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Pressemitteilungen
Pressemitteilungen
05.03.2027 - 13.06.2027 Arnold Böcklin. Fantastische Welten
Hessisches Landesmuseum Darmstadt (Darmstadt)
Pressemitteilung
Im großen Jubiläumsjahr des in der Schweiz geborenen Künstlers Arnold Böcklin (1827–1901) bildet Darmstadt den Auftakt einer Ausstellungsreihe in den Städten Berlin, Leipzig und Basel.

Als einer der herausragenden Maler des Symbolismus prägte Arnold Böcklin mit seinem Werk die deutsche Kunst in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts entscheidend mit. Ruhm allerdings wurde ihm erst spät zuteil.

Dank der Stiftung des Industriellen Maximilian von Heyl und seiner Ehefrau im Jahr 1924 verfügt das Hessische Landesmuseum Darmstadt über einen herausragenden Bestand an Gemälden Böcklins sowie mehr als 60 Handzeichnungen aus der Graphischen Sammlung. Ergänzt durch hochkarätige Leihgaben aus renommierten Museen wie dem Kunstmuseum Basel, dem Museum der bildenden Künste in Leipzig, der Alten Nationalgalerie – Staatliche Museen zu Berlin, dem Museum Folkwang in Essen oder dem Von der Heydt-Museum in Wuppertal entsteht eine Präsentation von besonderer Qualität und Dichte – eine Konstellation, wie sie in Darmstadt seit über fünf Jahrzehnten nicht mehr zu erleben war.

Die Ausstellung eröffnet neue Perspektiven auf Böcklins symbolistische Kunst. Sie beleuchtet seine Position zwischen Historismus und den Anfängen der Moderne und hinterfragt die bis heute ambivalente Rezeption seines Werks. Welche gesellschaftlichen Vorstellungen spiegeln sich in seinen Bildern wider? Und warum gewinnen diese in einer von Unsicherheit und Umbrüchen geprägten Gegenwart erneut an Aktualität?

Die Sonderausstellung ist eine Kooperation mit dem Museum der bildenden Künste in Leipzig.

Die Ausstellung steht unter der Schirmherrschaft Ihrer Exzellenz Livia Leu, Botschafterin der Schweiz in der Bundesrepublik Deutschland.

Hessisches Landesmuseum Darmstadt (Darmstadt)

19.02.2027 - 01.01.2034 Simply the Best! Die Highlights der Klassischen Moderne der Staatsgalerie Stuttgart im Kunstgebäude
Staatsgalerie Stuttgart (Stuttgart)
Pressemitteilung
Ab dem 19.2.2027 und während der Sanierungsphase der Staatsgalerie bis voraussichtlich 2034 zeigen wir unsere herausragende Sammlung des 20. Jahrhunderts im Kunstgebäude am Schlossplatz.

Die streng chronologische Ordnung der nach Dekaden sortierten Interimspräsentation bringt Gemälde und Skulpturen zusammen, die in dieser Form erstmals aufeinandertreffen. Dies ermöglicht neue Blicke auf unsere Sammlung. Die besonderen Räumlichkeiten des Kunstgebäudes verwandeln wir in »Zeitkapseln«, in denen das Publikum die Highlights der Jahrzehnte von 1900 bis 1970 erlebt.

Die Präsentation im Kunstgebäude verdeutlicht eindrücklich Zusammenhänge zwischen Zeitgeschehen und künstlerischen Arbeiten und ordnet dabei historische Ereignisse aus dem Blick aktueller Fragestellungen ein. So werden die Provenienzforschung, unsere Sammlungsgeschichte und der Mangel weiblicher Positionen in unserem Bestand, sogar noch im 20. Jahrhundert, anhand der Originale sichtbar.

Freuen Sie sich auf Ihre Meisterwerke!

»Simply the Best!« von Picasso, Beckmann, Schlemmer, Modersohn-Becker, Rothko, Warhol, Lassnig, Modigliani und vielen anderen mehr.

Abbildung: Ernst Ludwig Kirchner, Straßenszene (Friedrichstraße Berlin), 1914, Staatsgalerie Stuttgart, erworben 1953

Staatsgalerie Stuttgart (Stuttgart)

04.12.2026 - 11.04.2027 Alles surreal?! Fotografie im Kosmos des Surrealismus
Staatsgalerie Stuttgart (Stuttgart)
Pressemitteilung
Der Surrealismus gilt als eine der folgenreichsten geistigen und künstlerischen Bewegungen des 20. Jahrhunderts. Die Ausstellung »Alles surreal?! Fotografie im Kosmos des Surrealismus« setzt das Medium Fotografie in einen Dialog mit Gemälden, Zeichnungen, Skulpturen, Objekten und Filmausschnitten und würdigt damit anlässlich des 200-jährigen Jubiläums der Fotografie erstmals in diesem Umfang deren besondere Bedeutung für die Künstlerinnen und Künstler der prägenden Kunstbewegung.

1924 von André Breton in Paris begründet, erfassen surrealistische Tendenzen ausgehend von der Literatur ab Mitte der 1920er-Jahre auch Malerei und Bildhauerei und bewirken überdies eine neuartige Ästhetik in den noch jungen Medien Film und Fotografie. Mittels ungewöhnlicher Perspektiven und experimenteller Techniken wie Solarisation, Mehrfachbelichtung, Montagen und Collagen loten surrealistische Fotografinnen und Fotografen fortan die Grenzen des Mediums neu aus und heben bisherige Sehgewohnheiten aus den Angeln. Schockiert von der Sinnlosigkeit des Ersten Weltkriegs und beeinflusst von den Schriften Sigmund Freuds übersteigen ihre Werke radikal die Ebenen von Vernunft und Logik und lassen das Assoziative und Traumhafte in den Vordergrund treten. Im Mittelpunkt steht dabei immer wieder auch der menschliche Körper, der seziert und verfremdet wird, um einer vermeintlichen Wirklichkeit näher zu kommen. Mit ihren inszenierten Realitäten wagen die Surrealistinnen und Surrealisten einen Gegenentwurf zum Weltbild der bürgerlichen Gesellschaft mitsamt ihren als verlogen empfundenen Moralvorstellungen und leisten auf diese Weise einen wesentlichen Beitrag zur Moderne, dessen Nachhall bis heute in Werbung, Film und Kunst allgegenwärtig ist.

Die Ausstellung zeigt neben rund 250 Fotografien aus der im Sommer 2025 mit Mitteln der Museumsstiftung Baden-Württemberg erworbenen Sammlung von Dietmar Siegert mehr als 40 Gemälde, Skulpturen, Objekte und Arbeiten auf Papier aus eigenem Bestand sowie hochwertige Leihgaben aus internationalen Museen und Privatsammlungen. Es erscheint ein wissenschaftlicher Begleitkatalog mit einem Bestandsverzeichnis der surrealistischen Fotografie in der Sammlung der Staatsgalerie.

Die Ausstellung steht unter der Schirmherrschaft des französischen Botschafters in Deutschland, S.E. François Delattre.

Abbildung: Philippe Halsman, Dalí Atomicus, ca. 1948, Staatsgalerie Stuttgart, Graphische Sammlung, erworben 2025 aus Mitteln der Museumsstiftung Baden-Württemberg, Sammlung Dietmar Siegert, © Philippe Halsman Estate 2026, Salvador Dalí, Fundació Gala-Salvador Dalí / VG Bild-Kunst, Bonn 2026

Staatsgalerie Stuttgart (Stuttgart)

21.11.2026 - 07.02.2027 Martin Parr: Parrathon
Kunstmuseum Karlsruhe (Karlsruhe)
Pressemitteilung
Der britische Fotograf Martin Parr gehört zu den einflussreichsten Dokumentarfotografen unserer Zeit. Mit scharfem Blick und viel Humor kitzelt er das Absurde aus dem Alltäglichen und hält jene Momente fest, die gerne übersehen werden – das Geschmack- lose, Klischeehafte oder einfach herrlich Menschliche.

Die Ausstellung „Parrathon“ präsentiert einen umfangreichen Überblick über sein Werk: Über 200 Fotografien aus allen Schaffensphasen sowie rund 220 ungerahmte Drucke eröffnen
Einblicke in Parrs unverwechselbare Bildwelt. In 14 thematischen Kapiteln – von Massentourismus über Konsumkultur bis hin zu Luxuswelten – legt Parr die Widersprüche des modernen Lebens in grellen Farben und mit entlarvendem Witz offen.

Mit „Parrathon“ kommt einer der großen Beobachter unserer Gegenwart in das Kunstmuseum Karlsruhe – pointiert, verspielt und immer schonungslos ehrlich. Martin Parrs Blick erinnert uns daran, wie viel Wahrheit im scheinbar Banalen steckt.

Foto: ITALY. Venice. A Tourist takes a picture while pigeons surround her. 2005. © Martin Parr / Magnum Photos

Kunstmuseum Karlsruhe (Karlsruhe)

21.11.2026 - 21.02.2027 Markus Lüpertz
Kunstmuseum Karlsruhe (Karlsruhe)
Pressemitteilung
Anlässlich seines 85. Geburtstags widmet das Kunstmuseum Karlsruhe Markus Lüpertz einen Künstler*innenraum mit ausgewählten Werken aus der Sammlung. Die Präsentation würdigt eine der prägendsten Künstlerpersönlichkeiten der deutschen Nachkriegskunst und zeigt exemplarisch Lüpertz’ charakteristische Bildsprache zwischen Mythos, Geschichte und expressiver Malerei.

Foto: Markus Lüpertz, Die Bürger von Florenz, 1983, Kunstmuseum Karlsruhe, Sammlung Garnatz, © VG Bild-Kunst, Bonn 2026

Kunstmuseum Karlsruhe (Karlsruhe)

21.11.2026 - 14.02.2027 Susanne Ackermann
Kunstmuseum Karlsruhe (Karlsruhe)
Pressemitteilung
Susanne Ackermann präsentiert neue großformatige Leinwandarbeiten, die durch lasierende Farbaufträge und komplexe Überlagerungen eine starke Tiefenwirkung entfalten. Ihre Malerei bewegt sich zwischen Abstraktion und poetischer Bildwelt und eröffnet offene Denk- und Erinnerungsräume.

Foto: Susanne Ackermann, Acryl auf Dibond, 2025, Foto: Heinz Pelz
Ackermann (*1962, Oldenburg) studierte an der Kunstakademie Karlsruhe bei Erwin Gross und wurde 1994 seine Meisterschülerin. Ihre Arbeiten wurden in zahlreichen Einzel- und Gruppenausstellungen gezeigt; 2011 erhielt sie den Hanna-Nagel-Preis. Farbe und Form erscheinen in ihrer Malerei als eigenständige Kräfte, deren Zusammenspiel an musikalische Strukturen erinnert. Die Ausstellung zeigt eine prägnante Position zeitgenössischer Malerei aus Karlsruhe.

Kunstmuseum Karlsruhe (Karlsruhe)

10.10.2026 - 31.01.2027 BÄNG! Powerfrauen aus dem Archiv Sohm
Staatsgalerie Stuttgart (Stuttgart)
Pressemitteilung
Der Ausstellungsparcours präsentiert die Kunst des Flüchtigen: Fotografien zu Happenings und Aktionen der 1960er- und 1970er-Jahre. Dabei stehen fünf Ausnahmekünstlerinnen im Fokus – Charlotte Moorman (1933-1991), Carolee Schneemann (1939-2019), Yvonne Rainer (geb. 1934), Yoko Ono (geb. 1933) und Valie Export (geb. 1940). Furchtlos, mutig, kompromisslos und inspirierend zeigen sich die Künstlerinnen. Indem sie grundlegende Themen wie Emanzipation, Friede, Freiheit und Selbstbestimmung in ihren Werken verarbeiten, setzen sie aufsehenerregende Akzente für die performative Kunst der Moderne.

Abbildung: TV-Bra for Living Sculpture (Nam June Paik 1969), performed von Charlotte Moorman am 9.11.1970 in Köln, fotografiert von Hanns Sohm, Staatsgalerie Stuttgart, Archiv Sohm

Staatsgalerie Stuttgart (Stuttgart)

02.10.2026 - 17.01.2027 Drachen - Mythos und Wirklichkeit
Hessisches Landesmuseum Darmstadt (Darmstadt)
Pressemitteilung
Drachen beflügeln die Fantasie des Menschen seit Jahrtausenden. Die faszinierenden Fabelwesen gehören zum festen Repertoire großer Geschichten – von antiken Mythen bis zu Serienhighlights unserer Gegenwart. Selbst in vielen Kinderzimmern finden sich Drachen-Bücher, -Spiele oder -Stofftiere. Dabei werden den Drachen je nach kulturellem Kontext ganz unterschiedliche Eigenschaften zugeschrieben: In den europäischen Kulturen erscheinen sie als bedrohliche Wesen, welche die Eigenschaften von Schlangen und Raubtieren kombinieren. In China, Korea und Japan ist der Drache hingegen positiv konnotiert und hält als kosmische Kraft die Natur im Gleichgewicht.

Während in der ostasiatischen Mythologie vornehmlich göttliche Himmelsdrachen auftreten, begegnet uns der Drache in der Antike vor allem bei den Heldentaten von Herkules. Das Schreckensbild des feuerspeienden Untiers bildet sich in Europa jedoch erst in der Kunst des Mittelalters heraus. Hier wird der Drache zum Symbol des Bösen, das durch das Gute überwunden wird – wie es sich exemplarisch in der Ikonografie des Drachentöters wiederfindet. Noch bis in die Neuzeit wurden Drachen als real existierende Tiere angesehen, erst mit dem Aufkommen der modernen Naturwissenschaft wandelte sich dieses Bild: Drachen wurden aus der Systematik der Zoologie ausgeschlossen und zu Fabelwesen erklärt. Dennoch erscheinen sie heute durch die aktuelle Fantasy-Kultur, wie z.B. die Romane von J. R. R. Tolkien oder die zahlreichen anderen Bücher, Filme, Comics und Spiele lebendiger als je zuvor.

Die interdisziplinäre Ausstellung beleuchtet Drachen sowohl aus kunsthistorischer als auch naturwissenschaftlicher Perspektive. Sie präsentiert herausragende europäische und ostasiatische Kunstwerke von der Antike bis zur Gegenwart, und zeigt naturwissenschaftliche Exponate wie seltene Dokumente der Wissenschaftsgeschichte, jahrmillionenalte Fossilien oder Tierpräparate. Ergänzt wird dieses vielfältige Panorama mit digitalen Inhalten, einem Erzählstrang für Kinder, einer Leseecke und Zeichenwand sowie stimmungsvollen audiovisuellen Installationen. So können Jung und Alt entdecken, wie viel Wirklichkeit in dem jahrtausendealten Mythos „Drachen“ steckt.

Die Sonderausstellung ist Ergebnis einer kuratorischen Zusammenarbeit des Hessischen Landesmuseum Darmstadt und des Museum Schnütgen Köln. Kooperationspartner des Projektes ist das Museum für Ostasiatische Kunst, Köln.

Anschließend wird die Ausstellung vom 4. März bis 6. Juni 2027 im Museum Schnütgen in Kooperation mit dem Museum für Ostasiatische Kunst in Köln zu sehen sein.

Hessisches Landesmuseum Darmstadt (Darmstadt)

13.08.2026 - 24.01.2027 Facettenreiche Insekten
Hessisches Landesmuseum Darmstadt (Darmstadt)
Pressemitteilung
Die Ausstellung »Facettenreiche Insekten« lädt Besucherinnen und Besucher ein, die erstaunliche Vielfalt der Insektenwelt zu entdecken. Von schillernden Käfern über filigrane Schmetterlinge bis hin zu faszinierenden Ameisenkolonien zeigt sie, wie wichtig Insekten für unsere Ökosysteme sind.

Anschauliche Präparate, interaktive Stationen und beeindruckende Makroaufnahmen lassen selbst kleinste Details sichtbar werden. Themen wie Bestäubung, Tarnung und das fragile Gleichgewicht zwischen Mensch und Natur regen zum Staunen und Nachdenken an. Die Ausstellung richtet sich an Kinder und Erwachsene gleichermaßen und verbindet Wissen mit ästhetischem Erlebnis.

Hessisches Landesmuseum Darmstadt (Darmstadt)

31.07.2026 - 30.08.2026 100 Jahre GEDOK – 20 Jahre Plakate der GEDOK Karlsruhe
GEDOK Künstlerinnenforum Karlsruhe (Karlsruhe)
Pressemitteilung
Sommer-Ausstellung

Im Jubiläumsjahr des Künstlerinnenverbands – 100 Jahre GEDOK – KÜNSTE | FRAUEN | NETZWERK – zeigt die GEDOK Karlsruhe Plakate aus 20 Jahren. Alle der rund 10 Ausstellungen, die die GEDOK pro Jahr veranstaltet, werden mit Plakaten beworben. Deren Gestaltung liegt in der Hand unterschiedlicher Künstlerinnen. Aus dem so entstandenen reichhaltigen Archiv zeigen wir nun eine Auswahl von Plakaten zu Einzel- und Gruppenausstellungen, internationalen Ausstellungen und solchen, die im Rahmen der großen Karlsruher Festivals (Europäische Kulturtage und Frauenperspektiven) stattfanden. In der Pandemiezeit wurden besondere Formate entwickelt, so dass die Kommunikation mit dem Publikum stets lebendig war.

Soft Opening: Freitag, 31.07.2026 ab 19 Uhr

Pressefoto: Frauenperspektiven 2009: Mamak Azarmgin Illuminationen 1995-2007

GEDOK Künstlerinnenforum Karlsruhe (Karlsruhe)

18.07.2026 - 13.09.2026 UNORDNUNG Fotosommer Stuttgart 2026
Staatsgalerie Stuttgart (Stuttgart)
Pressemitteilung
Die Fotoausstellung in THE GÄLLERY zeigt Arbeiten von etwa 20 Künstlerinnen und Künstlern zum Thema »UNORDNUNG«, die im Rahmen eines internationalen Wettbewerbs von einer hochkarätigen Jury ausgewählt werden. Das vielseitig interpretierbare Ausstellungsthema wirft unter anderem die Frage danach auf, inwiefern die Auflösung geltender Ordnungen als Verlust oder als Gewinn erfahren werden kann.

Wir laden Sie herzlich ein zum Opening in THE GÄLLERY. Die Ausstellung kann bis 22 Uhr besichtigt werden.
FR 17.7. | 18.30 - 24.00 Uhr | Eintritt frei

In Kooperation mit Fotosommer Stuttgart e. V.

Valerie Schmidt, Bild aus der Serie »Claus stolpert«, 2018, ©Valerie Schmidt

Staatsgalerie Stuttgart (Stuttgart)

15.07.2026 - 26.07.2026 A – Z. Mapping the Future ll. Die ABK Stuttgart zu Gast in der Staatsgalerie
Staatsgalerie Stuttgart (Stuttgart)
Pressemitteilung
Gerade noch an der Akademie – jetzt schon im Museum: Bereits zum zweiten Mal sind in der Ausstellung unter dem Titel »A – Z. Mapping the Future« die diesjährigen Abschlussarbeiten der Absolventinnen und Absolventen der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart (ABK Stuttgart) zu sehen. Die Idee zu dieser Ausstellungsreihe entstand aus dem Wunsch der Akademie, den jungen künstlerischen Positionen eine sichtbare Bühne in der Stadt zu geben und zugleich eine enge Verbindung zwischen dem Museumsbetrieb und der Kunsthochschule zu ermöglichen.

»A – Z« ist dabei programmatisch zu verstehen: Die Werke sind alphabetisch nach den Namen der beteiligten Künstlerinnen und Künstler gehängt – ein neutrales Ordnungssystem, das bewusst die künstlerische Vielfalt in den Vordergrund stellt.

Die Ausstellung zeigt, wie unterschiedlich und selbstbewusst sich diese Generation junger Künstlerinnen und Künstler ausdrückt. »Mapping the Future« bringt Vielfalt ins Museum – und macht deutlich, dass für viele der beteiligten Künstlerinnen und Künstler die Zukunft längst begonnen hat.

Gezeigt werden Arbeiten aus den Studiengängen Diplom Bildende Kunst, Master of Education Künstlerisches Lehramt mit Bildender Kunst sowie Master of Fine Arts Körper, Theorie und Poetik des Performativen.

Mit Werken von: Daniel von Alkier, Yamo Aydemir, Kjara Mia Barletta, Paula Bothner und Rosa Klingelhöfer, Ahyun Cho, Tansu Co?kun, Marie Sina Celestina David / und das Swanzkollektiv, Lisa Marina Dorfschmid, Franz Leonard Elfert, Marie Engelhardt, Hendrik Fleck, Franziska Glaser, Lena Grasler, Lukas Hengelhaupt, Han Na Jo, Swea Kittel, Mimi Kohler, Carlo Krone, Krowni, Paulina Lange, Ha-Vy Jessica Le, Elisa Lohmüller, Timo Lupoli, Jule Maria Maurer, Elisabeth Mayer, Luciano Mazzo, Benjamin Miller, Sofia Mobilia, Michelle Mousavi, Janosch Müller, Nina Nielebock, Nipniz, Dominik Olpp, Hannah Römer, Antonia Sailer, Janina Elisabeth Schweikert, Lou Stark, Florian Staudenmaier, Rebecca Julia Thrum, Urata Vrajolli, Lisa Helene Wedler

Begleitet von: Dr. Susanne Kaufmann-Valet, Prof. Alisa Margolis, Prof. Wolfgang Mayer, Prof. Mariella Mosler, Prof. Andreas Opiolka

Staatsgalerie Stuttgart (Stuttgart)

11.07.2026 - 18.10.2026 Spielwiese Kunst
Staedtische Galerie Bietigheim-Bissingen ( Bietigheim-Bissingen)
Pressemitteilung
Die umfangreiche Sammlung der Städtischen Galerie Bietigheim-Bissingen hat zwei Schwerpunkte – den künstlerischen Linolschnitt und die regionale Kunst –, deren Werke in wechselnden Ausstellungen regelmäßig vorgestellt werden. Doch so wurden die Werke noch nie präsentiert: Durch ungewöhnliche Raumgestaltungen und Sitzgelegenheiten – in der Hängematte schaukelnd oder auf dem Hometrainer radelnd – ergeben sich ganz neue Perspektiven. Und durch Mitmach-Angebote wie Puzzle legen oder Stillleben inszenieren, lässt sich ein ganz neuer Zugang zu den Kunstwerken finden.

Die Ausstellung greift Friedrich Schillers Feststellung auf, dass der Mensch nur da ganz Mensch sei, wo er spielt. Und wo könnte dies besser gelingen als im Museum, wo die zweckfreie Beschäftigung im Spiel auf einen Raum trifft, der abgekoppelt vom sonstigen Alltag ist? Die »Spielwiese Kunst« schafft nicht nur neuartige Wahrnehmungserlebnisse – vor allem wird sie ganz viel Spaß machen…

Eröffnung: Let´s play!
Wir laden Sie herzlich ein zur Eröffnung der Ausstellung »Spielwiese Kunst«
am Samstag, 11. Juli, 11 bis 18 Uhr
Let´s play: Die Wiese wird eröffnet mit Spannung, Spiel & Spaß, Mitmach-Memory & Mocktails

Programm:
Shortgames: 12 Uhr, 13 Uhr, 14 Uhr, 15 Uhr, 16 Uhr und 17 Uhr
Kurzführungen in unserer Ausstellung

Mitmach-Memory von 14 bis 18 Uhr:
Das eigene Memoryspiel gestalten und drucken in unserem Kreativraum

Limonaden & Mocktails
an der Frische-Bar in unserem Foyer



Begleitprogramm

Spielanleitungen
öffentliche Sonntagsführungen
26. Juli, 11.30 Uhr
16. August 16.30 Uhr
6. September, 11.30 Uhr
20. September, 16.30 Uhr
18. Oktober, 11.30 Uhr

Anleitung zum Schulausflug
Führung für Lehrkräfte
Montag, 13. Juli, 17 Uhr

Shortgame + Secco
After-Work-Kurzführungen mit Apéritif
Mittwoch, 22. Juli, 16.30 Uhr
Donnerstag, 13. August, 17 Uhr
Mittwoch, 2. September, 16.30 Uhr
Donnerstag, 15. Oktober, 16.30 Uhr

Come-in & Chill-out
Kuratorinnenführung mit anschließendem Kaffee und Kuchen
Freitag, 31. Juli, 14.30 Uhr
Donnerstag, 8. Oktober, 15 Uhr

Mitmachen am Morgen!
Vormittagsführungen für Senior*innen
Mittwoch, 19. August, 10 Uhr
Dienstag, 22. September, 10 Uhr


Lesekreis Galerie
Mittwoch, 19. August, 19 Uhr
Donnerstag, 3. September, 18.30 Uhr

Kreative Schreibwerkstatt
mit Barbara Knieling vom Lieblingsbuch-Laden
Donnerstag, 1. Oktober, 18 Uhr

Familien-Fun-Freitag
Erst die Spiele-Ausstellung entdecken, dann selbst ein Spiel kreieren!
Freitag, 18. September, 15 Uhr

Tag der offenen Wiese: Picknick im Museum!
mit Clown-Führungen, Musik u.v.m.
Sonntag, 11. Oktober, 14–18 Uhr

Workshop-Programm für Kinder und Jugendliche: siehe website
Teilnehmendenzahl begrenzt: Anmeldung per Telefon oder E-Mail empfohlen!


Studioausstellung

Bernhard Obst
»The sky is open«
9. Mai 2026 bis 6. Januar 2027
Der Künstler Bernhard Obst (1956 in Ludwigsburg – 2014 in Bietigheim-Bissingen) ist wohl nur Kennern der regionalen Kunstszene ein Begriff. Dabei schuf er umfangreiche Serien mit außergewöhnlichen Stillleben, surrealen Landschaften und kuriosen Figurenszenen. Neben der Öl- und Acrylmalerei galt sein besonderes Augenmerk der Zeichnung: Mit Bleistift oder Tusche überzog er großformatige Papiere mit unzähligen Strichen und feinen Schraffuren.
Anlässlich seines 70. Geburtstags zeigt die Städtische Galerie aus dem Nachlass des Künstlers einen repräsentativen Querschnitt seines eindrucksvollen Schaffens – eine Entdeckung!

Demnächst…
Karl Hofer
Zwischen Schönheit und Wahrheit
7. November 2026 bis 28. Februar 2027


Öffnungszeiten
Mittwoch bis Freitag 14–18 Uhr
Samstag, Sonntag, Feiertag 11–18 Uhr

Eintritt frei!
Alle Führungen: 4 €
Come-in & Chill-out: 10 €
Familien-Fun-Freitag: 10 € pro Familie
Schreibwerkstatt: 15 €
Tag der offenen Wiese: Freiwillige Spende
Private Gruppenführung: 60 € (Mi–Fr. zu den Öffnungszeiten) / 70 € (außerhalb der Öffnungszeiten und wochenends)

Führungen für Gruppen und Schulklassen nach telefonischer Vereinbarung

Die Galerie ist inklusive Sanitäranlage barrierefrei.

Städtische Galerie Bietigheim-Bissingen
Hauptstraße 60–64
74321 Bietigheim-Bissingen
Telefon 07142 74-483
Telefax 07142 74-446
http://galerie.bietigheim-bissingen.de
galerie@bietigheim-bissingen.de


Staedtische Galerie Bietigheim-Bissingen ( Bietigheim-Bissingen)

09.07.2026 - 09.10.2026 Wiederentdeckt! Textile Bilder für das Hessische Landesmuseum Darmstadt
Hessisches Landesmuseum Darmstadt (Darmstadt)
Pressemitteilung
Mit vier großformatigen Bildteppichen zog in den 1950er Jahren die Moderne in das Haupttreppenhaus des Hessischen Landesmuseums Darmstadt ein. Die Sanierungsarbeiten an dem im 2. Weltkrieg schwer zerstörten Museumbau waren 1954 fast abgeschlossen, als Direktor Erich Wiese vier zeitgenössische textile Werke in Auftrag gab.

Ausgewählt wurden die arrivierten Textilkünstlerinnen Else Mögelin und Johanna Schütz-Wolff, das Ehepaar Inge und Fritz Vahle sowie der Maler Fritz Winter.

Else Mögelin studierte unter anderen bei Johanes Itten, Paul Klee und Gerhard Marcks am Weimarer Bauhaus, arbeitete in der dortigen Weberei und viele Jahre als Leiterin der Textilwerkstatt der Stettiner Kunstgewerbeschule. Johanna Schütz-Wolff beeinflusste als Leiterin der Textilklasse und Handweberei an der Burg Giebichenstein zahlreiche Künstlerinnen und Künstler. Zur jüngeren Generation gehörten das in Darmstadt ansässige Künstlerehepaar Fritz und Inge Vahle, das neben einem umfangreichen grafischen und malerischen Werk auch durch die Herstellung von Wandteppichen hervortrat. Für Fritz Winter schließlich, einem der wichtigsten abstrakten Maler der Nachkriegszeit, stellten textile Arbeiten eine Ausnahmeerscheinung dar. Nur zwei Wandteppiche sind von ihm bekannt, das Darmstädter Exemplar hatte auf der II. documenta in Kassel einen großen Auftritt.

1958 konnten die Wandbehänge anlässlich der Eröffnung der neu eingerichteten Gemäldegalerie der Öffentlichkeit als bedeutende Positionen der figürlichen und ungegenständlichen Textilkunst der 50er Jahre präsentiert werden. Erstmals nach über 50 Jahren werden sie nun in einer Kabinettausstellung, zusammen mit den erhaltenen Entwurfszeichnungen, wieder zu sehen sein.

Hessisches Landesmuseum Darmstadt (Darmstadt)

27.06.2026 - 20.09.2026 FRANK GAUDLITZ. Fotografie
Kunstsammlung Jena (Jena)
Pressemitteilung
Fotografieren und Reisen bilden bei Frank Gaudlitz eine unauflösbare Einheit. Unsere Ausstellung konzentriert sich auf seine Serien zu Osteuropa und Südamerika. Darin thematisiert er die Lebenssituation der Menschen, Realität und deren Inszenierung, aber auch aktuelles Zeitgeschehen.

Kunstsammlung Jena (Jena)

26.06.2026 - 26.07.2026 Klara Beck und Flora Güldenpfennig. Diplomstudierende der HfG Karlsruhe im Künstlerinnenforum
GEDOK Künstlerinnenforum Karlsruhe (Karlsruhe)
Pressemitteilung
Seit 2022 präsentieren jährlich die Studiengänge Fotografie/Medienkunst und Szenografie/Ausstellungsdesign der HfG Karlsruhe Studien- und Abschlussarbeiten im GEDOK Künstlerinnenforum. Zu erleben sind aktuelle künstlerische Positionen wie ortsspezifische Rauminstallationen und andere medienkünstlerische Arbeiten.

Flora Güldenpfennig (*1999) studiert Medienkunst sowie Ausstellungsdesign und Szenografie an der HfG Karlsruhe. In ihrer künstlerischen Praxis arbeitet sie an der Schnittstelle von Fotografie, Installation und Performance und untersucht die Beziehung zwischen Körper, Bild und Raum.
Ihre Installation „In einem wir ist immer ein ich“ zeigt zwei Arbeiten, die sich mit Fragen der Freiheit und einer spielerischen Realitätsveränderung beschäftigen: „Was wäre, wenn wir mit unseren Nägeln miteinander verbunden wären?“.

Klara Madina Beck (*2001) studiert Ausstellungdesign und Szenografie, Dramaturgie und Kuratorische Praxis an der HfG Karlsruhe. Ihre gestalterische Praxis erforscht die visuelle Sprache des Vermittelns und schafft Räume, die neue Zugänge zu Geschichten und gesellschaftlichen Fragestellungen eröffnen, in Form von Bühnenbildern, Installationen sowie Textilarbeiten.
Sie zeigt ihre Installation „Unersättlich, Lüstern, Rebellisch – Auf der Suche nach der Hexenverfolgung und den Ursprüngen der Unterdrückung des weiblich gelesenen Körpers“ (2025). Zu hören sind die Befragungen der über 300 dokumentierten Verhöre aus der Region der ehemaligen Markgrafschaft Baden-Baden.
Regelmäßig werden sie durch chorische Elemente unterbrochen und betonen die fehlenden Stimmen der Verfolgten in den Archiven. Durch die Fenster entsteht ein Gefüge, in dem persönliche Recherche und alltägliche Beobachtungen ineinander übergehen und so auf die Schnittstelle zwischen Innen- und Außenraum aufmerksam machen. Visitenkarten laden dazu ein, im Heute miteinander zu sprechen, zu erinnern, zu widersprechen und neue Perspektiven zu entwickeln, kritisch und neugierig zu sein und vielleicht zu erkennen, welche Ausmaße dieses düstere Kapitel hatte und wie dessen Spuren noch unseren patriarchalen Alltag beschatten.

Vernissage: Freitag, 26.06.2026, 19 Uhr
Einführung: Prof. Constanze Fischbeck, Hochschule für Gestaltung (HfG) Karlsruhe
Mittwoch, 08.07.2026, 18 Uhr
Artist Talk: Klara Beck, Flora Güldenpfennig, Moderation Prof. Susanne Kriemann
Finissage: Sonntag, 26.07.2026

Eine Ausstellung im Rahmen des Nachwuchsförderprogramms der GEDOK Karlsruhe. Projektleitung: Sabine Schäfer (GEDOK), Prof. Susanne Kriemann und Prof. Constanze Fischbeck (HfG).
Foto: Flora Güldenpfennig, Fear of mismatching Freudenstadt Grandhotel Waldlust 1

GEDOK Künstlerinnenforum Karlsruhe (Karlsruhe)

21.06.2026 - 13.09.2026 Danielle Zimmermann REUSE ME
Städtische Galerie Fähre (Bad Saulgau)
Pressemitteilung
Plastiktüten und Supermarkt-Kartonagen, dazwischen der berühmte Stinkefinger auf Kochschürze – wenn die Stuttgarter Künstlerin Danielle Zimmermann mit ihren Gemälden, Objekten und Collagen in der Städtischen Galerie „Fähre“ in Bad Saulgau aufschlägt, dann wird es bunt und provokativ, pointiert und frech, postmodern und frivol, und sicher nie politisch korrekt. Im klaren Bewusstsein für die notwendige Freiheit der Kunst setzt die Künstlerin und Performerin seit mehr als zwanzig Jahren zum Überschlag an und befragt ohne Scheu, aber mit Mut das glitzernde Erscheinungsbild der Welt: Ob Kunstgeschichte oder die Welt der Werbung – kaum ein Bereich sind vor ihren postmodernen Übergriffen geschützt, am wenigsten sie selbst: REUSE ME heißt der auffordernde Titel ihrer Ausstellung in Bad Saulgau, die nicht nur mit einer der spannendsten und herausforderndsten Künstlerinnen unserer Zeit aus Süddeutschland im musealen Kontext bekannt macht, sondern dank ihr die Möglichkeit bietet, der Frage nach Rolle und Stellung der Frau in herausfordernden Zeiten nachzugehen.

Danielle Zimmermann studierte von 1995 bis 2001 an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart, und von 2002 bis 2003 am Pratt Institute in Brooklyn, New York. Für ihre künstlerische Tätigkeit erhielt sie mehrere Preise und Stipendien in Deutschland und in den USA. Sie lebt und arbeitet in Stuttgart.

Städtische Galerie Fähre (Bad Saulgau)

21.06.2026 - 19.07.2026 Ausstellung der Mitglieder
BBK Karlsruhe, Künstlerhaus Karlsruhe (Karlsruhe)
Pressemitteilung
Wie jedes Jahr präsentieren unsere Mitglieder ein breites Spektrum ihres aktuellen künstlerischen Schaffens. Die „Ausstellung der Mitglieder“ bietet erneut einen faszinierenden Einblick in die Vielfalt der zeitgenössischen Kunst. Präsentiert werden Werke aus allen Sparten der bildenden Kunst - darunter Malerei, Zeichnung, Skulptur, Fotografie, Installationen und Medienkunst. Jedes BBK-Mitglied hat die Möglichkeit, eine Arbeit einzureichen - so entsteht ein spannender, authentischer Querschnitt durch die lebendige Kunstszene der Region. Die Mitgliederausstellung ist Ausdruck der Offenheit und Diversität des BBK Karlsruhe und spiegelt die kontinuierliche Auseinandersetzung mit den gesellschaftlichen, ästhetischen und medienbezogenen Fragestellungen wider.

Im Anschluss an die Eröffnung laden wir herzlich zu unserem traditionellen Sommerfest ein, das im stimmungsvollen Innenhof des Künstlerhauses stattfindet. Bei kulinarischen Köstlichkeiten, kühlen Getränken und Live-Musik werden wir in geselliger Atmosphäre auf die Ausstellung anstoßen, alte Bekannte treffen, neue Kontakte knüpfen und den Sommerabend gemeinsam genießen.

Vernissage
Samstag, 20. Juni 2026, 18 Uhr
Begrüßung: Tim Bohlender, Vorstand BBK
Musik: Hier wohnt Rosilein

Ausstellungsdauer
21. Juni – 19. Juli 2026
geöffnet Freitag 17-20 Uhr, Samstag und Sonntag 14-18 Uhr

Ort
BBK im Künstlerhaus, Am Künstlerhaus 47, 76131 Karlsruhe

Freier Eintritt zu allen Veranstaltungen!

BBK Karlsruhe, Künstlerhaus Karlsruhe (Karlsruhe)

20.06.2026 - 20.09.2026 ZOHAR FRAIMAN. Malerei
Kunstsammlung Jena (Jena)
Pressemitteilung
Zohar Fraimans Werke sind eine zeitgeistige Bestandsaufnahme der heutigen weiblichen Lebenswelt, die sie mit Zitaten der Kunstgeschichte, der Popkultur, Serien und Hollywood-Filmen anreichert. Mit ihren Themen zwischen Selbstoptimierung, virtueller Existenz und Disney-Fantasien bewegt sich Fraiman am Puls der Zeit, der nicht unkritisiert bleibt, wenngleich er in zuckersüße Farben getaucht ist.

Kunstsammlung Jena (Jena)

19.06.2026 - 09.08.2026 fritz winter. bauhausmaler Vernissage: 18.06.2026 / 18 Uhr, in der Orangerie der AGD
KUNSTHALLE / Dessau (Dessau-Roßlau)
Pressemitteilung
Zu sehen in der Orangerie der Anhaltischen Gemäldegalerie Dessau, Puschkinallee 100
Öffnungszeiten: Mi–Mo, 12–17 Uhr

Der Anhaltische Kunstverein Dessau stellt in Kooperation mit der Anhaltischen Gemäldegalerie anlässlich des Bauhausjubiläums 2026 das Ausstellungsvorhaben zu Fritz Winter vor – einem Maler, dessen künstlerische Entwicklung und Karriere aufs Engste mit dem Bauhaus verknüpft sind.
Ausgehend von seinem Frühwerk und den Arbeiten, die während seiner Studienzeit ab 1927 am Bauhaus entstanden und die Einflüsse des Unterrichts der Bauhausmeister, insbesondere Paul Klees, widerspiegeln, soll seine Entwicklung über die formalen Experimente der frühen 1930er Jahre bis hin zu den Werken der unmittelbaren Nachkriegszeit präsentiert werden – jener Zeit, in der er zu einem der wichtigsten Vertreter der westdeutschen Nachkriegskunst avancierte.
Neben der chronologischen Gliederung der Ausstellung (Sektionen: Die Dessauer Jahre / Formfindungen / Arbeiten im Verborgenen / Künstlerischer Neuanfang) gilt ein besonderes Augenmerk der Frage nach den Leitmotiven seiner Kunst, die sich bis in seine Ausbildungszeit am Bauhaus zurückverfolgen lassen.
Denn auch wenn er sich stilistisch zunehmend von seinen Lehrern emanzipierte, entwickelte er bereits in dieser Zeit sowohl im Hinblick auf seinen Kunst- und Werkbegriff als auch auf seine Themenwahl grundlegende Vorstellungen und Präferenzen.
Kooperationspartner ist das Fritz-Winter-Haus in Ahlen.

KUNSTHALLE / Dessau (Dessau-Roßlau)

18.06.2026 - 27.09.2026 Hedwig Kruse. Eine Druckkünstlerin lebt ihren Traum
Hessisches Landesmuseum Darmstadt (Darmstadt)
Pressemitteilung
Erstmals präsentiert das Hessische Landesmuseum Darmstadt die expressiven Papierarbeiten von Hedwig Kruse-Geibel (Frankfurt/Main 1895–1991 Darmstadt) und erinnert mit der Ausstellung an eine fast vergessene Künstlerin.

Ihre Werke kreisen um ihre Rolle als Künstlerin, als Angebetete, Geliebte, Mutter oder verlassene Frau. Ihrer Zeit enthoben und gleichzeitig dieser weit voraus schuf sie ein Crossover der Kulturen. Darin verbinden sich antike Mythologie, Christentum, Judentum, Buddhismus und Islam. Ihre ungemein dichten Bilder zeigen phantastische Wesen, Figuren aus Mystik und Märchen. Sie leben von der Linie und leuchtenden Farben.

Die Tochter des Frankfurter Malers Hermann Kruse studierte in München an der Kunstgewerbeschule. 1917 begann sie mit eigenständigen Arbeiten eine vielversprechende Karriere als Druckkünstlerin. Dieser künstlerische Weg wurde 1935 durch das Ausstellungsverbot der Nationalsozialisten jäh abgebrochen. Auch wenn Hedwig Kruse, die 1939 den Bildhauer Hermann Geibel (1889–1972) heiratete, nach 1945 weiter künstlerisch arbeitete, blieb die Zäsur durch den Zweiten Weltkrieg für sie unüberwindbar. Zeitlebens fand ihr druckgrafisches Werk keine gebührende kunsthistorische Würdigung.

Dank einer Schenkung durch den Sohn der Künstlerin, Stephan Heise (1928–2017), besitzt das Hessischen Landesmuseum Darmstadt den gesamten grafischen Nachlass von Hedwig Kruse-Geibel. Das Oeuvre umfasst neben aufwändigen Collagen aus Glanzpapier vor allem Farbholzschnitte. Diese druckte die Künstlerin von filigran geschnittenen Holzstöcken mit feinsten Linien. Die grafischen Werke sind von höchster Qualität und drucktechnischer Perfektion.

Die Ausstellung präsentiert die autobiographisch gefärbten Traumwelten der Künstlerin Hedwig Kruse-Geibel und erinnert an eine fast vergessene Künstlerin.

Hessisches Landesmuseum Darmstadt (Darmstadt)

14.06.2026 - 04.10.2026 Günter Wagner - Eisen + Glas
Museum Art.Plus (Donaueschingen)
Pressemitteilung
Die Arbeiten des Bruchsaler Bildhauers Günter Wagner (*1955) sind geprägt von der spannungsvollen Verbindung gegensätzlicher Materialien: Massives Eisen und transparentes Glas treten in einen eindrucksvollen Dialog und erzeugen ein Wechselspiel von Masse und Leichtigkeit, von Dichte und Licht.

In seinen oft großformatigen Skulpturen und Installationen verbindet Wagner klare, reduzierte Formen mit einer inneren Dynamik, die Ruhe und Bewegung zugleich erfahrbar macht. Seine Werke entwickeln dabei eine prägnante räumliche Präsenz und verändern je nach Standpunkt und Lichteinfall ihre Wirkung.

Museum Art.Plus (Donaueschingen)

06.06.2026 - 05.07.2026 Rolf Schindler „Meine Welten“
Kunstverein Rastatt e.V. (Rastatt)
Pressemitteilung
Ausstellung Rolf Schindler: „Meine Welten“ im Kunstverein Rastatt

Der Kunstverein Rastatt zeigt vom 6. Juni bis 5. Juli 2026 die Ausstellung „Meine Welten“ mit Arbeiten von Rolf Schindler (1953–2025). Die Eröffnung findet am Samstag, 6. Juni 2026, um 17 Uhr in der Pagodenburg Rastatt, statt mit einer Einführung von Christina Lehnert, leitende Kuratorin der Staatlichen Kunsthalle Baden-Baden, sowie musikalische Beiträge des Saxophontrios K. App, H. Jung und H. Wetter.

Meist unbewusst und absichtslos beginnt Rolf Schindler zu zeichnen. Nach und nach entwickelt sich ein Bezugssystem und es entstehen komplexe Bildgeschichten, die uns mit Bezügen zu Musik, Literatur, Kunstgeschichte, Alltagsszenen und Traumgestalten Schindlers faszinierenden Bildkosmos entdecken lassen.
Die Ausstellung ist an Feiertagen sowie samstags und sonntags von 14 bis 18 Uhr geöffnet. Veranstalter ist der Kunstverein Rastatt e. V.

Kunstverein Rastatt e.V. (Rastatt)

29.05.2026 - 12.07.2026 Hans Hänisch PURE COLOURS - Werke von 2022 -2026
Kunstverein Kreis Soest e. V. (Soest)
Pressemitteilung
Hans Hänisch ist Anhänger der Theorie der reinen Farben.Seine monochromatischen Bilder sind ohne Zusätze,z. B.von Tinte oder andere Materialien. Sie wirken durch ihre volle Sättigung und Leuchtkraft. Oft zerschneidet er alte Bilder und setzt sie zu neuen als Collage wieder zusammen.

Kunstverein Kreis Soest e. V. (Soest)

23.05.2026 - 04.10.2026 Expressiv! Grafik von Dürer bis Schlichter
Kunstmuseum Karlsruhe (Karlsruhe)
Pressemitteilung
Gesten, Körperhaltungen und Mimik gehören zu den unmittelbarsten Ausdrucksformen menschlicher Emotionen. Seit Jahrhunderten beschäftigen sich Künstler*innen mit Freude und Angst, Wut, Trauer oder Verzweiflung. Die Ausstellung „Expressiv! Grafik von Dürer bis Schlichter“ versammelt Werke aus fünf Jahrhunderten aus der Sammlung des Kunstmuseums und widmet sich der bildlichen Darstellung von Affekten.

Von Albrecht Dürer über Rembrandt und Guido Reni bis zu Käthe Kollwitz und Rudolf Schlichter spannt sich ein weiter Bogen künstlerischer Strategien. Aquarelle, Zeichnungen und Druckgrafiken zeigen, wie Gefühle zu lesbaren Zeichen werden. Dabei wird deutlich, dass Affekte eine erstaunliche zeitübergreifende Verständlichkeit besitzen – und zugleich historisch geprägt sind. In ihren vielen Nuancen werden diese Emotionen zu einem direkten Zugang für das Publikum. Die Kunstwerke sprechen uns an, berühren, irritieren oder bewegen uns. Sie können überwältigen oder leise Mitgefühl auslösen – und schaffen so eine Verbindung zwischen den Menschen von damals und den Betrachtenden von heute.

Foto: Utagawa Kunisada, Die Legende von Ishikawa Goemon, 1. Hälfte 19. Jhd., Kunstmuseum Karlsruhe

Kunstmuseum Karlsruhe (Karlsruhe)

23.05.2026 - 23.05.2027 Update! Die Sammlung neu sichten Szenenwechsel 4
Kunstmuseum Karlsruhe (Karlsruhe)
Pressemitteilung
Mit „Update! Die Sammlung neu sichten“ präsentiert das Kunstmuseum Karlsruhe seine Bestände in einem dynamischen Szenenwechsel. Rund 200 Werke von 70 Künstler*innen treten auf 1.500 Quadratmetern in medien- und epochenübergreifende Dialoge. Themenräume zu Identität, Ritualen, Natur, Geschlechtergerechtigkeit, Heimat und der Erfahrungen von Fremdheit verbinden historische Positionen mit Gegenwartskunst.

Der „Szenenwechsel 4“ ist die fünfte Neupräsentation seit 2023 und reagiert auf aktuelle gesellschaftliche Debatten. Umhängungen, ein Schaudepot und Forschungsarchiv sowie wechselnde Präsentationen empfindlicher Papierarbeiten machen die Sammlung als offenes Wissensfeld erfahrbar.

Foto: Blick in den Themenraum „Natur“ in „Update! die Sammlung neu sichten – Szenenwechsel 3“, Foto: Anne-Sophie Stolz

Kunstmuseum Karlsruhe (Karlsruhe)

23.05.2026 - 16.08.2026 Tino Zimmermann - Neue Deutsche Malerei
Kunstmuseum Karlsruhe (Karlsruhe)
Pressemitteilung
Der Werner-Stober-Kunstpreis 2025 geht an Tino Zimmermann (1990, Templin). Der Preis wird ausschließlich an Absolvent*innen der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Karlsruhe vergeben. Zimmermann studierte visuellen Journalismus und Freie Kunst. In seinem Werk verbindet er persönliche Erfahrung mit politischer Analyse. Internationale Aufmerksamkeit erhielt er mit dem Langzeitprojekt „Developments“. Die Ausstellung zeigt großformatige Malereien, die zwischen Anklängen an DDR-Propagandamalerei und Graffiti-Ästhetik oszillieren. Unter dem ironischen Titel „Neue Deutsche Malerei“ greift Zimmermann Themen wie Rechtsruck, Kriegsdiskurse und mediale Narrative auf. Die Präsentation ist Teil eines langfristigen Projekts zur Erforschung der Möglichkeiten zeitgenössischer Malerei.

Foto: Tino Zimmermann, Mutter, 2023

Kunstmuseum Karlsruhe (Karlsruhe)

23.05.2026 - 04.10.2026 Tamina Amadyar
Kunstmuseum Karlsruhe (Karlsruhe)
Pressemitteilung
Im Rahmen des „Szenenwechsel 4“ setzt die Künstlerin Tamina Amadyar (1989, Kabul) einen besonderen zeitgenössischen Akzent. Ihre großformatigen Gemälde entstehen aus dem Zusammenspiel intensiv leuchtender Farbfelder und verbinden abstrakte Malerei mit persönlichen Erinnerungen und Wahrnehmungen. Licht- und Raumerfahrungen – etwa von Reisen – übersetzt Amadyar in dichte, atmosphärische Bildräume. Mit Pigmenten in Hasenleim und einem gestischen Farbauftrag entstehen Oberflächen, die zwischen Ruhe und Bewegung wechseln und den Raum auf besondere Weise erfahrbar machen.

Foto: Tamina Amadyar, Ohne Titel, 2022, © Courtesy of the artist and Galerie Guido W. Baudach, Meyer Riegger Berlin/Karlsruhe

Kunstmuseum Karlsruhe (Karlsruhe)

22.05.2026 - 04.04.2027 Gefühlte Wahrheiten. Zeppeline und Nationalsozialismus
Zeppelin Museum Friedrichshafen (Friedrichshafen)
Pressemitteilung
2026 feiert das Zeppelin Museum sein 30-jähriges Jubiläum im Hafenbahnhof. Zu diesem Anlass stellt sich das Museum in der Ausstellung „Gefühlte Wahrheiten. Zeppeline und Nationalsozialismus“ seiner eigenen Geschichte und arbeitet die Verstrickungen zwischen der politischen Nutzung von Zeppelinen und NS-Staat erstmals umfassend auf.

Leitend sind dabei Gefühlte Wahrheiten, ein Phänomen, das auf subjektiven, emotionalisierten Annahmen beruht: Aussagen, die wir irgendwo mal gehört und nicht hinterfragt, die sich im Laufe der Zeit verstetigt haben und unabhängig belegbare Fakten verdrängen. Sie dienen als Gerüst, um verklärende Erzählungen der Zeppelingeschichte zu dekonstruieren.

Gefühlte Wahrheiten bestimmen bis heute auch das Bild der Zeppeline als nostalgisch verklärte Technik. So hält sich etwa der Glaube, Zeppeline und die Konzerne, die sie bauten, seien unpolitisch gewesen.

Die Forschung zeigt ein anderes Bild: Das sogenannte goldene Zeitalter der Luftschifffahrt war durch die Bedeutung der Zeppeline für die NS-Propaganda geprägt. Ihre Inszenierung reichte von Hakenkreuzen an den Leitwerken bis hin zu Propagandafahrten und Auftritten bei politischen Großereignissen. Das selbst konstruierte Bild Eckeners wurde undifferenziert reproduziert und bis heute weitergetragen. Tatsächlich waren ab 1933 die Zeppeline und die Menschen, die sie bauten und betrieben, auf die ein oder andere Weise in den NS-Staat und seine propagandistische Selbstdarstellung eingebunden. Dass dies ausschließlich unfreiwillig und ohne Begeisterung geschah, ist einer der zentralen verklärenden Erzählungen, die in der Zeit nach 1945 entstanden und bis heute wirksam sind.

Einordnung und Neubewertung

Das Zeppelin Museum verfolgt in der Sonderausstellung einen glokalen, multiperspektivischen und interdisziplinären Ansatz. Die eigene Sammlung wird auf den Kontext hin befragt und setzt den „gefühlten“ Narrativen historische Forschung entgegen. Die Ausstellung ermöglicht so einen differenzierten Blick auf die Zeit des Nationalsozialismus im Kontext historischer Kontinuitäten.

Die Aufarbeitung erfolgt entlang von Schlüsselereignissen und Schlüsselpersonen. Erstere setzen bereits vor der Zeit des Nationalsozialismus an, denn schon während der Kaiserzeit profitierten Zeppeline von ihrer politischen und emotionalen Aufladung. Im Ersten Weltkrieg waren sie militärische Werkzeuge, in der Weimarer Republik Symbole technischen Fortschritts und nationaler Ansprüche. Diese Wandelbarkeit machte sie für den NS-Staat zu Propagandawerk-zeugen. Propagandafahrten der großen Zeppelin Luftschiffe zu politischen Großereignissen fungieren hierzu als zentrale Schlüsselereignisse. Ebenso die Katastrophe von Lakehurst, bei der mit der LZ 129 Hindenburg auch ein Symbol des NS-Staates verbrannte. Als Schlüsselpersonen werden Schicksale und Einzelpersonen präsentiert, die eine glokale Dimension eröffnen. Anhand ihrer Schicksale lassen sich Kontinuitäten und Wandel in der Diktatur beschreiben. Auch die eigene Museumsgeschichte wird kritisch beleuchtet. Im Mittelpunkt steht dabei das 1938 eröffnete Werksmuseum der Luftschiffbau Zeppelin GmbH, das anlässlich des 100. Geburtstags des Grafen Zeppelin neu gebaut wurde.

In der Ausstellung werden rund 200 Exponate gezeigt, überwiegend aus der Sammlung des Museums, mit einem Schwerpunkt auf historischem Bild- und Aktenmaterial. Zur Eröffnung erscheint ein umfangreicher Begleitband, der neue Forschungsergebnisse dokumentiert.

Kunst und Vermittlung

Die Ausstellung versteht sich als Teil historischer und politischer Bildungsarbeit mit Fokus auf Medienkompetenz und zielt auf die Verknüpfung historischer Forschungsergebnisse mit aktuellen Diskursen.

Eine bild- und medienkritische Auseinandersetzung erfolgt auch durch die künstlerische Position von Jonas Englert, die durch RE-SEARCH. Das ZF-Forschungsstipendium ermöglicht wird. Die Videoarbeit CULT [ZEPPELIN] dekonstruiert den Zeppelin als Projektionsfläche kollektiver Vorstellungen und reflektiert tradierte Denkweisen bis in die Gegenwart.

Die Vermittlungsarbeit greift diesen Impuls auf und vermittelt Kompetenzen für eine quellenkritische Annäherung an die Vergangenheit und zieht Parallelen zu moderner Medienbeeinflussung. Die Ausstellung beginnt mit einem inklusiven Prolog und wird durch interaktive Stationen und Expert*innenvideos ergänzt. Interaktive Vermittlungstische erläutern Begriffe der politischen und medialen Bildung und stellen digitale Anwendungen zur Verfügung.



Kurator*innen: Jürgen Bleibler, Felix Banzhaf, Kathrin Wurzer, Dominik Busch, Dr. Tabea Widmann

Projektleitung: Felix Banzhaf

Förderung: Kulturstiftung der Länder, ZF Kunststiftung, Lotto Museumspreis 2024

Zeppelin Museum Friedrichshafen (Friedrichshafen)

10.05.2026 - 02.08.2026 Pietro Donzelli. Zwischenzeiten
Fotografie-Forum der StädteRegion Aachen (Monschau)
Pressemitteilung
Fotografie-Forum zeigt bedeutenden Protagonisten der italienischen Nachkriegsfotografie

Pietro Donzelli (1915-1998) gilt als einer der einflussreichsten Fotografen, Kritiker und Ausstellungsmacher der italienischen Nachkriegszeit. Das Fotografie-Forum präsentiert vom 10. Mai bis zum 02. August 2026 eine große Überblicksausstellung mit rund 100 Werken des Künstlers. Die Schau ist in enger Zusammenarbeit mit Renate Siebenhaar und dem Estate Pietro Donzelli entstanden.
Die Fotos aus den 1950er und 1960er Jahren, die überwiegend in Italien aufgenommen wurden, geben eindrucksvolle Einblicke in eine Zeit, die im Wandel begriffen ist. In Donzellis poetischen Schwarz-Weiß Aufnahmen trifft ländliche Tradition auf industriellen Aufbruch, aber auch Vergangenheit auf Zukunft. Donzellis Werk umfasst neben vereinzelten Porträts vorwiegend Landschafts- und Stadtansichten. Ihnen allen ist gemein, dass sie eine kontemplative Ruhe ausstrahlen, die sie jeglicher Zeitlichkeit enthebt.
„Pietro Donzelli versteht es meisterhaft in seinen Kompositionen mit dem Licht zu arbeiten", so Kuratorin und Leiterin des Fotografie-Forums Dr. Nina Mika-Helfmeier, "für den großartigen Fotografen ist das natürliche Licht eines der zentralen Gestaltungsmittel: Weich und manchmal leicht diffus, erzeugt es in seinen Bildern eine ruhige, zeitlose Stimmung. Ähnlich wie bei Goethe in der Italienischen Reise wirkt das 'italienische Licht' klärend und lenkt den Blick auf das Wesentliche." Die Leitung des Estate Pietro Donzelli Renate Siebenhaar ergänzt: "Pietro Donzellis Fotografien erhalten ihre Faszination durch meisterliche Komposition und konzentrierte Stille und oftmals entstehen rätselhafte Beziehungen zwischen Menschen und ihrer Umgebung. Die Zeit scheint aufgehoben: Über das Bezeugen einer vergangenen Epoche hinaus bewahren Donzellis Fotografien eine universelle Bedeutung und Bannkraft außerhalb von Zeit und Ort."

Der 1915 in Monaco geborene Donzelli ging seinem intensiven Engagement für die Fotografie erst in seinen 30ern nach, neben einer Beschäftigung als Archivar bei der nationalen Telefongesellschaft SIRTI. Wenngleich er seit seiner Kindheit von der Fotografie begeistert war, stand dieser Leidenschaft zunächst die Einberufung in den Kriegsdienst 1943 im Weg. Seine Erfahrungen im Zweiten Weltkrieg sollten den Künstler nachhaltig prägen. Die Fotografie bot ihm, laut eigener Aussage, nach dem Krieg die Möglichkeit, Gefühle und Gedanken auszudrücken und sich anderen mitzuteilen. Donzelli lag viel daran, mit der Fotografie neue, eigenständige Ausdruckswege zu erschließen und sie als vollwertige Kunstform zu etablieren. Er gilt heute als einer der wichtigsten Protagonisten der Strömung des Neorealismus. Sein Engagement für die Fotografie beschränkte sich nicht nur auf die eigene fotografische Arbeit, vielmehr war Donzelli ebenso als Kritiker und Ausstellungsmacher international aktiv. Er gründete unter anderem die Zeitschrift Fotografia und war später Co-Direktor der italienischen Ausgabe von Popular photography. Zeit seines Lebens pflegte der Fotograf einen stetigen Austausch zu Vertreter_innen innovativer fotografischer Strömungen auf der ganzen Welt. Donzellis Arbeiten sind heute in zahlreichen öffentlichen und privaten Sammlungen vertreten, u.a. im Museum of Modern Art New York, dem Museum Folkwang in Essen sowie in der Collezione Farnesia in Rom.

Die Serie „Po-Delta - Land ohne Schatten“ verdeutlicht Donzellis sorgsame Arbeitsweise, die umfangreiche und intensive Recherchen umfasste. Über acht Jahre hinweg bereiste der Fotograf das Po-Delta und hielt dort die Landschaft, aber auch die Menschen und ihre Lebensbedingungen fest. Dabei zeigen die Fotografien ganz unterschiedliche Aspekte des besonderen Landstrichs. Die Aufnahmen sind keineswegs rein dokumentarischer Natur, sondern entfalten eine poetische Kraft, die ihnen eine eigene ästhetische Qualität verleiht.

Donzelli beschäftigte sich jedoch nicht nur mit dem Leben auf dem Land, auch das Zusammenleben in den Städten ist Gegenstand seiner fotografischen Arbeit. In seiner Heimatstadt Mailand entstehen zahlreiche Aufnahmen: neben flüchtigen Alltagsmomenten interessiert ihn die Mailänder Mustermesse in besonderer Weise. Es entstehen Fotografien, die sich durch klare Kompositionen und ungewöhnliche Perspektiven auszeichnen. Seine frühste fotografische Serie entsteht in Neapel. Unmittelbar nach dem Krieg beginnt er die fünfjährige Arbeit an Aria di Napoli (Die Luft von Neapel) mit dem Ziel, ein anderes Bild der Stadt zu zeichnen, außerhalb der touristischen Pfade: Es begegnen uns in den Fotografien Verkäufer ebenso wie schlafende Seemänner, Straßenkinder, Musikanten, Tagelöhner, Straßenkehrer und Schuhputzer, die Donzelli stets umsichtig und würdevoll ins Bild setzte.

Der Gang durch die Ausstellung gleicht einer Zeitreise in das Italien eines vergangenen Jahrhunderts und wirft doch wesentliche, heute immer noch aktuelle Aspekte des Menschseins auf. Er lädt zum Sinnieren und zur Kontemplation ein. Das Licht ist dabei Donzellis stetiger Begleiter und begegnet den Besucher_innen auf verschiedene Weise: mal hart und kontrastreich, mal diffus und sanft. Donzelli versteht es meisterhaft Schönheit und Harmonie im Alltäglichen zu finden.

Zur Ausstellung erscheint ein umfangreicher Katalog, herausgegeben von Dr. Nina Mika-Helfmeier und Renate Siebenhaar, mit einem Essay von Andreas Platthaus (FAZ). Er ist im Fotografie-Forum zum Preis von 25 Euro erhältlich.

Fotografie-Forum der StädteRegion Aachen (Monschau)

09.05.2026 - 06.01.2027 Studioausstellung: Bernhard Obst - The sky is open
Staedtische Galerie Bietigheim-Bissingen ( Bietigheim-Bissingen)
Pressemitteilung
Bernhard Obst
The sky is open
9. Mai 2026 bis 6. Januar 2027

Der früh verstorbene Künstler Bernhard Obst (1956 in Ludwigsburg – 2014 in Bietigheim-Bissingen) ist wohl nur Kennern der regionalen Kunstszene ein Begriff. Er studierte an der Akademie der Bildenden Künste in Stuttgart, doch stellte nur selten aus. Dabei schuf Bernhard Obst umfangreiche Serien mit symbolischen Inhalten, darunter Kompositionen mit Stoffen und Tüchern, die ein Ver- und Enthüllen suggerieren. Neben der Öl- und Acrylmalerei galt sein besonderes Augenmerk der Zeichnung: Mit Bleistift oder Tusche überzog er großformatige Papiere mit unzähligen Strichen und feinen Schraffuren und schuf so außergewöhnliche Stillleben oder surreale Figurenszenen. Unter dem Motto »The sky is open« gestaltete er eine ganze Reihe phantastischer Landschaften. Anlässlich seines 70. Geburtstags zeigt die Städtische Galerie mit Gemälden, Zeichnungen und Linolschnitten aus dem Nachlass des Künstlers einen repräsentativen Querschnitt seines eindrucksvollen Schaffens – eine Entdeckung!

Wir laden herzlich ein zur Eröffnung
am Freitag, 8. Mai, 19 Uhr
mit Oberbürgermeister Jürgen Kessing
und Dr. Petra Lanfermann

Begleitprogramm

After-Work-Kurzführungen mit Apéritif
Freitag, 12. Juni, 16.30 Uhr
Mittwoch, 5. August, 16.30 Uhr
Donnerstag, 17. September, 17 Uhr
Donnerstag, 29. Oktober, 17 Uhr
Mittwoch, 30. Dezember, 16.30 Uhr

Der persönliche Blick
Kuratorinnenführung mit Familie Obst
Donnerstag, 2. Juli, 16.30 Uhr
Freitag, 13. November, 16.30 Uhr

Familien-Fun-Freitage
Kombination aus Führung und Kreativ-Workshop für Groß und Klein
Freitag, 21. August und 23. Oktober, jeweils 15 Uhr

Unser umfangreiches Workshop-Programm für Kinder und Jugendliche entnehmen Sie bitte dem gesonderten Flyer oder unserer Website.

Begrenzte Teilnehmerzahl! Anmeldung empfohlen per Telefon oder E-Mail!

Öffnungszeiten
Mi–Fr 14–18 Uhr
Sa, So 11–18 Uhr
alle Feiertage 11–18 Uhr
nur 24., 25. und 31.12. geschlossen

Eintritt frei
After-Work-Führungen: 4 € inkl. Getränk
Kuratorinnenführung 5 €
Familien-Fun-Freitag: 10 € pro Familie

Die Städtische Galerie ist inklusive Sanitäranlage barrierefrei.

Städtische Galerie Bietigheim-Bissingen
Hauptstraße 60–64
74321 Bietigheim-Bissingen
Telefon 07142 74-483
galerie@bietigheim-bissingen.de
http://galerie.bietigheim-bissingen.de


Staedtische Galerie Bietigheim-Bissingen ( Bietigheim-Bissingen)

26.04.2026 - 07.03.2027 Una Passeggiata Italiana
Museum Art.Plus (Donaueschingen)
Pressemitteilung
Das Museum Art.Plus lädt zu einem Spaziergang durch die zeitgenössische Kunst Italiens ein. Farbklänge, Formen und Materialien entfalten sich zu einem sinnlichen Dialog aus Emotionen, Bewegung und Licht. Entlang einer imaginären Reise von Rom bis nach Florenz, Turin, Varese und Bozen (mit einem Abstecher nach Trier) begegnen die Besucher:innen unterschiedlichen künstlerischen Positionen, in denen zwischen poetischer Bildsprache und klarer Struktur eine Atmosphäre entsteht, die zum Entdecken, Verweilen und Träumen anregt.

Ausstellende Künstler:innen:
Pizzi Cannella, Giuseppe Gallo, Bodo Korsig, Luigi Mainolfi, Allesandro Mendini, Marzia Migliora, Marcello Morandini, Nunzio, Gabriela Oberkofler, Stefan Rohrer, René Staud, Fabio Viale

Museum Art.Plus (Donaueschingen)

25.04.2026 - 05.07.2026 SINGENKUNST 2026 »grenzenlos«.
Kunstmuseum Singen (Singen)
Pressemitteilung
Mit der Ausstellung SINGENKUNST 2026 »grenzenlos« setzt der Kunstverein Singen seine zweijährlich stattfindende Ausstellungsreihe im Kunstmuseum Singen fort. Das Anliegen der Ausstellungsreihe ist es, die erstaunlich große Vielfalt und Lebendigkeit der Kunst aus der grenzüberschreitenden Bodensee-Region zu zeigen, sowie für junge Künstlerinnen und Künstler oder bis dato in dieser Raumschaft weniger bekannte Positionen eine öffentliche Plattform zu schaffen - diese sichtbar zu machen.

Ohne Beschränkungen hinsichtlich Stil und Gattung sind in der Ausstellung gleichermaßen gegenständliche und ungegenständliche, figurative und konzeptuelle, reduzierte wie überbordende Werke vertreten; Ohne Beschränkungen hinsichtlich Stil und Gattung sind in der Ausstellung gleichermaßen gegenständliche und ungegenständliche, figurative und konzeptuelle, reduzierte wie überbordende Werke vertreten;
Gemälde, Arbeiten auf Papier, Plastiken, Skulpturen, Reliefs, Installationen und Projektionen verbinden sich zu einem ästhetischen Parcours. Im Zusammenspiel der Werke entstehen spannende Bezüge und bereichernde Begegnungen.

Ausgewählt werden die Künstler und die Werke von einer alle zwei Jahre wechselnden Jury, der 2026 die Gastjurorin Judit Villiger, Künstlerin aus der Schweiz, Helena Vayhinger für den Kunstverein Singen und Christoph Bauer für das Kunstmuseum Singen angehören.

Folgende Künstlerinnen und Künstler, geboren zwischen 1942 und 1993 und damit drei Generationen umfassend, nehmen an der SINGENKUNST 2026 »grenzenlos« teil: Frank Altmann, Jan Czerwinski, Andrea Eitel, Regula Engeler, Pirmin Hagen, Severin Hagen, Armin Hartenstein, Anja Luithle, Christian Lutz, Vera Marke, Julius Martin-Humpert, Corina Rauer, Gela Samsonidse, Bernd Schwarting, Laura Signer und Gabriel Zlatanovic.

Kunstmuseum Singen (Singen)

17.04.2026 - 30.08.2026 Generation 1700 Zeichnen an der Königlichen Akademie in Paris
Staatsgalerie Stuttgart (Stuttgart)
Pressemitteilung
Wie lernt man, den menschlichen Körper zu zeichnen? Die Ausstellung »Generation 1700« widmet sich dem Zeichenunterricht an der Königlichen Akademie in Paris und zeigt, wie einige der bedeutendsten Künstler der französischen Aufklärung ihr Studium der Anatomie mit künstlerischem Ausdruck verbinden.
Anlässlich des Jubiläums »75 Jahre Institut français Stuttgart«, das 2026 gefeiert wird, beleuchtet die Staatsgalerie Stuttgart das Zeichnen nach dem lebenden Modell zwischen Disziplin, Wissenschaft und künstlerischer Entfaltung.
Abbildung: Michel-François Dandré-Bardon, Oberkörper eines männlichen Rückenaktes mit ausgestrecktem linken Arm, um 1720/25, Staatsgalerie Stuttgart, Graphische Sammlung, alter Bestand

Staatsgalerie Stuttgart (Stuttgart)

11.04.2026 - 16.10.2026 Karl Hofer. Zwischen Schönheit und Wahrheit
Schloss Achberg (Achberg)
Pressemitteilung
Karl Hofer (1878–1955) zählt zu den eigenständigsten Malern der deutschen Moderne. Zwischen Neuer Sachlichkeit und Magischem Realismus entwickelte er eine unverwechselbare Bildsprache. Die Ausstellung zeigt über 60 Gemälde, die die wichtigsten Themen, die ästhetische Kraft und das ihr zugrunde liegende Menschenbild in Hofers Malerei anhand von Beispielen aus allen Schaffensphasen präsentieren.
Ergänzt wird die Ausstellung um Gemälde von Künstlern der Halleschen Schule, die Anklänge an Hofers Malerei aufweisen, sowie Gemälde von Willi Baumeister. Sie werfen ein Schlaglicht auf die Rezeption Hofers zwischen 1945 und 1955 in Ost und West.

Die Ausstellung ist eine Kooperation von Schloss Achberg mit der Sammlung Arthouse, dem Kunstmuseum Moritzburg Halle (Saale) und der Städtischen Galerie Bietigheim-Bissingen.

Schloss Achberg (Achberg)

20.03.2026 - 31.12.2026 Sammlungsparcour III - Von Artischocke bis Zebra
Museum Schloss Ettlingen (Ettlingen)
Pressemitteilung
Die erste Ausstellung im Museum Ettlingen im Schloss dieses Jahr ist den Themen „Stillleben und Tierdarstellungen“ gewidmet. Mit der dritten Folge der Ausstellungsreihe Sammlungsparcours greift das Museum Ettlingen immer wieder neue Aspekte der eigenen Kunstsammlung auf. Rund 60 Werke von 25 Künstlerinnen und Künstlern warten darauf von Ihnen entdeckt zu werden.

NEU! Das Atelier für Besucher in der Ausstellung

In unserem Ausstellungsatelier können Besucherinnen und Besucher jeden Alters ganz spontan aktiv kreativ werden. Stellen Sie sich aus einer Vielzahl an Objekten ein Stillleben zusammen und schon können Sie vor Ort ihre eigene Komposition zeichnen.
Papier und Stifte liegen bereit, können aber auch mitgebracht werden.
Das Atelier ist während der Öffnungszeiten der Ausstellung geöffnet. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Museum Schloss Ettlingen (Ettlingen)

16.11.2025 - 05.07.2026 Neyen Pailamilla. Threads of Embodiment – Hilos del cuerpo – Körperfäden
Städtische Galerie Fruchthalle (Rastatt)
Pressemitteilung
„Threads of Embodiment – Hilos del cuerpo – Körperfäden“ ist der Titel der neuen Kunstausstellung in der Städtischen Galerie Fruchthalle in Rastatt. Von 16. November 2025 bis 5. Juli 2026 wird die erste institutionelle Einzelschau der queeren Mapuche-Künstler*in Neyen Pailamilla präsentiert (geb. 1988 in Santiago de Chile, lebt derzeit in Zürich).

Embodiment (deutsch: Verkörperung, Inkarnation oder Verleiblichung) basiert auf der Annahme, dass Gedanken, Emotionen und Verhalten stark vom Körper und umgekehrt beeinflusst werden, beschreibt also die enge Verbindung und wechselseitige Beziehung zwischen Körper und Geist. Ausgangspunkt der Ausstellung ist Pailamillas Mapuche-Herkunft, die zwischen Tradition, Migration und urbanem Leben zu einem hybrid-fluiden Zustand wird und ungewohnte Perspektiven auf Identität und kulturelle Verflechtungen wirft. Pailamilla nutzt dabei Performance, Textilkunst und audiovisuelle Formate, um historische, politische und soziale Dimensionen zu erforschen. Die Fruchthalle wird hier zu einem Ort lebendiger Erfahrung, der Zuschreibungen hinterfragt und zugleich auf die ursprüngliche Funktion des Hauses als öffentlichen Raum verweist. Projektionen, Performances und Interventionen im Café- und Museumsraum greifen ineinander und überschreiten bewusst die Grenzen institutioneller Präsentationsformen. So entsteht ein direkter Dialog zwischen Kunst, Stadt und Publikum – eine Einladung, über queere Sichtbarkeit und koloniale Einflüsse in der Gegenwart nachzudenken. In „Threads of Embodiment“ werden zentrale Arbeiten der Künstlerin der letzten zehn Jahre gezeigt.

Neyen Pailamilla studierte Zeitgenössischen Tanz an der ARCIS-Universität und erwarb einen Master in Kunsttheorie und -geschichte an der Universität von Chile, beides in Santiago de Chile. Seit 2016 ist Pailamilla Mitglied des Mapuche-Kollektivs Rangiñtulewfü. Arbeiten der Künstler*in sind Teil mehrerer Sammlungen, darunter die des Museums Ludwig in Köln und des Museo Nacional de Bellas Artes in Santiago de Chile.
Während der Laufzeit der Ausstellung in der Fruchthalle werden Führungen und Performances angeboten (Programm unter www.rastatt.de).

Städtische Galerie Fruchthalle (Rastatt)

20.09.2024 - 22.08.2027 Schultze Projects #4 – Kresiah Mukwazhi
Museum Ludwig (Köln)
Pressemitteilung
Schultze Projects

ab 20. September 2024
Schultze Projects #4 – Kresiah Mukwazhi
PK 20. September, 11 Uhr

Alle zwei bis drei Jahre lädt das Museum Ludwig eine Künstlerin oder einen Künstler ein, die größte Wand im Haus – die Stirnwand im Treppenaufgang – neu zu gestalten. Der Name Schultze Projects bezieht sich auf Bernard Schultze und seine Frau Ursula (Schultze-Bluhm), deren künstlerische Teilnachlässe das Museum Ludwig verwaltet und zu deren Gedenken die Reihe 2017 initiiert wurde.

Für die vierte Ausgabe der Schultze Projects hat die Künstlerin Kresiah Mukwazhi (*1992 in Harare, Zimbabwe) eine neue Wandarbeit entwickelt. Mukwazhi verwendet häufig gebrauchte Kleidungsstücke oder Stoffe, die sie zusammennäht und bemalt, um mit ihnen die Gewalt von Männern gegen Frauen in ihrem Heimatland Zimbabwe zu thematisieren. Ihre Kunst ist für sie eine Form des Protests, der Selbstermächtigung und ein Ansatzpunkt, um Frauen zu stärken und zu unterstützen. Mukwazhi versteht ihre künstlerische Praxis als visuellen Aktivismus. In ihren Installationen, Videos, Performances, Skulpturen und Textilcollagen macht sie Erfahrungen von Frauen sichtbar, die in männlich dominierten Gesellschaften Sexualisierung, Diskriminierung und Marginalisierung ausgesetzt sind. Dabei steht der Körper als Austragungsort strukturellen Machtmissbrauchs im Fokus. In ihren Werken finden sich gebrauchte Accessoires, Perücken oder Kleidungsstücke wie Petticoats, die direkt oder indirekt mit dem weiblichen Körper und gesellschaftlichen Vorstellungen von Weiblichkeit assoziiert werden.

Im Gegensatz zu ihren bisher meist figurativen Bildern hat Mukwazhi für Köln eine auf den ersten Blick fast monochrome abstrakte Arbeit geschaffen. Erst bei genauerem Hinsehen wird das von ihr verwendete Material erkennbar: Träger und Verschlussbänder Tausender gebrauchter BHs. Mit einer Länge von über dreizehn Metern und einer Höhe von mehr als drei Metern ist dies ihre bisher größte Stoffarbeit. Durch das Material, das von Industrienationen als Alttextilien in afrikanische Länder exportiert wird, verweist Mukwazhi auf anhaltende koloniale Verhältnisse und fertigt zugleich ein monumentales Werk, das, so die Künstlerin, „die Kraft der weiblichen Kollektivität“ zum Ausdruck bringt und „den heiligen Charakter von Frauen zurückfordern will, die als königliche Wesen gesehen und gefeiert werden sollten“. Gleichzeitig fließen ihre eigenen Beobachtungen geschlechtsspezifischer Gewalt und sexueller Ausbeutung im Nachtleben von Harare sowie Gespräche, die sie mit Sexarbeiterinnen geführt hat, mit ein. Darüber hinaus bezieht sich die Künstlerin mit ihrer neuen Arbeit auf afrikanische Kulturen, in denen Frauen für eine große Spiritualität stehen und eine heilige Verbindung zum Boden besitzen. Das Ablegen der Kleidung hat dabei besondere Bedeutung und verdeutlicht ihre Stärke und ihren unbeugsamen Widerstand gegen jede Form der Unterdrückung. Diese Sonderstellung und von manchen gefürchtete Kraft der weiblichen Emanzipation spiegelt sich auch in der Arbeit wieder. In den Worten der Künstlerin: „Diese Arbeit versucht, die Macht und die Würde der Frauen in unserer heutigen Gesellschaft zurückzugewinnen, der Ausgegrenzten, derjenigen, die gegen die unterdrückenden Kräfte des Patriarchats rebelliert haben und als problematisch abgestempelt wurden, weil sie sich entschieden haben, ihre Stimme zu erheben. Die Aktivistinnen, die Sexarbeiterinnen, die Künstlerinnen, die Außenseiterinnen, die Frauen, die in männlich dominierten Arbeitswelten aufbegehren.“

Gleichzeitig erweitert der in Mukwazhis Muttersprache Shona verfasste Titel der Arbeit, „Shanduko nhema“, den Interpretationsradius. Er lässt sich im weitesten Sinne als „Schwarze Rückforderung“ aber auch als „Schwarze Lügen“ übersetzen. Letztere lassen sich auf die rassistischen Ideologien beziehen, mit denen die europäischen Mächte ihre angebliche kulturelle Höherwertigkeit gegenüber nicht weißen Menschen begründeten und als Vorwand für die Kolonialisierung Afrikas nutzten. Die Künstlerin selbst führt aus: „Bei der Arbeit, die ich für Schultze Projects entwickelt habe, stelle ich die negativen Wahrnehmungen in Frage, die mit der Farbe Schwarz verbunden sind – als böse (schwarze Magie), als dunkel, als Außenseiter*in (schwarzes Schaf) – und ich präsentiere sie als eine Form der Ermächtigung derjenigen, die sie repräsentiert.“

Kresiah Mukwazhi hat zuletzt auf der Art Basel Unlimited 2024 eine große neue Arbeit präsentiert; 2023 hatte sie Einzelausstellungen im Nottingham Contemporary und in der Wiener Secession. 2022 war sie im Pavillon von Zimbabwe auf der Biennale von Venedig vertreten.

Kurator: Yilmaz Dziewior

Museum Ludwig (Köln)

04.09.2024 - 31.12.2028 BAUBAU: Ein Spielort für Kinder
Gropius Bau (Berlin)
Pressemitteilung
Ein von Kerstin Brätsch zunächst als Pilotprojekt konzipierter, kostenfrei zugänglicher Spielort im Westflügel des Erdgeschosses öffnet im September 2024 und wird über die nächsten Jahre wachsen und sich auch in den Außenraum ausbreiten. Nach dem Vorbild von The Model (1968) – einem Abenteuerspielplatz des Künstlers Palle Nielsen am Moderna Museet in Stockholm – entsteht eine permanente Rauminstallation für Kinder, in der mehr erlaubt ist als verboten. Begleitet von Playworker*innen (Pädagog*innen mit einem Schwerpunkt auf freiem Spiel) können hier Kinder auf ihre eigene Weise Zeit verbringen – und dabei lachen, träumen, weinen, bauen, auseinandernehmen, toben, sich ausruhen, fantasieren und entdecken.

Gropius Bau (Berlin)

19.07.2024 - 30.09.2027 THIS IS TOMORROW Neupräsentation der Sammlung des 20. / 21. Jahrhunderts
Staatsgalerie Stuttgart (Stuttgart)
Pressemitteilung
THIS IS TOMORROW präsentiert in sechs zentralen Sammlungsräumen der Staatsgalerie Stuttgart zeitgenössische künstlerische Positionen im Dialog mit bedeutenden Werken des 20. und 21. Jahrhunderts. Medienübergreifend reflektieren die Werke Themen wie den kritischen Blick auf den Körper, untersuchen Fragen der Identität und des gesellschaftlichen Zusammenlebens, setzen sich mit dem Verhältnis zwischen Natur und Künstlicher Intelligenz auseinander und verarbeiten Erfahrungen mit Krieg und Gewalt. Durch die Vielzahl von Installationen, Gemälden, Medienkunstwerken, Skulpturen und Papierarbeiten bearbeiten die neuen Sammlungsräume Themenbereiche, die zu einem Diskurs über aktuelle gesellschaftliche Fragestellungen anregen.

Mit über 100 Werken von Künstlerinnen und Künstlern wie u. a. Eleanor Antin, Marcel Duchamp, Katharina Fritsch, Hannah Höch, Käthe Kollwitz, Jeff Koons, Joseph Kosuth, Maria Lassnig, Yoko Ono oder Andy Warhol treten in Dialog mit zahlreichen Neuerwerbungen und Schenkungen der letzten Jahre – wie Werke von Nobert Bisky, Burhan Do?ançay, Teresa Margolles, Ulrike Ottinger, Cindy Sherman, Hito Steyerl oder Haegue Yang. Ergänzt werden sie durch ausgewählte Leihgaben wie bspw. Clément Cogitore, Simone Leigh, Anys Reimann, Deborah Roberts und Ben Willikens aus der Sammlung Scharpff-Striebich, der Mercedes-Benz Art Collection und der Sammlung Weishaupt.

Staatsgalerie Stuttgart (Stuttgart)

01.01.2024 - 31.12.2026 Leben auf der Burg - eine Mitmachausstellung nicht nur für Kinder
Museum Schloss Ettlingen (Ettlingen)
Pressemitteilung
Wie die Lebenswelt rund um die Ettlinger Burg in der Zeit zwischen 1200 und 1350 ausgesehen haben könnte zeigt ab dem 28. April 2023 das Museum Ettlingen in der umfangreichen Ausstellung „Leben auf der Burg“. Zwanzig Mitmachstationen auf rund 200 qm Ausstellungsfläche regen kleine wie große Besucher:innen an, selbst aktiv zu werden und in das mittelalterliche Burgleben einzutauchen. Es darf gewerkelt, gespielt und anprobiert werden. Anfassen ist ausdrücklich erlaubt.

Dass das Ettlinger Schloss seinen Ursprung in einer mittelalterlichen Burg hat kann man noch heute von aussen wie von innen an dem großen Bergfried erkennen. Die Quellenlage für die Zeit der jungen Stadt Ettlingen im 13. Jahrhundert ist allerdings schwierig, weshalb vieles bei der Rekonstruktion des mittelalterlichen Ettlingens spekulativ bleibt. Die Ausstellung zeigt an vielen Stellen nur wie es mit hoher Wahrscheinlichkeit gewesen sein könnte. Und spricht hierfür alle Sinne an: Ein Hörquiz lädt zum Lauschen und Raten ein, Such- und Würfelspiele erhöhen die Spannung, es darf gestickt, gesponnen und geschnuppert werden. Während die große „Burg Blaustein“ von Bluebrixx reines Anschauungsobjekt bleibt, warten zahlreiche Bereiche darauf, spielerisch wie kreativ entdeckt zu werden. Die Einstiege, die die Ausstellung bietet, sind vielfältig, so dass die Besucher:innen je nach Alter und Interesse ihren eigenen Zugang wählen können. Dabei wird auch mit Vorurteilen aufgeräumt: Das Mittelalter war nicht finster, sondern ebenso vielschichtig und bunt wie das „Leben auf der Burg“ in Ettlingen.

Museum Schloss Ettlingen (Ettlingen)