Language

Ausstellungen Museen

Pressemitteilungen
Pressemitteilungen
08.12.2017 - 02.04.2018 Der Meister von Meßkirch Katholische Pracht in der Reformationszeit
Staatsgalerie Stuttgart (Stuttgart)
Pressemitteilung
Im Reformationsjahr 2017 widmet die Staatsgalerie Stuttgart dem Meister von Meßkirch erstmals eine umfassende monografische Ausstellung.
Der Meister von Meßkirch gehört zu den bedeutendsten Malern der frühen Neuzeit. Obwohl sich der ausschließlich im oberschwäbischen Raum tätige Künstler als historisch verbürgte Person bis heute nicht sicher fassen lässt, ist sein Rang als herausragender Kolorist seit langem unbestritten. Seine Altarbilder beanspruchen auch deshalb hohes historisches Interesse, da sie – entgegen der sich in Württemberg fast flächendeckend durchsetzenden Reformation – das regionale Festhalten am altgläubigen Bekenntnis dokumentieren. Von den frühen Porträts, Epitaphien und Hausaltären bis hin zu seinen im Auftrag der Grafen von Zimmern geschaffenen Altarbildern der 1530er-Jahre erschließt sich so ein Werk von unverwechselbarer Eigenart. Charakteristisch ist auch die Verbindung altertümlicher Elemente und fortschrittlicher Bildideen der Renaissance. Ein Großteil seiner heute verstreut in Museen und Privatsammlungen Europas und der USA befindlichen Tafelbilder und Zeichnungen sind in der Ausstellung vereint zu sehen. Sie werden in aufschlussreichen Gegenüberstellungen mit annähernd zeitgleich entstandenen Werken protestantischer Ausrichtung präsentiert. So wird ein differenzierter Eindruck von den künstlerischen Ausdrucksformen im Zeitalter der Reformation vermittelt.

Staatsgalerie Stuttgart (Stuttgart)

17.11.2017 - 18.02.2018 Rausch, Wonne und Verglühen Die Zukunft der Sammlung Frank Brabant
Staatliches Museum Schwerin / Ludwigslust / Güstrow (Schwerin)
Pressemitteilung
Ausstellung in der Galerie Alte & Neue Meister Schwerin

Frank Brabant, der in Schwerin geboren und aufgewachsen ist und sich später in Wiesbaden eine Existenz als erfolgreicher Geschäftsmann aufbaute, hat im Laufe seines Lebens eine beachtliche Kunstsammlung zusammengetragen. Die Sammlung umfasst das ganze 20. Jahrhundert angefangen von Bonnard und Toulouse-Lautrec bis zu Penck und Lüpertz, der Schwerpunkt liegt aber bei Werken des Expressionismus und der Neue Sachlichkeit.

Angefangen hat alles mit einem Holzschnitt von Max Pechstein, den Frank Brabant sich von dem Geld kaufte, das er eigentlich für seinen ersten VW-Käfer gespart hatte. Später kamen Werke von Alexej von Jawlensky, Ernst Ludwig Kirchner, August Macke Georg Tappert, Emil Nolde, Otto Dix, Max Beckmann und viele anderen hinzu. Über 500 Werke umfasst die Sammlung heute. Neben den „großen Namen“ sind viele Maler der „Verschollenen Generation“ vertreten – Künstler, die in der Nazizeit verfemt wurden und nach dem Krieg nicht mehr an frühere Erfolge anknüpfen konnten. Die Bilder spiegeln in vielen Fällen die sozialen Missstände in der Weimarer Republik und geben zugleich einen Überblick über das damalige Kunstgeschehen.

Frank Brabant will seine Kunstsammlung nach seinem Tod je zur Hälfte dem Museum Wiesbaden und der Galerie Alte & Neue Meister des Staatlichen Museums Schwerin schenken. Die Ausstellung zeigt heute schon die Werke, die die Sammlung des Schweriner Museums in Zukunft ergänzen werden. Bisher besitzt das Museum nur wenige Werke, die dem Expressionismus oder der Neue Sachlichkeit zu zurechnen sind, insofern schließt diese Schenkung eine Lücke. Besonders augenfällig wird die Bedeutung der Stiftung für die Sammlung des Museums an einem Gemälde von Heinrich Ehmsen. Bei dem Werk in der Sammlung Brabant handelt es sich um die Vorstudie zu dem Gemälde Der Angler von Cassis, das sich bereits seit 1968(?) im Bestand des Staatlichen Museums befindet.

Auch das Museum Wiesbaden stellt in einer Ausstellung im Sommer 2018 seinen Teil der Sammlung vor. Zu beiden Ausstellungen erscheint ein gemeinsamer Katalog, der die Sammlung Frank Brabant noch einmal als Ganzes würdigt. Anhand der Sammlung wird hier nicht nur die Kunst des Expressionismus und der Neuen Sachlichkeit, sondern auch die Vernetzung der Künstler und Gruppierungen untereinander vorgestellt.

Staatliches Museum Schwerin / Ludwigslust / Güstrow (Schwerin)

07.10.2017 - 07.01.2018 Land in Sicht Die Kunstankäufe des Landes Mecklenburg-Vorpommern 2015/2016
Staatliches Museum Schwerin / Ludwigslust / Güstrow (Schwerin)
Pressemitteilung
Ausstellungstermin nur voraussichtlich!!
Aktuelle Informationen unter: https://www.museum-schwerin.de/ausstellungen/vorschau/

Ausstellung auf Schloss Güstrow

Das Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur und das Staatliche Museum Schwerin?/?Ludwigslust?/?Güstrow präsentieren gemeinsam die Neuerwerbungen für die Kunstsammlung des Landes Mecklenburg-Vorpommern. In den Ateliers von 14 Künstlern wurden insgesamt 79 Arbeiten aus unterschiedlichen Gattungen und von großer stilistischer Bandbreite zusammengetragen: Malerei, Druckgrafik, Zeichnungen, Objekte, Fotoarbeiten und Videokunst von Martha Damus, Jacqueline Duhr, Friedrich Wilhelm Fretwurst, Jörg Hamann, Lars Lehmann, Annette Leyener, Margret Middell, Marcus Schramm, Holger Stark, Wolfgang Tietze, Iris Thürmer, Sven Ochsenreither, Matthias Wegehaupt und Marc Wiesel.

Staatliches Museum Schwerin / Ludwigslust / Güstrow (Schwerin)

02.09.2017 - 14.01.2018 Wenzel Hablik – Expressionistische Utopien
Martin-Gropius-Bau Berlin (Berlin)
Pressemitteilung
Malerei, Zeichnungen, Architektur
Wiederentdeckte Moderne II

Utopische Architekturentwürfe, expressionistisches Interieur, fantastische Farbwelten – all dies ist nur ein Teil des Werkes von Wenzel Hablik (1881–1934), der sich als Universalkünstler dem Gesamtkunstwerk verschrieb. Hablik gilt als einer der wichtigen Vertreter der deutschen expressionistischen Architektur- und Gestaltungsavantgarde. Scheinen die Wege der Kunst der Moderne weitgehend erforscht, so bietet sein Werk immer noch Überraschendes. Im Fokus der Berliner Ausstellung stehen seine Architekturvisionen und sein 1923 farbig gestaltetes Meisterwerk eines Raumkonzepts als Rekonstruktion. Sie werden durch die Präsentation von Malerei und Design ergänzt, denn erst in der Kombination wird der Grundgedanke des Gesamtkunstwerkes, wie Hablik es verfolgte, nachvollziehbar. Es ist die erste umfassende Einzelausstellung seines Werkes in Berlin.

Foto: Freitragende Kuppel, 1919. Aquarell, Farbstift, Bleistift, 64,9 x 50 cm
© Wenzel-Hablik-Stiftung, Itzehoe

Martin-Gropius-Bau Berlin (Berlin)

14.07.2017 - 05.11.2017 The Great Graphic Boom Amerikanische Graphik 1960–1990
Staatsgalerie Stuttgart (Stuttgart)
Pressemitteilung
In Kooperation mit dem National Museum Oslo präsentiert die Staatsgalerie Stuttgart außergewöhnliche Werke der amerikanischen Druckgraphik von 1960 bis 1990.
Die Druckgraphik diente in der Vergangenheit vor allem dazu, religiöse oder politische Inhalte einem breiten Publikum zugänglich zu machen und war ein wichtiges Kommunikationsmittel. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts waren es vor allem die deutschen Expressionisten, die sich vornehmlich dieser Technik widmeten. Ende der 1950er-Jahre erlebte auch die USA einen wahren »Graphic Boom«.

Zu diesem Zeitpunkt begannen die bedeutendsten Künstler der amerikanischen Avantgarde, vertreten durch Abstrakten Expressionismus, Hard Edge, Pop Art, Minimal Art und andere Stilrichtungen, mit verschiedensten Drucktechniken zu arbeiten bzw. zu experimentieren. Eigens auf Druckgraphik spezialisierte Verlage wie Universal Limited Art Editions (ULAE) in New York, gegründet 1957 von Tatyana Grosman, oder die seit 1966 bestehende GEMINI G.E.L (Graphic Editions Limited) in Los Angeles spielten dabei eine besondere Rolle, vor allem in ihrem hohen Anspruch an die Druckkunst. Einzelblätter, Portfolios und Künstlerbücher entstanden in großer Zahl. Insbesondere die Künstler der Pop Art reagierten damit auf die industrielle Massenfertigung wie auch die Werbesprache der Medien.

Die meisten der Künstler hatten sich bereits als Maler etabliert. In den bevorzugten Medien der Lithographie wie dem Siebdruck, aber auch in anderen Drucktechniken, schufen sie daneben eigenständige Kunstformen, mit denen sie in die Fußstapfen der Pioniere moderner Graphik wie Paul Gauguin, Edvard Munch und Pablo Picasso traten.
Die Ausstellung zeigt mit rund 170 Blättern in eindrucksvoller Breite die verschiedensten Stilrichtungen und Ausprägungen der amerikanischen Druckgraphik und deren Etablierung zu einer eigenständigen Kunstform.

Staatsgalerie Stuttgart (Stuttgart)

08.07.2017 - 09.07.2017 Das Gravenhorster Malbuch | Dieter Call & Anja Voigt
DA, Kunsthaus Kloster Gravenhorst (Hörstel)
Pressemitteilung
Projektstipendium KunstKommunikation 17 – Kunst zum Mitmachen und Mitdenken | Malworkshop jew. Sa. 14 – 18 Uhr | Offenes Atelier jew. So. 11 – 14 Uhr

Die Künstler halten zeichnerische Sichtweisen und Perspektiven rund um das Kloster in einem Malbuch fest. Das Buch bietet jedem Besucher die Möglichkeit sich künstlerisch zu beteiligen. Die Teilnehmer sind eingeladen, ihre gestalteten Malbücher für eine Ausstellung einzureichen.

DA, Kunsthaus Kloster Gravenhorst (Hörstel)

08.07.2017 - 09.07.2017 Das Gravenhorster Malbuch | Dieter Call & Anja Voigt
DA, Kunsthaus Kloster Gravenhorst (Hörstel)
Pressemitteilung
Projektstipendium KunstKommunikation 17 – Kunst zum Mitmachen und Mitdenken | Samstag 14 – 18 Uhr Malworkshop | Sonntag 11 – 14 Uhr Offenes Atelier

Die Künstler halten zeichnerische Sichtweisen und Perspektiven rund um das Kloster in einem Malbuch fest. Das Buch bietet jedem Besucher die Möglichkeit sich künstlerisch zu beteiligen. Die Teilnehmer sind eingeladen, ihre gestalteten Malbücher für eine Ausstellung einzureichen.


DA, Kunsthaus Kloster Gravenhorst (Hörstel)

07.07.2017 - 10.09.2017 Sommerausstellung | Kunstsammlung des Kreises Steinfurt
DA, Kunsthaus Kloster Gravenhorst (Hörstel)
Pressemitteilung
| Eröffnung im Rahmen von openART: 07.07. ab 18.00 Uhr

Erstmalig wird die hochkarätige und spannende Kunstsammlung des Kreises Steinfurt umfassend ausgestellt und unter verschiedenen, auch ganz neuen Aspekten vermittelt.

DA, Kunsthaus Kloster Gravenhorst (Hörstel)

07.07.2017 - 07.07.2017 openART – DA passiert Kunst
DA, Kunsthaus Kloster Gravenhorst (Hörstel)
Pressemitteilung
Abend der offenen Tür | Mit Ideenwerkstatt und vielen Performances – Zahlreiche Künstler/innen vor Ort und viel Kunst im Werden | Beginn: 18.00 Uhr | Eintritt frei

Der spannende und gesellige Treffpunkt für Kunstinteressierte und Kunstschaffende mit künstlerischen Aktionen und Performances der aktuellen Stipendiaten. Außerdem stellen die Bewerber/innen für das Projektstipendium 2018 ihre Entwürfe und künstlerischen Ideen vor. Das DA lädt dazu ein, die Kunst an einem Abend entspannt zu genießen.

DA, Kunsthaus Kloster Gravenhorst (Hörstel)

07.07.2017 - 15.10.2017 Die Menagerie der Medusa Otto Marseus van Schrieck und die Gelehrten
Staatliches Museum Schwerin / Ludwigslust / Güstrow (Schwerin)
Pressemitteilung
Ausstellung in der Galerie Alte & Neue Meister Schwerin

Die Ausstellung zeigt zum ersten Mal den Erfinder des „Waldbodenstilllebens" im Kontext seiner Zeitgenossen. Sie stellt nicht allein die Schönheit von Stillleben ins Zentrum der Betrachtung, sondern die Faszination des Dunklen, Verborgenen, Unheimlichen.

Dabei sollen die vergessenen Verbindungen der Kunst mit der damaligen Wissenschaft erkennbar werden. Das 17. Jahrhundert erlebte einen Epochenwandel, der von der Buchgelehrsamkeit zur empirisch forschenden Naturwissenschaft führte und die Grundlage unseres heutigen Weltbildes schuf. Es ist das Jahrhundert des Mikroskops. Bis dahin unbekannte visuelle Welten, Dinge, die nie zuvor gesehen worden waren, verlangten nach Darstellung. Künstler gehörten damals zu den inneren Kreisen der Wissenschaft.
Otto Marseus van Schrieck stellte Pilze, Insekten und Spinnen, Amphibien und Reptilien, vor allem Schlangen, dar. All diese Pflanzen und Tiere wurden zu seiner Zeit intensiv erforscht, und ein berühmter Gelehrter wie Jan Swammerdam berief sich ausdrücklich auf Beobachtungen seines Freundes Marseus.

Gelehrte und Künstler unternahmen Reisen nach Italien, Frankreich und England. Briefe, Druckgraphik und Publikationen machten Erkenntnisse und Darstellungen in ganz Europa bekannt. Anhand dieser Zeugnisse persönlicher Beziehungen wird die Ausstellung die Netzwerke der Erkenntnisgewinnung aufzeigen. Erst in mühevoller Beobachtung wurde beispielsweise deutlich, dass auch die einfachsten Tiere sich nur durch Fortpflanzung vermehren, nicht durch Spontangenese.

Bei giftigen und heilkräftigen Substanzen gab es Schnittfelder zwischen Heilkunst und Malerei. Außerdem brachte Marseus echte Schmetterlings¬flügel
in seine Gemälde ein, die die Natur nicht nur abbilden, sondern geradezu vorweisen. Sowohl Gärten mit lebenden Pflanzen als auch umfangreiche Sammlungen von Insekten, Muscheln und anderen Naturalien wurden angelegt. Die Naturalien¬sammlungen erlangten internationale Bekanntheit – nicht zuletzt durch Bildatlanten. Wieder waren es die Künstler, die die vermittelnde Rolle spielten.

Der Zusammenhang der Stillleben mit wissenschaftlichen Erkenntnissen ihrer Zeit macht die Werke für den heutigen Betrachter lebendig. Es wird ablesbar, dass es sich um frühe Zeugnisse der Naturerkenntnis handelt, in denen die Tradition mit dem noch heute gültigen Weltbild ringt. Vor allem aber bringt
die Ausstellung eine Malerei zur Anschauung, die eine ganz eigene Faszination ausstrahlt und hier zum ersten Mal zum Thema gemacht ist.

„Die faszinierende Detailgenauigkeit von Otto Marseus van Schrieck wird die Besucher der Ausstellung gefangen nehmen. Diese Verbindung von Forschung und Kunstgenuss war es, die Ernst von Siemens mit seiner Kunststiftung unterstützen wollte“ freut sich Dr. Martin Hoernes, Generalsekretär der Ernst von Siemens Kunststiftung, die zu den Förderern des Ausstellungsprojektes zählt.

Staatliches Museum Schwerin / Ludwigslust / Güstrow (Schwerin)

24.06.2017 - 25.06.2017 Das Gravenhorster Malbuch | Dieter Call & Anja Voigt
DA, Kunsthaus Kloster Gravenhorst (Hörstel)
Pressemitteilung
Projektstipendium KunstKommunikation 17 – Kunst zum Mitmachen und Mitdenken | Malworkshop jew. Sa. 14 – 18 Uhr | Offenes Atelier jew. So. 11 – 14 Uhr

Die Künstler halten zeichnerische Sichtweisen und Perspektiven rund um das Kloster in einem Malbuch fest. Das Buch bietet jedem Besucher die Möglichkeit sich künstlerisch zu beteiligen. Die Teilnehmer sind eingeladen, ihre gestalteten Malbücher für eine Ausstellung einzureichen.

DA, Kunsthaus Kloster Gravenhorst (Hörstel)

28.05.2017 - 28.05.2017 Marktzauber
DA, Kunsthaus Kloster Gravenhorst (Hörstel)
Pressemitteilung
| Klostermarkt mit regionalen Produkten, traditionellem Handwerk, Kunsthandwerk, Kulturprogramm und Künstlerdorf | Außengelände | Beginn: 11.00 Uhr | Eintritt: 2 €, Kinder bis 14 J. kostenlos

„Marktzauber“ steht für außergewöhnliche Kunstprojekte und Kulinarik, für ein buntes Angebot von regionalen Produkten und Leckereien, für die Vorstellung von alten Handwerkskünsten sowie für Spaß und anspruchsvolle Unterhaltung mit Musik und Kleinkunst. Im Künstlerdorf stellen die aktuellen Stipendiaten/innen ihre Projekte mit spannenden Aktionen und Mitmachangeboten vor.

DA, Kunsthaus Kloster Gravenhorst (Hörstel)

20.05.2017 - 24.09.2017 Cranachs Luther! Werke der Malerfamilie Cranach
Staatliches Museum Schwerin / Ludwigslust / Güstrow (Schwerin)
Pressemitteilung
Ausstellung auf Schloss Güstrow

Das Staatliche Museum Schwerin / Ludwigslust / Güstrow veranstaltet im Reformationsjahr 2017 unter dem Titel Cranachs Luther! eine Ausstellung
zu Lucas Cranach dem Älteren und Lucas Cranach dem Jüngeren.
Die Wittenberger Malerdynastie stand in engem Kontakt zu namhaften Reformatoren wie Martin Luther oder Philipp Melanchthon und begleitete
mit ihren Gemälden und Grafiken die Zeitgeschehnisse. Beide Künstler galten
als die „Maler der Reformation“ und prägten im Wortsinn bis heute unser Lutherbild.

Erstmals präsentiert das Staatliche Museum die eigenen Bestände der Werke von Lucas Cranach dem Älteren, Lucas Cranach dem Jüngeren und ihrer Werkstatt in einer Sonderausstellung im Schloss Güstrow. Zu sehen sind die Zeichnungen zum Altar in der Wittenberger Stadtkirche sowie 16 Druckgrafiken, die für die Verbreitung der Gedanken der Reformation von zentraler Bedeutung waren.
Im Zentrum der Ausstellung stehen 12 Gemälde der Cranachs, die einen guten Einblick in das Schaffen der Maler ermöglichen.

Die Schau ist als Kabinettausstellung in zwei Räumen von Schloss Güstrow konzipiert. Wichtige Werke wie das Jugendbildnis Martin Luthers und seiner Frau Katharina von Bora befinden sich im Besitz des Staatlichen Museums.
Mit dem ganzfigurigen Luther-Porträt zeigt die Ausstellung ein Werk, das von zentraler kultur- und kunstgeschichtlicher Bedeutung ist. Es stammt aus der Schweriner Schlosskirche, dem ersten protestantischen Kirchenbau Norddeutschlands, und steht im Blickpunkt der Schau.

Die Kabinettausstellung wird begleitet von dem Vermittlungsprogramm
„Pop up Cranach“, einem Bereich für Kinder und Schüler, der 2015 im Rahmen der Cranach-Ausstellung in der Gemäldegalerie Berlin entstand. Aufgrund des großen Erfolgs war „Pop up Cranach“ bisher in mehreren Städten Deutschlands zu sehen. Kinder und Schüler können hier das Motivrepertoire der Cranachs auf spielerische Weise erkunden und selbständig eigene und neue Bildideen kreieren.

Staatliches Museum Schwerin / Ludwigslust / Güstrow (Schwerin)

19.05.2017 - 18.06.2017 Jugend gestaltet
DA, Kunsthaus Kloster Gravenhorst (Hörstel)
Pressemitteilung
| Ausstellung der besten Arbeiten aus dem Wettbewerb

Mit phantasievollen Skulpturen, spannenden Objekten und vielseitigen Drucken und Collagen präsentieren sich die jüngsten Kunstschaffenden aus dem Kreis Steinfurt.


DA, Kunsthaus Kloster Gravenhorst (Hörstel)

29.04.2017 - 20.08.2017 Markus Lüpertz
ZKM | Zentrum für Kunst und Medien (Karlsruhe)
Pressemitteilung
Ende April würdigt eine Ausstellung – anlässlich seines noch 75. Geburtstag-es – das Schaffen des Malers und Bildhauers Markus Lüpertz, der mehr als zehn Jahre (1974–1986) an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Karlsruhe lehrte und Karlsruhe als einen bedeutenden Ort für die Malerei etablierte.

ZKM | Zentrum für Kunst und Medien (Karlsruhe)

20.04.2017 - 03.07.2017 Juergen Teller. Enjoy Your Life!
Martin-Gropius-Bau Berlin (Berlin)
Pressemitteilung
Juergen Teller, geboren 1964 in Erlangen, zählt international zu den gefragtesten Fotografen der Gegenwart. Seine Arbeiten, oft umfangreiche Serien, werden in Büchern, Zeitschriften, Magazinen und Ausstellungen veröffentlicht. Seit 1986 lebt er in London. Dort begann er für Musik-, Zeitgeist- und Modemagazine zu fotografieren. Bekannt wurde er 1991 als er die Band Nirvana fotografierte und seine Fotos von Kurt Cobain veröffentlichte. Juergen Tellers Arbeiten bewegen sich seitdem an der Schnittstelle zwischen Kunst und kommerzieller Fotografie. Rund 250 Bilder geben Einblicke in sein Gesamtwerk.

Foto: Juergen Teller, Eva Herzigova. Mit dem Teller nach Bonn Serie, 2016
© Juergen Teller

Martin-Gropius-Bau Berlin (Berlin)

13.04.2017 - 07.05.2017 STRUKTUREN und VERZWEIGTES. Monika Kaeser / Plastische Bilder Christa Dihlmann / Objekte
GEDOK Künstlerinnenforum Karlsruhe (Karlsruhe)
Pressemitteilung
Christa Dihlmanns Auge ist das einer Bildhauerin. Geprägt vom Studium der Bildhauerei liegt der Fokus ihrer Arbeiten auf dem plastischen Gestalten, dem Fertigen räumlicher Objekte. Losgelöst von dem ursprünglich bevorzugten, eher schweren und festen Werkstoff Ton verwendet die Künstlerin heute leichtes und fragiles Material wie dünne Zweige, feiner Faden und Japanpapier. Durch die Kombination dieser Elemente entstehen zarte Gebilde, in denen sich Körperhaftigkeit und Transparenz grazil verbinden. Begrenzende Flächen machen den Blick frei auf Innenwände und geben somit Einblick in imaginäre Innen- und Zwischenräume. Es sind Einblicke, Durchblicke und Ausblicke, die in immer wechselnden Betrachtungswinkeln eine Vielzahl an reizvollen Kompositionen hervorrufen.

Monika Kaeser beschäftigt sich außer mit den Erscheinungsformen der Natur vor allem mit Spuren und Strukturen gegenwärtiger wie auch längst vergangener Kulturen. Ihren selbst geschöpften Papieren mischt sie zunächst Pflanzenfasern, Blätter, Kräuter oder Federn bei, die deren Oberfläche eine formale Struktur verleihen. Mit diesen von pflanzlichen Fragmenten durchwirkten Papierblättern begibt sich die Künstlerin dann auf Exkursion in die Natur oder zu historischen Orten und Ausgrabungsstätten. Dort fertigt sie Abdrücke nicht nur auf Baumrinden, Gemäuern oder Felsen, sondern auch auf Inschriftsteinen oder Texttafeln an, um diese danach mit Aquarell- oder Gouachefarben zu bearbeiten. So entstehen Abformungen von strukturierten Oberflächen und menschlichen Spuren. Vorhandenes wird eingefangen, bewahrt und auf eine weitere künstlerische Ebene transformiert. Monika Kaeser macht Vorgefundenes sichtbar und findet durch die Interpretation der Spuren, die das Leben und der Mensch hinterlassen, zur ganz eigenen Bildsprache.

Vernissage: Do 13.04.2017, 20 Uhr
Einführung: Mechthild Pater
Karfreitag – Ostersonntag geschlossen
Finissage: So 07.05.2017

GEDOK Künstlerinnenforum Karlsruhe (Karlsruhe)

12.04.2017 - 05.11.2017 Der Luthereffekt 500 Jahre Protestantismus in der Welt
Martin-Gropius-Bau Berlin (Berlin)
Pressemitteilung
Erstmals illustriert eine Ausstellung die globale Vielfalt und Wirkungsgeschichte, aber auch die Konfliktpotenziale des Protestantismus zwischen den Kulturen. Welche Spuren hinterließ der Protestantismus in anderen Konfessionen, Religionen und Lebensentwürfen? Wie veränderte er sich selbst durch diese Begegnungen – und nicht zuletzt: Wie haben sich Menschen die evangelische Lehre angeeignet, sie geformt und gelebt? Die Ausstellung „Der Luthereffekt“ erzählt eine weltumspannende Geschichte von Wirkung und Wechselwirkung, die um 1500 einsetzt und bis in die Gegenwart reicht, exemplarisch dargestellt an Deutschland und Europa 1450–1600, Schweden 1500–1750, Nordamerika 1600–1900, Korea 1850–2000 und dem heutigen Tansania.

Das Deutsche Historische Museum präsentiert die Ausstellung im Martin-Gropius-Bau auf ca. 3.000 qm und trägt hierfür herausragende Exponate von nationalen und internationalen Leihgebern zusammen, die vielfach bisher noch nie in Deutschland zu sehen waren. Umfangreiche Vermittlungsangebote sowie ein attraktives Rahmenprogramm ergänzen die Ausstellung. Begleitend erscheint ein reich illustrierter Katalog.

Die Schau des Deutschen Historischen Museums ist eine von vier Nationalen Sonderausstellungen zum 500. Reformationsjubiläum 2017. Gefördert von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien sind neben Berlin die Ausstellungsorte Torgau (2015), die Wartburg in Eisenach und Lutherstadt Wittenberg. Die Ausstellungen stehen unter der Schirmherrschaft des Bundespräsidenten Joachim Gauck. Der Deutsche Sparkassen- und Giroverband unterstützt die Ausstellung „Der Luthereffekt. 500 Jahre Reformation“ als Hauptsponsor. Weitere Projekte im Rahmen der Reformationsdekade werden von Institutionen der Sparkassen-Finanzgruppe in Thüringen, Sachsen-Anhalt und Sachsen gefördert.

Foto:
Martin Luther im Kreise von Reformatoren, 1625/1650
© Deutsches Historisches Museum

Martin-Gropius-Bau Berlin (Berlin)

09.04.2017 - 25.06.2017 Camill Leberer (im 2-RAUM des Museum Art.Plus)
Museum Art.Plus (Donaueschingen)
Pressemitteilung
Camill Leberer (* 1953 in Kenzingen / lebt und arbeitet in Stuttgart) ist Bildhauer, aber auch Maler, Zeichner und Fotograf.
Seit den 1980er-Jahren verfolgt er ein eigenwilliges künstlerisches Werk, in dem er die Skulptur hin zum Malerischen öffnet und gleichzeitig die Malerei an die Grenze des Skulpturalen führt. Seine bevorzugten Materialien sind Farbe, Stahl und Glas, aber auch transparente Kunststoffe oder Papiere, die er sowohl in räumlichen Gebilden wie in Wandarbeiten einsetzt. In seinen technoiden aber zugleich poetischen Werken scheint eine eindeutige Unterscheidung von Plastik, Malerei und Zeichnung, zwischen Räumlichem und Flächigem, Offenem und Geschlossenem, Nähe und Distanz, Vorne und Hinten, sowie Materialität und Immaterialität aufgehoben zu sein.

Die Ausstellung im 2-RAUM präsentiert einen konzentrierten Querschnitt seines vielschichtigen Schaffens anhand von Zeichnungen, Fotoarbeiten, Plastiken bis hin zur raumgreifenden Installation.

Museum Art.Plus (Donaueschingen)

08.04.2017 - 02.07.2017 Meisterwerke der französischen Moderne. Malerbücher von Bonnard bis Picasso
Staedtische Galerie Bietigheim-Bissingen ( Bietigheim-Bissingen)
Pressemitteilung
Die Künstler der französischen Moderne wie Pierre Bonnard, Georges Braque, Marc Chagall, Maurice Denis, Fernand Léger, Aristide Maillol, Henri Matisse, Joan Miró und Pablo Picasso haben auch in den grafischen Künsten Meisterwerke geschaffen. Die Ausstellung widmet sich den Malerbüchern – diese Gattung aufwändig gestalteter Bücher entstand Ende des 19. Jahrhunderts maßgeblich in Frankreich. So bietet sich ein repräsentativer Überblick über die Entwicklung der ›livres d’artistes‹ im 20. Jahrhundert: bibliophile Bücher mit Originalgrafiken, auf hochwertigem Papier in begrenzter Auflage gedruckt, wobei das Verhältnis von Text und Bild häufig gleichrangig ist. Die Künstler illustrierten sowohl Klassiker von Ovid, Vergil oder Hesiod und kommentierten sie dergestalt für ihre Zeitgenossen, setzten sich aber gleichfalls mit den avantgardistischen Dichtern des 19. und 20. Jahrhunderts wie Guillaume Apollinaire, Charles Baudelaire oder James Joyce auseinander. Gelegentlich schmückten sie auch eigene Texte bildnerisch.
Generell gingen die Künstler weit über eine grafische Nacherzählung der Texte hinaus, nicht selten führen die Bilder ein Eigenleben. Viele Künstler pflegten inspirierenden Austausch und freundschaftliche Kontakte mit französischen Schriftstellern – so hatte Picasso über die Tür seines Pariser Ateliers »Rendezvous der Dichter« geschrieben. Der Kunsthändler und Verleger Ambroise Vollard konnte ihn und viele weitere Künstler für die Buchkunst begeistern und revolutionierte die Ästhetik dieses Mediums. Überhaupt kann die Bedeutung der verschiedenen Verlegerpersönlichkeiten nicht hoch genug für die Entwicklung des Malerbuchs bewertet werden. Die schöpferische Symbiose von bildenden Künstlern, Dichtern und Verlegern führte in der französischen Moderne zur Entstehung wahrer Gesamtkunstwerke.
Für die Ausstellung sind die – meist ungebundenen – Bücher so aufbereitet, dass die attraktiven, häufig farbigen Holz und Linolschnitte, Lithografien, Radierungen und Aquatinten von 18 namhaften Künstlern der französischen Moderne intensiv betrachtet werden können: Die losen Blätter sind gerahmt, die gebundenen Bücher sind digital zu blättern und Hörstationen lassen die Texte lebendig werden. So veranschaulichen die präsentierten Künstler- und Malerbücher von 1893 bis 1966 die stilistische Formentwicklung und Vielfalt an künstlerischen Strömungen vom Spätimpressionismus bis zur Abstraktion. Die Ausstellung entstand in Kooperation mit dem Kunstmuseum Pablo Picasso Münster, das mit der Sammlung Classen einen einzigartigen Fundus an französischen Malerbüchern beherbergt.

Wir laden Sie herzlich ein zur Eröffnung am Freitag, 7. April um 19 Uhr.


Öffentliche Führungen
Jeden Sonn- und Feiertag, jeweils 11.30 Uhr

Führung für Lehrkräfte
Montag, 24. April, 17 Uhr


Literarische Soirée
Donnerstag, 4. Mai, 18.30 Uhr
Donnerstag, 1. Juni, 18.30 Uhr
und speziell für
Seniorinnen und Senioren:
Literarische Matinée
Freitag, 2. Juni, 9.30 Uhr
Kuratorenführung
mit Dr. Isabell Schenk-Weininger
und szenische Rezitation
mit Lisa Kraus und Rüdiger Erk
Anmeldung: 07142 74 - 483

Mit dem anderen Blick
Expertenführung mit
Uta Schneider, freischaffende
Künstlerin, Typografin und
Dozentin, ehem. Geschäftsführerin
der Stiftung Buchkunst
Donnerstag, 29. Juni, 18.30 Uhr

Workshops für Kinder und Jugendliche

Erzähl mal…
Osterferienworkshop
Dienstag und Mittwoch, 11. und 12. April 2017
10–13 Uhr für Kinder von 6 bis 10 Jahren
14–17 Uhr für Kinder von 8 bis 12 Jahren

TextBild oder BildText?
Samstag, 13. Mai 2017, 14.30–17.30 Uhr
für Kinder von 7 bis 12 Jahren

Wir falten uns ein fantastisches Leporello
Samstag, 20. Mai 2017, 14.30–17.30 Uhr
für Kinder von 8 bis 12 Jahren

Wortsalat und Buchstabensuppe
Samstag, 1. Juli 2017, 14.30–17.30 Uhr
für Kinder von 6 bis 10 Jahren


Workshopwochen für Schulklassem aller Altersstufen
2. bis 19. Mai, Uhrzeit nach Absprache
im Anschluss wird eine Auswahl der kreativen Ergebnisse ausgestellt!

Anmeldung für alle Workshops unter: 07142 74-483

Studioausstellung:
Einblick in die Sammlung:
Malerbücher und Mappenwerke des 20. und 21. Jahrhunderts
8. April bis 24. September
Parallel und ergänzend zur großen Ausstellung »Meisterwerke der französischen Moderne. Malerbücher von Bonnard bis Picasso« zeigt die Städtische Galerie aus dem eigenen Bestand eine Auswahl an Malerbüchern und Mappenwerken von der klassischen Moderne bis zur Gegenwart.


Öffnungszeiten
Dienstag, Mittwoch, Freitag 14–18 Uhr
Donnerstag 14–20 Uhr
Samstag, Sonntag 11–18 Uhr
Karfreitag, Ostermontag, Maifeiertag, Himmelfahrt, Pfingstmontag, Fronleichnam 11–18 Uhr

Eintritt frei an jedem ersten Freitag im Monat sowie am Internationalen Museumstag: Sonntag, 21. Mai
Eintritt 6 €, ermäßigt 4 €
Öffentliche Führungen 3 € zzgl. Eintritt
Spezialführungen 5 € zzgl. Eintritt
Private Gruppenführungen 55 € / 65 € zzgl. erm. Eintritt
Führungen für Gruppen und Schulklassen nach telefonischer Vereinbarung


Städtische Galerie Bietigheim-Bissingen
Hauptstraße 60–64
74321 Bietigheim-Bissingen
Telefon 07142 74-483
Telefax 07142 74-446
http://galerie.bietigheim-bissingen.de
galerie@bietigheim-bissingen.de

Staedtische Galerie Bietigheim-Bissingen ( Bietigheim-Bissingen)

01.04.2017 - 18.06.2017 Skulpturen aus der Sammlung
Städtische Galerie Karlsruhe (Karlsruhe)
Pressemitteilung
Spannende Einblicke in unter­schied­li­che Positionen der Bildhaue­rei im 20. Jahrhun­dert verspricht die Ausstel­lung „Skulp­tu­ren aus der Sammlung“ mit Werken aus dem eigenen Bestand und der renom­mier­ten Sammlung Garnatz, die sich seit 1996 als Dauer­leih­gabe in der Städti­schen Galerie Karlsruhe befindet. Der Spannungs­bo­gen reicht von Hermann Binz und seiner Bronze­plas­tik der „Stefanie“ – sie entstand um 1905 und schmückt in der endgül­ti­gen Ausführung den Brunnen auf dem Stephan­platz – über Hans Uhlmanns Zeichnung im Raum mit dem Titel „Entspan­nung“ von 1948 zu Horst Egon Kalinow­skis reduzier­ter Figür­lich­keit in der Plastik „Die Mutter des Bernstein“ aus dem Jahr 1965. Die Sammlung Garnatz schließt mit Werken aus den 1980er Jahren an. Hierzu gehören die experi­men­tell gestal­te­ten Köpfe der „Bürger von Florenz“ von Markus Lüpertz ebenso wie der aus einem Holzstamm geschla­gene „Selbst­kopf I“ (1984) A. R. Pencks oder die filigrane Instal­la­tion „Löffel­mu­scheln“ von Rosemarie Trockel.
Zu sehen sind zudem dreidi­men­sio­nale Werke unter anderem von Horst Antes, Georg Baselitz, Stephan Balkenhol, Günther Förg, Bernhard Heiliger, Per Kirkeby, Kalin Lindena, Wilhelm Loth und Werner Pokorny.

Foto: Rosemarie Trockel, ohne Titel (Löffelmuscheln), 1986, (c) Städt. Galerie Karlsruhe

Städtische Galerie Karlsruhe (Karlsruhe)

01.04.2017 - 22.10.2017 Poetische Expansionen
ZKM | Zentrum für Kunst und Medien (Karlsruhe)
Pressemitteilung
Im April eröffnet das ZKM eine Reihe zum Thema „Poetische Expansionen“: Hier werden kuünstlerische Positionen von Hansjörg Mayer (The Smell of Ink), Gerhard Rühm (soon | just | now), Konrad Schäuffelen, Helmut Heißenbüttel und Reinhard Döhl vorgestellt ebenso wie die Arbeiten von Nanni Balestrini (Wer das hir liest braucht sich vor nichts mehr zu fürch-ten) . Diese und andere Dichter, z.T. der Stuttgarter Schule zugehörig, haben die Medienrevolutionen eingeleitet, indem sie das Buchstabenfeld um die zweidimensionale Fläche in Raum und Zeit und dessen Produkt, das Buch, in die Medien Audio, Foto, Film, Video, Computer und Internet erweitert haben.

ZKM | Zentrum für Kunst und Medien (Karlsruhe)

26.03.2017 - 10.09.2017 Historische Präsentation Geschichte hinterm Giebel – Émigrés in Gravenhorst | Mit Vortrag von Dr. Ut
DA, Kunsthaus Kloster Gravenhorst (Hörstel)
Pressemitteilung
Nach der Französischen Revolution verließen viele Geistliche ihr Land aus Angst um Leib und Leben. Sie kamen auch ins Fürstbistum Münster. Seit 1794 fanden sie in Gravenhorst Aufnahme.

DA, Kunsthaus Kloster Gravenhorst (Hörstel)

19.03.2017 - 09.04.2017 Druckgrafik V aus Halle/Saale
BBK Karlsruhe, Künstlerhaus Karlsruhe (Karlsruhe)
Pressemitteilung
30 Jahre Städtepartnerschaft KARLSRUHE - HALLE / SAALE
Eine Jahrzehnte andauernde Tradition der Zusammenarbeit zwischen
dem BBK Karlsruhe e.V. und dem Halleschen Kunstverein e.V.

Der BBK Karlsruhe präsentiert vom 19.3. bis 9.4.17 zum 5. mal die Ausstellung Druckgrafik aus Halle/Saale im Künstlerhaus Karlsruhe.

Mit dieser Auflage zeigt der Hallesche Kunstverein 2017 im Rahmen der 30jährigen Partnerschaft Halle - Karlsruhe eine informative und breite Schau in den Galerieräumen des Künstlerhauses. Vorgestellt werden Arbeiten in traditionellen originalgrafischen Drucktechniken in einer thematisch nicht eingeschränkten Vielfalt.

An der Ausstellung beteiligen sich 51 Künstlerinnen und Künstler aus Halle und der näheren Umgebung aus Sachsen-Anhalt mit insgesamt 88 Druckgrafiken.

BBK Karlsruhe, Künstlerhaus Karlsruhe (Karlsruhe)

16.03.2017 - 31.12.2017 Neukonzipierte Sammlungsausstellung mit Werken von Karl Hofer (1878-1955) und Karl Albiker (1878-196
Museum Schloss Ettlingen (Ettlingen)
Pressemitteilung
Wiedereröffnung ab 16. März 2017

Die Stiftung aus dem Nachlass des Bildhauers Karl Albiker, der lange Jahre in Ettlingen gelebt und gearbeitet hat, und die großzügige Dauerleihgabe von zahlreichen Werken Karl Hofers der Stiftung Menschenbild in Winterthur bildet seit vielen Jahren den Grundstock der städtischen Kunstsammlung.
Die künstlerische Auseinandersetzung mit dem Thema „Figur und Raum“ und die feinfühlige Interpretation des Menschenbildes nimmt im Werk beider Künstler eine zentrale Stellung ein. Schon in jungen Jahren begegneten sich die beiden Künstler während ihres Studiums an der Großherzoglichen Kunstakademie in Karlsruhe. Beide lebten einige Jahre zur gleichen Zeit in Rom, gründeten dort nahezu zeitgleich ihre Familien und als Albiker sich durch den Villa Romana-Preis ein Jahr in Florenz aufhielt besuchte Karl Hofer ihn dort. Auch in dem als Atelierhaus konzipierten Wohnhaus der Familie Albiker in der Nähe des Ettlinger Schlosses war Karl Hofer neben vielen anderen Künstlerfreunden immer wieder zu Gast. Der enge künstlerische Austausch jener Zeit, der in Briefen und Tagebucheintragungen belegt ist, führte zu einer lebenslangen Freundschaft. die sie trotz unterschiedlicher Arbeitssituationen und Erlebnisse während des Dritten Reiches aufrechterhielten.
Die neue Sammlungsausstellung verfolgt kein chronologisches Konzept, sondern konzentriert sich auf fünf Themen:

Porträt
Tanz und Musik
Figur und Raum
Stillleben/Sitzende/Akte
Landschaft/Figur in Landschaft

Beide Künstler beschäftigten sich mit diesen Themen aus materialspezifisch unterschiedlichen Perspektiven. Hier in der Städtischen Galerie im Ettlinger Schloss stehen sich die Werke der beiden Künstlerfreunde Karl Hofer und Karl Albiker in einer nachvollziehbaren Präsentation in einem spannenden Dialog gegenüber.
Karl Hofer gehört zu den großen Vertretern der klassischen Moderne in Deutschland. Als Zeitgenosse der ersten Expressionisten-Generation wird er mit dieser wie auch mit Vertretern der „Neuen Sachlichkeit“ stilistisch zwar in Verbindung gebracht, nimmt jedoch in den Kunstströmungen seiner Zeit eine singuläre Position ein. Die Bedeutung, die Karl Hofer bis heute genießt, ist neben seiner Bearbeitung der beiden klassischen Themen Landschaft und Stillleben, vor allem auf die charakteristischen Interpretationen seines Menschenbildes zurückzuführen.
Karl Albikers Oeuvre fokussiert neben vielen plastischen Porträts, den nackten, menschlichen Körper als Ausdrucksträger innerer und äußerer Bewegung. Beeindruckend vielseitig sind dabei die darstellerischen Motive von ruhenden, sitzenden, liegenden und bewegten Körpern, die immer auf den sie umgebenden Raum bezogen sind. Besonders eindrücklich zeigt sich dies bei seinen bauplastischen Arbeiten und Denkmälern.

Foto: (c) Städtische Galerie Ettlingen

Museum Schloss Ettlingen (Ettlingen)

11.03.2017 - 06.08.2017 Aldo Tambellini: Black Matters
ZKM | Zentrum für Kunst und Medien (Karlsruhe)
Pressemitteilung
Black Matters ist die erste umfassende Einzelausstellung des italo-amerikanischen Künstlers Aldo Tambellini (* 1930 in Syracuse, NY, USA), der zu den Pionieren der Intermedia Art und den experimentellen Avantgarden der 1960er und 1970er Jahre gehört.
Die Ausstellung Black Matters unternimmt eine Reise durch Tambellinis produktivste, energetisch aufgeladenste und vielseitigste Periode (1960–1980). Sie erkundet seine Gemälde und seine multimediale Praxis, welche Lumagramme (handbemalte Dias), Videos, Videogramme, Malereien, Foto-grafien, Installationen und Filmwerke umfasst. Zu sehen ist eine Auswahl seiner jüngsten Multimedia-Arbeiten, die bereits im Centre Pompidou (2012), der Tate Modern (2012), dem MoMA New York (2013) und bei der 56. Bien-nale di Venezia (2015) präsentiert wurden. Auch wird eine ortsspezifische Installation gezeigt, die aus Anlass der Retrospektive am ZKM in Auftrag gegeben wurde. Die neue Multimedia-Installation wird sechzig Jahre später erneut Tambellinis künstlerische Kreativität und sein aktuelles politisches, wie philosophisches Unterfangen präsentieren: Schwarz spielt eine Rolle, „Black Matters“.

ZKM | Zentrum für Kunst und Medien (Karlsruhe)

11.03.2017 - 11.06.2017 Friedrich Kiesler: Architekt, Künstler, Visionär. Wiederentdeckte Moderne I
Martin-Gropius-Bau Berlin (Berlin)
Pressemitteilung
Friedrich Kiesler, geboren 1890 in Czernowitz, gestorben 1965 in New York, war ein austro-amerikanischer Architekt, Bühnenbildner, Designer, Künstler und Theoretiker. Sein die Grenzen der einzelnen Kunstgattungen sprengender künstlerischer Ansatz, sein Konzept eines endlos fließenden Raumes und seine ganzheitliche Designtheorie des Correalismus zählen zu den großen Visionen des 20. Jahrhunderts und erfreuen sich ungebrochener Aktualität. Darüber hinaus war Kiesler eine zentrale Figur im Netzwerk der Aesthetic Community in New York, und sein Freundeskreis liest sich wie ein Who-is-Who der Avantgarde.

Der Martin-Gropius-Bau widmet dem Universalkünstler Friedrich Kiesler eine Ausstellung, in der das vielschichtige Œuvre in all seinen Facetten erstmals auch in Deutschland vorgestellt wird. Anhand zentraler Projekte, wichtiger Künstlerfreundschaften und Gemeinschaftsarbeiten wird auch sein Umfeld skizziert, seine Bedeutung für die Architektur- und Kunstgeschichte des 20. Jahrhunderts aufgezeigt.
Berlin ist hierfür als Ort geradezu perfekt: Es ist die Stadt, in der Kiesler mit einem elektro-mechanischen Bühnenbild für Karel ?apeks W.U.R. (R.U.R.) Werstands Universal Robots 1923 seinen ersten großen Erfolg feiert und im wahrsten Sinne des Wortes auf die Bühne der Avantgarde springt. Ein Jahr später sorgt er in Wien mit der Ausstellungsgestaltung für die von ihm auch kuratierte „Internationale Ausstellung neuer Theatertechnik“ und seiner Raumbühne als zentrales Ausstellungsstück ein weiteres Mal für Furore. 1925 wird er von Josef Hoffmann eingeladen, die österreichische Theatersektion für die „Exposition Internationale des Arts Décoratifs et Industriels Modernes“ in Paris zu gestalten. Diesen Auftrag nutzt er, um seine Zukunftsvision einer frei schwebenden Stadt, die Raumstadt modellhaft als Ausstellungsstruktur zu präsentieren. 1926 geht er nach New York, um ein weiteres Mal eine „International Theatre Exposition“ zu organisieren.

Kiesler verlässt Europa mit avantgardistischen Projekten im Gepäck. Mit großen Erwartungen angekommen, bleiben sie anfänglich unerfüllt. Seine Ideen scheinen zu avantgardistisch für die Neue Welt. Kiesler arrangiert sich rasch mit der harten Realität im New York der 1920er Jahre und findet in der Gestaltung von Schaufenstern und Geschäftslokalen ein erfolgreiches Betätigungsfeld. Mit dem Film Guild Cinema schafft Kiesler 1929 in New York das erste 100% Cinema, eine Ikone der modernen Kinoarchitektur, die mit zusätzlichen Projektionen an die Seitenwände und Decke des Auditoriums ein frühes Beispiel der Virtual Reality darstellt.

Kiesler arbeitet in den 1930ern an Möbel- und Lampenentwürfen und errichtet 1933 in den Schauräumen der Modernage Furniture Company in New York das Space House, seine Vision eines Einfamilienhauses, als 1:1 Modell. Viele Kernthemen der Kiesler‘schen Entwurfs- bzw. Architekturtheorie, vor allem sein Konzept einer „Raum-Zeit-Architektur“, werden hier erstmals formuliert.

1934 beginnt Kiesler, nach einer zehnjähringen Unterbrechung wieder für das Theater zu arbeiten. Mit dem Bühnenbild für George Antheils Oper Helen Retires gelingt ihm ein erfolgreicher Einstand in der New Yorker Theaterszene, der zu einem Engagement an der Juilliard School of Music führt. An die 60 Ausstattungen entstehen dort während seiner 25-jährigen Lehrtätigkeit. Mit dem Woodstock Theater (1929) und dem Universal Theater (1959-62) schafft Kiesler zwei Prototypen multifunktionaler Kulturspielstätten, die allerdings nur als Modelle realisiert werden.

Von 1937 bis 1941 leitet Friedrich Kiesler das Laboratory for Design Correlation an der Columbia University in New York und entwickelt seine Correalismus-Theorie, einen ganzheitlichen Designansatz, der auf wissenschaftlicher Analyse gründet und in dessen Zentrum der Mensch steht. Im Zuge seiner Forschung beschäftigt sich Kiesler intensiv mit der menschlichen Wahrnehmung und entwickelt die Vision Machine, mit deren Hilfe er das menschliche Sehen als einen aktiven Prozess visualisieren möchte. Diese Studien bilden die Grundlage seiner späteren Ausstellungsgestaltungen. Im Laufe der 1940er Jahre arbeitet Kiesler außerdem an zwei umfangreichen Buchprojekten – einer Publikation seiner Designtheorie des Correalismus und an einer Kulturanthropologie der Architektur mit dem klingenden Titel „Magic Architecture“. Beide Schriften bleiben unpubliziert.

Zur selben Zeit gestaltet Kiesler mehrere spektakuläre Ausstellungsräume: Peggy Guggenheims Galerie „Art of This Century Gallery“ die „Russian American Exhibition”, eine „Hall of Ecology“ im American Natural History Museum, die Ausstellung „Bloodflames 1947”, sowie die „Exposition Internationale du Surréalisme”. Sie alle zeugen von seiner engen Beziehung zu den Surrealisten im New Yorker Exil. Kiesler ist ein Künstler für Künstler. Der Austausch sowie die Zusammenarbeit mit Künstlerkollegen waren für ihn von größter Bedeutung. Ganz besonders gilt dies für Marcel Duchamp. Kiesler veröffentlicht den ersten Artikel über Duchamps Großes Glas in einer amerikanischen Zeitschrift (Architectural Record, 1937), Duchamp wohnt ein knappes Jahr im Apartment der Kieslers, gemeinsam spielen sie Schach, teilen das Interesse an den Naturwissenschaften, technischen Innovationen und an den Wirkungsweisen der menschlichen Wahrnehmung. Sie arbeiten an Ausstellungen und gestalten Zeitschriften. Nach einem Streit innerhalb der Surrealistengemeinschaft in New York trennen sich jedoch ihre Wege.

Aus Teilen des surrealistisch anmutenden Bühnenbilds für die Oper The Poor Sailor (Le Pauvre Matelot) von Darius Milhaud fertigt Kiesler ein raumgreifendes Skulpturen-Environment, die sogenannte Rockefeller Galaxy, die 1952 in der Ausstellung „15 Americans” im MoMA gezeigt wird. Von dieser Skulptur ausgehend, erarbeitet Kiesler eine weitere Galaxy-Skulptur für Philip Johnsons Glass House in New Canaan. Es entstehen sogenannte Galaxy-Paintings: Cluster von Bildtafeln, die in minutiös definierten Abständen zueinander angeordnet werden, zum Teil an Böden, Wänden und Decken. Der zwischen den einzelnen Bildtafeln liegende Raum, der „Space in Between“, bekommt die gleiche Bedeutung wie die Malerei selbst.

Kiesler behauptet stets, dass jeder „eine gestalterische Grundidee hätte“ – für ihn selbst könnte die Arbeit mit dem „Raum“ als solche bezeichnet werden. Der Raum, insbesondere der endlos fließende Raum, zieht sich als Kernthema durch Kieslers Œuvre. 1950 schafft er erstmals ein kleines eiförmiges Modell für ein Endless House. Im Laufe der 1950er Jahre verfeinert er dieses Konzept und erhält 1958 ein Stipendium, um im Skulpturengarten des MoMA ein 1:1 Modell eines Endless House zu errichten. Wenngleich die Realisierung scheitert, zählt es unbestritten zu den Ikonen visionärer Architektur des 20. Jahrhunderts.

Das einzige tatsächlich realisierte Gebäude Kieslers wird 1965 in Jerusalem eröffnet: der Shrine of the Book, den Kiesler gemeinsam mit Armand Bartos plant. Das symbolisch stark aufgeladene Bauwerk – es beherbergt alttestamentarische Schriftrollen, die am Toten Meer gefunden wurden – sowie die nicht ausgeführte Grotto for Meditation in New Harmony, Indiana, zeugen vom großen Interesse an sakralen Räumen in Kieslers Spätwerk.

In den Jahren 1964/65 arbeitet Kiesler an großen Environments, die er aus einzelnen, aus Aluminium oder Bronze gegossenen Skulpturen zusammensetzt. Sowohl seine Skulptur Bucephalus, eine Referenz an das Streitross Alexander des Großen, als auch das große Environment Us, You, Me vereinen das gesamte Schaffen Kieslers. Die begehbare Skulptur Bucephalus, ein kleines Endless House, mythologisch und symbolisch aufgeladen, theatralisch mit Soundeffekten ausgestattet, stellt gewissermaßen eine Summe all seiner früheren Projekte dar. Kieslers bildhauerische Projekte sind heute kaum bekannt und können in der Ausstellung im Martin-Gropius-Bau erstmals als wesentlicher Bestandteil seines umfangreichen Schaffens entdeckt werden.

VERANSTALTER Berliner Festspiele / Martin-Gropius-Bau in Zusammenarbeit mit der Österreichischen Friedrich und Lillian Kiesler-Privatstiftung, Wien.

Foto: Friedrich Kiesler bei der Arbeit an seiner Skulptur „Bucephalus“ um 1964
Foto: Adelaide de Menil © Friedrich Kiesler Stiftung

Martin-Gropius-Bau Berlin (Berlin)

10.03.2017 - 05.06.2017 AUFSTAND! Renaissance, Reformation und Revolte im Werk von Käthe Kollwitz KOLLWITZ 2017 | 150. GEBU
Käthe Kollwitz Museum Köln (Köln)
Pressemitteilung
Die Sonderausstellung »AUFSTAND! Renaissance, Reformation und Revolte im Werk von Käthe Kollwitz« stellt als Höhepunkt des Jubiläumsprogramms zum 150. Geburtstag der Künstlerin im Käthe Kollwitz Museum Köln eines der Schlüsselwerke im Kollwitz-Œuvre in den Fokus: Ihr graphischer Zyklus »Bauernkrieg« (1902/03–1908) dokumentiert in zweifacher Hinsicht für den Aufbruch in eine neue Zeit.

Zum einen vergegenwärtigt die Radierfolge in mitreißender Weise den Aufstand erniedrigter Bauern von 1524/25. Die Künstlerin führt damit das Selbstverständnis des Menschen in der frühen Neuzeit vor Augen, das auf Freiheit und Würde pocht, wie es sich zeitgleich auch in der Reformation und im Humanismus der Renaissancezeit spiegelt.

Zum anderen aber schrieb sich in diese Bilderfolge die künstlerische Revolte der späten Neuzeit ein: der Bruch der Moderne mit der akademischen Tradition. So unterzog Kollwitz ihre Bildsprache im Laufe der Entstehungsgeschichte des Zyklus einer regelrechten Reformation, die sich in etlichen Entwürfen und verworfenen Kompositionen niederschlug. Die endgültigen gestalterischen Lösungen zitieren dann ebenso Vorbilder von Renaissance-Meistern wie Dürer, Masaccio und Michelangelo sowie Werke anerkannter Größen der Moderne, etwa Daumier, Manet und Rodin.

Aufgrund der überzeugenden Bildlösungen, zu denen die Künstlerin gelangt war, wurde ihr als erster Frau und Graphikerin noch vor Fertigstellung des Zyklus der von Max Klinger begründete Villa-Romana-Preis verliehen, der erste deutsche Kunstpreis überhaupt. Verbunden damit war 1907 ein Aufenthalt im Künstlerhaus Villa Romana in Florenz – ein Ereignis, das sich 2017 zum 110. Mal jährt.

Zahlreiche Leihgaben aus dem In- und Ausland ergänzen in dieser Ausstellung den reichhaltigen eigenen Bestand des Hauses und präsentieren unter anderem auch Werke von Künstlern, die Kollwitz für ihre eigene Bildfindung herangezogen hatte.

Die Ausstellung wird von einem umfangreichen Rahmenprogramm begleitet.
Es erscheint ein Katalog im Wienand Verlag, Köln.

WWW.KOLLWITZ.DE

Käthe Kollwitz Museum Köln (Köln)

10.03.2017 - 02.04.2017 WECHSELSPIEL - Anne-Bärbel Ottenschläger/Malerei und Johanna Reutter/ Textile Arbeiten
GEDOK Künstlerinnenforum Karlsruhe (Karlsruhe)
Pressemitteilung
Für Anne-Bärbel Ottenschläger ist der Prozess des Malens ein Weg, dessen Ende ein/das Bild materialisiert. Im Bild sind die Spuren dieses Weges nachvollziehbar und damit ist es Zeuge einer prozessualen Auseinandersetzung. Es ist aber auch Zeuge des nicht-weitergeführten, des bloß angedachten, des in seiner Möglichkeit angedeuteten.
Das bildnerische Schaffen ist immer ein Experimentieren zwischen dem doch-schon und dem noch-nicht, Interaktion mit dem vorformulierten. Mittels der Modulation von Flächen werden die Gegebenheiten interpretativ weitergeführt, wodurch das Bild in seinen Verweisen auf das un-(g)bedeutete seine Bedeutung erhält.

Textile Arbeiten von Johanna Reutter entziehen sich einer eindeutigen Zuordnung. Sie bewegen sich auf der Grenze zwischen Schmuck und Kleidung, sind vielfach, im wörtlichen Sinn, vielschichtig, indem sie über eine schlichte, einfarbige Hülle, ein Geflecht von Linien und Flecken legen, das aus genähten, applizierten und bemalten Elementen besteht. Muster die der Natur ebenso nahe stehen, wie den Farbspuren informeller Malerei.

Vernissage am Freitag, 10.03.2017 um 19.00 Uhr
inführung: Ingrid Ott
Musikalische Begleitung: Karl-Heinz Rapp, Saxophon
Literarische Begleitung: Hedi Schulitz liest zum Thema Wechselspiel

GEDOK Künstlerinnenforum Karlsruhe (Karlsruhe)

19.02.2017 - 21.01.2018 Leidenschaft . Passion - Im Fokus: Pierre Soulages
Museum Art.Plus (Donaueschingen)
Pressemitteilung
Werke des französischen Malers Pierre Soulages (*1919 Rodez, FR) stehen im Zentrum der Ausstellung "Leidenschaft . Passion - Im Fokus: Pierre Soulages", die ab 19. Februar 2017 im Museum Art.Plus zu sehen ist.
Pierre Soulages gehört zu den weltweit bedeutendsten Vertretern der abstrakten Kunst. Seit den 1970er-Jahren malt er ausschließlich monochrom schwarze Bilder, deren pastose, teils matten, teils schwarz-glänzenden Oberflächen er durch tiefe horizontal, schräg oder auch vertikal verlaufende Linien und Furchen strukturiert. Dadurch treten sie in einen stetigen, spannungsvollen Dialog mit dem einfallenden Licht.

"Pour moi, le noir, c'est un excès, une passion." - "Für mich ist Schwarz ein Exzess, eine Leidenschaft." In diesen Worten kulminiert die Obsession des Malers für seine Lieblingsfarbe.

Leidenschaft ist die treibende Kraft in der Kunst. Den Werken Pierre Soulages‘ in den beiden zentralen Räumen werden in den anderen Räumlichkeiten zwei- und dreidimensionale Arbeiten weiterer internationaler Künstler an die Seite gestellt. Die Farbe Schwarz zieht sich dabei durch die gesamte Ausstellung. Mal abstrakt, mal gegenständlich, mal für sich stehend, mal im Kontrast mit anderen Farben, hat sie stets eine andere Wirkung.

In der vielfältigen Schau werden neben alten Bekannten, die in der achtjährigen Geschichte des Museums bereits gezeigt wurden, auch eine große Zahl an Neuentdeckungen gezeigt.

Beteiligte Künstler:
Manolo Ballesteros, Dario Alvarez Basso, Piero Pizzi Cannella, Luigi Carboni, Tony Cragg, Philippe Dodard, Friedemann Flöther, Karl Gerstner, Ellsworth Kelly, Masayuki Koorida, François Morellet, Gerhard Langenfeld, Thomas Lenk, Helmut Middendorf, Nika Neelova, Nunzio, Pino Pinelli, Gert Riel, Stefan Rohrer, Piero Ruggeri, Felix Schlenker, Turi Simeti, Pierre Soulages, Sibylle Wagner

Museum Art.Plus (Donaueschingen)

12.02.2017 - 23.04.2017 Herbert List - The Magical in Passing
KuK - Kunst- und Kulturzentrum der StädteRegion Aachen (Monschau)
Pressemitteilung
Einen Querschnitt seines vielfältigen Schaffens zeigen 122 Arbeiten in „The Magical in Passing“. Diese Auswahl beleuchtet das schwer fassbare Œuvre des deutschen Fotografen und warum es so schwer ist, seine Arbeit zu kategorisieren. Er arbeitete in fast allen Genres, die die Fotografie zu bieten hat: Architektur, Stillleben, Streetfotografie, Porträts und Dokumentation. Dennoch verwischte er auch die Abgrenzung zwischen diesen Bereichen: Architektonische Aufnahmen scheinen wie komponierte Stillleben oder surreale Kompositionen. Die Dokumentation von griechischen Skulpturen oder afrikanischen Artefakten grenzt an Porträts; und wenn er die klassische Schönheit des männlichen Körpers einfängt, weiß man nicht genau, ob wir uns mühevoll komponierte Arrangements anschauen oder ein privates Fototagebuch, das spontan gemacht wurde.

Fotocredit: "The Egg-Despiser": Hamburg, Germany, 1931 © Herbert List/Magnum Photos

KuK - Kunst- und Kulturzentrum der StädteRegion Aachen (Monschau)

09.02.2017 - 07.05.2017 Cerith Wyn Evans
Museum Haus Konstruktiv (Zürich)
Pressemitteilung
Cerith Wyn Evans (geb. 1958 in Llanelli, Wales, lebt und arbeitet bei London), der seine künstlerische Karriere in den 1980er Jahren mit Musikvideos und experimentellen Kurzfilmen begann, ist als Filmemacher und mittlerweile vor allem als Bildhauer und Konzeptkünstler bekannt. In seinen formal reduzierten Installationen kommen oftmals Texte, Spiegel, Pflanzen, Filmprojektionen, Feuerwerkskörper und andere Lichtquellen wie Neonobjekte und -schriftzüge zum Einsatz. Licht und Sprache sowie deren Wahrnehmung durch die Rezipienten bilden wesentliche Konstanten in Evans Schaffen, das eine Vielzahl von Referenzen zur Literatur, Philosophie und Musik, zu Film und bildender Kunst aufweist.

Für die Ausstellung im Museum Haus Konstruktiv hat Cerith Wyn Evans eine neue, von der Decke herabhängende Leuchtstoffröhren-Installation konzipiert, deren filigrane Form auf die präzise formalisierten Bewegungen des traditionellen japanischen N?-Theaters zurückzuführen ist. Sie zeigt eine Verdichtung komplexer Linien, die die Übergänge der verschiedenen theatralischen Bewegungsabläufe und Gangarten wiedergibt. Darüber hinaus ist eine mit Sound gekoppelte Lichtarbeit zu sehen, für die eine ausgewählte Textpassage in Morsezeichen übersetzt wurde, die nun an eine Fluoreszenzlichtröhre in der Deckenbeleuchtung des Ausstellungsraumes gesendet werden. Das Licht blinkt im Rhythmus der codierten Signale.

Museum Haus Konstruktiv (Zürich)

09.02.2017 - 07.05.2017 Marlow Moss - A Forgotten Maverick
Museum Haus Konstruktiv (Zürich)
Pressemitteilung
Marlow Moss (geboren 1889 in Kilburn, London, gestorben 1958 in Penzance, Cornwall) war eine der wenigen weiblichen Vorreiterinnen konstruktiver Malerei. Von 1916 bis 1917 hatte sie in London die St. John’s Wood School of Art und anschliessend die Slade School of Fine Art besucht, bevor sie 1919 für einige Jahre nach Cornwall übersiedelte. 1927 entschied sie, nach Paris zu gehen, wo sie an der Académie Moderne bei Fernand Léger studierte.
In Paris begegnete sie zum ersten Mal den neoplastizistischen Malereien Piet Mondrians; ein Schlüsselmoment, der für ihre weitere künstlerische Entwicklung wegweisend sein sollte. Anfang der 1930er Jahre sind ihre Gemälde jenen Mondrians zum Verwechseln ähnlich: Auch Moss verwendet nun ausschliesslich die Primärfarben Rot, Gelb und Blau sowie die Nichtfarben Weiss und Schwarz, um ein Gerüst aus geraden Linien und rektangulären Farbflächen aufzubauen. Nach und nach entwickelt sie hieraus ihren eigenen Stil. Um 1930 lernt sie Mondrian persönlich kennen. Auch mit Georges Vantongerloo und Jean Gorin steht Moss in regem Kontakt, gehört sie doch wie diese 1931 zu den Mitbegründern der Künstlervereinigung Abstraction-Création. Zu Beginn des Zweiten Weltkrieges verlässt sie Paris, um sich erneut – und diesmal endgültig – in Cornwall niederzulassen.

Das Gesamtwerk von Marlow Moss ist heute weitgehend in Vergessenheit geraten, in der Kunstgeschichtsschreibung findet es oft nur im Hinblick auf Mondrian und die Verwendung der Doppellinie Erwähnung: Moss hatte dieses dynamisierende Kompositionselement zweier dünner, parallel verlaufender Linien erstmals 1930 eingesetzt, es war eine originäre Erfindung der Künstlerin. Mondrian eignete sich dieses Element wenig später an und nannte es eine wichtige Erneuerung in der Entwicklung seines Werkes – ohne jedoch die Urheberin zu erwähnen. Das Museum Haus Konstruktiv möchte das wiederentdeckte Œuvre von Marlow Moss, das allzu lang im Schatten der berühmten männlichen Konstruktivisten stand, einer breiten Öffentlichkeit vorstellen.

Museum Haus Konstruktiv (Zürich)

09.02.2017 - 07.05.2017 Andrew Bick - original ghost variety shifted double echo
Museum Haus Konstruktiv (Zürich)
Pressemitteilung
Andrew Bick (geb. 1963 in Coleford, Gloucestershire, lebt und arbeitet in London) absolvierte zu Beginn der 1980er Jahre den Vorkurs am Cheltenham College of Art und setzte sein Malereistudium dann an der University of Reading sowie an der Londoner Chelsea School of Art fort. In seinen abstrakten Wachsbildern aus freien und geometrischen Formen amalgamiert er Zeichnung und Malerei, Linie und Fläche, Transparenz und Opazität, farbige und unbehandelte, glänzende und matte Oberflächen zu einem vielschichtigen und rätselhaften Ganzen. Bekanntheit erlangte Bick nicht nur durch seine architektonisch anmutenden Bildgefüge in der Nachfolge des britischen Konstruktivismus und der von Minimalismus, Konzeptkunst und Kybernetik geprägten Systems Art, sondern auch durch Kunst-am-Bau-Projekte und seine langjährige Tätigkeit als Kurator, Autor und Dozent.
Aus Bicks kritischer Auseinandersetzung mit Vorläufern der abstrakten und konkreten Moderne und mit den Grundlagen seines eigenen Kunstschaffens sind bereits zahlreiche Kooperationen und Projekte mit anderen Künstlerinnen und Künstlern hervorgegangen, unter ihnen (etwa gleich alt wie Bick) Eva Berendes, Katrina Blannin und Cullinan Richards oder (in den 1930er Jahren geboren) Norman Dilworth, Peter Lowe, Jeffrey Steele und Gillian Wise. Prägend ist auch hier die diskursive Herangehensweise, mit der der Künstler Verbindungslinien der Kunstgeschichte herausarbeitet oder neu anlegt.
Das Museum Haus Konstruktiv zeigt eine auf die Architektur der Ausstellungsräume bezogene, installative Inszenierung von Andrew Bicks jüngsten Werken und widmet ihm damit die erste museale Solopräsentation in der Schweiz.

Museum Haus Konstruktiv (Zürich)

09.02.2017 - 07.05.2017 Lisa Kränzler - KUX
Städtische Galerie Karlsruhe (Karlsruhe)
Pressemitteilung

Der Kunstpreis der Werner-Stober-Stiftung für das Jahr 2016 wurde an Lisa Kränzler verliehen. Die Auswahl für dieses S­ti­pen­dium trafen Mitglieder des Profes­so­ren­kol­le­gi­ums an der Staat­li­chen Akademie der Bildenden Künste in Karlsruhe. Lisa ­Kränz­ler, 1983 in Ravensburg geboren, studierte seit 2005 ­Ma­le­rei und Grafik an der Staat­li­chen Akademie der Bilden­den ­Künste in Karlsruhe. 2012 schloss sie ihr Studium als Meis­ter­schü­le­rin bei Tatjana Doll ab. Die Künstlerin ist seit 2012 auch schrift­stel­le­risch tätig und erzielt mit ihren Romanen ­be­acht­li­che Erfolge.

Im Bereich der bildenden Kunst widmet sie sich der Malerei und der Zeichnung. Kränzler gestaltet ihre großfor­ma­ti­gen, am ge­gen­ständ­li­chen orien­tier­ten Gemälde ganz aus der Farbe, wobei die Nähe zum Cartoon deutlich wird. Als Materialen nutzt sie Lack, eine konven­tio­nelle Anstreich­farbe, die sie auf Papier ­auf­trägt. "Kränzler ist, was die Malerei betrifft, mit der Aus­höh­lung von deren Konvention beschäf­tigt. Sie geht dieser ­Be­schäf­ti­gung mit Unver­fro­ren­heit und Rücksichts­lo­sig­keit nach, jedoch ohne Naivität." Als verbin­den­des Element zwischen ­bil­den­der Kunst und Schrift­stel­le­rei können ihre Zeich­nun­gen an­ge­se­hen werden, "als in ihnen dauernd zwischen Texten und Bil­dern, aufge­tra­ge­nen Farben und maschi­nen­ge­schrie­be­nen ­Buch­sta­ben oder Sichtbarem und Lesbarem hin- und herge­sprun­gen wird." (Zitate: Ulrich Loock 2016)

Städtische Galerie Karlsruhe (Karlsruhe)

05.02.2017 - 07.05.2017 Ernst Beyeler und seine Sammlung
Fondation Beyeler (Riehen)
Pressemitteilung
Die Fondation Beyeler feiert im Jahr 2017 ihren 20. Geburtstag mit drei besonderen Ausstellungen ihrer Sammlung. Über das Jahr hindurch wird die Sammlung Beyeler aus drei verschiedenen Perspektiven gezeigt: Mit einem Blick zurück, einem Blick in die Gegenwart und einem Blick nach vorne.

Die erste Sammlungsausstellung (5. Februar bis 7. Mai 2017) ist eine Hommage an die Museumsgründer Ernst und Hildy Beyeler und empfindet die allererste Sammlungshängung bei der Eröffnung der Fondation Beyeler vor 20 Jahren nach. Dabei werden die persönliche Sicht des Gründerehepaars auf ihre eigene Sammlung und somit auch der Ausgangspunkt für zukünftige Präsentationen nochmals ersichtlich.

Fondation Beyeler (Riehen)

03.02.2017 - 18.06.2017 Ans andere Ende der Welt Japan und die europäischen Meister der Moderne
Staatsgalerie Stuttgart (Stuttgart)
Pressemitteilung
Kaum eine Mode beeinflusste die Künstler des ausgehenden 19. Jahrhunderts nachhaltiger als die Begeisterung für Japan: In der fremden Bildwelt Edos (dem heutigen Tokio) begegneten sie der bunten Welt des Theaters, der Vergnügungsviertel und der Mode. Vor allem im Medium des Farbholzschnittes gelangten diese »Szenen aus der fließenden Welt«
(Ukiyo-e) genannten Bilder nach Europa, wo sie Künstler wie Sammler gleichermaßen begeisterten.
Im Graphik-Kabinett der Staatsgalerie findet zeitgleich zur Ausstellung »Aufbruch Flora. Meisterwerke aus der Sammlung Arthur und Hedy Hahnloser-Bühler« eine Präsentation japanischer Farbholzschnitte aus eigenem Bestand statt. In der Gegenüberstellung mit Werken europäischer Künstler wie Pierre Bonnard und Edouard Vuillard, Paul Gauguin und Henri de Toulouse-Lautrec – eben jenen Künstlern, deren Werke in der Sammlung Hahnloser repräsentiert sind – wird deutlich, wie diese sich auf ihrer Suche nach neuen Ausdrucksformen von der Schönheit und Ausdruckskraft der geschwungenen Linie, der simultanen Perspektive und der überbordenden Ornamentik der farbenfrohen japanischen Drucke inspirieren ließen.

Staatsgalerie Stuttgart (Stuttgart)

03.02.2017 - 18.06.2017 Aufbruch Flora Meisterwerke aus der Sammlung Arthur und Hedy Hahnloser-Bühler
Staatsgalerie Stuttgart (Stuttgart)
Pressemitteilung
In der Überzeugung, dass man am Puls der Zeit leben müsse, trug das Schweizer Ehepaar Arthur und Hedy Hahnloser-Bühler zwischen 1906 und 1936 eine umfangreiche Sammlung postimpressionistischer Kunst zusammen. Von van Gogh bis Cézanne, von Manet bis Vallotton, von Manguin bis Renoir sind darin nahezu alle großen Vorreiter der künstlerischen Moderne vertreten. Schwerpunkte der einzigartigen Kollektion liegen bei den Nabis-Künstlern Félix Vallotton, Pierre Bonnard und Édouard Vuillard sowie den Fauves um Henri Matisse.
Durch ihre Werke und den freundschaftlichen Austausch, der Künstler und Sammler verband, wurde die Villa Flora, das Wohnhaus der Hahnlosers in Winterthur, zu einem Ort der Einheit von Kunst und Leben und des Aufbruchs in die Moderne. Ihre Strahlkraft wirkte sich über die Grenzen des privaten Mäzenatentums hinaus befruchtend auf das öffentliche Sammeln aus.
Die Ausstellung »Aufbruch Flora« wird rund 100 Gemälde und Skulpturen von 15 Künstlern aus der historischen Sammlung Hahnloser präsentieren. Diese treten unweigerlich in einen Dialog mit den Beständen der Staatsgalerie Stuttgart, was die Unterschiede des privaten und öffentlichen Sammelns verdeutlicht.

Staatsgalerie Stuttgart (Stuttgart)

02.02.2017 - 01.05.2017 Susanne Neiss und Sammlung Rastatt - Fotografien
Städtische Galerie Fruchthalle (Rastatt)
Pressemitteilung
Die aus Worms stammende, in Mannheim lebende Künstlerin arbeitet überwiegend mit Fotografie – und unterläuft zugleich die konventionellen Erwartungen an dieses Medium. Ihre Farbaufnahmen zeigen periphere Situationen aus unterschiedlichen Betrachterpositionen, teils unscharf oder aus großer Ferne, etwa durch eine Fensterscheibe gesehen.

Weiterhin sorgt der gewählte Bildausschnitt dafür, dass sich der Eindruck des Abstrakten einstellt und die fotographischen Aufnahmen mitunter den Charakter reiner Farbmalerei annehmen. Dabei wirken die Bilder lichtdurchflutet und transparent, dann wieder dämmrig in Regen gehüllt oder bannen aus großer Nähe ein Ensemble edler Farben, dessen
Gegenständlichkeit im Unklaren bleibt, aber selbst eine faszinierende Präsenz besitzt.

Susanne Neiss entwickelt ihre Fotografien in Serien, die ein Themenfeld assoziativ berühren und diesem doch nichts von seiner subjektiven Erfahrbarkeit und seinem Reichtum nehmen. Jedes Bild ist für sich ein eigenes visuelles, ästhetisches Erlebnis. Es übereignet seine
Bedeutung unserer emotionalen Gestimmtheit in Verbindung mit der intuitiven
Kombinatorik.

Die in Kooperation mit der Herbert-Weisenburger-Stiftung gezeigte Schau wird inszenatorisch ergänzt mit Fotokunst aus der Sammlung Rastatt, darunter von so namhaften Fotografen wie Roland Fischer, Robert Häusser, Thomas Ruff, Martin Zeller und Ralf Cohen sowie Fotoarbeiten von Hetum Gruber und Foto-Malerei-Kombinationen von Sandra Eades und Johanna Helbling Felix.

Parallel zur Ausstellung werden im „Kabinett Westermann“ die Objektboxen internationaler Fotografinnen und Fotografen aus der Sammlung Westermann gezeigt.

Abbildung:
Susanne Neiss, ohne Titel, aus der Serie: somewhere, 2007, Fotografie auf Aludibond, 85 x 127,5 cm

Städtische Galerie Fruchthalle (Rastatt)

02.02.2017 - 07.05.2017 Ein Mecklenburger in Rom Ferdinand Ruscheweyh – eine Wiederentdeckung
Staatliches Museum Schwerin / Ludwigslust / Güstrow (Schwerin)
Pressemitteilung
Kabinettausstellung in der Galerie Alte & Neue Meister Schwerin

Im Jahr 2016 erwarb das Staatliche Museum den Nachlass von Ferdinand Ruscheweyh (1785–1846). Dazu gehören ein Selbstporträt, eine Autobiographie und acht Skizzenbücher mit Reiseerlebnissen und Veduten aus Italien.
Dieser umfangreiche Ankauf ermöglicht eine umfassende Neubewertung
des Wirkens des Künstlers.
Ferdinand Ruscheweyh war einer der bedeutendsten Reproduktionsstecher einer Gruppe von Künstlern, die als Nazarener bezeichnet wurden. Dieser deutschsprachige Künstlerkreis ging um 1800 nach Italien, um in Rom unter Orientierung an der Malerei der Renaissance die Kunst zu reformieren.
Der in Neustrelitz geborene Ruscheweyh studierte in Berlin und Wien und reiste im Jahr 1808 ebenfalls nach Rom, wo er 24 Jahre lebte. Erst 1833 kehrte er nach Neustrelitz zurück.
Zu Ruscheweyhs bedeutendsten Stichwerken gehören die Reproduktionen nach Zeichnungen von Peter Cornelius zu Johann Wolfgang von Goethes „Faust“ und die Stiche nach Johann Martin Wagner zum „Eleusinischen Fest“ von Friedrich Schiller. Er arbeitete weiterhin nach so wichtigen Vertretern der nazarenischen Kunst wie Asmus Jacob Carstens, Friedrich Overbeck und Franz Pforr.
In den folgenden Jahren wird in Kooperation mit der Universität Göttingen
der Nachlass des Künstlers aufgearbeitet und anschließend die Ergebnisse in einer Tagung diskutiert. Eine umfassende Publikation ist geplant.
Die aktuelle Kabinettausstellung präsentiert den Neuankauf erstmals der Öffentlichkeit zusammen mit einer Auswahl der im Schweriner Kabinett vorhandenen Druckgraphiken Ruscheweyhs.

Staatliches Museum Schwerin / Ludwigslust / Güstrow (Schwerin)

22.01.2017 - 28.05.2017 Claude Monet
Fondation Beyeler (Riehen)
Pressemitteilung
Zu ihrem 20. Geburtstag präsentiert die Fondation Beyeler einen der bedeutendsten und beliebtesten Künstler: Claude Monet. Die Ausstellung ist ein Fest des Lichts und der Farben. Sie beleuchtet die künstlerische Entwicklung des französischen Malers von der Zeit des Impressionismus bis zum berühmten Spätwerk. Zu sehen sind seine Landschaften am Mittelmeer, wilde Atlantikküsten, die Flussläufe der Seine, Blumenwiesen, Heuhaufen, Seerosen, Kathedralen und Brücken im Nebel. Der
Künstler experimentierte in seinen Bildern mit wechselnden Licht- und Farbenspielen im Verlauf der Tages- und Jahreszeiten. Mit Spiegelungen und Schatten gelang es Monet, magische Stimmungen zu erzeugen.

Claude Monet war ein grosser Pionier, der den Schlüssel zum geheimnisvollen Garten der modernen Malerei gefunden und allen die Augen für ein neues Sehen der Welt geöffnet hat.

Die Ausstellung vereint 50 Meisterwerke aus privaten Sammlungen und renommierten Museen wie dem Musée d’Orsay in Paris, dem japanischen Pola Museum of Art, dem Metropolitan Museum in New York und dem Art Institute in Chicago.

Fondation Beyeler (Riehen)

01.01.2017 - 31.12.2017 Videobox Museum Matters
Staatsgalerie Stuttgart (Stuttgart)
Pressemitteilung
Ist das Museum ein kollektiver Speicher von Wissen oder Plattform für Experimente? White Cube oder Werkstatt? Architekturikone oder interaktiver Ort der Kommunikation?
Unter dem Titel »Museum Matters« konzentriert sich die aktuelle Reihe der Videobox auf Arbeiten von jüngeren und etablierten Künstlern und Filmemachern, die das Museum zu ihrem Gegenstand machen. Dokumentarisch, experimentell, essayistisch oder narrativ nehmen sie Museen, ihre Ansätze, Präsentationen und Formen der Vermittlung in den Blick, um Bedingungen von Sammlungen sichtbar zu machen und alternative Archive herauszufordern.
Im zweimonatigen Wechsel werden ausgewählte Filme und Videos von internationalen jüngeren wie etablierten Künstlern gezeigt, die dokumentarisch, experimentell, essayistisch oder narrativ arbeiten.

Staatsgalerie Stuttgart (Stuttgart)

16.12.2016 - 14.05.2017 Julian Rosefeldt: MANIFESTO
Staatsgalerie Stuttgart (Stuttgart)
Pressemitteilung
Die Freunde der Staatsgalerie – Stuttgarter Galerieverein haben 2016 MANIFESTO von Julian Rosefeld erworben. Die Staatsgalerie bedankt sich für diesen spektakulären Ankauf mit einer aufwändigen Inszenierung der 13-teiligen Filminstallation.
Rosefeldts jüngste Arbeit ist eine Hommage an das Künstlermanifest von Dada, Fluxus, Pop Art, Konzeptkunst bis Dogma 95 und fragt nach der Rolle der Kunst in der Moderne. Durch Kürzung und Kombination der historischen Manifestschriften entstanden poetische Textcollagen, die von der Oscar-Preisträgerin Cate Blanchett in 13 verschiedenen Rollen gesprochen und verkörpert werden. Ob als Choreographin eines Tanzensembles, Grundschullehrerin, Trauerrednerin, Fabrikarbeiterin, Börsenmaklerin oder als obdachloser Mann, immer holen diese Charaktere die historischen Manifeste in die heutige Alltagswelt. Die Radikalität der Texte, Rosefeldts Bildwelten und Blanchetts Wandlungsfähigkeit verbinden sich in MANIFESTO zu einem dichten Vokalkonzert.
MANIFESTO ist eine gemeinsame Produktion des Australian Centre for the Moving Image Melbourne, der Art Gallery of New South Wales Sydney, der Nationalgalerie - Staatliche Museen zu Berlin und dem Sprengel Museum Hannover. Das Projekt wurde von der Ruhrtriennale und der Burger Collection Hongkong koproduziert. Es entstand dank der großzügigen Unterstützung des Medienboards Berlin-Brandenburg und in Kooperation mit dem Bayerischen Rundfunk.

Staatsgalerie Stuttgart (Stuttgart)

11.12.2016 - 23.04.2017 Albrecht Kunkel: QUEST Fotografien 1989 – 2009
ZKM | Zentrum für Kunst und Medien (Karlsruhe)
Pressemitteilung
Das ZKM präsentiert in einer Einzelausstellung erstmals die Werke des deutschen Künstlers Albrecht Kunkel (1968–2009). Seine fotografischen Arbeiten konzentrieren sich auf Landschaften und Räume, die von historischer, kultischer oder sozialer Bedeutung sind. Er legt den Fokus auf kulturelle Praktiken und Handlungsweisen. Dabei war er stets ein Suchender, in dessen Werk weit voneinander entlegene Orte und Zeiten aufeinandertreffen, darunter prähistorische Höhlen (1996/1998), die Ausgrabungsstätten in Troja (2002), die Filmfestspiele in Cannes (2003), der Times Square in New York (2004) oder die heiligen Stätten Jerusalems (2007).

Diese heterogene, scheinbar beliebige Wahl der Motive erweist sich in einer erweiterten Perspektive als Suche nach den ersten und letzten Fragen menschlicher Existenz – und danach, wie diese heute noch wahrgenommen werden. Kunkels Arbeiten forschen nach einer Verortung der Kultur in ihren historischen und zeitgenössischen Ausprägungen. Sie zeigen bedeutsame Orte des kollektiven Gedächtnisses und verweisen auf die bildimmanente Konstruktion von Geschichte und Wirklichkeit, die Kunkel in den Möglichkeiten der Fotografie auslotete.

Das ZKM zeigt mit der Ausstellung Albrecht Kunkel. Quest erstmals eine umfassende Werkschau des 2009 in Berlin verstorbenen Fotografen. Kunkel studierte bei Thomas Struth, Bernd und Hilla Becher und war Meisterschüler bei Katharina Sieverding. Er lebte in Berlin, Paris und New York. Sein fotografischer Nachlass ging 2013 als Schenkung an die Sammlung des ZKM | Zentrum für Kunst und Medien.

Zur Ausstellung erscheint im Verlag für moderne Kunst eine ca. 200-seitige Publikation mit Texten von Jana Duda, Ursula Frohne und Christian Katti, Erec Gellautz und Mirjam Lewandowsky.

Impressum

Erec Gellautz (Kurator/in)

Ausstellungsteam

Technische Projektleitung: Christof Hierholzer
Registrar: Regina Linder

ZKM | Zentrum für Kunst und Medien (Karlsruhe)

10.12.2016 - 17.04.2017 Orientbilder. Fotografien 1850 – 1910 Fotografie
Kunstsammlung Jena (Jena)
Pressemitteilung
Betrachtet man die Geschichte der Orient-Fotografie, die hier in gut 200 zwischen 1850 und 1910 entstandenen Aufnahmen aufgeblättert wird, so kann man die allmähliche Verfestigung der Bilder der Fremde, die doch so vertraut ist, verfolgen. Wir sehen, wie aus vielen einzelnen Bildern, die höchst unterschiedliche Aspekte zeigen, ein Orientbild wird, das dann um 1900 so allgemein geworden ist, dass es keiner genaueren Bezeichnungen der aufgenommenen Orte mehr bedarf. In der Kunstfotografie ist der Orient ortlos und auch zeitlos geworden: Er ist nun ein reines Reich des Bilder und Phantasmen. Heute, aus zeitlichem Abstand, können wir hinter die Kulissen schauen. Wir können die Inszenierungsstrategien in den Blick nehmen und die Bilder studieren als das, was sie sind: als Bilder des Orients.
Die Ausstellung und der Katalog gehen zurück auf ein Projektseminar an der Universität Konstanz, das unter der Leitung von Bernd Stiegler und Felix Thürlemann im Sommersemester 2014 und Wintersemester 2014/15 stattfand. In dem Seminar wurde gemeinsam die Ausstellung konzipiert und die Beiträge für den Katalog mitsamt den Recherchen zu den einzelnen Exponaten erarbeitet.

Kunstsammlung Jena (Jena)

07.12.2016 - 30.04.2017 Fast Forward Science 2016 Der Webvideo Wettbewerb für die Wissenschaft
ZKM | Zentrum für Kunst und Medien (Karlsruhe)
Pressemitteilung
Sie informieren, überraschen, stecken voller Wissenschaft – und werden am ZKM präsentiert: die Gewinner-Videos von »Fast Forward Science«.

Für »Fast Forward Science« waren ForscherInnen, eingefleischte WebvideomacherInnen, KünstlerInnen, aber auch alle an der Wissenschaft Interessierte auch in diesem Jahr wieder aufgerufen, außergewöhnliche Videos zu aktuellen Forschungsthemen einzureichen, die gleichzeitig unterhalten, wissenschaftlich fundiert und verständlich sind.

Aus 116 Einreichungen hat eine Jury die Preisträgerinnen und Preisträger in drei Kategorien gewählt. Zudem wurde gemeinsam mit der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) erstmals der Spezialpreis MeerWissen für Jugendliche vergeben. Das YouTube-Publikum durfte außerdem seine eigenen Favoriten mit Community Awards auszeichnen. Am 6. Dezember 2016 werden die Preisträger des mit insgesamt 20.000 Euro dotierten Wettbewerbs im Rahmen des 9. Forums Wissenschaftskommunikation in Bielefeld geehrt und im Anschluss werden die Gewinnervideos im ZKM ausgestellt.

Der Wettbewerb soll eine größere Sichtbarkeit für deutschsprachige Wissenschaftswebvideos erzielen und das Medium Webvideo stärker als inhaltlich fundiertes, unterhaltsames und massentaugliches Kommunikationsmittel für wissenschaftliche Themen wahrgenommen werden.

Der mit insgesamt 20.000 € dotierte Webvideo-Wettbewerb ist ein gemeinsames Projekt von Wissenschaft im Dialog und dem Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft und wird von der Schering Stiftung unterstützt

ZKM | Zentrum für Kunst und Medien (Karlsruhe)

03.12.2016 - 17.04.2017 Bénédicte Peyrat. Das gewöhnliche Leben Malerei und Fayencen
Kunstsammlung Jena (Jena)
Pressemitteilung
Die französische Künstlerin Bénédicte Peyrat entführt uns in geheimnisvolle, arkadische Landschaften, die mit traumwandlerischen, phantasmagorischen Entdeckungen überraschen. Hier ist alles anders, voller Überraschungen, und es ist schwer zu sagen, welche Rolle die Künstlerin den handelnden Personen zugedacht hat. Ein Hase thront auf barockem Polster, eine venezianische Gondel steht im Wald und auch sonst stehen die Dinge in merkwürdigen Beziehungen. Die Künstlerin liebt die Fülle und es scheint, als wenn Begegnungen in Verwandlungen münden und sich der Kosmos aus Tieren, Menschen und Dingen immer neu definiert.
Schwieriger ist die geografische oder zeitliche Verortung von Peyrats Bildern, die sich direkter Aufklärung bewusst entziehen, aber immer wieder den Dialog mit den Epochen und Stilen der Kunstgeschichte aufnehmen. Bénédicte Peyrat verschmilzt verschiedenste Stile und schöpft aus einer Fülle von Einfällen, die sich scheinbar mit jeder Figuration neu aufbauen.
In ihren keramischen Arbeiten greift Peyrat die Motive und Figuren aus ihren Gemälden auf, gibt ihnen räumlich Tiefe und entwickelt in den skulpturalen Arbeiten eine größere Plastizität. Diese im Werk der Künstlerin noch relativ neue Technik erfordert zügiges und exaktes Arbeiten, denn der Scherben trocknet schnell und erlaubt keine Korrekturen. Die blaue Bemalung auf weißem Fond erinnert an das charakteristische Blau der Delfter Fayencen des 17. Jahrhunderts.
Bénédicte Peyrat hat in den vergangenen Jahren ein eigenwilliges und originäres Werk entwickelt, dass gerade dadurch auffällt, weil es sich nirgendwo einfach integriert. In den vergangenen Jahren haben wir immer wieder Positionen der internationalen Kunstszene vorgestellt, die sich in erfreulicher Weise vom Mainstream abheben.

Zur Ausstellung ist ein Katalog geplant.

Kunstsammlung Jena (Jena)

26.11.2016 - 30.04.2017 Beat Generation
ZKM | Zentrum für Kunst und Medien (Karlsruhe)
Pressemitteilung
Das ZKM | Karlsruhe präsentiert die Ausstellung »Beat Generation« als zweite Station nach dem Centre Pompidou in Paris. Bereits in den letzten Jahren hat das ZKM den leitenden Figuren der Beat Generation wie William S. Burroughs oder Allen Ginsberg große Ausstellungen gewidmet. In dieser neuen Ausstellung wird nun erstmals ein Überblick über die literarische und künstlerische Bewegung geliefert, die Ende 1940er-Jahre entstanden ist. Wurden damals die »Beatniks« als subversive Rebellen betrachtet, so werden sie heute als Akteure einer der wichtigsten kulturellen Richtungen des 20. Jahrhunderts wahrgenommen.

Die Beat Generation, die in den Jahren nach dem Zweiten Weltkrieg, in den Anfängen des Kalten Krieges entstand, schockte das puritanische Amerika McCarthys. Sie antizipierte nicht nur die Jugendkultur, die sexuelle Befreiung (Queer, Gay Pride, etc.) und die psychedelische Drogenbewegung der 1960er, sondern schuf vor allem neue kulturelle Formen in Literatur, Musik, Malerei, Fotografie und Film. Die im ZKM präsentierte Schau entfaltet die geografischen Fixpunkte der Bewegung, die von New York bis San Francisco, von Tanger bis Paris und London reichen. Sie zeichnet sowohl den wechselnden geografischen Schwerpunkt der Bewegung nach als auch ihre stetig sich verändernden künstlerischen Ausprägungen.

Die Keimzelle der Beat Generation war die Columbia University in New York. Dort begegneten sich 1944 William Burroughs, Allen Ginsberg und Jack Kerouac. Später verlagerte sich die Bewegung an die Westküste der USA, wo sie um den City Lights-Buchladen, den Verlag von Lawrence Ferlinghetti in San Francisco und für kurze Zeit auch um die Six Gallery kreiste – dort fand am 7. Oktober 1955 auch die gefeierte Lesung des Gedichts Howl von Ginsberg statt. Sie löste ein Gerichtsverfahren – mit dem Vorwurf Obszönität – aus und verschaffte den Dichtern der Beat Generation schlagartig eine paradoxe Berühmtheit. Von 1957 bis 1963 konzentrierte sich ihr Wirkungskreis auf Paris: William Burroughs, Gregory Corso, Allen Ginsberg, Peter Orlovsky, Brion Gysin und viele andere wohnten regelmäßig im sogenannten »Beat Hotel« in der 9 rue Gît-le-Coeur. Das Paris der Nachkriegsjahre wurde zu einem Labor für Experimente in Bild und Ton. In der Folge dehnte sich besonders die literarische Methode des Cut-up einflussreich in England, Deutschland und von dort aus in andere Länder aus. Der Virus der Subversion, der alte Paläste einstürzen ließ, bereitete sich von New York in die ganze Welt aus und lieferte das erste Modell der Gegenkultur (Counter-Culture), die heute in den utopische Visionen der Cyber-Culture ihr Echo findet, z.B. zurück in San Francisco im Silicon Valley. Ein großer Teil gegenwärtiger mehrheitsfähiger Kunstformen wie etwa der Rap ist von der alternativen Untergrundkultur infiziert.
Impressum

Peter Weibel (Kurator/in)
Jean-Jacques Lebel (Kurator/in)
Philippe-Alain Michaud (Kurator/in)
Lívia Nolasco-Rózsás (Projektleitung)

Kooperationspartner

Die Ausstellung wird vom Centre Pompidou, Musée National d’Art Moderne, Paris in Zusammenarbeit mit ZKM | Zentrum für Kunst und Medien organisiert

ZKM | Zentrum für Kunst und Medien (Karlsruhe)

09.11.2016 - 30.04.2017 Gideon Bachmann: Film Art on Air Gideon Bachmanns Gespräche mit Filmpersönlichkeiten.
ZKM | Zentrum für Kunst und Medien (Karlsruhe)
Pressemitteilung
Filmgeschichte ohne Bilder: Gideon Bachmanns Gespräche mit Kinopersönlichkeiten wurden zwischen 1955 und 1964 im New York Rundfunk ausgestrahlt. In seinen Sendungen »Film Forum« und »The Film Art« stellte Bachmann Film-Leute vor, von denen viele heute weltbekannt sind, aber damals noch zu entdecken waren.

»Film Art on Air« präsentiert eine Auswahl von 44 der rund 500 Gespräche, die Bachmann führte: Zu hören sind Dokumentarfilmer wie Jean Rouch und Leni Riefenstahl, Vertreter des Experimentalfilms wie Maya Deren und Hans Richter, Größen des Neuen Europäischen Films wie Jean-Luc Godard und Federico Fellini und Schauspielerinnen und Schauspieler wie Jean Seberg und Rod Steiger.

In seinen ausschließlich auf englisch geführten jeweils etwa halbstündigen Gesprächen ging es Bachmann nicht um technische Details, Klatschgeschichten oder Erfolg und Misserfolg von Filmen, sondern um die einfache Frage: »Warum machen Sie das?«

Bachmann geboren 1927, lebte bis 1936 in Heilbronn, war dann in Palästina, den USA, Italien und England zu Hause und wohnt seit 1996 in Karlsruhe in Sichtweite des ZKM. Sein großes in der ganzen Welt gesammeltes Audioarchiv betrachtet Bachmann als Teils seines Projekts »Vox Humana«, einem Archiv der menschlichen Stimme, deren Medium das Radio ist.

Das Vox Humana Archiv

Gideon Bachmanns Interviewsammlung »Vox Humana« zählt zu den Beständen des Archivs des ZKM | Zentrum für Kunst und Medien Karlsruhe und wird derzeit in einem Kooperationsprojekt mit der Staatlichen Hochschule für Gestaltung (HfG) erschlossen.
Partner

MFG Medien- und Filmgesellschaft Baden-Württemberg; Staatliche Hochschule für Gestaltung (HfG)

ZKM | Zentrum für Kunst und Medien (Karlsruhe)

27.10.2016 - 31.03.2017 Karl Hubbuch – Der Zeichner
Städtische Galerie Karlsruhe (Karlsruhe)
Pressemitteilung


Wie kein anderer Künstler seiner Zeit hat Karl Hubbuch den Ruf seiner Heimat­stadt Karlsruhe als bedeu­ten­der Kunststadt gepräg­t und weit über die Grenzen hinausge-tragen. Neben George Grosz und Otto Dix zählt er zu den promi­nen­ten Vertretern des Veris­mus und der Neuen Sachlich­keit in Deutsch­land. Diese Künstler hatten ­sich - desil­lu­sio­niert von den Erfah­run­gen des Ersten Weltkriegs­ und hellwach gegenüber den politi­schen und gesell­schaft­li­chen ­Ent­wick­lun­gen in der Weimarer Republik - einer genau ­be­ob­ach­ten­den Bildspra­che zugewandt. Hubbuchs kriti­scher Rea­lis­mus wurde in Deutsch­land vor allem durch die Teilnahme des Künst­lers an der epochalen Ausstel­lung "Neue Sachlich­keit" 1925 in der Mannheimer Kunsthalle und durch seine Lehrtä­tig­keit an der Karlsruher Kunst­aka­de­mie (damals Badische Landes­kunst­schu­le ­ge­nannt) bekannt.

1933 wurde er als erster Professor der Landes­kunst­schule vom NS-Regime entlassen. Als die Kunst­aka­de­mie im Herbst 1947 ihren ­Be­trieb wieder aufnahm, gehörte er zu den erneut berufe­nen ­Lehr­kräf­ten. Gemälde und Zeich­nun­gen von seiner Hand sind in­ter­na­tio­nal in zahlrei­chen namhaften Museen vertreten. Mit über 300 Werken und einer Vielzahl an wichtigen Autogra­phen und his­to­ri­schen Dokumenten besitzt die Städtische Galerie Karls­ru­he ei­nen der größten Bestände an Arbeiten und Archi­va­lien von Karl Hub­buch. Zum 125. Geburtstag des am 21. November 1891 in Karls­ruhe geborenen Künstlers wird eine Auswahl aus der eigenen ­Samm­lung präsen­tiert. Unter den etwa 85 Exponaten aus den Jahren 1919 bis 1970 sind auch zahlreiche in jüngster Vergan­gen­heit er­wor­bene Zeich­nun­gen und Druck­gra­fi­ken zu entdecken.

Foto: Karl Hubbuch, Hurra-Titelentwurf für Zakpo, 1930, Städtische Galerie Karlsruhe,© Karl Hubbuch Stiftung, Freiburg/Br.

Städtische Galerie Karlsruhe (Karlsruhe)