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Pressemitteilungen
Pressemitteilungen
16.05.2020 - 16.08.2020 Goya
Fondation Beyeler (Riehen)
Pressemitteilung
Francisco-de-Goya-Retrospektive im Sommer 2020 in der Fondation Beyeler –
Einen Vorgeschmack bietet die Präsentation des Gemäldes Hexensabbat am Stand auf der diesjährigen Art
Basel.
Die Fondation Beyeler widmet Francisco de Goya eine der bisher bedeutendsten Ausstellungen ausserhalb
Spaniens. Goya ist einer der letzten grossen Hofkünstler und der erste Wegbereiter der modernen Kunst.
Die Ausstellung entsteht in Zusammenarbeit mit dem Museo Nacional del Prado in Madrid. Selten gezeigte
Gemälde aus spanischem Privatbesitz werden in der Fondation Beyeler erstmals mit Schlüsselwerken aus
renommierten europäischen und amerikanischen Museen wie auch Privatsammlungen vereint sein. Zum
Auftakt der Sommerausstellung 2020 präsentiert die Fondation Beyeler am diesjährigen Stand auf der Art
Basel Goyas eindrucksvolles und rätselhaftes Gemälde Hexensabbat (1797/98) aus dem madrilenischen
Museo Lázaro Galdiano.
Francisco de Goya (1746–1828) ist einer der grossen Wegbereiter der modernen Kunst. Sein
facettenreiches Werk, das den Freuden und dem Glanz ebenso wie den Schrecken und Abgründen der
menschlichen Existenz auf einzigartige Weise Ausdruck verleiht, übt einen kaum zu überschätzenden
Einfluss auf die Künstler des 20. und 21. Jahrhunderts aus. Zu den wichtigsten Genres und Themen in
seinen Bildern zählen allen voran die Porträts, die Mitglieder der Königsfamilie und des Hofes, aber auch
Freunde und Bekannte des Künstlers zeigen. Die Bildnisse sind in der Konzeption vielschichtig, indem sie
die Widersprüchlichkeit und komplexe Persönlichkeit der Dargestellten vor Augen führen. Hinzu kommen
Selbstbildnisse, in denen die innere Bewegtheit und Intelligenz des Künstlers auf eindringliche Weise
Gestalt erlangen. Ein gänzlich eigenständiger Motivkreis ist jener der Majas: Frauendarstellungen, die ein
ambivalentes Verhältnis zwischen Mann und Frau zu erkennen geben. In seinen Genrebildern reflektiert
Goya Begebenheiten aus dem Alltag der spanischen Gesellschaft. Dazu gehören Marktszenen und
Stierkämpfe, Banditenhöhlen, Irrenhäuser sowie Inquisitionstribunale als Orte des Machtmissbrauchs und
der Gewalt. Von ebenso grosser Bedeutung sind die Darstellungen von Hexensabbaten, in denen Goya
Abgründiges, den Aberglauben, die Unvernunft und die Alpträume seiner Zeit zur Anschauung bringt.
Die Ausstellung wird über 70 Gemälde und ein Konvolut von rund 50 meisterhaften Zeichnungen und 30
Druckgrafiken versammeln, die die Besucher zu einer Begegnung mit dem Schönen wie auch dem
Unfassbaren einladen. Sie entsteht in Kooperation mit dem Museo Nacional del Prado in Madrid. Selten zu
sehende Gemälde aus spanischem Privatbesitz werden in der Fondation Beyeler erstmals mit
Schlüsselwerken aus den renommiertesten europäischen und amerikanischen Museen und
Privatsammlungen vereint sein.
Goyas radikale Bilder wurden besonders von den modernen spanischen Künstlern verehrt, darunter Pablo
Picasso und Joan Miró. Insbesondere die Surrealisten erblickten in ihm einen Geistesverwandten. Auch für
zeitgenössische Künstler stellt Goya eine wichtige Inspirationsquelle dar. In der Reflexion über den
Menschen in einer konfliktreichen, zwischen Vernunft und Unvernunft schwankenden Welt erweisen sich
seine Bilder heute als aktueller denn je.
Die Ausstellung von Hexensabbat am Stand der Fondation Beyeler auf der Art Basel ist ein erster
Vorgeschmack dessen, was die Besucherinnen und Besucher im kommenden Jahr in Riehen erwarten
wird. Ermöglicht wird diese Vorschau auf Goya durch das leihgebende Museo Lázaro Galdiano in Madrid.
Das Museum ging aus der grosszügigen Schenkung des gesamten Erbes von José Lázaro Galdiano an den
spanischen Staat hervor. Sie umfasste 13.000 Kunstwerke, ein Palais, in dem die Objekte untergebracht
sind, die Redaktionszentrale des Verlags La España Moderna und eine Bibliothek mit 20.000 Bänden. Zu
den Höhepunkten der beeindruckenden Sammlung zählen Werke von Künstlern wie Hieronymus Bosch,
Diego Velázquez oder El Greco.

Fondation Beyeler (Riehen)

26.01.2020 - 17.05.2020 Edward Hopper
Fondation Beyeler (Riehen)
Pressemitteilung
In ihrer Frühjahrsausstellung 2020 zeigt die Fondation Beyeler Werke von Edward Hopper (1882–1967), einem der bedeutendsten amerikanischen Maler des 20. Jahrhunderts. Hopper wurde in Nyack, New York, geboren. Nach einer Ausbildung zum Illustrator studierte er bis 1906 Malerei an der New York School of Art. Neben der intensiven Beschäftigung mit deutscher, französischer und russischer Literatur boten besonders Maler wie Diego Velázquez, Francisco de Goya, Gustave Courbet und Édouard Manet dem jungen Künstler wichtige Orientierungspunkte. Obwohl Hopper lange Zeit hauptsächlich als Illustrator arbeitete, ist er heute vor allem für seine Ölgemälde bekannt, die von seinem grossen Interesse an der Farbwirkung und seiner Virtuosität in der Darstellung von Licht und Schatten zeugen. Hoppers Gemälde sind Ausdruck seines einzigartigen Blicks auf das moderne Leben: Tankstellen, Häuser, Bars, Leuchttürme und Schiffe, aber auch Innenansichten von Wohnungen, Hotels und Kinos. Die wenigen Personen, die auf seinen Werken zu sehen sind, scheinen
oftmals aus den Bildern herauszublicken, als ob das, was auf den Gemälden „passiert“, für den Betrachter gar nicht sichtbar sei. Unsichtbare Geschehnisse scheinen sich ausserhalb des Bildes zu ereignen. Den Schwerpunkt der Ausstellung in der Fondation Beyeler bilden Hoppers ikonische Darstellungen der
unendlichen Weite amerikanischer Landschaft und Stadtlandschaft. Es handelt sich dabei um ein Thema,
das bisher kaum in den Fokus von Ausstellungen zu Edward Hopper gerückt wurde, aber von zentraler Bedeutung für das Verständnis und die Rezeption seines Werks ist. Hoppers künstlerische Formensprache entwickelte sich unabhängig von populären zeitgenössischen Tendenzen. Seine charakteristische
Darstellungsweise war nicht nur für bedeutende Maler der Gegenwart wie Peter Doig von grossem Einfluss; sie stand auch in einem geradezu symbiotischen Verhältnis zum Medium Film, vor allem boten Hoppers Gemälde Inspiration für Meilensteine des Films wie Alfred Hitchcocks Der unsichtbare Dritte (1959), Wim Wenders’ Paris, Texas (1984) oder Kevin Costners Der mit dem Wolf tanzt (1990). Wim Wenders bereitet anlässlich der Museumspräsentation ein Filmprojekt zu Edward Hoppers Landschaftsbildern vor. Die Ausstellung der Fondation Beyeler umfasst Aquarelle und Ölgemälde der 1910er- bis 1960er-Jahre und gewährt damit einen umfänglichen und spannenden Einblick in den Facettenreichtum der Hopper’schen Malerei.

Fondation Beyeler (Riehen)

15.12.2019 - 15.12.2019 DA ist Kunst-Winterlicht
DA, Kunsthaus Kloster Gravenhorst (Hörstel)
Pressemitteilung
"15 Uhr DA ist Kunst - Winterlicht
16 Uhr bei Bedarf"

DA, Kunsthaus Kloster Gravenhorst (Hörstel)

06.12.2019 - 06.12.2019 Slam DA |
DA, Kunsthaus Kloster Gravenhorst (Hörstel)
Pressemitteilung
Ein literarischer Wettstreit | In Kooperation mit dem TatWort e.V. (Münster) und dem Café im DA, Kunsthaus | Beginn: 19.30 Uhr | Einlass 18.30 Uhr | Eintritt: 11 € VVK, 14 € AK

Preisverdächtige Poetry Slammer treffen im DA aufeinander und liefern sich einen wortgewandten Wettstreit. Das Publikum entscheidet wer gewinnt.

DA, Kunsthaus Kloster Gravenhorst (Hörstel)

01.12.2019 - 23.02.2020 Winterlicht | Susanne Rottenbacher
DA, Kunsthaus Kloster Gravenhorst (Hörstel)
Pressemitteilung
Lichtinstallation | Eröffnung: 01.12. um 16 Uhr | Gefördert durch die Kreissparkasse Steinfurt

Wechselnde, international arbeitende Künstler*innen interpretieren die historischen Räume mit Licht und Farbe und begeistern die Besucher in den Wintermonaten mit beeindruckenden Lichtinstallationen.

DA, Kunsthaus Kloster Gravenhorst (Hörstel)

27.10.2019 - 27.10.2019 "DA ist Kunst - Kunst in der Region"
DA, Kunsthaus Kloster Gravenhorst (Hörstel)
Pressemitteilung
"14 Uhr DA ist Kunst - Kunst in der Region
15 Uhr bei Bedarf"

DA, Kunsthaus Kloster Gravenhorst (Hörstel)

20.10.2019 - 20.10.2019 "DA ist Kunst - Kunst in der Region"
DA, Kunsthaus Kloster Gravenhorst (Hörstel)
Pressemitteilung
"14 Uhr DA ist Kunst - Kunst in der Region
15 Uhr bei Bedarf"

DA, Kunsthaus Kloster Gravenhorst (Hörstel)

12.10.2019 - 24.11.2019 Kunst in der Region - Gemeinschaftsausstellung zeitgenössischer
DA, Kunsthaus Kloster Gravenhorst (Hörstel)
Pressemitteilung
Eröffnung: 12.10. um 17.00 Uhr | Gefördert durch die Kreissparkasse Steinfurt

Die Ausstellung zeigt einen Querschnitt künstlerischen Schaffens aus der Region, informiert über Trends, Themen und Perspektiven der Kunst und lädt das Publikum zu einem spannenden Dialog ein.

DA, Kunsthaus Kloster Gravenhorst (Hörstel)

12.10.2019 - 01.01.2020 AUSBLICK! Projektstipendium KunstKommunikation 20 – Kunst zum Mitmachen und Mitdenken
DA, Kunsthaus Kloster Gravenhorst (Hörstel)
Pressemitteilung
Ausstellung der Entwürfe aus der Ideenwerkstatt | Eröffnung: 12.10. ab 17.00 Uhr

Der AUSBLICK! auf das Projektstipendium KunstKommunikation 20 zeigt die Entwürfe aller Projekte, die in einem zweistufigen Verfahren von einer Fachjury für die Ideenwerkstatt ausgewählt wurden. Darunter auch die Projekte, die 2020 im DA, Kunsthaus zur Umsetzung kommen.

DA, Kunsthaus Kloster Gravenhorst (Hörstel)

11.10.2019 - 02.02.2020 Giovanni Battista Tiepolo Der beste Maler Venedigs
Staatsgalerie Stuttgart (Stuttgart)
Pressemitteilung
Am 27. März 2020 jährt sich der Todestag von Giovanni Battista Tiepolo (1696–1770), dem wohl bedeutendsten Vertreter der Malerei des 18. Jahrhunderts in Italien, zum 250. Mal. Die Staatsgalerie ehrt den venezianischen Meister mit einer Sonderausstellung, die den hochrangigen Stuttgarter Tiepolo-Bestand im Kontext einer Auswahl internationaler Leihgaben aus Malerei, Graphik und Zeichenkunst präsentiert. Erstmals im deutschsprachigen Raum soll die Schau damit den Blick auf die gesamte Schaffenszeit Tiepolos eröffnen und anhand exemplarischer Werke die Vielfalt seiner Themen, Bildgattungen und künstlerischen Medien anschaulich machen.

Ausgangspunkt ist eine der ungewöhnlichsten Schöpfungen Tiepolos, die sich heute im Besitz der Staatsgalerie befindet: das Leinwandbild mit der »Ruhe auf der Flucht nach Ägypten«, das der Maler in seinen letzten Lebensjahren in Madrid schuf. Zwei Gemälde aus früheren Schaffensphasen sowie das bedeutende Konvolut Tiepolo-Zeichnungen ergänzen die Sammlung. Die Ausstellung versammelt weitere Gemälde aus Mythologie und Geschichte, aber auch Beispiele für die meist unterschätzten religiösen Bildfindungen. So stellt die Präsentation die virtuose Erzählkunst Tiepolos und seine ebenso elegante wie theatralische Bildsprache in den Mittelpunkt, die dennoch von hintergründigem Humor und dem Willen zur Karikatur geprägt ist. Ein besonderes Augenmerk gilt dem Stellenwert, den Tiepolo der Fantasie, der Illusion und auch der Irritation in seinen Bilderwelten einräumte.

Die Ausstellung will eine Neubewertung von Tiepolos Werk anstoßen, die seine malerische Kreativität und Imaginationskraft in den Mittelpunkt stellt und ein neues Bewusstsein für die Bedeutung des Meisters an der Zeitenwende vom Barock zur Aufklärung schafft.

Staatsgalerie Stuttgart (Stuttgart)

11.10.2019 - 02.02.2020 La Serenissima Zeichenkunst in Venedig vom 16. bis 18. Jahrhundert
Staatsgalerie Stuttgart (Stuttgart)
Pressemitteilung
Innerhalb der Kunstlandschaften Italiens kommt Venedig eine besondere Stellung zu. Die ungewöhnlichen Lichtverhältnisse in der Lagunenstadt, die vom reflektierenden Wasser umgeben ist, inspirierten nicht nur die venezianischen Maler sondern vor allem auch die Zeichner. Der Strich, oft mit der Feder ausgeführt, übernimmt die führende Rolle: Schwungvoll, vibrierend und in tänzerischer Leichtigkeit werden spielerisch hingestreute Tupfen, Linienhäkchen und Lavierung eingesetzt, um die flimmernden Effekte der einzigartigen Atmosphäre von »La Serenissima« (der »Allerdurchlauchtigsten«, wie Venedig liebevoll genannt wurde) wiederzugeben. Dabei entstehen Kompositionen mit eher sparsam eingesetztem Zeichenmaterial und viel Gespür für ausgedehnte Flächen.

Die Ausstellung präsentiert mit rund 50 Zeichnungen von über 20 Künstlern, darunter Jacopo Tintoretto (1518–1594), Paolo Veronese (1528–1588), Sebstiano Ricci (1659–1734), Giovanni Battista Piazzetta (1682–1754) und Giuseppe Bernardino Bison (1762–1844), die unterschiedlichen Facetten der Venezianischen Zeichenkunst vom 16. Jahrhundert bis zum Niedergang der Republik Venedig im 18. Jahrhundert.

Begleitend zur Großen Sonderausstellung »Tiepolo« werden so zum einen Tiepolos Entwicklung und Stellenwert innerhalb der venezianischen Künstler aufgezeigt und zum anderen Einblicke in die bedeutende Sammlung Venezianischer Zeichnungen aus dem Bestand der Graphischen Sammlung der Staatsgalerie gegeben.

Staatsgalerie Stuttgart (Stuttgart)

06.10.2019 - 26.01.2020 Resonating Spaces
Fondation Beyeler (Riehen)
Pressemitteilung
Resonating Spaces ist der Titel der diesjährigen Herbstausstellung der Fondation Beyeler. Die in der
Ausstellung präsentierten Künstlerinnen sind Leonor Antunes, Silvia Bächli, Toba Khedoori, Susan Philipsz
und Rachel Whiteread. Anstelle einer umfassenden Gruppenschau mit zahlreichen Werken legt die
Ausstellung den Fokus auf exemplarische Werke von einigen wenigen, international renommierten,
zeitgenössischen Künstlerinnen.
Die Werke dieser Künstlerinnen schaffen in sehr unterschiedlicher Form eine spezifische Qualität von
Räumlichkeit – akustisch, als Skulptur oder gezeichnet. Gemeinsam ist ihnen, dass sie zuerst eher als
Räume wirken, als dass sie als Einzelobjekte wahrgenommen werden. In ihrem Aussehen und Auftreten
erscheinen sie zurückhaltend und unaufdringlich, ihre Wirkung allerdings ist stark und kraftvoll. Diese
Werke evozieren Räume zwischen dem Erkennbaren und dem Flüchtigen. Sie schaffen Orte und
Ruhepausen, in denen die Fähigkeit des Erinnerns ausgelöst wird und Bilder und Erinnerungen lebendig
werden.

Bildnachweis:
Toba Khedoori
Ohne Titel, 2017 (Detail)
Öl auf Leinwand, 146.7 x 220.3 cm
Privatsammlung, Boston
© Toba Khedoori
Courtesy Regen Projects, Los Angeles und David Zwirner

Fondation Beyeler (Riehen)

29.09.2019 - 15.12.2019 "Bilder aus einem vergangenen Land. Fall der Berliner Mauer."
KuK - Kunst- und Kulturzentrum der StädteRegion Aachen (Monschau)
Pressemitteilung
Der Fall der Berliner Mauer, die Deutschland von 1961 bis 1989 zweiteilte, jährt sich zum 30. Mal. Das nimmt Dr. Nina Mika-Helfmeier als Kuratorin zum Anlass, exklusiv für das KuK eine Ausstellung zu konzipieren. Mithilfe und mit Materialien der langjährigen FAZ- Fotografin Barbara Klemm sowie den in Berlin ansässigen Kulturinstitutionen Ostkreuz-Agentur, Willy-Brandt-Haus und Gallery argus fotokunst als Partnern stellt sie rund 130 Fotografien so zusammen, wie sie nirgendwo anders zu sehen sein werden.

Nachdem unter dem Titel "Bilder aus einem vergangenen Land" bereits im Vorjahr das Zusammenleben in der DDR Thema war, fokussiert der zweite Teil den Schwerpunkt Mauer, deren Auswirkungen und Fall. So beschäftigen sich zum Beispiel Arbeiten von Ute und Werner Mahler damit, wie die Landschaft mit dem Bollwerk aussah. Den Aufnahmen stellt das Fotografenpaar neuere von den gleichen Stellen gegenüber. Mancherorts ist es geradezu unheimlich, wie nichts mehr an die einst schier unüberwindliche Trennlinie erinnert.

Alltagsszenen aus Berlin sind hingegen auf vielen Arbeiten von Arno Fischer zu sehen, während Harald Hauswald sich Gruppen und Neigungsgemeinschaften am Rande der Gesellschaft zuwendet, die aufgrund von Verboten nur heimlich und stets risikobehaftet existierten. Arbeitsalltag (auch) von Frauen zu DDR-Zeiten und in den Jahren rund um den Mauerfall stellt Barbara Köppe dar, während Barbara Klemm mit gutem Grund als "Foto-Chronistin der Einheit" gilt und den Abschied von der DDR hautnah begleitete.

Partner dieser Ausstellung sind "Ostkreuz - Agentur der Fotografen" (Berlin), das Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen sowie die Sparkasse Aachen.

(Fotocredit: Fall der Mauer. Brandenburger Tor, Berlin, 10. November 1989 ©Barbara Klemm)

KuK - Kunst- und Kulturzentrum der StädteRegion Aachen (Monschau)

22.09.2019 - 22.09.2019 September:))klänge 2019 – ,,Nussknacker und Mausekönig“
DA, Kunsthaus Kloster Gravenhorst (Hörstel)
Pressemitteilung
Familienkonzert mit Stipendiaten der Werner Richard – Dr. Carl Dörken Stiftung | Moderation: Winfried Fechner | Beginn: 17.00 Uhr | Eintritt: 10 €, erm. 6 € für (Kinder bis 14 Jahre), 25 € Familienkarte (2 Erw. und 2 Ki.)

Mit dieser Konzertreihe präsentiert das DA Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen klassische Musik in heiterer unterhaltsamer Form.

DA, Kunsthaus Kloster Gravenhorst (Hörstel)

13.09.2019 - 06.10.2019 Harald Herr
BBK Karlsruhe, Künstlerhaus Karlsruhe (Karlsruhe)
Pressemitteilung
Der BBK Karlsruhe zeigt in Gedenken an seinen langjährigen Vorsitzenden Harald Herr (von 1991 bis 2003) eine Einzelausstellung in der Galerie im Künstlerhaus Karlsruhe. Zu sehen sind Malerei, Zeichnung und Druckgrafik aus seinem Oeuvre, das sich u. a. mit den Themen Landschaft, Stadtansichten, Architekturmotive und Stillleben beschäftigt.
Harald Herr studierte an der Akademie der Bildenden Künste in Karlsruhe bei den Professoren Meistermann, Arnold und Baselitz. Von 1979 an arbeitete er freischaffend und war gleichzeitig kulturpolitisch im Bezirksverband Bildender Künstlerinnen und Künstler, Karlsruhe (BBK) tätig. Über ein Jahrzehnt gestaltete er als Vorsitzender des BBK die kulturellen und künstlerischen Geschicke Karlsruhes mit.

Eröffnung: Freitag, 13.09.2019, 19.00 Uhr
Begrüßung: Dietmar Israel, Vorsitzender BBK Karlsruhe e. V.
Einführung: Dr. Michael Heck
Musik: Claus Temps und Heike Bleckmann

BBK Karlsruhe, Künstlerhaus Karlsruhe (Karlsruhe)

12.09.2019 - 19.01.2020 Durch Mauern Gehen
Gropius Bau (Berlin)
Pressemitteilung
Die Ausstellung Durch Mauern gehen zeigt mit Werken von Jose Dávila, Mona Hatoum, Nadia Kaabi-Linke, Christian Odzuck, Anri Sala, Regina Silveira und weiteren Künstler*innen ein zeitgenössisches Panorama der künstlerischen Reaktionen auf von Menschen geschaffene Barrieren, Trennungen, Grenzen und Mauern. In Auseinandersetzung mit der Lage des Gropius Bau entlang der ehemaligen Berliner Mauer bietet die Ausstellung sowohl eine nationale als auch eine internationale Perspektive auf die physischen und psychischen Folgen des Zusammenlebens in gespaltenen Gesellschaften. Im Kontext des 30. Jahrestags des Berliner Mauerfalls beschreibt sie, wie Mauern Gefühle von Verletzlichkeit und Angst artikulieren und individuelle und kollektive Identitätsvorstellungen repräsentieren können.

Mit Werken von Jose Dávila, Mona Hatoum, Nadia Kaabi-Linke, Christian Odzuck, Anri Sala, Regina Silveira und weiteren.

Kuratiert von Till Fellrath und Sam Bardaouil.

Foto:
Jose Dávila, „Untitled (Allure)“, 2014. Ausstellungsansicht, „State of Rest“, OMR, 2014, Allure Marmor, Spanngurte, Ösenschrauben, 177,7 x 301,1 x 550 cm
© Enrique Macías Martínez

Gropius Bau (Berlin)

04.09.2019 - 12.01.2020 Wu Tsang: There is no nonviolent way to look at somebody
Gropius Bau (Berlin)
Pressemitteilung
Nach ihrem einjährigen Aufenthalt im Rahmen von In House: Artist in Residence eröffnet Wu Tsang im September ihre Einzelausstellung.
Die Ausstellung zeigt neben einer Auswahl bisheriger Filmarbeiten auch eine Neuproduktion. Darin geht Wu Tsang der Frage nach, wie sich Körper in gewaltsamen alltäglichen Umgebungen bewegen und ihr Überleben in normativen Gesellschaftsordnungen sichern, in denen sie als bedrohlich empfunden werden könnten. Mit ihrer hybriden Filmsprache, die gleichermaßen Fiktion und Dokumentation verbindet, entwirft Wu Tsang eine eigene Form der Choreografie, die sowohl die Bewegung der Darsteller*innen als auch der Kamera untersucht. Eine Serie von eigens für die lichtdurchfluteten Räume des Gropius Bau konzipierten farbigen Glasarbeiten lädt zu einem poetischen Nachdenken über die Spannung zwischen Transparenz und Opazität ein.

Kuratiert von Stephanie Rosenthal.

Foto: Wu Tsang, We hold where study, 2017. Zweikanal HD Video, Stereo, 19 Min. Courtesy: Roman Mensing

Gropius Bau (Berlin)

21.08.2019 - 21.08.2019 Open-Air-Kino im Innenhof | “Der wunderbare Garten der Bella Brown“ von Simon Aboud
DA, Kunsthaus Kloster Gravenhorst (Hörstel)
Pressemitteilung
“FilmSchauPlatz“ der Film- und Medienstiftung NRW | Gefördert durch: Film- und Medienstiftung NRW und Kreissparkasse Steinfurt | Eintritt frei

Magische Liebeskomödie um die schüchterne Bibliothekarin Bella Brown, die dank ihres mürrischen Nachbarn lernt, sich den eigenen Ängsten zu stellen.

DA, Kunsthaus Kloster Gravenhorst (Hörstel)

11.08.2019 - 11.08.2019 "DA ist Kunst - Sommerausstellung"
DA, Kunsthaus Kloster Gravenhorst (Hörstel)
Pressemitteilung
14 Uhr DA ist Kunst- Sommerausstellung 15 Uhr bei Bedarf

DA, Kunsthaus Kloster Gravenhorst (Hörstel)

09.08.2019 - 09.08.2019 The Man Who Talked till He Disappeared. Bani Abidi im Gespräch mit Natasha Ginwala
Gropius Bau (Berlin)
Pressemitteilung
Mit Blick auf wegweisende Arbeiten, die aktuell in der Ausstellung "They Died Laughing" zu sehen sind, sprechen die Kuratorin Natasha Ginwala und die Künstlerin Bani Abidi über Filmästhetik und künstlerische Prozesse.

Durch fiktionalisierte Berichte und Alltagsgeschichten lenkt Bani Abidi den Blick auf unbeachtete Kapitel im Leben einzelner Protagonist*innen in städtischen Regionen Pakistans. Manchmal nehmen die Charaktere in ihren Installationen ironische Rollen ein, die das Theatralische des bürokratischen Protokolls, geopolitische Spannungen und politische Machtgebärden auf den Kopf stellen. „Das Gedächtnis [ist] nicht ein Instrument zur Erkundung der Vergangenheit, [...] sondern deren Schauplatz“ (Walter Benjamin). Abidi verwendet Video als ihr Erinnerungswerkzeug und zeichnet poetisch die visuelle Archäologie der Städte nach, in denen sie gelebt hat.

Gropius Bau (Berlin)

04.08.2019 - 04.08.2019 DA ist Kunst- Sommerausstellung
DA, Kunsthaus Kloster Gravenhorst (Hörstel)
Pressemitteilung
14 Uhr DA ist Kunst- Sommerausstellung 15 Uhr bei Bedarf

DA, Kunsthaus Kloster Gravenhorst (Hörstel)

26.07.2019 - 01.12.2019 Garten der irdischen Freuden
Gropius Bau (Berlin)
Pressemitteilung
In der Ausstellung Garten der irdischen Freuden interpretieren über 20 internationale Künstler*innen das Motiv des Gartens als eine Metapher für den Zustand der Welt, um die komplexen Zusammenhänge unserer chaotischen und zunehmend prekären Gegenwart zu erforschen.

Neben der klassischen Lesart des Gartens als einem Sehnsuchtsort voll meditativer, spiritueller und philosophischer Möglichkeiten wird er in der Ausstellung als ein Ort der Dualität und des Widerspruchs begriffen: als ein Grenzbereich zwischen Realität und Fantasie, Utopie und Dystopie, Harmonie und Chaos, dem Ausgeschlossen- und dem Teilsein – ein Paradies, dem das bedrohliche Gefühl der Vertreibung innewohnt.

Durch eine Vielzahl zeitgenössischer künstlerischer Positionen verhandelt Garten der irdischen Freuden soziale, politische und ökologische Phänomene wie Migration, Klimawandel, Kolonialisierung, Globalisierung, Kapitalismus sowie Gentrifizierung und zeigt Strategien, die den Garten subversiv instrumentalisieren und so zum politischen Nährboden formen. Gleichzeitig sind Werke zu sehen, die den Garten in seiner poetisch-sinnlichen Dimension erfahrbar machen: Immersive Installationen und eine Virtual-Reality-Arbeit rufen eine intensive Naturfülle auf, verdeutlichen aber auch die Fragilität des paradiesischen Zustands.

In der Zusammenführung vom Paradiesischen und Katastrophischen zeigt sich die Ausstellung von Hieronymus Boschs Triptychon Garten der Lüste inspiriert, auf das auch der Titel Bezug nimmt. Die in der Nachfolge Boschs im Zeitraum von 1535 bis 1550 entstandene Version des Garten der Lüste, die im Gropius Bau zu sehen ist, bildet daher einen Ausgangspunkt der Ausstellung.

Mit Arbeiten von Maria Thereza Alves, Korakrit Arunanondchai, Hicham Berrada, John Cage, Tacita Dean, Nathalie Djurberg und Hans Berg, Futurefarmers, Lungiswa Gqunta, Rashid Johnson, Yayoi Kusama, Louise Lawler, Renato Leotta, Isabel Lewis, Libby Harward, Jumana Manna, Uriel Orlow, Heather Phillipson, Pipilotti Rist, Maaike Schoorel, Taro Shinoda, Zheng Bo sowie einem Gemälde aus der Bosch-Nachfolge

Kuratiert von Stephanie Rosenthal mit Clara Meister

Foto: Pipilotti Rist, Homo sapiens sapiens, 2005. Audio-Video-Installation (Videostill) © Pipilotti Rist, Courtesy: Pipilotti Rist, Hauser & Wirth und Luhring Augustine

Gropius Bau (Berlin)

26.07.2019 - 27.07.2019 Two Days of Earthly Delights
Gropius Bau (Berlin)
Pressemitteilung
Im Anschluss an die Eröffnung der Ausstellung "Garten der irdischen Freuden" findet am 26. und 27. Juli im Gropius Bau ein Veranstaltungswochenende statt, das thematische Streifzüge durch den Garten unternimmt: Artist Talks und Impulsvorträge stellen Fragen nach Paradiesvorstellungen, ökologischem Wandel und postkolonialen Zusammenhängen des Gartens. Akustische Aktivierungen, Performances und Sinnesspaziergänge machen den Garten auch sinnlich erfahrbar.

Gropius Bau (Berlin)

20.07.2019 - 19.01.2020 Tradition und Aufbruch - Nach­kriegs­kunst in Karlsruhe
Städtische Galerie Karlsruhe (Karlsruhe)
Pressemitteilung
"Tradition als Verpflichtung" - unter diesem Motto stand nicht nur die Karlsruher Kunstakademie, als sie nach schweren Kriegszerstörungen 1947 ihren Lehrbetrieb wieder aufnahm, diese Haltung kennzeichnet auch die gesamte Kunstszene der Nachkriegszeit in der Fächerstadt. Mit der Wiedereinsetzung ihrer 1933 entlassenen Professoren Karl Hubbuch und Wilhelm Schnarrenberger bzw. mit den Berufungen von Erich Heckel und Otto Laible knüpfte die Akademie an ihre eigenen Wurzeln und an anerkannte Richtungen der Klassischen Moderne an. Auch das Schaffen der hier freiberuflich tätigen Künstler blieb größtenteils einer gegenständlichfigurativen Bildsprache verbunden. Erst mit HAP Grieshaber, der 1955 als Nachfolger Heckels nach Karlsruhe kam, wurden neue Impulse wirksam. Grieshaber begeisterte seine Studierenden für die aktuellen Positionen der internationalen Avantgarde und förderte eine große Zahl junger Talente. Aus seiner Klasse ging die Neue Figuration hervor, zu deren bedeutendsten Vertretern u. a. Horst Antes und Walter Stöhrer zählen. Spannende Gegenüberstellungen individueller Positionen vermitteln einen facettenreichen Einblick in das Kunstgeschehen der Stadt zwischen Kriegsende und 1960.

Foto: Fritz Klemm, Stilleben (Doppeltisch mit Schale), 1952, Städtische Galerie Karlsruhe

Städtische Galerie Karlsruhe (Karlsruhe)

19.07.2019 - 31.08.2019 Fritz Risken "Zwischenstationen"
Kunstverein Kreis Soest e. V. (Soest)
Pressemitteilung
Marius – Julian – Ralle
Unsere Kinder?!

Als Fritz Risken zum ersten Mal 1977 nach Nepal, nach Kadmandu reist, wird die Begegnung mit den Menschen dort zum Schlüsselerlebnis für ihn, sowohl künstlerisch inspiriert als auch, oder gerade zutiefst menschlich berührt. Die Faszination bleibt unübertroffen. Sie begleitet ihn ein Leben lang, immer wieder vertieft durch viele Reisen in das Land der höchsten Berge, durch Freundschaften, Gedankenaustausch, gegenseitige Besuche, Arbeitsbesuche junger Kollegen.
Hieraus entwickelt sich für Risken ein in ihm liegender Arbeitsauftrag geht es ihm doch immer wieder um die kritische Auseinandersetzung mit der Menschheit und ihrem Umgang mit der ihr verliehenen, ihr anvertrauten Schöpfung. Die unterschiedlichen Beziehungsgeflechte der Menschen stehen stets im Zentrum seiner Betrachtung, untereinander als Individuum in der Generationenfolge, im Entwicklungsprozess vom Jugendlichen zum Erwachsenen, im ständigen Für- und Gegeneinander von Mann und Frau, der zum Erwachsenwerden strebenden Jugend mit den vorhergehenden Generationen.
2011 entstehen großformatige Portraits – schwarz-weiß verhalten – von erwachsen werdenden Jungen, bzw. jungen Männern. Nicht in der Betrachtung allein verharrend, vielmehr den Kontakt suchend stellt sich zwischen Betrachter und Porträtiertem ein Dialog ein. Körperhaltung und Augen-Blicke sprechen ihre ganz eigene Sprache, eine Herausforderung an die Welt. Auf drei übergroßen Papierbahnen präsentieren sich junge Erwachsene, jeder für sich, jeder im Moment des eigenen Seins gefangen, festgehalten.
Unsere Kinder?! – sind es tatsächlich unsere Kinder? Noch? Oder setzen sie sich von uns ab, suchen sie ihren eigenen Weg, den für uns vielleicht nicht gut zu ertragenden Weg? Was soll werden aus ihnen, was aus uns. Unsere Kinder – oder doch so fremd, dass dies eher mit einem Fragezeichen gekennzeichnet werden sollte?
Wo bleibt unser Stolz auf unsere Kinder?
Für diese Arbeiten erhält Fritz Risken 2011 den vom Kunstverein des Kreises Soest ausgelobten Simplizissimus Preis.
© Annette Werntze – Juli 2014 – Kunstmuseum Wilhelm-Morgner-Haus Soest

Kunstverein Kreis Soest e. V. (Soest)

19.07.2019 - 11.08.2019 CONNECTIONS - VERBINDUNGEN. Künstlerinnen aus Nottingham. Keramik, Textil, Schmuck
GEDOK Künstlerinnenforum Karlsruhe (Karlsruhe)
Pressemitteilung
Angewandte Kunst Art Design anlässlich 50 Jahre Städtepartnerschaft Karlsruhe - Nottingham

Vernissage am Freitag, 19.07. um 20.30 Uhr
Grußwort der Stadt: Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup
Einführung: Prof. Dr. Chris Gerbing
Musikalische Überraschung von Kammersänger Edward Gauntt

Künstlerinnen aus Nottingham:
Debbie Barber, Sarah Burton, Katie Lowe | Keramik
Jayne Childs, Laura Mabbutt | Textil (Spitze, Filz)

Künstlerinnen der GEDOK Karlsruhe:
Jutta Becker, Karin Flurer-Brünger, Christine Hitzblech | Keramik
Helga Weilacher-Stieler | Textil; Heike Utta | Zeichnung
Susanne Högner, Rose Schrade | Schmuck
Zdenka Brock | Objekte

Verbindungen gesellschaftlicher, geistiger, menschlicher und konstitutioneller Art bilden die Basis von Städtepartnerschaften. Das Interesse für andere Auffassungen, die Neugierde auf andere Herangehensweisen und das Kennenlernen von Lösungsmöglichkeiten, die man selbst nicht in Betracht gezogen hatte, das ist der Humus auf dem Städtepartnerschaften wachsen. Damit sie gedeihen und zum Blühen gebracht werden braucht es den direkten Austausch.

Die Gruppe Angewandte Kunst der GEDOK Karlsruhe lädt aus diesem Grund 5 Kolleginnen zur Ausstellung CONNECTIONS - VERBINDUNGEN ein. Die Angewandte Kunst kann Verbindungen nicht nur eindimensional darstellen, sondern dreidimensional und sogar haptisch erfahrbar machen. Bei dieser Ausstellung wird der Schwerpunkt auf den Bereichen Keramik und Textil liegen. Das gibt dem Betrachter die Möglichkeit zu erkennen, wie differenziert mit den eigentlich gleichen Grundmaterialien umgegangen wird, welche Details den einzelnen Künstlerinnen wichtig sind, welche Ausdrucksformen sie wählen und worin das Verbindende oder Divergierende besteht. Wir werden Ihnen eine spannende, aufschlussreiche Ausstellung bieten, die aufmerksamen Besucher*innen zeigen wird, mit welch optischem Vergnügen Verbindungen gepflegt werden können.

GEDOK Künstlerinnenforum Karlsruhe (Karlsruhe)

14.07.2019 - 15.09.2019 Exil am Bodensee. Die Künstler der Höri. Sommerausstellung mit Haupterwerken aus der Sammlung des
Kunstmuseum Singen (Singen)
Pressemitteilung
Eröffnung der Ausstellung: Sonntag, 14. Juli 2019, 11 Uhr

Bereits zum Klassiker avanciert sind die Sommerausstellungen des Kunstmuseums Singen, die mit Werken der Höri-Künstler der Präsentation des kunsthistorisch wertvollen Kerns der Singener Sammlung vorbehalten sind.

Das Kunstmuseum Singen, das über die vollständigste Sammlung von Werken der Höri-Künstler verfügt, zeigt zur Sommerausstellung 2019 rund 80 Arbeiten derjenigen Maler, Grafiker und Bildhauer die, nachdem sie ab 1933 als „politisch unzuverlässig“ und als „entartet“ gebrandmarkt wurden, am Bodensee und insbesondere auf der Bodenseehalbinsel Höri Zuflucht fanden vor der nationalsozialistischen Kulturpolitik und den Schrecken des Krieges. Die Ausstellung vereint Werke von Otto Dix, Erich Heckel, Max Ackermann, Curth Georg Becker, Helmuth Macke, Walter Herzger, Hans Kindermann, Hugo Erfurth, Jean Paul Schmitz und Ferdinand Macketanz u.v.a. Im Fokus der Ausstellung stehen vor allem neu für die städtische Kunstsammlung erworbene als auch kürzlich restaurierte Arbeiten, womit das Kunstmuseum die Nachhaltigkeit der Sammlung sichert und diesen Werkkomplex, der das überregionale Renommee des Kunststadt Singen ausmacht, auch für zukünftige Präsentationen erlebbar macht.

Abbildung: Kunstmuseum Singen, Emil Wachter, Singener Trilogie (Die Bibel in Gesichtern), 1982, Lithographie auf Bütten, , Foto: Kuhnle+Knödler Fotodesign, (c) Emil Wachter

Kunstmuseum Singen (Singen)

14.07.2019 - 15.09.2019 Florian Schwarz. Das Dunkel ZWISCHEN DEN STERNEN spreizt seine Flügel.
Kunstmuseum Singen (Singen)
Pressemitteilung
Er zählt längst zu den interessantesten Fotografen, die heute im Bodenseeraum arbeiten: Florian Schwarz. 1979 bei Konstanz geboren, ausgebildet an der Royal Academy of Fine Arts in Antwerpen und an der University of Edingburgh / Institute for Film & Television, seit einigen Jahren in Radolfzell-Stahringen lebend, verfolgt Florian Schwarz fotografische und filmische Langzeitprojekte auf der ganzen Welt.

Im Mittelpunkt der Ausstellung im Singener Kunstmuseum steht das seit 2014 in Arbeit befindliche fotografische und filmische Projekt deep dark_pale blue. Florian Schwarz` künstlerische Entdeckungsreise zu Sternwarten rund um den Globus verbindet den Blick in die unendlichen Tiefen des Weltalls (auf der Suche nach Planeten außerhalb unseres Sonnensystems) mit dem Nahblick auf jene Menschen und Gesellschaften, die in völlig unterschiedlichen Verhältnissen in der Nähe all dieser miteinander verbundenen Observatorien leben.
Die Ausstellung, die das Kunstmuseum Singen in Kooperation mit der Galerie Vayinger, Singen, ausrichtet, schließt die Serie von Präsentationen dieses künstlerischen Projektes ab, das in der Vergangenheit im Kunstmuseum Singen bereits zu sehen war.

Abbildung: Florian Schwarz, HAWAII part IV: N156°15? 21.6?W
Teleskop (Maui, USA), 2016 Aus der Serie "NO DEEPER BLUE", 2014-2016, Archival Pigmentprint, (c) Florian Schwarz

Kunstmuseum Singen (Singen)

14.07.2019 - 15.09.2019 Hier und Heute. Neue Kunst vom See. Gegenwartskunst aus der Sammlung des Kunstmuseums.
Kunstmuseum Singen (Singen)
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Längst hat sich das Singener Kunstmuseum auch als eines der zentralen Häuser für die zeitgenössische Kunst in der Vierländerregion Bodensee etabliert und inmitten einer vernetzten Kunstlandschaft zu einer Drehscheibe des Austausches unterschiedlichster zeitgenössischer künstlerischer Positionen sowie als lebendiger Ort zahlreicher Projekte und Initiativen ausgebildet.

Aufbauend auf seinem kunsthistorischen Sammlungsschwerpunkt hat das Kunstmuseum mit seinen Bezügen zu den Kunst-, Museums-, Galerien- und Kulturzentren in der Schweiz, Österreich aber auch darüber hinaus, eine über … Werke umfassende Sammlung von Werken der Gegenwartskunst aufgebaut. Dazu zählen beispielhaft Werke von Felix Droese, Friedmann Hahn, Markus Weggenmann, Miriam Prantl, Gerold Miller, Harald F. Müller oder Markus Daum.

Im Zentrum der Ausstellung stehen neue Werke der Gegenwartskunst im Kontext der Sammlung des Kunstmuseums Singen.

Abbildung: Kunstmuseum Singen, Foto Kuhnle+ Knödler Fotodesign, (c) Markus Weggenmann, Gerold Miller, Peter Mell, VG Bild-Kunst, Bonn 2019

Kunstmuseum Singen (Singen)

12.07.2019 - 27.10.2019 Miriam Cahn: Ich als Mensch. I as Human
Haus der Kunst (München)
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Die umfassende Werkschau zu Miriam Cahns (*1949, in Basel) Œuvre, anlässlich ihres 70. Geburtstags, umspannt fünf Jahrzehnte mit zentralen Arbeiten aller Schaffensphasen. Mit ihren frühen Filmen, Skulpturen und überlebensgroßen Kreidezeichnungen bis hin zum malerischen Hauptwerk befragt Miriam Cahn eindrucksvoll Geschlechter- und Machtkonstruktionen. Von Anfang an hat sie durch eine Politisierung des Privaten, der Frau und ihres Körpers alternative Narrative in der Bildenden Kunst forciert, die zu einer differenzierteren Wahrnehmung weiblicher Lebenswelt beigetragen haben. Die Infragestellung diskriminierender Repräsentationsmuster und deren öffentlichen Erscheinungsbildern sind auf Cahns Interesse an einer Reflexion medienvermittelter Realität zurückzuführen. Nicht nur aufgrund ihrer Familiengeschichte sind Cahn die Themen von Flucht und Vertreibung ebenso ein wichtiges Anliegen, wobei sie die Prozesse einer öffentlichen Wahrnehmung dessen thematisiert. So reflektiert sie in vielen ihrer Werkgruppen politisch aktuelle Ereignisse und deren Folgen wie den Golf- oder die Jugoslawienkriege, aber auch internationalen Terror bis hin zum Syrienkonflikt. Die farbgewaltige Malerei speist sich aus einer Darstellung des Innerlichen und übt trotz einer häufig irritierenden, bedrohlichen Doppeldeutigkeit große Anziehungskraft aus. Cahns Bildfindungen kennzeichnet ein hohes Maß an Empathie – ein Bekenntnis zur Menschlichkeit.
Miriam Cahn wurde mit Teilnahmen beispielsweise an der 14. Venedig Biennale (1984) oder jüngst bei der Documenta 14 (2017) gewürdigt. Die Ausstellung „Miriam Cahn. Ich als Mensch“ widmet sich umfassend ihren künstlerischen Strategien, die sich aus einer eindringlichen Beschäftigung mit dem Körper und körperlicher Erfahrung speisen. Anhand von über 200 Arbeiten aus allen Schaffensphasen wird das breite Spektrum ihres Wirkens und ein radikal erweitertes Malereiverständnis vorgestellt.
Die Ausstellung entsteht in Kooperation mit dem Kunstmuseum Bern und dem Museum für moderne Kunst, Warschau. Anlässlich der Ausstellung gibt das Haus der Kunst eine Publikation heraus.
Kuratiert von Jana Baumann

Haus der Kunst (München)

12.07.2019 - 01.09.2019 Klangkunstreihe SOUNDSEEING im DA
DA, Kunsthaus Kloster Gravenhorst (Hörstel)
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Klänge zum Angucken | Das münsterlandweite Klangkunstfestival | Gefördert von: Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen, Kunststiftung NRW, NRW Bank, Kulturregion Münsterland | www.soundseeing.net

12.07.19 Klanginstallationen und Objekte | Denise Ritter, Erwin Stache und Franziska Windisch | Eröffnung im Rahmen von openART: ab 18.00 Uhr (bis 01.09.) (mehr Infos umseitig)

26.07.19
Klangworkshop für alle Altersgruppen | 14.00 – 15.30 Uhr | Kinder in Begleitung Erwachsener | Anmeldung 02551 6942-00 | Eintritt: 3 €
Offene Ausstellung mit Begleitung durch den Künstler | 15.30 – 18.00 Uhr
“Hörraumkonzert“ | 18.00 – 19.00 Uhr | begrenztes Platzangebot | Eintritt frei

27.07.19
Offene Ausstellung mit Begleitung durch den Künstler | 14.00 – 15.30 Uhr
Klangworkshop ,,Hören“ für Erwachsene | 15.30 – 17.00 Uhr | Anmeldung 02551 6942-00 | Eintritt: 3 €
“Hörraumkonzert“ | 17.00 – 18.00 Uhr | begrenztes Platzangebot | Eintritt frei

24.08.19 »Der Absprung« | Klanginstallation von Paul Plamper | 18.00 Uhr | Eintritt frei (mehr Infos umseitig)

DA, Kunsthaus Kloster Gravenhorst (Hörstel)

02.07.2019 - 02.09.2019 Sammlungspräsentation "Lost in Time Like Tears in Rain", kuratiert von Sam Keller
Fondation Beyeler (Riehen)
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Die neue Sammlungsausstellung in der Fondation Beyeler begibt sich auf die Suche nach der verlorenen Zeit. Sie ist als Einladung zu einem lustvollen Spaziergang durch den Garten der modernen Kunstgeschichte konzipiert und endet in der Kunst der Gegenwart, wo sie in die Ausstellung von Rudolf Stingel überleitet, in dessen Kunst Erinnerungen und Zeitspuren gleichfalls eine zentrale Rolle spielen. Roy Lichtenstein, Girl with Tear III, 1977; Öl und Magna auf Leinwand, 117 x 101,5 cm; Fondation Beyeler, Riehen/Basel, Sammlung Beyeler; © Estate of Roy Lichtenstein / 2019, ProLitteris, Zürich / Foto: Robert Bayer

Fondation Beyeler (Riehen)

30.06.2019 - 22.09.2019 Howard Greenberg Gallery - "From Archive to History" (Deutschlandpremiere)
KuK - Kunst- und Kulturzentrum der StädteRegion Aachen (Monschau)
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30.000 Abzüge der wichtigsten Vertreter des Kunstgenres Fotografie im 20. Jahrhundert umfasst das Archiv der Howard Greenberg Gallery. Die Sammlung der 1981 – damals noch als "Photofind" – gegründeten Galerie mit Sitz in New York erstreckt sich über sämtliche kunstfotografischen Gattungen und Stile bis hin zu zeitgenössischer Fotografie. Die Ausstellung "From Archive to History" ist nun im KuK zum ersten und absehbar einzigen Mal in Deutschland zu sehen.

Sie zeigt Arbeiten von 60 Fotografen, unter ihnen Edward Steichen, Man Ray, Walker Evans, Sarah Moon und Berenice Abbott. Die Ausstellung wurde ein wenig im Stil des surrealistischen Literaturspiels "Exquisite Corpse" zusammengestellt, bei dem die Mitspieler einen Teil eines Satzes oder Bildes verantworten, ohne weitere zu kennen. In der KuK-Ausstellung sind u.a. Mode-Inszenierungen von Lillian Bassman, Horst P. Horst und Martin Munkacsi, Aufnahmen von Pariser Straßen um 1900 von Eugène Atget, ikonenhafte Porträts von Arnold Newman oderLisette Model zu sehen.

Howard Greenberg gehört zu den einflussreichsten Kunsthändlern in New York City. Für die KuK-Ausstellung stellt er etwa 130 besondere Aufnahmen aus seiner Sammlung wegweisender Fotografie zur Verfügung. Sie gewährt ungewöhnliche Einblicke in die Chronik der Fotografie des 20. Jahrhunderts.

Neben der Howard Greenberg Gallery (New York) sind auch diChroma (Madrid) und als Unterstützer EWV Partner dieser Ausstellung.

(Fotocredit: Horst P. Horst, "Mainbocher Corset", Paris, 1939 ©Horst Estate/Conde Nast)

KuK - Kunst- und Kulturzentrum der StädteRegion Aachen (Monschau)

30.06.2019 - 13.10.2019 Dietmar Henneka and Friends - Ein Bild von einem Auto (im 2-RAUM des Museum Art.Plus)
Museum Art.Plus (Donaueschingen)
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Ergänzend zur Hauptausstellung zeigt das Museum Art.Plus im 2-RAUM Arbeiten teils weltbekannter Fotografen aus den Jahren 1928 bis 2012, welche die Beziehung von Mensch und Auto in den Blick nehmen und zugleich die von Beginn an sehr enge Verbindung von Automobil und Fotografie thematisieren.

Mit dabei sind Fotoarbeiten von Dieter Eikelpoth (*1950), Elliott Erwitt (*1928, FR), Esther Haase (*1966), Peter Lindbergh (*1944), Jean-Daniel Lorieux (*1937, FR), Russell Porcas (*1961, UK), Paolo Roversi (*1947, IT), Anton Stankowski (1906-1998), Alberto Venzago (*1950, CH), Reinhart Wolf (1930-1988) u.a.

Idee, Konzept, Auswahl der Fotografien sowie eigene Foto-Arbeiten stammen von dem Stuttgarter Fotografen Dietmar Henneka (*1941).

Museum Art.Plus (Donaueschingen)

29.06.2019 - 27.10.2019 Edge of Now im Rahmen des Projekts Three Rooms
ZKM | Zentrum für Kunst und Medien (Karlsruhe)
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Gemeinsam mit dem Nam June Paik Center im su?dkoreanischen Yongin und dem CAC | Chronus Art Center Shanghai fo?rdert das ZKM junge Medi- enku?nstlerInnen. Drei ausgewa?hlte Ku?nstlerInnen, Kim Heecheon, Yang Jian und Verena Friedrich, du?rfen in den drei Medienkunstinstitutionen ihre Arbeiten vorstellen. Die erste Station der Gruppenausstellung bildet das Nam June Paik Center Korea. Weitere Stationen folgen am CAC | Chronus Art Center in Shanghai (08.11.2018–20.01.2019) sowie am ZKM | Karlsruhe (29.06.–27.10.2019).

ZKM | Zentrum für Kunst und Medien (Karlsruhe)

29.06.2019 - 13.10.2019 Für Euch! 30 Jahre Stiftung Hirsch – Kulturförderung in Karlsruhe
Staatliche Kunsthalle Karlsruhe (Karlsruhe)
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Die Kunsthalle feiert mit zehn weiteren Karlsruher Kultureinrichtungen das Jubiläum der Stiftung Hirsch mit einer vielseitigen Schau der geförderten Erwerbungen und Vorhaben.
Christa und Heinold Hirsch gründeten 1989 die gleichnamige Stiftung und bereicherten das kulturelle Leben in ihrer Heimatstadt nachhaltig. In Zusammenarbeit mit der Szenografin Juliette Israël ist eine Schau entstanden, die die Vielzahl der geförderten Projekte aus den Bereichen Kunst, Kultur, Literatur und Natur in einer Ausstellungserzählung verknüpft.

Staatliche Kunsthalle Karlsruhe (Karlsruhe)

08.06.2019 - 01.09.2019 Louise Bourgeois: Insomnia Drawings – Werke aus der Daros Collection
Fondation Beyeler (Riehen)
Pressemitteilung
Zeitlebens wurde Louise Bourgeois immer wieder von Schlaflosigkeit begleitet. Doch war die französischamerikanische
Künstlerin in den langen Nachtstunden ungemein produktiv, sodass ihre Insomnie mitunter
zu einem wichtigen Teil ihres künstlerischen Arbeitens wurde. Zwischen November 1994 und Juni 1995
entstanden insgesamt 220 Blätter mit Zeichnungen und gedichtartigen Notationen: Die Insomnia
Drawings. Mal abstrakt und geometrisch, mal realistisch und figurativ, reflektieren sie Bourgeois’
Komplizenschaft mit der Schlaflosigkeit, ihre Erinnerungen und Gedanken.
#BeyelerBourgeois


Bildnachweis:
Louise Bourgeois, Insomnia Drawing Nr. 174, 13. März 1995, Zeichenkohle, Bleistift, roter Filzstift, roter Kugelschreiber, 29,6 x 22,8 cm, Daros Collection, Schweiz, © The Easton Foundation / 2019, ProLitteris, Zürich

Fondation Beyeler (Riehen)

07.06.2019 - 20.10.2019 Weissenhof City Von Geschichte und Gegenwart der Zukunft einer Stadt
Staatsgalerie Stuttgart (Stuttgart)
Pressemitteilung
Der Prozess der Moderne und mit ihr des Bauhauses hat sich über viele Veränderungen und Orte vollzogen. Kartiert man das Bauhaus und sein globales Netzwerk, so gehört Stuttgart zu den Orten, die ihm bedeutende Impulse gegeben haben und selbst durch es beeinflusst sind.

Zum 100-jährigen Gründungsjubiläum des Bauhauses begeben sich internationale Künstlerinnen und Künstler in Zusammenarbeit mit der Staatsgalerie Stuttgart auf Suche nach Spuren des vorausschauenden Bauhauses und seiner imaginierten Zukunft, die unsere Gegenwart heute ist.

In und von Stuttgart aus setzen sich die Künstlerinnen und Künstler mit dem Bauhaus-Kosmos – Protagonistinnen und Protagonisten und das Bauhaus reflektierenden Reformerinnen und Reformer, Orten und Bauten, Archiven und Dokumenten, Geschichte(n) und Mythen – auseinander. Zentral ist die Frage, wie wir den utopischen Überschuss des Bauhauses und Universalismus der Moderne – wie sie in ihren Auswirkungen auch in Stuttgart manifest sind – für unsere Gegenwart neu denken können.

In ihren Beiträgen nehmen die Künstlerinnen und Künstler das Publikum mit auf Tour in das Museum und den Stadtraum – jenseits bekannter Pfade.

Staatsgalerie Stuttgart (Stuttgart)

07.06.2019 - 22.09.2019 Benjamin Katz. Berlin Havelhöhe, 1960/1961
Museum Ludwig (Köln)
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Benjamin Katz ist in den 1980er Jahren als Wegbegleiter der Kunst in Westdeutschland bekannt geworden. Er porträtierte Künstler*innen wie Georg Baselitz, James Lee Byars, A.R. Penck, Cindy Sherman und Rosemarie Trockel, fotografierte das Treiben der Kunstszene auf Eröffnungen oder dokumentierte das Entstehen von Großausstellungen wie Westkunst in Köln 1981, die documenta 7 in Kassel 1982 und von hier aus in Düsseldorf 1984.

Anlässlich des 80. Geburtstages von Benjamin Katz (geboren 14. Juni 1939 in Antwerpen, Belgien) wird das Museum Ludwig die noch nie gezeigte vollständige Fotoreihe Berlin Havelhöhe (1960/1961) präsentieren. Diese wurde kürzlich direkt aus dem Archiv des Künstlers erworben. Noch bevor sich Katz auch beruflich ganz der Fotografie widmete, nahm er 1960/61 während eines achtzehnmonatigen Aufenthalts im Krankenhaus Havelhöhe seine Umgebung auf. An Tuberkulose erkrankt, verbrachte er dort seine Zeit als Patient und fotografierte den Alltag: die Mitpatienten, das Krankenhauspersonal, die im Nationalsozialismus als Luftkriegsakademie errichteten Gebäude und die angrenzende Gegend. Die Fotografien stellen ein gesellschaftshistorisches, ein künstlerisches und zugleich persönliches Dokument dar, denn in den Aufnahmen sind Katz’ Anfänge als Fotograf zu entdecken. Berlin Havelhöhe vermittelt auch ein Bild des Künstlers als jungen Mann.

Direktor Yilmaz Dziewior: „Das Museum Ludwig besitzt ein großes Konvolut der Künstler*innenporträts von Katz, die über mehrere Jahrzehnte entstanden sind. Darüber hinaus befindet sich seine umfangreiche Dokumentation der Ausstellung Westkunst von 1981 in unserer Sammlung sowie Fotografien aus den Aufbauphasen vieler Ausstellungen. Umso mehr freue ich mich, dass wir mit Berlin Havelhöhe eine bedeutende frühe Serie von Katz erwerben konnten. Für das Vertrauen und dafür, dass er seine Erinnerungen mit uns teilt, möchten wir uns sehr herzlich bedanken.“

Gezeigt wird die gesamte Serie in Form von 41 in drei unterschiedlichen Größen abgezogenen Motiven sowie 318 auf DIN-A4-Bögen montierten Vintageprints. Ergänzend präsentiert das Museum Ludwig im ersten Stock als Teil der permanenten Sammlung bekannte Künstler*innenporträts von Katz, die er während seiner Atelierbesuche seit den 1980er Jahren aufnahm, unter anderem von Georg Baselitz, A.R. Penck, Gerhard Richter und Rosemarie Trockel.

Benjamin Katz. Berlin Havelhöhe, 1960/1961 ist die sechste Präsentation im Fotoraum, in dem seit 2017 wechselnde Ausschnitte der etwa 70.000 Werke umfassenden Sammlung Fotografie des Museum Ludwig gezeigt werden. Dieser Fotoraum befindet sich innerhalb der Ständigen Sammlung im zweiten Obergeschoss.

Zur Präsentation erscheint ein Katalog im Hirmer Verlag. Mit Beiträgen von Yilmaz Dziewior, Barbara Engelbach und Benjamin Katz, 160 Seiten, 73 Abbildungen, deutsch/englisch, 22 Euro (Buchhandelspreis), 20 Euro (Museumspreis)
Die Ausstellung wird gefördert durch die Dr. Becker Klinikgruppe und die Gesellschaft für Moderne Kunst am Museum Ludwig.

Kuratorin: Barbara Engelbach

Web und Social Media
Zur Ausstellung kommuniziert das Museum Ludwig auf seinen Social-Media-Kanälen mit dem Hashtag #MLxKatz
Facebook/Instagram/Twitter/Vimeo: @MuseumLudwig – www.museum-ludwig.de

Museum Ludwig (Köln)

06.06.2019 - 22.09.2019 Bani Abidi. They Died Laughing
Gropius Bau (Berlin)
Pressemitteilung
Bani Abidi ist bekannt für ihre unverwechselbare Filmästhetik, die sich mit den dunklen Absurditäten des Alltags auseinandersetzt. Die Einzelausstellung They Died Laughing eröffnet im Juni und zeigt ihre Filme und Druckerzeugnisse der letzten zehn Jahre. Bani Abidis Narrative erzählen von individuellen Erfahrungen mit komplexen Fragen des Patriotismus, die von den historischen Machtkämpfen und den geopolitischen Beziehungen zwischen den Nachbarstaaten Indien und Pakistan bestimmt werden. Auf humorvolle Art und Weise wendet sie sich in ihren frühen performativen Videoarbeiten in ironischen Rollenspielen selbst der Kamera zu und dupliziert ihr eigenes Bild, um beide Staaten und ihre Grenzpolitik zu adressieren. Später entwickelt Bani Abidi visuelle Strategien, um das gelebte Drama in Städten wie Lahore und Karachi anhand von realen und fiktiven Randfiguren und Erzählungen einzufangen. They Died Laughing ist ihre bisher umfangreichste Einzelausstellung.

Kuratiert von Natasha Ginwala.

Foto: Bani Abidi, The Distance from Here, 2010. Video, 12 Sek.

© Bani Abidi, Courtesy Bani Abidi.

Gropius Bau (Berlin)

30.05.2019 - 08.09.2019 Olivier Mosset TUTU
Museum Haus Konstruktiv (Zürich)
Pressemitteilung
kuratiert von Sabine Schaschl

Olivier Mosset (*1944 in Bern, lebt in Tucson, Arizona) zählt seit Mitte der 1960er-Jahre zu den radikalsten Vertretern einer zeitgenössischen Malerei, die das Ideal künstlerischer Originalität durch Objektivität unterwandert. Ausgehend von der Frage, was Malerei ist und wie sie funktioniert, hat er ein vielfältiges Œuvre aus monochromen und abstrakt-geometrischen Werken geschaffen, das sich jeder mystifizierenden Bedeutungszuschreibung verweigert. Seine Arbeiten waren seither in wichtigen Einzel- und Gruppenausstellungen im In- und Ausland zu sehen, 1990 konnte er die Schweiz an der Biennale in Venedig repräsentieren. Im Sommer 2019 wird sein Schaffen umfassend im Museum Haus Konstruktiv gezeigt.

Museum Haus Konstruktiv (Zürich)

30.05.2019 - 08.09.2019 Kirstine Roepstorff EX CAVE
Museum Haus Konstruktiv (Zürich)
Pressemitteilung
kuratiert von Sabine Schaschl

Dunkelheit kann vieles sein. In erster Linie ist sie ein physikalisches Phänomen, die Abwesenheit von Licht. Im Hinblick auf die menschliche Psyche aber weckt sie zahlreiche Assoziationen: Wir verbinden sie mit dem Unbewussten, dem Abgründigen, mit Gefühlen der Angst und Unsicherheit; als Metapher steht sie im Wesentlichen für das Unheimliche, das Mystische, den Tod. Dass Dunkelheit aber auch eine neue Sichtweise auf etwas Vorhandenes bewirken und ein Ausloten des Wahrnehmbaren bedeuten kann, zeigt die dänische Künstlerin Kirstine Roepstorff (*1972 in Virum, lebt und arbeitet in Kopenhagen) im Sommer 2019 im Museum Haus Konstruktiv.

Museum Haus Konstruktiv (Zürich)

29.05.2019 - 29.12.2019 Landpartien Nordschwarzwald – 4 Ausstellungen in 4 Stadtmuseen
Museum Schloss Ettlingen (Ettlingen)
Pressemitteilung
Ettlingen und das reizvolle Albtal

„Wer für das Erhabene und Schöne in der wundervollen Natur echten Sinn hat, den gereue es nimmer des friedlichen Waldtales grüne Hallen zu durchwandeln.“
Dr. Schneider über das Albtal im Jahr 1818

Das liebliche Albtal, ganz im Norden des Schwarzwaldes, zwischen Ettlingen und Bad Herrenalb gelegen, wurde im 19. Jahrhundert von Wanderern und Bildungsreisenden als lohnendes Reiseziel entdeckt. Romantische Klosterruinen, Erholung und Heilung versprechende Bade- und Luftkurorte im Grünen lockten die Reisenden an. Der frühe Ausbau einer breiten Talstrecke für Postkutschen und schließlich 1898 die Errichtung einer Bahnlinie von Karlsruhe über Ettlingen nach Herrenalb, schufen die verkehrstechnische Infrastruktur, um die Sommerfrischler bequem ans Ziel zu bringen.

Die Ausstellung im Museum Ettlingen nimmt die Entwicklung des Reisens in das Albtal und nach Ettlingen in der Zeit von 1800 bis 1960 in den Fokus. Sie zeigt, wie und womit man sich vor 200 Jahren auf den Weg machte, welche Reiseutensilien benötigt wurden und wo man wohnte oder übernachtete. Sie zeigt die touristische Entwicklung auf von dem nach Ruhe und unberührter Natur suchenden städtischen Bürger der Romantik bis zum Tagestouristen, den in den 1950er Jahren die Kirschblüten und guten Ausflugslokale nach Ettlingen lockten.

In der Ausstellung berichten etliche Reiseutensilien, Reiseführer und -berichte, Gemälde, Grafiken, Modelle von Kutschen, Souvenirs wie eine große Anzahl Ansichtskarten, mit Sehenswürdigkeiten, schönen Spazierwegen und schicken Promenaden, die in alle Welt verschickt wurden, vom großen und dem kleinen Glück des „Unterwegs-Seins“. Reisen Sie mit!

Museum Schloss Ettlingen (Ettlingen)

28.05.2019 - 01.09.2019 Ai Weiwei
Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen K21 Ständehaus (Düsseldorf)
Pressemitteilung
„Everything is art. Everything is politics“, so brachte der international bekannte Gegenwartskünstler Ai Weiwei das Grundprinzip seiner Arbeitsweise auf den Punkt. Dieses Motto „Alles ist Kunst, alles ist Politik“ ist auch Leitmotiv seiner bisher größten Ausstellung in Europa, die die Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen gleichzeitig im K20 und im K21 zeigt.

Raumfüllende Arbeiten und großflächige Bildtapeten aus den vergangenen vier Jahrzehnten verwandeln die Museumsräume in dichte, begehbare Installationen, in denen die Widersprüche unserer Gegenwart plastisch werden.

Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen K21 Ständehaus (Düsseldorf)

18.05.2019 - 22.09.2019 TOP_0019 Meis­ter­schü­ler*in­nen und die Sammlung der Städti­schen Galerie ­Karls­ruhe im Dialog
Städtische Galerie Karlsruhe (Karlsruhe)
Pressemitteilung
Mit einem außergewöhnlichen Konzept präsentieren sich die aktuellen Meisterschülerinnen und Meisterschüler der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Karlsruhe in der Städtischen Galerie Karlsruhe. Die insgesamt 28 Absolventinnen und Absolventen zeigen erstmals ihre neuesten Arbeiten nicht in Form einer Gruppenschau, sondern im Kontext der Dauerausstellung der Städtischen Galerie. Auf diese Weise treten die jungen Künstlerinnen und Künstler u. a. auch in einen Dialog mit der künstlerischen Tradition der Kunstakademie Karlsruhe. Dieser wiederum bildet einen besonderen Schwerpunkt im Ausstellungs- und Erwerbungsprogramm der Städtischen Galerie. Hinzu kommt die Beschäftigung mit der deutschen Kunst nach 1945, auf die das Museum auch mit der Einbeziehung der renommierten Sammlung Garnatz einen weiteren Fokus richtet.

Die Ausstellung wird mit Unterstützung der Professorinnen Ulla von Brandenburg und Julia Müller sowie in Abstimmung mit den Kuratorinnen der Städtischen Galerie gemeinsam erarbeitet. Die Meisterschülerinnen und Meisterschüler suchen sich ihren Platz in der Präsentation und stellen ihre Position mit jeweils wenigen, pointiert ausgewählten Arbeiten in den vorgegebenen Sammlungszusammenhang. Sie bedienen sich dabei den vielfältigen Ausdrucksformen der zeitgenössischen Kunst von der Malerei, Bildhauerei, Zeichnung und Grafik bis hin zu Videokunst und Performance.

Die Er­nen­nung zum »Meis­ter­schü­ler« ist eine persön­li­che ­Aus­zeich­nung, die ausge­wähl­ten Absol­vent*in­nen der Staat­li­chen ­Aka­de­mie der Bildenden Künste Karlsruhe durch ihre Profes­so­rin o­der ihren Professor verliehen wird. Meister­schü­ler dürfen ein wei­te­res Jahr an der Akademie studieren, erhalten einen Ate­lier­platz und genießen auch sonst alle Leistungen wie etwa die Betreuung durch das Lehrer­kol­le­gium oder den Zugang zu den zahl­rei­chen Werkstät­ten der Hochschule. Das in seiner Weise ein­zig­ar­tige Meister­schü­ler-Projekt der Karlsruher Akade­mie um­fasst auch eine Ausstel­lung mit aktuellen Werken der Ab­sol­ven­ten, die jedes Jahr in einer anderen angese­he­nen ­Kuns­t­in­sti­tu­tion des Landes Baden-Württem­berg zu Gast ist. 2012 fand die Präsen­ta­tion zum ersten Mal in der Städti­schen Galerie ­Karls­ruhe statt. Sieben Jahre später wird die Meis­ter­schü­ler-Ausstel­lung wieder in den Räumen des Museums ein­ge­rich­tet - nun mit einem ganz neuen, bislang noch nie rea­li­sier­ten Konzept: Die Arbeiten der etwa 30 Meis­ter­schü­ler*in­nen sind im Kontext der Dauer­aus­stel­lun­gen im ersten und zweiten Oberge­schoss zu sehen und treten in einen ­span­nen­den Dialog mit der künst­le­ri­schen Tradition seit Gründung ­der Kunst­aka­de­mie Karlsruhe.

Foto: Johann S: Delphi, 2018

Städtische Galerie Karlsruhe (Karlsruhe)

18.05.2019 - 11.08.2019 Kunstformen der Natur. Zum 100. Todestag von Ernst Haeckel. Mark Dion, Jochen Lempert, Eva-Maria S
Kunstsammlung Jena (Jena)
Pressemitteilung
Der 100. Todestag des Zoologen und Philosophen Ernst Haeckel (1834-1919) ist für die Kunstsammlung Jena Anlass einen Blick auf künstlerische Positionen zu werfen, die sich Darstellungen von Natur widmen. Mit seinen von 1899 bis 1904 in mehreren Heften herausgegebenen „Kunstformen der Natur“, die bereits kurz nach Erscheinen in keinem bildungsbürgerlichen Haushalt fehlen durften, verbildlicht Haeckel den Monismus, nach dem Gott in jedem Atom und somit in jedem Geschöpf waltet. Wenn er Radiolarien, also Strahlentierchen, wie Skulpturen von perfekter Symmetrie inszeniert, zeigt er, dass Natur in hohem Maße auch Kultur ist. Damit gelingt ihm die Verbindung zwischen Kunst und Natur, die nachfolgende Künstler dankend aufgenommen haben. Anhand einiger zeitgenössischer künstlerischer Positionen aus der Sammlung Opitz-Hoffmann soll die Aktualität von Haeckels Anspruch untersucht werden, mit Darstellungen von Natur gleichsam den größten Künstler sichtbar zu machen. Neben Originalzeichnungen und Lithografien aus Haeckels bekanntestem Werk sind in der Ausstellung Arbeiten von Mark Dion, Jochen Lempert, Eva-Maria Schön, Nora Schattauer und Robert Seidel zu sehen.

Kunstsammlung Jena (Jena)

17.05.2019 - 15.09.2019 Goethe Verwandlung der Welt
Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland (Bonn)
Pressemitteilung
Johann Wolfgang Goethe ist der weltweit bekannteste Dichter deutscher Sprache. Bereits zu Lebzeiten erstreckte sich sein Ruhm auf ganz Europa. Seine literarischen Werke wurden in unzählige Sprachen übersetzt und Figuren wie Werther oder Faust eroberten alle Kunstgattungen und sämtliche Sparten der Populärkultur. Wie kein zweiter Dichter seiner Zeit hat Goethe jene Veränderungen reflektiert, die um 1800 die politischen, ökonomischen und kulturellen Fundamente Europas erschütterten. Er war aber nicht nur ein kritischer Beobachter der anbrechenden Moderne, sondern zugleich ein äußerst wandlungsfähiger Künstler, der bis heute Schriftsteller, Maler und Bildhauer sowie Komponisten, Fotografen und Filmregisseure inspiriert hat.

"«Die Kunst ist eine Vermittlerin des Unaussprechlichen.»"
Johann Wolfgang Goethe

Die erste große Goethe-Ausstellung seit 25 Jahren veranschaulicht sein Werk und seine Biografie im Horizont der frühen Moderne sowie die einzigartige Rezeptionsgeschichte seines Wirkens. Neben Malerei, Skulptur, Grafik und Fotografie werden auch Theater, Film und Musik eine wichtige Rolle spielen. Die groß angelegte Schau versammelt ca. 250 Leihgaben aus öffentlichen und privaten Sammlungen weltweit. Mit Werken von Caspar David Friedrich, Auguste Rodin, William Turner und Angelika Kauffmann über Piet Mondrian und Paul Klee bis hin zu Cy Twombly, Andy Warhol, Barbara Klemm und Ólafur Elíasson reicht die Perspektive der Ausstellung vom späten 18./frühen 19. Jahrhundert bis in unsere heutige Zeit. Die wechselvolle Rezeptionsgeschichte seines Werks wie auch seiner Person bildet einen wichtigen Ausgangspunkt für Fragen nach der Aktualität Goethes, der diese Ausstellung nachgeht.

Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland (Bonn)

16.05.2019 - 13.10.2019 Kunst Kosmos Oberrhein
Museum für Aktuelle Kunst – Sammlung Hurrle Durbach (Durbach)
Pressemitteilung
Neue Ausstellung:
Kunst Kosmos Oberrhein
im Museum für Aktuelle Kunst in Durbach
vom 16. Mai bis 13. Oktober 2019

Vom 16.5.2019 bis 13.10.2019 widmet sich die große Wechselausstellung im Museum für Aktuelle Kunst in Durbach bei Offenburg unter dem Titel „Kunst Kosmos Oberrhein“ ganz den Arbeiten von Künstlern der trinationalen Region.
Die Schweiz, Frankreich und Deutschland teilen sich die Oberrheinregion, die ein reiches kulturelles Erbe, aber auch eine überaus lebendige zeitgenössische Kunstszene vorzuweisen hat. Ihre Bewohner haben gemeinsame Wurzeln, und trotz der wechselvollen Geschichte haben kosmopolitisch-europäisch denkende Menschen über alle Grenzen hinweg immer wieder gemeinsame Projekte initiiert, haben zusammen gearbeitet und sind kreativ tätig geworden.
Die große Ausstellung würdigt die vielfältige Kunstlandschaft des Oberrheins und begibt sich auf Spurensuche nach dem Verbindenden und den Gemeinsamkeiten, aber auch den Eigenheiten ihrer Vertreter.

Der Rhein bildet eine natürliche Grenze zwischen Deutschland und Frankreich, verbindet aber zugleich als Wasserstraße die Region mit dem Rest der Welt. Die Kulturen an seinen Ufern sind einander verwandt, teilen Mythen und Traditionen und blicken zugleich auch auf eine zerrissene, konfliktreiche Geschichte zurück. All dies prägt die Kunst auf französischer, deutscher und Schweizer Seite seit Jahrhunderten bis heute – Tradition steht neben den Einflüssen von außen, die Region war stets der Welt zugewandt, und das spiegelt sich auch in der künstlerischen Vielfalt.

In dem Bewusstsein, nicht alle Aspekte beleuchten, nicht alle Künstler zeigen zu können, widmet sich die Ausstellung mit über 100 Arbeiten der Bandbreite der Kunst am Oberrhein von konzeptueller Kunst über informelle Ansätze, konkrete Kunst bis hin zur figurativen Kunst in all ihren Spielarten. Dabei sorgt insbesondere der Blick über die Grenze immer wieder für Neuentdeckungen und überraschende Parallelen. Immer wieder gab und gibt es auch gemeinsame grenzübergreifende Projekte und Künstler wie Tomi Ungerer, der sich besonders für eine ästhetische und künstlerische Verbindung eingesetzt hat und dem eine kleine Schau im Kabinett gewidmet ist. Zugleich erhält der Freiburger Maler Bert Jäger im Rahmen der Reihe „Profile in der Kunst am Oberrhein“ eine Sonderschau anlässlich seines 100. Geburtstags, dessen Werk stark von der französischen Avantgarde, von Informel und Abstraktem Expressionismus geprägt ist.

Museum für Aktuelle Kunst – Sammlung Hurrle Durbach (Durbach)

11.05.2019 - 11.08.2019 Gegenspieler. Zwei Fotoprojekte von Erasmus Schröter
Kunstsammlung Jena (Jena)
Pressemitteilung
Erasmus Schröter ist 1956 in Leipzig geboren, wo er an der Hochschule für Grafik und Buchkunst studiert. 1985 verlässt er zusammen mit seiner Frau, der Malerin Annette Schröter, die DDR, übersiedelt nach Hamburg und fotografiert dort für Zeitschriften wie den Stern. Seit 1997 lebt und arbeitet er wieder in Leipzig. Bekanntheit erlangt er mit der Serie „Bunker“, in der er verfallene Bunker an der Atlantikküste mit grellen Lichteffekten in Szene setzt. In der Ausstellung „Gegenspieler“, die ab 11. Mai in der Kunstsammlung zu sehen ist, treffen nun zwei Fotoprojekte Schröters aufeinander: Die Serie der „Komparsen“ zeigt Frauen und Männer mit ernstem, in die Ferne gerichteten Blick vor trister Kulisse. Dem gegenüber setzt Schröter Fotografien von Teilnehmern des Wave-Gotik-Treffens in Leipzig, die mit ihren außergewöhnlichen Aussehen die Geschlechtergrenzen hinterfragen. Trotz des gesetzten Kontrastpunktes zwischen den stark geschminkten und kostümierten Männern und den eher unauffälligen Komparsen offenbart sich dem Betrachter bei beiden Fotoserien die Inszenierung, das Rollenspiel der Porträtierten.

Kunstsammlung Jena (Jena)

04.05.2019 - 11.08.2019 Fiona Tan. GAAF
Museum Ludwig (Köln)
Pressemitteilung
International agierende Künstler*innen entdecken Kölner Archive – das ist die Idee des Residency-Programms „Artist Meets Archive“ der Internationalen Photoszene Köln im Rahmen ihres Festivals 2019. Als Kooperationspartner luden sechs Institutionen je eine*n Künstler*in ein, aus der Sammlung heraus ein Projekt zu entwickeln. Die Institutionen sind, neben dem Museum Ludwig, das Kölnische Stadtmuseum, das Museum für Angewandte Kunst Köln, das Rautenstrauch-Joest-Museum, das Rheinische Bildarchiv und die Photographische Sammlung/SK Stiftung Kultur.

Das Museum Ludwig hat die Künstlerin und Filmemacherin Fiona Tan (*1966 in Pekanbaru/ Indonesien, lebt in Amsterdam) eingeladen, eine Ausstellung auf der Grundlage der Sammlung Fotografie des Museums zu entwickeln. Fiona Tans Werk kreist um Fragen von Zeit, Identität und Erinnerung. Das Archiv als Zeitkapsel hat bereits in vergangenen Projekten eine Rolle in ihrer künstlerischen Strategie der Recherche und Klassifikation gespielt.

Ausgangspunkt der Ausstellung Fiona Tan. GAAF ist das Agfacolor Werbearchiv – mehrere tausend 6x6-Farbnegative und Fotografien, aufgenommen zwischen 1952 und 1968. Dieses Archiv bildete für das Unternehmen Agfa einen Fundus für Werbeschriften, Broschüren, Ausstellungen und die Zeitschrift Agfa Photoblätter. Als Tan das nahezu vergessene und seit vierzig Jahren in Kisten verpackt im Depot schlummernde Archiv im Museum Ludwig entdeckte, wuchs ihr Interesse für das Paradox, das in diesen Bildern liegt: Man sieht inszenierte und idealisierte Models, die für Profifotograf*innen posieren, Szenen, die jedoch spontan und authentisch wirken sollen, als seien sie von Amateur*innen aufgenommen. „Diese Aufnahmen lassen mich über Pose, über Künstlichkeit versus Spontaneität und Authentizität nachdenken“, sagt Fiona Tan. Die Künstlerin holt diese Bilder erstmals in einen Ausstellungsraum.

Das niederländische Wort „gaaf“ – ein Anagramm, also eine Neuordnung der Buchstaben von Agfa – bedeutet „astrein“ oder „makellos“. Fiona Tan konzentriert sich in ihrer Auswahl auf das Bild und die Rolle der Frauen, wie sie in diesen Aufnahmen dargestellt sind. Sie macht dabei auf den Kontrast zwischen Ideal und Wirklichkeit aufmerksam, der Wirklichkeit der Wiederaufbaujahre im Nachkriegsdeutschland. Indem sie Fantasie und Realität, Berufs- und Schnappschussfotografie, Farbe und Schwarzweiß einander gegenüberstellt, konfrontiert Tan dieses Werbearchiv mit dokumentarischen Aufnahmen desselben Zeitraums aus der Sammlung des Museum Ludwig – u. a. von Chargesheimer und Heinz Held – sowie mit einer Auswahl ihrer eigenen Werke zum Thema Porträt. Tans Arbeit Vox Populi London (2012) präsentiert den informellen Schnappschuss, ein spielerisches Gruppenporträt einer Metropole, während Tan in Linnaeus’ Flower Clock (1998) über das Wesen der Zeit reflektiert. Die sechsteilige Installation Provenance (2008) stellt die Frage, ob es möglich ist, einen Film in derselben Weise zu betrachten wie ein gemaltes Porträt, wobei sie die Grenze zwischen Bewegung und Ruhe, Fotografie und Film absichtlich aufhebt.

Direktor Yilmaz Dziewior: „Ich freue mich sehr, dass Fiona Tan mit ihrem künstlerischen Blick eine ganz neue Perspektive auf die Fotosammlung des Museum Ludwig eröffnet. Denn für unsere Institution ist die permanente Sammlung von zentraler Bedeutung und es ist besonders aufschlussreich wie Künstler*innen sich diesem Fundus annähern. “

Die Ausstellung wird begleitet von einem Künstlerbuch mit einem Essay der Künstlerin sowie einem von Fiona Tan kuratierten Filmprogramm und Vorträgen.

Fiona Tan. GAAF, Deutsch/Englisch, mit einem Vorwort von Yilmaz Dziewior und einem Essay von Fiona Tan, Verlag der Buchhandlung Walther König, Köln, 80 Seiten, 145 Farbabbildungen, 16,80 EUR (Buchhandelspreis), 14 EUR (Museumspreis)
Die Ausstellung wird großzügig gefördert durch den Mondriaan Fund, das Königreich der Niederlande sowie Russmedia.

Ausstellungskuratorin: Fiona Tan
Kuratorin Sammlung Fotografie: Miriam Szwast (ehemals Halwani)

Museum Ludwig (Köln)