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Pressemitteilungen
Pressemitteilungen
05.03.2027 - 13.06.2027 Arnold Böcklin. Fantastische Welten
Hessisches Landesmuseum Darmstadt (Darmstadt)
Pressemitteilung
Im großen Jubiläumsjahr des in der Schweiz geborenen Künstlers Arnold Böcklin (1827–1901) bildet Darmstadt den Auftakt einer Ausstellungsreihe in den Städten Berlin, Leipzig und Basel.

Als einer der herausragenden Maler des Symbolismus prägte Arnold Böcklin mit seinem Werk die deutsche Kunst in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts entscheidend mit. Ruhm allerdings wurde ihm erst spät zuteil.

Dank der Stiftung des Industriellen Maximilian von Heyl und seiner Ehefrau im Jahr 1924 verfügt das Hessische Landesmuseum Darmstadt über einen herausragenden Bestand an Gemälden Böcklins sowie mehr als 60 Handzeichnungen aus der Graphischen Sammlung. Ergänzt durch hochkarätige Leihgaben aus renommierten Museen wie dem Kunstmuseum Basel, dem Museum der bildenden Künste in Leipzig, der Alten Nationalgalerie – Staatliche Museen zu Berlin, dem Museum Folkwang in Essen oder dem Von der Heydt-Museum in Wuppertal entsteht eine Präsentation von besonderer Qualität und Dichte – eine Konstellation, wie sie in Darmstadt seit über fünf Jahrzehnten nicht mehr zu erleben war.

Die Ausstellung eröffnet neue Perspektiven auf Böcklins symbolistische Kunst. Sie beleuchtet seine Position zwischen Historismus und den Anfängen der Moderne und hinterfragt die bis heute ambivalente Rezeption seines Werks. Welche gesellschaftlichen Vorstellungen spiegeln sich in seinen Bildern wider? Und warum gewinnen diese in einer von Unsicherheit und Umbrüchen geprägten Gegenwart erneut an Aktualität?

Die Sonderausstellung ist eine Kooperation mit dem Museum der bildenden Künste in Leipzig.

Die Ausstellung steht unter der Schirmherrschaft Ihrer Exzellenz Livia Leu, Botschafterin der Schweiz in der Bundesrepublik Deutschland.

Hessisches Landesmuseum Darmstadt (Darmstadt)

19.02.2027 - 01.01.2034 Simply the Best! Die Highlights der Klassischen Moderne der Staatsgalerie Stuttgart im Kunstgebäude
Staatsgalerie Stuttgart (Stuttgart)
Pressemitteilung
Ab dem 19.2.2027 und während der Sanierungsphase der Staatsgalerie bis voraussichtlich 2034 zeigen wir unsere herausragende Sammlung des 20. Jahrhunderts im Kunstgebäude am Schlossplatz.

Die streng chronologische Ordnung der nach Dekaden sortierten Interimspräsentation bringt Gemälde und Skulpturen zusammen, die in dieser Form erstmals aufeinandertreffen. Dies ermöglicht neue Blicke auf unsere Sammlung. Die besonderen Räumlichkeiten des Kunstgebäudes verwandeln wir in »Zeitkapseln«, in denen das Publikum die Highlights der Jahrzehnte von 1900 bis 1970 erlebt.

Die Präsentation im Kunstgebäude verdeutlicht eindrücklich Zusammenhänge zwischen Zeitgeschehen und künstlerischen Arbeiten und ordnet dabei historische Ereignisse aus dem Blick aktueller Fragestellungen ein. So werden die Provenienzforschung, unsere Sammlungsgeschichte und der Mangel weiblicher Positionen in unserem Bestand, sogar noch im 20. Jahrhundert, anhand der Originale sichtbar.

Freuen Sie sich auf Ihre Meisterwerke!

»Simply the Best!« von Picasso, Beckmann, Schlemmer, Modersohn-Becker, Rothko, Warhol, Lassnig, Modigliani und vielen anderen mehr.

Abbildung: Ernst Ludwig Kirchner, Straßenszene (Friedrichstraße Berlin), 1914, Staatsgalerie Stuttgart, erworben 1953

Staatsgalerie Stuttgart (Stuttgart)

04.12.2026 - 11.04.2027 Alles surreal?! Fotografie im Kosmos des Surrealismus
Staatsgalerie Stuttgart (Stuttgart)
Pressemitteilung
Der Surrealismus gilt als eine der folgenreichsten geistigen und künstlerischen Bewegungen des 20. Jahrhunderts. Die Ausstellung »Alles surreal?! Fotografie im Kosmos des Surrealismus« setzt das Medium Fotografie in einen Dialog mit Gemälden, Zeichnungen, Skulpturen, Objekten und Filmausschnitten und würdigt damit anlässlich des 200-jährigen Jubiläums der Fotografie erstmals in diesem Umfang deren besondere Bedeutung für die Künstlerinnen und Künstler der prägenden Kunstbewegung.

1924 von André Breton in Paris begründet, erfassen surrealistische Tendenzen ausgehend von der Literatur ab Mitte der 1920er-Jahre auch Malerei und Bildhauerei und bewirken überdies eine neuartige Ästhetik in den noch jungen Medien Film und Fotografie. Mittels ungewöhnlicher Perspektiven und experimenteller Techniken wie Solarisation, Mehrfachbelichtung, Montagen und Collagen loten surrealistische Fotografinnen und Fotografen fortan die Grenzen des Mediums neu aus und heben bisherige Sehgewohnheiten aus den Angeln. Schockiert von der Sinnlosigkeit des Ersten Weltkriegs und beeinflusst von den Schriften Sigmund Freuds übersteigen ihre Werke radikal die Ebenen von Vernunft und Logik und lassen das Assoziative und Traumhafte in den Vordergrund treten. Im Mittelpunkt steht dabei immer wieder auch der menschliche Körper, der seziert und verfremdet wird, um einer vermeintlichen Wirklichkeit näher zu kommen. Mit ihren inszenierten Realitäten wagen die Surrealistinnen und Surrealisten einen Gegenentwurf zum Weltbild der bürgerlichen Gesellschaft mitsamt ihren als verlogen empfundenen Moralvorstellungen und leisten auf diese Weise einen wesentlichen Beitrag zur Moderne, dessen Nachhall bis heute in Werbung, Film und Kunst allgegenwärtig ist.

Die Ausstellung zeigt neben rund 250 Fotografien aus der im Sommer 2025 mit Mitteln der Museumsstiftung Baden-Württemberg erworbenen Sammlung von Dietmar Siegert mehr als 40 Gemälde, Skulpturen, Objekte und Arbeiten auf Papier aus eigenem Bestand sowie hochwertige Leihgaben aus internationalen Museen und Privatsammlungen. Es erscheint ein wissenschaftlicher Begleitkatalog mit einem Bestandsverzeichnis der surrealistischen Fotografie in der Sammlung der Staatsgalerie.

Die Ausstellung steht unter der Schirmherrschaft des französischen Botschafters in Deutschland, S.E. François Delattre.

Abbildung: Philippe Halsman, Dalí Atomicus, ca. 1948, Staatsgalerie Stuttgart, Graphische Sammlung, erworben 2025 aus Mitteln der Museumsstiftung Baden-Württemberg, Sammlung Dietmar Siegert, © Philippe Halsman Estate 2026, Salvador Dalí, Fundació Gala-Salvador Dalí / VG Bild-Kunst, Bonn 2026

Staatsgalerie Stuttgart (Stuttgart)

03.12.2026 - 04.04.2027 Wildlife Photographer of the Year
Hessisches Landesmuseum Darmstadt (Darmstadt)
Pressemitteilung
Die Ausstellung »Wildlife Photographer of the Year« präsentiert atemberaubende Natur- und Tierfotografie aus aller Welt. Ausgewählt von einer renommierten Jury zeigen die Bilder die Schönheit, Vielfalt und Verletzlichkeit unseres Planeten. Sie erzählen berührende Geschichten von Wildtieren, seltenen Momenten und bedrohten Lebensräumen – festgehalten von talentierten Fotografinnen und Fotografen mit großem Gespür für Timing und Perspektive.

Die Ausstellung lädt dazu ein, die Natur mit neuen Augen zu sehen und regt zum Nachdenken über den Schutz unserer Umwelt an. Ein visuelles Erlebnis voller Emotion, Staunen und Inspiration.

Grundlage für die Ausstellung bildet der gleichnamige Wettbewerb des Natural History Museum in London, der seit 1965 jährlich die besten Naturfotografien auszeichnet.

Hessisches Landesmuseum Darmstadt (Darmstadt)

21.11.2026 - 07.02.2027 Martin Parr: Parrathon
Kunstmuseum Karlsruhe (Karlsruhe)
Pressemitteilung
Der britische Fotograf Martin Parr gehört zu den einflussreichsten Dokumentarfotografen unserer Zeit. Mit scharfem Blick und viel Humor kitzelt er das Absurde aus dem Alltäglichen und hält jene Momente fest, die gerne übersehen werden – das Geschmack- lose, Klischeehafte oder einfach herrlich Menschliche.

Die Ausstellung „Parrathon“ präsentiert einen umfangreichen Überblick über sein Werk: Über 200 Fotografien aus allen Schaffensphasen sowie rund 220 ungerahmte Drucke eröffnen
Einblicke in Parrs unverwechselbare Bildwelt. In 14 thematischen Kapiteln – von Massentourismus über Konsumkultur bis hin zu Luxuswelten – legt Parr die Widersprüche des modernen Lebens in grellen Farben und mit entlarvendem Witz offen.

Mit „Parrathon“ kommt einer der großen Beobachter unserer Gegenwart in das Kunstmuseum Karlsruhe – pointiert, verspielt und immer schonungslos ehrlich. Martin Parrs Blick erinnert uns daran, wie viel Wahrheit im scheinbar Banalen steckt.

Foto: ITALY. Venice. A Tourist takes a picture while pigeons surround her. 2005. © Martin Parr / Magnum Photos

Kunstmuseum Karlsruhe (Karlsruhe)

21.11.2026 - 21.02.2027 Markus Lüpertz
Kunstmuseum Karlsruhe (Karlsruhe)
Pressemitteilung
Anlässlich seines 85. Geburtstags widmet das Kunstmuseum Karlsruhe Markus Lüpertz einen Künstler*innenraum mit ausgewählten Werken aus der Sammlung. Die Präsentation würdigt eine der prägendsten Künstlerpersönlichkeiten der deutschen Nachkriegskunst und zeigt exemplarisch Lüpertz’ charakteristische Bildsprache zwischen Mythos, Geschichte und expressiver Malerei.

Foto: Markus Lüpertz, Die Bürger von Florenz, 1983, Kunstmuseum Karlsruhe, Sammlung Garnatz, © VG Bild-Kunst, Bonn 2026

Kunstmuseum Karlsruhe (Karlsruhe)

21.11.2026 - 14.02.2027 Susanne Ackermann
Kunstmuseum Karlsruhe (Karlsruhe)
Pressemitteilung
Susanne Ackermann präsentiert neue großformatige Leinwandarbeiten, die durch lasierende Farbaufträge und komplexe Überlagerungen eine starke Tiefenwirkung entfalten. Ihre Malerei bewegt sich zwischen Abstraktion und poetischer Bildwelt und eröffnet offene Denk- und Erinnerungsräume.

Foto: Susanne Ackermann, Acryl auf Dibond, 2025, Foto: Heinz Pelz
Ackermann (*1962, Oldenburg) studierte an der Kunstakademie Karlsruhe bei Erwin Gross und wurde 1994 seine Meisterschülerin. Ihre Arbeiten wurden in zahlreichen Einzel- und Gruppenausstellungen gezeigt; 2011 erhielt sie den Hanna-Nagel-Preis. Farbe und Form erscheinen in ihrer Malerei als eigenständige Kräfte, deren Zusammenspiel an musikalische Strukturen erinnert. Die Ausstellung zeigt eine prägnante Position zeitgenössischer Malerei aus Karlsruhe.

Kunstmuseum Karlsruhe (Karlsruhe)

18.10.2026 - 24.01.2027 Schwebendes Schwarz, fliegendes Rot, leuchtendes Gelb. Abstrakte Werke von Fritz Winter und zeitge
Städtische Galerie Fähre (Bad Saulgau)
Pressemitteilung
Bad Saulgau - Zum 50. Todestag von Fritz Winter widmet die Städtische Galerie „Fähre“ in Zusammenarbeit mit der Stiftung Domnick und dem Fritz-Winter-Haus in Ahlen dem Maler und Wegbereiter der Abstraktion eine Ausstellung. Rund 30 Werke machen Winters originäre künstlerische Entwicklung von den späten 1920er Jahren bis zur Mitte der 1950er Jahre nachvollziehbar. Mit der Präsentation von Werken der Malerin Isa Dahl und der konkreten Künstlerin Eva Hocke wirft die Ausstellung einen Blick in die Gegenwart weiblicher Positionen. Beide Künstlerinnen performen die Abstraktion und den Umgang mit Farbe auf bemerkenswerte und sehr gegensätzliche Weise. Im poetischen Titel „Schwebendes Schwarz, fliegendes Rot und leuchtendes Gelb“ finden die Arbeiten aus verschiedensten Entstehungszeiten zusammen.

1946 und 1947 gelten als Schlüsseljahre der modernen Kunst. Indem sie den Realismus und die Gegenständlichkeit hinter sich ließen, suchten zahlreiche Künstlerinnen und Künstler nach einem neuen, universellen Ausdruck und entfesselten das große Ereignis der Abstraktion.
Zu den führenden Köpfen dieser Bewegung zählte Fritz Winter (1905–1976). Bereits in den 1930er Jahren löste er sich vom Abbild und wandte sich einer ‚biomorphen‘ Ungegenständlichkeit zu. In seinen Werken scheinen Elemente von Erde, Wasser oder Pflanzen auf und insbesondere von Licht. Naturgesetzlichkeiten wie Fallen und Wachsen werden anschaulich. Zunächst aus der strengeren Dessauer Bauhaus-Tradition (1925–1932) kommend, entwickelte Winter nach 1945 eine freiere Malweise. Seine Arbeiten behielten dabei stets eine tiefe, an Naturstrukturen erinnernde innere Architektur – mit Spuren: Winter war 1939 als Soldat eingezogen worden und durchlebte ab 1945 vier Jahre lang Kriegsgefangenschaft. Auf der ersten documenta in Kassel im Jahr 1955 wurden seine Werke zu einem eindrücklichen Beleg dafür, dass die bundesrepublikanische Kunst wieder den Anschluss an das internationale Geschehen gefunden hatte.
„Fähre“-Leiterin Alexandra Karabelas, die die Ausstellung gemeinsam mit Co-Kurator Dr. Uwe Degreif entwickelt hat, erklärt: „Ich freue mich sehr, dass wir nach 1957, als die „Fähre“ erstmals Werke von Fritz Winter in Oberschwaben zeigen konnte, wir heute einen neuen Blick auf sein wegweisendes Werk werfen dürfen – in einem für manche vielleicht unerwarteten Zwiegespräche mit weiblichen Positionen der Gegenwart “
Isa Dahl: „Ein Bild zu malen, ist immer ein Wagnis. Wenn es gelingt, wird es zum ,Freiraum`.“
Denn im spannenden Generationensprung führen die Malerin und Trägerin des Oberschwäbischen Kunstpreises Isa Dahl (*1965) und die konkrete Künstlerin Eva Hocke (*1966) vor, wie „Schwebendes Schwarz, fliegendes Rot, leuchtendes Gelb“ und andere Farben in Strömen, Anordnungen und zum Teil anderen Medien zu völlig neuen Seherlebnissen führen. Während bei Isa Dahl die Bewegung, der Raum und die Unendlichkeit in oft großformatigen Arbeiten im Zentrum stehen und Gefühle von Weite und Verschmelzung auslösen, präsentiert Eva Hocke ein vielseitiges Konvolut konkreter Wandarbeiten von ihren Anfängen bis heute, die durch Ironie und Ereignishaftigkeit überraschen. Auf eigensinnige Weise bespielen beide Künstlerinnen die unendliche Form des Kreises. Dr. Uwe Degreif: „Die Werke von Isa Dahl und Eva Hocke machen anschaulich, wie die Entwicklung der Abstraktion weitergegangen ist: einerseits über die Linie und das Gestische, andererseits über die Fläche und das Konstruktive. Naturbezüge finden sich weiterhin, ebenso ist Licht ein wesentlicher Faktor. Mit ihm hängt die Leuchtkraft von Farben zusammen und das Geschlossene von Flächen“.



Hintergrund

Isa Dahl, 1965 in Ravensburg geboren, studierte ab 1984 in Stuttgart und Düsseldorf, wo sie 1991 Meisterschülerin von Professor Dieter Krieg wurde. Gefördert durch zahlreiche Stipendien – darunter
1995 der Villa Romana-Preis in Florenz – etablierte sie sich rasch in der deutschen Kunstszene. 1994 gründete sie die Künstlergruppe maximal und arbeitet seit 1999 eng mit Daniel Wagenblast zusammen,
mit dem sie unter anderem das ISS-Weltraumprojekt Weltenfahrer
realisierte. Seit 2006 ist sie geschäftsführendes Mitglied des Künstlerbunds Baden-Württemberg. Für ihr Schaffen wurde sie unter anderem 2023 mit dem Oberschwäbischen Kunstpreis und
2024 mit dem Publikumspreis des Südwestdeutschen Kunstpreises
geehrt. Sie lebt und arbeitet in Stuttgart.

Eva Hocke, 1966 in Kassel geboren, absolvierte eine Lehre als Schilder- und Lichtreklameherstellerin, später folgte ein Grafikstudium an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart. Für ihr Diplomprojekt „Helikopter“ wurde sie vom Art Directors Club Deutschland ausgezeichnet. Nach der ersten Station beim FAZ-Magazin in Frankfurt, entschied sie sich ihren Lebens- und Arbeitsort nach Bad Saulgau zu verlagern, dem Ausgangspunkt ihrer erfolgreichen Tätigkeit als Gestalterin für Museen, Galerien und Unternehmen. Von 2014–2023 war sie Mitherausgeberin des „Mauerläufer“ – Jahresheft für Literatur und Kunst, das 2016 auf die Longlist der „schönsten deutschen Bücher“ kam. Nach vielen Jahren der zurückgezogenen Kunstproduktion zeigt sie erstmals ein großes Konvolut ihrer Werke.

Premiumsponsor der Städtischen Galerie „Fähre“: Georg Reisch GmbH & Co. KG.
Die Ausstellung wird gefördert von der OEW, Zweckverband Oberschwäbische Elektrizitätswerke.
Begleitprogramm: Führungen, Workshops und Kunstgespräche
Um den Besuchenden einen tiefen Zugang zu den Werken zu ermöglichen, hat die Galerie ein abwechslungsreiches Rahmenprogramm zusammengestellt. Die Highlights sind:
• Sonntagsführungen: Jeweils sonntags um 15:00 Uhr (Dauer: 60 Minuten, 4 € zzgl. Eintritt) führen Expertinnen und Experten wie Dr. Uwe Degreif, Christina Ossowski, Alexandra Karabelas und Barbara Rössler durch die Räume. (Termine u.a. am 25.10., 01.11., 15.11., 22.11., 29.11.2026 sowie im neuen Jahr bis zum 24.01.2027).
• Sein und Zeit – Philosophieren mit Kunstwerken: Am Sonntag, 15. November 2026, um 11:00 Uhr lädt Catharina V. Wittig zu einer Kurzführung ein, gefolgt von einer philosophischen Auseinandersetzung mit Theodor W. Adornos „Vorlesungen zur Ästhetik 1958/59“ (90 min, 7 € zzgl. Eintritt).
• Kunstgespräch bei Kaffee und Kuchen: Für Seniorinnen, Senioren und alle Interessierten am Mittwoch, 25. November 2026 und Mittwoch, 13. Januar 2027, jeweils um 14:30 Uhr. Dr. Uwe Degreif beleuchtet bei Kaffee und Marmorkuchen abstrakte Malerei, Werke von Fritz Winter sowie zeitgenössische Kunst von Eva Hocke und Isa Dahl (90 min, 12 € inkl. Eintritt).
• Abenteuer Informel! (Kunstworkshop): Samstag, 16. Januar 2027, ab 10:00 Uhr. Unter Anleitung von Kunstpädagogin Barbara Rössler tauchen Teilnehmende nach einer Meditation und einem Kunstgespräch in die Abstraktion ein und kreieren ein eigenes Werk (ab 10 Teilnehmenden, 36,50 € inkl. Eintritt und Material).
Angebote für Schulen und Kindergärten
Kindergärten und Schulklassen profitieren von besonderen Förderungen: Diens¬tags, mittwochs und donnerstags ab 8:00 Uhr sind exklusive Zeiten für Gruppen inklusive toller Workshops zum Thema Farben reserviert. Private Führungen sowie Angebote für Bildungseinrichtungen sind unter der Telefonnummer 07581/207-160 oder per E-Mail an kultur@bad-saulgau.de kostenfrei buchbar.
Besucher-Informationen
Städtische Galerie Fähre, Hauptstraße 102/1, 88348 Bad Saulgau, dienstags bis sonntags jeweils von 14 Uhr bis 17 Uhr
Kontakt & Anmeldung: Telefon: 07581/207-161
E-Mail: kultur@bad-saulgau.de
Websites: bad-saulgau.de | bad-saulgau-erleben.de

Städtische Galerie Fähre (Bad Saulgau)

16.10.2026 - 08.11.2026 HEUTE.HIER.GEDOK - Unjurierte Mitgliederausstellung der Fachgruppe Bildende Kunst
GEDOK Künstlerinnenforum Karlsruhe (Karlsruhe)
Pressemitteilung
Die GEDOK Karlsruhe feiert ihr 100-jähriges Bestehen gemeinsam mit langjährigen und neuen Mitgliedern auch im Künstlerinnenforum.
Parallel zur Jubiläumsausstellung der Regionalgruppen in der Orgelfabrik präsentieren die Künstlerinnen der Fachgruppe Bildende Kunst unter dem Titel HEUTE.HIER.GEDOK aktuelle Arbeiten und geben einen vielstimmigen Einblick in ihr gegenwärtiges künstlerisches Schaffen.
Die unjurierte Mitgliederausstellung vereint unterschiedliche künstlerische Positionen, Arbeitsweisen und Techniken. In dieser Offenheit und Vielfalt entsteht ein lebendiges Bild dessen, was die GEDOK heute ausmacht: individuelle Handschriften, neue Impulse, Experimentierfreude und künstlerische Freiheit.
HEUTE.HIER.GEDOK richtet den Blick bewusst auf die Gegenwart – und zugleich nach vorn. Die Ausstellung zeigt, wie sich künstlerische Positionen innerhalb der GEDOK weiterentwickeln und welche Impulse sie in die Zukunft tragen.

Vernissage am Freitag, 16.10.2026, 19 Uhr
Finissage: Sonntag, 08.11.2026, ab 14 Uhr mit Kaffee und Kuchen

GEDOK Künstlerinnenforum Karlsruhe (Karlsruhe)

15.10.2026 - 08.11.2026 100 Jahre GEDOK – KÜNSTE | FRAUEN | NETZWERK. Rückschau nach vorn. Bildende Kunst aus BW
GEDOK Künstlerinnenforum Karlsruhe (Karlsruhe)
Pressemitteilung
100 Jahre GEDOK – KÜNSTE | FRAUEN | NETZWERK
Unter der Schirmherrschaft von Karin Prien, Bundesministerin für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend

Rückschau nach vorn. Ausstellung von 30 Künstlerinnen des Fachbereichs Bildende Kunst aus 5 baden-württembergischen GEDOK Regionalgruppen: Freiburg, Heidelberg, Karlsruhe, Reutlingen, Stuttgart
Malerei, Zeichnung, Mixed Media, Skulptur, Collage, Installation, Fotografie

Die Ausstellung „Rückschau nach vorn“ feiert das 100-jährige Jubiläum der GEDOK und präsentiert zeitgenössische Positionen von 30 Künstlerinnen, die sich mit historischen GEDOK Künstlerinnen ihrer Wahl auseinandergesetzt haben. Ida Dehmel, Gründerin der GEDOK, Rune Mields, Hanna Nagel, Käthe Kollwitz und Edith Mendelssohn-Bartholdy stehen beispielhaft für jene künstlerischen Positionen, auf die sich die ausstellenden Künstlerinnen beziehen. Im thematisch vorgegebenen Spannungsfeld Erinnerung – Gegenwart – Zukunft eröffnet sich ein vielseitiges Spektrum der verschiedenen künstlerischen Ausdrucksformen

Vernissage am Donnerstag, 15.10.2026, um 19 Uhr
Grußwort: OB Dr. Frank Mentrup
Einführung: Dr. Nadine Niester, Diözesanmuseum Rottenburg
Musik: Leonie Klein, Percussion

Begleitende Veranstaltungen:
Lesung am Donnerstag, 05.11.2026, 19 Uhr
„Gesichter der Geschichte – Ida Dehmel und die vergessenen Künstlerinnen“. Eine literarisch-musikalisch-szenische Performance mit Martina Bilke, Karin Bruder, Ondine Dietz, Rita Huber-Süß, Hedi Schulitz, Sabine Stern, Ursula Zetzmann

Finissage am Sonntag, 08.11.2026, 11–14 Uhr,
11:30 Uhr Performance von Melina Unterhauser

Orgelfabrik Durlach, Amthausstraße 17, 76227 Karlsruhe
Öffnungszeiten
Fr. 17–20 Uhr, Sa. 14–18 Uhr, So. 11–16 Uhr
Eintritt frei

Die Ausstellung wird ermöglicht durch die Förderung von Stadt Karlsruhe, Baden-Württemberg Stiftung, Karin und Uwe Hollweg Stiftung, SV SparkassenVersicherung, Sparkasse Karlsruhe und Ritter SPORT.

Pressefoto: Susanne Hoellinger, Floral, 120x100

GEDOK Künstlerinnenforum Karlsruhe (Karlsruhe)

10.10.2026 - 31.01.2027 BÄNG! Powerfrauen aus dem Archiv Sohm
Staatsgalerie Stuttgart (Stuttgart)
Pressemitteilung
Der Ausstellungsparcours präsentiert die Kunst des Flüchtigen: Fotografien zu Happenings und Aktionen der 1960er- und 1970er-Jahre. Dabei stehen fünf Ausnahmekünstlerinnen im Fokus – Charlotte Moorman (1933-1991), Carolee Schneemann (1939-2019), Yvonne Rainer (geb. 1934), Yoko Ono (geb. 1933) und Valie Export (geb. 1940). Furchtlos, mutig, kompromisslos und inspirierend zeigen sich die Künstlerinnen. Indem sie grundlegende Themen wie Emanzipation, Friede, Freiheit und Selbstbestimmung in ihren Werken verarbeiten, setzen sie aufsehenerregende Akzente für die performative Kunst der Moderne.

Abbildung: TV-Bra for Living Sculpture (Nam June Paik 1969), performed von Charlotte Moorman am 9.11.1970 in Köln, fotografiert von Hanns Sohm, Staatsgalerie Stuttgart, Archiv Sohm

Staatsgalerie Stuttgart (Stuttgart)

02.10.2026 - 17.01.2027 Drachen - Mythos und Wirklichkeit
Hessisches Landesmuseum Darmstadt (Darmstadt)
Pressemitteilung
Drachen beflügeln die Fantasie des Menschen seit Jahrtausenden. Die faszinierenden Fabelwesen gehören zum festen Repertoire großer Geschichten – von antiken Mythen bis zu Serienhighlights unserer Gegenwart. Selbst in vielen Kinderzimmern finden sich Drachen-Bücher, -Spiele oder -Stofftiere. Dabei werden den Drachen je nach kulturellem Kontext ganz unterschiedliche Eigenschaften zugeschrieben: In den europäischen Kulturen erscheinen sie als bedrohliche Wesen, welche die Eigenschaften von Schlangen und Raubtieren kombinieren. In China, Korea und Japan ist der Drache hingegen positiv konnotiert und hält als kosmische Kraft die Natur im Gleichgewicht.

Während in der ostasiatischen Mythologie vornehmlich göttliche Himmelsdrachen auftreten, begegnet uns der Drache in der Antike vor allem bei den Heldentaten von Herkules. Das Schreckensbild des feuerspeienden Untiers bildet sich in Europa jedoch erst in der Kunst des Mittelalters heraus. Hier wird der Drache zum Symbol des Bösen, das durch das Gute überwunden wird – wie es sich exemplarisch in der Ikonografie des Drachentöters wiederfindet. Noch bis in die Neuzeit wurden Drachen als real existierende Tiere angesehen, erst mit dem Aufkommen der modernen Naturwissenschaft wandelte sich dieses Bild: Drachen wurden aus der Systematik der Zoologie ausgeschlossen und zu Fabelwesen erklärt. Dennoch erscheinen sie heute durch die aktuelle Fantasy-Kultur, wie z.B. die Romane von J. R. R. Tolkien oder die zahlreichen anderen Bücher, Filme, Comics und Spiele lebendiger als je zuvor.

Die interdisziplinäre Ausstellung beleuchtet Drachen sowohl aus kunsthistorischer als auch naturwissenschaftlicher Perspektive. Sie präsentiert herausragende europäische und ostasiatische Kunstwerke von der Antike bis zur Gegenwart, und zeigt naturwissenschaftliche Exponate wie seltene Dokumente der Wissenschaftsgeschichte, jahrmillionenalte Fossilien oder Tierpräparate. Ergänzt wird dieses vielfältige Panorama mit digitalen Inhalten, einem Erzählstrang für Kinder, einer Leseecke und Zeichenwand sowie stimmungsvollen audiovisuellen Installationen. So können Jung und Alt entdecken, wie viel Wirklichkeit in dem jahrtausendealten Mythos „Drachen“ steckt.

Die Sonderausstellung ist Ergebnis einer kuratorischen Zusammenarbeit des Hessischen Landesmuseum Darmstadt und des Museum Schnütgen Köln. Kooperationspartner des Projektes ist das Museum für Ostasiatische Kunst, Köln.

Anschließend wird die Ausstellung vom 4. März bis 6. Juni 2027 im Museum Schnütgen in Kooperation mit dem Museum für Ostasiatische Kunst in Köln zu sehen sein.

Hessisches Landesmuseum Darmstadt (Darmstadt)

30.09.2026 - 08.11.2026 SCULLY/LÜSCHER/ERBEN – Melancholie der Farbräume Vernissage: 29.09.2026 / 18 Uhr
KUNSTHALLE / Dessau (Dessau-Roßlau)
Pressemitteilung
Der Ire Sean Scully (geb. 1945), die deutsch-schweizerische Künstlerin Ingeborg Lüscher (geb. 1936) und der deutsche Maler Ulrich Erben (geb. 1940) liefern sich in ihrer Farbfeldmalerei einen Dialog, indem sie sich mit Subtilität jedem Narrativ verweigern. Ihre abstrakten Arbeiten stehen in der Tradition der klassischen Moderne und bringen die BetrachterInnen auf die Suche nach dem spirituellen Gehalt der gegenstandslosen Form.
Während die Arbeiten des irisch-amerikanischen Malers und Bildhauers Sean Scully ein intensiver Ausdruck poetischer und philosophscher Überlegungen zum Menschsein, Verlust und zur Sehnsucht sind, zeigt sich die soeben zur Biennale in Venedig mit „tra i mondi“ (Zwischen den Welten) gefeierte 90-jährige Ingeborg Lüscher mit ihren Arbeiten aus Schwefel und schwarzer Asche als Assoziationsraum zu Themen über Identität in Licht und Schatten sowie Existenz in Raum und Zeit. Die Bilder des 86-jährigen Ulrich Erben prägen immaterielle Bewegung und unbeschwerte Ruhe. Blutende Farbtöne sowie große Raum- und Lichtwirkungen laden seine strukturellen Kompositionen auf.
Die Kunsthalle Dessau schafft es mit „Melancholie der Farbräume“ erstmals, die Wegbereiter europäischer Farbfeldmalerei gemeinsam zusammenzubringen und auszustellen. Alle drei KünstlerInnen waren mehrfache TeilnehmerInnen weltweit bedeutender Kunstbiennalen und Ausstellungen in den renommiertesten Ausstellungshäusern dieser Welt. Sie zählen heute zu den bedeutendsten KünstlerInnen der abstrakten Gegenwartskunst.
Kurator und Einführung: Sebastian C. Strenger

KUNSTHALLE / Dessau (Dessau-Roßlau)

29.09.2026 - 15.11.2026 RE: KOLLWITZ Bildstörung#2
Kollwitz Museum Köln (Köln)
Pressemitteilung
RE: steht für regarding [engl.], bezugnehmen auf – und zugleich für Weiterdenken und Neuinterpretieren. Im Studienjahr 2025/26 hat sich die Klasse für Fotografie von Heidi Specker an der HGB Leipzig intensiv mit Kollwitz auseinandergesetzt. Ergebnis sind 19 Arbeiten in verschiedenen Medien – von Skulptur über Fotografie und Film bis Installation.

Acht dieser Beiträge sind nun als BILDSTÖRUNG im Rahmen der Ausstellung KOLLWITZ Ausgewählt. im Kollwitz Museum Köln zu sehen.


Die Positionen nähern sich Kollwitz aus unterschiedlichen Perspektiven: Als Künstlerin, als Frau, als Zeitzeugin oder als politisch engagierter Mensch.

Sie beziehen sich auf ihr Werk, auf ihre künstlerischen Techniken ebenso wie auf ihre Selbstzeugnisse in Tagebüchern, Briefen sowie auf Fotografien. Entstanden sind Formen der Auseinandersetzung, die persönlich sind, ohne privat zu bleiben.

Manche greifen Kollwitz‘ Bildsprache oder Motive auf, andere untersuchen die materiellen Bedingungen ihres Schaffens, die Person hinter dem Werk oder Leerstellen in ihrem Œuvre.

Was sie eint, ist der Versuch, Kollwitz nicht allein historisch zu betrachten, sondern ihre Themen und ihre Haltung aus der Gegenwart heraus neu zu befragen.


BILDSTÖRUNG

So sehr die Arbeiten von Käthe Kollwitz in Ausdruck und Botschaft unverwechselbar für sich stehen, so deutlich zeigt der Blick in die Geschichte wie auch in die Gegenwart, wie stark ihr Werk in einen fortwährenden künstlerischen Dialog eingebunden ist. Dieser Dialog reicht von einer allgemein thematischen, motivischen sowie technischen Nähe der Arbeiten anderer Künstler:innen aus allen Jahrhunderten bis hin zu einer konkreten Bezugnahme späterer Generationen auf Käthe Kollwitz.

In unserer neuen Ausstellungsreihe Bildstörung zeigen wir ab 2026 Positionen von Künstler:innen, die auf unterschiedliche Weise mit den Werken Kollwitz´ interagieren. Eingebettet in die Sammlungspräsentation und in direkter Gegenüberstellung werden einerseits Parallelen sichtbar, gleichzeitig werden gewohnte Sichtweisen aufgebrochen, neue Assoziationen zugelassen und Diskurse erweitert.

RE: KOLLWITZ. Klasse für Fotografie, Prof. Heidi Specker / HGB Leipzig ist die zweite Bildstörung in dieser Reihe.

Die Arbeiten entstanden auf Anregung der Kunst­sammlungen Chemnitz anlässlich der Ausstellung »Spuren der Nähe. Käthe Kollwitz und zeitgenössische Fotografie«, Kunstsammlungen Chemnitz, 7.5. – 30.8.2026).

Kollwitz Museum Köln (Köln)

19.09.2026 - 11.10.2026 Intensiv Farbe – Marie-Hélène H.-Desrue, Sarah Esslinger-Dahlmann, Hartmut Häcker und Monika Zie
BBK Karlsruhe, Künstlerhaus Karlsruhe (Karlsruhe)
Pressemitteilung
Farbe ist in dieser Gruppenausstellung weit mehr als ein gestalterisches Mittel – sie wird zum eigenständigen Ereignis, zum Resonanzraum für Wahrnehmung, Erinnerung und Emotion.
Die vier künstlerischen Positionen von „Intensiv Farbe“ zeigen eindrucksvoll, wie unterschiedlich Farbe erlebt, erforscht und in Malerei übersetzt werden kann.

Zu den ausstellenden Künstler:innen:
Marie-Hélène H.-Desrue arbeitet mit farbigen Tinten und Tuschen auf unbehandelter Leinwand – einem Medium, das keine Korrektur zulässt und den Entstehungsprozess unmittelbar prägt. So entstehen fließende, offene Bildräume, die zwischen Wahrnehmung, Spiegelung und dem
flüchtigen Moment oszillieren.

Sarah Esslinger-Dahlmann versteht Farbe als unmittelbaren Ausdruck tiefer Emotionen. In ihren kraftvollen abstrakten Kompositionen verbindet sie gestische Energie mit fein ausbalancierter Harmonie und schafft intensive Bildwelten von großer emotionaler Präsenz.

Hartmut Häcker untersucht die Farbe in ihrer Eigenständigkeit und löst sie bewusst von erzählerischen Zusammenhängen. Ausgehend von Werken der Kunstgeschichte entwickelt er neue malerische Interpretationen, in denen Farbwirkung und Atmosphäre im Mittelpunkt stehen.

Monika Ziemer begreift Malerei als Dialog zwischen Farbe, Form und Material. Im Wechselspiel von Intuition und Prozess entstehen offene, lebendige Arbeiten, die Resonanz erzeugen und die Betrachtenden zum Weiterdenken einladen.

Vernissage: Freitag, 18. September 2026, 19 Uhr, Einführung: Roswitha Zytowski (Kunsthistorikerin).

Führung durch die Ausstellung: Sonntag, 27. September, 16 Uhr.

Der Eintritt in die Ausstellung und zu Veranstaltungen des Rahmenprogramms ist frei.

Öffnungszeiten: Freitag 17 – 19 Uhr, Samstag/Sonntag 14 – 18 Uhr

Ausstellungsort:
BBK Künstlerhaus Karlsruhe
Am Künstlerhaus 47
76131 Karlsruhe

BBK Karlsruhe, Künstlerhaus Karlsruhe (Karlsruhe)

11.09.2026 - 11.10.2026 HIER – DORT. Birgid Lord und Rosemarie Vollmer. Malerei und Zeichnung
GEDOK Künstlerinnenforum Karlsruhe (Karlsruhe)
Pressemitteilung
HIER – DORT
Birgid Lord und Rosemarie Vollmer zeigen in der Doppelausstellung HIER – DORT Malerei und Zeichnung. Ausgangspunkt ihrer Arbeiten ist die Auseinandersetzung mit der Bildidee, dem Arbeits-und Transformationsprozess bis zu der je eigenen autonomen Bildfindung. Beide Künstlerinnen studierten in den Jahren 1975–82 an der Kunstakademie Karlsruhe.

Birgid Lord zeigt Arbeiten aus ihrer Werkreihe zum Thema Natur/Landschaft. Die Beobachtung und Anschauung im unmittelbaren Gegenüber eines der Landschaft entlehnten Motivs sind für sie inspirierender Anlass für eine spontane Bildidee, die sich dann im Atelier über einen längeren Zeitraum hin zu einem Arbeitsfeld erweitern kann. Das Nachklingen, Freisetzen und Umsetzen von subjektiven Seherlebnissen führt zu einer vielschichtigen Bildsprache. Die verwendeten Materialien sind Papier, Öl, Kreiden, Aquarell.

Rosemarie Vollmer setzt sich in ihren aktuellen Werken mit den Themen unseres gesellschaftlichen Wandels auseinander.
Was ist wahr, was nicht, wo überlagern sich Nachrichten, Falschmeldungen, wo gibt es Verzerrungen, und wer oder was entscheidet, was letzten Endes beim Empfänger ankommt. Diese Fragen stehen Pate für die aktuellen Faltzeichnungen und mehrteiligen Marker-Zeichnungen, die etwas freigeben und doch wieder verdecken und nur zum Teil sichtbar werden lassen. Dabei entstehen neue bizarre Ansichten.

Vernissage am Freitag, 11.09.2026, 20 Uhr
Einführung: Britta Borger, M. A., Karlsruhe

Samstag, 19.09.2026, 14 – 20 Uhr
Tag der offenen Tür zum Galerientag und ECKKULTURdörfle/KazKon.
Die Künstlerinnen sind anwesend.

Pressefoto: li: Birgid Lord, Feld, Leimfarben auf Papier, 2024 © VG Bildkunst; re: Rosemarie Vollmer, Stumme Hunde, Zeichnung auf Transparentpapier (Ausschnitt), 2025

GEDOK Künstlerinnenforum Karlsruhe (Karlsruhe)

10.09.2026 - 25.10.2026 gute aussichten – analog*digital*synthetisch*
Kunstmuseum Karlsruhe (Karlsruhe)
Pressemitteilung
Das Kunstmuseum Karlsruhe setzt anlässlich des „1. Festivals der Fotografie, Poesie und KI“ (9.–13.9.2026) in Neustadt an der Weinstraße seine Kooperation mit „gute aussichten“, dem renommierten Nachwuchsförderpreis für junge Fotografinnen und Fotografen in Deutschland, fort. Vom 10. September bis 25. Oktober 2026 präsentiert es im Projektraum die Gruppenausstellung „gute aussichten – analog*digital*synthetisch*“: Mit Arbeiten von Maximilian Gessler (*1988), Mathilde Tijen Hansen (*1994), NiKA (*2001), Vanessa Amoah Opoku (*1992) und Robin C. Wolf (*1997) öffnet sich ein Untersuchungsfeld, das sich zwischen künstlerischer und Künstlicher Intelligenz bewegt.

Foto: Mathilde Tijen Hansen, Sonnenallee, 2024

Kunstmuseum Karlsruhe (Karlsruhe)

28.08.2026 - 27.09.2026 Barbara Wrede – Hätt’ ich Schwingen, hätt’ ich Flügel Vernissage: 27.08.2026 / 18 Uhr
KUNSTHALLE / Dessau (Dessau-Roßlau)
Pressemitteilung
Barbara Wrede wuchs in einem kleinen Dorf in Niedersachsen nahe der innerdeutschen Grenze auf. Nach dem Abitur, einer Ausbildung zur Tischlerin und der Arbeit als Gesellin studierte sie Freie Kunst mit dem Schwerpunkt Malerei an der Universität Kassel.
Barbara Wredes Bildwelt entsteht aus einer sehr persönlichen Bildsprache, die Erinnerungen und Gedanken verarbeitet. Form und Farbe sind reduziert. Ein weiteres Markenzeichen ist die Prägnanz der Linie, die eine Konzentration auf das Wesentliche ermöglicht.
Sie arbeitet in groß angelegten Serien, die über Jahre wachsen und sich aus dem künstlerischen Schaffen heraus entwickeln – wobei sich zwischen den einzelnen Werkgruppen auch Schnittmengen ergeben können. Dabei kommen unterschiedlichste Techniken und Materialien zum Einsatz. Viele ihrer Serien werden zudem von Künstlerbüchern begleitet.
Die meisten der in der Kunsthalle Dessau präsentierten Werke werden erstmals öffentlich gezeigt. Barbara Wrede lebt und arbeitet in Berlin.

KUNSTHALLE / Dessau (Dessau-Roßlau)

27.08.2026 - 26.09.2026 Das Ganze und die Teile. Angewandte Kunst / ArtDesign von Künstlerinnen aus Baden-Württemberg
GEDOK Künstlerinnenforum Karlsruhe (Karlsruhe)
Pressemitteilung
100 Jahre GEDOK – KÜNSTE | FRAUEN | NETZWERK:
Das Ganze und die Teile.
Schmuck, Textil, Keramik, Papier und Objektkunst
Ausstellung von Künstlerinnen des Fachbereichs Angewandte Kunst / ArtDesign aus den 6 baden-württembergischen GEDOK Regionalgruppen Freiburg, Heidelberg, Karlsruhe, Mannheim, Reutlingen und Stuttgart

Die GEDOK, das älteste und europaweit größte Netzwerk für Künstlerinnen im deutschsprachigen Raum, feiert in diesem Jahr ihren 100. Geburtstag.
In verschiedensten Fachbereichen arbeiten hier Künstlerinnen zusammen und bilden ein tragfähiges Netzwerk, das für Vielfalt, Miteinander und hohen künstlerischen Anspruch steht.
Auf Einladung der Karlsruher Regionalgruppe der GEDOK werden vom 27.08. bis 26.09. im Regierungspräsidium Karlsruhe Arbeiten von Künstlerinnen der sechs baden-württembergischen GEDOK-Regionalgruppen (Freiburg, Heidelberg, Karlsruhe, Mannheim/Ludwigshafen, Reutlingen und Stuttgart) ausgestellt. Zu sehen sind Arbeiten aus den Bereichen Schmuck, Textil, Keramik, Papier und Objektkunst.
Der Titel „Das Ganze und die Teile“ spiegelt die Vielfalt der Kreativität wider und zeigt, dass man über sich hinauswachsen kann, wenn man sich zusammentut.

Vernissage am Donnerstag, 27.08.2026, 18 Uhr, Meidinger Saal
Grußwort: Regierungsvizepräsident Peter Hahn
Begrüßung: Ursula Achten GEDOK Karlsruhe
Einführung in die Ausstellung: M.A. Simone Maria Dietz
Musikalische Begleitung: Ute Reisner, Saxophon

Umfangreiches Begleitprogramm:
https://rpk.baden-wuerttemberg.de/fileadmin/RP-Internet/Karlsruhe/Abteilung_1/Referat_11/_DocumentLibraries/Documents/flyer_gedok.pdf

Ausstellungsort
Regierungspräsidium am Rondellplatz
Karl-Friedrich-Straße 17, 76133 Karlsruhe
Öffnungszeiten:
Montag bis Sonntag 10 bis 18 Uhr | Eintritt frei

Pressefoto: Hanne Plattner (GEDOK Heidelberg), Verhandlungen 2, 2022-2026

GEDOK Künstlerinnenforum Karlsruhe (Karlsruhe)

16.08.2026 - 18.10.2026 Hinterlassenschaften (Reliquien), I und II, eine Ausstellung an zwei Orten Installationen und Foto
Kunstverein Kreis Soest e. V. (Soest)
Pressemitteilung
Mit dem Projekt HINTERLASSENSCHAFTEN (Reliquien) zeigt der Konzeptkünstler Hans-Peter Klie Installationen und Fotoarbeiten. Die Installationen wurden eigens für die Räumlichkeiten konzipiert.

In der Kulturkirche werden eine multimediale, vielteilige komplexe Installation und digitale serielle Fotoarbeiten gezeigt. In der Galerie des Kunstvereins liegt der Fokus auf analoger Fotografie. 2025 wurde das Werkverzeichnis von Klies analogen Fotoarbeiten (1989 – 2002) fertiggestellt. Klie zeigt im Kunstverein ein Kompendium seiner Arbeiten aus diesen Jahren und ermöglicht einen Blick auf seine Entwicklung als einem Vertreter der Post- oder Nachmoderne.

Informationen zur Ausstellung „Hinterlassenschaften (Reliquien)“ in der Kulturkirche
Im Fokus der Ausstellung stehen Objekte, die zurückbleiben. Diese Hinterlassenschaften können durch ihre Umstände an Bedeutung gewinnen oder verlieren. Besonders hervorgehoben werden Reliquien – alltägliche Gegenstände oder Überreste von Heiligen, die kultisch verehrt werden.
Die Ausstellung thematisiert die Wandelbarkeit von Objekten und deren Bedeutung, sowohl in der digitalen als auch in der realen Welt. Sie hinterfragt den Glauben, dass Kunstwerke nur durch ihre materielle Existenz wertvoll sind, und betont, dass Kunstobjekte eigentlich Werkzeuge der Erkenntnisarbeit sind, die über das Materielle hinausgehen und geistige Prozesse repräsentieren.
Im Zentrum der Ausstellung steht eine Installation im Chor der Kirche Neu St. Thomä in Soest, dessen Boden aus fragmentierten Grabplatten besteht. Diese Steine erzählen Geschichten von Vergänglichkeit und Menschsein und bilden eine „moderne“ Bodenskulptur. Auf diesem Boden stehen zwölf Holztische, die verschiedene „Hinterlassenschaften“ aus Wissenschaft, Philosophie, Religion, Alltag und Magie präsentieren. Die Zahl zwölf verweist symbolisch auf die Apostel, die auf jeweils eigene Art ihre Wahrheit des Glaubens interpretierten.
Die Ausstellung verbindet historische und zeitgenössische Objekte, die zwischen magischer Bedeutung und Bedeutungslosigkeit schwanken. Sie zeigt, wie materielle Dinge als Medium für Kunst, Wissenschaft und Glauben dienen und letztlich zu Hinterlassenschaften werden, die als Symbole oder Relikte weiterwirken.

Kunstverein Kreis Soest e. V. (Soest)

13.08.2026 - 24.01.2027 Facettenreiche Insekten
Hessisches Landesmuseum Darmstadt (Darmstadt)
Pressemitteilung
Die Ausstellung »Facettenreiche Insekten« lädt Besucherinnen und Besucher ein, die erstaunliche Vielfalt der Insektenwelt zu entdecken. Von schillernden Käfern über filigrane Schmetterlinge bis hin zu faszinierenden Ameisenkolonien zeigt sie, wie wichtig Insekten für unsere Ökosysteme sind.

Anschauliche Präparate, interaktive Stationen und beeindruckende Makroaufnahmen lassen selbst kleinste Details sichtbar werden. Themen wie Bestäubung, Tarnung und das fragile Gleichgewicht zwischen Mensch und Natur regen zum Staunen und Nachdenken an. Die Ausstellung richtet sich an Kinder und Erwachsene gleichermaßen und verbindet Wissen mit ästhetischem Erlebnis.

Hessisches Landesmuseum Darmstadt (Darmstadt)

09.08.2026 - 01.11.2026 Mysterium der Paare
Fotografie-Forum der StädteRegion Aachen (Monschau)
Pressemitteilung
Von Zufällen, skurrilen Begegnungen und großen Gefühlen
Ausstellung „Mysterium der Paare“ in Monschau (09.08. - 01.11.2026)

Zwischen dem 9. August und dem 1. November widmet sich das Fotografie-Forum der StädteRegion Aachen ganz unterschiedlichen Paarkonstellationen. Im Mittelpunkt stehen dabei zwischenmenschliche Begegnungen. Über 140 Aufnahmen von rund 50 Künstler_innen zeigen dabei die Bandbreite des Themas, von skurrilen Alltagszusammenkünften bis hin zu schicksalshaften Begegnungen und großen Gefühlen. Die ältesten Aufnahmen stammen aus den 1920er Jahren, die jüngsten sind nur wenige Jahre alt.
Für die Kuratorin und Leiterin des Fotografie-Forums, Dr. Nina Mika-Helfmeier geht es in der Ausstellung um ganz grundlegende Fragen: „Was verbindet zwei Menschen miteinander? Ist es Schicksal, Zufall oder eine unsichtbare Kraft, die sie einander näherbringt? Die Fotografien zeigen ganz unterschiedliche Begegnungen, mal sind diese liebevoll und zärtlich, manchmal entfernen sich Personen voneinander oder ärgern sich über den anderen. Dabei leben viele der Fotografien vom Zufall. Flüchtige Begegnungen, überraschende Blickkontakte oder scheinbar bedeutungslose Gesten verdichten sich zu teils humorvollen und skurrilen Bildern, die Geschichten erzählen.“
Das lässt sich zum Beispiel in Martin Parrs Serie „Bored Couples“ (zu dt. „Gelangweilte Paare“) beobachten. Diese zeigt Paare, die sich nichts mehr zu sagen haben. Sie sind zwar gemeinsam im Café oder Restaurant, zwischen ihnen findet jedoch keinerlei Interaktion statt, vielfach schauen die Porträtierten sogar in gänzlich unterschiedliche Richtungen. Die kontrastreichen Farbfotografien aus den 1990er Jahren haben eine subtile Komik, denn das Verhalten der Dargestellten ist uns als Betrachtenden aus dem eigenen Leben bekannt. Der besondere Clou: eine der gezeigten Aufnahmen ist sogar ein Selbstporträt des Künstlers mit seiner Frau am Frühstückstisch eines Pariser Hotels.
Eine besondere Affinität für alltägliche Begegnungen hat ebenso Richard Kalvar, von dem zehn Aufnahmen in Monschau zu sehen sind. Der 1944 in New York geborene Fotograf ist besonders für seine skurrilen und humorvollen Fotografien bekannt. Er gilt als einer der prominentesten Vertreter der sogenannten Street Photography und versteht es meisterhaft, mit seinen Fotografien ganze Geschichten zu erzählen. Beim Blick auf die 1967 entstandene Aufnahme einer ‚yelling lady‘ (zu dt. ‚schreienden Frau‘) fragt man sich direkt, welches Verhalten die ältere Dame so in Rage gebracht haben könnte, dass Sie den Herren auf einer New Yorker Parkbank dermaßen angeht. Andere Aufnahmen Kalvars entwickeln ihre Komik durch minimale Gesten oder zufällige Ähnlichkeiten der Protagonist_innen.
Vielen der präsentierten Fotografien ist gemein, dass der Zufall eine entscheidende Rolle in ihnen spielt. Vermeintlich alltägliche Begegnungen werden dank spannenden Bildausschnitten und meisterhaften Kompositionen zu ganz besonderen Momenten. Elliott Erwitt hat 1989 derart eine beeindruckende Serie über ein junges Paar am Brunnen des Pariser Louvre geschaffen, die mit nur vier Aufnahmen eine Geschichte über Streit, Versöhnung und die Liebe selbst erzählt.
Berühmte Paare des 20. Jahrhunderts finden sich in der Ausstellung ebenfalls: Salvador Dalí und Gala mischten wie kaum ein anderes Gespann die Kunstwelt auf. Jean-Paul Sartre und Simone de Beauvoir revolutionierten die Philosophie des 20. Jahrhunderts. Ihre für diese Zeit mehr als außergewöhnlich unkonventionelle Beziehung wurde in der Öffentlichkeit vielfach kommentiert und diskutiert. Antanas Sutkus‘ intimes Porträt der beiden Denker_innen führt besonders eindrucksvoll dieses Spannungsfeld zwischen öffentlichem Mythos und privater Beziehung vor Augen, das noch Jahre nach dem Tod de Beauvoirs und Sartres diskutiert wird. Porträts berühmter Leinwandpaare aus Hollywood, zeigen darüber hinaus, welche Vorstellungen von Paarbeziehungen die Popkultur prägten: wie Marilyn Monroe und Clark Gable im Kultfilm „The Misfits – nicht gesellschaftsfähig“ oder James Dean und Natalie Wood in „… denn sie wissen nicht, was sie tun“.
Die Ausstellung lädt dazu ein, vielfältige zwischenmenschliche Beziehungen zu entdecken und die Schönheit von zufälligen Begegnungen zu feiern. Die große Anzahl humorvoller Aufnahmen verspricht Lächeln, Schmunzeln und Lachen während des Besuchs.

Mit Arbeiten von:
Atelier Binder, Paul Almásy, Bruno Barbey, Heinrich von der Becke, Sibylle Bergemann, Norbert Bunge, Cornell Capa, Bruce Davidson, Gerti Deutsch, Herbert Dombrowski, Pietro Donzelli, Stefan Draschan, Jochen Ehmke, Elliott Erwitt, Arno Fischer, A. & E. Frankl, Leonard Freed, George Friedman, Jean Gaumy, Gilbert Garcin, Bruce Gilden, Franz Göttfried, Philippe Halsman, Hans Henschke, Bernd Heyden, Gerhard Hopf, Lotte Jacobi, Max Jacoby, Richard Kalvar, Barbara Klemm, Robert Lebeck, Herbert List, Peter Marlow, Will McBride, Inge Morath, Stefan Moses, Elisabeth Niggemeyer, Ruth Orkin, Martin Parr, Nelly Rau-Häring, Marc Riboud, Gerhard Riebicke, Willy Ronis, Erich Salomon, Max Scheler, Karl Schenker, Jordis Schlösser, Friedrich Seidenstücker, Robert Sennecke, Anton Stankowski, Uwe Steinberg, Louis Stettner, Dennis Stock, Sasha Stone, Antanas Sutkus, Paul Wolff, Harf Zimmermann

Fotografie-Forum der StädteRegion Aachen (Monschau)

26.07.2026 - 20.09.2026 Zusammenspiel. Die Höri-Künstler.
Kunstmuseum Singen (Singen)
Pressemitteilung
Die Bodenseehalbinsel Höri ist seit dem frühen 20. Jahrhundert ein Ort des künstlerischen Zusammenspiels. Hier lebten und arbeiteten Künstlerinnen und Künstler wie Hermann Hesse oder Walter Waentig, später u. a. Max Ackermann, Curth Georg Becker, Otto Dix, Erich Heckel, Walter Herzger und Rose Marie Schnorrenberg. Sie kamen auf der Suche nach einem nahen Paradies an den Bodensee, ersehnten Naturverbundenheit oder fanden ab 1933 Schutz an der Schweizer Grenze. Dabei entstanden Netzwerke persönlicher Beziehungen, verbindender Interessen und mitunter gemeinsamer Schicksale. Als offenes Netzwerk prägten die Höri-Künstler die Kunst- und Kulturlandschaft der Region nachhaltig: von der Höri über die »Singener Kunstausstellungen« ab 1947 bis hin zu Berufungen an die Kunstakademien in Stuttgart und Karlsruhe.

Die Ausstellung greift den Gedanken des Zusammenspiels auf und eröffnet zugleich einen neuen Zugang zu diesem besonderen Schwerpunkt der eigenen Sammlung. Im Erdgeschoss richtet sich die Ausstellung ganz bewusst auch an ein jüngeres Publikum und an Familien: Spielerische Stationen machen Kunst aktiv erfahrbar und laden zum Mitmachen ein. Begleitend erscheint das erste Kinderbuch des Kunstmuseums. Im Obergeschoss zeigt eine Auswahl von Arbeiten auf Papier die Vielseitigkeit der Höri-Künstler – ein Zusammenspiel von Zeichnungen, Druckgrafiken und Aquarellen.

Doch nicht nur die Höri-Künstler zeigen, welche Kraft im Zusammenspiel liegen kann: Auch Stadtbaumeister Hannes Ott und Oberbürgermeister Theopont Dietz prägten gemeinsam den städtebaulichen Umbau Singens in den Nachkriegsjahrzehnten und verbanden ihn mit großem Engagement für die Kunst. Ein Dokumentarfilm von Günter Vlieckx im ›Kubus‹ erzählt von Otts Wirken und schlägt die Brücke zu Otto Dix’ Wandbild »Krieg und Frieden« im Singener Rathaus.

Kunstmuseum Singen (Singen)

26.07.2026 - 20.09.2026 Harald F. Müller. Bonds.
Kunstmuseum Singen (Singen)
Pressemitteilung
Die Präsentation der »BONDS« im Foyer des Kunstmuseums ist zugleich der Aufschlag für Harald F. Müllers große Ausstellung mit dem Titel »CANTINA COMUNALE«, die am 11. Oktober 2026 eröffnet. Darin werden verschiedene Ebenen von gemeinsamem Handeln im Zentrum stehen.

Dieser Idee folgend, spielt der Künstler schon heute der Öffentlichkeit den Ball zu: Mit dem Erwerb eines jeden »BONDS«, einer Anleihe, wird in die »CANTINA COMUNALE« investiert und ein Event im Veranstaltungsprogramm der Ausstellung co-finanziert. Dabei realisiert sich eine grundlegende Form der Teilhabe, die aus der Finanzwirtschaft bekannt ist. Entgegen global gestreuter oder anderweitig optimiert performender Investitionspakete geht es bei Müllers »BONDS« aber um die Entwicklung der Stadt Singen und um die Frage, worin wir investieren beziehungsweise woran wir glauben. Raumfragen werden, wie stets im Werk des Künstlers, mit neuen Ideen verknüpft und konsequent auf die Zukunft ausgerichtet.

Kunstmuseum Singen (Singen)

25.07.2026 - 20.09.2026 Zusammenspiel. Die Höri-Künstler.
Kunstmuseum Singen (Singen)
Pressemitteilung
Die Bodenseehalbinsel Höri ist seit dem frühen 20. Jahrhundert ein Ort des künstlerischen Zusammenspiels. Hier lebten und arbeiteten Künstlerinnen und Künstler wie Hermann Hesse oder Walter Waentig, später u. a. Max Ackermann, Curth Georg Becker, Otto Dix, Erich Heckel, Walter Herzger und Rose Marie Schnorrenberg. Sie kamen auf der Suche nach einem nahen Paradies an den Bodensee, ersehnten Naturverbundenheit oder fanden ab 1933 Schutz an der Schweizer Grenze. Dabei entstanden Netzwerke persönlicher Beziehungen, verbindender Interessen und mitunter gemeinsamer Schicksale. Als offenes Netzwerk prägten die Höri-Künstler die Kunst- und Kulturlandschaft der Region nachhaltig: von der Höri über die »Singener Kunstausstellungen« ab 1947 bis hin zu Berufungen an die Kunstakademien in Stuttgart und Karlsruhe.

Die Ausstellung greift den Gedanken des Zusammenspiels auf und eröffnet zugleich einen neuen Zugang zu diesem besonderen Schwerpunkt der eigenen Sammlung. Im Erdgeschoss richtet sich die Ausstellung ganz bewusst auch an ein jüngeres Publikum und an Familien: Spielerische Stationen machen Kunst aktiv erfahrbar und laden zum Mitmachen ein. Begleitend erscheint das erste Kinderbuch des Kunstmuseums. Im Obergeschoss zeigt eine Auswahl von Arbeiten auf Papier die Vielseitigkeit der Höri-Künstler – ein Zusammenspiel von Zeichnungen, Druckgrafiken und Aquarellen.

Doch nicht nur die Höri-Künstler zeigen, welche Kraft im Zusammenspiel liegen kann: Auch Stadtbaumeister Hannes Ott und Oberbürgermeister Theopont Dietz prägten gemeinsam den städtebaulichen Umbau Singens in den Nachkriegsjahrzehnten und verbanden ihn mit großem Engagement für die Kunst. Ein Dokumentarfilm von Günter Vlieckx im ›Kubus‹ erzählt von Otts Wirken und schlägt die Brücke zu Otto Dix’ Wandbild »Krieg und Frieden« im Singener Rathaus.

Kunstmuseum Singen (Singen)

23.07.2026 - 31.01.2027 Die Sammlung befragen – Resonanzen
Städtische Galerie Fruchthalle (Rastatt)
Pressemitteilung
Die Ausstellung in der Städtischen Galerie Fruchthalle eröffnet einen ungewöhnlichen Blick auf die städtische Kunstsammlung. Statt rein kunsthistorischer Einordnungen stehen persönliche Begegnungen mit den Werken im Mittelpunkt: Was macht ein Kunstwerk unvergesslich? Warum berühren uns manche Bilder besonders? Welche Assoziationen wecken sie in uns?
Künstlerinnen und Künstler, Kulturschaffende sowie Kunstinteressierte aus Rastatt und der Region haben Arbeiten aus der Sammlung ausgewählt, zu denen sie eine besondere Verbindung haben oder die sie ästhetisch besonders ansprechen. Die begleitenden Texte sind mal ernst, mal augenzwinkernd oder sogar in Gedichtform verfasst und eröffnen so ganz neue und individuelle Perspektiven auf die Kunst.
Die Ausstellung versteht sich als Dialog zwischen Kunst, Sammlung und Stadtgesellschaft. Sie lädt dazu ein, den vielfältigen Resonanzen nachzuspüren, die Kunst in Menschen auslösen kann, und zeigt die Städtische Galerie Fruchthalle als lebendigen Begegnungsraum, in dem vielfältige Beziehungen zwischen Kunst und Publikum entstehen.
Foto: Blick ins Gemäldedepot der Städtischen Galerie Fruchthalle, Johanna Kätzel

Städtische Galerie Fruchthalle (Rastatt)

23.07.2026 - 22.11.2026 Kunst trifft Wissenschaft Natur, Erinnerung und Zugehörigkeit
Städtische Galerie Fruchthalle (Rastatt)
Pressemitteilung
Wie entsteht unser Wissen über Natur? Wer beschreibt, sammelt und ordnet Pflanzen und welche Perspektiven bleiben dabei unsichtbar?
Die kleine Präsentation knüpft an die Ausstellung „Die Erfindung der Natur– Illustrierte Naturbücher von Plinius bis zu Humboldt“ in der Historischen Bibliothek in Rastatt an. Sie ergänzt diese um einen Blick auf die Verbindung von Naturgeschichte und Wissensproduktion.
Im Mittelpunkt stehen drei Fotografien aus der Performance „Transplant: Healing in the Mapuche Diaspora through the Pewen” (2025–2026) von Neyen Pailamilla. Ergänzt werden sie durch eine Videoarbeit, die die Performance zeigt.
Ausgangspunkt ist Pewen (Araucaria araucana), ein für die Mapuche in den Anden heiliger Baum. Während er in Europa oft als Zierpflanze bekannt ist, steht er für die größte indigene Bevölkerungsgruppe Chiles für Erinnerung, Gemeinschaft und die enge Verbindung zwischen Mensch, Natur und Land.
Die Fotografien greifen Erfahrungen von Migration, Heimat und Zugehörigkeit auf. Sie zeigen, dass Pflanzen nicht nur Teil der Natur oder Gegenstand wissenschaftlicher Forschung sind, sondern auch Trägerinnen von Geschichte, Wissen und kultureller Bedeutung.
Die Ausstellung ist vom 23. Juli bis zum 22. November 2026 in der Städtischen Galerie Fruchthalle Rastatt zu sehen. Der Eintritt kostet 4 Euro, ermäßigt 2 Euro, Eintritt frei am 1. Freitag im Monat und im gesamten Monat August. Museumspassinhaber kommen ebenfalls kostenfrei in die Städtische Galerie Fruchthalle Rastatt.
Foto: Still02A, Foto: Neyen Pailamilla / Rodrigo Xavier

Städtische Galerie Fruchthalle (Rastatt)

11.07.2026 - 18.10.2026 Spielwiese Kunst
Staedtische Galerie Bietigheim-Bissingen ( Bietigheim-Bissingen)
Pressemitteilung
Die umfangreiche Sammlung der Städtischen Galerie Bietigheim-Bissingen hat zwei Schwerpunkte – den künstlerischen Linolschnitt und die regionale Kunst –, deren Werke in wechselnden Ausstellungen regelmäßig vorgestellt werden. Doch so wurden die Werke noch nie präsentiert: Durch ungewöhnliche Raumgestaltungen und Sitzgelegenheiten – in der Hängematte schaukelnd oder auf dem Hometrainer radelnd – ergeben sich ganz neue Perspektiven. Und durch Mitmach-Angebote wie Puzzle legen oder Stillleben inszenieren, lässt sich ein ganz neuer Zugang zu den Kunstwerken finden.

Die Ausstellung greift Friedrich Schillers Feststellung auf, dass der Mensch nur da ganz Mensch sei, wo er spielt. Und wo könnte dies besser gelingen als im Museum, wo die zweckfreie Beschäftigung im Spiel auf einen Raum trifft, der abgekoppelt vom sonstigen Alltag ist? Die »Spielwiese Kunst« schafft nicht nur neuartige Wahrnehmungserlebnisse – vor allem wird sie ganz viel Spaß machen…

Eröffnung: Let´s play!
Wir laden Sie herzlich ein zur Eröffnung der Ausstellung »Spielwiese Kunst«
am Samstag, 11. Juli, 11 bis 18 Uhr
Let´s play: Die Wiese wird eröffnet mit Spannung, Spiel & Spaß, Mitmach-Memory & Mocktails

Programm:
Shortgames: 12 Uhr, 13 Uhr, 14 Uhr, 15 Uhr, 16 Uhr und 17 Uhr
Kurzführungen in unserer Ausstellung

Mitmach-Memory von 14 bis 18 Uhr:
Das eigene Memoryspiel gestalten und drucken in unserem Kreativraum

Limonaden & Mocktails
an der Frische-Bar in unserem Foyer



Begleitprogramm

Spielanleitungen
öffentliche Sonntagsführungen
26. Juli, 11.30 Uhr
16. August 16.30 Uhr
6. September, 11.30 Uhr
20. September, 16.30 Uhr
18. Oktober, 11.30 Uhr

Anleitung zum Schulausflug
Führung für Lehrkräfte
Montag, 13. Juli, 17 Uhr

Shortgame + Secco
After-Work-Kurzführungen mit Apéritif
Mittwoch, 22. Juli, 16.30 Uhr
Donnerstag, 13. August, 17 Uhr
Mittwoch, 2. September, 16.30 Uhr
Donnerstag, 15. Oktober, 16.30 Uhr

Come-in & Chill-out
Kuratorinnenführung mit anschließendem Kaffee und Kuchen
Freitag, 31. Juli, 14.30 Uhr
Donnerstag, 8. Oktober, 15 Uhr

Mitmachen am Morgen!
Vormittagsführungen für Senior*innen
Mittwoch, 19. August, 10 Uhr
Dienstag, 22. September, 10 Uhr


Lesekreis Galerie
Mittwoch, 19. August, 19 Uhr
Donnerstag, 3. September, 18.30 Uhr

Kreative Schreibwerkstatt
mit Barbara Knieling vom Lieblingsbuch-Laden
Donnerstag, 1. Oktober, 18 Uhr

Familien-Fun-Freitag
Erst die Spiele-Ausstellung entdecken, dann selbst ein Spiel kreieren!
Freitag, 18. September, 15 Uhr

Tag der offenen Wiese: Picknick im Museum!
mit Clown-Führungen, Musik u.v.m.
Sonntag, 11. Oktober, 14–18 Uhr

Workshop-Programm für Kinder und Jugendliche: siehe website
Teilnehmendenzahl begrenzt: Anmeldung per Telefon oder E-Mail empfohlen!


Studioausstellung

Bernhard Obst
»The sky is open«
9. Mai 2026 bis 6. Januar 2027
Der Künstler Bernhard Obst (1956 in Ludwigsburg – 2014 in Bietigheim-Bissingen) ist wohl nur Kennern der regionalen Kunstszene ein Begriff. Dabei schuf er umfangreiche Serien mit außergewöhnlichen Stillleben, surrealen Landschaften und kuriosen Figurenszenen. Neben der Öl- und Acrylmalerei galt sein besonderes Augenmerk der Zeichnung: Mit Bleistift oder Tusche überzog er großformatige Papiere mit unzähligen Strichen und feinen Schraffuren.
Anlässlich seines 70. Geburtstags zeigt die Städtische Galerie aus dem Nachlass des Künstlers einen repräsentativen Querschnitt seines eindrucksvollen Schaffens – eine Entdeckung!

Demnächst…
Karl Hofer
Zwischen Schönheit und Wahrheit
7. November 2026 bis 28. Februar 2027


Öffnungszeiten
Mittwoch bis Freitag 14–18 Uhr
Samstag, Sonntag, Feiertag 11–18 Uhr

Eintritt frei!
Alle Führungen: 4 €
Come-in & Chill-out: 10 €
Familien-Fun-Freitag: 10 € pro Familie
Schreibwerkstatt: 15 €
Tag der offenen Wiese: Freiwillige Spende
Private Gruppenführung: 60 € (Mi–Fr. zu den Öffnungszeiten) / 70 € (außerhalb der Öffnungszeiten und wochenends)

Führungen für Gruppen und Schulklassen nach telefonischer Vereinbarung

Die Galerie ist inklusive Sanitäranlage barrierefrei.

Städtische Galerie Bietigheim-Bissingen
Hauptstraße 60–64
74321 Bietigheim-Bissingen
Telefon 07142 74-483
Telefax 07142 74-446
http://galerie.bietigheim-bissingen.de
galerie@bietigheim-bissingen.de


Staedtische Galerie Bietigheim-Bissingen ( Bietigheim-Bissingen)

09.07.2026 - 09.10.2026 Wiederentdeckt! Textile Bilder für das Hessische Landesmuseum Darmstadt
Hessisches Landesmuseum Darmstadt (Darmstadt)
Pressemitteilung
Mit vier großformatigen Bildteppichen zog in den 1950er Jahren die Moderne in das Haupttreppenhaus des Hessischen Landesmuseums Darmstadt ein. Die Sanierungsarbeiten an dem im 2. Weltkrieg schwer zerstörten Museumbau waren 1954 fast abgeschlossen, als Direktor Erich Wiese vier zeitgenössische textile Werke in Auftrag gab.

Ausgewählt wurden die arrivierten Textilkünstlerinnen Else Mögelin und Johanna Schütz-Wolff, das Ehepaar Inge und Fritz Vahle sowie der Maler Fritz Winter.

Else Mögelin studierte unter anderen bei Johanes Itten, Paul Klee und Gerhard Marcks am Weimarer Bauhaus, arbeitete in der dortigen Weberei und viele Jahre als Leiterin der Textilwerkstatt der Stettiner Kunstgewerbeschule. Johanna Schütz-Wolff beeinflusste als Leiterin der Textilklasse und Handweberei an der Burg Giebichenstein zahlreiche Künstlerinnen und Künstler. Zur jüngeren Generation gehörten das in Darmstadt ansässige Künstlerehepaar Fritz und Inge Vahle, das neben einem umfangreichen grafischen und malerischen Werk auch durch die Herstellung von Wandteppichen hervortrat. Für Fritz Winter schließlich, einem der wichtigsten abstrakten Maler der Nachkriegszeit, stellten textile Arbeiten eine Ausnahmeerscheinung dar. Nur zwei Wandteppiche sind von ihm bekannt, das Darmstädter Exemplar hatte auf der II. documenta in Kassel einen großen Auftritt.

1958 konnten die Wandbehänge anlässlich der Eröffnung der neu eingerichteten Gemäldegalerie der Öffentlichkeit als bedeutende Positionen der figürlichen und ungegenständlichen Textilkunst der 50er Jahre präsentiert werden. Erstmals nach über 50 Jahren werden sie nun in einer Kabinettausstellung, zusammen mit den erhaltenen Entwurfszeichnungen, wieder zu sehen sein.

Hessisches Landesmuseum Darmstadt (Darmstadt)

08.07.2026 - 15.11.2026 KOLLWITZ Ausgewählt.
Kollwitz Museum Köln (Köln)
Pressemitteilung
24 Zeichnungen, reproduziert als hochwertige Lichtdrucke, veröffentlicht in einer Mappe und in drei Auflagen erschienen, um der großen Nachfrage eines breiten Publikums gerecht zu werden: 1920 publizierte Käthe Kollwitz die sogenannte Richter-Mappe — eine Edition, die sich heute wie ein persönliches »Best of« ihres bisherigen Schaffens lesen lässt. Diese von der Künstlerin selbst getroffene Auswahl stellt das Kollwitz Museum Köln nun in den Mittelpunkt seiner neuen Sammlungspräsentation.

»Die Auswahl der 24 Zeichnungen [...] ist eine sehr geschickte; Entwürfe zu den großen Radierungszyklen, zu einzelnen graphischen Blättern, selbständige Zeichnungen und ein kraftvolles Selbstbildnis der Künstlerin sind darin enthalten. So ist die Mappe in hohem Maße geeignet, der großen Gemeinde der Freunde von Käthe Kollwitz neue Mitglieder zuzuführen.«
Willy Burger, in: Die Kunst für alle, 36.1920–1921, S. 112

Käthe Kollwitz (1867–1945)
Ihr Name steht für Engagement und Politik, emotionale Schlagkraft und unverwechselbar eindringliche Kunst. Bereits zu ihren Lebzeiten nachgefragt von Sammlungen in aller Welt, befindet sich seit 1984 in Köln das erste Museum, das ausschließlich der großen deutschen Künstlerin gewidmet ist. Hervorgegangen aus ihrem Nachlass und von ihren Erben an das Haus übergeben, verfügt das Kollwitz Museum Köln heute über die weltweit umfangreichste Sammlung ihrer Werke.
Die neue Ausstellung von mehr als 100 Zeichnungen, Radierungen, Lithografien, Holzschnitte und Plastiken vermittelt einen Überblick über ihr nahezu sechs Jahrzehnte umfassendes Schaffen — von der Zeit des Kaiserreichs bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs.

Die »Richter–Mappe«
Ergänzt und vertieft wird diese Präsentation durch jene 24 Lichtdrucke, die Kollwitz 1920 unter dem Titel »Käthe Kollwitz. Handzeichnungen in originalgetreuen Wiedergaben« bei ihrem Dresdner Verleger Emil Richter veröffentlichte. Die Mappe beinhaltet Arbeiten seit 1894 und spannt einen Bogen bis in die Zeit nach dem Ersten Weltkrieg. Neben Vorstudien zu ihren druckgrafischen Zyklen wählte die Künstlerin Mutter-Kind-Darstellungen, Blätter über Verlust und Trauer sowie Arbeiten zu sozialen Missständen.

»Damit bleiben sie [die Zeichnungen] doch zusammen, die sonst in ein paar Jahren in alle Winde zerstreut sind, und ich behalte auch etwas in der Hand zurück.«
Käthe Kollwitz an Hans, 1. Mai 1917, Briefe an den Sohn

Durch die Einbettung der Reproduktionen in die Sammlungspräsentation und ihren direkten Bezug zu Originalwerken eröffnet sich eine neue Perspektive auf Kollwitz‘ künstlerisches Selbstverständnis. Welche Werke wählte sie aus? Was sagt die Herausgabe einer solchen Mappe über ihr Verständnis von Kunst und vom Kunstsammeln aus? Die Antworten darauf sind ebenso spannend wie überraschend.

Der Lichtdruck im Fokus
Besonders bemerkenswert ist die Entscheidung für das aufwendige Verfahren des Lichtdrucks. Anders als einfachere Reproduktionstechniken ermöglichte es eine außergewöhnlich präzise Wiedergabe der Zeichnungen und ihrer feinen tonalen Abstufungen. Die Ausstellung widmet sich daher nicht nur der persönlichen Auswahl der Werke, sondern auch den technischen und ästhetischen Besonderheiten des Lichtdrucks.

Kollwitz Museum Köln (Köln)

27.06.2026 - 20.09.2026 FRANK GAUDLITZ. Fotografie
Kunstsammlung Jena (Jena)
Pressemitteilung
Fotografieren und Reisen bilden bei Frank Gaudlitz eine unauflösbare Einheit. Unsere Ausstellung konzentriert sich auf seine Serien zu Osteuropa und Südamerika. Darin thematisiert er die Lebenssituation der Menschen, Realität und deren Inszenierung, aber auch aktuelles Zeitgeschehen.

Kunstsammlung Jena (Jena)

20.06.2026 - 20.09.2026 ZOHAR FRAIMAN. Malerei
Kunstsammlung Jena (Jena)
Pressemitteilung
Zohar Fraimans Werke sind eine zeitgeistige Bestandsaufnahme der heutigen weiblichen Lebenswelt, die sie mit Zitaten der Kunstgeschichte, der Popkultur, Serien und Hollywood-Filmen anreichert. Mit ihren Themen zwischen Selbstoptimierung, virtueller Existenz und Disney-Fantasien bewegt sich Fraiman am Puls der Zeit, der nicht unkritisiert bleibt, wenngleich er in zuckersüße Farben getaucht ist.

Kunstsammlung Jena (Jena)

18.06.2026 - 27.09.2026 Hedwig Kruse. Eine Druckkünstlerin lebt ihren Traum
Hessisches Landesmuseum Darmstadt (Darmstadt)
Pressemitteilung
Erstmals präsentiert das Hessische Landesmuseum Darmstadt die expressiven Papierarbeiten von Hedwig Kruse-Geibel (Frankfurt/Main 1895–1991 Darmstadt) und erinnert mit der Ausstellung an eine fast vergessene Künstlerin.

Ihre Werke kreisen um ihre Rolle als Künstlerin, als Angebetete, Geliebte, Mutter oder verlassene Frau. Ihrer Zeit enthoben und gleichzeitig dieser weit voraus schuf sie ein Crossover der Kulturen. Darin verbinden sich antike Mythologie, Christentum, Judentum, Buddhismus und Islam. Ihre ungemein dichten Bilder zeigen phantastische Wesen, Figuren aus Mystik und Märchen. Sie leben von der Linie und leuchtenden Farben.

Die Tochter des Frankfurter Malers Hermann Kruse studierte in München an der Kunstgewerbeschule. 1917 begann sie mit eigenständigen Arbeiten eine vielversprechende Karriere als Druckkünstlerin. Dieser künstlerische Weg wurde 1935 durch das Ausstellungsverbot der Nationalsozialisten jäh abgebrochen. Auch wenn Hedwig Kruse, die 1939 den Bildhauer Hermann Geibel (1889–1972) heiratete, nach 1945 weiter künstlerisch arbeitete, blieb die Zäsur durch den Zweiten Weltkrieg für sie unüberwindbar. Zeitlebens fand ihr druckgrafisches Werk keine gebührende kunsthistorische Würdigung.

Dank einer Schenkung durch den Sohn der Künstlerin, Stephan Heise (1928–2017), besitzt das Hessischen Landesmuseum Darmstadt den gesamten grafischen Nachlass von Hedwig Kruse-Geibel. Das Oeuvre umfasst neben aufwändigen Collagen aus Glanzpapier vor allem Farbholzschnitte. Diese druckte die Künstlerin von filigran geschnittenen Holzstöcken mit feinsten Linien. Die grafischen Werke sind von höchster Qualität und drucktechnischer Perfektion.

Die Ausstellung präsentiert die autobiographisch gefärbten Traumwelten der Künstlerin Hedwig Kruse-Geibel und erinnert an eine fast vergessene Künstlerin.

Hessisches Landesmuseum Darmstadt (Darmstadt)

14.06.2026 - 04.10.2026 Günter Wagner - Eisen + Glas
Museum Art.Plus (Donaueschingen)
Pressemitteilung
Die Arbeiten des Bruchsaler Bildhauers Günter Wagner (*1955) sind geprägt von der spannungsvollen Verbindung gegensätzlicher Materialien: Massives Eisen und transparentes Glas treten in einen eindrucksvollen Dialog und erzeugen ein Wechselspiel von Masse und Leichtigkeit, von Dichte und Licht.

In seinen oft großformatigen Skulpturen und Installationen verbindet Wagner klare, reduzierte Formen mit einer inneren Dynamik, die Ruhe und Bewegung zugleich erfahrbar macht. Seine Werke entwickeln dabei eine prägnante räumliche Präsenz und verändern je nach Standpunkt und Lichteinfall ihre Wirkung.

Museum Art.Plus (Donaueschingen)

23.05.2026 - 04.10.2026 Expressiv! Grafik von Dürer bis Schlichter
Kunstmuseum Karlsruhe (Karlsruhe)
Pressemitteilung
Gesten, Körperhaltungen und Mimik gehören zu den unmittelbarsten Ausdrucksformen menschlicher Emotionen. Seit Jahrhunderten beschäftigen sich Künstler*innen mit Freude und Angst, Wut, Trauer oder Verzweiflung. Die Ausstellung „Expressiv! Grafik von Dürer bis Schlichter“ versammelt Werke aus fünf Jahrhunderten aus der Sammlung des Kunstmuseums und widmet sich der bildlichen Darstellung von Affekten.

Von Albrecht Dürer über Rembrandt und Guido Reni bis zu Käthe Kollwitz und Rudolf Schlichter spannt sich ein weiter Bogen künstlerischer Strategien. Aquarelle, Zeichnungen und Druckgrafiken zeigen, wie Gefühle zu lesbaren Zeichen werden. Dabei wird deutlich, dass Affekte eine erstaunliche zeitübergreifende Verständlichkeit besitzen – und zugleich historisch geprägt sind. In ihren vielen Nuancen werden diese Emotionen zu einem direkten Zugang für das Publikum. Die Kunstwerke sprechen uns an, berühren, irritieren oder bewegen uns. Sie können überwältigen oder leise Mitgefühl auslösen – und schaffen so eine Verbindung zwischen den Menschen von damals und den Betrachtenden von heute.

Foto: Utagawa Kunisada, Die Legende von Ishikawa Goemon, 1. Hälfte 19. Jhd., Kunstmuseum Karlsruhe

Kunstmuseum Karlsruhe (Karlsruhe)

23.05.2026 - 23.05.2027 Update! Die Sammlung neu sichten Szenenwechsel 4
Kunstmuseum Karlsruhe (Karlsruhe)
Pressemitteilung
Mit „Update! Die Sammlung neu sichten“ präsentiert das Kunstmuseum Karlsruhe seine Bestände in einem dynamischen Szenenwechsel. Rund 200 Werke von 70 Künstler*innen treten auf 1.500 Quadratmetern in medien- und epochenübergreifende Dialoge. Themenräume zu Identität, Ritualen, Natur, Geschlechtergerechtigkeit, Heimat und der Erfahrungen von Fremdheit verbinden historische Positionen mit Gegenwartskunst.

Der „Szenenwechsel 4“ ist die fünfte Neupräsentation seit 2023 und reagiert auf aktuelle gesellschaftliche Debatten. Umhängungen, ein Schaudepot und Forschungsarchiv sowie wechselnde Präsentationen empfindlicher Papierarbeiten machen die Sammlung als offenes Wissensfeld erfahrbar.

Foto: Blick in den Themenraum „Natur“ in „Update! die Sammlung neu sichten – Szenenwechsel 3“, Foto: Anne-Sophie Stolz

Kunstmuseum Karlsruhe (Karlsruhe)

23.05.2026 - 04.10.2026 Tamina Amadyar
Kunstmuseum Karlsruhe (Karlsruhe)
Pressemitteilung
Im Rahmen des „Szenenwechsel 4“ setzt die Künstlerin Tamina Amadyar (1989, Kabul) einen besonderen zeitgenössischen Akzent. Ihre großformatigen Gemälde entstehen aus dem Zusammenspiel intensiv leuchtender Farbfelder und verbinden abstrakte Malerei mit persönlichen Erinnerungen und Wahrnehmungen. Licht- und Raumerfahrungen – etwa von Reisen – übersetzt Amadyar in dichte, atmosphärische Bildräume. Mit Pigmenten in Hasenleim und einem gestischen Farbauftrag entstehen Oberflächen, die zwischen Ruhe und Bewegung wechseln und den Raum auf besondere Weise erfahrbar machen.

Foto: Tamina Amadyar, Ohne Titel, 2022, © Courtesy of the artist and Galerie Guido W. Baudach, Meyer Riegger Berlin/Karlsruhe

Kunstmuseum Karlsruhe (Karlsruhe)

22.05.2026 - 04.04.2027 Gefühlte Wahrheiten. Zeppeline und Nationalsozialismus
Zeppelin Museum Friedrichshafen (Friedrichshafen)
Pressemitteilung
2026 feiert das Zeppelin Museum sein 30-jähriges Jubiläum im Hafenbahnhof. Zu diesem Anlass stellt sich das Museum in der Ausstellung „Gefühlte Wahrheiten. Zeppeline und Nationalsozialismus“ seiner eigenen Geschichte und arbeitet die Verstrickungen zwischen der politischen Nutzung von Zeppelinen und NS-Staat erstmals umfassend auf.

Leitend sind dabei Gefühlte Wahrheiten, ein Phänomen, das auf subjektiven, emotionalisierten Annahmen beruht: Aussagen, die wir irgendwo mal gehört und nicht hinterfragt, die sich im Laufe der Zeit verstetigt haben und unabhängig belegbare Fakten verdrängen. Sie dienen als Gerüst, um verklärende Erzählungen der Zeppelingeschichte zu dekonstruieren.

Gefühlte Wahrheiten bestimmen bis heute auch das Bild der Zeppeline als nostalgisch verklärte Technik. So hält sich etwa der Glaube, Zeppeline und die Konzerne, die sie bauten, seien unpolitisch gewesen.

Die Forschung zeigt ein anderes Bild: Das sogenannte goldene Zeitalter der Luftschifffahrt war durch die Bedeutung der Zeppeline für die NS-Propaganda geprägt. Ihre Inszenierung reichte von Hakenkreuzen an den Leitwerken bis hin zu Propagandafahrten und Auftritten bei politischen Großereignissen. Das selbst konstruierte Bild Eckeners wurde undifferenziert reproduziert und bis heute weitergetragen. Tatsächlich waren ab 1933 die Zeppeline und die Menschen, die sie bauten und betrieben, auf die ein oder andere Weise in den NS-Staat und seine propagandistische Selbstdarstellung eingebunden. Dass dies ausschließlich unfreiwillig und ohne Begeisterung geschah, ist einer der zentralen verklärenden Erzählungen, die in der Zeit nach 1945 entstanden und bis heute wirksam sind.

Einordnung und Neubewertung

Das Zeppelin Museum verfolgt in der Sonderausstellung einen glokalen, multiperspektivischen und interdisziplinären Ansatz. Die eigene Sammlung wird auf den Kontext hin befragt und setzt den „gefühlten“ Narrativen historische Forschung entgegen. Die Ausstellung ermöglicht so einen differenzierten Blick auf die Zeit des Nationalsozialismus im Kontext historischer Kontinuitäten.

Die Aufarbeitung erfolgt entlang von Schlüsselereignissen und Schlüsselpersonen. Erstere setzen bereits vor der Zeit des Nationalsozialismus an, denn schon während der Kaiserzeit profitierten Zeppeline von ihrer politischen und emotionalen Aufladung. Im Ersten Weltkrieg waren sie militärische Werkzeuge, in der Weimarer Republik Symbole technischen Fortschritts und nationaler Ansprüche. Diese Wandelbarkeit machte sie für den NS-Staat zu Propagandawerk-zeugen. Propagandafahrten der großen Zeppelin Luftschiffe zu politischen Großereignissen fungieren hierzu als zentrale Schlüsselereignisse. Ebenso die Katastrophe von Lakehurst, bei der mit der LZ 129 Hindenburg auch ein Symbol des NS-Staates verbrannte. Als Schlüsselpersonen werden Schicksale und Einzelpersonen präsentiert, die eine glokale Dimension eröffnen. Anhand ihrer Schicksale lassen sich Kontinuitäten und Wandel in der Diktatur beschreiben. Auch die eigene Museumsgeschichte wird kritisch beleuchtet. Im Mittelpunkt steht dabei das 1938 eröffnete Werksmuseum der Luftschiffbau Zeppelin GmbH, das anlässlich des 100. Geburtstags des Grafen Zeppelin neu gebaut wurde.

In der Ausstellung werden rund 200 Exponate gezeigt, überwiegend aus der Sammlung des Museums, mit einem Schwerpunkt auf historischem Bild- und Aktenmaterial. Zur Eröffnung erscheint ein umfangreicher Begleitband, der neue Forschungsergebnisse dokumentiert.

Kunst und Vermittlung

Die Ausstellung versteht sich als Teil historischer und politischer Bildungsarbeit mit Fokus auf Medienkompetenz und zielt auf die Verknüpfung historischer Forschungsergebnisse mit aktuellen Diskursen.

Eine bild- und medienkritische Auseinandersetzung erfolgt auch durch die künstlerische Position von Jonas Englert, die durch RE-SEARCH. Das ZF-Forschungsstipendium ermöglicht wird. Die Videoarbeit CULT [ZEPPELIN] dekonstruiert den Zeppelin als Projektionsfläche kollektiver Vorstellungen und reflektiert tradierte Denkweisen bis in die Gegenwart.

Die Vermittlungsarbeit greift diesen Impuls auf und vermittelt Kompetenzen für eine quellenkritische Annäherung an die Vergangenheit und zieht Parallelen zu moderner Medienbeeinflussung. Die Ausstellung beginnt mit einem inklusiven Prolog und wird durch interaktive Stationen und Expert*innenvideos ergänzt. Interaktive Vermittlungstische erläutern Begriffe der politischen und medialen Bildung und stellen digitale Anwendungen zur Verfügung.



Kurator*innen: Jürgen Bleibler, Felix Banzhaf, Kathrin Wurzer, Dominik Busch, Dr. Tabea Widmann

Projektleitung: Felix Banzhaf

Förderung: Kulturstiftung der Länder, ZF Kunststiftung, Lotto Museumspreis 2024

Zeppelin Museum Friedrichshafen (Friedrichshafen)

09.05.2026 - 06.01.2027 Studioausstellung: Bernhard Obst - The sky is open
Staedtische Galerie Bietigheim-Bissingen ( Bietigheim-Bissingen)
Pressemitteilung
Bernhard Obst
The sky is open
9. Mai 2026 bis 6. Januar 2027

Der früh verstorbene Künstler Bernhard Obst (1956 in Ludwigsburg – 2014 in Bietigheim-Bissingen) ist wohl nur Kennern der regionalen Kunstszene ein Begriff. Er studierte an der Akademie der Bildenden Künste in Stuttgart, doch stellte nur selten aus. Dabei schuf Bernhard Obst umfangreiche Serien mit symbolischen Inhalten, darunter Kompositionen mit Stoffen und Tüchern, die ein Ver- und Enthüllen suggerieren. Neben der Öl- und Acrylmalerei galt sein besonderes Augenmerk der Zeichnung: Mit Bleistift oder Tusche überzog er großformatige Papiere mit unzähligen Strichen und feinen Schraffuren und schuf so außergewöhnliche Stillleben oder surreale Figurenszenen. Unter dem Motto »The sky is open« gestaltete er eine ganze Reihe phantastischer Landschaften. Anlässlich seines 70. Geburtstags zeigt die Städtische Galerie mit Gemälden, Zeichnungen und Linolschnitten aus dem Nachlass des Künstlers einen repräsentativen Querschnitt seines eindrucksvollen Schaffens – eine Entdeckung!

Wir laden herzlich ein zur Eröffnung
am Freitag, 8. Mai, 19 Uhr
mit Oberbürgermeister Jürgen Kessing
und Dr. Petra Lanfermann

Begleitprogramm

After-Work-Kurzführungen mit Apéritif
Freitag, 12. Juni, 16.30 Uhr
Mittwoch, 5. August, 16.30 Uhr
Donnerstag, 17. September, 17 Uhr
Donnerstag, 29. Oktober, 17 Uhr
Mittwoch, 30. Dezember, 16.30 Uhr

Der persönliche Blick
Kuratorinnenführung mit Familie Obst
Donnerstag, 2. Juli, 16.30 Uhr
Freitag, 13. November, 16.30 Uhr

Familien-Fun-Freitage
Kombination aus Führung und Kreativ-Workshop für Groß und Klein
Freitag, 21. August und 23. Oktober, jeweils 15 Uhr

Unser umfangreiches Workshop-Programm für Kinder und Jugendliche entnehmen Sie bitte dem gesonderten Flyer oder unserer Website.

Begrenzte Teilnehmerzahl! Anmeldung empfohlen per Telefon oder E-Mail!

Öffnungszeiten
Mi–Fr 14–18 Uhr
Sa, So 11–18 Uhr
alle Feiertage 11–18 Uhr
nur 24., 25. und 31.12. geschlossen

Eintritt frei
After-Work-Führungen: 4 € inkl. Getränk
Kuratorinnenführung 5 €
Familien-Fun-Freitag: 10 € pro Familie

Die Städtische Galerie ist inklusive Sanitäranlage barrierefrei.

Städtische Galerie Bietigheim-Bissingen
Hauptstraße 60–64
74321 Bietigheim-Bissingen
Telefon 07142 74-483
galerie@bietigheim-bissingen.de
http://galerie.bietigheim-bissingen.de


Staedtische Galerie Bietigheim-Bissingen ( Bietigheim-Bissingen)

29.04.2026 - 30.12.2026 Zeitsprung: Römer Eine Mitachausstellung nicht nur für Kinder
Museum Schloss Ettlingen (Ettlingen)
Pressemitteilung
Wer schon immer mal wissen wollte, wie wohl die Menschen im römischen Ettlingen vor sehr langer Zeit lebten, wie sie es mit der Körperpflege hielten oder was es zu essen und zu trinken gab, der ist in der neuen Mitmachausstellung „Zeitsprung: Römer“ im Museum Ettlingen richtig. Diesen Fragen kann man hier interaktiv mit vielen Möglichkeiten zum Werkeln, Riechen und Spielen nachgehen. Anfassen ist hier ausdrücklich erlaubt, wenn auch nicht überall.

Museum Schloss Ettlingen (Ettlingen)

26.04.2026 - 07.03.2027 Una Passeggiata Italiana
Museum Art.Plus (Donaueschingen)
Pressemitteilung
Das Museum Art.Plus lädt zu einem Spaziergang durch die zeitgenössische Kunst Italiens ein. Farbklänge, Formen und Materialien entfalten sich zu einem sinnlichen Dialog aus Emotionen, Bewegung und Licht. Entlang einer imaginären Reise von Rom bis nach Florenz, Turin, Varese und Bozen (mit einem Abstecher nach Trier) begegnen die Besucher:innen unterschiedlichen künstlerischen Positionen, in denen zwischen poetischer Bildsprache und klarer Struktur eine Atmosphäre entsteht, die zum Entdecken, Verweilen und Träumen anregt.

Ausstellende Künstler:innen:
Pizzi Cannella, Giuseppe Gallo, Bodo Korsig, Luigi Mainolfi, Allesandro Mendini, Marzia Migliora, Marcello Morandini, Nunzio, Gabriela Oberkofler, Stefan Rohrer, René Staud, Fabio Viale

Museum Art.Plus (Donaueschingen)

11.04.2026 - 16.10.2026 Karl Hofer. Zwischen Schönheit und Wahrheit
Schloss Achberg (Achberg)
Pressemitteilung
Karl Hofer (1878–1955) zählt zu den eigenständigsten Malern der deutschen Moderne. Zwischen Neuer Sachlichkeit und Magischem Realismus entwickelte er eine unverwechselbare Bildsprache. Die Ausstellung zeigt über 60 Gemälde, die die wichtigsten Themen, die ästhetische Kraft und das ihr zugrunde liegende Menschenbild in Hofers Malerei anhand von Beispielen aus allen Schaffensphasen präsentieren.
Ergänzt wird die Ausstellung um Gemälde von Künstlern der Halleschen Schule, die Anklänge an Hofers Malerei aufweisen, sowie Gemälde von Willi Baumeister. Sie werfen ein Schlaglicht auf die Rezeption Hofers zwischen 1945 und 1955 in Ost und West.

Die Ausstellung ist eine Kooperation von Schloss Achberg mit der Sammlung Arthouse, dem Kunstmuseum Moritzburg Halle (Saale) und der Städtischen Galerie Bietigheim-Bissingen.

Schloss Achberg (Achberg)

20.03.2026 - 30.12.2026 Sammlungsparcour III - Von Artischocke bis Zebra
Museum Schloss Ettlingen (Ettlingen)
Pressemitteilung
Die erste Ausstellung im Museum Ettlingen im Schloss dieses Jahr ist den Themen „Stillleben und Tierdarstellungen“ gewidmet. Mit der dritten Folge der Ausstellungsreihe Sammlungsparcours greift das Museum Ettlingen immer wieder neue Aspekte der eigenen Kunstsammlung auf. Rund 60 Werke von 25 Künstlerinnen und Künstlern warten darauf von Ihnen entdeckt zu werden.

NEU! Das Atelier für Besucher in der Ausstellung

In unserem Ausstellungsatelier können Besucherinnen und Besucher jeden Alters ganz spontan aktiv kreativ werden. Stellen Sie sich aus einer Vielzahl an Objekten ein Stillleben zusammen und schon können Sie vor Ort ihre eigene Komposition zeichnen.
Papier und Stifte liegen bereit, können aber auch mitgebracht werden.
Das Atelier ist während der Öffnungszeiten der Ausstellung geöffnet. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Museum Schloss Ettlingen (Ettlingen)

20.09.2024 - 22.08.2027 Schultze Projects #4 – Kresiah Mukwazhi
Museum Ludwig (Köln)
Pressemitteilung
Schultze Projects

ab 20. September 2024
Schultze Projects #4 – Kresiah Mukwazhi
PK 20. September, 11 Uhr

Alle zwei bis drei Jahre lädt das Museum Ludwig eine Künstlerin oder einen Künstler ein, die größte Wand im Haus – die Stirnwand im Treppenaufgang – neu zu gestalten. Der Name Schultze Projects bezieht sich auf Bernard Schultze und seine Frau Ursula (Schultze-Bluhm), deren künstlerische Teilnachlässe das Museum Ludwig verwaltet und zu deren Gedenken die Reihe 2017 initiiert wurde.

Für die vierte Ausgabe der Schultze Projects hat die Künstlerin Kresiah Mukwazhi (*1992 in Harare, Zimbabwe) eine neue Wandarbeit entwickelt. Mukwazhi verwendet häufig gebrauchte Kleidungsstücke oder Stoffe, die sie zusammennäht und bemalt, um mit ihnen die Gewalt von Männern gegen Frauen in ihrem Heimatland Zimbabwe zu thematisieren. Ihre Kunst ist für sie eine Form des Protests, der Selbstermächtigung und ein Ansatzpunkt, um Frauen zu stärken und zu unterstützen. Mukwazhi versteht ihre künstlerische Praxis als visuellen Aktivismus. In ihren Installationen, Videos, Performances, Skulpturen und Textilcollagen macht sie Erfahrungen von Frauen sichtbar, die in männlich dominierten Gesellschaften Sexualisierung, Diskriminierung und Marginalisierung ausgesetzt sind. Dabei steht der Körper als Austragungsort strukturellen Machtmissbrauchs im Fokus. In ihren Werken finden sich gebrauchte Accessoires, Perücken oder Kleidungsstücke wie Petticoats, die direkt oder indirekt mit dem weiblichen Körper und gesellschaftlichen Vorstellungen von Weiblichkeit assoziiert werden.

Im Gegensatz zu ihren bisher meist figurativen Bildern hat Mukwazhi für Köln eine auf den ersten Blick fast monochrome abstrakte Arbeit geschaffen. Erst bei genauerem Hinsehen wird das von ihr verwendete Material erkennbar: Träger und Verschlussbänder Tausender gebrauchter BHs. Mit einer Länge von über dreizehn Metern und einer Höhe von mehr als drei Metern ist dies ihre bisher größte Stoffarbeit. Durch das Material, das von Industrienationen als Alttextilien in afrikanische Länder exportiert wird, verweist Mukwazhi auf anhaltende koloniale Verhältnisse und fertigt zugleich ein monumentales Werk, das, so die Künstlerin, „die Kraft der weiblichen Kollektivität“ zum Ausdruck bringt und „den heiligen Charakter von Frauen zurückfordern will, die als königliche Wesen gesehen und gefeiert werden sollten“. Gleichzeitig fließen ihre eigenen Beobachtungen geschlechtsspezifischer Gewalt und sexueller Ausbeutung im Nachtleben von Harare sowie Gespräche, die sie mit Sexarbeiterinnen geführt hat, mit ein. Darüber hinaus bezieht sich die Künstlerin mit ihrer neuen Arbeit auf afrikanische Kulturen, in denen Frauen für eine große Spiritualität stehen und eine heilige Verbindung zum Boden besitzen. Das Ablegen der Kleidung hat dabei besondere Bedeutung und verdeutlicht ihre Stärke und ihren unbeugsamen Widerstand gegen jede Form der Unterdrückung. Diese Sonderstellung und von manchen gefürchtete Kraft der weiblichen Emanzipation spiegelt sich auch in der Arbeit wieder. In den Worten der Künstlerin: „Diese Arbeit versucht, die Macht und die Würde der Frauen in unserer heutigen Gesellschaft zurückzugewinnen, der Ausgegrenzten, derjenigen, die gegen die unterdrückenden Kräfte des Patriarchats rebelliert haben und als problematisch abgestempelt wurden, weil sie sich entschieden haben, ihre Stimme zu erheben. Die Aktivistinnen, die Sexarbeiterinnen, die Künstlerinnen, die Außenseiterinnen, die Frauen, die in männlich dominierten Arbeitswelten aufbegehren.“

Gleichzeitig erweitert der in Mukwazhis Muttersprache Shona verfasste Titel der Arbeit, „Shanduko nhema“, den Interpretationsradius. Er lässt sich im weitesten Sinne als „Schwarze Rückforderung“ aber auch als „Schwarze Lügen“ übersetzen. Letztere lassen sich auf die rassistischen Ideologien beziehen, mit denen die europäischen Mächte ihre angebliche kulturelle Höherwertigkeit gegenüber nicht weißen Menschen begründeten und als Vorwand für die Kolonialisierung Afrikas nutzten. Die Künstlerin selbst führt aus: „Bei der Arbeit, die ich für Schultze Projects entwickelt habe, stelle ich die negativen Wahrnehmungen in Frage, die mit der Farbe Schwarz verbunden sind – als böse (schwarze Magie), als dunkel, als Außenseiter*in (schwarzes Schaf) – und ich präsentiere sie als eine Form der Ermächtigung derjenigen, die sie repräsentiert.“

Kresiah Mukwazhi hat zuletzt auf der Art Basel Unlimited 2024 eine große neue Arbeit präsentiert; 2023 hatte sie Einzelausstellungen im Nottingham Contemporary und in der Wiener Secession. 2022 war sie im Pavillon von Zimbabwe auf der Biennale von Venedig vertreten.

Kurator: Yilmaz Dziewior

Museum Ludwig (Köln)

04.09.2024 - 31.12.2028 BAUBAU: Ein Spielort für Kinder
Gropius Bau (Berlin)
Pressemitteilung
Ein von Kerstin Brätsch zunächst als Pilotprojekt konzipierter, kostenfrei zugänglicher Spielort im Westflügel des Erdgeschosses öffnet im September 2024 und wird über die nächsten Jahre wachsen und sich auch in den Außenraum ausbreiten. Nach dem Vorbild von The Model (1968) – einem Abenteuerspielplatz des Künstlers Palle Nielsen am Moderna Museet in Stockholm – entsteht eine permanente Rauminstallation für Kinder, in der mehr erlaubt ist als verboten. Begleitet von Playworker*innen (Pädagog*innen mit einem Schwerpunkt auf freiem Spiel) können hier Kinder auf ihre eigene Weise Zeit verbringen – und dabei lachen, träumen, weinen, bauen, auseinandernehmen, toben, sich ausruhen, fantasieren und entdecken.

Gropius Bau (Berlin)

19.07.2024 - 30.09.2027 THIS IS TOMORROW Neupräsentation der Sammlung des 20. / 21. Jahrhunderts
Staatsgalerie Stuttgart (Stuttgart)
Pressemitteilung
THIS IS TOMORROW präsentiert in sechs zentralen Sammlungsräumen der Staatsgalerie Stuttgart zeitgenössische künstlerische Positionen im Dialog mit bedeutenden Werken des 20. und 21. Jahrhunderts. Medienübergreifend reflektieren die Werke Themen wie den kritischen Blick auf den Körper, untersuchen Fragen der Identität und des gesellschaftlichen Zusammenlebens, setzen sich mit dem Verhältnis zwischen Natur und Künstlicher Intelligenz auseinander und verarbeiten Erfahrungen mit Krieg und Gewalt. Durch die Vielzahl von Installationen, Gemälden, Medienkunstwerken, Skulpturen und Papierarbeiten bearbeiten die neuen Sammlungsräume Themenbereiche, die zu einem Diskurs über aktuelle gesellschaftliche Fragestellungen anregen.

Mit über 100 Werken von Künstlerinnen und Künstlern wie u. a. Eleanor Antin, Marcel Duchamp, Katharina Fritsch, Hannah Höch, Käthe Kollwitz, Jeff Koons, Joseph Kosuth, Maria Lassnig, Yoko Ono oder Andy Warhol treten in Dialog mit zahlreichen Neuerwerbungen und Schenkungen der letzten Jahre – wie Werke von Nobert Bisky, Burhan Do?ançay, Teresa Margolles, Ulrike Ottinger, Cindy Sherman, Hito Steyerl oder Haegue Yang. Ergänzt werden sie durch ausgewählte Leihgaben wie bspw. Clément Cogitore, Simone Leigh, Anys Reimann, Deborah Roberts und Ben Willikens aus der Sammlung Scharpff-Striebich, der Mercedes-Benz Art Collection und der Sammlung Weishaupt.

Staatsgalerie Stuttgart (Stuttgart)

01.01.2024 - 30.12.2026 Leben auf der Burg - eine Mitmachausstellung nicht nur für Kinder
Museum Schloss Ettlingen (Ettlingen)
Pressemitteilung
Wie die Lebenswelt rund um die Ettlinger Burg in der Zeit zwischen 1200 und 1350 ausgesehen haben könnte zeigt ab dem 28. April 2023 das Museum Ettlingen in der umfangreichen Ausstellung „Leben auf der Burg“. Zwanzig Mitmachstationen auf rund 200 qm Ausstellungsfläche regen kleine wie große Besucher:innen an, selbst aktiv zu werden und in das mittelalterliche Burgleben einzutauchen. Es darf gewerkelt, gespielt und anprobiert werden. Anfassen ist ausdrücklich erlaubt.

Dass das Ettlinger Schloss seinen Ursprung in einer mittelalterlichen Burg hat kann man noch heute von aussen wie von innen an dem großen Bergfried erkennen. Die Quellenlage für die Zeit der jungen Stadt Ettlingen im 13. Jahrhundert ist allerdings schwierig, weshalb vieles bei der Rekonstruktion des mittelalterlichen Ettlingens spekulativ bleibt. Die Ausstellung zeigt an vielen Stellen nur wie es mit hoher Wahrscheinlichkeit gewesen sein könnte. Und spricht hierfür alle Sinne an: Ein Hörquiz lädt zum Lauschen und Raten ein, Such- und Würfelspiele erhöhen die Spannung, es darf gestickt, gesponnen und geschnuppert werden. Während die große „Burg Blaustein“ von Bluebrixx reines Anschauungsobjekt bleibt, warten zahlreiche Bereiche darauf, spielerisch wie kreativ entdeckt zu werden. Die Einstiege, die die Ausstellung bietet, sind vielfältig, so dass die Besucher:innen je nach Alter und Interesse ihren eigenen Zugang wählen können. Dabei wird auch mit Vorurteilen aufgeräumt: Das Mittelalter war nicht finster, sondern ebenso vielschichtig und bunt wie das „Leben auf der Burg“ in Ettlingen.

Museum Schloss Ettlingen (Ettlingen)