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Pressemitteilungen
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08.09.2018 - 13.10.2018 Sandro Giordano - IN EXTREMIS
in focus Galerie (Köln)
Pressemitteilung
in focus Galerie
Körper with no regret – Körper ohne Bedauern

08. September bis 13. Oktober 2018
Eröffnung am Samstag, 08. September 19 - 21:30 Uhr
Der Künstler wird anwesend sein.
Öffnungszeiten:
Di. + Mi. 16 – 19 Uhr, Do. + Fr. 15 – 19 Uhr, Sa. 11 – 16 Uhr

Sandro Giordano sagt über seine Arbeiten:
„Meine Fotografien sind "Kurzgeschichten" über eine Welt, die zusammenbricht. Jede Aufnahme erzählt von abgenutzten Charakteren, die in einem plötzlichen Blackout aus Körper und Geist zusammenbrechen, ohne sich selbst retten zu können. Wir leben in einer verzerrten Welt der plastischen Chirurgie, die stereotype Bilder hervorbringt, die einem vorgegebenen Marketingmodell entsprechen.
Ich verstecke das Gesicht meiner Charaktere, damit ihr KÖRPER für sie spricht. Dieser Herbst ist der Punkt, an dem es kein Zurück mehr gibt. Es gibt ein Sprichwort "Du musst den Tiefpunkt erreichen, um neu anzufangen". Der HERBST meiner Charaktere ist ihr HITTING ROCK BOTTOM, da sie ihre LIMIT erreicht haben, jenseits derer ihr FALSE SELF nicht gehen kann. Jeder von ihnen rettet einen Gegenstand, er hält ihn in der Hand und symbolisiert diese Fälschung. Dieser Anspruch wird nicht nur durch die Objekte, sondern auch durch die Kleidung, die Frisuren und den Ort repräsentiert! Alles, was auf dem Bild sichtbar ist, stellt ihren Anspruch dar, während der zertrümmerte KÖRPER die WAHRHEIT ausdrückt, die in der Tat abstürzen muss, um erzählt zu werden! Ich benutze nie Dummies in meinen Aufnahmen; Ich benutze professionelle Schauspieler, die interpretieren können, was mit ihren Körpern nicht sichtbar ist, weil ich das Unsichtbare sichtbar machen möchte. Seit ich ein Kind war, habe ich Filme von Charlie Chaplin und Laurel und Hardy immer geliebt, weil sie mich zum Lachen brachten. In ihren Filmen sehen wir oft schreckliche Dinge passieren, ernste Unfälle ... DER HERBST ... Die instinktive Reaktion ist Verwirrung und Unbeholfenheit gegenüber dem unglücklichen Schicksal der Charaktere, aber dann bricht die gleiche Unbehaglichkeit in ein befreiendes Lachen aus. Das ist der Effekt, den ich durch meine Fotografien erzeugen möchte: Erzähle die Tragödie durch Ironie. Eine zerbrochene Menschheit, die ich mit Zuneigung und Empathie betrachte und von der ich mich selbst nicht ausgeschlossen fühle. Es ist dieses Gefühl der Empathie, das es mir erlaubt, nicht zu urteilen, sondern die Geschichten, die ich erzähle, zu teilen, in der Hoffnung, dass, wenn es mir gelingt, einen Zuschauer zum Lachen zu bringen, dies ein guter Ansatz für mehr AUTHENTISCHE Zukunft ist. Dieses Lachen ist eine Offenbarung.“

in focus Galerie (Köln)

08.06.2018 - 23.06.2018 Ausstellung zum 70-sten Geburtstag
Galerie Knecht und Burster (Karlsruhe)
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04.06.2018 - 25.08.2018 Sommer-Achrochage
Kunsthandel Hubertus H. Hoffschild (Lübeck)
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Kunsthandel Hubertus H. Hoffschild
In den Sommermonaten Juni, Juli und August zeigt der Kunsthandel Hubertus Hoffschild Arbeiten aus dem Bestand und Neuerwerbungen.

Kunsthandel Hubertus H. Hoffschild (Lübeck)

18.05.2018 - 30.06.2018 Tobias Grewe - Im Bilde
Martina Kaiser Cologne Contemporary Art (Köln)
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Martina Kaiser Cologne Contemporary Art
Die Galerie Martina Kaiser freut sich sehr, zum ersten Mal den Kölner Künstler Tobias Grewe mit seiner Ausstellung Im Bilde in ihren Räumen präsentieren zu dürfen.

IM BILDE verdeutlich den ungewöhnlichen Umgang des Künstlers mit der Fotografie. Aufnahmen von Architektur setzt Grewe ins Bild. Die Fotografie fängt Realitäten ein, die der Künstler herauslöst und dem Raum anpasst.

In der Ausstellung Im Bilde verweist der Titel zudem auf die Wahrnehmung der Werke durch den Betrachter, der Teil des Bildes wird. Wir befinden uns im Bild – das Bild löst sich auf, verschiebt sich und vertauscht Realitäten. Grewe verbindet in der Schau unterschiedliche Gattungen der Kunst: Fotografie, Film und Malerei. Ihm gelingt es geometrisch abstrakte Malerei durch Aufnahmen von Architektur zu imitieren. In dem Werk RefractionII –Beijing zeigt der Künstler weiße Linien eines Hochhauses kontrastierend zum schwarzen Hintergrund. Wir spiegeln uns auf der Oberfläche des Bildes und können uns im Bild mit den durchziehenden Linien betrachten. Der Mensch taucht im Bild auf und verschwindet in seiner Umgebung. Die Videoarbeit veranschaulicht vergleichbare Formen, die sich öffnen und den Hintergrund auf Menschen freigeben. Diese erscheinen und schließen sich im farbigen Formgefüge ein.

Tobias Grewe entwickelt dynamische malerische Effekte durch die Fotografie. Häufig bezieht er sich dabei auf bekannte Künstler. Vasareley hat in seinen Malereien vibrierende Formen dargestellt. Tobias Grewe hat in der Serie Hommage an Vasarely#1 + 2 ähnelnde Muster auf Gebäuden einfangen können. Welcher Teil von Architektur wird sichtbar? Die Fragmente sind häufig nicht verortbar und erscheinen durch die neue Bildsetzung geheimnisvoll.

Die große Wandarbeit IM BILDE überlagert den gesamten hinteren Raum der Galerie. Raum und Perspektive werden vorgetäuscht. Deutlich wird hier wie Farbe großflächig wirken kann. Die gelbe Farbe besteht aus einer Wandtapete und Fotografie. Das Bild löst sich in verschiedenen Schichten auf. Partiell erscheint es zerstückelt durch die gerahmte Fotografie Not so minimal #5 + 6, die zur Wand überleitet und in der Malerei endet. Grewe splittet die geometrische Form auf mit unterschiedlichen Techniken und der Betrachter hat die Möglichkeit divergent in das Bild einzutauchen. Dabei fügt der Künstler den Galerieraum mit seiner Säule in das Bild ein.

Flirrende Effekte der Op Art erzielt Tobias Grewe in der Aufnahme eines Hochhauses in Utrecht. Die bunte Pixelfassade scheint in zwei Richtungen zu kippen. Der Blick des Künstlers erkennt die farbigen Flächen und fügt sie Im Bilde zu einer neuen Komposition. Der Ursprung der Realität löst sich auf und erweitert das Interpretationsfeld.

Grewe manipuliert seine Bilder nicht digital, sondern entnimmt sie aus seinem Umfeld. Die Oberflächen von Häusern erscheinen wie Pinselstriche in ihrer Geometrie. Tobias Grewe der malerische Fotograf verbindet die Ebenen der Kunst. Fragmente von Architektur, die an Hard Edge Malerei erinnern und mit der Wahrnehmung spielen. IM BILDE sind die Motive in neuer Konstellation, die sich mit dem Betrachter aus verschiedenen Perspektiven komplementieren. (Wilko Austermann)

Martina Kaiser Cologne Contemporary Art (Köln)

18.05.2018 - 15.07.2018 SEO - Der endlose Horizont Studio: Felix Weinold Ausstellungsdauer: 18. Mai bis 15. Juli 2018
Galerie Noah (Augsburg)
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Galerie Noah
Traumfabrik „Megalopolis“ – im Wesentlichen unendlich!

Baselitz-Meisterschülerin SEO aus Berlin erfindet sich neu im Augsburger Glaspalast – GALERIE NOAH lädt zur Vernissage am 17. Mai 2018 um 19 Uhr
Hochkomplizierte Stahl-Spiegel-Glas-Konstruktionen am blauweißen Himmel über Ozeanien, gekünsteltes Neon vor unendlichem Blau, futuristische Architekturen mitten im Nirgendwo, en masse, ohne Grenzen und ohne die eine, die einzig wahre Zentralperspektive – SEO aus Südkorea erfindet sich neu, endlich angekommen in Berlin.

Raum und Zeit, immerzu erforschte wie bedachte Komponenten des Daseins auf Erden, bekommen in SEOs neuen Arbeiten eine neue Bedeutung. Die 1977 in Gwanju geborene Künstlerin, später Meisterschülerin von Georg Baselitz in Berlin, ebenda seit 2001 wohnhaft, widmet sich in ihrer neuen Serie „Megalopolis“ seit 2016 verstärkt den Folgen der Globalisierung für das eigene Bewusstsein. Die Nützlichkeit von Raum und Zeit nimmt für SEO zunehmend ab, genauso wie die koreanische Reispapiercollagetechnik in ihren meist großformatigen Bildern. „Glücklich sind die, die Gefühl bewahren und träumen können“ sagt die Malerin, während sie eine traumhafte Kulisse nach der anderen erschafft, eine Grundlage für das undefinierbare Zusammenspiel verschiedener Realitäten im Heute. Recht philosophisch geht die Südkoreanerin dem Wesen der Dinge hier auf den Grund, und tut gut daran: Ganz wunderbare Welten schenkt uns SEO auf Leinwand und changiert dabei raffiniert hin und her, zwischen deutscher Romantik, Surrealismus und Konstruktivismus; die traditionelle Reispapiertechnik lässt sie hie und da aufblitzen, wie eine kurze Erinnerung; und so weiß sie sich auch künstlerisch authentisch zu geben, und uns zu verzaubern. Bravo.

Im Studio der Galerie zeigt man neue Malerei auf Papier und Leinwand von Felix Weinold, einer der international gefragten Augsburger Künstler, einst Meisterschüler von Professor Gerhard Berger an der Akademie der Bildenden Künste München.

Galerie Noah (Augsburg)

16.05.2018 - 30.06.2018 Dietrich Klinge - Skulpturen
Galerie Boisserée (Köln)
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Galerie Boisserée
Dietrich Klinge - Skulpturen

Ausstellung vom 16. Mai bis zum 30. Juni 2018

Zum ersten Mal zeigt die Galerie Boisserée eine Einzelausstellung des 1954 in Heiligenstadt geborenen Bildhauers Dietrich Klinge.

Klinge stellt die menschliche Figur in das Zentrum seines Schaffens. Es sind Bilder des Menschen und zugleich doch nicht! Es sind Wesen, die so und nur so als Schöpfungen des Künstlers entstanden sind, entstehen konnten.

Der Betrachter blickt auf Klinges Skulpturen. Diese blicken zurück und sprechen, unerheblich ob augen- oder mundlos, von Zeiten – von unserer Zeit, von früheren Zeiten, von Zeitlosigkeit und vom Sein und Nichtsein, vom Leben und vom Tod. Zugleich tragen sie das Wissen über die menschliche Figur und das Ringen um ihre Erscheinungsform seit Anbeginn des künstlerischen Schaffens in sich. Sie erinnern an die älteste steinzeitliche Kunst, an die Plastiken der archaischen Klassik, die Kunst des alten Ägyptens, der Kelten und Germanen, an die Kunst der indigenen Völker Afrikas, des Pazifiks wie an den Expressionismus. „Die Menschen sehen die Kraft in meiner Arbeit, die sie mit dem Expressionismus, Afrikanischer Kunst oder sogar mit zeitgenössischen Künstlern wie Baselitz assoziieren, aber wie bei romanischen Skulpturen existiert die Kraft im Inneren der Arbeit.“ Und das ist der tiefe Grund, weshalb die Arbeiten des Künstlers Dietrich Klinge uns berühren. Wir erkennen uns wieder! Es ist keine Kunst um der Kunst Willen. Es ist Kunst um der Menschen Willen.

Die Skulpturen werden zunächst in Holz gearbeitet und dann in Bronze gegossen. Für Dietrich Klinge ist nur die in Bronze gegossene Form das Kunstwerk. Das Holzmodell ist jedoch integraler Bestandteil der endgültigen Ausführung. „Das Holz, das ich benutze, zeigt die Zeit des Lebens des Baumes und mein Werk in diesem Holz.“ Die Oberfläche macht den Bearbeitungsprozess, die Transformation des Holzmodells in Bronze, sichtbar. Die Oberflächen meint man, haptisch erfahren zu können. „Menschen sind Teile, die zusammengehalten werden“, sagt Dietrich Klinge und so setzt er seine Skulpturen aus ganz unterschiedlichen Hölzern und Holzblöcken zusammen, bearbeitet sie oder belässt sie in ihrem Urzustand.

Klinges erste Ganzkörperfiguren sind Mitte der 90er Jahre entstanden. Sie folgen der menschlichen Anatomie, ohne den menschlichen Körper realitätsgetreu darzustellen. In ihnen manifestiert sich ein Zur-Ruhe-Kommen, ein In-Sich-Ruhen, nicht im Sinne von Passivität, sondern von nach innen gerichteter physischer und geistiger Kraft. Sie strahlen große Sinnlichkeit aus.

Konkurrierende Asymmetrie, stilisierte Gesichtszüge, bewusst durch unebene Konturen dargestellt, zeichnen Dietrich Klinges Köpfe aus. Jeder besitzt eine eigene Autorität, die ihn als Individuum präsent macht. Wie bei den Bronzeköpfen sind die vielfach entstandenen Hände und Füße nicht nur einfach ein Teil des Körpers, sondern stehen symbolisch für den ganzen Körper.

Seit 1987 bis heute experimentiert er mit kleinen Modellen – er nennt sie „die Kleinen“´, die weniger Modell, eher dreidimensionale Skizzen sind. Ursprünglich aus Wachs geformt, später in Bronze gegossen, dienen sie als Basis für formale Fragestellungen des Künstlers, die er auf die großen Holzmodelle überträgt.

Dietrich Klinge gelingt es stets, seine torsohaften Gestaltungen als vollendet zu erschaffen. Der fehlende Arm, der fehlende Körper, der fehlende Kopf werden vom Betrachter auf einer tiefen, menschlichen Ebene hinzugedacht, hinzugefügt. Das rational festzustellende Fehlen löst sich auf.

Die Kölner Ausstellung umfasst fast 40 Werke aus der Zeit zwischen 1999 bis 2017. Die vorgestellten Werke vermitteln dem Besucher die Vielseitigkeit von Dietrich Klinges Schaffen. Allen Arbeiten gemeinsam ist ihre Intensität, ihre konzentrierte, ihre physische und geistige Kraft. Sie überdauern den Moment der Zeit.

Die meisten Exponate können während der Ausstellung zeitgleich unter www.boisseree.com angesehen werden. Zur Ausstellung erscheint ein Katalog mit 37 Exponaten mit schwarzweißen und farbigen Abbildungen auf 61 Seiten (Euro 10 inklusive Versand im Inland).

Galerie Boisserée (Köln)

13.05.2018 - 27.05.2018 in focus Galerie - Burkhard Arnold zu Gast in der Michael Horbach Stiftung Ellen Bornkessel - "Embassy of Trees" + Scarlett Hooft Graafland - "Soft Horizons"
in focus Galerie (Köln)
Pressemitteilung
in focus Galerie
13. Mai bis 27. Mai 2018
Eröffnung am Sonntag, 13. Mai 11 - 14 Uhr
Öffnungszeiten:
13.05. - 27.05.2018: Mi. + Fr. 15:30 – 18:30 Uhr, So. 11 – 14 Uhr

in den KUNSTRÄUMEN der
Michael Horbach Stiftung
Wormser Str. 23
50677 Köln

Ellen Bornkessel - Embassy of Trees

Die Künstlerin Ellen Bornkessel bringt mit “Embassy of Trees” die Natur in die Stadt zurück. Sie erinnern eindrücklich daran, dass nur eine grüne Stadt lebenswert ist.

Unserer Städte wachsen. Der begrenzte Raum wird zum knappen Gut. Wirtschaftliche Interessen stehen dem Bedürfnis der Menschen nach Ruhe und sauberer Luft gegenüber. Ellen Bornkessel gibt in diesem Spannungsfeld den Bäumen eine eigene Stimme. In ihrer aktuellen Installation vor dem Kölner Dom reiht sie lebensgroße Abbildungen von Baumszenen, an Bauzäunen angebracht, aneinander. Die Besucher flanieren wie bei einem
Waldspaziergang an den Motiven der Installation entlang. Beim Betrachten der Fotografien entfaltet sich die Magie und Ästhetik der Natur. Mitten im belebten Zentrum der Stadt wirkt sie beruhigend und befreiend. Der Mensch braucht die Natur. Auch in der Stadt und ganz besonders dort.

Mit dieser Installation startet das Projekt „Embassy of Trees", das Kunst, Vorträge und Performances umfasst. Wie jede diplomatische Vertretung entwickelt die `Botschaft der Bäume` die Beziehung zwischen zwei Welten; hier zwischen Stadt und Wald. Bornkessel erklärt: „Als Künstlerin möchte ich ein deutliches Zeichen setzen. Deshalb gründete ich die „Embassy of Trees". Sie appelliert an uns Menschen, sich mit der Natur zu versöhnen, sich für Klimaschutz einzusetzen und jetzt Bäume zu pflanzen. Die Wildheit, Kraft und Schönheit der Natur, die mit diesem Projekt wieder Einzug in die Stadt hält, ist auch ein Plädoyer für mehr Lebendigkeit, Vielfalt und Schönheit in unserem Leben.

Durch die Unterstützung des Metropolitankapitels der hohen Domkirche zu Köln und der Dombauhütte wurde es möglich, den Domvorplatz als Ausstellungsort zu nutzen. Eine sinnstiftende Konstellation, denn die Institution Kirche hat sich wie die „Embassy of Trees" dem Bewahren der Schöpfung verschrieben. Im Kölner Dom residiert sie in einem UNESCO Weltkulturerbe, das es für die Nachwelt zu erhalten gilt. Obendrein symbolisieren dessen Säulen genau wie Bäume die Verbindung zwischen Himmel und Erde, des Emporstrebens alles Irdischen.

Zuerst werden Ihre großformatigen Fotografien von Bäumen vom 7. bis 21. Februar vor dem Kölner Dom zu sehen sein. Zu dieser Serie ist eine erweiterte Ausstellung vom 13. bis 27. Mai in der Michael Horbach Stiftung zu besichtigen.


Scarlett Hooft Graafland - Soft Horizons

Scarlett Hooft Graafland kreiert magische fotografische Bilder oft in weit entlegenen Gegenden der Welt, z.B. in hoch gelegenen Salztonebenen in Bolivien, entlegenen Bauernhäusern in Island, Stränden in Jemen, Madagaskar oder Polarregionen, aber auch in dem niederländischen Dorf Gorinchem. Ihre Arbeiten berühren wichtige Themen wie das Verschwinden traditioneller Kulturen und die Zerbrechlichkeit der Natur. Trotzdem wirken ihre Werke stets leicht, bunt und surreal.

Scarlett Hooft Graafland erschafft in diesen spezifischen Landschaften mittels streng choreographierter Performances lebende Szenarien in denen lokale Probleme thematisiert werden und die leere, surreale Landschaft zum Refrain einer tragischen Komödie wird, die leise das Thema kommentiert. Wochen der Vorbereitungen, in denen sie eng mit den Bewohnern arbeitet, gehen ihren Arbeiten voran. Ihre Fotografien entstehen nur mit ihrer Analogkamera und dem natürlichen Licht, ohne jegliche digitale Manipulationen.

in focus Galerie (Köln)

05.05.2018 - 26.05.2018 Hans Laabs - Bilder
Kunsthandel Hubertus H. Hoffschild (Lübeck)
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Kunsthandel Hubertus H. Hoffschild
Der Kunsthandel Hubertus Hoffschild zeigt Malereien und Photographien von Hans Laabs (1915 - 2004). Das Werk von Hans Laabs besteht zum überwiegenden Teil aus eher kleinformatigen Arbeiten auf Leinwand und Karton, die einen klar definierten Themenkreis umfassen: Stillleben, abstrakte Farb- und Formkompositionen, Köpfe, Figuren und "Seestücke", alles Motive, die für ihn den "Zauber des Einfachen" ausmachten. Zunehmend stößt auch das photographische Werk des Künstler bei Sammlern, Galeristen und Museen auf großes Interesse. Ein umfangreiches Konvolut an Bildern und Photographien befindet sich in der Berlinischen Galerie.
Dr. Thomas Gädeke, Leiter der graphischen Sammlung des Landesmuseums Schloß Gottorf, wird eine Einführung in das Werk und die Ausstellung geben.
Sie wird am Freitag, dem 04. Mai um 19 Uhr in der Goethestraße 8 eröffnet.

Kunsthandel Hubertus H. Hoffschild (Lübeck)

04.05.2018 - 26.05.2018 Time Travel
Neue Kunst Gallery - Michael Oess (Karlsruhe)
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Neue Kunst Gallery - Michael Oess
Ob bewusst oder unbewusst, unsere Kleidung kommuniziert. Sie drückt aus, spiegelt wider und enthüllt dem Gegenüber einen Teil unserer Persönlichkeit – Interessen, Stil, Musikgeschmack und Religion können wir innerhalb einer Sekunde feststellen.
Sieht man vom Feigenblatt ab, so ist es sehr wahrscheinlich dass dem Menschen Felle als erste Kleidungstücke zum Schutz vor Kälte und Wetter dienten. Von diesem Ausgangspunkt entwickelte sich in den letzten 130 000 Jahren der Schutz des Körpers kontinuierlich weiter, es entstanden erste Schnitte, es wurden immer neue Materialien genutzt und aus dem reinen Schutz entwickelte sich Mode. Kleidung wurde zu Kulturgeschichte, zum Ausdruck des jeweiligen Zeitgeistes, des Standes innerhalb einer Gesellschaft, der regionalen Herkunft, dem Streben nach individuellem Ausdruck, einem Zeugnis der menschlichen Entwicklung und Kultur bis heute. Die Arbeiten dieser Ausstellung stehen im Geiste des Poststrukturalisten Michel Foucault. Der Diskurs als das in der Sprache aufscheinende Verständnis von Wirklichkeit einer jeweiligen Kultur oder Epoche.
Jenem Diskurs folgte der Fotograf Stefan Bau mit seinem elfköpfigen Team und schuf über einen Zeitraum von zwei Jahren diesen Bilderzyklus. Er reflektiert darin die Frage, wie sich ein Mensch verändert wenn er durch die Zeit reisen würde, die Entwicklung der Kleidung am eigenen Leib spüren und erleben würde. Mögliche Antworten auf diese Fragestellung liefert die Ausstellung.
Lassen Sie sich also von den fotografischen Portraits inspirieren und nehmen Sie die Möglichkeit wahr, diesen Nährboden zu erkunden von dem unsere Kultur in ihrer ganzen Widersprüchlichkeit und Rätselhaftigkeit, auch in ihrer Fülle und Schönheit, lebt.
Seien Sie neugierig, öffnen Sie Ihren Blick und genießen Sie den Abend mit wundervollen Fotografien und interessanten Gesprächen.
Stefan Bau ist international als Fotograf tätig. Die Bandbreite seiner Arbeit erstreckt sich von Lifestyle-Themen über Mode- und Werbeaufnahmen bis hin zur Auto-Fotografie für internationale Magazine. Bei aller Leidenschaft für seinen Beruf vermisste er zunehmend den rein künstlerischen Aspekt und die tiefere Auseinandersetzung mit den Motiven. So begann er seine ganz eigenen künstlerischen Dokumentationen, die tiefer in die Materie eintauchen und so einen Gegenpol zur schnelllebigen Oberflächlichkeit der Bilderflut darstellen. Seine Werke sind zu sehen in wechselnden Ausstellungen wie in der Orgelfabrik und der Neuen Kunst Gallery, beides Karlsruhe.

Neue Kunst Gallery - Michael Oess (Karlsruhe)

28.04.2018 - 02.06.2018 MOON GAS
Galerie Guido W. Baudach (Berlin)
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Galerie Guido W. Baudach
Die Galerie Guido W. Baudach freut sich, zum Gallery Weekend Berlin 2018 ihre achte Einzelausstellung von Thomas Zipp zu präsentieren.

Unter dem Titel Moon Gas zeigt der in Berlin lebende Künstler (*1966) eine raumgreifende Inszenierung, in der sich medial unterschiedliche Komponenten multisensorisch ergänzen. Neben mehreren Malereien verschiedener Materialität und einer ebenso umfang- wie variantenreichen Serie von Papierarbeiten erwartet den Besucher ein zur mobilen Skulptur mutiertes Nutzfahrzeug - alles eingebettet in eine teils interaktive Klang-Installation.

Das kontextuelle Kernstück der Ausstellung bildet eine siebzigteilige Zeichnungsserie, in der Thomas Zipp die für sein Werk so charakteristische Untersuchung der Herausforderung des Schöpferischen durch destruktive Momente in Natur und Technik lustvoll durchdekliniert. Grundlage der Serie ist ein vom Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe herausgegebener Ratgeber für Notfallvorsorge und richtiges Handeln in Notsituationen. Ausgezeichnet von einer enorm vielfältigen zeichnerischen und malerischen Bearbeitung der in Einzelblättern auf unterschiedlichen Papiersorten reproduzierten Broschüre präsentiert Zipp hier ein Schlüsselwerk der eigenen künstlerischen Praxis.

Das dominante skulpturale Element ist ein reales und zugleich metaphorisch zu verstehendets Transportmittel, ein Traktor, der in seinem Anhänger kein landwirtschaftliches Gerät, sondern medizinische Lachgas-Flaschen mit sich führt. Dieses Ready Made Remade erinnert mit seinen weiß und schwarz lackierten Bauteilen nicht nur an die konsequente, basale Abstraktion der russischen Avantgarde, sondern lehnt sich zugleich an die Dazzle-Tarnbemalung der britischen Marine des Ersten Weltkriegs an, die in den 1960er Jahren auch Eingang in die aufkommende Op-Art und von dort in die Pop Kultur fand.

Zu der in Moon Gas auftauchenden Kultur- und Technikgeschichte gehört auch ein nachgebauter Moog, ein modulares Synthesizer-System, das die Popmusik in den 1960er Jahren bereicherte. Die Besucher der Ausstellung sind eingeladen, Klänge auf diesem Synthesizer zu erzeugen, der dafür mit einem Theremin, einem um 1920 erfundenen Ätherwellen-Instrument angesteuert wird. Die dabei entstehenden Sounds verbinden sich mit der Geräuschkulisse einer permanenten Klang-Installation. Dazu hat Thomas Zipp mehrere Druckkammerlautsprecher im Raum installiert, wie sie in Fußballstadien oder bei öffentlichen Kundgebungen gebräuchlich sind und unwillkürlich an Massensuggestion denken lassen. Zu hören ist ein Loop aus einem im Jahr 1963 von Dick Hyman veröffentlichten Track mit dem Titel Moon Gas, den man als Space Age Pop bezeichnen kann – eine an Sun Ra erinnernde, aber doch weiße Cocktail-Jazz-Electric-Weltraum-Phantasie, die klanglich sowohl die Inbesitznahme des Erdtrabanten antizipiert, als auch den psychedelischen Eskapismus der Woodstock-Generation. Nicht umsonst zeigt die Einladungskarte zur Ausstellung ein Foto von einer der damals populären Lachgas-Parties.

Die gezeigten Leinwandarbeiten wiederum veranschaulichen in neuer Form Elemente und Motive, wie sie für das bildnerische Vokabular des Künstlers charakteristisch sind. So treffen Malerei-Zitate aus der Kunst des 20. Jahrhunderts auf Themen der Wissenschaftsgeschichte, während geometrische Formstrukturen und Patterns von figürlichen, teilweise vegetabilen Elementen überlagert werden. Bezeichnend dabei ist, dass Zipps neue Malereien mehr denn je als Combine Paintings funktionieren, d.h. als Gemälde, in denen die Bildfläche mit skulpturalen Bestandteilen angereichert ist und die so die gängige Zweidimensionalität überwinden.

Von solcher Mehrdimensionalität bei gleichzeitiger Doppeldeutigkeit gekennzeichnet ist auch das Bild Symmetry (2018). Auf einer geometrisch strengen, von schwarzweißen Dreiecks-Formen scharfkantig rhythmisierten Fläche ist als übermalter Siebdruck das Motiv einer Topfpflanze appliziert. Deren fleischfarbige Stengel und Blätter besitzen die Anmutung eines menschlichen Wesens, welches sich in einer anorganischen Umgebung behaupten muss. Auch das Bild God (2018), auf dem sich Kopf und Arme einer weiblichen Figur mit einem mächtigen Pinselstrich verbinden, zeigt eine menschliche Gestalt. Die Farbspuren an dem Besen, den die Bild-Figur hält, identifizieren die Frau als eine ´neue Eva´, die sich, anders als ihre biblische Vorläuferin, selbst erschaffen hat.

Mit Moon Gas führt Thomas Zipp seine Auseinandersetzung mit der Korrespondenz zwischen der technologischen Entwicklung und der einstigen Vitalität der zunächst als fortschrittlich wahrgenommenen Kunstströmungen des 20. Jahrhundert konsequent weiter fort. So, wie sich der zugleich künstlerische wie industrielle Aufbruch der Moderne, der als ein positives Moment der Weltverbesserung prognostiziert wurde, mittlerweile verflüchtigt hat, treten seit dem Ausklang der Epoche nicht nur die Überbleibsel und Phantasmen des Uneingelösten, sondern auch die Anzeichen einer permanenten Gefährdung hervor. In der künstlerischen Praxis von Thomas Zipp offenbart sich diese dunkle, hauntologische Dimension in einer teils entfesselten, teils gezügelten Dynamik, die ein ganz eigenes, stabil-fragiles Kraftfeld erzeugt.

Thomas Groetz
Thomas Zipp wurde 1966 in Heppenheim geboren. Er hat an zahlreichen internationalen Ausstellungen im In- und Ausland teilgenommen, u.a.: Deutschland ist keine Insel, Sammlung zeitgenössischer Kunst der Bundesrepublik Deutschland Ankäufe von 2012 bis 2016, Bundeskunsthalle, Bonn (2018) / The Threshold Problem and Some Possible Ways to Solve It, Cc Foundation & Art Space, Shanghai (2016) / Manifesta 11, Zürich (2016) / Picasso in der Kunst der Gegenwart, Deichtorhallen Hamburg (2015) / Avatar & Atavismus, Kunsthalle Düsseldorf (2015) / 11ème Biennale de l’Art Africain Contemporain, DAK’ART 2014, Dakar (2014) / 55th International Art Exhibition, Comparative Investigation about the Disposition of the Width of a Circle, La Biennale di Venezia (2013) / I knOw yoU, Irish Museum of Modern Art (2013) / Paintings from the Rubell Family Collection, Fundación Banco Santander, Madrid (2012) / If Not In This Period Of Time: Contemporary German Painting 1989- 2010, Museu de Arte de São Paulo (2010) / Sympathy for the Devil: Art and Rock and Roll Since 1967, Museum of Contemporary Art Chicago (2008) / Vertrautes Terrain – Aktuelle Kunst in & über Deutschland, ZKM, Karlsruhe (2008) / 4th Berlin Biennial (2006) / Defamation of Character, P.S.1, New York (2006) / Rings of Saturn, Tate Modern, London (2006) / Actionbutton, Hamburger Bahnhof, Museum für Gegenwart – Berlin (2003). Die nächste institutionelle Einzelausstellung von Thomas Zipp wird in der Kunsthalle Giessen im Herbst 2018 stattfinden.

Galerie Guido W. Baudach (Berlin)

27.04.2018 - 09.06.2018 explosive
Galerie Köppe Contemporary (Berlin)
Pressemitteilung
Galerie Köppe Contemporary
Im großen Neustart der Berliner Kunst um 1980 gehörte ter Hell zur Gruppe 1/61, der eher konzeptuell ausgerichteten Konkurrenz zur neo-expressiven Malerei der Galerie am Moritzplatz. Als Schüler des tachistischen Altmeisters Fred Thieler übernimmt er neben dessen gestischen Ansatz auch seine Experimentierfreude. Der andere „point de résistance“ ist Jackson Pollock. Die Mischung aus typisch Berliner rotziger Frechheit und politisch aufgeladener, anarchischer Protest-kultur auf der einen Seite sowie Weltoffenheit und internationale Orientierung auf der anderen prägt seither ter Hells Werk. [...]
Wer den Emotionen dieser Bilderwelt nachspürt, entdeckt hinter der rationalen, „coolen“ Haltung und dem gelegentlich ausufernden, geradezu aufsässigen Aktionismus eine gewisse Melancholie, vielleicht sogar Verzweiflung – nicht nur über den Zustand der Welt im Allgemeinen, sondern auch über das individuelle Schicksal. Es geht um das existenzielle Zurückgeworfen-Sein auf sich selbst, um die Aufgabe jedes Einzelnen, seinen Platz in der Welt zu bestimmen und zu behaupten – um den Wunsch, das Unbehauste zu überwinden. Mehrere Bilder ter Hells tragen den Titel „Bezüge“, zu verstehen wohl als Ausdruck des Wunsches nach einem Lebens-Zusammenhang.
Ernst A. Busche (Auszug)

Galerie Köppe Contemporary (Berlin)

27.04.2018 - 09.06.2018 Gerard Waskievitz "Grazien, Taschen und Weiteres"
Michaela Helfrich Galerie, Berlin (Berlin)
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Michaela Helfrich Galerie, Berlin
Existenzielle Themen aus dem Berliner Stadtleben vermischen sich mit alt bekannten Darstellungen aus der Renaissance. Drei weibliche Erscheinungen aus der Serie „Asphaltgrazien “ (2017) werden in zeitgemäßer Pose gemalt. Das Treffen dreier Freundinnen wird zu einer Versammlung der guten Eigenschaften: Anmut und Lieblichkeit, Schönheit, Freude und Heiterkeit, Ideale des weiblichen Liebreizes. Die „Drei Grazien“ erscheinen uns vor einem zeitgemäßen Hintergrund einer wohl desolaten Idylle, der heutige Diskurs und die Kommunikation scheint von der gleichen Innigkeit, wie in der klassischen Darstellung von Raffael. Uns unbekannte Gründe und Umstände lassen die drei Damen zusammenrücken vor einer morbiden Welt…nach Hesiod sind die drei Chariten Aglaia („Glanz"), Euphrosyne („die Freude bringende" oder „Frohsinn") und Thalia ("blühendes Glück"). Heute transportieren die drei Grazien dem Betrachter noch immer Freude, berücksichtigt man die zeitgemäßen und existentiellen Voraussetzungen. Auf wen oder was sich die drei Musen einlassen, bleibt uns verborgen. Auch nicht, wen sie beglücken...wichtig ist die eigentliche Szene, die in der gleichen Formation wie bei Raffael, Dürer, Cranach und Cassanova angeordnet wird.
Gerard Waskievitz setzt das Thema der drei Grazien malerisch in einen neuen Zusammenhang. Durch die Wiederholung in der darstellenden Kunst scheint die Idee der drei Grazien zeitlos.
Drei Taschen
Da liegen sie nun, die „Drei Taschen“ (zweites Bild), die auch von den drei Grazien her stammen könnten, als abgelegte Begleiter und Behälter ihrer Zeit. Sie verbergen das Intime und Notwendige, verborgen von Blicken und Zugriffen und scheinen in ihrer Funktion ausgedient. Abgelegte, weggeworfene oder verlorene Taschen findet man oft an Straßenrändern der Berliner Großstadt oder als Requisite von Diebesgut. In unseren Vorstellungsvermögen erzählen sie uns Geschichten…drei Taschen, drei Schicksale. Sie erzählen Geschichten aus dem Leben einer Frau, für den Maler verkörpern sie in ihrer Abgenutztheit eine geheimnisvolle Morbidität, sie regen Phantasie an und sie geben Fragen auf: weggeworfene Taschen sieht man überall auf den Pflastersteinen einer Großstadt oder vergessen am Strand. Im Zusammenhang mit ihren Hintergründen und Kulissen erzählen sie etwas aus ihrer Zeit, aus ihren Zusammenhängen gerissen, werden sie zu einem Objet trouvé.
Ein Objet trouvé (franz. für ‚gefundener Gegenstand‘) ist ein Alltagsgegenstand oder Abfall, der wie ein Kunstwerk oder ein Teil davon behandelt wird. Vom Gebrauchswert wandert es zur Installation, die Konsumprodukte unserer Wegwerfgesellschaft werden zum malerischen Sujet des Künstlers. Die ausgedienten Taschen gehörten einmal zu den dazugehörigen Damen und deren Leben, sie liegen nun dort, der Witterung ausgesetzt, oder sie sind da, um wieder gefunden zu werden. Dann werden sie wieder befüllt, verwahren und transportieren Intimes.
Wenn durch Wiederholungen in der darstellenden Kunst die Bildidee der drei Grazien zeitlos erscheint, wird das Objet trouvé gleichfalls aus seiner Zeit gerissen und mit neuem Leben befüllt.
Weiteres
beschreibt am besten Waskievitz`s Intention, einen „bildnerischen Augenblick“ auf Leinwand zu bannen. Sowohl seine „Menschenbilder“ und Portraitserien, als auch seine Auswahl individueller Motivcollagen befassen sich mit dem Thema Vergänglichkeit und dem schon vergangenen Moment. Fasziniert von der Malerei der Renaissance, mit ihrer Weiterentwicklung der Techniken der Ölmalerei und der Betonung individueller Charaktere in der Menschendarstellung, schließt sich für ihn als Maler der Kreis des Beobachtbaren.
Gerard Waskievitz lebt und arbeitet in Berlin und ist in internationalen Ausstellungen und Sammlungen vertreten.

Michaela Helfrich Galerie, Berlin (Berlin)

26.04.2018 - 23.06.2018 Spurensuche: Willy Wiedmann Lehrer und Förderer
GALERIE WIEDMANN (Stuttgart)
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GALERIE WIEDMANN
Wo: in der Volksbank Stuttgart Filiale Bad Cannstatt am Wilhelmsplatz und der Galerie Wiedmann

GALERIE WIEDMANN (Stuttgart)

21.04.2018 - 02.06.2018 21 - Thomas Henriksson - Matthias Reinmuth - Sophia Schama - Filip Zorzor
Galerie Reinhold Maas (Reutlingen)
Pressemitteilung
Galerie Reinhold Maas
Ausstellung Carte Blanche; Matthias Reinmuth erhielt die Gelegenheit seitens der Galerie, sich selbst mit Freunden eine Ausstellung zu kuratieren. Gewählt hat er seine Künstlerkollegen Thomas Henriksson, Sophia Schama und Filip Zorzor. Insgesamt zeigt die Galerie in der Zeit vom 21. April bis 02. Juni vier Künstler, alle leben in Berlin, gleichzeitig zeigen wir aber auch vier Künstler aus vier verschiedenen Ländern. Bulgarien, Deutschland, Rumänien und Schweden. Zur Eröffnung spricht Christian Malycha, der künstlerische Leiter des Kunstvereins Reutlingen.

Galerie Reinhold Maas (Reutlingen)

14.04.2018 - 07.07.2018 so beautiful
in focus Galerie (Köln)
Pressemitteilung
in focus Galerie
SO BEAUTIFUL

Ausstellung vom 14. April - 7. Juli 2018
Eröffnung am Samstag, den 14.04.2018 von 19 - 21.30 Uhr
Öffnungszeiten:
14.04. - 18.05.2018: Di. + Mi. 16 – 19 Uhr, Do. + Fr. 15 – 19 Uhr, Sa. 11 – 16 Uhr
vom 19.05 - 7.07.2018 Do. + Fr. 15 – 19 Uhr und nach Vereinbarung

"so beautiful" führt den Betrachter auf eine Reise, um Meisterwerke der Fotografie von 1940 bis heute zu entdecken, die die Frauen bewundern und die Schönheit der Frauen abbilden wollen.

Das "Bewundern von Bäumen und Frauen" im Gedicht des Schweizer Lyrikers Gomringer ist in Augen mancher Sexismus und soll deshalb durch das Übermalen des Gedichtes an einer deutschen Hochschule aus der Öffentlichkeit getilgt werden. Ohne jeden Zweifel verdient sexuelle Gewalt Gehör, jedoch muss aufgepasst werden, dass die Kunst im Rahmen der #MeToo Debatte nicht an Freiheit verliert.

Die Ausstellung "so beautiful" nimmt sich die Freiheit gerade im Rahmen der #MeToo Diskussion Schönheit und Ästhetik zu thematisieren und stellt sich gegen einen Trend in der aktuellen Fotografie das Alltägliche, das Banale und das Häßliche darzustellen.

Gerhard Richter (geb. 1932) einer der erfolgreichsten Künstler der Gegenwart sagte 2005:
»Es ist schwierig mit der Schönheit, wir sind uns nicht mehr einig, was darunter zu verstehen sein sollte. Sicher liegt es auch daran, dass der Begriff Schönheit so abgedroschen ist oder klingt. So wie »das Gute« und »das Wahre«. Aber das ändert nichts am Wert solcher idealen Eigenschaften und daran, dass die Menschen Schönheit brauchen. Für mich war Schönheit immer ein Kriterium für die Qualität von Kunstwerken, gleich welcher Art und aus welcher Zeit. [...] Ganz simpel ist Schönheit erst mal das Gegenteil von Zerstörung und Auflösung und Beschädigung, und damit ist sie schon mal untrennbar mit Form verbunden, ohne die nichts entstehen kann.« (Spiegel Nr. 33, S. 128 - 132)

Ein dominierender Schwerpunkt in der Sammlung der Galerie waren immer Frauenbilder; ob in humanistischen, modischen oder konzeptionellen Kontexten, ein Thema von Eleganz und Grazie vereint sie über Kulturen und Zeiträume hinweg. Ergänzend erzählen die Fotografien in dieser Ausstellung  vom Alltagsleben, von Moralvorstellungen, vom Wandel der Mode und vom Schönheitsideal einer Epoche.

Die Gruppenausstellung zeigt Werke berühmter Fotografen u.a.: Lillian Bassman, Ruth Bernhard, Edouard Boubat, Jean Philippe Charbonnier, Lucien Clergue, Frantisek Drtikol, Elliott Erwitt, Franco Fontana, Greg Gorman, René Groebli, FC Gundlach, Frank Horvat, William Klein, Helmut Newton, Marc Riboud, Willy Ronis, Jan Saudek, Jeanloup Sieff und Karin Székessy.

in focus Galerie (Köln)

07.04.2018 - 24.05.2018 Maf Räderscheidt - Ölgemälde, Aquarelle, Zeichnungen
Galerie Augarde (Daun)
Pressemitteilung
Galerie Augarde
Mit Maf Räderscheidt stellt sich eine Künstlerin in der Galerie Augarde in Daun dem Kunstpublikum der Vulkaneifel vor, die sich den üblichen Kategorisierungen entzieht. Sie geht in der Kunstszene ihren ganz eigenen Weg, der keine Vorkämpfer und auch keine Mitstreiter kennt. Nicht Stil oder Material ist, was sie interessiert – allein die Aussage zählt. Engagierte Tierschützerin, altgediente Frauenrechtlerin, Pazifistin und Flüchtlingshelferin der ersten Stunde schafft sie täglich Bilder, mit denen sie die Welt herausfordert und ihre Meinung kundtut. Einerseits virtuose Handwerkerin weiß sie andererseits ebenso souverän mit den Möglichkeiten der Konzeptkunst und der Performance umzugehen.
Und so arbeitet sie virtuos mit Öl genauso wie mit Aquarell oder Kohle und verwendet die graphischen Techniken wie Radierung oder Linolschnitt in Meisterschaft. Abstraktion und Figuration leben harmonisch nebeneinander, vereinen sich in surrealem Abenteuer, in dem die Schlachtenmalerei, das klassische Stillleben und der Himmel der Eifel sich zu einem einzigartigen Miteinander vereinen. Alles darf, viel ist möglich und nichts ist verboten außer der banalen, sich selbst gefälligen Dekoration.
Jeden Tag stellt die 65-jährige Schleidenerin ein Bild ins Netz, verbreitet es über die Sozialen Netzwerke. Denn die Künstlerin hat die Möglichkeiten des Internets und der Medien schon früh für ihre Kunst entdeckt und in ihr Konzept der Sozialen Skulptur einbezogen, die erste und bisher einzige Twitter-kuratierte Ausstellung realisiert oder auf dem Kölner Lokalsender Center TV die erste Fernseh-Galerie organisiert. Was Maf Räderscheidt macht, wird zur Kunst.
Und so nimmt es nicht Wunder, dass ihr Roman „Die Küsse der Farben“, der im Oktober im Dauner Eifelbildverlag erschien, ebenfalls das Abenteuer Malerei zum Thema hat. Einen Tag in ihrem Schleidener Atelier schildert sie in packender Weise, denn Räderscheidt vermag mit Worten genauso virtuos Bilder zu schaffen wie mit dem Pinsel. Am Donnerstag, 3. Mai, 19 Uhr wird sie zur Midissage der Ausstellung in der Galerie aus diesem Roman lesen
Es war der Dauner Fotograf und Verleger Sven Nieder, der den Kontakt mit der Galeristin Stefanie Augarde herstellte. Seit neun Monaten planen die beiden Frauen diese Ausstellung, mit der Augarde nun ihre neue Ausstellungsstätte eröffnet. Nachdem sie nur wenige Meter entfernt von ihrem neuen Domizil in der Burgfriedstraße 14 in der Hausnummer 5 bereits seit Oktober 2012 einen in der Vulkaneifel einzigartigen Ort für zeitgenössische Kunst

gehabt hat, verfügt sie nun auf 130 Quadratmetern über die optimalen Möglichkeiten, ihre Künstler zu präsentieren. Abstrakte und figurative Malerei findet hier genauso einen Ort wie Skulpturen, Graphik oder künstlerische Fotografie. Auch Lesungen und Galeriekonzerte haben bereits in den alten Räumen stattgefunden. Immer wieder hat sie auch in Internationalen Kunstmessen teilgenommen. „In Verbindung mit Musik, Literatur und Performance ist die Galerie in erster Linie ein Ort der Begegnung, der vor allem eines zum Ziel hat: Leidenschaft für die Kunst zu wecken und immer wieder neu zu entfachen“, sagt Augarde selbst über ihr Galeriekonzept. Es sei ihr wichtig zu zeigen, dass eine Kunstgalerie auch im ländlichen Raum bestehen kann und keine Großstadt als Umfeld benötigt. „Eine enorme Bereicherung ist der Kontakt mit allen, die an der Galerie in besonderer Weise beteiligt sind - die Künstler, die Redner, die Besucher, Kunden und Sammler, die Presse, die seit Beginn die Galeriearbeit großartig unterstützt“, betont sie.
Dass Augarde die Eröffnung ihrer neuen Räume mit einer Ausstellung von Maf Räderscheidt feiert, ist kein Zufall. „Maf ist eine sehr einzigartige Persönlichkeit und charismatische Künstlerin mit einer langen und bewegenden Geschichte“, sagt sie. Ihr Werk sei sehr vielseitig, sehr hochkarätig und außerordentlich. Sie sei stets auf der Suche nach neuen, starken Positionen, und es habe sie interessiert, sich näher mit dem umfangreichen Werk zu befassen, das sie trotz intensiver Beschäftigung noch nicht ganz erfasst habe. Denn eines stehe fest: „Maf macht nichts anderes als Kunst – sie IST Kunst.“

Galerie Augarde (Daun)

03.02.2018 - 26.05.2018 Bruno Gironcoli
Galerie Elisabeth & Klaus Thoman Wien (Wien)
Pressemitteilung
Galerie Elisabeth & Klaus Thoman Wien
Eröffnung Samstag 03. Februar 2018 12 Uhr

Mag.a Manuela Ammer, Kuratorin der Ausstellung im mumok, spricht zu Bruno Gironcoli
Samstag 24. Februar 2018 11 Uhr

Ich habe eher einen Klang gesucht, keine Abstraktion. Ich wollte ja nichts machen, was andere schon fertig gestellt haben; ich wollte meiner Welt begegnen und Fragen, die für mich noch ungeklärt sind, berühren. Ich habe wohl auch das verlorene Menschenbild gestalten wollen, ohne es dafür zu setzen. Bruno Gironcoli

mumok wien
BRUNO GIRONCOLI In der Arbeit schüchtern bleiben
Eröffnung 02.02.2018 19 Uhr
03.02. - 27.05.2018

Galerie Elisabeth & Klaus Thoman Wien (Wien)

16.09.2017 - 16.09.2020 Light Art Grand Tour USA
GALERIE WIEDMANN (Stuttgart)
Pressemitteilung
Die Wiedmann Bibel lässt 50 Monumente in den USA erstrahlen

Stuttgart, 12. September 2017. Die Wiedmann Bibel ist in den kommenden 3 Jahren Teil der einzigartigen “Light Art Grand Tour USA”. Der weltbekannte Lichtkünstler Gerry Hofstetter wird mit Hilfe seiner Lichtprojektionen US-geschichtlich wichtige Landmarken in temporäre Kunstwerke verwandeln.

Den Auftakt macht das Washington Crossing in Washington Crossing — Pennsylvania —am 16. September 2017. Hier zeigen der Schweizer Lichtkünstler Gerry Hofstetter und seine Tochter Céline Hofstetter zum ersten Mal Bilder aus der Wiedmann Bibel. Sie haben diese einzigartige Performance-Tour durch die Vereinigten Staaten ins Leben gerufen. Zwei Stunden lang projektieren Hofstetter und sein Team bis zu 20 Bilder auf Fassaden, Flüsse, Landschaften, etc. und verwandeln sie dadurch in beeindruckende Kunstobjekte. Jedes der Monumente spielte nicht nur bei der Gründung der USA eine wichtige Rolle, sondern ist auch heute bedeutsam in Bezug auf die amerikanischen Beziehungen zu anderen Ländern, inklusive der Schweiz.

"Wir vermitteln in unserer Lichtkunstshow Botschaften mit Hilfe von Bildern genauso wie die Wiedmann Bibel. Als ich sie zum ersten Mal sah, war für mich klar, dass sie Teil unserer Light Art Grand Tour werden muss" , erklärt der Künstler Gerry Hofstetter.

Die Wiedmann Bibel ist weltweit einzigartig. Sie gibt das komplette Alte und Neue Testament in 3.333 handgemalten Bildern wieder. Der Künstler, Willy Wiedmann, hatte zu Lebzeiten nicht die Möglichkeit, sein Werk zu veröffentlichen. Deshalb verstaute er die Bilderbibel auf dem Dachboden. Dort entdeckte sie der Sohn, Martin Wiedmann, nach dessen Tod und stellte sich der Herausforderung, den Traum seines Vaters zu erfüllen. Dazu ließ er alle 3.333 Bilder digitalisieren.

"Diese außergewöhnliche Light Art Grand Tour ist ein weiterer Schritt auf unserem Weg den Menschen nicht nur die Bibel durch Bilder, sondern auch ein einzigartiges Kunstwerk näherzubringen", sagt Martin Wiedmann.

Mittlerweile ist aus dem über 1km langen Leporello eine digitale Bibelwelt entstanden mit einer Virtual Reality, einem interaktiven Terminal und einer App, die einen einzigartigen Einblick in die Bibel geben.

Über die Wiedmann Bibel:
Die Wiedmann Bibel besteht aus insgesamt 19 Leporellobüchern, die eine Gesamtlänge von über 1km ergeben. Der Stuttgarter Künstler Willy Wiedmann arbeitete von 1984-2000 an dem Werk. Er malte es im Polykonstil, den er in den 60er Jahren entwickelte. Wiedmann selbst war ein musikalisches, malerisches und literarisches Multitalent. Unter verschiedenen Pseudonymen stellte er in nationalen und internationalen Galerien aus. 2002 wurde Willy Wiedmann mit dem Bundesverdienstkreuz am Bande für seinen Einsatz in der Kunst und Kultur ausgezeichnet.

Weitere Informationen finden Sie hier:
www.diewiedmannbibel.de oder in unserm elektronischen Press-Kit.

Kontakt die Wiedmann Bibel:
Email: presse@diewiedmannbibel.de

Über Gerry Hofstetter:
Der international bekannte Lichtkünstler Gerry Hofstetter lebt und arbeitet in Zumikon, Schweiz und in Los Angeles, USA. Er hat sich mit seinem Unternehmen unter anderem auf Lichtkunst, Events und Filmproduktionen spezialisiert. Zusammen mit seiner Tochter Céline Hofstetter verwandelt er weltweit Monumente und Landmarken wie zum Beispiel historische Gebäude oder Landschaften in spektakuläre Leuchtkunstobjekte. In Zusammenarbeit mit der Hayes Group haben sie nicht nur das Konzept zu der Light Art Grand Tour entwickelt, sondern sind auch an der Umsetzung bis 2020 beteiligt.

Weitere Informationen finden Sie hier:
www.grandtour-usa.ch oder www.hofstetter.la

GALERIE WIEDMANN (Stuttgart)