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Pressemitteilungen
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09.09.2017 - 29.10.2017 famous faces - Sehen und gesehen werden
in focus Galerie (Köln)
Pressemitteilung
in focus Galerie
Das menschliche Gesicht ist wundersam ausdrucksvoll und wir „scannen“ es, um die minimalsten Hinweise in der Mimik des Gegenübers wahrzunehmen. Das Erkennen menschlicher Gesichter und Gesichtszüge ist so bedeutsam, dass ein Teil des menschlichen Gehirns alleine dieser Aufgabe gewidmet ist. Es ist also nicht verwunderlich, dass die Darstellung des menschlichen Gesichts auch in der Kunst eine große Bedeutung zukommt.
Seit der Antike wurden Porträts von Herrschern, aber auch von prominenten Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens angefertigt. Dabei kamen die Porträts dort zum Einsatz, wo der Porträtierte abwesend war und verliehen der dargestellten Person eine symbolische Präsenz, so als lebte sie anstatt im Körper in der Darstellung weiter. Diese Porträts spiegelten nicht nur die Bekanntheit des Dargestellten wieder, mit welcher eine Illusion von Erfolg und Glück einhergeht, sondern auch Intelligenz, Schönheit und Talent. Daraus entstand der Personen-/Prominentenkult, der sich in den letzten Jahrhunderten stark gewandelt hat, wobei vor allem die Technologie hierbei eine wichtige Rolle spielt. Eine der bedeutendsten Erfindungen auf diesem Gebiet war die der Fotografie. Das damals noch neue Medium sollte die Malerei im Laufe des 19. Jahrhunderts vor allem in der Bildgattung des Porträts ablösen.

„Ein großer Porträtist – es gibt deren nur wenige – ist eine Art Quellensucher, ihm geht es um Tieferes als um äußere Ähnlichkeit.“ - Paul Goudeket (ANTLITZ DES RUHMES S.134)

Mit der Eröffnung der Ausstellung „famous faces“ am 09. September 2017 kann der Besucher bis einschließlich 29. Oktober 2017 das Porträt in der Fotografie erfahren, wie es in diesem Umfang bisher noch nie in der in focus Galerie gezeigt wurde; die berühmtesten Gesichter des 20. Jahrhunderts fotografiert von den besten Fotografen des vergangenen Jahrhunderts.
Die Meister hinter der Kamera sind Fotografen wie Elliott Erwitt, Irving Penn, Jeanloup Sieff und Arnold Newman, die wohl zu den bekanntesten Fotografen des 20. Jahrhunderts gehören. Daneben sind Arbeiten von Greg Gorman und Patrick Demarchelier zu sehen, die als bedeutende Mode- und Celebrityfotografen weltberühmt sind. "Environmental Portraits" des Magazinfotografen Abe Frajndlich und Fotografien des großartigen Fotojournalisten Thomas Hoepker, der bekannteste deutsche Magnum Fotograf, ergänzen die Ausstellung. Persönlichkeiten aus den 50er und 60er Jahren wurden von Bernard of Hollywood fotografiert, während große deutsche Schriftsteller und Künstler von Karin Székessy und Dietmar Schneider in Szene gesetzt wurden.

In der Ausstellung treffen aufeinander: Schauspieler wie Marilyn Monroe, Sophia Loren und John Wayne, Modells wie Twiggy oder Iman, Musiker wie Stravinsky und Barbara Streisand, Künstler wie Andy Warhol, Joseph Beuys und Picasso, Schriftsteller wie Lenz, Grass oder Böll und Politiker wie John F. Kennedy oder Mao Tse Tung.

Öffnungzeiten:
11.09. - 13.10.2017 Di. + Mi. 16 – 19 Uhr, Do. + Fr. 15 – 19 Uhr, Sa. 11 – 16 Uhr
bis zum 29. Oktober gerne nach telefonischer Vereinbarung.
Eröffnung am Samstag, den 09.09.2017 von 19 - 21.30 Uhr

in focus Galerie (Köln)

08.09.2017 - 04.11.2017 Eduardo Chillida
Galerie Boisserée (Köln)
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Zum vierten Mal zeigt die Kölner Galerie Boisserée in einer umfassenden Ausstellung ausgesuchte Arbeiten des 1924 in San Sebastián geborenen und ebenda 2002 verstorbenen spanischen Bildhauers Eduardo Chillida.

Neben drei Terrakotta-Skulpturen von 1989 und 1992, einer kleinforma-tigen Porzellanskulptur von 1990, fünf Arbeiten auf Papier (darunter eine großformatige Gravitation von 1990) findet der Besucher eine umfang-reiche Sammlung ausgesuchter Arbeiten aus dem graphische Œuvre vor, die größtenteils unmittelbar aus dem Nachlass Chillidas stammen.
Beeindruckend ist die abwechslungsreiche Vielfalt der hervorragend er-haltenen Radierungen, Holzschnitte oder Lithographien, die deutlich ma-chen, welche Bedeutung die Graphik als künstlerisches Medium für den baskischen Bildhauer eingenommen hat.
Auch in den kleinformatigsten Radierungen gelingt es dem Künstler, die Kraft seiner bildhauerischen Tätigkeit im zweidimensionalen Medium zu fesseln, wobei er immer besonderes Augenmerk auf die Wahl des Papiers legt. Sein unverwechselbares und zeitlos anmutendes graphisches Œuvre erfährt seit Jahrzehnten international hohe Wertschätzung.
Auch wenn sich viele Ideen zu seinen plastischen Arbeiten in seiner Gra-phik wiederfinden, sollte Chillidas Graphik nicht als Vorstudie zu seiner Bildhauerei verstanden werden. Sie macht vielmehr seine verschiedenen Vorstellungen der Entwicklungen im dreidimensionalen Raum deutlich. Es gibt kaum einen Künstler, der mit seinen ausschließlich in Schwarz und Weiß gehaltenen Graphiken so viele klein- und großformatige „Persön-lichkeiten“ von beachtenswerter Ausdruckskraft geschaffen hat, die den Betrachter in ihren Bann ziehen.

Als Verkaufsausstellung mit 5 Arbeiten auf Papier, 4 kleinformatigen Skulpturen, 4 illustrierten Büchern sowie über 60 graphischen Arbeiten unterschiedlichen Formats, vorwiegend aus den letzten 40 Jahren, stellt diese durch die Galerie Boisserée in den letzten Jahren zusammengetra-gene Präsentation von Eduardo Chillida im internationalen Kunsthandel eine Besonderheit dar.

Ein umfassender Katalog mit allen ausgestellten Arbeiten
und meist farbigen Abbildungen kann zum Preis von 10 Euro inkl. Ver-sand in der BRD über die Galerie Boisserée bestellt werden, ist aber auch während der Ausstellung unter www.boisseree.com einzusehen.

Ausstellung vom 08.09.– 04.11.2017

Galerie Boisserée, Drususgasse 7-11, D - 50667 Köln
(Nähe Dom, WDR , Wallrafplatz und Museum für Angewandte Kunst)
Telefon: 0221-2578519, Telefax: 0221-2578550,
E-Mail: galerie@boisseree.com, www.boisseree.com
SO und MO geschlossen, DI - FR 10–18 Uhr, SA 10–15 Uhr

Galerie Boisserée (Köln)

25.07.2017 - 10.09.2017 Mathias Hornung - "bpms, trtn & plsts"
Galerie Reinhold Maas (Reutlingen)
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Am Dienstag den 25.07.2017 feiern wir unser Sommerfest mit der Ausstellungseröffnung "Mathias Hornung - "bpms, trtn & plsts".
Mathias Hornung zeigt neue Holzobjekte.

Galerie Reinhold Maas (Reutlingen)

15.07.2017 - 05.08.2017 Wolken Wasser Watt
Kunsthandel Hubertus H. Hoffschild (Lübeck)
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Kunsthandel Hubertus H. Hoffschild
Die Bilder Frauke Gloyers spiegeln ihre starke Verbundenheit mit ihrer nordfriesischen Umgebung wieder, zitiert dazu sei Prof. Klaus Fußmann aus dessen Vorwort zu Frauke Gloyers 2016 erschienenem "Skizzenbuch":
"Nichts ist Frauke Gloyer unwichtig, und so sind die großen Bewegungen des Himmels über der See, der ferne Horizont, die hellen Tage, das nebelige Licht, die Tiefe und die Stille der Landschaft ein Teil ihrer selbst geworden. Landschaft und Malerei kommen zusammen".

Kunsthandel Hubertus H. Hoffschild (Lübeck)

08.07.2017 - 26.08.2017 Ja zu Bild - Gruppenausstellung
Martina Kaiser Cologne Contemporary Art (Köln)
Pressemitteilung
Martina Kaiser Cologne Contemporary Art
Die Galerie Martina Kaiser freut sich 6 Künstlerinnen aus Berlin und Zagreb - Annedore Dietze, Kathrin Günter, Jadranka Ivanis, Sandra Schlipkoeter, Tanja Selzer und Sandra Zuanovic - in einer Gruppenausstellung in Köln präsentieren zu dürfen.

Ja zum Bild

Bilder überwinden die Grenzen der Länder, Sprachen und Kulturen schneller, als alle anderen Botschaften des Menschen. Augenblicklich vermitteln sie eine Vorstellung von Orten und Dingen, Formen und Farben. Mit Lichtgeschwindigkeit verbreiten Instagramm, Flickr und Pinterest Millionen dieser Bilder digital und folgen dem Wunsch des Menschen, Dinge sichtbar zu machen und zu sehen.
oderne, in der seit zwei Jahrhunderten die intellektuelle und sinnliche Auseinandersetzung mit dem, was ein Bild ist, stattfindet. In Berlin und Zagreb haben sich sechs Künstlerinnen gefunden, die in ihrer jeweiligen individuellen künstlerischen Arbeit und miteinander, intensiv über das, was ein Bild heute sein kann, nachdenken. Annedore Dietze, Kathrin Günter, Jadranka Ivanis, Sandra Schlipkoeter, Tanja Selzer und Sandra Zuanovic arbeiten jede für sich – und doch auch gemeinsam – am Bild und mit dem Bild. Es geht ihnen dabei nicht um eine gemeinsame formale Stilistik, sondern um die wesentliche Frage nach der konkreten Materialität des Bildes als sinnliches Konstrukt, in bewusster Auseinandersetzung mit der Immaterialität der massenhaft verfügbaren digitalen Bilder.

Als Produzentinnen sind sie – im Unterschied zu den Betrachtern – auf das engste dem Medium ihrer Bilder verpflichtet. Ihre Arbeiten sind dabei nie allein das Ergebnis einer handwerklich erprobten Routine. Sie alle experimentieren mit den Mitteln ihres jeweilig gewählten Materials und hinterfragen – sowohl technisch wie inhaltlich – Gewohnheiten, formulieren auch Zweifel und Krisen: und verweigern sich konsequent der weit verbreiteten, allzu einfachen und ungefährlichen Pose einer kunstmarktkonformen Sprachlosigkeit. Diese Arbeit am Bild, auf der Grundlage einer souveränen Beherrschung der Mittel, steht für die Authentizität und Qualität bildender Kunst. Kommen Leidenschaft und intellektuelles Vermögen hinzu, die allen sechs Künstlerinnen unterstellt werden darf, erübrigt sich auch die Frage, wie zeitgemäß materiell basierte Gestaltung im Angesicht digital-fluider Bildwelten ist. Dietze, Günter, Ivanis, Schliepköter, Selzer und Zuanovic beziehen materiell konkret nachvollziehbare Standpunkte, Resultate einer intensiven künstlerischen Arbeit.

Auf unterschiedliche Weise untersuchen die Künstlerinnen auch die Beziehung zwischen ihren Sujets und der jeweiligen Beziehung zum Medium einerseits und als informationelles Zeichen andererseits. Es geht dabei um die Frage nach dem Bezug zur Realität, in wie weit vorgefasste Erwartungen, aber auch Wünsche die Wahrnehmung und Deutung bestimmen. Sie begegnen dabei auch der Frage, ob ein Bild schön und anziehend sein darf. Diese ästhetische Fragestellung bezieht sich sowohl auf die Umsetzung als auch auf das Sujet, das einen mitunter problematischen Sehnsuchtsort artikuliert, in dem Begehren, Identifikation und Zwang kollidieren. Unter Verzicht auf Zynismus und Ironie beantworten sie diese Frage mit einem klaren, aber auch durch und kritisch reflektierten, JA. Denn das ganze Potenzial des Bildes und der Kunst gilt es auszuhalten.

Thomas W. Kuhn, Berlin-Tiergarten 2016


Annedore Dietze, geb. 1972 in Bischofswerda | Studium Malerei/Grafik an der HfBK Dresden | Meisterschülerin bei Prof. Ralf Kerbach | MA Chelsea College of Art & Design London | lebt und arbeitet in Berlin und Dresden.

Kathrin Günter, geb. 1971 in Lüchow-Dannenberg | Diplomstudium Photographie an der Hochschule für angewandte Wissenschaften in Hamburg | lebt und arbeitet in Berlin.

Jadranka Ivanis, geb.1974, Zagreb, Kroatien |1996 -2000 Studium an der Akademie der Künste, Zagreb | Diplom bei Zlatko Keser | Seit 1995 Sängerin und Mitglied der Band Jinx, Zagreb, Kroatien.

Sandra Schlipkoeter, geb. 1979 in Solingen | Diplomstudium an der Ruhrakademie in Schwerte | Studium an der Kunstakademie Düsseldorf | Meisterschülerin von Eberhard Havekost | Akademiebrief |lebt und arbeitet in Berlin.

Tanja Selzer, geb. 1970 in Idar-Oberstein | Diplomstudium Malerei an der Hochschule für angewandte Wissenschaften in Hamburg | lebt und arbeitet in Berlin.

Sandra Zuanovic, geb. 1973 in Kroatien | 1993–1997 Universität Zagreb, Fakultät Textiltechnologie, Diplom Mode-Design | 1997 Umzug nach Berlin | 1997–2003 Studium der Malerei an der Kunsthochschule Berlin Weißensee | 2003–2005 Meisterschüler Studium |Diplom bei Katharina Grosse.

Martina Kaiser Cologne Contemporary Art (Köln)

02.07.2017 - 16.09.2017 BEN MUTHOFER - Zum 80. Geburtstag
GALERIE mariette HAAS (Ingolstadt)
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Zum seinem 80. Geburtstag zeigt die Galerie Mariette Haas neue Stelen und Reliefs von Ben Muthofer.

GALERIE mariette HAAS (Ingolstadt)

30.06.2017 - 17.08.2017 Schülerkunstprojekt - Die Kunst der Bibel zu begegnen
GALERIE WIEDMANN (Stuttgart)
Pressemitteilung
Schülerkunstprojekt - Die Kunst der Bibel zu begegnen.
Galerie Wiedmann, Stuttgart/Bad Cannsatt

GALERIE WIEDMANN (Stuttgart)

23.06.2017 - 02.09.2017 SiO2go
Galerie Guido W. Baudach (Berlin)
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Galerie Guido W. Baudach
Die Ausstellug wird bis zum 2. September verlängert (nach Vereinbarung)

Das Forschungszentrum SiO2go am Standort Berlin-Tiergarten zielt darauf ab, die verschiedenen Dimensionen skulpturaler Unsicherheit und Instabilität im Kontext geologischer, urbaner und künstlerischer Gestaltungsprozesse zu analysieren und evaluieren. Die Arbeit des Forschungszentrums betrifft die Dynamiken intraaktiver Materien insbesondere in ihrer Bedeutung für die physischen und kognitiven Infrastrukturen moderner Gesellschaften.

Die Antizipation von Zukünften im Umfeld neuartiger Risikoquellen zählt zu den Herausforderungen künstlerischer Recherche heute. Denn antizipative Zeitlichkeit ist ein Kernelement skulpturaler Unsicherheit selbst: urbane Sicherheitsarchitekturen nehmen die Ereignisse vorweg, zu deren Verhinderung sie entwickelt wurden, versetzen Bevölkerungen virtuell in den Katastrophenfall und gestalten die Gegenwart nach Maß der hierbei gewonnenen Erkenntnisse. Die virtuellen Bedrohungen sind somit Teil der sogenannten „kognitiven Infrastrukturen“ metropolitaner Räume und dokumentieren deren konstitutiven Zukunftsbezug.

Allerdings erschweren die verwendeten Materialien oftmals sichere Vorhersagen und damit auch den effektiven Einsatz materieller Vorrichtungen zu Präventionszwecken. SiO2go stützt sich auf den Ansatz der „Neuen Materialismen“, welcher die Forschungslandschaft in den letzten Jahren entscheidend bereichert hat. Demnach lassen Sicherheitsarchitekturen die Beobachter meist im Unklaren darüber, ob der Schadensfall bereits tatsächlich eingetreten ist. So liegen skulpturale Leitsysteme wie etwa Lauflichter bereits ab Werk unter Geröll, Sandsäcke tragen mit ihrer Befüllung auch die Fluten in sich. Zudem führen Druck, extreme Hitze und chemische Substanzen immer wieder zu unvorhergesehenen Materialreaktionen. In verschiedenen Testreihen werden solche Einwirkungen an Stoffen wie Glas, Beton, Silikon, Kunststoff und Erde im Forschungszentrum unter Laborbedingungen untersucht. Dabei kommt dem Siliziumdioxid eine Schlüsselstellung zu. SiO2 fungiert nicht nur als Baustoff in Beton und Sicherheitsglas, sondern liegt als Computerhardware auch den Kalkulationen der antizipativen Katastrophen- und Klimasimulationen zu Grunde. Materielle und kognitive Infrastrukturen kippen an diesem Punkt ineinander.

An solchen Hybridfiguren wird erkennbar, dass skulpturale Sicherheit und Unsicherheit ebenso wie intraaktive Materien keine beobachterunabhängigen Tatsachen sind. Damit steht auch der Glauben an die eigene, isolierte skulpturale Praxis im Forschungszentrum ebenso wie die Validität wissenschaftlicher Erkenntnis und die personale Identität der Mitarbeiter_innen zur Disposition. Umgekehrt ist es das Moment durchkreuzter Antizipationen und in den Experimentalraum eingedrungener „fremder“ Substanzen, vermittels dessen neue Ereignisse, Erkenntnisse und Anwendungen überhaupt möglich werden. Materie selbst ist ein epistemischer Agent. Entsprechend interessiert sich SiO2go auch für das Scheitern seiner Testreihen, durchlöchert den Raum mit verbackenen Fenstern, verstellten Türen sowie blass blinkenden Zeichen, – und schafft so Öffnungen auf ein Außen hin, das sich am ehesten als unvermessenes „Plasma“ bezeichnen lässt.

Für die Zukunft ist es von entscheidender Bedeutung, die Rolle künstlerischer Recherche bei der unwillkürlichen Erzeugung der Phänomene, die sie untersucht, fächerübergreifend zu erforschen. Das Forschungszentrum hat daher das Ziel, erstmals ein umfassendes Bild der Wirksamkeit und Performativität von SiO2go selbst zu gewinnen.

Daniel Falb

Philipp Modersohn, *1986 in Bremen, lebt und arbeitet in Berlin. Studium der Bildenden Kunst an der Universität der Ku?nste, Berlin (2007-2013), Columbia Universität, New York (2009-2010) und der Philosophie an der Universität Potsdam (2006-2007). Ausgewählte Ausstellung sind: Die Punktierung der Sphärenarena, Correction Lines, Tiergarten, Berlin; Spacerologia, Park Manitiusa & Ego Gallery, Posen; Object and Environment, Galerie Guido W. Baudach, Berlin (2014); Tschajka 2, Haus am Lu?tzowplatz, Berlin; Meisterschülerausstellung, Universität der Künste, Berlin (2013); Handlungsbereitschaft II, Kunstsaele, Berlin; Thesis Show, Columbia Universität, New York; 5 seasons, Kleines Modehaus, Berlin; prelude, Junto Gallery, New York (2010); verbacken & verwittern, Oldenburger Kunstverein, Oldenburg, Germany.

Galerie Guido W. Baudach (Berlin)

23.06.2017 - 28.07.2017 Weiße Nacht – Stiller Aufruhr
Galerie Köppe Contemporary (Berlin)
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Galerie Köppe Contemporary
Wie eine Terra incognita – wie eine Landschaft, die noch zu erforschen wäre – wirken manche Bildmotive von Becker Schmitz. Die neuen Bilder des Niederrheinländers aus Moers, die er in der Berliner Galerie KÖPPE CONTEMPORARY zeigt, sind aufgeladen mit rätselhaften überwirklichen Stimmungen.

Galerie Köppe Contemporary (Berlin)

17.06.2017 - 29.07.2017 Patrick Bérubé: Didactique du déjà-vu
Art Mûr - Leipzig (Leipzig)
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Art Mûr - Leipzig

Patrick Bérubé: Didactique du déjà-vu 17. Juni – 29. Juli 2017
Vom Versuch, dem Zyklus zu entfliehen
Text von Marie-Ève Levasseur

Die Zeit ist ein Kontinuum. Sie ist ein Zyklus, ein System von Relationen. Aus Zeit wird Geschichte; eine Sammlung von Intensitäten und deren Zeiträume. Von Naturkatastrophen zu politischen Misserfolgen, Geschichte wird kontinuierlich und subjektiv in Bildern und Texten geschrieben. Die Zeit verstreicht, und alles wiederholt sich, alles dreht sich im Kreis. Aber was speichern wir wirklich in unserem kollektiven Gedächtnis einer hyperinformatisierten Welt? Und was lernen wir davon?

Mit seiner Ausstellung Didactique du Déjà-vu kommentiert der kanadische Künstler Patrick Bérubé chaotisch, ironisch und humorvoll eine langsame Beobachtung verschiedener Phänomene und Muster, die mit dem Versagen der Kommunikation miteinander und zwischen Generationen zu tun haben. Er beschäftigt sich mit Geschichte und dem daraus entstehenden kollektiven Gedächtnis. Beim Betrachten seiner National-Geographic-Sammlung bemerkte der Künstler, dass die Menschheit sich über die Jahrzehnte hinweg mit den immer gleichen Problematiken auseinandersetzt. Wir drehen uns im Kreis und folgen einem Muster. Wie Moleküle verbleiben wir in einer sich wiederholenden Kreisbewegung von Anziehungen, Kombinationen, Kollaborationen und Trennungen. Die Geschichte wiederholt sich als wäre Evolution nicht mehr als eine Illusion. Ob wirklich ein klügeres Miteinanderleben daraus entsteht?

Zu Wiederholungen und Kreisen gehören allerdings auch Brüche. Diese befinden sich mit bestimmten Abstände in der Menschheitsgeschichte wie auch in Bérubés Ausstellung. Bérubé schöpft aus der Barockepoche alte Radierungen, die Naturkatastrophen abbilden als Bruchstellen in der Geschichte. Er überlagert diese mit einer Farbsequenz, die eigentlich bei Fernsehunterbrechungen im Falle von Signalverlust auftritt. Noch eine Arbeit, die sich mit Signalverlust beschäftigt ist Not loaded; sie zeigt ein Mondrian ähnliches Muster, das Google Image erzeugt, wenn die Verbindung fehlschlägt. Kollektives Gedächtnis wird immer für eine begrenzte Zahl an Generationen mit Details erhalten, es wird immer runder, es kommt immer noch eine Schicht Gegenwart drüber, bis es zu nur einem Satz, einem Bild, einem Kern wird. Wie ein Bonbon mit Schichtstufen verschiedener Geschmäcker der Zeit. Auch die versteinerte Brieftaube verweist auf den Moment, wo das Geschichteschreiben scheitert, wenn die Nachricht nicht immer das nächste Zeitalter erreicht.

Patrick Bérubé arbeitet in situ und arrangiert die verschiedenen gefundenen, gekauften oder modifizierten und miteinander neu kombinierten Objekte in einer vieldeutige und scheinbar gut geordnete Installation. Die verschiedenen Objekte bilden ein rizhomatisches System von Relationen ohne einschränkende zugeschriebene Lesart. Als Methode oder Richtlinie bedient sich der Künstler mathematischen oder natürlichen Sequenzen wie bei Fibonacci, musikalischen Variationen, Wiederaneignungen und sogar der Malerei von Mondrian. Auch lässt er sich driften zu chaotischen und zufälligen Zusammenfügungen. Der Betrachter ist dann frei dieses methodisch erlesene Chaos zu verbinden.

Von den Toile-de-Jouy, dem Turmbau zu Babel bis zur Muttergöttin Isis und Total Recall, Bérubé borgt sich Symbole aus verschiedenen Zeiten und arrangiert sie in seiner Installation neu. Der Schleier einer mutierten Isis wird zur Gardine, das Geklapper eines Storches wird vom Radio übertragen, alltägliche Materialien wie mit Melaminharz furnierte Spanplatten werden zu Displays, und begleiten 3D gedruckte Anamorphosen, die Stilllebenmuster wieder aufgreifen. Hier dienen Anamorphosen als Referenz des materialen Dehnungsphänomens in schwarzen Löchern. Manchmal einfache Symbole des Ursprungs, der Macht, der Reproduktion, des Todes und von Zyklus, die auf den ersten Blick oberflächlich wirken, werden zu komplex verbundenen Bedeutungssystemen arrangiert, die die gesamte Installation noch vielschichtiger machen.

Bérubés Arbeiten sind eine Einladung zum Delirieren, eine Art verrückter Vorschlag zur Flucht ins schwarze Loch, zur freiwilligen Verzerrung der Realität, zur Dehnung der Zeit, zu Kontrollverlust, zu Unterbrechung der Wiederholung und endlich zur Befreiung des Festgeschriebenen.

Art Mûr - Leipzig (Leipzig)

20.05.2017 - 09.09.2017 Blaue Lagune
Galerie Elisabeth & Klaus Thoman Wien (Wien)
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Galerie Elisabeth & Klaus Thoman Wien
Otto Zitko reflektiert in der neuen Ausstellung Blaue Lagune Eindrücke eines Island-Aufenthalts, die ihn tief inspirieren. Es ist kein malerischer Reisebericht, vielmehr spiegelt die Auswahl der Bilder Zitkos persönlichen Zugang zur Naturmystik Islands wider. Sie zeugen von der metaphorischen und doch ganz subjektiven - durchaus sexuell aufgeladenen - Auseinandersetzung mit jener Kraft, die schlussendlich zu einem wiederkehrenden Thema wurde. Über einen Zeitraum von mehr als 15 Jahren hat er die gezeigten Werke zusammengehalten, hat an manchen immer wieder weitergearbeitet und die Impressionen malerisch zugespitzt. Die Faszination an der Thematik hält an, so öffnet die Ausstellung Blaue Lagune den ersten Blick auf eine Werkgruppe eines nicht abgeschlossenen Zyklus.

Galerie Elisabeth & Klaus Thoman Wien (Wien)

06.05.2017 - 26.08.2017 Thomas Feuerstein
Galerie Elisabeth & Klaus Thoman Innsbruck (Innsbruck)
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Galerie Elisabeth & Klaus Thoman Innsbruck
Feuerstein malt, experimentiert, laboriert, baut, bastelt nicht nur, sondern er schreibt auch eigenartige Utopien, man möchte sie eine Art Bio-Punk nennen, stets auf der Höhe neuester Medien- und Technologieentwicklung und auf der Suche nach (...) dem Verbleib des Menschen und der natürlichen Objekte und Lebewesen in den heutigen hochtechnischen Environments. (...) Grenzüberschreitungen und Experimente also kennzeichnen die Arbeit Feuersteins, der indes die Natur nicht beherrschen oder gar foltern will, sondern sie zum Verbündeten des Werkprozesses macht. Permanent werden Gattungsgrenzen zwischen Literatur, Laboratorium und Kunst überschritten. In der multiplen Kombinatorik nahezu aller Kunst- und Diskursformen entsteht die für Feuerstein charakteristische Ästhetik.*
* Harmut Böhme, „Nach der Natur. Ist die Naturästhetik am Ende?“, in: Frank Fehrenbach und Matthias Krüger (Hg.), Der Achte Tag. Naturbilder in der Kunst des 21. Jahrhunderts, Berlin/Boston 2016, S. 30 ff.

Galerie Elisabeth & Klaus Thoman Innsbruck (Innsbruck)

06.05.2017 - 31.07.2017 Kiki Kogelnik: "Balloon, Split & Co."
Galerie bei der Albertina - Zetter (Wien)
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Galerie bei der Albertina - Zetter
Anlässlich des 20. Todestages der Künstlerin, lädt die Galerie bei der Albertina zu einer einzigartigen Verkaufsausstellung. Von den eindrucksvollen Balloon Heads aus Muranoglas und den dazugehörigen Entwurfszeichnungen über seltene Ölbilder und überlebensgroße Bronzeinsekten bis hin zu den bekannten Glitter Heads – bestaunen Sie diesen eindrucksvollen Querschnitt durch das Werk Kogelniks! Das Team der Galerie freut sich auf Ihren Besuch!

Hier geht`s zur Ausstellungsseite und zum Katalog Download:
https://www.galerie-albertina.at/ausstellungen/kiki-kogelnik-balloon-split-co/

Galerie bei der Albertina - Zetter (Wien)