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Pressemitteilungen
Pressemitteilungen
04.12.2026 - 11.04.2027 Alles surreal?! Fotografie im Kosmos des Surrealismus
Staatsgalerie Stuttgart (Stuttgart)
Pressemitteilung
Die Ausstellung »Alles surreal?!« zeigt rund 250 surrealistische Fotografien aus der Sammlung Dietmar Siegert, die die Staatsgalerie im Sommer 2025 mit Mitteln der Museumsstiftung Baden-Württemberg erwerben konnte. Die Präsentation erfolgt im Dialog mit rund 30 Gemälden, Zeichnungen, Skulpturen und Objekten von Salvador Dalí, Joan Miró, René Magritte, Max Ernst, Meret Oppenheim u.a. aus der Sammlung der Staatsgalerie sowie internationalen Museen und Privatsammlungen.

Abbildung: Philippe Halsman, Dalí Atomicus, ca. 1948, Staatsgalerie Stuttgart, Graphische Sammlung, erworben 2025 aus Mitteln der Museumsstiftung Baden-Württemberg, Sammlung Dietmar Siegert, © Philippe Halsman Estate 2026, Salvador Dalí, Fundació Gala-Salvador Dalí / VG Bild-Kunst, Bonn 2026

Staatsgalerie Stuttgart (Stuttgart)

21.11.2026 - 07.02.2027 Martin Parr: Parrathon
Kunstmuseum Karlsruhe (Karlsruhe)
Pressemitteilung
Der britische Fotograf Martin Parr gehört zu den einflussreichsten Dokumentarfotografen unserer Zeit. Mit scharfem Blick und viel Humor kitzelt er das Absurde aus dem Alltäglichen und hält jene Momente fest, die gerne übersehen werden – das Geschmack- lose, Klischeehafte oder einfach herrlich Menschliche.

Die Ausstellung „Parrathon“ präsentiert einen umfangreichen Überblick über sein Werk: Über 200 Fotografien aus allen Schaffensphasen sowie rund 220 ungerahmte Drucke eröffnen
Einblicke in Parrs unverwechselbare Bildwelt. In 14 thematischen Kapiteln – von Massentourismus über Konsumkultur bis hin zu Luxuswelten – legt Parr die Widersprüche des modernen Lebens in grellen Farben und mit entlarvendem Witz offen.

Mit „Parrathon“ kommt einer der großen Beobachter unserer Gegenwart in das Kunstmuseum Karlsruhe – pointiert, verspielt und immer schonungslos ehrlich. Martin Parrs Blick erinnert uns daran, wie viel Wahrheit im scheinbar Banalen steckt.

Foto: ITALY. Venice. A Tourist takes a picture while pigeons surround her. 2005. © Martin Parr / Magnum Photos

Kunstmuseum Karlsruhe (Karlsruhe)

21.11.2026 - 21.02.2027 Markus Lüpertz
Kunstmuseum Karlsruhe (Karlsruhe)
Pressemitteilung
Anlässlich seines 85. Geburtstags widmet das Kunstmuseum Karlsruhe Markus Lüpertz einen Künstler*innenraum mit ausgewählten Werken aus der Sammlung. Die Präsentation würdigt eine der prägendsten Künstlerpersönlichkeiten der deutschen Nachkriegskunst und zeigt exemplarisch Lüpertz’ charakteristische Bildsprache zwischen Mythos, Geschichte und expressiver Malerei.

Foto: Markus Lüpertz, Die Bürger von Florenz, 1983, Kunstmuseum Karlsruhe, Sammlung Garnatz, © VG Bild-Kunst, Bonn 2026

Kunstmuseum Karlsruhe (Karlsruhe)

21.11.2026 - 14.02.2027 Susanne Ackermann
Kunstmuseum Karlsruhe (Karlsruhe)
Pressemitteilung
Susanne Ackermann präsentiert neue großformatige Leinwandarbeiten, die durch lasierende Farbaufträge und komplexe Überlagerungen eine starke Tiefenwirkung entfalten. Ihre Malerei bewegt sich zwischen Abstraktion und poetischer Bildwelt und eröffnet offene Denk- und Erinnerungsräume.

Foto: Susanne Ackermann, Acryl auf Dibond, 2025, Foto: Heinz Pelz
Ackermann (*1962, Oldenburg) studierte an der Kunstakademie Karlsruhe bei Erwin Gross und wurde 1994 seine Meisterschülerin. Ihre Arbeiten wurden in zahlreichen Einzel- und Gruppenausstellungen gezeigt; 2011 erhielt sie den Hanna-Nagel-Preis. Farbe und Form erscheinen in ihrer Malerei als eigenständige Kräfte, deren Zusammenspiel an musikalische Strukturen erinnert. Die Ausstellung zeigt eine prägnante Position zeitgenössischer Malerei aus Karlsruhe.

Kunstmuseum Karlsruhe (Karlsruhe)

10.10.2026 - 31.01.2027 BÄNG! Powerfrauen aus dem Archiv Sohm
Staatsgalerie Stuttgart (Stuttgart)
Pressemitteilung
Der Ausstellungsparcours präsentiert die Kunst des Flüchtigen: Fotografien zu Happenings und Aktionen der 1960er- und 1970er-Jahre. Dabei stehen fünf Ausnahmekünstlerinnen im Fokus – Charlotte Moorman (1933-1991), Carolee Schneemann (1939-2019), Yvonne Rainer (geb. 1934), Yoko Ono (geb. 1933) und Valie Export (geb. 1940). Furchtlos, mutig, kompromisslos und inspirierend zeigen sich die Künstlerinnen. Indem sie grundlegende Themen wie Emanzipation, Friede, Freiheit und Selbstbestimmung in ihren Werken verarbeiten, setzen sie aufsehenerregende Akzente für die performative Kunst der Moderne.

Abbildung: TV-Bra for Living Sculpture (Nam June Paik 1969), performed von Charlotte Moorman am 9.11.1970 in Köln, fotografiert von Hanns Sohm, Staatsgalerie Stuttgart, Archiv Sohm

Staatsgalerie Stuttgart (Stuttgart)

02.10.2026 - 17.01.2027 Drachen - Mythos und Wirklichkeit
Hessisches Landesmuseum Darmstadt (Darmstadt)
Pressemitteilung
Drachen beflügeln die Fantasie des Menschen seit Jahrtausenden. Die faszinierenden Fabelwesen gehören zum festen Repertoire großer Geschichten – von antiken Mythen bis zu Serienhighlights unserer Gegenwart. Selbst in vielen Kinderzimmern finden sich Drachen-Bücher, -Spiele oder -Stofftiere. Dabei werden den Drachen je nach kulturellem Kontext ganz unterschiedliche Eigenschaften zugeschrieben: In den europäischen Kulturen erscheinen sie als bedrohliche Wesen, welche die Eigenschaften von Schlangen und Raubtieren kombinieren. In China, Korea und Japan ist der Drache hingegen positiv konnotiert und hält als kosmische Kraft die Natur im Gleichgewicht.

Während in der ostasiatischen Mythologie vornehmlich göttliche Himmelsdrachen auftreten, begegnet uns der Drache in der Antike vor allem bei den Heldentaten von Herkules. Das Schreckensbild des feuerspeienden Untiers bildet sich in Europa jedoch erst in der Kunst des Mittelalters heraus. Hier wird der Drache zum Symbol des Bösen, das durch das Gute überwunden wird – wie es sich exemplarisch in der Ikonografie des Drachentöters wiederfindet. Noch bis in die Neuzeit wurden Drachen als real existierende Tiere angesehen, erst mit dem Aufkommen der modernen Naturwissenschaft wandelte sich dieses Bild: Drachen wurden aus der Systematik der Zoologie ausgeschlossen und zu Fabelwesen erklärt. Dennoch erscheinen sie heute durch die aktuelle Fantasy-Kultur, wie z.B. die Romane von J. R. R. Tolkien oder die zahlreichen anderen Bücher, Filme, Comics und Spiele lebendiger als je zuvor.

Die interdisziplinäre Ausstellung beleuchtet Drachen sowohl aus kunsthistorischer als auch naturwissenschaftlicher Perspektive. Sie präsentiert herausragende europäische und ostasiatische Kunstwerke von der Antike bis zur Gegenwart, und zeigt naturwissenschaftliche Exponate wie seltene Dokumente der Wissenschaftsgeschichte, jahrmillionenalte Fossilien oder Tierpräparate. Ergänzt wird dieses vielfältige Panorama mit digitalen Inhalten, einer Erzählschiene für Kinder, einer Leseecke und Zeichenwand sowie stimmungsvollen audiovisuellen Installationen. So können Jung und Alt entdecken, wie viel Wirklichkeit in dem jahrtausendealten Mythos „Drachen“ steckt.

Die Sonderausstellung ist Ergebnis einer kuratorischen Zusammenarbeit des Hessischen Landesmuseum Darmstadt und des Museum Schnütgen Köln. Kooperationspartner des Projektes ist das Museum für Ostasiatische Kunst, Köln.

Anschließend wird die Ausstellung vom 4. März bis 6. Juni 2027 im Museum Schnütgen in Kooperation mit dem Museum für Ostasiatische Kunst in Köln zu sehen sein.

Hessisches Landesmuseum Darmstadt (Darmstadt)

13.08.2026 - 24.01.2027 Facettenreiche Insekten
Hessisches Landesmuseum Darmstadt (Darmstadt)
Pressemitteilung
Die Ausstellung »Facettenreiche Insekten« lädt Besucherinnen und Besucher ein, die erstaunliche Vielfalt der Insektenwelt zu entdecken. Von schillernden Käfern über filigrane Schmetterlinge bis hin zu faszinierenden Ameisenkolonien zeigt sie, wie wichtig Insekten für unsere Ökosysteme sind.

Anschauliche Präparate, interaktive Stationen und beeindruckende Makroaufnahmen lassen selbst kleinste Details sichtbar werden. Themen wie Bestäubung, Tarnung und das fragile Gleichgewicht zwischen Mensch und Natur regen zum Staunen und Nachdenken an. Die Ausstellung richtet sich an Kinder und Erwachsene gleichermaßen und verbindet Wissen mit ästhetischem Erlebnis.

Hessisches Landesmuseum Darmstadt (Darmstadt)

18.07.2026 - 13.09.2026 UNORDNUNG Fotosommer Stuttgart 2026
Staatsgalerie Stuttgart (Stuttgart)
Pressemitteilung
Die Fotoausstellung in THE GÄLLERY zeigt Arbeiten von etwa 20 Künstlerinnen und Künstlern zum Thema »UNORDNUNG«, die im Rahmen eines internationalen Wettbewerbs von einer hochkarätigen Jury ausgewählt werden. Das vielseitig interpretierbare Ausstellungsthema wirft unter anderem die Frage danach auf, inwiefern die Auflösung geltender Ordnungen als Verlust oder als Gewinn erfahren werden kann.

Wir laden Sie herzlich ein zum Opening in THE GÄLLERY. Die Ausstellung kann bis 22 Uhr besichtigt werden.
FR 17.7. | 18.30 - 24.00 Uhr | Eintritt frei

In Kooperation mit Fotosommer Stuttgart e. V.

Valerie Schmidt, Bild aus der Serie »Claus stolpert«, 2018, ©Valerie Schmidt

Staatsgalerie Stuttgart (Stuttgart)

15.07.2026 - 26.07.2026 A – Z. Mapping the Future ll. Die ABK Stuttgart zu Gast in der Staatsgalerie
Staatsgalerie Stuttgart (Stuttgart)
Pressemitteilung
Gerade noch an der Akademie – jetzt schon im Museum: Bereits zum zweiten Mal sind in der Ausstellung unter dem Titel »A – Z. Mapping the Future« die diesjährigen Abschlussarbeiten der Absolventinnen und Absolventen der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart (ABK Stuttgart) zu sehen. Die Idee zu dieser Ausstellungsreihe entstand aus dem Wunsch der Akademie, den jungen künstlerischen Positionen eine sichtbare Bühne in der Stadt zu geben und zugleich eine enge Verbindung zwischen dem Museumsbetrieb und der Kunsthochschule zu ermöglichen.

»A – Z« ist dabei programmatisch zu verstehen: Die Werke sind alphabetisch nach den Namen der beteiligten Künstlerinnen und Künstler gehängt – ein neutrales Ordnungssystem, das bewusst die künstlerische Vielfalt in den Vordergrund stellt.

Die Ausstellung zeigt, wie unterschiedlich und selbstbewusst sich diese Generation junger Künstlerinnen und Künstler ausdrückt. »Mapping the Future« bringt Vielfalt ins Museum – und macht deutlich, dass für viele der beteiligten Künstlerinnen und Künstler die Zukunft längst begonnen hat.

Gezeigt werden Arbeiten aus den Studiengängen Diplom Bildende Kunst, Master of Education Künstlerisches Lehramt mit Bildender Kunst sowie Master of Fine Arts Körper, Theorie und Poetik des Performativen.

Mit Werken von: Daniel von Alkier, Yamo Aydemir, Kjara Mia Barletta, Paula Bothner und Rosa Klingelhöfer, Ahyun Cho, Tansu Co?kun, Marie Sina Celestina David / und das Swanzkollektiv, Lisa Marina Dorfschmid, Franz Leonard Elfert, Marie Engelhardt, Hendrik Fleck, Franziska Glaser, Lena Grasler, Lukas Hengelhaupt, Han Na Jo, Swea Kittel, Mimi Kohler, Carlo Krone, Krowni, Paulina Lange, Ha-Vy Jessica Le, Elisa Lohmüller, Timo Lupoli, Jule Maria Maurer, Elisabeth Mayer, Luciano Mazzo, Benjamin Miller, Sofia Mobilia, Michelle Mousavi, Janosch Müller, Nina Nielebock, Nipniz, Dominik Olpp, Hannah Römer, Antonia Sailer, Janina Elisabeth Schweikert, Lou Stark, Florian Staudenmaier, Rebecca Julia Thrum, Urata Vrajolli, Lisa Helene Wedler

Begleitet von: Dr. Susanne Kaufmann-Valet, Prof. Alisa Margolis, Prof. Wolfgang Mayer, Prof. Mariella Mosler, Prof. Andreas Opiolka

Staatsgalerie Stuttgart (Stuttgart)

27.06.2026 - 20.09.2026 FRANK GAUDLITZ. Fotografie
Kunstsammlung Jena (Jena)
Pressemitteilung
Fotografieren und Reisen bilden bei Frank Gaudlitz eine unauflösbare Einheit. Unsere Ausstellung konzentriert sich auf seine Serien zu Osteuropa und Südamerika. Darin thematisiert er die Lebenssituation der Menschen, Realität und deren Inszenierung, aber auch aktuelles Zeitgeschehen.

Kunstsammlung Jena (Jena)

21.06.2026 - 13.09.2026 Danielle Zimmermann REUSE ME
Städtische Galerie Fähre (Bad Saulgau)
Pressemitteilung
Plastiktüten und Supermarkt-Kartonagen, dazwischen der berühmte Stinkefinger auf Kochschürze – wenn die Stuttgarter Künstlerin Danielle Zimmermann mit ihren Gemälden, Objekten und Collagen in der Städtischen Galerie „Fähre“ in Bad Saulgau aufschlägt, dann wird es bunt und provokativ, pointiert und frech, postmodern und frivol, und sicher nie politisch korrekt. Im klaren Bewusstsein für die notwendige Freiheit der Kunst setzt die Künstlerin und Performerin seit mehr als zwanzig Jahren zum Überschlag an und befragt ohne Scheu, aber mit Mut das glitzernde Erscheinungsbild der Welt: Ob Kunstgeschichte oder die Welt der Werbung – kaum ein Bereich sind vor ihren postmodernen Übergriffen geschützt, am wenigsten sie selbst: REUSE ME heißt der auffordernde Titel ihrer Ausstellung in Bad Saulgau, die nicht nur mit einer der spannendsten und herausforderndsten Künstlerinnen unserer Zeit aus Süddeutschland im musealen Kontext bekannt macht, sondern dank ihr die Möglichkeit bietet, der Frage nach Rolle und Stellung der Frau in herausfordernden Zeiten nachzugehen.

Danielle Zimmermann studierte von 1995 bis 2001 an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart, und von 2002 bis 2003 am Pratt Institute in Brooklyn, New York. Für ihre künstlerische Tätigkeit erhielt sie mehrere Preise und Stipendien in Deutschland und in den USA. Sie lebt und arbeitet in Stuttgart.

Städtische Galerie Fähre (Bad Saulgau)

20.06.2026 - 20.09.2026 ZOHAR FRAIMAN. Malerei
Kunstsammlung Jena (Jena)
Pressemitteilung
Zohar Fraimans Werke sind eine zeitgeistige Bestandsaufnahme der heutigen weiblichen Lebenswelt, die sie mit Zitaten der Kunstgeschichte, der Popkultur, Serien und Hollywood-Filmen anreichert. Mit ihren Themen zwischen Selbstoptimierung, virtueller Existenz und Disney-Fantasien bewegt sich Fraiman am Puls der Zeit, der nicht unkritisiert bleibt, wenngleich er in zuckersüße Farben getaucht ist.

Kunstsammlung Jena (Jena)

18.06.2026 - 27.09.2026 Hedwig Kruse. Eine Druckkünstlerin lebt ihren Traum
Hessisches Landesmuseum Darmstadt (Darmstadt)
Pressemitteilung
Erstmals präsentiert das Hessische Landesmuseum Darmstadt die expressiven Papierarbeiten von Hedwig Kruse-Geibel (Frankfurt/Main 1895–1991 Darmstadt) und erinnert mit der Ausstellung an eine fast vergessene Künstlerin.

Ihre Werke kreisen um ihre Rolle als Künstlerin, als Angebetete, Geliebte, Mutter oder verlassene Frau. Ihrer Zeit enthoben und gleichzeitig dieser weit voraus schuf sie ein Crossover der Kulturen. Darin verbinden sich antike Mythologie, Christentum, Judentum, Buddhismus und Islam. Ihre ungemein dichten Bilder zeigen phantastische Wesen, Figuren aus Mystik und Märchen. Sie leben von der Linie und leuchtenden Farben.

Die Tochter des Frankfurter Malers Hermann Kruse studierte in München an der Kunstgewerbeschule. 1917 begann sie mit eigenständigen Arbeiten eine vielversprechende Karriere als Druckkünstlerin. Dieser künstlerische Weg wurde 1935 durch das Ausstellungsverbot der Nationalsozialisten jäh abgebrochen. Auch wenn Hedwig Kruse, die 1939 den Bildhauer Hermann Geibel (1889–1972) heiratete, nach 1945 weiter künstlerisch arbeitete, blieb die Zäsur durch den Zweiten Weltkrieg für sie unüberwindbar. Zeitlebens fand ihr druckgrafisches Werk keine gebührende kunsthistorische Würdigung.

Dank einer Schenkung durch den Sohn der Künstlerin, Stephan Heise (1928–2017), besitzt das Hessischen Landesmuseum Darmstadt den gesamten grafischen Nachlass von Hedwig Kruse-Geibel. Das Oeuvre umfasst neben aufwändigen Collagen aus Glanzpapier vor allem Farbholzschnitte. Diese druckte die Künstlerin von filigran geschnittenen Holzstöcken mit feinsten Linien. Die grafischen Werke sind von höchster Qualität und drucktechnischer Perfektion.

Die Ausstellung präsentiert die autobiographisch gefärbten Traumwelten der Künstlerin Hedwig Kruse-Geibel und erinnert an eine fast vergessene Künstlerin.

Hessisches Landesmuseum Darmstadt (Darmstadt)

23.05.2026 - 04.10.2026 Expressiv! Grafik von Dürer bis Schlichter
Kunstmuseum Karlsruhe (Karlsruhe)
Pressemitteilung
Gesten, Körperhaltungen und Mimik gehören zu den unmittelbarsten Ausdrucksformen menschlicher Emotionen. Seit Jahrhunderten beschäftigen sich Künstler*innen mit Freude und Angst, Wut, Trauer oder Verzweiflung. Die Ausstellung „Expressiv! Grafik von Dürer bis Schlichter“ versammelt Werke aus fünf Jahrhunderten aus der Sammlung des Kunstmuseums und widmet sich der bildlichen Darstellung von Affekten.

Von Albrecht Dürer über Rembrandt und Guido Reni bis zu Käthe Kollwitz und Rudolf Schlichter spannt sich ein weiter Bogen künstlerischer Strategien. Aquarelle, Zeichnungen und Druckgrafiken zeigen, wie Gefühle zu lesbaren Zeichen werden. Dabei wird deutlich, dass Affekte eine erstaunliche zeitübergreifende Verständlichkeit besitzen – und zugleich historisch geprägt sind. In ihren vielen Nuancen werden diese Emotionen zu einem direkten Zugang für das Publikum. Die Kunstwerke sprechen uns an, berühren, irritieren oder bewegen uns. Sie können überwältigen oder leise Mitgefühl auslösen – und schaffen so eine Verbindung zwischen den Menschen von damals und den Betrachtenden von heute.

Foto: Utagawa Kunisada, Die Legende von Ishikawa Goemon, 1. Hälfte 19. Jhd., Kunstmuseum Karlsruhe

Kunstmuseum Karlsruhe (Karlsruhe)

23.05.2026 - 23.05.2027 Update! Die Sammlung neu sichten Szenenwechsel 4
Kunstmuseum Karlsruhe (Karlsruhe)
Pressemitteilung
Mit „Update! Die Sammlung neu sichten“ präsentiert das Kunstmuseum Karlsruhe seine Bestände in einem dynamischen Szenenwechsel. Rund 200 Werke von 70 Künstler*innen treten auf 1.500 Quadratmetern in medien- und epochenübergreifende Dialoge. Themenräume zu Identität, Ritualen, Natur, Geschlechtergerechtigkeit, Heimat und der Erfahrungen von Fremdheit verbinden historische Positionen mit Gegenwartskunst.

Der „Szenenwechsel 4“ ist die fünfte Neupräsentation seit 2023 und reagiert auf aktuelle gesellschaftliche Debatten. Umhängungen, ein Schaudepot und Forschungsarchiv sowie wechselnde Präsentationen empfindlicher Papierarbeiten machen die Sammlung als offenes Wissensfeld erfahrbar.

Foto: Blick in den Themenraum „Natur“ in „Update! die Sammlung neu sichten – Szenenwechsel 3“, Foto: Anne-Sophie Stolz

Kunstmuseum Karlsruhe (Karlsruhe)

23.05.2026 - 16.08.2026 Tino Zimmermann - Neue Deutsche Malerei
Kunstmuseum Karlsruhe (Karlsruhe)
Pressemitteilung
Der Werner-Stober-Kunstpreis 2025 geht an Tino Zimmermann (1990, Templin). Der Preis wird ausschließlich an Absolvent*innen der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Karlsruhe vergeben. Zimmermann studierte visuellen Journalismus und Freie Kunst. In seinem Werk verbindet er persönliche Erfahrung mit politischer Analyse. Internationale Aufmerksamkeit erhielt er mit dem Langzeitprojekt „Developments“. Die Ausstellung zeigt großformatige Malereien, die zwischen Anklängen an DDR-Propagandamalerei und Graffiti-Ästhetik oszillieren. Unter dem ironischen Titel „Neue Deutsche Malerei“ greift Zimmermann Themen wie Rechtsruck, Kriegsdiskurse und mediale Narrative auf. Die Präsentation ist Teil eines langfristigen Projekts zur Erforschung der Möglichkeiten zeitgenössischer Malerei.

Foto: Tino Zimmermann, Mutter, 2023

Kunstmuseum Karlsruhe (Karlsruhe)

23.05.2026 - 04.10.2026 Tamina Amadyar
Kunstmuseum Karlsruhe (Karlsruhe)
Pressemitteilung
Im Rahmen des „Szenenwechsel 4“ setzt die Künstlerin Tamina Amadyar (1989, Kabul) einen besonderen zeitgenössischen Akzent. Ihre großformatigen Gemälde entstehen aus dem Zusammenspiel intensiv leuchtender Farbfelder und verbinden abstrakte Malerei mit persönlichen Erinnerungen und Wahrnehmungen. Licht- und Raumerfahrungen – etwa von Reisen – übersetzt Amadyar in dichte, atmosphärische Bildräume. Mit Pigmenten in Hasenleim und einem gestischen Farbauftrag entstehen Oberflächen, die zwischen Ruhe und Bewegung wechseln und den Raum auf besondere Weise erfahrbar machen.

Foto: Tamina Amadyar, Ohne Titel, 2022, © Courtesy of the artist and Galerie Guido W. Baudach, Meyer Riegger Berlin/Karlsruhe

Kunstmuseum Karlsruhe (Karlsruhe)

22.05.2026 - 21.06.2026 Schwebend! Leicht! Fachgruppe Angewandte Kunst / ArtDesign. Keramik, Papier, Schmuck, Textil
GEDOK Künstlerinnenforum Karlsruhe (Karlsruhe)
Pressemitteilung
Ursula Achten / Papier, Zdenka Brock / Papier, Karin Flurer-Brünger / Keramik, Astrid Haas / Papier, Gabriele Heinz / Schmuck, Susanne Högner / Schmuck, Angela Johe / Keramik, Dagmar Langer / Keramik, Johanna Reutter / Textil, Rose Schrade / Objekt, Heike Utta / Textil, Helga Weilacher-Stieler / Textil, Michaela Wiecek / Schmuck, Sylvia Witzenmann / Schmuck + Malerei

„Schwebend! Leicht!“ – ein Traum, ein Lebensgefühl, aber auch ein Bedürfnis, dem die Künstlerinnen der GEDOK in ihrer jeweiligen Sprache Ausdruck verleihen. Überschäumende Fülle oder auch die Reduktion auf das Wesentliche spiegeln sich in den Werken der Angewandten Kunst wider.
Das Gefühl des Schwebens, der Leichtigkeit und auch der Bewegung setzt so einen positiven Kontrapunkt zur momentan allgegenwärtigen Schwere.
Wir freuen uns sehr über die Bereicherung unserer Fachgruppe durch mehrere neue Künstlerinnen, die hier zum ersten Mal mit uns ausstellen.

Vernissage am Freitag, 22.05.2026, 20 Uhr
Einführung: Ursula Achten
Musikalische Begleitung: Felicia Kraft, Harfe

Finissage am Sonntag, 21.06.2026, 14 Uhr
Musikalischer Beitrag von Rita Huber-Süß und Solange Komenda, Künstlerinnen sind anwesend.

Pressefoto:
Ursula Achten, Das All putzen, 2025 / Johanna Reutter, Federleicht, 2026

GEDOK Künstlerinnenforum Karlsruhe (Karlsruhe)

22.05.2026 - 04.04.2027 Gefühlte Wahrheiten. Zeppeline und Nationalsozialismus
Zeppelin Museum Friedrichshafen (Friedrichshafen)
Pressemitteilung
2026 feiert das Zeppelin Museum sein 30-jähriges Jubiläum im Hafenbahnhof. Zu diesem Anlass stellt sich das Museum in der Ausstellung „Gefühlte Wahrheiten. Zeppeline und Nationalsozialismus“ seiner eigenen Geschichte und arbeitet die Verstrickungen zwischen der politischen Nutzung von Zeppelinen und NS-Staat erstmals umfassend auf.

Leitend sind dabei Gefühlte Wahrheiten, ein Phänomen, das auf subjektiven, emotionalisierten Annahmen beruht: Aussagen, die wir irgendwo mal gehört und nicht hinterfragt, die sich im Laufe der Zeit verstetigt haben und unabhängig belegbare Fakten verdrängen. Sie dienen als Gerüst, um verklärende Erzählungen der Zeppelingeschichte zu dekonstruieren.

Gefühlte Wahrheiten bestimmen bis heute auch das Bild der Zeppeline als nostalgisch verklärte Technik. So hält sich etwa der Glaube, Zeppeline und die Konzerne, die sie bauten, seien unpolitisch gewesen.

Die Forschung zeigt ein anderes Bild: Das sogenannte goldene Zeitalter der Luftschifffahrt war durch die Bedeutung der Zeppeline für die NS-Propaganda geprägt. Ihre Inszenierung reichte von Hakenkreuzen an den Leitwerken bis hin zu Propagandafahrten und Auftritten bei politischen Großereignissen. Das selbst konstruierte Bild Eckeners wurde undifferenziert reproduziert und bis heute weitergetragen. Tatsächlich waren ab 1933 die Zeppeline und die Menschen, die sie bauten und betrieben, auf die ein oder andere Weise in den NS-Staat und seine propagandistische Selbstdarstellung eingebunden. Dass dies ausschließlich unfreiwillig und ohne Begeisterung geschah, ist einer der zentralen verklärenden Erzählungen, die in der Zeit nach 1945 entstanden und bis heute wirksam sind.

Einordnung und Neubewertung

Das Zeppelin Museum verfolgt in der Sonderausstellung einen glokalen, multiperspektivischen und interdisziplinären Ansatz. Die eigene Sammlung wird auf den Kontext hin befragt und setzt den „gefühlten“ Narrativen historische Forschung entgegen. Die Ausstellung ermöglicht so einen differenzierten Blick auf die Zeit des Nationalsozialismus im Kontext historischer Kontinuitäten.

Die Aufarbeitung erfolgt entlang von Schlüsselereignissen und Schlüsselpersonen. Erstere setzen bereits vor der Zeit des Nationalsozialismus an, denn schon während der Kaiserzeit profitierten Zeppeline von ihrer politischen und emotionalen Aufladung. Im Ersten Weltkrieg waren sie militärische Werkzeuge, in der Weimarer Republik Symbole technischen Fortschritts und nationaler Ansprüche. Diese Wandelbarkeit machte sie für den NS-Staat zu Propagandawerk-zeugen. Propagandafahrten der großen Zeppelin Luftschiffe zu politischen Großereignissen fungieren hierzu als zentrale Schlüsselereignisse. Ebenso die Katastrophe von Lakehurst, bei der mit der LZ 129 Hindenburg auch ein Symbol des NS-Staates verbrannte. Als Schlüsselpersonen werden Schicksale und Einzelpersonen präsentiert, die eine glokale Dimension eröffnen. Anhand ihrer Schicksale lassen sich Kontinuitäten und Wandel in der Diktatur beschreiben. Auch die eigene Museumsgeschichte wird kritisch beleuchtet. Im Mittelpunkt steht dabei das 1938 eröffnete Werksmuseum der Luftschiffbau Zeppelin GmbH, das anlässlich des 100. Geburtstags des Grafen Zeppelin neu gebaut wurde.

In der Ausstellung werden rund 200 Exponate gezeigt, überwiegend aus der Sammlung des Museums, mit einem Schwerpunkt auf historischem Bild- und Aktenmaterial. Zur Eröffnung erscheint ein umfangreicher Begleitband, der neue Forschungsergebnisse dokumentiert.

Kunst und Vermittlung

Die Ausstellung versteht sich als Teil historischer und politischer Bildungsarbeit mit Fokus auf Medienkompetenz und zielt auf die Verknüpfung historischer Forschungsergebnisse mit aktuellen Diskursen.

Eine bild- und medienkritische Auseinandersetzung erfolgt auch durch die künstlerische Position von Jonas Englert, die durch RE-SEARCH. Das ZF-Forschungsstipendium ermöglicht wird. Die Videoarbeit CULT [ZEPPELIN] dekonstruiert den Zeppelin als Projektionsfläche kollektiver Vorstellungen und reflektiert tradierte Denkweisen bis in die Gegenwart.

Die Vermittlungsarbeit greift diesen Impuls auf und vermittelt Kompetenzen für eine quellenkritische Annäherung an die Vergangenheit und zieht Parallelen zu moderner Medienbeeinflussung. Die Ausstellung beginnt mit einem inklusiven Prolog und wird durch interaktive Stationen und Expert*innenvideos ergänzt. Interaktive Vermittlungstische erläutern Begriffe der politischen und medialen Bildung und stellen digitale Anwendungen zur Verfügung.



Kurator*innen: Jürgen Bleibler, Felix Banzhaf, Kathrin Wurzer, Dominik Busch, Dr. Tabea Widmann

Projektleitung: Felix Banzhaf

Förderung: Kulturstiftung der Länder, ZF Kunststiftung, Lotto Museumspreis 2024

Zeppelin Museum Friedrichshafen (Friedrichshafen)

10.05.2026 - 02.08.2026 Pietro Donzelli. Zwischenzeiten
Fotografie-Forum der StädteRegion Aachen (Monschau)
Pressemitteilung
Fotografie-Forum zeigt bedeutenden Protagonisten der italienischen Nachkriegsfotografie

Pietro Donzelli (1915-1998) gilt als einer der einflussreichsten Fotografen, Kritiker und Ausstellungsmacher der italienischen Nachkriegszeit. Das Fotografie-Forum präsentiert vom 10. Mai bis zum 02. August 2026 eine große Überblicksausstellung mit rund 100 Werken des Künstlers. Die Schau ist in enger Zusammenarbeit mit Renate Siebenhaar und dem Estate Pietro Donzelli entstanden.
Die Fotos aus den 1950er und 1960er Jahren, die überwiegend in Italien aufgenommen wurden, geben eindrucksvolle Einblicke in eine Zeit, die im Wandel begriffen ist. In Donzellis poetischen Schwarz-Weiß Aufnahmen trifft ländliche Tradition auf industriellen Aufbruch, aber auch Vergangenheit auf Zukunft. Donzellis Werk umfasst neben vereinzelten Porträts vorwiegend Landschafts- und Stadtansichten. Ihnen allen ist gemein, dass sie eine kontemplative Ruhe ausstrahlen, die sie jeglicher Zeitlichkeit enthebt.
„Pietro Donzelli versteht es meisterhaft in seinen Kompositionen mit dem Licht zu arbeiten", so Kuratorin und Leiterin des Fotografie-Forums Dr. Nina Mika-Helfmeier, "für den großartigen Fotografen ist das natürliche Licht eines der zentralen Gestaltungsmittel: Weich und manchmal leicht diffus, erzeugt es in seinen Bildern eine ruhige, zeitlose Stimmung. Ähnlich wie bei Goethe in der Italienischen Reise wirkt das 'italienische Licht' klärend und lenkt den Blick auf das Wesentliche." Die Leitung des Estate Pietro Donzelli Renate Siebenhaar ergänzt: "Pietro Donzellis Fotografien erhalten ihre Faszination durch meisterliche Komposition und konzentrierte Stille und oftmals entstehen rätselhafte Beziehungen zwischen Menschen und ihrer Umgebung. Die Zeit scheint aufgehoben: Über das Bezeugen einer vergangenen Epoche hinaus bewahren Donzellis Fotografien eine universelle Bedeutung und Bannkraft außerhalb von Zeit und Ort."

Der 1915 in Monaco geborene Donzelli ging seinem intensiven Engagement für die Fotografie erst in seinen 30ern nach, neben einer Beschäftigung als Archivar bei der nationalen Telefongesellschaft SIRTI. Wenngleich er seit seiner Kindheit von der Fotografie begeistert war, stand dieser Leidenschaft zunächst die Einberufung in den Kriegsdienst 1943 im Weg. Seine Erfahrungen im Zweiten Weltkrieg sollten den Künstler nachhaltig prägen. Die Fotografie bot ihm, laut eigener Aussage, nach dem Krieg die Möglichkeit, Gefühle und Gedanken auszudrücken und sich anderen mitzuteilen. Donzelli lag viel daran, mit der Fotografie neue, eigenständige Ausdruckswege zu erschließen und sie als vollwertige Kunstform zu etablieren. Er gilt heute als einer der wichtigsten Protagonisten der Strömung des Neorealismus. Sein Engagement für die Fotografie beschränkte sich nicht nur auf die eigene fotografische Arbeit, vielmehr war Donzelli ebenso als Kritiker und Ausstellungsmacher international aktiv. Er gründete unter anderem die Zeitschrift Fotografia und war später Co-Direktor der italienischen Ausgabe von Popular photography. Zeit seines Lebens pflegte der Fotograf einen stetigen Austausch zu Vertreter_innen innovativer fotografischer Strömungen auf der ganzen Welt. Donzellis Arbeiten sind heute in zahlreichen öffentlichen und privaten Sammlungen vertreten, u.a. im Museum of Modern Art New York, dem Museum Folkwang in Essen sowie in der Collezione Farnesia in Rom.

Die Serie „Po-Delta - Land ohne Schatten“ verdeutlicht Donzellis sorgsame Arbeitsweise, die umfangreiche und intensive Recherchen umfasste. Über acht Jahre hinweg bereiste der Fotograf das Po-Delta und hielt dort die Landschaft, aber auch die Menschen und ihre Lebensbedingungen fest. Dabei zeigen die Fotografien ganz unterschiedliche Aspekte des besonderen Landstrichs. Die Aufnahmen sind keineswegs rein dokumentarischer Natur, sondern entfalten eine poetische Kraft, die ihnen eine eigene ästhetische Qualität verleiht.

Donzelli beschäftigte sich jedoch nicht nur mit dem Leben auf dem Land, auch das Zusammenleben in den Städten ist Gegenstand seiner fotografischen Arbeit. In seiner Heimatstadt Mailand entstehen zahlreiche Aufnahmen: neben flüchtigen Alltagsmomenten interessiert ihn die Mailänder Mustermesse in besonderer Weise. Es entstehen Fotografien, die sich durch klare Kompositionen und ungewöhnliche Perspektiven auszeichnen. Seine frühste fotografische Serie entsteht in Neapel. Unmittelbar nach dem Krieg beginnt er die fünfjährige Arbeit an Aria di Napoli (Die Luft von Neapel) mit dem Ziel, ein anderes Bild der Stadt zu zeichnen, außerhalb der touristischen Pfade: Es begegnen uns in den Fotografien Verkäufer ebenso wie schlafende Seemänner, Straßenkinder, Musikanten, Tagelöhner, Straßenkehrer und Schuhputzer, die Donzelli stets umsichtig und würdevoll ins Bild setzte.

Der Gang durch die Ausstellung gleicht einer Zeitreise in das Italien eines vergangenen Jahrhunderts und wirft doch wesentliche, heute immer noch aktuelle Aspekte des Menschseins auf. Er lädt zum Sinnieren und zur Kontemplation ein. Das Licht ist dabei Donzellis stetiger Begleiter und begegnet den Besucher_innen auf verschiedene Weise: mal hart und kontrastreich, mal diffus und sanft. Donzelli versteht es meisterhaft Schönheit und Harmonie im Alltäglichen zu finden.

Zur Ausstellung erscheint ein umfangreicher Katalog, herausgegeben von Dr. Nina Mika-Helfmeier und Renate Siebenhaar, mit einem Essay von Andreas Platthaus (FAZ). Er ist im Fotografie-Forum zum Preis von 25 Euro erhältlich.

Fotografie-Forum der StädteRegion Aachen (Monschau)

09.05.2026 - 06.01.2027 Studioausstellung: Bernhard Obst - The sky is open
Staedtische Galerie Bietigheim-Bissingen ( Bietigheim-Bissingen)
Pressemitteilung
Bernhard Obst
The sky is open
9. Mai 2026 bis 6. Januar 2027

Der früh verstorbene Künstler Bernhard Obst (1956 in Ludwigsburg – 2014 in Bietigheim-Bissingen) ist wohl nur Kennern der regionalen Kunstszene ein Begriff. Er studierte an der Akademie der Bildenden Künste in Stuttgart, doch stellte nur selten aus. Dabei schuf Bernhard Obst umfangreiche Serien mit symbolischen Inhalten, darunter Kompositionen mit Stoffen und Tüchern, die ein Ver- und Enthüllen suggerieren. Neben der Öl- und Acrylmalerei galt sein besonderes Augenmerk der Zeichnung: Mit Bleistift oder Tusche überzog er großformatige Papiere mit unzähligen Strichen und feinen Schraffuren und schuf so außergewöhnliche Stillleben oder surreale Figurenszenen. Unter dem Motto »The sky is open« gestaltete er eine ganze Reihe phantastischer Landschaften. Anlässlich seines 70. Geburtstags zeigt die Städtische Galerie mit Gemälden, Zeichnungen und Linolschnitten aus dem Nachlass des Künstlers einen repräsentativen Querschnitt seines eindrucksvollen Schaffens – eine Entdeckung!

Wir laden herzlich ein zur Eröffnung
am Freitag, 8. Mai, 19 Uhr
mit Oberbürgermeister Jürgen Kessing
und Dr. Petra Lanfermann

Begleitprogramm

After-Work-Kurzführungen mit Apéritif
Freitag, 12. Juni, 16.30 Uhr
Mittwoch, 5. August, 16.30 Uhr
Donnerstag, 17. September, 17 Uhr
Donnerstag, 29. Oktober, 17 Uhr
Mittwoch, 30. Dezember, 16.30 Uhr

Der persönliche Blick
Kuratorinnenführung mit Familie Obst
Donnerstag, 2. Juli, 16.30 Uhr
Freitag, 13. November, 16.30 Uhr

Familien-Fun-Freitage
Kombination aus Führung und Kreativ-Workshop für Groß und Klein
Freitag, 21. August und 23. Oktober, jeweils 15 Uhr

Unser umfangreiches Workshop-Programm für Kinder und Jugendliche entnehmen Sie bitte dem gesonderten Flyer oder unserer Website.

Begrenzte Teilnehmerzahl! Anmeldung empfohlen per Telefon oder E-Mail!

Öffnungszeiten
Mi–Fr 14–18 Uhr
Sa, So 11–18 Uhr
alle Feiertage 11–18 Uhr
nur 24., 25. und 31.12. geschlossen

Eintritt frei
After-Work-Führungen: 4 € inkl. Getränk
Kuratorinnenführung 5 €
Familien-Fun-Freitag: 10 € pro Familie

Die Städtische Galerie ist inklusive Sanitäranlage barrierefrei.

Städtische Galerie Bietigheim-Bissingen
Hauptstraße 60–64
74321 Bietigheim-Bissingen
Telefon 07142 74-483
galerie@bietigheim-bissingen.de
http://galerie.bietigheim-bissingen.de


Staedtische Galerie Bietigheim-Bissingen ( Bietigheim-Bissingen)

09.05.2026 - 07.06.2026 space & trace
BBK Karlsruhe, Künstlerhaus Karlsruhe (Karlsruhe)
Pressemitteilung
Unsere thematische Gruppenausstellung widmet sich dem Zusammenspiel von Raum und Spur und zeigt Arbeiten aus den Bereichen Installation und Skulptur. Ausgewählte Mitglieder haben hier die Möglichkeit, mehrere Werke zu präsentieren und so einen breiteren Einblick in ihr künstlerisches Schaffen zu geben.

Installation und Skulptur beschäftigen sich auf unterschiedliche Weise mit Raum: Sie nehmen ihn ein, verändern ihn oder machen ihn neu erfahrbar. Gleichzeitig hinterlassen sie Spuren – sichtbar oder unsichtbar – die auf Prozesse, Materialien oder vergangene Zustände verweisen.

„space & trace“ versammelt künstlerische Positionen, die genau hier ansetzen: Zwischen räumlicher Präsenz und den Spuren, die Werke hinterlassen. Die Ausstellung zeigt, wie vielfältig und offen diese Herangehensweisen sein können – von klaren Formen bis hin zu experimentellen, prozesshaften Arbeiten. So entsteht ein lebendiger Überblick über aktuelle Arbeiten, die den Raum nicht nur nutzen, sondern aktiv mit ihm arbeiten und ihn neu erfahrbar machen.

Boglárka Balassa, Hannah Cooke, Benedikt Forster, Elke Hennen, Jörn Kausch, Peco Kawashima, Renate Koch, Sasha Koura, Nina Laaf, Martin Lorenz, Su Min, Meggi Rochell, Jost Schneider, Ursula Schroer, Annette Ziegler

Vernissage
Freitag, 8. Mai 2026, 19 Uhr
Begrüßung: Ralf Stieber, Vorstand BBK Karlsruhe
Grußwort der Stadt Karlsruhe: Susanne Ablaß, Leiterin des Kulturbüros Karlsruhe
Einführung: Anna Reich, stellvertretende Museumsleiterin Museum Ettlingen

Finissage
Sonntag, 7. Juni 2026, 15 Uhr
Die Künstler:innen führen durch die Ausstellung

Ausstellungsdauer
9. Mai – 7. Juni 2026
geöffnet Freitag 17–20 Uhr, Samstag und Sonntag 14–18 Uhr

Ort
BBK im Künstlerhaus, Am Künstlerhaus 47, 76131 Karlsruhe

Freier Eintritt zu allen Veranstaltungen!

BBK Karlsruhe, Künstlerhaus Karlsruhe (Karlsruhe)

26.04.2026 - 07.03.2027 Una Passeggiata Italiana
Museum Art.Plus (Donaueschingen)
Pressemitteilung
Das Museum Art.Plus lädt zu einem Spaziergang durch die zeitgenössische Kunst Italiens ein. Farbklänge, Formen und Materialien entfalten sich zu einem sinnlichen Dialog aus Emotionen, Bewegung und Licht. Entlang einer imaginären Reise von Rom bis nach Florenz, Turin, Varese und Bozen (mit einem Abstecher nach Trier) begegnen die Besucher:innen unterschiedlichen künstlerischen Positionen, in denen zwischen poetischer Bildsprache und klarer Struktur eine Atmosphäre entsteht, die zum Entdecken, Verweilen und Träumen anregt.

Ausstellende Künstler:innen:
Pizzi Cannella, Giuseppe Gallo, Bodo Korsig, Luigi Mainolfi, Allesandro Mendini, Marzia Migliora, Marcello Morandini, Nunzio, Gabriela Oberkofler, Stefan Rohrer, René Staud, Fabio Viale

Museum Art.Plus (Donaueschingen)

25.04.2026 - 05.07.2026 SINGENKUNST 2026 »grenzenlos«.
Kunstmuseum Singen (Singen)
Pressemitteilung
Mit der Ausstellung SINGENKUNST 2026 »grenzenlos« setzt der Kunstverein Singen seine zweijährlich stattfindende Ausstellungsreihe im Kunstmuseum Singen fort. Das Anliegen der Ausstellungsreihe ist es, die erstaunlich große Vielfalt und Lebendigkeit der Kunst aus der grenzüberschreitenden Bodensee-Region zu zeigen, sowie für junge Künstlerinnen und Künstler oder bis dato in dieser Raumschaft weniger bekannte Positionen eine öffentliche Plattform zu schaffen - diese sichtbar zu machen.

Ohne Beschränkungen hinsichtlich Stil und Gattung sind in der Ausstellung gleichermaßen gegenständliche und ungegenständliche, figurative und konzeptuelle, reduzierte wie überbordende Werke vertreten; Ohne Beschränkungen hinsichtlich Stil und Gattung sind in der Ausstellung gleichermaßen gegenständliche und ungegenständliche, figurative und konzeptuelle, reduzierte wie überbordende Werke vertreten;
Gemälde, Arbeiten auf Papier, Plastiken, Skulpturen, Reliefs, Installationen und Projektionen verbinden sich zu einem ästhetischen Parcours. Im Zusammenspiel der Werke entstehen spannende Bezüge und bereichernde Begegnungen.

Ausgewählt werden die Künstler und die Werke von einer alle zwei Jahre wechselnden Jury, der 2026 die Gastjurorin Judit Villiger, Künstlerin aus der Schweiz, Helena Vayhinger für den Kunstverein Singen und Christoph Bauer für das Kunstmuseum Singen angehören.

Folgende Künstlerinnen und Künstler, geboren zwischen 1942 und 1993 und damit drei Generationen umfassend, nehmen an der SINGENKUNST 2026 »grenzenlos« teil: Frank Altmann, Jan Czerwinski, Andrea Eitel, Regula Engeler, Pirmin Hagen, Severin Hagen, Armin Hartenstein, Anja Luithle, Christian Lutz, Vera Marke, Julius Martin-Humpert, Corina Rauer, Gela Samsonidse, Bernd Schwarting, Laura Signer und Gabriel Zlatanovic.

Kunstmuseum Singen (Singen)

24.04.2026 - 09.05.2026 Heimspiel II – Dessauer KünstlerInnen Vernissage: 23.04.2026 / 18 Uhr
KUNSTHALLE / Dessau (Dessau-Roßlau)
Pressemitteilung
In der KUNSTHALLE zeigen wir die neuen Arbeiten Dessauer Künstlerinnen und Künstler. Wir wollen damit allen Kunstinteressierten die Möglichkeit geben Dessauer Kunst zu sehen.
Wir zeigen Malerei, Grafiken, Plastiken und Fotografien von Dieter Bankert, Franziska Bilharz, Petra Bösenberg, Marc Feldmann, Werner Georges, Katrin Günther, Stephan Günther, Deepesh Harbola, Esther Hoyer, Uwe Hoyer, Veronika Kaiping, Benjamin Kerwien, Katia Klose-Soltau, Natalia Kniazeva, Fridolin Kraska, Jürgen Kutschmann, Alexander Lech, Alexandra Liakhavets, Jürgen Ludwig, Wilfried Meinhard, Simon Muchau, Detlef Münnich, Marion Münzberg, Juliane Naumann, Till Neuenfeld, Karl Andreas Nitsche, Christine Rammelt, Henriette Rammelt, Olaf Rammelt, Sholeh Rhamani, Thomas Ruttke, Astrid Salewski, Timm Scharge, Peter Schrader, Olivia Seipelt, Angelika Spindler, Peter Strauss, Elias Troyke, Grit Wolf, Jakob Wolf, Katrin Zickler und den Urban Sketcher Dessau-Woerlitz.
Wir freuen uns auf ihren Besuch!

KUNSTHALLE / Dessau (Dessau-Roßlau)

17.04.2026 - 30.08.2026 Generation 1700 Zeichnen an der Königlichen Akademie in Paris
Staatsgalerie Stuttgart (Stuttgart)
Pressemitteilung
Wie lernt man, den menschlichen Körper zu zeichnen? Die Ausstellung »Generation 1700« widmet sich dem Zeichenunterricht an der Königlichen Akademie in Paris und zeigt, wie einige der bedeutendsten Künstler der französischen Aufklärung ihr Studium der Anatomie mit künstlerischem Ausdruck verbinden.
Anlässlich des Jubiläums »75 Jahre Institut français Stuttgart«, das 2026 gefeiert wird, beleuchtet die Staatsgalerie Stuttgart das Zeichnen nach dem lebenden Modell zwischen Disziplin, Wissenschaft und künstlerischer Entfaltung.
Abbildung: Michel-François Dandré-Bardon, Oberkörper eines männlichen Rückenaktes mit ausgestrecktem linken Arm, um 1720/25, Staatsgalerie Stuttgart, Graphische Sammlung, alter Bestand

Staatsgalerie Stuttgart (Stuttgart)

17.04.2026 - 17.05.2026 Double Take: Hanna Woll und Anika Hirt. Installation und Objekte
GEDOK Künstlerinnenforum Karlsruhe (Karlsruhe)
Pressemitteilung
Mit „Double Take“ zeigen die Bildhauerin Hanna Woll und die Medienkünstlerin Anika Hirt eine gemeinsame, ortsspezifische Arbeit, die den Ausstellungsraum transformiert.
Besucher:innen finden sich zwischen Inflatables und hängenden Glasobjekten wieder. Die Objekte stehen durch ihre Materialität gleichzeitig im Kontrast und im Einklang. Einerseits durch Gewicht und Volumen, andererseits durch ihre Oberfläche und Beweglichkeit. Alle Objekte agieren mit Licht, reflektieren und spiegeln sich ineinander und schaffen so ein Zusammenspiel. Der Ursprung und die grundlegende Form sind Sphären. Das Material: Luft, Folie, Glas und Licht. Das Produkt: eine Landschaft, die erkundet werden kann, nicht nur im Objekt, sondern auch im Tun.
Ausgehend von ihrer jeweiligen Praxis entwickeln die Künstlerinnen zusammen diese Konstellation aus Objekten, Materialien und Strukturen. Die einzelnen Arbeiten behalten ihre Eigenständigkeit, werden jedoch bewusst miteinander verschränkt. So entsteht ein komplexes Gefüge, in dem sich formale, materielle und inhaltliche Bezüge permanent verschieben. Im Zentrum der Ausstellung steht somit nicht nur das einzelne Objekt, sondern auch das Verhältnis zwischen den Dingen: Abstände, Überlagerungen, Blickachsen und Durchgänge strukturieren den Raum neu. Die Besucher:innen bewegen sich durch ein Arrangement, das gleichermaßen gebaut wie offen wirkt und sich erst im Gehen erschließt.
„Double Take“ lädt dazu ein, Wahrnehmung als aktiven Prozess zu begreifen und den Ausstellungsraum nicht nur zu betrachten, sondern zu erleben.

Vernissage am Freitag, 17.04.2026, 20 Uhr
Einführung: Dr. Frank Degler

Donnerstag, 07.05.2026, 17 – 19 Uhr
Künstlerinnengespräch mit Anika Hirt und Hanna Woll

Foto: Hanna Woll mit Anika Hirt, Double Take

GEDOK Künstlerinnenforum Karlsruhe (Karlsruhe)

11.04.2026 - 16.10.2026 Karl Hofer. Zwischen Schönheit und Wahrheit
Schloss Achberg (Achberg)
Pressemitteilung
Karl Hofer (1878–1955) zählt zu den eigenständigsten Malern der deutschen Moderne. Zwischen Neuer Sachlichkeit und Magischem Realismus entwickelte er eine unverwechselbare Bildsprache. Die Ausstellung zeigt über 60 Gemälde, die die wichtigsten Themen, die ästhetische Kraft und das ihr zugrunde liegende Menschenbild in Hofers Malerei anhand von Beispielen aus allen Schaffensphasen präsentieren.
Ergänzt wird die Ausstellung um Gemälde von Künstlern der Halleschen Schule, die Anklänge an Hofers Malerei aufweisen, sowie Gemälde von Willi Baumeister. Sie werfen ein Schlaglicht auf die Rezeption Hofers zwischen 1945 und 1955 in Ost und West.

Die Ausstellung ist eine Kooperation von Schloss Achberg mit der Sammlung Arthouse, dem Kunstmuseum Moritzburg Halle (Saale) und der Städtischen Galerie Bietigheim-Bissingen.

Schloss Achberg (Achberg)

27.03.2026 - 07.06.2026 JONATHAN MEESE: MEIN/DEIN „„K.U.N.S.T.K.O.R.P.S.“-RICHARD WAGNERZ“! (ERZVERBINDUNGEN DER TOTALSTLIEB
Kunstsammlung Jena (Jena)
Pressemitteilung
Im Mittelpunkt der Ausstellung in der Kunstsammlung Jena steht die Auseinandersetzung Meeses mit dem Komponisten, Dirigenten, Schriftsteller und Regisseur Richard Wagner. Seit einigen Jahren schon beschäftigt sich Jonathan Meese mit dem „Gravitationszentrum“ Wagner. Das äußert sich in zahlreichen Werken, die sich aus einer vielschichtigen Sprache aus Bewunderung einerseits und Kritik andererseits speisen. Die Ausstellung präsentiert Arbeiten aus unterschiedlichen Werkphasen, darunter bereits bekanntes, aber auch ganz neues Material – und wie immer, bei dem Erzkünstler Meese, dürfen wir gespannt sein, was uns erwartet.

Kunstsammlung Jena (Jena)

21.03.2026 - 21.06.2026 Unglaublich! Zeitgenössische Kunst in den Sphären der Religion
Staedtische Galerie Bietigheim-Bissingen ( Bietigheim-Bissingen)
Pressemitteilung
Für die Mehrzahl der Weltbevölkerung bestimmt Religion die Identität und alltäglichen Lebensrhythmen. Auch die Kultur, Denkweisen und Moralvorstellungen des globalen Nordens waren jahrhundertelang von Religion geprägt – und sind es in unterschiedlicher Intensität noch immer. Viele Bildformeln und Rituale sind für uns in Mitteleuropa so selbstverständlich, dass wir diese kulturelle Prägung kaum noch wahrnehmen.

Die Ausstellung zeigt aktuelle künstlerische Positionen von elf Künstler*innen, die der eigenen religiösen Fundierung nachspüren oder sich mit dem Interreligiösen beschäftigen. Die Kunstschaffenden kommen aus vielen Ländern, sind christlich, jüdisch, muslimisch, agnostisch oder atheistisch aufgewachsen – manche sind gläubig, andere haben eine kritische Distanz zur Religion.

Die Künstler*innen beschäftigen sich mit der Faszination, die sie in den kulturellen Ausprägungen einer Religion, deren Ikonographie und Symbolik, deren Ritualen und Architektur finden. Oft berühren sie dabei existenzielle Probleme des Glaubens und des Zweifels. Andere gehen beispielsweise der Frage nach, was mit spirituellen Gegenständen passiert, welche ihrer ursprünglichen Funktion enthoben sind. Die Werke bewegen sich zwischen Aneignung, Dekonstruktion und Neuinterpretation tradierter religiöser Bild- und Bedeutungssysteme.

Die Ausstellung lädt die Besuchenden zum Dialog ein und eröffnet die Möglichkeit, auf ungewöhnliche und vielleicht unerwartete Weise in die Sphären der Religion einzutauchen.
Die Schau mit Gemälden, Aquarellen, Zeichnungen, Skulpturen, Installationen, Fotografien und Videoarbeiten wurde exklusiv von Matthias Beckmann und Roland Stratmann für die Städtische Galerie Bietigheim-Bissingen kuratiert.


Beteiligte Künstlerinnen und Künstler
Martin Assig (*1959 in Schwelm)
Marwan Bassiouni (*1985 in Morges, Schweiz)
Matthias Beckmann (*1965 in Arnsberg)
Nezaket Ekici (*1970 in K?r?ehir, Türkei) + Shahar Marcus (*1971 in Petach Tikwa, Israel)
Michal Fuchs (*1983 in Negev, Israel)
Ana Hupe (*1983 in Rio de Janeiro, Brasilien)
Anahita Razmi (*1981 in Hamburg)
Nadine Rennert (*1965 in Neustadt/Weinstr.)
Miguel Rothschild (*1963 in Buenos Aires, Argentinien)
Roland Stratmann (*1964 in Südlohn)

Wir laden Sie herzlich ein
zur Eröffnung der Ausstellung
am Freitag, 20. März, um 19 Uhr
Es sprechen:

Jürgen Kessing
Oberbürgermeister
Dr. Isabell Schenk-Weininger
Leiterin Städtische Galerie
im Gespräch mit den Kuratoren
Matthias Beckmann & Roland Stratmann


Begleitprogramm

Öffentliche Führungen
Sonntag, 22. März, 11.30 Uhr
Sonntag, 12. April, 16.30 Uhr
Sonntag, 26. April, 16.30 Uhr
Sonntag, 10. Mai, 11.30 Uhr
Sonntag, 31. Mai, 16.30 Uhr
Sonntag, 21. Juni, 11.30 Uhr

Führung für Lehrkräfte
Montag, 23. März, 17 Uhr

After-Work-Kurzführungen mit Apéritif
Freitag, 27. März, 17 Uhr
Mittwoch, 6. Mai, 16.30 Uhr
Mittwoch, 3. Juni, 17 Uhr

Kunst, Kaffee & Kuchen
Kuratorinnenführung mit anschließendem Kaffee und Kuchen
Freitag, 17. April, 14.30 Uhr
Donnerstag, 18. Juni, 15 Uhr

Vormittagsführungen für Senior*innen
Dienstag, 28. April, 10 Uhr
Mittwoch, 27. Mai, 10 Uhr


Lesekreis Galerie
Donnerstag, 16. April, 18.30 Uhr
Mittwoch, 22. April, 19 Uhr

»Im Kern sind Kunst und Religion doch Geschwister«
Lesung mit Christoph Peters
Sonntag, 26. April, 19 Uhr

Der andere Blick
Rundgang mit Pfarrer Bernhard Ritter
Mittwoch, 20. Mai, 18.30 Uhr

Kreative Schreibwerkstatt
mit Barbara Knieling vom Lieblingsbuch-Laden
Donnerstag, 11. Juni, 18 Uhr

Familien-Fun-Freitag
Kombination aus Führung und Workshop für Groß & Klein
Freitag, 19. Juni, 15 Uhr

Finissage
mit den Künstler-Kuratoren Matthias Beckmann und Roland Stratmann
Sonntag, 21. Juni, 16 Uhr

Unser umfangreiches Workshop-Programm für Kinder und Jugendliche entnehmen Sie bitte dem gesonderten Flyer oder unserer Website.

Begrenzte Teilnehmerzahl! Anmeldung empfohlen per Telefon oder Email!


Studioausstellungen

Doris Graf
XPlacesToBe
noch bis 12. April

Bernhard Obst
»The sky is open«
9. Mai 2026 bis 6. Januar 2027
ERÖFFNUNG: Freitag, 8. Mai, 19 Uhr


Demnächst…
Spielwiese Kunst
im Rahmen des Festivals »Beyond Fun« der KulturRegion Stuttgart
11. Juli bis 18. Oktober 2026


Öffnungszeiten
Mittwoch bis Freitag 14–18 Uhr
Samstag, Sonntag 11–18 Uhr
Karfreitag bis Ostermontag 11–18 Uhr
Maifeiertag, Himmelfahrt, Pfingsten und Fronleichnam 11–18 Uhr


Eintritt frei!
Alle Führungen: 4 €
Kunst, Kaffee & Kuchen: 10 €
Familien-Fun-Freitag: 10 € pro Familie
Lesung: 10 €
Schreibwerkstatt: 15 €
Finissage: Freiwillige Spende
Private Gruppenführung: 60 € (Mi–Fr. zu den Öffnungszeiten) / 70 € (außerhalb der Öffnungszeiten und wochenends)

Führungen für Gruppen und Schulklassen nach telefonischer Vereinbarung

Die Galerie ist inklusive Sanitäranlage barrierefrei.

Städtische Galerie Bietigheim-Bissingen
Hauptstraße 60–64
74321 Bietigheim-Bissingen
Telefon 07142 74-483
Telefax 07142 74-446
http://galerie.bietigheim-bissingen.de
galerie@bietigheim-bissingen.de


Staedtische Galerie Bietigheim-Bissingen ( Bietigheim-Bissingen)

21.03.2026 - 07.06.2026 BELICHTUNG DES JETZT Christofer Kochs, Margret Hoppe Malerei, Film, Skulptur und Foto
Städtische Galerie Fähre (Bad Saulgau)
Pressemitteilung
Die Städtische Galerie Fähre in Bad Saulgau präsentiert ab Samstag, 21. März 2026 zwei große Soloauftritte. Im Zentrum der Schau in den Galerieräumen stehen rund 50 Bilder, Skulpturen und Filme des in Augsburg lebenden Künstlers Christofer Kochs (*1969) aus seinen jüngsten Arbeitsperioden sowie den letzten zwanzig Jahren.
Offenheit und Poesie, schwebende Zustände und leise Exzentrik machen das in verschiedenen Gattungen sich offenbarende Werk des Malers, Bildhauers, Filmemachers, Musikers und Songschreibers, der in Bad Saulgau seine erste Einzelausstellung präsentiert, global kulturell lesbar.
Im Kreuzgang werden erstmals prägnante fotografische Werkserien der renommierten, in Leipzig lebenden Fotografin Margret Hoppe (* 1981) und Timm Rautert-Schülerin aus den Serien „Rues de Paris“ (2005), „Après une Architecture“ (2013) und „Cotton and Capital“ (2015) vorgestellt.

Keine Erzählung, keine Nostalgie.
In der „Belichtung des Jetzt“ und den damit explizit verbundenen Phänomenen von Präsenz und Abwesenheit, von Erscheinen und Verschwinden der Figur finden die non-narrativen bzw. non-nostalgischen Arbeiten von Christofer Kochs und Margret Hoppe ihren gemeinsamen, geheimnisvollen Schnittpunkt. Denn sowohl Kochs als auch Hoppe arbeiten in sensiblen Bildsprachen mit Orten und Architekturen.
Kochs kreiert in seinem malerischen Werk durch Leinwandfaltungen, transparente Schichtungen und Texturen geometrische, funktionale und abstrakte Bildräume voller Weite, Offenheit und Unbestimmbarkeit. In ihnen tauchen schließlich, wie in heiteren „Denkbildern“, so der Designer Marius Schreyer aus Nürnberg, Silhouetten, Figuren oder Torsi auf. Ähnliches vollzieht sich in seinen Filmen, die an Orten auf der ganzen Welt entstehen. In allen wie imaginär erscheinenden Räumen behauptet sich, zwischen Sichtbarem und Unsichtbarem, zwischen Geistigem und Körperlichem, zwischen Schemenhaftigkeit und Begreifbarkeit schließlich beharrlich die menschliche Existenz, die das Publikum mit universellen Erfahrungen wie dem Loslassen, der Veränderung und dem Neuanfang konfrontiert.
Margret Hoppes Fotografien bergen auf andere Weise Erinnertes. Ihr ruhiger Blick durch die Kamera nähert Ansichten von Gebäude- und Straßenteilen an Orten und Städten in Frankreich farb- und formintensiven abstrakten Kompositionen an und lässt sie gleichzeitig wie stille Tatorte vergangener Ereignisse erscheinen. Durch ihre Fotografien werden sie auf vielfältige Weise neu lesbar. Ihre Werkauswahl für Bad Saulgau erweist zudem der besonderen, mit Frankreich verbundenen Gründungsgeschichte der städtischen Galerie „Fähre“ in der Nachkriegszeit nonchalant ihre Referenz.
Galerie-Leiterin Alexandra Karabelas: „Die sachliche Ausstrahlung von Hoppes fotografischen Artefakten ist hochkommunikativ. Über sie treten ihre Fotografien sowohl mit Kochs Szenerien als auch mit unserem Ausstellungsgebäude in einen spannenden Dialog, in dem wir uns letztendlich in unserer menschlichen Existenz selbst vergewissern.“
Zur Ausstellung erscheint ein umfassendes Begleitprogramm.


ÜBER Christofer Kochs
Christofer Kochs wurde 1969 in Osnabrück geboren und assistierte nach dem Abitur in der Lithografie-Werkstatt Jan Preis in Augsburg. Ab 1992 studierte er an der Akademie der Bildenden Künste München, wo er die Druckwerkstatt Richard Wagner Hof mitaufbaute und Assistent der Lithografie-Werkstatt von Prof. Karl Imhof wurde. Die Arbeit Kochs wurde bereits in diesen Jahren mit mehreren Preisen gewürdigt, u.a. mit dem Kronacher Lucas Cranach-Förderpreis, dem Kunstförderpreis der Stadt Augsburg oder dem Irseer Magnus Remy-Preis.
Nach Abschluss seines Studiums startete Kochs, der auch eine große Leidenschaft für die Musik lebt, als freischaffender Künstler und Hochschuldozent mit Lehraufträgen an den Hochschulen in Bonn und in Augsburg. Er erhielt zahlreiche Arbeits-, Atelier und Reisestipendien, unter anderem 2001 und 2004 als Artist in Residence an der School of Arts in Sydney in Australien oder seit 2021 mehrfach am Mecklenburgischen Künstlerhaus. 2024 wurde Kochs mit dem Arno Buchegger-Preis ausgezeichnet. Sein Werk ist unter anderem in der Bayerischen Staatgemäldesammlung München, den städtischen Kunstsammlungen Augsburg und Schweinfurt, in den Sammlungen BMW München und Siemens oder im Willy Brandt-Haus in Berlin vertreten.

ÜBER Margret Hoppe
Margret Hoppe wurde 1981 in Greiz, Thu?ringen geboren. Sie studierte bis 2007 Fotografie an der Hochschule für Grafik und Buchkunst in Leipzig und absolvierte ihr Diplom bei Prof. Timm Rautert. 2009 erhielt sie ihren Meisterschülerabschluss bei Prof. Christopher Muller. Sie studierte außerdem an der École Nationale Supérieure des Beaux-Arts in Paris bei Jean-Marc Bustamante und Christian Boltanski und realisiert seitdem viele Projekte und Ausstellungen in Frankreich. Margret Hoppe erhielt mehrere Residenzen u.a. am Bauhaus Dessau oder der Kulturstiftung des Freistaats Sachsen. Sie lebt und arbeitet in Leipzig.






Pressefotos:

Seite 1, links:
Christofer Kochs, Glück in Händen, Lascoux, Öl auf Leinwand, 160 x 90 cm.
Seite 1, Mitte:
Margret Hoppe, Couvent de Saint-Marie de La Tourette I, Eveux, 2013, C-Print hinter Acrylglas, 140 x 170 cm
Seite 1, rechts:
Christofer Kochs, Belichtung des Jetzt, Lascoux, Öl auf Leinwand, 120 x 80 cm.


Mit der Ausstellung „Belichtung des Jetzt. Christofer Kochs, Margret Hoppe“ setzt die städtische Galerie „Fähre“ ihr Programm „Im neuen Fahrwasser: LISTEN TO YOUR EYES - Öffnung und neue Horizonte für die „Fähre“ in Bad Saulgau“ fort. Es wird von der Baden-Württemberg-Stiftung („Wir stiften Zukunft“), der Firma Reisch, dem Kunstverein Bad Saulgau gefördert und zudem im Bereich der Kunstvermittlung mit Mitteln der Europäischen Union im Rahmen des ELER und mit Mitteln des Landes Baden-Württemberg in Kooperation mit dem Kunstverein Bad Saulgau e.V. finanziert.

Ausstellungseröffnung
Samstag 21. März 2026, 17 Uhr
Begrüßung durch Alexandra Karabelas, Leitung Städtische Galerie Fähre
Grußwort von Raphael Osmakowski-Miller, Bürgermeister
Guitar & Sound von Yair Karelic, Berlin

Öffnungszeiten
Di – So sowie an Feiertagen, jeweils 14-17 Uhr, freier Eintritt am 1. Sonntag im Monat.

Begleitprogramm

Öffentliche Führungen finden jeden Sonntag um 15 Uhr statt: 22., 29.3. (Palmsonntag), 5., (Ostersonntag), 12., 19., 26.4., 3., 10., 17.5., 24., 31.5., 7.6.2026. Dauer: 60 min, Kosten: 4 € zzgl. Eintritt.

Happy Summer Night – Kunstparty in der “Fähre“ am Samstag, 6.6.2026, ab 22 Uhr bis 2 Uhr mit DJ klavivé and other artists

Das weitere Veranstaltungsangebot wird demnächst bekannt gegeben.

Städtische Galerie Fähre (Bad Saulgau)

20.03.2026 - 31.12.2026 Sammlungsparcour III - Von Artischocke bis Zebra
Museum Schloss Ettlingen (Ettlingen)
Pressemitteilung
Die erste Ausstellung im Museum Ettlingen im Schloss dieses Jahr ist den Themen „Stillleben und Tierdarstellungen“ gewidmet. Mit der dritten Folge der Ausstellungsreihe Sammlungsparcours greift das Museum Ettlingen immer wieder neue Aspekte der eigenen Kunstsammlung auf. Rund 60 Werke von 25 Künstlerinnen und Künstlern warten darauf von Ihnen entdeckt zu werden.

NEU! Das Atelier für Besucher in der Ausstellung

In unserem Ausstellungsatelier können Besucherinnen und Besucher jeden Alters ganz spontan aktiv kreativ werden. Stellen Sie sich aus einer Vielzahl an Objekten ein Stillleben zusammen und schon können Sie vor Ort ihre eigene Komposition zeichnen.
Papier und Stifte liegen bereit, können aber auch mitgebracht werden.
Das Atelier ist während der Öffnungszeiten der Ausstellung geöffnet. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Museum Schloss Ettlingen (Ettlingen)

20.03.2026 - 21.06.2026 #SHOTBYADAMS Photography by Bryan Adams
Hessisches Landesmuseum Darmstadt (Darmstadt)
Pressemitteilung
Unter dem Titel #SHOTBYADAMS zeigt das Hessische Landesmuseum Darmstadt ausgewählte Arbeiten aus dem beeindruckenden fotografischen Schaffen von Bryan Adams. Die Werke stammen aus vier der bekanntesten Serien des Fotografen:

#SHOTBYADAMS, WOUNDED: THE LEGACY OF WAR, HOMELESS, IN COLOUR

Parallel zu seinen Erfolgen als Sänger und Songwriter hat Bryan Adams seit den 1990er Jahren eine sehr selbstbewusste Karriere als Fotograf gemacht und ist hierfür mehrfach ausgezeichnet worden.

In der Serie #SHOTBYADAMS standen ihm zahlreiche Freunde, Berühmtheiten und Superstars Modell, unter ihnen Julianne Moore, Ben Kingsley, Amy Winehouse oder Mick Jagger. Es ist beeindruckend, wie Bryan Adams bei diesen Porträtaufnahmen Regie führt. Seinem Auge scheint nichts zu entgehen. Die Porträtierten offenbaren sich ihm in zum Teil egozentrischen Posen und sind dabei ganz in ihrem Element. Sie lassen keinen Zweifel daran, dass sie großes Vergnügen bei den Foto-Sessions hatten.

Doch Bryan Adams ist weit mehr als ein Fotograf berühmter Persönlichkeiten aus der Glamourwelt der Unterhaltung. Er widmet sich auch realen Lebensgeschichten und Schicksalen unserer Gegenwart. Ein bedeutendes Beispiel hierfür ist die Serie WOUNDED: THE LEGACY OF WAR. Sie zeigt junge britische Soldaten, die mit verstümmelten Gliedmaßen, Prothesen, Brandnarben aus den Einsätzen in Afghanistan und im Irak zurückgekehrt sind. Die Porträtierten blicken würdevoll in seine Kamera. Sie sind gezeichnet durch die Folgen des Kriegseinsatz, der ihr Leben radikal veränderte.

Mit der Serie HOMELESS wendet sich Bryan Adams denen zu, die am Rande der Gesellschaft leben: Seine Porträts zeigen Menschen ohne festen Wohnsitz in London, die das Obdachlosenmagazin »The Big Issue« verkaufen. Mitfühlend und respektvoll macht er ihre Notlage bewusst und betont gleichzeitig den unschätzbaren Wert jedes Einzelnen.

Bryan Adams hat in der Serie IN COLOUR ausgewählte Porträts um eine künstlerische Komponente erweitert. Indem er in einem ausgeklügelten Verfahren die Aufnahmen mit individuell abgestimmten, auf Plexiglas hinterdruckten Farbtönen verbindet, verleiht er den Fotografien eine zusätzliche ästhetische und atmosphärische Ebene.

Mit der Ausstellung #SHOTBYADAMS setzt das Hessische Landesmuseum Darmstadt seine Reihe von Fotoausstellungen fort, die im Jahr 2021 begonnen wurde. Nach Peter Lindbergh, Walter Schels und Candida Höfer ist Bryan Adams nun der vierte bedeutende Fotograf, dessen herausragende Arbeiten in Darmstadt bewundert werden können.

Die Ausstellung wird in Kooperation zwischen Crossover und dem Hessischen Landesmuseum Darmstadt präsentiert.
Kuratoren: Anke Degenhard und Mat Humphrey

Hessisches Landesmuseum Darmstadt (Darmstadt)

15.03.2026 - 07.06.2026 Andreas Tesch - Future Fossils
Museum Art.Plus (Donaueschingen)
Pressemitteilung
“Future Fossils” von Menschenhand erschaffene Fossilen für die Zukunft. Das Medium Ton erlaubt mir, mich in visuellen Formen auszudrücken, als Reflektion an mein kulturelles Erbe, die australische Natur und die Dinge meines täglichen Lebens. Diese Formen bewirken Gedanken und Erinnerungen. Sie sind Muster oder auch Fragmente. Sie rufen Gedanken hervor zur Geschichte der Natur mittels ihrer wachstumsartigen Elemente.

Bei meinen Arbeiten habe ich spezielle Techniken für deren Oberflächen entwickelt, bewusst mit kleinen Unregelmäßigkeiten um dadurch den Eindruck von botanischen, biologischen Spezies hervorzurufen, aber auch von ausgebleichten Knochen mit gewebeartiger Oberfläche.

Andreas Tesch (*1957 in Melbourne - lebt und arbeitet in Berlin)

Museum Art.Plus (Donaueschingen)

22.02.2026 - 10.05.2026 "Zurück ins Licht - (fast) vergessene Künstlerinnen. Lisa-Ursula Deventer, Fia Ernst, Brigitte Lang
Kunstverein Kreis Soest e. V. (Soest)
Pressemitteilung
Wie wohl in kaum einer zweiten Stadt in Westfalen lebten und arbeiteten in Soest zahlreiche hervorragende Künstlerinnen und Künstler und prägten diese Stadt und ihre Umgebung nachhaltig mit.
Einige von ihnen scheinen schon fast vergessen zu sein. In einer Serie von mehreren geplanten Ausstellungen will der Kunstverein Kreis Soest e.V. namhafte Künstlerinnen und Künstler wieder „zurück ins Licht“ holen. An ihr Schaffen und ihre Bedeutung wollen diese Ausstellungen erinnern, um die Kunstgeschichte dieser Stadt lebendig zu halten.

Der zweite Teil der Ausstellung „‘Zurück ins Licht’ – (fast) vergessene Künstlerinnen und Künstler“ widmet sich vier Künstlerinnen, deren qualitätsvolles künstlerisches Werk verdient, wieder ausgestellt zu werden. Und dass Künstlerinnen schon immer gegenüber ihren männlichen Kollegen weniger im Licht der Öffentlichkeit standen, ist ein trauriges, aber leider wahres Kapitel der europäischen Kunstgeschichte.

Sophia-Maria von Waldthausen Brede (1920-2010) zeigte ihre Werke unter dem Künstlernamen Fia Ernst. In den ersten Jahren nach dem Zweiten Weltkrieg studierte sie bei so berühmten Lehrern wie Willi Baumeister und Josef Albers. Es war die Zeit, in der die abstrakte Kunst in Westdeutschland vorherrschend war. Fia Ernst begann mit konstruktiven Kompositionen, später wandte sich sich zunehmend geometrisch-architektonischen Formen zu. Sie hatte außergewöhnliche Lehrer und schuf ein vielseitiges künstlerisches Werk, das es nicht verdient, vergessen zu werden.

Brigitte Lange-Helms (1940-2014) ließ sich von in ihren zahlreichen Buchillustrationen und grafischen Blättern von der europäischen und außereuropäischen Märchen- und Sagenwelt inspirieren. Wirklichkeit und Fantasie, figürliche Szenen und ungegenständliche Elemente verbinden sich in ihren collagenartig komponierten Blättern. Daneben schuf sie unter dem Pseudonym „Sarah Andrae“ farbige Kompositionen von großer Leuchtkraft. Ihr vielseitiges künstlerisches Lebenswerk verdient unsere Anerkennnung.

Das Werk von Ursula-Lisa Deventer (1941-2017) gehört in den Bereich der Konzeptkunst. In ihren Arbeiten tritt immer mehr die architektonische Rauminstallation in Form von Plexiglaskästen zugunsten der raumbildenden Wirkung des Lichtes zurück. Das Licht bestimmt die Komposition und verdichtet sich in ihren späteren Arbeiten zu einem unendlichen Farbraum, der die Begrenzung der architektonischen Form durch ihre Leuchtkraft überformt.

Brigitte Loeper (1958-2013) hat sich in ihrem Werk mit der Wirkung von Farben auseinandergesetzt. In ihren frühen Werken ist der Ausgangspunkt die Betrachtung der Natur, die sie in farbige Felder übersetzt, die zunehmend abstrakter werden und sich immer mehr vom Gegenstand lösen. Farbe wird zum Bedeutungsträger und es entsteht ein autonomer, ungegenständlicher Farb-Bild-Raum. Durch ihren frühen Tod endete abrupt ihre künstlerische Weiterentwicklung. Ein Grund mehr, die Erinnerung an sie zu bewahren.

Kunstverein Kreis Soest e. V. (Soest)

07.02.2026 - 07.06.2026 Dokumentarfotografie Förderpreise 15 der Wüstenrot Stiftung
Staatsgalerie Stuttgart (Stuttgart)
Pressemitteilung
Die Dokumentarfotografie Förderpreise der Wüstenrot Stiftung sind die bedeutendste Auszeichnung dieser Art in Deutschland. Zusammen mit der Fotografischen Sammlung des Museum Folkwang in Essen werden sie seit 1994 alle zwei Jahre an junge Künstlerinnen und Künstler deutscher Hochschulen und Akademien vergeben, die mit zeitgenössischen dokumentarischen Bildstrategien und Darstellungsformen die Gegenwart befragen.


In der 15. Ausgabe der Förderpreise werden Nazanin Hafez (*1991), Kristina Lenz (*1992) & Alex Simon Klug (*1991), Malte Uchtmann (*1996) und Hannah Wolf (*1988) ausgezeichnet. Die Künstlerinnen und Künstler setzen sich in unterschiedlicher Weise mit bestehenden »Wahrheiten« von Welt auseinander, die die Gesellschaft und das Individuum betreffen. Die dokumentarischen Strategien und Formen, die hierbei Anwendung finden, bewegen sich zwischen dokumentarisch-fiktionalen und KI-generierten Bildwelten. Es sind Techniken, die sich an den Rändern des Dokumentarischen bewegen, diese berühren und oszillieren lassen, ohne dabei Dokumentarfotografien im herkömmlichen Sinn zu sein.

Staatsgalerie Stuttgart (Stuttgart)

25.01.2026 - 24.05.2026 Cezanne
Fondation Beyeler (Riehen)
Pressemitteilung
Zum ersten Mal in ihrer Geschichte widmet die Fondation Beyeler eine Einzelausstellung Paul Cezanne, einem Pionier der modernen Kunst und einem der wichtigsten Künstler ihrer Sammlung. Die Ausstellung konzentriert sich auf die letzte und zugleich bedeutendste Phase im Schaffen des Franzosen und beleuchtet zentrale Themen der späten Jahre, darunter das Stillleben, Porträts, Landschaften sowie Badenden-Szenen. Anhand von rund 50 Ölgemälden und Aquarellen ermöglicht es die Ausstellung, Form, Licht und Farbe in den bahnbrechenden Werken Cezannes zu erleben – jene Qualitäten, die Künstler und Künstlerinnen über Generationen hinweg inspiriert und bis heute geprägt haben.

Fondation Beyeler (Riehen)

16.11.2025 - 05.07.2026 Neyen Pailamilla. Threads of Embodiment – Hilos del cuerpo – Körperfäden
Städtische Galerie Fruchthalle (Rastatt)
Pressemitteilung
„Threads of Embodiment – Hilos del cuerpo – Körperfäden“ ist der Titel der neuen Kunstausstellung in der Städtischen Galerie Fruchthalle in Rastatt. Von 16. November 2025 bis 5. Juli 2026 wird die erste institutionelle Einzelschau der queeren Mapuche-Künstler*in Neyen Pailamilla präsentiert (geb. 1988 in Santiago de Chile, lebt derzeit in Zürich).

Embodiment (deutsch: Verkörperung, Inkarnation oder Verleiblichung) basiert auf der Annahme, dass Gedanken, Emotionen und Verhalten stark vom Körper und umgekehrt beeinflusst werden, beschreibt also die enge Verbindung und wechselseitige Beziehung zwischen Körper und Geist. Ausgangspunkt der Ausstellung ist Pailamillas Mapuche-Herkunft, die zwischen Tradition, Migration und urbanem Leben zu einem hybrid-fluiden Zustand wird und ungewohnte Perspektiven auf Identität und kulturelle Verflechtungen wirft. Pailamilla nutzt dabei Performance, Textilkunst und audiovisuelle Formate, um historische, politische und soziale Dimensionen zu erforschen. Die Fruchthalle wird hier zu einem Ort lebendiger Erfahrung, der Zuschreibungen hinterfragt und zugleich auf die ursprüngliche Funktion des Hauses als öffentlichen Raum verweist. Projektionen, Performances und Interventionen im Café- und Museumsraum greifen ineinander und überschreiten bewusst die Grenzen institutioneller Präsentationsformen. So entsteht ein direkter Dialog zwischen Kunst, Stadt und Publikum – eine Einladung, über queere Sichtbarkeit und koloniale Einflüsse in der Gegenwart nachzudenken. In „Threads of Embodiment“ werden zentrale Arbeiten der Künstlerin der letzten zehn Jahre gezeigt.

Neyen Pailamilla studierte Zeitgenössischen Tanz an der ARCIS-Universität und erwarb einen Master in Kunsttheorie und -geschichte an der Universität von Chile, beides in Santiago de Chile. Seit 2016 ist Pailamilla Mitglied des Mapuche-Kollektivs Rangiñtulewfü. Arbeiten der Künstler*in sind Teil mehrerer Sammlungen, darunter die des Museums Ludwig in Köln und des Museo Nacional de Bellas Artes in Santiago de Chile.
Während der Laufzeit der Ausstellung in der Fruchthalle werden Führungen und Performances angeboten (Programm unter www.rastatt.de).

Städtische Galerie Fruchthalle (Rastatt)

23.05.2025 - 22.05.2026 Update! Die Sammlung neu sichten – Szenenwechsel 3
Kunstmuseum Karlsruhe (Karlsruhe)
Pressemitteilung

Wie können wir aus Gestern und Heute ein Morgen machen? Mit der neuen Sammlungspräsentation „Update! Die Sammlung neu sichten“ lädt die SGK dazu ein, bekannte Werke in neuem Licht zu betrachten. Im Fokus steht nicht das Entstehungsjahr der rund 200 ausgestellten Arbeiten von 70 Künstler*innen, sondern ihre heutige Relevanz.

Die Sammlung, die über 20.000 Werke umfasst, verbindet Malerei, Skulptur, Grafik, Fotografie und Videokunst aus 120 Jahren. Medien- und epochenübergreifende Themenräume beleuchten aktuelle Fragen wie Identität, Nachhaltigkeit und gesellschaftliches Miteinander.Ein lebendiger „Szenenwechsel“ sorgt für kontinuierliche Erneuerung: Alle sechs Monate werden Werke ausgetauscht, und neue Dialoge zwischen Kunst und Publikum entstehen. Besucher*innen sind eingeladen, ihre eigene Perspektive einzubringen und Kunst immer wieder neu zu entdecken.

Foto: Elsa & Johanna, Vertigo, 2021, aus der Serie The Timeless Story of Moormerland, 2021, Courtesy Galerie La Forest Divonne

Kunstmuseum Karlsruhe (Karlsruhe)

20.09.2024 - 22.08.2027 Schultze Projects #4 – Kresiah Mukwazhi
Museum Ludwig (Köln)
Pressemitteilung
Schultze Projects

ab 20. September 2024
Schultze Projects #4 – Kresiah Mukwazhi
PK 20. September, 11 Uhr

Alle zwei bis drei Jahre lädt das Museum Ludwig eine Künstlerin oder einen Künstler ein, die größte Wand im Haus – die Stirnwand im Treppenaufgang – neu zu gestalten. Der Name Schultze Projects bezieht sich auf Bernard Schultze und seine Frau Ursula (Schultze-Bluhm), deren künstlerische Teilnachlässe das Museum Ludwig verwaltet und zu deren Gedenken die Reihe 2017 initiiert wurde.

Für die vierte Ausgabe der Schultze Projects hat die Künstlerin Kresiah Mukwazhi (*1992 in Harare, Zimbabwe) eine neue Wandarbeit entwickelt. Mukwazhi verwendet häufig gebrauchte Kleidungsstücke oder Stoffe, die sie zusammennäht und bemalt, um mit ihnen die Gewalt von Männern gegen Frauen in ihrem Heimatland Zimbabwe zu thematisieren. Ihre Kunst ist für sie eine Form des Protests, der Selbstermächtigung und ein Ansatzpunkt, um Frauen zu stärken und zu unterstützen. Mukwazhi versteht ihre künstlerische Praxis als visuellen Aktivismus. In ihren Installationen, Videos, Performances, Skulpturen und Textilcollagen macht sie Erfahrungen von Frauen sichtbar, die in männlich dominierten Gesellschaften Sexualisierung, Diskriminierung und Marginalisierung ausgesetzt sind. Dabei steht der Körper als Austragungsort strukturellen Machtmissbrauchs im Fokus. In ihren Werken finden sich gebrauchte Accessoires, Perücken oder Kleidungsstücke wie Petticoats, die direkt oder indirekt mit dem weiblichen Körper und gesellschaftlichen Vorstellungen von Weiblichkeit assoziiert werden.

Im Gegensatz zu ihren bisher meist figurativen Bildern hat Mukwazhi für Köln eine auf den ersten Blick fast monochrome abstrakte Arbeit geschaffen. Erst bei genauerem Hinsehen wird das von ihr verwendete Material erkennbar: Träger und Verschlussbänder Tausender gebrauchter BHs. Mit einer Länge von über dreizehn Metern und einer Höhe von mehr als drei Metern ist dies ihre bisher größte Stoffarbeit. Durch das Material, das von Industrienationen als Alttextilien in afrikanische Länder exportiert wird, verweist Mukwazhi auf anhaltende koloniale Verhältnisse und fertigt zugleich ein monumentales Werk, das, so die Künstlerin, „die Kraft der weiblichen Kollektivität“ zum Ausdruck bringt und „den heiligen Charakter von Frauen zurückfordern will, die als königliche Wesen gesehen und gefeiert werden sollten“. Gleichzeitig fließen ihre eigenen Beobachtungen geschlechtsspezifischer Gewalt und sexueller Ausbeutung im Nachtleben von Harare sowie Gespräche, die sie mit Sexarbeiterinnen geführt hat, mit ein. Darüber hinaus bezieht sich die Künstlerin mit ihrer neuen Arbeit auf afrikanische Kulturen, in denen Frauen für eine große Spiritualität stehen und eine heilige Verbindung zum Boden besitzen. Das Ablegen der Kleidung hat dabei besondere Bedeutung und verdeutlicht ihre Stärke und ihren unbeugsamen Widerstand gegen jede Form der Unterdrückung. Diese Sonderstellung und von manchen gefürchtete Kraft der weiblichen Emanzipation spiegelt sich auch in der Arbeit wieder. In den Worten der Künstlerin: „Diese Arbeit versucht, die Macht und die Würde der Frauen in unserer heutigen Gesellschaft zurückzugewinnen, der Ausgegrenzten, derjenigen, die gegen die unterdrückenden Kräfte des Patriarchats rebelliert haben und als problematisch abgestempelt wurden, weil sie sich entschieden haben, ihre Stimme zu erheben. Die Aktivistinnen, die Sexarbeiterinnen, die Künstlerinnen, die Außenseiterinnen, die Frauen, die in männlich dominierten Arbeitswelten aufbegehren.“

Gleichzeitig erweitert der in Mukwazhis Muttersprache Shona verfasste Titel der Arbeit, „Shanduko nhema“, den Interpretationsradius. Er lässt sich im weitesten Sinne als „Schwarze Rückforderung“ aber auch als „Schwarze Lügen“ übersetzen. Letztere lassen sich auf die rassistischen Ideologien beziehen, mit denen die europäischen Mächte ihre angebliche kulturelle Höherwertigkeit gegenüber nicht weißen Menschen begründeten und als Vorwand für die Kolonialisierung Afrikas nutzten. Die Künstlerin selbst führt aus: „Bei der Arbeit, die ich für Schultze Projects entwickelt habe, stelle ich die negativen Wahrnehmungen in Frage, die mit der Farbe Schwarz verbunden sind – als böse (schwarze Magie), als dunkel, als Außenseiter*in (schwarzes Schaf) – und ich präsentiere sie als eine Form der Ermächtigung derjenigen, die sie repräsentiert.“

Kresiah Mukwazhi hat zuletzt auf der Art Basel Unlimited 2024 eine große neue Arbeit präsentiert; 2023 hatte sie Einzelausstellungen im Nottingham Contemporary und in der Wiener Secession. 2022 war sie im Pavillon von Zimbabwe auf der Biennale von Venedig vertreten.

Kurator: Yilmaz Dziewior

Museum Ludwig (Köln)

04.09.2024 - 31.12.2028 BAUBAU: Ein Spielort für Kinder
Gropius Bau (Berlin)
Pressemitteilung
Ein von Kerstin Brätsch zunächst als Pilotprojekt konzipierter, kostenfrei zugänglicher Spielort im Westflügel des Erdgeschosses öffnet im September 2024 und wird über die nächsten Jahre wachsen und sich auch in den Außenraum ausbreiten. Nach dem Vorbild von The Model (1968) – einem Abenteuerspielplatz des Künstlers Palle Nielsen am Moderna Museet in Stockholm – entsteht eine permanente Rauminstallation für Kinder, in der mehr erlaubt ist als verboten. Begleitet von Playworker*innen (Pädagog*innen mit einem Schwerpunkt auf freiem Spiel) können hier Kinder auf ihre eigene Weise Zeit verbringen – und dabei lachen, träumen, weinen, bauen, auseinandernehmen, toben, sich ausruhen, fantasieren und entdecken.

Gropius Bau (Berlin)

19.07.2024 - 30.09.2027 THIS IS TOMORROW Neupräsentation der Sammlung des 20. / 21. Jahrhunderts
Staatsgalerie Stuttgart (Stuttgart)
Pressemitteilung
THIS IS TOMORROW präsentiert in sechs zentralen Sammlungsräumen der Staatsgalerie Stuttgart zeitgenössische künstlerische Positionen im Dialog mit bedeutenden Werken des 20. und 21. Jahrhunderts. Medienübergreifend reflektieren die Werke Themen wie den kritischen Blick auf den Körper, untersuchen Fragen der Identität und des gesellschaftlichen Zusammenlebens, setzen sich mit dem Verhältnis zwischen Natur und Künstlicher Intelligenz auseinander und verarbeiten Erfahrungen mit Krieg und Gewalt. Durch die Vielzahl von Installationen, Gemälden, Medienkunstwerken, Skulpturen und Papierarbeiten bearbeiten die neuen Sammlungsräume Themenbereiche, die zu einem Diskurs über aktuelle gesellschaftliche Fragestellungen anregen.

Mit über 100 Werken von Künstlerinnen und Künstlern wie u. a. Eleanor Antin, Marcel Duchamp, Katharina Fritsch, Hannah Höch, Käthe Kollwitz, Jeff Koons, Joseph Kosuth, Maria Lassnig, Yoko Ono oder Andy Warhol treten in Dialog mit zahlreichen Neuerwerbungen und Schenkungen der letzten Jahre – wie Werke von Nobert Bisky, Burhan Do?ançay, Teresa Margolles, Ulrike Ottinger, Cindy Sherman, Hito Steyerl oder Haegue Yang. Ergänzt werden sie durch ausgewählte Leihgaben wie bspw. Clément Cogitore, Simone Leigh, Anys Reimann, Deborah Roberts und Ben Willikens aus der Sammlung Scharpff-Striebich, der Mercedes-Benz Art Collection und der Sammlung Weishaupt.

Staatsgalerie Stuttgart (Stuttgart)

01.01.2024 - 31.12.2026 Leben auf der Burg - eine Mitmachausstellung nicht nur für Kinder
Museum Schloss Ettlingen (Ettlingen)
Pressemitteilung
Wie die Lebenswelt rund um die Ettlinger Burg in der Zeit zwischen 1200 und 1350 ausgesehen haben könnte zeigt ab dem 28. April 2023 das Museum Ettlingen in der umfangreichen Ausstellung „Leben auf der Burg“. Zwanzig Mitmachstationen auf rund 200 qm Ausstellungsfläche regen kleine wie große Besucher:innen an, selbst aktiv zu werden und in das mittelalterliche Burgleben einzutauchen. Es darf gewerkelt, gespielt und anprobiert werden. Anfassen ist ausdrücklich erlaubt.

Dass das Ettlinger Schloss seinen Ursprung in einer mittelalterlichen Burg hat kann man noch heute von aussen wie von innen an dem großen Bergfried erkennen. Die Quellenlage für die Zeit der jungen Stadt Ettlingen im 13. Jahrhundert ist allerdings schwierig, weshalb vieles bei der Rekonstruktion des mittelalterlichen Ettlingens spekulativ bleibt. Die Ausstellung zeigt an vielen Stellen nur wie es mit hoher Wahrscheinlichkeit gewesen sein könnte. Und spricht hierfür alle Sinne an: Ein Hörquiz lädt zum Lauschen und Raten ein, Such- und Würfelspiele erhöhen die Spannung, es darf gestickt, gesponnen und geschnuppert werden. Während die große „Burg Blaustein“ von Bluebrixx reines Anschauungsobjekt bleibt, warten zahlreiche Bereiche darauf, spielerisch wie kreativ entdeckt zu werden. Die Einstiege, die die Ausstellung bietet, sind vielfältig, so dass die Besucher:innen je nach Alter und Interesse ihren eigenen Zugang wählen können. Dabei wird auch mit Vorurteilen aufgeräumt: Das Mittelalter war nicht finster, sondern ebenso vielschichtig und bunt wie das „Leben auf der Burg“ in Ettlingen.

Museum Schloss Ettlingen (Ettlingen)