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Pressemitteilungen
Pressemitteilungen
23.11.2018 - 10.03.2019 Marcel Duchamp 100 Fragen. 100 Antworten.
Staatsgalerie Stuttgart (Stuttgart)
Pressemitteilung
Es gibt kaum einen Künstler, der hinsichtlich seines Werks und seiner Persönlichkeit faszinierender ist als Marcel Duchamp (1887-1968). Indem er einen Alltagsgegenstand zum Kunstwerk erklärte und damit als Erfinder des »ready-made« die Kunstgeschichte revolutionierte, wurde er zum Vordenker einer ganzen Generation von Konzeptkünstlern. Bis heute hat der Einfluss seiner Werke und Schriften eine immense Bedeutung für die Gegenwartskunst.
Erstmals zeigt die Staatsgalerie ihren umfangreichen Marcel Duchamp-Bestand und das zugehörige Archiv Serge Stauffer in einer Ausstellung. Einflussreiche Werke aus der eigenen Sammlung, wie der »Flaschentrockner«, das Gemälde »Studie für die Schokoladenreibe No. 2« und das Fensterobjekt »La Bagarre d'Austerlitz« treffen auf internationale Leihgaben. Ergänzt werden die Werke durch ein einzigartiges Archiv, das von dem Schweizer Künstler und Duchamp-Forscher Serge Stauffer (1929-1989)zusammengetragen wurde. Erstmalig werden die bedeutenden »100 Fragen« zu sehen sein, die Stauffer 1960 im Zuge eines langjährigen Briefwechsels an Duchamp richtete. Die »100 Antworten« Duchamps ermöglichen nicht nur wesentliche Einblicke in sein künstlerisches Denken, sondern zeigen auch die außergewöhnliche Forschertätigkeit Stauffers. Erarbeitet durch ein von der Volkswagen-Stiftung gefördertes Forschungsprojekt werden die Ausstellung und die begleitende Publikation neue Erkenntnisse in die internationale Duchamp-Rezeption einbringen.

Staatsgalerie Stuttgart (Stuttgart)

28.09.2018 - 24.02.2019 Wilhelm Lehmbruck. Variation und Vollendung
Staatsgalerie Stuttgart (Stuttgart)
Pressemitteilung
Wilhelm Lehmbruck (1881-1919) zählt zu den bedeutendsten deutschen Bildhauern des 20. Jahrhunderts. Sein Œuvre umfasst ca. 100 Skulpturen, mehr als 1000 Zeichnungen, 80 Gemälde und großformatige Zeichnungen und 200 Druckgraphiken. Diese Vielseitigkeit und das Erproben verschiedener Techniken und Materialien sind charakteristisch für die Generation der Expressionisten.
Ausgehend von ihrem umfangreichen eigenen Bestand wird die Ausstellung in der Staatsgalerie der Arbeitsweise Wilhelm Lehmbrucks nachspüren und Schnittvarianten seiner bedeutendsten Plastiken wie die Große Sinnende, der Emporsteigende Jüngling, die Große Stehende oder die Kniende zeigen.
Unter den deutschen Künstlern gehört Lehmbruck zu den ersten, die neben den traditionellen Materialien wie Bronze und Marmor auch in hohem Maße in seiner Zeit innovative Werkstoffe wie Terrakotta, Stein- / Zementguss und Stuccoguss für ihre Werke verwendeten. Ob diese unterschiedliche Materialität innerhalb seiner Plastiken auf eine bewusste inhaltlich-ästhetische Entscheidung oder auf erheblich günstigere Produktionskosten zurückzuführen ist, gehört zu den schwer lösbaren Fragestellungen in der Lehmbruck-Forschung.

Staatsgalerie Stuttgart (Stuttgart)

28.09.2018 - 24.02.2019 Wilhelm Lehmbruck. Die Bedeutung der Linie
Staatsgalerie Stuttgart (Stuttgart)
Pressemitteilung
Begleitend zur Ausstellung »Wilhelm Lehmbruck. Variation und Vollendung« zeigt die Staatsgalerie im Graphik-Kabinett Arbeiten auf Papier von Wilhelm Lehmbruck.
Das Œuvre dieses empfindsamen Expressionisten umfasst neben Skulpturen und Gemälden auch zahlreiche Zeichnungen und Druckgraphiken, die nicht in einem direkten Zusammenhang mit seinen Plastiken zu sehen sind, sondern vom Künstler als ein eigenständiges Medium genutzt wurde. Der Radierung kommt dabei ein besonderer Stellenwert zu; diese Technik ermöglichte dem Künstler eine nuancenreiche und sensible Linearität. Einfühlsam und ausdrucksstark zugleich zeigen seine Figuren die unterschiedlichen Facetten menschlicher Emotionen.

Staatsgalerie Stuttgart (Stuttgart)

21.09.2018 - 06.01.2019 Bewegte Zeiten. Archäologie in Deutschland
Martin-Gropius-Bau Berlin (Berlin)
Pressemitteilung
Digitale Kommunikations- und schnelle Transportmöglichkeiten bringen den Menschen immer enger zusammen und lassen die Globalisierung als modernes Phänomen erscheinen. Tatsächlich aber ist die überregionale Vernetzung mit allen Ihren Auswirkungen seit jeher ein fester Bestandteil der Gesellschaft und beeinflusst das Leben seit prähistorischer Zeit in unterschiedlichen Facetten grundlegend. Immer wieder machen Archäologen Entdeckungen, die dies auf ganz unterschiedliche Weise eindrucksvoll belegen. „Bewegte Zeiten. Archäologie in Deutschland“ präsentiert in einer groß angelegten Gesamtschau der deutschen Bodendenkmalpflege die spektakulärsten Funde der letzten 15 Jahre vom Paläolithikum bis in das 20. Jahrhundert. Anhand der vier Themen Mobilität, Konflikt, Austausch und Innovation werden mit insgesamt rund 300 Fundkomplexen die Folgen überregionaler Interaktion auf persönlicher, wirtschaftlicher und religiöser Ebene erfahrbar gemacht.

Foto: Himmelscheibe. Älteste Himmelsdarstellung Europas, gefunden 1999 von Raubgräbern am Mittelberg, Sachsen-Anhalt
© Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie Sachsen-Anhalt / Foto Juraj Lipták

Martin-Gropius-Bau Berlin (Berlin)

17.09.2018 - 07.01.2019 Bestandsaufnahme Gurlitt
Martin-Gropius-Bau Berlin (Berlin)
Pressemitteilung
Als im November 2013 bekannt wird, dass die bayrische Staatsanwaltschaft die Kunstbestände von Cornelius Gurlitt (1932–2014) beschlagnahmt hat, ist das öffentliche Aufsehen groß. Denn die 1500 Kunstwerke, die der zurückgezogen lebende Sohn des Kunsthändlers Hildebrand Gurlitt (1895–1956) von seinem Vater geerbt hatte, sind verdächtig: Handelt es sich um Raubkunst aus der Zeit der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft? Um diesem Verdacht nachzugehen, stellte der deutsche Staat die für die Forschung nötigen Mittel zur Verfügung, während sich Cornelius Gurlitt verpflichtete, als Raubkunst identifizierte Werke zu restituieren. Ab 7. September 2018 wird die Ausstellung „ Bestandsaufnahme Gurlitt. Der NS-Kunstraub und die Folgen“ im Martin-Gropius-Bau in einer großangelegten Ausstellung präsentiert. Die in einen historischen Gesamtkontext eingebettete Schau basiert auf dem aktuellen Forschungsstand zum „Kunstfund Gurlitt“. Gezeigt werden nicht nur rund 450 Kunstwerke, die jahrzehntelang dem Blick der Öffentlichkeit entzogen waren und ein breites Spektrum der Kunstgeschichte abbilden, sondern es wird die Herkunft jedes Kunstwerks thematisiert. Die Ausstellung gewährt so auch Einblicke in die Geschichte der Objekte und die Schicksale ihrer Besitzer.

Foto: Claude Monet (1840–1926): Waterloo Bridge. 1903, Öl auf Leinwand
Kunstmuseum Bern, Legat Cornelius Gurlitt 2014, Provenienz in Abklärung / aktuell kein Raubkunstverdacht

Martin-Gropius-Bau Berlin (Berlin)

29.06.2018 - 21.10.2018 Ernst Ludwig Kirchner. Die unbekannte Sammlung
Staatsgalerie Stuttgart (Stuttgart)
Pressemitteilung
Die Graphische Sammlung der Staatsgalerie Stuttgart beherbergt den großen Schatz von 81 Zeichnungen sowie 84 Druckgraphiken und einigen illustrierten Büchern von Ernst Ludwig Kirchner (1880-1938), dem Mitbegründer der Künstlergemeinschaft »Brücke«. Alle seine Schaffensperioden und wichtigen Themen wie Großstadt und Tanz, Landschaften auf Fehmarn sowie die Alpen und anderes sind in diesem bemerkenswerten Bestand vertreten. Vor allem Kirchners Druckgraphik ist außergewöhnlich, gibt es die einzelnen Blätter doch nur selten in Auflagen, sondern oft nur in jeweils wenigen Handdrucken.

Die zuletzt als Gesamtkomplex 1980 ausgestellten Werke werden 2018, im 80. Todesjahr des Künstlers, in einer Ausstellung präsentiert, begleitet von einem Bestandskatalog.

Staatsgalerie Stuttgart (Stuttgart)

08.06.2018 - 16.09.2018 Kirchner und die »Künstlergemeinschaft Brücke«
Staatsgalerie Stuttgart (Stuttgart)
Pressemitteilung
Begleitend zur großen Ausstellung »Ernst Ludwig Kirchner. Die unbekannte Sammlung« zeigen wir im Graphik-Kabinett Zeichnungen und Druckgraphiken weiterer Mitglieder der Künstlergemeinschaft »Brücke«, die Kirchner ab 1905 um sich geschart hatte: Erich Heckel (1883-1970), Karl Schmidt-Rottluff (1884-1976), Emil Nolde (1867-1956), Max Pechstein (1881-1955) und Otto Mueller (1898-1979) sind mit Zeichnungen, Holzschnitten, Radierungen und Lithographien aus unserem reichen Bestand vertreten.

Staatsgalerie Stuttgart (Stuttgart)

25.05.2018 - 05.08.2018 Philippe Parreno
Martin-Gropius-Bau Berlin (Berlin)
Pressemitteilung
Das Medium Ausstellung versteht der französische Künstler Philippe Parreno als einen lebendigen Organismus, der durch Licht, Klänge und Bilder in Bewegung versetzt werden kann. Seine inszenierten Räume steuert er durch Algorithmen, die das Verhalten der Objekte im Raum synchronisieren. Hierbei geht es weniger um das einzelne Objekt als vielmehr um das Zusammenspiel der verschiedenen Komponenten. Die Anwendung von Zufallsmethoden erlaubt der Ausstellung, sich über einen bestimmten Zeitraum zu entwickeln und zu verändern, sodass das Werk zu eigenem Leben erwacht und eine gespenstische Präsenz entwickelt. Es entstehen performative Momente, bei denen die Objekte mehr als die Summe ihrer Teile produzieren – eine Choreografie von Absenz und Präsenz, die das Wissen über die Gleichzeitigkeit der Dinge und deren Kontrolle herausfordert. Philippe Parrenos Ausstellung ist als Gesamtkunstwerk konzipiert. Es ist die erste institutionelle Einzelausstellung des international renommierten Künstlers in Deutschland.

Foto: Exhibition view of Philippe Parreno: “La levadura y el anfitrión”. Museo Jumex, Mexico City, 2017, Foto © Andrea Rossetti

Martin-Gropius-Bau Berlin (Berlin)

01.05.2018 - 26.08.2018 #meinMuseum 175 Jahre Staatsgalerie
Staatsgalerie Stuttgart (Stuttgart)
Pressemitteilung
Im kommenden Jahr 2018 feiert die Staatsgalerie Stuttgart ihr 175-jähriges Bestehen. Dieses Jubiläum ist Anlass, die wechselvolle Geschichte des Hauses und seiner Sammlung zu erzählen und einen Blick hinter die Kulissen des Museumsbetriebs zu werfen. Erstmals wird die Geschichte dabei am Beispiel wichtiger Wegmarken und Zäsuren im Überblick dargestellt.
Gezeigt wird, wie sich das Haus über die Jahrzehnte und vor allem in der Nachkriegszeit als eines der wichtigsten Museen für die Kunst der Moderne in Deutschland positionierte.

Staatsgalerie Stuttgart (Stuttgart)

18.02.2018 - 20.01.2019 colorful . farbenfroh - Im Fokus: Dorothy Fratt
Museum Art.Plus (Donaueschingen)
Pressemitteilung
Im Zentrum der Ausstellung "colorful . farbenfroh" im Museum Art.Plus Donaueschingen stehen Gemälde der jüngst verstorbenen amerikanischen Künstlerin Dorothy Fratt (1923-2017).

Die in Europa kaum bekannte Malerin ist eine echte Entdeckung. Ihr Werk ist im Zusammenhang mit der Washington Art School zu sehen, einer Gruppe abstrakter Künstler, die von Ende der 1950er-Jahre bis Ende der 1960er-Jahre in Washington, D.C. tätig war. Als Parallelentwicklung zum Abstrakten Expressionismus und dem color field painting der New York School entwickelten sie in ihren meist großformatigen Gemälden eine Formsprache, die weniger gestisch als vielmehr in der Fläche das Zusammenspiel von Farben und ihre Wirkung auf den Betrachter untersuchte.
Zwar verließ Dorothy Fratt schon Ende der 1950er-Jahre Washington D.C. und zog nach Arizona, wo sie bis zu ihrem Tod lebte, doch blieb sie diesem Stil treu und entwickelte ihn weiter. So entstand über viele Jahrzehnte ein umfangreiches Oeuvre, das es hierzulande noch zu entdecken gilt.

Die Ausstellung zeigt erstmals in Europa eine größere Zusammenstellung von Werken der Künstlerin von den 1960er- bis in die 2000er-Jahre. Ergänzt werden die Arbeiten von farbenfrohen, zwei- und dreidimensionalen Kunstwerken weiterer internationaler Künstler.

Museum Art.Plus (Donaueschingen)

18.02.2018 - 11.03.2018 ABSICHT
BBK Karlsruhe, Künstlerhaus Karlsruhe (Karlsruhe)
Pressemitteilung
Norbert Kiby / Benedikt Forster

Malerei

Künstlerhaus Karlsruhe

Vernissage: So, 18.02.18 um 11 Uhr
Einführung: -
Musikalische Begleitung: -

Ausstellungsdauer: von 18.02.2018 bis 11.03.2018
Öffnungszeiten: Mi-Fr 17-19 h, Sa-So 14-18 h, an Feiertagen geschlossen

Mit dem Titel ABSICHT stellen die beiden Künstler Benedikt Forster und Norbert Kiby von 18.2. bis 11.3.2018 im BBK aus. Um der Selbstbezogenheit der Kunst des 20. Jahrhunderts und dem Verlust jeglicher Bezüge entgegenzuwirken, nutzen sie die Doppelausstellung explizit als eine Form des Gegenüber, die „Verantwortung“ ermöglicht und Reflexion.
Es waren einzelne Bilder, mit denen sich die beiden Maler wechselweise ihre Gedankengänge einsichtig machten. Die Ausstellung „ABSICHT“ ist so der Bild gewordene Bericht eines Begriff bildenden Hin-und-hers. Der Ausstellungsraum wird so zum räumlichen Narrativ – zur Ausstellung eines mythischen Sprachraumes um dialogische Malerei. Ihr geht es um die Klärung und Beherrschung von Sprachmitteln so sehr wie um ihr Vermögen, wirksame Zusammenhänge einsichtig ins Bild zu setzen.
Bei aller sorgfältigen Konzentration auf die gegebenen malerischen Mittel vermag diese Malerei auch abzusehen von sich; (weiß hin zu wenden sich und wieder abzuwenden, weiß zu reflektieren) weiß neben Bild auch viel um Abbild. Sie weiß um ihr Eingebundensein in realen menschlichen Zusammenhang; um kulturellen Kontext.
Beide Künstler betreiben bekennend eine mehrdimensionale Malerei.
Ihre Bilder sprechen abstrakt von Malerei und führen konkret in märchenhafte Bildräume, in denen auch mal ein Fliegenpilz auftaucht, ein Rotkäppchen oder Blumenstrauß. Bei aller asketischen Begrifflichkeit erscheinen die Bilder als die Sinne ansprechende Malerei.

BBK Karlsruhe, Künstlerhaus Karlsruhe (Karlsruhe)

18.02.2018 - 11.03.2018 ABSICHT
BBK Karlsruhe, Künstlerhaus Karlsruhe (Karlsruhe)
Pressemitteilung
Norbert Kiby / Benedikt Forster

Malerei

Künstlerhaus Karlsruhe

Vernissage: So, 18.02.18 um 11 Uhr
Einführung: -
Musikalische Begleitung: -

Ausstellungsdauer: von 18.02.2018 bis 11.03.2018
Öffnungszeiten: Mi-Fr 17-19 h, Sa-So 14-18 h, an Feiertagen geschlossen

Mit dem Titel ABSICHT stellen die beiden Künstler Benedikt Forster und Norbert Kiby von 18.2. bis 11.3.2018 im BBK aus. Um der Selbstbezogenheit der Kunst des 20. Jahrhunderts und dem Verlust jeglicher Bezüge entgegenzuwirken, nutzen sie die Doppelausstellung explizit als eine Form des Gegenüber, die „Verantwortung“ ermöglicht und Reflexion.
Es waren einzelne Bilder, mit denen sich die beiden Maler wechselweise ihre Gedankengänge einsichtig machten. Die Ausstellung „ABSICHT“ ist so der Bild gewordene Bericht eines Begriff bildenden Hin-und-hers. Der Ausstellungsraum wird so zum räumlichen Narrativ – zur Ausstellung eines mythischen Sprachraumes um dialogische Malerei. Ihr geht es um die Klärung und Beherrschung von Sprachmitteln so sehr wie um ihr Vermögen, wirksame Zusammenhänge einsichtig ins Bild zu setzen.
Bei aller sorgfältigen Konzentration auf die gegebenen malerischen Mittel vermag diese Malerei auch abzusehen von sich; (weiß hin zu wenden sich und wieder abzuwenden, weiß zu reflektieren) weiß neben Bild auch viel um Abbild. Sie weiß um ihr Eingebundensein in realen menschlichen Zusammenhang; um kulturellen Kontext.
Beide Künstler betreiben bekennend eine mehrdimensionale Malerei.
Ihre Bilder sprechen abstrakt von Malerei und führen konkret in märchenhafte Bildräume, in denen auch mal ein Fliegenpilz auftaucht, ein Rotkäppchen oder Blumenstrauß. Bei aller asketischen Begrifflichkeit erscheinen die Bilder als die Sinne ansprechende Malerei.

BBK Karlsruhe, Künstlerhaus Karlsruhe (Karlsruhe)

18.02.2018 - 08.04.2018 Jessica Lange - Unseen
KuK - Kunst- und Kulturzentrum der StädteRegion Aachen (Monschau)
Pressemitteilung
Lange Erklärungen, wer Jessica Lange ist, sind überflüssig. Sechs Oscar-Nominierungen unterstreichen ihr Können als Schauspielerin, zweimal sogar erhielt sie die höchste Auszeichnung in der Filmwelt. Dass sie nicht nur vor, sondern auch hinter der Kamera – der Fotokamera – begnadet ist, zeigt die Ausstellung Unseen mit insgesamt 132 Arbeiten, die in zwei Jahrzehnten entstanden sind. Analog zum russischen Künstler Wassily Kandinsky, der behauptete, der Punkt sei die Form, die am prägnantesten die Zeit ausdrücke, und die Linie deren Kontinuität, hängen Langes Bilder – entstanden in einem Sekundenbruchteil – von nichts als dem (vielmehr ihrem) entscheidenden Moment ab, kompromiss- und reuelos.
Langes Fotokunst fokussiert unaufgeregt alles, was im Leben bewegt und das Leben bewegt. Und wie die Worte des US-amerikanischen Fotografen, Galeristen und Mäzens Alfred Stieglitz reflektieren: „Kunst ist, was vom Leben Notiz nimmt, und Leben – oder dessen Bedeutung – lässt sich überall finden.“ Daher beeinflussen Russland, Finnland, Italien, Langes Heimatstaat Minnesota und Big Apple New York als Schauplätze ihrer Motive der ersten Serie Things I see nicht maßgeblich deren Aussagen. Vielmehr sind sie Vorlagen für Szenen, die Langes Aufmerksamkeit erhaschen konnten, auf die sie nun die des Betrachters lenkt. Die zweite Serie der Ausstellung Unseen steht unter dem Titel Mexico, On Scene. Hier zeigt Lange dem Betrachter Mexiko wie in einem persönlichen Reisetagebuch, das aber von den Menschen vor Ort geschrieben wird, und legt das Augenmerk auf Details, die Durchreisende übersehen würden: das Getöse der Volksmusik, den Duft der Dämmerung, den Lichtstrahl in den Schatten.

In Zusammenarbeit mit diChroma Madrid.

KuK - Kunst- und Kulturzentrum der StädteRegion Aachen (Monschau)

09.02.2018 - 27.05.2018 Gemalt, gedruckt, gebraucht. Bild und Buch im Spätmittelalter
Staatsgalerie Stuttgart (Stuttgart)
Pressemitteilung
Gemalt oder gedruckt – farbig mit Gold oder Schwarz-Weiß – vielfältig sind die Erscheinungsformen von Bildern auf Pergament und Papier im Spätmittelalter. Sie illustrieren und schmücken Bücher, sind aber ebenso zur emotionalen Steigerung der Andacht wie zur sinnlichen Freude der Leser gedacht.

Die Erwerbung von sieben kolorierten frühen Kupferstichen aus dem Gebetbuch einer Nonne in Utrecht sowie die Rückkehr eines Kriegsverlustes, das 1506 gedruckte Stundenbuch für Autun mit Metallschnitten, ist Anlass für die Staatsgalerie, den Fokus auf »Bild und Buch« zu richten.

Staatsgalerie Stuttgart (Stuttgart)

28.01.2018 - 28.01.2018 RÜCKBLICK! Projektstipendium KunstKommunikation 17 – Kunst zum Mitmachen und Mitdenken | Finissage d
DA, Kunsthaus Kloster Gravenhorst (Hörstel)
Pressemitteilung
Die Stipendiaten präsentieren die Ergebnisse ihrer Kunstprojekte: „Social Bench/Bank Heat“ von Malte Bartsch, „Buchsbaumanalyse“ von Oliver Gather, „KunstVerzehr“ von Claudia Schmitz & Käthe Wenzel und „Das Gravenhorster MALBUCH“ von Dieter Call & Anja Voigt.

DA, Kunsthaus Kloster Gravenhorst (Hörstel)

28.01.2018 - 01.04.2018 Andreas Rosenthal - Eingraben und Aufschichten. Drucke vom Holz.
Kunstmuseum Singen (Singen)
Pressemitteilung
Andreas Rosenthal zählt zu den Erneuerern des zeitgenössischen Holzschnitts, der besonders im deutschen Südwesten seit den frühen 1990er Jahren eine beeindruckende Renaissance erfuhr und bis heute erfährt. Wiewohl nicht zur „Gruppe“ der Süddeutschen zählend, die mit Felix Droese, Wolfgang Gäfgen, Martina Geist, Peter Guth oder Matthias Mansen wiederholt im Kunstmuseum Singen vorgestellt wurden, ist der in Münster lebende und arbeitende Holzschneider Rosenthal mit Ausstellungen in Schaffhausen, Tuttlingen, Ulm, Albstadt und Reutlingen auch im deutschen Südwesten und im Bodenseeraum bekannt geworden. Das Kunstmuseum Singen zeigt nun, ab 28. Januar, eine konzentrierte Auswahl seiner schwarz-weißen wie farbigen Holzschnitte und Druckstöcke – von ersten Arbeiten aus dem Schlüsseljahr 1992 bis zu den neuesten Serien von heute.

Die Ausstellung im Kunstmuseum Singen zeigt die Werkgruppe der „Steine“ aus den 1990er Jahren; darunter auch die mehrteilige Serie „Regal“, in der 18 Holzschnitte an der Wand in einer Bodenarbeit mit 18 Holzstöcke gespiegelt werden, sowie die 1996 entstandene „Schaffhauser Wand“. Es folgt eine Auswahl aus den bis Mitte der 2000er Jahre entstandenen, unbetitelten Holzschnitten, in denen Andreas Rosenthal die Farbe, den Weißüberdruck und weitere Techniken für sich entdeckt, die sein Repertoire des Holzschnitts und –drucks aus- und erweitern. Aufbauend auf seiner Auseinandersetzung mit Richard Peters (1895-1977) berühmter Nachkriegsfotografie von 1949, welche die Steinfigur der Bonitas (Güte) am Dresdner Rathausturm mit geöffneter Hand schwebend über dem Trümmerfeld der zerbombten Stadt zeigt, bezieht Andreas Rosenthal ab 2015 die Sprache der Gesten, aber auch Schriftzüge in seinen „Chor der Stimmen“ ein. Einmal mehr weitet er so sein Feld des Holzschnitts entschieden aus. Zuletzt schloss sich ein Kreis, indem Andreas Rosenthal die Werkgruppe der „Steine“ nochmals aufgegriffen und neu bearbeitet hat. Ergänzend zur Singener Ausstellung zeigt das Morat-Institut für Kunst und Kunstwissenschaft in Freiburg ab 4. März weitere Holzschnitte Andreas Rosenthals.

Andreas Rosenthal, 1950 in Düsseldorf geboren studierte Kunst an der Akademie Düsseldorf, Abteilung Münster. Früh mit Förderpreisen, Stipendien und Lehraufträgen bedacht, wandte sich der Druckgraphiker, der immer wieder auch experimentell mit Jugendlichen in Workshops gearbeitet hat, 1992 von der Schabzeichnung und vom Linoldruck ab und dem Holzschnitt zu. Wiederholt wurde er dafür mit Arbeitsstipendien und Gastprofessuren in Soest, Bremen, Grimma und Hombroich ausgezeichnet. 2013 gab Rosenthal seinen langjährigen Lehrauftrag an der FH Design, Düsseldorf, zurück und arbeitet seither frei im eigenen Atelier in Münster.

Der aktuelle Katalog: „Eingraben und Aufschichten. Erinnerte Vorahnung. Andreas Rosenthal – Holzschnitte 1992 – 2017. Kloster Bentlage Rheine 2017.“ (148 S., 65 Farbabb. Mit Texten von Gundula Caspary und Fritz Emslander) erscheint zu den Ausstellungen im Stadtmuseum Siegburg, im Kunstmuseum Singen und im Morat Institut Freiburg (€ 25).

Kunstmuseum Singen (Singen)

28.01.2018 - 25.03.2018 Druck. Graphik. Werke aus der Sammlung des Kunstmuseums Singen.
Kunstmuseum Singen (Singen)
Pressemitteilung
Die Ausstellung präsentiert parallel zur Sonderausstellung "Andreas Rosenthal - Eingraben udn Aufschichten. Drucke vom Holz." Druckgraphiken aus dem eigenen Bestand. In Erweiterung der Sonderausstellung spannt die Sammlungsschau den Bogen von der Kunst moderner Druckgraphik und des Holzschnitts von Erich Heckel über HAP Grieshaber bis hin zur aktuellen Druckgraphik unserer Zeit.

Bild: Erich Heckel, A. N. (Portrait Asta Nielsen), 1919, Holzschnitt, Kunstmuseum Singen, (c) VG Bild-Kunst, Bonn

Kunstmuseum Singen (Singen)

25.01.2018 - 08.04.2018 Max-Peter Näher - Eine Menge Leben
Museum Schloss Ettlingen (Ettlingen)
Pressemitteilung
In Kooperation mit dem Kunstverein Wilhelmhöhe e.V., zeigt das Museum Ettlingen aus Nähers Oeuvre Malerei mit den Themen Landschaft, Menschen im Raum und einigen selten gezeigte Miniaturen. Ab dem 10. März wird die Ausstellung durch das zeichnerische Werk ergänzt, das im Kunstverein Wilhelmshöhe e.V. gezeigt wird.
"Nähers Kunst verfolgte (...) mit jedem vielstimmigen, sinnlich aufregenden Bild, in dessen Farben man mitunter die Augen baden kann, spielerisch und doch angenehm hartnäckig das Projekt, sich und den Betrachter zu befreien von einsinnigen Sehweisen, einäugiger Perspektive, Einengungen und Festlegungen." (Dr. Kirsten Voigt - Textauszug aus dem Katalog 2011)

Museum Schloss Ettlingen (Ettlingen)

21.01.2018 - 11.02.2018 Sehnsucht Schönheit: Menschen, Dinge, 2 Generationen - Dialog und Differenz
BBK Karlsruhe, Künstlerhaus Karlsruhe (Karlsruhe)
Pressemitteilung
PRESSEMITTEILUNG

Sehnsucht Schönheit: Menschen, Dinge, 2 Generationen - Dialog und Differenz

Reinhard Dassler / Lars Lehmann

Malerei

Künstlerhaus Karlsruhe

Vernissage: Sonntag, 21.01.18 um 11 Uhr
Einführung: Dr. Chris Gerbing - Kunsthistorikerin
Musikalische Begleitung: -

Ausstellungsdauer: von 21.01.18 bis 11.02.18
Öffnungszeiten: Mi-Fr 17-19 h, Sa-So 14-18 h, an Feiertagen geschlossen

Begleitende Veranstaltungen:
Lesung: -
Vortrag: -

Finissage: -

Text zur Ausstellung und Künstlerin/nen

Reinhard Dassler - Lars Lehmann
Sehnsucht Schönheit: Menschen, Dinge
2 Generationen – Dialog und Differenz
Die Ausstellung „Sehnsucht Schönheit“ vereint Werke zweier gegenständlich arbeitender Maler
unterschiedlichen Alters, deren Ähnlichkeit verblüfft, obwohl sie sich erstmals im Frühjahr 2017
in Karlsruhe begegnet sind.
Reinhard Dassler ist der Altmeister des Figuren-Stillleben-Interieurs, ehemaliges Mitglied der
Künstlergruppe „Die Unzeitgemäßen“ (u.a. mit Helmut Goettl und Klaus Langkafel). Er begegnet Lars Lehmann, dem 2017 in die Umgebung von Karlsruhe gezogenen norddeutschen Stilllebenmaler.
Sie vereint die Sehnsucht, Schönheit auch in den einfachen Dingen des Alltags zu finden.
Die Überfüllung der Welt in der Konsum-Wegwerfgesellschaft, die Möglichkeit von Individualität
in der Masse, das Scheitern moderner Gestaltungsutopien und eine dicht und tief gestaffelte
Hintergründigkeit bilden den Resonanzraum für ihre brillant gemalten Bilder.
Zeichnungen, Pastelle, Gouachen, Acrylbilder und die aufwändige Schichtenmalerei zeigen
das ganze Feld ihres langjährigen künstlerischen Schaffens.


BBK Karlsruhe
Am Künstlerhaus 47, 76131 Karlsruhe
www.bbk-karlsruhe.de / info@bbk-karlsruhe.de
Fon: 0721 / 37 33 76
Fax: 0721 / 9374745

BBK Karlsruhe, Künstlerhaus Karlsruhe (Karlsruhe)

20.01.2018 - 08.04.2018 Out of Office. Büro-Kunst oder das Büro im Museum
Staedtische Galerie Bietigheim-Bissingen ( Bietigheim-Bissingen)
Pressemitteilung
Unter dem Begriff »Büro-Kunst« lässt sich vieles verstehen. Gemeint ist weniger, was man sich an die Wände neben seinen Schreibtisch hängt. Die Ausstellung »Out of Office« zeigt vielmehr, welchen Blick Künstler auf das Büro als Ort, als Materialfundgrube und als Sujet haben. Selbst im zunehmend digitalen Büro bleiben viele spezifische Hilfsmittel in Verwendung, die Künstler anregen und die sie in neue Konstellationen bringen. Durch diese Art der Verfremdung offenbaren sie uns eine ästhetische Seite des Arbeitsplatzes, für die wir in unserer täglichen Routine meist blind sind.

Andere Kunstschaffende stellen die Abläufe des Büros ins Zentrum: Ordnen, Verwalten, Sortieren, Regulieren. Praktiken der Arbeitswelt eignen sie sich an und führen sie gerade durch ihre überrigorose Befolgung ins Absurde. Gleichzeitig ist es der Ort selbst, der die Künstler fasziniert. Das Büro ist ein abgegrenzter Lebensraum, in dem sich mit den Büropflanzen nicht nur eine eigene Vegetation entwickelt hat, sondern auch ein eigener Bürohabitus mit seltsamem Vokabular. Das Büro wird seinen angestammten Räumen enthoben und ins Museum entführt. Der neue Kontext macht das System in all seinen Facetten sichtbar. So thematisiert die Ausstellung in Malerei, Installation, Video und Fotografie die weite respektive enge Welt des Büros. Dabei reicht die Spanne von Materialien und Maschinen, die wir kaum noch kennen, bis hin zur gängigen Abwesenheitsnotiz, die ganz in unser E-Mail-Zeitalter gehört : »Out of Office«.

Die Künstlerinnen und Künstler:
Hartmut Böhm (*1938)
Monika Brandmeier (*1959)
Hanne Darboven (1941–2009)
Beate Engl (*1973)
Harun Farocki (1944–2014)
Nadine Fecht (*1976)
Henk van Gerner (*1942)
Rolf Glasmeier (1945–2003)
Saskia Groneberg (*1985)
Tina Haase (*1957)
Annegret Hoch (*1969)
Dirk Krecker (*1972)
Florian Lechner (*1981)
Lilly Lulay (*1985)
Thomas Neumaier (*1948)
Peter Piller (*1968)
Haleh Redjaian (*1971)
Peter Roehr (1944 –1968)
Karin Sander (*1957)
Fiene Scharp (*1984)
Ignacio Uriarte (*1972)
Matten Vogel (*1965)
Denise Winter (*1983)
Ruth Wolf-Rehfeldt (*1932)
Beat Zoderer (*1955

Begleitprogramm

Öffentliche Führungen
Sonntag, 28. Januar, 11.30 Uhr
Sonntag, 11. Februar, 11.30 Uhr
Sonntag, 25. Februar, 16.30 Uhr
Sonntag, 11. März, 11.30 Uhr
Sonntag, 25. März, 11.30 Uhr
Sonntag, 8. April, 16.30 Uhr

After-Work-Führungen
(30 Min.) mit Apéritif
Dienstag, 6. Februar, 16.30 Uhr
Mittwoch, 21. Februar, 17 Uhr
Donnerstag, 8. März, 17.30 Uhr
Donnerstag, 22. März, 18 Uhr

Führung für Lehrkräfte
Montag, 22. Januar, 17 Uhr

Henning Schmidtke: Hetzkasper
– zu blöd für Burnout
Auszüge aus dem aktuellen
Kabarett-Programm mit Kurzführungen
in der Ausstellung
Freitag, 26. Januar, 16 Uhr
Anmeldung: 07142 74-483
Um 20 Uhr tritt Henning
Schmidtke mit dem kompletten
Kabarett- und Musikprogramm
im Kleinkunstkeller auf.


Workshops
für Kinder und Jugendliche

Etikettenschwindel –
Kleb’ Dir was Schönes
Samstag, 27. Januar
14.30 –
17.30 Uhr
für Kinder von 6 bis 10 Jahren
Out of Office into Music –
Instrumente aus Büroartikeln
Gründonnerstag, 29. März
10 –14 Uhr
für Kinder von 8 bis 12 Jahren
Workshopwochen
für Schulklassen aller
Altersstufen
19. Februar bis 9. März, Uhrzeit
nach Absprache. Im Anschluss
wird eine Auswahl der kreativen
Ergebnisse ausgestellt!
Anmeldung für alle Workshops:
07142 74 -483
Die Museumspädagogik wird
großzügig unterstützt durch die
HERMA GmbH

Studioausstellungen
ProThesen · Installation
von Sabine Braun
noch bis 4. Februar 2018
Die aus Bietigheim stammende
Fotokünstlerin Sabine Braun
(*1967) setzt sich in einer
raumfüllenden Installation mit
der historischen Person Luthers
und den Folgen der Reformation
in gewohnt kritischer
Manier auseinander.

Begleitprogramm

Ausstellungsgespräche mit der Künstlerin
Sabine Braun im Gespräch mit Dr. Isabell Schenk-Weininger
Donnerstag, 7. Dezember, 18.30 Uhr
Sabine Braun im Gespräch mit Dr. Petra Lanfermann
Sonntag, 4. Februar, 16.30 Uhr


Flüge ins Paradies
Linolschnitte
von Johannes Hewel
noch bis 18. März 2018
Der Grafiker, Maler, Glaskünstler
und langjährige Stuttgarter
Akademie-Professor Johannes
Hewel (1947–2009) schuf über
40 Jahre lang sein umfangreiches
»Linolithikum«: Symbolgeladene
Formen wie auch
fremdartige Zeichen, welche
sich aus seinen ausgedehnten
Reisen speisten.

Begleitprogramm

Ausstellungsgespräche
mit Weggefährten J. Hewels
Prof. Rolf Bier, Akademie der
Bildenden Künste Stuttgart
langjähriger Kollege des Künstlers
Donnerstag, 23. November, 18.30 Uhr
Susanne Neuner, Lebensgefährtin,
und Prof. Dr. Michael Koch,
langjähriger Freund des Künstlers
Sonntag, 18. März, 11.30 Uhr

Workshop für Kinder
Paradiesische Grüße
für Kinder von 8 bis 12 Jahren
Samstag, 3. März 2018,
14.30 –17.30 Uhr
Anmeldung: 07142 74 - 483


Öffnungszeiten
Dienstag, Mittwoch, Freitag
14 –18 Uhr
Donnerstag 14 –20 Uhr
Samstag, Sonntag 11–18 Uhr
Karfreitag – Ostermontag 11–18 Uhr

Eintritt frei
Öffentliche Führung 3 €
After-Work-Führung 3 €
Kabarett mit Kurzführung 12 € /10 €
Private Gruppenführung 55 € / 65 €
Workshop 5 €
Führungen für Gruppen und
Schulklassen nach telefonischer
Vereinbarung

Katalog 19,90 €
In Kooperation mit dem Museum
für Konkrete Kunst Ingolstadt

Staedtische Galerie Bietigheim-Bissingen ( Bietigheim-Bissingen)

12.01.2018 - 11.02.2018 WHY KNOT? Rhizome – Connection – Icon. Sabine Schäfer. Audio-visuelle Rauminstallation
GEDOK Künstlerinnenforum Karlsruhe (Karlsruhe)
Pressemitteilung
Kuratiert von Dr. Annette Hünnekens und Sabine Schäfer

Vernissage am Freitag, 12.01.2018 um 19 Uhr
Einführung: Dr. Annette Hünnekens
SolarSonical Insects, Konzertinstallation mit Carolin E. Fischer, Blockflöten

Die Medienkunstausstellung bespielt zwei unterschiedliche Räumlichkeiten und setzt der Kunst im Galerieraum der GEDOK Karlsruhe auch Werke der Kunst für den öffentlichen Raum hinzu.

Aktuell gehen Technologie und Naturwissenschaft zunehmend vielfältige kommunikative Verbindungen nach Regeln kreativer Verknüpfung ein. Die dabei entstehenden Hybride haben nicht nur neue Materialeigenschaften, sondern können immer auch mit Blick auf ihre Codes gelesen werden. Im Spannungsfeld zwischen der naturhaften Welt der Rhizome und der abstrahierten Welt der Zeichen und Ikone werden Verbindungsmuster zwischen analog und digital wahrnehmbar.

Die Ausstellung, konzipiert als audio-visuelle Rauminstallation, bringt nicht nur Licht zum Klingen, sondern zeigt in den Arbeiten und Kooperationen von Sabine Schäfer, wie Verknüpfungen in unterschiedlichen Dimensionen ein unsere Zeit prägendes synästhetisches Erleben analoger Welt und digitaler Realität hervorbringen.

„Leuchtender Klang“ als „werdendes Sein“ in Raum und Zeit – „klingendes“ Licht als „seiendes Werden“ von Zeit und Raum. ( Sabine Schäfer/Joachim Krebs, 2009)

Sabine Schäfer, Komponistin und Medienkünstlerin, lebt und arbeitet in Karlsruhe. Sie gilt als Pionierin in der Raumklangkunst. Für die Entwicklung ihrer „TopoPhonien“ erhielt sie 1993 den Siemens Medienkunstpreis. Als Solokünstlerin wie auch als Künstlerpaar Sabine Schäfer/Joachim Krebs entwickelte sie eine Vielzahl von installativen audio-visuellen Werken. Für die Architektur Zaha Hadids kreierten die Künstler eine begehbare Rauminstallation für das Science Center phaeno Wolfsburg. Ihre Werke sind Bestandteil der Sammlung der Stadt Wolfsburg und des ZKM Karlsruhe.


Begleitprogramm

KNOT I: 20.01.2018, 19 Uhr

Live-Performance mit Studierenden der Hochschule für Gestaltung HfG Karlsruhe, Leitung und Kurator Dr. Paul Modler

KNOT II: 07.02.2018, 17 Uhr

„Kommunikation als Prozesse des Lebens“ Veranstaltung im Rahmen der AWWK Akademie für Wissenschaftliche Weiterbildung Karlsruhe mit Sabine Schäfer, Gäste: Jacques Hawecker (ehem. technisch-wissenschaftlicher Mitarbeiter im Labor für Elektronenmikroskopie des KIT) und Lorenz Schwarz (Medienkünstler).

Begrenzte Teilnehmerzahl. Anmeldung per Email: awwk@awwk-karlsruhe.de oder Tel. 0721-608-47974

KNOT III: 07.-11.02.2018
Lichtklang-Objekt von Lorenz Schwarz, exklusiv eingerichtet für die Wiedergabe der klangmikroskopischen Kompositionen von und Sabine Schäfer (Weltpremiere)

KNOT IV: 11.02.2018, 16 Uhr Finissage

Live-Performances und Gespräch
mit Carolin E. Fischer, Dr. Annette Hünnekens, Dr. Paul Modler, Sabine Schäfer, Lorenz Schwarz.

Weitere Highlights der Ausstellung

Lichtklang-Objekt von Lorenz Schwarz (07.-11.02.2018 / Weltpremiere)
Pflanz-Objekt GREENCODE mit Ulrich Singer (dauerhaft / neues Werk)

in Kooperation mit Hochschule für Gestaltung (HfG) Karlsruhe;
Computerstudio der Hochschule für Musik Karlsruhe; Joint Research Center (JRC) der Europäischen Kommission; Karlsruher Institut für Technologie (KIT); Max-Planck Institut für Sonnensystemforschung (MPS); NASA; Staatl. Museum für Naturkunde Karlsruhe (SMNK) und dem Zentrum für Kunst und Medien (ZKM) Karlsruhe.

GEDOK Künstlerinnenforum Karlsruhe (Karlsruhe)

16.12.2017 - 11.03.2018 Mut zur Freiheit. Informel aus der Sammlung Anna und Dieter Grässlin im Dialog
Städtische Galerie Karlsruhe (Karlsruhe)
Pressemitteilung
Krustige Oberflä­chen, verlau­fende Farbspuren, Chaos und Struktur: In der Kunst des In­for­mel, der Avantgarde der 1950er Jahre, war die Zerstö­rung ­des Krieges noch präsent.

Nach Jahren der na­tio­nal­so­zia­lis­ti­schen Mal- und Denkver­bote begann insbe­son­de­re ­für die deutschen Künstler eine Phase des Aufbruchs und der Neu­ori­en­tie­rung. Sie schöpften aus den Errun­gen­schaf­ten der klas­si­schen Moderne, vernetzten sich in Künstler­grup­pen und er­schlos­sen sich die zeitge­nös­si­sche Szene in Paris und den USA.

Die Ausstel­lung zeigt erstmals ­die bedeutende Sammlung infor­mel­ler Kunst des Un­ter­neh­mer­ehe­paars Anna und Dieter Grässlin aus St. Georgen. Die Sammlung reprä­sen­tiert mit hochka­rä­ti­gen Werken das breite ­Spek­trum der infor­mel­len Ausdrucks­for­men: Malerei, drei­di­men­sio­nale Objekte sowie Druck­gra­fik und Zeichnung.

Mit über hunder­t ­Ex­po­na­ten von zwölf Künstlern aus den Jahren 1946 bis 1974 veran­schau­licht ­die Ausstel­lung die Vielge­stal­tig­keit des Informel. Ausge­hen­d von Bildern Jean Fau­triers und Wols, die als Wegbe­rei­ter dieser künst­le­ri­schen Hal­tung in die Kunst­ge­schichte eingingen, präsen­tiert der Rund­gang Werke von Peter Brüning, Carl Buchheis­ter, K.F. Dahmen, K.O. Götz, Gerhard Hoehme, Erich Hauser, Emil ­Schu­ma­cher, Bernard Schultze, K.R.H. Sonderborg und Fred Thieler.

Im Dialog mit der Sammlung Anna und Dieter Grässlin werden ausge­wählte Exponate aus dem Bestan­d ­der Städti­schen Galerie Karlsruhe gezeigt.

Die Ausstel­lung ist eine ­Ko­ope­ra­tion mit dem Mittel­rhein-Museum Koblenz (23.06. - 1.10.2017), Karlsruhe ist die zweite Station mit erwei­ter­ter ­Kon­zep­tion. Es erscheint ein gemein­sa­mer Katalog.

Foto: Peter Brüning – Ohne Titel, 1960 | © VG Bild-Kunst, Bonn 2017

Städtische Galerie Karlsruhe (Karlsruhe)

09.12.2017 - 04.03.2018 Juden, Christen und Muslime Im Dialog der Wissenschaften 500-1500
Martin-Gropius-Bau Berlin (Berlin)
Pressemitteilung
Unsere heutige wissenschaftliche Welt steht auch auf den Schultern jener jüdischen, christlichen und muslimischen Gelehrten, die im Mittelalter Schriften der Antike übersetzten, zuerst im Nahen Osten ins Arabische und dann in Europa – zu Beginn in Süditalien und Spanien – aus dem Arabischen ins Lateinische. Die Bedeutung des Wissenstransfers in dieser Epoche kann nicht überschätzt werden, auch wenn das nicht der einzige Überlieferungsstrang gewesen ist. So ist etwa die Rezeption der Schriften des Aristoteles im mittelalterlichen Europa im Wesentlichen dieser Übersetzertätigkeit zu verdanken.

Im 9. Jahrhundert war in Bagdad das „Haus der Weisheit“ begründet worden, von dem eine rege Übersetzungstätigkeit ausging: persische, aramäische, syrische, hebräische, indische (Sanskrit), und lateinische Schriften wurden dort ins Arabische übertragen, von jüdischen, christlichen und sabäischen Gelehrten. Dort unterrichtete auch der Universalgelehrte Al-Chwarizmi (780–850), dem wir einen heute sehr aktuellen Begriff verdanken, den des Algorithmus, entstanden aus einer Verballhornung seines Namens.

Die Ausstellung, erarbeitet von der Österreichischen Nationalbibliothek, widmet sich dieser überragenden Phase einer Begegnung der Kulturen. Vier große Schriftkulturen werden vorgestellt: die hebräische, die griechische, die arabische und die lateinische. Religiös motivierte Fragestellungen konnten zwar die Akzeptanz kulturübergreifender Erkenntnisse verhindern, gaben jedoch auch vielfach erst den Anstoß für wissenschaftliche Auseinandersetzungen.

Foto:
Detail Avicenna im Kreis disputierender Ärzte, Herbarium, Verona oder Venetien, spätes 15. Jh., Cod. 5264, fol. IVv
© Österreichische Nationalbibliothek

Martin-Gropius-Bau Berlin (Berlin)

09.12.2017 - 15.04.2018 Erich Kuithan. Retrospektive zum 100. Todestag. Malerei, Zeichnung und Kunsthandwerk
Kunstsammlung Jena (Jena)
Pressemitteilung
Erich Kuithan ist ein Maler der Jahrhundertwende, der ohne eindeutige Zuordnung zwischen Jugendstil, Symbolismus und Expressionismus pendelt. Als Retrospektive möchte die Ausstellung einen Überblick über die Schaffensphasen des Künstlers geben und so das Gesamtwerk Kuithans vermitteln. Sein bildgewaltiges OE uvre ist umfangreich und umfasst allein im Bestand der Kunstsammlung Jena 648 Werke und Werkgruppen.
Die Ausstellung versammelt nun eine Auswahl von etwa 75 bildnerischen Arbeiten aus dem künstlerischen Nachlass, darunter mehrere seiner wichtigsten Werke. Porzellane aus dem Bestand des Stadtmuseums Jena und einige Leihgaben komplettieren die Schau.

Kunstsammlung Jena (Jena)

08.12.2017 - 02.04.2018 Der Meister von Meßkirch Katholische Pracht in der Reformationszeit
Staatsgalerie Stuttgart (Stuttgart)
Pressemitteilung
Erstmals widmet die Staatsgalerie Stuttgart dem Meister von Meßkirch, einem der bedeutendsten deutschen Maler der Frühen Neuzeit, eine umfassende monographische Ausstellung, in der ein Großteil seiner heute verstreut in Museen und Privatsammlungen Europas und der USA befindlichen Tafelbilder und Zeichnungen vereint zu sehen sind.
Seine koloristisch außergewöhnlichen Bilder – darunter der umfangreiche Altarzyklus aus der Kirche St. Martin in Meßkirch von 1535/38 – beanspruchen höchstes historisches Interesse, da sie – im Unterschied zu der sich in Württemberg fast flächendeckend durchsetzenden Reformation – das regionale Festhalten am altgläubigen Bekenntnis dokumentieren.
Die annähernd 200 Exponate umfassende Ausstellung beleuchtet das Wirken des Meisters von Meßkirch und setzt sein Schaffen mit Werken von Künstlern wie Albrecht Altdorfer, Hans Baldung Grien, Lucas Cranach d. Ä. und Albrecht Dürer in den Kontext seiner Zeit.

Staatsgalerie Stuttgart (Stuttgart)

03.12.2017 - 21.01.2018 "Vom Missbrauch des Glücks" - Heutige Künstlerinnen und Künstler im Dialog mit Heinrich Aldegrever
Kunstverein Kreis Soest e. V. (Soest)
Pressemitteilung
Heinrich Aldegrever (1502 – 1555/61) gehört zu den bedeutendsten deutschen Kupferstechern im 16. Jahrhundert. Er steht in der Nachfolge Albrecht Dürers. In Paderborn geboren, hatte er seine Werkstatt zeitlebens in Soest, wo er unter der Bürgerschaft zu großem Ansehen gelangte.
Heinrich Aldegrever gehörte zu den eifrigsten Parteigängern der Reformation, für deren Sieg er sich in Soest tatkräftig einsetzte.
In seinen Kupferstichen spiegelt sich die Welt der Renaissance, des Humanismus und der Reformation. Nach der Einführung der Soester Kirchenordnung von 1531 unterstützte er mit seinen graphischen Werken die neue Lehre und gab den Menschen seiner Zeit Bildimpulse für ein gottgefälliges Leben.
In der Folge „Vom Missbrauch des Glücks“ (1549/50) personifizieren weibliche Figuren menschliche Eigenschaften und moralische Begriffe.
Wie reagieren heutige Künstlerinnen und Künstler auf die Motive Aldegrevers? Das war die zentrale Frage der Ausschreibung zu dieser Ausstellung. Das Ergebnis überraschte. Die Tugenden und Laster, wie sie Heinrich Aldegrever benannte, wurden offensichtlich eingehend reflektiert. Man setzte sich mit ihnen auseinander, mal nachdenklich, mal gesellschaftskritisch, ironisch, aggressiv, einfühlsam, insgesamt sehr schöpferisch.
Die Positionen von 46 ausgewählten Künstlerinnen und Künstlern werden in dieser Ausstellung nunmehr vorgestellt.
Detaillierte Informationen enthält ein „Ausstellungsbegleiter“.

Kunstverein Kreis Soest e. V. (Soest)

02.12.2017 - 25.02.2018 Winterlicht – lucid dreams | Betty Rieckmann | Lichtinstallationen | Eröffnung: 02.12. um 16.00 Uhr
DA, Kunsthaus Kloster Gravenhorst (Hörstel)
Pressemitteilung
Licht ist kein greifbares Medium wie Farbe oder Metall. Licht alleine kann nicht gesehen werden. Es braucht einen Träger, einen „Sichtbarmacher“. Gerade hier liegt die Herausforderung für die international arbeitende Lichtkünstlerin Betty Rieckmann.

DA, Kunsthaus Kloster Gravenhorst (Hörstel)

02.12.2017 - 08.12.2018 Niki de Saint Phalle und das Theater At Last I Found The Treasure. Skulpturen, Installationen, Gra
Kunstsammlung Jena (Jena)
Pressemitteilung
Die Ausstellung „Niki de Saint Phalle und das Theater – At Last I Found the Treasure“ würdigt erstmals Niki de Saint Phalles Arbeit für das Theater. Nahezu einhundert Objekte, Modelle, Siebdrucke, Plakate und Dokumente zeugen von der Kraft, mit der die Künstlerin die performative Kunst und das Theater der 1960er-Jahre beeinflusst hat. In der von Beate Kemfert für die Opelvillen Rüsselsheim erarbeiteten Ausstellung werden jene Impulse deutlich, mit denen Niki de Saint Phalle Kunst und Publikum auf neue Art und Weise vereinen kann. Gemeinsam mit den Kunstschaffenden der New Yorker Avantgarde, den Künstlern der Nouveaux-Réalistes in Paris und den Theaterpionieren in Kassel in den 1960er-Jahren verfolgt Niki de Saint Phalle das Ziel, der Kunst neue Möglichkeiten zu eröffnen. Das umfangreiche Ausstellungsprojekt ist in enger Kooperation mit der Niki Charitable Art Foundation in Santee, Kalifornien, USA entstanden.

Kunstsammlung Jena (Jena)

26.11.2017 - 14.02.2018 EINFACH MALEN! Zur Erinnerung an Brigitte Loeper Ausstellung im Museum Wilhelm Morgner, Soest
Kunstverein Kreis Soest e. V. (Soest)
Pressemitteilung
Nach dem tragischen Tod der Künstlerin vor vier Jahren wurde ihr Nachlass gesichtet, womit ein repräsentativer Überblick über das Gesamtwerk vorliegt. Ihre dichte, expressive Malerei wandelte sich in ihren letzten Lebensjahren. Sie setzte die Fraben ihrer Bilder sorgfältig in den von ihr bevorzugten Regenbogenlasuren, wodurch ihr Gestaltungswille komplentative Züge annahm.

Kunstverein Kreis Soest e. V. (Soest)

24.11.2017 - 02.04.2018 Rebecca Horn. Hauchkörper als Lebenszyklus
Lehmbruck Museum (Duisburg)
Pressemitteilung
Ausstellung der Wilhelm-Lehmbruck-Preisträgerin 2017

Die Werke Rebecca Horns nehmen uns unmittelbar gefangen, sie fesseln unsere Aufmerksamkeit und verankern sich in unserem Gedächtnis. Bewegliche Skulpturen bekommen ein Eigenleben und führen uns in Räume des Unbewussten jenseits der Alltagswelt.

Die Ausstellung zeigt erstmals die neuesten raumgreifenden Installationen der Künstlerin, die Hauchkörper: Überlebensgroße, spitze Stäbe aus Messing bewegen sich in präzise komponierten Choreographien aufeinander zu und voneinander weg. Die unendlich scheinende Bedächtigkeit ihrer Bewegungen wirkt meditativ: Sie verlangsamt uns und führt zur Versenkung in unser Inneres. Zyklische Bewegungen prägen viele der Werke Rebecca Horns von Performances der 1970er Jahre über ihre Spielfilme der 1980er bis hin zu aktuellen kinetischen und skulpturalen Werken. Im Zentrum steht der Mensch und seine Seele, der Mensch auch mit seinen dunklen Seiten, mit seinen Apparaturen, die er sich selbst geschaffen hat, der Mensch mit seiner Fähigkeit, seine eigenen Unzulänglichkeiten durch Schönheit zu überwinden.

Lehmbruck Museum (Duisburg)

24.11.2017 - 18.02.2018 Von Beckmann bis Jawlensky Die Sammlung Frank Brabant in Schwerin und Wiesbaden
Staatliches Museum Schwerin / Ludwigslust / Güstrow (Schwerin)
Pressemitteilung
Ausstellung in der Galerie Alte & Neue Meister Schwerin

Frank Brabant, der in Schwerin geboren und aufgewachsen ist und sich später in Wiesbaden eine Existenz als erfolgreicher Geschäftsmann aufbaute, hat im Laufe seines Lebens eine beachtliche Kunstsammlung zusammengetragen. Die Sammlung umfasst das ganze 20. Jahrhundert angefangen von Bonnard und Toulouse-Lautrec bis zu Penck und Lüpertz, der Schwerpunkt liegt aber bei Werken des Expressionismus und der Neue Sachlichkeit.

Angefangen hat alles mit einem Holzschnitt von Max Pechstein, den Frank Brabant sich von dem Geld kaufte, das er eigentlich für seinen ersten VW-Käfer gespart hatte. Später kamen Werke von Alexej von Jawlensky, Ernst Ludwig Kirchner, August Macke Georg Tappert, Emil Nolde, Otto Dix, Max Beckmann und viele anderen hinzu. Über 500 Werke umfasst die Sammlung heute. Neben den „großen Namen“ sind viele Maler der „Verschollenen Generation“ vertreten – Künstler, die in der Nazizeit verfemt wurden und nach dem Krieg nicht mehr an frühere Erfolge anknüpfen konnten. Die Bilder spiegeln in vielen Fällen die sozialen Missstände in der Weimarer Republik und geben zugleich einen Überblick über das damalige Kunstgeschehen.

Frank Brabant will seine Kunstsammlung nach seinem Tod je zur Hälfte dem Museum Wiesbaden und der Galerie Alte & Neue Meister des Staatlichen Museums Schwerin schenken. Die Ausstellung zeigt heute schon die Werke, die die Sammlung des Schweriner Museums in Zukunft ergänzen werden. Bisher besitzt das Museum nur wenige Werke, die dem Expressionismus oder der Neue Sachlichkeit zu zurechnen sind, insofern schließt diese Schenkung eine Lücke. Besonders augenfällig wird die Bedeutung der Stiftung für die Sammlung des Museums an einem Gemälde von Heinrich Ehmsen. Bei dem Werk in der Sammlung Brabant handelt es sich um die Vorstudie zu dem Gemälde Der Angler von Cassis, das sich bereits seit 1968(?) im Bestand des Staatlichen Museums befindet.

Auch das Museum Wiesbaden stellt in einer Ausstellung im Sommer 2018 seinen Teil der Sammlung vor. Zu beiden Ausstellungen erscheint ein gemeinsamer Katalog, der die Sammlung Frank Brabant noch einmal als Ganzes würdigt. Anhand der Sammlung wird hier nicht nur die Kunst des Expressionismus und der Neuen Sachlichkeit, sondern auch die Vernetzung der Künstler und Gruppierungen untereinander vorgestellt.

Staatliches Museum Schwerin / Ludwigslust / Güstrow (Schwerin)

18.11.2017 - 04.03.2018 James Rosenquist Eintauchen ins Bild
Museum Ludwig (Köln)
Pressemitteilung
18. November 2017 – 4. März 2018
Eröffnung: Freitag, 17. November 2017, 19 Uhr

Mit der groß angelegten Ausstellung von James Rosenquist (1933-2017) stellt das Museum Ludwig die Werke dieses bedeutenden Künstlers der amerikanischen Pop Art dezidiert im Kontext ihrer kulturellen, sozialen und politischen Dimension vor. In der Zusammenschau mit teilweise noch nicht öffentlich präsentierten Archivunterlagen, vom Künstler als Quellenmaterial bezeichneten Collagen und vielen der zugrunde liegenden Originalanzeigen aus alten Life-Magazinen wird ein historischer Kosmos erschlossen. Denn die Bildfindungen von James Rosenquist resultierten in großem Maße aus seinem ausgesprochenen Interesse an den gesellschaftlichen und politischen Ereignissen seiner Zeit.

Ein gutes Beispiel hierfür ist die beeindruckende Rauminstallation F-111, eine der Ikonen der Pop Ära. Rosenquist schuf sie 1964-65, inmitten eines der politisch turbulentesten Jahrzehnte der USA. Als Hauptmotiv wählte er das Kampfflugzeug F-111, die sich damals in der Entwicklung befindende neueste Hochtechnologiewaffe, und kombinierte es in verstörender Weise mit Bildern amerikanischen Alltagskonsums. Das Gemälde umschließt die Betrachter*innen von allen Seiten. In eingebauten Aluminiumpanelen gespiegelt, werden sie selbst Teil des Werkes und sind aufgefordert zu hinterfragen, was sie sehen. Neben diesem Schlüsselwerk aus der Sammlung des MoMA präsentiert die Ausstellung mit Horse Blinders (1968-69) und Horizon Home Sweet Home (1970) erstmals gemeinsam alle drei Rauminstallationen, die Rosenquist für die legendäre Castelli Gallery schuf.

Das Bestreben, die Betrachter*innen in das Bild hineinzuziehen, sie visuell und physisch, emotional und intellektuell zu involvieren, spricht auch aus dem dreiteiligen Werkensemble The Swimmer in the Econo-mist, das Rosenquist 1997–1998 für Berlin schuf. Auf dem über 27 Meter langen Hauptgemälde werden Picassos Guernica wie auch andere Versatzstücke eigener und kollektiver Geschichte und Identität in einem verstörenden Zeitstrudel erfasst, der rasante Umbruchsituationen nicht nur deutscher Identität verbildlicht.

Die Ausstellung verfolgt den zentralen Aspekt des „Eintauchens ins Bild“, wie der Künstler es selbst nennt, und bietet gleichzeitig einen breit angelegten Überblick des Schaffens von James Rosenquist. Die collagehaften Gemälde der 1960er-Jahre, aus denen deutlich Rosenquists Herkunft als Plakatmaler riesiger Werbeflächen am Times Square spricht, sind gleichermaßen zu sehen wie biografisch motivierte Bilder der 1970er-Jahre oder Verarbeitungen kosmischer Raumphänomene in großformatigen späteren Gemälden.
James Rosenquist hat Konzept und Werkauswahl dieser Ausstellung noch selbst autorisiert und den Entwicklungsprozess von Beginn an begleitet. Nun wird dies die erste große Museumsausstellung als Hommage an den am 31. März diesen Jahres verstorbenen Künstler. Neben Arbeiten der eigenen Sammlung und großzügigen Leihgaben von James Rosenquist selbst werden wichtige Werke aus Museen wie dem MoMA und dem Guggenheim Museum in New York, dem Centre Georges Pompidou in Paris oder dem Moderna Museet in Stockholm gezeigt.

Die Ausstellung wird von der Peter und Irene Ludwig Stiftung, der Terra Foundation for American Art sowie der Gesellschaft für Moderne Kunst am Museum Ludwig unterstützt. Die Restaurierung des Werks Horse Blinders wird ermöglicht vom Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen sowie der Wüstenrot Stiftung. Im Anschluss wird die Ausstellung im ARoS Aarhus Kunstmuseum in Dänemark zu sehen sein.

Kuratoren: Stephan Diederich, Yilmaz Dziewior

Katalog
Zur Ausstellung erscheint ein Katalog in deutscher und englischer Sprache im Prestel Verlag mit Essays von Sarah Bancroft, Stephan Diederich, Yilmaz Dziewior, Isabel Gebhardt, Tim Griffin, Tom Holert, Tino Graß sowie teilweise erstmalig veröffentlichten Archivunterlagen wie den Gemälden zugrunde liegenden Anzeigen aus alten Life-Magazinen und den daraus geschaffenen Collagen, 336 Seiten mit 475 Farbabbildungen und 3 Ausklapptafeln, 49,95 EUR.

Web und Social Media
Zur Ausstellung kommuniziert das Museum Ludwig auf seinen Social Media-Kanälen mit den Hashtags #MLxJR und #museumludwig
Facebook/Instagram/Twitter/Vimeo: @Museum Ludwig – www.museum-ludwig.de

Museum Ludwig (Köln)

12.11.2017 - 10.03.2018 Alfonso Hüppi (im 2-RAUM des Museum Art.Plus)
Museum Art.Plus (Donaueschingen)
Pressemitteilung
Die Kunst des zweimaligen documenta-Teilnehmers Alfonso Hüppi (*1935 in Freiburg; lebt und arbeitet in Baden-Baden und Namibia) ist vielseitig und reicht von Zeichnung, Grafik und Malerei über Skulptur und Reliefkunst bis hin zur Installation. Abstraktion mischt sich mit Figuration und ist stets gespickt mit poetischem Witz und leichtfüßiger Ironie.
Die Ausstellung des diesjährigen Erich-Heckel-Preisträgers im 2-RAUM gibt einen Einblick in das vielschichtige Schaffen des passionierten Experimentators und Freigeistes seit den 1950er-Jahren.

Museum Art.Plus (Donaueschingen)

26.10.2017 - 18.02.2018 Zu Gast im Schaufenster Sohm: Marcel Duchamp
Staatsgalerie Stuttgart (Stuttgart)
Pressemitteilung
Marcel Duchamp (1887-1968) bleibt bis heute einer der wichtigsten Wegbereiter für eine Neudefinition von Kunst. Indem er einen Alltagsgegenstand zum Kunstwerk erhob und damit das »Ready-made« erfand, revolutionierte er die Kunstgeschichte. Duchamp wurde mit seinen Ideen zum Vordenker einer ganzen Generation von Konzeptkünstlern. Bis heute haben seine Werke und Schriften eine immense Bedeutung für die Gegenwartskunst.

Konzipiert als Hommage an den legendären »Flaschentrockner«, den Duchamp 1914 als gewöhnlichen Haushaltsgegenstand kaufte und anschließend zum Kunstwerk erklärte, zeigen wir erstmals einen Einblick in unseren umfangreichen Marcel Duchamp-Bestand. Ergänzt wird der Sammlungsbestand durch ein einzigartiges Archiv, das von dem Schweizer Künstler und Duchamp-Forscher Serge Stauffer zwischen 1950 und 1989 zusammengetragen wurde.

Staatsgalerie Stuttgart (Stuttgart)

21.10.2017 - 28.01.2018 Buchsbaumanalyse | Oliver Gather | Projektstipendium KunstKommunikation 17 – Kunst zum Mitmachen und
DA, Kunsthaus Kloster Gravenhorst (Hörstel)
Pressemitteilung
Oliver Gather untersucht von Mai bis Juli mit Feder, Pinsel und Farbe die kreativen Vorstellungen Ibbenbürener Vorgartenbesitzer. Die ästhetischen Gestaltungsprinzipien aus Design und Kunst, die zeichnerisch dokumentiert werden, sind im Künstleratelier ausgestellt.

DA, Kunsthaus Kloster Gravenhorst (Hörstel)

21.10.2017 - 28.01.2018 AUSBLICK! Projektstipendium KunstKommunikation 18 – Kunst zum Mitmachen und Mitdenken | Ausstellung
DA, Kunsthaus Kloster Gravenhorst (Hörstel)
Pressemitteilung
Gefördert werden gemeinschaftsorientierte Kunstprojekte, die von Handlung und Laienbeteiligung leben und gesellschaftsrelevante Themen mit partizipatorischen Aspekten aufgreifen. In der Ausstellung sind max.15 Projektideen zu sehen, die von einer Jury ausgewählt und zur Ideenwerkstatt eingeladen wurden.

DA, Kunsthaus Kloster Gravenhorst (Hörstel)

14.10.2017 - 21.01.2018 Werner Mantz. Architekturen und Menschen
Museum Ludwig (Köln)
Pressemitteilung
Werner Mantz (1901–1983) ist als einer der prominenten Fotografen des Neuen Bauens im Köln der 1920er Jahre bekannt. Geboren und aufgewachsen in Köln, eröffnete er 1921 ein Fotoatelier und porträtierte zunächst prominente Intellektuelle, Künstler und Politiker. Ab 1926 erhielt er auch Aufträge als Architekturfotograf für Wilhelm Riphahn, Peter Franz Nöcker, Caspar Maria Grod und anderer Vertreter der architektonischen Avantgarde, die Konrad Adenauers Siedlungspolitik für ein modernes Köln umsetzten. Architekturzeitschriften wie Bauwelt, Die Form oder Bauwarte publizierten häufig seine Werke. In ihrer sachlichen, schwarzweißen Strenge wirken die menschenleeren Gebäude und Straßenzüge in Mantz‘ Bildern wie monumentale Kulissen der Moderne. Diese Bilder sind es, die Kölns architektonische Moderne über die Stadtgrenzen hinaus bekannt machten.

1932 eröffnete Mantz in Maastricht ein zweites Atelier und siedelte 1938 ganz in die Niederlande über. In Maastricht kam er zurück zur Porträtfotografie und spezialisierte sich auf Kinderbildnisse. Er selbst empfand seine Porträts als gleichbedeutend zu seinen Architekturaufnahmen; ausgestellt wurden sie bislang nicht. Das Museum Ludwig führt diese beiden Aspekte seines Schaffens zusammen und ermöglicht es erstmals, Mantz‘ Werk in seiner historischen Breite und Diversität zu erfahren.

Die Ausstellung ist ein Gemeinschaftsprojekt mit dem Nederlands Fotomuseum in Rotterdam, das den umfangreichen Bestand von Mantz’ Fotografien aus den Niederlanden bewahrt.

Zur Ausstellung erscheint ein Katalog.

Kuratoren: Miriam Halwani (Museum Ludwig) und Frits Gierstberg (Nederlands Fotomuseum)

Die Ausstellung wird großzügig unterstützt durch das Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen, das Königreich der Niederlande, der GAG Immobilien AG, sowie der Werner Mantz Stiftung.

Bild
Werner Mantz
Kommunionsporträt eines Mädchens, Limburg, 1934-1938Museum Ludwig, Köln
Nederlands Fotomuseum, Rotterdam Bild
Foto: Nederlands Fotomuseum, Rotterdam Heinrich Böll mit Manuskript, 1953

Haus am Botanischen Garten, um 1929
Museum Ludwig, Köln
Foto: Rheinisches Bildarchiv, Köln

© VG Bild-Kunst, 2017

Museum Ludwig (Köln)

30.09.2017 - 28.01.2018 Zwischen Erde und Himmel - Nino Malfatti
Städtische Galerie Fruchthalle (Rastatt)
Pressemitteilung
Der 1940 in Innsbruck und heute in Berlin lebende Künstler studierte von 1967 bis 1972 an der Kunstakademie Karlsruhe bei Peter Herkenrath und Gerd van Dülmen und war zuletzt Meisterschüler von Horst Antes. Er ist bereits mit einem Gemälde und einer Zeichnung in der Sammlung Rastatt vertreten. In seinen früheren Arbeiten wird ein alltäglicher Gegenstand – ob Wäscheklammer, Kleiderbügel, Wasserglas oder Büchsenöffner – in serieller Wiederholung zum Versatzstück eines konstruktiven Arrangements. In feiner Abstufung der Farbtöne und durch dichte, räumliche Staffelung des je spezifischen Gebrauchsgegenstandes entstehen Kompositionen, die Aspekte von Realismus und Konstruktivismus in sich vereinen. Demgegenüber zeigen die Arbeiten seit 1986 ausschließlich tektonische Felslandschaften, die auf das alpenländische Herkommen des Künstlers Bezug nehmen, zugleich aber in ihren Texturen einen hohen Abstraktionsgrad aufweisen. Erstmals öffentlich zu sehen ist ein Zyklus von 31 Farbstiftzeichnungen, den der Künstler 1994 auf einer Reise durch das Akakus-Gebirge der Libyschen Wüste vor Ort gezeichnet hat und zu dem eigens ein Katalog im Info Verlag / Lindemanns Bibliothek erscheint.

Städtische Galerie Fruchthalle (Rastatt)

16.09.2017 - 04.02.2018 Auf unbekanntem Terrain. Landschaft in der Kunst nach 1945
Museum für Aktuelle Kunst – Sammlung Hurrle Durbach (Durbach)
Pressemitteilung
Nach den verstörenden Erfahrungen des 2. Weltkriegs wurde das Thema Landschaft, das bis dahin überwiegend festen Regeln und Traditionen folgte, in die abstrakte Malerei integriert und darin aufgelöst. Erst das Versiegen jeder gegenständlichen Tendenz und die anschließende Neubelebung Anfang der 60er Jahre brachten den nötigen Freiraum, um auch Natur und Landschaft im Rahmen einer neuen Auffassung und eines neuen Malereibegriffes wieder aufzugreifen, überlieferte Traditionen aufzusprengen und zu erweitern.
Die Ausstellung widmet sich der Auseinandersetzung mit den Themen Landschaft und Natur seit dem 2. Weltkrieg bis heute, wobei mit Blick auf die Kunst der DDR auch beleuchtet wird, inwiefern sich in den Landschaftsdarstellungen politische Veränderungen wiederspiegeln.

Museum für Aktuelle Kunst – Sammlung Hurrle Durbach (Durbach)

01.04.2017 - 31.03.2018 K21 Künstlerräume
Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen K21 Ständehaus (Düsseldorf)
Pressemitteilung
Das K21 ist ein besonderer Ort für junge, internationale Künstler und für Sammlungsbestände mit Gegenwartsbezug. Über drei Etagen hinweg halten 22 fortlaufend wechselnde Räume intensive Begegnungen mit Malerei, Skulptur, Fotografie, Film und vor allem raumbezogener Kunst bereit. Ausgewählte zeitgenössische Künstlerinnen und Künstler sind eingeladen, ihre Arbeiten für die Dauer von einem Jahr zu zeigen und dabei in einen Dialog mit den Positionen aus der Sammlung zu treten. Eine Folge wechselnder Raumeindrücke entsteht, die der Reichhaltigkeit und Dichte zeitgenössischer Kunst Ausdruck geben, die Sinne inspirieren und die Wahrnehmung immer wieder aufs Neue herausfordern.

Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen K21 Ständehaus (Düsseldorf)

16.03.2017 - 31.12.2018 Neukonzipierte Sammlungsausstellung mit Werken von Karl Hofer (1878-1955) und Karl Albiker (1878-196
Museum Schloss Ettlingen (Ettlingen)
Pressemitteilung
Die Stiftung aus dem Nachlass des Bildhauers Karl Albiker, der lange Jahre in Ettlingen gelebt und gearbeitet hat, und die großzügige Dauerleihgabe von zahlreichen Werken Karl Hofers der Stiftung Menschenbild in Winterthur bildet seit vielen Jahren den Grundstock der städtischen Kunstsammlung.
Die künstlerische Auseinandersetzung mit dem Thema „Figur und Raum“ und die feinfühlige Interpretation des Menschenbildes nimmt im Werk beider Künstler eine zentrale Stellung ein. Schon in jungen Jahren begegneten sich die beiden Künstler während ihres Studiums an der Großherzoglichen Kunstakademie in Karlsruhe. Beide lebten einige Jahre zur gleichen Zeit in Rom, gründeten dort nahezu zeitgleich ihre Familien und als Albiker sich durch den Villa Romana-Preis ein Jahr in Florenz aufhielt besuchte Karl Hofer ihn dort. Auch in dem als Atelierhaus konzipierten Wohnhaus der Familie Albiker in der Nähe des Ettlinger Schlosses war Karl Hofer neben vielen anderen Künstlerfreunden immer wieder zu Gast. Der enge künstlerische Austausch jener Zeit, der in Briefen und Tagebucheintragungen belegt ist, führte zu einer lebenslangen Freundschaft. die sie trotz unterschiedlicher Arbeitssituationen und Erlebnisse während des Dritten Reiches aufrechterhielten.
Die neue Sammlungsausstellung verfolgt kein chronologisches Konzept, sondern konzentriert sich auf fünf Themen:

Porträt
Tanz und Musik
Figur und Raum
Stillleben/Sitzende/Akte
Landschaft/Figur in Landschaft

Beide Künstler beschäftigten sich mit diesen Themen aus materialspezifisch unterschiedlichen Perspektiven. Hier in der Städtischen Galerie im Ettlinger Schloss stehen sich die Werke der beiden Künstlerfreunde Karl Hofer und Karl Albiker in einer nachvollziehbaren Präsentation in einem spannenden Dialog gegenüber.
Karl Hofer gehört zu den großen Vertretern der klassischen Moderne in Deutschland. Als Zeitgenosse der ersten Expressionisten-Generation wird er mit dieser wie auch mit Vertretern der „Neuen Sachlichkeit“ stilistisch zwar in Verbindung gebracht, nimmt jedoch in den Kunstströmungen seiner Zeit eine singuläre Position ein. Die Bedeutung, die Karl Hofer bis heute genießt, ist neben seiner Bearbeitung der beiden klassischen Themen Landschaft und Stillleben, vor allem auf die charakteristischen Interpretationen seines Menschenbildes zurückzuführen.
Karl Albikers Oeuvre fokussiert neben vielen plastischen Porträts, den nackten, menschlichen Körper als Ausdrucksträger innerer und äußerer Bewegung. Beeindruckend vielseitig sind dabei die darstellerischen Motive von ruhenden, sitzenden, liegenden und bewegten Körpern, die immer auf den sie umgebenden Raum bezogen sind. Besonders eindrücklich zeigt sich dies bei seinen bauplastischen Arbeiten und Denkmälern.

Foto: (c) Städtische Galerie Ettlingen

Museum Schloss Ettlingen (Ettlingen)

19.02.2017 - 21.01.2018 Leidenschaft . Passion - Im Fokus: Pierre Soulages
Museum Art.Plus (Donaueschingen)
Pressemitteilung
Werke des französischen Malers Pierre Soulages (*1919 Rodez, FR) stehen im Zentrum der Ausstellung "Leidenschaft . Passion - Im Fokus: Pierre Soulages", die ab 19. Februar 2017 im Museum Art.Plus zu sehen ist.
Pierre Soulages gehört zu den weltweit bedeutendsten Vertretern der abstrakten Kunst. Seit den 1970er-Jahren malt er ausschließlich monochrom schwarze Bilder, deren pastose, teils matten, teils schwarz-glänzenden Oberflächen er durch tiefe horizontal, schräg oder auch vertikal verlaufende Linien und Furchen strukturiert. Dadurch treten sie in einen stetigen, spannungsvollen Dialog mit dem einfallenden Licht.

"Pour moi, le noir, c'est un excès, une passion." - "Für mich ist Schwarz ein Exzess, eine Leidenschaft." In diesen Worten kulminiert die Obsession des Malers für seine Lieblingsfarbe.

Leidenschaft ist die treibende Kraft in der Kunst. Den Werken Pierre Soulages‘ in den beiden zentralen Räumen werden in den anderen Räumlichkeiten zwei- und dreidimensionale Arbeiten weiterer internationaler Künstler an die Seite gestellt. Die Farbe Schwarz zieht sich dabei durch die gesamte Ausstellung. Mal abstrakt, mal gegenständlich, mal für sich stehend, mal im Kontrast mit anderen Farben, hat sie stets eine andere Wirkung.

In der vielfältigen Schau werden neben alten Bekannten, die in der achtjährigen Geschichte des Museums bereits gezeigt wurden, auch eine große Zahl an Neuentdeckungen gezeigt.

Beteiligte Künstler:
Manolo Ballesteros, Dario Alvarez Basso, Piero Pizzi Cannella, Luigi Carboni, Tony Cragg, Philippe Dodard, Friedemann Flöther, Karl Gerstner, Ellsworth Kelly, Masayuki Koorida, François Morellet, Gerhard Langenfeld, Thomas Lenk, Helmut Middendorf, Nika Neelova, Nunzio, Pino Pinelli, Gert Riel, Stefan Rohrer, Piero Ruggeri, Felix Schlenker, Turi Simeti, Pierre Soulages, Sibylle Wagner

Museum Art.Plus (Donaueschingen)