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Pressemitteilungen
Pressemitteilungen
24.11.2023 - 17.03.2024 Amedeo Modigliani
Staatsgalerie Stuttgart (Stuttgart)
Pressemitteilung

Mit nur 35 Jahren starb Amedeo Modigliani im Jahr 1920. Trotz des frühen Todes hinterließ er ein umfangreiches künstlerisches Werk als Bildhauer und Maler. Dabei widmete er sich fast ausschließlich dem Menschen als Motiv. Berühmt sind seine Porträts ebenso wie die weiblichen Akte, die zwar seit 100 Jahren zum Kunstkanon der Moderne gehören, heute aber in ihrem Frauenbild wieder neu befragt werden.

Die Ausstellung zeigt rund 100 Gemälde und Papierarbeiten des Italieners und stellt ihnen Werke aus dem Pariser Umfeld, von Gustav Klimt, Egon Schiele oder Ernst Ludwig Kirchner gegenüber. Erstaunliche Parallelen werden sichtbar, genauso wie die Außergewöhnlichkeit von Modiglianis Kunst.

Die Ausstellung findet in Kooperation mit dem Museum Barberini statt, wo sie vom 26.4.2024 bis 18.8.24 zu sehen ist.

Staatsgalerie Stuttgart (Stuttgart)

18.11.2022 - 26.02.2023 Glitzer und Gift der Zwanzigerjahre. George Grosz in Berlin
Staatsgalerie Stuttgart (Stuttgart)
Pressemitteilung
Unsere Vorstellung vom Leben und Leiden im Berlin der wilden Zwanziger hat ein Maler besonders geprägt: George Grosz. In seinen Werken inszeniert er den moralischen Zerfall der deutschen Gesellschaft in aller Schonungslosigkeit. Wegen Vorwurf des »Angriffs auf die öffentliche Moral« stand Grosz mehrfach vor Gericht. Seine Art die Realität darzustellen, ist von Abstraktion und Überzeichnung geprägt. Wie sich der Stil des Künstlers in den 1920er-Jahren entwickelt, beleuchtet die Ausstellung.
Die Ausstellung wurde unter dem Titel »The Relentless Eye: George Grosz in Berlin« von Dr. Sabine Rewald für das Metropolitan Museum of Art in New York geplant, aber wegen der Pandemie abgesagt. Von November 2022 bis Februar 2023 ist sie in leicht modifizierter Form mit erweiterter Werkauswahl in der Staatsgalerie zu erleben. Die rund 100 präsentierten Gemälde, Aquarelle, Zeichnungen und Druckgraphiken stammen aus dem Bestand der Staatsgalerie sowie aus öffentlichen und privaten Sammlungen in Europa und den USA.

Staatsgalerie Stuttgart (Stuttgart)

29.10.2022 - 12.02.2023 Drawing Rooms: Marcel van Eeden | Karl Hubbuch
Städtische Galerie Karlsruhe (Karlsruhe)
Pressemitteilung
23.10.2022 - 06.04.2023 Helen Feifel, the body and its power
Städtische Galerie Karlsruhe (Karlsruhe)
Pressemitteilung
Foto: (c) Helen Feifel / VG Bild-Kunst, Bonn 2022

Städtische Galerie Karlsruhe (Karlsruhe)

15.10.2022 - 20.11.2022 Kunst in der Region 22 | 35. Gemeinschaftsausstellung zeitgenössischer Kunst im DA, Kunsthaus
DA, Kunsthaus Kloster Gravenhorst (Hörstel)
Pressemitteilung
Die Ausstellungsreihe »Kunst in der Region« gibt Künstler*innen aus dem Münsterland, dem Euregio-Gebiet mit den angrenzenden Niederlanden sowie dem Osnabrücker Land ein professionelles Forum und zeigt alljährlich Trends, Themen und Perspektiven der zeitgenössischen Kunst. Besucher*innen sind eingeladen miteinander über Kunst und Kultur ins Gespräch zu kommen und in einen Dialog mit den Künstler*innen zu treten. Im DA, Kunsthaus Kloster Gravenhorst werden – durch eine Fachjury ausgewählt – u.a. Skulpturen, Installationen, mediale Kunst, Fotografie, Malerei und Grafik präsentiert.

+++ Am 26. April 2022 hat die Jury die Auswahl der Werke für die Ausstellung »Kunst in der Region 22« getroffen +++
Die Auswahl erfolgte größtenteils anhand von Originalarbeiten, die Fachjury bestand aus Dr. Marianne Wagner | LWL – Museum für Kunst und Kultur, Dr. Martina Padberg | Kunstmuseum Ahlen und Muriel Meyer | Kunstverein Grafschaft Bentheim und traf sich im großen Saal des DA, Kunsthauses.

Gefördert durch die Kreissparkasse Steinfurt.

DA, Kunsthaus Kloster Gravenhorst (Hörstel)

09.10.2022 - 29.01.2023 Doris Salcedo: Palimpsest
Fondation Beyeler (Riehen)
Pressemitteilung
Die Fondation Beyeler zeigt "Palimpsest", ein Ausstellungsprojekt der kolumbianischen Künstlerin Doris Salcedo, das sich mit der globalen Migrationskrise auseinandersetzt.

Fondation Beyeler (Riehen)

24.09.2022 - 23.10.2022 Retour de Paris | Florina Leinß & Karolina Sobel
Städtische Galerie Karlsruhe (Karlsruhe)
Pressemitteilung
Foto: (c) Florina Leinß / VG Bild-Kunst, Bonn 2022

Städtische Galerie Karlsruhe (Karlsruhe)

16.09.2022 - 15.01.2023 YOYI! Care, Repair, Heal
Gropius Bau (Berlin)
Pressemitteilung
YOYI! Care, Repair, Heal (YOYI! Fürsorge, Reparatur, Heilung) bringt die vielfältigen, manchmal widersprüchlichen Perspektiven von 26 Künstler*innen zusammen. Die Gruppenausstellung setzt sich mit Themen wie der Politisierung von Gesundheit, Indigenen Wissenssystemen, Formen von (Wahl-)Verwandtschaft, gerechter Landnutzung und -verteilung, Dekolonisation und den Rechten des Nicht-Menschlichen auseinander, die alle mit verschiedenen Konzepten von Fürsorge, Reparatur und Heilung verwoben sind.

Gropius Bau (Berlin)

10.09.2022 - 05.02.2023 Ausstellung Soun-Gui Kim: Lazy Clouds
ZKM | Zentrum für Kunst und Medien (Karlsruhe)
Pressemitteilung
Die Ausstellung »Soun-Gui Kim: Lazy Clouds« im ZKM | Karlsruhe ist die erste umfassende Einzelausstellung der koreanisch-französischen Künstlerin Soun-Gui Kim in Deutschland.

Ausgehend von den 1970er Jahren wird in der Präsentation ein umfassender Überblick über das Werk der Künstlerin bis zur Gegenwart gegeben, das von der Dekonstruktion der Malerei, über Fotografie bis hin zu Video und multimedialer Kunst reicht. Ihre Arbeiten zeichnen sich dabei immer wieder durch einen hohen partizipativen Charakter aus und sind von vergleichenden Studien der östlichen und westlichen Kultur und Philosophie sowie der Auseinandersetzung mit Sprache beeinflusst.

Soun-Gui Kim wurde 1946 in Buyeo, Korea, geboren. 1971 schloss sie ihr Studium im Fachbereich Kunst an der Seoul National University ab. Schon damals interessierte sie sich für die Dekonstruktion der Malerei, für großangelegte Performances und Videoarbeiten im öffentlichen Raum. Nach ihrem Studium erhielt Soun-Gui Kim ein Stipendium der französischen Regierung, das ihr ermöglichte, nach Frankreich zu kommen und dort zu arbeiten. Wenige Jahre später, 1974, übernahm sie eine Professur an der École Supérieure des Beaux-Arts in Marseille.

Im Jahr 1982 führen Soun-Gui Kims Reisen in verschiedenste Länder der Welt zu einer intensiven Auseinandersetzung mit der Kultur und der Kunst des Ostens und Westens. Während ihres Aufenthalts in New York verkehrte sie mit renommierten Videokünstler:innen wie Nam June Paik, Ko Nakajima, Ira Schneider und Frank Gillette. Mit zunehmendem Interesse an Video und Multimedia organisierte sie die Veranstaltungsreihe »Soun-Gui Kim and Her Invitees: Video and Multimedia« (1986), an der Nam June Paik, John Cage und andere teilnahmen. Seit den späten 1980er Jahren gewinnen vor allem Fragen, die mit der Ausbreitung des globalen Kapitalismus und den strukturellen Veränderungen der Gesellschaft durch das Internet zusammenhängen, für sie an Wichtigkeit. Heute lebt und arbeitet die Künstlerin auf dem Land in Frankreich nahe Paris und widmet sich dort in Einklang mit der Natur und ihrer Umgebung, ihren Kunstprojekten, die Philosophie, Kunst und Technologie miteinander vereinen.

Der Titel der Ausstellung »Soun-Gui Kim: Lazy Clouds« referiert auf ein Gedicht und einen in Frankreich veröffentlichten Gedichtband der Künstlerin. Gleichzeitig steht er allerdings auch exemplarisch für ihren persönlichen Lebensentwurf. Völlig konträr zum kapitalistisch orientierten Produktivitäts- und Leistungsregime, basiert dieser auf dem Konzept der Muße als künstlerisches, kreatives und philosophisches Prinzip. Wie die Wolken, die am Himmel vollkommen frei stets neue Formen finden, widmet sich Soun-Gui Kim ihrer Kunst, spielerisch, fernab von vorgegebenen Mustern und Formalitäten.

Die Ausstellung im ZKM | Karlsruhe wird in Zusammenarbeit mit dem National Museum of Modern and Contemporary Art (MMCA) in Seoul realisiert, wo sie unter gleichem Titel im Jahr 2019 zu sehen war.

Foto: © Soun-Gui Kim

ZKM | Zentrum für Kunst und Medien (Karlsruhe)

09.09.2022 - 09.10.2022 Eugenia Jäger und Natalia Zaloznaya (Gast aus Belarus): Nicht das, was ihr denkt.
GEDOK Künstlerinnenforum Karlsruhe (Karlsruhe)
Pressemitteilung
Acryl, Tusche, Papier und Digitalprint
Die heutige Welt steht vor einer neuen Technologie, in der große Mengen an Informationen leicht verfügbar sind. Das verführt zu Manipulationen – das Thema „multiple Wahrheiten“ interessiert die Künstlerinnen Eugenia Jäger und Natalya Zaloznaya.
Wahrheit und Unwahrheit scheinen vermengt zu sein. Eine Vielzahl von Quellen, die vor allem durch das Internet und soziale Medien verwendet werden, können im Informationsraum kaum noch unterschieden werden. Offiziellen Verlautbarungen stehen zahlreiche „alternative Wahrheiten“ gegenüber.
„Nicht das, was ihr denkt“ ist von Natalya Zaloznaya und Eugenia Jäger als experimentelles Projekt konzipiert. Es gibt keine vorgefertigten Antworten auf Fragen, sondern die Betrachter:innen werden dazu angeregt, sich aktiv zu beteiligen und zeitgenössische künstlerische Prozesse zu verstehen. Es stellt eine Miniaturanalyse der persönlich „dokumentierten“ Alltagsgeschichte der Künstlerinnen dar, die das Thema sowohl in der Vergangenheit als auch in der Zukunft betrachtet.

Vernissage: Freitag, 09.09.2022, 20 Uhr
Einführung: Sandeep Sadhi, Kunsthalle Baden-Baden

Tag der offenen Tür (ECKKULTURdörfle):
Samstag, 10.09.2022, 14 – 20 Uhr, Sonntag, 11.09.2022, 14 – 18 Uhr

art weekend Karlsruhe (statt Galerientag):
Freitag, 23.09.2022, 12 – 21 Uhr, Samstag, 24.09.2022, 12 – 18 Uhr

Finissage: Sonntag, 09.10.2022, 15 – 19 Uhr
in Anwesenheit der Künstlerinnen

Einlass entsprechend der geltenden Corona-Verordnung

GEDOK Künstlerinnenforum Karlsruhe (Karlsruhe)

21.08.2022 - 09.10.2022 Aloys Wein (1907 - 1998), "Ich kann auch anders"- Der Künstler und seine "Seelen-Bilder", Kulturforu
Kunstverein Kreis Soest e. V. (Soest)
Pressemitteilung
Aloys Wein
wird 1907 in Braunsberg (Ostpreußen) als Sohn eines Tagelöhners geboren. Die Familie zieht 1913 ins Ruhrgebiet um. Er macht eine Malerlehre. Doch schon früh beginnt er freischaffend tätig zu werden. Die Natur und seine ländliche Umgebung sind seine ersten Motive. Bereits seit 1937 beginnt er parallel zur naturalistischen Malweise mit abstrakten Motiven. Er reagiert in seinen Werken auf soziale und politische Herausforderungen seiner Zeit. Seine Suche nach einer eigenständigen Aussage beginnt. Seine abstrakten oder abstrahierten Bilder bezeichnet er später als seine „Seelen-Bilder“. Relief-Bilder und Zeichnungen ergänzen sein Oeuvre.
1943 zieht er mit seiner Familie in die Soester Börde. Zeitlebens muss er um die Anerkennung als Künstler kämpfen. Um seine Familie ernähren zu können, malt und zeichnet Aloys Wein weiter seine naturalistisch-gegenständlichen Bilder, vorwiegend Auftragsarbeiten, die er später als seine “Speckbilder“ bezeichnet. Diese finden sich bis heute in zahlreichen Familien der Soester Börde.
1982 bringt endlich die Wende in seiner Anerkennung und er kann in Museen und Galerien ausstellen.
Seit 1989 beginnt er mit seinen „Menschenbildern“ zum Thema „Erst stirbt der Baum“ und seinen Bildern aus dem Zyklus „Die Schöpfung ist noch nicht vollendet“.
Eine seiner letzten Ausstellungen hat er 1993 im Kunstmuseum Wilhelm Morgner in Soest unter dem Titel „Retrospektive“.
1993 wird er zum Internationalen Kunstwettbewerb in New York eingeladen. Drei seiner Werke werden gezeigt.
Trotz Krankheit arbeitet er weiter an seinen „Farb- und Astralen Kompositionen“, die ihm viel bedeuten. Zunehmend ist er von der Wirkung von Farben und Formen auf die Psyche des Menschen überzeugt.

Kunstverein Kreis Soest e. V. (Soest)

01.08.2022 - 11.09.2022 Offene Formate
BBK Karlsruhe, Künstlerhaus Karlsruhe (Karlsruhe)
Pressemitteilung
Basia Ciacek, Hoyeon Byeon, Imma (5. – 14. August)
SCHOWEK - ein Ort, der dazu bestimmt ist, etwas oder jemanden zu verstecken. Das kann ein Schrank sein, eine Schulblade, eine Nische oder ein Loch in der Wand, aber auch ein kleines Zimmer oder eine Speisekammer. In der Ausstellung mit dem gleichnamigen Titel werden Räume im Raum, Installationen, Objekte und Performances gezeigt. Die Werke spielen mit Emotionen und Atmosphäre, schaffen mehrere Dimensionen und interagieren miteinander. Die Arbeiten wurden von den eigenen Kindheitserfahrungen der Künstler:innen inspiriert und zeigen deren Dialog mit dem inneren Kind. Mit ihrem inneren Kind, das auf seine Bedürfnisse drängt und Ängste vertreibt, begibt sich das Trio auf die Suche nach einem sicheren Raum und einer sicheren Umgebung.

Vernissage: Donnerstag, 4. August, 18.00 Uhr
Ausstellungsdauer: 5. bis 14. August


Wolfgang Rempfer (18. – 21. August)
In seiner für die Ausstellung geschaffenen Installation verwendet der Karlsruhe Künstler Material mit skulpturalem Vorleben. Was einst die Skulptur "Tanzplattform" - eine Bühnenkonstruktion - war, wandelte sich in der Installation "Ansichtssache" zu einem besteigbaren Turm. Nun wird aus dem Holz zum dritten Mal ein neuer Körper: die Skulptur ist hier kein für die Ewigkeit geschaffenes Monument, sondern ein sich ständig wandelnder und sich neu erfindender Entwurf, der den Betrachtenden die Vergänglichkeit vor Augen führt. In der Ausstellung bringt Rempfer unterschiedliche Arbeiten zusammen und setzt auf das Spiel zwischen Eigenständigkeit und Korrespondenz. Er lädt die Besuchenden ein, wie im Märchen des tapferen Schneiderleins sich eine eigene Deutung auf die Aussage "Sieben auf einen Streich" zu machen.

Vernissage: Mittwoch, 17. August, 18.00 Uhr
Ausstellungsdauer: 18. bis 28. August


Yvonne Roth
In ihrer künstlerischen Arbeit greift die Künstlerin hauptsächlich auf einfache Materialien wie Gips, Stahl oder Beton zurück und lässt aus ihnen Skulpturen und Installationen entstehen. Zentrale Themen sind Raum und Maßstab sowie Distanzen und Berührungspunkte. Roth interessiert die Auseinandersetzung mit räumlichen Gegebenheiten. Durch Vergrößerungen oder Neukonstellationen verändert sie Alltagsgegenstände und provoziert Verschiebungen in der Wahrnehmung. Dabei verlassen die Dinge ihren Kontext und erinnern doch noch an ihre Funktion. Im Mittelpunkt steht oft der Körper.

Vernissage: Donnerstag, 1. September
Ausstellungsdauer: 2. bis 11. September

BBK Karlsruhe, Künstlerhaus Karlsruhe (Karlsruhe)

28.07.2022 - 28.08.2022 Seascapes. Raum-Installation von Josephine Gerhardt, Hochschule für Gestaltung, Karlsruhe
GEDOK Künstlerinnenforum Karlsruhe (Karlsruhe)
Pressemitteilung
Vernissage: Donnerstag, 28.07.2022, 19 Uhr
Einführung: Prof. Susanne Kriemann, HfG

Wie ein Algenwald schweben die raumhohen Textildrucke, zwischen denen sich die Besucher:innen bewegen können. Durch die Hängung der Bildträger entstehen neben dichten und dunklen Stellen immer wieder Lichtungen. Die Bewegungen der Stoffe und die Lichtreflexe suggerieren das Gefühl, sich unter Wasser zu bewegen. Die sinnlich aufgeladenen Bilder lassen nur schwer erkennen, ob es sich um im Meer vorgefundene Algen, Muscheln oder Kunststoffe handelt.
Josephine Gerhardts Textildrucke, die auf Scans gefundener Materialien basieren, beschäftigen sich zugleich mit der Schönheit der Weltmeere und den problematischen Zuständen durch menschliche Zerstörung.
Gerhardts Auseinandersetzung mit dem Kulturraum Meer nähert sich Fragen wie: Was schwimmt im Meer? Was passiert im Ozean, wenn er mit Plastik geflutet wird? Wie verändert Kunststoff das über Jahrmillionen entstandene Gleichgewicht der Lebewesen – ob Pflanze, Mensch oder Tier?
Gerhardts Bilder entstanden 2021 während ihres Aufenthalts in der portugiesischen Künstlerresidenz DeLiceiras18 in Porto. Als Künstlerin wie auch ambitionierte Surferin fasziniert sie das Element Wasser. So fand die Veränderung der Meere durch Verschmutzung und Klimawandel, die sie in dieser Zeit hautnah erlebte, Eingang in ihre Kunst.

Josephine Gerhardt (Jg. 1996) arbeitet mit unterschiedlichen Medien, Fotografie, Druckgrafiken und Installation. Die Architektin (RWTH Aachen und Universidade do Porto) interessiert sich für räumliche Themen und studiert derzeit Ausstellungsdesign und Szenografie an der Hochschule für Gestaltung in Karlsruhe.

Ein Kooperationsprojekt der Fachgruppe Fotografie/Medienkunst der GEDOK Karlsruhe mit dem Fachbereich Medienkunst der Staatlichen Hochschule für Gestaltung (HfG) Karlsruhe. Projektleitung: Sabine Schäfer (GEDOK) und Prof. Susanne Kriemann (HfG).

Die Ausstellung im Rahmen des Nachwuchsförderprogramms der GEDOK
Karlsruhe wird ermöglicht durch die Unterstützung der Fördergesellschaft
ZKM/HfG und der Stadt Karlsruhe.

GEDOK Künstlerinnenforum Karlsruhe (Karlsruhe)

23.07.2022 - 06.11.2022 Oska Gutheil 20 22. Malerei
Kunstsammlung Jena (Jena)
Pressemitteilung
Oska Gutheil wurde 1980 in Ravensburg geboren und lebt in Berlin. Die Bilder sind farbenfroh, frech und in einem nicht eben traditionellen Sinne figurativ. Es geht um die Konstruktion dessen, was wir Realität nennen: im Leben, in der Kunst und in der persönlichen Rollenfindung. Die Bilder sind narrativ, oft intuitiv in der Anlage – und sie verdichten sich im Zuge der Bilderfindung, bleiben aber offen, dem Betrachter zugewandt. Die oft großformatigen Leinwände sind bevölkert von Mischwesen, hybriden Situationen und einem Zustand, der so transformatorisch ist, wie das Leben und die Rollenfindung des Künstlers Oska Gutheil. Es ist alles möglich, aber nicht ist endgültig, alles hat einen Haken.
Die Malerei von Oska Gutheil entzieht sich den klassischen Zuordnungen. Sie hat Anteile aus dem Punk, bezieht ihre Unmittelbarkeit aus der naiven Kunst und zeugt zugleich von akademischer Grundausbildung. Im Rahmen unserer Ausstellungen zur Malerei der Gegenwart ist die Position neu, reflektiert aber eine Richtung junger Malerei, die vor allem im angloamerikanischen Raum seit Jahren an Boden gewinnt.

Kunstsammlung Jena (Jena)

23.07.2022 - 25.09.2022 25. Karlsruher Künstler*innenmesse
Städtische Galerie Karlsruhe (Karlsruhe)
Pressemitteilung
22.07.2022 - 23.10.2022 Louise Bourgeois: The Woven Child
Gropius Bau (Berlin)
Pressemitteilung
The Woven Child ist die erste große Ausstellung, die sich ausschließlich mit dem textilen Werk von Louise Bourgeois beschäftigt. Anhand einer Vielzahl von Skulpturen, Installationen, Zeichnungen, Collagen, Büchern und Drucken zeigt sie die lebenslange Verbindung der Künstlerin zu Textilien – und die Erinnerungen, die diese hervorriefen.

Gropius Bau (Berlin)

16.07.2022 - 30.10.2022 Neue Wahrheit? Kleine Wunder! Die frühen Jahre der Fotografie
Kunstsammlung Jena (Jena)
Pressemitteilung
Die Ausstellung in der Kunstsammlung Jena erzählt mit über 200 Exponaten aus einer bedeutsamen, vorher nicht gezeigten Privatsammlung von der Frühzeit des neuen Mediums. Dabei rücken nicht nur zahlreiche jener Daguerreotypien ins Zentrum, die durch ihre silbrig glänzenden Oberflächen heute wie magische Erscheinungen aus der Vergangenheit anmuten. Mit seltenen Objekten und historischen Dokumenten werden gleichermaßen die kultur- und kunstgeschichtlichen Zusammenhänge der Erfindung thematisiert, in der sich technische und ästhetische Qualitäten auf einzigartige Weise verweben.
Das schließt Geräte und Bilder aus der Vorgeschichte mit ein; die Camera Obscura fand etwa schon im 17. Jahrhundert Verwendung, wenn Maler eine Ansicht perspektivisch möglichst realitätsnah erfassen wollten. Die Sehnsucht nach neuen Bildern in einer Zeit des sich emanzipierenden Bürgertums dokumentieren optische Spielereien und Illusionen wie das Kaleidoskop oder das Zograskop ab Mitte des 18. Jahrhunderts.
In ihrer Entwicklungsgeschichte wurde es für die Fotografie jedoch unbestreitbar zum Wendepunkt, als schließlich die dauerhafte Fixierung des Widergegebenem gelang – das Einfrieren des Vergänglichen für die Ewigkeit. Daguerre schaffte dies nicht als einziger, doch brachte er sein Verfahren zu einer kommerziellen Nutzbarkeit. Kaum war es der Welt zugänglich, etablierten sich in den 1840er Jahren erste Studios in den Städten Europas und Amerikas, während Wander-Daguerreotypisten übers Land zogen. Dabei beschränkten die technischen Bedingungen die Möglichkeiten anfangs, so bedurften Porträts etwa minutenlanger Regungslosigkeit und die Resultate blieben monochrome Einzelstücke. Prächtige Rahmungen und Etuis aus Samt oder Leder zeugen von der Wertschätzung, die diese frühen Lichtbilder erfuhren. Gleichzeitig dokumentieren originale Karikaturen, wie die Fotografie in der Gesellschaft wahrgenommen wurde und diese folgenreich zu prägen begann.

Kunstsammlung Jena (Jena)

15.07.2022 - 21.08.2022 Vera Wundes "Facetten - Einblicke in die Schaffensjahre einer Künstlerin"
Kunstverein Kreis Soest e. V. (Soest)
Pressemitteilung
Vera Wundes experimentiert mit verschiedenen Kunststilen und Techniken seit vielen Jahren. Ihre Collagen und Relief-Bilder drücken so eine große Vielfalt aus.

Kunstverein Kreis Soest e. V. (Soest)

09.07.2022 - 09.10.2022 Linolschnitt heute XII. Grafikpreis der Stadt Bietigheim-Bissingen
Staedtische Galerie Bietigheim-Bissingen ( Bietigheim-Bissingen)
Pressemitteilung
Das Dutzend ist voll! Die Stadt Bietigheim-Bissingen lobt 2022 den Grafikpreis »Linolschnitt heute« zum zwölften Mal aus. In dreijährigem Turnus mit Preisgeldern von insgesamt 10.000 € und Ankäufen für die Sammlung der Städtischen Galerie fördert die Stadt zeitgenössische Künstler*innen, die sich mit der traditionsreichen Technik des Linolschnitts auseinandersetzen. Der 1989 gestiftete Preis hat sich längst als eine der wichtigsten internationalen Grafikauszeichnungen etabliert und besitzt durch seine Fokussierung auf eine einzige Technik ein Alleinstellungsmerkmal. So gingen auch dieses Jahr wieder rund 500 Bewerbungen aus 31 Ländern aller Kontinente ein – von kleinformatigen Künstlerbüchern bis hin zu 10 qm großen bearbeiteten Linoleumplatten.

Eine fünfköpfige Jury begutachtete die eingereichten Arbeiten ausführlich und wählte schließlich die drei Preisträger*innen sowie drei Künstler*innen aus, von welchen Werke für die Sammlung der Städtischen Galerie angekauft werden. Sie bestimmte außerdem 38 weitere Künstler*innen, welche ebenfalls in der begleitenden Ausstellung präsentiert werden. Diese bietet nun einen höchst abwechslungsreichen Einblick in die Vielfalt zeitgenössischen Kunstschaffens im Bereich des Linolschnitts: Schwarz- und Weißlinienschnitte ebenso wie mehrfarbige Linolschnitte, Drucke auf Papier, aber auch auf ungewöhnlichen Untergründen, Linoleumplatten, die reliefartig oder skulptural bearbeitet wurden bis hin zu einem Trickfilm, für welchen Linolschnitte animiert wurden.

In den Entstehungszeitraum der Werke – seit dem letzten Wettbewerb vor drei Jahren – fällt die Corona-Pandemie. Welch umfassende Auswirkungen auf die Gesellschaft und auf jeden Einzelnen diese hatte, zeigt sich auch in einem Teil der eingereichten Linolschnitte. So deutlich wie noch nie in der Geschichte des Wettbewerbs scheinen aktuelle Bezüge in den Werken auf, welche die Ausnahmesituation in vielfältiger Weise widerspiegeln.

Die Künstler*innen

Nawar Alhusari (*1989 in Damaskus/Syrien), Leipzig
Marcus Berkmann (*1967 in Stuttgart), München, und Michael Simmer (*1984 in München), München
Katharina Tatiana Dietmaier (*1986 in Donauwörth), Kirchheim i. Schwaben
María Isabel Duque Cárdenas (*1965 in Pereira/Kolumbien), Bogotá/Kolumbien
Olesya Dzhurayeva (*1982 in Dushanbe/Tajikistan), Kiew/Ukraine
Michael Globisch (*1962 in Rhede), Bocholt
Martina Gracin (*1978 in Zagreb/Kroatien), Zagreb/Kroatien
Tina Graf (*1997 in Taitung/Taiwan), Wien/Österreich
Loreto Greve Muñoz (*1982 in Santiago de Chile/Chile), Santiago de Chile/Chile
Florian Haas (*1961 in Freiburg i. Breisgau), Frankfurt a. Main und Meisenheim
Wies?aw Ha?adaj (*1959 in Piotrków Trybunalski/Polen), ?ód?/Polen
Philipp Hennevogl (*1968 in Würzburg), Berlin
O.W. Himmel (*1967 in Ludwigshafen), Köllerbach
Katharina Immekus (*1970 in Olpe), Leipzig
Julienne Jattiot (*1980 in Toul/Frankreich), Berlin und Leipzig
Katharina Krenkel (*1966 in Buenos Aires/Argentinien), Köllerbach
Tomasz Kukawski (*1964 in Sejy/Polen), Bia?ystok/Polen
Maria Kuzyk (*1984 in Gatschina/Russland), Wien/Österreich
Fritha Langerman (*1970 in Kapstadt/Südafrika), Kapstadt/Südafrika
Alum Lee (*1986 in Incheon/Südkorea), Hamburg
Margarete Lindau (*1975 in Hannover), Mannheim
Philipp Mager (*1966 in Köln), Berlin
Carla Neis (*1954 in Barcelona/Spanien), Vale de Travers und Bern/Schweiz
Franziska Neubert (*1977 in Leipzig), Leipzig
Monika Nuber (*1966 in Riedlingen), Stuttgart
Maren Oehling (*1986 in Lünen), Leipzig
Sabine Ostermann (*1968 in Backnang), Falkensee bei Berlin
Nikola Radosavljevic (*1991 in Užice/Serbien), Belgrad/Serbien, Lissabon/Portugal und Reykjavík/Island
Jochen Saueracker (*1957 in Essen), Düsseldorf
Lena Schmidt (*1981 in Bremen), Hamburg
Anja Seidel (*1982 in Mittweida), Berlin
Minka Strickstrock (*1965 in Freiburg i. Breisgau), Lörrach
Ellen Sturm (*1964 in Döbeln), Hamburg
Krzysztof Szymanowicz (*1960 in Lublin/Polen), Lublin/Polen
Aggelina Tsoumani (*1994 in Alexandria/Griechenland), Veria/Griechenland
Wojciech Tylbor-Kubrakiewicz (*1974 in Warschau/Polen), Warschau/Polen
Pia E. van Nuland (*1966 in Gescher), Bremen
Nikola Velicki (*1983 in Niš/Serbien), Belgrad/Serbien
Daniel von Alkier (*1993 in Aalen), Lorch
Andreas Weber (*1962 in Glarus/Schweiz), Küssnacht a. Rigi/Schweiz
Barbara Wrede (*1966 in Wittingen-Emmen), Berlin
Jackie Jakyung Youn (*1990 in Seoul/Südkorea), Offenbach a. Main
Deborah Ziller (*1990 in Halle), Halle

Die Jury

Isabel Herda, Leiterin der Grafischen Sammlung des Museums für Neue Kunst, Freiburg
Martin Schick, Leiter der Galerie der Stadt Backnang
Uta Zaumseil, Preisträgerin beim Wettbewerb »Linolschnitt heute« 2007 und 2010
Stefan Benning, Kulturamtsleiter der Stadt Bietigheim-Bissingen
Dr. Isabell Schenk-Weininger, Leiterin der Städtischen Galerie Bietigheim-Bissingen

Zur Eröffnung mit Preisverleihung und Oberbürgermeister Jürgen Kessing
am Freitag, 08. Juli, um 19 Uhr laden wir Sie herzlich ein!


Begleitprogramm:

Öffentliche Führungen
Sonntag, 17. Juli, 11.30 Uhr
Sonntag, 31. Juli, 16.30 Uhr
Sonntag, 21. August, 11.30 Uhr
Sonntag, 11. September, 16.30 Uhr
Sonntag, 25. September, 16.30 Uhr
Sonntag, 9. Oktober, 11.30 Uhr

Führung für Lehrkräfte
Montag, 11. Juli, 17 Uhr

Känguru-Führung
für Eltern mit Babys im Tragetuch oder Kinderwagen
Montag, 25. Juli, 15 Uhr

Cut’n Roll
Sommerwerkstatt für junge Erwachsene
Donnerstag, 11., 18., 25. August, jeweils 17.30–19.30 Uhr

After-Work-Kurzführungen (30 Min.) mit Apéritif
Dienstag, 9. August, 16.30 Uhr
Mittwoch, 31. August, 17 Uhr
Donnerstag, 22. September, 17.30 Uhr

Familien-Fun-Freitag
Das besondere Museumserlebnis für die ganze Familie mit einer Kombination aus Führung und Kreativ-Workshop
Freitag, 19. August, 15 Uhr

Führung für Senior*innen
Donnerstag, 15. September, 10 Uhr

Dreitägiger Linolschnitt-Workshop für Senior*innen
unter der Leitung von Egmont Pflanzer
Dienstag – Donnerstag, 27.–29. September, jeweils 15-17 Uhr

Clown-Duo Paolo & Herr Klemmerle und offene Linolschnitt-Werkstatt
Eine Entdeckungsreise für kleine und große Besucher*innen – auf unterhaltsam-unkonventionelle Art der Kunst begegnen! Und zudem unter Anleitung den ganzen Nachmittag nach Herzenslust Linolschnitte gestalten.
Freitag, 23. September, 14–18 Uhr mit Clown-Führungen um 14.30 und 17 Uhr


Unser umfangreiches Workshop-Programm für Kinder entnehmen Sie dem gesonderten Flyer oder unserer Website.


Workshops für Kinder und Jugendliche:

Donnerstag, 28. Juli bis Freitag, 29. Juli
Dein Filmplakat als Linoldruck
Hast Du einen Lieblingsfilm? Ob »Drachenzähmen leicht gemacht«, »Lauras Stern«, »Frozen« oder »Findet Nemo« – in diesem Workshop kannst Du Dein ganz eigenes Filmplakat erstellen! Passend zur Ausstellung »Linolschnitt heute XII« können geübtere Kinder ihre Motive in Linolplatten schnitzen. Für unsere kleineren Gäste gibt es außerdem weichere Polystyrol-Platten. Weil wir für unsere Filmplakate eine Drucktechnik verwenden, kannst Du mehrere Exemplare drucken, die Du an vielen Orten aufhängen oder verschenken kannst.
Bitte zu den Workshops grundsätzlich Kleidung anziehen, die schmutzig werden darf!
Gruppe 1:
Kinder von 6–10 Jahren
jeweils von 10 bis 13 Uhr
Bringt bitte ein kleines Vesper mit!
Gruppe 2:
Kinder von 8–12 Jahren
jeweils von 14.30 bis 17.30 Uhr

Mittwoch, 3. August bis Donnerstag, 4. August
LINOL-CUT-UPcycling
Zuerst schauen wir uns die Werke aus der ganzen Welt an, die von der Jury für den Grafikpreis »Linolschnitt heute XII« ausgewählt wurden. Welches Werk ist Dein Favorit? Und warum? Nachdem Du garantiert viele Inspirationen und Ideen gesammelt hast, startest Du mit Deinem eigenen Werk: Zuerst wird der Entwurf auf die Linolplatte übertragen. Dann kommt der CUT und danach das UPcycling. Denn: Du druckst Dein Motiv nicht einfach auf Papier, sondern pimpst mit dem Textildruck Dein T-Shirt auf. Zum Schluss kannst Du Deinem Unikat mit den Linol-Buchstabenstempel A – Z Deine Signatur oder dem Motiv einen Titel geben.
Kinder, die mit dem Linolschnitt keine Erfahrungen haben oder etwas jünger sind, können ihre Motive aus weichen Polystyrol-Platten schneiden.
Bitte ein helles, 1-farbiges T-Shirt mitbringen!
Bitte zu den Workshops grundsätzlich Kleidung anziehen, die schmutzig werden darf!
Gruppe 1:
Kinder von 6–10 Jahren
jeweils von 10 bis 13 Uhr
Bringt bitte ein kleines Vesper mit!
Gruppe 2:
Kinder von 8–12 Jahren
jeweils von 14 bis 17 Uhr

Mittwoch, 10. August
U6-Druckwerkstatt für die kleinen Gäste
Am 12. August öffnet unsere Druckwerkstatt exklusiv für die kleinen Gäste. Kinder zwischen 3 und 6 Jahren sind herzlich eingeladen, die Ausstellung spielerisch zu erleben und anschließend einfache Drucktechniken selbst auszuprobieren. Mit Stempeln, Moosgummi, Polystyrol und Alltagsgegenständen können wir die verschiedensten Farben und Formen auf Papier drucken. Bunte Herzen, wirbelnde Kreise und lustige Gesichter – der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt!
Bitte zu den Workshops grundsätzlich Kleidung anziehen, die schmutzig werden darf!
Kinder von 3–5 Jahren
von 14 bis 16 Uhr

Dienstag, 16. August bis Mittwoch, 17. August
Deine ideale Stadt
In Bietigheim soll ein ganzes Viertel in der Nähe des Bahnhofs neu bebaut werden. Wie sehr sich eine Stadt dabei verändern kann, fragt sich auch die Künstlerin Sara F. Levin. Wir schauen uns zuerst gemeinsam ihre Ausstellung zum Bogenviertel an und kreieren dann unsere ganz eigene Idee eines Stadtviertels! Wie stellst Du Dir eine ideale Nachbarschaft vor? Soll es in Deinem Viertel einen großen Park geben oder lieber ein Freibad? Eine Halfpipe oder eine Kletterwand? Und wo wirst Du wohnen? Aus Pappe und kleinen Hölzern kannst Du Dir Dein eigenes Modell bauen!
Bitte zu den Workshops grundsätzlich Kleidung anziehen, die schmutzig werden darf!
Gruppe 1:
Kinder von 6–10 Jahren
jeweils von 10 bis 13 Uhr
Bringt bitte ein kleines Vesper mit!
Gruppe 2:
Kinder von 8–12 Jahren
jeweils von 14 bis 17 Uhr


Montag, 29. August bis Dienstag 30. August
Von der Ausstellung auf die Tasche
Du wolltest schon immer selbst Dein eigenes modisches Zubehör kreieren? Angesagt sind jetzt bildschöne Taschen! Inspiriert von den Werken der Preisträger*innen in der Ausstellung zum Grafikpreis »Linolschnitt heute XII« schaffen wir einen modischen Hingucker – für Mädchen und Jungen. Langweilige Stofftaschen werden mithilfe der Linolschnitt-Technik in Dein persönliches Kunstwerk für unterwegs verwandelt. Mach Dich bereit, den nächsten Trend zu erschaffen!
Für jedes Kind wird eine Stofftasche gestellt und muss daher nicht mitgebracht werden. Wenn Du möchstest, darfst Du zusätzlich gerne ein anderes Kleidungsstück wie ein T-Shirt oder einen Kissenbezug mitbringen, dem Du ein einzigartiges Motiv verpassen möchtest.
Kinder, die mit dem Linolschnitt keine Erfahrungen haben oder etwas jünger sind, können ihre Motive aus weichen Polystyrol-Platten schneiden.
Bitte zu den Workshops grundsätzlich Kleidung anziehen, die schmutzig werden darf!
Gruppe 1:
Kinder von 6–10 Jahren
jeweils von 10 bis 13 Uhr
Bringt bitte ein kleines Vesper mit!
Gruppe 2:
Kinder von 8–12 Jahren
jeweils von 14.30 bis 17.30 Uhr

Mittwoch, 7. September bis Donnerstag, 8. September
Die verlorene Platte – Vielfarbendruck
Wie druckt man in mehreren Farben, so dass es am Ende zusammenpasst und wie kann eine Druckplatte verlorengehen? Zu unserer Ausstellung »Linolschnitt heute XII« arbeiten wir mit Linolplatten. Wir zaubern Deine Zeichnung spiegelverkehrt auf die Platte und gestalten spielerisch einen mehrfarbigen Druck. Im Hochdruck-Verfahren wird immer das abgedruckt, was von der Platte übrigbleibt. Je mehr Du ausschneidest desto weniger bleibt zum Drucken. So entwickeln wir die Platten Schritt für Schritt weiter und drucken in immer neuen Farben. Am Schluss entsteht ein sehr farbenfroher und lebendiger Druck. Die Platten gehen dabei Stück für Stück „verloren“, und viele wunderschöne Drucke werden gewonnen.
Bitte zu den Workshops grundsätzlich Kleidung anziehen, die schmutzig werden darf!
Gruppe 1:
Kinder von 6–10 Jahren
jeweils von 10 bis 13 Uhr
Bringt bitte ein kleines Vesper mit!
Gruppe 2:
Kinder von 8–12 Jahren
jeweils von 14.30 bis 17.30 Uhr


Freitag, 9. September bis Samstag, 10. September
Vom Foto zur Postkarte
Passend zur Ausstellung der Künstlerin Sara F. Levin setzen wir uns mit den Gebäuden in unserer Stadt auseinander. Unsere Stadt hat viele schöne Bauwerke die sie lebendig machen. Mit Fotoapparaten machen wir uns auf die Suche nach Gebäuden in der Stadt, die uns gefallen, und verwandeln sie anschließend in unserer Werkstatt in zauberhafte Linolschnitt Silhouetten. Diese drucken wir dann zu Bildern im Postkartenformat. Entdecke die Gebäude in der Stadt von einer ganz neuen und ausdrucksstarken Seite.
Kinder, die mit dem Linolschnitt keine Erfahrungen haben oder etwas jünger sind, können ihre Motive aus weichen Polystyrol-Platten schneiden.
Bitte einen Fotoapparat mit leerer SD Speicherkarte mitbringen!
Bitte zu den Workshops grundsätzlich Kleidung anziehen, die schmutzig werden darf!
Gruppe 1:
Kinder von 6–10 Jahren
jeweils von 10 bis 13 Uhr
Bringt bitte ein kleines Vesper mit!
Gruppe 2:
Kinder von 8–12 Jahren
jeweils von 14.30 bis 17.30 Uhr


gestern:heute:morgen
eine Stadt verändert sich
9. Juli bis 6. November 2022

Linoleumproduzierendes Gewerbe prägte nicht nur die Industriegeschichte Bietigheims, sondern mit Fabrikgeländen und Arbeitersiedlungen auch die Stadtentwicklung. Nach dem Abzug der Deutschen Linoleumwerke wird nun ein Areal von 85.000 qm städtebaulich neu erschlossen. Im Rahmen des Festivals ÜBER:MORGEN der KulturRegion Stuttgart entwickelt die Künstlerin Sara F. Levin ein multimediales Projekt, das Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft im Blick hat. Im historischen Gebäudeteil der Städtischen Galerie entsteht ein experimenteller Rundgang (in Form eines Labors), der unter archäologischen, historischen, soziologischen und visionären Aspekten die Öffnung und Veränderung des ehemaligen DLW-Geländes untersucht. Dieses Gebiet, das – außer für die dort arbeitenden Personen – nicht betretbar war, ist für den Großteil der Bevölkerung ein weißer Fleck auf dem Stadtplan. Neben Fotografien, Filmen und Interviews ergänzen Zeichnungen und Frottagen die Gesamtinstallation, die Zeitlichkeit und kollektives Gedächtnis, gegenwärtigen Leerstand und Zukunftsvisionen thematisiert und die auch das Publikum interaktiv mit einbezieht.


Wir laden Sie herzlich ein zur Eröffnung am Freitag, 8. Juli 2022, um 19 Uhr
Gleichzeitig findet die Preisverleihung zum Grafikpreis der Stadt Bietigheim-Bissingen „Linolschnitt heute XII“ statt

Katalog zur Ausstellung: 22 €

Öffnungszeiten
Dienstag, Mittwoch, Freitag 14–18 Uhr
Donnerstag 14–20 Uhr
Samstag, Sonntag und 3. Oktober 11–18 Uhr

Eintritt frei
Alle Führungen 4 €
Familien-Fun-Freitag 5 € pro Familie
Senior*innenworkshop 30 €
Offene Werkstatt und Sommerwerkstatt freiwillige Spende
Private Gruppenführungen 60 € / 70 €
Städtische Galerie Bietigheim-Bissingen
Hauptstraße 60–64
74321 Bietigheim-Bissingen
Telefon 07142 74-483 /-819
Telefax 07142 74-446
http://galerie.bietigheim-bissingen.de
galerie@bietigheim-bissingen.de

Staedtische Galerie Bietigheim-Bissingen ( Bietigheim-Bissingen)

09.07.2022 - 06.11.2022 gestern:heute:morgen – eine Stadt verändert sich
Staedtische Galerie Bietigheim-Bissingen ( Bietigheim-Bissingen)
Pressemitteilung
Linoleumproduzierendes Gewerbe prägte nicht nur die Industriegeschichte Bietigheims, sondern mit Fabrikgeländen und Arbeitersiedlungen auch die Stadtentwicklung. Nach dem Abzug der Deutschen Linoleumwerke wird nun ein Areal von 85.000 qm städtebaulich neu erschlossen. Im Rahmen des Festivals ÜBER:MORGEN der KulturRegion Stuttgart entwickelt die Künstlerin Sara F. Levin ein multimediales Projekt, das Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft im Blick hat. Im historischen Gebäudeteil der Städtischen Galerie entsteht ein experimenteller Rundgang (in Form eines Labors), der unter archäologischen, historischen, soziologischen und visionären Aspekten die Öffnung und Veränderung des ehemaligen DLW-Geländes untersucht. Dieses Gebiet, das – außer für die dort arbeitenden Personen – nicht betretbar war, ist für den Großteil der Bevölkerung ein weißer Fleck auf dem Stadtplan. Neben Fotografien, Filmen und Interviews ergänzen Zeichnungen und Frottagen die Gesamtinstallation, die Zeitlichkeit und kollektives Gedächtnis, gegenwärtigen Leerstand und Zukunftsvisionen thematisiert und die auch das Publikum interaktiv mit einbezieht.


Wir laden Sie herzlich ein zur Eröffnung am Freitag, 8. Juli 2022, um 19 Uhr
Gleichzeitig findet die Preisverleihung zum Grafikpreis der Stadt Bietigheim-Bissingen „Linolschnitt heute XII“ statt

Begleitprogramm:

Die Künstlerin im Gespräch
mit Jasmin Höning, Sonntag, 7. August, 16.30 Uhr
mit Dr. Isabell Schenk-Weininger, Donnerstag, 29. September, 18.30 Uhr
mit Dr. Petra Lanfermann, Sonntag, 16. Oktober, 16.30 Uhr

After-Work-Kurzführungen mit Apéritif
Donnerstag, 1. September, 17.30 Uhr
Mittwoch, 2. November, 17 Uhr

Führung für Senior*innen
Dienstag, 4. Oktober, 10 Uhr

Familien-Fun-Freitag
Das besondere Museumserlebnis für die ganze Familie mit einer Kombination aus Führung und Kreativ-Workshop
Freitag, 21. Oktober, 15 Uhr


„Wir arbeiten im Linoleum“
Rundgang durch das ehemalige Verwaltungsgebäude mit Erläuterungen zur Geschichte der Deutschen Linoleumwerke von Dr. Christoph Florian und Sonja Eisele, Stadtarchiv Bietigheim-Bissingen
Samstag, 8. Oktober, 13.30 Uhr sowie 16.30 Uhr, 5 €
Treffpunkt: Stuttgarter Str. 75, Bietigheim-Bissingen

Atmosphärische Soundführung
Von der Künstlerin Sara F. Levin konzipierter Rundgang, in welchem der Atmosphäre der Gebäude in Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft nachgespürt wird
Samstag, 8. Oktober, 15 Uhr sowie 18 Uhr, 5 €
Treffpunkt: Stuttgarter Str. 75, Bietigheim-Bissingen

Begrenzte Teilnehmerzahl!
Anmeldungen unter 07142 74-483 oder galerie@bietigheim-bissingen.de

Öffnungszeiten
Dienstag, Mittwoch, Freitag: 14–18 Uhr
Donnerstag: 14–20 Uhr
Samstag, Sonntag sowie 3. Oktober und 1. November: 11–18 Uhr

Eintritt frei
After-Work-Kurzführung 4 €
Die Künstlerin im Gespräch 5 €
Familien-Fun-Freitag 5 € pro Familie
Private Gruppenführung 60 € / 70 €

Städtische Galerie Bietigheim-Bissingen
Hauptstr. 60–64 · 74321 Bietigheim-Bissingen
Tel. 07142 74-483 · Fax 07142 74-446
http://galerie.bietigheim-bissingen.de
galerie@bietigheim-bissingen.de

Staedtische Galerie Bietigheim-Bissingen ( Bietigheim-Bissingen)

08.07.2022 - 30.10.2022 John Sanborn. »Between Order and Entropy«
ZKM | Zentrum für Kunst und Medien (Karlsruhe)
Pressemitteilung
Die Ausstellung »Between Order and Entropy« präsentiert das Werk des amerikanischen Künstlers John Sanborn, der in den 1970er- und 1980er-Jahren zu einem der prominentesten Protagonisten der amerikanischen Videokunstszene wurde.

Sanborns Werk reicht von den Anfängen der experimentellen Videokunst über MTV-Musikvideos bis hin zu interaktiver Kunst und digitaler Medienkunst. Als Berater von Apple und Adobe hat er die Möglichkeiten der neuen Bildtools mitgestaltet und war maßgeblich am Beginn der digitalen Bildrevolution in Kalifornien beteiligt. Sanborns neues Werk umfasst komplexen Medieninstallationen, die sich mit Fragen der kulturellen Identität, der Erinnerung, der Mythologien und dem menschlichen Drang, Geschichten zu erzählen, auseinandersetzen.

Diese Ausstellung ist die größte, die bislang in Europa dem Werk des Künstlers gewidmet ist, der eng mit dem Begründer der Videokunst Nam June Paik und dem Komponisten Robert Ashley zusammengearbeitet hat. Sie umfasst Werke aus mehr als vier Jahrzehnten, in denen sich der Künstler der Erforschung von Klang, Musik, interaktiven Medien und Video gewidmet hat. Nachdem er mehrere Jahre in Hollywood und im Silicon Valley gearbeitet hat, hat Sanborn seit 2015 eine Reihe von neuen Medieninstallationen geschaffen, die sich mit Fragen der Identität und der Inklusion befassen. Für die Ausstellung, die in den Museumsräumen und auf dem Museumsbalkon des ZKM zu sehen sein wird, wurden mehrere Werke in Auftrag gegeben, darunter »a dog dreams (of god)«, und eine Virtual-Reality-Umwandlung seines erst vor kurzem entsandenen Werks »The Friend«, in dem unter anderen der amerikanische Schauspieler und Regisseur John Cameron Mitchell mitwirkt.

Ausstellungseröffnung am 08.07.2022, 18:00 Uhr.

ZKM | Zentrum für Kunst und Medien (Karlsruhe)

08.07.2022 - 18.09.2022 SCHMUNZELN – von heiter bis absurd 8. Juli bis 18. September 2022 RÜDIGER SEIDT - Leitlinien 8. J
Städtische Galerie Fruchthalle (Rastatt)
Pressemitteilung
SCHMUNZELN – von heiter bis absurd
8. Juli bis 18. September 2022

Die Gruppenausstellung beschäftigt sich mit dem Moment des Absurden und der Heiterkeit in der Kunstproduktion und -betrachtung. Alle Werke verbindet eine humorvolle Grundhaltung und ein Moment des Augenzwinkerns in der Herangehensweise. Schwerpunkte der Ausstellung liegen auf Aspekten wie Bildwitz, Täuschung, Theatralik sowie auf dem Zusammenspiel von Werk und Titel oder dem Verhältnis von Bild und Schrift. Die Werke verfolgen nicht das Anliegen, lustig zu sein, können aber so gelesen werden.

Die Ausstellung findet in Kooperation mit der Hochschule für Gestaltung in Karlsruhe (HfG) statt und wird durch die SV Versicherung und die LBBW gefördert.

Künstler*innenliste:
Francis Alÿs, Chaos Comic Club, Toninho Dingl, Sophie Innmann, Lisa Mühleisen, Jochen
Mühlenbrink, Karo Kucher, Patricia Paryz, Jonas Maria Ried, Timm Ulrichs, Super Vivaz: Lina Baltruweit und Johannes Breuninger, Johanna Wagner, Georg Weißbach, André Wendland.
Ergänzt wird die Ausstellung durch Beiträge von Studierenden der Hochschule für Gestaltung (HfG) in Karlsruhe, eine internationale Witzesammlung und Werke aus der Sammlung Westermann.


RÜDIGER SEIDT
8. Juli bis 18. September 2022

Leitlinien
Der Stahlbildhauer Rüdiger Seidt (*1965 in Forbach im Schwarzwald / lebt und arbeitet ebendort) bedient sich für die Fertigung seiner Stahlplastiken eines konstruktiv-konkreten Formenkanons. Seine Arbeiten bestechen durch Präzision und ihre räumliche Wirkung, die sich auch aus dem Zusammenspiel von örtlicher Umgebung und Oberflächenbeschaffenheit speist. Seidt gibt nun in einer Kabinettausstellung in der Städtischen Galerie Fruchthalle einen kompakten und repräsentativen Überblick über sein rund dreißigjähriges Schaffen.

Städtische Galerie Fruchthalle (Rastatt)

08.07.2022 - 18.09.2022 SCHMUNZELN – von heiter bis absurd 8. Juli bis 18. September 2022 RÜDIGER SEIDT - Leitlinien 8. J
Städtische Galerie Fruchthalle (Rastatt)
Pressemitteilung
SCHMUNZELN – von heiter bis absurd
8. Juli bis 18. September 2022

Die Gruppenausstellung beschäftigt sich mit dem Moment des Absurden und der Heiterkeit in der Kunstproduktion und -betrachtung. Alle Werke verbindet eine humorvolle Grundhaltung und ein Moment des Augenzwinkerns in der Herangehensweise. Schwerpunkte der Ausstellung liegen auf Aspekten wie Bildwitz, Täuschung, Theatralik sowie auf dem Zusammenspiel von Werk und Titel oder dem Verhältnis von Bild und Schrift. Die Werke verfolgen nicht das Anliegen, lustig zu sein, können aber so gelesen werden.

Die Ausstellung findet in Kooperation mit der Hochschule für Gestaltung in Karlsruhe (HfG) statt und wird durch die SV Versicherung und die LBBW gefördert.

Künstler*innenliste:
Francis Alÿs, Chaos Comic Club, Toninho Dingl, Sophie Innmann, Lisa Mühleisen, Jochen
Mühlenbrink, Karo Kucher, Patricia Paryz, Jonas Maria Ried, Timm Ulrichs, Super Vivaz: Lina Baltruweit und Johannes Breuninger, Johanna Wagner, Georg Weißbach, André Wendland.
Ergänzt wird die Ausstellung durch Beiträge von Studierenden der Hochschule für Gestaltung (HfG) in Karlsruhe, eine internationale Witzesammlung und Werke aus der Sammlung Westermann.


RÜDIGER SEIDT
8. Juli bis 18. September 2022

Leitlinien
Der Stahlbildhauer Rüdiger Seidt (*1965 in Forbach im Schwarzwald / lebt und arbeitet ebendort) bedient sich für die Fertigung seiner Stahlplastiken eines konstruktiv-konkreten Formenkanons. Seine Arbeiten bestechen durch Präzision und ihre räumliche Wirkung, die sich auch aus dem Zusammenspiel von örtlicher Umgebung und Oberflächenbeschaffenheit speist. Seidt gibt nun in einer Kabinettausstellung in der Städtischen Galerie Fruchthalle einen kompakten und repräsentativen Überblick über sein rund dreißigjähriges Schaffen.

Städtische Galerie Fruchthalle (Rastatt)

03.07.2022 - 18.09.2022 SCHAUT HER! TONI SCHNEIDERS. Retrospektive.
Kunstmuseum Singen (Singen)
Pressemitteilung
»Die Fotografie hat viele Gesichter! [...] Aber ich bin kein Reporter. Mich interessiert es mehr, was ich mit dem vorhandenen Licht anfangen kann, um zu meinen Bildern zu kommen [...] und die Menschen und die kleinen und großen Dinge ringsherum mit den Mitteln der Fotografie in eine bildhafte Form zu bringen« (Toni Schneiders).

Toni Schneiders zählt zu den herausragenden Vertretern der »subjektiven Fotografie« und ist einer der stilprägenden Erneuerer der deutschen Nachkriegsfotografie. Längst sind viele seiner Schwarz-Weiß-Aufnahmen, die für eine neue Art des Sehens stehen, Klassiker der modernen Fotografie geworden. Zusammen mit Peter Keetman, Siegfried Lauterwasser, Wolfgang Reisewitz, Otto Steinert und Ludwig Windstosser gründete er 1949 die legendäre Avantgarde-Gruppe »fotoform«. Seit den 1950er-Jahren entwarf er als Reisefotograf mit seinen Aufnahmen von Landschaften, Städten, Bauwerken und Menschen ein neues Bild von der Welt und vom Bodenseeraum. Seit 1952 bis zu seinem Tod 2006 lebte der 1920 in Urbar / Koblenz geborene Kamerameister Toni Schneiders in Bad Schachen / Lindau.

2006 zeigte das Kunstmuseum Singen die letzte große Ausstellung zu Lebzeiten des großen Fotografen. Heute, nach Aufnahme und Erschließung des umfangreichen Archivs und Nachlasses in der Stiftung F.C. Gundlach, Hamburg, zeigt das Kunstmuseum Singen in engster Kooperation mit der Stiftung die umfassende Retrospektive »Schaut her! Toni Schneiders.«.

Die Ausstellung stellt sowohl die ikonischen Bilder als auch frühe Arbeiten und späte Reisebilder vor und würdigt die Bedeutung Toni Schneiders für die Fotografie der Moderne als auch seine Verbindungen in den Bodenseeraum, etwa die Freundschaften mit Julius Bissier oder Heinz Hajek-Halke.

Eine Ausstellung der Stiftung F.C. Gundlach, Hamburg und des Kunstmuseums Singen. Das Kunstmuseum Singen dankt der Stiftung F.C. Gundlach für die Kooperation, namentlich Sebastian Lux und Franziska Mecklenburg für die kuratorische Arbeit an der Ausstellung.

Kunstmuseum Singen (Singen)

01.07.2022 - 03.10.2022 DER NEUE SIMPLICISSIMUS Satire für die Bonner Republik
Käthe Kollwitz Museum Köln (Köln)
Pressemitteilung
Wie ein Phönix aus der Asche erscheint im Nachkriegsdeutschland die Wochenzeitschrift SIMPLICISSIMUS neu und liefert in Wort und Bild kritische Kommentare und vergnügliche Glossen zu Sitten und Unsitten, Hoffnungen und Ängsten der jungen Bundesrepublik. Vom 1. Juli bis 3. Oktober 2022 steht das bekannteste Satireblatt der Wirtschaftswunderjahre nun im Fokus einer Sonderausstellung im Käthe Kollwitz Museum Köln. Titelblätter, Zeichnungen und originale Lithographien aus den Jahren 1954 bis 1967 entführen in eine noch gar nicht so lang vergangene Epoche – und weisen auf Parallelen zum heutigen Weltgeschehen.

Schon im Wilhelminischen Kaiserreich nahm der SIMPLICISSIMUS mit Witz und Schärfe politisch-gesellschaftliche Missstände aufs Korn. Manchen galt die Zeitschrift mit dem bissigen Wappentier, der roten Bulldogge, sogar als die »einzige echte Opposition« jener Epoche. Zu den Künstlern, die damals Bildmotive beitrugen, zählt auch Käthe Kollwitz.
Nach dem Ersten Weltkrieg ist das Blatt jedoch wechselhaften Schicksalen unterworfen: Gleichgeschaltet und gezähmt geht der SIMPLICISSIMUS im September 1944 schließlich an banaler Papierknappheit zugrunde.

DER ROTE HUND BEISST WIEDER ZU
In den 1950er Jahren – zur Zeit des Kalten Krieges, der deutschen Teilung und des Wirtschaftswunders – lässt eine frische Riege von Journalisten die kritische Tradition unter dem berühmten Titel wiederaufleben. Bevorzugtes Ziel: die Protagonisten des Ost-West-Konflikts und die Politik Konrad Adenauers in europäischen und in innerdeutschen Fragen. Aber auch der »deutsche Michel« selbst muss sich Schmähkritik gefallen lassen.

Wiederum sind es vor allem die Zeichner, die dem Blatt ein prägnantes Gesicht verleihen – sowohl bereits bekannte Matadore wie A. Paul Weber, aber auch neue Künstler wie Hanns Erich Köhler oder H.M.-Brockmann liefern Beiträge mit Biss. Erneut heißt es Angriff! Bald schon wird die rote Dogge von Politikern und anderen Spitzen der Gesellschaft wieder gefürchtet – und von seinen Leserinnen und Lesern gefeiert.

Beim Blick in den satirischen Zerrspiegel jener Jahre erscheinen die alten sozialkritischen Themen und politischen Spannungen vor dem Hintergrund gegenwärtiger Entwicklungen erschreckend aktuell.

Käthe Kollwitz Museum Köln (Köln)

24.06.2022 - 21.08.2022 Hidden Landscapes – Schichten des Anthropozän Ausstellung | Eröffnung bei openART: 24.06. ab 18 Uhr
DA, Kunsthaus Kloster Gravenhorst (Hörstel)
Pressemitteilung
Ökologisches Bewusstsein, Klimaanpassung und Biodiversitätsstrategien sind mittlerweile im Alltag geläufige Schlagwörter und zeugen von einem Prozess der versuchten Anpassung an neue globale Herausforderungen. Das Ausmaß menschlicher Aktivitäten und der damit einhergehende enorme Einfluss auf die Beschaffenheit des Erdsystems, die ökologischen und kulturellen Lebensräume wird unter dem Zeitbegriff des Anthropozän gefasst und diskutiert.

Die Ausstellung »Hidden Landscapes – Schichten des Anthropozän« nähert sich diesem brisanten Themenkomplex in Form diverser künstlerischer Positionen. Die beteiligten Künstlerinnen und Künstler machen verborgene Landschaften (Hidden Landscapes) erfahrbar, zeigen verschiedene Schichten von zeitgenössischem Naturverständnis auf und spüren der Verkettung von Natur-, Kultur- und Lebensräumen und dem menschlichen Wirken darin nach. Aber auch die Schönheit der Natur, ihre Attraktivität und die Wirkkraft alternativer Handlungsstrategien des Menschen im Umgang mit Ressourcen und Lebensgrundlagen werden in der Ausstellung erprobt.
Besucherinnen und Besucher bewegen sich durch Installationen mit gefalteten Maschinen-Tier-Hybriden (Frank Bölter) und fremdartigen Knochenwesen (Käthe Wenzel), begegnen fragilen Papierschnitten aus Skirouten-Landkarten der Schweizer Alpen oder tauchen mitten in der stillen Idylle eines Waldes auf (Anett Frontzek). Sie werden künstlerisch eingefangen von grafischen Abdrücken jahrhunderteralter Lava in Island (Kati Gausmann) und high-end inszenierten Fotografien im Spannungsfeld romantischer Naturwahrnehmung und Vermüllung eben dieser (Swaantje Güntzel). Medieninstallationen widmen sich der vergangenen regionalen »Landschaft« des Kohlebergbaus aus videoästhetischer (Simone Zaugg) und lyrischer Perspektive (Christoph Wenzel).

Die Ausstellung umfasst den Innen- wie Außenraum, die historische Architektur, das Klostergrün und den angrenzenden Naturbereich. Zwei raumgreifende Installationen – eine skulpturale Installation in Form eines Rückgrats eines urtümlichen Wesens, dass sich aus den tiefen Erdschichten an die Oberfläche drängt (Käthe Wenzel) und eine benutz- und recycelbare, low-emission Holzarchitektur (Martin Kaltwasser) – führen die Besucherinnen und Besucher über das Außengelände und laden zum Verweilen und zum Entdecken neuer Perspektiven im Klostergrün und im umgebenden Naturraum ein.

Die Ausstellung »Hidden Landscapes« wird gefördert von der Kunststiftung NRW und der Kreissparkasse Steinfurt.

DA, Kunsthaus Kloster Gravenhorst (Hörstel)

15.06.2022 - 11.09.2022 WHO AM I? I AM
Staatsgalerie Stuttgart (Stuttgart)
Pressemitteilung
Vom 15.6. bis 11.9.2022 begrüßen wir in »The Gällery – Raum für Fotografie« die Stuttgarter Galerie Kernweine. Oliver Kröning, der die Ausstellung kuratiert, beschäftigt sich dabei mit einer Frage, die sich dynamisch durch unser Leben zieht, aber auf die es keine beständige Antwort gibt: Unter dem Titel »WHO AM I? I AM.« werden Positionen von vier internationalen Fotografinnen und Fotografen gezeigt, die sich ganz individuell mit der Identitätssuche auseinandersetzen und Einblicke in diverse Lebensmodelle und gesellschaftliche Konstrukte geben.

Staatsgalerie Stuttgart (Stuttgart)

15.06.2022 - 11.09.2022 WHO AM I? I AM
Staatsgalerie Stuttgart (Stuttgart)
Pressemitteilung
Vom 15.6. bis 11.9.2022 begrüßen wir in »The Gällery – Raum für Fotografie« die Stuttgarter Galerie Kernweine. Oliver Kröning, der die Ausstellung kuratiert, beschäftigt sich dabei mit einer Frage, die sich dynamisch durch unser Leben zieht, aber auf die es keine beständige Antwort gibt: Unter dem Titel »WHO AM I? I AM.« werden Positionen von vier internationalen Fotografinnen und Fotografen gezeigt, die sich ganz individuell mit der Identitätssuche auseinandersetzen und Einblicke in diverse Lebensmodelle und gesellschaftliche Konstrukte geben.

Staatsgalerie Stuttgart (Stuttgart)

12.06.2022 - 18.09.2022 COLLECTION 20:2 Klassiker & Ikonen der Fotokunst. Lieblingsbilder
Fotografie-Forum der StädteRegion Aachen (Monschau)
Pressemitteilung
Die Sammlung des Fotografie-Forums der Städteregion Aachen, bestehend aus Dauerleihgaben, Schenkungen und Ankäufen, ist in den vergangenen Jahren stetig gewachsen. Heute umfasst sie fast 500 Arbeiten. Ein Teil der Sammlung wurde bereits 2021 der Öffentlichkeit präsentiert. Ab dem 12.6.2022 wird auf allen drei Ebenen des Hauses, in allen 14 Kabinetten, der zweite Teil der Sammlung mit etwa 230 Fotoaufnahmen gezeigt werden, faszinierende Aufnahmen die zwischen 1928 und 2019 entstanden sind.
Das Herzstück unserer Sammlung bilden zahlreiche Aufnahmen aus dem Bereich der Straßenfotografie, darunter Ikonen der Fotokunst, die auch in führenden europäischen Fotosammlungen zu finden sind. Berühmte Aufnahmen aus weltläufigen Metropolen wie New York oder Paris werden im Rahmen der Ausstellung ebenso zu sehen sein, wie Meisterwerke der Schwarz-Weiß-Fotografie, die für ihren humorvollen Blick berühmt sind.
Ein beachtlicher Teil der Ausstellung ist dem Thema „Lesen“ gewidmet. Er ist eine Hommage an die Schönheit und Verlockung des Lesens, an die überwältigende Kraft des geschriebenen Wortes, an die besondere Beziehung des Menschen zu Büchern. Sie mache die Freude am Lesen deutlich, die wir empfinden, wenn wir - vertieft in eine Geschichte - unserer Phantasie erlauben in die geschriebene Welt einzutauchen und alles andere um uns herum vergessen.

Die Ausstellung wurde kuratiert von Frau Dr. Nina Mika-Helfmeier
Mit freundlicher Unterstützung von:
EWV, Sparkasse Aachen, Magnum Photos, Herbert List Estate, Max Scheler Estate, Johanna Breede photokunst

Fotocredit: New York, 1979 © Bruce Gilden / Magnum Photos

Fotografie-Forum der StädteRegion Aachen (Monschau)

05.06.2022 - 09.10.2022 Mondrian Evolution
Fondation Beyeler (Riehen)
Pressemitteilung
Anlässlich des 150. Geburtstags des Künstlers widmet die Fondation Beyeler dem niederländischen Maler Piet Mondrian eine umfassende Ausstellung.

Fondation Beyeler (Riehen)

04.06.2022 - 11.09.2022 OTTO DIX IN SINGEN. Das Wandbild »Krieg und Frieden« von Otto Dix.
Kunstmuseum Singen (Singen)
Pressemitteilung
Das Wandbild »Krieg und Frieden« von Otto Dix im Rathaus Singen ist an den Wochenenden während der baden-württembergischen Pfingst- und der bundesweiten Sommerferien für Besucher geöffnet! Konkret kann das Werk vom 04. bis zum 19. Juni sowie vom 02. Juli bis zum 11. September (23. + 24. Juli geschlossen) jeweils samstags und sonntags in der Zeit von 11 bis 17 Uhr besichtigt werden. Das Ticket berechtigt zum freien Eintritt ins Kunstmuseum Singen und umgekehrt.

Besucheradresse:
Rathaus Singen
Hohgarten 2, Singen am Hohentwiel

Öffnunsgzeiten:
04.-19.06. 2022 | 02.07. - 11.09.2022 (23.+24.07. geschlossen)
Samstags + Sonntag: 11 - 17 Uhr

Eintritt: 5 € / 3 € / Kombiticket Kunstmuseum Singen

Mit »Krieg und Frieden«, dem einzig erhaltenen Wandbild von Otto Dix, das mit seinen Maßen von 5 auf 12 Metern zu den monumentalsten Werken gehört, die der Künstler geschaffen hat, ist Singen am Hohentwiel unter den baden-württembergischen Otto-Dix-Städten ein besonderes Reiseziel.

Otto Dix (1891-1969) zählt zu den bedeutendsten Künstlern Deutschlands. Sein spätes Werk ist mit der Stadt Singen eng verbunden. 1959/60 errichtete die Stadt Singen ein neues Rathaus im neoklassischen Stil. In der Abschlussphase des Neubaus realisierte der seit 1936 auf der benachbarten Bodenseehalbinsel Höri lebende Maler zwei Aufträge: das Wandbild »Krieg und Frieden« für den Ratssaal und die Ausmalung des Trauzimmers mit einem Zyklus der Lebensalter und Jahreszeiten (nur im Rahmen von gebuchten Führungen zu besichtigen). Das Kunstwerk ist nicht nur eine expressive Anklage gegen den Krieg und eine Mahnung zum Frieden, vergleichbar mit Pablo Picassos »Guernica« - Bild von 1937, sondern auch eine sehr persönliche Auseinandersetzung des Künstlers mit den eigenen Erfahrungen des Krieges, dem Nationalsozialismus und den Jahren des Wiederaufbaus.

Während die früheren, repräsentativen Wandbilder von Otto Dix in der NS-Zeit und im 2. Weltkrieg verloren gingen, ist einzig das Wandbild im Singener Rathaus erhalten geblieben - ein für die Nachkriegsmoderne exemplarisches, geschichtlich wie künstlerisch spannendes Werk.

Kunstmuseum Singen (Singen)

02.06.2022 - 11.09.2022 Jose Dávila – Memory of a Telluric Movement
Museum Haus Konstruktiv (Zürich)
Pressemitteilung
Das Museum Haus Konstruktiv widmet dem mexikanischen Künstler Jose Dávila (*1974 in Guadalajara, MX, lebt und arbeitet ebd.) eine umfassende Einzelausstellung. Gezeigt wird neben ausgesuchten neuen Malereien eine Vielzahl skulpturaler Arbeiten, die Dávila in sorgfältiger Auseinandersetzung mit den architektonischen Gegebenheiten des Museums zu überraschenden Werkensembles zusammenstellt.

Jose Dávila interessiert sich für Raum und Masse sowie für mathematische Gesetze und physikalische Phänomene. Und so gehört das Spiel mit Schwerkraft und scheinbarer Schwerelosigkeit, mit Statik und Dynamik, Spannungs- und Kompressionskräften sowie jenen labilen Momenten, bevor etwas zusammenfällt, zu den Charakteristika seines Schaffens. Hinzu kommt die Einbeziehung natürlicher und industriell gefertigter Materialien; aus deren Gegenüberstellung entstehen poetische Werke, die ebenso sinnlich fesselnd wie strukturell ausformuliert sind.

«Memory of a Telluric» Movement lautet der Titel der Ausstellung im Museum Haus Konstruktiv. Jose Dávilas sensible Kalibrierung von Masse und Leichtigkeit, Volumen und Transparenz, geometrischen und organischen Formen, natürlichen und industriellen Materialien zeichnet seine unverkennbaren Objekte, Installationen und Malereien aus. Zugleich erinnert die Präsentation im Haus Konstruktiv daran, dass jede noch so kleine (tellurische) Bewegung eine wohlausbalancierte Struktur zum Einstürzen bringen kann. In diesem Sinne verweist die Soloschau auch auf die globale Situation, die durch gesellschaftspolitische, ökologische und ökonomische Entwicklungen schnell aus dem Lot geraten kann.

Museum Haus Konstruktiv (Zürich)

20.05.2022 - 12.09.2022 Laura Gaiser. Frucht Fleisch
Städtische Galerie Karlsruhe (Karlsruhe)
Pressemitteilung
Kunstpreis der Werner-Stober-Stiftung 2021

Unter dem Titel "Frucht Fleisch" gibt Laura Gaiser im Forum des Mu­se­ums einen Einblick in ihre neueste künst­le­ri­sche Arbeit. Sie zeigt Filme, die aus tausenden Einzel­bil­dern in Stop-Motion-Technik entstehen. Dabei verschmel­zen Licht und Farbe die verschie­de­nen Reali­täts­ebe­nen zu einer neuen Einheit. Die Akteur*in­nen nehmen mithilfe von Kostümen und Acces­soires un­ter­schied­li­che Identi­tä­ten an und verwandeln sich in zoomor­phe We­sen. Die Szenerien wirken fremd und irritie­rend, mitun­ter ­so­gar alptraum­haft. Die Künstlerin visua­li­siert Träume, Hoff­nun­gen und Ängste, sie gibt dem menschlich-tieri­schen A­gie­ren und Werben, aber auch der Gewalt­tä­tig­keit einen eigenen Raum und einen ganz eigenen Ausdruck.
Die Auswahl für den Kunstpreis der Werner-Stober-Stiftung traf das Profes­sor*in­nen­kol­le­gium an der Staat­li­chen Akademie der Bil­den­den Künste in Karlsruhe. Laura Gaiser, geboren 1985, studierte von 2010 bis 2015 an der Kunst­aka­de­mie ­Karls­ruhe bei Prof. Toon Verhoef und Prof. John Bock. 2015/16 schloss sie ihr Studium als Meister­schü­le­rin bei John Bock ab. Auszeich­nun­gen und Ausstel­lun­gen haben ihr Werk in den ver­gan­ge­nen Jahren national und inter­na­tio­nal bekannt ­ge­macht.

Foto Laura Gaiser, Oktopus, 2021

Städtische Galerie Karlsruhe (Karlsruhe)

20.05.2022 - 25.09.2022 Ulrich Okujeni. Imaginary Island und Johanna Wagner. fool for a plant
Städtische Galerie Karlsruhe (Karlsruhe)
Pressemitteilung
Kulturstipendium der Stadt Karlsruhe 2020

Das mit 20.000 Euro dotierte Kulturs­ti­pen­dium der Stadt­ ­Karls­ruhe wurde im Jahr 2020 Ulrich Okujeni und Johanna Wagner ­zu­ge­spro­chen. Beide erhielten ihre künst­le­ri­sche Ausbildung an der Staat­li­chen Akademie der Bildenden Künste Karlsruhe. Johanna Wagner (geb. 1983) studierte von 2008 bis 2014 an der Kunst­aka­de­mie bei Prof. Corinne Wasmuht und Prof. John Bock. 2015 war sie Meis­ter­schü­le­rin von Corinne Wasmuht. Sie wählt als künst­le­ri­sches Ausdrucks­mit­tel vor allem Perfor­mance, Film und Fo­to­gra­fie. Daraus entstehen Misch­for­men, die sie immer wieder zu erweitern sucht. Der Ausgangs­punkt ihrer Arbeit ist meist der mensch­li­che Körper - oft in Ausein­an­der­set­zung mit un­ter­schied­li­chen Materia­lien.
Ulrich Okujeni (geb. 1985) studierte von 2008 bis 2014 bei Prof. Silvia Bächli, deren Meister­schü­ler er 2015 war. Seine Bilder und Zeich­nun­gen entstehen in einer schnellen, gesti­schen ­Mal­weise mit Ölfarbe und Tusche. Die Motive oszil­lie­ren zwischen ­fi­gu­ra­ti­ven und abstrakten Elementen, sie nehmen Anregun­gen ­so­wohl vom Comic als auch von der infor­mel­len Kunst auf. Für ihre Ausstel­lun­gen im zweiten Oberge­schoss der Städti­schen ­Ga­le­rie Karlsruhe bereiten Johanna Wagner und Ulrich Okuje­ni je­weils neue Arbeiten vor.
Das Karlsruher Kulturs­ti­pen­dium wird alle zwei Jahre im Wechsel an Absol­vent*in­nen der drei künst­le­ri­schen Hochschu­len in Karls­ruhe - Hochschule für Musik, Staatliche Akademie der Bil­den­den Künste und Staatliche Hochschule für Gestaltung - verliehen. Die Stipen­diat*in­nen werden auf Vorschlag der je­wei­li­gen Insti­tu­tion ausgewählt.

Foto Johanna Wagner, Wavebreaker, 2020 / Ulrich Okujeni, Eleuthera (Ausschnitt), 2022

Städtische Galerie Karlsruhe (Karlsruhe)

10.04.2022 - 09.10.2022 Moved by Schlemmer 100 Jahre Triadisches Ballett
Staatsgalerie Stuttgart (Stuttgart)
Pressemitteilung
1922 wurde Oskar Schlemmers »Triadisches Ballett« in Stuttgart uraufgeführt und sorgte für Entsetzen und Euphorie. 100 Jahre später ist es weltbekannt und die Faszination für die außergewöhnliche Ideenwelt des Bauhaus-Künstlers hält an. Die Staatsgalerie ist dem Erbe von Oskar Schlemmer bis heute sehr verpflichtet. In unserem Kunstarchiv befindet sich der schriftliche Nachlass des Künstlers und unsere Sammlung umfasst seinen größten zusammenhängenden Werkkomplex zu dem auch sieben Figurinen aus dem »Triadischen Ballett« zählen. Bis heute ist Stuttgart der wohl wichtigste Ort für Oskar Schlemmer.

Ausstellung
Rauminstallationen Ulla von Brandenburg, Kalin Lindena und Haegue Yang

Das 100-jährige Jubiläum ist für uns Anlass, um das »Triadische Ballett« aus der Gegenwart heraus zu betrachten. Die drei international renommierten Künstlerinnen Ulla von Brandenburg, Kalin Lindena und Haegue Yang sind eingeladen, mit großformatigen Arbeiten auf Schlemmers Erbe bei uns Bezug zu nehmen. Die Besucherinnen und Besucher erwarten raumgreifende Installationen, die zu durchwandern ein sinnliches Erleben sein wird. Die Ausstellung stellt Fragen nach Schlemmer Heute und gibt zugleich punktuelle Einblicke in den historischen Kosmos des »Triadischen Balletts« sowie dessen Rezeption von den 1920er-Jahren bis heute.

Staatsgalerie Stuttgart (Stuttgart)

03.04.2022 - 09.10.2022 Seliger - Gerullis - Seliger (im 2-Raum des Museum Art.Plus)
Museum Art.Plus (Donaueschingen)
Pressemitteilung
Was passiert, wenn eine Künstlerfamilie sich mit Fragen der Kunst beschäftigt und austauscht? Wenn drei verschiedenartige Positionen dann schließlich in eine gemeinsame Ausstellung münden? Eine große Herausforderung in vielerlei Hinsicht! Das hat man nicht alle Tage.

Arbeiten für Wand, Boden und Raum, 2 – und 3 – dimensional werden zusammengestellt. Nicht gegenüber, sondern dem Wunsch nach einem Gesamtklang wird Rechnung getragen. Arbeiten aus Florenz, Berlin und Freiburg.

Die Ausstellung präsentiert große Wandtableaus von Reiner Seliger, Ritzungen, gestische Malerei sowie Installationen von Heidi Gerullis und Kleinplastiken sowie geometrisch geschnittene Papierraster von Violetta Elisa Seliger.

Alles in allem ein Spannungsfeld, eine Herausforderung, ein Dreisprung - ergebnisoffen.

Museum Art.Plus (Donaueschingen)

18.12.2021 - 28.08.2022 Ausstellung: BioMedien
ZKM | Zentrum für Kunst und Medien (Karlsruhe)
Pressemitteilung
Wer oder was definiert, was lebendig und was intelligent ist? Können künstliche Lebensformen empathisch sein? Wie sieht das Miteinander von Menschen und künstlichen Agent:innen aus? Welche ethischen Fragen stellen sich? Die Ausstellung »BioMedien« lädt dazu ein, mögliche Formen des Zusammenlebens zwischen organischen und künstlichen Lebensformen kennenzulernen und zu diskutieren.

Die Ausstellung erforscht verschiedene Formen von artifiziellen Agent:innen und Umwelten sowie deren Verhalten und ihre Interaktionen mit anderen Entitäten innerhalb hybrider Ökosysteme. Einige dieser Agent:innen sind digitale, computergenerierte und computersimulierte Systeme, die sich auf einem Bildschirm entwickeln, während andere komplexe adaptive Roboter sind, die im Raum physisch präsent sind und biomimetisches Verhalten in Form von Suchmechanismen, Schwarmintelligenz, Selbsterhaltung usw. aufzeigen können. Durch unvorhersehbare Reaktionen auf Reize imitieren, demonstrieren und simulieren sie lebensähnliches Verhalten. Die ausgestellten Entitäten werfen grundsätzlich Fragen über die Selbsterhaltung von anorganischem Leben auf, denn sie zeigen ihre Interaktionsfähigkeit untereinander und mit menschlichen und nichtmenschlichen Wesen durch zweidimensionale Bilder, dreidimensionale Objekte und mehrdimensionale Quantenmodellen auf. Es sind solche dynamischen Systeme an der Schnittstelle von Kunst und Wissenschaft, die in der Ausstellung sowohl im Hinblick auf ihre möglichen Anwendungen im realen Leben als auch auf ihre Fähigkeit hin, neue Perspektiven auf aktuelle Fragen der Gegenwart zu eröffnen, untersucht werden.

»BioMedien« gibt Einblicke in mögliche Formen des Zusammenlebens zwischen organischen und anorganischen Lebensformen. Dabei schließt sich die Existenz von organischem Leben und künstlichen Entitäten nicht gegenseitig aus. Anstatt in konkurrierenden oder sich gegenseitig ausschließenden Begriffen zu denken, schlägt die Ausstellung »BioMedien« vor, sich Beziehungen zu künstlichen Agent:innen als gegenseitige Abhängigkeiten und Verschränkungen vorzustellen. Neue Methoden und Ideologien müssen erforscht werden, um sich der Frage zu nähern, wie das Leben in einer Gemeinschaft aus menschlichen und technologischen Entitäten sich gestalten kann – vor allem vor dem Hintergrund der tiefgreifenden ökologischen Krise, des Massenaussterbens und der von Menschen verursachten Klimakatastrophe.

Weitere Infos zur Ausstellung: https://s.zkm.de/TBLm

Foto: © Katrin Hochschuh und Adam Donovan

ZKM | Zentrum für Kunst und Medien (Karlsruhe)

17.12.2021 - 06.11.2022 Beziehungsstatus: Offen. Kunst und Literatur am Bodensee
Zeppelin Museum Friedrichshafen GmbH (Friedrichshafen)
Pressemitteilung
******* Ausstellung wird bis zum 6.11.2022 verlängert *******

Der Eine langweilte sich, der Andere vergnügte sich, die Nächste fand im See die eigene Seele wieder. Ob Annette von Droste-Hülshoff, Hermann Hesse und Hans Purrmann, Martin Walser und André Ficus oder Henry van de Velde und René Schickele: Zahlreiche Künstler*innen und Schriftsteller*innen, die am Bodensee lebten, pflegten enge Verbindungen. Die interdisziplinäre Ausstellung nimmt den Bodensee als kreativen Schaffensort in den Blick und untersucht die wechselseitigen Beziehungen zwischen Literatur und Kunst.

Der Katalog zur Ausstellung erscheint Ende Februar 2022

Partizipation ist wesentlicher Bestandteil der Ausstellung. Mit einem Aufruf zur Beteiligung auf nextmuseum.io konnten Künstler*innen und Schriftsteller*innen eigene Beiträge zum Thema „Kunst und Literatur am Bodensee“ einreichen. Per Publikumsvoting wurden die Gewinner*innen ermittelt und werden nun Teil der Ausstellung. Diese Form des partizipativen Kuratierens öffnet das Ausstellungsformat und schlägt einen Bogen zur aktuellen künstlerischen und literarischen Auseinandersetzung mit dem Bodensee.

Sitzen, lesen und schauen – dazu sind die Besucher*innen herzlich eingeladen. Die Ausstellungsgestaltung erinnert in Funktion und Optik an ein Wohnzimmer oder eine Bibliothek. Sitzbereiche mit Bücherregalen laden zum Lesen ein und bieten einen selbstgesteuerten Zugang zur Literatur der Ausstellung, Hörstationen ermöglichen ein multimediales Erlebnis. In Kooperation mit regionalen Schulen werden die literarischen Texte in kurzen Filmclips zum Leben erweckt, die in der Ausstellung zu sehen sind.

Das Zeppelin Museum bietet erstmalig ein Re-Entry an. Mit der einmal erworbenen Eintrittskarte kann die Ausstellung beliebig oft besucht werden. So bleibt mehr Zeit für Bücher, Texte, Werke und Hörstationen. Mit kostenlosen, personalisierbaren Lesezeichen können in der Bibliothek Textstellen markiert und beim nächsten Aufenthalt wiedergefunden werden. Wer möchte, darf es sich richtig gemütlich machen und mit den eigens produzierten Museumshausschuhen durch die Ausstellung spazieren. Die Besucher*innen sind dazu eingeladen, zu verweilen, zu entspannen und die Zeit im Museum zu genießen.

Mit Exponaten von: Max Ackermann, Willi Baumeister, Mia Bernoulli-Hesse, Heidi Bucher, Adolf Dietrich, Otto Dix, Annette von Droste-Hülshoff, Lotte Eckener, Marie Ellenrieder, Conrad Felixmüller, André Ficus, Bruno Goetz, Erich Heckel, Hermann Hesse, Norbert Jacques, Ernst Jünger, Friedrich Georg Jünger, Ernst Ludwig Kirchner, Herlinde Koelbl, Erika Mann, Golo Mann, Frans Masereel, Elisabeth Mühlenweg, Fritz Mühlenweg, Eduard Mörike, Tami Oelfken, Hans Purrmann, Karl Raichle, Rainer Maria Rilke, Carl Sternheim, Thea Sternheim, Joseph Victor von Scheffel, René Schickele, Mathilde Vollmoeller-Purrmann, Rudolf Wacker, Martin Walser, Aby Warburg, Ernst Würtenberger u. a.

Kuratiert von Charlotte Ickler und Dr. Mark Niehoff, Zeppelin Museum

Gefördert durch die Baden-Württemberg-Stiftung.

Zeppelin Museum Friedrichshafen GmbH (Friedrichshafen)

19.11.2021 - 11.09.2022 DURCHSTARTEN - TAKE OFF
Museum Art.Plus (Donaueschingen)
Pressemitteilung
Das Museum Art.Plus zeigt mit der neuen Jahresausstellung zeitgenössische Malerei und autoaffine Skulpturen. Wand- und Bodenobjekte bewegen sich im Raum und geben eine Illusion von Geschwindigkeit.

„Durchstarten – Take Off“ mit Traumobjekten zu Freiheit und Abenteuer in dieser besonderen Zeit.

Als zusätzliche Highlights zeigt das Museum Art.Plus echte Sportwagen-Klassiker, die das Herz eines Automobilliebhabers höherschlagen lassen.

Let‘s take off!

Museum Art.Plus (Donaueschingen)

29.04.2021 - 30.08.2023 Spatial Affairs. Worlding
ZKM | Zentrum für Kunst und Medien (Karlsruhe)
Pressemitteilung
Online
Eintritt frei

Konzipiert als Teil der Ausstellung »Spatial Affairs«, präsentiert im Ludwig Museum - Museum of Contemporary Art – in Budapest, ist »Spatial Affairs. Worlding – A tér világlása« eine forschende Online-Umgebung, eine virtuelle Multi-User-Ausstellung, die von kriechenden Kunstwerken bevölkert wird, in der die Avatare der Besucher:innen mit sich bewegenden Körpern der Internetkunst und browserbasierten Projekten koexistieren.

Die Kunstwerke und Besucher:innen, die die virtuelle Welt der Ausstellung bewohnen, sind rechnerische, biologische und geologische Körper ohne Organe. Die Wände und Böden sind technische Wesen: Jede:r und alles ist aus demselben digitalen Gewebe geformt. »Spatial Affairs. Worlding – A tér világlása« wurde vom post-kritischen niederländischen Designstudio »The Rodina« entworfen und ist von Konrad Zuses Theorie des »Rechnenden Raums« (1969) inspiriert. Diese beschreibt ein Universum, das aus einer Fülle von lebenden und sich entwickelnden Automaten besteht – diskrete Computersysteme, die aus Zellen bestehen und sich zu einem großen, sich selbst reproduzierenden zellulären Automaten addieren.

Ein solches sich ständig weiterentwickelndes Ökosystem fordert die eigene Ontologie als willkürlich, performativ und prozessual, als binärcodebasierte und doch im Wesentlichen pluralistische virtuelle Umgebung. Die Grenzen zwischen Subjekt und Umgebung lösen sich auf; alle Entitäten werden zu Agenten, auch wenn sie ohne die Kraft der Materie handeln. »Worlding« bezieht sich auf einen ständigen Prozess des Aufdeckens noch unentdeckter Falten im digitalen Raum, die zu weiteren Spekulationen, Thesen, Geschichten und Spielen führen, die sich wiederum als born-digital internet-based works of art manifestieren. Die multiple, generative Räumlichkeit dieser Umgebung wird durch die organische Klanglandschaft des Künstlers Enrico Boccioletti aus sich ständig verändernden Texturen verstärkt. Diese sind aus Streuungen komponiert, die wiederum aus Aufnahmen der elektromagnetischen Strahlung von Festplatten und dem Brummen von Stimmen entstehen.

Diese Umgebung ist die Antwort von »The Rodina« auf die Fragen der Kurator:innen, wie der Inhalt einer Online-Ausstellung in ein räumliches und responsives Erlebnis verwandelt werden kann: Was, wenn Kunstwerke durch Avatare repräsentiert werden und man ihnen im virtuellen Raum begegnen kann? Was passiert, wenn die Ausstellung zum Ökosystem wird und das erzeugt, was Zuse einen »Computer-Kosmos« nennt? Konzipiert als Ausstellung und aktive Plattform, wird die virtuelle Umgebung eine Reihe von Gesprächen, Führungen und Veranstaltungen beherbergen und als Katalysator für Diskussionen rund um die von »Spatial Affairs« aufgeworfenen Fragen dienen.

»Spatial Affairs. Worlding – A tér világlása« ist eine Koproduktion von ZKM | Karlsruhe und EPFL Pavilions, Eidgenössische Technische Hochschule, Lausanne, im Rahmen des internationalen praxisorientierten Forschungsprojekts BEYOND MATTER.

Foto: © The Rodina

ZKM | Zentrum für Kunst und Medien (Karlsruhe)

16.03.2021 - 31.12.2022 Angespannte Zustände
Staatsgalerie Stuttgart (Stuttgart)
Pressemitteilung
Seit einiger Zeit prägen angespannte Zustände unseren Alltag. Ob es sich um Ausgangssperren, Gewalt oder der Suche nach der eigenen Identität handelt, wir sind ständig dabei, uns neu zu orientieren. Auf die Verletzlichkeit und Verwirrung, die in Kontrollen, Rassendiskriminierung und Ausgrenzung stecken, nehmen Künstlerinnen und Künstler Bezug. Sie stellen die Unsicherheit und Instabilität, die wir täglich erleben, in ihren Werken dar.
Die neue Sammlungspräsentation konfrontiert zeitgenössische Positionen aus der privaten Sammlung Scharpff-Striebich mit Werken aus dem 20. Jahr-hundert aus dem eigenen Bestand der Staatsgalerie, die erst durch den retrospektiven Blick eine solche Aktualität gewinnen und die Komplexität und Widersprüchlichkeit unserer Gesellschaft hervorheben.
Zu sehen sind Werke u.a. von Kathryn Andrews, Giovanni Anselmo, Phyllida Barlow, Bernd und Anna Blume, Victor Burgin, Julian Charrière, Cameron Clayborn, Jesse Darling, Tacita Dean, Mark Dion, Jadé Fadojutimi, Ximena Garrido-Lecca, Jochen Gerz, Asta Gröting, Rebecca Horn, Marguerite Humeau, Sergej Jensen, Rashid Johnson, Edward Kienholz, Kapwani Kiwanga, Jürgen Klauke, Simone Leigh, Tony Lewis, Zoe Leonard, Teresa Margolles, Hermann Nitsch, Marcel Odenbach, Yoko Ono, Barbara Probst, Arnulf Rainer, Sterling Ruby, Anke Röhrscheid, Katharina Sieverding, Timur Si-Qin, Kiki Smith, Pia Stadtbäumer, Diamond Stingily, Rosemarie Trockel, Anna Uddenberg und Ambera Wellmann.

Staatsgalerie Stuttgart (Stuttgart)

30.12.2020 - 31.12.2022 Karl Hofer (1878 - 1955) - Lebenslinien Karl Albiger
Museum Schloss Ettlingen (Ettlingen)
Pressemitteilung
Eine Begegnung mit dem Künstler und dem Menschen Karl Hofer. Neue Sammlungsausstellung im Museum Ettlingen mit einer Auswahl repräsentativer Werke und Selbstzeugnisse des Künstlers Karl Hofer, einem eigenständigen Vetreter der klassischen Moderne.
Das Museum Ettlingen beherbergt die größte Dauerausstellung mit Werken des Künstlers Karl Hofer.
Die meisten Werke der Ettlinger Sammlung sind Dauerleihgaben der Stiftung Menschenbild in Winterthur, die aus dem Berliner Nachlass von Karl Hofer hervorgegangen ist.
Am 1. Dezember 2019 startete das Museum im Ettlinger Schloss mit dem ersten Ausstellungsteil einer umfangreichen Werkschau Karl Hofers, die im Frühsommer 2020 erweitert werden wird. Mit rund 40 Werken ermöglicht nun die Ausstellung "Lebenslinien" eine Begegnung mit dem Künstler und dem Menschen Karl Hofer. Persönliche Erlebnisse, Begegnungen und Erfahrungen, wie sie durch zahllose Briefe und der Autobiographie Hofers überliefert sind, begleiten die ausgestellten Gemälde und Grafiken aus sieben Jahrzehnten und setzen diese in einen ganz persönlichen Kontext.

Museum Schloss Ettlingen (Ettlingen)

02.10.2020 - 31.12.2022 umgehängt: Facetten der Malerei 1960 - 2010
Städtische Galerie Karlsruhe (Karlsruhe)
Pressemitteilung
Seit etwa zehn Jahren präsen­tiert die Städtische Galerie ­Karls­ruhe ihre Dauer­aus­stel­lung unter dem bildhaften Begriff "um­ge­hängt", um unmit­tel­bar deutlich zu machen, dass dieser ­Be­reich im ersten Oberge­schoss regelmäßig neu konzipiert wird. Die reichen Bestände der Städti­schen Kunst­samm­lung und der Samm­lung von Ute und Eberhard Garnatz mit Werken aus den 1960er- bis in die 2010er-Jahre werden unter immer neuen Vorzeichen und in unter­schied­lichs­ten Konstel­la­tio­nen vorge­stellt, so dass die Be­su­cher und Besuche­rin­nen auf ein breites Spektrum von eher ­sel­ten gezeigten bis zu vertrauten Kunst­wer­ken treffen. Im Mit­tel­punkt der aktuellen Schau "Facetten der Malerei" steht das tra­di­ti­ons­rei­che Medium und seine experi­men­telle Öffnung zu anderen Kunst­gat­tun­gen. Vor dem Hinter­grund der verän­der­ten ­künst­le­ri­schen Haltungen in den 1960er-Jahren mussten sich die Maler neu orien­tie­ren. Sie begannen ihr Medium zu hinter­fra­gen, erkun­de­ten seine spezi­fi­schen Möglich­kei­ten und erwei­ter­ten ­diese auf unter­schied­lichste Weise. Sie setzten sich mit his­to­ri­schen Positionen ausein­an­der, nahmen Elemente der All­tags­kul­tur in ihr Werk auf und bezogen den realen Raum mit ein. Inhaltlich wandten sie sich einem breiten Spektrum zu - Natur- und Menschen­dar­stel­lun­gen gehören ebenso dazu wie All­tags­ge­gen­stände und gesell­schafts­po­li­ti­sche Themen.

Foto Corinne Wasmuht | DFW-CDG | 2010 | Städtische Galerie Karlsruhe

Städtische Galerie Karlsruhe (Karlsruhe)