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Pressemitteilungen
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20.03.2020 - 25.04.2020 Mela Diamant - "Ja, ich will"
Neue Kunst Gallery - Michael Oess (Karlsruhe)
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Neue Kunst Gallery - Michael Oess
Die Künstlerin lebt und arbeitet in Wien.

Studium: Akademie der Bildenden Künste, Wien
Malerei und Grafik bei Gunter Damisch, Tapisserie bei Josef Schulz

Mitglied der Künstlerinnengruppe "Die 4 Grazien"

Neue Kunst Gallery - Michael Oess (Karlsruhe)

13.02.2020 - 16.02.2020 art KARLSRUHE 2020
Galerie Reinhold Maas (Reutlingen)
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Galerie Reinhold Maas
Die Galerie Reinhold Maas zeigt dieses Jahr ihre konstruktive und konkrete Richtung. Mit dabei sind Künstler der Galerie: Thomas Henriksson, Alfonso Hüppi, Vera Leutloff, Steffen Schlichter und Stef Stagel. In der One-Artist-Show werden Werke von Johannes Kares präsentiert. Darunter Skulpturen, Wandarbeiten und Zeichnungen. Die Galerie nimmt zum 11. mal in Folge an der Kunstmesse teil. Halle 2, Stand E13.

Galerie Reinhold Maas (Reutlingen)

13.02.2020 - 16.02.2020 Art Karlsruhe 2020 - Zhuang Hong Yi - One Artist Show - Halle 4 - RO4
Martina Kaiser Cologne Contemporary Art (Köln)
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Martina Kaiser Cologne Contemporary Art
Die Galerie Martina Kaiser freut sich sehr, den chinesischen Künstler Zhuang Hong Yi zum zweiten Mal mit einer One Artist Show auf der Art Karlsruhe präsentieren zu dürfen. Nach einem sehr erfolgreichen Messeauftritt im letzten Jahr liegt nun der Schwerpunkt der Präsentation auf den berühmten Tondos des Künstlers.

Die One Artist Show mit dem Titel „Diametral" setzt die berühmten Flowerbeds des gebürtigen Chinesen und Wahlniederländers in einen neuen formalen wie inhaltlichen Kontext. Denn mit dem Rundformat, das an die Tradition des Tondo in der abendländischen Kunstgeschichte anknüpft, verweist Zhuang Hong Yi auf die symbolische Vollkommenheit humaner Schöpfungskraft. Und verstärkt mit alternierenden, hypnotischen Farbverläufen und Texturcapricen einmal mehr den kinetischen Effekt seiner Bildwelten, der hier ins Unendliche zu laufen scheint.  

Ost und West, Tradition und Moderne, Disziplin und Freigeistigkeit: Der chinesische Künstler Zhuang Hong Yi vereint diese scheinbaren Gegensätze nahezu mühelos und verdichtet sie in Werken, die aufgrund ihres stark haptischen, dreidimensional anmutenden Charakters und ihrer changierenden Farbspiele weniger als Bilder denn als Wandinstallationen fungieren.
 
Die so genannten Flowerbeds – gleichsam aus der Leinwand sprießende Blütenköpfe, die mal hauchzart, mal betont pastos gehalten sind – zitieren in ihrer Materialsprache aus Reispapier, Tusche und Lack das chinesische Kunsthandwerk, oszillieren stilistisch jedoch zwischen europäischem Neo-Impressionismus und westlicher Abstraktion. Essenziell für Zhuangs Werke sind die virtuos eingearbeiteten Farbchangierungen, die beim geringsten Positionswechsel des Betrachters sofort neue Effekte und Wahrnehmungen evozieren. Damit greift Zhuang Hong Yi die Grundidee der kinetischen Kunst auf; wobei die Bewegung hier nicht vom Objekt selbst ausgeht, sondern erst durch die Aktion des Rezipienten entsteht.

„In China habe ich gelernt, meine Hände zu benutzen. Und in Europa, dass die Hände dem Kopf, der Idee folgen sollen. Das war rückblickend ein sehr guter Weg. Denn so hatte ich das Privileg, das Beste aus beiden Kulturen mitzunehmen und zu vereinen.“, sagt der Wahlniederländer Zhuang Hong Yi, der sowohl an der altehrwürdigen Hochschule der Künste Sichuan in Chongqing als auch an der renommierten Academie Minerva in Groningen studierte. In seiner Pekinger Werkstatt fertigt er mit seinem Team tausende, per Hand ausgeschnittene und einzeln gefaltete Blumen aus Reispapier, die er dann in seinem Rotterdamer Atelier mit Tusche, Lack und Acryl koloriert und zu großformatigen Arrangements komponiert. Das gipfelt in betörenden, poetischen Bildwelten, die das fulminante Ergebnis kultureller und schöpferischer Verdichtung sind. Und Zhuang Hong Yi damit einen Ausnahmestatus in der zeitgenössischen Kunst bescheren.

Einen spannenden Kontrast zu den Rundformaten bilden hoch pastose Landschaftsbilder.

Zhuang Hong Yi, geb. 1962, in Sichuan, China, lebt und arbeitet in Den Haag und Rotterdam, unterhält zudem eine Werkstatt in Peking. Seine Bilder sind in zahlreichen Privatsammlungen auf der ganzen Welt vertreten und wurden bereits in Museumsausstellungen, u.a. in Peking, Groningen, Zoetermeer sowie jüngst im Museum Ulm gezeigt. Auch auf der TEFAF Maastricht sowie der Biennale in Venedig (2013) waren seine Werke bereits zu sehen. Seine erste Einzelausstellung im Museum in Shanghai widmet ihm im Dezember 2019 die Xu-Gallery, Shanghai.

Martina Kaiser Cologne Contemporary Art (Köln)

13.02.2020 - 16.02.2020 art-KARLSRUHE 2020
Kunsthandel Hubertus H. Hoffschild (Lübeck)
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Kunsthandel Hubertus H. Hoffschild
Der Kunsthandel Hubertus Hoffschild zeigt auf der art-KARLSRUHE 2020 in einer one-artist-show neue Bilder des norddeutschen Malers Friedel Anderson und auf einem Skulpturenplatz Bronzearbeiten von Fabian Vogler.

Kunsthandel Hubertus H. Hoffschild (Lübeck)

25.01.2020 - 14.03.2020 CHEN WANG, SQUARES
GALERIE WIEDMANN (Stuttgart)
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GALERIE WIEDMANN
PRESSEMITTEILUNG
SQUARES - CHEN WANG
Mit der ersten Vernissage am 25. Januar 2020 eröffnet die Galerie Wiedmann in Stuttgart Bad Cannstatt die Ausstellung einer jungen chinesischen Künstlerin, Chen Wang. Auf den ersten Blick erinnert einen nichts an die traditionelle Chinesische Malerei und doch sind darin alte Traditionen aus der Heimat vermischt mit Impulsen aus der neuen Heimat Stuttgart.
„Der Hintergrund meiner Arbeitsreihe Squares ist in den chinesischen Schriftzeichen zu finden. Diese folgen in Größe und Form klaren Regeln und werden im Chinesischen auch ??(f?ng kuài zì) genannt.“
Wörtlich übersetzt bedeutet dies so viel wie quadratisches Stück Zeichen. Sieht man sich die Schriftzeichen genau an, wird diese Umschreibung verständlicher. Und zwar basiert jedes Zeichen im Prinzip auf einer quadratischen unsichtbaren Grundform, einem gedachten quadratischen Kästchen, welches vom jeweiligen Zeichen nicht verlassen werden darf.
„Gleichzeitig schafft diese vorgegebene Struktur in ihrem Inneren Raum, einen Rahmen, diesen in allen Ausprägungen zu füllen. So wie sich die aneinandergereihten f?ng kuài zì in ihrer Grundform gleichen, gleichen sich auch die auf die Leinwand gebrachten Squares, bei denen bewusst mit den klaren Regeln der Zeichen gebrochen wird. Und wie bei diesen enthält der Raum potenziell alles was passiert, passiert ist oder noch passieren wird.“
Die Quadrate erinnern uns an die Konformität der chinesischen Gesellschaft, und das Aufbrechen der Struktur im Bild, entspricht das nicht dem Wunsch nach Veränderung und Freiheit? Beim Malen hat sie die chinesischen Schriftzeichen vor Augen. Aber auch der Blick aus ihrem Atelierfenster auf die Betonbauten, die Einflüsse des Stuttgarter Lebens und ihre Emotionen gestalten ihre Bilder. Sie reflektieren die Großstadt. Chen Wang arbeitet auf Leinwand, Reispapier oder PVC, mit Ölfarben, Tusche, Kreide, Acryl.
Geboren wurde die Künstlerin in China, genauer Zhengzhou, der Hauptstadt der Provinz Henan. Sie gilt vielen Chinesen als Ursprungsregion der chinesischen Kultur.
„ Vielleicht hat gerade das mich auch zur Kunst geführt. Denn von meinen Eltern war dies nicht unterstützt und gewollt. Sowohl meiner Mutter, eine einfache Fabrikarbeiterin, die während der Kulturrevolution aufs Land verschickt wurde, um auf den Reisfeldern zu arbeiten, genauso wie mein Vater, der, mittlerweile in Rente zumindest die Liebe zur Musik entdeckt, fehlten jedes Verständnis dafür. Als Kind war mir eher eine andere Laufbahn vorgeschrieben, aber da meine Eltern sich irgendwann eingestehen mussten, dass meine mathematischen und naturwissenschaftlichen Fähigkeiten mehr als bescheiden waren und mein Interesse und Können beim Malen und Zeichnen unübersehbar, wurde es mir dann doch glücklicherweise gestattet Kunst zu studieren. Nach meinem Abschluss und einigen Jahren der Arbeit fühlte ich allerdings, dass ich mich auf der Stelle bewegte und nicht mehr vorwärts kam. Mir fehlte der Einfluss, der Input, von außen, eine andere Sichtweise aus einer Richtung, die ich mangels eigener Erfahrungen nicht einmal denken konnte. Ich dachte manchmal zurück an meine ersten Tage an der Kunsthochschule, als ich zum ersten Mal in meinem Leben das Musikvideo „Another Brick in the Wall“ von Pink Floyd sah, dass mich mit einem solchen Staunen zurückließ. Das war, übrigens nicht nur für mich, etwas so unglaubliches, nie vorher gesehenes, das mich Staunen ließ, was Kunst alles umfassen und möglich machen konnte. Und in diesen Momenten der Rückbesinnung fühlte ich mich plötzlich eingesperrt und isoliert zu allem was Kunst zu bieten haben musste.“
Daraus resultierte 2002 die Entscheidung nach Deutschland zu gehen, das Kunststudium fort zu setzen um diesen Input zu bekommen.
Hier öffneten sich für Chen Wang ganz neue künstlerische Welten. Hier entwickelte sie während ihres Diplomstudiums und der Meisterschule nicht nur ihre Malerei weiter, sondern fing durch die ganzen neuen Eindrücke an, auch die Performance-Kunst zu schätzen.
„Einflüsse in China auf meine Arbeit und Gedanken erhielt ich von Bada Shanren (????), einem chinesischen Maler und Kalligraf der Qing Dynastie. Dieser ist bekannt für traditionelle Landschaftsmalerei. Insbesondere haben mich seine Tuschebehandlung und -bewegung auf der Leinwand beeinflusst. Von westlicher Seite aus waren es vor allem Mark Rothko, David Hockney und Per Kirkeby.
2008 – 2010 Kunsthochschule Mainz. Studies of Fine Art in the class of Prof. Winfried Virnich (Meisterschüler)
2005 – 2008 Kunsthochschule Mainz. Studies of Fine Art in the class of Prof. Winfried Virnich (Diplom)
2003 – 2004 Alanus-Kunsthochschule Bonn Studies of Fine Art 2000 – 2002 Designerin, Beijing
1996 – 2000 Kunststudium China. Studies of Fine Art (Bachelor)
Neben einem künstlerischen Gemeinschaftsprojekt mit der Kunsthochschule Toulouse sowie einem Residenzprogramm 2013 in der Sheld Halle Tübingen folgten diverse Ausstellungen und Performances (Auszug):
[2020] „Square – Chen Wang“, Galerie Wiedmann, Stuttgart [2019] „Könnte aber doch“, Württembergischer Kunstverein, Stuttgart [2017] „Präsenz, Kritik, Utopie“ Württembergischer Kunstverein, Stuttgart [2015] „AKTIONSRAUM. Ein Raum, ein Labor, viele Aktionen“, Württembergischer Kunstverein, Stuttgart [2014] „2041. Endlosschleife“, Württembergischer Kunstverein, Stuttgart / „Projeckt Dosset Snag Performance Tage“, Stadt Galerie Villa Merkel, Esslingen [2013] „Antlitz“, Württembergischer Kunstverein, Stuttgart / „Projeckt Dosset Snag Performance Tage“, Stadt Galerie Villa Merkel, Esslingen / „Transformation des Geschehens“ Sheldhalle, Tübingen [2012] „Peinture2020Malerei“, LAC Narbonne, Sigean / „Wang Chen“, Kunstraum Bad Honnef / „Malerei2020Peinture“, Ludwig Museum Koblenz / „Duality“, Künstlerforum Bonn [2011] „Solidarität“, Künstlerhaus Stuttgart / „Verwandlung“, BBK Bad Godesberg Bonn / „Urbanes Leben“, Württembergischer Kunstverein Stuttgart / „Busperformance“, Kunsthalle Ravensburg / „Wie geht`s, Stuttgart“, Künstlerhaus Stuttgart [2009] „China zu Gast“, Galerie Thalhaus Wiesbaden [2008] „Fieber tief in den Taschen“, Schloss Waldhausen Mainz / „Farblandschaft“, Kunstakademie Mainz


GALERIE WIEDMANN (Stuttgart)

22.01.2020 - 07.03.2020 Patrick Hughes „Geometry in Motion“ – Paintings and Multiples by Patrick Hughes
Galerie Boisserée (Köln)
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Galerie Boisserée
Als Maler des Paradoxen hat sich der 1939 in Birmingham geborene englische Künstler Patrick Hughes einen internationalen Ruf erworben. Seine Arbeiten befinden sich in internationalen Sammlungen weltweit.
Anlässlich seines 80. Geburtstages widmet die Galerie Boisserée ihm erneut eine Einzelausstellung. Sie umfasst 16 auf Holz gemalte Unikate der letzten Jahre sowie eine umfangreiche Sammlung seiner Multiples – darunter zahlreiche frühe und inzwischen vergriffene Arbeiten. Zur Ausstellung erscheint ein Katalog mit über 50 farbigen Abbildungen und einem Vorwort von Peter Weibel, dem Direktor des ZKM Zentrum für Kunst und Medien Karlsruhe.
Wahrnehmung von Illusion und Wirklichkeit sowie optische Irritationen sind die zentralen Themen seiner Kunst. In illusionistischen Kompositionen konfrontiert er den Betrachter mit dem Spiel sich ständig verändernder Perspektiven. Die Mittel und Methoden erscheinen paradox – sind dabei dennoch von bestechender Konsequenz.
Der perspektivische Blick war eine der wichtigen Errungenschaften der Renaissance und hatte größten Einfluss in der Geschichte der westlichen Kunst. Das perspektivische Bild ist heute allgegenwärtig. Seine Dominanz lässt jedoch vergessen, dass es keineswegs unser natürliches Sehen abbildet. In paradoxer Weise bildet das perspektivische Bild auf einer Fläche, die in der Natur gar nicht vorkommt, den dreidimensionalen Raum ab. Der perspektivische Raum im Bild wird nur im Blick und für den Blick erzeugt, denn es gibt ihn nur auf einer Fläche, die von Hause aus nicht Raum ist und nicht Raum hat.
Patrick Hughes‘ dreidimensionale Bildobjekte sind „sich bewegende“ Bilder, die die umgekehrte Perspektive, die sogenannte reverspective, als gestalterisches Mittel einsetzen und durch sie eine neue Perspektive (einen neuen Blick) auf die Perspektive selbst werfen.
Frontal und aus der Ferne betrachtet, vermitteln die Bildobjekte zunächst den Eindruck einer Fläche. Erst aus der Nähe betrachtet, erkennt man ihre Beschaffenheit. Die desorientierende Wirkung setzt ein, sobald der Betrachter seine Position leicht verändert. Der reliefartige Bildgrund verstärkt den Eindruck der Raumtiefe und das Gesehene scheint sich mit dem vorbeigehenden Betrachter zu bewegen. Die irritierende Wirkung erzielt Hughes, indem er mit dem Effekt der optischen Täuschung arbeitet. Die räumliche Situation wird falsch eingeschätzt. Es kommt zu Wahrnehmungsirritationen.
Die bevorzugten Motive seiner Gemälde und Multiples sind Architekturansichten, wobei eine Vorliebe für Gemäldegalerien und Kombinationen von Türen und Landschaftsansichten zu erkennen ist. In Hughes‘ Werk dient die Tür ebenso als kunsthistorisches Motiv wie auch als Metapher für Erkenntnis. Die Gemäldegalerien erinnern an die Kunstkabinette früherer Zeiten. „[...], er aber entleert diese gewissermaßen, indem er sie nur mit Ikonen der modernen Kunst [...] ausstaffiert. Seine Wunderkammern stellen nicht die Welt, sondern die Kunst der Moderne aus.“1
„Alle Referenzen von Hughes – seien es kunsthistorische, von Renaissance bis Op-Art, seien es visuelle Paradoxien, von Piranesi zu Escher und Magritte, [...] dienen dem Ziel, Malerei als Erkenntnisprozess zu betreiben. Visuelles Vergnügen, retinale Reize, sinnliche Stimuli genügen Patrick Hughes so wenig wie Magritte und Duchamp. Wie seine Vorbilder Ucello und Vermeer belebt Patrick Hughes mit der Wissenschaft der Perspektive und insbesondere mit seiner von ihm entwickelten Darstellungsweise der sogenannten reverspective auch die Malerei als Wissenschaft. „Visual pleasure“ verbindet sich bei Hughes mit kognitiver Erkenntnis“. 2
Wissen ersetzt das Sehen nicht. Wir sehen die Täuschung auch dann noch, wenn wir sie bereits erkannt haben. Und selbst bei wiederholter Betrachtung sieht man sie immer wieder mit Erstaunen: die Irritation der Wahrnehmung. So zeigt sich denn, dass die Faszination am Ungewissen und der Irritation ungebrochen ist.
Die Eröffnung findet am 22. Januar 2020 um 18:30 Uhr in Anwesenheit des Künstlers statt.
Peter Weibel, Patrick Hughes. Perspektivische Kunst als Ent-Täuschung im Zeitalter von Post-Truth, in: Geometry in Motion. Paintings and Multiples by Patrick Hughes, Hrsg. Galerie Boisserée, Köln 2020
2 ebd.

Galerie Boisserée (Köln)

18.01.2020 - 29.02.2020 Maler des Lichts
Galerie Knecht und Burster (Karlsruhe)
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18.01.2020 - 29.02.2020 Dark Matter
Galerie Guido W. Baudach (Berlin)
Pressemitteilung
Galerie Guido W. Baudach
Kein Licht ohne Schatten. Nichts Sichtbares ohne Dunkelheit. Erst auf dem Schwarz der Nacht bildet sich die Helligkeit der Sterne ab. Entsprechend dunkel ist der ideale Hintergrund der lichten Dinge und Ideen. Nicht zuletzt in der Kunst. Bereits seit der Renaissance lässt die Hell-Dunkel-Kontrastierung des Chiaroscuro Farben intensiver, Räume und Figuren plastischer erscheinen. Darüber hinaus hat das Schwarz der Dunkelheit seine ganz eigene Semantik, steht es doch für das Geistige, das Immaterielle, das Geheimnisvolle in der Kunst. Schon Kasimir Malewitsch nimmt vor mehr als einhundert Jahren auf diese Metaphorik Bezug, um mit seinem Schwarzen Quadrat den absoluten Nullpunkt einer vom gegenständlichen Repräsentationszwang befreiten Moderne zu setzen.

Die Ausstellung Dark Matter (Dunkle Materie) versammelt medial unterschiedliche Einzelwerke verschiedener zeitgenössischer Künstler von Fotografie, Collage, Malerei bis hin zu Skulptur, die unter Rückgriff auf die Farbe Schwarz und ihre diversen Bedeutungszusammenhänge vielfältig konnotierte Inhalte transportieren.

So zeigt der in Potsdam lebende Bildhauer Björn Dahlem (*1974) ein ebenso rätselhaftes wie hintersinniges Objekt, das einerseits wie das Totem einer extraterrestrischen Zivilisation erscheint, andererseits aber aus nichts anderem als aus sehr irdischen Fundstücken und nicht minder profanen Alltagsmaterialien besteht, die allesamt einfach Schwarz überlackiert wurden.

Auf interstellare Gefilde verweist auch die unbetitelte Malerei des Berliner Künstlers Thomas Helbig (*1967). Wie ein Kometenschweif oder eine galaktische Wolke mutet der leuchtend helle Fleck weißer Sprühfarbe auf dunklem Öl-Grund an. Der offenkundig handgeschnitzte, schwarz lackierte Rahmen unterstreicht das gleichsam barocke Gepräge der Arbeit, eine Eigenschaft, die sie mit der Plastik von Björn Dahlem verbindet. Und hier wie dort halten sich Ernsthaftigkeit und Humor in ganz ähnlicher Form die Waage.

Die in schwarz-weiß gehaltene Computercollage Erinnerung von Markus Selg (*1974) bringt uns dagegen zurück auf die Erde, ruft sie doch als düster-mysteriös verpixeltes Dschungel-Panorama Assoziationen zu den versunkenen Stätten der Maya oder auch dem Mythos von Eldorado hervor, wenngleich die dargestellte Szenerie ihren Ursprung auch ganz woanders, vielleicht sogar in einem Traum oder in einer Vision von einer noch fernen Zukunft, haben könnte.

Der ausgestellte Silbergelatine-Handabzug des in Wien lebenden Fotokünstlers Erwin Kneihsl (*1952) wiederum erinnert ebenfalls an ein Bild aus einem dystopischen Science-Fiction, auch wenn es sich hier tatsächlich um die fotografische Inszenierung eines realen Berliner Kirchturms handelt, der durch gezielt eingesetzte Unschärfe und Überkontrastierung zur abstrahierten Bilderscheinung mutiert ist und auf diese Weise beinahe geisterhaft daherkommt.

Eine weitere Fotografie stammt von dem französischen Außenseiter Marcel Bascoulard (1913 – 1978), der über vier Jahrzehnte Selbstporträts in Frauenkleidern von sich angefertigt hat; nicht für den Kunstmarkt, aber gleichwohl, wie er selbst angab, aus einer “künstlerischen Notwendigkeit” heraus. Anfang der 1970er Jahre entstand eine Reihe von Aufnahmen, zu denen auch das ausgestellte Foto gehört, die den zu dieser Zeit bereits fast Sechzigjährigen zwar in der für ihn auch sonst typischen, unaufdringlich-sachlichen Pose mit direktem, selbstbewusstem Blick in die Kamera zeigen, dies allerdings in ungewöhnlich exzentrischen Kreationen aus dunklem Latex, was den üblicherweise gleichsam bieder und eher asexuell wirkenden Selbstporträts dieses erst unlängst entdeckten Pioniers des Transgender in der Kunst sowohl eine fetischhafte als auch eine modernistische Komponente verleiht.

Black Pattex (SA), eine zweiteilige, aus einem großformatigen Gemälde und einer gerahmten Zeichnung bestehende Arbeit des in Berlin lebenden Künstlers Thomas Zipp (*1966) erscheint als vielfältig aufgeladenes Werk mit autobiografischem Bezug. Thomas Zipp stammt aus dem südhessischen Rheintal, dessen Topografie dem niedrigen Horizont und den seichten Hügelketten in der Malerei ziemlich genau entspricht, während der von schwarzen Strahlen durchwirkte dunkle Himmel darüber auf das nahegelegene AKW Biblis, aber auch auf erste Drogenerfahrungen des Künstlers beim Klebstoffschnüffeln verweist. Das damit verbundene psychedelische Element wird noch verstärkt durch die zugehörige Papierarbeit, die auf dem fotografischen Porträt einer bekannten Psychotherapeutin der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts beruht, in deren Augen Thomas Zipp silberne Polsternägel als Pupillen gesteckt hat und aus deren Mund er einen aufgemalten schwarzen Ballon im Sinne einer stummen, dunklen Sprechblase entweichen lässt.

Im Falle des in New York lebenden Künstlers Rashid Johnson (*1977) ist die Verwendung der Farbe Schwarz grundsätzlich Teil seines praxisbezogenen Umgangs mit biografischen Narrativen, nimmt sie doch Bezug auf seine Zugehörigkeit zur afroamerikanischen Bevölkerung der USA. Zudem ist das von ihm für den Hintergrund seines ausgestellten Bildobjekts verwendete Material keine gewöhnliche Farbe, sondern ein mit Black Soap, einem ursprünglich aus Westafrika stammenden Hautpflegemittel, eingefärbter Wachs. Das Fadenkreuz, welches Johnson hier mit goldener Sprühfarbe mitten ins Zentrum des dunklen Gevierts gesprüht hat, verweist auf seine künstlerischen Anfänge in der Sprayer-Kultur. Vor allem aber ist es eine popkulturelle Hommage, greift es doch auf das Target-Logo der New Yorker Hip-Hop-Formation Public Enemy zurück und erweist den musikalischen Black-Power-Aktivisten durch dessen symbolische Vergoldung besonders eindringlich Referenz.

Auch das Time Tube (6) betitelte Werk des in Berlin lebenden Künstlers Andy Hope 1930 funktioniert referentiell, in dem es auf die bereits erwähnte Ikone der frühen Avantgarde, das Schwarze Quadrat von Kasimir Malewitsch Bezug nimmt. Die Arbeit ist ein Hybrid, ein Zwitter aus Bild und Skulptur, der die wortwörtliche Verräumlichung seines kunsthistorischen Referenzobjektes realisiert. Dabei erscheint der Time Tube in eigentümlicher Form aus der Zeit gefallen, trifft hier doch eine futuristisch anmutende Industrieholzkonstruktion mit einem darauf gestülpten antiken Bilderrahmen zusammen. Vergangenheit und Zukunft überlagern sich. Und das tiefmatte Schwarz im Inneren des Tubes öffnet den Blick für neue Sphären.

Galerie Guido W. Baudach (Berlin)

18.01.2020 - 29.02.2020 Joëlle Dubois
Thomas Rehbein Galerie (Köln)
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Thomas Rehbein Galerie
Das technische Artefakt namens Smartphone stellt mit seinem gläsernen Touchscreen die perfekte permeable Digitalmembran zwischen dem öffentlichen und privaten Raum dar. Die ständige Konnektivität der sozialen Medien verwischen diese Grenze zunehmend. Die sich stets multiplizierenden Apps auf dem Homescreen versprechen zumeist soziale Kontakte, zwischenmenschliche Kommunikation und ersehnte Nähe. Auf Dating-Apps entscheidet man im Sekundentakt durch das hastige Wischen nach links oder rechts über Attraktivität, sexuelle und lebensplanerische Kompatibilität. Über audiovisuelle Plattformdienste teilt man dagegen die inszenierte Wunschvorstellung des vereinfachten eigenen Ichs im Angesicht einer gesichtslosen Masse kritisch jede Pose und Miene evaluierender Follower. Dem allem kommt ein Konsens der Nutzer zuvor, die Einwilligung in den gegenwärtigen Tenor von zur Schau gestellter Oberfläche vor angreifbarer Tiefe.
Joëlle Dubois verhandelt in ihren Arbeiten vor allem vordergründig die Absurditäten dieses Einzugs der digitalen Welt ins Private und die damit verbundene Selbstdarstellung nach vorangegangener vermeintlicher Selbstoptimierung. Ihre zumeist weiblichen Protagonist*innen sind multiethnischer Herkunft, widersprechen oftmals den normierten Schönheitsidealen, sind - wenn überhaupt - spärlich bekleidet und wägen sich sicher in der Abgeschiedenheit einer farbenfrohen, aber uneindeutigen Welt, postdigital jenseits des öffentlichen und privaten Raums, immerzu technologisch verbunden und damit offenbart im World Wide Web.
Die neuen Werke der Künstlerin sind zudem stark von persönlichen Erinnerungen und Erfahrungen geprägt und loten die Bereiche Weiblichkeit, Fruchtbarkeit, Verlust und Sexualität aus, welche symbolisch in die Bilder eingeschrieben sind und darauf warten, dechiffriert zu werden. In den Bildnarrativen spielt der voyeuristische Blick auf intime Momente Wahrhaftigkeit vor, die Nacktheit der Figuren macht diese zutiefst verletzlich. Doch die allgegenwärtige Beschäftigung der gezeigten Personen mit dem Smartphone oder ähnlichen Tools lässt ihre Aura zwischen ignoranter Besessenheit und traurigster Apathie pulsieren.

Für die Ausstellung erprobt Dubois zudem ein weiteres Medium. Der filigran ausgearbeiteten Acrylmalerei auf Holz tritt erstmals die schnelle Linie der Tuschezeichnung entgegen. Dabei diktiert das Format des Papiers gleichsam den Inhalt: nackte, weibliche Körper, jedoch gekrümmt und in Höhe und Breite auf das Blattmaß beschränkt. Auf diesen von der Künstlerin definierten Raum gefangen und somit einzig mit sich selbst konfrontiert, stellen die Frauen mithilfe des weiterhin omnipräsenten Smartphones Fragen nach der eigenen Sexualität und wägen diese gegen die an sie gestellten unrealistischen Erwartungen der Gesellschaft ab. Die eigene Obsession mit der Technik wird hier als nützlich umfunktioniert, eine positive Lesart, die auch die Künstlerin teilt: laut eigener Aussage nutzt
auch Dubois ihr Smartphone geradezu obsessiv. Zum einen als Archiv, mit dem sie rückwärtsgewandt die eigene Biographie erkundet. Darüber hinaus eröffnet das Gerät kommunikative Möglichkeiten, auch außerhalb der eigenen Komfortzone. Mehr Wagnis denn Gefahr, gleichzeitig hier und doch überall, oberflächlich und tief zugleich. Damit ist Joëlle Dubois eine exakte Beobachterin der heutigen Gesellschaft. Und ihres Selbst.

Maurice Funken, Dezember 2019



Thomas Rehbein Galerie (Köln)

18.01.2020 - 21.03.2020 Marcus Geiger - Wenn2
Galerie Elisabeth & Klaus Thoman Wien (Wien)
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Galerie Elisabeth & Klaus Thoman Wien
MARCUS GEIGER WENN2 curated by Stefan Bidner
VIENNA January 18 – March 21, 2020

The MacGeiger of art

For decades, Marcus Geiger has produced and collected black-and-white photographs of his works, thus creating a unique kaleidoscope. The thirty-four “original copies” presented by Galerie Thoman mirror the essence of the artist’s oeuvre and grant insights into his creative process that is very much interwoven with his personality. Geiger is a precise sceptic with an equivocal intellect. At a first glance we find ourselves confronted with a traditional gallery exhibition, comprising thirty-four framed works. And already we have literally been taken in by the artist.

By designating black-and-white copies as originals, Geiger confuses the art consumer’s expectations. The idea still prevails that a copy is a sort of replacement of the original. In 1935, in his essay “Das Kunstwerk im Zeitalter seiner technischen Reproduzierbarkeit” (Engl. The Work of Art in the Age of Mechanical Reproduction), Walter Benjamin provided an explanation. The original, he claimed, was marked by its uniqueness, its aura, because it had first stood in a ritual context. From the latter it had gradually distanced itself. Its artistic value, and thus its exhibition value, had gradually come to the fore. In the process of reproducibility the observer’s gaze had accelerated and everything was heading towards a culture of diversion. Benjamin’s thesis refers to a media change from image to photograph or film. Geiger himself ignores all that by simply designating his pictures “original copies.” For the exhibition opening, the artist moreover has produced a bar, as it were, erected outside the gallery premises. Very significantly, he used pieces of waste timber he found in the gallery’s basement to build a fully functional counter, including embedded ashtrays.

The term bricolage (from French bricoler, Engl. to tinker, to fiddle), introduced into anthropology by Claude Lévi-Strauss in 1962, refers to a behaviour through which the actor (bricoleur) solves problems with the help of the resources available, instead of acquiring special means, specifically designed for the problem (cf. Wikipedia).

Classic examples of a bricoleur are the TV serial hero Angus MacGyver and the artist Marcus Geiger.

PS 1: The exhibition Marcus Geiger WENN2 celebrates a friendship between the artist Marcus Geiger and curator Stefan Bidner spanning twenty-five years.
PS 2: Special thanks to Klaus and Elisabeth Thoman.

Mag. Stefan Bidner


Marcus Geiger was born in Muri, Switzerland, in 1957. Between 1978 and 1982, he studied at the University of Fine Arts with Prof. Lois Egg in the master class for stage design. Since then, he has been living and working in Vienna. International recognition he mainly achieved through projects in urban and institutional spaces, altering their perception by laying bare suppressed, displaced or overseen connections and systems, for instance at the Manifesta 3 in Ljubljana, the Vienna Secession, the social housing project Brauerei Liesing in Vienna, or the 6th Berlin Biennale. His works have been exhibited, among other places, at Belvedere 21 in Vienna, Kunsthaus Zürich, Kunstverein München, Kunstmuseum St. Gallen, the BAWAG FOUNDATION and the Generali Foundation in Vienna. From 2010 to 2011, Geiger was visiting professor at the Academy of Fine Arts Prague.

Galerie Elisabeth & Klaus Thoman Wien (Wien)

17.01.2020 - 29.02.2020 Kunstrasen "Stencil & paint"
Neue Kunst Gallery - Michael Oess (Karlsruhe)
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Neue Kunst Gallery - Michael Oess
Kunstrasen ist ein deutscher Stencil-Künstler, der seinen Namen aus einer Wortspielerei des Begriffs `Kunstrasen` bezieht. Kunst und rasen im Sinne von schnell sein, ergeben einzel betrachtet einen anderen Sinn als das Wort Kunstrasen im eigentlichen Sinn. Einzel betrachtet und wieder zusammen gesetzt öffnet man sich jedoch einer anderen Betrachtung des Wortes. In seiner Arbeit nimmt Kunstrasen viele Fragen der modernen Kunstwelt auf, nimmt Bezug zu Authentizität, Nachahmung und Massenproduktion.
In der Nähe von Karlsruhe im Jahr 1979 geboren wuchs die Sehnsucht nach Veränderung schnell in Kunstrasen heran. Nach dem Abitur folgte ein Umzug nach Kanada mit darauffolgendem Studium in Großbritannien. Studieren und Arbeit im Design-Bereich ließen den Wunsch nach Veränderung erneut aufkommen und so wurde das lange gepflegte Hobby der Stencil-Kunst zur Berufung.
Nachdem das Leben insgesamt viele Wendungen genommen hatte lebt Kunstrasen nun wieder in seiner Heimatregion und geht seiner Kunst nach, was womöglich das ist, wonach er immer gesucht hat.

Neue Kunst Gallery - Michael Oess (Karlsruhe)

11.01.2020 - 27.03.2020 30 Jahre in focus Galerie
in focus Galerie (Köln)
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in focus Galerie
Auf mittlerweile drei Jahrzehnte erfolgreicher Tätigkeit auf dem Feld der Kunstvermittlung kann die Kölner in focus Galerie – Burkhard Arnold im Januar 2020 zurückblicken. Anfang 1990 in der Hochstadenstraße als Autorengalerie gegründet, entwickelte sich rasch ein professionell geführtes Unternehmen, das aus der Kulturlandschaft Kölns nicht mehr wegzudenken ist. Die in focus Galerie zählt heute zu den dienstältesten Fotogalerien in Deutschland mit einem internationalem Ausstellungsprogramm.

Konkret zählen „Klassiker“ der Photographie humaniste wie Willy Ronis, Édouard Boubat oder Sabine Weiss ebenso zu den von in focus vertretenen Künstlern wie Marc Riboud, Elliott Erwitt oder Thomas Hoepker als Mitglieder der Magnum-Gruppe.

Früher Höhepunkt der Galeriearbeit war mit Sicherheit die Hommage an Bruce Davidson. Neben weiteren Einzelausstellungen etwa mit Arbeiten des Hamburger Modefotografen F. C. Gundlach, dem Tschechen Jan Saudek, dem Franzosen Jeanloup Sieff, dem Schweizer René Groebli oder Lucien Clergue, bekannt auch als Mitbegründer der Rencontres d’Arles, traten immer wieder Gruppenausstellungen, die zum einen ein Thema in zum Teil kontroversen Positionen diskutierten, zum anderen Künstlern der Galerie zu einem „gesammelten“ Auftritt verhalfen. Beispielhaft genannt sei die Ausstellung von 2016, eine Hommage an Marilyn Monroe mit Fotografien von Elliott Erwitt, Edward Clark, André de Dienes, Arnold Newman, Eve Arnold und George Barris.

Mit den konzeptuellen Arbeiten von Thomas Kellner, den der Landart tangierenden temporären Installationen der Niederländerin Scarlett Hooft-Graafland oder den mit Swarovski Kristallen und Fäden bestickten Fotografien der österreichischen Künstlerin Sissi Farassat und einigen anderen zeitgenössischen Positionen sowie den „Konkreten Fotografen“ um Gottfried Jäger, Karl Martin Holzhäuser, Roger Humbert, René Mächler und Floris M. Neusüss weitete sich das Galerieprogramm ins Experimentelle: Das Lichtbild selbst wird zum Gegenstand künstlerischer Reflexion.

In der Summe eine Erfolgsgeschichte mit über 170 Ausstellungen, die ab Mitte Januar mit einer drei Jahrzehnte Galeriearbeit bilanzierenden Bilderschau gefeiert werden soll.

Begleitend erscheint ein Katalog mit über 150 Seiten mit einem Essay von Hans-Michael Koetzle (München) und einem Artikel von Burkhard Arnold „Fotografie als Kunst- und Sammelobjekt“ mit zahlreichen Abbildungen.


Eröffnung am 11. Januar 2020 von 19:00 bis 21:30 Uhr

mit einer Einführung von Hans-Michael Koetzle (freier Schriftsteller, Fotokurator und Publizist)

Ausstellung bis 27. März 2020

Öffnungszeiten: Di. - Fr. 16 – 19 Uhr, Sa 11 – 15 Uhr

(über Karneval vom 20.02.2020 bis 25.02.2020 geschlossen)

in focus Galerie (Köln)