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Pressemitteilungen
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05.02.2026 - 09.02.2026 art-KARLSRUHE
Kunsthandel Hubertus H. Hoffschild (Lübeck)
Pressemitteilung
Kunsthandel Hubertus H. Hoffschild
Der Kunsthandel hubertus Hoffschild zeigt auf der art-KARLSRUHE in einer one-artist.show neue Arbeiten von Friedel Anderson und Bilder von Klaus Fußmann

Kunsthandel Hubertus H. Hoffschild (Lübeck)

05.02.2026 - 08.02.2026 art karlsruhe
Galerie Alfred Knecht (Karlsruhe)
Pressemitteilung
Galerie Alfred Knecht
Galerie Alfred Knecht auf der art KARLSRUHE 2025
H2/G22 und Skulpturenplatz H2/G20
Galerie Alfred Knecht | Informationen
Die Galerie Alfred Knecht ging aus der 1985 gegründeten Galerie und Artothek gruppe art-contact Karlsruhe hervor. Schwerpunkt der Galerie sind Ausstellungen mit Künstlerinnen und Künstlern, die aus der Karlsruher Kunstakademie hervorgegangen sind oder Lehrer hatten, die hier studierten: Klasse Prof. Hans Baschang – Kunstakademie München und Klasse Prof. Dieter Krieg – Kunstakademie Düsseldorf, die bei Herbert Kitzel und HAP Grieshaber studierten. Mit der Karlsruher Figuration – seit den 60er Jahren in aller Munde – wurden sie bekannt. Nicht vergessen darf man Franz Bernhard, ein Schüler Wilhelm Loths, der mit Holz und Eisen unverwechselbare Plastiken schuf.
Die Galerie Alfred Knecht präsentiert ihre Künstler und Künstlerinnen regelmäßig in Ausstellungen und nimmt an Kunstmessen teil. Neben langjährig vertretenen Künstlern*innen bleibt es ein entscheidendes Interesse der Galerie, Positionen junger Kunst zu vertreten, so auch in den regelmäßigen Ausstellungen WESTSÜD, in denen Studierende der Kunstakademie Karlsruhe präsentiert werden.
Die Galerie ist von Beginn der art Karlsruhe dabei, im Jahr 2026 das 23. Mal.
Die Galerie ist Mitglied im Bundesverband Deutscher Galerien und Kunsthändler e. V. (BVDG) und im Karlsruher Galerienverband.

Künstler und Künstlerinnen auf der art KARLSRUHE 2026
1 Achim Däschner | Malerei
Achim Däschner lässt sich in die Tradition des Künstlers als Multitalent und Forscher einordnen. Um sich künstlerisch auszudrücken, hält sich Däschner nicht mit Genregrenzen oder den Einengungen einzelner Techniken auf, sondern bedient sich aller Mittel, die dem Ausdruck seiner Sicht der Dinge, seiner Gedanken und Erkenntnisse Stärke und Klarheit verschaffen, mal als Bildhauer, Medienkünstler, Grafiker, Fotograf, Musiker und Lyriker. Fehlt auf diesem Weg eine Technik, wird sie kurzerhand in ausführlichen Experimenten als Eigenentwicklung neu erschaffen.
Was hierbei entsteht ist keinesfalls beliebig. Achim Däschner ist in all seinen Ausdrucksformen direkt erkennbar, der rote Faden deutlich sichtbar. In seinem unbändigen Streben, die Welt zu gestalten und mittels seiner Kunst auf den Punkt zu bringen, ist Däschners Mittel der Wahl die Reduktion. Treten bei einem Projekt durch Nachforschungen und Experimente schlussendlich Erkenntnisse zutage, verwirft Däschner einen Großteil der auf diesem Weg angesammelten gestalterischen Schlacken. Die daraus resultierenden Werke kommen oftmals schlicht, fast archaisch daher und lassen genau darin ihre Kraft erkennen. Gemeinsam ist allen Arbeiten, dass sie mit uns in Kommunikation treten und uns dabei genügend Raum für das eigene Wahrnehmen und Interpretieren lassen.
2 Isa Dahl | one artist:show | Malerei
Isa Dahl arbeitet seriell, setzt sich mit Bildformaten in wiederkehrenden Abfolgen auseinander. Ein fester Bestandteil ihres malerischen Werks ist nicht nur das quadratische Bild, besonders das Format in der Größe von ein mal ein Meter, das sich bereits am Ende ihrer Studienzeit in der Werkserie „Fassade“ findet und den abstrahierten Stadtraum zum Thema hat, und sich seither wie ein roter Faden durch das Werk zieht. Auch die Auseinandersetzung mit dem runden Bild, dem sogenannten Tondo, als dessen Ausgangspunkt Isa Dahl die Auseinandersetzung mit der Kunst der Renaissance in ihrer Zeit in der Villa Romana Florenz im Jahr 1995 beschreibt, ist ein Markenzeichen für ihre Arbeit geworden. Ihre Serientitel „wanderung“ „grow“, „als ob“, eben still“ und „bloom“ verdeutlichen Isa Dahls Überlegungen zur Malerei und dem Bild als Reflexionspunkt.
„Auch das Innehalten, zum Beispiel, in der Betrachtung eines Bildes, ist kein Stillstand, jeder Moment ist Vergänglichkeit unterworfen, so gesehen ist alles im Fluss. Ein Bild ist eine Projektionsfläche der eigenen Wahrnehmung, der eigenen Gedanken und ihrer Veränderung.“
Isa Dahl, 2023.
3 Guido Kucznierz | Zeichnungen
Guido Kucznierz, 1944 geboren in Breslau, studierte an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Karlsruhe.
Er hat seit seinem Studium in den 1960er-Jahren ein vielseitiges plastisches, malerisches und grafisches Gesamtwerk aufzuweisen, das in Fachkreisen bekannt ist und einen guten Ruf genießt. Nicht zuletzt sein Spätwerk verdient Beachtung. Wie bei früheren Arbeiten (etwa der Gruppe vegetabil anmutender Großplastiken) ist es geprägt von einem ebenso grundlegenden wie einlässlichen Interesse an der Natur. Sie bildet das Leitthema überaus differenzierter Zeichnungen, die dank ihrer aus mehreren Schichten farbiger Schraffuren aufgebauten Textur mitunter wie Gobelins wirken. Dabei nutzt Kucznierz als Bildträger für seine an Pflanzen, Zellstrukturen und generell an Wachstum erinnernden grafischen Geflechte großformatige Kartonagen, die als Verpackungen dienten. Die Materialwahl ist Programm: Ausdruck eines respektvollen Umgangs mit den Ressourcen, dem sich der Künstler schon lange, bevor er Common Sense wurde, verpflichtet fühlte.
(aus: Michael Hübl 2024)
4 Irmela Maier | Skulptur
Die zumeist plastischen Arbeiten von Irmela Maier zeugen in ihrer Materialkomposition von einem großen handwerklichen Geschick. Dabei arbeitet sie mit skurrilen Materialien wie Terrakotta, Kupferrecyclingmaterial, Drahtgeflecht, Holz und weiteren Abfällen. Die Künstlerin erfasst mit einer unbezweifelbaren Virtuosität Charakteristisches und dies ohne sichtliche Anstrengung. Dr. Kirsten Claudia Voigt in ihrer Rede zur Ausstellung 2014: „Zeichnend studiert sie seit Jahren in verschiedenen Zoos Schimpansen, Orang Utans, Gorillas, Drills und Mandrills. Aus ihrem Schaffen sind uns noch andere Tiere – darunter Elefanten, Marabus, Meerkatzen, Echsen und Wölfe – bekannt. Die Affen porträtiert sie und macht sie zuweilen zu Protagonisten allegorischer Inszenierungen. Es ist nicht zu vergessen und nicht zu übersehen, dass es sich um gefangene Tiere handelt – und wie bei jedem Zoobesuch schwingt auch in der Wahrnehmung dieser Kreaturen die leise Melancholie darüber mit, dass wir diese Tiere ihrer Freiheit beraubt haben, um sie beobachten und teilweise auch bewahren zu können – vor dem Aussterben, an dem wiederum wir vor allen anderen schuld sind. Natürlich werden wir uns schon im Angesicht dieser Überlegung unserer eigenen Befangenheiten und Gefangenschaften auch in verfehlten, gewohnten, politischen und sozialen, auch privaten Verhaltensweisen und psychischen Mechanismen gewahr. Max Ernst sprach im Titel einer kleinen Arbeit, die einen Vogel in einem Käfig zeigt und sich im Kunsthaus Zürich befindet, von den „imaginären Käfigen“. – Er war ein echter Optimist, denn er meinte, Käfige seien immer imaginär. Irmela Maiers Kunst kommt der Realität viel näher – auch ohne, dass sie einen Käfig zeigt.“
5 Franziska Schemel | Bildobjekte/Malerei
Franziska Schemel beschäftigt sich in ihrer Arbeit mit Themen des modernen Alltags, insbesondere im Lebensraum Stadt.
Die Umsetzung dieser Themen ist frei und abstrakt gehalten.
Kennzeichnend für ihre Arbeiten ist die klare und reduzierte formale Gestaltung und weckt so Assoziationen an die architektonische Formensprache der Moderne. Auch verwendet sie verschiedenste Techniken und Materialien wie z.B. Acryl, Pigment, Graphit, Sand, Steinmehle, Metall und auch eigene Fotografien.
Durch ihre individuelle Symbolik erinnern ihre Arbeiten an bestimmte Seheindrücke und Alltagserfahrungen. Die architektonisch inspirierten Raumbilder sind meist farblich und formal stark reduziert. Dank dem raffinierten Mischen von Acrylfarbe mit Pigmenten, Steinmehl und Sand konstruiert sie eine raue und gedämpft wirkende Struktur der Oberfläche, welche die Schwellensituation auf zwei Ebenen darstellt. Ihr Œuvre vereint ein geistiges Energiefeld und dem souveränen Umgang mit dem Raum, der als Flä che erscheint. Franziska Schemel montiert oft kleinformatige eigene Fotografien in ihre großflächigen Bildtafeln, an deren Schnittpunkten der Mensch steht. Entsprechend öffnet sich ein Fenster auf eine einsame Weit, die in die Illusion führt und das Künstliche unserer Umwelt offenbart.
6 Dieter Schosser | Malerei
Ideen suchte sich der Künstler in der Natur und verband gefundene Materialien mit farbigen Flächen und gezeichneten Linien in der Technik der Collage. Farbakzente, dynamische breite Pinselstriche schaffen eine "ästhetische Spannung" wie es Michael Hübl in dem
Katalogtext zur Ausstellung schreibt. Die Farbkombinationen und seine künstlerische Formensprache aus Linien, Kreisen, Dreiecken und Quadraten ist reduziert aber voller Spuren und Entdeckungen, wie es ein Ausstellungstitel Kreis, Dreieck und Quadrat ist nicht vieles und doch fast alles verrät.
7 ULRICH J. WOLFF | Radierungen
Das überraschend gewaltige Format, das fast schon körperliche Schwarz, die verschwenderische Fülle an technischer Finesse – die Radierungen von Ulrich Wolff ziehen den Betrachter mit einem mächtigen Sog in eine vage vertraute Welt, die in der künstlerischen Entfremdung eine unbekannte wie faszinierende Intimität gewinnt.
Aus der geordneten architektonischen Struktur von Mega-Cities und Wohntürmen heraus formt er mit seinem massiven Schwarz und dem reliefhaften, an organische Wachstums- oder geologische Zerfallsspuren erinnernden Carborundum-Prägedruck einen geheimnisvollen Organismus. Das Schwarz wird zum mysteriösen Behälter für das Leben, das die darin eingestreuten hellen Lichtzonen vermuten lassen.
Und dann spürt man noch dieses Atmen in den nicht greifbaren Zwischenräumen im Wechsel von Davor und Dahinter, von Sichtbarem und Erahntem in den Wald-, Feld- oder Wassermotiven.
Wolff lässt offen, wo und ob da in seinen schwarzen Gebilden Leben ist, ob wir die Radierungen als Bedrohung oder Faszinosum erleben sollen. Text: Thomas Kurtz
8 Daniel Wagenblast | Skulpturen | sculpture:place
Der Bildhauer Daniel Wagenblast *1963 in Schwäbisch Gmünd, hat sich in Stuttgart-Heslach eine ehemalige Kneipe zum Atelier umgebaut. Der Tresen, die Eckbänke und Stühle wurden mit Brecheisen und Motorsäge portioniert und zum Sperrmüll gestellt. Dort klopft er nun wochenlang an seinen Holzfiguren und an Wandreliefs. Er arbeitet immer nur an einer Figur, die großen Stämme liegen im nah gelegenen Garten und dort macht er auch die groben Sägearbeiten. 
Die fertigen Skulpturen gehen in Ausstellungen oder zur Gießerei, in der Daniel Wagenblast seine teils großformatigen Skulpturen in Aluminium oder Bronze für den Aussenraum gießen lässt. Seine Figuren erzählen Geschichten vom Mensch in seiner Beziehung zur Welt, von Mobilität, teils provokant, teils voll Witz. Er interpretiert Dinge des alltäglichen Lebens. Die Irrationalität der motivischen Verknüpfungen, das Blow up der Gegenstände,die Verkehrung ihrer Proportionen und ihr instabiles Gleichgewicht sind charakteristische  Stilmerkmale.
Daniel Wagenblast realisierte zahlreiche Platzgestaltungen und Skulpturen im öffentlichen Raum in ganz Deutschland, England, Polen, Italien und Frankreich. 

Galerie Alfred Knecht (Karlsruhe)

28.01.2026 - 14.03.2026 "Sailing the Sky" – Skulpturen, Arbeiten auf Leinwand und Papier
Galerie Boisserée (Köln)
Pressemitteilung
Galerie Boisserée
Die Galerie Boisserée freut sich, eine Einzelausstellung mit Arbeiten aus dem
Werk von Josep Riera i Aragó anzuku?ndigen. Seit vielen Jahren gehören die
phantasievollen Skulpturen und die verträumte Malerei des spanischen
Ku?nstlers zum Galerieprogramm. Die kommende Ausstellung darf mit großer
Vorfreude erwartet werden. Neue Werke sind zu sehen, die sich zwar klar in
seiner Formensprache artikulieren, dabei in Farbe und Formenspiel erfrischend
neu sind.

Einer der ku?nstlerischen Ausgangspunkte Riera i Aragós ist ein altes
kunsthistorisches Thema, die Beziehung von Mensch und Maschine. Schon
lange vor der industriellen Revolution und dem Maschinenzeitalter waren
Ku?nstler von dieser Ambivalenz fasziniert. Bereits in der Antike u?bte die
Thematik eine gewisse Faszination aus. Dabei geht es u?ber die Epochen hinweg
immer wieder um ähnliche Fragen. Wird die Maschine menschlich oder wird der
Mensch zur Maschine? Was bedeuten serielle Produktion und vor allem sich
stetig steigernde Schnelligkeit fu?r unseren Alltag? Und allen voran die durchaus
philosophische Frage danach, ob die Maschine den Menschen ersetzen kann.
Nahezu alle ku?nstlerischen Auseinandersetzungen mit der Dichotomie Mensch-
Maschine sind von einer gewissen Ku?hle geprägt, von der Faszination fu?r
technische und mechanische Prozesse und von der Frage nach dem
Kräfteverhältnis zwischen den beiden Polen.

Ganz anders bei Riera i Aragó. Seine Fluggeräte und Boote tragen uns in
entlegene Regionen, sie nehmen uns mit auf Reisen an unsere fernsten
Sehnsuchtsziele. Der Titel "Sailing the Sky" steht fu?r den Flug durch die
unendliche Weite des Himmels und lädt gleichzeitig ein, u?ber die Meere zu
segeln. Riera i Aragós schöpferische Kraft ist das Mediterrane, das eine gewisse
Freiheit mit Weitblick und Leichtigkeit vereint, erzählt der Ku?nstler. So sind seine
Fluggeräte federleicht und die Boote berichten von langen Reisen in die
unzugängliche Tiefsee. Riera i Aragó erwartet nichts und erzählt keine
Geschichten. Seine Kunst regt dazu an, eigene Abenteuer zu erleben.
Riera i Aragó gehört heute zu den meistbeachteten Ku?nstlern der spanischen
Gegenwartskunst. Seine katalanische Heimat und die Anklänge der
katalanischen Kunst sind seinem Werk immanent. Die Werke befinden sich
weltweit in zahlreichen privaten und öffentlichen Sammlungen. Viele
großformatige Skulpturen sind Teil des öffentlichen Raums in Europa und in
Asien.

Der Ausstellungskatalog kann in der Galerie erworben oder bestellt werden.
Die Ausstellung ist vom 28. Januar bis zum 14. März 2026 in der
Galerie Boisserée zu sehen.

Galerie Boisserée (Köln)

17.01.2026 - 14.02.2026 Im Wind der Zeit
Galerie Alfred Knecht (Karlsruhe)
Pressemitteilung
Galerie Alfred Knecht
https://www.diebildschirmzeitung.de/allgaeu-oberschwaben/leutkirch/von-menschen-engeln-katzen-und-schweinen-148087/

Galerie Alfred Knecht (Karlsruhe)

01.12.2025 - 28.02.2026 MIXED MEDIA exhibition of diversity
Neue Kunst Gallery - Michael Oess (Karlsruhe)
Pressemitteilung
Folgt, wenn Künstlerliste komplett ist!

Neue Kunst Gallery - Michael Oess (Karlsruhe)

23.11.2025 - 31.01.2026 Siegward Sprotte - Im Dialog mit der Natur
Galerie Tobien GmbH (Husum)
Pressemitteilung
Galerie Tobien GmbH
Schleswig-Holstein war für den Maler Siegward Sprotte (1913–2004) weit mehr als Heimat. Es war sein geistiger und künstlerischer Resonanzraum. Zwischen Himmel und Horizont, Wind und Wellen fand er jene elementare Erfahrung von Licht und Bewegung, die sein Werk prägte. Auf der Insel Sylt entwickelte er eine Malerei, die Natur nicht abbildet, sondern in Farbe, Rhythmus und Geste erfahrbar macht.

„Man muss sich selbst wie eine Woge bewegen – dann wird es eine Woge“, sagte Siegward Sprotte einmal. Dieser Satz fasst sein Verständnis von Kunst zusammen. Der Malende tritt mit der Natur in einen Dialog ein, der über das Sehen hinausgeht. Das Meer, die Weite des Nordens und das wechselnde Licht Schleswig-Holsteins wurden zu seinem Gegenüber, zu einer Landschaft, die antwortet.

Von der Küste ins Bewusstsein: Siegward Sprottes künstlerische Entwicklung war mit Schleswig-Holstein eng verbunden. Hier entstanden seine Studien der Natur, die ihn zu einer immer stärkeren Reduktion führten. Die Klarheit des nordischen Himmels, das stetige Fließen der Wellen und die Horizonte der Küste brachten ihn zu der Einsicht, dass Natur kein Motiv ist, sondern ein prozesshaftes Wechselspiel von Wahrnehmung, Bewegung und Bewusstsein.

In seinem Schaffen verschmolzen Malerei und Philosophie. Seine Aquarelle, Gouachen und Ölbilder wirken auf den ersten Blick spontan und leicht. Doch sie beruhen auf konzentrierter Beobachtung und einer Haltung des aktiven Sehens. In der Mappe „Abschied vom Bilde“ formulierte er diesen Gedanken programmatisch: Nicht das Abbild, sondern das Sein des Gesehenen soll sichtbar werden.

Nordische Klarheit und östliche Stille: Schleswig-Holsteins Landschaft öffnete Siegward Sprotte eine universelle Bildsprache. Hier fand er jene Weite und Leere, die ihn an asiatische Ästhetik erinnerte. So verband er westliche Maltraditionen, von William Turner bis Karl Hagemeister, mit der meditativen Einfachheit der ostasiatischen Kalligraphie. Seine „farbigen Kalligraphien“ und „Stenogramme“ entstanden oft in freier Natur, als spontane Pinselzüge, ohne Absetzen und Korrektur. Sie nehmen die Bewegung und den Rhythmus der Landschaft unmittelbar auf.

In seinen Ateliergesprächen auf Sylt führte Siegward Sprotte den offenen Dialog weiter mit Philosophen, Musikern, Schriftstellern und Wissenschaftlern. Sein Atelier wurde zu einem Ort geistiger Begegnung, an dem Kunst, Denken und Wahrnehmen zusammenfanden.

Natur als Gegenüber: Für Siegward Sprotte war Malen kein Akt der Beherrschung, sondern der Begegnung. Er sprach von einem „face en face“ mit der Natur, einem Gespräch auf Augenhöhe. Dieses Motiv zieht sich durch sein gesamtes Werk: das „Gesicht“ der Landschaft, das sich im Moment des Sehens offenbart.

In seinen Reihen „Farbfolgen schaffen Landschaft“ untersucht Siegward Sprotte die Struktur der Natur, etwa in der Abfolge von Himmel, Horizont, Meer und Strand. Diese Farben, Lichtverläufe und Stimmungen bilden die gleichbleibende Ordnung der Natur und zugleich ihre unendliche Wandelbarkeit.

Ein Künstler des Nordens: Siegward Sprotte war einer der eigenständigsten Maler Schleswig-Holsteins im 20. Jahrhundert. Sein Werk steht in der Tradition der norddeutschen Landschaftsmalerei, überführt sie jedoch in eine geistige Dimension. Schleswig-Holstein wurde für ihn zum Sinnbild einer universellen Erfahrung: das Land als offener Raum, in dem Natur, Bewusstsein und Kunst ineinanderfließen.

Seine Malerei ist damit nicht nur eine Liebeserklärung an das norddeutsche Licht, sie ist eine Einladung, die Welt neu zu sehen.

Galerie Tobien GmbH (Husum)

15.11.2025 - 17.01.2026 Great Cosmic Wall
Galerie Guido W. Baudach (Berlin)
Pressemitteilung


Galerie Guido W. Baudach is pleased to present its ninth solo exhibition by Björn Dahlem. Under the title Great Cosmic Wall, the near Berlin-based sculptor and installation artist is showing new wall objects and sculptures.

Dahlem refers to a phenomenon from the field of astronomy: the Hercules–Corona Borealis Great Wall, a cosmic superstructure that so far only exists in scientific theory. It is supposed to consist of an enormous accumulation of gravitationally connected star clusters with a presumed extent of 10 billion light-years. This would make the Hercules–Corona Borealis Great Wall — if it actually exists — the largest and most massive structure in the observable universe.

Great Cosmic Wall adds a new chapter to Dahlem’s oeuvre. Formally and in terms of content, it deals with specific borderline areas; be it those between microcosm and macrocosm, mundane everyday life and transcendent experience, or between order and chaos. Accordingly, Great Cosmic Wall can also be read as an allusive metaphor for the invisible barriers that separate our subjective experience of reality from the infinite: the mist between us and the universe; the curtain of light and shadow that separates space-time and matter.

With Great Cosmic Wall, Björn Dahlem attempts not only to illustrate this borderline areas, but also to penetrate them in his sculptures.

Galerie Guido W. Baudach (Berlin)