anhand derer bewertet werden soll, welchen Anteil Beton an der momentanen Erderwärmung trägt. Die Anklage verbrachte einige Zeit damit, ein Kontingent von Treibhausgasen zu befragen. Die Antworten zeichneten ein Bild der Anspannung zwischen Beton und den Gasen.

Glas setzte derweil seine Strategie fort, exakte Rahmenbedingungen für eine gerechte Entscheidung über die jeweilige Verantwortung für die Klimaveränderungen zu definieren. So wurde erklärt, dass vor jeglicher Schuldzuweisung zunächst ein tatsächliches Verständnis der Auswirkungen eines jeden einzelnen Materials erarbeitet und die entsprechende Motivlage geklärt werden müsse. Erst dann, so die Argumentation, könne ein endgültiges Urteil gefällt werden.

In einem Aufsehen erregenden Moment lehnte Beton es kategorisch ab, selbst Verantwortung zu übernehmen und erklärte, dass allein der Mensch, der Beton ja geschaffen habe, die alleinige Verantwortung für jedwede Auswirkungen trage. Die Anklage erwiderte: „Wir haben ein System, in dem es kein Äußeres gibt, also kann es keine unbeabsichtigten Konsequenzen geben, es gibt nur Konsequenzen. Und die Aufgabe dieses Tribunals ist es, diese offenzulegen."

Es gibt noch keine Anzeichen, wann das Gericht zu einer abschließenden Entscheidung gelangen wird. Es steht jedoch außer Frage, dass das Urteil unser Zeitalter prägen wird. Während die letzten Wochen der Verhandlung doch zäh und langatmig waren, verspricht das für den nächsten Dienstag geplante Kreuzverhör von Kohlendioxid, dass die Temperaturen im Sitzungssaal erneut hochkochen werden.

Harry Haddon

Die Galerie Guido W. Baudach freut sich, unter dem Titel attitudes of heat, die dritte Einzelausstellung von Philipp Modersohn mit der Galerie zu präsentieren. Der in Berlin lebende Künstler (*1986) untersucht in seiner Praxis das Verhältnis von Natur, Kunst und Gesellschaft. Philipp Modersohn hat an verschiedenen Ausstellungen im In- und Ausland teilgenommen, u.a. Ich bin ein Riss, ich will durch Wände gehen, Salon Dahlmann, Berlin, 2018; Ausstellen des Ausstellens, Staatliche Kunsthalle Baden-Baden, 2017; verbacken & verwittern, Oldenburger Kunstverein, Oldenburg, 2016 (solo); Loose Container, Galerie Karin Guenther, Hamburg, 2015 (solo); Die Punktierung der Sphärenarena, Tiergarten, Berlin, 2014 (solo); Spacerologia, Manitiusa Park, Poznan (2013). Philipp Modersohn zählt zu den Mitbegründern der Intensive Independent International Amateur Academy. Ab Mai 2020 werden seine Arbeiten in der Ausstellung object notes, im Kunstverein Göttingen zu sehen sein.

Galerie Guido W. Baudach (Berlin)

14.03.2020 - 16.05.2020 Die Vielfalt des Verborgenen
Galerie Augarde (Daun)
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Galerie Augarde
Melanie Tilkov
Die Vielfalt des Verborgenen
Neue Bilder
Ausstellung vom 14.3.2020 bis 16.5.2020

Melanie Tilkov (1971) absolvierte von 2009 bis 2013 ein Studium der Malerei und Bildhauerei an der freien Akademie der bildenden Künste Essen bei Stephan Paul Schneider und Wolfgang Hambrecht, welches sie mit dem Meistertitel abschloss. Seither sind Ihre Werke in vielen nationalen und internationalen Ausstellungen und Messen gezeigt worden.
Die Künstlerin thematisiert in ihren meist weiblichen Porträts den Menschen nicht nur von außen, sondern fängt im Besonderen die Fülle des unsichtbaren Seins ein. Ihre Malereien teils realistisch, teils malerisch-auflösend kombiniert, erfassen den Augenblick des Glücks und dessen Vergänglichkeit. Vertraulich und transparent, steht der Mensch und dessen Abbildung im Zentrum ihres künstlerischen Schaffens. Ihre Kunst beruht auf authentischer, gegenständlich-figurativer Malerei, die sie souverän beherrscht.

„Bei Melanie Tilkov gibt es keine plakative Botschaft, keinen eindimensionalen Appell. Die menschliche “psychische Präsenz“ ist vielschichtig, mehr-dimensional, ohne sich jedoch in Beliebigkeit zu verlieren.“ ( Siegfried Czernohorsky, Kulturkreis Daun, über Melanie Tilkov)
Die Künstlerin lebt und arbeitet freischaffend in Monheim am Rhein.

Seit dem ersten Atelierbesuch in 2013 verbindet die Galerie Augarde eine langjährige und dauerhafte Zusammenarbeit mit der Künstlerin Melanie Tilkov , deren Werk in mehreren Einzel- und Gruppenausstellungen sowie auf Kunstmessen in Köln, Frankfurt, Essen und art Bodensee von der Galerie präsentiert wurde.
Die große Einzelausstellung gibt mit ca. 25 neuen Werken einen Einblick in ihr derzeitiges künstlerisches Schaffen.

Vernissage am Freitag, den 13. März 2020 um 18 Uhr 30
Zur Einführung ein Gespräch mit der Künstlerin
Musikalische Begleitung
Im Rahmen der Ausstellung:
am Samstag 25. April um 15 Uhr: Benefizlesung mit Autorin Veronika Peters ( Veranstalter: Ladies Circle und Tangent Club Vulkaneifel e.V. )
Finissage am Sa 16/5/20 ab 15 Uhr

Galerie Augarde (Daun)

08.03.2020 - 25.04.2020 KUNSTSTOFF | Wilhelm Loth (1920 -1993) zum 100. Geburtstag
Galerie Knecht und Burster (Karlsruhe)
Pressemitteilung
Galerie Knecht und Burster
Wilhelm Loth war einer der bedeutendsten deutschen Künstler der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts. In Darmstadt geboren lernt er im frühen Alter das grafische Werk und die Person Käthe Kollwitz kennen, die ihn ermutigt, Bildhauer zu werden. Ein reger Schriftwechsel zwischen den beiden schließt sich von 1938-1944 an. Von 1958-1986 war Wilhelm Loth Professor an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Karlsruhe, wo er als Mitbegründer der Neuen Karlsruher Figuration namhafte Künstler wie den vor kurzem verstorbenen Franz Bernhard, Bussi Buhs, Jürgen Goertz, Robert Schad und Elisabeth Wagner unterrichtete. Seine Plastiken sind in allen bedeutenden deutschen und in zahlreichen internationalen Museen und Sammlungen vertreten.

Galerie Knecht und Burster (Karlsruhe)

07.03.2020 - 11.04.2020 Bénédicte Peyrat | Où en est l`herbe?
Thomas Rehbein Galerie (Köln)
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Thomas Rehbein Galerie
Spur des Pinsels, ahnt die Lust an ihrer körperlichen Bildung, die auch dort, wo ein Körper kaum bis ins letzte Detail ausgearbeitet ist, zu geschlossener Gestalt findet.
Hier berührt Peyrat den Reichtum alter Formen, etwa die Figürlichkeit Jordaens‘, und entwirft einen eigenen Typus menschlicher Gestalten, deren Physiognomien sich ähneln, die aber eher essenziell als in einem realistischen Sinne wirklich abbildhaft sind. Nicht immer, vor allem bei den „Köpfen“, verwischt
Peyrat zwar die Differenzierung der Geschlechter, dekliniert aber zugleich mit beschwingtem Strich die Möglichkeit individueller Erscheinungen im Korsett einer Reihung.
Vor den Gemälden von Bénédicte Peyrat wird schnell klar, diese Künstlerin liebt nicht nur die Farben, sondern auch die Fülle. In barocker Sinnlichkeit begegnen uns merkwürdige, meist rundliche und fleischige Figuren, die so eigenwillig handeln wie sie aussehen. (…) Menschen und Dinge führen ein Leben, das nicht nach modischem Wohlstand giert, sondern in autarker Ursprünglichkeit daherkommt. Hier ist kein Mangel an nichts und die Nacktheit der Figuren steigert deren Eindringlichkeit, die bisweilen naiv wirkt, wenn da nicht jener Hauch über den Szenen liegen würde, der von Hoffnungen kündet, die wohl kaum jemals Wirklichkeit werden. Vision und Realität überlappen sich und der Frohsinn der Protagonisten kaschiert kaum jenen Abgrund, der viele von Peyrats Figuren umgibt – das Bewusstsein einer Einsamkeit hinter der Heiterkeit. Bénédicte Peyrat ist eine Porträtistin und sie liebt die, die sie malt und mit bewegtem Strich zwischen Licht und Schatten bildet. Die Abgründe unserer Existenz münden auf diesen Bildern, möglicherweise genau deshalb, weder in methodischer Verengung noch werden sie zum Vorwand ergrübelter Bildnerei. Das Personal ist authentisch, weil es jenseits von Erinnerung, Wahrnehmung und Dichtung ein Miterleben gibt, eine Form der Identifikation, die sich ohne Distanz und Schminke auf die Personen einlässt, die die Bilder bevölkern.

Bénédicte Peyrat entführt uns in geheimnisvolle, arkadische Landschaften, die mit traumwandlerischen, phantasmagorischen Entdeckungen überraschen. Sie vermeidet eine direkte geographische und zeitliche Einordnung, sucht aber den Dialog mit den Epochen und Stilen der Kunstgeschichte. Hier entlädt sich ein flämisch-niederländischer Barock unter impressionistischen Himmeln und ist mit einer Erzählung aufgeladen, die durch ihre brüske Abkehr von den Verheißungen einer uniformen Gegenwart diese als Groteske desavouiert. Geschichte und Gegenwart greifen ineinander und alles, was geschieht, ist lebensnah und entrückt gleichermaßen. (…)

Die Anmutung der oft kleinformatigen Porträtköpfe, der Halbfiguren und der Großformate, die zumeist szenische Darstellungen, Akte oder Ganzkörperporträts zeigen, wirkt tradiert, wird aber durch Details, Kleidungsstücke oder technische Geräte, in der Gegenwart verortet. Die Körper wirken derb, sind jedoch von großer plastischer Lebendigkeit, geradezu sinnlich in ihrer dem Leben zugewandten Art. Man sieht die kreisende
Das ist kühn und gewährt Abstand, schmälert es doch den Glauben an die menschliche Grenzenlosigkeit und fordert, parallel dazu, den eigenen ästhetischen Einfallsreichtum angesichts der Beschränktheit der Mittel. Auch die Palette der Farben bleibt begrenzt und deckt das irdische Maß der Figuration, deren Grenzenlosigkeit sich aus dem Wesen erklärt und genau deshalb aufrichtig ist.

(…) Peyrat entwirft Typen, die sie aus Sehen und Erleben extrahiert und fügt diese in Landschaften, die die Wirklichkeit wie eine Kulisse verengen und auf die Protagonisten fokussiert. (…)
Unter dem Blaugrau der Himmel ist die Wahl der Farben meist durch die Natur bestimmt, seltener mischt sich ein autonomer Kolorismus in die durch Licht und Schatten bewegten Farbfelder. Viele der Bildräume sind bewegt, dunkle Farben signalisieren Wildheit und bilden einen Kontrast zu den figürlichen Kompositionen. Im Hintergrund verliert sich die Landschaft im Nirgendwo, Himmel und Erde berühren sich, Einzelheiten sind unwichtig. Das Leben behauptet sich angesichts der Leere wie eine Verheißung und auch die aufbrechenden Himmel führen nirgendwo hin. Alles bleibt ein Versprechen, ein unwägbares noch dazu.

Bénédicte Peyrat hat ein eigenwilliges und originäres Werk entwickelt, das gerade dadurch auffällt, weil es sich nirgendwo einordnen lässt. Dieser Kosmos aus Tieren, Menschen und Dingen ist voller Überraschungen und in seiner unprätentiösen Andersartigkeit weder cool noch schick, dafür aber sympathisch und menschlich.

(aus einem Text von Erik Stephan, 2016)

Thomas Rehbein Galerie (Köln)