Language

Ausstellungen Museen

Pressemitteilungen
Pressemitteilungen
29.01.2921 - 28.02.2021 Günter Piepenbreier "Richtungslos" z.Zt. eine "Walk -by-windows-Ausstellung"
Kunstverein Kreis Soest e. V. (Soest)
Pressemitteilung
Die Fotografien von Günter Piepenbreier geben seine Sicht der alltäglichen Dinge wieder. Er entdeckt unentwegt ernste, skurrile, poetische Momente in seiner Umwelt. Oft werden die Fotos zu rätselhaften Situationen, die es zu ent-codieren gilt. Bekanntes und Unbekanntes mischen sich. In der Regel sind seine Fotos nicht oder wenig bearbeitet.

Kunstverein Kreis Soest e. V. (Soest)

23.10.2021 - 20.03.2022 Christa Sommerer & Laurent Mignonneau. The Artwork As a Living System
ZKM | Zentrum für Kunst und Medien (Karlsruhe)
Pressemitteilung

Die interaktiven Installationen der Ausstellung erzählen von fast 30 Jahren künstlerischen Schaffens des österreichisch-französischen Künstlerduos Christa Sommerer und Laurent Mignonneau.

Seit Anfang der 1990er-Jahre entwickeln Christa Sommerer und Laurent Mignonneau an der Schnittstelle von Realität und Virtualität, Naturwissenschaft, Technologie und Kunst komplexe interaktive Installationen, die sich mit den Möglichkeiten künstlichen Lebens auseinander setzen. In ihren Werken simulieren sie evolutionäre Wachstumsprozesse, die durch die direkte Interaktion mit dem Publikum ausgelöst werden. Arbeiten wie »Interactive Plant Growing« (1992) oder »Portrait on the Fly« (2016), die sich in der Sammlung des ZKM | Karlsruhe befinden, schaffen scheinbar lebende Systeme, bei denen die Berührung von realen Pflanzen oder die Bewegung vor einem Bildschirm Transformationen im digitalen Raum erzeugt. Die Ausstellung »The Artwork As a Living System«, die mit 14 Medieninstallationen ein Überblick über das Gesamtwerk des österreichisch-französischen Künstlerduos aus fast 30 Jahren liefert, ist eine Koproduktion des ZKM mit dem LABoral Centro de Arte y Creación Industrial in Gijón, Spanien und der OÖ Landes-Kultur GmbH. Zur Ausstellung erscheint eine wissenschaftliche Publikation in der Leonardo-Buchreihe in Zusammenarbeit mit MIT Press.

ZKM | Zentrum für Kunst und Medien (Karlsruhe)

16.10.2021 - 13.02.2022 Lynette Yiadom-Boakye. Fly In League With The Night
Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen K21 Ständehaus (Düsseldorf)
Pressemitteilung


Die Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen zeigt die erste umfangreiche Ausstellung in Deutschland von Lynette Yiadom-Boakye (*1977), einer in London geborenen Malerin und Schriftstellerin mit ghanaischen Wurzeln.

Ihr zentrales Thema ist der Mensch: Mit Öl oder Kohle und Pastellstift „porträtiert“ sie Frauen und Männer, vereinzelt ruhend, träumend, tanzend, schauend oder mit einem Gegenüber agierend. Es sind jedoch keine realen, sondern zusammengesetzte Figuren, deren Erscheinungen sich aus verschiedenen Quellen speisen. Lynette Yiadom-Boakye zeigt ausschließlich Schwarze Menschen und enthüllt damit schlaglichtartig deren weitgehendes Fehlen in den Darstellungen der europäischen Kunstgeschichte, mit der sie sich intensiv auseinandergesetzt hat.

Im Kontext der Sammlung im K20 werden ihre Bilder, die sie bewusst inszeniert und in einen Dialog setzt, ebenso ein Nachdenken über das Potential der Malerei anregen wie das über weibliche und männliche Rollenbilder, über drängende Fragen von Repräsentation, Rassismus und Diversität.

Die im Henkel Saal des K20 gezeigte Ausstellung ist konzipiert von Tate Britain in Kooperation mit dem Moderna Museet, Stockholm, der Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen, Düsseldorf, und dem MUDAM Luxemburg.

Foto: Lynette Yiadom-Boakye, Condor and the Mole, 2011, Arts Council Collection, Southbank Centre, London © Courtesy of Lynette Yiadom-Boakye

Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen K21 Ständehaus (Düsseldorf)

10.10.2021 - 23.01.2022 Goya
Fondation Beyeler (Riehen)
Pressemitteilung
Francisco-de-Goya-Retrospektive im Sommer 2020 in der Fondation Beyeler –
Einen Vorgeschmack bietet die Präsentation des Gemäldes Hexensabbat am Stand auf der diesjährigen Art
Basel.
Die Fondation Beyeler widmet Francisco de Goya eine der bisher bedeutendsten Ausstellungen ausserhalb
Spaniens. Goya ist einer der letzten grossen Hofkünstler und der erste Wegbereiter der modernen Kunst.
Die Ausstellung entsteht in Zusammenarbeit mit dem Museo Nacional del Prado in Madrid. Selten gezeigte
Gemälde aus spanischem Privatbesitz werden in der Fondation Beyeler erstmals mit Schlüsselwerken aus
renommierten europäischen und amerikanischen Museen wie auch Privatsammlungen vereint sein. Zum
Auftakt der Sommerausstellung 2020 präsentiert die Fondation Beyeler am diesjährigen Stand auf der Art
Basel Goyas eindrucksvolles und rätselhaftes Gemälde Hexensabbat (1797/98) aus dem madrilenischen
Museo Lázaro Galdiano.
Francisco de Goya (1746–1828) ist einer der grossen Wegbereiter der modernen Kunst. Sein
facettenreiches Werk, das den Freuden und dem Glanz ebenso wie den Schrecken und Abgründen der
menschlichen Existenz auf einzigartige Weise Ausdruck verleiht, übt einen kaum zu überschätzenden
Einfluss auf die Künstler des 20. und 21. Jahrhunderts aus. Zu den wichtigsten Genres und Themen in
seinen Bildern zählen allen voran die Porträts, die Mitglieder der Königsfamilie und des Hofes, aber auch
Freunde und Bekannte des Künstlers zeigen. Die Bildnisse sind in der Konzeption vielschichtig, indem sie
die Widersprüchlichkeit und komplexe Persönlichkeit der Dargestellten vor Augen führen. Hinzu kommen
Selbstbildnisse, in denen die innere Bewegtheit und Intelligenz des Künstlers auf eindringliche Weise
Gestalt erlangen. Ein gänzlich eigenständiger Motivkreis ist jener der Majas: Frauendarstellungen, die ein
ambivalentes Verhältnis zwischen Mann und Frau zu erkennen geben. In seinen Genrebildern reflektiert
Goya Begebenheiten aus dem Alltag der spanischen Gesellschaft. Dazu gehören Marktszenen und
Stierkämpfe, Banditenhöhlen, Irrenhäuser sowie Inquisitionstribunale als Orte des Machtmissbrauchs und
der Gewalt. Von ebenso grosser Bedeutung sind die Darstellungen von Hexensabbaten, in denen Goya
Abgründiges, den Aberglauben, die Unvernunft und die Alpträume seiner Zeit zur Anschauung bringt.
Die Ausstellung wird über 70 Gemälde und ein Konvolut von rund 50 meisterhaften Zeichnungen und 30
Druckgrafiken versammeln, die die Besucher zu einer Begegnung mit dem Schönen wie auch dem
Unfassbaren einladen. Sie entsteht in Kooperation mit dem Museo Nacional del Prado in Madrid. Selten zu
sehende Gemälde aus spanischem Privatbesitz werden in der Fondation Beyeler erstmals mit
Schlüsselwerken aus den renommiertesten europäischen und amerikanischen Museen und
Privatsammlungen vereint sein.
Goyas radikale Bilder wurden besonders von den modernen spanischen Künstlern verehrt, darunter Pablo
Picasso und Joan Miró. Insbesondere die Surrealisten erblickten in ihm einen Geistesverwandten. Auch für
zeitgenössische Künstler stellt Goya eine wichtige Inspirationsquelle dar. In der Reflexion über den
Menschen in einer konfliktreichen, zwischen Vernunft und Unvernunft schwankenden Welt erweisen sich
seine Bilder heute als aktueller denn je.
Die Ausstellung von Hexensabbat am Stand der Fondation Beyeler auf der Art Basel ist ein erster
Vorgeschmack dessen, was die Besucherinnen und Besucher im kommenden Jahr in Riehen erwarten
wird. Ermöglicht wird diese Vorschau auf Goya durch das leihgebende Museo Lázaro Galdiano in Madrid.
Das Museum ging aus der grosszügigen Schenkung des gesamten Erbes von José Lázaro Galdiano an den
spanischen Staat hervor. Sie umfasste 13.000 Kunstwerke, ein Palais, in dem die Objekte untergebracht
sind, die Redaktionszentrale des Verlags La España Moderna und eine Bibliothek mit 20.000 Bänden. Zu
den Höhepunkten der beeindruckenden Sammlung zählen Werke von Künstlern wie Hieronymus Bosch,
Diego Velázquez oder El Greco.

Fondation Beyeler (Riehen)

10.10.2021 - 09.01.2022 René Acht. (1920 – 1998)
Kunstmuseum Singen (Singen)
Pressemitteilung
René Acht, der in Freiburg und Frankreich lebte und arbeitete, war einer der bedeutendsten Schweizer Künstler des 20. Jahrhunderts. Werke des Malers, Zeichners und Papierschneiders finden sich in internationalen Leitmuseen und Sammlungen; auf der documenta 2 und der 5. Biennale in Sao Paulo war er vertreten. Dominiert in der ersten Hälfte seines Schaffens die Nähe zum Informel, so wendete er sich in den 1970er Jahren in seiner Malerei und mit seinen Scherenschnitten reduzierten, konkret-konstruktiven Gestaltformen zu.

Die Retrospektive, reich an Entdeckungen, will das sechzig Jahre umfassende Gesamtwerk und Achts zentrales Bildzeichen ›Haus‹ wieder ins Bewusstsein heben.

Eine Kooperation mit dem Nachlass René Acht und dem Wilhelm-Hack-Museum Ludwigshafen.

René Acht, Zwei Häuser im Gespräch, 1970, © Nachlass René Acht, VG Bild-Kunst, Bonn 2020

Kunstmuseum Singen (Singen)

09.10.2021 - 09.01.2022 Marcel Odenbach. so oder so
Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen K21 Ständehaus (Düsseldorf)
Pressemitteilung


Der in Köln, Berlin und zeitweise in Ghana lebende Künstler Marcel Odenbach (*1953) arbeitet seit 1976 mit Video. Seine filmischen Collagen, Installationen und Performances haben dazu beigetragen, dass Videokunst heute zentrales Medium der internationalen Gegenwartskunst ist.

Odenbachs künstlerischer Ansatz ist von einem starken Bewusstsein für die historisch gesellschaftlichen und transkulturellen Themen der Zeit getragen. Die Überblicksausstellung im K21 setzt sein filmisches Werk in den Kontext der auf dem Prinzip Collage und Montage basierenden Papierarbeiten. Mit seinen aus unterschiedlichsten Facetten virtuos zusammengefügten Bildern und Videos führt Odenbach vielfältige Konstellationen vor Augen und fordert die Beweglichkeit von Denk und Sichtweisen heraus.

Foto: Marcel Odenbach, Tropenkoller (Detail), 2017, 2-Kanal-Installation, 16:9, Farbe, Ton, 17:52 Minuten, Courtesy Galerie Gisela Capitain, Köln, (c) VG-Bild-Kunst Bonn

Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen K21 Ständehaus (Düsseldorf)

29.09.2021 - 23.01.2022 Georges Braque, Erfinder des Kubismus
Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen K21 Ständehaus (Düsseldorf)
Pressemitteilung


Die Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen würdigt den in Deutschland bislang zu wenig beachteten Georges Braque als bahnbrechenden Künstler der französischen Avantgarde. Die Ausstellung konzentriert sich auf die wichtigsten Jahre seines Schaffens, auf das besonders spannende und ereignisreiche Frühwerk zwischen 1906 und 1914.

Die Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen würdigt den in Deutschland bislang zu wenig beachteten Georges Braque als bahnbrechenden Künstler der französischen Avantgarde. Die Ausstellung konzentriert sich auf die wichtigsten Jahre seines Schaffens, auf das besonders spannende und ereignisreiche Frühwerk zwischen 1906 und 1914.

Vor dem Ersten Weltkrieg prägt der junge Georges Braque (1882–1963) mit seinem Freund Pablo Picasso acht Jahre lang die vielleicht revolutionärste Etappe in der Geschichte der modernen Malerei: den Kubismus. Landschaften und Stillleben sind seine Spezialmotive. Die Ausstellung zeigt, wie Braque in rasanter Abfolge und auf höchstem Niveau die stilistischen Mittel weiterentwickelt oder neu erfindet. Fauvismus, Vorkubismus, Analytischer Kubismus, Papier Collés und Synthetischer Kubismus folgen in einzigartiger Verdichtung aufeinander. Tempo und Intensität der Stilwechsel verblüffen bis heute. Unsere Ausstellung zeigt am Werk Braques den beispielhaften Weg der modernen Kunst von der gegenständlichen zur abstrahierten Wirklichkeitswiedergabe. Rund 60 Meisterwerke aus internationalen Museen, Privatsammlungen und den Beständen der Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen werden zusammengetragen und in einer maßgeschneiderten Architektur im K20 präsentiert.

Die Jahre vor dem Ersten Weltkrieg bringen in Westeuropa bahnbrechende Erfindungen, neue Denkweisen und Philosophien und die faszinierende Beschleunigung des Alltags hervor. Dort liegt der Ursprung unseres modernen, medialen Zeitalters, mit dem sich auch die räumlichen und zeitlichen Wahrnehmungsweisen völlig verändern. So eröffnen Automobile, Flugzeuge und Röntgenbilder neue Blickwinkel und dynamische Perspektiven auf die Welt. Das immer populärer werdende Kino mit seinen überraschenden bildtechnischen Möglichkeiten erweitert den Wahrnehmungshorizont und wird zur Inspiration der malenden Avantgarde. In der Werkgeschichte des jungen Braque, der ein begeisterter Kinogänger ist und sich von den neuen Techniken des Films anregen lässt, erscheinen die Ereignisse der Zeit wie in einem Brennglas fokussiert.

Die Ausstellung folgt dieser Faszination und verortet Braques künstlerische Phasen in den historischen Kontext. Filme und dokumentarische Materialien werden in die Ausstellung mit einbezogen, um den Zusammenhang zwischen der Dynamisierung des Alltags und der ästhetischen Formentwicklung in der bildenden Kunst erfahrbar werden zu lassen, aber auch um die Diskrepanz zwischen den visuellen Neuerungen der Vorkriegszeit und der medialen Bilderflut, in der wir heute leben, zu begreifen.

Von Braque gibt es keine theoretischen Abhandlungen, kaum Schriftverkehr mit gleichgesinnten Künstlern. Wer war Georges Braque? Was macht ihn einzigartig innerhalb der Avantgarde am Pariser Montmartre? Braque war radikal im malerischen Ausdruck, stets im Zentrum der Ereignisse. Doch anders als seinen Freund Picasso, den virtuosen, temperamentvollen und sprunghaften Spanier, schildern seine Zeitgenossen den jungen Braque als bedächtig, verlässlich und von großer Intensität. Dem äußerst innovativen, aber „ruhigen, langsam arbeitenden Normannen“ wird in Kunst- und Sammlerkreisen Vertrauen geschenkt. Für Guillaume Apollinaire war Braque sogar der „Patron“ der modernen Kunst! Der Freund und Dichter wies ihm diese sicherlich zwiespältige Rolle bereits 1912 zu. Für ihn war Braque der „Schutzheilige“, der „Prüfstein“ des Kubismus, und er sollte es bis zum Lebensende bleiben. Selbst viele Jahrzehnte später bekräftigt der renommierte deutsche Kunsthistoriker Gottfried Sello nach dem Tod Braques im Jahr 1963 diese Sichtweise: „Für Frankreich bedeutet Braque den Garanten künstlerischer Kontinuität. Er hat es fertiggebracht, seine Nation `en bloc´ von der modernen Malerei zu überzeugen.“ Ausstellung und Katalog versuchen die Liste der Zuschreibungen kritisch zu hinterfragen und damit näher an den wahren Georges Braque heranzukommen.

Die Auseinandersetzung mit der eigenen Sammlung und deren wissenschaftliche Erforschung sind Bestandteil unseres gesellschaftlichen Auftrags als Museum. Die Ausstellungsidee wurde aus dem Sammlungsbestand der Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen heraus entwickelt, die über vier herausragende Werke von Georges Braque verfügt.

Foto: Anonym, George Braque, ca. 1906-1907, Silbergelatine Abzug, Archives Quentin Laurens

Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen K21 Ständehaus (Düsseldorf)

25.06.2021 - 01.11.2021 Beuys – Lehmbruck. Denken ist Plastik
Bundeskunsthalle (Bonn)
Pressemitteilung
Es gibt nicht viele Künstler, die in der Geschichte der Kunst einen so nachhaltigen Umbruch verursacht haben wie Joseph Beuys. Mit seinem Begriff der Sozialen Plastik hat er versucht, das freiheitliche Potenzial der Kunst auf jeglichen Bereich des Lebens zu übertragen. Eine Auflösung der Grenzen zwischen Kunst und Gesellschaft, Politik, Wissenschaft und Bildung stand im Zentrum seiner Überlegungen. Beuys schuf auf diese Weise einen neuen, den erweiterten Kunstbegriff.
Im Jahr 1986, nur wenige Tage vor seinem Tod, erhält Joseph Beuys den Wilhelm-Lehmbruck-Preis. In seiner Dankesrede betont er die Bedeutung, die die Kunst des expressionistischen Bildhauers für ihn hatte. Er beschreibt, wie ihn die Begegnung mit Lehmbrucks Werk überhaupt zur Kunst geführt hat und zieht eine Verbindungslinie bis hin zur Entwicklung seines eigenen Begriffs der Sozialen Plastik. Zum 100. Geburtstag von Joseph Beuys geht die Ausstellung Beuys – Lehmbruck. Denken ist Plastik diesem Gedanken nach und widmet sich dem Werk der beiden Künstler.

Eine Ausstellung der Bundeskunsthalle in Kooperation mit dem Lehmbruck Museum in Duisburg. Die Ausstellung ist Teil des Programms zum Jubiläumsjahr »beuys 2021. 100 jahre joseph beuys«, einem Projekt des Ministeriums für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen in Zusammenarbeit mit der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf als Träger. Schirmherr ist Ministerpräsident Armin Laschet.

Bundeskunsthalle (Bonn)

20.06.2021 - 19.09.2021 Schaut her! Toni Schneiders. Retrospektive
Kunstmuseum Singen (Singen)
Pressemitteilung
Toni Schneiders (1920-2006) zählt zu den großen stilprägenden Fotografen Deutschlands nach 1945. Mit seinen Weggefährten der Gruppe ›fotoform‹ und als Teil der Avantgardebewegung ›subjektive fotografie‹ hat er die Bildsprache der modernen Fotografie entscheidend erweitert.

2020 wäre der lange am Bodensee lebende Toni Schneiders 100 Jahre alt geworden. Die 2020 verschobene Ausstellung zeigt das Kunstmuseum Singen 2021. Sowohl die Ikonen als auch bis dato unveröffentlichte Motive werden in einer umfassenden, alle Werkgruppen berücksichtigenden Gesamtschau des großen Kamerameisters vorgestellt.

Eine Ausstellung in Kooperation mit der Stiftung F. C. Gundlach, die den Nachlass Toni Schneider betreut und umfassend aufgearbeitet hat.

Toni Schneiders, Haus am Kreuzweg (Salzburg), 04/1957, courtesy Stiftung F. C. Gundlach, © Nachlass Toni Schneiders, Stuftung F. C. Gundlach

Kunstmuseum Singen (Singen)

22.05.2021 - 19.09.2021 Otto Dix - Krieg und Frieden. Das einzig erhaltene Wandbild von Otto Dix im Rathaus Singen.
Kunstmuseum Singen (Singen)
Pressemitteilung
Mit »Krieg und Frieden», dem einzig erhaltenen Wandbild von Otto Dix, das mit seinen seinen Maßen von 5 auf 12 Metern zu den monumentalsten Werken gehört, die der Künstler geschaffen hat, ist Singen am Hohentwiel unter den baden-württembergischen Otto-Dix-Städten ein besonderes Reiseziel.
Während die anderen, repräsentativen Wandbilder von Otto Dix in der NS-Zeit und im 2. Weltkrieg verloren gingen, ist einzig das Wandbild im Singener Rathaus erhalten geblieben. Ein für die Nachkriegsmoderne exemplarisches, geschichtlich und künstlerisch spannendes Werk wartet auf ihren Besuch.

Auch 2021 ist das Wandbild wieder vom 22. Mai bis 12. September, d.h. zu den baden-württembergischen Pfingst- und zu den gesamtdeutschen Sommerferien, an den Wochenenden für Besucherinnen und Besucher geöffnet. Unter den üblichen Bestimmungen zur Eindämmung der Corona-Pandemie, aktuell also mit Nasen-Mund-Bedeckung und unter Einhaltung der Abstandsregeln, können Sie das Werk samstags und sonntags in der Zeit von 11 bis 17 Uhr besichtigen.
Das Ticket berechtigt zugleich zum freien Eintritt ins Kunstmuseum Singen und umgekehrt.

Otto Dix, Krieg und Frieden, 1960, Wandbild im Rathaus Singen, Keimsche Minralksfarbentechnik A auf Silikatputz, 5 x 12 m, Foto: Marcus Schwier, © VG Bild-Kunst, Bonn 2020

Kunstmuseum Singen (Singen)

21.05.2021 - 12.09.2021 Dress Code. Das Spiel mit der Mode
Bundeskunsthalle (Bonn)
Pressemitteilung
Ob Designer-Kleid oder Jeans, Anzug oder Jogginghose – jede Kultur, Gesellschaft und Gruppe hat ihre eigenen Dresscodes. Sie geben den Rahmen vor, aber die Ausgestaltung bestimmt jede*r ganz individuell. Wir entscheiden nach Gefühl, aufgrund bestimmter Anlässe oder danach, wem wir uns wie präsentieren möchten. Mit dem, was wir tragen, können wir uns in der Gesellschaft verorten, mit jedem neuen Outfit können wir in immer neue Rollen schlüpfen. Denn Mode ist nicht nur ein Akt des Tragens von Kleidung – sie ist auch ein Akt des Sehens und Gesehenwerdens, der heute mit Vorliebe über die sozialen Netzwerke verbreitet wird.
Dress Code – die Erfolgsausstellung aus Japan – ist in der Bundeskunsthalle erstmalig in Europa zu sehen. Gezeigt werden wichtige internationale Standards der Streetwear bis hin zur heutigen stilistischen Pluralität. Die Ausstellung präsentiert einen weltumspannenden Überblick zeitgenössischer Mode großer Designer*innen wie Giorgio Armani, Chanel, Issey Miyake, Burberry oder Louis Vuitton, die darüber hinaus mit zeitgenössischer Kunst in einen aufschlussreichen Dialog gebracht wird. Und sie verhandelt Mode zwischen zwei Polen – den Akteur*innen und den Zuschauer*innen –, zwischen Individualismus und Konformität. Mode wird hier zu einem kommunikativen Spiel, das uns zu einem neuen Verständnis über die Art und Weise führen soll, wie wir uns mit der Mode auseinandersetzen.

Eine Ausstellung des National Museum of Modern Art, Kyoto, und des Kyoto Costume Institute in Kooperation mit der Bundeskunsthalle.

Bundeskunsthalle (Bonn)

21.05.2021 - 12.09.2021 Trotz Allem. Fred Uhlman – ein jüdisches Schicksal
Staatsgalerie Stuttgart (Stuttgart)
Pressemitteilung
Anlässlich des Jubiläums 1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland sowie den Feierlichkeiten der Woche der Brüderlichkeit in Stuttgart stellt die Staatsgalerie einen bislang zu wenig beachteten »verlorenen Sohn« Stuttgarts in den Fokus.
Fred Uhlman wurde 1901 in Stuttgart geboren und arbeitete hier ab 1927 als Rechtsanwalt. Im März 1933 musste er ins Exil nach Frankreich flüchten. 1936 begegnete er seiner zukünftigen Frau Diana Croft und zog zu ihr nach London. Bereits in Frankreich hatte Uhlman 1934 als Autodidakt mit der Malerei begonnen und setzte dies nun erfolgreich in England fort. Im Juni 1940 wurde er verhaftet und für sechs Monate auf der Isle of Man interniert, wo er Kurt Schwitters begegnete. Dort entstand der Zyklus »Captivity«, gezeichnet in schwarzer Feder und grauem und schwarzem Pinsel. In dieser Serie stellt Uhlman düstere, symbolische sowie vor allem antikirchliche Visionen der gegenwärtigen und kommenden Zeit und ihrer Gräuel auf den Schlachtfeldern dar – ein moderner »Totentanz«. Hoffnung verschaffen teilweise Blumen, die aus Grabhügeln und Schädeln wachsen, sowie ein kleines Mädchen mit einem Luftballon, das durch einige der apokalyptischen Szenen wandert: Auf einigen der Blätter findet sich die Widmung an seine am 3. Juli 1940 geborene Tochter.
1950 schenkte Fred Uhlman, der 1985 in London starb, der Staatsgalerie 38 Zeichnungen aus diesem Zyklus. 1960 erschien seine Autobiographie »The Making of an Englishman« (deutsch »Erinnerungen eines Stuttgarter Juden«), in das Exemplar, das er dem Stuttgarter Rathaus schenkte, schrieb er handschriftlich die Widmung »Der Stadt Stuttgart. Trotz Allem«.
Unsere Ausstellung im Graphik-Kabinett stellt nun erstmals diese Werke in Stuttgart vor. Anhand eines Begleitprogrammes soll nicht nur exemplarisch das Schicksal so vieler jüdischer Künstlerinnen und Künstler während der NS-Zeit in den Blick genommen werden, sondern auch die Bedeutung jüdischer Kultur in Deutschland aus zeitgenössischer Perspektive diskutiert werden.

Staatsgalerie Stuttgart (Stuttgart)

08.05.2021 - 05.09.2021 Isa Genzken. Werke von 1973 bis 1983
Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen K21 Ständehaus (Düsseldorf)
Pressemitteilung


Das Werk Isa Genzkens (*1948) gehört heute zu den einflussreichsten OEuvres und hat Generationen von Künstlerinnen und Künstlern inspiriert. Die Ausstellung macht auf Genzkens herausragendes Frühwerk aufmerksam eine Zeit, die bisher international in keiner Institution konsequent gewürdigt wurde. Gezeigt werden Skulpturen, Computerdrucke, Zeichnungsserien, Fotografien und Filme. Im Zentrum stehen erstmals in großer Zahl versammelt die zwischen 1974 und 1983 entstandenen Skulpturengruppen der Ellipsoide und Hyperbolos, die mittels ihrer subtilen Mathematik eine von Schwere befreite Ästhetik vermitteln.

Die Künstlerin mischt konzeptuelle Ansätze mit persönlichen Themen. Werke, die zunächst abstrakt erscheinen, werden auf den zweiten Blick als Spuren der eigenen Existenz erkennbar und erzählen von Beziehungen und Begehren. Die Praxis der Künstlerin ist von den damals für den Westen maßgeblichen minimalistischen und konzeptuellen Arbeitsweisen beeinflusst. Stets spielt Genzken mit den Grundformen und Materialien, die architektonische und gesellschaftliche Räume prägen. Die Ausstellung in Düsseldorf stellt den besonderen Bezug zum biografischen Kontext Genzkens her, denn hier studierte die Künstlerin von 1973 bis 1977 und lebte anschließend noch bis 1979 in der Stadt.

Parallel zur Präsentation im Untergeschoss des K21 werden in der Bel Etage ganz aktuelle Arbeiten der in Berlin lebenden Künstlerin gezeigt. Auf diese Weise werden Entwicklungen innerhalb des OEuvres sowie langjährige Interessen Isa Genzkens sichtbar.

Die Ausstellung „Isa Genzken. Werke von 1973 bis 1983“ wurde konzipiert vom Kunstmuseum Basel in Kooperation mit der Kunstsammlung Nordrhein Westfalen, Düsseldorf. Die Ausstellungen in der Bel Etage werden gefördert durch die Stiftung Kunst, Kultur und Soziales der Sparda Bank West.

Foto: Installationsansicht Isa Genzken, Die Form entwickelt sich daraus, dass jede der fünf Farben jede andere Farbe berührt, 1973, Sammlung Ringier, rotgraues, offenes Ellipsoid, 1978, Sammlung Grässlin,, Meister Gerhard, 1983, Kunstmuseum Winterthur

Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen K21 Ständehaus (Düsseldorf)

06.05.2021 - 08.08.2021 Verborgene Spuren. Jüdische Künstler*innen und Architekt*innen in Karlsruhe 1900-1950
Städtische Galerie Karlsruhe (Karlsruhe)
Pressemitteilung
Am facet­ten­rei­chen Kultur­le­ben in Karlsruhe waren im ersten Drit­tel des 20. Jahrhun­derts zahlreiche Kunst­schaf­fen­de jü­di­scher Herkunft maßgeblich beteiligt. Seit Beginn des na­tio­nal­so­zia­lis­ti­schen Terror­re­gi­mes 1933 wurden sie jedoch ­sys­te­ma­tisch ausge­grenzt, diskri­mi­niert, in die Emigra­tion ­ge­zwun­gen oder verschleppt und ermordet. Unter dem Titel "­Ver­bor­gene Spuren. Jüdische Künst­ler*in­nen und Archi­tek­t*in­nen in Karlsruhe 1900-1950" beleuchtet die Städtische Galerie ­Karls­ruhe in einer umfang­rei­chen Präsen­ta­tion nun erstmals ­die­sen weitgehend verges­se­nen Teil der Karls­ru­her ­Kul­tur­ge­schichte. Vorge­stellt werden mehr als zwanzig ­Künst­ler*in­nen, Fotograf*in­nen und Archi­tek­t*in­nen, die ur­sprüng­lich aus Karlsruhe stammten, hier ihre Ausbil­dung ab­sol­vier­ten oder entschei­dende Schaf­fens­jahre in der Stadt­ ­ver­brach­ten, bevor viele von ihnen, bedingt durch die politi­sche ­Ent­wick­lung in der NS-Zeit, aus Deutsch­land fliehen mussten oder aber das grausame Schicksal der Depor­ta­tion in Konzen­tra­ti­ons- und Vernich­tungs­la­ger erlitten.

m Bereich von Musik und Theater nahmen jüdische ­Kul­tur­schaf­fende bereits im 19. Jahrhun­dert in Karlsruhe eine ­be­deu­tende Rolle ein. In der bildenden Kunst und Archi­tek­tur ­zeich­net sich eine vergleich­bare Entwick­lung hingegen erst seit der Jahrhun­dert­wende ab. Die meisten der in der Ausstel­lung ­ver­tre­te­nen Künst­ler*in­nen und Archi­tek­t*in­nen kamen aufgrun­d ­des breit­ge­fä­cher­ten Ausbil­dungs­an­ge­bots in die Stadt. Sie stu­dier­ten seit dem späten 19. Jahrhun­dert an der Kunst­aka­de­mie und der Kunst­ge­wer­be­schule, an der 1885 gegrün­de­ten ­Ma­le­rin­nen­schule und an der renom­mier­ten Archi­tek­tur­fa­kul­tät der Tech­ni­schen Hochschule. Nach dem Ersten Weltkrieg entwi­ckel­te ­sich die Badische Landes­kunst­schule als Zusam­menschluss von Aka­de­mie und Kunst­ge­wer­be­schule, an der nun auch Frauen eine ­künst­le­ri­sche Ausbildung absol­vie­ren konnten, zu einem weithin aus­strah­len­den Anzie­hungs­punkt nicht nur des Verismus und der Neuen Sachlich­keit. Auch die Fotografie, das damals neues­te ­künst­le­ri­sche Medium, übte eine große Faszi­na­tion u. a. auf Ellen Auerbach und Hilde Hubbuch aus.
Die Exponate - Gemälde, Zeich­nun­gen, Druck­gra­fi­ken, Skulpturen, Foto­gra­fien, Archi­tek­tur­pläne und histo­ri­sche Dokumente - stammen aus dem Zeitraum von den 1890er Jahren bis nach 1950 und führen eindrucks­voll vor Augen, wie vielge­stal­tig der jüdische ­Bei­trag zu Kunst und Archi­tek­tur in der Fächer­stadt in den Jahr­zehn­ten vor 1933 gewesen ist. Eine ausführ­li­che, bebil­der­te Chro­no­lo­gie verge­gen­wär­tigt die politi­schen, gesell­schaft­li­chen und kultu­rel­len Ereignisse in Deutsch­land von 1900 bis 1950 und nimmt parallel dazu die Entwick­lun­gen in Karlsruhe detail­lier­t in den Blick.

Künst­ler*in­nen:
Ellen Auerbach, Robert Curjel, Sonia Delaunay-Terk, Emma ­Dessau-Goitein, Benno Elkan, Richard Fuchs, Liselotte Grsche­bi­na (­geb. Billig­hei­mer), Leo Haas, Fritz Hirsch, Hilde Hubbuch (geb. Isay), Mely Joseph, Rudolf Joseph, Leo Kahn, Hanns Ludwig Katz, Anna Klein, Fritz Landauer, Ludwig Levy, Rudolf Levy, Edith Moos, Emil Pottner, Ludwig Schwerin, Klara Vogel-Gutman, Fritz Wer­mer, Gustav Wolf

Foto Hanns Ludwig Katz | Männliches Bildnis | um 1920 | Kunsthalle Emden | Foto: Elke Walford, Fotowerkstatt Hamburger Kunsthalle

Städtische Galerie Karlsruhe (Karlsruhe)

24.04.2021 - 17.10.2021 Christoph Schlingensief. Kaprow City
Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen K21 Ständehaus (Düsseldorf)
Pressemitteilung


Die Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen zeigt Christoph Schlingensiefs (1960–2010) multimediale Installation „Kaprow City“, die als eine der wenigen künstlerischen Arbeiten des Filmemachers, Theater und Opernregisseurs, Talkmasters und politischen Aktionskünstlers vollständig erhalten geblieben ist.

Ursprünglich als begehbares Bühnenbild für die Berliner Volksbühne konzipiert, hat Schlingensief „Kaprow City“ 2007 als eine Kunstinstallation ins Migros Museum in Zürich überführt. Nun wird das raumgreifende Kunstwerk erstmals in einem Museum in Deutschland präsentiert.

Ästhetisch wirkt „Kaprow City“ wie eine Materialschlacht. Nach dem Prinzip der Überforderung überlagern sich in den Räumen, Bildern und Filmen zahlreiche Themen und Ideen. Die Arbeitsweise des US amerikanischen Happening Künstlers Allan Kaprow (1927–2006) mit dem Publikum brachte Schlingensief ebenso ein wie seine Überlegungen zu einem fiktiven Film über den Unfalltod von Lady Di.

Das Projekt bietet eine der seltenen Gelegenheiten, ein installatives Werk dieses außergewöhnlichen Gesamtkünstlers zu sehen.

Ein Projekt der Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen in Zusammenarbeit mit dem Nachlass Christoph Schlingensief und Aino Laberenz.

Foto: Christoph Schlingensief, Kaprow City, 2006/2007, Sammlung Migros Museum für Gegenwartskunst, Foto: Stefan Altenburger Photography, Zürich, © Nachlass Christoph Schlingensief

Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen K21 Ständehaus (Düsseldorf)

05.04.2021 - 18.04.2021 Drifting, Browsing, Cruising
ZKM | Zentrum für Kunst und Medien (Karlsruhe)
Pressemitteilung
Mit dem ZKM als Untersuchungsort, wird Theodoulos Polyvious und Eleni Diana Elias VR–raumbezogene Installation zu einem Ort an dem Ritual, Ideologie und Architektur verschoben werden, um das Nicht-Religiöse, das Sexuelle und das Alltägliche im Gespräch mit der ideologischen Architektur des Museums selbst zu reflektieren.

Die symbolischen und materiellen Grenzen des Museums werden neu verhandelt und laden die Betrachterinnen und Betrachter ein, innerhalb dieser neu konfigurierten Räume neue Wege des Kompromisses zu finden. Die simultane Verwendung des Kopfhörerpaares ermöglicht es den Benutzern, einander zu begegnen und sich auf körperloses Driften einzulassen, das die Vorstellungen von Präsenz und Verkörperung herausfordert.

Mit Hilfe eines Codes, den die Künstler in Zusammenarbeit mit David Kaskel (Gründer von Breaking Forth in London) entwickelt haben, werden die physischen Grenzen des Raumes so kalibriert, dass sie auf die virtuellen Grenzen treffen, die durch die VR–Headsets gesehen werden und so die Erfahrung der Installation immersiver und greifbarer machen.

Andere können die Arbeit nicht durch die VR–Headsets erleben, sondern durch die Intimität und den Voyeurismus, wenn sie die Besucher in der ersten Gruppe beobachten, die die virtuelle Welt erleben. Der Grundriss, der auf Vinyl gedruckt ist, zeigt die Grenzen des Raumes an, den man in der VR-Welt sieht.

Theodoulos Polyviou und Eleni Diana Elia sind derzeit Artists–in–Residence am ZKM | Hertz-Lab. Sie wurden im Rahmen des Kooperationsprojekts Beyond Matter eingeladen.

ZKM | Zentrum für Kunst und Medien (Karlsruhe)

27.03.2021 - 15.08.2021 Jeder Mensch ist ein Künstler. Kosmopolitische Übungen mit Joseph Beuys
Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen K21 Ständehaus (Düsseldorf)
Pressemitteilung
Joseph Beuys (*1921 in Krefeld, †1986 in Düsseldorf) hat als Zeichner, Bildhauer, Lehrer, Politiker, Aktivist, Aktions und Installationskünstler die Kunst des 20. Jahrhundert grundlegend verändert. Bis heute ist sein Einfluss in künstlerischen und politischen Diskursen spürbar. Sein 100. Geburtstag im Jahr 2021 bietet Anlass sein komplexes Wirken und seine internationale Ausstrahlung neu zu entdecken, zu würdigen und kritisch zu befragen.

Die Ausstellung im K20 der Kunstsammlung Nordrhein Westfalen bietet einen tiefgreifenden Einblick in das kosmopolitische Denken von Joseph Beuys, wie es sich in seinen Aktionen manifestiert. Denn hier als handelnde, sprechende und sich bewegende Figur untersuchte Beuys die zentrale und radikale Idee seines Erweiterten Kunstbegriffs: „Jeder Mensch ist ein Künstler“. Das Ziel seines universalistischen Ansatzes war, die Gesellschaft von Grund auf zu erneuern.

In der Ausstellung treten zeitgenössische Künstlerinnen und Künstler neben Vertreterinnen und Vertretern aus den unterschiedlichsten Bereichen der Gesellschaft mit dem agierenden Beuys in einen vielschichtigen, transkulturellen Dialog. Aus heutiger Perspektive bestätigen, befragen und erweitern sie seine Thesen zu den Möglichkeiten einer von der Kunst her gedachten Zukunft.

Eine Ausstellung im Rahmen von „beuys 2021. 100 jahre joseph beuys“. Ein Projekt des Ministeriums für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein Westfalen in Zusammenarbeit mit der Heinrich Heine Universität Düsseldorf als Träger. Schirmherr des Jubiläumsjahres ist Ministerpräsident Armin Laschet.

Foto: Joseph Beuys, Scheveningen, 1976, Foto: Caroline Tisdall

Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen K21 Ständehaus (Düsseldorf)

26.03.2021 - 18.07.2021 Joseph Beuys. Der Raumkurator
Staatsgalerie Stuttgart (Stuttgart)
Pressemitteilung
Joseph Beuys war ein charismatischer Künstler mit einem Gestaltungswillen, der an den Grenzen von Institutionen und Museen keinen Halt machte. Seine Aktionen fanden deshalb häufig außerhalb des Museums statt, denn letztlich ging es ihm darum, durch Kunst die Gesellschaft zu gestalten. Wenn Beuys dennoch in Museumsräumen arbeitete, so eignete er sich die Räume in einer Weise an, die mit den Konventionen der Institution radikal brach.

Zum 100. Geburtstag von Joseph Beuys widmet die Staatsgalerie dem Künstler eine Ausstellung, die sich mit seinen Präsentationsweisen seiner Arbeiten auseinandersetzt. Ausgangspunkt ist der Beuys-Raum in der Staatsgalerie, den der Künstler im Jahr 1984 selbst eingerichtet hat.

Bis heute ist der Raum unverändert, so dass die Besucherinnen und Besucher ganz ursprünglich Beuys' Thema der Gegenüberstellung zweier Pole, das "Chaotisch-Willensmäßige" versus das "Gedanklich-Formmäßige", erleben. Zwischen beiden besteht ein permanenter Energiefluss, der sich nach Beuys' Verständnis auf den Betrachter übertragen und ihn anregen soll, sich seiner eigenen kreativen Fähigkeiten in sozialer, geistiger oder künstlerischer Form bewusst zu werden.

Beuys' Präsentationen zielten auf ein neues Verhältnis von Werk, Betrachter und Museumsraum. Ganz wesentlich geht es ihm darum, die Distanz von Werk und Betrachter aufzulösen, indem der Besucher durch das Umschreiten von Objekten und das Betreten von Installationen zu einem Teil des Werkes wird. Der Museumsraum verwandelt sich in einen von Beuys sorgfältig inszenierten Rahmen dieser Erfahrung von Unmittelbarkeit und Beteiligung.

Der Name Beuys ist mit der Staatsgalerie eng verbunden. Neben seinem eigenen Raumensemble hat der Künstler zur Eröffnung der Neuen Staatsgalerie auch spektakulär in die Präsentation der Sammlung eingegriffen, in dem er die weltberühmten Figurinen von Oskar Schlemmers Triadischem Ballett auf hohe Sockel stellte. Ein bewusster, provozierender Akt des Künstlerkurators Beuys, den die Ausstellung re-historisierend zeigen wird.

Die Ausstellung zeichnet Beuys sensibles Arbeiten zwischen Werk, Betrachter und Museumsraum auch anhand von Fotografien, Filmaufnahmen und Objekten nach. Die historischen Filmaufnahmen, die den Künstler bei der Arbeit im Museum und an einzelnen Objekten und Environments zeigen, vermitteln den Besucherinnen und Besuchern einen Eindruck von Beuys´ künstlerischer Arbeit und sind zugleich wichtige Zeugnisse für die Genese der ausgestellten Werke.


Lothar Wolleh, Joseph Beuys im Moderna Museet, Stockholm (vor seiner Arbeit „Plastischer Fuß Elastischer Fuß“), 1971, © Lothar Wolleh Estate Berlin; für Joseph Beuys: © VG Bild-Kunst, Bonn 2020

Staatsgalerie Stuttgart (Stuttgart)

24.03.2021 - 24.03.2021 A Life Devoted to Leadership in the Arts Peter Weibel im Gespräch mit Steven D. Lavine und Jörn Jac
ZKM | Zentrum für Kunst und Medien (Karlsruhe)
Pressemitteilung
Warum es keinen größeren Erfolg gibt als das Scheitern: Die Publikation von Jörn Jacob Rohwer befasst sich mit der Art und Weise, wie persönliche Zweifel und Schwächen zur Grundlage eines Führungsstils wurden, der auf Zuhören, Lernen und Konsensbildung basiert.

In tiefgründigen Gesprächen mit dem Autor Jörn Jacob Rohwer erzählt Steven D. Lavine erstmals seine persönliche Geschichte, spricht über Kulturpolitik, Philanthropie, Avantgarde, seinen Lebensmittelpunkt Los Angeles, wo er drei Jahrzehnte lang (1988–2017) das California Institute of the Arts leitete. Von Selbstzweifeln und der Lust am Scheitern angespornt, erweist er sich als feinsinniger Denker, Visionär und transatlantischer Mittler zwischen den Welten von Kunst, Erziehung und Politik.

Das California Institute of the Arts: Eine Kunsthochschule vor den Toren von Los Angeles. Eröffnet vor 50 Jahren, war das »CalArts« lange krisengeschüttelt, bevor Steven D. Lavine es zu finanzieller Blüte und internationalem Ansehen führte. Heute ist die Kunsthochschule eine Wiege von Oscar- und Pulitzer-Preisträgern, von Mellon- und Guggenheim-Fellows – ein Hotspot US-amerikanischer Kreativität.

ZKM | Zentrum für Kunst und Medien (Karlsruhe)

27.02.2021 - 20.06.2021 BarabásiLab. Hidden Patterns
ZKM | Zentrum für Kunst und Medien (Karlsruhe)
Pressemitteilung
Die Ausstellung »BarabásiLab. Hidden Patterns« stellt die Tätigkeit des Physikers und Netzwerkwissenschaftlers Albert-László Barabási und seines Forschungslabors vor. Der Fokus der Ausstellung liegt hierbei auf der Entwicklung der Netzwerk-Visualisierung innerhalb der letzten 20 Jahre, die sich anhand der Projekte des BarabásiLabs ablesen lässt.
Die aktuelle Welt produziert so viele Daten pro Tag wie zuvor nicht in Jahrzehnten. Das Wissen der Welt verdoppelt sich alle zwei Jahre. Um diese Datenmenge bewältigen zu können, bedarf es einer neuen Wissenschaft: die Visualisierung von kennzeichnenden Knoten und Netzen, von Parametern und Mustern.

Das innovative und interdisziplinäre Feld der Netzwerkforschung ermöglicht die Analyse verschiedenster kultureller und sozialer Phänomene. Unsichtbare, verborgene Verbindungen und sich stets wiederholende Muster innerhalb Natur, Gesellschaft, Sprache und Kultur können somit nicht nur erforscht, sondern auch sichtbar gemacht werden. Barabásis Netzwerkansatz verspricht eine umfassende, universelle Methode, die es erlaubt viele Phänomene mit wissenschaftlicher Präzision zu beleuchten.

Im Rahmen der Ausstellung können BesucherInnen einen umfassenden Einblick in die unter anderem sehr aktuellen Anwendungsbereiche der Netzwerkwissenschaft gewinnen. Die Netzwerkdiagramme und -strukturen werden in vielfältiger Weise und mittelst modernster Technik visualisiert, sodass die wissenschaftlichen und zugleich höchst ästhetischen Beiträge von Prints und Skizzen, über Videos bis hin zu realen und virtuellen Datenskulpturen reichen.

»BarabásiLab. Hidden Patterns« ist eine Zusammenarbeit mit dem Ludwig Museum, Budapest, wo die Ausstellung vom 10. Oktober 2020 bis zum 17. Januar 2021 gezeigt wird.

ZKM | Zentrum für Kunst und Medien (Karlsruhe)

11.02.2021 - 25.04.2021 Kunstpreis der Werner-Stober-Stiftung 2020: Ralf Gudat. The black, the green and the white gold
Städtische Galerie Karlsruhe (Karlsruhe)
Pressemitteilung
Der Kunstpreis der Werner­S­t­ober­Stif­tung für das Jahr 2020 wurde an Ralf Gudat verliehen. Die Auswahl für dieses Stipendium traf das Profes­sor*in­nen­kol­le­gium an der Staat­li­chen Akademie der Bil­den­den Künste in Karlsruhe. Ralf Gudat, 1989 in Rastat­t ­ge­bo­ren, studierte zwischen 2012 und 2017 Malerei und Grafik an der Staat­li­chen Akademie der Bildenden Künste Karlsruhe. 2019 schloss er als Meister­schü­ler bei Ulla von Branden­burg ab. Es folgte 2019/20 ein Gaststu­dium an der Hochschule für Musik ­Karls­ruhe bei Wolfgang Rihm.

Ralf Gudat ist in der Bildenden Kunst und der Klang­kunst­ ­glei­cher­ma­ßen zuhause. In der Ausstel­lung »The black, the green and the white gold« begegnen sich die gestisch­freie Malerei und die experi­men­telle Musik des jungen Künstlers. Die sprechen­den ­Ti­tel seiner maleri­schen wie musika­li­schen Werke zeugen von einer aufmerk­sa­men Beschäf­ti­gung mit der Umwelt. Der Farbauf­trag ­der klein­for­ma­ti­gen Gemälde gleicht einer Spuren­su­che und schafft gemeinsam mit den feinen, sich überein­an­der­le­gen­den ­Klang­schich­ten Räume von atmosphä­ri­scher Dichte.

Foto Ralf Gudat | fotosearch | 2019

Städtische Galerie Karlsruhe (Karlsruhe)

07.02.2021 - 14.03.2021 Jacques-Henri Lartigue – „Das Leben ist bunt“ (Deutschlandpremiere)
Fotografie-Forum der StädteRegion Aachen (Monschau)
Pressemitteilung
ACHTUNG, aktuelle Information: Das Fotografie-Forum bleibt bis zum 07.02.2021 geschlossen.
Infolge der temporären Schließung haben sich Ausstellungstermine für 2020 verschoben, daher bitte zur Sicherheit immer auf der Website des Fotografie-Forums nach aktuellen Informationen schauen. Die nachfolgend beschriebene Lartigue-Ausstellung wird NICHT im ursprünglich geplanten Zeitraum (21.06.-13.09.2020) stattfinden, sondern wurde in den Herbst/ Winter verschoben. Aufgrund der Schließung seit November 2020 wird die Ausstellung voraussichtlich nun vom 07.02.21-14.03.2021 gezeigt.

Die Farbfotografien des französischen Fotografen Jacques-Henri Lartigue (1894–1986) sind der Öffentlichkeit noch weitgehend unbekannt, obwohl sie fast ein Drittel seines bei der Médiathèque de l‘Architecture et du Patrimoine bei Paris aufbewahrten Œuvres, bestehend aus 120.000 Negativen, ausmachen. Lartigue kommt unverkennbar von der Malerei: „Ich war schon immer Maler. Folglich sehe ich alles mit meinen Maleraugen. Für mich sind Leben und Farbe untrennbar…“, so der Künstler selbst.

Die Ausstellung trägt den Titel „Das Leben ist bunt“ und umfasst rund 140 Farbfotografien, die in ihrer Gesamtheit als Hommage an die Leichtigkeit des Lebens verstanden werden können. Ob farbenfrohe Blütenwiesen, eine mondäne Feier mit Picasso an der Côte d’Azur, ob schneebedeckte Bäume in einem Pariser Park oder ein Picknick am Meer in der Bretagne – stets überträgt sich die Leichtigkeit des Seins auf den Betrachter.

Bildhinweis:
Jacques-Henri Lartigue: Simone Roussel fährt den "Zweirädrigen Bob", Rouzat, Frankreich, September 1913 ©Ministère de la Culture France/Association des Amis de Jacques-Henri Lartigue, France

Fotografie-Forum der StädteRegion Aachen (Monschau)

07.02.2021 - 13.06.2021 Jede Jeck is anders! Karneval - Tradition und Gegenwart
Fotografie-Forum der StädteRegion Aachen (Monschau)
Pressemitteilung
mit Fotoarbeiten von Richard Kalvar, Olivia Arthur, Ian Berry, René Burri, Robert Capa, Elliott Erwitt, Leonard Freed, Bruce Gilden, Harry Gruyaert, David Alan Harvey, Card De Keyzer, Martin Parr
und Plastiken von Doris Moisa und Jacques Tilly

Der Karneval ist ein jahrhundertealtes Brauchtum, dessen besonders starke Ausprägung sich im Rheinland und unserer Region findet. Seit Langem ist der Karneval als fünfte Jahreszeit fest in unserem Jahresablauf verankert. Außerhalb Deutschlands sind wohl der Karneval in Venedig und in Rio de Janeiro die beiden bekanntesten Formen dieses Festes.
Die Ausstellung in der zweiten Etage des Fotografie-Forums zeigeunterschiedliche Blickwinkel auf den Karneval und seinen Wandel im Laufe der Zeit. Das dokumentieren zahlreiche Fotografien. Ein besonderes Highlight ist die Fotoserie von Richard Kalvar, die er während der Aachener Karnevalssession 2019/20 aufgenommen hat. Darin versucht er, die verschiedenen Aspekte dieses Phänomens greifbar zu machen: Wie stellt sich der Sitzungskarneval, wie der Straßenkarneval dar und war ist von der ursprünglichen Tradition des Karnevals eigentlich geblieben? Zusätzlich zu zahlreichen Originaldokumenten haben Jacques Tilly und Doris Moira für die Ausstellung groß- und kleinformatige Plastiken entworfen.
Den Besucher erwarten interaktive Elemente und wissenswerte Informationen zur Geschichte des Karnevals in der Städteregion Aachen und Umgebung.
Copyright: Richard Kalvar, Pennball im Eurogress, aus der Serie "Karneval in Aachen, 2020"©Richard Kalvar/Magnum Photos

Fotografie-Forum der StädteRegion Aachen (Monschau)

06.02.2021 - 21.03.2021 Coming To Voice. Absolvent_innen der Kunstakademie Düsseldorf 2020
Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen K21 Ständehaus (Düsseldorf)
Pressemitteilung

Die Kunstsammlung Nordrhein Westfalen führt ihre überaus beliebte Kooperation fort und zeigt im Februar 2021 die letztjährigen Absolventinnen und Absolventen der Düsseldorfer Kunstakademie. Im K21 präsentieren die 69 teilnehmenden Künstlerinnen und Künstler neue Arbeiten im musealen Kontext.

Die gezeigten Positionen bilden das gesamte Spektrum künstlerischer Ausdrucksformen ab und reichen von Malerei und Skulptur, über Grafik und Fotografie hin zu Videos, Installationen und Performances. Sie befragen dabei sowohl die Möglichkeiten klassischer Bildmedien wie auch die des Digitalen.

Gerade in Zeiten der Pandemie, in der die öffentliche Sichtbarkeit junger Künstlerinnen und Künstler eingeschränkt ist, freut sich die Kunstsammlung, eine Plattform anzubieten und dem Publikum Einblick in die aktuellsten künstlerischen Entwicklungen in Düsseldorf zu geben.

Im Rahmen der Ausstellung „Coming To Voice. Absolvent_innen der Kunstakademie Düsseldorf 2020“ im K21 vergibt die Provinzial Rheinland ein Kunst Stipendium. Die „Stiftung Junge Kunst“ der Freunde der Kunstsammlung Nordrhein Westfalen unterstützt die Absolvent_innen der Kunstakademie durch den Ankauf präsentierter Kunstwerke. Erstmals wird 2021 der Rundstedt Kunstförderpreis „rund wie eckig“ vergeben.

Eine Kooperation der Kunstsammlung Nordrhein Westfalen mit der Kunstakademie Düsseldorf.

Foto: Luki von der Gracht, Detail aus: Coming to Voice, 2020, (c) The artist

Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen K21 Ständehaus (Düsseldorf)

05.02.2021 - 28.02.2021 Lucile Schwörer Merz, Cosima Klischat: nebulös. indirect hallucinations due to disease. Installation
GEDOK Künstlerinnenforum Karlsruhe (Karlsruhe)
Pressemitteilung
Eine 24 Tage - 24 Stunden – Schaufenster-Ausstellung

Die Ausstellung nebulös zeigt eine neue gemeinsame Werkreihe von Lucile Schwörer-Merz und Cosima Klischat mit künstlerischen Arbeiten aus den Bereichen Film und Video, Zeichnung, Fotografie und Installation.

indirect hallucinations due to disease

Oliver Sacks beschreibt Halluzinationen als Auswirkung eines Mangels sinnlicher Erfahrungen. Verliert man beispielsweise durch eine Krankheit den Geruchssinn, beginnt das Gehirn, Gerüche herzustellen, quasi zu erfinden. Auch ein visueller Mangel, den man beispielsweise in Gefangenschaft erfährt, führt zu einer Kompensation des Gehirns, die Bilder entstehen lässt, die andere nicht sehen (zitiert aus einem Interview von Sophie Hunger im Musikexpress 09/20, Seite 39). Infolge der Auswirkungen einer Ansteckung durch das Virus SARS-CoV-2 sowie durch die Beschränkungen der dadurch ausgelösten Pandemie verlieren Menschen ihre Sinne, leben in Isolation und erfahren Ausnahmesituationen, wie den Mangel an körperlicher Nähe. Über Halluzinationen ermöglicht das menschliche Gehirn einen Ausgleich.
Die Künstlerinnen Lucile Schwörer-Merz und Cosima Klischat wollen mit Ihrer Ausstellung die BesucherInnen in eine solche irreale Welt der Halluzinationen eintauchen lassen und darstellen, welche Bedürfnisse grundlegend für das menschliche Leben sind.

GEDOK Künstlerinnenforum Karlsruhe (Karlsruhe)

22.01.2021 - 02.05.2021 NEU#01 Zeitgenössische Fotografie
Staatsgalerie Stuttgart (Stuttgart)
Pressemitteilung
In der Reihe NEU# wird die Staatsgalerie ab Januar 2021 ihre Neuerwerbungen in kleinen Ausstellungen vorstellen.
Die erste Ausstellung widmet sich der zeitgenössischen Fotografie seit den 1970er-Jahren. Die Auswahl spannt einen Bogen von konzeptuellen Arbeiten Allan Kaprows über Fotografien der Becher-Schülerin Tata Ronkholz bis hin zu Werken von Anette Kelm und Rineke Dijkstra, die mit ihren fotografischen Inszenierungen aktuellen gesellschaftlichen Fragestellungen nachspüren.

Staatsgalerie Stuttgart (Stuttgart)

17.01.2021 - 07.02.2021 Renate Schweizer - Chris Engels -Renate Christin "mein. dein. unser. kapital."
BBK Karlsruhe, Künstlerhaus Karlsruhe (Karlsruhe)
Pressemitteilung
Umgangsprachlich bedeutet "kapital", dass etwas ungewöhnlich ist in seinem Ausmaß, seiner Größe, seinem Umfang; sehr groß [im negativen Sinn]; alles Vergleichbare übersteigend "ein kapitaler Fehler".' In der Jägersprache ist ein "kapitaler Bulle" außerordentlich groß und stark.
In den Wirtschaftswissenschaften bezeichnet Kapital die dauerhaft zur Erstellung von Gütern zur Verfügung gestellten Mittel; in der Volkswirtschaftslehre ist das Kapital somit ein Produktionsfaktor. Und in der Kunst?
Drei Künstlerinnen aus unterschiedlichen BBKs und in verschiedenen Regionen Deutschlands lebend, setzen sich in den aktuellen krisengeschüttelten Zeiten von Corona, gesellschaftlichen Umbrüchen und demokratischen Zweiflern mit eigenen und gemeinsamen Kapital auseinander. Ihre Arbeiten zeigen Blickwinkel und Perspektiven auf, die Wahrnehmungen und Haltungen in Frage stellen und den Begriff von Kapital auf ihre Weise interpretieren und positionieren.

Begrüßung: Dietmar Israel, Vorsitzender BBK Karlsruhe
Einführung: Dr. Carola Muysers, Vorsitzende GEDOK Berlin
Musik: Hanna Jüngling,Geige, Andrea Singelmann, Bass Altflöte Stimme

Die Eröffnung findet in digitaler Form statt. Informationen unter:
www.bbk-karlsruhe.de
Die Ausstellung wird gefördert durch die ART-regio Kunstförderung

BBK Karlsruhe, Künstlerhaus Karlsruhe (Karlsruhe)

08.01.2021 - 30.01.2021 DIE NÄHE UND DIE FERNE. Plastische Arbeiten | Zeichnungen | Malerei von Cornelia Weihe
GEDOK Künstlerinnenforum Karlsruhe (Karlsruhe)
Pressemitteilung
Im Rahmen der Städtepartnerschaft Karlsruhe-Halle präsentiert
Cornelia Weihe ihre Werke in der Ausstellung
„DIE NÄHE UND DIE FERNE“
Plastische Arbeiten | Zeichnungen | Malerei

Die Ausstellung ist von außen durch die großen Galeriefenster gut einsehbar. Der Einführungstext der Künstlerin hängt / liegt aus.
Einzelne Besucher*innen / Haushalte können die Ausstellung nach Terminabsprache auch innen besichtigen: Mo bis Fr von 15.00 – 19.00 Uhr.

In ihrer Ausstellung DIE NÄHE UND DIE FERNE präsentiert die Künstlerin Cornelia Weihe plastische Arbeiten, Zeichnungen und Malerei aus den letzten Jahren. Inhaltlich verarbeitet sie immer wieder klassische Themen wie Körper, Kopf und Landschaft, deren Interpretation stets im Spiegel der Zeit zu sehen ist. Vor allem die Arbeiten aus Stahl stehen im Kontrast zu realistischen Formen, lassen aber dennoch die Nähe zum Vorbild erkennen.
Ein häufig vorkommendes Thema in Cornelia Weihes Werk ist „Der Wanderer“. Er begegnet uns als zeitlos wandelnder Weltbetrachter, ein Fortschreitender, ein Suchender, der keine beständigen Antworten hat.
Mit ihren Zeichnungen schickt uns die Künstlerin auf eine Reise in die unmittelbare Nähe des Menschen. Physiognomie, Haut und Hand erzählen emotionale Geschichten, lassen äußeres Erscheinungsbild und dessen Ausdruck doch auf seine innere Verfassung schließen. Weihe interpretiert Physiognomie als das Wahrnehmen des Fremden im Anderen. Vor allem das Portrait beschränkt sich nicht aufs Abbilden, sondern ist als „Ausdruck seiner Zeit“ zu verstehen. Der Bruch zum Abbild ist dadurch unausweichlich.
Inspiriert durch die Farben, die Strukturen und die atmosphärischen Szenarien der Natur, erzählen Cornelia Weihes Bilder von der Weite der Landschaft, vom Kosmos der Naturerscheinungen, dem trockenen Grasgewirr am Flussufer, dem grauen Himmel über dem stillen See oder dem Sog des schattigen Waldes. DIE NÄHE UND DIE FERNE zugleich, festgehalten in einem Moment - einem Moment des Verweilens. Die Natur als naher, vertrauter und zugleich ferner Ort.
Cornelia Weihe ist Bildhauerin, Malerin und Zeichnerin. Sie lebt und arbeitet in Halle (Saale), wo sie als künstlerische Mitarbeiterin der Bildhauerklasse der Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle tätig ist.

Abb.: Weites Land II, Malerei, 140 x 140 cm

GEDOK Künstlerinnenforum Karlsruhe (Karlsruhe)

06.01.2021 - 04.04.2021 CRAWLERS
ZKM | Zentrum für Kunst und Medien (Karlsruhe)
Pressemitteilung
»CRAWLERS« ist ein anonymes Kollektiv sozialer Bots, die Daten von BenutzerInnen sammeln und ein unheimliches paralleles soziales Netzwerk aus verzerrten Wahrheiten und gestohlenen persönlichen Informationen aufbauen.

Die Bots agieren in den sozialen Netzen unter versteckten Accounts und verhalten sich wie Menschen: Sie interagieren mit den Personen in ihrer Freundesliste, senden Kommentare und vernetzen sich kontinuierlich, um alle erhältlichen Daten der befreundeten Profile zu sammeln. Aus diesen Daten heraus werden für die gecrawlten Profile der echten Menschen neue verfremdete Accounts auf einer Spiegel-Website generiert. Die Freundinnen und Freunde der Bot-Gruppe erhalten eine Einladung, das eigene virtuelle Alter Ego online zu untersuchen. Die Spiegelprofile wirken realitätsnah, aber verzerrt – nichts ist korrekt, alles wurde transformiert und verfälscht. Es ist eine digitale Parallelwelt, ein dunkler, illegaler Ort mit unheimlichen Parallelen.

Das Konzept der Arbeit befasst sich mit dem allgegenwärtigen Verhalten von Undercover-Bots. Alexander Schubert sensibilisiert für die permanenten und allgegenwärtigen Praktiken automatisierten Datendiebstahls im Netz und reflektiert die Einwirkung technischer AkteurInnen auf unsere digitalen Identitäten. Um die personenbezogenen Informationen der Profile zu verändern und zu erweitern, werden aktuelle Methoden der Künstlichen Intelligenz angewendet. Sogenannte Deep-Learning-Modelle sind in der Lage, Halbwahrheiten und scheinbar kohärente Alternativwelten zu erzeugen.

Das Werk »CRAWLERS« läuft kontinuierlich auf mehreren Servern und kann online besucht werden. Die Spiegelprofile und die nachverfolgbaren Aktivitäten der Bots werden im Rahmen einer Installation im ZKM präsentiert.

Die Ausstellung findet im Rahmen des Projekts »Das intelligente Museum« statt und wird gefördert im Programm »Kultur Digital« der Kulturstiftung des Bundes.

ZKM | Zentrum für Kunst und Medien (Karlsruhe)

18.12.2020 - 16.05.2021 Hannah Arendt und das 20. Jahrhundert
Bundeskunsthalle (Bonn)
Pressemitteilung
Das 20. Jahrhundert ist ohne Hannah Arendt gar nicht zu verstehen.
Amos Elon, Journalist und Schriftsteller

Hannah Arendt (1906–1975) war eine der schärfsten politischen Denkerinnen ihrer Epoche. Kontrovers und eigensinnig nahm sie Stellung zu Ereignissen ihrer Zeit. In ihren Urteilen folgte sie keiner Tradition oder politischen Richtung. „Denken ohne Geländer“, nannte sie das.
Die aus dem nationalsozialistischen Deutschland geflüchtete jüdische Publizistin prägte maßgeblich zwei zentrale Begriffe: „Totale Herrschaft“ und „Banalität des Bösen“. Sie schrieb über Antisemitismus, die Lage von Flüchtlingen, den Eichmann-Prozess, den Zionismus, das politische System und die Rassentrennung in den USA sowie die Studentenproteste und den Feminismus.
Keines der Themen ist abgeschlossen. So zeigt die Ausstellung ein Leben und Werk, das die Geschichte des 20. Jahrhunderts spiegelt und bis heute voller Sprengkraft ist. Die Präsentation ist keine biografische, sondern beleuchtet Arendt als öffentliche Intellektuelle: die Kontroversen, die sie führte, die Einsichten, die sie hervorbrachte, die Irrtümer, denen sie unterlag. Immer wieder fordern Hannah Arendts Thesen auch in aktuellen politischen Zusammenhängen unser eigenes Urteilsvermögen heraus, gerade in einer Zeit, in der die Demokratie an vielen Orten der Welt Gefahr läuft, unterwandert zu werden.

Eine Ausstellung des Deutschen Historischen Museums in Kooperation mit der Bundeskunsthalle

Bundeskunsthalle (Bonn)

16.12.2020 - 16.05.2021 Wilhelm Loth. Wilhelm Loth. Figuration 1949–1979 Arbeiten auf Papier
Städtische Galerie Karlsruhe (Karlsruhe)
Pressemitteilung
Wilhelm Loth war einer der bedeu­tends­ten deutschen Bildhauer der Nach­kriegs­zeit. Im Laufe von fünf Jahrzehn­ten schuf er ein um­fang­rei­ches, unver­wech­sel­ba­res Werk, in dessen Zentrum der weib­li­che
Körper als Torso steht. Dieses Thema beschäf­tigte ihn auch in seinen Zeich­nun­gen und Aquarellen sowie in den Druck­tech­ni­ken ­Holz­schnitt, Radierung und Litho­gra­fie. Seine frühen ­Pa­pier­ar­bei­ten, in denen sich auch Bildnisse oder ganzfi­gu­ri­ge Dar­stel­lun­gen finden, spiegeln seinen Weg auf der Suche nach einer abstra­hier­ten, eigen­stän­di­gen Darstel­lungs­weise.

Nachdem die Städtische Galerie Karlsruhe Loth 2001 eine um­fas­sende Retro­spek­tive seines bildhaue­ri­schen Werks widmete, soll nun eine Auswahl seiner Grafiken im Zentrum der Prä­sen­ta­tion stehen, die sich in der Sammlung des kommu­na­len ­Kunst­mu­se­ums befinden.

Foto Wilhelm Loth | Büste (Ausschnitt) | 1961 | Städtische Galerie Karlsruhe

Städtische Galerie Karlsruhe (Karlsruhe)

13.12.2020 - 16.05.2021 Rodin/Arp
Fondation Beyeler (Riehen)
Pressemitteilung
Erstmals in einer Museumsausstellung trifft im Dialog zwischen Auguste Rodin (1840–1970) und Hans Arp (1886–1966) das bahnbrechende Schaffen des grossen Erneuerers der Bildhauerei des späten 19. Jahrhunderts auf das einflussreiche Werk eines Protagonisten der abstrakten Skulptur des 20. Jahrhunderts. Beide Künstler zeichnet eine einzigartige künstlerische Innovationskraft und Experimentierfreude aus. Werke entstanden, die ihre Zeit stark geprägt haben und bis heute aktuell geblieben sind. Als skulpturale Meilensteine veranschaulichen die Schöpfungen Rodins und Arps auf eindrückliche und exemplarische Weise grundlegende Aspekte in der Entwicklung der modernen Bildhauerei. So führte Rodin wegweisende Ideen und neue künstlerische Möglichkeiten in die Skulptur ein, die von Arp später aufgegriffen und auf neuartige Weise weiterentwickelt, neuinterpretiert oder kontrastiert wurden. Das äusserst produktive Schaffen beider Bildhauer weist zahlreiche künstlerische Verwandtschaften und Bezugspunkte, aber auch Differenzen auf, welche die Gegenüberstellung ihrer unverkennbaren Werke zu einer besonders aufschlussreichen visuellen Erfahrung machen.

Fondation Beyeler (Riehen)

29.11.2020 - 21.02.2021 Winterlicht - Imagined dimensions | Lichtinstallation von Tim Roßberg
DA, Kunsthaus Kloster Gravenhorst (Hörstel)
Pressemitteilung
International arbeitende Künstlerinnen und Künstler interpretieren die historischen Räume mit Licht und Farbe in den Wintermonaten. 2020 wird der deutsche Lichtkünstler Tim Roßberg die Räume des DA durch Lichtprojektionen und Sounds in Bewegung setzen.

DA, Kunsthaus Kloster Gravenhorst (Hörstel)

22.11.2020 - 14.03.2021 Flavio Paolucci (im 2-RAUM des Museum Art.Plus)
Museum Art.Plus (Donaueschingen)
Pressemitteilung
Der Schweizer Künstler Flavio Paolucci (*1934) erzeugt in seinen poetischen Arbeiten eine Synthese aus Natur und Kultur.

Geboren und aufgewachsen im Tessiner Bleniotal, hat er immer versucht, sich mit der Natur auseinanderzusetzen, bis die Natur schließlich selbst Teil seiner Kunst wurde.
Nach verschiedenen Werkphasen, zunächst inspiriert durch informelle und neodadaistische Einflüsse bis hin zur Pop Art, sind es seit den 1970er-Jahren vor allem Anklänge an die Arte Povera und ein konzeptionelles Vorgehen, die seine Arbeit prägen.

Zentrale Motive seines künstlerischen Schaffens sind Naturformen, insbesondere Äste, die oft in Verbindung mit strengen grafischen Linien und Formen sowie Häusern in Erscheinung treten. Seine Materialien sind Werkstoff und Bedeutungsträger zugleich. Hölzer, Äste, Steine und Papier, das er mit Ruß und transparenten Farben bearbeitet, arrangiert er zu filigranen, zerbrechlich anmutenden Bildern, Objekten und Skulpturen. Sie sind Ausdruck einer Suche nach dem Gleichgewicht zwischen Sein und Schein, Traum und Wirklichkeit, Werden und Vergehen sowie von Natur und Zivilisation.

Die Ausstellung präsentiert Plastiken, Installationen und Bilder von den 1990er-Jahren bis heute.

Museum Art.Plus (Donaueschingen)

15.11.2020 - 14.03.2021 Daniel Roth. Stac Lee
Städtische Galerie Karlsruhe (Karlsruhe)
Pressemitteilung
Zum Jahresende zeigt Daniel Roth, der eine Professur an der Staat­li­chen Akademie der Bildenden Künste in Karlsruhe innehat, im Forum der Städti­schen Galerie eine neue Instal­la­tion, die eigens für diesen Ort geschaffen wird. Die Präsen­ta­tion entsteht auf Anregung des Förder­krei­ses der Städti­schen Galerie ­Karls­ruhe, der im zweijäh­ri­gen Rhythmus eine Studio­aus­stel­lung ­für ausge­wählte Kunst­schaf­fende ausrichtet.

Im Sammlungs­be­stand des kommunalen Museums befindet sich eine raum­grei­fende Arbeit des Künstlers mit dem Titel »Die Straße« (2013), die derzeit im Rahmen der Dauer­aus­stel­lung zu sehen ist. Im Zentrum steht auch hier das Medium Zeichnung, das Roth ­kon­se­quent erweitert und in ein indrucks­vol­les Raumen­sem­ble mit Ob­jek­ten überführt, die auf das Thema Landschaft verweisen.

Foto Daniel Roth | Karte/Studie | 2019

Städtische Galerie Karlsruhe (Karlsruhe)

14.11.2020 - 07.02.2021 François Boucher. Künstler des Rokoko
Staatliche Kunsthalle Karlsruhe (Karlsruhe)
Pressemitteilung
François Bouchers Kunst gilt als Inbegriff des französischen Rokoko, das im 18. Jahrhundert europaweit Verbreitung fand. Seine Kompositionen dienten als Vorlagen für Bühnendekorationen, Tapisserien, Möbel und Porzellane und prägten so den Geschmack der Zeit. Die Karlsruher Kunsthalle widmet diesem einflussreichen Künstler und bevorzugten Maler der Madame de Pompadour erstmals in Deutschland eine Ausstellung. Ausdrucksstarke Einzelstudien, virtuose Kompositonsentwürfe und vollendete Malereien von großer Farbharmonie geben Einblicke in die Arbeitsweise des Künstlers. Im Spannungsfeld zwischen Natur und Kunst entwickelte Boucher eine bis in die Moderne hineinwirkende Bildsprache. Erfindungsreichtum, Imagination und Ironie prägen sein Werk, das fest in der Tradition der Aufklärung verankert ist.

Staatliche Kunsthalle Karlsruhe (Karlsruhe)

25.10.2020 - 11.04.2021 Thomas Kitzinger. 24.10.1955.
Kunstmuseum Singen (Singen)
Pressemitteilung
Die Einzelausstellung, die das Kunstmuseum Singen dem Freiburger Maler und Reinhold-Schneider-Kulturpreisträger Thomas Kitzinger (*1955) widmet, rückt die seit 2008 entstandene Werkserie »24.10.1955« des Künstlers in den Fokus.

Was treibt einen Maler an, über 100 Portraits in immer gleicher, reduzierter Form zu schaffen?

Seit 2008 malt der in Freiburg lebende Künstler Thomas Kitzinger (*1955) frappierend lebensechte Brustbilder stets in gleichem Format, die Menschen aus seinem näheren und weiteren Umfeld stets in derselben „Versuchsanordnung“ zeigen: Vor neutralem Hintergrund, im immer gleichen, türkisfarbenen T-Shirt, streng frontal, ohne schmückendes Beiwerk, ohne Attribute und besondere Mimik, den Blick geradeaus direkt auf den Betrachter gerichtet.

Der Titel der Werke verschweigt den Namen der jeweils dargestellten Person; gibt allein das Geburtsdatum preis. Obwohl der Maler alles tut, seine Malerei neutral zu halten, wird dennoch deutlich: Das ist Malerei! In Kitzingers potentiell unendlich angelegter Serie von Köpfen überkreuzen sich zwei Diskurse zur anregenden Herausforderung für jeden Ausstellungsbesucher: Was macht die Identität eines Menschen aus? Was kann, zeigt und ist Malerei heute?

Bereits 2005 richtete das Kunstmuseum Singen eine Einzelausstellung mit Werken von Thomas Kitzinger aus. Die aktuelle Präsentation konzentriert sich auf alle Köpfe der Serie 24.10.1955, die streng umlaufend, in immer gleichen Abstand, entlang der Wände im Obergeschoss des Kunstmuseums Singen gezeigt wird.

Kunstmuseum Singen (Singen)

22.10.2020 - 18.04.2021 OHNE TITEL - Kleine Bestandsausstellung der Sammlung Rastatt
Städtische Galerie Fruchthalle (Rastatt)
Pressemitteilung
Da sich der Beginn der Umbaumaßnahmen zum erweiterten Brandschutz in der Fruchthalle bis Anfang Dezember verschiebt, zeigt die Städtische Galerie Fruchthalle vom 22. Oktober bis 29. November 2020 eine kleine Bestandsausstellung. Bei freiem Eintritt können alle Kunstinteressierten einige ausgesuchte Werke der Sammlung Rastatt in Augenschein nehmen. Unter der Überschrift „OHNE TITEL“ sind Besucherinnen und Besucher der Ausstellung angehalten, die Exponate in der Gesamtschau ohne weitere Vorgaben zu betrachten, um dabei die wichtige Erfahrung zu machen, dass Kunstwerke aus sich selbst sprechen. Der Ausstellungstitel rührt außerdem aus der Tatsache her, dass viele moderne Werke selbst ohne Titel sind. Das unterstreicht einerseits deren Autonomie, soll aber auch andererseits die Phantasie des Betrachters in Interaktion bringen. Zwar gibt es aktuell wieder einen Trend zur ausführlicheren Titelgebung, doch steht der Anspruch bildender Kunst, autonom zu sein und interaktiv zu wirken, weiter im Fokus. In der Ausstellung selbst werden ältere und neuere Arbeiten einer Künstlerin oder eines Künstlers nebeneinander gezeigt, um deren Entwicklungsweg deutlich zu machen. Am 23. Oktober um 15:30 Uhr findet eine erste öffentliche Führung durch die Ausstellung statt. Weitere Führungstermine sind der 30. Oktober sowie der 6. und 20. November jeweils 15:30 Uhr. Außerdem gibt es donnerstags von 12:30 bis 12:45 Uhr die „Kunstpause“, in der ein Werk aus der Ausstellung vorgestellt wird. Die Öffnungszeiten der Galerie sind Donnerstag bis Freitag von 12 bis 17 Uhr und an Sonn- und Feiertagen von 11 bis 17 Uhr.

Abbildung:
Die Petersburger Hängung der Sammlung Rastatt in der Ausstellung „20 Jahre Fruchthalle“ von 2013, Foto: Städtische Galerie Rastatt

Städtische Galerie Fruchthalle (Rastatt)

20.10.2020 - 14.03.2021 Volle Kanne Kunst. JuKu feat. Das Änderungsatelier
Staatliche Kunsthalle Karlsruhe (Karlsruhe)
Pressemitteilung
Das Karlsruher Künstlerteam „Das Änderungsatelier“ zeigt in der Jungen Kunsthalle eine außergewöhnliche Installation rund um die Gießkanne, die Kinder und Jugendliche zu einer vergnüglichen und zugleich schrägen Entdeckungstour einlädt.
Eine Kanne schwebt einem U-Boot gleich durch die Lüfte, andere stehen drei- oder gar vierbeinig fest auf dem Boden und sagen ihre Meinung, eine weitere tänzelt elfenhaft auf „Zehenspitzen“ über das Parkett. Einige Kannen sind richtige Plaudertaschen und erzählen aus ihrem abenteuerlichen Leben. Andere sind schweigsam oder gar mürrisch. Die Kannen nehmen regelrecht menschliche Züge an und mögen an so manche Familienmitglieder oder Schulfreund*innen erinnern!
„Das Änderungsatelier“ erarbeitet seit 1993 Installationen, Performances und interaktive Aktionen. Ausgangspunkt ihrer Arbeit sind Alltagsgegenstände und -situationen, die „ver-rückt“ werden.

Staatliche Kunsthalle Karlsruhe (Karlsruhe)

16.10.2020 - 07.03.2021 Mit allen Sinnen! Französischer Impressionismus
Staatsgalerie Stuttgart (Stuttgart)
Pressemitteilung
Seit den 1860er Jahren entwickelt ein kleiner Kreis befreundeter junger Künstler um Claude Monet, Camille Pissarro und Auguste Renoir eine völlig neue Art der Malerei. Als Impressionismus ist die zum Synonym für eine ganze Epoche der Kunst des 19. Jahrhunderts geworden. Mit schnell und direkt vor dem Motiv realisierten Gemälden werden neue Themen und Wahrnehmungen künstlerisch darstellbar. Scheinbar alltägliche Szenen und vermeintlich belanglose Landschaften entwickeln sich vor den Augen des Betrachters zu lebendigen Ereignissen. Der Moment des Malens und der Augenblick der Betrachtung scheinen untrennbar zu sein.
Dank einer Auswahl von etwa 80 selten bis nie ausgestellten Leihgaben aus Privatbesitz, welche ihre eigenen Bestände ergänzen und abrunden, kann die Staatsgalerie mit dieser Ausstellung die ganze Entwicklungsgeschichte dieser Epoche nachvollziehbar machen. Neben Werken der einschlägigen Künstler wie Manet, Renoir, Monet, Pissarro, Sisley und Degas sind auch Arbeiten von Berthe Morisot, Mary Cassatt, Gustave Caillebotte, Jean-Louis Forain und Paul Gauguin zu sehen.
Durch ihre besondere Präsentation und überraschende Kontextualisierung der Werke ermöglicht die Ausstellung einen neuen, konzentrierten und intimen Blick auf vermeintlich Bekanntes und lädt durch Düfte, Klang- und Rauminstallationen zum Verweilen und Entdecken ein.


Pierre-Auguste Renoir, Das Gewächshaus (La Serre|The Greenhouse), um 1876, Leihgabe aus Privatbesitz, Foto: © Staatsgalerie Stuttgart

Staatsgalerie Stuttgart (Stuttgart)

16.10.2020 - 05.04.2021 Max Klinger und das Kunstwerk der Zukunft
Bundeskunsthalle (Bonn)
Pressemitteilung
Max Klinger (1857–1920) gehört zu den eigenwilligsten Künstlerpersönlichkeiten des Symbolismus. In seinen Gemälden und Skulpturen wendet er sich von der traditionellen akademisch-idealisierenden Figurenauffassung ab, hin zu einer damals schockierenden Natürlichkeit. Mit diesem künstlerischen Ansatz trug er wesentlich zur Formulierung eines modernen Menschenbildes bei.
Angeregt von Richard Wagner, strebte Klinger die Überwindung von Gattungsgrenzen im Sinne eines Gesamtkunstwerks an, in dem Malerei, Skulptur, Architektur – möglichst auch die Musik– zu einer harmonischen Einheit verschmelzen.
Sein monumentales Beethoven-Denkmal gilt als zentrales Beispiel der spätromantischen Beethoven-Verehrung und wird zum Abschluss der Beethoven-Jubiläumsjahrs 2020 auch in Bonn zu sehen sein. Anlässlich des 100. Todestages von Max Klinger im Jahr 2020 will diese Retrospektive sein künstlerisches Schaffen einer Neubewertung unterziehen.

In Kooperation mit dem Museum der bildenden Künste Leipzig

Bundeskunsthalle (Bonn)

09.10.2020 - 28.02.2021 Karl Hofer (1878 - 1955) - Bilder spröder Schönheit
Museum Schloss Ettlingen (Ettlingen)
Pressemitteilung
Der zweite Ausstellungsteil widmet sich mit mehr als 50 Werken den Variationen und Wiederholungen von Bildmotiven als Prinzip bildnerischer Gestaltung innerhalb von Hofers Oeuvre. Eine konzentrierte Auswahl von sieben Themenfeldern zeigt in Ergänzung zum ersten Ausstellungsteil "Lebenslinien" wesentliche Aspekte der Sammlung im Museum Ettlingen: "Stillleben, Badende, Der nach innen gerichtete Blick: Lesende und Sinnende, Masken, Mahnung und Bedrohung, Mädchen und biblische Szenen". Der Schwerpunkt liegt auf Werken, die nach 1930 entstanden sind.

Museum Schloss Ettlingen (Ettlingen)

03.10.2020 - 11.04.2021 Meinrad Schade. Krieg ohne Krieg.
Kunstmuseum Singen (Singen)
Pressemitteilung
Wann eigentlich ist ein Krieg vorbei? Kann ein Konflikt als beendet gelten, wenn seine Spuren bis heute die Existenz jedes einzelnen Menschen prägen?

Meinrad Schades Projekt »Krieg ohne Krieg« versteht sich als fotografische Langzeitstudie, die das Davor, Danach und das Daneben kriegerischer und langandauernder Konflikte in den Fokus rückt. Seit 2003 reist der Fotograf in die Staaten und Krisengebiete der ehemaligen Sowjetunion, nach Israel und Palästina, aber auch nach Großbritannien und Frankreich und dokumentiert dort die Paraden, Museen, Dioramen, Denkmäler, Friedhöfe, Übungsgelände, Ruinen und Erinnerungsrituale, aber auch die Waffenmessen, Testgelände und Schießstände. Deren Präsenz hat sich, vor Ort, ins kollektive Gedächtnis der Menschen, in deren Gesichter und Körper, eingeschrieben.

Schade ist kein Kriegsfotograf, der ›nah dran‹ sein will. Ihn interessieren die Auswirkungen und die Präsenz des Krieges im ›ganz normalen‹ Leben, Tag für Tag. Dabei gelingt es ihm in seinen Bildern ganze Geschichten zu erzählen.

Meinrad Schade, geboren 1968 in Kreuzlingen, lebt seit 2002 als freier Fotograf in Zürich. Sein Werk wurde mit Preisen und Stipendien, u.a. 2011 mit einem Swiss Photo Award, vielfach ausgezeichnet. Seinem Buch »Krieg ohne Krieg« wurde 2018 ein Deutscher Fotobuchpreis in Silber zuerkannt. In der Schweiz ist »Krieg ohne Krieg« wiederholt vorgestellt worden. Nun ist das Projekt erstmals umfassend in einer deutschen Museumsausstellung zu sehen.

Kunstmuseum Singen (Singen)

02.10.2020 - 16.05.2021 Einblick in die Sammlung: Türen und Fenster - Drinnen und Draußen - Galerie geschlossen -
Staedtische Galerie Bietigheim-Bissingen ( Bietigheim-Bissingen)
Pressemitteilung
Parallel und ergänzend zur großen Ausstellung »Keine Schwellenangst! Die Tür als Motiv in der Gegenwartskunst« zeigt die Städtische Galerie im historischen Gebäudeteil eine Auswahl an Werken aus dem eigenen Bestand, in denen Türen und Fenster, Pforten und Luken die Hauptrolle spielen. Wie überaus reizvoll diese Motive sind, zeigen Linolschnitte, Zeichnungen, Gemälde und Filme von der Klassischen Moderne bis zur Gegenwart von knapp 30 Künstler*innen, darunter Gerd Arntz und Georg Schrimpf, Mimmo Paladino und Dieter Goltzsche, Ute Pleuger und David Schnell sowie Künstler*innen der Region wie Karlheinz Groß und Oda Seemann, Wolfgang Häberle und Wolf-Rüdiger Hirschbiel. Vielfältig sind die Darstellungen von Öffnungen in einer Wand oder Mauer, die mit Holzläden oder Metallgittern geschlossen sind oder eben doch einen Durchblick eröffnen. Die Abgrenzung von Räumlichkeiten bei gleichzeitiger Erhaltung eines Durchgangs oder Ausblicks spielt bei Landschaftsszenen mit Türmen, Toren und Zäunen ebenso eine Rolle wie bei Interieurs mit Sprossenfenstern und Balkontüren.


Zum Tag der offenen Tür in den beiden Ausstellungen »Keine Schwellenangst! Die Tür als Motiv in der Gegenwartskunst« und » Einblick in die Sammlung. Türen und Fenster – Drinnen und Draußen« am Freitag, 2. Oktober, 17–21 Uhr, laden wir Sie herzlich ein! Es finden Künstler*innengespräche und Rezitationen statt. Geöffnet ist die Städtische Galerie bereits ab 14 Uhr.

Begleitprogramm


After-Work-Kurzführung (30 Min.) mit Apéritif
Donnerstag, 29. Oktober, 17.30 Uhr
Dienstag, 17. November, 16.30 Uhr
Mittwoch, 30. Dezember, 17 Uhr

ab 3. Oktober
Geplant war eine begehbare Installation von Angelika Wischermann im öffentlichen Raum in der Bietigheimer Altstadt im Rahmen des kommunenübergreifenden Projekts der KulturRegion Stuttgart »Unter Beobachtung. Kunst des Rückzugs«. Die aktuellen Regelungen zur Pandemie-Vorsorge hätten dem Kunstwerk dort jedoch seinen interaktiven Charakter genommen. Die Künstlerin hat aus vier weißen Wänden einen minimalistischen, schnörkellosen Raum gebaut, der über ungewöhnlich viele Türen verfügt. Doch das Zimmer ist so klein und schmal, dass sie nicht gleichzeitig geöffnet werden können, ohne aneinander zu stoßen und sich gegenseitig zu blockieren. Wer den Raum betritt, wird dazu herausgefordert, mit dem Raum zu interagieren und ihn dadurch in Bewegung zu versetzen. Nun wird das »Durchgangszimmer« in Form einer Video-Dokumentation mit dazugehörigen Projektskizzen im historischen Gebäude der Städtischen Galerie gezeigt, als Teil der Ausstellung »Keine Schwellenangst! Die Tür als Motiv in der Gegenwartskunst«.




Öffnungszeiten
Dienstag, Mittwoch, Freitag 14–18 Uhr
Donnerstag 14–20 Uhr
Samstag, Sonntag sowie 26.12., 1.1. und 6.1.: 11–18 Uhr
24., 25. Und 31.12. geschlossen


Eintritt frei
Öffentliche Führung 3 €
After-Work-Führung 3 €
Senior*innenführung 3 €
Kuratorenführung mit Rezitation 5 €
Familien-Fun-Freitag 5 € pro Familie
Workshop für Kinder 5 €
Private Gruppenführung 55 € / 65 €
Führungen für Gruppen und Schulklassen nach telefonischer Vereinbarung


Städtische Galerie Bietigheim-Bissingen
Hauptstraße 60–64
74321 Bietigheim-Bissingen
Telefon 07142 74-483
Telefax 07142 74-446
http://galerie.bietigheim-bissingen.de
galerie@bietigheim-bissingen.de

Staedtische Galerie Bietigheim-Bissingen ( Bietigheim-Bissingen)

02.10.2020 - 06.06.2021 Keine Schwellenangst! Die Tür als Motiv in der Gegenwartskunst - Galerie geschlossen -
Staedtische Galerie Bietigheim-Bissingen ( Bietigheim-Bissingen)
Pressemitteilung
Türen sind Alltagsgegenstände, die wir täglich vielfach gebrauchen, ohne uns darüber Gedanken zu machen. Ihre elementare Funktion für unser Leben spiegelt sich jedoch in zahlreichen Redensarten – von „Offene Türen einrennen“ bis „Jemandem die Tür vor der Nase zuschlagen“. Sie können sperrangelweit oder nur einen Spalt breit offenstehen. Sie können leicht angelehnt oder aber fest verschlossen sein, mit Schlössern und Riegeln gesichert. Es gibt ein Davor und ein Dahinter, ein Drinnen und ein Draußen sowie eine Schwelle, auf der sich entscheidet, wer eintreten darf bzw. über die man in die Welt hinaustritt. Das Schließen einer Tür kann Schutz, Ruhe und Rückzug gewährleisten oder aber Freiheitsentzug, Enge und Isolation bedeuten. Durch Schlüssellöcher wird neugierig, durch Türspione misstrauisch gespäht. In Märchen gibt es verbotene Türen, hinter denen Geheimnisvolles, Abenteuer und Gefahren lauern.

Es sind insbesondere die Ambivalenz und symbolische Aufladung von Türen, die zahlreiche Schriftsteller*innen, Filmemacher*innen und bildende Künstler*innen veranlasst haben, sich mit diesem Motiv auseinanderzusetzen. Darüber hinaus ist die bildliche Darstellung einer geöffneten Tür insofern reizvoll, weil sie die Rahmung bietet für einen Blick in den nächsten Raum oder in die Außenwelt, also ein beziehungsreiches Bild im Bild ermöglicht. All diese vielfältigen Aspekte beleuchtet die Ausstellung mit Gemälden, Zeichnungen, Graphic Novels, Fotografien, Filmen, Skulpturen und Installationen von 21 zeitgenössischen deutschen und internationalen Künstler*innen. Nach dem Coronabedingten Lockdown mit Kontaktsperre, Rückzug in die eigenen vier Wände und Türklinkenphobie erhielt die Ausstellung während ihrer Vorbereitung eine unvorhergesehene weitere Dimension.


Teilnehmende Künstler*innen

Thomas Demand (*1964 in München)
Eckart Hahn (*1971 in Freiburg i. Breisgau)
Patrick Hughes (*1939 in Birmingham / Großbritannien)
Ilya Kabakov (*1933 in Dnjepropetrowsk / Ukraine)
Hubert Kostner (*1971 in Brixen / Italien)
Isabel Kreitz (*1967 in Hamburg) / Stefan Dinter (*1965 in Singen)
Oliver Kugler (*1970 in Stuttgart) / Sandro Mattioli (*1975 in Heilbronn)
Mirjam Kuitenbrouwer (*1967 in Nijmegen / Niederlande)
Philipp Mager (*1966 in Köln)
Gideon Mendel (*1959 in Johannesburg / Südafrika)
Mathieu Mercier (*1970 in Conflans-Sainte-Honorine / Frankreich)
Sebastian Nebe (*1982 in Blankenburg)
Marja Pirilä (*1957 in Rovaniemi / Finnland)
Simon Schubert (*1976 in Köln)
Ene-Liis Semper (*1969 in Tallinn / Estland)
Trine Søndergaard (*1972 in Grenaa / Dänemark)
Maxim Wakultschik (*1973 in Minsk / Weißrussland)
Ben Willikens (*1939 in Leipzig)
Angelika Wischermann (*1983 in Herdecke)

Begleitprogramm


Öffentliche Führungen
Sonntag, 11. Oktober, 11.30 Uhr
Sonntag, 25. Oktober, 16.30 Uhr
Sonntag, 8. November, 11.30 Uhr
Sonntag, 22. November, 11.30 Uhr
Sonntag, 6. Dezember, 11.30 Uhr
Sonntag, 20. Dezember, 16.30 Uhr
Sonntag, 3. Januar, 11.30 Uhr
Sonntag, 17. Januar, 16.30 Uhr
Sonntag, 24. Januar, 11.30 Uhr

Führung exklusiv für Lehrkräfte
Montag, 5. Oktober, 17 Uhr

After-Work-Kurzführungen mit Aperitif
In 30 Minuten die Highlights der Ausstellung entdecken und anschließend den Feierabend bei einem Glas Sekt, Saft oder Selters einläuten.
Dienstag, 13. Oktober, 16.30 Uhr
Mittwoch, 25. November, 17 Uhr
Donnerstag, 21. Januar, 17.30 Uhr

Vormittags-Führungen speziell für Senior*innen
Mittwoch, 21. Oktober, 10 Uhr
Donnerstag, 14. Januar, 10 Uhr

Familien-Fun-Freitag
Ein ganz besonderes Museumserlebnis für Groß und Klein mit einer Kombination aus Führung und Kreativ-Workshop – frei nach dem Motto: Erst schauen, dann selbst trauen!
Freitag, 13. November, 15 Uhr

Vom Märchen bis zum Krimi
Kuratorenführung mit Dr. Isabell Schenk-Weininger und szenische Rezitation mit Lisa Kraus und Rüdiger Erk
Donnerstag, 5. November, 18.30 Uhr
Donnerstag, 10. Dezember, 18.30 Uhr
Speziell für Senior*innen: Freitag, 27. November, 10 Uhr

Workshops für Kinder und Jugendliche:

Geheimnisvolles Guck-Bild
Samstag, 10. Oktober, 11–14 Uhr (6–10 Jahre), 14.30–17.30 Uhr (8–12 Jahre)

Museumsmission – Streng geheim!
Samstag, 17. Oktober, 11–14 Uhr (6–10 Jahre), 14.30–17.30 Uhr (8–12 Jahre)

Wer klopft an? Und warum?
Samstag, 7. November, 11–14 Uhr (6–10 Jahre), 14.30–17.30 Uhr (8–12 Jahre)

Hereinspaziert! Kreative Türschilder
Samstag, 16. Januar, 11–14 Uhr (6–10 Jahre), 14.30–17.30 Uhr (8–12 Jahre)

Türchen öffne dich…
Samstag, 23. Januar, 11–14 Uhr (6–10 Jahre), 14.30–17.30 Uhr (8–12 Jahre)

Weihnachts-Workshops:

Adventskalender: Jeden Tag ein Türchen öffnen…
Samstag, 21. November, 11–14 Uhr (6–10 Jahre), 14.30–17.30 Uhr (8–12 Jahre)

Wintermobile
Samstag, 12. Dezember, 11–14 Uhr (6–10 Jahre), 14.30–17.30 Uhr (8–12 Jahre)

Kunterbunte Weihnachtsfabrik
Mittwoch, 23. Dezember, 11–14 Uhr (6–10 Jahre), 14.30–17.30 Uhr (8–12 Jahre)

Begrenzte Teilnehmerzahl bei allen Veranstaltungen!
Anmeldung möglich per Telefon, Fax oder Email

Kostenloser Audio-Guide für Kinder und Jugendliche: eine spannend-informative 30-minütige Führung mit kleinem Gewinnspiel!

Wir laden Sie herzlich ein zum Tag der offenen Tür am Freitag, 2. Oktober, 17–21 Uhr


Die Ausstellung
Keine Schwellenangst! Die Tür als Motiv in der Gegenwartskunst
ist Teil des Festivals
Unter Beobachtung. Kunst des Rückzugs
der KulturRegion Stuttgart

Katalog zur Ausstellung 18 €


Studioausstellung

Einblick in die Sammlung
Türen und Fenster – Drinnen und Draußen
2. Oktober 2020 bis 24. Januar 2021

Parallel und ergänzend zur großen Ausstellung »Keine Schwellenangst! Die Tür als Motiv in der Gegenwartskunst« zeigt die Städtische Galerie im historischen Gebäudeteil eine Auswahl an Werken aus dem eigenen Bestand, in denen Türen und Fenster, Pforten und Luken die Hauptrolle spielen. Wie überaus reizvoll diese Motive sind, zeigen Linolschnitte, Zeichnungen, Gemälde und Filme von der Klassischen Moderne bis zur Gegenwart von knapp 30 Künstler*innen, darunter Gerd Arntz und Georg Schrimpf, Mimmo Paladino und Dieter Goltzsche, Ute Pleuger und David Schnell sowie Künstler*innen der Region wie Karlheinz Groß und Oda Seemann, Wolfgang Häberle und Wolf-Rüdiger Hirschbiel. Vielfältig sind die Darstellungen von Öffnungen in einer Wand oder Mauer, die mit Holzläden oder Metallgittern geschlossen sind oder eben doch einen Durchblick eröffnen. Die Abgrenzung von Räumlichkeiten bei gleichzeitiger Erhaltung eines Durchgangs oder Ausblicks spielt bei Landschaftsszenen mit Türmen, Toren und Zäunen ebenso eine Rolle wie bei Interieurs mit Sprossenfenstern und Balkontüren.


Zum Tag der offenen Tür in den beiden Ausstellungen »Keine Schwellenangst! Die Tür als Motiv in der Gegenwartskunst« und » Einblick in die Sammlung. Türen und Fenster – Drinnen und Draußen« am Freitag, 2. Oktober, 17–21 Uhr, laden wir Sie herzlich ein! Es finden Künstler*innengespräche und Rezitationen statt. Geöffnet ist die Städtische Galerie bereits ab 14 Uhr.

Begleitprogramm


After-Work-Kurzführung (30 Min.) mit Apéritif
Donnerstag, 29. Oktober, 17.30 Uhr
Dienstag, 17. November, 16.30 Uhr
Mittwoch, 30. Dezember, 17 Uhr

ab 3. Oktober
Geplant war eine begehbare Installation von Angelika Wischermann im öffentlichen Raum in der Bietigheimer Altstadt im Rahmen des kommunenübergreifenden Projekts der KulturRegion Stuttgart »Unter Beobachtung. Kunst des Rückzugs«. Die aktuellen Regelungen zur Pandemie-Vorsorge hätten dem Kunstwerk dort jedoch seinen interaktiven Charakter genommen. Die Künstlerin hat aus vier weißen Wänden einen minimalistischen, schnörkellosen Raum gebaut, der über ungewöhnlich viele Türen verfügt. Doch das Zimmer ist so klein und schmal, dass sie nicht gleichzeitig geöffnet werden können, ohne aneinander zu stoßen und sich gegenseitig zu blockieren. Wer den Raum betritt, wird dazu herausgefordert, mit dem Raum zu interagieren und ihn dadurch in Bewegung zu versetzen. Nun wird das »Durchgangszimmer« in Form einer Video-Dokumentation mit dazugehörigen Projektskizzen im historischen Gebäude der Städtischen Galerie gezeigt, als Teil der Ausstellung »Keine Schwellenangst! Die Tür als Motiv in der Gegenwartskunst«.




Öffnungszeiten
Dienstag, Mittwoch, Freitag 14–18 Uhr
Donnerstag 14–20 Uhr
Samstag, Sonntag sowie 26.12., 1.1. und 6.1.: 11–18 Uhr
24., 25. Und 31.12. geschlossen


Eintritt frei
Öffentliche Führung 3 €
After-Work-Führung 3 €
Senior*innenführung 3 €
Kuratorenführung mit Rezitation 5 €
Familien-Fun-Freitag 5 € pro Familie
Workshop für Kinder 5 €
Private Gruppenführung 55 € / 65 €
Führungen für Gruppen und Schulklassen nach telefonischer Vereinbarung


Städtische Galerie Bietigheim-Bissingen
Hauptstraße 60–64
74321 Bietigheim-Bissingen
Telefon 07142 74-483
Telefax 07142 74-446
http://galerie.bietigheim-bissingen.de
galerie@bietigheim-bissingen.de

Staedtische Galerie Bietigheim-Bissingen ( Bietigheim-Bissingen)

12.09.2020 - 07.02.2021 Thomas Ruff
Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen K20 Grabbeplatz (Düsseldorf)
Pressemitteilung


Thomas Ruff (*1958) ist einer der international bedeutendsten Künstler seiner Generation. Bereits als Student in der Klasse der Fotografen Bernd und Hilla Becher an der Kunstakademie Düsseldorf wählte er in den frühen 1980er-Jahren einen konzeptuellen Zugang zur Fotografie, der bis heute seinen Umgang mit den unterschiedlichsten Bildgattungen und historischen Möglichkeiten der Fotografie bestimmt.

Thomas Ruffs Beitrag zur Fotografie der Gegenwart besteht daher in besonderem Maße in der Entwicklung einer Fotografie ohne Kamera: Er verwendet Bilder, die schon gemacht wurden, und die in anderen, größtenteils nicht-künstlerischen Zusammenhängen bereits verbreitet und für bestimmte Zwecke optimiert wurden. Ruffs Bildquellen für diese Serien reichen von fotografischen Experimenten des 19. Jahrhunderts bis hin zu Aufnahmen von Raumsonden. Er untersuchte die Archivprozesse großer Bildagenturen und die Bildpolitik der Volksrepublik China. Aber auch Porno- und Katastrophenbilder aus dem Internet bilden Ausgangspunkte für eigene Werkserien, die in den vergangenen 20 Jahren zunehmend am Computer entstanden. Sie stammen aus Zeitungen, Magazinen, Büchern, Archiven und Sammlungen oder waren schlicht für jeden zugänglich im Internet zu finden.

In der Auseinandersetzung mit diesen unterschiedlichen Bildwelten erkundet Ruff in jeder Serie die technischen Bedingungen von Fotografie. Zugleich nimmt er das Nachleben der Bilder in Publikationen, Archiven, Datenbanken und im Internet in den Blick.

Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen K20 Grabbeplatz (Düsseldorf)

23.05.2020 - 08.08.2021 Critical Zones – Horizonte einer neuen Erdpolitik
ZKM | Zentrum für Kunst und Medien (Karlsruhe)
Pressemitteilung
Lange blieben die Reaktionen der Erde auf unser menschliches Handeln unbeachtet, doch spätestens mit der Protestbewegung Fridays for Future ist die Klimakrise in das öffentliche Bewusstsein gerückt. Die Gedankenausstellung »CRITICAL ZONES« lädt dazu ein, sich mit der KRITISCHEN Lage der Erde auf vielfältige Art und Weise zu befassen und neue Modi des Zusammenlebens zwischen allen Lebensformen zu erkunden.
Mittlerweile ist sich jede/r der existentiellen Bedrohung unserer (gemeinsamen) Lebensbedingungen auf dem Planeten Erde bewusst, doch nur sehr wenige besitzen eine Vorstellung davon, wie sie mit dieser neuen KRITISCHEN Situation umgehen sollen. Die BürgerInnen vieler entwickelter Länder wirken desorientiert; fast so, als würde man von ihnen verlangen, auf einem neuen Terroir – einer neuen Erde – zu landen, deren Reaktionen auf ihr Wirken sie lange ignoriert haben.

ZKM | Zentrum für Kunst und Medien (Karlsruhe)

01.12.2019 - 28.02.2021 Karl Hofer (1878 - 1955) - Lebenslinien
Museum Schloss Ettlingen (Ettlingen)
Pressemitteilung
Eine Begegnung mit dem Künstler und dem Menschen Karl Hofer. Neue Sammlungsausstellung im Museum Ettlingen mit einer Auswahl repräsentativer Werke und Selbstzeugnisse des Künstlers Karl Hofer, einem eigenständigen Vetreter der klassischen Moderne.
Was viele nicht wissen: Das Museum Ettlingen beherbergt die größte Dauerausstellung mit Werken des Künstlers Karl Hofer.
Die meisten Werke der Ettlinger Sammlung sind Dauerleihgaben der Stiftung Menschenbild in Winterthur, die aus dem Berliner Nachlass von Karl Hofer hervorgegangen ist.
Am 1. Dezember 2019 startet das Museum im Ettlinger Schloss mit dem ersten Ausstellungsteil einer umfangreichen Werkschau Karl Hofers, die im Frühsommer 2020 erweitert werden wird. Mit rund 40 Werken ermöglicht nun die Ausstellung "Lebenslinien" eine Begegnung mit dem Künstler und dem Menschen Karl Hofer. Persönliche Erlebnisse, Begegnungen und Erfahrungen, wie sie durch zahllose Briefe und der Autobiographie Hofers überliefert sind, begleiten die ausgestellten Gemälde und Grafiken aus sieben Jahrzehnten und setzen diese in einen ganz persönlichen Kontext.

Museum Schloss Ettlingen (Ettlingen)

23.02.2019 - 28.03.2021 Writing the History of the Future. Die Sammlung des ZKM
ZKM | Zentrum für Kunst und Medien (Karlsruhe)
Pressemitteilung
+++ Durch die Corona-Hygienevorschriften muss der Zugang – insbesondere zu den interaktiven – Kunstwerken angepasst werden. Die Sammlungspräsentation »Writing the History of the Future« schließt zu diesem Zweck am 03.08.2020 und ist ab dem 04.11.2020 wieder für Sie geöffnet. +++

In einer außergewöhnlichen Zusammenstellung präsentiert das ZKM die Hauptwerke seiner weltweit einzigartigen Sammlung.

Die Ausstellung folgt den Wegen der Avantgarden und Neo-Avantgarden des 20. Jahrhunderts bis in die Gegenwart: von den Künsten der Bewegung – von den bewegten Maschinen (Kinetik, Kybernetik) über bewegte Bilder (Kinematografie, Op-Art, Video, Holografie, Computerinstallationen) – zum bewegten Betrachter (Partizipation, Interaktion, Happening). Von der Materialmalerei und variablen Objektbildern, von den mechanischen und magnetischen Künsten bis zur Lichtkunst und Soundart und zur Eroberung der elektronischen Medien durch die Künste reicht der Horizont der Exponate.

Die Ausstellung überrascht durch eine alternative Erzählung der Geschichte der Kunst und Medien nach 1945.

ZKM | Zentrum für Kunst und Medien (Karlsruhe)

17.02.2019 - 11.04.2021 VOLLGAS - FULL SPEED
Museum Art.Plus (Donaueschingen)
Pressemitteilung
Das Museum Art.Plus nähert sich in seiner großen Jahresausstellung dem Thema Auto. Wohl kaum ein weiterer technischer Gegenstand wurde und wird in vergleichbarer Weise mythologisiert. Die künstlerische Auseinandersetzung mit ihm ist beinahe so alt, wie das Automobil selbst. Das Auto polarisiert, ist politischer und gesellschaftlicher Zündstoff und gerade deshalb auch aus der Themenwelt der zeitgenössischen Kunst nicht wegzudenken. Doch darüber hinaus ist es noch immer Symbol für Freiheit, Mobilität und Abenteuer, Traumobjekt und Fetisch.

Das Museum Art.Plus zeigt Werke internationaler Künstler, die das Auto und die Geschwindigkeit in den Fokus rücken und ergänzt sie durch legendäre Sportwagen, die das Herz des Autoliebhabers höher schlagen lassen.

Museum Art.Plus (Donaueschingen)