Language

Ausstellungen Museen

Pressemitteilungen
Pressemitteilungen
07.12.2018 - 31.03.2019 Marcel Duchamp 100 Fragen. 100 Antworten.
Staatsgalerie Stuttgart (Stuttgart)
Pressemitteilung
Es gibt kaum einen Künstler, der hinsichtlich seines Werks und seiner Persönlichkeit faszinierender ist als Marcel Duchamp (1887-1968). Indem er einen Alltagsgegenstand zum Kunstwerk erklärte und damit als Erfinder des »ready-made« die Kunstgeschichte revolutionierte, wurde er zum Vordenker einer ganzen Generation von Konzeptkünstlern. Bis heute hat der Einfluss seiner Werke und Schriften eine immense Bedeutung für die Gegenwartskunst.
Erstmals zeigt die Staatsgalerie ihren umfangreichen Marcel Duchamp-Bestand und das zugehörige Archiv Serge Stauffer in einer Ausstellung. Einflussreiche Werke aus der eigenen Sammlung, wie der »Flaschentrockner«, das Gemälde »Studie für die Schokoladenreibe No. 2« und das Fensterobjekt »La Bagarre d'Austerlitz« treffen auf internationale Leihgaben. Ergänzt werden die Werke durch ein einzigartiges Archiv, das von dem Schweizer Künstler und Duchamp-Forscher Serge Stauffer (1929-1989)zusammengetragen wurde. Erstmalig werden die bedeutenden »100 Fragen« zu sehen sein, die Stauffer 1960 im Zuge eines langjährigen Briefwechsels an Duchamp richtete. Die »100 Antworten« Duchamps ermöglichen nicht nur wesentliche Einblicke in sein künstlerisches Denken, sondern zeigen auch die außergewöhnliche Forschertätigkeit Stauffers. Erarbeitet durch ein von der Volkswagen-Stiftung gefördertes Forschungsprojekt werden die Ausstellung und die begleitende Publikation neue Erkenntnisse in die internationale Duchamp-Rezeption einbringen.

Staatsgalerie Stuttgart (Stuttgart)

07.10.2018 - 17.02.2019 Wilhelm Lehmbruck. Die Bedeutung der Linie
Staatsgalerie Stuttgart (Stuttgart)
Pressemitteilung
Begleitend zur Ausstellung »Wilhelm Lehmbruck. Variation und Vollendung« zeigt die Staatsgalerie im Graphik-Kabinett Arbeiten auf Papier von Wilhelm Lehmbruck.
Das Œuvre dieses empfindsamen Expressionisten umfasst neben Skulpturen und Gemälden auch zahlreiche Zeichnungen und Druckgraphiken, die nicht in einem direkten Zusammenhang mit seinen Plastiken zu sehen sind, sondern vom Künstler als ein eigenständiges Medium genutzt wurde. Der Radierung kommt dabei ein besonderer Stellenwert zu; diese Technik ermöglichte dem Künstler eine nuancenreiche und sensible Linearität. Einfühlsam und ausdrucksstark zugleich zeigen seine Figuren die unterschiedlichen Facetten menschlicher Emotionen.

Staatsgalerie Stuttgart (Stuttgart)

21.09.2018 - 17.02.2019 Wilhelm Lehmbruck. Variation und Vollendung
Staatsgalerie Stuttgart (Stuttgart)
Pressemitteilung
Wilhelm Lehmbruck (1881-1919) zählt zu den bedeutendsten deutschen Bildhauern des 20. Jahrhunderts. Sein Œuvre umfasst ca. 100 Skulpturen, mehr als 1000 Zeichnungen, 80 Gemälde und großformatige Zeichnungen und 200 Druckgraphiken. Diese Vielseitigkeit und das Erproben verschiedener Techniken und Materialien sind charakteristisch für die Generation der Expressionisten.
Ausgehend von ihrem umfangreichen eigenen Bestand wird die Ausstellung in der Staatsgalerie der Arbeitsweise Wilhelm Lehmbrucks nachspüren und Schnittvarianten seiner bedeutendsten Plastiken wie die Große Sinnende, der Emporsteigende Jüngling, die Große Stehende oder die Kniende zeigen.
Unter den deutschen Künstlern gehört Lehmbruck zu den ersten, die neben den traditionellen Materialien wie Bronze und Marmor auch in hohem Maße in seiner Zeit innovative Werkstoffe wie Terrakotta, Stein- / Zementguss und Stuccoguss für ihre Werke verwendeten. Ob diese unterschiedliche Materialität innerhalb seiner Plastiken auf eine bewusste inhaltlich-ästhetische Entscheidung oder auf erheblich günstigere Produktionskosten zurückzuführen ist, gehört zu den schwer lösbaren Fragestellungen in der Lehmbruck-Forschung.

Staatsgalerie Stuttgart (Stuttgart)

29.06.2018 - 21.10.2018 Ernst Ludwig Kirchner. Die unbekannte Sammlung
Staatsgalerie Stuttgart (Stuttgart)
Pressemitteilung
Die Graphische Sammlung der Staatsgalerie Stuttgart beherbergt den großen Schatz von 81 Zeichnungen sowie 84 Druckgraphiken und einigen illustrierten Büchern von Ernst Ludwig Kirchner (1880-1938), dem Mitbegründer der Künstlergemeinschaft »Brücke«. Alle seine Schaffensperioden und wichtigen Themen wie Großstadt und Tanz, Landschaften auf Fehmarn sowie die Alpen und anderes sind in diesem bemerkenswerten Bestand vertreten. Vor allem Kirchners Druckgraphik ist außergewöhnlich, gibt es die einzelnen Blätter doch nur selten in Auflagen, sondern oft nur in jeweils wenigen Handdrucken.

Die zuletzt als Gesamtkomplex 1980 ausgestellten Werke werden 2018, im 80. Todesjahr des Künstlers, in einer Ausstellung präsentiert, begleitet von einem Bestandskatalog.

Staatsgalerie Stuttgart (Stuttgart)

08.06.2018 - 30.09.2018 Kirchner und die »Künstlergemeinschaft Brücke«
Staatsgalerie Stuttgart (Stuttgart)
Pressemitteilung
Begleitend zur großen Ausstellung »Ernst Ludwig Kirchner. Die unbekannte Sammlung« zeigen wir im Graphik-Kabinett Zeichnungen und Druckgraphiken weiterer Mitglieder der Künstlergemeinschaft »Brücke«, die Kirchner ab 1905 um sich geschart hatte: Erich Heckel (1883-1970), Karl Schmidt-Rottluff (1884-1976), Emil Nolde (1867-1956), Max Pechstein (1881-1955) und Otto Mueller (1898-1979) sind mit Zeichnungen, Holzschnitten, Radierungen und Lithographien aus unserem reichen Bestand vertreten.

Staatsgalerie Stuttgart (Stuttgart)

01.05.2018 - 26.08.2018 #meinMuseum 175 Jahre Staatsgalerie
Staatsgalerie Stuttgart (Stuttgart)
Pressemitteilung
Im kommenden Jahr 2018 feiert die Staatsgalerie Stuttgart ihr 175-jähriges Bestehen. Dieses Jubiläum ist Anlass, die wechselvolle Geschichte des Hauses und seiner Sammlung zu erzählen und einen Blick hinter die Kulissen des Museumsbetriebs zu werfen. Erstmals wird die Geschichte dabei am Beispiel wichtiger Wegmarken und Zäsuren im Überblick dargestellt.
Gezeigt wird, wie sich das Haus über die Jahrzehnte und vor allem in der Nachkriegszeit als eines der wichtigsten Museen für die Kunst der Moderne in Deutschland positionierte.

Staatsgalerie Stuttgart (Stuttgart)

09.02.2018 - 27.05.2018 Gemalt, gedruckt, gebraucht. Bild und Buch im Spätmittelalter
Staatsgalerie Stuttgart (Stuttgart)
Pressemitteilung
Gemalt oder gedruckt – farbig mit Gold oder Schwarz-Weiß – vielfältig sind die Erscheinungsformen von Bildern auf Pergament und Papier im Spätmittelalter. Sie illustrieren und schmücken Bücher, sind aber ebenso zur emotionalen Steigerung der Andacht wie zur sinnlichen Freude der Leser gedacht.

Die Erwerbung von sieben kolorierten frühen Kupferstichen aus dem Gebetbuch einer Nonne in Utrecht sowie die Rückkehr eines Kriegsverlustes, das 1506 gedruckte Stundenbuch für Autun mit Metallschnitten, ist Anlass für die Staatsgalerie, den Fokus auf »Bild und Buch« zu richten.

Staatsgalerie Stuttgart (Stuttgart)

28.01.2018 - 28.01.2018 RÜCKBLICK! Projektstipendium KunstKommunikation 17 – Kunst zum Mitmachen und Mitdenken | Finissage d
DA, Kunsthaus Kloster Gravenhorst (Hörstel)
Pressemitteilung
Die Stipendiaten präsentieren die Ergebnisse ihrer Kunstprojekte: „Social Bench/Bank Heat“ von Malte Bartsch, „Buchsbaumanalyse“ von Oliver Gather, „KunstVerzehr“ von Claudia Schmitz & Käthe Wenzel und „Das Gravenhorster MALBUCH“ von Dieter Call & Anja Voigt.

DA, Kunsthaus Kloster Gravenhorst (Hörstel)

16.12.2017 - 11.03.2018 Mut zur Freiheit. Informel aus der Sammlung Anna und Dieter Grässlin im Dialog
Städtische Galerie Karlsruhe (Karlsruhe)
Pressemitteilung
Krustige Oberflä­chen, verlau­fende Farbspuren, Chaos und Struktur: In der Kunst des In­for­mel, der Avantgarde der 1950er Jahre, war die Zerstö­rung ­des Krieges noch präsent.

Nach Jahren der na­tio­nal­so­zia­lis­ti­schen Mal- und Denkver­bote begann insbe­son­de­re ­für die deutschen Künstler eine Phase des Aufbruchs und der Neu­ori­en­tie­rung. Sie schöpften aus den Errun­gen­schaf­ten der klas­si­schen Moderne, vernetzten sich in Künstler­grup­pen und er­schlos­sen sich die zeitge­nös­si­sche Szene in Paris und den USA.

Die Ausstel­lung zeigt erstmals ­die bedeutende Sammlung infor­mel­ler Kunst des Un­ter­neh­mer­ehe­paars Anna und Dieter Grässlin aus St. Georgen. Die Sammlung reprä­sen­tiert mit hochka­rä­ti­gen Werken das breite ­Spek­trum der infor­mel­len Ausdrucks­for­men: Malerei, drei­di­men­sio­nale Objekte sowie Druck­gra­fik und Zeichnung.

Mit über hunder­t ­Ex­po­na­ten von zwölf Künstlern aus den Jahren 1946 bis 1974 veran­schau­licht ­die Ausstel­lung die Vielge­stal­tig­keit des Informel. Ausge­hen­d von Bildern Jean Fau­triers und Wols, die als Wegbe­rei­ter dieser künst­le­ri­schen Hal­tung in die Kunst­ge­schichte eingingen, präsen­tiert der Rund­gang Werke von Peter Brüning, Carl Buchheis­ter, K.F. Dahmen, K.O. Götz, Gerhard Hoehme, Erich Hauser, Emil ­Schu­ma­cher, Bernard Schultze, K.R.H. Sonderborg und Fred Thieler.

Im Dialog mit der Sammlung Anna und Dieter Grässlin werden ausge­wählte Exponate aus dem Bestan­d ­der Städti­schen Galerie Karlsruhe gezeigt.

Die Ausstel­lung ist eine ­Ko­ope­ra­tion mit dem Mittel­rhein-Museum Koblenz (23.06. - 1.10.2017), Karlsruhe ist die zweite Station mit erwei­ter­ter ­Kon­zep­tion. Es erscheint ein gemein­sa­mer Katalog.

Foto: Peter Brüning – Ohne Titel, 1960 | © VG Bild-Kunst, Bonn 2017

Städtische Galerie Karlsruhe (Karlsruhe)

09.12.2017 - 09.12.2017 Slam DA | In Kooperation mit dem TatWort e.V. (Münster) und dem Café im DA, Kunsthaus | Beginn: 19.3
DA, Kunsthaus Kloster Gravenhorst (Hörstel)
Pressemitteilung
Einmal im Jahr treffen preisverdächtige Poetry Slammer im DA, Kunsthaus Kloster Gravenhorst aufeinander und liefern sich einen wortgewandten Wettstreit – wer gewinnt, entscheidet das Publikum.

DA, Kunsthaus Kloster Gravenhorst (Hörstel)

09.12.2017 - 04.03.2018 Juden, Christen und Muslime
Martin-Gropius-Bau Berlin (Berlin)
Pressemitteilung
Im Dialog der Wissenschaften 500-1500

Unsere heutige wissenschaftliche Welt steht auch auf den Schultern jener jüdischen, christlichen und muslimischen Gelehrten, die im Mittelalter Schriften der Antike übersetzten, zuerst im Nahen Osten ins Arabische und dann in Europa – zu Beginn in Süditalien und Spanien – aus dem Arabischen ins Lateinische. Die Bedeutung des Wissenstransfers in dieser Epoche kann nicht überschätzt werden, auch wenn das nicht der einzige Überlieferungsstrang gewesen ist. So ist etwa die Rezeption der Schriften des Aristoteles im mittelalterlichen Europa im Wesentlichen dieser Übersetzertätigkeit zu verdanken.

Im 9. Jahrhundert war in Bagdad das „Haus der Weisheit“ begründet worden, von dem eine rege Übersetzungstätigkeit ausging: persische, aramäische, syrische, hebräische, indische (Sanskrit), und lateinische Schriften wurden dort ins Arabische übertragen, von jüdischen, christlichen und sabäischen Gelehrten. Dort unterrichtete auch der Universalgelehrte Al-Chwarizmi (780–850), dem wir einen heute sehr aktuellen Begriff verdanken, den des Algorithmus, entstanden aus einer Verballhornung seines Namens.

Die Ausstellung, erarbeitet von der Österreichischen Nationalbibliothek, widmet sich dieser überragenden Phase einer Begegnung der Kulturen. Vier große Schriftkulturen werden vorgestellt: die hebräische, die griechische, die arabische und die lateinische. Religiös motivierte Fragestellungen konnten zwar die Akzeptanz kulturübergreifender Erkenntnisse verhindern, gaben jedoch auch vielfach erst den Anstoß für wissenschaftliche Auseinandersetzungen.

Foto:
Detail Avicenna im Kreis disputierender Ärzte, Herbarium, Verona oder Venetien, spätes 15. Jh., Cod. 5264, fol. IVv
© Österreichische Nationalbibliothek

Martin-Gropius-Bau Berlin (Berlin)

09.12.2017 - 04.03.2018 Juden, Christen und Muslime Im Dialog der Wissenschaften 500-1500
Martin-Gropius-Bau Berlin (Berlin)
Pressemitteilung
Unsere heutige wissenschaftliche Welt steht auch auf den Schultern jener jüdischen, christlichen und muslimischen Gelehrten, die im Mittelalter Schriften der Antike übersetzten, zuerst im Nahen Osten ins Arabische und dann in Europa – zu Beginn in Süditalien und Spanien – aus dem Arabischen ins Lateinische. Die Bedeutung des Wissenstransfers in dieser Epoche kann nicht überschätzt werden, auch wenn das nicht der einzige Überlieferungsstrang gewesen ist. So ist etwa die Rezeption der Schriften des Aristoteles im mittelalterlichen Europa im Wesentlichen dieser Übersetzertätigkeit zu verdanken.

Im 9. Jahrhundert war in Bagdad das „Haus der Weisheit“ begründet worden, von dem eine rege Übersetzungstätigkeit ausging: persische, syrisch-aramäische, hebräische, indische (Sanskrit), und lateinische Schriften wurden dort ins Arabische übertragen, von jüdischen, christlichen und sabäischen Gelehrten. Dort unterrichtete auch der Universalgelehrte Al-Chwarizmi (780–850), dem wir einen heute sehr aktuellen Begriff verdanken, den des Algorithmus, entstanden aus einer Verballhornung seines Namens.

Die Ausstellung, erarbeitet von der Österreichischen Nationalbibliothek, widmet sich dieser überragenden Phase einer Begegnung der Kulturen. Vier große Schriftkulturen werden vorgestellt: die hebräische, die griechische, die arabische und die lateinische. Religiös motivierte Fragestellungen konnten zwar die Akzeptanz kulturübergreifender Erkenntnisse verhindern, gaben jedoch auch vielfach erst den Anstoß für wissenschaftliche Auseinandersetzungen.

In diesem Spannungsfeld konzentriert sich die Ausstellung auf Bereiche, die besonders vom interkulturellen Dialog profitiert haben. Die seit der Antike viel diskutierten Themen Medizin, Astronomie und Astrologie stehen im Vordergrund. Die in der Mehrzahl mittelalterlichen, oft reich illuminierten Handschriften belegen eindrucksvoll wie grundlegende Erkenntnisse auf den Gebieten dieser Wissenschaften transportiert wurden. Die für alle Seiten fruchtbaren Begegnungen fanden primär an den Schnitt- und Berührungspunkten innerhalb des Nahen Ostens und des mediterranen Raumes statt. Dabei fungierten die Höfe der Kalifen im Nahen Osten und in Europa die der Fürsten, der Schulen und der sich institutionalisierenden Universitäten als Schmelztiegel und Katalysatoren. Dort wurden die Texte übersetzt, die einzelnen Disziplinen diskutiert, die Auseinandersetzung mit fremden Schriften und Sprachen gepflegt und somit die Voraussetzungen für die Rezeption von neuen Inhalten und deren Integration in die eigene Überlieferung geschaffen.

Ausgangspunkt blieb während des gesamten Mittelalters das kulturelle Erbe der Antike, die Erkenntnisse der Griechen und Römer. Vermittelt durch Byzanz, vor allem aber durch die frühe Übersetzungstätigkeit arabischer Gelehrter, prägt es das gesamte Mittelalter. Eindrucksvoll zeigt die Ausstellung wie nach der Übersetzung in die Sprache der jeweiligen Wissenskultur mit den Kommentaren und Auszügen aus Originalwerken ein kreativer Aneignungsprozess in Gang gebracht wird.

VERANSTALTER Berliner Festspiele / Martin-Gropius-Bau. Eine Ausstellung der Österreichischen Nationalbibliothek Wien.

Martin-Gropius-Bau Berlin (Berlin)

09.12.2017 - 15.04.2018 Erich Kuithan. Retrospektive zum 100. Todestag. Malerei, Zeichnung und Kunsthandwerk
Kunstsammlung Jena (Jena)
Pressemitteilung
Erich Kuithan ist ein Maler der Jahrhundertwende, der ohne eindeutige Zuordnung zwischen Jugendstil, Symbolismus und Expressionismus pendelt. Als Retrospektive möchte die Ausstellung einen Überblick über die Schaffensphasen des Künstlers geben und so das Gesamtwerk Kuithans vermitteln. Sein bildgewaltiges OE uvre ist umfangreich und umfasst allein im Bestand der Kunstsammlung Jena 648 Werke und Werkgruppen.
Die Ausstellung versammelt nun eine Auswahl von etwa 75 bildnerischen Arbeiten aus dem künstlerischen Nachlass, darunter mehrere seiner wichtigsten Werke. Porzellane aus dem Bestand des Stadtmuseums Jena und einige Leihgaben komplettieren die Schau.

Kunstsammlung Jena (Jena)

08.12.2017 - 02.04.2018 Der Meister von Meßkirch Katholische Pracht in der Reformationszeit
Staatsgalerie Stuttgart (Stuttgart)
Pressemitteilung
Im Reformationsjahr 2017 widmet die Staatsgalerie Stuttgart dem Meister von Meßkirch erstmals eine umfassende monografische Ausstellung.
Der Meister von Meßkirch gehört zu den bedeutendsten Malern der frühen Neuzeit. Obwohl sich der ausschließlich im oberschwäbischen Raum tätige Künstler als historisch verbürgte Person bis heute nicht sicher fassen lässt, ist sein Rang als herausragender Kolorist seit langem unbestritten. Seine Altarbilder beanspruchen auch deshalb hohes historisches Interesse, da sie – entgegen der sich in Württemberg fast flächendeckend durchsetzenden Reformation – das regionale Festhalten am altgläubigen Bekenntnis dokumentieren. Von den frühen Porträts, Epitaphien und Hausaltären bis hin zu seinen im Auftrag der Grafen von Zimmern geschaffenen Altarbildern der 1530er-Jahre erschließt sich so ein Werk von unverwechselbarer Eigenart. Charakteristisch ist auch die Verbindung altertümlicher Elemente und fortschrittlicher Bildideen der Renaissance. Ein Großteil seiner heute verstreut in Museen und Privatsammlungen Europas und der USA befindlichen Tafelbilder und Zeichnungen sind in der Ausstellung vereint zu sehen. Sie werden in aufschlussreichen Gegenüberstellungen mit annähernd zeitgleich entstandenen Werken protestantischer Ausrichtung präsentiert. So wird ein differenzierter Eindruck von den künstlerischen Ausdrucksformen im Zeitalter der Reformation vermittelt.

Staatsgalerie Stuttgart (Stuttgart)

08.12.2017 - 02.04.2018 Der Meister von Meßkirch Katholische Pracht in der Reformationszeit
Staatsgalerie Stuttgart (Stuttgart)
Pressemitteilung
Erstmals widmet die Staatsgalerie Stuttgart dem Meister von Meßkirch, einem der bedeutendsten deutschen Maler der Frühen Neuzeit, eine umfassende monographische Ausstellung, in der ein Großteil seiner heute verstreut in Museen und Privatsammlungen Europas und der USA befindlichen Tafelbilder und Zeichnungen vereint zu sehen sind.
Seine koloristisch außergewöhnlichen Bilder – darunter der umfangreiche Altarzyklus aus der Kirche St. Martin in Meßkirch von 1535/38 – beanspruchen höchstes historisches Interesse, da sie – im Unterschied zu der sich in Württemberg fast flächendeckend durchsetzenden Reformation – das regionale Festhalten am altgläubigen Bekenntnis dokumentieren.
Die annähernd 200 Exponate umfassende Ausstellung beleuchtet das Wirken des Meisters von Meßkirch und setzt sein Schaffen mit Werken von Künstlern wie Albrecht Altdorfer, Hans Baldung Grien, Lucas Cranach d. Ä. und Albrecht Dürer in den Kontext seiner Zeit.

Staatsgalerie Stuttgart (Stuttgart)

02.12.2017 - 25.02.2018 Winterlicht – lucid dreams | Betty Rieckmann | Lichtinstallationen | Eröffnung: 02.12. um 16.00 Uhr
DA, Kunsthaus Kloster Gravenhorst (Hörstel)
Pressemitteilung
Licht ist kein greifbares Medium wie Farbe oder Metall. Licht alleine kann nicht gesehen werden. Es braucht einen Träger, einen „Sichtbarmacher“. Gerade hier liegt die Herausforderung für die international arbeitende Lichtkünstlerin Betty Rieckmann.

DA, Kunsthaus Kloster Gravenhorst (Hörstel)

02.12.2017 - 23.12.2017 Z W I S C H E N Schwarz Weiß - Projekt3drei 2017 - Fotografie, Video, Installation
GEDOK Künstlerinnenforum Karlsruhe (Karlsruhe)
Pressemitteilung
Projekt3drei ist die vierte offene Ausschreibung der Fachgruppe Fotografie und digitale Medien der GEDOK Karlsruhe seit 2014.

Den Begriff ‘schwarzweiß’ finden wir nicht nur in der Fotografie, sondern entdecken ihn auch in anderen Bereichen: Im Denken, in der Kommunikation, in Weltanschauungen und Moralvorstellungen. Genaugenommen geht es um Zwischentöne.
Die einjurierten Fotos werden in einer Installation mit Großbildpräsentationen gezeigt.

Außerdem beteiligen sich diesmal auch die einladenden Künstlerinnen Birgit Spahlinger und Astrid Hansen von 'projekt3drei' mit einer Videoarbeit in Zusammenarbeit mit dem Soundkünstler Rüdiger Blank.

GEDOK Künstlerinnenforum Karlsruhe (Karlsruhe)

02.12.2017 - 08.12.2018 Niki de Saint Phalle und das Theater At Last I Found The Treasure. Skulpturen, Installationen, Gra
Kunstsammlung Jena (Jena)
Pressemitteilung
Die Ausstellung „Niki de Saint Phalle und das Theater – At Last I Found the Treasure“ würdigt erstmals Niki de Saint Phalles Arbeit für das Theater. Nahezu einhundert Objekte, Modelle, Siebdrucke, Plakate und Dokumente zeugen von der Kraft, mit der die Künstlerin die performative Kunst und das Theater der 1960er-Jahre beeinflusst hat. In der von Beate Kemfert für die Opelvillen Rüsselsheim erarbeiteten Ausstellung werden jene Impulse deutlich, mit denen Niki de Saint Phalle Kunst und Publikum auf neue Art und Weise vereinen kann. Gemeinsam mit den Kunstschaffenden der New Yorker Avantgarde, den Künstlern der Nouveaux-Réalistes in Paris und den Theaterpionieren in Kassel in den 1960er-Jahren verfolgt Niki de Saint Phalle das Ziel, der Kunst neue Möglichkeiten zu eröffnen. Das umfangreiche Ausstellungsprojekt ist in enger Kooperation mit der Niki Charitable Art Foundation in Santee, Kalifornien, USA entstanden.

Kunstsammlung Jena (Jena)

01.12.2017 - 22.12.2017 Vo n G e s t e r n b i s M o r g e n
BBK Karlsruhe, Künstlerhaus Karlsruhe (Karlsruhe)
Pressemitteilung
Eröffnung: Freitag, 01. 12. 2017 um 19 Uhr
Begrüßung: Beatemarie Busch
Einführung: Helene Seifert M. A.

BBK Karlsruhe, Künstlerhaus Karlsruhe (Karlsruhe)

24.11.2017 - 02.04.2018 Rebecca Horn. Hauchkörper als Lebenszyklus
Lehmbruck Museum (Duisburg)
Pressemitteilung
Ausstellung der Wilhelm-Lehmbruck-Preisträgerin 2017

Die Werke Rebecca Horns nehmen uns unmittelbar gefangen, sie fesseln unsere Aufmerksamkeit und verankern sich in unserem Gedächtnis. Bewegliche Skulpturen bekommen ein Eigenleben und führen uns in Räume des Unbewussten jenseits der Alltagswelt.

Die Ausstellung zeigt erstmals die neuesten raumgreifenden Installationen der Künstlerin, die Hauchkörper: Überlebensgroße, spitze Stäbe aus Messing bewegen sich in präzise komponierten Choreographien aufeinander zu und voneinander weg. Die unendlich scheinende Bedächtigkeit ihrer Bewegungen wirkt meditativ: Sie verlangsamt uns und führt zur Versenkung in unser Inneres. Zyklische Bewegungen prägen viele der Werke Rebecca Horns von Performances der 1970er Jahre über ihre Spielfilme der 1980er bis hin zu aktuellen kinetischen und skulpturalen Werken. Im Zentrum steht der Mensch und seine Seele, der Mensch auch mit seinen dunklen Seiten, mit seinen Apparaturen, die er sich selbst geschaffen hat, der Mensch mit seiner Fähigkeit, seine eigenen Unzulänglichkeiten durch Schönheit zu überwinden.

Lehmbruck Museum (Duisburg)

24.11.2017 - 18.02.2018 Von Beckmann bis Jawlensky Die Sammlung Frank Brabant in Schwerin und Wiesbaden
Staatliches Museum Schwerin / Ludwigslust / Güstrow (Schwerin)
Pressemitteilung
Ausstellung in der Galerie Alte & Neue Meister Schwerin

Frank Brabant, der in Schwerin geboren und aufgewachsen ist und sich später in Wiesbaden eine Existenz als erfolgreicher Geschäftsmann aufbaute, hat im Laufe seines Lebens eine beachtliche Kunstsammlung zusammengetragen. Die Sammlung umfasst das ganze 20. Jahrhundert angefangen von Bonnard und Toulouse-Lautrec bis zu Penck und Lüpertz, der Schwerpunkt liegt aber bei Werken des Expressionismus und der Neue Sachlichkeit.

Angefangen hat alles mit einem Holzschnitt von Max Pechstein, den Frank Brabant sich von dem Geld kaufte, das er eigentlich für seinen ersten VW-Käfer gespart hatte. Später kamen Werke von Alexej von Jawlensky, Ernst Ludwig Kirchner, August Macke Georg Tappert, Emil Nolde, Otto Dix, Max Beckmann und viele anderen hinzu. Über 500 Werke umfasst die Sammlung heute. Neben den „großen Namen“ sind viele Maler der „Verschollenen Generation“ vertreten – Künstler, die in der Nazizeit verfemt wurden und nach dem Krieg nicht mehr an frühere Erfolge anknüpfen konnten. Die Bilder spiegeln in vielen Fällen die sozialen Missstände in der Weimarer Republik und geben zugleich einen Überblick über das damalige Kunstgeschehen.

Frank Brabant will seine Kunstsammlung nach seinem Tod je zur Hälfte dem Museum Wiesbaden und der Galerie Alte & Neue Meister des Staatlichen Museums Schwerin schenken. Die Ausstellung zeigt heute schon die Werke, die die Sammlung des Schweriner Museums in Zukunft ergänzen werden. Bisher besitzt das Museum nur wenige Werke, die dem Expressionismus oder der Neue Sachlichkeit zu zurechnen sind, insofern schließt diese Schenkung eine Lücke. Besonders augenfällig wird die Bedeutung der Stiftung für die Sammlung des Museums an einem Gemälde von Heinrich Ehmsen. Bei dem Werk in der Sammlung Brabant handelt es sich um die Vorstudie zu dem Gemälde Der Angler von Cassis, das sich bereits seit 1968(?) im Bestand des Staatlichen Museums befindet.

Auch das Museum Wiesbaden stellt in einer Ausstellung im Sommer 2018 seinen Teil der Sammlung vor. Zu beiden Ausstellungen erscheint ein gemeinsamer Katalog, der die Sammlung Frank Brabant noch einmal als Ganzes würdigt. Anhand der Sammlung wird hier nicht nur die Kunst des Expressionismus und der Neuen Sachlichkeit, sondern auch die Vernetzung der Künstler und Gruppierungen untereinander vorgestellt.

Staatliches Museum Schwerin / Ludwigslust / Güstrow (Schwerin)

19.11.2017 - 22.12.2017 Schnee von gestern Björn Melhus (Video/Film) & Thomas Rentmeister (Skulptur/Installation)
KuK - Kunst- und Kulturzentrum der StädteRegion Aachen (Monschau)
Pressemitteilung
Winter, Weihnachten und Fernsehschnee: Die Keimzelle der dialogischen Ausstellung von Thomas Rentmeister und Bjørn Melhus ist das weiße Rauschen im analogen Äther. Nach Sendeschluss eröffnete dieser in der Vergangenheit einen imaginären Raum der Stille, der Kontemplation, und beflügelte viele Geister. Mittlerweile aber, in Zeiten des digitalen Spektakels, ist er gänzlich zum „Schnee von gestern“ geworden. Obgleich sich die skulpturalen Installationen von Thomas Rentmeister und die narrativ- medialen Inszenierungen von Bjørn Melhus auf den ersten Blick konträr gegenüberzustehen scheinen, wagt die Ausstellung mit der Konfrontation den Versuch einer gemeinsamen poetischen Klammer, die nicht nur den „Schnee von gestern“, sondern auch die Gegenwart hinterfragt.

Vernissage am 19.11.2017 um 12h.


Foto: Birte Bosse

KuK - Kunst- und Kulturzentrum der StädteRegion Aachen (Monschau)

18.11.2017 - 04.03.2018 James Rosenquist Eintauchen ins Bild
Museum Ludwig (Köln)
Pressemitteilung
18. November 2017 – 4. März 2018
Eröffnung: Freitag, 17. November 2017, 19 Uhr

Mit der groß angelegten Ausstellung von James Rosenquist (1933-2017) stellt das Museum Ludwig die Werke dieses bedeutenden Künstlers der amerikanischen Pop Art dezidiert im Kontext ihrer kulturellen, sozialen und politischen Dimension vor. In der Zusammenschau mit teilweise noch nicht öffentlich präsentierten Archivunterlagen, vom Künstler als Quellenmaterial bezeichneten Collagen und vielen der zugrunde liegenden Originalanzeigen aus alten Life-Magazinen wird ein historischer Kosmos erschlossen. Denn die Bildfindungen von James Rosenquist resultierten in großem Maße aus seinem ausgesprochenen Interesse an den gesellschaftlichen und politischen Ereignissen seiner Zeit.

Ein gutes Beispiel hierfür ist die beeindruckende Rauminstallation F-111, eine der Ikonen der Pop Ära. Rosenquist schuf sie 1964-65, inmitten eines der politisch turbulentesten Jahrzehnte der USA. Als Hauptmotiv wählte er das Kampfflugzeug F-111, die sich damals in der Entwicklung befindende neueste Hochtechnologiewaffe, und kombinierte es in verstörender Weise mit Bildern amerikanischen Alltagskonsums. Das Gemälde umschließt die Betrachter*innen von allen Seiten. In eingebauten Aluminiumpanelen gespiegelt, werden sie selbst Teil des Werkes und sind aufgefordert zu hinterfragen, was sie sehen. Neben diesem Schlüsselwerk aus der Sammlung des MoMA präsentiert die Ausstellung mit Horse Blinders (1968-69) und Horizon Home Sweet Home (1970) erstmals gemeinsam alle drei Rauminstallationen, die Rosenquist für die legendäre Castelli Gallery schuf.

Das Bestreben, die Betrachter*innen in das Bild hineinzuziehen, sie visuell und physisch, emotional und intellektuell zu involvieren, spricht auch aus dem dreiteiligen Werkensemble The Swimmer in the Econo-mist, das Rosenquist 1997–1998 für Berlin schuf. Auf dem über 27 Meter langen Hauptgemälde werden Picassos Guernica wie auch andere Versatzstücke eigener und kollektiver Geschichte und Identität in einem verstörenden Zeitstrudel erfasst, der rasante Umbruchsituationen nicht nur deutscher Identität verbildlicht.

Die Ausstellung verfolgt den zentralen Aspekt des „Eintauchens ins Bild“, wie der Künstler es selbst nennt, und bietet gleichzeitig einen breit angelegten Überblick des Schaffens von James Rosenquist. Die collagehaften Gemälde der 1960er-Jahre, aus denen deutlich Rosenquists Herkunft als Plakatmaler riesiger Werbeflächen am Times Square spricht, sind gleichermaßen zu sehen wie biografisch motivierte Bilder der 1970er-Jahre oder Verarbeitungen kosmischer Raumphänomene in großformatigen späteren Gemälden.
James Rosenquist hat Konzept und Werkauswahl dieser Ausstellung noch selbst autorisiert und den Entwicklungsprozess von Beginn an begleitet. Nun wird dies die erste große Museumsausstellung als Hommage an den am 31. März diesen Jahres verstorbenen Künstler. Neben Arbeiten der eigenen Sammlung und großzügigen Leihgaben von James Rosenquist selbst werden wichtige Werke aus Museen wie dem MoMA und dem Guggenheim Museum in New York, dem Centre Georges Pompidou in Paris oder dem Moderna Museet in Stockholm gezeigt.

Die Ausstellung wird von der Peter und Irene Ludwig Stiftung, der Terra Foundation for American Art sowie der Gesellschaft für Moderne Kunst am Museum Ludwig unterstützt. Die Restaurierung des Werks Horse Blinders wird ermöglicht vom Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen sowie der Wüstenrot Stiftung. Im Anschluss wird die Ausstellung im ARoS Aarhus Kunstmuseum in Dänemark zu sehen sein.

Kuratoren: Stephan Diederich, Yilmaz Dziewior

Katalog
Zur Ausstellung erscheint ein Katalog in deutscher und englischer Sprache im Prestel Verlag mit Essays von Sarah Bancroft, Stephan Diederich, Yilmaz Dziewior, Isabel Gebhardt, Tim Griffin, Tom Holert, Tino Graß sowie teilweise erstmalig veröffentlichten Archivunterlagen wie den Gemälden zugrunde liegenden Anzeigen aus alten Life-Magazinen und den daraus geschaffenen Collagen, 336 Seiten mit 475 Farbabbildungen und 3 Ausklapptafeln, 49,95 EUR.

Web und Social Media
Zur Ausstellung kommuniziert das Museum Ludwig auf seinen Social Media-Kanälen mit den Hashtags #MLxJR und #museumludwig
Facebook/Instagram/Twitter/Vimeo: @Museum Ludwig – www.museum-ludwig.de

Museum Ludwig (Köln)

12.11.2017 - 10.03.2018 Alfonso Hüppi (im 2-RAUM des Museum Art.Plus)
Museum Art.Plus (Donaueschingen)
Pressemitteilung
Die Kunst des zweimaligen documenta-Teilnehmers Alfonso Hüppi (*1935 in Freiburg; lebt und arbeitet in Baden-Baden und Namibia) ist vielseitig und reicht von Zeichnung, Grafik und Malerei über Skulptur und Reliefkunst bis hin zur Installation. Abstraktion mischt sich mit Figuration und ist stets gespickt mit poetischem Witz und leichtfüßiger Ironie.
Die Ausstellung des diesjährigen Erich-Heckel-Preisträgers im 2-RAUM gibt einen Einblick in das vielschichtige Schaffen des passionierten Experimentators und Freigeistes seit den 1950er-Jahren.

Museum Art.Plus (Donaueschingen)

03.11.2017 - 26.11.2017 Farbe Form Figuration
BBK Karlsruhe, Künstlerhaus Karlsruhe (Karlsruhe)
Pressemitteilung
Ausstellung Jürgen Grünbauer und Rainer Günther von
Freitag, 3.11.2017, bis Sonntag, 26.11.2017.
Ausstellungstitel:
Farbe Form Figuration
Vernissage: Freitag, 3.11.2017, 19 Uhr durch Simone Dietz M.A.
Performance:
Rainer Günther
Jürgen Grünbauer
Klavierimprovisation
Finissage: Sonntag, 26.11.17, 11 Uhr
Peruanische Musik
Tango & ART
Gespräche über künstlerische Positionen
Jürgen Grünbauer
Rainer Günther

BBK Karlsruhe, Künstlerhaus Karlsruhe (Karlsruhe)

03.11.2017 - 26.11.2017 KUNST-STOFF - Gruppenausstellung Bildende Kunst - Materialbilder, Collage, Installation, Skulptur
GEDOK Künstlerinnenforum Karlsruhe (Karlsruhe)
Pressemitteilung
Beatemarie Busch, Christa Dihlmann, Verok Gnos, Elke Hennen, Jutta Hieret,
Iris Kamlah, Gloria Keller, Sylvia Kiefer, Heidi Knapp, Hannelore Lücke-Rausch,
Lilo Maisch, Ingrid Ott, Anne-Bärbel Ottenschläger, Dorothea Rogulja-Wagner

Ist Kunst der Stoff, aus dem unsere Träume gewoben werden? Bietet Kunst Stoff für Reflexion und Diskussion? Oder verstehen wir Kunst-Stoff als „Werk-Stoff“ und Material, das unser Alltagsleben in Form von Kleidung, Gebrauchsobjekten, Verpackung oder auch Fundstücken begleitet und durchdringt?
Auch die Auseinandersetzung mit dem Thema „Recycling“ lässt breiten künstlerischen Interpretationsspielraum. Der Blick sowohl auf wieder verwendbare Stoffe als auch auf die schädlichen Aspekte von Kunststoffen eröffnet hier zahlreiche wie vielseitige Gestaltungsmöglichkeiten. Einen eher banalen Alltagsgegenstand völlig verfremden und ihn dadurch zum Kunstobjekt umdeuten oder die Verarbeitung von unkonventionellen Materialien wie Baustoffe, Fasern, Folien und dergleichen verspricht die Entstehung von neuen, phantasievollen künstlerischen Kreationen.

Vernissage am Freitag, 03.11. um 19 Uhr
Performance: Rita Huber-Süß, Ursula Zetzmann

Finissage am Sonntag, 26.11. um 15 Uhr
„Nur ein Spiel“ – Lesung mit Lea Ammertal

GEDOK Künstlerinnenforum Karlsruhe (Karlsruhe)

26.10.2017 - 18.02.2018 Zu Gast im Schaufenster Sohm: Marcel Duchamp
Staatsgalerie Stuttgart (Stuttgart)
Pressemitteilung
Marcel Duchamp (1887-1968) bleibt bis heute einer der wichtigsten Wegbereiter für eine Neudefinition von Kunst. Indem er einen Alltagsgegenstand zum Kunstwerk erhob und damit das »Ready-made« erfand, revolutionierte er die Kunstgeschichte. Duchamp wurde mit seinen Ideen zum Vordenker einer ganzen Generation von Konzeptkünstlern. Bis heute haben seine Werke und Schriften eine immense Bedeutung für die Gegenwartskunst.

Konzipiert als Hommage an den legendären »Flaschentrockner«, den Duchamp 1914 als gewöhnlichen Haushaltsgegenstand kaufte und anschließend zum Kunstwerk erklärte, zeigen wir erstmals einen Einblick in unseren umfangreichen Marcel Duchamp-Bestand. Ergänzt wird der Sammlungsbestand durch ein einzigartiges Archiv, das von dem Schweizer Künstler und Duchamp-Forscher Serge Stauffer zwischen 1950 und 1989 zusammengetragen wurde.

Staatsgalerie Stuttgart (Stuttgart)

22.10.2017 - 07.01.2018 Stand der Dinge. Der Künstlerbund Baden-Württemberg zu Gast in der Städtischen Galerie Bietigheim-Bi
Kunstmuseum Singen (Singen)
Pressemitteilung
Der Künstlerbund Baden-Württemberg blickt auf eine stolze 60jährige Geschichte zurück und vertritt heute mehr als 400 Mitglieder aus allen künstlerischen Sparten. Regelmäßig richtet er in Kooperation mit renommierten baden-württembergischen Kunstinstitutionen jurierte Ausstellungen aus, um den „Stand der Dinge“ zu zeigen. 2017 sind mit dem Kunstmuseum Singen und der Städtischen Galerie Bietigheim-Bissingen gleich zwei Häuser beteiligt – im Süden und im Norden des Bundeslandes.

So zeigen insgesamt 68 Künstler, Künstlerduos und –gruppen rund 160 Arbeiten an zwei Orten; davon sind in Singen 35 Künstler mit rund 80 Gemälden, Zeichnungen, Plastiken, Skulpturen, Wandobjekten, Photographien, Installationen, Videos und Performances vertreten. Wenn auch damit in Singen alle Gattungen aktueller Kunst zu sehen sind, legt die Ausstellung im Kunstmuseum den Schwerpunkt auf die Präsentation größerer, raumgreifender und raumbezogener Kunstwerke.

So vereint die Singener Ausstellung auf beiden Stockwerken des Kunstmuseums Gemälde von Mona Ardeleanu, Andreas Opiolka, Heinz Pelz und Helmut Wetter, Zeichnungen von Karins Brosa, Linda Eberle, Wolfgang Gäfgen, Ulrike Kirbach, Volker Lehnert, Gabriela Oberkofler, Elly Weiblen und Elke Wree, Grafiken von Ulrich J. Wollf, Aquarelle von Peter Holl, Fotografien und Fotocollagen von Peter Jacobi, Justyna Koecke und Agnes Märkel, mixed media-Arbeiten des Künstlerduos Ariane Faller und Mateusz Budasz sowie Jörg Mandernachs, Videoinstallationen von Simone Demandt und Margret Eicher, Bodenplastiken von Hans Albrecht, Installationen von Sabina Aurich, Klaus Illi, Eva Maria-Reiner, Anne Röpp und Julia Wenz, Objekte von Beate Baumgärtner, der Künstlergruppe ststs, Florina Leinß, Jens Reichert, begehbare Bodenskulpturen von Christine Braun, Plastiken von Nino Maaskola, Elisabeth Wagner und nicht zuletzt Skulpturen von Daniel Wagenblast.

Spannende Korrespondenzen, interessante Gewichtungen und Präsentationen, ein frischer Blick auf die aktuelle Kunstproduktion im deutschen Südwesten können versprochen werden.




Eröffnung der Teilausstellung im Kunstmuseum Singen:
Sonntag, 22. Oktober 2017, 11 Uhr

Kunstmuseum Singen (Singen)

21.10.2017 - 28.01.2018 Buchsbaumanalyse | Oliver Gather | Projektstipendium KunstKommunikation 17 – Kunst zum Mitmachen und
DA, Kunsthaus Kloster Gravenhorst (Hörstel)
Pressemitteilung
Oliver Gather untersucht von Mai bis Juli mit Feder, Pinsel und Farbe die kreativen Vorstellungen Ibbenbürener Vorgartenbesitzer. Die ästhetischen Gestaltungsprinzipien aus Design und Kunst, die zeichnerisch dokumentiert werden, sind im Künstleratelier ausgestellt.

DA, Kunsthaus Kloster Gravenhorst (Hörstel)

21.10.2017 - 26.11.2017 Kunst in der Region – Gemeinschaftsausstellung zeitgenössischer Kunst | Eröffnung: 21.10. um 16.00 U
DA, Kunsthaus Kloster Gravenhorst (Hörstel)
Pressemitteilung
Zu sehen ist eine breite Vielfalt verschiedener künstlerischer Medien und aktueller Positionen der bildenden Kunst. Im Anschluss an die Eröffnung präsentiert der Kölner Jazzpianist Georg Ruby sein „Personal Songbook“.

DA, Kunsthaus Kloster Gravenhorst (Hörstel)

21.10.2017 - 28.01.2018 AUSBLICK! Projektstipendium KunstKommunikation 18 – Kunst zum Mitmachen und Mitdenken | Ausstellung
DA, Kunsthaus Kloster Gravenhorst (Hörstel)
Pressemitteilung
Gefördert werden gemeinschaftsorientierte Kunstprojekte, die von Handlung und Laienbeteiligung leben und gesellschaftsrelevante Themen mit partizipatorischen Aspekten aufgreifen. In der Ausstellung sind max.15 Projektideen zu sehen, die von einer Jury ausgewählt und zur Ideenwerkstatt eingeladen wurden.

DA, Kunsthaus Kloster Gravenhorst (Hörstel)

21.10.2017 - 07.01.2018 Stand der Dinge. Der Künstlerbund Baden-Württemberg zu Gast in der Städtischen Galerie Bietigheim-Bi
Staedtische Galerie Bietigheim-Bissingen ( Bietigheim-Bissingen)
Pressemitteilung

Der Künstlerbund Baden-Württemberg blickt auf eine über 60-jährige Geschichte zurück und umfasst mittlerweile mehr als 400 Mitglieder aus allen künstlerischen Sparten. Die 1955 gegründete Vereinigung zielt bis heute darauf ab, künstlerische Qualität und die Vielfalt unterschiedlicher Ausdrucksformen, Gattungen und Genres über Generationen hinweg zu fördern. Jedes Jahr richtet der Künstlerbund in Kooperation mit einer renommierten baden-württembergischen Kunstinstitution eine umfassende Ausstellung aus und zeigt den »Stand der Dinge«. In den vergangenen Jahren war der Künstlerbund in staatlichen, kommunalen und privaten Museen sowie in Kunstvereinen oder zuletzt – 2016 unter dem Titel »Die Kunst zu handeln« – in knapp 40 Galerien in ganz Baden-Württemberg zu Gast.

2017 sind mit der Städtischen Galerie Bietigheim-Bissingen und dem Kunstmuseum Singen gleich zwei Häuser – im Norden und im Süden des Bundeslandes – beteiligt. Die besondere Herausforderung, eine Präsentation in zwei Teilen getrennt zu denken, haben die beiden Museumsleiter noch potenziert: Sie tauschen ihre Plätze, indem sie jeweils im Haus des Anderen die Ausstellung kuratieren. So heißt es für die Kunsthistoriker, gewissermaßen überkreuz zu denken, sowie kenntnisreich und einfühlsam abzuwägen, welche Arbeiten von den insgesamt 63 ausgewählten Künstlerinnen und Künstlern in welchem Raum angemessen präsentiert werden können. Dies ergibt eine spannende Korrespondenz und zugleich einen frischen Blick bei der Auswahl aus der aktuellen Produktion der baden-württembergischen Kunstszene und bei der Ausstellung der einzelnen Kunstwerke am jeweils anderen Museum.

Künstlerliste Bietigheim-Bissingen:
Reinhold Adt
Petra Blocksdorf
Josephine Bonnet
Eva Borsdorf
Daniel Bräg
Isa Dahl
Markus Daum
FFM Filderbahnfreunde
Rolf Gentz
Otto D. Handschuh
Stephan Hasslinger
Elke Hennen
Ulrika Jäger
Thomas Kitzinger
Gerhard Langenfeld
Davor Ljubicic
Robert Matthes
Simon Pfeffel
albertrichard Pfrieger
Werner Pokorny
Peter Riek
Uwe Schäfer
Hans Schüle
Dorothea Schulz
David Semper
Katinka Theis
Rolf Urban
Andrea Zaumseil Künstlerliste Singen:
Hans Albrecht
Mona Ardeleanu
Sabina Aurich
Beate Baumgärtner
Christine Braun
Karin Brosa
Simone Demandt & Margret Eicher
Linda Eberle
Ariane Faller & Mateusz Budasz
Wolfgang Gäfgen
Peter Holl
Klaus Illi
Peter Jacobi
Ulrike Kirbach
Justyna Koeke
Volker Lehnert
Florina Leinß
Nino Maaskola
Agnes Märkel
Jörg Mandernach
Gabriela Oberkofler
Andreas Opiolka
Heinz Pelz
Jens Reichert
Eva-Maria Reiner
Gert Riel
Anne Römpp & Julia Wenz
Reinhard Scherer
ststs
Daniel Wagenblast
Elisabeth Wagner
Elly Weiblen
Helmut Wetter
Ulrich J. Wolff
Elke Wree
Eröffnung der Ausstellungen
in Bietigheim-Bissingen am Freitag, 20. Oktober 2017, 19 Uhr
in Singen am Sonntag, 22. Oktober 2017, 11 Uhr


Begleitprogramm in Bietigheim-Bissingen


Öffentliche Führungen
Sonntag, 22. Oktober, 11.30 Uhr
Sonntag, 5. November, 16.30 Uhr
Sonntag, 19. November, 11.30 Uhr
Sonntag, 3. Dezember, 11.30 Uhr
Sonntag, 17. Dezember, 16.30 Uhr
Sonntag, 7. Januar, 11.30 Uhr

Führung für Lehrkräfte
Montag, 23. Oktober, 17 Uhr

Überkreuz
Ausstellungsrundgang mit Christoph Bauer, Leiter des Kunstmuseums Singen und Kurator der Bietigheimer Ausstellung
Sonntag, 26. November, 11.30 Uhr


Workshops für Kinder und Jugendliche

Hiergeblieben!
Samstag, 28. Oktober 2017, 14.30–17.30 Uhr
für Kinder von 8 bis 12 Jahren

Ein Bild erobert den Raum
Samstag, 11. November 2017, 14.30–17.30 Uhr
für Kinder von 8 bis 12 Jahren

Was ich schon immer einmal sagen (und malen)
wollte…
Samstag, 6. Januar 2018, 14.30–17.30 Uhr
für Kinder von 8 bis 12 Jahren

Städtische Galerie Bietigheim-Bissingen
Hauptstraße 60–64
74321 Bietigheim-Bissingen
Telefon 07142 74-483; -819
Telefax 07142 74-446
galerie@bietigheim-bissingen.de
http://galerie.bietigheim-bissingen.de


Studioausstellungen:
ProThesen. Installation von Sabine Braun
21. Oktober 2017 bis 4. Februar 2018
Ausstellungsgespräche mit der Künstlerin
Sabine Braun im Gespräch mit Dr. Isabell Schenk-Weininger
Donnerstag, 7. Dezember, 18.30 Uhr
Sabine Braun im Gespräch mit Dr. Petra Lanfermann
Sonntag, 4. Februar, 16.30 Uhr


Flüge ins Paradies
Linolschnitte von Johannes Hewel
21. Oktober 2017 bis 18. März 2018
Begleitprogramm

Ausstellungsgespräche
mit Weggefährten J. Hewels
Prof. Rolf Bier, Akademie der
Bildenden Künste Stuttgart
langjähriger Kollege des Künstlers
Donnerstag, 23. November, 18.30 Uhr
Susanne Neuner, Lebensgefährtin,
und Prof. Dr. Michael Koch,
langjähriger Freund des Künstlers
Sonntag, 18. März, 11.30 Uhr

Workshop für Kinder
Paradiesische Grüße
für Kinder von 8 bis 12 Jahren
Samstag, 3. März 2018,
14.30 –17.30 Uhr
Anmeldung: 07142 74 - 483



Öffnungszeiten
Dienstag, Mittwoch, Freitag 14–18 Uhr
Donnerstag 14–20 Uhr
Samstag, Sonntag 11–18 Uhr
Am 1. November, 26. Dezember, 1. und 6. Januar ist die Städtische Galerie jeweils von 11–18 Uhr geöffnet.
Am 24., 25. und 31. Dezember ist geschlossen.


Eintritt frei
Öffentliche Führung: 3 Euro
Spezialführung: 5 Euro
Workshop 5 Euro
Gruppenführung: 55 Euro / 65 Euro
Führungen für Gruppen und Schulklassen nach telefonischer Vereinbarung.



Begleitprogramm in Singen

Öffentliche Führungen
Sonntag, 5. November 11 Uhr
So, 7. Januar 11 Uhr

Überkreuz
Ausstellungsrundgang mit Dr. Isabell Schenk-Weininger, Leiterin der Städtischen Galerie Bietigheim-Bissingen und Kuratorin der Singener Ausstellung
Sonntag, 26. November 11 Uhr


Wozu Kunstkritik heute?
Gespräch mit Siegmund Kopitzki, Südkurier, Kulturredaktion
Freitag, 10. November, 19 Uhr


Kunst & Live
Lesung aus >Mauerläufer

Staedtische Galerie Bietigheim-Bissingen ( Bietigheim-Bissingen)

21.10.2017 - 13.01.2018 Endre Tót Zer0 makes me glad sad mad
Staatliches Museum Schwerin / Ludwigslust / Güstrow (Schwerin)
Pressemitteilung
1970 hat Endre Tót die Malerei aufgegeben und sich fortan konsequent und humorvoll dem Nichts gewidmet. Die Strategie der Verweigerung durch die Abwesenheit von Bildern und Inhalten eröffnet Freiraum für die Imagination des Betrachters. Nachdem er seine so poetischen wie politischen Aktionen zunächst (gezwungenermaßen) allein durchführte, hat er 1976 begonnen, sie in den öffentlichen Raum auszuweiten, so dass auch zufällige Passanten zu Beteiligten werden können. Die Ausstellung versammelt Arbeiten, die sich
zwischen dem Sein und dem Nichts bewegen. Zur Eröffnung wird Tót eine Zero-Demo in Schwerin veranstalten, zu der interessierte Teilnehmer eingeladen sind. Tót wurde 1937 in Sümeg, Ungarn, geboren, emigrierte 1978 nach West-Berlin und lebt seit 1980 in Köln.

Abb.: Endre Tót, Zero-Demo, 1980 © VG Bild-Kunst, Bonn 2017

Staatliches Museum Schwerin / Ludwigslust / Güstrow (Schwerin)

14.10.2017 - 21.01.2018 Werner Mantz. Architekturen und Menschen
Museum Ludwig (Köln)
Pressemitteilung
Werner Mantz (1901–1983) ist als einer der prominenten Fotografen des Neuen Bauens im Köln der 1920er Jahre bekannt. Geboren und aufgewachsen in Köln, eröffnete er 1921 ein Fotoatelier und porträtierte zunächst prominente Intellektuelle, Künstler und Politiker. Ab 1926 erhielt er auch Aufträge als Architekturfotograf für Wilhelm Riphahn, Peter Franz Nöcker, Caspar Maria Grod und anderer Vertreter der architektonischen Avantgarde, die Konrad Adenauers Siedlungspolitik für ein modernes Köln umsetzten. Architekturzeitschriften wie Bauwelt, Die Form oder Bauwarte publizierten häufig seine Werke. In ihrer sachlichen, schwarzweißen Strenge wirken die menschenleeren Gebäude und Straßenzüge in Mantz‘ Bildern wie monumentale Kulissen der Moderne. Diese Bilder sind es, die Kölns architektonische Moderne über die Stadtgrenzen hinaus bekannt machten.

1932 eröffnete Mantz in Maastricht ein zweites Atelier und siedelte 1938 ganz in die Niederlande über. In Maastricht kam er zurück zur Porträtfotografie und spezialisierte sich auf Kinderbildnisse. Er selbst empfand seine Porträts als gleichbedeutend zu seinen Architekturaufnahmen; ausgestellt wurden sie bislang nicht. Das Museum Ludwig führt diese beiden Aspekte seines Schaffens zusammen und ermöglicht es erstmals, Mantz‘ Werk in seiner historischen Breite und Diversität zu erfahren.

Die Ausstellung ist ein Gemeinschaftsprojekt mit dem Nederlands Fotomuseum in Rotterdam, das den umfangreichen Bestand von Mantz’ Fotografien aus den Niederlanden bewahrt.

Zur Ausstellung erscheint ein Katalog.

Kuratoren: Miriam Halwani (Museum Ludwig) und Frits Gierstberg (Nederlands Fotomuseum)

Die Ausstellung wird großzügig unterstützt durch das Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen, das Königreich der Niederlande, der GAG Immobilien AG, sowie der Werner Mantz Stiftung.

Bild
Werner Mantz
Kommunionsporträt eines Mädchens, Limburg, 1934-1938Museum Ludwig, Köln
Nederlands Fotomuseum, Rotterdam Bild
Foto: Nederlands Fotomuseum, Rotterdam Heinrich Böll mit Manuskript, 1953

Haus am Botanischen Garten, um 1929
Museum Ludwig, Köln
Foto: Rheinisches Bildarchiv, Köln

© VG Bild-Kunst, 2017

Museum Ludwig (Köln)

07.10.2017 - 07.01.2018 Land in Sicht Die Kunstankäufe des Landes Mecklenburg-Vorpommern 2015/2016
Staatliches Museum Schwerin / Ludwigslust / Güstrow (Schwerin)
Pressemitteilung
Ausstellungstermin nur voraussichtlich!!
Aktuelle Informationen unter: https://www.museum-schwerin.de/ausstellungen/vorschau/

Ausstellung auf Schloss Güstrow

Das Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur und das Staatliche Museum Schwerin?/?Ludwigslust?/?Güstrow präsentieren gemeinsam die Neuerwerbungen für die Kunstsammlung des Landes Mecklenburg-Vorpommern. In den Ateliers von 14 Künstlern wurden insgesamt 79 Arbeiten aus unterschiedlichen Gattungen und von großer stilistischer Bandbreite zusammengetragen: Malerei, Druckgrafik, Zeichnungen, Objekte, Fotoarbeiten und Videokunst von Martha Damus, Jacqueline Duhr, Friedrich Wilhelm Fretwurst, Jörg Hamann, Lars Lehmann, Annette Leyener, Margret Middell, Marcus Schramm, Holger Stark, Wolfgang Tietze, Iris Thürmer, Sven Ochsenreither, Matthias Wegehaupt und Marc Wiesel.

Staatliches Museum Schwerin / Ludwigslust / Güstrow (Schwerin)

30.09.2017 - 28.01.2018 Zwischen Erde und Himmel - Nino Malfatti
Städtische Galerie Fruchthalle (Rastatt)
Pressemitteilung
Der 1940 in Innsbruck und heute in Berlin lebende Künstler studierte von 1967 bis 1972 an der Kunstakademie Karlsruhe bei Peter Herkenrath und Gerd van Dülmen und war zuletzt Meisterschüler von Horst Antes. Er ist bereits mit einem Gemälde und einer Zeichnung in der Sammlung Rastatt vertreten. In seinen früheren Arbeiten wird ein alltäglicher Gegenstand – ob Wäscheklammer, Kleiderbügel, Wasserglas oder Büchsenöffner – in serieller Wiederholung zum Versatzstück eines konstruktiven Arrangements. In feiner Abstufung der Farbtöne und durch dichte, räumliche Staffelung des je spezifischen Gebrauchsgegenstandes entstehen Kompositionen, die Aspekte von Realismus und Konstruktivismus in sich vereinen. Demgegenüber zeigen die Arbeiten seit 1986 ausschließlich tektonische Felslandschaften, die auf das alpenländische Herkommen des Künstlers Bezug nehmen, zugleich aber in ihren Texturen einen hohen Abstraktionsgrad aufweisen. Erstmals öffentlich zu sehen ist ein Zyklus von 31 Farbstiftzeichnungen, den der Künstler 1994 auf einer Reise durch das Akakus-Gebirge der Libyschen Wüste vor Ort gezeichnet hat und zu dem eigens ein Katalog im Info Verlag / Lindemanns Bibliothek erscheint.

Städtische Galerie Fruchthalle (Rastatt)

29.09.2017 - 07.01.2018 Ed Atkins “Old Food”
Martin-Gropius-Bau Berlin (Berlin)
Pressemitteilung
Ed Atkins (*1982, Oxford, GB) ist der Schöpfer einer forcierten Künstlichkeit, die in seinen computergenerierten Filmen Protagonisten zeigt, die ramponiert, entwaffnend nah und einsam gezeigt werden. Es sind vorfabriziert wirkende Animationen, die das Zeigen der neuen, digitalen Medien selbst zeigen, genauso wie das Synthetische der am Computer generierten Figuren und ihrer Welten. In Ed Atkins’ Arbeiten vergessen die Betrachter*innen nie ihr eigenes Betrachten eines Mediums – Bildstörungen und scheinbare Fehlfunktionen erinnern sie an den Vorgang der filmischen Repräsentation und ihrer Unzulänglichkeiten. Zugleich gehen Atkins’ Filme unmittelbar unter die Haut, genauso wie allein schon die Vorstellung von „altem Essen“ eine körperliche Reaktion hervorruft. Für seine Ausstellung im Martin-Gropius-Bau „Old Food“ kreiert der Künstler eine neue Folge von Arbeiten, die Begehren, Konflikt, Lernen und Verdummen allegorisieren. Als Serie von eigenständigen Video- und Soundarbeiten ebenso wie als synchrones Ganzes zeigt „Old Food“ sich wiederholende Sequenzen einer „Dark Age CGI Piano Performance; elaboriert explodierte Diagramme von Sandwiches; Essen, Weinen und Sabbern in Zeitlupe ebenso wie wogende Armeen choreografierter Idioten“ (Ed Atkins).

Atkins hatte in den letzten Jahren Einzelausstellungen u.a. im MMK Frankfurt (2017); Castello di Rivoli, Turin (2016); The Kitchen, New York (2016); Stedelijk Museum, Amsterdam (2015) und der Serpentine Gallery, London (2014). Der Künstler lebt und arbeitet in Berlin.

VERANSTALTER Berliner Festspiele / Immersion
KURATORIN Lisa Marei Schmidt

© Ed Atkins

Martin-Gropius-Bau Berlin (Berlin)

29.09.2017 - 10.12.2017 KOLLWITZ NEU DENKEN Käthe-Kollwitz-Preisträger der Akademie der Künste, Berlin
Käthe Kollwitz Museum Köln (Köln)
Pressemitteilung
Die finale Ausstellung im Jubiläumsjahr zum 150. Geburtstag von Käthe Kollwitz fragt nach ihrem Einfluss auf die Kunst der Gegenwart: Unter dem Titel KOLLWITZ NEU DENKEN präsentiert das Käthe Kollwitz Museum Köln in Zusammenarbeit mit der Akademie der Künste, Berlin, facettenreiche Positionen von 21 Künstlerinnen und Künstlern, die mit dem Käthe-Kollwitz-Preis ausgezeichnet wurden.

Die Ausstellung macht anhand von mehr als 70 Exponaten sichtbar, wie das Bekenntnis der Kollwitz »Ich will wirken in dieser Zeit« noch heute ein Impuls ist – auch für das Kunstschaffen im 21. Jahrhundert, in diskursiven, formalästhetischen und narrativen Beiträgen.

Eine Auswahl namhafter Preisträger, darunter die diesjährigen documenta-Teilnehmer Miriam Cahn, Douglas Gordon und Mona Hatoum oder die Kölner Künstler Martin Kippenberger, Astrid Klein und Horst Münch, rezipiert Aussagen des Kollwitz-Œuvres in den Medien Malerei, Skulptur, Zeichnung, Installation, Fotografie, Film und Video.

So stellt etwa die Preisträgerin 2017, Katharina Sieverding, in ihrem Œuvre grundsätzliche Fragen zu künstlerischen und gesellschaftlichen Bedingungen: Ihr kreativer Umgang mit dem Politischen – nicht zitieren, nicht benutzen, sondern »politisch schaffen« – zeichnet das Werk der Medienkünstlerin besonders aus.

...............................................................................

Ausgestellte Käthe-Kollwitz-Preisträger:

1967 – Otto Nagel // 1968 – Willi Sitte // 1971 – Curt Querner // 1974 – Wieland Förster // 1976 – Harald Metzkes // 1980 – Werner Tübke // 1992 – Lothar Böhme // 1993 – Martin Assig // 1996 – Martin Kippenberger // 1997 – Astrid Klein // 1998 – Miriam Cahn // 2000 – Svetlana Kopystiansky // 2003 – Horst Münch // 2005 – Lutz Dammbeck // 2006 – Thomas Eller // 2008 – Gustav Kluge // 2009 – Ulrike Grossarth // 2010 – Mona Hatoum // 2012 – Douglas Gordon // 2013 – Eran Schaerf // 2017 – Katharina Sieverding

...............................................................................


Der Käthe-Kollwitz-Preis der Akademie der Künste, Berlin

Der Käthe-Kollwitz-Preis wird seit 1960 vergeben und ist eine der ältesten Auszeichnungen der Akademie der Künste, Berlin. Geehrt werden jährlich bildende Künstlerinnen und Künstler, deren Werk in kreativer Weise Neuland erschließt.

Von der Akademie der Künste (Ost) initiiert, gehört er zu den Preisen, die nach der Wiedervereinigung von der 1993 zusammengeführten Akademie übernommen wurden. Er erinnert an Mitgliedschaft und Wirken seiner Namensgeberin in der traditionsreichen Berliner Institution.

Käthe Kollwitz und die Akademie

Käthe Kollwitz war von 1919 bis zu ihrem von den Nationalsozialisten erzwungenen Austritt 1933 Mitglied der Preußischen Akademie der Künste. Mit ihrer Berufung wurde ihr der Professorentitel verliehen. Ab 1928 übernahm sie die Leitung einer Graphikklasse und gehörte als Vorsteherin eines Meisterateliers auch dem Senat der Akademie an.

Zusätzlich war Kollwitz langjähriges Mitglied der Kommission, die Programm und Künstler der halbjährlich stattfindenden Akademieausstellungen festlegte. Auch sie selbst war hier mit zahlreichen Werken vertreten. Eine Präsentation innerhalb der Kölner Kollwitz Sammlung zeigt ihre Ausstellungsbeteiligungen.

...............................................................................

Öffentliche Führungen
Sonntags // 15 Uhr, Donnerstags // 17 Uhr
Kosten: nur Eintritt

Die Ausstellung wird von einem umfangreichen Rahmenproramm begleitet. Informationen zu Vorträgen, Künstlergespräch, Filmvorführung oder Workshops unter www.kollwitz.de

Käthe Kollwitz Museum Köln (Köln)

21.09.2017 - 31.12.2017 Die Malerei ist weiblich Friederike Juliane von Lisiewska
Staatliches Museum Schwerin / Ludwigslust / Güstrow (Schwerin)
Pressemitteilung
Im Jahr 2016 erwarb das Staatliche Museum Schwerin ein bisher unbekanntes Selbstbildnis von Friederike Juliane von Lisiewska (1772 – 1856). Die Künstlerin, die ihre Jugend in Ludwigslust verbrachte, konnte als eine von nur vier Frauen als vollwertiges Mitglied neben ihren männlichen Kollegen an der Kunstakademie in Berlin studieren und war damit eine Ausnahmeerscheinung in ihrer Zeit.
Friederike Juliane von Lisiewska stammte aus einer angesehenen Berliner Künstlerfamilie, in der auch die Frauen als Malerinnen Erfolge feierten. Bekanntestes Beispiel ist Anna Dorothea Therbusch, der eine internationale Karriere gelang. Voller Energie begann auch Friederike Juliane von Lisiewska ihr Studium in Berlin, doch fehlten ihr bald die Aufträge und die Anerkennung als Malerin, ein Schicksal, dass sie mit vielen Kolleginnen teilte. Eine Bewerbung in Schwerin als erste weibliche Hofmalerin schlug Herzog Friedrich Franz I. von Mecklenburg-Schwerin aus. Neben dem neu erworbenen Selbstbildnis ist der kleine, aber erlesene Bestand der Gemälde der Künstlerin in der Kabinettausstellung zu sehen, die einen Beitrag zur heute immer noch wenig bekannten Geschichte der Künstlerinnen um 1800 leisten möchte.

Abb.: Friederike Juliane von Lisiewsky, Selbstporträt, 1793, Öl auf Leinwand © Gabriele Bröcker, Staatliches Museum Schwerin

Staatliches Museum Schwerin / Ludwigslust / Güstrow (Schwerin)

17.09.2017 - 07.01.2018 Reload! Tracht – Kunst – Mode
Museum Kunst der Westküste (Alkersum/Föhr)
Pressemitteilung
In unserer globalisierten Welt begeben sich viele Menschen auf die Suche nach ihren Wurzeln. Das Gefühl, zu wissen, woher man kommt, geht mancherorts – so auch auf den nordfriesischen Inseln – mit dem Tragen von Trachten einher, die früher Ausweis regionaler und sozialer Zugehörigkeit waren. Ausgehend von Gemälden und Grafiken des 19. Jahrhunderts aus der Sammlung Kunst der Westküste spannt die Ausstellung mit internationalen Leihgaben einen Bogen bis zur zeitgenössischen Kunst und zu aktuellem Modedesign. Als ein Synonym für Heimatverbundenheit, Identifikation und Traditionspflege scheint die Tracht gerade gegenwärtig ein in mehrfacher Hinsicht reizvolles Sujet zu sein, das auch in ironisierender oder kritischer Hinsicht Thema in den unterschiedlichsten künstlerischen Medien ist.

Künstler 19./20. Jahrhundert:
Oluf Braren, Otto Heinrich Engel, Johan Julius Exner, Carl Ludwig Jessen, Christian Carl Magnussen, Johan Gudmann Rohde, Valentin Wassner, August Westphalen, August Wilckens

KünstlerInnen 21. Jahrhundert:
Catharina Bond (AT), Nico Dams (DE), Sabine Dehnel, (DE), Sandra Heinz (DE), Hendrik Kerstens (NL, Abb.), Anja Luithle (DE), NOH NEE (DE), Annette Schröter (DE), Trine Søndergaard (DK), Mila Teshaieva (DE), Vivienne Westwood (GB) sowie AbsolventInnen der Studiengänge Modedesign und Fotografie der Hochschule Hannover (DE)

Zur Ausstellung erscheint ein Katalog.

Museum Kunst der Westküste (Alkersum/Föhr)

16.09.2017 - 04.02.2018 Auf unbekanntem Terrain. Landschaft in der Kunst nach 1945
Museum für Aktuelle Kunst – Sammlung Hurrle Durbach (Durbach)
Pressemitteilung
Nach den verstörenden Erfahrungen des 2. Weltkriegs wurde das Thema Landschaft, das bis dahin überwiegend festen Regeln und Traditionen folgte, in die abstrakte Malerei integriert und darin aufgelöst. Erst das Versiegen jeder gegenständlichen Tendenz und die anschließende Neubelebung Anfang der 60er Jahre brachten den nötigen Freiraum, um auch Natur und Landschaft im Rahmen einer neuen Auffassung und eines neuen Malereibegriffes wieder aufzugreifen, überlieferte Traditionen aufzusprengen und zu erweitern.
Die Ausstellung widmet sich der Auseinandersetzung mit den Themen Landschaft und Natur seit dem 2. Weltkrieg bis heute, wobei mit Blick auf die Kunst der DDR auch beleuchtet wird, inwiefern sich in den Landschaftsdarstellungen politische Veränderungen wiederspiegeln.

Museum für Aktuelle Kunst – Sammlung Hurrle Durbach (Durbach)

10.09.2017 - 07.01.2018 Vom Floh gebissen - Studioausstellung historischer Flohfallen
Museum Schloss Ettlingen (Ettlingen)
Pressemitteilung
Als kleinen Vorgeschmack auf die kulturgeschichtliche Ausstellung zur epochenübergreifenden Darstellung der Körperhygiene, die derzeit vorbereitet wird, zeigt das Museum 25 historische Flohfallen aus dem 18. und 19. Jahrhundert. Im 17. und 18. Jahrhundert kamen wegen der schlechten hygienischen Verhältnisse sogenannte Flohfallen zum Einsatz, um der Plage Herr (oder Frau) zu werden. Winzige Behältnisse aus Elfenbein, Holz, Metall oder der Coquilla-Nuss trug man unter der Kleidung oder in den Perücken. Wie das genau funktionerte zeigt die kleine Ausstellung in den barocken Salons des Schlosses.

Museum Schloss Ettlingen (Ettlingen)

02.09.2017 - 14.01.2018 Wenzel Hablik – Expressionistische Utopien
Martin-Gropius-Bau Berlin (Berlin)
Pressemitteilung
Malerei, Zeichnungen, Architektur
Wiederentdeckte Moderne II

Utopische Architekturentwürfe, expressionistisches Interieur, fantastische Farbwelten – all dies ist nur ein Teil des Werkes von Wenzel Hablik (1881–1934), der sich als Universalkünstler dem Gesamtkunstwerk verschrieb. Hablik gilt als einer der wichtigen Vertreter der deutschen expressionistischen Architektur- und Gestaltungsavantgarde. Scheinen die Wege der Kunst der Moderne weitgehend erforscht, so bietet sein Werk immer noch Überraschendes. Im Fokus der Berliner Ausstellung stehen seine Architekturvisionen und sein 1923 farbig gestaltetes Meisterwerk eines Raumkonzepts als Rekonstruktion. Sie werden durch die Präsentation von Malerei und Design ergänzt, denn erst in der Kombination wird der Grundgedanke des Gesamtkunstwerkes, wie Hablik es verfolgte, nachvollziehbar. Es ist die erste umfassende Einzelausstellung seines Werkes in Berlin.

Foto: Freitragende Kuppel, 1919. Aquarell, Farbstift, Bleistift, 64,9 x 50 cm
© Wenzel-Hablik-Stiftung, Itzehoe

Martin-Gropius-Bau Berlin (Berlin)

01.09.2017 - 07.01.2018 Die humane Kamera. Heinrich Böll und die Fotografie
Museum Ludwig (Köln)
Pressemitteilung
Anlässlich des 100. Geburtstags von Heinrich Böll befragt das Museum Ludwig in seinen neuen Fotoräumen Bölls Verhältnis zur Fotografie und dem Fotografieren – als Person des öffentlichen Lebens, als Gegenstand seiner Betrachtung, als Hilfsmittel für sein literarisches Schaffen und als Motiv in seinen Schriften.

Ein Jahr nach Heinrich Bölls Tod, im Jahr 1986, eröffnete das Museum Ludwig im neu errichteten Gebäude. Die Adresse lautet: Heinrich-Böll-Platz. In der Sammlung Fotografie des Museum Ludwig befinden sich zahlreiche Werke, die Heinrich Böll zeigen. Denn als Autor war er selbst begehrtes Motiv der Fotografen. Zu Lebzeiten erschienen zwei Bildbände seiner Porträts, aufgenommen u.a. von Heinz Held. Zu ihm unterhielt Böll eine Freundschaft und ließ sich von ihm auch im privaten Umfeld ablichten, eine durchaus bemerkenswerte Ausnahme, da Böll eher kamerascheu war. Aus dem Nachlass Heinz Helds wird erstmals eine Auswahl seiner Porträts von Böll präsentiert.

In neun Fotobildbänden erschienen jedoch zu seinen Lebzeiten auch Texte von Heinrich Böll, neu verfasste oder wiederverwendete, so unter anderem zu Chargesheimers Unter Krahnenbäumen, Im Ruhrgebiet (beide 1958) oder Menschen am Rhein (1960). 1964 publizierte Böll im Katalog zur Weltausstellung der Photographie den Text „Die humane Kamera“. Darin formulierte er eine Moral der Fotografie: „Wo die Kamera zudringlich wird, ihr Instrument, das Objektiv, zum Instrument […] des Photographen wird, der darauf aus ist, den Menschen zu ertappen, zu denunzieren, zu entlarven, überschreitet die Photographie ihre ästhetische und gleichzeitig ihre moralische Grenze.“ Von „Verletzungen“ spricht er auch. Und eine solche Verletzung findet literarische Gestalt in Die verlorene Ehre der Katharina Blum (1974), wenn die Boulevardpresse Blum in Wort und Bild ihrer Würde beraubt. Das Humane, das Menschsein – darin liegt Bölls Interesse in der Literatur wie in der Fotografie. Denn eines sagt er klar: „Ich mache mir nicht viel aus Pracht-Fotobänden.“ Das Sehen war für ihn der zentrale Sinn, um sich die Welt zu erschließen: „(…) ein gutes Auge gehört zum Handwerkszeug des Schriftstellers“, heißt es im Bekenntnis zur Trümmerliteratur (1952). Für seinen Roman Frauen vor Flußlandschaft (1985) bat Böll seinen Sohn René um Fotografien ausgesuchter Orte in Bonn, die dann im Roman beschrieben werden. Aufnahmen und entsprechende Textstellen werden in der Präsentation zusammengeführt.

Bölls Verhältnis zur Fotografie kommt ebenso in seinen Romanen und Geschichten über Fotografen und Fotografien zum Ausdruck. Als Motiv und Metapher taucht die Fotografie wiederholt auf, besonders prägnant in Anekdote zur Senkung der Arbeitsmoral (1963). Anhand von etwa 50 Exponaten aus Bildern, Büchern und Texten wird die vielfältige Auseinandersetzung Bölls mit der Fotografie gezeigt.

Begleitend erscheint das erste Heft einer neuen Publikationsreihe zur Sammlung Fotografie Die humane Kamera. Heinrich Böll und die Fotografie mit 11 Abbildungen, Heinrich Bölls Text „Die humane und Kamera“ und einem Beitrag von Dr. Miriam Halwani. Preis 8 Euro. ISBN 987-3-9807903-6-9.

Bild
Chargesheimer
Heinrich Böll, um 1959
© Museum Ludwig, Köln
Foto: Rheinisches Bildarchiv Köln

Museum Ludwig (Köln)

25.06.2017 - 07.01.2018 Pure Nature Art. Naturmaterialien in der zeitgenössischen Kunst
Museum Kunst der Westküste (Alkersum/Föhr)
Pressemitteilung
Die Natur unterliegt einem immerwährenden Prozess des Werdens und Vergehens und bezaubert uns durch ihre scheinbar unerschöpfliche Formen- und Farbenvielfalt. Der Mensch, selbst Teil der Natur, erkennt sie bereits seit der Antike als Lehrmeisterin an und versucht, ihre Gesetzmäßigkeiten zu erforschen. In der Kunst hielten im Verlauf der 1960er-Jahre Naturmaterialien Einzug in die Ausstellungsräume: Das Material selbst und nicht mehr das Abbild einer Landschaft geriet in den Blickpunkt. Auch verlagerte sich umgekehrt Kunst als Land Art nach draußen, in die Natur. Für die Ausstellung wurden sechs internationale zeitgenössische Positionen ausgewählt. Die über 20 Installationen, Objekte, Wandarbeiten und Skulpturen aus Materialien wie Muscheln, Federn, Sepiaschalen, Blättern, Kork, Pferdehaaren oder Rosenblüten lenken den Blick auf die Schönheit, Leichtigkeit und Fragilität der in der Natur aufzufindenden Materialien. Sie verweisen aber auch auf die faszinierende Systematik und gestaltende Kraft, die der Natur innewohnt. Bei dem Erforschen, Sammeln und Ordnen des Vorgefundenen, bei dem Erschaffen neuer Formen und Kontexte handelt es sich um eine respektvolle Aneignung des von der Natur Hervorgebrachten. Die Ausstellung liefert überraschende und nachdenklich stimmende Anregungen, dem vielschichtigen Verhältnis von Kunst und Natur nachzuspüren.

KünstlerInnen:
Bethan Huws (GB, Abb.)
Christiane Löhr (DE)
Alastair Mackie (GB)
David Nash (GB)
Regine Ramseier (CH)
Herman de Vries (NL)

Die Ausstellung begleitet ein Katalog.

Museum Kunst der Westküste (Alkersum/Föhr)

25.06.2017 - 07.01.2018 Jopie Huisman (1922–2000). Hommage an das einfache Leben
Museum Kunst der Westküste (Alkersum/Föhr)
Pressemitteilung
Erstmals außerhalb der Niederlande wird die künstlerische Arbeit des friesischen Malers Jopie Huisman (1922–2000) präsentiert. Seine realistischen, anrührenden Gemälde und Zeichnungen sind Zeugnisse des einfachen Lebens. Huisman, zugleich Lumpen- und Altmetallhändler, wurde als Autodidakt bereits zu Lebzeiten zur Legende und erlangte in den Niederlanden große Berühmtheit. In seiner Heimatstadt Workum ist ihm ein eigenes Museum gewidmet. Seine Bilder von Schuhen, Lumpen oder Puppen galten ihm gleichsam als Porträts seiner Mitmenschen, denen er Würde und Bildwürde zusprechen wollte. Damit schuf er eine Hommage an das einfache Leben der Friesen, ihre Landschaft und Kultur. Die Werke, die oftmals den Blick auf Absurditäten des menschlichen Zusammenlebens richten, berühren dabei durchaus existenzielle Fragen und sind mit einer Botschaft versehen, die von der Barmherzigkeit als etwas universell und zeitlos Menschlichem erzählt. Die Ausstellung präsentiert Werke aus dem Jopie Huisman Museum, Workum, ebenso wie solche aus einer Schweizer Privatsammlung. Sie entsteht in Kooperation mit dem Jopie Huisman Museum, Workum (NL).

Zur Ausstellung erscheint ein Katalog in deutscher, englischer, niederländischer und friesischer Sprache.

Museum Kunst der Westküste (Alkersum/Föhr)

03.06.2017 - 07.01.2018 Hybrid Layers
ZKM | Zentrum für Kunst und Medien (Karlsruhe)
Pressemitteilung
Die Ausstellung »Hybrid Layers« zeigt neue Perspektiven auf digitale Technologien, das Internet und soziale Netzwerke auf. Sie untersucht sowohl virtuelle als auch physische Erscheinungsformen einer neuen Art der Medienkunst sowie ihre vieldeutige, verführerische wie auch ironische Ästhetik.

»Wenn die Menschen nur auf ihre Regenschirme verzichten würden … dann wäre der Regen kein Problem mehr.«
– Riccardo Benassi

»Hybrid Layers« erkundet die vielfältigen Aspekte dessen, was als »digital condition«, als »Bedingung des Digitalen«, bezeichnet werden kann. In der Ausstellung wird das Digitale zum Schlüssel – zum »Apriori« – das den spezifischen Kosmos der kulturellen und konzeptuellen Szenarien, die von den einzelnen Arbeiten aufgezeigt werden, eröffnet. Die Ausstellung lenkt den Blick auf eine Generation von KünstlerInnen, die sich mit der wachsenden Präsenz der digitalen Sphäre und ihren Auswirkungen konfrontiert sehen.

Zur Zeit ihrer Entstehung war es möglich, Medienkunst als abschließende Kategorie zu behandeln. Heute hingegen bedeutet die Fokussierung auf Kunstwerke, die sich mit den umfangreichen Themen der Technologie und des Digitalen beschäftigen, in die Komplexität eines Feldes vorzudringen, das nicht unter eine spezifische Gattung oder ein Genre subsumiert werden kann. Die Ausstellung würdigt die multiplen Perspektiven, die durch Technologien offenkundig werden. Damit nimmt sie den Versuch vor, die verschiedenen Stränge einer offenen und vielseitigen und den Technologiediskurs von allen restriktiven Kategorisierungen befreienden Erzählung zu untersuchen.

»Wir sind so daran gewöhnt, in künstlichen Umgebungen zu leben, und wir sind so abhängig von Artefakten, dass wir oft vergessen, was sie eigentlich tun. […] Nur kommen sie nie als Objekte zur Welt, sondern immer als Projekte. Sie haben eine Geschichte, sie stecken voller Konflikte, sie bringen zahlreiche unbeabsichtigte Konsequenzen mit sich, sie erobern die Welt im Zickzackkurs«, so Bruno Latour über die wechselseitige Beziehung, die uns seiner Ansicht nach mit Technologien verbindet.

Wenn wir annehmen, dass Kunstwerke als Projekte in die Welt kommen und eben nicht als Objekte, dann können sie uns helfen, neue Orientierungen zu finden, indem sie Innovationen in ihren konkreten Ausprägungen, ihren Existenzweisen, hinterfragen und unseren Blick auf Technologie ständig verschieben und umschichten. Mit ihrem experimentellen Format folgt »Hybrid Layers« dieser Richtung anhand der Werke von KünstlerInnen, die sich eine Welt ohne das Internet kaum vorstellen können. Die Installationen, die in der Ausstellung gezeigt werden, erscheinen als vielschichtige Projekte, die sich mit zeitgenössischen Debatten befassen. Sie reflektieren, wie tief Technologien in Formen der Wissensproduktion, Wahrnehmung und Interaktion eingebettet sind. Damit legen sie ein Set von Praktiken offen, die unter einem Blickwinkel operieren, der weit über Medien hinaus- und in die alltägliche Erfahrung unserer Welt übergeht.

Wenn wir unseren Diskurs vom Bedürfnis nach restriktiven Kategorien befreien, dann tritt die Komplexität unserer Umgebung zutage – sei dies die materielle Beschaffenheit unserer Umwelt oder die Immaterialität der digitalen Sphäre – dann zeigen sich die kaleidoskopischen Facetten der Funktionen, Widersprüche, Phänomene, die uns in allen Bereichen unseres Lebens umgeben. Sobald die Kategorie aufgelöst ist, wird das Feld zu einem hybriden Nest voller multipler, mehrschichtiger Möglichkeiten.
Teilnehmende KünstlerInnen:

Riccardo Benassi
Enrico Boccioletti
Anne de Vries
Aleksandra Domanovi?
Ed Fornieles
Guan Xiao
Yngve Holen & Aedrhlsomrs Othryutupt Lauecehrofn
Yu Honglei
Delia Juergens
Daniel Keller
Lawrence Lek
Metaphysics (Beteiligte KünstlerInnen: Eddie Peake, Florian Meisenberg, Anne de Vries, Rubén Grilo, Mélodie Mousset & Näem Baron, Jack Strange und Anna K.E.; produziert von: Philip Hausmeier)
Katka Novitskova
Yuri Pattison

Credits

Giulia Bini (Kurator/in)
Sabiha Keyif (Kurator/in)
Daria Mille (Kurator/in)
Philipp Ziegler (Kurator/in)

ZKM | Zentrum für Kunst und Medien (Karlsruhe)

01.04.2017 - 31.03.2018 K21 Künstlerräume
Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen K21 Ständehaus (Düsseldorf)
Pressemitteilung
Das K21 ist ein besonderer Ort für junge, internationale Künstler und für Sammlungsbestände mit Gegenwartsbezug. Über drei Etagen hinweg halten 22 fortlaufend wechselnde Räume intensive Begegnungen mit Malerei, Skulptur, Fotografie, Film und vor allem raumbezogener Kunst bereit. Ausgewählte zeitgenössische Künstlerinnen und Künstler sind eingeladen, ihre Arbeiten für die Dauer von einem Jahr zu zeigen und dabei in einen Dialog mit den Positionen aus der Sammlung zu treten. Eine Folge wechselnder Raumeindrücke entsteht, die der Reichhaltigkeit und Dichte zeitgenössischer Kunst Ausdruck geben, die Sinne inspirieren und die Wahrnehmung immer wieder aufs Neue herausfordern.

Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen K21 Ständehaus (Düsseldorf)

16.03.2017 - 31.12.2017 Neukonzipierte Sammlungsausstellung mit Werken von Karl Hofer (1878-1955) und Karl Albiker (1878-196
Museum Schloss Ettlingen (Ettlingen)
Pressemitteilung
Wiedereröffnung ab 16. März 2017

Die Stiftung aus dem Nachlass des Bildhauers Karl Albiker, der lange Jahre in Ettlingen gelebt und gearbeitet hat, und die großzügige Dauerleihgabe von zahlreichen Werken Karl Hofers der Stiftung Menschenbild in Winterthur bildet seit vielen Jahren den Grundstock der städtischen Kunstsammlung.
Die künstlerische Auseinandersetzung mit dem Thema „Figur und Raum“ und die feinfühlige Interpretation des Menschenbildes nimmt im Werk beider Künstler eine zentrale Stellung ein. Schon in jungen Jahren begegneten sich die beiden Künstler während ihres Studiums an der Großherzoglichen Kunstakademie in Karlsruhe. Beide lebten einige Jahre zur gleichen Zeit in Rom, gründeten dort nahezu zeitgleich ihre Familien und als Albiker sich durch den Villa Romana-Preis ein Jahr in Florenz aufhielt besuchte Karl Hofer ihn dort. Auch in dem als Atelierhaus konzipierten Wohnhaus der Familie Albiker in der Nähe des Ettlinger Schlosses war Karl Hofer neben vielen anderen Künstlerfreunden immer wieder zu Gast. Der enge künstlerische Austausch jener Zeit, der in Briefen und Tagebucheintragungen belegt ist, führte zu einer lebenslangen Freundschaft. die sie trotz unterschiedlicher Arbeitssituationen und Erlebnisse während des Dritten Reiches aufrechterhielten.
Die neue Sammlungsausstellung verfolgt kein chronologisches Konzept, sondern konzentriert sich auf fünf Themen:

Porträt
Tanz und Musik
Figur und Raum
Stillleben/Sitzende/Akte
Landschaft/Figur in Landschaft

Beide Künstler beschäftigten sich mit diesen Themen aus materialspezifisch unterschiedlichen Perspektiven. Hier in der Städtischen Galerie im Ettlinger Schloss stehen sich die Werke der beiden Künstlerfreunde Karl Hofer und Karl Albiker in einer nachvollziehbaren Präsentation in einem spannenden Dialog gegenüber.
Karl Hofer gehört zu den großen Vertretern der klassischen Moderne in Deutschland. Als Zeitgenosse der ersten Expressionisten-Generation wird er mit dieser wie auch mit Vertretern der „Neuen Sachlichkeit“ stilistisch zwar in Verbindung gebracht, nimmt jedoch in den Kunstströmungen seiner Zeit eine singuläre Position ein. Die Bedeutung, die Karl Hofer bis heute genießt, ist neben seiner Bearbeitung der beiden klassischen Themen Landschaft und Stillleben, vor allem auf die charakteristischen Interpretationen seines Menschenbildes zurückzuführen.
Karl Albikers Oeuvre fokussiert neben vielen plastischen Porträts, den nackten, menschlichen Körper als Ausdrucksträger innerer und äußerer Bewegung. Beeindruckend vielseitig sind dabei die darstellerischen Motive von ruhenden, sitzenden, liegenden und bewegten Körpern, die immer auf den sie umgebenden Raum bezogen sind. Besonders eindrücklich zeigt sich dies bei seinen bauplastischen Arbeiten und Denkmälern.

Foto: (c) Städtische Galerie Ettlingen

Museum Schloss Ettlingen (Ettlingen)

19.02.2017 - 21.01.2018 Leidenschaft . Passion - Im Fokus: Pierre Soulages
Museum Art.Plus (Donaueschingen)
Pressemitteilung
Werke des französischen Malers Pierre Soulages (*1919 Rodez, FR) stehen im Zentrum der Ausstellung "Leidenschaft . Passion - Im Fokus: Pierre Soulages", die ab 19. Februar 2017 im Museum Art.Plus zu sehen ist.
Pierre Soulages gehört zu den weltweit bedeutendsten Vertretern der abstrakten Kunst. Seit den 1970er-Jahren malt er ausschließlich monochrom schwarze Bilder, deren pastose, teils matten, teils schwarz-glänzenden Oberflächen er durch tiefe horizontal, schräg oder auch vertikal verlaufende Linien und Furchen strukturiert. Dadurch treten sie in einen stetigen, spannungsvollen Dialog mit dem einfallenden Licht.

"Pour moi, le noir, c'est un excès, une passion." - "Für mich ist Schwarz ein Exzess, eine Leidenschaft." In diesen Worten kulminiert die Obsession des Malers für seine Lieblingsfarbe.

Leidenschaft ist die treibende Kraft in der Kunst. Den Werken Pierre Soulages‘ in den beiden zentralen Räumen werden in den anderen Räumlichkeiten zwei- und dreidimensionale Arbeiten weiterer internationaler Künstler an die Seite gestellt. Die Farbe Schwarz zieht sich dabei durch die gesamte Ausstellung. Mal abstrakt, mal gegenständlich, mal für sich stehend, mal im Kontrast mit anderen Farben, hat sie stets eine andere Wirkung.

In der vielfältigen Schau werden neben alten Bekannten, die in der achtjährigen Geschichte des Museums bereits gezeigt wurden, auch eine große Zahl an Neuentdeckungen gezeigt.

Beteiligte Künstler:
Manolo Ballesteros, Dario Alvarez Basso, Piero Pizzi Cannella, Luigi Carboni, Tony Cragg, Philippe Dodard, Friedemann Flöther, Karl Gerstner, Ellsworth Kelly, Masayuki Koorida, François Morellet, Gerhard Langenfeld, Thomas Lenk, Helmut Middendorf, Nika Neelova, Nunzio, Pino Pinelli, Gert Riel, Stefan Rohrer, Piero Ruggeri, Felix Schlenker, Turi Simeti, Pierre Soulages, Sibylle Wagner

Museum Art.Plus (Donaueschingen)