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Ausstellungen Museen

Pressemitteilungen
Pressemitteilungen
24.11.2023 - 17.03.2024 Amedeo Modigliani
Staatsgalerie Stuttgart (Stuttgart)
Pressemitteilung

Mit nur 35 Jahren starb Amedeo Modigliani im Jahr 1920. Trotz des frühen Todes hinterließ er ein umfangreiches künstlerisches Werk als Bildhauer und Maler. Dabei widmete er sich fast ausschließlich dem Menschen als Motiv. Berühmt sind seine Porträts ebenso wie die weiblichen Akte, die zwar seit 100 Jahren zum Kunstkanon der Moderne gehören, heute aber in ihrem Frauenbild wieder neu befragt werden.

Die Ausstellung zeigt rund 100 Gemälde und Papierarbeiten des Italieners und stellt ihnen Werke aus dem Pariser Umfeld, von Gustav Klimt, Egon Schiele oder Ernst Ludwig Kirchner gegenüber. Erstaunliche Parallelen werden sichtbar, genauso wie die Außergewöhnlichkeit von Modiglianis Kunst.

Die Ausstellung findet in Kooperation mit dem Museum Barberini statt, wo sie vom 26.4.2024 bis 18.8.24 zu sehen ist.

Staatsgalerie Stuttgart (Stuttgart)

18.11.2022 - 26.02.2023 Glitzer und Gift der Zwanzigerjahre. George Grosz in Berlin
Staatsgalerie Stuttgart (Stuttgart)
Pressemitteilung
Unsere Vorstellung vom Leben und Leiden im Berlin der wilden Zwanziger hat ein Maler besonders geprägt: George Grosz. In seinen Werken inszeniert er den moralischen Zerfall der deutschen Gesellschaft in aller Schonungslosigkeit. Wegen Vorwurf des »Angriffs auf die öffentliche Moral« stand Grosz mehrfach vor Gericht. Seine Art die Realität darzustellen, ist von Abstraktion und Überzeichnung geprägt. Wie sich der Stil des Künstlers in den 1920er-Jahren entwickelt, beleuchtet die Ausstellung.
Die Ausstellung wurde unter dem Titel »The Relentless Eye: George Grosz in Berlin« von Dr. Sabine Rewald für das Metropolitan Museum of Art in New York geplant, aber wegen der Pandemie abgesagt. Von November 2022 bis Februar 2023 ist sie in leicht modifizierter Form mit erweiterter Werkauswahl in der Staatsgalerie zu erleben. Die rund 100 präsentierten Gemälde, Aquarelle, Zeichnungen und Druckgraphiken stammen aus dem Bestand der Staatsgalerie sowie aus öffentlichen und privaten Sammlungen in Europa und den USA.

Staatsgalerie Stuttgart (Stuttgart)

15.10.2022 - 20.11.2022 Kunst in der Region 22 | 35. Gemeinschaftsausstellung zeitgenössischer Kunst im DA, Kunsthaus
DA, Kunsthaus Kloster Gravenhorst (Hörstel)
Pressemitteilung
Die Ausstellungsreihe »Kunst in der Region« gibt Künstler*innen aus dem Münsterland, dem Euregio-Gebiet mit den angrenzenden Niederlanden sowie dem Osnabrücker Land ein professionelles Forum und zeigt alljährlich Trends, Themen und Perspektiven der zeitgenössischen Kunst. Besucher*innen sind eingeladen miteinander über Kunst und Kultur ins Gespräch zu kommen und in einen Dialog mit den Künstler*innen zu treten. Im DA, Kunsthaus Kloster Gravenhorst werden – durch eine Fachjury ausgewählt – u.a. Skulpturen, Installationen, mediale Kunst, Fotografie, Malerei und Grafik präsentiert.

+++ Am 26. April 2022 hat die Jury die Auswahl der Werke für die Ausstellung »Kunst in der Region 22« getroffen +++
Die Auswahl erfolgte größtenteils anhand von Originalarbeiten, die Fachjury bestand aus Dr. Marianne Wagner | LWL – Museum für Kunst und Kultur, Dr. Martina Padberg | Kunstmuseum Ahlen und Muriel Meyer | Kunstverein Grafschaft Bentheim und traf sich im großen Saal des DA, Kunsthauses.

Gefördert durch die Kreissparkasse Steinfurt.

DA, Kunsthaus Kloster Gravenhorst (Hörstel)

16.09.2022 - 15.01.2023 On Caring, Repairing and Healing*
Gropius Bau (Berlin)
Pressemitteilung
Im Herbst 2022 zeigt der Gropius Bau eine breit angelegte Ausstellung zum Thema Fürsorge, Reparatur und Heilung. On Caring, Repairing and Healing ruft mit Installationen, Malerei, Audioformaten und einem umfangreichen Performance-Programm zum Wandel auf. Die Ausstellung will eine gemeinsame (Diskussions-)Grundlage für Themen schaffen, deren Relevanz für Individuen, Gemeinschaften und Institutionen in Zeiten der Pandemie noch akuter geworden ist.

Gropius Bau (Berlin)

10.09.2022 - 05.02.2023 Ausstellung: Soun-Gui Kim: Lazy Clouds
ZKM | Zentrum für Kunst und Medien (Karlsruhe)
Pressemitteilung
Die Ausstellung »Soun-Gui Kim: Lazy Clouds« im ZKM | Karlsruhe ist die erste umfassende Einzelausstellung der koreanisch-französischen Künstlerin Soun-Gui Kim in Deutschland.

Ausgehend von den 1970er Jahren wird in der Präsentation ein umfassender Überblick über das Werk der Künstlerin bis zur Gegenwart gegeben, das von der Dekonstruktion der Malerei, über Fotografie bis hin zu Video und multimedialer Kunst reicht. Ihre Arbeiten zeichnen sich dabei immer wieder durch einen hohen partizipativen Charakter aus und sind von vergleichenden Studien der östlichen und westlichen Kultur und Philosophie sowie der Auseinandersetzung mit Sprache beeinflusst.

Soun-Gui Kim wurde 1946 in Buyeo, Korea, geboren. 1971 schloss sie ihr Studium im Fachbereich Kunst an der Seoul National University ab. Schon damals interessierte sie sich für die Dekonstruktion der Malerei, für großangelegte Performances und Videoarbeiten im öffentlichen Raum. Nach ihrem Studium erhielt Soun-Gui Kim ein Stipendium der französischen Regierung, das ihr ermöglichte, nach Frankreich zu kommen und dort zu arbeiten. Wenige Jahre später, 1974, übernahm sie eine Professur an der École Supérieure des Beaux-Arts in Marseille.

Im Jahr 1982 führen Soun-Gui Kims Reisen in verschiedenste Länder der Welt zu einer intensiven Auseinandersetzung mit der Kultur und der Kunst des Ostens und Westens. Während ihres Aufenthalts in New York verkehrte sie mit renommierten Videokünstler:innen wie Nam June Paik, Ko Nakajima, Ira Schneider und Frank Gillette. Mit zunehmendem Interesse an Video und Multimedia organisierte sie die Veranstaltungsreihe »Soun-Gui Kim and Her Invitees: Video and Multimedia« (1986), an der Nam June Paik, John Cage und andere teilnahmen. Seit den späten 1980er Jahren gewinnen vor allem Fragen, die mit der Ausbreitung des globalen Kapitalismus und den strukturellen Veränderungen der Gesellschaft durch das Internet zusammenhängen, für sie an Wichtigkeit. Heute lebt und arbeitet die Künstlerin auf dem Land in Frankreich nahe Paris und widmet sich dort in Einklang mit der Natur und ihrer Umgebung, ihren Kunstprojekten, die Philosophie, Kunst und Technologie miteinander vereinen.

Der Titel der Ausstellung »Soun-Gui Kim: Lazy Clouds« referiert auf ein Gedicht und einen in Frankreich veröffentlichten Gedichtband der Künstlerin. Gleichzeitig steht er allerdings auch exemplarisch für ihren persönlichen Lebensentwurf. Völlig konträr zum kapitalistisch orientierten Produktivitäts- und Leistungsregime, basiert dieser auf dem Konzept der Muße als künstlerisches, kreatives und philosophisches Prinzip. Wie die Wolken, die am Himmel vollkommen frei stets neue Formen finden, widmet sich Soun-Gui Kim ihrer Kunst, spielerisch, fernab von vorgegebenen Mustern und Formalitäten.

Die Ausstellung im ZKM | Karlsruhe wird in Zusammenarbeit mit dem National Museum of Modern and Contemporary Art (MMCA) in Seoul realisiert, wo sie unter gleichem Titel im Jahr 2019 zu sehen war.

Foto: © Soun-Gui Kim

ZKM | Zentrum für Kunst und Medien (Karlsruhe)

22.07.2022 - 23.10.2022 Louise Bourgeois: The Woven Child
Gropius Bau (Berlin)
Pressemitteilung
The Woven Child ist die erste große Ausstellung, die sich ausschließlich mit dem textilen Werk von Louise Bourgeois beschäftigt. Anhand einer Vielzahl von Skulpturen, Installationen, Zeichnungen, Collagen, Büchern und Drucken zeigt sie die lebenslange Verbindung der Künstlerin zu Textilien – und die Erinnerungen, die diese hervorriefen.

Gropius Bau (Berlin)

24.06.2022 - 23.07.2022 ANABELA MARTINS und BRONISLAVA VON PODEWILS: Annoncer la couleur. Malerei, Collagen, Skulptur
GEDOK Künstlerinnenforum Karlsruhe (Karlsruhe)
Pressemitteilung
Annoncer la couleur. ANABELA MARTINS und BRONISLAVA VON PODEWILS präsentieren Malerei auf Leinwand, Collagen aus Papier, Skulptur und Zeichnung

Vernissage: Freitag, 24.06.2022, 20 Uhr
Einführung: Sabine Adler, Kunstverein Germersheim
Musik zur Eröffnung: Masahito Okamoto, Gitarre

Anabela Martins: Malerei
Von den anfangs figurativen – erkennbaren – Motiven wagt sich Anabela Martins immer weiter vor in die Abstraktion und die Weite der „Bildlandschaft“. Es ist ein Weg, der die fassbare Form auflöst, die Farbe vom Gegenstand befreit und den Pinselschwung absolut nimmt. Er führt ein Eigenleben wie bei Tanz und Musik. Und hierin liegt der Schlüssel zu ihrem Werk: Es ist ein Lebensgefühl der Weltverbundenheit, „Ich ein Teil der Natur – die Natur ein Teil von mir.“ Natur mit allen Sinnen zu erleben, das treibt sie zu ihren sphärischen bewegten Bilderfindungen – eigentlich Dichtungen. Stilistisch ist ihr Werk im weitesten Sinn der lyrischen Abstraktion zuzuordnen. (Kathrin Leopolder)
Erzählungen werden angestoßen, aber nie zu Ende erzählt, sie behalten ihr Geheimnis.

Bronislava von Podewils: Wesen aus Wellpappe und Papier
Aus geometrischen Flächen bauen sich schichtweise organische Körper auf. Das Papier, das um den Körper fließt, erinnert an das Fell eines Tieres. Beim Betrachten nähert man sich Schicht um Schicht dem „Inneren“ der Wesen an. Die Oberfläche ist manchmal farbig und mit fragmentarischen Werbeschriftzügen bedruckt. Es waren einmal Verpackungen, die ihrem eigentlichen Zweck entfremdet sind. Eben jene Fragmente verdeutlichen die Vergänglichkeit, nicht nur des Materials selbst, sondern auch der übergeordneten Bedeutung, und verleiten zu einer existenzialistischen Befragung der Werke.

Begleitende Veranstaltungen:
Lesung: Ondine Dietz, Sonntag, 17.07.2022, 19 Uhr

Finissage: Samstag, 23.07.2022, ab 19 Uhr
Beide Künstlerinnen sind bei der Eröffnung, Lesung und Finissage anwesend.

Foto: Bronislava von Podewils Wesen I, 2021, Wellpappe Papier

GEDOK Künstlerinnenforum Karlsruhe (Karlsruhe)

24.06.2022 - 21.08.2022 Hidden Landscapes – Schichten des Anthropozän Ausstellung | Eröffnung bei openART: 24.06. ab 18 Uhr
DA, Kunsthaus Kloster Gravenhorst (Hörstel)
Pressemitteilung
Ökologisches Bewusstsein, Klimaanpassung und Biodiversitätsstrategien sind mittlerweile im Alltag geläufige Schlagwörter und zeugen von einem Prozess der versuchten Anpassung an neue globale Herausforderungen. Das Ausmaß menschlicher Aktivitäten und der damit einhergehende enorme Einfluss auf die Beschaffenheit des Erdsystems, die ökologischen und kulturellen Lebensräume wird unter dem Zeitbegriff des Anthropozän gefasst und diskutiert.

Die Ausstellung »Hidden Landscapes – Schichten des Anthropozän« nähert sich diesem brisanten Themenkomplex in Form diverser künstlerischer Positionen. Die beteiligten Künstlerinnen und Künstler machen verborgene Landschaften (Hidden Landscapes) erfahrbar, zeigen verschiedene Schichten von zeitgenössischem Naturverständnis auf und spüren der Verkettung von Natur-, Kultur- und Lebensräumen und dem menschlichen Wirken darin nach. Aber auch die Schönheit der Natur, ihre Attraktivität und die Wirkkraft alternativer Handlungsstrategien des Menschen im Umgang mit Ressourcen und Lebensgrundlagen werden in der Ausstellung erprobt.
Besucherinnen und Besucher bewegen sich durch Installationen mit gefalteten Maschinen-Tier-Hybriden (Frank Bölter) und fremdartigen Knochenwesen (Käthe Wenzel), begegnen fragilen Papierschnitten aus Skirouten-Landkarten der Schweizer Alpen oder tauchen mitten in der stillen Idylle eines Waldes auf (Anett Frontzek). Sie werden künstlerisch eingefangen von grafischen Abdrücken jahrhunderteralter Lava in Island (Kati Gausmann) und high-end inszenierten Fotografien im Spannungsfeld romantischer Naturwahrnehmung und Vermüllung eben dieser (Swaantje Güntzel). Medieninstallationen widmen sich der vergangenen regionalen »Landschaft« des Kohlebergbaus aus videoästhetischer (Simone Zaugg) und lyrischer Perspektive (Christoph Wenzel).

Die Ausstellung umfasst den Innen- wie Außenraum, die historische Architektur, das Klostergrün und den angrenzenden Naturbereich. Zwei raumgreifende Installationen – eine skulpturale Installation in Form eines Rückgrats eines urtümlichen Wesens, dass sich aus den tiefen Erdschichten an die Oberfläche drängt (Käthe Wenzel) und eine benutz- und recycelbare, low-emission Holzarchitektur (Martin Kaltwasser) – führen die Besucherinnen und Besucher über das Außengelände und laden zum Verweilen und zum Entdecken neuer Perspektiven im Klostergrün und im umgebenden Naturraum ein.

Die Ausstellung »Hidden Landscapes« wird gefördert von der Kunststiftung NRW und der Kreissparkasse Steinfurt.

DA, Kunsthaus Kloster Gravenhorst (Hörstel)

24.06.2022 - 24.06.2022 openART – DA passiert Kunst | Abend der offenen Tür | Beginn: 18 Uhr
DA, Kunsthaus Kloster Gravenhorst (Hörstel)
Pressemitteilung
Ideenwerkstatt, Performances – zahlreiche Künstlerinnen und Künstler vor Ort und viel Kunst im Werden | mit Eröffnung der Sommerausstellung

Der Abend der offenen Tür im DA, Kunsthaus Kloster Gravenhorst lädt einmal mehr dazu ein, ein außergewöhnliches Kunstprogramm live zu erleben: Bei einem Rundgang durch die Ideenwerkstatt die Bewerbungen für das Projektstipendium KunstKommunikation 2023 kennenlernen, die aktuellen Stipendiaten treffen und den Fortgang ihrer Kunstprojekte verfolgen, mitmachen & mitdenken – und sich bei der Eröffnung der Sommerausstellung inspirieren lassen…

DA, Kunsthaus Kloster Gravenhorst (Hörstel)

19.06.2022 - 19.06.2022 Familienworkshop: Dayanita Singh Zur Ausstellung Dayanita Singh: Dancing with my Camera
Gropius Bau (Berlin)
Pressemitteilung
Fotografien erzählen Geschichten. Jede einzelne, aber noch vielmehr viele Fotos über-, unter- oder nebeneinander. Je nachdem wie sie angeordnet sind, erzählen sie anderes. Wir sammeln Bilder im Gropius Bau: von uns, von der Ausstellung und vom Gebäude. Es entsteht Euer Ausflugs-Archiv. Aus ihm könnt ihr eine oder mehrere Geschichten entwickeln und später in einem Leporello anordnen. So erhaltet ihr euer ganz persönliches einklappbares und vor allem transportables Gropius Bau Museum.

Von 13:00 – 15:00, max. 10 Teilnehmende, Eintritt frei, ohne Anmeldung.

Gropius Bau (Berlin)

19.06.2022 - 19.06.2022 Aktionstag »Schlösser- und Burgen 2022« | Beginn: 11 Uhr
DA, Kunsthaus Kloster Gravenhorst (Hörstel)
Pressemitteilung
Viele Schlösser und Herrensitze öffnen als »Schätze des Münsterlandes« ihre Tore und lassen in vergangene Zeiten eintauchen. Einen Tag voller Kunst erleben Gäste am DA, Kunsthaus Kloster Gravenhorst.

DA, Kunsthaus Kloster Gravenhorst (Hörstel)

10.06.2022 - 14.08.2022 Takeover
Gropius Bau (Berlin)
Pressemitteilung
Im Rahmen von Kinder kuratieren_Takeover. Ein Projekt der Stiftung Brandenburger Tor und des Gropius Bau realisieren Berliner Grundschüler*innen ihre eigene Ausstellung. Die Ausstellung erforscht, wie man die Welt mit Kinderaugen sehen und verstehen kann – durch sensorische Ansätze und Themen wie Bewegung und Schatten; Ausstellung als Spiel; Wechselwirkungen zwischen Licht und Wasser; Zusammenspiel von Klang und Natur.

Gropius Bau (Berlin)

05.06.2022 - 09.10.2022 Mondrian
Fondation Beyeler (Riehen)
Pressemitteilung
Anlässlich des 150. Geburtstags des Künstlers widmet die Fondation Beyeler dem niederländischen Maler Piet Mondrian eine umfassende Ausstellung.

Fondation Beyeler (Riehen)

30.05.2022 - 19.06.2022 Scheinbare Realität - Betina Kaiser und Ildiko Dewes-Demmerle
BBK Karlsruhe, Künstlerhaus Karlsruhe (Karlsruhe)
Pressemitteilung
Unter dem Titel „Scheinbare Realität“ befassen sich die beiden Künstlerinnen mit den Fragen nach der Abbildung und der Vorstellung von Realem.

Betina Kaiser fügt in ihren Arbeiten scheinbar unvereinbare Materialien immer wieder zu fragilen Kompositionen zusammen. Hauchzartes Japanpapier trifft auf grobe Strukturen, Handdrucke gehen eine Verbindung mit glattem Styropor ein. Es entstehen Brüche und Spannungen und doch wirken die Kompositionen harmonisch. Mit ihren Objekten verhält es sich ähnlich: Einfache Blattformen bilden die Umrisse für Japanpapiere, Spachtelmasse und Schellack. Der Entstehungsprozess von Betina Kaisers Arbeiten ist kaum noch sichtbar – das Wechselspiel zwischen Realität und Fantasie beginnt bei jeder Arbeit immer wieder neu.

Die gestalterische Arbeit von Ildiko Dewes-Demmerle ist konzeptuell – die Motive vorrangig von der Natur inspiriert. Bei den modularen Wandinstallationen handelt es sich meist um die Gruppierung grellfarbiger Quader, die auf ihrer Frontseite multimedial geschaffene Abbildungen zeigen. Es bleibt uneindeutig: Was ist real? Wobei handelt es sich um künstlerische Effekte? Was ist handgemacht? Ein Spiel mit den Fragen nach Realität, medialer Aufbereitung und Fake.

„Scheinbare Realität“: Betina Kaiser und Ildiko Dewes-Demmerle – 29. Mai bis 19. Juni

Vernissage: Sonntag, 29. Mai, 11 Uhr
Begrüßung: Dietmar Israel, Vorstand BBK
Einführung: Susanne Wolf-Kaschubowski (Malerin, Kunstpädagogin, Galeristin)

Finissage: Sonntag, 19. Juni 2022
Betina Kaiser und Ildiko Dewes-Demmerle führen um 15 Uhr durch die Ausstellung

BBK Karlsruhe, Künstlerhaus Karlsruhe (Karlsruhe)

20.05.2022 - 11.09.2022 Laura Gaiser. Frucht Fleisch
Städtische Galerie Karlsruhe (Karlsruhe)
Pressemitteilung
Kunstpreis der Werner-Stober-Stiftung 2021

Unter dem Titel "Frucht Fleisch" gibt Laura Gaiser im Forum des Mu­se­ums einen Einblick in ihre neueste künst­le­ri­sche Arbeit. Sie zeigt Filme, die aus tausenden Einzel­bil­dern in Stop-Motion-Technik entstehen. Dabei verschmel­zen Licht und Farbe die verschie­de­nen Reali­täts­ebe­nen zu einer neuen Einheit. Die Akteur*in­nen nehmen mithilfe von Kostümen und Acces­soires un­ter­schied­li­che Identi­tä­ten an und verwandeln sich in zoomor­phe We­sen. Die Szenerien wirken fremd und irritie­rend, mitun­ter ­so­gar alptraum­haft. Die Künstlerin visua­li­siert Träume, Hoff­nun­gen und Ängste, sie gibt dem menschlich-tieri­schen A­gie­ren und Werben, aber auch der Gewalt­tä­tig­keit einen eigenen Raum und einen ganz eigenen Ausdruck.
Die Auswahl für den Kunstpreis der Werner-Stober-Stiftung traf das Profes­sor*in­nen­kol­le­gium an der Staat­li­chen Akademie der Bil­den­den Künste in Karlsruhe. Laura Gaiser, geboren 1985, studierte von 2010 bis 2015 an der Kunst­aka­de­mie ­Karls­ruhe bei Prof. Toon Verhoef und Prof. John Bock. 2015/16 schloss sie ihr Studium als Meister­schü­le­rin bei John Bock ab. Auszeich­nun­gen und Ausstel­lun­gen haben ihr Werk in den ver­gan­ge­nen Jahren national und inter­na­tio­nal bekannt ­ge­macht.

Foto Laura Gaiser, Oktopus, 2021

Städtische Galerie Karlsruhe (Karlsruhe)

20.05.2022 - 25.09.2022 Ulrich Okujeni. Imaginary Island und Johanna Wagner. fool for a plant
Städtische Galerie Karlsruhe (Karlsruhe)
Pressemitteilung
Kulturstipendium der Stadt Karlsruhe 2020

Das mit 20.000 Euro dotierte Kulturs­ti­pen­dium der Stadt­ ­Karls­ruhe wurde im Jahr 2020 Ulrich Okujeni und Johanna Wagner ­zu­ge­spro­chen. Beide erhielten ihre künst­le­ri­sche Ausbildung an der Staat­li­chen Akademie der Bildenden Künste Karlsruhe. Johanna Wagner (geb. 1983) studierte von 2008 bis 2014 an der Kunst­aka­de­mie bei Prof. Corinne Wasmuht und Prof. John Bock. 2015 war sie Meis­ter­schü­le­rin von Corinne Wasmuht. Sie wählt als künst­le­ri­sches Ausdrucks­mit­tel vor allem Perfor­mance, Film und Fo­to­gra­fie. Daraus entstehen Misch­for­men, die sie immer wieder zu erweitern sucht. Der Ausgangs­punkt ihrer Arbeit ist meist der mensch­li­che Körper - oft in Ausein­an­der­set­zung mit un­ter­schied­li­chen Materia­lien.
Ulrich Okujeni (geb. 1985) studierte von 2008 bis 2014 bei Prof. Silvia Bächli, deren Meister­schü­ler er 2015 war. Seine Bilder und Zeich­nun­gen entstehen in einer schnellen, gesti­schen ­Mal­weise mit Ölfarbe und Tusche. Die Motive oszil­lie­ren zwischen ­fi­gu­ra­ti­ven und abstrakten Elementen, sie nehmen Anregun­gen ­so­wohl vom Comic als auch von der infor­mel­len Kunst auf. Für ihre Ausstel­lun­gen im zweiten Oberge­schoss der Städti­schen ­Ga­le­rie Karlsruhe bereiten Johanna Wagner und Ulrich Okuje­ni je­weils neue Arbeiten vor.
Das Karlsruher Kulturs­ti­pen­dium wird alle zwei Jahre im Wechsel an Absol­vent*in­nen der drei künst­le­ri­schen Hochschu­len in Karls­ruhe - Hochschule für Musik, Staatliche Akademie der Bil­den­den Künste und Staatliche Hochschule für Gestaltung - verliehen. Die Stipen­diat*in­nen werden auf Vorschlag der je­wei­li­gen Insti­tu­tion ausgewählt.

Foto Johanna Wagner, Wavebreaker, 2020 / Ulrich Okujeni, Eleuthera (Ausschnitt), 2022

Städtische Galerie Karlsruhe (Karlsruhe)

20.05.2022 - 19.06.2022 RUTH KASPER. FOTOKUNST. Serien „unterwegs“ und „fancy“
GEDOK Künstlerinnenforum Karlsruhe (Karlsruhe)
Pressemitteilung
Die in Tiefenbronn bei Pforzheim lebende Fotokünstlerin Ruth Kasper findet einen Großteil der Motive ihrer Arbeiten auf ihren Auslandsreisen. Die in der Fremde entstandenen Fotografien bilden den Anfang eines komplexen Schaffensprozesses, der mit der Motivfindung beginnt und an dessen Ende häufig ganze Bildserien stehen. Zurück im heimischen Atelier, bearbeitet die Künstlerin die Fotografien zunächst am Bildschirm, um dann in einem weiteren Arbeitsschritt mit Acryl und/oder Kohle neue Bildmotive zu kreieren.
Flächig gemalte Versatzstücke, die in immensem Kontrast zu dem sie umgebenden Bildraum stehen, prägen auch die Arbeiten der „unterwegs“ betitelten Werkserie. In dieser Serie setzt sich Ruth Kasper mit den Veränderungen unseres Lebensraums auseinander. Menschen begehen Wege, die den Zugang zur Natur eröffnen und erschließen. Ausgetrampelt, geschottert, geteert und asphaltiert, transportieren sie Zivilisation und Fortschritt, aber auch Zerstörung. Jeder Weg bietet immer wieder neue Ansichten und Aussichten.
In der Serie „fancy“ wird das jeweilige Fotomotiv gleichsam als Theaterbühne eingesetzt, die zu neuen Szenerien einlädt. Ursprünglich leere, teilweise verwaiste Räume werden durch figürliche Elemente neu belebt und sollen bei den Betrachtern Wegbereiter sein für Abenteuer, Spannung, Überraschung und Träumerei.

Vernissage am Freitag, 20.05.2022, 19 Uhr
Einführung: Tanja Solombrino, Kunsthistorikerin, M. A.
Finissage am Sonntag, 19.06.2022, 15 – 19 Uhr, in Anwesenheit der Künstlerin

Einlass entsprechend der geltenden Corona-Verordnung

GEDOK Künstlerinnenforum Karlsruhe (Karlsruhe)

11.05.2022 - 12.06.2022 Ausstellung »Jugend gestaltet«
DA, Kunsthaus Kloster Gravenhorst (Hörstel)
Pressemitteilung
Jede Menge Talent und künstlerische Kreativität der jüngsten Kunstschaffenden im Kreis Steinfurt präsentiert die Ausstellung »Jugend gestaltet«mit den besten Arbeiten aus dem Wettbewerb 2022.
Fantasievolle Objekte, Bilder, Drucke, Fotografien und Collagen sind zu bestaunen. So bunt und spannend wie die Welt ist, sind die Beiträge. Jedes Kunstwerk ein Unikat. Unterschiedlichste Materialien wurden eingesetzt, um Ideen und Vorstellungen in Kunst umzusetzen. Mehr als 800 Einsendungen sind von Schülerinnen und Schülern zwischen 6 und 21 Jahren für den Kreativwettbewerb eingegangen.
145 Bilder und 68 Objekte wurden von der Jury, bestehend aus Mitgliedern der Künstlergemeinschaft »Wellbergener Kreis« und Studierenden der Kunstakademie Münster, für die Ausstellung ausgewählt.

Führungen durch die Ausstellung: 15.05., 22.05., 29.05., 05.06. und 12.06. – jeweils um 14 Uhr
Die Kosten betragen 2 €. Anmeldungen unter: 02551 6942-15

DA, Kunsthaus Kloster Gravenhorst (Hörstel)

09.05.2022 - 22.05.2022 Stille Wasser Schätze aus dem Fundus des BBK Karlsruhe
BBK Karlsruhe, Künstlerhaus Karlsruhe (Karlsruhe)
Pressemitteilung
Ludwig Wilhelm Plock, Walter Conz, Hans von Volkmann, Oskar Hagemann, Otto Laible, Erich Buchholz, Dora Maurer, Dieter Roth, Horst Janssen, Horst Egon Kalinowski, Günter Neusel, Benno Huth, Tutilo Karcher, Candace Carter, Annette Ziegler, Gerhard Knodel...

Seit dem Herbst vergangenen Jahres finden im BBK Karlsruhe umfangreiche Renovierungsarbeiten statt. Im Zuge einer großen Aufräumaktion traten vielfältige Kunstwerke, Plakate und historische Dokumente ans Licht, deren Schönheit sofort begeisterte. Die Arbeiten wurden mit dem Ziel, ein möglichst breites Spektrum abbilden zu können, geordnet, sortiert und nun unter dem Titel „Stille Wasser“ in den Galerieräumen des Künstlerhauses präsentiert. Zu sehen sind Werke aus dem Ende des 19. Jahrhunderts bis in die Gegenwart hinein.
Zeichnungen, Grafiken und Gemälde von bekannten Vertreterinnen und Vertretern der Karlsruher Kunstszene bilden eine abwechslungsreiche und spannende Schau. Im Fokus stehen dabei auch die Fragen nach der Herkunft und nach der Zukunft dieses Schatzes.

Vernissage: Sonntag, 8. Mai, 11 Uhr
Grußwort: Lars Lehmann
Einführung: Dr. Dorit Schäfer, Kunsthalle Karlsruhe
Musikalische Begleitung: Sibylle Dotzauer, Karlsruhe

BBK Karlsruhe, Künstlerhaus Karlsruhe (Karlsruhe)

29.04.2022 - 26.06.2022 Preisträger:innen der Werner-Pokorny-Stiftung
Museum Schloss Ettlingen (Ettlingen)
Pressemitteilung
Das Museum der Stadt Ettlingen zeigt aktuelle Arbeiten und Installationen der Preisträger:innen der Jahre 2018, 2020, 2021 des Werner-Pokorny-Preises.

In der aktuellen Ausstellung sind Aquarelle, Leinwandarbeiten, Plastiken und kinetische Objekte ebenso vertreten wie Installationen, Film und Video. Der Materialvielfalt steht eine Vielfalt der künstlerischen Stellungnahmen entgegen. So beschäftigt sich Suah Ims Werk mit dem „Ich“, das sich seiner Verwundbarkeit, Schwäche und Abhängigkeit bewusst ist und diese zu überwinden sucht. Sabrina Schray erzählt in ihrer filmischen Arbeit in ästhetischen Bildern Liebesgeschichten ohne Menschen und stellt damit unsere Seh- und
Wahrnehmungsgewohnheiten in Frage. Valentino Berndt und Marlon Lanziner setzen sich künstlerisch intensiv mit Naturphänomenen auseinander und binden diese prozesshaft in ihre Arbeit ein. Die ausgestellten Arbeiten zeigen die Spuren und den Einfluss unterschiedlicher natürlicher Prozesse und Materialien.

Die ausgestellten Künstler:innen
Valentino Berndt
Marlon Kai Zadok Lanziner
Suah Im
Sabrina Schray und Gruppe CIS

Museum Schloss Ettlingen (Ettlingen)

29.04.2022 - 29.05.2022 Ludwig und Heide Jarmuth "Sehnsucht zurück!" Bilder und Fotografien
Kunstverein Kreis Soest e. V. (Soest)
Pressemitteilung
Kunst in vielfältiger Form hat das Lebenswerk des Künstlerpaars geprägt. In der Ausstellung anlässlich des 85, Geburtstages von Ludwig erinnern sie sich an ihre Eindrücke auf Reisen und an Lebensstationen.

Kunstverein Kreis Soest e. V. (Soest)

10.04.2022 - 09.10.2022 Moved by Schlemmer 100 Jahre Triadisches Ballett
Staatsgalerie Stuttgart (Stuttgart)
Pressemitteilung
1922 wurde Oskar Schlemmers »Triadisches Ballett« in Stuttgart uraufgeführt und sorgte für Entsetzen und Euphorie. 100 Jahre später ist es weltbekannt und die Faszination für die außergewöhnliche Ideenwelt des Bauhaus-Künstlers hält an. Die Staatsgalerie ist dem Erbe von Oskar Schlemmer bis heute sehr verpflichtet. In unserem Kunstarchiv befindet sich der schriftliche Nachlass des Künstlers und unsere Sammlung umfasst seinen größten zusammenhängenden Werkkomplex zu dem auch sieben Figurinen aus dem »Triadischen Ballett« zählen. Bis heute ist Stuttgart der wohl wichtigste Ort für Oskar Schlemmer.

Ausstellung
Rauminstallationen Ulla von Brandenburg, Kalin Lindena und Haegue Yang

Das 100-jährige Jubiläum ist für uns Anlass, um das »Triadische Ballett« aus der Gegenwart heraus zu betrachten. Die drei international renommierten Künstlerinnen Ulla von Brandenburg, Kalin Lindena und Haegue Yang sind eingeladen, mit großformatigen Arbeiten auf Schlemmers Erbe bei uns Bezug zu nehmen. Die Besucherinnen und Besucher erwarten raumgreifende Installationen, die zu durchwandern ein sinnliches Erleben sein wird. Die Ausstellung stellt Fragen nach Schlemmer Heute und gibt zugleich punktuelle Einblicke in den historischen Kosmos des »Triadischen Balletts« sowie dessen Rezeption von den 1920er-Jahren bis heute.

Staatsgalerie Stuttgart (Stuttgart)

09.04.2022 - 26.06.2022 Follow George Grosz Gemälde, Zeichnungen, Druckgrafik und Filme
Kunstsammlung Jena (Jena)
Pressemitteilung
George Grosz gehört zur Generation jener Künstler und Künstlerinnen, die zwei Weltkriege miterlebten und mit ihren Werken das Geschichtsbild des 20. Jahrhunderts maßgeblich prägten. Der Dokumentation dieser bewegten Epoche stellt Grosz ein wagemutiges, geradezu radikal-entlarvendes Werk an die Seite, das heute zur Bildikonografie der Weimarer Republik gehört. Seine spitze Feder, Zeichnung und Groteske setzte der erklärten Kriegsgegner als scharfe Waffe ein.
Die Ausstellung präsentiert rund 150 Werke aus Grosz‘ wichtigsten Schaffensperioden, schwerpunktmäßig Arbeiten auf Papier aus den Berliner Jahren, aber auch Blätter aus seiner Zeit der Emigration in New York und Long Island. Hinzu kommen ausgewählte Positionen folgender und zeitgenössischer Künstlerinnen und Künstler, die eine vergleichbare Hinwendung zu gesellschaftspolitischen Themen suchen. Dabei bilden die selten gezeigten frühen Arbeiten von Andy Warhol in Zusammenhang mit dem Life-Magazin sicherlich das erstaunlichste Bindeglied. Zeitgenössische Werke von Birgit Brenner, Jonathan Meese, Julian Rosefeldt, Dash Snow und anderen offenbaren spannende Parallelen bis in die Gegenwart.
Grosz‘ Ikonografie ist von der Verarbeitung des Ersten Weltkriegs, geprägt. Nach kurzem Einsatz vom Kriegsdienst befreit hält Grosz die Welt und den Menschen im Umbruch fest: Einstürzende Häuser, Militärs, Kriegsversehrte, Kapitalisten, Spießer und die schillernde Halbwelt. Er zeigt ein Panoptikum der vom Krieg Gezeichneten gepaart mit gesellschaftlichen Untiefen: Klassenkampf, Korruption, Gewalt sowie Vertreter der Obrigkeit, Justiz und Kirche werden sein großes Thema.
Grosz‘ Werke geben Zeugnis von den Folgen des Krieges als auch seines eigenen Lebens als Migrant, der 1933 in die USA übersiedelte und so der Gestapo entkam. Fortan war er der Grundlage seiner künstlerischen Agitation beraubt und konnte nur aus der Ferne jedweden Faschismus an den Pranger stellen. Das Hinterfragen des Selbst und der Geschlechterrollen wird ihm vermehrt ein künstlerisches Anliegen – nicht jenseits der Politik, sondern als dessen Abbild.
Grosz‘ mit satirischer Schärfe zugespitzten Arbeiten präsentieren neben Kritik und Groteske seine frühe Sehnsucht nach der neuen Welt. Schon 1916 hatte er seinen Namen von Georg Groß zu George Grosz anglisiert, um seine Antikriegshaltung zu demonstrieren und die patriotische Stimmung im Kaiserreich zu konterkarieren. Vom Misanthropen reifte Grosz in den 20er Jahren zum politischen, zeitweise dadaistischen Agitationskünstler, der in der Weimarer Republik, auf dem Höhepunkt seiner Popularität, zum Moralisten wird und warnend den Zeigefinger hebt.
Mit fünf Gerichtsverfahren, u.a. wegen Amtsbeleidigung, Gotteslästerung und Verbreitung unzüchtiger Blätter, hatte der anarchische Künstler mit ausgeklügelte Strategie und Theatralik eine hohe Präsenz in den Medien erreicht. Die Vervielfältigungstechnik setzte Grosz, zeitgemäß modern ein und erreichte damit ein breites Publikum. Mit der kostengünstigen Verbreitung im politisch orientierten Malik-Verlag leitete er so die Demokratisierung der Kunst ein.
Weniger bekannt ist Grosz‘ Wirken in der Neuen Welt, als er 1933 mit seiner Familie nach New York emigrierte, um dort an der Art Students League junge Künstler zu unterrichten, darunter angehende Größen wie Jackson Pollock und James Rosenquist. Hervorhebenswert ist die Begegnung mit Andrew Warhola, dessen Werk Grosz in einer Jurysitzung in Pittsburgh gegenüber anderen seine Zustimmung gab. Das war im Jahr 1949, in dem Andy Warhol nach New York übersiedelte und dort seinen Stil der Umrisslinie entwickelte. Eine Auswahl von Warhols frühen Arbeiten ist in zwei Räumen zu sehen.
Die Ausstellung in der Kunstsammlung Jena folgt der Annahme, dass politisch motivierte Kunst bis in unsere Zeit ein wirkungsvolles und adäquates Mittel der Auseinandersetzung ist. Angesichts der Wirkung von George Grosz liegt die Vermutung nahe, dass provokante und groteske Zuspitzung des Kunstschaffens die Anschaulichkeit deutlich erhöht und den Betrachter zum Hinschauen animiert.

Die Ausstellung wird von Anette Vogel (München) und Erik Stephan (Jena) gemeinsam kuratiert.


Künstlerinnen und Künstler
Micha Brendel
Birgit Brenner
Werner Büttner
Martha Colburn
Neal Fox
Felix M. Furtwängler
George Grosz
Dorothy Iannone
Sebastian Jung
Jonathan Meese
Julian Röder
Julian Rosefeldt
Erik Schmidt
Andy Warhol

Kunstsammlung Jena (Jena)

03.04.2022 - 09.10.2022 Seliger - Gerullis - Seliger (im 2-Raum des Museum Art.Plus)
Museum Art.Plus (Donaueschingen)
Pressemitteilung
Was passiert, wenn eine Künstlerfamilie sich mit Fragen der Kunst beschäftigt und austauscht? Wenn drei verschiedenartige Positionen dann schließlich in eine gemeinsame Ausstellung münden? Eine große Herausforderung in vielerlei Hinsicht! Das hat man nicht alle Tage.

Arbeiten für Wand, Boden und Raum, 2 – und 3 – dimensional werden zusammengestellt. Nicht gegenüber, sondern dem Wunsch nach einem Gesamtklang wird Rechnung getragen. Arbeiten aus Florenz, Berlin und Freiburg.

Die Ausstellung präsentiert große Wandtableaus von Reiner Seliger, Ritzungen, gestische Malerei sowie Installationen von Heidi Gerullis und Kleinplastiken sowie geometrisch geschnittene Papierraster von Violetta Elisa Seliger.

Alles in allem ein Spannungsfeld, eine Herausforderung, ein Dreisprung - ergebnisoffen.

Museum Art.Plus (Donaueschingen)

02.04.2022 - 19.06.2022 MARK TOBEY. Arnold Stadler unterwegs in Marks Welt.
Kunstmuseum Singen (Singen)
Pressemitteilung
Mark Tobey, geboren 1890 in Centerville (USA), verstorben 1976 in Basel, ist einer der großen Maler der Moderne und bedeutender Wegbereiter des Abstrakten Expressionismus. Er steht am Anfang des Siegeszuges amerikanischer Kunst in den1960er Jahren in den USA und in Europa; er beeinflusste maßgeblich Künstler des französischen Tachismus und des europäischen Informel.

Arnold Stadlers (*1954) neues, soeben im Hanser Verlag, München, erscheinendes Buch »Mein Leben mit Mark. Unterwegs in der Welt des Malers Mark Tobey«, eine Liebeserklärung an den Künstler, ist Ausgangspunkt für Ausstellung von Werken Mark Tobeys im Kunstmuseum Singen. Rund sechzig Arbeiten – Temperabilder, Gouachen, Tuschen und Graphiken – aus internationalen, meist privaten Sammlungen, ausgewählt von Arnold Stadler, spannen einen weiten Bogen über das Gesamtwerk des Malers und Graphikers Mark Tobey. Tobeys Vielschichtigkeit reicht von figurativen Arbeiten über die Sum-i-Tuschen bis zu jenen ungegenständlichen Bildern, die den Künstler berühmt gemacht haben. Die Ausstellung in den weiten Räumen des Museums wird ergänzt um eine Präsentation intimerer Arbeiten Mark Tobeys in den wohnlicheren Räumen der Galerie Vayhinger, Singen.

Entstanden ab Mitte der 1930er Jahre, erstmals ausgestellt 1944 in New York, hatten die ›white writings‹, die im Zentrum der Ausstellung und des Buches stehen, großen Einfluss auf die weitere Kunstwicklung, auch auf Jackson Pollock. Einflüsse fernöstlicher, amerikanischer und europäischer Kunst, unterschiedlicher Religionen und Philosophien führte Tobey zusammen und schuf etwas Neues von großer Strahlkraft.

Die Strahlkraft dieser Bilder, aber auch die Spiritualität und Innerlichkeit dieser Werke, die den Bezug zu Mensch, Welt und Natur nie aufgeben – all das fasziniert den Georg-Büchner-Preisträger Arnold Stadler seit Studententagen. Von seiner sehr persönlichen Reise in die Welt des Malers Mark Tobey zeugen nun die Ausstellungen im Kunstmuseum Singen und der Galerie Vayhinger.

Mit Werken aus der Sammlung Karin und Uwe Hollweg, Bremen und aus weiteren Privatsammlungen. Ein Ausstellungsprojekt in Kooperation mit ARTOMA GmbH Kunst- und Kulturmanagement, Hamburg und der freundlichen Unterstützung der Karin und Uwe Hollweg Stiftung, Bremen.

Das im Hanser Verlag erscheinende Buch von Arnold Stadler liegt zur Ausstellung vor und kann im Kunstmuseum Singen erworben werden.

Titelbild: Mark Tobey (1890 - 1976), Longing for Community, 1974 (Ausschnitt)
Radierung, 23,5 x 27 cm, Auflage: E.A. (außerhalb der Auflage), Foto und Courtesy: Privatsammlung Berlin

Kunstmuseum Singen (Singen)

02.04.2022 - 19.06.2022 DIE ZWEITE STIMME. Dichterbilder und Bücher von ECKHARD FROESCHLIN.
Kunstmuseum Singen (Singen)
Pressemitteilung
Dichterbilder, Buchkunst, Bleisatz und Handpresse, Unikatdrucke und Kleinauflagen im digitalen Zeitalter? Sowohl die monumentalen Farbradierungen als auch die Handdrucke des Graphikers Eckhard Froeschlin, die das Kunstmuseum Singen vom 02. April bis 19. Juni 2022 in einer sämtliche Werkphasen umfassenden Ausstellung zeigt, bezeugen eindrücklich, wie bildgewaltig und lebendig das Wechselspiel zwischen Text und Bild, Literatur, Leben und Kunst sein kann, wenn es über bloße Illustration hinausgeht. Froeschlin steht in der Tradition einer ausdrucksstarken, figurativen Kunst, doch pendeln seine Bildmittel zwischen Realitätsbezug und freier Imagination. Mit seiner nie versiegenden Experimentierfreude und thematischen Offenheit hat er sich lange schon eine eigenständige und unabhängige Position auf beiden Feldern der freien Kunst und der Buchkunst erarbeitet. Eckhard Froeschlin wurde mit dem Hans-Meid-Preis für Buchkunst ausgezeichnet; seine Werke finden sich in europäischen wie us-amerikanischen Sammlungen und Museen.

Im Zentrum der Ausstellung stehen die kleinen wie großformatigen Dichter-porträts (Antonin Artaud, Jorge Luis Borges, Friedrich Hölderlin, Franz Kafka, Heinrich Kleist, Siegfried Kracauer, Friedrich Nietzsche, Ezra Pound, Friedrich Schubart, Mark Twain, Hildegard von Bingen u.a.), die Radierfolgen von 1977 bis 1981 (auf Texte von Nicodemus Frischlin, Kurt Tucholsky, Bertold Brecht u.a.), gedruckte Künstlerbücher von 1991 bis heute, aber auch gemalte Unikatbücher von 2005 bis 2019.
Indem Froeschlin in seinen Drucken verschiedenste Radiertechniken – Aquatinta, Aussprengverfahren, Weichgrund-, Umdruck- und Transfer-Ätzung usw. – mit digitalen, mitunter auch brachialen Mitteln kühn kombiniert, entreißt er ›seine Helden‹ dem Gestern. So erschafft er mit den Mitteln der Montage, auch des Zitats, »in der Gleichzeitigkeit von Ungleichzeitigem« gültige, zugleich gebrochene Bilder und Porträts. Zeichenhaft und ausdrucksvoll werden in Eckhard Froeschlins Werk Fragen menschlicher Existenz verhandelt.

Die Ausstellung wird am Freitag, dem 01. April 2022, 19.30 Uhr eröffnet (Teilnahme mit Anmeldung beim Kunstmuseum) und von einem umfangreichen Veranstaltungsprogramm begleitet; darunter auch Veranstaltungen mit Eckhard Froeschlin selbst.

Titelbild: Eckhard Froeschlin (*1953), Seiten aus: Passata Siena., Vier Gedichte aus der Toscana., Mit Radierungen von Eckhard Froeschlin, Edition Schwarze Seite 2020, © VG Bild-Kunst, Bonn 2022

Kunstmuseum Singen (Singen)

26.03.2022 - 10.07.2022 The Beauty of Early Life. Spuren frühen Lebens
ZKM | Zentrum für Kunst und Medien (Karlsruhe)
Pressemitteilung
Neue Ausstellung
The Beauty of Early Life. Spuren frühen Lebens.
26. März – 10. Juli 2022
In Kooperation mit dem Naturkundemuseum Karlsruhe
Laufzeit: 26. März 2022 – 10. Juli 2022
Pressekonferenz: 25. März 2022, 11 Uhr

Eine Zeitreise zu den Ursprüngen des Lebens – im Zeichen von
Kunst und Wissenschaft.

Das ZKM | Zentrum für Kunst und Medien Karlsruhe lädt gemeinsam mit
dem Naturkundemuseum Karlsruhe zu einer Zeitreise zu den Ursprüngen des Lebens im Zeichen von Kunst und Wissenschaft ein. Unter dem Titel „The Beauty of Early Life“ zeigt die Ausstellung mit Fossilfunden und
künstlerischen Arbeiten die Schönheit und Vielfalt des frühen Lebens und
verknüpft Darwins Evolutionstheorie mit aktuellen Erkenntnissen der
Evolutionsforschung. Dabei steht immer die relevante Frage im Raum, was
sich aus der Geschichte der Erde für die Bewahrung der Artenvielfalt heute
und damit für die Zukunft der Menschheit ableiten lässt?
Das Ausstellungsprojekt reiht sich in den aktuellen ZKM-Schwerpunkt
der Biophilie ein, mit dem das ZKM an der Schnittstelle von Kunst und
Wissenschaft den vielfältigen Fragen zur Zukunft der Erde nachgeht.
The Beauty of Early Life lenkt den Blick auf den Reichtum der
Artenvielfalt und die engen Zusammenhänge, in denen sich das
biologische System der Welt bewegt. Heute ist diese Biodiversität so
bedroht wie nie zuvor.

Die Frage nach dem Ursprung des Lebens ist eine der Kernfragen der
Naturgeschichte und fasziniert bis heute. Als Darwins Hauptwerk über
den Ursprung der Arten 1859 erschien, fehlten ihm fossile Zeugnisse
aus der Frühzeit des Lebens, um belegen zu können, dass Evolution
keine Theorie, sondern ein Fakt ist. Doch heute, mehr als eineinhalb
Jahrhunderte später, sind Fossilfunde, die evolutive Prozesse belegen,
von allen Kontinenten bekannt, allerdings meist nur der Fachwelt.
Dies wollen das ZKM und das Naturkundemuseum Karlsruhe in einer
gemeinsamen Ausstellung ändern. Wann und wie entstanden die ersten Lebewesen auf unserem Heimatplaneten? Welche Gesetzmäßigkeiten, welche ästhetischen Phänomene lassen sich erkennen, nach denen sich die Entwicklung der unendlichen Formen- und Funktionsvielfalt aufschlüsseln und begreifen lässt? – Mit diesen Fragestellungen befasst sich die aktuelle Ausstellung The Beauty of Early Life im ZKM.

ZKM | Zentrum für Kunst und Medien (Karlsruhe)

25.03.2022 - 12.06.2022 Beirut and the Golden Sixties: A Manifesto of Fragility
Gropius Bau (Berlin)
Pressemitteilung
Beirut and the Golden Sixties: A Manifesto of Fragility lässt ein schillerndes und zugleich bewegendes Kapitel der modernen Geschichte Beiruts wieder aufleben. Die Periode zwischen Ende der 1950er und 1970er Jahre fällt in die Zeit zwischen Libanonkrise 1958 und Ausbruch des libanesischen Bürgerkriegs im Jahr 1975. Die Ausstellung zeichnet das komplizierte Spannungsverhältnis zwischen dem künstlerischen Kosmopolitismus und den allgegenwärtigen transregionalen und politischen Gegensätzen Beiruts nach.

Gropius Bau (Berlin)

18.03.2022 - 07.08.2022 Dayanita Singh: Dancing with my Camera
Gropius Bau (Berlin)
Pressemitteilung
Seit den 1980er Jahren leistet Dayanita Singh Pionierarbeit auf dem Gebiet der Fotografie und überwindet immer wieder die Grenzen des Mediums. Dancing with my Camera präsentiert die wichtigsten Schaffensphasen im Œuvre der international renommierten Künstlerin – von ihren frühesten Arbeiten bis heute. Die Arbeit Let’s See wird speziell für die Ausstellung im Gropius Bau realisiert und zusammen mit ihren Schlüsselwerken wie den „museums“ präsentiert.

Gropius Bau (Berlin)

13.03.2022 - 05.06.2022 YVA. FRIEDA RIESS Fotografien 1919-1937
Fotografie-Forum der StädteRegion Aachen (Monschau)
Pressemitteilung
Mit unserer neuen Ausstellung widmen wir uns nun zwei großartigen – leider in Vergessenheit geratenen - Fotografinnen und Vertreterinnen dieser Zeit: Yva und Frieda Riess.
„Die Riess“, wie sie von den Zeitgenossen genannt wurde, gehört zu den größten Fotografinnen der Weimarer Republik. Ihr Foto-Atelier war in den zwanziger Jahren Berlins eine Institution. Dort gingen Künstler, Literaten, Schauspieler, Sportler und Politiker ein und aus, um sich porträtieren zu lassen. „Tuschend mit Hilfe des Lichts“, so beschreibt der Schriftsteller Gottfried Benn die besondere Arbeitsweise der Fotografin, die sich bei ihrer Arbeit von dem Ausdruckswillen des Expressionismus beeinflussen ließ.
Die stark an der expressionistischen Malerei orientierten Porträts von Frieda Riess wurden 1925 in der berühmten Berliner Galerie Alfred Flechtheim zum ersten Mal ausgestellt.
Ebenfalls 1925 eröffnete Yva (Else Neuländer-Simon) ihr erstes Atelier, in dem später Helmut Newton bis 1938 eine Lehre absolvierte. „Dass ich bei Yva lernen durfte, war der Olymp für mich“, so Newton.
Im Rahmen der Ausstellung sind zahlreiche, für diese Zeit spektakuläre Modeaufnahmen von Yva zu sehen, darunter die legendären Inszenierungen von Damenbeinen in Seidenstrümpfen. In ihrer Werbefotografie setzte sie die Mehrfachbeleuchtung ein, eine für die surreale Fotografie typische Technik, die sie meisterhaft beherrschte. Mit ihren technisch aufwendig und perfekt inszenierten Werbe- und Modeaufnahmen avancierte Yva zur Spezialistin der Modefotografie.
Die Ausstellung umfasst rund 130 Schwarz-Weiß-Aufnahmen, darunter beeindruckende Porträts und spektakuläre Modeaufnahmen dieser Zeit.

Die kuratorische Arbeit für diese Ausstellung – die im Fotografie-Forum der Öffentlichkeit zum ersten Mal präsentiert wird – begann bereits 2018. Hierbei wurde Dr. Nina Mika-Helfmeier von Marion Beckers und Elisabeth Moortgat (beide Mitbegründerinnen des Verborgenen Museums in Berlin) und dem Ullstein-Verlag großartig unterstützt, denen unser herzlicher Dank gebührt.
Auf der 2. Etage ist parallel dazu bis zum 22.05.2022 die Ausstellung „En Route to Cologne. Fotografien von Lee Miller (1942-45)“ zu sehen.
Der Eintritt ist frei!

Die Ausstellung wird am 13. März um 12 Uhr im Bürgersaal des Auklosters (gegenüber dem Fotografie-Forum) durch den Städteregionsrat Dr. Tim Grüttemeier eröffnet.
Auf unserer Website (www.kuk-monschau.de) finden Sie aktuelle Informationen über die Voraussetzungen zur Teilnahme an der Vernissage und über den Besuch der Ausstellung.

Fotografie-Forum der StädteRegion Aachen (Monschau)

11.03.2022 - 19.06.2022 KOLLWITZ KONTEXT – Das Werk hinter den Meisterwerken. Ausstellung zur neuen Kollwitz-Monografie
Käthe Kollwitz Museum Köln (Köln)
Pressemitteilung
Für ihre letzte Schau als langjährige Direktorin des Käthe Kollwitz Museum Köln öffnet Hannelore Fischer die Archiv-Schubladen der weltweit größten Kollwitz Sammlung: Begleitend zur Präsentation der neuen Monographie »Käthe Kollwitz – Der Werküberblick 1888–1942« zeigt die Ausstellung selten oder nie gezeigte Skizzen und Vorzeichnungen oder verworfene Studien und überarbeitete Zustandsdrucke. Auch Rückseiten von bekannten Blättern erzählen bisher verborgene Geschichten.
Der ›Kollwitz Kontext‹ lädt dazu ein, der Künstlerin beim Arbeiten über die Schulter zu Blicken. Entdecken das Werk hinter den Meisterwerken und lassen Sie sich von der Vielseitigkeit des Kollwitz-Œuvres überraschen!

Käthe Kollwitz Museum Köln (Köln)

05.03.2022 - 12.06.2022 Sigmar Polke. Dualismen
Städtische Galerie Karlsruhe (Karlsruhe)
Pressemitteilung
Eine Ausstellung des Kunstforums Ostdeutsche Galerie Regensburg in Kooperation mit der Städtischen Galerie Karlsruhe
Sigmar Polke (1941-2010) ­zählt zu den bedeu­tends­ten Vertretern der Gegen­warts­kunst. Neugier, Witz und Ironie, aber auch Kritik an gesell­schaft­li­chen ­Be­din­gun­gen und philo­so­phi­sche Refle­xio­nen sind für seine Werke ­cha­rak­te­ris­tisch. Polkes überra­schende, sich jeder ­Ver­bind­lich­keit entzie­hende Stilwen­dun­gen sind das Ergeb­nis ei­ner Vorge­hens­weise, die eine Fülle von Ideen, Themen und Ma­te­ria­lien aufgreift, dabei unbefangen aus dem Fundus der Kunst­ge­schichte und der Repro­duk­tio­nen zitiert, den Zufall ab­sichts­voll nutzt und mit alche­mis­ti­scher Experi­men­tier­freu­de er­staunt.
Die Ausstel­lung bietet einen umfas­sen­den Einblick in Polkes ­Schaf­fen zwischen 1963 und 2009. Sie lenkt die Aufmerk­sam­keit ­be­son­ders auf die Prinzipien der Polarität und Zweiheit, die sich wie ein Leitfaden durch das Werk des Künst­ler­s ­zie­hen.

Foto Sigmar Polke, Die Schuhe des Yeti, 1994, Städtische Galerie Karlsruhe, Sammlung Garnatz, © The Estate of Sigmar Polke, Köln / VG Bild-Kunst, Bonn 2021 / Foto: Heinz Pelz, Karlsruhe

Städtische Galerie Karlsruhe (Karlsruhe)

26.02.2022 - 19.06.2022 Die Weissenhofer – Playback
Staedtische Galerie Bietigheim-Bissingen ( Bietigheim-Bissingen)
Pressemitteilung
Die Weissenhofer sind zurück! 1995 wurde die Künstlergruppe gegründet und besteht heute aus Keith (alias Jörg Mandernach), Bob (alias Uwe Schäfer) und Carl (alias Matthias Beckmann). Der eigenen Legende nach sind die drei Brüder auf dem Weissenhof im Schweizer Wallistal aufgewachsen. Als das Leben dort zu beschwerlich wurde, wanderten sie in die Staaten aus und kamen als berühmte Künstler und Rock ‘n‘ Roll-Musiker zurück. In der Städtischen Galerie Bietigheim-Bissingen stellen sie nun in einer raumgreifenden Installation Relikte ihrer gemeinsamen Herkunft und ihres eignen Mythos‘ aus – ein spielerisch-humorvoller Rückblick auf die Geschichte einer fiktiven Familie. Zum ersten Mal wird nun die Rekonstruktion des Baus ihrer Urgroßtante Alma gezeigt, den diese ab 1900 im Inneren des Weissenhofes schuf.

Längst wollten die Alter Egos der drei Künstler nach 27-jähriger Erfolgsgeschichte zum »Playback« einladen – jetzt realisieren sie endlich ihr revolutionäres Gesamtkunstwerk in der Städtischen Galerie. Um dieses Zentrum der Ausstellung herumgruppiert zeigen die Drei – die überzeugend mit dem Bild und Selbstbild des Künstlers jonglieren – anhand von Einzelpräsentationen, wohin sie ihre individuellen Wege geführt haben. Mit ihren Bildern, Zeichnungen und Installationen spielen sie sich gegenseitig, aber auch den Besucher*innen der Ausstellung die Bälle zu.

Die Weissenhofer:
Keith (alias Jörg Mandernach, *1963, lebt in Ludwigsburg)
Bob (alias Uwe Schäfer, *1965, lebt in Stuttgart)
Carl (alias Matthias Beckmann, *1965, lebt in Berlin)


Wir laden Sie herzlich ein zur Eröffnung der Ausstellung
Die Weissenhofer – Playback

am Freitag, 25. Februar 2022, 18 bis 21 Uhr

Wir laden zu einem abwechslungsreichen Programm mit den anwesenden Künstlern Keith (alias Jörg Mandernach), Bob (alias Uwe Schäfer) und Carl (alias Matthias Beckmann) ein:
Tableau vivant »Playback«
Säge-Aktion zum Goldenen Schnitt*
Lesungen mit Alma Weissenhofer (alias Lisa Kraus)

*Werden Sie Teil eines Gesamtkunstwerks: Bringen Sie Bretter mit, die von den Weissenhofern im Maßverhältnis des goldenen Schnitts zersägt werden. Der längere Teil verbleibt in der Städtischen Galerie und wird in Almas Turm eingefügt. Den kürzeren Teil nehmen Sie als signiertes Kunstwerk mit.


Begleitprogramm

Öffentliche Führungen
Sonntag, 13. März, 11.30 Uhr
Sonntag, 27. März, 16.30 Uhr
Sonntag, 10. April, 11.30 Uhr
Sonntag, 24. April, 16.30 Uhr
Sonntag, 8. Mai, 11.30 Uhr
Sonntag, 22. Mai, 16.30 Uhr
Sonntag, 12. Juni, 11.30 Uhr

Vormittags-Führungen speziell für Senior*innen
exklusiv außerhalb der Öffnungszeiten
Dienstag, 22. März, 10 Uhr
Mittwoch, 1. Juni, 10 Uhr

After-Work-Kurzführungen
In 30 Minuten die Highlights der Ausstellung entdecken!
Mittwoch, 30. März, 17 Uhr
Dienstag, 17. Mai, 16.30 Uhr

Drei-Künstler-Gespräch in der Ausstellung
Samstag, 30. April, 17 Uhr
Die Weissenhofer im Gespräch mit Galerieleiterin Dr. Isabell Schenk-Weininger

Familien-Fun-Freitag
Das ganz besondere Museumserlebnis für Groß und Klein mit einer Kombination aus Führung und Kreativ-Workshop – frei nach dem Motto: Erst schauen, dann selbst trauen!
Freitag, 13. Mai, 15 Uhr

Unser umfangreiches Workshop-Programm für Kinder und Jugendliche entnehmen Sie bitte dem gesonderten Flyer.

Begrenzte Teilnehmerzahl! Anmeldung empfohlen per Telefon oder Email!
Alle Veranstaltungen sind abhängig von den Maßnahmen zur Corona-Pandemie. Bitte prüfen Sie die Termine auf unserer Website oder rufen Sie uns an.


Studioausstellung

Wenn die Berge ausatmen
Schriftkunst von Christiane Kleinhempel
bis 19. Juni 2022

Die in Bietigheim aufgewachsene Künstlerin Christiane Kleinhempel ist Kalligrafin, Schriftkünstlerin und Poetin. Sie versteht Schrift weniger als Mittel, eine lesbare Botschaft zu transportieren, sondern vielmehr als freie Grafik, als Arbeit mit Schwung und Linie. Viele ihrer Werke haben eine ästhetische Anmutung, welche an japanische Kunst erinnert.



Öffnungszeiten
Dienstag, Mittwoch, Freitag 14–18 Uhr
Donnerstag 14–20 Uhr
Samstag, Sonntag 11–18 Uhr
Karfreitag bis Ostermontag 11–18 Uhr
Himmelfahrt, Pfingsten und Fronleichnam 11–18 Uhr


Eintritt frei!
Öffentliche Führung 4 €
After-Work-Kurzführung 3 €
Senior*innenführung 4 €
Drei-Künstler-Gespräch 5 €
Familien-Fun-Freitag 5 € pro Familie
Workshop 10 € pro Tag
Private Gruppenführung: 60 € / 70 €
Führungen für Gruppen und Schulklassen nach telefonischer Vereinbarung



Städtische Galerie Bietigheim-Bissingen
Hauptstraße 60–64
74321 Bietigheim-Bissingen
Telefon 07142 74-483
Telefax 07142 74-446
http://galerie.bietigheim-bissingen.de
galerie@bietigheim-bissingen.de

Staedtische Galerie Bietigheim-Bissingen ( Bietigheim-Bissingen)

25.02.2022 - 19.06.2022 The Gällery – Raum für Fotografie. body|spaces. Eine Raumerfahrung
Staatsgalerie Stuttgart (Stuttgart)
Pressemitteilung
In Kooperation mit der Wüstenrot Stiftung schafft die Staatsgalerie einen neuen Raum für Fotografie in Stuttgart: The Gällery. Fest im Erdgeschoss der Alten Staatsgalerie beheimatet, widmet sich dieser Ort der Präsentation des umfangreichen Fotobestands der Sammlung, der zu weiten Teilen noch nie der Öffentlichkeit gezeigt werden konnte. Zugleich wirkt er über Kooperationen mit wichtigen Akteuren und Galerien der Stadt als lebendiges Schaufenster gegenwärtiger Fotokunst.
Zum Auftakt setzt sich »The Gällery – Raum für Fotografie« ab dem 25.2.2022 mit dem Thema Raumerfahrungen auseinander. In der Ausstellung »body|spaces« zeigen zahlreiche Positionen internationaler Fotografinnen und Fotografen, welche Rolle das Medium Fotografie in den letzten dreißig Jahren in der Erkundung des Raums als Körper und in der Schaffung neuer räumlicher Erfahrungen gespielt hat.
Zu sehen sind unter anderem Arbeiten von Tata Ronkholz, John Coplans, Candida Höfer, Wolfgang Tillmans, Teresa Hubbard / Alexander Birchler und Ute Mahler.

Staatsgalerie Stuttgart (Stuttgart)

13.02.2022 - 22.05.2022 EN ROUTE TO COLOGNE Fotografien von Lee Miller (1942–1945)
Fotografie-Forum der StädteRegion Aachen (Monschau)
Pressemitteilung
Das Fotografie-Forum der StädteRegion Aachen öffnet am 12. Februar nach der Winterpause wieder. Zu sehen sind zwei Ausstellungen: die Sammlungsausstellung" ALLIANZEN Collection 20:1" (bis 06.03.2022) sowie die Ausstellung „En route to Cologne“, deren Vernissage am 13.02.2022 stattfindet. Diese widmet sich insbesondere den fotografischen Arbeiten, die die amerikanische Fotografin Lee Miller im Rahmen ihrer Tätigkeit als Kriegsfotografin für die Magazine "Vogue" und "Life" in der Aachener Region aufnahm. In zahlreichen Bildern dokumentierte sie von 1944 bis 1945 entscheidende Momente des Kriegsgeschehens in Europa, wie die Befreiung von St.-Malo oder Paris durch die Alliierten. Im Januar 1945 folgte sie den alliierten Truppen über das Elsass und die Ardennen. Dabei machte sie auf ihrem Weg nach Köln auch in Aachen und der Umgebung Halt, Bilder, die nun zum ersten Mal in einer Ausstellung präsentiert werden. Lee Millers Fotografien dokumentieren einerseits schonungslos das Ausmaß der Zerstörungen des Zweiten Weltkriegs, die schweren Verletzungen und Toten. Andererseits zeigen sie aber auch, dass das Leben schon kurz nach Kriegsende trotz aller Widrigkeiten auf irgendeine Weise weiterging. Der Weg der US-Truppen führte Lee Miller anschließend in den Süden Deutschlands, wo sie die Befreiung der Konzentrationslager Dachau und Buchenwald begleitete und gemeinsam mit David E. Scherman als Erste Hitlers Privatwohnung in München dokumentierte. Es folgten weitere Stationen wie Leipzig und Wien, wo sie den Selbstmord von treuen Nationalsozialisten oder schwer verletzte Kinder in einem Krankenhaus auf eindrucksvollen Bildern festhält. Gezeichnet von dem Gesehenen und Erlebten kehrte Lee Miller 1946 nach Großbritannien zurück und gab die Arbeit als Fotografin auf.
In der Ausstellung wird die filmische Dokumentation „Lee Miller. Der Weg auf die andere Seite des Spiegels“ von Sylvain Roumette gezeigt.
Die Ausstellung wird kuratiert von Dr. Nina Mika-Helfmeier und ist eine Zusammenarbeit mit dem Lee Miller Archiv und der Kunst- und Kulturstiftung Opelvillen Rüsselsheim.

Fotografie-Forum der StädteRegion Aachen (Monschau)

03.02.2022 - 29.05.2022 Die Vergangenheit der Zukunft
Museum Schloss Ettlingen (Ettlingen)
Pressemitteilung
Konkrete und kinetische Kunst aus den Sammlungen Suciu und Szöll?si-Nagy-Nemes Eine Kooperation mit dem Staatlichen Museum für Kunst und dem Vasarely- Museum in Budapest

Die Ausstellung zeigt herausragende Werke der internationalen konkreten, konstruktiven und kinetischen Kunst aus den privaten Sammlungen von Emilia Suciu, die von 1993 bis 2015 in Ettlingen eine Galerie führte und dem ungarischen Sammlerpaar Szöllösi-Nagy-Nemes.

Mit konstruktiv-konkreter Kunst wird im Allgemeinen Geometrie Rationalität, Ordnung und Reduktion verstanden. Seit den Anfängen und dem berühmten „Schwarzen Quadrat“ von Kasimir Malevitch haben sich viele Spielarten dieser Kunstrichtung entwickelt: von streng exakten Formen in engem Farbenspektrum bis hin zu sehr farbenfrohen verspielten Varianten internationaler Autorenschaft. Erweitert werden die konstruktiven stilistischen Konzepte durch Lichtobjekte und kinetische Kunst, die sich verändern, bewegen und die Betrachter ins Staunen versetzen. Kinetische, tatsächlich bewegte Arbeiten treffen in der Ausstellung auf statische Werke der Op-Art, die ihre Wirkung aus der Illusion und der Täuschung der Sinne gewinnt. Erst im Auge des Betrachters können diese teils streng geometrischen Arbeiten Vibrationseffekte erzeugen und verblüffende Effekte schwingender und bewegter Formen hervorrufen.

Der Titel der Ausstellung "Die Vergangenheit der Zukunft" wurde von den beiden Sammlern bewusst gewählt. Beide haben die Kunst der zweiten Hälfte des XX. Jahrhunderts gesammelt mit dem Schwerpunkt auf konkrete-geometrische-kinetische Tendenzen, damit diese Kunst der Vergangenheit, die jetzt bereits ein Jahrhundert überlebt hat, auch in der Zukunft einen Platz finden wird.

Zu sehen sind rund 100 Gemälde, Leuchtobjekte und Plastiken von rund 70 internationalen Künstlern.

Museum Schloss Ettlingen (Ettlingen)

28.01.2022 - 26.06.2022 Das Gehirn. In Kunst & Wissenschaft
Bundeskunsthalle (Bonn)
Pressemitteilung
Das Gehirn ist eines der letzten großen Rätsel des menschlichen Körpers. Was haben wir eigentlich im Kopf, und wie stellen wir uns die Vorgänge im Gehirn vor? Ist unser Ich etwas anderes als unser Körper, und wie machen wir uns einen Reim auf die Welt um uns herum? Wie sieht das Gehirn der Zukunft aus: Werden wir zu computergestützten Cyborgs? Es bedarf der Zusammenarbeit vieler Disziplinen, um sich diesen Fragen zu nähern. Die Hirnforschung liefert uns fortwährend aktuelle Erkenntnisse, steht aber auch noch vor vielen ungelösten Fragen. Die Kunst kann dabei helfen, frei über Denken und Fühlen, Bewusstsein und Wahrnehmung, Erinnerung und Traum nachzudenken. Assoziativ verbundene Werke aus Kunst und Kulturgeschichte treffen in dieser Ausstellung auf wissenschaftliche Forschung, um das menschliche Gehirn – wie ein unbekanntes Territorium – zu erkunden und besser verstehen zu lernen.

Bundeskunsthalle (Bonn)

23.01.2022 - 22.05.2022 Georgia O'Keeffe
Fondation Beyeler (Riehen)
Pressemitteilung
Die Retrospektive zeigt eine umfassende Auswahl an Gemälden, welche von O’Keeffes frühesten Abstraktionen bis hin zu ihren ikonischen Darstellungen von Blumen und Landschaften aus dem Südwesten der Vereinigten Staaten reichen.

Fondation Beyeler (Riehen)

18.12.2021 - 28.08.2022 Ausstellung: BioMedien
ZKM | Zentrum für Kunst und Medien (Karlsruhe)
Pressemitteilung
Wer oder was definiert, was lebendig und was intelligent ist? Können künstliche Lebensformen empathisch sein? Wie sieht das Miteinander von Menschen und künstlichen Agent:innen aus? Welche ethischen Fragen stellen sich? Die Ausstellung »BioMedien« lädt dazu ein, mögliche Formen des Zusammenlebens zwischen organischen und künstlichen Lebensformen kennenzulernen und zu diskutieren.

Die Ausstellung erforscht verschiedene Formen von artifiziellen Agent:innen und Umwelten sowie deren Verhalten und ihre Interaktionen mit anderen Entitäten innerhalb hybrider Ökosysteme. Einige dieser Agent:innen sind digitale, computergenerierte und computersimulierte Systeme, die sich auf einem Bildschirm entwickeln, während andere komplexe adaptive Roboter sind, die im Raum physisch präsent sind und biomimetisches Verhalten in Form von Suchmechanismen, Schwarmintelligenz, Selbsterhaltung usw. aufzeigen können. Durch unvorhersehbare Reaktionen auf Reize imitieren, demonstrieren und simulieren sie lebensähnliches Verhalten. Die ausgestellten Entitäten werfen grundsätzlich Fragen über die Selbsterhaltung von anorganischem Leben auf, denn sie zeigen ihre Interaktionsfähigkeit untereinander und mit menschlichen und nichtmenschlichen Wesen durch zweidimensionale Bilder, dreidimensionale Objekte und mehrdimensionale Quantenmodellen auf. Es sind solche dynamischen Systeme an der Schnittstelle von Kunst und Wissenschaft, die in der Ausstellung sowohl im Hinblick auf ihre möglichen Anwendungen im realen Leben als auch auf ihre Fähigkeit hin, neue Perspektiven auf aktuelle Fragen der Gegenwart zu eröffnen, untersucht werden.

»BioMedien« gibt Einblicke in mögliche Formen des Zusammenlebens zwischen organischen und anorganischen Lebensformen. Dabei schließt sich die Existenz von organischem Leben und künstlichen Entitäten nicht gegenseitig aus. Anstatt in konkurrierenden oder sich gegenseitig ausschließenden Begriffen zu denken, schlägt die Ausstellung »BioMedien« vor, sich Beziehungen zu künstlichen Agent:innen als gegenseitige Abhängigkeiten und Verschränkungen vorzustellen. Neue Methoden und Ideologien müssen erforscht werden, um sich der Frage zu nähern, wie das Leben in einer Gemeinschaft aus menschlichen und technologischen Entitäten sich gestalten kann – vor allem vor dem Hintergrund der tiefgreifenden ökologischen Krise, des Massenaussterbens und der von Menschen verursachten Klimakatastrophe.

Weitere Infos zur Ausstellung: https://s.zkm.de/TBLm

Foto: © Katrin Hochschuh und Adam Donovan

ZKM | Zentrum für Kunst und Medien (Karlsruhe)

17.12.2021 - 06.11.2022 Beziehungsstatus: Offen. Kunst und Literatur am Bodensee
Zeppelin Museum Friedrichshafen GmbH (Friedrichshafen)
Pressemitteilung
******* Ausstellung wird bis zum 6.11.2022 verlängert *******

Der Eine langweilte sich, der Andere vergnügte sich, die Nächste fand im See die eigene Seele wieder. Ob Annette von Droste-Hülshoff, Hermann Hesse und Hans Purrmann, Martin Walser und André Ficus oder Henry van de Velde und René Schickele: Zahlreiche Künstler*innen und Schriftsteller*innen, die am Bodensee lebten, pflegten enge Verbindungen. Die interdisziplinäre Ausstellung nimmt den Bodensee als kreativen Schaffensort in den Blick und untersucht die wechselseitigen Beziehungen zwischen Literatur und Kunst.

Der Katalog zur Ausstellung erscheint Ende Februar 2022

Partizipation ist wesentlicher Bestandteil der Ausstellung. Mit einem Aufruf zur Beteiligung auf nextmuseum.io konnten Künstler*innen und Schriftsteller*innen eigene Beiträge zum Thema „Kunst und Literatur am Bodensee“ einreichen. Per Publikumsvoting wurden die Gewinner*innen ermittelt und werden nun Teil der Ausstellung. Diese Form des partizipativen Kuratierens öffnet das Ausstellungsformat und schlägt einen Bogen zur aktuellen künstlerischen und literarischen Auseinandersetzung mit dem Bodensee.

Sitzen, lesen und schauen – dazu sind die Besucher*innen herzlich eingeladen. Die Ausstellungsgestaltung erinnert in Funktion und Optik an ein Wohnzimmer oder eine Bibliothek. Sitzbereiche mit Bücherregalen laden zum Lesen ein und bieten einen selbstgesteuerten Zugang zur Literatur der Ausstellung, Hörstationen ermöglichen ein multimediales Erlebnis. In Kooperation mit regionalen Schulen werden die literarischen Texte in kurzen Filmclips zum Leben erweckt, die in der Ausstellung zu sehen sind.

Das Zeppelin Museum bietet erstmalig ein Re-Entry an. Mit der einmal erworbenen Eintrittskarte kann die Ausstellung beliebig oft besucht werden. So bleibt mehr Zeit für Bücher, Texte, Werke und Hörstationen. Mit kostenlosen, personalisierbaren Lesezeichen können in der Bibliothek Textstellen markiert und beim nächsten Aufenthalt wiedergefunden werden. Wer möchte, darf es sich richtig gemütlich machen und mit den eigens produzierten Museumshausschuhen durch die Ausstellung spazieren. Die Besucher*innen sind dazu eingeladen, zu verweilen, zu entspannen und die Zeit im Museum zu genießen.

Mit Exponaten von: Max Ackermann, Willi Baumeister, Mia Bernoulli-Hesse, Heidi Bucher, Adolf Dietrich, Otto Dix, Annette von Droste-Hülshoff, Lotte Eckener, Marie Ellenrieder, Conrad Felixmüller, André Ficus, Bruno Goetz, Erich Heckel, Hermann Hesse, Norbert Jacques, Ernst Jünger, Friedrich Georg Jünger, Ernst Ludwig Kirchner, Herlinde Koelbl, Erika Mann, Golo Mann, Frans Masereel, Elisabeth Mühlenweg, Fritz Mühlenweg, Eduard Mörike, Tami Oelfken, Hans Purrmann, Karl Raichle, Rainer Maria Rilke, Carl Sternheim, Thea Sternheim, Joseph Victor von Scheffel, René Schickele, Mathilde Vollmoeller-Purrmann, Rudolf Wacker, Martin Walser, Aby Warburg, Ernst Würtenberger u. a.

Kuratiert von Charlotte Ickler und Dr. Mark Niehoff, Zeppelin Museum

Gefördert durch die Baden-Württemberg-Stiftung.

Zeppelin Museum Friedrichshafen GmbH (Friedrichshafen)

04.12.2021 - 19.06.2022 Wenn die Berge ausatmen - Schriftkunst von Christiane Kleinhempel
Staedtische Galerie Bietigheim-Bissingen ( Bietigheim-Bissingen)
Pressemitteilung
Die in Bietigheim aufgewachsene Künstlerin Christiane Kleinhempel ist Kalligrafin, Schriftkünstlerin und Poetin. Sie versteht Schrift weniger als Mittel, eine lesbare Botschaft zu transportieren, sondern vielmehr als freie Grafik, als Arbeit mit Schwung und Linie. Viele ihrer Werke haben eine ästhetische Anmutung, welche an japanische Kunst erinnert. Das Zeichnen und Zeichensetzen verdichtet Kleinhempel mal zu Linienbündeln oder aber lässt es flirrend und überbordend die gesamte Bildfläche überziehen. Das zentrale Ausdrucksmittel der Künstlerin ist der gestische und zugleich konzentrierte Bewegungsimpuls, den sie in verschiedenen Materialien einsetzt, umsetzt, übersetzt – von zartem, manchmal sogar durchscheinendem Papier bis hin zu schwarzem Stoff. Die Bildwelten wirken wie ein eigener Code von »Freizeichen« und »Klangschriften« bis hin zu »Choreographien« und »Enzyclopaeden«, die jede*r Betrachter*in selbst entschlüsseln kann: als Landschaften und Fantasiewesen oder auch rein abstrakt und als flüchtige Notationen.

ERÖFFNUNG
Von 18 bis 20 Uhr öffnet die Ausstellung ihre Türen: Die Künstlerin ist anwesend und wird gemeinsam mit der Galerieleitung in der Ausstellung kleine Einführungen halten. Wir freuen uns auf Ihren Besuch und anregende Gespräche!

Begleitprogramm

Die Künstlerin im Gespräch
mit Dr. Isabell Schenk-Weininger
Sonntag, 16. Januar, 11.30 Uhr
mit Dr. Petra Lanfermann
Sonntag, 15. Mai, 11.30 Uhr

After-Work-Kurzführungen
Donnerstag, 17. Februar, 17.30 Uhr
Mittwoch, 27. April, 17 Uhr
Dienstag, 14. Juni, 16.30 Uhr

Schriftkunst-Workshop für Erwachsene
Inspiriert durch die Ausstellung können Besucher*innen unter Anleitung der Künstlerin ihre eigene Handschrift entdecken: Schöne und auch überraschende Ergebnisse entstehen auf Papier mit Federn, Pinseln, Stiften und ungewöhnlichen Schreibutensilien!
Samstag, 5. März, 9.30–17.30 Uhr

Familien-Fun-Freitag
Ein ganz besonderes Museumserlebnis für die ganze Familie: In spielerischer Weise werden Hintergründe zu der Künstlerin und Spannendes über ihre Werke vermittelt und anschließend alle gemeinsam aktiv – frei nach dem Motto: Erst schauen, dann selbst trauen!
Freitag, 25. März, 15 Uhr


Öffnungszeiten
Dienstag, Mittwoch, Freitag: 14–18 Uhr
Donnerstag: 14–20 Uhr
Samstag, Sonntag sowie Feiertage (außer 24., 25. und 31.12.): 11–18 Uhr

Eintritt frei
After-Work-Kurzführung 3 €
Die Künstlerin im Gespräch 5 €
Familien-Fun-Freitag 5 € pro Familie
Workshop für Erwachsene 50 €
Gruppenführung nach Absprache 60 € / 70 €

Städtische Galerie Bietigheim-Bissingen
Hauptstr. 60–64 · 74321 Bietigheim-Bissingen
Tel. 07142 74-483 · Fax 07142 74-446
http://galerie.bietigheim-bissingen.de
galerie@bietigheim-bissingen.de

Staedtische Galerie Bietigheim-Bissingen ( Bietigheim-Bissingen)

19.11.2021 - 11.09.2022 DURCHSTARTEN - TAKE OFF
Museum Art.Plus (Donaueschingen)
Pressemitteilung
Das Museum Art.Plus zeigt mit der neuen Jahresausstellung zeitgenössische Malerei und autoaffine Skulpturen. Wand- und Bodenobjekte bewegen sich im Raum und geben eine Illusion von Geschwindigkeit.

„Durchstarten – Take Off“ mit Traumobjekten zu Freiheit und Abenteuer in dieser besonderen Zeit.

Als zusätzliche Highlights zeigt das Museum Art.Plus echte Sportwagen-Klassiker, die das Herz eines Automobilliebhabers höherschlagen lassen.

Let‘s take off!

Museum Art.Plus (Donaueschingen)

20.10.2021 - 30.05.2022 Emeka Ogboh. Ámà: The Gathering Place
Gropius Bau (Berlin)
Pressemitteilung
Im September präsentiert der Gropius Bau eine raumgreifende Lichthof-Installation von Emeka Ogboh.

Ab September 2021 wird eine ortsspezifische Installation des Künstlers Emeka Ogboh im weitläufigen Lichthof des Gropius Bau zu sehen sein – dem architektonischen Herzstück der Institution, das frei zugänglich ist und alle Besucher*innen im Zentrum des Gebäudes willkommen heißt. Unter dem Titel "Ámà: The Gathering Place" (2019/2021) nimmt Ogbohs Intervention die Form eines über 9 Meter hohen Baumes an und beinhaltet eine begleitende 12-Kanal-Soundinstallation sowie textile Elemente. Ausgangspunkt der Arbeit nimmt als Ausgangspunkt den „ámà“ – „Dorfplatz“ in Igbo. Diese Plätze sind das physische und symbolische Zentrum des Lebens in der Igbo-Gesellschaft; Orte, an denen Zeremonien, Unterhaltung, Handel und alltäglicher Austausch stattfinden. Ámà: The Gathering Place" lässt sich von diesen Orten inspirieren und verwandelt den Lichthof des Gropius Bau in einen Raum der Ruhe und des sozialen Austauschs, untermalt von Aufnahmen eines Chors, der traditionelle Igbo-Volkslieder singt. Zusätzlich zu den skulpturalen und klanglichen Elementen werden die Betrachter*innen eingeladen, auf traditionellen Akwétè-Tüchern zu sitzen, die von zeitgenössischen nigerianischen Grafikdesigner*innen und Weber*innen entworfen wurden und die auch die zentrale Skulptur des Werks bedecken. Die Arbeit zeigt, wie halböffentliche Räume, von Dorfplätzen bis zu institutionellen Freiflächen, als Orte der Geselligkeit, des Feierns, der Reflexion und des Austauschs zurückgewonnen werden können.

Über Emeka Ogboh

Emeka Ogboh ist ein Künstler, der sich in seiner Praxis mit dem Raum und dem öffentlichen und privaten Gedächtnis auseinandersetzt und dabei verschiedene Medien wie Klang, Skulptur und Gastronomie einsetzt. Sein Interesse gilt der Verknüpfung von kommunaler, privater und öffentlicher Kultur und deren Verdinglichung durch Klang und Speisen. In jüngster Zeit hat er Arbeiten unter anderem im Friche la Belle de Mai Marseille (2021), im Dresdner Museum für Völkerkunde (2020), Kunstmuseum Ravensburg (2020), Museum Tinguely, Basel (2019) und Cleveland Museum of Art (2019) präsentiert.

Gropius Bau (Berlin)

29.04.2021 - 30.08.2023 Spatial Affairs. Worlding
ZKM | Zentrum für Kunst und Medien (Karlsruhe)
Pressemitteilung
Online
Eintritt frei

Konzipiert als Teil der Ausstellung »Spatial Affairs«, präsentiert im Ludwig Museum - Museum of Contemporary Art – in Budapest, ist »Spatial Affairs. Worlding – A tér világlása« eine forschende Online-Umgebung, eine virtuelle Multi-User-Ausstellung, die von kriechenden Kunstwerken bevölkert wird, in der die Avatare der Besucher:innen mit sich bewegenden Körpern der Internetkunst und browserbasierten Projekten koexistieren.

Die Kunstwerke und Besucher:innen, die die virtuelle Welt der Ausstellung bewohnen, sind rechnerische, biologische und geologische Körper ohne Organe. Die Wände und Böden sind technische Wesen: Jede:r und alles ist aus demselben digitalen Gewebe geformt. »Spatial Affairs. Worlding – A tér világlása« wurde vom post-kritischen niederländischen Designstudio »The Rodina« entworfen und ist von Konrad Zuses Theorie des »Rechnenden Raums« (1969) inspiriert. Diese beschreibt ein Universum, das aus einer Fülle von lebenden und sich entwickelnden Automaten besteht – diskrete Computersysteme, die aus Zellen bestehen und sich zu einem großen, sich selbst reproduzierenden zellulären Automaten addieren.

Ein solches sich ständig weiterentwickelndes Ökosystem fordert die eigene Ontologie als willkürlich, performativ und prozessual, als binärcodebasierte und doch im Wesentlichen pluralistische virtuelle Umgebung. Die Grenzen zwischen Subjekt und Umgebung lösen sich auf; alle Entitäten werden zu Agenten, auch wenn sie ohne die Kraft der Materie handeln. »Worlding« bezieht sich auf einen ständigen Prozess des Aufdeckens noch unentdeckter Falten im digitalen Raum, die zu weiteren Spekulationen, Thesen, Geschichten und Spielen führen, die sich wiederum als born-digital internet-based works of art manifestieren. Die multiple, generative Räumlichkeit dieser Umgebung wird durch die organische Klanglandschaft des Künstlers Enrico Boccioletti aus sich ständig verändernden Texturen verstärkt. Diese sind aus Streuungen komponiert, die wiederum aus Aufnahmen der elektromagnetischen Strahlung von Festplatten und dem Brummen von Stimmen entstehen.

Diese Umgebung ist die Antwort von »The Rodina« auf die Fragen der Kurator:innen, wie der Inhalt einer Online-Ausstellung in ein räumliches und responsives Erlebnis verwandelt werden kann: Was, wenn Kunstwerke durch Avatare repräsentiert werden und man ihnen im virtuellen Raum begegnen kann? Was passiert, wenn die Ausstellung zum Ökosystem wird und das erzeugt, was Zuse einen »Computer-Kosmos« nennt? Konzipiert als Ausstellung und aktive Plattform, wird die virtuelle Umgebung eine Reihe von Gesprächen, Führungen und Veranstaltungen beherbergen und als Katalysator für Diskussionen rund um die von »Spatial Affairs« aufgeworfenen Fragen dienen.

»Spatial Affairs. Worlding – A tér világlása« ist eine Koproduktion von ZKM | Karlsruhe und EPFL Pavilions, Eidgenössische Technische Hochschule, Lausanne, im Rahmen des internationalen praxisorientierten Forschungsprojekts BEYOND MATTER.

Foto: © The Rodina

ZKM | Zentrum für Kunst und Medien (Karlsruhe)

16.03.2021 - 31.12.2022 Angespannte Zustände
Staatsgalerie Stuttgart (Stuttgart)
Pressemitteilung
Seit einiger Zeit prägen angespannte Zustände unseren Alltag. Ob es sich um Ausgangssperren, Gewalt oder der Suche nach der eigenen Identität handelt, wir sind ständig dabei, uns neu zu orientieren. Auf die Verletzlichkeit und Verwirrung, die in Kontrollen, Rassendiskriminierung und Ausgrenzung stecken, nehmen Künstlerinnen und Künstler Bezug. Sie stellen die Unsicherheit und Instabilität, die wir täglich erleben, in ihren Werken dar.
Die neue Sammlungspräsentation konfrontiert zeitgenössische Positionen aus der privaten Sammlung Scharpff-Striebich mit Werken aus dem 20. Jahr-hundert aus dem eigenen Bestand der Staatsgalerie, die erst durch den retrospektiven Blick eine solche Aktualität gewinnen und die Komplexität und Widersprüchlichkeit unserer Gesellschaft hervorheben.
Zu sehen sind Werke u.a. von Kathryn Andrews, Giovanni Anselmo, Phyllida Barlow, Bernd und Anna Blume, Victor Burgin, Julian Charrière, Cameron Clayborn, Jesse Darling, Tacita Dean, Mark Dion, Jadé Fadojutimi, Ximena Garrido-Lecca, Jochen Gerz, Asta Gröting, Rebecca Horn, Marguerite Humeau, Sergej Jensen, Rashid Johnson, Edward Kienholz, Kapwani Kiwanga, Jürgen Klauke, Simone Leigh, Tony Lewis, Zoe Leonard, Teresa Margolles, Hermann Nitsch, Marcel Odenbach, Yoko Ono, Barbara Probst, Arnulf Rainer, Sterling Ruby, Anke Röhrscheid, Katharina Sieverding, Timur Si-Qin, Kiki Smith, Pia Stadtbäumer, Diamond Stingily, Rosemarie Trockel, Anna Uddenberg und Ambera Wellmann.

Staatsgalerie Stuttgart (Stuttgart)

02.10.2020 - 31.12.2022 umgehängt: Facetten der Malerei 1960 - 2010
Städtische Galerie Karlsruhe (Karlsruhe)
Pressemitteilung
Seit etwa zehn Jahren präsen­tiert die Städtische Galerie ­Karls­ruhe ihre Dauer­aus­stel­lung unter dem bildhaften Begriff "um­ge­hängt", um unmit­tel­bar deutlich zu machen, dass dieser ­Be­reich im ersten Oberge­schoss regelmäßig neu konzipiert wird. Die reichen Bestände der Städti­schen Kunst­samm­lung und der Samm­lung von Ute und Eberhard Garnatz mit Werken aus den 1960er- bis in die 2010er-Jahre werden unter immer neuen Vorzeichen und in unter­schied­lichs­ten Konstel­la­tio­nen vorge­stellt, so dass die Be­su­cher und Besuche­rin­nen auf ein breites Spektrum von eher ­sel­ten gezeigten bis zu vertrauten Kunst­wer­ken treffen. Im Mit­tel­punkt der aktuellen Schau "Facetten der Malerei" steht das tra­di­ti­ons­rei­che Medium und seine experi­men­telle Öffnung zu anderen Kunst­gat­tun­gen. Vor dem Hinter­grund der verän­der­ten ­künst­le­ri­schen Haltungen in den 1960er-Jahren mussten sich die Maler neu orien­tie­ren. Sie begannen ihr Medium zu hinter­fra­gen, erkun­de­ten seine spezi­fi­schen Möglich­kei­ten und erwei­ter­ten ­diese auf unter­schied­lichste Weise. Sie setzten sich mit his­to­ri­schen Positionen ausein­an­der, nahmen Elemente der All­tags­kul­tur in ihr Werk auf und bezogen den realen Raum mit ein. Inhaltlich wandten sie sich einem breiten Spektrum zu - Natur- und Menschen­dar­stel­lun­gen gehören ebenso dazu wie All­tags­ge­gen­stände und gesell­schafts­po­li­ti­sche Themen.

Foto Corinne Wasmuht | DFW-CDG | 2010 | Städtische Galerie Karlsruhe

Städtische Galerie Karlsruhe (Karlsruhe)