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Ausstellungen Museen

Pressemitteilungen
Pressemitteilungen
24.11.2023 - 17.03.2024 Amedeo Modigliani
Staatsgalerie Stuttgart (Stuttgart)
Pressemitteilung

Mit nur 35 Jahren starb Amedeo Modigliani im Jahr 1920. Trotz des frühen Todes hinterließ er ein umfangreiches künstlerisches Werk als Bildhauer und Maler. Dabei widmete er sich fast ausschließlich dem Menschen als Motiv. Berühmt sind seine Porträts ebenso wie die weiblichen Akte, die zwar seit 100 Jahren zum Kunstkanon der Moderne gehören, heute aber in ihrem Frauenbild wieder neu befragt werden.

Die Ausstellung zeigt rund 100 Gemälde und Papierarbeiten des Italieners und stellt ihnen Werke aus dem Pariser Umfeld, von Gustav Klimt, Egon Schiele oder Ernst Ludwig Kirchner gegenüber. Erstaunliche Parallelen werden sichtbar, genauso wie die Außergewöhnlichkeit von Modiglianis Kunst.

Die Ausstellung findet in Kooperation mit dem Museum Barberini statt, wo sie vom 26.4.2024 bis 18.8.24 zu sehen ist.

Staatsgalerie Stuttgart (Stuttgart)

17.09.2023 - 28.01.2024 Niko Pirosmani
Fondation Beyeler (Riehen)
Pressemitteilung
Der georgische Künstler Niko Pirosmani (1862–1918) ist eine Legende: Vielen (noch) unbekannt, wird er von anderen fast kultisch verehrt. Wie die Ausstellung zeigen wird, gehörte Pirosmani zu den herausragenden Künstlern der frühen Moderne. Wie nur wenige vor und nach ihm entwickelte Pirosmani eine Kunst, die bereits zu seinen Lebzeiten alle ansprach, von den Menschen auf der Strasse und in den Tavernen bis hin zu den Avantgardekünstlern und Literaten. Mit wenigen Pinselstrichen verwandelte er Alltägliches in Aussergewöhnliches und schaffte so Ikonen von glühender Intensität. Seine Kunst überbrückte Welten, sie zelebrierte ein Gefühl von Zugehörigkeit und Hingebung und blieb doch – mit der ihr eigenen Eleganz – vornehm auf Distanz. In rund fünfzig selten zu sehenden Meisterwerken aus dem Besitz des Georgischen Nationalmuseums in Tiflis führt die Ausstellung in die künstlerische Welt Pirosmanis ein. Die Ausstellung wird gemeinsam von der Fondation Beyeler (Riehen/Basel) und dem Louisiana Museum of Modern Art (Humlebaek) organisiert.

Fondation Beyeler (Riehen)

29.07.2023 - 22.10.2023 Tenki Hiramatsu. Kunstpreis der Werner-Stober-Stiftung
Städtische Galerie Karlsruhe (Karlsruhe)
Pressemitteilung
Der japanische Maler Tenki Hiramatsu erhielt 2022 den Kunstpreis der Werner-Stober-Stiftung. Mit dieser Auszeichnung ist eine finanzielle Förderung von 5.000 Euro und ein Ausstellungsprojekt in der Städtischen Galerie Karlsruhe verbunden. Die Auswahl für dieses Stipendium traf das Kollegium der Professor*innen an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste in Karlsruhe. Der Preis richtet sich ausschließlich an Absolvent*innen der Akademie. Tenki Hiramatsu setzte von 2016 bis 2019 sein künstlerisches Studium an der Kunstakademie Karlsruhe bei den Professoren Marcel van Eeden und Daniel Roth fort, nachdem er bereits in Japan ein BA-Studium an der Nihon University, College of Art, in Tokio absolviert hatte. Die Werner-Stober-Stiftung geht auf den 1990 verstorbenen Karlsruher Architekten und Unternehmer Werner Stober zurück. In seinem Vermächtnis legte er fest, dass mit seinem Nachlass neben sozialen Projekten auch junge Künstler*innen mit Zuwendungen gefördert werden sollen. Der Kunstpreis der Werner-Stober-Stiftung wird seit 1997 jährlich verliehen.

Foto: Tenki Hiramatsu, Rund gegen Viereck, 2022

Städtische Galerie Karlsruhe (Karlsruhe)

29.07.2023 - 18.02.2024 Ulla von Brandenburg: It Has a Golden Sun and an Elderly Grey Moon
Städtische Galerie Karlsruhe (Karlsruhe)
Pressemitteilung
Der Titel der Ausstellung »It Has a Golden Sun and an Elderly Grey Moon« basiert auf einer 2016 entstandenen Arbeit Ulla von Brandenburgs (1974, lebt und arbeitet in Paris und Karlsruhe), die im Zentrum der Ausstellung steht. In der raumgreifenden Präsentation, in der sich Film, Performance, Architektur und Installation miteinander verbinden, betreten die Betrachter*innen eine Welt zwischen Realität und Illusion, Vergangenheit und Gegenwart. Charakteristisch für die in der Ausstellung gezeigten Filmarbeiten der Künstlerin ist die Verwendung von Vorhängen, Kostümen, Requisiten und inszenierten Schauplätzen. All diese Elemente greifen auf eine Reihe historischer Referenzen zurück, darunter das Tableau vivant, das moderne Theater, Volkstraditionen und ikonische Architektur. Kombiniert mit Gesang und Bewegung suggerieren sie eine symbolische Inszenierung zwischenmenschlicher Begegnungen, von Ritualen und Bräuchen, die verschiedene Ebenen des kollektiven Bewusstseins erforschen. »zwischenräume« ist eine neue Ausstellungsreihe der Städtischen Galerie Karlsruhe, in der Arbeiten von Künstler*innen aus den Bereichen Video und Installation zu sehen sind. Neben den traditionellen Schwerpunkten Malerei, Skulptur und Zeichnung wird im Rahmen von Sonderausstellungen auch die Weiterentwicklung der Sammlungsbestände im Bereich Medienkunst gestärkt.

Foto: Ulla von Brandenburg, It Has A Golden Sun and An Elderly Grey Moon, 2016, Super-16-mm, Farbe, Sound, 22:25 min., Tänzer*innen: Duncan Evennou, Hélène Iratchet, Christophe Ives, Viviana Moin, Giuseppe Molino, Benoît Réssilot, Pauline Simon, Photos © Martin Argyroglo, Courtesy the Artist, Art:Concept, Pilar Corrias Gallery, Meyer Riegger, Produzentengalerie Hamburg

Städtische Galerie Karlsruhe (Karlsruhe)

29.07.2023 - 29.07.2024 Update! Die Sammlung neu sichten
Städtische Galerie Karlsruhe (Karlsruhe)
Pressemitteilung
Wie kann man das Museum heute denken? Wie sieht die Kunstsammlung der Zukunft aus? Wie schlagen sich Konzept und Programm in der Architektur eines Museums nieder? Nach ihrem 40-jährigen Bestehen befragt die Städtische Galerie Karlsruhe ihre Rolle als Institution sowie ihre Geschichte, ihre Sammlungsbestände und ihr Selbstverständnis. Verschiedene Themenräume, in denen historische Positionen und Werke der Gegenwartskunst aufeinandertreffen, laden ein, die Sammlung unter aktuellen Fragestellungen neu zu entdecken und in die Zukunft weiterzudenken. Die Neupräsentation von mehr als 100 Werken zeigt ein breites Spektrum von Malerei, Skulptur, Grafik, Fotografie und Video von Künstler*innen wie Ulla von Brandenburg, Miriam Cahn, Günther Förg, Friedrich Kallmorgen, Jürgen Klauke, Hanna Nagel, Olaf Nicolai, Gerhard Richter und Rosemarie Trockel.

Foto: Miriam Cahn, Weltäffin, 1997, Städtische Galerie Karlsruhe, Sammlung Garnatz

Städtische Galerie Karlsruhe (Karlsruhe)

11.06.2023 - 27.08.2023 Basquiat – The Modena Paintings
Fondation Beyeler (Riehen)
Pressemitteilung
Jean-Michel Basquiat (1960–1988) malte im Sommer 1982 für eine seiner ersten Einzelausstellungen eine Gruppe grossformatiger Werke, die in einer Galerie im italienischen Modena gezeigt werden sollten. Doch vor der Eröffnung wurde das Projekt abgesagt, die Gemälde wurden nie zusammen gezeigt. Mehr als vierzig Jahre später bringt die Fondation Beyeler die mittlerweile in US-amerikanischen, asiatischen und Schweizer Sammlungen befindlichen Meisterwerke erstmalig zusammen.

Fondation Beyeler (Riehen)

26.05.2023 - 05.11.2023 Into the deep. Minen der Zukunft
Zeppelin Museum Friedrichshafen (Friedrichshafen)
Pressemitteilung
Der Abbau von Rohstoffen entwickelt sich zu einem zunehmenden ökologischen, ökonomischen, politischen und sozialen Problem mit globalen Auswirkungen. Extensive Abbaupraktiken und die Ausbeutung von Öko- und Sozialsystemen führen zu einer der größten Umweltbelastungen unserer Zeit. Ihre Folgen sind vielerorts dramatisch sichtbar, dennoch wird der Kampf um Ressourcen fortgeführt, an neuen Standorten, die teils utopisch anmuten möchten. Mit der interdisziplinären Ausstellung Into the deep. Minen der Zukunft wirft das Zeppelin Museum angelehnt an die Industriegeschichte der Stadt Friedrichshafen einen kritischen Blick auf den Rohstoff Aluminium, das Metall des Fliegens, und auf die vielschichtigen Zusammenhänge des Rohstoffabbaus beim Deep Sea und Deep Space Mining. Neben den Folgen von Umweltzerstörung und Kolonialismus, die mit der gesteigerten Extraktion von Rohstoffen einhergehen, werden Widerstand und Aktivismus gegen die Ausbeutung von Menschen und Umwelt in der klimaneutralen Ausstellung eruiert.

Mit Exponaten der eigenen Sammlung stellt das Zeppelin Museum die Frage nach der Etablierung von Aluminium als Werkstoff des Luftschiffbaus und seiner Impulswirkung für die Materialforschung. Aus dem 1825 entdeckten Leichtmetall entwickelte sich die wichtigste Grundlage zur Konstruktion von Metallgerippen in der Luftschifftechnik. Die wachsende Nachfrage und daraus resultierende Lieferengpässe zeigten schnell die Abhängigkeit der deutschen Aluminiumindustrie von Importen. Staatliche Kontrollen, Materialsammlungen, Recycling und die Suche nach Ersatzstoffen waren die Folge. Der weltweite Abbau des Gesteins Bauxit – und die sehr energieaufwändige Gewinnung von Aluminium aus ihm – verursachen neben Umweltschäden auch das Abfallprodukt Rotschlamm. Daher steht die Aluminiumindustrie bis heute in der Kritik.

Deep Sea Mining, der Rohstoffabbau in der Tiefsee mit seinen nicht absehbaren Folgen für das Ökosystem, bildet einen weiteren Schwerpunkt der Ausstellung. In ihrer Videoinstallation Nautilus New Era greift Kristina Õllek auf die Fiktion 20 000 Meilen unter dem Meer zurück und stellt sie dem aktuellen, hochumstrittenen Tiefseebergbau im Zeitalter des Klimanotstands gegenüber. So ist Nautilus nicht nur der Name des fiktiven U-Bootes bei Jules Verne, sondern Nautilus Minerals Inc. war ein Unternehmen, das Bergbau auf dem Meeresboden vor Papua-Neuguinea betreiben wollte. Kristina Õllek macht in ihrer Installation deutlich, wie aufwändig der Meeresboden für den Abbau durchgepflügt wird und wie massiv dieser Eingriff in das fragile Ökosystem ist. Sie thematisiert die widersprüchlichen Interessen der wissenschaftlichen Erforschung, des kommerziellen Abbaus und des Umweltschutzes.

Da die Ressourcen auf der Erde knapp und endlich sind, suchen Wissenschaftler*innen nach immer neuen Abbaugebieten, so auch beim Deep Space Mining. Mining the Skies von Bethany Rigby ist eine Installation aus Gesteins- und Mineralproben, die sich kritisch mit extraterrestrischer Bergbauforschung, vor allem dem Asteroidenbergbau, auseinandersetzt. So reflektiert Rigby potenzielle Standorte, Ressourcen, den Einsatz von Bakterien zum Abbau von seltenen Erden und bereits existierende Gesetze für Mining-Aktivitäten im Weltall.

Die Ausstellung beleuchtet zudem die prekären Arbeitsbedingungen, die mit dem Ressourcenabbau verbunden sind, ebenso wie den Widerstand gegen Menschenrechtsverletzungen und Umweltzerstörungen. So beschäftigt sich Forensiker, Filmemacher und Forscher Ignacio Acosta seit vielen Jahren mit den zentralen Schauplätzen des Bergbaus: Vom Kupferabbau in der Atacama-Wüste in Chile bis hin zu den Protesten gegen den Bau eines Eisenerzbergwerks in Nordschweden bei denen Drohnen zur Gegenüberwachung eingesetzt wurden. In einer umfassenden raumspezifischen Installation bringt er seine verschiedenen Feldstudien zusammen, die er als Tiefenbohrungen versteht. Ein besonderer Fokus seiner Recherche liegt dabei auf digitalem Aktivismus für Umweltgerechtigkeit, um in einem postpandemischen Szenario die Nutzung digitaler Technologien zu thematisieren.

Teilnehmende Künstler*innen: Ignacio Acosta, Bureau d´Études, Armin Linke, Kristina Õllek, Bethany Rigby

Die Eröffnung der Ausstellung findet am Donnerstag, den 25. Mai 2023 um 19.00 Uhr statt.

Die durch den Fonds Zero der Kulturstiftung des Bundes geförderte Ausstellung hat den Anspruch in allen Bereichen klimaneutral zu sein. So wird sie eingebettet in eine Recyclingarchitektur, die die Wiederverwendung von Rohstoffen für die Besucher*innen erlebbar macht und dafür plädiert, lokale Ressourcen stärker in einen Materialkreislauf einzubinden. Die Balance zwischen nachhaltigem Ausstellen, dem Schutz von Kulturgütern und einer qualitativ hochwertigen Präsentation wird eine zentrale Aufgabe des Ausstellungsprojektes, das in das bundesweite, interdisziplinäre Kooperationsprojekt Mining. Abbau der Zukunft eingebettet ist. In dem vom Zeppelin Museum Friedrichshafen initiierten Projekt werfen elf Partner*innen aus Kultur und Wissenschaft einen differenzierten und kritischen Blick auf den Abbau von Rohstoffen. So werden traditionelle, aktuelle und zukünftige Formen des Extraktivismus, die vom Abbau von Bodenschätzen und Rohstoffrecycling über Phytomining bis hin zu Deep Sea und Deep Space Mining reichen, thematisiert.

Diese acht Kultureinrichtungen und drei Universitäten werden das Forschungs- und Ausstellungsprojekt kollektiv umsetzen:

- Deutsches Bergbau-Museum Bochum
- Deutsches Schifffahrtsmuseum Bremerhaven
- Militärhistorisches Museum der Bundeswehr – Flugplatz Berlin-Gatow
- Museum der Arbeit Hamburg
- GRASSI Museum für Völkerkunde Leipzig
- Staatstheater Kassel (Schauspielproduktion Anthropos Antigone)
- Weltkulturerbe Völklinger Hütte
- Zeppelin Museum Friedrichshafen
- Universität Bremen
- Universität Hamburg
- Zeppelin Universität Friedrichshafen

Auf einer innovativen digitalen Plattform, die gemeinsam mit dem Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation IAO und der agenturfuerkrankemedien Berlin entwickelt wird, werden sämtliche Projekte und Veranstaltungen an allen Standorten sichtbar gemacht.

Gefördert im Programm Zero – Klimaneutrale Kunst- und Kulturprojekte der Kulturstiftung des Bundes. Gefördert von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien.

Zeppelin Museum Friedrichshafen (Friedrichshafen)

21.05.2023 - 17.09.2023 Doris Salcedo
Fondation Beyeler (Riehen)
Pressemitteilung
Nächsten Sommer widmet die Fondation Beyeler der international renommierten kolumbianischen Künstlerin Doris Salcedo (*1958) eine grossangelegte Einzelausstellung, in welcher wichtige Werke aus ihren verschiedenen Schaffensperioden gezeigt werden. Es handelt sich um die erste Museumsausstellung Salcedos in der Schweiz. In ihren Objekten, Skulpturen und ortsspezifischen Interventionen beschäftigt sie sich mit dem sich stets wiederholenden Kreislauf von Gewalt, Empörung, Trauer, Erinnerung und Vergessen. Salcedo zählt zu den wichtigsten Künstlerinnen der Gegenwart. Ihre raumgreifende Installation Palimpsest, 2013–2017, die sich mit dem Schicksal von Flüchtenden und Migrant:innen und ihrem Tod im Mittelmeer oder im Atlantik auseinandersetzt, ist bereits seit dem 9. Oktober 2022 in der Fondation Beyeler zu sehen.

Fondation Beyeler (Riehen)

04.05.2023 - 05.06.2023 Ausstellung "Jugend gestaltet"
DA, Kunsthaus Kloster Gravenhorst (Hörstel)
Pressemitteilung
Jede Menge Talent und künstlerische Kreativität der jüngsten Kunstschaffenden im Kreis Steinfurt präsentiert die Ausstellung »Jugend gestaltet«mit den besten Arbeiten aus dem Wettbewerb 2023.
Fantasievolle Objekte, Bilder, Drucke, Fotografien und Collagen sind zu bestaunen. So bunt und spannend wie die Welt ist, sind die Beiträge. Jedes Kunstwerk ein Unikat. Unterschiedlichste Materialien wurden eingesetzt, um Ideen und Vorstellungen in Kunst umzusetzen.

Führungen durch die Ausstellung:
07.05. | 28.05.2023 jeweils 14 Uhr

DA, Kunsthaus Kloster Gravenhorst (Hörstel)

28.04.2023 - 28.04.2023 openART – DA passiert Kunst | Abend der offenen Tür |Beginn: 18.00 Uhr
DA, Kunsthaus Kloster Gravenhorst (Hörstel)
Pressemitteilung
Ideenwerkstatt

Der Abend der offenen Tür im DA, Kunsthaus Kloster Gravenhorst lädt einmal mehr dazu ein, ein außergewöhnliches Kunstprogramm live zu erleben: Bei einem Rundgang durch die Ideenwerkstatt die Bewerbungen für das Projektstipendium KunstKommunikation 2024 kennenlernen, die aktuellen Stipendiaten treffen und den Fortgang ihrer Kunstprojekte verfolgen, mitmachen & mitdenken

DA, Kunsthaus Kloster Gravenhorst (Hörstel)

27.04.2023 - 20.05.2023 Kunstwochen für Klima und Umwelt 2023: „Natura Sonus. Digitale Kunst trifft analoge Kunst“
GEDOK Künstlerinnenforum Karlsruhe (Karlsruhe)
Pressemitteilung
Eröffnung am Donnerstag, 27.04.2023, 15 Uhr

Die Kunstwochen werden mit der Vernissage der Ausstellung „Natura Sonus“ und einem Grußwort von Bürgermeisterin Bettina Lisbach, der Schirmherrin des Projekts, eröffnet. Es gibt einen Überblick zum Gesamtprogramm und eine Einführung zu den ausgestellten Werken.

Donnerstag, 27.04. – Donnerstag, 04.05.2023
Rathausfoyer EG, Marktplatz, 76133 Karlsruhe
Mo bis Fr 8 – 18 Uhr
Freitag, 05.05. – Samstag, 20.05.2023
Tourist-Information, Kaiserstr. 72–74, 76133 Karlsruhe
Mo bis Fr 9.30 – 18.30 Uhr, Samstag 10 – 15 Uhr

Die Ausstellung zeigt Gemälde und Grafiken mit Augmented Reality und ein Glas-Klang-Objekt mit hörbar gemachten, komponierten Fledermausstimmen der Medienkünstlerin Sabine Schäfer und der bildenden Künstlerin Rosemarie Vollmer.

Das Projekt der GEDOK Karlsruhe nimmt Bezug auf die Klimakampagne der Stadt Karlsruhe „KA – Wir machen Klima!“. Der inhaltliche Schwerpunkt folgt den Themenbereichen der Klimakampagne, die in den Aktionszeitraum für die Kunstwochen fallen, und liegt deshalb auf der Sichtbarmachung nachhaltiger Strategien im Bereich Ernährung und Konsum. Hierfür haben bildende Künstlerinnen, Literatinnen und Musikerinnen der GEDOK – bei zwei Kunstprojekten bundesweit – Arbeiten entwickelt oder aus ihrem Oeuvre ausgewählt.

Foto: Schaefer, Vollmer, Narzissten II AR-Anwendung

GEDOK Künstlerinnenforum Karlsruhe (Karlsruhe)

27.04.2023 - 21.05.2023 Kunstwochen für Klima und Umwelt 2023: „Nahrung Kleidung Konsum – weiter so?“ Projektion & Audio
GEDOK Künstlerinnenforum Karlsruhe (Karlsruhe)
Pressemitteilung
Kunstwochen für Klima und Umwelt 2023
Großprojektion in der GEDOK-Galerie
„Nahrung Kleidung Konsum – weiter so?“
Wie tragen wir zum Klimawandel und Klimaschutz bei?

Eröffnung am Donnerstag, 27.04.2023, 18 Uhr
Begrüßung/Einführung durch das GEDOK Leitungsteam.

Die Ausstellung „Nahrung Kleidung Konsum“ zeigt künstlerische Beiträge des Fachbereichs Bildende Kunst der GEDOK Karlsruhe.

Für eine Großprojektion haben sich rund 70 Künstlerinnen fast aller GEDOK Regionalgruppen deutschlandweit mit Bild- und Videobeiträgen beteiligt. Die vielfältigen medialen Werke sind über die großen Galerieschaufenster auch außerhalb der Öffnungszeiten gut zu sehen.

Das Projekt der GEDOK Karlsruhe nimmt Bezug auf die Klimakampagne der Stadt Karlsruhe „KA – Wir machen Klima!“. Der inhaltliche Schwerpunkt folgt den Themenbereichen der Klimakampagne, die in den Aktionszeitraum für die Kunstwochen fallen, und liegt deshalb auf der Sichtbarmachung nachhaltiger Strategien im Bereich Ernährung und Konsum. Hierfür haben bildende Künstlerinnen, Literatinnen und Musikerinnen der GEDOK – bei zwei Kunstprojekten bundesweit – Arbeiten entwickelt oder aus ihrem Oeuvre ausgewählt.

GEDOK Künstlerinnenforum Karlsruhe (Karlsruhe)

21.04.2023 - 17.09.2023 CINDY SHERMAN
Staatsgalerie Stuttgart (Stuttgart)
Pressemitteilung
Seit knapp 50 Jahren macht die US-amerikanische Künstlerin Cindy Sherman die Mode und deren Darstellung zum Thema ihrer Arbeit. Sie nutzt ihre zahlreichen Aufträge von Zeitschriften wie Vogue und Harper's Bazaar sowie ihre enge Zusammenarbeit mit berühmten Designern als ständige Quelle der Inspiration.

Shermans Interesse für die Modewelt zeigt eine subversive Haltung gegenüber dem, was sie repräsentiert. Durch Humor und Inszenierung werden ihre Bilder zu Parodien der Modefotografie: Sie zeigen Figuren, die alles andere als begehrenswert sind und damit allen Konventionen von Haute Couture sowie den üblichen Vorstellungen von Schönheit widersprechen.

Das Thema der Mode erweist sich für die Künstlerin als Ausgangspunkt ihrer kritischen Fragen nach Identität, Gender, Stereotypen und Alter. Shermans große Bandbreite an Charakteren zeigt die Künstlichkeit und Wandelbarkeit von Identität, die mehr denn je wählbar, (selbst-)konstruiert und fließend erscheint.

Staatsgalerie Stuttgart (Stuttgart)

06.04.2023 - 13.08.2023 Indigo Waves and Other Stories. Re-Navigating the Afrasian Sea and Notions of Diaspora
Gropius Bau (Berlin)
Pressemitteilung
Die Geschichten und Narrative des Indischen Ozeans sind der Ausgangspunkt der Gruppenausstellung Indigo Waves and Other Stories: Re-Navigating the Afrasian Sea and Notions of Diaspora.

Indigo Waves and Other Stories: Re-Navigating the Afrasian Sea and Notions of Diaspora bringt das Schaffen verschiedener zeitgenössischer Künstler*innen, Filmemacher*innen, Musiker*innen, Schriftsteller*innen und Wissenschaftler*innen zusammen, um die vielfältigen Verbindungen zwischen dem afrikanischen und asiatischen Kontinent zu entfalten und näher zu beleuchten. Die Ausstellung begreift den Indischen Ozean dabei als gemeinsamen Horizont, der die unterschiedlichen Schattierungen kultureller, sprachlicher, politischer und historischer Übergänge von der Antike bis zur Gegenwart sichtbar macht. Sie führt von den antiken Routen transregionaler Forschungs- und Handelsreisen über Migrationsbewegungen zum heutigen afroasiatischen Austausch und zeichnet nach, wie der Ozean Sprachen, Klänge, Gewässer, Ökonomien und Philosophien verbindet.

Mit Arbeiten von Kelani Abass, Malala Andrialavidrazana, Shiraz Bayjoo, Rossella Biscotti, M'barek Bouhchichi, Nikhil Chopra, Dhow Countries Music Academy, Tishani Doshi, Köken Ergun und Fetra Danu, Adama Delphine Fawundu, Haji Gora Haji, Kudzanai-Violet Hwami und Belinda Zhawi, Clara Jo, Jasmine Nilani Joseph, John Njenga Karugia, Jeewi Lee, Lavanya Mani, Oscar Murillo, Yvonne Adhiambo Owuor, Dominic Sansoni, Sim Chi Yin, Jennifer Tee, Jack Beng-Thi, Abdourahman A. Waberi

Indigo Waves and Other Stories: Re-Navigating the Afrasian Sea and Notions of Diaspora setzt sich aus zwei Ausstellungsteilen zusammen, die parallel im Gropius Bau und bei SAVVY Contemporary gezeigt werden und in Resonanz zueinander stehen. Die Ausstellung wird von einem öffentlichen Programm an beiden Ausstellungsorten begleitet.

Kuratiert von Natasha Ginwala und Bonaventure Soh Bejeng Ndikung mit Michelangelo Corsaro

In Zusammenarbeit mit SAVVY Contemporary, Berlin; Zeitz MOCAA, Kapstadt; Vasl Artists’ Association, Karatschi und BLAK C.O.R.E. (Care of Radical Energy), University of Melbourne

Gropius Bau (Berlin)

31.03.2023 - 23.04.2023 FRAGMENTE. Papier, Keramik, Glas, Schmuck, Objrkte, Textil. Angewandte Kunst / Art Design.
GEDOK Künstlerinnenforum Karlsruhe (Karlsruhe)
Pressemitteilung
Ursula Achten, Zdenka Brock: Papier
Karin Flurer-Brünger, Dagmar Langer: Keramik
Kerstin Müllerperth, Glas
Susanne Högner, Schmuck
Rose Schrade, Jordan Reyne: Objekte
Helga Weilacher-Stieler, Textil

Vernissage am Freitag, 31.03.2023 um 20 Uhr
Einführung: Rose Schrade, Fachbereichsleiterin
Musikalische Begleitung:
Ute Reisner – Improvisationen, Saxophon und andere Fundstücke

Finissage am Sonntag, 23.4.2023 um 11 Uhr
Wer seid ihr? – In Korrespondenz mit dem Ausstellungsthema liest Lea Ammertal Fragmente in Prosa

Eintritt: frei, Spenden willkommen

Fragmente, das können sein: Bruchstücke, Gedankensplitter, Sprachfetzen, Zerbrochenes in Lebensläufen oder in materiellen Dingen, die einem wichtig sind. Wir leben gerade auch in einer Zeit der Fragmente, wo äußere Einflüsse und in die Vergangenheit gerichtete Vorstellungen zu Um- und Neuorientierung auffordern.

Die Gruppe Angewandte Kunst / Art Design der GEDOK Karlsruhe hat sich mit dem Thema materialbezogen, emotional und geschichtsbezogen auseinandergesetzt.

Foto: Reparations by Jordan Reyne inspired by Greta Thunberg

GEDOK Künstlerinnenforum Karlsruhe (Karlsruhe)

26.03.2023 - 16.04.2023 AUFTAKT! Projektstipendium KunstKommunikation mit Ausstellung im Westflügel
DA, Kunsthaus Kloster Gravenhorst (Hörstel)
Pressemitteilung
Start der Kunstprojekte mit erstem Künstlergespräch

Eröffnung der Projekträume und Ausstellung: 26.03.
Michelle Adolfs & Beate Gärtner | MyVR_Planet.DA
Albrecht Fersch | Das Gefundene-Musik-Orchester
Locu & Ruth | Still Standing Special Edition
Jan Philip Scheibe | FICHTEN [WÄLDER]

DA, Kunsthaus Kloster Gravenhorst (Hörstel)

25.03.2023 - 18.06.2023 Harald Reiner Gratz: Abendland Malerei
Kunstsammlung Jena (Jena)
Pressemitteilung
Harald Reiner Gratz beschäftigt sich seit mehreren Jahren mit einem Projekt, dem er den Arbeitstitel „Abendland“ gegeben hat. Zunächst hat er diesen Begriff als geografische Begrenzung seiner künstlerischen Auseinandersetzung verstanden, der sich auf den europäischen und amerikanischen Kulturraum erstreckt. Im Vordergrund des Projektes steht das zeichnerische und malerische Erzählen, mit Hilfe dessen auf aktuelle künstlerische und gesellschaftliche Entwicklungen Bezug genommen wird, der zugleich aber auch Ausdruck menschlicher Gefühle im Prozess der menschlichen Daseinsbewältigung ist. Die bildkünstlerischen Arbeiten verhandeln zumeist Wendepunkte der Geschichte oder prägnante Personen auf, um die Fragilität der Existenz der Gemeinschaft sowie des Einzelnen aufzuzeigen. Einen Gegenpol dazu bilden Märchen und Mythen bzw. mythologische Figuren, welche eine Art von überzeitlicher Weisheit eines Volkes in sich tragen. Über all dem schwebt für den Künstler die Frage nach der Existenz einer gemeinsamen Erfahrung der Welt.

Kunstsammlung Jena (Jena)

25.03.2023 - 16.04.2023 Zeitgefährten - Dietmar Israel, Barbara Jäger, OMI Riesterer
BBK Karlsruhe, Künstlerhaus Karlsruhe (Karlsruhe)
Pressemitteilung
Dietmar Israels Bilder sind weder vorausgedacht noch geplant – sie entstehen aus einem inneren Bedürfnis heraus, malen zu müssen. Farben werden intuitiv auf den Malgrund aufgebracht und mischen sich unter seinen Händen zu einer abstrakten Formen- und Farbenwelt. Israel lässt Verdichtungen entstehen, die sich zu aussagekräftigen, symbolhaften Bildmotiven entwickeln. Starke Hell-Dunkel-Kontraste drücken dramatisch gesteigert, gefühlsbetont und zielgerichtet vielfältige menschliche Befindlichkeiten aus.

Barbara Jäger schichtet in ihrer Malerei mit einer reichen Farbigkeit organische Formen zu scheinräumlichen Kompositionen. OMI Riesterer präsentiert in verschiedenem Material konstruktive Plastiken, die seine Wurzeln im Zimmerhandwerk und als Architekt erkennen lassen. Das Künstlerpaar arbeitet schon seit über 50 Jahren zusammen – meist im Bereich Kunst am Bau. In Karlsruhe sind Jäger und Riesterer mit mehreren Arbeiten im Öffentlichen Raum vertreten. Beide pflegen aber auch ihr eigenes Werk.


„Zeitgefährten“: 25. März bis 16. April
Vernissage: Freitag, 24. März, 19.00 Uhr

Begrüßung: Lars Lehmann, Vorstand BBK
Einführung: Simone Maria Dietz M.A., Kunsthistorikerin
Musikalische Umrahmung: Ani Aghabekyan (Violine)

Öffnungszeiten:
Donnerstag und Freitag 17.00 bis 19.00 Uhr
Samstag und Sonntag 14.00 bis 18.00 Uhr
BBK Künstlerhaus Karlsruhe
Am Künstlerhaus 47
76131 Karlsruhe

Der Eintritt in die Ausstellung und zu Veranstaltungen des Rahmenprogramms ist frei.

BBK Karlsruhe, Künstlerhaus Karlsruhe (Karlsruhe)

24.03.2023 - 09.07.2023 Daniel Boyd: RAINBOW SERPENT (VERSION)
Gropius Bau (Berlin)
Pressemitteilung
RAINBOW SERPENT (VERSION) ist die bisher umfassendste Präsentation von Daniel Boyds Schaffen in Europa. Sie gibt einen Überblick über Boyds künstlerische Praxis, die sich der kolonialen Erzählung der Geschichte Australiens widersetzt und Indigene Wissensproduktion, transnationale Netzwerke des Widerstands sowie persönliche Familiengeschichten miteinander verwebt. Diese reflektiert der Künstler in RAINBOW SERPENT (VERSION) auch im Hinblick auf die Architektur des Gropius Bau.
In enger Zusammenarbeit mit Daniel Boyd konzipiert, präsentiert RAINBOW SERPENT (VERSION) 44 Gemälde und zwei neue großformatige Installationen, die in Dialog mit der historischen Architektur des Gropius Bau treten. Die Ausstellung erstreckt sich über das erste Obergeschoss und den Lichthof und betont nicht-lineare Verbindungen zwischen den ausgestellten Arbeiten und Vorstellungen von Zeit und Raum.

In unserer Playlist spricht Daniel Boyd selbst über seine Arbeiten; die Aufnahmen lassen sich auch über QR-Codes in der Ausstellung abrufen.
Ein wichtiger Bezugspunkt in Boyds Ausstellung ist das Werk des Dichters und Philosophen Édouard Glissant. Glissant entwickelte das Konzept des „Rechts auf Opazität“, das sich der westlich geprägte Idealvorstellung von Transparenz widersetzt, die Unterschiede einebnet und auslöscht. Boyd hat eine spezifische Maltechnik entwickelt, die Resonanzen zwischen seinem eigenen und Glissants Denken herstellt. Punkte aus Archivkleber, die er selbst als „Linsen“ bezeichnet, bedecken dabei die Leinwand. Zwischen den Punkten ist schwarze Farbe aufgebracht, die im Wechselspiel mit den Linsen die Bildoberflächen in Bewegung bringt. Diese Technik unterstreicht das Recht auf eine Darstellung, die sich auf Opazität beruft. Opazität interessiert Boyd als Mittel des Indigenen Widerstands gegen das Erbe des europäischen Aufklärungsgedankens und dessen Beharren auf Erleuchtung, Transparenz und Offenlegung.

Zwei eigens für RAINBOW SERPENT (VERSION) konzipierte Installationen bedecken die Fenster des ersten Obergeschosses und den Boden des Lichthofs. Diese Inszenierung reflektiert die Architektur des Gropius Bau in einem fragmentierten, sich stetig wandelnden Bild und lässt die Arbeiten Boyds durch den natürlichen Lichteinfall in ständiger Bewegung erscheinen. Integraler Bestandteil der Ausstellung ist auch ein Veranstaltungsprogramm, das sich wie ein Theaterstück auf der Bodeninstallation im Lichthof entfalten wird.

Der Titel der Ausstellung bezieht sich auf den Begriff „Rainbow Serpent“, der häufig fälschlicherweise für eine Reihe von Schöpfungsgeschichten verschiedener First Nations-Gemeinschaften in Australien verwendet wird, ohne die Besonderheiten der jeweiligen Kosmologien zu berücksichtigen. Dabei sind die Mythen der First Nations so vielfältig wie ihre Gemeinschaften selbst. Boyd greift den Begriff mit dem Zusatz „(VERSION)“ im Titel seiner Ausstellung auf, um auf die Vielfalt der unterschiedlichen Kosmologien und Kulturen der First Nations hinzuweisen.

Kuratiert von Stephanie Rosenthal und Carolin Köchling
Entwickelt in Zusammenarbeit mit dem Institute of Modern Art, Brisbane

Inhaltlicher Hinweis
Die Ausstellung thematisiert koloniale Gewalt. Menschen, die zu den First Nations oder Indigenen Gemeinschaften des Great Ocean gehören, werden darauf hingewiesen, dass einige der Texte und Kunstwerke verstorbene Personen erwähnen oder darstellen.

Gropius Bau (Berlin)

24.03.2023 - 30.04.2023 Rosario Buccellato, Von Häutungen, Marienbildern und Lineament
Kunstverein Kreis Soest e. V. (Soest)
Pressemitteilung
Der sizilianische Künstler Rosario Buccellato ist mit seiner Malerei und mit seinen vorwiegend auf Stoffen angefertigten Zeichnungen kaum in unsere Epoche einzuordnen. In seinen Werken präsentiert er überzeitliche Kompositionen aus vergangenen Epochen und heutigen Erfahrungen. Eine Inszenierung des Zufalls entsteht, wie ein verschachteltes Bühnenbild - surreal, phantasmagorisch, magisch, oftmals in einem scheinbar luftleeren Raum.

Kunstverein Kreis Soest e. V. (Soest)

19.03.2023 - 11.06.2023 Von Menschen und Kunst. Fotografien von René Burri, Stefan Draschan, Alfred Eisenstaedt, Elliott Erw
Fotografie-Forum der StädteRegion Aachen (Monschau)
Pressemitteilung
In ihren Anfängen galt die Fotografie als treues Abbild der Realität. Durch das Spiel mit Kompositionen, Perspektiven und mit Hilfe experimenteller Techniken erhoben die Fotograf_innen einen künstlerischen Anspruch. In Museen wurde die Fotografie zunächst als Mittel zur Dokumentation und Archivierung der dort ausgestellten Werke eingesetzt. Peu à peu emanzipierte sie sich von dieser Aufgabe. Nicht zuletzt durch das Fotografieren von Besucher_innen in Museen entstanden neue, eigene Kunstwerke.
Im Rahmen der Ausstellung „Von Menschen und Kunst“ zeigen wir auf der 2. Etage des Fotografie-Forums ca. 60 Arbeiten, die die Reaktion der Menschen auf Kunst in Museen und im öffentlichen Raum thematisieren. Betrachtet man die im Rahmen der Ausstellung präsentierten Menschen-im-Museum-Bilder, fallen die mitunter offenkundigen Ähnlichkeiten zwischen den Besucher_innen und den Museumsbildern auf. Die meisten gehen unbefangen mit den Klassikern des Kunstkanons um. Einige betrachten sie mit respektvollem Staunen, andere nutzen die Ruhe der Museen und die vorhandenen Sitzmöglichkeiten, um ein kleines Schläfchen zu halten. So kann das Zusammenspiel von tausend-, ja millionenfach angeschauten Kunstwerken und ihrem Publikum manchmal zur unterhaltsamen Sehschule werden.
Die Herangehensweise der Kuratorin Dr. Nina Mika-Helfmeier wurde durch die Arbeiten von Barbara Klemm, Ruth Orkin und Stefan Draschan inspiriert. Der letztgenannte, bekannte österreichische Fotograf zeigt in seinen Arbeiten verblüffende Korrespondenzen zwischen Kunst und Besucher_innen. Seit Jahren pendelt er zwischen Wien, Berlin, Neapel und Paris, um Menschen in Museen zu fotografieren. Inzwischen ist das Sujet „Menschen im Museum“ für Stefan Draschan ein beliebtes Internet-Meme. Dabei steht bei ihm stets der spontane Moment im Mittelpunkt seines Interesses. Die Social-Media-Community war begeistert von seinen online präsentierten Fotos und verlinkte sie millionenfach auf Facebook, Tumblr, Twitter und Instagram. Während für Stefan Draschan die Jagd auf Motive im Museum zu einem festen Bestandteil seiner fotografischen Arbeit geworden ist, zeigt die Ausstellung aber auch weitere humorvolle Fotografien, die international bekannte Fotograf_innen von Menschen und Kunst machten.
Die Ausstellung ist bis zum 11. Juni zu sehen, der Eintritt ist frei.
Fotocredit: Museo del Prado, 1995 © Elliott Erwitt/ Magnum Photos

Fotografie-Forum der StädteRegion Aachen (Monschau)

19.03.2023 - 28.05.2023 "Die Erben Wilhelm Morgners - Hommage an einen Westfalen" mit Verleihung des Simplizissimus-Preises,
Kunstverein Kreis Soest e. V. (Soest)
Pressemitteilung
Die 7. Ausstellung mit Verleihung des Simplicissimus - Preises sowie
eines Publikumspreises im Museum Wilhelm Morgner, Soest, vom 19. März bis 28. Mai 2023.

Der Titel „Die Erben Wilhelm Morgners“ bezieht sich auf den expressionistischen Maler Wilhelm Morgner (1891-1917), der in Soest sein Schaffenszentrum hatte und mit knapp 27 Jahren im Ersten Weltkrieg fiel.

Seine Kunst in seiner Zeit des Umbruchs ist der Ausgangspunkt für eine Einladung an heutige Künstlerinnen und Künstler, sich mit dem Schaffen dieses außergewöhnlichen Malers zu beschäftigen.

Aber was haben Morgner und seine Kunst mit uns heute zu tun?

Auch unsere heutige Welt ist bedroht, auch wir empfinden unsere Gegenwart als die einer Krise. Wie damals haben wir heute das Gefühl, dass eine Epoche zu Ende gegangen ist, die zumindest in Europa lange Zeit durch materiellen Fortschritt und andauernden Frieden gekennzeichnet war. Klimawandel, Krieg in Europa, Globalisierung, Digitalisierung sind nur einige der Aspekte, die zeigen, dass auch unsere heutige Welt im Wandel begriffen ist.

Aber kann Kunst helfen, Orientierung zu geben?

Gliederung der Ausstellung:

A Künstlerische Dialoge mit Wilhelm Morgner
1. Annäherungen an Morgner und seine Kunst
2. Die Welt mit den Augen eines Künstlers sehen – Kunst hinterfragt Möglichkeiten

B Kunst reagiert auf die aktuelle Krisenstimmung
3. Krieg, Zerstörung, Tod: Kunst als Mahnerin und Hoffnungsträger?
4. Ausbeutung der Natur, Klimawandel – eine Welt im Umbruch! Kann die Kunst Hoffnung geben?
5. Künstliche Intelligenz und virtuelle Realitäten – eine neue Chance für die Kunst?
6. Staatsgewalt, Ausgrenzung und Widerstand – Kunst prangert an!

C Kunst hilft bei der Suche nach dem eigenen Standort
7. Weltängste und Hilfslosigkeit angesichts globaler Krisen und Katastrophen – wo stehen wir und wie kann Kunst helfen, den Boden nicht unter den Füßen zu verlieren?
8. Selbstbefragung und Rückbezug auf das eigene Ich - wo stehe ich in der Welt?
9. Leben ist Veränderung! Perspektivlosigkeit führt zu Stillstand!

D Kunst schafft neue Welten
10. Neuerschaffung der Welt durch Kunst – eine neue Ordnung aus elementaren Kräften?
11. Licht ist Energie und Symbol für Geistiges

Kunstverein Kreis Soest e. V. (Soest)

18.03.2023 - 18.06.2023 Patrizia Kränzlein und Dieter Kränzlein Farbe - Stein - Papier
Staedtische Galerie Bietigheim-Bissingen ( Bietigheim-Bissingen)
Pressemitteilung
Der international bekannte Künstler Dieter Kränzlein bevorzugt für sein bildhauerisches Werk Muschelkalk. Meist wählt er einfache geometrische Grundformen wie Würfel oder Zylinder, oft auch Formen mit sanften Wölbungen oder Bögen. Die Oberflächen seiner Skulpturen verlebendigt er, indem er sie mit der Flex bearbeitet. Eine zunehmend größere Rolle in seinem Werk spielen kräftige Farben. Auch Patrizia Kränzlein hat sich der Abstraktion und geometrischen Formen verschrieben. Sie kombiniert in ihren – meist schwarz-weiß gehaltenen – Zeichnungen Graphit und Linolfarbe. Letztere trägt sie mit der Walze auf und erreicht so Schattierungen innerhalb der Flächen, die Räumlichkeit suggerieren. Dieses Formrepertoire entwickelt sie jüngst in äußerst reizvollen Fotogrammen weiter, einer Technik, in der lichtempfindliches Papier direkt partiell belichtet wird. Erstmals präsentieren Vater (*1962) und Tochter (*1987), die beide in Bietigheim-Bissingen leben und arbeiten, ihre Werke in einer gemeinsamen Museumsschau.

Zur Eröffnung am Freitag, 17. März um 19.30 Uhr laden wir Sie ganz herzlich ein.


Begleitprogramm

Öffentliche Führungen:
Sonntag, 2. April, 16.30 Uhr
Sonntag, 23. April, 11.30 Uhr
Sonntag, 14. Mai, 11.30 Uhr
Sonntag, 4. Juni, 16.30 Uhr
Sonntag, 18. Juni, 11.30 Uhr

Führung für Lehrkräfte
Montag, 27. März, 17 Uhr

After-Work-Kurzführungen
(30 Min.) mit Apéritif
Dienstag, 28. März, 17 Uhr
Mittwoch, 7. Juni, 16.30 Uhr

Kaffee-Kränzlein
Führung mit anschließendem Kaffee und Kuchen im Café-Restaurant Galerie
Freitag, 14. April, 15 Uhr mit Dieter Kränzlein und Dr. Petra Lanfermann
Freitag, 16. Juni, 15 Uhr mit Patrizia Kränzlein und Dr. Isabell Schenk-Weininger

Führung für blinde und sehbehinderte Menschen
Mittwoch, 3. Mai, 15 Uhr, mit Dr. Isabell Schenk-Weininger

Buchpräsentation
Die beiden druckfrischen Ausstellungskataloge werden von Patrizia und Dieter Kränzlein vorgestellt.
Donnerstag, 4. Mai, 18 Uhr

Vormittagsführung für Senior*innen
Dienstag, 23. Mai, 10 Uhr

Vormittagsführung für Menschen mit Demenz
Donnerstag, 15. Juni, 10 Uhr

Familien-Fun-Freitag
Das besondere Museumserlebnis für Groß und Klein mit einer Kombination aus Führung und Kreativ-Workshop – frei nach dem Motto: Erst schauen, dann selbst trauen!
Freitag, 5. Mai, 15 Uhr

Känguru-Führung
für Eltern mit Babys im Tragetuch oder Kinderwagen
Montag, 12. Juni, 15 Uhr



Studioausstellung:
Freier Fall und Ferner Stern – Zum 100. Geburtstag von Fred Stelzig
25. November 2022 bis 16. April 2023
Anlässlich des bevorstehenden 100. Geburtstags des Besigheimer Künstlers Fred Stelzig (1923–2006) zeigt die Städtische Galerie eine Auswahl an Werken aus der eigenen Sammlung und aus Privatbesitz. Die Gemälde, Zeichnungen und Grafiken ergänzen die Ausstellung »Stelzig ’23 – Kunst am Bau« in Besigheim (9. Februar – 13. April 2023), welche lokale und überregionale Projekte des Ehepaars Annelies und Fred Stelzig vorstellt.


Begleitprogramm

Öffentliche Führungen
Sonntag, 22. Januar, 16.30 Uhr
Sonntag, 16. April, 11.30 Uhr

Familien-Fun-Freitag
Eine Kombination aus Führung und Kreativ-Workshop für Groß und Klein
24. März 2023, 15 Uhr

Studioausstellung:
Linolschnitte des deutschen Expressionismus
Einblick in die Sammlung
Verlängert bis 19. März 2023!!!

Der Bestand an künstlerischen Linolschnitten der Städtischen Galerie bietet einen repräsentativen Querschnitt von der Klassischen Moderne bis heute. Ergänzend zur großen Ausstellung niederländischer Expressionisten der Künstlergruppe De Ploeg wird im historischen Gebäudeteil der Fokus auf den deutschen Expressionismus gerichtet mit Künstler*innen wie Ernst Ludwig Kirchner, Gabriele Münter, Wilhelm Morgner, Christian Rohlfs, Georg Tappert und vielen weiteren.

Begleitprogramm:

Känguru-Führung für Eltern mit Babys im Tragetuch oder Kinderwagen
Montag, 13. März, 15 Uhr


Unser umfangreiches Workshop-Programm für Kinder und Jugendliche entnehmen Sie bitte dem gesonderten Flyer oder unserer Website.

Führungen für Gruppen und Schulklassen nach telefonischer Vereinbarung


Öffnungszeiten
Dienstag, Mittwoch, Freitag 14–18 Uhr
Donnerstag 14–20 Uhr
Samstag, Sonntag 11–18 Uhr
Karfreitag bis Ostermontag 11–18 Uhr
Himmelfahrt, Pfingsten und Fronleichnam 11–18 Uhr

Eintritt frei!
Alle Führungen 4 €
Buchpräsentation kostenfrei
Familien-Fun-Freitag 5 € pro Familie
Private Gruppenführung: 60 € / 70 €

Städtische Galerie Bietigheim-Bissingen
Hauptstraße 60–64
74321 Bietigheim-Bissingen
Telefon 07142 74-483
Telefax 07142 74-446
http://galerie.bietigheim-bissingen.de
galerie@bietigheim-bissingen.de

Staedtische Galerie Bietigheim-Bissingen ( Bietigheim-Bissingen)

18.03.2023 - 11.06.2023 Charles Fréger: Wilder Mann Fotografien
Kunstsammlung Jena (Jena)
Pressemitteilung
Charles Fréger durchquerte zahlreiche Länder Europas auf der Suche nach der Figur des „Wilden Mannes“, wie sie in den lokalen Traditionen der Völker noch heute lebendig ist. Diese archetypischen Charaktere – halb Mensch, halb Tier oder Pflanze – tauchen anlässlich ritueller, heidnischer oder religiöser Feste aus den Tiefen der Zeit wieder auf und feiern den Kreislauf der Jahreszeiten, Fastnacht, Karneval oder Karfreitag. In den Volksstämmen der europäischen Landbevölkerung stellten diese Mischwesen Schutzfiguren oder Fruchtbarkeitssymbole dar, die beispielsweise den Schrecken der kalten Jahreszeit ein Ende setzen sollten. Heute erinnern sie an eine Zeit, als unser Leben noch deutlicher vom Wechsel der Jahreszeiten, Ernte oder – noch früher – dem Erfolg bei der Jagd, bestimmt war. Die „Wilden Männer“ lassen sich als vielfältige Inkarnationen unserer ursprünglichen, engen Beziehung zur Natur lesen, auf deren Oberfläche das Tierische zum Vorschein kommt. Wenn der „Wilde Mann“ in Legenden durch unbewohnte Wald- und Berggebiete streift, verkörpert er die archaische Seite einer als unzähmbar geltenden Natur. Charles Fréger spricht von „einer zoomorphen Figur, deren grobe Erscheinung und rituelle Kleidung auf universelle Nacktheit verweisen.“ Die Serie des „Wilden Mannes“ bildet ein unabgeschlossenes Hauptwerk, zu dem sich, dank neuer Entdeckungen, gelegentlich weitere Figuren gesellen. Wir zeigen 89 Fotografien aus dieser Serie erstmals in Deutschland. Für die freundliche Förderung des Ausstellungsprojektes danken wir der Kulturstiftung des Freistaates Thüringen.

Kunstsammlung Jena (Jena)

17.03.2023 - 09.07.2023 ALISON KNOWLES
Staatsgalerie Stuttgart (Stuttgart)
Pressemitteilung
Happy Birthday, Alison! Anlässlich des 90. Geburtstages der Fluxus-Pionierin Alison Knowles rücken wir in »THE GÄLLERY – Raum für Fotografie« ausgewählte Bestände des Fluxusarchiv Sohm in den Fokus. Mit über 150 historischen Aufnahmen fügt sich ein Fotoparcours zu einer eingehenden Erzählung über Experimente im künstlerischen Freiraum der Kunst. Die Frage nach der Auslotung von Grenzen, deren Überschreitung und radikaler Infragestellung ist aktueller denn je. In vielen Blickwinkeln auf die temporären und mitunter kurzlebigen, oft kollektiven Aktionen in Deutschland, Europa
und den USA zeigt sich, wie das Medium Fotografie die Kunst der Fluxisten
reflektiert und mitgestaltet.

Staatsgalerie Stuttgart (Stuttgart)

05.03.2023 - 11.06.2023 Gerhard Langenfeld (im 2-Raum des Museum Art.Plus)
Museum Art.Plus (Donaueschingen)
Pressemitteilung
Dem Maler Gerhard Langenfeld, der sich nur scheinbar auf die Zweidimensionalität der reinen Bildfläche konzentriert, gelingt es, die Raumdimension in einer differenziert geschichteten Malerei in die Tiefe zu erweitern, die die Architektur und den Raum gleichsam nach hinten ins Innere des Bildes fortführt.

Die dominierende Farbigkeit seiner Bilder ist schwarz und wird hinterfangen von einer unendlichen Vielfalt an Farbstrukturen, die den Aufbau des Bildes aus der Vielfalt ins Monochrome nachvollziehbar macht und uns ein Narrativ der reinen Malerei vorstellt. In seinen Schichtungen und Durchdringungen werden die Betrachter von den Bildern gleichsam aufgesogen.

Museum Art.Plus (Donaueschingen)

19.02.2023 - 01.05.2023 PICASSO. Künstler und Modell – Letzte Bilder
Fondation Beyeler (Riehen)
Pressemitteilung
Im Rahmen der internationalen Feierlichkeiten rund um das fünfzigste Todesjahr von Pablo Picasso (1881–1973) präsentiert die Fondation Beyeler eine konzentrierte Auswahl von späten Gemälden Picassos, die sich mit dem Bild von Künstler und Modell befassen. Diese ausdrucksstarken Werke, die im letzten Jahrzehnt von Picassos Schaffen entstanden, führen die unbändige kreative Energie und Produktivität des Künstlers am Ende seines Lebens vor Augen. Picasso setzt sich darin mit dem (Selbst-)Bild des Künstlers und dem künstlerischen Schöpfungsakt ebenso auseinander wie mit dem Bild des weiblichen Körpers. Dabei eröffnen sich für Betrachterinnen und Betrachter auch Fragen in Bezug auf die Darstellung der Frau in der Kunst im Kontext der heutigen Zeit.

Fondation Beyeler (Riehen)

12.02.2023 - 16.04.2023 Ellen Auerbach. Barbara Klemm Fotografien 1929-2019
Fotografie-Forum der StädteRegion Aachen (Monschau)
Pressemitteilung
Im Februar starten wir im Fotografie-Forum der StädteRegion Aachen mit der ersten Ausstellung in diesem Jahr. Sie zeigt uns, wie atmosphärisch die deutsch-amerikanische Fotografin Ellen Auerbach (geb. Rosenberg) u. a. die Stationen ihres Exils in Palästina und England festzuhalten wusste. Ihre Arbeiten präsentieren wir zusammen mit Werken von Barbara Klemm, der „Grande Dame“ der Schwarz-Weiß-Fotografie, die ein halbes Jahrhundert lang die wichtigen Ereignisse der deutschen Geschichte und Politik in ausdrucksstarken Aufnahmen festhielt. Das beeindruckende Œuvre von Barbara Klemm umfasst Landschaften, ikonenhafte Bilder von zeitgeschichtlich relevanten Ereignissen, Reisereportagen und Porträts künstlerischer Persönlichkeiten.
Ellen Auerbach (1906–2004) stammte aus einem bürgerlich-jüdischen Elternhaus. Mit 18 Jahren begann sie ein Studium der Bildhauerei in Karlsruhe, wo sie die Eltern von Barbara Klemm, Fritz Klemm und Gräfin Antonia von Westphalen, kennenlernte. 1929 zog sie nach Berlin, um eine fotografische Ausbildung bei Walter Peterhans (Bauhaus in Dessau) zu absolvieren. International bekannt wurde sie in den 1930er Jahren durch ihre gemeinsame Arbeit mit der Künstlerin Grete Stern, mit der sie das Berliner Fotostudio ringl + pit gründete. Im Rahmen unserer Ausstellung werden u. a. Arbeiten von perfekt ausgeleuchteten Stillleben aus den 30er Jahren, Landschaften von den Exilstationen Auerbachs sowie Stadtszenen aus dem New York der 40er Jahre zu sehen sein.
Barbara Klemm, 1939 in Münster geboren, trat nach ihrer Ausbildung in einem Porträtatelier in Karlsruhe ab 1959 eine Stelle als Fotolaborantin bei der Frankfurter Allgemeinen Zeitung an. Bald belieferte sie die Redaktion mit eigenen Bildern, zunächst in freier Mitarbeit, ab 1970 bis Ende 2005 als fest angestellte Redaktionsfotografin für Politik und Feuilleton. Zahlreiche Ausstellungen wurden Barbara Klemms fotografischer Arbeit schon gewidmet, etwa 1991 anlässlich der Eröffnung des Museums für Moderne Kunst in Frankfurt a. M., 1999 im Deutschen Historischen Museum in Berlin oder 2013 eine Retrospektive im Martin-Gropius-Bau in Berlin. Barbara Klemm wurde u. a. mit dem Dr.-Erich-Salomon-Preis der Deutschen Gesellschaft für Photographie, dem Hessischen Kulturpreis und dem Max-Beckmann-Preis der Stadt Frankfurt am Main ausgezeichnet. Im Jahre 2010 wurde sie in den Orden Pour le mérite für Wissenschaft und Künste aufgenommen.
Mit Ellen Auerbach verband Barbara Klemm eine lange Freundschaft. Die Ausstellung vereint die individuellen Sichtweisen und Perspektiven der beiden Freundinnen auf das fotografische Sujet. Gezeigt werden ca. 150 Fotoaufnahmen, mit freundlicher Unterstützung von privaten Leihgebern sowie Leihgaben der Akademie der Künste in Berlin.
Die Vernissage findet am 12.2.2023 um 12 Uhr im Aukloster (Austr. 7 in Monschau), in Anwesenheit von Barbara Klemm statt.

Fotografie-Forum der StädteRegion Aachen (Monschau)

29.01.2023 - 21.05.2023 Wayne Thiebaud
Fondation Beyeler (Riehen)
Pressemitteilung
Der renommierte amerikanische Künstler Wayne Thiebaud (1920–2021) begann seine Karriere ursprünglich als Grafikdesigner und arbeitete kurze Zeit für die Walt Disney Studios in der Trickfilmabteilung. In seinen berühmten Stillleben von Lebensmitteln schilderte Thiebaud die Verheissungen und den Überfluss des «American Way of Life» – eine Gesellschaft des Angebots ohne Nachfrage. Dies spiegelt sich in der taktilen Verwendung von Farbschichten wider, welche die Objekte zum Leben erwecken und eine Atmosphäre schaffen, in der sich Ironie und Melancholie die Waage halten. Durch seine brillante Maltechnik reizte Thiebaud die Möglichkeiten malerischen Ausdrucks bis an die Grenzen von gesehener und imaginierter Welt aus. Die Ausstellung in der Fondation Beyeler zeigt Thiebauds Werk in seinen vielen Aspekten: neben den Stillleben auch Porträts sowie die multiperspektivischen Städtebilder und Landschaften, durch die er dieses scheinbar alte Genre der Kunstgeschichte neu definierte.

Fondation Beyeler (Riehen)

16.12.2022 - 16.04.2023 Fetisch Zukunft. Utopien der dritten Dimension
Zeppelin Museum Friedrichshafen (Friedrichshafen)
Pressemitteilung
Die Ausstellung "Fetisch Zukunft. Utopien der dritten Dimension" untersucht anhand des menschlichen Strebens nach Geschwindigkeit, Freiheit, Frieden, Unsterblichkeit und Nachhaltigkeit die gesellschaftlichen Mechanismen hinter Zukunftsvisionen. Ganz zentral stellt sie sich der Frage, ob Technik die Welt retten und diese menschlichen Sehnsüchte erfüllen kann.

Über die letzten 120 Jahre entstanden zahlreiche Ideen und Visionen, den Himmel zu befahren oder den Weltraum zu bereisen, die auf Brennpunkte des irdischen Lebens reagieren. In unserem von fragilen Ökosystemen, Überbevölkerung, Platzmangel, Ressourcenknappheit und Krieg geprägten Kosmos wecken innovative Technologien Versprechen einer besseren Zukunft, einer lebenswerteren Welt. Hinter Luftschiffen, Drohnentaxis, zivilen Hyperschallflugzeugen, fliegenden Städten oder dem Weltraumtourismus stehen daher oftmals ganz irdische, menschliche Sehnsüchte. Geprägt durch Technikvertrauen, Marketing und dem Wunsch nach Fortschritt entwickeln sich Utopien, aber auch deren Gegenbilder, die Dystopien. Die Ausstellung Fetisch Zukunft. Utopien der dritten Dimension des Zeppelin Museums untersucht, wie Technik- und Gesellschaftsutopien ineinandergreifen und wirft die Frage auf: Kann Technologie die Welt retten – oder ist sie eher Machtinstrument und Marketingversprechen? Dazu setzt die Ausstellung geschichtlich bei den Luftschiffen an und schaut mit Werken zeitgenössischer Künstler*innen in mögliche Zukünfte. Als Ausstellungsarchitektur sind partizipative Räume, Social Scenography Spaces, geplant, in denen Besucher*innen mit Werken, untereinander oder mit den Experten*innen vor Ort aktiv in den Dialog treten können. Online setzen sich Begegnung, Austausch und Kooperation im debatorial® fort.

Insgesamt 15 künstlerische Arbeiten von Nuotama Frances Bodomo, Andreas Feininger, Alexandra Daisy Ginsberg, Alexander Kluge, Marie Lienhard, Tomás Saraceno, Jacolby Satterwhite, Timur Si-Qin, Anton Vidokle und Aby Warburg werden ergänzt durch mehr als 80 weitere Exponate der Luftfahrtgeschichte. Darunter ein Großmodell der Concorde, Teile des Delphin-Luftschiffs, Energieerzeugung und Antrieb des Solarluftschiffs Lotte, Modell des Wagner Roto Cars, der Internationalen Raumstation ISS, des CargoLifter sowie ein Marsdiorama, (Design-) Modelle, Zeitschriften, Plakate und zahlreiche Post- und Scherzkarten zur Luftschifffahrt. Die Ausstellung basiert dabei auf Werken der Technik- und Kunstsammlung des Zeppelin Museums und wird durch thematisch passende, internationale Leihgaben erweitert.

Zeppelin Museum Friedrichshafen (Friedrichshafen)

10.12.2022 - 04.06.2023 Ausstellung »ole scheeren: spaces of life«
ZKM | Zentrum für Kunst und Medien (Karlsruhe)
Pressemitteilung
»Spaces of Life« befasst sich mit dem Werk des 1971 in Karlsruhe geborenen Architekten Ole Scheeren und der Frage, wie mit Architektur von heute Prototypen für das Leben von morgen geschaffen werden. Scheeren gehört zu den bekanntesten deutschen Architekten und hat sich mit innovativen Hochhäusern und Wohnprojekten in Asien einen Namen gemacht.

ZKM | Zentrum für Kunst und Medien (Karlsruhe)

09.12.2022 - 01.05.2023 MYRIAM HOLME Viele finden ganz gut, was ich mache und INTRO! 30 Jahre Städtische Galerie Fruchthall
Städtische Galerie Fruchthalle (Rastatt)
Pressemitteilung
MYRIAM HOLME
Viele finden ganz gut, was ich mache
09.12.2022 – 01.05.2023
Der Titel der Ausstellung in der Städtischen Galerie Fruchthalle in Rastatt basiert auf einer Collage, die die Bildhauerin und Malerin Myriam Holme im Rahmen ihrer Serie „poetry of the week“ fertigte. Diese Collagen auf Papier kombinieren schriftbasierte Versatzstücke mit verschiedenen Gestaltungstechniken. Diese ist eine logische Erweiterung ihrer künstlerischen Arbeit, in der den Titeln, die oft ebenfalls als Epigramme, also sehr kurze Gedichte funktionieren, eine erweiternde und poetische Bedeutung zukommt. Eine Auswahl aus dieser Reihe wird nun erstmals im musealen Rahmen präsentiert und mit einer raumgreifenden Installation bildhauerischer Arbeiten in Beziehung gesetzt. Diese Arbeiten, die auf dem Boden liegend präsentiert werden, basieren maßgeblich auf gebogenen Aluminiumplatten, die sich tastend in den Raum einfinden und mit der postmodernen Architektur der Fruchthalle in Beziehung treten. So werden verschiedene Perspektiven und Blickwinkel in einem facettenreichen Zusammenspiel von silber-glänzendem Aluminium und Farbe eröffnet und die Ausstellung auch zur sinnlichen Erfahrung.

INTRO!
30 Jahre Städtische Galerie Fruchthalle
Sammlung Rastatt und Gäste 09.12.2022 bis 01.05.2023 Die Städtische Galerie Fruchthalle feiert 2023 ihr 30-jähriges Bestehen. Um diesen Anlass zu würdigen, endet das Jahr 2022 mit einer Sammlungspräsentation und leitet gleichermaßen das Jubiläumsjahr ein. Die Präsentation speist sich aus Werken der Sammlung Kunst in Baden nach 1945 und geladenen Positionen der Gegenwart. Raumgreifenden Skulpturen werden Raumkonzepte in Malerei und Zeichnung gegenübergestellt. Hierbei begegnen sich Künstlerinnen und Künstler unterschiedlicher Generationen und verhandeln das Thema Raum in Skulptur und Malerei.

Unter anderem mit: Manfred Emmenegger-Kanzler/ Gerlinde Fertig/ Jochen Damian Fischer/ Lea Gocht/ Barbara Haim/ Johanna Helbing-Felix/ Bernadette Hörder/ Günther Karcher/ Jörn Kausch/ Susanne Neiss

Städtische Galerie Fruchthalle (Rastatt)

04.12.2022 - 16.04.2023 Ohne Titel. Junge Malerei aus Süddeutschland und der Deutschschweiz.
Kunstmuseum Singen (Singen)
Pressemitteilung
Die Malerei ist zurück. Erneut. Sie strotzt vor Selbstvertrauen, Lebendigkeit, Strahlkraft und Vielfalt. Der ideale Moment für eine Bestandsaufnahme: Mit einer gross angelegten Ausstellung befragen das Kunstmuseum Singen und das Museum zu Allerheiligen Schaffhausen gemeinsam den aktuellen Stand des Mediums in Süddeutschland und in der Deutschschweiz.

Welche neuen Einflüsse sind in der Malerei derzeit auszumachen? Wie gehen die Maler:innen mit dringlichen Fragen unserer Zeit um? Und welche kunsthistorischen Strömungen sind – in aktualisierter Form – weiterhin anzutreffen?

»Ohne Titel« lautet der Titel der grenzüberschreitenden Ausstellung – nur auf den ersten Blick ein Paradoxon: Die Bezeichnung wird von Kunstschaffenden häufig als Werktitel genutzt, um die Wahrnehmung der Betrachterinnen und Betrachter nicht vorab in eine Richtung zu lenken. Die Ausstellung nutzt diese Vorgehensweise ebenfalls, mit gutem Grund: Es geht um die Bandbreite und den Facettenreichtum der Malerei, die es unvoreingenommen zu entdecken gilt. Ohne Titel, dafür mit vielen spannenden jungen Maler:innen. Eine ideale Möglichkeit, um die Malerei der Gegenwart näher kennenzulernen!

Künstlerinnen und Künstler der Ausstellung | Kunstmuseum Singen
Beni Bischof, Benjamin Bronni, Pia-Rosa Dobrowitz, Alex Feuerstein, Tim Freiwald, Konstantin Friedrich, fructuoso/wipf, Dana Greiner, Theo Huber, Anna Jaun, Stefanie Kägi, Nadja Kirschgarten, Christoph Knecht, Florina Leinß, Lipp&Leuthold, Robert Matthes, Mehmet & Kazim, Claudia Magdalena Merk, Jan-Hendrik Pelz, Giacomo Santiago Rogado, Sophia Sadzakov, Astrid Schindler, Hans Vinzenz Seidl, Pascal Sidler, Rebekka Steiger, Christine Streuli, Olga Titus, Fabian Treiber, Pablo Walser

Künstlerinnen und Künstler der Ausstellung | Museum zu Allerheiligen Schaffhausen
Çi?dem Aky, Enrico Bach, Stefan Bircheneder, Andriu Deplazes, Marie Do Linh, Melanie Dorfer, Jan Gemeinhardt, Ramon Hungerbühler, Luzia Imhof, Mirjam Blanka Inauen, Christelle Kahla, Daniel Karrer, LINO, Jordan Madlon, Ulrich Okujeni, Lin Olschowka, Sanna Reitz, Patric Sandri, Laurentius Sauer, Alessia Schuth, Elza Sile, Marius Steiger, Inka ter Haar, Mariana Tilly, Matthias Wyss, Urban Zellweger, Jan Zöller

Kuratoren: Julian Denzler, Museum zu Allerheiligen Schaffhausen und Christoph Bauer, Kunstmuseum Singen

Eröffnung der Ausstellung:
Museum zu Allerheiligen Schaffhausen: Freitag, 02.12.2022, 18.30 Uhr
Kunstmuseum Singen: Sonntag, 04.12.2022, 11 Uhr

Kunstmuseum Singen (Singen)

03.12.2022 - 23.04.2023 Ausstellung: »Matter, Non-Matter, Anti-Matter.« Vergangene Ausstellungen als digitale Erfahrungen
ZKM | Zentrum für Kunst und Medien (Karlsruhe)
Pressemitteilung
»Matter, Non-Matter, Anti-Matter. Vergangene Ausstellungen als digitale Erfahrungen « zeigt die digitalen Modelle vergangener Ausstellungen, Kunstwerke und Artefakte aus diesen Ausstellungen sowie begleitende zeitgenössische Kommentare, die mittels Augmented Reality integriert werden. Begleitet wird die Ausstellung von einer Konferenz zur Virtualisierung von Ausstellungsgeschichten.
Die Ausstellung findet im Rahmen des internationalen praxis-basierten Kooperationsprojektes »Beyond Matter« statt.

ZKM | Zentrum für Kunst und Medien (Karlsruhe)

27.11.2022 - 12.11.2023 Tierisch gut - Paradise reloaded
Museum Art.Plus (Donaueschingen)
Pressemitteilung
Das Museum Art.Plus zeigt in seiner Jahresausstellung "TIERISCH GUT – PARADISE RELOADED" zeitgenössische Malerei und Skulpturen von internationalen Künstlern, die sich jeweils mit dem Thema Tier und Natur auseinandersetzen.

Auch wenn die Welt sich nicht in Balance befindet, sehnen sich doch viele nach paradiesischen Verhältnissen. Im Museum Art.Plus gibt es in der neuen Kunstausstellung viele Ecken, wo ein jeder finden kann, wonach er insgeheim auch sucht. Bei genauerer Betrachtung der neuen Schau erkennt man aber auch, dass in den Werken viel mehr steckt als das vordergründige „Heile-Welt-Syndrom“.

Museum Art.Plus (Donaueschingen)

26.11.2022 - 16.04.2023 Freier Fall und Ferner Stern – zum 100. Geburtstag von Fred Stelzig
Staedtische Galerie Bietigheim-Bissingen ( Bietigheim-Bissingen)
Pressemitteilung
Freier Fall und Ferner Stern – Zum 100. Geburtstag von Fred Stelzig
25. November 2022 bis 16. April 2023
Anlässlich des bevorstehenden 100. Geburtstags des Besigheimer Künstlers Fred Stelzig (1923–2006) zeigt die Städtische Galerie eine Auswahl an Werken aus der eigenen Sammlung und aus Privatbesitz. Die Gemälde, Zeichnungen und Grafiken ergänzen die Ausstellung »Stelzig ’23 – Kunst am Bau« in Besigheim (9. Februar – 13. April 2023), welche lokale und überregionale Projekte des Ehepaars Annelies und Fred Stelzig vorstellt.

Begleitprogramm

After-Work-Kurzführung (30 Min.) mit Apéritif
Donnerstag, 15. Dezember, 17 Uhr

Öffentliche Führungen
Sonntag, 22. Januar, 16.30 Uhr
Sonntag, 16. April, 11.30 Uhr

Gespräch mit der Zeitzeugin Sabine Gärttling
Tochter des Künstlerehepaares Annelies und Fred Stelzig
Sonntag, 12. Februar 2023, 16.30 Uhr

Familien-Fun-Freitag
Eine Kombination aus Führung und Kreativ-Workshop für Groß und Klein
24. März 2023, 15 Uhr

Anmeldungen: 07142 74-483 oder galerie@bietigheim-bissingen.de

Öffnungszeiten
Di, Mi, Fr 14–18 Uhr
Do 14–20 Uhr
Sa, So 11–18 Uhr
24., 25. und 31. Dezember geschlossen
26. Dezember, 1. und 6. Januar 11–18 Uhr
alle Osterfeiertage 11–18 Uhr


Eintritt frei
Führungen: 4 €
Zeitzeugin-Gespräch: 5 €
Familien-Fun-Freitag: 5 € pro Familie



Begrenzte Teilnehmerzahl!
Anmeldungen unter 07142 74-483 oder galerie@bietigheim-bissingen.de

Städtische Galerie Bietigheim-Bissingen
Hauptstraße 60–64
74321 Bietigheim-Bissingen
Telefon 07142 74-483
Telefax 07142 74-446
http://galerie.bietigheim-bissingen.de
galerie@bietigheim-bissingen.de

Staedtische Galerie Bietigheim-Bissingen ( Bietigheim-Bissingen)

25.11.2022 - 18.02.2024 So viel Anfang! Künstlerinnen der Moderne und ihr Werk nach 1945
Städtische Galerie Karlsruhe (Karlsruhe)
Pressemitteilung
Die Ausstellung »So viel Anfang!« widmet sich Künstlerinnen der Moderne in Deutschland und ihrem späten, nach 1945 entstandenen Werk, dessen Entwicklung in den 1920er-Jahren ansetzt. Dazu gehören beispielsweise Ella Bergmann-Michel, Hannah Höch, Ida Kerkovius, Jeanne Mammen, Grethe Jürgens, Lotte Laserstein oder Hanna Nagel. Mit experimentellen Collagen, abstrahierenden Gemälden und zeitkritischen Zeichnungen trugen sie vor 1933 zum Erfolg einer national, teils auch international vernetzten Avantgarde bei. Im NS-System verfemt und außer Landes getrieben, konnten sie nach 1945 an ihre Anfangserfolge nur noch bedingt anknüpfen. Während ihr Frühwerk vielfach berühmt und in die Kunstgeschichte eingeschrieben ist, blieben ihre späteren Arbeiten lange Zeit unbeachtet und von der Rezeption ausgeschlossen. Heute sind die Bilder von Helena Starck, Eleonora Rozanek, Margaret Camilla Leiteritz, Marie-Louise von Rogister oder Louise Rösler nur noch wenigen bekannt. Vielfach in Museumsdepots oder Nachlässen verborgen, wurde erst in den letzten Jahren begonnen, ihre Werke nach und nach ans Licht zu befördern. In der gemeinsam mit dem Kunstmuseum Mülheim an der Ruhr vorbereiteten Ausstellung visualisieren etwa 150 Exponate von 15 Künstlerinnen ein Spektrum der deutschen Nachkriegsmoderne, das es noch zu entdecken gilt.

Foto: Margaret Camilla Leiteritz, Grün im Spiegel, 1962, Städtische Galerie Karlsruhe

Städtische Galerie Karlsruhe (Karlsruhe)

11.11.2022 - 30.12.2023 Parallele Leben - Karl und Thilde Hofer, Karl und Helene Albiker
Museum Schloss Ettlingen (Ettlingen)
Pressemitteilung
Die Stiftung aus dem Nachlass des Bildhauers Karl Albiker, der lange Jahre in Ettlingen gelebt und gearbeitet hat, und die großzügige Dauerleihgabe von zahlreichen Werken Karl Hofers der Stiftung Menschenbild in Winterthur bildet seit vielen Jahren den Grundstock der städtischen Kunstsammlung.

Die beiden Künstler Karl Albiker (1878-1961) und Karl Hofer (1878-1955) lernten sich mit Anfang zwanzig während ihres Studiums an der Karlsruher Kunstakademie kennen. Beide verbrachten einige Jahre zur gleichen Zeit in Rom und gründeten dort nahezu zeitgleich ihre Familien. Karl Hofer besuchte Albiker in Florenz, wo dieser sich durch den Villa-Romana-Preis mit seiner Familie für ein Jahr aufhielt, und auch in dem Ettlinger Atelierhaus der Familie Albiker war Hofer wie auch andere gemeinsame Freunde ein häufiger Gast. Der enge künstlerische Austausch jener Zeit, der in Briefen und Tagebucheinträgen belegt ist, führte zu einer lebenslangen Freundschaft, die sie trotz unterschiedlicher Arbeitssituationen und Erlebnisse während des Ersten Weltkriegs und später des Dritten Reiches aufrechterhielten.

In der Ausstellung „Parallele Leben“ werden die beiden Künstlerfreunde in einen Dialog gesetzt, der sich auf ihre Lebensläufe und künstlerischen Entwicklungen fokussiert. Persönliche Erlebnisse, Begegnungen und Erfahrungen begleiten in chronologischer Folge die Gemälde, Grafiken und Objekte der Ausstellung und setzen diese in einen ganz persönlichen Kontext.

Ergänzend wird in „Parallele Leben“ auch die Lebenswirklichkeit der beiden künstlerischen Ehefrauen Helene Albiker-Klingenstein (1878- 1952) und Thilde Hofer (1874-1942) beleuchtet, die über viele Jahre im Schatten ihrer erfolgreichen Ehemänner standen.

Foto: Helene Albiger, Florenz

Museum Schloss Ettlingen (Ettlingen)

29.10.2022 - 16.04.2023 Drawing Rooms: Marcel van Eeden | Karl Hubbuch
Städtische Galerie Karlsruhe (Karlsruhe)
Pressemitteilung
29.10.2022 - 02.04.2023 Einblick in die Sammlung: Linolschnitte des deutschen Expressionismus
Staedtische Galerie Bietigheim-Bissingen ( Bietigheim-Bissingen)
Pressemitteilung
Der Bestand an künstlerischen Linolschnitten der Städtischen Galerie bietet einen repräsentativen Querschnitt von der Klassischen Moderne bis heute. Ergänzend zur großen Ausstellung niederländischer Expressionisten der Künstlergruppe De Ploeg wird im historischen Gebäudeteil der Fokus auf den deutschen Expressionismus gerichtet mit Künstler*innen wie Ernst Ludwig Kirchner, Gabriele Münter, Wilhelm Morgner, Christian Rohlfs, Georg Tappert und vielen weiteren.

Begleitprogramm:

After-Work-Kurzführung (30 Min.) mit Apéritif
Donnerstag, 1. Dezember, 17.30 Uhr
Dienstag, 14. Februar, 16.30 Uhr

Expressionismus im Doppelpack
Führung in der De Ploeg- und der Studioausstellung inkl. Getränke und niederländische Leckereien
Donnerstag, 29. Dezember, 18 Uhr
Dienstag, 7. Februar, 18 Uhr

Freier Fall und Ferner Stern – Zum 100. Geburtstag von Fred Stelzig
25. November 2022 bis 16. April 2023
Anlässlich des bevorstehenden 100. Geburtstags des Besigheimer Künstlers Fred Stelzig (1923–2006) zeigt die Städtische Galerie eine Auswahl an Werken aus der eigenen Sammlung und aus Privatbesitz. Die Gemälde, Zeichnungen und Grafiken ergänzen die Ausstellung »Stelzig ’23 – Kunst am Bau« in Besigheim (9. Februar – 13. April 2023), welche lokale und überregionale Projekte des Ehepaars Annelies und Fred Stelzig vorstellt.


Öffnungszeiten
Dienstag, Mittwoch, Freitag 14–18 Uhr
Donnerstag 14–20 Uhr
Samstag, Sonntag, Feiertage 11–18 Uhr

Eintritt: 8 €, ermäßigt 6 €
Eintritt frei jeden letzten Freitag im Monat!
Studioausstellung: Eintritt frei
Alle Führungen: 4 € zzgl. Eintritt
Führung mit Schauspiel: 5 € zzgl. Eintritt
Familien-Fun-Freitag: 5 € pro Familie zzgl. Eintritt
Expr. im Doppelpack: 9 € zzgl. Eintritt
Private Gruppenführung: 60 € / 70 € zzgl. erm. Eintritte
Führungen für Gruppen und Schulklassen – auch außerhalb der Öffnungszeiten – nach telefonischer Vereinbarung


Begrenzte Teilnehmerzahl!
Anmeldungen unter 07142 74-483 oder galerie@bietigheim-bissingen.de

Städtische Galerie Bietigheim-Bissingen
Hauptstraße 60–64
74321 Bietigheim-Bissingen
Telefon 07142 74-483
Telefax 07142 74-446
http://galerie.bietigheim-bissingen.de
galerie@bietigheim-bissingen.de

Staedtische Galerie Bietigheim-Bissingen ( Bietigheim-Bissingen)

23.10.2022 - 16.04.2023 Helen Feifel, the body and its power
Städtische Galerie Karlsruhe (Karlsruhe)
Pressemitteilung
Foto: (c) Helen Feifel / VG Bild-Kunst, Bonn 2022

Städtische Galerie Karlsruhe (Karlsruhe)

15.10.2022 - 16.04.2023 Ausstellung: »Walter Giers. Electronic Art«
ZKM | Zentrum für Kunst und Medien (Karlsruhe)
Pressemitteilung
Die Ausstellung »Walter Giers. Electronic Art« zeigt mit mehr als 120 Werken aus Walter Giers’ Nachlass, der Sammlung des ZKM sowie von privaten und institutionellen Leihgebern erstmals einen umfassenden Überblick über alle Werkphasen des vielseitig tätigen Künstlers.
An der Schwelle zu einem neuen Zeitalter, in dem computergesteuerte Systeme weitgehend alle Lebensbereiche kontrollieren, regen die analogen Werke von Giers dazu an, hinter die opaken Oberflächen heutiger elektronischer und digitaler Informations- und Kommunikationstechnologien zu blicken. Die Retrospektive ist Teil einer Reihe von Ausstellungen am ZKM, mit der eine Pioniergeneration von Medienkünstler:innen gewürdigt wird, die der Öffentlichkeit bisher noch immer nur wenig bekannt ist.

ZKM | Zentrum für Kunst und Medien (Karlsruhe)

09.10.2022 - 17.09.2023 Doris Salcedo: Palimpsest
Fondation Beyeler (Riehen)
Pressemitteilung
Die Fondation Beyeler zeigt "Palimpsest", ein Ausstellungsprojekt der kolumbianischen Künstlerin Doris Salcedo, das sich mit der globalen Migrationskrise auseinandersetzt.

Fondation Beyeler (Riehen)

07.09.2022 - 30.06.2023 Die gute alte Zeit - Studioausstellung mit historischen Ansichten von Ettlingen und Umgebung
Museum Schloss Ettlingen (Ettlingen)
Pressemitteilung
In dieser Ausstellung kann man auf Spurensuche nach verschwundenen Gebäuden, alten Plätzen und Gassen in historischen Stadtansichten von Ettlingen aus dem 19. und 20. Jahrhundert gehen. Einiges hat die Altstadtsanierung in den 1970er und 80er Jahren erhalten, bewahren und vieles verbessern können. Manches ist aus dem Stadtbild endgültig verschwunden. Die jüngst erfolgten Sanierungsmaßnahmen im historischen Zentrum Ettlingens rückten das Thema der Altstadtsanierung darüber hinaus erneut in den Fokus des öffentlichen Interesses.

Die ausgestellten Gemälde und Grafiken stammen alle aus dem Bestand des Museums und zeigen sowohl einzelne Gebäude, Gassen, Straßenszenen als auch Motive aus der nahen Umgebung Ettlingens.

Ungeachtet der künstlerischen Qualität, die vom arrivierten Künstler bis zum begabten Hobbymaler reicht, beschwören alle Werke eine romantisierende Idylle, an die sich manch Ettlingerinnen und Ettlinger sicher noch erinnern können.

Foto: Adolf Mahl, Alt Ettlingen mit Postkutsche, 1936, Öl auf Leinwand

Museum Schloss Ettlingen (Ettlingen)

22.07.2022 - 31.08.2023 Schau mich an! – Sammlungsparcours 2 Porträt – Image – Selfie
Museum Schloss Ettlingen (Ettlingen)
Pressemitteilung
Ab dem 22. Juli startet das Museum Ettlingen mit der zweiten Folge der Ausstellungsreihe Sammlungsparcour, die immer wieder neue Aspekte der Kunstsammlung des Museums unter wechselnden Perspektiven zeigt. Rund 70 Gemälde und Objekte aus 400 Jahren werden zum Teil erstmals der Öffentlichkeit präsentiert.

Das Thema Gesicht und dessen Porträt ist in unserer Alltagswelt allgegenwärtig. Die Selbstinszenierung per Selfie in social media oder die Idealisierung des Selbst durch chirurgische Eingriffe sind Phänomene unserer Zeit, die Fragen an die Authentizität des Bildes bzw. des Selbstbildes stellen.

Gemalte Porträts haben ebenfalls immer eine direkte Beziehung zum menschlichen Gesicht, zum identifizierbaren Vorbild und damit zu einer realen Person. Aber immer aus der Perspektive eines Anderen: des Malers oder der Malerin. Das Abbild, das die Künstler von ihrem Gegenüber schaffen, soll in der Regel die identifizierbare Wirklichkeit abbilden, und zugleich das innere, individuelle Wesen im Porträt sichtbar werden lassen. Das heißt, dass Porträts mehr als nur die naturgetreue Wiedergabe des Modells sind. Sie sind ebenso inszeniert wie Selfies, sie sind Entwürfe eines Gegenübers und Interpretation.

In der inhaltlichen Ebene jedes Porträts verbergen sich (oft unbekannte) Geschichten über Macht, Liebe, Drama, Freundschaft, Eitelkeit und anderes mehr, die nicht immer leicht zu lesen und zu verstehen sind.
Schau mich an! ist eine Einladung an alle, genau hinzusehen und im Dialog von Angesicht zu Angesicht mit den Porträtierten deren Geschichte zu entdecken. Einzelne Porträtierte stellen sich den Besucher:innen per QR-Code vor. Einfach die vom Museum bereit gestellten QR-Codes scannen und schon kann es losgehen. Wer kein Smartphone besitzt erhält ein Textbüchlein.

Achtung Selfie! Tauchen Sie nach dem Rundgang durch die Ausstellung in eine von fünf Szenerien ein und machen, wenn Sie mögen, nach Herzenslust Selfies.

Kinder: Für Kinder bietet die Kinderkunstschule Mitmachangebote in der Ausstellung an, sowie einen Ferienworkshop zum „Porträt“. Nähere Infos finden Sie unter www.museum-ettlingen.de

Museum Schloss Ettlingen (Ettlingen)

11.05.2022 - 31.12.2023 "Ein eingerichtetes Nestlein, um in der Ruhe Gott zu dienen“ - die neu eingerichteten barocken Salo
Museum Schloss Ettlingen (Ettlingen)
Pressemitteilung
Die neu eingerichteten barocken Salons und Dauerausstellung zur Schlossgeschichte

Das Ettlinger Schloss, eines der wenigen Schlösser Baden-Württembergs in kommunalem Besitz, konnte mit großzügigen Leihgaben aus dem Besitz der Staatlichen Schlösser und Gärten Baden-Württembergs die bisherige barocke Ausstattung der ehemaligen privaten Salons der Markgräfin Sibylla Augusta von Baden-Baden wesentlich ergänzen. Die aktuelle Konzeption lässt neben der musealen Präsentation zur Baugeschichte des Schlosses in den fünf neu eingerichteten barocken Salons den Schlossalltag zur Zeit der Markgräfin Sibylla Augusta wieder lebendig werden.

Leihgabe für die Dauerausstellung Museum Ettlingen

Unterstützung durch die Staatlichen Schlösser und Gärten Baden-Württemberg

Zu den zentralen Aufgaben der Staatlichen Schlösser und Gärten Baden-Württemberg gehört es, möglichst vielen Menschen den Zugang zum kulturellen Erbe des Landes zu ermöglichen. Dieses Ziel wird nicht nur in den eigenen 62 Monumenten verfolgt, zu denen auch das Lustschloss Favorite Rastatt von Markgräfin Sibylla Augusta gehört. „Wir sind stolz, auch kommunale und private Partner dabei zu unterstützen, die Landesgeschichte erlebbar zu machen“, erklärt Michael Hörrmann, Geschäftsführer der Staatlichen Schlösser und Gärten. Daher stellt die zweitgrößte Schlösserverwaltung Deutschlands 18 kostbare Leihgaben aus der Zeit vom 17. bis 19. Jahrhundert für die Dauerausstellung im Museum Ettlingen zur Verfügung. Dank der wertvollen Stücke kann den Besucherinnen und Besuchern der Lebensalltag am Hof noch lebendiger präsentiert werden.

„Ein eingerichtetes Nestlein, um in der Ruhe Gott zu dienen“,
so umschrieb Markgräfin Sibylla Augusta (1675-1733) von Baden-Baden ihr neugestaltetes Schloss in Ettlingen, in dem sie ihre letzten Lebensjahre von 1729-1733 verbrachte. Mit dem Wiederaufbau und der zeitgemäßen Gestaltung des im Pfälzischen Erbfolgekrieg (1689) stark beschädigten und nur notdürftig instandgesetzten Schlosses, beauftragte die Markgräfin ihren Hofarchitekten Johann Michael Ludwig Rohrer.
Bereits am 11. Januar des Jahres 1729 feierte sie mit ihrem berühmten „chinesischen Fest“, einem Kostümfest mit illustren Gästen und erlesenen exotischen Speisen, ihren Einzug in das noch nicht ganz fertig gestellte Ettlinger Schloss, ihrer Altersresidenz.
Sibylla Augusta bewohnte eine kurze Flucht von fünf privaten Salons über der Beletage und angrenzend an den Festsaal im Südflügel des Schlosses.
Ein Schlossinventar aus dem Jahr 1762 gibt Auskunft über die damalige Nutzung und Einrichtung der Räume und ist eine wichtige Quelle für die Möglichkeit einer heutigen Annäherung an den ursprünglichen Zustand zur Lebenszeit von Sibylla Augusta.
Den wechselhaften Zeitläufen und den unterschiedlichen Nutzungen nach dem Tod der Markgräfin Sibylla Augusta war es geschuldet, dass nur sehr wenige Ausstattungsgegenstände im Schloss erhalten geblieben sind.
Mit sukzessiven Ankäufen, Stiftungen und Dauerleihgaben in den zurückliegenden Jahren konnte 2010 eine erste Dauerausstellung zur Schlossgeschichte eröffnet werden. Diese museale Präsentation stützte sich auf einzelne Exponate, die durch Hands-On und Mitmachstationen ergänzt wurden.
Der lang gehegte Wunsch die Lebenswirklichkeit im markgräflichen Schloss mit authentischen, originalen Exponaten aus der Zeit der ersten Hälfte des 18, Jahrhunderts lebendiger darstellen zu können ist Dank der vielfältigen Unterstützung und vor allem der großzügigen insgesamt 18 Leihgaben der Staatlichen Schlösser und Gärten Baden-Württembergs realisiert worden. Sie ermöglichen, unterstützt durch museumspädagogische Ergänzungen einen vielfältigen unmittelbaren Zugang zu einzelnen Themen dieser spannungsreichen historischen Epoche.

Die kleine Salonausstellung ist ein work in progress. Noch sind nicht alle Lücken in der Darstellung geschlossen. Viele kleinere Ausstattungsstücke, Vasen, Gläser, sowie beispielsweise ein kleiner Tischspiegel müssen noch ergänzt werden. Vor allem fehlt aber noch das Herzstück des ehemaligen Schlafzimmers: das markgräfliche Bett. Dieses Projekt wird im kommenden Jahr umgesetzt. Aber schon jetzt lassen sich viele Geschichten vom Leben im markgräflichen Schloss, sowohl aus der Sicht der Markgräfin als auch aus der Sicht der Dienerschaft erzählen.

Ein Besuch der sich lohnt.

Museum Schloss Ettlingen (Ettlingen)

29.04.2021 - 30.08.2023 Spatial Affairs. Worlding
ZKM | Zentrum für Kunst und Medien (Karlsruhe)
Pressemitteilung
Online
Eintritt frei

Konzipiert als Teil der Ausstellung »Spatial Affairs«, präsentiert im Ludwig Museum - Museum of Contemporary Art – in Budapest, ist »Spatial Affairs. Worlding – A tér világlása« eine forschende Online-Umgebung, eine virtuelle Multi-User-Ausstellung, die von kriechenden Kunstwerken bevölkert wird, in der die Avatare der Besucher:innen mit sich bewegenden Körpern der Internetkunst und browserbasierten Projekten koexistieren.

Die Kunstwerke und Besucher:innen, die die virtuelle Welt der Ausstellung bewohnen, sind rechnerische, biologische und geologische Körper ohne Organe. Die Wände und Böden sind technische Wesen: Jede:r und alles ist aus demselben digitalen Gewebe geformt. »Spatial Affairs. Worlding – A tér világlása« wurde vom post-kritischen niederländischen Designstudio »The Rodina« entworfen und ist von Konrad Zuses Theorie des »Rechnenden Raums« (1969) inspiriert. Diese beschreibt ein Universum, das aus einer Fülle von lebenden und sich entwickelnden Automaten besteht – diskrete Computersysteme, die aus Zellen bestehen und sich zu einem großen, sich selbst reproduzierenden zellulären Automaten addieren.

Ein solches sich ständig weiterentwickelndes Ökosystem fordert die eigene Ontologie als willkürlich, performativ und prozessual, als binärcodebasierte und doch im Wesentlichen pluralistische virtuelle Umgebung. Die Grenzen zwischen Subjekt und Umgebung lösen sich auf; alle Entitäten werden zu Agenten, auch wenn sie ohne die Kraft der Materie handeln. »Worlding« bezieht sich auf einen ständigen Prozess des Aufdeckens noch unentdeckter Falten im digitalen Raum, die zu weiteren Spekulationen, Thesen, Geschichten und Spielen führen, die sich wiederum als born-digital internet-based works of art manifestieren. Die multiple, generative Räumlichkeit dieser Umgebung wird durch die organische Klanglandschaft des Künstlers Enrico Boccioletti aus sich ständig verändernden Texturen verstärkt. Diese sind aus Streuungen komponiert, die wiederum aus Aufnahmen der elektromagnetischen Strahlung von Festplatten und dem Brummen von Stimmen entstehen.

Diese Umgebung ist die Antwort von »The Rodina« auf die Fragen der Kurator:innen, wie der Inhalt einer Online-Ausstellung in ein räumliches und responsives Erlebnis verwandelt werden kann: Was, wenn Kunstwerke durch Avatare repräsentiert werden und man ihnen im virtuellen Raum begegnen kann? Was passiert, wenn die Ausstellung zum Ökosystem wird und das erzeugt, was Zuse einen »Computer-Kosmos« nennt? Konzipiert als Ausstellung und aktive Plattform, wird die virtuelle Umgebung eine Reihe von Gesprächen, Führungen und Veranstaltungen beherbergen und als Katalysator für Diskussionen rund um die von »Spatial Affairs« aufgeworfenen Fragen dienen.

»Spatial Affairs. Worlding – A tér világlása« ist eine Koproduktion von ZKM | Karlsruhe und EPFL Pavilions, Eidgenössische Technische Hochschule, Lausanne, im Rahmen des internationalen praxisorientierten Forschungsprojekts BEYOND MATTER.

Foto: © The Rodina

ZKM | Zentrum für Kunst und Medien (Karlsruhe)

16.03.2021 - 31.12.2023 Angespannte Zustände
Staatsgalerie Stuttgart (Stuttgart)
Pressemitteilung
Seit einiger Zeit prägen angespannte Zustände unseren Alltag. Ob es sich um Ausgangssperren, Gewalt oder der Suche nach der eigenen Identität handelt, wir sind ständig dabei, uns neu zu orientieren. Auf die Verletzlichkeit und Verwirrung, die in Kontrollen, Rassendiskriminierung und Ausgrenzung stecken, nehmen Künstlerinnen und Künstler Bezug. Sie stellen die Unsicherheit und Instabilität, die wir täglich erleben, in ihren Werken dar.
Die neue Sammlungspräsentation konfrontiert zeitgenössische Positionen aus der privaten Sammlung Scharpff-Striebich mit Werken aus dem 20. Jahr-hundert aus dem eigenen Bestand der Staatsgalerie, die erst durch den retrospektiven Blick eine solche Aktualität gewinnen und die Komplexität und Widersprüchlichkeit unserer Gesellschaft hervorheben.
Zu sehen sind Werke u.a. von Kathryn Andrews, Giovanni Anselmo, Phyllida Barlow, Bernd und Anna Blume, Victor Burgin, Julian Charrière, Cameron Clayborn, Jesse Darling, Tacita Dean, Mark Dion, Jadé Fadojutimi, Ximena Garrido-Lecca, Jochen Gerz, Asta Gröting, Rebecca Horn, Marguerite Humeau, Sergej Jensen, Rashid Johnson, Edward Kienholz, Kapwani Kiwanga, Jürgen Klauke, Simone Leigh, Tony Lewis, Zoe Leonard, Teresa Margolles, Hermann Nitsch, Marcel Odenbach, Yoko Ono, Barbara Probst, Arnulf Rainer, Sterling Ruby, Anke Röhrscheid, Katharina Sieverding, Timur Si-Qin, Kiki Smith, Pia Stadtbäumer, Diamond Stingily, Rosemarie Trockel, Anna Uddenberg und Ambera Wellmann.

Staatsgalerie Stuttgart (Stuttgart)