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Pressemitteilungen
Pressemitteilungen
23.11.2018 - 10.03.2019 Marcel Duchamp 100 Fragen. 100 Antworten.
Staatsgalerie Stuttgart (Stuttgart)
Pressemitteilung
Es gibt kaum einen Künstler, der hinsichtlich seines Werks und seiner Persönlichkeit faszinierender ist als Marcel Duchamp (1887-1968). Indem er einen Alltagsgegenstand zum Kunstwerk erklärte und damit als Erfinder des »ready-made« die Kunstgeschichte revolutionierte, wurde er zum Vordenker einer ganzen Generation von Konzeptkünstlern. Bis heute hat der Einfluss seiner Werke und Schriften eine immense Bedeutung für die Gegenwartskunst.
Erstmals zeigt die Staatsgalerie ihren umfangreichen Marcel Duchamp-Bestand und das zugehörige Archiv Serge Stauffer in einer Ausstellung. Einflussreiche Werke aus der eigenen Sammlung, wie der »Flaschentrockner«, das Gemälde »Studie für die Schokoladenreibe No. 2« und das Fensterobjekt »La Bagarre d'Austerlitz« treffen auf internationale Leihgaben. Ergänzt werden die Werke durch ein einzigartiges Archiv, das von dem Schweizer Künstler und Duchamp-Forscher Serge Stauffer (1929-1989)zusammengetragen wurde. Erstmalig werden die bedeutenden »100 Fragen« zu sehen sein, die Stauffer 1960 im Zuge eines langjährigen Briefwechsels an Duchamp richtete. Die »100 Antworten« Duchamps ermöglichen nicht nur wesentliche Einblicke in sein künstlerisches Denken, sondern zeigen auch die außergewöhnliche Forschertätigkeit Stauffers. Erarbeitet durch ein von der Volkswagen-Stiftung gefördertes Forschungsprojekt werden die Ausstellung und die begleitende Publikation neue Erkenntnisse in die internationale Duchamp-Rezeption einbringen.

Staatsgalerie Stuttgart (Stuttgart)

29.09.2018 - 13.01.2019 Lee Bul Crash
Gropius Bau (Berlin)
Pressemitteilung
Lee Bul (*1964), eine der bedeutendsten koreanischen Künstler*innen ihrer Generation, hat für ihr formal erfinderisches und intellektuell provokantes Werk große internationale Anerkennung erfahren. Ihr vielfältiges Schaffen zwischen Performance- und Installationskunst erforscht Träume, Ideale und Utopien, die von futuristischen Theorien und Science-Fiction, Bioengineering und visionärer Architektur sowie japanischem Anime und Manga beeinflusst sind. Während ihres nunmehr 30-jährigen künstlerischen Schaffens hat Lee Bul die Entwicklung Südkoreas von einer Militärdiktatur zur Demokratie in ständiger Konfrontation mit dem nur wenige Kilometer entfernten Nordkorea erlebt. Ihre Arbeiten zeugen von einer intensiven Reflexion historischer und politischer Diskurse, der Herausforderungen von Globalisierung und technischem Fortschritt, aber auch der Ideale menschlicher und gesellschaftlicher Vollkommenheit und deren potentiellem Scheitern.

Vom 29. September 2018 bis 13. Januar 2019 zeigt der Gropius Bau die erste Einzelausstellung von Lee Bul in Deutschland. Die umfassende Werkschau umfasst auch eine Reihe neuer Arbeiten, die Lee Bul eigens für den Gropius Bau konzipiert.

Foto: Lee Bul. Willing To Be Vulnerable, 2015–2016. Installationsansicht 20. Biennale of Sydney, 2016.
© Algirdas Bakas, Foto Courtesy: Studio Lee Bul

Gropius Bau (Berlin)

28.09.2018 - 24.02.2019 Wilhelm Lehmbruck. Variation und Vollendung
Staatsgalerie Stuttgart (Stuttgart)
Pressemitteilung
Wilhelm Lehmbruck (1881-1919) zählt zu den bedeutendsten deutschen Bildhauern des 20. Jahrhunderts. Sein Œuvre umfasst ca. 100 Skulpturen, mehr als 1000 Zeichnungen, 80 Gemälde und großformatige Zeichnungen und 200 Druckgraphiken. Diese Vielseitigkeit und das Erproben verschiedener Techniken und Materialien sind charakteristisch für die Generation der Expressionisten.
Ausgehend von ihrem umfangreichen eigenen Bestand wird die Ausstellung in der Staatsgalerie der Arbeitsweise Wilhelm Lehmbrucks nachspüren und Schnittvarianten seiner bedeutendsten Plastiken wie die Große Sinnende, der Emporsteigende Jüngling, die Große Stehende oder die Kniende zeigen.
Unter den deutschen Künstlern gehört Lehmbruck zu den ersten, die neben den traditionellen Materialien wie Bronze und Marmor auch in hohem Maße in seiner Zeit innovative Werkstoffe wie Terrakotta, Stein- / Zementguss und Stuccoguss für ihre Werke verwendeten. Ob diese unterschiedliche Materialität innerhalb seiner Plastiken auf eine bewusste inhaltlich-ästhetische Entscheidung oder auf erheblich günstigere Produktionskosten zurückzuführen ist, gehört zu den schwer lösbaren Fragestellungen in der Lehmbruck-Forschung.

Staatsgalerie Stuttgart (Stuttgart)

28.09.2018 - 24.02.2019 Wilhelm Lehmbruck. Die Bedeutung der Linie
Staatsgalerie Stuttgart (Stuttgart)
Pressemitteilung
Begleitend zur Ausstellung »Wilhelm Lehmbruck. Variation und Vollendung« zeigt die Staatsgalerie im Graphik-Kabinett Arbeiten auf Papier von Wilhelm Lehmbruck.
Das Œuvre dieses empfindsamen Expressionisten umfasst neben Skulpturen und Gemälden auch zahlreiche Zeichnungen und Druckgraphiken, die nicht in einem direkten Zusammenhang mit seinen Plastiken zu sehen sind, sondern vom Künstler als ein eigenständiges Medium genutzt wurde. Der Radierung kommt dabei ein besonderer Stellenwert zu; diese Technik ermöglichte dem Künstler eine nuancenreiche und sensible Linearität. Einfühlsam und ausdrucksstark zugleich zeigen seine Figuren die unterschiedlichen Facetten menschlicher Emotionen.

Staatsgalerie Stuttgart (Stuttgart)

21.09.2018 - 06.01.2019 Bewegte Zeiten. Archäologie in Deutschland
Gropius Bau (Berlin)
Pressemitteilung
Digitale Kommunikations- und schnelle Transportmöglichkeiten bringen den Menschen immer enger zusammen und lassen die Globalisierung als modernes Phänomen erscheinen. Tatsächlich aber ist die überregionale Vernetzung mit allen Ihren Auswirkungen seit jeher ein fester Bestandteil der Gesellschaft und beeinflusst das Leben seit prähistorischer Zeit in unterschiedlichen Facetten grundlegend. Immer wieder machen Archäologen Entdeckungen, die dies auf ganz unterschiedliche Weise eindrucksvoll belegen. „Bewegte Zeiten. Archäologie in Deutschland“ präsentiert in einer groß angelegten Gesamtschau der deutschen Bodendenkmalpflege die spektakulärsten Funde der letzten 15 Jahre vom Paläolithikum bis in das 20. Jahrhundert. Anhand der vier Themen Mobilität, Konflikt, Austausch und Innovation werden mit insgesamt rund 300 Fundkomplexen die Folgen überregionaler Interaktion auf persönlicher, wirtschaftlicher und religiöser Ebene erfahrbar gemacht.

Eine Sonderausstellung des Museum für Vor- und Frühgeschichte – Staatliche Museen zu Berlin in Kooperation mit dem Verband der Landesarchäologen in der Bundesrepublik Deutschland (VLA) anlässlich des Europäischen Jahres des Kulturerbes 2018.


Foto: Himmelscheibe. Älteste Himmelsdarstellung Europas, gefunden 1999 von Raubgräbern am Mittelberg, Sachsen-Anhalt
© Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie Sachsen-Anhalt / Foto Juraj Lipták

Gropius Bau (Berlin)

14.09.2018 - 07.01.2019 Bestandsaufnahme Gurlitt
Gropius Bau (Berlin)
Pressemitteilung
Im November 2013 sorgt der sogenannte „Kunstfund Gurlitt“ für weltweite Schlagzeilen. Denn die 1500 Kunstwerke, die Cornelius Gurlitt (1932–2014), der zurückgezogen lebende Sohn des Kunsthändlers Hildebrand Gurlitt (1895–1956) von seinem Vater geerbt hatte, sind verdächtig: Handelt es sich um Raubkunst aus der Zeit der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft? Um diesem Verdacht nachzugehen, stellte der deutsche Staat die für die Forschung nötigen Mittel zur Verfügung, während sich Cornelius Gurlitt verpflichtete, als Raubkunst identifizierte Werke zu restituieren. So konnten bislang vier, NS-verfolgungsbedingt entzogene, Werke an die Nachfahren der rechtmäßigen Besitzer*innen zurückgegeben werden. Als seinen Erben hatte Gurlitt, der im Mai 2014 verstarb, das Kunstmuseum Bern bestimmt.

Ab 14. September 2018 wird die Bestandsaufnahme Gurlitt im Gropius Bau in einer großangelegten Ausstellung präsentiert. Die in einen historischen Gesamtkontext eingebettete Schau basiert auf dem aktuellen Forschungsstand zum „Kunstfund Gurlitt“. Gezeigt werden nicht nur ca. 250 Kunstwerke, die jahrzehntelang dem Blick der Öffentlichkeit entzogen waren und ein breites Spektrum der Kunstgeschichte abbilden, sondern es wird die Herkunft jedes Kunstwerks thematisiert. Die Ausstellung gewährt so auch Einblicke in die Geschichte der Objekte und die Schicksale der verfolgten, meist jüdischen Sammler*innen, Kunsthändler*innen und Künstler*innen, die dem NS-System zum Opfer fielen.

Eine Ausstellung der Bundeskunsthalle und des Kunstmuseums Bern.


Foto: Auguste Rodin (1840–1917), Kauernde. ca. 1882, Marmor, www.lostart.de/521802
Foto: Albrecht Fuchs © Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland GmbH

Gropius Bau (Berlin)

09.09.2018 - 06.01.2019 Emil Nolde und das Meer
Museum Kunst der Westküste (Alkersum/Föhr)
Pressemitteilung
Erstmals widmet sich eine museale Ausstellung dem großen Thema der Meereslandschaften Noldes.

Museum Kunst der Westküste (Alkersum/Föhr)

01.07.2018 - 06.01.2019 Susanne Kessler. Odissea
Museum Kunst der Westküste (Alkersum/Föhr)
Pressemitteilung
Susanne Kesslers Arbeiten beziehen sich auf die spektakuläre Kap-Hoorn-Umsegelung 1905 der „Susanna“.

Museum Kunst der Westküste (Alkersum/Föhr)

29.06.2018 - 21.10.2018 Ernst Ludwig Kirchner. Die unbekannte Sammlung
Staatsgalerie Stuttgart (Stuttgart)
Pressemitteilung
Die Graphische Sammlung der Staatsgalerie Stuttgart beherbergt den großen Schatz von 81 Zeichnungen sowie 84 Druckgraphiken und einigen illustrierten Büchern von Ernst Ludwig Kirchner (1880-1938), dem Mitbegründer der Künstlergemeinschaft »Brücke«. Alle seine Schaffensperioden und wichtigen Themen wie Großstadt und Tanz, Landschaften auf Fehmarn sowie die Alpen und anderes sind in diesem bemerkenswerten Bestand vertreten. Vor allem Kirchners Druckgraphik ist außergewöhnlich, gibt es die einzelnen Blätter doch nur selten in Auflagen, sondern oft nur in jeweils wenigen Handdrucken.

Die zuletzt als Gesamtkomplex 1980 ausgestellten Werke werden 2018, im 80. Todesjahr des Künstlers, in einer Ausstellung präsentiert, begleitet von einem Bestandskatalog.

Staatsgalerie Stuttgart (Stuttgart)

29.06.2018 - 30.06.2018 Klangbilder Gravenhorst | sculpturetones | Axel Schweppe und Wolfgang Stamm
DA, Kunsthaus Kloster Gravenhorst (Hörstel)
Pressemitteilung
Projektstipendium KunstKommunikation 18 - Kunst zum Mitmachen und Mitdenken I Offenes Atelier mit Klangkörpersammeln 14.00 - 18.00 Uhr
Besucher*innen sind aufgerufen im Atelier der Künstler klingende Gegenstände abzugeben und Klangkörper auszuprobieren, über Klang zu diskutieren und sich über das Projekt zu informieren. Axel Schweppe und Wolfgang Stamm laden Sie ein, an den Klangbildern Gravenhorst teilzunehmen.

DA, Kunsthaus Kloster Gravenhorst (Hörstel)

29.06.2018 - 29.06.2018 openART – DA passiert Kunst
DA, Kunsthaus Kloster Gravenhorst (Hörstel)
Pressemitteilung
Abend der offenen Tür | Mit Ideenwerkstatt und vielen Performances – Zahlreiche Künstler*innen vor Ort und viel Kunst im Werden | Beginn: 18.00 Uhr | Eintritt frei

An diesem Abend eröffnet das DA, Kunsthaus eine Sommerausstellung und die sculpturetones überraschen bei einem Konzert mit ihren Klangbildern. Gäste sind eingeladen, sich am Kunstgeschehen im DA zu beteiligen und mit den ausstellenden Künstler*innen ins Gespräch zu kommen.

DA, Kunsthaus Kloster Gravenhorst (Hörstel)

29.06.2018 - 02.09.2018 Sommerausstellung | Simone Zaugg
DA, Kunsthaus Kloster Gravenhorst (Hörstel)
Pressemitteilung
Eröffnung im Rahmen von openART: 29.06. ab 18.00 Uhr

Simone Zuagg übersetzt Geschichte und Geschichten aus dem Kontext des Bergwerks Ibbenbüren, das Ende 2018 geschlossen wird, in installative Bilder. Indem sie dokumentarisches und funktionales Material aus der Zeche Ibbenbüren im Westflügel des DA, Kunsthaus Kloster Gravenhorst neu inszeniert, stellt sie die Frage, wie sich dieser Ort nach der Schließung mit neuen Inhalten und neuer Geschichte aufladen lässt.

DA, Kunsthaus Kloster Gravenhorst (Hörstel)

24.06.2018 - 14.10.2018 Ulrich Möckel (im 2-RAUM des Museum Art.Plus)
Museum Art.Plus (Donaueschingen)
Pressemitteilung
Das Interesse des Bildhauers Ulrich Möckel (*1949) gilt dem Ausloten
des Werkstoffes Holz in der Ambivalenz von Natur und Kunstform.

Ausgangspunkt seiner Arbeiten ist meist der Baum, wie er ihn in der Natur
vorfindet. Er abstrahiert ihn, lässt seine Konturen oder Querschnitte
in verschiedenen Materialien wie Eisen, Beton oder Neonröhren neu
entstehen oder bearbeitet das Holz auf eine Weise, die ihm ein neues,
fremdes Aussehen gibt, dabei aber sein Wesen nicht verändert.
Sein Form- und Erkenntniswille treibt den Bildhauer an, die Phänomene
Wald und Baum immer weiter und tiefergehend zu erkunden und ästhetisch
zu erforschen, um fortwährend neue „Sinn“-Bilder zu kreieren.

Museum Art.Plus (Donaueschingen)

17.06.2018 - 17.06.2018 Aktionstag „Schlösser und Burgen 2018“
DA, Kunsthaus Kloster Gravenhorst (Hörstel)
Pressemitteilung
Führung und Workshop in Gravenhorst und Bentlage mit gemeinsamer Radtour | Anmeldung unter: Tel. 05459 9146-0

Viele Schlösser und Herrensitze öffnen als „Schätze des Münsterlandes“ ihre Tore und lassen in vergangene Zeiten eintauchen. Das DA, Kunsthaus beteiligt sich gemeinsam mit dem Kloster Bentlage daran.

DA, Kunsthaus Kloster Gravenhorst (Hörstel)

17.06.2018 - 16.09.2018 Henri Cartier-Bresson: Europäer
KuK - Kunst- und Kulturzentrum der StädteRegion Aachen (Monschau)
Pressemitteilung
„Der Augenblick, in dem Cartier-Bresson den Auslöser betätigt, ist der Moment, da Hoffnung und Verzweiflung aufeinandertreffen und eine die andere erhellt.“ Was Pulitzer-Preisträger Arthur Miller über den französischen Fotografen Henri Cartier-Bresson (1908-2004) gesagt hat, fasst die Faszination seiner Bilder exquisit zusammen. Insbesondere, wenn es um die Sammlung Les Européens (Europäer) geht. 1955 von dem griechisch-französischen Kunstsammler und Verleger Tériade als Bildband herausgebracht, befasst diese Zusammenstellung sich in einer Zeit, als die Europäische Union gerade im Entstehen war, mit der Suche nach einer gemeinsamen europäischen Identität. Gerade einmal fünf Jahre hatte Cartier-Bresson, der 1947 die schon nach kurzer Zeit weltweit renommierte Magnum-Agentur mitgründete, daran gearbeitet. Da er bereits seit 1932 durch Spanien und Italien, danach durch viele Länder und zu einschneidenden Ereignissen gereist war – stets in Begleitung von handlichen und dezenten Kleinbildkameras, bevorzugt Leicas –, hatte er längst ein Gespür entwickelt für Landschaften, Stimmungen und Mentalitäten. In der Ausstellung sind Arbeiten zu sehen, die zwischen den Jahren 1931 und 1989 entstanden sind.

Geologische Komponenten machen den Standort erkennbar: Sanddünen und Watt im Norden, die Hänge von schneebedeckten Weinbergen am Rhein im Westen, mit Olivenbäumen gesprenkelte Hügel im Süden, mächtige Weiden und Sümpfe mit satter Vegetation im Osten. Doch auf den Fotos nähern sich selbst solche Kontraste an, offenbaren in all ihrer Vielfalt Gemeinsamkeiten. Nahezu die gesamte Bildfläche ist aus der Landschaft, der Kulisse, die der jeweilige Ort bietet, komponiert. Und die Menschen, die sich ganz natürlich darin bewegen, haben gerade in der Nachkriegszeit alle ganz ähnliche Hoffnungen, Ängste und Zweifel. Henri Cartier-Bresson, der zuvor vor Ort den Spanischen Bürgerkrieg ebenso dokumentierte wie er in Indien war, als Mahatma Ghandi ermordet wurde, ist ein Meister darin, genau dann auf den Auslöser zu drücken, wenn sich zeigt, was die Menschen bewegt. Er selbst erklärte diese Fähigkeit damit, hinzuschauen: „Auf jeden Fall aber kümmern sich die Menschen zu viel um die fotografische Technik und zu wenig um das Sehen.“

Vernissage: Sonntag, 17. Juni, 12 Uhr
Fotocredit©Henri Cartier-Bresson / Magnum Photos

KuK - Kunst- und Kulturzentrum der StädteRegion Aachen (Monschau)

09.06.2018 - 02.09.2018 Xu Bing. Dragonfly Eyes Im Rahmen von "Sculpture 21st"
Lehmbruck Museum (Duisburg)
Pressemitteilung
In einer Veröffentlichung des Wall Street Journals schätzte ein Sicherheitsexperte, dass in China mehr als 100 Millionen Überwachungskameras installiert sind, die (fast) jede Szene des öffentlichen Lebens aufnehmen. Xu Bing verwendet dieses Bildmaterial und produziert erstmals einen Film, in dem Aufnahmen der Webkameras an die Stelle einer aufwändigen Filmproduktion treten. Dieser Film wird im Sommer 2018 erstmals in Deutschland im Lehmbruck Museum im Rahmen der Reihe „Sculpture 21st“ gezeigt. „Dragonfly Eyes“ zeigt spektakuläre Szenen wie Autounfälle, Straßenkämpfe, Unwetter und ganz alltägliche Ereignisse aus der Perspektive einer Protagonistin, die ihr Äußeres immer wieder operativ verändern lässt.
Mit enormen Erfindungsreichtum entwickelt Xu Bing eine neue Bildsprache des digitalen Zeitalters, in der sich reale Begebenheiten aus dem Alltagsleben Chinas zu einer übergeordneten Erzählung formieren. In der großen Glashalle des Lehmbruck Museums inszeniert er einen Livestream-Überwachungsraum. 25 Laptops haben simultan die Live-Szenen aufgenommen aus denen sein Film entstanden ist.
Xu Bings Ausstellung „Dragonfly Eyes“ ist die erste Präsentation zum Thema „Postdigital“ von „Sculpture 21st“. „Postdigital“ wird von der Stiftung Kunst, Kultur und Soziales der Sparda-Bank West gefördert.
Kooperationspartner ist die Gesellschaft für Deutsch-Chinesischen Kulturellen Austausch e.V. (GeKA).

Lehmbruck Museum (Duisburg)

08.06.2018 - 16.09.2018 Kirchner und die »Künstlergemeinschaft Brücke«
Staatsgalerie Stuttgart (Stuttgart)
Pressemitteilung
Begleitend zur großen Ausstellung »Ernst Ludwig Kirchner. Die unbekannte Sammlung« zeigen wir im Graphik-Kabinett Zeichnungen und Druckgraphiken weiterer Mitglieder der Künstlergemeinschaft »Brücke«, die Kirchner ab 1905 um sich geschart hatte: Erich Heckel (1883-1970), Karl Schmidt-Rottluff (1884-1976), Emil Nolde (1867-1956), Max Pechstein (1881-1955) und Otto Mueller (1898-1979) sind mit Zeichnungen, Holzschnitten, Radierungen und Lithographien aus unserem reichen Bestand vertreten.

Staatsgalerie Stuttgart (Stuttgart)

08.06.2018 - 05.08.2018 Welt ohne Außen Immersive Räume seit den 60er Jahren
Gropius Bau (Berlin)
Pressemitteilung
Ausgehend vom Light and Space Movement der späten 60er Jahre, über Arbeiten zeitgenössischer Künstler*innen wie Dominique Gonzalez-Foerster und Cyprien Gaillard, bis hin zu Performances und Workshopangeboten, spannt die Ausstellung ein Panorama unterschiedlichster immersiver Praktiken, durch die Kategorien wie Betrachter*innen und Werk verschwimmen und Subjekt und Objekt an Distanz verlieren. Immersive Arbeiten sind nur in ihrer je eigenen Zeitlichkeit erlebbar – sie brauchen eine Phase der Ankunft, des Einund Auftauchens, wofür die Ausstellung eine spezifische Dramaturgie entwickelt.

Eine Gruppenausstellung der Berliner Festspiele im Rahmen der Programmreihe Immersion, kuratiert von Tino Sehgal und Thomas Oberender. Ermöglicht durch die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien.

Foto: Larry Bell, 6 x 8: An Improvisation, 1994
© Larry Bell. Photo © White Cube (Ben Westoby)

Gropius Bau (Berlin)

27.05.2018 - 27.05.2018 Marktzauber
DA, Kunsthaus Kloster Gravenhorst (Hörstel)
Pressemitteilung
Klostermarkt mit regionalen Produkten, traditionellem Handwerk, Kunsthandwerk, Kulturprogramm und Künstlerdorf | Außengelände | Beginn: 11.00 Uhr | Eintritt: 2 €, Kinder bis 14 J. kostenlos

Entdecken, staunen, genießen - die einzigartige Mischung aus Kunst, Handwerk, Unterhaltung und Kulinarik mit über 70 Ausstellern lädt zu einem bunten Markttreiben

DA, Kunsthaus Kloster Gravenhorst (Hörstel)

27.05.2018 - 27.05.2018 Klangbilder Gravenhorst I Sculpturetones I Axel Schweppe und Wolfgang Stamm
DA, Kunsthaus Kloster Gravenhorst (Hörstel)
Pressemitteilung
Projektstipendium KunstKommunikation 18 - Kunst zum Mitmachen und Mitdenken I Aktion zum Marktzauber

Die sculpturetones initiieren im Rahmen des Marktzaubers verschiedene kleine Mitmachklangaktionen – in einem „Streit-Gespräch“ mit den Besucher*innen gehen sie dabei der Frage nach: Wann hört Geräusch auf und wann fängt Musik an.

DA, Kunsthaus Kloster Gravenhorst (Hörstel)

27.05.2018 - 27.05.2018 Asphaltbibliotheque Gravenhorst I Brandstifter
DA, Kunsthaus Kloster Gravenhorst (Hörstel)
Pressemitteilung
I Austauschbuero für Fundzettel | Projektstipendium KunstKommunikation 18 - Kunst zum Mitmachen und Mitdenken I Aktion zum Marktzauber

Besucher*innen sind aufgerufen gefundene Zettel persönlich im Austauschbuero für Fundzettel einzureichen. Alle Zettelspender*innen erhalten vom Asphaltbibliothekar Zertifikate überreicht, die ihr Fundstück als Teil der Asphaltbibliotheque Gravenhorst auszeichnen. Die Originale werden in ständig wachsenden Installationen in Brandstifters Atelier ausgestellt.

DA, Kunsthaus Kloster Gravenhorst (Hörstel)

25.05.2018 - 17.06.2018 Sonja Streng „Spezies Rotkäppchen“ - Malerei und Zeichnung. Vernissage am 25.05. um 20:00 Uhr
GEDOK Künstlerinnenforum Karlsruhe (Karlsruhe)
Pressemitteilung
Vernissage: Freitag, 25. Mai 2018, 20 Uhr
Musikalische Begleitung:
encantados, Ines Haffner, Schauspielerin und Sängerin
und Leonhard Schneider, Akkordeonist und Gitarrist

Sonja Strengs Malereien und Zeichnungen beschäftigen sich mit besonderen Worten, besonderen Orten und Namen, Erinnerungsfragmenten, Fundstücken, geistiger oder greifbarer Art. Dabei entsteht in Werkgruppen und Serien mit großformatigen Malereien, Farbzeichnungen und Collagen eine persönliche, aber auch allgemein gültige Erinnerungskultur, wie beispielsweise über die „Spezies Rotkäppchen“, die sinnstiftend und Inspirationsquelle für diese Ausstellung war.

Sonja Streng studierte von 1991-1997 an der freien Haller Akademie der Künste in Schwäbisch Hall.
Atelier: Schloss Kirchberg, 74592 Kirchberg a.d.Jagst
www.sonjastreng.de

Begleitende Veranstaltung:
Finissage am Sonntag, 17.6.2018, 17 Uhr
Lesung mit Wildis Streng
Die Künstlerin ist anwesend.

GEDOK Künstlerinnenforum Karlsruhe (Karlsruhe)

25.05.2018 - 05.08.2018 Philippe Parreno
Gropius Bau (Berlin)
Pressemitteilung
Das Medium Ausstellung versteht der französische Künstler Philippe Parreno als einen lebendigen Organismus, der durch Licht, Klänge und Bilder in Bewegung versetzt werden kann. Seine inszenierten Räume steuert er durch Algorithmen, die das Verhalten der Objekte im Raum synchronisieren. Hierbei geht es weniger um das einzelne Objekt als vielmehr um das Zusammenspiel der verschiedenen Komponenten. Die Anwendung von Zufallsmethoden erlaubt der Ausstellung, sich über einen bestimmten Zeitraum zu entwickeln und zu verändern, sodass das Werk zu eigenem Leben erwacht und eine gespenstische Präsenz entwickelt. Es entstehen performative Momente, bei denen die Objekte mehr als die Summe ihrer Teile produzieren – eine Choreografie von Absenz und Präsenz, die das Wissen über die Gleichzeitigkeit der Dinge und deren Kontrolle herausfordert. Philippe Parrenos Ausstellung ist als Gesamtkunstwerk konzipiert. Es ist die erste institutionelle Einzelausstellung des international renommierten Künstlers in Deutschland.

Eine Ausstellung der Berliner Festspiele im Rahmen der Programmreihe Immersion. Ermöglicht durch die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien.


Foto: Exhibition view of Philippe Parreno: “La levadura y el anfitrión”. Museo Jumex, Mexico City, 2017
© Andrea Rossetti

Gropius Bau (Berlin)

25.05.2018 - 27.05.2018 Klangbilder Gravenhorst | sculpturetones | Axel Schweppe und Wolfgang Stamm
DA, Kunsthaus Kloster Gravenhorst (Hörstel)
Pressemitteilung
Projektstipendium KunstKommunikation 18 - Kunst zum Mitmachen und Mitdenken I Offenes Atelier mit Klangkörpersammeln 14.00 - 18.00 Uhr
Besucher*innen sind aufgerufen im Atelier der Künstler klingende Gegenstände abzugeben und Klangkörper auszuprobieren, über Klang zu diskutieren und sich über das Projekt zu informieren. Axel Schweppe und Wolfgang Stamm laden Sie ein, an den Klangbildern Gravenhorst teilzunehmen.

DA, Kunsthaus Kloster Gravenhorst (Hörstel)

19.05.2018 - 10.06.2018 Malerei Sandro Vadim / Susanne Zühlke
BBK Karlsruhe, Künstlerhaus Karlsruhe (Karlsruhe)
Pressemitteilung
Sandro Vadim und Susanne Zuehlke verbindet nicht nur die gemeinsame Studienzeit an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Karlsruhe Mitte der 80. Jahre, sondern vornehmlich ihr Bekenntnis zur puren Malerei. Auch wenn die inhaltlichen Positionen kontrovers scheinen mögen, zeichnet beide Maler der ungestüme und radikale Umgang mit ihrer Farbe aus. So haben beide Künstler ihre individuelle und unverwechselbare visuelle Ausdrucksform entwickelt. Eine sinnliche Seherfahrung zwischen lyrischer Abstraktion und poetischer Farbwelt.
Vernissage:
Freitag 18. Mai 2018 um 19 Uhr
Einführung - Roswitha Zytowski M.A.

BBK Karlsruhe, Künstlerhaus Karlsruhe (Karlsruhe)

19.05.2018 - 12.08.2018 Erika John. Alles ist ICH. Malerei und Zeichnungen
Kunstsammlung Jena (Jena)
Pressemitteilung
Die Kunstsammlung Jena hat im Jahr 2013 den künstlerischen Nachlass Erika Johns erhalten. Anlässlich ihres 75. Geburtstages würdigen wir in einer Auswahl von etwa 120 Arbeiten erstmals umfänglich das Schaffen dieser außergewöhnlichen und durchaus eigensinnigen Künstlerin und wollen sie in das Bewusstsein der Öffentlichkeit zurückholen.
Ein Werk, dessen Facettenreichtum sich durch eine hohe Sensibilität für das Gesehene und eine genaue Beobachtung der leisen Zwischentöne auszeichnet. Alles dominierend ist die Zeichnung, innerhalb der sie die Möglichkeiten des Mediums auslotet, angefangen von der kleinen, spontanen Skizze bis hin zur großformatigen Tuschearbeit. An ihr arbeitet sie sich ab, geht bis an die Grenzen, experimentiert mit Techniken, Materialien und Stilen. Daneben entstehen nur einige, verglichen mit dem Gesamtwerk, wenige Ölgemälde, in denen sie sich auf den Menschen, speziell das Gesicht konzentriert.

Kunstsammlung Jena (Jena)

18.05.2018 - 17.06.2018 Jugend gestaltet
DA, Kunsthaus Kloster Gravenhorst (Hörstel)
Pressemitteilung
Ausstellung der besten Arbeiten aus dem Wettbewerb

Die künstlerischen Arbeiten zeigen ein breites Spektrum von Themen, die Kinder und Jugendliche bewegen, und vermitteln so einen spannenden Einblick in deren Gefühlswelt.

DA, Kunsthaus Kloster Gravenhorst (Hörstel)

05.05.2018 - 08.07.2018 Hanna-Nagel-Preis 2018 tiptoe. Nina Laaf
Städtische Galerie Karlsruhe (Karlsruhe)
Pressemitteilung
Die in Karlsruhe leben­de ­Künst­le­rin Nina Laaf erhält 2018 den Hanna-Nagel-Preis, mit dessen Verleihung eine Ausstel­lung der Preis­trä­ge­rin im Forum der Städti­schen Galerie Karlsruhe, eine beglei­ten­de ­Ka­ta­log­pu­bli­ka­tion und ein Ankauf durch das Regie­rungs­prä­si­di­um ­Karls­ruhe verbunden sind. 1977 in Hilden geboren, studierte Nina Laaf von 2011 bis 2017 Bildhaue­rei an der Staat­li­chen Akade­mie ­der Bildenden Künste Karlsruhe bei Prof. John Bock und Prof. Harald Klingel­höl­ler, wo sie ihr Studium als Meister­schü­le­rin Klin­gel­höl­lers beendete. Unter dem Titel tiptoe gibt sie einen Einblick in ihr ak­tu­el­les künst­le­ri­sches Schaffen. Im Mittel­punkt stehen S­kulp­tu­ren, die Räume beschrei­ben, Bewegungen sichtbar machen und begangen werden wollen. Die Künstlerin entwickelt und insze­niert Situa­tio­nen, in denen Abhän­gig­kei­ten zwischen ein­zel­nen Elementen entstehen und Momente fragwür­di­ger ­Sta­bi­li­tät erfahrbar werden. Der Titel tiptoe bezieht sich spiele­risch auf eine tän­ze­ri­sche Bewegung und hinter­fragt deren schein­ba­re Leich­tig­keit.

Der Hanna-Nagel-Preis wurde 1998 von fünf in Karlsruhe tätigen Präsi­den­tin­nen gestiftet, um bil­dende Künst­le­rin­nen ab 40 Jahren im Regie­rungs­be­zirk ­Karls­ruhe zu fördern und ihre Arbeit auszu­zeich­nen. Mit dem vor 20 Jahren erstmals vergebenen Preis wird zugleich das künst­le­ri­sche Werk von Hanna Nagel (1907-1975) geehrt, einer ­be­deu­ten­den Vertre­te­rin der Neuen Sachlich­keit, die 1925 bis 1929 an der Badischen Landes­kunst­schule Karls­ru­he ­stu­dierte.

Foto: Nina Laaf: Serendipity, 2017. Foto: Lukas Geisler

Städtische Galerie Karlsruhe (Karlsruhe)

05.05.2018 - 12.08.2018 DYSTOPIA. Zum 200. Geburtstag von Karl Marx
Kunstsammlung Jena (Jena)
Pressemitteilung
Anhand verschiedener künstlerischer Interventionen zeigt die Ausstellung Arbeiten von KünstlerInnen, die sich kritisch mit unserer ökonomischen und sozialen Gegenwart und deren ideellen Hintergründen auseinandersetzen. Dabei koexistieren Optimismus und Pessimismus in einem ähnlich fragilen Zusammenhang, wie das für das Gleichgewicht zwischen Utopie und Dystopie der Fall ist. Krisen und Kriege, Armut und Migration, technologische Entwicklungen und ökologische Veränderungen sind nur einige jener Faktoren, die das Gleichgewicht vergangener Jahrzehnte, die Verheißungen der Moderne bedrohen und Veränderungen ankündigen, die uns alle betreffen werden. Utopische und dystopische Erzählungen sind typisch für Zeiten des Umbruchs, und die Reflexionen der KünstlerInnen dieser Ausstellung können dazu beitragen, Widersprüche aufzuzeigen und Wege zu neuen Sichtweisen zu öffnen.
Die KünstlerInnen sind: ?nci Eviner, Felix M. Furtwängler, Susann Maria Hempel, Sven Johne, Sebastian Jung, Tilman Knop, Christin Lahr, Elodie Pong, Gunter Reski, Julian Röder, Henrik Schrat und Nasan Tur. Wir danken allen KünstlerInnen für die Bereitstellung der Leihgaben und die freundliche Unterstützung unserer Ausstellung.

Kunstsammlung Jena (Jena)

03.05.2018 - 16.09.2018 Kunst & Kohle Reichtum: Schwarz ist Gold
Lehmbruck Museum (Duisburg)
Pressemitteilung
Dass die Losung „Kohle bedeutet Reichtum“ noch immer gilt, zeigt die Ausstellung „Reichtum: Schwarz ist Gold“ im Rahmen des Ausstellungsprojektes „Kunst und Kohle“. Abseits sozialgeschichtlicher Betrachtungsweisen steht das Grubengold hier im Mittelpunkt raumgreifender Installationen und Skulpturen.

Die Eigenschaften des Rohstoffs, sein tiefes Schwarz, seine schimmernde Oberfläche und taktile Qualitäten, wurden spätestens mit den sechziger Jahren von der zeitgenössischen Kunst entdeckt und in zahlreiche Arbeiten integriert. So haben sich Künstler wie Reiner Ruthenbeck, Richard Serra, David Hammons und Bernar Venet der Kohle als Material bemächtigt. Mit ihr als ästhetischer Ressource und wiederkehrendem Element haben sie sich vom traditionellen Konzept der Skulptur gelöst und reimgreifende Installationen geschaffen. Künstlerinnen und Künstler der jüngeren Generation wie Jürgen Stollhans, Kalin Lindena oder Frauke Dannert entwerfen Werke, die gezielt für die Ausstellung entstehen.

Das Lehmbruck Museum ist eines von 17 Kunstmuseen aus 13 Städten, die an dem Ausstellungsprojekt teilnehmen.

Das Projekt „Kunst und Kohle“ wird von der RAG Stiftung, der Brost-Stiftung, dem Ministerium für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen, dem Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen sowie der Kunststiftung NRW gefördert.

Lehmbruck Museum (Duisburg)

01.05.2018 - 26.08.2018 #meinMuseum 175 Jahre Staatsgalerie
Staatsgalerie Stuttgart (Stuttgart)
Pressemitteilung
Im kommenden Jahr 2018 feiert die Staatsgalerie Stuttgart ihr 175-jähriges Bestehen. Dieses Jubiläum ist Anlass, die wechselvolle Geschichte des Hauses und seiner Sammlung zu erzählen und einen Blick hinter die Kulissen des Museumsbetriebs zu werfen. Erstmals wird die Geschichte dabei am Beispiel wichtiger Wegmarken und Zäsuren im Überblick dargestellt.
Gezeigt wird, wie sich das Haus über die Jahrzehnte und vor allem in der Nachkriegszeit als eines der wichtigsten Museen für die Kunst der Moderne in Deutschland positionierte.

Staatsgalerie Stuttgart (Stuttgart)

26.04.2018 - 05.08.2018 Gerhard Losemann: C-Prints
Lehmbruck Museum (Duisburg)
Pressemitteilung
Anlässlich seines diesjährigen 80. Geburtstages widmet das Lehmbruck Museum dem Duisburger Künstler Gerhard Losemann eine eigene Studio-Ausstellung. Zu diesem Anlass werden auch die jüngsten Werke des Künstlers präsentiert, die mittels digitalen Bildtechniken und Bearbeitungen entstanden sind.

Das malerische Werk Gerhard Losemann besticht durch die konsequente und sehr differenzierte Abstrahierung landschaftlicher Motive. So greift er mittels zeichnerischer Wiedergabe auf reale Situationen zurück, um sie anschließend mit verschiedensten künstlerischen Techniken auf Formen und Farben zu reduzieren. Das ursprüngliche Motiv wird verfremdet. Der gestalterische Spielraum des Duisburger Künstlers erweitert sich durch den Einsatz unterschiedlichster Materialien. So wird die Wellhornschnecke ebenso in sein Werk einbezogen, wie auch einfacher Isolierschaum. Das künstlerische Schaffen Losemanns wird in den letzten Jahren zunehmend von digitalen Möglichkeiten der Bildfindung geprägt.

Die Ausstellung wird mit freundlicher Unterstützung der Sparkassen Duisburg-Stiftung und des Kulturbeirats der Stadt Duisburg realisiert.

Lehmbruck Museum (Duisburg)

22.04.2018 - 24.06.2018 Marlene Dumas - Rosemarie Trockel. Werke aus der Sammlung Garnatz
Städtische Galerie Karlsruhe (Karlsruhe)
Pressemitteilung
Im Zentrum der Ausstel­lung ­ste­hen frühe Werkkom­plexe von Marlene Dumas und Rosema­rie ­Tro­ckel, die jeweils für das gesamte Schaffen der inter­na­tio­nal ­re­nom­mier­ten Künst­le­rin­nen beispiel­haft sind. Die Tu­sche­zeich­nun­gen, Aquarelle und Gemälde von Marlene Dumas sowie die Gemälde, Objekte, Strick­bil­der und Zeich­nun­gen von Rosema­rie ­Tro­ckel gehören zur hochka­rä­ti­gen Sammlung des Kölner Ehepaar­s Ute und Eberhard Garnatz, das mit sicherem Gespür für Quali­tät und Signi­fi­kanz, mit Konsequenz, Weitblick und einer gehöri­gen ­Por­tion Sammel­lei­den­schaft vor allem in den Jahren um 1990 ­zahl­rei­che Arbeiten der Künst­le­rin­nen erwarb. Sowohl Dumas als auch Trockel legen ihrer Kunst feminis­ti­sche Frage­stel­lun­gen zu Grunde, die sie in einen weiteren gesell­schafts­po­li­ti­schen ­Kon­text einbinden. Die Präsen­ta­tion ist ein Beitrag zu den Eu­ro­päi­schen Kultur­ta­gen Karlsruhe 2018, die in diesem Jahr unter dem Thema »Umbrüche - Aufbrüche: Gleiche Rechte für alle« ­ste­hen.

Foto: Marlene Dumas: Female, 1992/93, Städtische Galerie Karlsruhe, Sammlung Garnatz.

Städtische Galerie Karlsruhe (Karlsruhe)

21.04.2018 - 08.07.2018 Im Bann der Nordsee. Die norddeutsche Landschaft seit 1900
Staedtische Galerie Bietigheim-Bissingen ( Bietigheim-Bissingen)
Pressemitteilung
Seit jeher hat das raue Meer und die weite, einzigartige Landschaft im Norden Künstler fasziniert, sei es als Tourist oder aus Verbundenheit mit der Heimat. Dort, wo der Himmel die Erde zu berühren scheint, wo oftmals eine steife Brise weht, wo auf den Deichen die Schafe und auf den Weiden die Kühe grasen, fanden Maler stets inspirierende Sehnsuchtsorte. Die Ausstellung hält viele Entdeckungen bereit: Postimpressionistische und expressionistische Künstler aus dem Norden wie Poppe Folkerts, Paul Ernst Wilke, Hans Peter Feddersen oder Jacob Alberts, welche die wasserreiche Küstenlandschaft aus Verbundenheit mit der Heimat ins Bild bannten. Die norddeutsche Landschaft bot einheimischen wie auswärtigen Künstlern ein breites Motivrepertoire mit Segelbooten und Schiffstypen, Gezeiten und Wattenmeer, Deichen und Dünen, Inseln und Halligen, Backsteinkaten und Mühlen. So suchten Künstler aus allen Teilen Deutschlands wie Max Clarenbach, Hans Trimborn, und Alfred Depser im Norden mit seinem herben Charme eine zentrale Inspirationsquelle.

Diese Suche nach der idealen Verbindung von Kunst und naturbezogenem Leben führte im ausgehenden 19. und frühen 20. Jahrhundert zu zahlreichen Künstlerkolonien oder -exilen in abgeschiedenen Regionen. Den Rückzug in unberührte Landschaftsräume an der Nord- und Ostsee pflegten auch die Brücke-Künstler und so entdeckten Karl Schmidt-Rottluff und Erich Heckel 1907 Dangast am Jadebusen, wo sie sich die folgenden Jahre sommers regelmäßig aufhielten. Anfang der 1920er Jahre folgte Franz Radziwill der Empfehlung Schmidt-Rottluffs und sollte sich in Dangast dauerhaft niederlassen und den Großteil seines Werks schaffen. Auch Emil Noldes Werk ist durchdrungen von Motiven seines Lebens an der deutsch-dänischen Grenzregion Nordfrieslands.

Kulturhistorische Objekte ergänzen die Ausstellung, darunter zartes Teegeschirr, silberne Kluntjezangen und Fischheber, ein bemaltes Fliesenbild und das detailverliebte Schiffsmodell einer Tjalk. Die Faszination für das Nordische ist bis heute ungebrochen und wird abschließend mit fünf ausgewählten zeitgenössischen Positionen und Medien anschaulich: Gemälde, Zeichnungen, Fotografien und Filme von Hermann Buß, Jochen Hein, Marikke Heinz-Hoek, Anja Jensen und Aurelius Maier. So bietet sich den Besuchern mit rund 120 Werken von 30 Künstlern ein abwechslungsreiches und umfängliches Bild von fast 120 Jahren norddeutscher Landschaftsdarstellungen – und damit eine Reise entlang der ost- und nordfriesischen Küste, ganz ohne den langen Weg gen Norden auf sich nehmen zu müssen.


Begleitprogramm


Öffentliche Führungen
jeden Sonntag, 11.30 Uhr und jeden Feiertag, 16.30 Uhr

After-Work-Führungen (30 Min.) mit Apéritif
Dienstag, 15. Mai, 16.30 Uhr
Mittwoch, 13. Juni, 17 Uhr

Führung für Lehrkräfte
Montag, 23. April, 17 Uhr

Pavillon-Kolleg
in Kooperation mit den Aktiven Senioren
Doppelführung in den Ausstellungen zur Nordsee und zu Schönleber mit Teepause
Donnerstag, 17. Mai, 10 Uhr
6 € zzgl. erm. Eintritt
Anmeldung unter: 07142 51155 oder 775133

Schimmelreiter, Blanker Hans und Lütje Deern
Kuratorenführung mit Dr. Petra Lanfermann und szenische Rezitation mit Lisa Kraus und Rüdiger Erk
Donnerstag, 24. Mai, 18.30 Uhr
Donnerstag, 28. Juni, 18.30 Uhr
speziell für Seniorinnen und Senioren:
Donnerstag, 3. Mai, 10 Uhr
Begrenzte Teilnehmerzahl, Voranmeldung unter: 07142 74483
5 € zzgl. Eintritt

Schnacken und Teetied mit Kluntje & Wulkje
Kuratorenführung mit Dr. Petra Lanfermann und ostfriesische Teezeremonie
Sonntag, 27. Mai, 11.30 Uhr
Sonntag, 1. Juli, 11.30 Uhr
Begrenzte Teilnehmerzahl, Voranmeldung unter: 07142 74483
6 € zzgl. Eintritt

Weite, Watt, Wellen: Ein Erlebnisbericht von der Nordseeküste
mit dem beteiligten Stuttgarter Künstler Aurelius Maier
Donnerstag, 5. Juli, 18.30 Uhr
5 € zzgl. Eintritt


Workshops für Kinder und Jugendliche

Des Meeres und der Worte Wellen
Samstag, 21. April, 14.30–17.30Uhr
Für Kinder von 8 bis 12 Jahren

Schiff ahoi!
Samstag, 12. Mai, 14.30–17.30 Uhr
Für Kinder von 6 bis 10 Jahren

Nordsee – der Kunstkrimi
Wir drehen unseren eigenen Film
Samstag, 16. Juni, 14.30–17.30 Uhr
Für Kinder von 6 bis 10 Jahren

Fantastische Meereswesen…
Samstag, 7. Juli, 14.30–17.30 Uhr
Für Kinder von 8 bis 12 Jahren


Workshops für Erwachsene mit dem Künstler Robert Würth

Nordsee-Landschaften malen
Samstag u. Sonntag, 28. u. 29. April, ab 11 Uhr, ganztägig

Küstenlandschaften in Holz- und Linoldruck
Samstag u. Sonntag, 5. u. 6. Mai, ab 11 Uhr, ganztägig

Anmeldung für alle Workshops unter: 07142 74-483


Wir laden Sie herzlich ein zur Eröffnung am Freitag, 20. April, 19 Uhr


Studioausstellung

Gustav Schönleber
Küstenfahrten an der Nord- und Ostsee
21. April bis 23. September 2018
Obwohl Gustav Schönleber (1851-1917) im süddeutschen Raum besonders für seine heimatlichen Ansichten bekannt ist, reicht sein motivisches Repertoire weit über die Grenzen Süddeutschlands hinaus. Besonders fasziniert war der Maler, der in Bietigheim geboren wurde und an der Karlsruher Kunstschule lehrte, von der Nordseeküste. Zeitlebens schlug sie ihn mit ihrer diesige Atmosphäre, der gedämpften Farbigkeit, den beschaulichen kleinen Städtchen und Fischerdörfern sowie den zahlreichen Schiffsansichten in ihren Bann. 1875/76 reiste er von Ostfriesland bis Ostpreußen, um für einen Stuttgarter Verlag den prächtigen Band „Küstenfahrten an der Nord- und Ostsee“ zu illustrieren. Die Ausstellung beinhaltet Einblicke und Skizzen zu diesem Auftrag sowie Neuerwerbungen aus dem Nachlass, die 2016 in die Sammlung der Städtischen Galerie aufgenommen wurden. Sie zeigen Schönleber als raffinierten Bildkonstrukteur mit viel Sinn für stimmungsvolle Eindrücke und Erzählung.

Wir laden Sie herzlich ein zur Eröffnung am Freitag, 20. April, 19 Uhr


Begleitprogramm

Öffentliche Führungen
Donnerstag, 7. Juni, 18.30 Uhr, mit Regina Wendling M.A.
Sonntag, 12. August, 11.30 Uhr, mit Regina Wendling M.A.

Pavillon-Kolleg
in Kooperation mit den Aktiven Senioren
Doppelführung in den Ausstellungen »Im Bann der Nordsee. Die norddeutsche Landschaft seit 1900« und »Gustav Schönleber. Küstenfahrten an der Nord- und Ostsee« mit Teepause
Donnerstag, 17. Mai, 10 Uhr
6 € zzgl. erm. Eintritt von 4 € für die Nordsee-Ausstellung
Anmeldung unter: 07142 51155 oder 775133

Anders hingeschaut!
Ausstellungsrundgang mit den Diplom-Restauratorinnen Regina Schneller und Barbara Springmann
Donnerstag, 19. Juli, 18.30 Uhr


Demnächst…
Ab 24. Juli zeigt die Städtische Galerie die Parallelausstellung
zum Projekt »Drehmoment – Das Produktionskunst-Festival in der Region Stuttgart«


Öffnungszeiten
Dienstag, Mittwoch, Freitag 14–18 Uhr
Donnerstag 14–20 Uhr
Samstag, Sonntag 11–18 Uhr
Maifeiertag, Himmelfahrt, Pfingstmontag, Fronleichnam 11–18 Uhr


Eintritt frei jeden ersten Freitag im Monat sowie am Internationalen Museumstag 13. Mai!
Eintritt 6 €, ermäßigt 4 €
Öffentliche Führungen 3 € zzgl. Eintritt
After-Work-Führungen 3 € zzgl. Eintritt
Workshops für Kinder 5 €
Private Gruppenführungen 55 € / 65 € zzgl. erm. Eintritt
Führungen für Gruppen und Schulklassen nach telefonischer Vereinbarung

Städtische Galerie Bietigheim-Bissingen
Hauptstraße 60–64
74321 Bietigheim-Bissingen
Telefon 07142 74-483
Telefax 07142 74-446
http://galerie.bietigheim-bissingen.de
galerie@bietigheim-bissingen.de

Staedtische Galerie Bietigheim-Bissingen ( Bietigheim-Bissingen)

20.04.2018 - 22.07.2018 Covered in Time and History: Die Filme von Ana Mendieta
Gropius Bau (Berlin)
Pressemitteilung
Ana Mendieta (1948–1985) gehört zu den herausragenden künstlerischen Positionen der 1970er und 1980er Jahre. Die Ausstellung Covered in Time and History: Die Filme von Ana Mendieta macht ihr Filmwerk erstmals in großem Umfang zugänglich. Der Gropius Bau zeigt vom 20. April bis 22. Juli 2018 eine Auswahl von 23 Filmen aus dem vielschichtigen Werk der Künstlerin, welches kürzlich in einer mehrjährigen Forschungsarbeit aufgearbeitet und digitalisiert wurde.

Ana Mendietas Werk bewegt sich frei zwischen Disziplinen wie Body-Art, Land-Art und Performance-Kunst, ohne sich einem bestimmten Medium oder einer Bewegung zu verpflichten. Verbindendes Element ist der immer wiederkehrende Einsatz der abstrahierten weiblichen Gestalt im Dialog mit der sie umgebenden Natur – nicht zuletzt um die Trennung zwischen Natur und Körper infrage zu stellen. Ihr künstlerisches Schaffen überschreitet viele Grenzen, einschließlich geografischer und politischer Räume bis hin zur Erforschung von Geschichte, Geschlecht und Kultur.

Eine Ausstellung der Katherine E. Nash Gallery an der University of Minnesota, kuratiert von Lynn Lukkas und Howard Oransky. Ermöglicht durch den Hauptstadtkulturfonds.

Foto: Ana Mendieta, Creek, 1974, Super 8 Film, Farbe, ohne Ton
© The Estate of Ana Mendieta Collection, LLC.,Courtesy Galerie Lelong & Co.

Gropius Bau (Berlin)

18.04.2018 - 12.08.2018 Haegue Yang. ETA 1994–2018. Wolfgang-Hahn-Preis 2018
Museum Ludwig (Köln)
Pressemitteilung
2018 zeichnet die Gesellschaft für moderne Kunst am Museum Ludwig Haegue Yang mit dem Wolfgang-Hahn-Preis aus. Mit der weltweit ersten Überblicksausstellung der Künstlerin präsentiert das Museum Ludwig die Vielfalt ihres gesamten Schaffens anhand von über 120 Werken: von aktionsgebundenen Objekten der 1990er Jahre über Lackbilder, Fotografien, Papier- und Videoarbeiten, anthropomorphe Skulpturen und performative Werke bis hin zu raumgreifenden Installationen.

Die Abkürzung ETA steht international unter anderem für „Estimated Time of Arrival“. So verweist der Ausstellungstitel bereits auf eine künstlerische Laufbahn im Transit und die permanenten Ortswechsel einer Künstlerin, die parallel Ateliers in Seoul und Berlin betreibt und seit 1994 international ausstellt.

Den Auftakt der Ausstellung bildet Yangs erste Jalousieinstallation aus ihrer Series of Vulnerable Arrangements – die Version Utrecht von 2006. Die verschiedene Medien und Materialien umfassende Arbeit ist durch den simultanen Einsatz von Wind, Düften, Licht und Wärme atmosphärisch und sinnlich aufgeladen. Innerhalb dieses Arrangements dokumentieren Videoessays die Streifzüge der Künstlerin durch unterschiedliche Städte der Welt und vermitteln in sehr persönlichen Kommentaren Gefühle von Heimat, Isolation und Ortlosigkeit, die das Unterwegssein mit sich bringt.

In einem Kabinettraum werden frühe, teils rekonstruierte Arbeiten gezeigt, die Yangs Auseinandersetzung mit der westlichen Kunstgeschichte von Duchamp über Fluxus bis hin zu institutionskritischen Tendenzen und der damals gegenwärtigen Kontextkunst offenkundig werden lassen. Diese Arbeiten werden, wie in ihren ersten Ausstellungen in den 1990er Jahren, im Raum inszeniert oder selbstironisch in Vitrinen wie in einem Archiv präsentiert.

Eine zentrale Arbeit der Ausstellung ist das Storage Piece. Dieses Schlüsselwerk entstand 2004 in Folge einer finanziellen Notsituation und akutem Platzmangel als eine Ansammlung verpackter Arbeiten auf Europaletten. Das seitdem in mehreren Variationen ausgestellte Werk, dessen Gestalt sich auch in der Kölner Ausstellung in regelmäßigen Abständen verändern wird, ist repräsentativ für Yangs rigoros transitorischen Ansatz. Darüber hinaus ist es ein wichtiger Beitrag zur Konzeptkunst Mitte der 2000er Jahre sowie ein überzeugender Kommentar auf einen sich rasant verändernden Kunstmarkt und die zunehmende Ökonomisierung der Kunst.

Yangs bekannte anthropomorphe Lichtskulpturen sind beispielsweise durch die Medicine Men (2010) in der Ausstellung präsent. Diese bestehen aus einer Vielfalt an Materialien: funktionalen und industriell produzierten Alltagsgegenständen wie Kleiderständern, Glühlampen, Elektrokabeln und Party-Perücken. Yang selbst bezeichnet diese Skulpturen als „Schamanen“ oder „Transvestiten“ und verweist damit auf die geschlechtlich und gesellschaftlich uneindeutigen Rollen, in die Medizinmänner in den Naturreligionen schlüpfen. Außerdem werfen sie Fragen von Exotismus und kultureller Identität auf, die sich wie ein roter Faden durch das Werk Haegue Yangs ziehen.

Zudem wird Yang ihre Serie der VIP’s Union (2001–) mit einer Kölner Fassung fortführen. Stadtbekannte Persönlichkeiten – V.I.P.s aus unterschiedlichen gesellschaftlichen Bereichen wie Kultur, Sport, Wirtschaft und Politik – werden eingeladen, für die Dauer der Ausstellung ihren Lieblingsstuhl oder -tisch zur Verfügung zu stellen. Diese Ansammlung unterschiedlicher Möbel verdichtet sich zu einem Porträt der Stadtgesellschaft und ihrer häuslichen Vorlieben.

Im zwölf Meter hohen DC-Saal werden zwei aus Jalousien bestehende Arbeiten, Mountains of Encounter (2008) und Sol LeWitt Upside Down – K123456, Expanded 1078 Times, Doubled and Mirrored (2015), installiert. Erstmals werden in einem Raum zwei sehr unterschiedliche Typen von Jalousieinstallationen miteinander konfrontiert: Während Mountains of Encounter in Yangs Schaffen den Beginn einer ganzen Reihe strukturell komplexer Kompositionen in Bezug auf historische Ereignisse und Persönlichkeiten markierte, basiert Sol LeWitt Upside Down – K123456, Expanded 1078 Times, Doubled and Mirrored auf einer kubischen Struktur des Minimalkünstlers Sol LeWitt, die Yang nicht nur physisch vergrößert, sondern auch konzeptuell verdichtet, verdoppelt, spiegelt und zuletzt auf den Kopf stellt.

Mit ihrem vielseitigen Œuvre versteht es Haegue Yang, sich einer eindeutigen Zuschreibung zu entziehen. Ihre Arbeiten sind zum einen institutionskritisch, konzeptuell und reich an kulturhistorischen Referenzen sowie gleichzeitig sinnlich komplex und emotional aufgeladen. Auf über 1500 Quadratmetern Fläche erstreckt sich eine umfassende Überblicksausstellung, deren räumliche Szenografie die konzeptuelle Dynamik der Arbeiten aufgreift. Hierdurch entsteht der Charakter eines Gesamtkunstwerks – in sich stimmig, aber voller Dissonanzen.

Die Ausstellung wird großzügig unterstützt von der Kunststiftung NRW, der Peter und Irene Ludwig Stiftung, Michael Zimmer und der Kulturabteilung der Botschaft der Republik Korea.
Für die zusätzliche Förderung des Musik- und Filmprogramms danken wir der Peter und Irene Ludwig Stiftung.


Kurator: Yilmaz Dziewior
Kuratorische Projektleitung: Leonie Radine

Biografie
Haegue Yang (*1971 in Seoul) lebt und arbeitet in Berlin und Seoul. Seit 2017 unterrichtet sie an der Städelschule, an der sie selbst ab 1994 bei Georg Herold als Meisterschülerin studiert hat. An der Venedig-Biennale 2009 war sie doppelt beteiligt (in der programmatischen Ausstellung fare mondi und durch eine Einzelpräsentation im koreanischen Pavillon); 2012 nahm sie an der dOCUMENTA (13) teil. Ihre letzten institutionellen Einzelausstellungen fanden u. a. in folgenden Institutionen statt: Kunsthaus Graz (2017/2018), KINDL – Zentrum für Zeitgenössische Kunst, Berlin (2017), Centre Pompidou, Paris (2016), Serralves Museum of Contemporary Art, Porto (2016), Hamburger Kunsthalle (2016), Ullens Center for Contemporary Art, Peking (2015), Leeum, Samsung Museum of Art, Seoul (2015), Bonner Kunstverein (2014), Aubette 1928 und Museum für Moderne und Zeitgenössische Kunst, Strasbourg (2013), Haus der Kunst, München (2012), Kunsthaus Bregenz (2011), New Museum, New York (2010) und Walker Art Center, Minneapolis (2009). Zudem wird sie 2018 an der 21. Biennale in Sydney und der 10. Liverpool Biennale teilnehmen. Ihre erste Werkschau in Nordamerika ist in Vorbereitung für 2019 im Museum of Contemporary Art in Los Angeles.

Katalog
Zur Eröffnung der Ausstellung erscheint ein Werkverzeichnis Haegue Yang: ETA 1994–2018 mit einem Text von Chus Martínez, einem Gespräch zwischen Haegue Yang und Yilmaz Dziewior sowie einem biografischen Essay von Leonie Radine.

Zum Wolfgang-Hahn-Preis
Mit dem Wolfgang-Hahn-Preis zeichnet die Gesellschaft für Moderne Kunst am Museum Ludwig e.V. jährlich außergewöhnliche zeitgenössische Künstler*innen aus. Das Preisgeld in Höhe von maximal 100.000 Euro fließt in den Erwerb eines Werks oder einer Werkgruppe des*der Künstler*in zugunsten der Sammlung des Museum Ludwig. Die Preisträger*innen werden außerdem mit einer Ausstellung im Museum gewürdigt.

Web und Social Media
Zur Ausstellung kommuniziert das Museum Ludwig auf seinen Social-Media-Kanälen mit den Hashtags #MLxHY und #museumludwig.
Facebook/Instagram/Twitter/Vimeo: @Museum Ludwig – www.museum-ludwig.de

Museum Ludwig (Köln)

15.04.2018 - 10.06.2018 Bilder aus einem vergangenen Land. Ostdeutsche Fotografie. Mit Werken von Sibylle Bergemann, Haral
KuK - Kunst- und Kulturzentrum der StädteRegion Aachen (Monschau)
Pressemitteilung
Die Berliner Mauer wurde am 9.11.1989 zum Einsturz gebracht. Dieses kaum noch für möglich gehaltene Ereignis beendete letztlich nicht nur die Teilung Deutschlands, sondern auch jene Europas. Mit dem Mauerfall begann eine neue Phase der europäischen Politik: Der ideologische und politische Ost-West-Konflikt in Europa wurde beendet. Die Einheit Europas ist damit einen erheblichen Schritt vorangekommen. Die Ausstellung dokumentiert das gesellschaftspolitische Zusammenleben von Menschen in der DDR, einem Staat, dessen Alltag von Mauer, Stacheldraht und Schießbefehl ideologisch und real geprägt war. Was sich seit dem Mauerfall 1989 in welcher Weise ändert und entwickelt, hat die OSTRKREUZ-Agentur im Fokus. 1990 wappneten sich unter diesem Namen sieben ostdeutsche Fotografen gemeinsam für die Herausforderungen des Systemwandels im wiedervereinten Deutschland. Die Ausstellung Bilder aus einem vergangenen Land zeigt eine exemplarische Auswahl fotografischer Serien der OSTKREUZ-Gründer Sibylle Bergemann (1941-2010), Harald Hauswald (*1954), Ute Mahler (*1949) und Werner Mahler (*1950). Diese ausgewählten Fotoarbeiten dokumentieren den Arbeitsalltag und das Zusammenleben der Menschen zwischen 1960-1988 in der DDR - hintern den Kulissen. Der Hauch der Armut und des Mangels dieser Jahre ist auf vielen der Fotos zu spüren. Auch für den Nicht-Mitglied der Ostkreuz-Agentur Bernd Heyden war der Alltag der kleinen Leute im Berlin das ureigenesThema. Straßenkehrer, Fleischer, Schornsteinfeger gehören ebenso zu den von ihm Porträtierten wie die Alten und die frechen Kinder. Die hier präsentierten Fotos fügen sich häufig zu einer in Grautönen schweigenden Comèdie humaine, die nicht nur in der DDR-Fotografie ihresgleichen sucht.

Kuratiert duch Nina Mika Helfmeier
Gefördert durch das Land NRW

Fotocredit: ©Bernd Heyden

KuK - Kunst- und Kulturzentrum der StädteRegion Aachen (Monschau)

14.04.2018 - 01.07.2018 Jáchym Fleig - Besatz. Plastik und Interventionen in den Raum.
Kunstmuseum Singen (Singen)
Pressemitteilung
Jáchym Fleigs (*1970, Villingen-Schwenningen) raumgreifende Plastiken erweitern den traditionellen Skulpturbegriff. Die unmittelbare Präsenz und individuelle Ästhetik seiner Arbeiten vermögen es den Betrachter unmittelbar in ihren Bann zu ziehen, ja geradezu gefangen zu nehmen.

2016 mit dem DEW 21 Kunstpreis und mit einer Ausstellung im Dortmunder U ausgezeichnet, arbeitet Jáchym Fleig mit gängigen Baumaterialien wie Gips, Sand, Polyurethanschaum, Dämmplatten, Wabenkartons oder Styropor. Diese schichtet er auf und bildet diese zu plastischen Gebilden aus. Mit ihren porösen Oberflächen muten sie an wie Schwämme, Pilze, Ablagerungen, Zersetzungsprodukte, Wespennester oder Waben. Stalaktiten, wie in einer Tropfsteinhöhle, kommen hinzu. Indem diese merkwürdigen Gebilde gewöhnliche Alltagsgegenstände – Büromöbel, Stühle, Regale – zu besiedeln, gar zu verschlingen scheinen, wirken Fleigs bräunlich-graue Plastiken wie Schmarotzer, die ihren Wirt befallen haben. Und sie setzen sich an Wänden, Decken, Pfeilern und in Raumecken fest; halten ganze Räume besetzt. Etwas Bedrohliches, Unheimliches, aber auch Faszination liegt in der Luft. Dabei beziehen Fleigs Arbeiten „ihre Kraft aus der Stärke des Verbunds und aus der Masse. Sie siedeln immer in Kolonien“ (Alexandra Orth). Klug bezieht der Bildhauer den Kontrast des musealen, reinen Ausstellungsraums in seine installativen Szenarien ein. Der Besucher ist konfrontiert mit einer Art unkalkulierbarer Natur, die quer zum Sicherheitsbedürfnis moderner Gesellschaften steht und weiter wuchert. Die fremden Wesen versperren uns den Weg; die Stalaktiten hängen gefährlich nah über unseren Köpfen. Tatsächlich wandelt sich mit Fleigs Inventionen die Wahrnehmung des Raums und der Dinge.

Die Ausstellung "Jáchym Fleig- Besatz." wird zeitgleich mit der Ausstellung "Stephan Hasslinger - Paisley." am Freitag, den 13. April 2018, 19.30 Uhr im Kunstmuseum eröffnet. Im Verbund präsentieren sie zwei Pole der zeitgenössichen Bildhauerkunst, die dennoch eines verbindet: Beide Künstler erweitern den gängigen Begriff von Skulptur auf ihre je eigenständige, besondere Weise. „Kunst passiert dann, wenn klare Zuordnung unterlaufen wird“ (Stephan Hasslinger).

Abbildung:
Jáchym Fleig, EPHEMERE, 201, Gips, Weichfaserdämmplatte, Foto: Jürgen Spiler, © Jáchym Fleig, VG Bild-Kunst, Bonn





Kunstmuseum Singen (Singen)

14.04.2018 - 01.07.2018 Stephan Hasslinger - Paisley. Zucker für den Raum.
Kunstmuseum Singen (Singen)
Pressemitteilung
Stephan Hasslinger (*1960) zeigt die zeitgenössische Plastik von ihrer glänzenden, verführerischen, ja erotischen Seite. Sein Werk unterläuft dabei den gängigen Skulpturbegriff: „Kunst passiert dann, wenn klare Zuordnung unterlaufen wird“ (Stephan Hasslinger).

Der Künstler arbeitet mit dem für Bildhauer eher ungewöhnlichen Material Ton. Seine gerollten Stränge verarbeitet er zu Schlaufen, Schlingen, Netzen, Gittern. Die durchbrochenen keramischen Plastiken – aufgebaut aus den ineinander verhakten Ornamentmustern, die er mit einzelnen, glatten Flächen kombiniert – überzieht der Bildhauer mit farbigen Glasuren und glänzenden Lacken, die den Betrachter förmlich anspringen. Mit aberwitzigem Zuckerbäcker- und Konditorenwerk, barocken Grotesken, Hüllen des Begehrens, fetischartigen Objekten sind Hasslingers Plastiken verglichen worden. Tatsächlich findet er viele seine motivischen Anregungen im Feld der Maschen und der Mode. Die geschauten „Zünder“ aber verwandelt Hasslinger in hybride Objekte, die allesamt, einer äußeren Haut vergleichbar, eine leeres Inneres umschreiben. Im Prozess der Transformation reichert er seine Gebilde weiter an und überführt sie in Wirklichkeiten eigener Ordnung. Hasslingers Plastiken sind eine einzige Feier des Sinnlichen und bezeugen die ungebrochene Faszination am Fremd-Phantastischen.

Die Ausstellung wird zeitgleich mit der Ausstellung "Jáchym Fleig - Besatz. Plastik und Interventionen in den Raum." am Freitag, den 13. April 2018, 19.30 Uhr im Kunstmuseum Singen eröffnet.

Abbildung: Cryzolite, 2010 (Ausschnitt), Keramik, Glasuren und Platin
Helmet, 2015, Keramik, Glasuren und Platin © Stephan Hasslinger

Kunstmuseum Singen (Singen)

29.03.2018 - 23.07.2018 Delacroix (1798–1863)
Musée du Louvre (Paris)
Pressemitteilung
In partnership with the Metropolitan Museum of Art in New York, in spring 2018, the Musée du Louvre will be hosting an exhibition dedicated to the artistic career of Eugène Delacroix. For the first time since the 1963 exhibition celebrating the 100-year anniversary of his death, this event will pool over 180 artworks by the artist, including a large number of paintings: from the young artist’s big hits at the Salon of 1820 up to his final less known and mysterious religious and landscape compositions.

The exhibition will showcase the tensions that formed this artist, striving for individuality while driven by aspirations to follow in the footsteps of 16th- and 17th-century Flemish and Venetian artists. The installations and information provided will provide insight into his long, rife, and diverse career.

Visitors will have the chance to familiarize themselves with this engaging character: infatuated by fame and devoted to his work; curious, critical, and cultivated; and a virtuoso writer, painter, and illustrator.

Musée du Louvre (Paris)

24.03.2018 - 21.10.2018 FARBE QUERFELDEIN
Staatliche Kunsthalle Karlsruhe (Karlsruhe)
Pressemitteilung
Eine „bunte“ Auswahl an Kunstwerken der Staatlichen Kunsthalle aus verschiedenen Epochen lädt die jungen Besucher*innen ein, sich mit der Verwendung von Farben zu beschäftigen. Dabei kann man erfahren, welche Wirkung Farben haben und auch, dass Künstler*innen diese ganz bewusst einsetzen.Im Mittelalter hatten manche Farben gar eine tiefere Bedeutung, sie waren Symbol für etwas. Aber gibt es auch heute noch Symbolfarben? Neben den Grund und Komplementärfarben lassen sich in der Jungen Kunsthalle auf Gemälden die Sekundärfarben und damit der gesamte Farbkreis erkunden. Betrachtet man Kunstwerke, kann die Lokal- oder Gegenstandsfarbe deutlich von der Erscheinungsfarbe unterschieden werden. Ja, die Farben mancher Bilder verraten sogar etwas über die Gefühle und die Empfindungen des Künstlers, aber auch über die Zeit, in der die Werke gemalt wurden. Was verbinden wir mit bestimmten Farben, zum Beispiel mit Rot? Während im Erdgeschoss der Jungen Kunsthalle Originale zu sehen sind, die die Bedeutung und Wirkung der Farben beleuchten, kann in den Werkstätten im Obergeschoss das Erlebte und Gesehene kreativ in den verschiedensten künstlerischen Techniken erprobt werden.

Staatliche Kunsthalle Karlsruhe (Karlsruhe)

24.03.2018 - 05.08.2018 SEAN SCULLY. Vita duplex
Staatliche Kunsthalle Karlsruhe (Karlsruhe)
Pressemitteilung
Kunst resultiere aus dem Widerstreit, dem Konflikt – zwischen Körper und Geist, Oberfläche und Innenleben, Impulsivität und Reflexion, Struktur und Emotion, so die Auffassung von Sean Scully. 1945 in Dublin geboren und in London aufgewachsen zählt er heute zu den bedeutendsten Künstlern der Gegenwart.


Unter dem Titel Vita Duplex zeigt die Staatliche Kunsthalle Karlsruhe mit circa 100 Werken einen umfassenden Einblick in das bildnerische Werk des Künstlers und seine Gedankenwelt. Scullys leidenschaftliche abstrakte Malerei ist nicht loszulösen von seinem poetischen und philosophischen Nachdenken über große Fragen – Metaphysisches, die Natur des Menschen, Melancholie, Verlusterfahrungen, Sehnsucht und unsere Möglichkeiten, Spannungen wahrzunehmen, auszuhalten, zu versöhnen und produktiv zu machen.

Mit Arbeiten von den 1960er und 1970er Jahren bis heute wird deutlich, wie Scully die Abstraktion neu interpretiert: Statt sie als eine rein formale Auseinandersetzung mit Farbe, Form, Fläche, Struktur, Körper, Rhythmus und Licht im Bild oder aber lediglich als Reflex auf die Geschichte der Abstraktion zu sehen, versteht er die Abstraktion als ein Medium. Dessen strukturiertes Repertoire an Ausdrucksmitteln lässt sich sowohl an äußere, landschaftliche oder topographische, als auch an innere, seelische Stimmungen, an grundsätzliche existenzielle Erfahrungen und Alltagswahrnehmungen, an literarische Einflüsse und Körpererfahrungen zurückbinden.

Bild: Sean Scully: Arles - Nacht - Vincent (Detail), 2015 © Sean Scully, Courtesy of the artist

Staatliche Kunsthalle Karlsruhe (Karlsruhe)

22.03.2018 - 10.06.2018 Wilhelm Lehmbruck und Sally Falk. Ein Künstler und sein Mäzen
Lehmbruck Museum (Duisburg)
Pressemitteilung
Die Ausstellung „Wilhelm Lehmbruck und Sally Falk. Ein Künstler und sein Mäzen“ zeigt Exponate aus dem ehemaligen Besitz Sally Falks aber auch andere Arbeiten, die während der Kriegsjahre entstanden sind. So gibt die Ausstellung einen Einblick in Lehmbrucks Schaffensjahre während des Ersten Weltkrieges.

Zu dieser Zeit lernt Wilhelm Lehmbruck den Mannheimer Textilfabrikanten und Kunstliebhaber Salomon, genannt Sally, Falk (1888-1962) kennen, der in den folgenden Jahren zu Lehmbrucks wichtigstem Mäzen avanciert. Die Bekanntschaft entwickelt sich zu einer fruchtbaren Symbiose: Falk, der die Heeresleitung mit Uniformen beliefert, unterstützt den Bildhauer mit einer monatlichen Rente. Im Gegenzug darf er sich in Lehmbrucks Atelier jährlich Werke für seine Kunstsammlung aussuchen und gibt auch selbst Werke in Auftrag. 1916 vermittelt er Lehmbruck außerdem die erste und zu Lebzeiten größte Einzelausstellung in Deutschland in der Mannheimer Kunsthalle. Als Falks Firma 1917 liquidiert wird, verfügt er mit knapp 100 Werken über die größte Lehmbruck-Sammlung weltweit.

Lehmbruck Museum (Duisburg)

18.03.2018 - 17.06.2018 Axel Anklam (im 2-RAUM des Museum Art.Plus)
Museum Art.Plus (Donaueschingen)
Pressemitteilung
Der Berliner Künstler Axel Anklam (*1971) ist mit seinen spannungsreichen, dreidimensionalen Arbeiten international erfolgreich. Gerüste aus Edelstahl überzieht er mit meist opaken Materialien wie Edelstahlnetzen oder Latex und lässt so organisch erscheinende Skulpturen von unglaublicher Leichtigkeit entstehen. 2017 erhielt er für sein Schaffen den Preis der Akademie der Künste Berlin.

Die Ausstellung im Museum Art.Plus legt den Fokus auf seine neuen Werkserien "Schneeland" und „clime", spiegelnde schwarze und goldene Edelstahlreliefs, die an Berglandschaften denken lassen und zugleich den Betrachter mit seinem eigenen Ich konfrontieren. Lichtwechsel und Änderungen der Blickrichtung führen zu immer neuen und überraschenden Wahrnehmungen.

Museum Art.Plus (Donaueschingen)

14.03.2018 - 25.06.2018 France Viewed from the Grand Siècle Drawings by Israël Silvestre (1621–1691)
Musée du Louvre (Paris)
Pressemitteilung
The Department of Prints and Drawings houses a remarkable collection of works by Israël Silvestre (1621–1691), comprising some hundred drawings, over 400 prints, and eighty-eight copper plates. Specializing in topographical views, Silvestre is one of the 17th century’s most important engravers.

Here his engravings of the Station Churches of Rome, a veduta of the Piazza del Popolo prior to Valadier’s modifications, perspective views of the Château de Versailles, the Pont de Grenoble, and the main roads and sites frequented by French artists all display a consummate mastery of effects ranging from the picturesque to the majestic.

Musée du Louvre (Paris)

03.03.2018 - 01.07.2018 HIER UND JETZT im Museum Ludwig: Günter Peter Straschek. Emigration – Film – Politik
Museum Ludwig (Köln)
Pressemitteilung
Eröffnung: Freitag, 2.3.2018, 19 Uhr
Pressegespräch: Freitag, 2.3.2018, 11 Uhr, Vorbesichtigung ab 10 Uhr

Günter Peter Straschek, Jean-Marie Straub/Danièle Huillet, Eran Schaerf

Gedreht, beschlagnahmt, verschollen: Günter Peter Strascheks Kurzfilm Ein Western für den SDS ist ein Schlüsselwerk der 1968er-Revolte, das niemand gesehen hat und das eben deshalb zur Legende wurde. Jetzt feiert der Western im Museum Ludwig Premiere. Er wurde während der Vorbereitung der Ausstellung Günter Peter Straschek: Emigration – Film – Politik gefunden. Im Zentrum dieser ersten Ausstellung zu Strascheks filmischem Schaffen steht sein Hauptwerk Filmemigration aus Nazideutschland: Die fünfstündige WDR-Fernsehserie lässt 50 Flüchtlinge aus der Filmbranche zu Wort kommen, die von den Nazis ins Exil getrieben wurden. Sie wurde 1975 produziert und schlummerte über vier Jahrzehnte im Archiv des WDR.

Der Österreicher Günter Peter Straschek (1942–2009) gehörte wie Hartmut Bitomsky, Harun Farocki und Helke Sander dem ersten Jahrgang der Deutschen Film- und Fernsehakademie (DFFB) an, der 1966 seine Ausbildung in Westberlin aufnahm. Die Filmstudent*innen brachten sich in die Neue Linke ein, sie dokumentierten soziales Elend, zeichneten Demonstrationen auf, unterstützten Kampagnen. Strascheks erster Film Hurra für Frau E. (1966) ist das nüchterne Porträt einer Mutter, die mit Prostitution die staatliche Fürsorge aufbessert. Sein Western für den SDS (1967/68) schildert die Entwicklung der Linken als Lernprozess von Frauen, die in der Bewegung ihr Bewusstsein schärfen, aber weiterhin nichts zu sagen haben. Die Querelen um den Film zeigt die DFFB-„Wochenschau“ Requiem für eine Firma (1969): Der Western wird von der Direktion beschlagnahmt, 18 Studenten, die sich mit Straschek solidarisiert haben, werden von der Akademie relegiert. Die „revolutionäre Filmarbeit“, der sie sich in diesen Monaten widmen (Straschek und Meins drehen mit Frankfurter Schüler*innen), kommt bald zum Erliegen. Strascheks Zum Begriff des „kritischen Kommunismus“ bei Antonio Labriola (1970) weist auf die Kluft zwischen Arbeitern und Intellektuellen hin und schildert so bissig wie witzig die „Schwierigkeiten der Revolution“ (Labriola).

In den frühen 1970er Jahren wendet sich Straschek der Filmgeschichte zu. Während der Arbeit an seinem Handbuch wider das Kino (1975) stößt er auf das Thema, das ihn bis zu seinem Tod beschäftigen wird: das Exil von Filmschaffenden aus dem nationalsozialistischen Deutschland. Über 2.000 Filmleute mussten vor den Nazis fliehen, von Prominenten wie Billy Wilder oder Lotte H. Eisner bis zu unzähligen heute vergessenen Schauspieler*innen, Cutter*innen und Autor*innen. Straschek ist meist der erste und oft der einzige, der sich für ihren Lebensweg interessiert. In der WDR-Fernsehserie kommen 50 von ihnen zu Wort. Die Einstellungen sind meist unbewegt und außergewöhnlich streng komponiert. Strascheks Blick ist so präzise wie einfühlsam: ein beharrlicher Blick, der die verleugnete Vergangenheit auf die Tagesordnung setzt.
Geschult hat er diesen Blick auch im Kino, etwa am kompromisslosen Werk der Filmemacher Jean-Marie Straub und Danièle Huillet, mit denen er seit Mitte der 1960er Jahre befreundet ist. In der Ausstellung ist Straubs und Huillets Einleitung zu Arnold Schoenbergs Begleitmusik zu einer Lichtspielscene (1972) zu sehen. Straschek liest darin Briefe aus den 1920er Jahren, in denen Schoenberg antisemitische Bemerkungen Wassily Kandinskys scharf zurückweist.

Die Ausstellung wurde vom Berliner Künstler Eran Schaerf gestaltet.

Günter Peter Straschek. Emigration – Film – Politik ist die vierte Ausstellung innerhalb der Projektreihe HIER UND JETZT im Museum Ludwig. Hierbei handelt es sich um ein experimentelles Format, bei dem die Ausstellungspraxis neu verhandelt wird und sich öffnet für Positionen, die nicht zwingend aus der bildenden Kunst kommen müssen.

Die Ausstellung ist eine Kooperation mit dem WDR Köln. Sie wird gefördert von der Kulturstiftung des Bundes. Außerdem wird sie unterstützt von der Fördergruppe HIER UND JETZT aus dem Kreis der Mitglieder der Gesellschaft für Moderne Kunst am Museum Ludwig e. V. sowie der Stiftung Storch.

Kuratorin: Julia Friedrich

Katalog
In der Reihe HIER UND JETZT / Verlag der Buchhandlung Walther König erscheint ein Katalog in deutscher und englischer Sprache. Die erste Publikation über Günter Peter Straschek enthält Beiträge von Johannes Beringer, Werner Dütsch, Yilmaz Dziewior, Julia Friedrich, Elfriede Jelinek, Imme Klages, Volker Pantenburg, Karin Rausch, Stefan Ripplinger, Eran Schaerf und einen Briefwechsel von Straub-Huillet-Straschek. 336 Seiten, 219 Abbildungen. Verkaufspreis: 29,80 Euro
Web und Social Media
Zur Ausstellung kommuniziert das Museum Ludwig auf seinen Social-Media-Kanälen mit den Hashtags #HIERUNDJETZT und #straschek
Facebook/Instagram/Twitter/Vimeo: @MuseumLudwig – www.museum-ludwig.de

Museum Ludwig (Köln)

02.03.2018 - 03.06.2018 Gerhard Marcks – Der Bildhauer denkt! Von der Zeichnung zur Plastik
Käthe Kollwitz Museum Köln (Köln)
Pressemitteilung
Gerhard Marcks (1889–1981) ist der zentrale Bildhauer der modernen figürlichen Tradition in Deutschland zwischen 1930 und 1960. Für ihn ist das Zeichnen die wichtigste Methode, um Formen zu entwickeln: das Studium des Modells als wesentlicher Schritt vor der freien Gestaltung einer Skulptur. Mit der Ausstellung Gerhard Marcks – Der Bildhauer denkt! Von der Zeichnung zur Plastik (2. März – 3. Juni 2018) präsentiert das Käthe Kollwitz Museum Köln an die 100 Zeichnungen, druckgraphische Blätter, Studien und Ideenskizzen aus der Hand des Künstlers. In Gegenüberstellung mit 20 Modellen und vollendeten Skulpturen wird sein gestalterischer Weg zum Bildwerk sichtbar.

Gerhard Marcks, der zeitweise u.a. mit Käthe Kollwitz, Mitglied in der Berliner Ateliergemeinschaft Klosterstraße ist und nach einer Professur in Hamburg von 1950 bis zu seinem Tod in Köln tätig ist, fertigt im Laufe seines Lebens eine unvorstellbare Zahl von Zeichnungen an. Geschätzt 80.000 bis 85.000 Blätter sind erhalten – überwiegend Studien, die dem Bildhauer dazu dienen, sich ein Modell mit all seinen besonderen Eigenschaften anzueignen, von Grundformen und Achsenbezügen über anatomische Detailaufnahmen bis hin zu Bewegungsstudien.

Im Gegensatz zu vielen seiner Kollegen modellierte Marcks seine Bildwerke nicht nach der Natur, sondern ausschließlich nach seinen Skizzen. Im gleichen Maß, wie ihm die Zeichnung zur Aneignung der Natur dient, wird sie ihm zum Mittel, um sich bei der plastischen Arbeit vom konkreten Vorbild zu distanzieren: Nicht das Abbilden der Natur ist sein Ziel, sondern das Finden einer neuen Form. Im direkten Vergleich der Zeichnungen mit den bildhauerischen Arbeiten wird dieses Vorgehen deutlich.

Gerhard Marcks und Köln

Auf Einladung von Josef Haubrich arbeitet Marcks ab 1950 an bedeutenden Aufträgen in Köln, wo ihm der Rat ein vom Architekten Wilhelm Riphahn erbautes Atelierhaus im Stadtteil Müngersdorf zur Verfügung stellt. Hier bleibt er bis zu seinem Tod im Jahr 1981. Sieben seiner Bildwerke sind heute in der Domstadt zu sehen. Zu den Exponaten der Ausstellung zählen deshalb auch das Gipsmodell der »Trauernden«, 1946-49, dem Mahnmal für die Opfer des Zweiten Weltkriegs im Lichhof der romanischen Kirche St. Maria im Kapitol, und zwei in Bronze gegossene Versionen des »Albertus Magnus«, dessen überlebensgroße Ausführung von 1956 heute vor dem Haupteingang der Universität zu Köln steht.

Eine Ausstellung in Zusammenarbeit mit dem Gerhard-Marcks-Haus, Bremen und mit Leihgaben aus einer Kölner Privatsammlung

Die Ausstellung wird von einem umfangreichen Rahmenprogramm begleitet.
Weitere Informationen auf www.kollwitz.de

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Öffentliche Führungen
Sonntags // 15 Uhr
Donnerstags // 17 Uhr
Kosten: nur Eintritt

Käthe Kollwitz Museum Köln (Köln)

18.02.2018 - 20.01.2019 colorful . farbenfroh - Im Fokus: Dorothy Fratt
Museum Art.Plus (Donaueschingen)
Pressemitteilung
Im Zentrum der Ausstellung "colorful . farbenfroh" im Museum Art.Plus Donaueschingen stehen Gemälde der jüngst verstorbenen amerikanischen Künstlerin Dorothy Fratt (1923-2017).

Die in Europa kaum bekannte Malerin ist eine echte Entdeckung. Ihr Werk ist im Zusammenhang mit der Washington Art School zu sehen, einer Gruppe abstrakter Künstler, die von Ende der 1950er-Jahre bis Ende der 1960er-Jahre in Washington, D.C. tätig war. Als Parallelentwicklung zum Abstrakten Expressionismus und dem color field painting der New York School entwickelten sie in ihren meist großformatigen Gemälden eine Formsprache, die weniger gestisch als vielmehr in der Fläche das Zusammenspiel von Farben und ihre Wirkung auf den Betrachter untersuchte.
Zwar verließ Dorothy Fratt schon Ende der 1950er-Jahre Washington D.C. und zog nach Arizona, wo sie bis zu ihrem Tod lebte, doch blieb sie diesem Stil treu und entwickelte ihn weiter. So entstand über viele Jahrzehnte ein umfangreiches Oeuvre, das es hierzulande noch zu entdecken gilt.

Die Ausstellung zeigt erstmals in Europa eine größere Zusammenstellung von Werken der Künstlerin von den 1960er- bis in die 2000er-Jahre. Ergänzt werden die Arbeiten von farbenfrohen, zwei- und dreidimensionalen Kunstwerken weiterer internationaler Künstler.

Museum Art.Plus (Donaueschingen)

17.02.2018 - 30.09.2018 25 Jahre Kunst in der Fruchthalle
Städtische Galerie Fruchthalle (Rastatt)
Pressemitteilung
Am 19. Juni 1993 öffnete die Städtische Galerie Fruchthalle erstmals ihre Pforten und präsentierte seither insgesamt 90 Ausstellungen mit über 250 Künstlerinnen und Künstlern. In der Jubiläumsausstellung zum 25-jährigen Bestehen der Einrichtung werden im zweimonatlichen Wechsel ausgesuchte Stücke aus der Sammlung Rastatt gezeigt, die inzwischen aus mehr als 1000 Kunstwerken der Sparten Skulptur, Malerei, Graphik und Zeichnung besteht. Die Präsentation stellt dabei die Originalität jedes Exponats in den Fokus und verknüpft zugleich die unterschiedlichen künstlerischen Positionen durch einen inszenatorischen Kontext mit übergreifendem Erzählwert, der dem Besucher spannende Zusammenhänge eröffnen soll.

Zu den üblichen Öffnungszeiten der Galerie gestaltet sich der zweimonatliche Wechsel der Exponate aus der Sammlung Rastatt über ein inszenatorisches Narrativ in 6 Folgen, die wie folgt thematisch und terminlich ausgerichtet sind:

Folge 1 im EG: ANFANG 17. Feb. – 15. April 2018
Folge 2 im OG: URSPRUNG

Folge 3 im EG: GRENZE 19. April – 15. Juli 2018
Folge 4 im OG: GEGEND

Folge 5 im EG: DING 19. Juli – 30. Sept. 2018
Folge 6 im OG: MENSCH

Damit die Exponate zusätzlich eine Resonanz in die Ausstellungsräume hinein entfalten, gestaltete der Freiburger Maler Ben Hübsch, der in der Fruchthalle 2014 in einer Einzelschau zu sehen war, die Stellwände der Galerie mit einem speziellen Farbkonzept, zu dem der Künstler folgendermaßen Stellung bezieht: „Die Farben sind so ausgesucht, dass sie mit vielen möglichen anderen Farben harmonieren können. Die Segmentierung der Wände zeigt, dass unterschiedliche Farbtöne eine andere Raumtiefe suggerieren. Warme Farben drängen nach vorne, kalte Farben nach hinten. So stellt jedes Farbfeld für sich einen eigenen Raum dar. Im Wechsel ist der Charakter einer Farbe nur neben dem der anderen erkennbar.“

Um die Farbgestaltung der Stellwände, die ein eigenes Kunstwerk innerhalb der Ausstellung darstellt, nicht mit Texten zu besetzen, gibt es in der Ausstellung zur Sammlung Rastatt keine Beschriftungen auf den Stellwänden. Die Besucher können sich über Flyer, die in Prospekttaschen im Erd- und Obergeschoss angebracht sind, über die gezeigten Exponate informieren.
Im Rahmen der Jubiläumsausstellung präsentiert ferner der Sammler Günter Westermann eine Sonderschau zur „Welt der Träume“, mit der er aus seinen Sammlungsbeständen zum Thema „Phantastik in der Box“ eine große Auswahl von Werken zum Phantastischen Realismus, zum Surrealismus und zur imaginären Kunst zeigt. Darin sind 100 internationale Künstlerinnen und Künstler vertreten, welche die weit gefasste Bandbreite dieser Kunstgattung in exemplarischen Arbeiten wiedergeben.

Als besondere Attraktion der Ausstellung kommt in der Medienstation der Galerie im Obergeschoss ein Film von Volker Hoffmann zur Aufführung. Der halbstündige Film ist ein Zusammenschnitt aus über 50 Stunden Filmmaterial, worin seit 2006 vereinzelt die Vernissagen zu den Ausstellungen videotechnisch aufgenommen wurden. Die Auswahl der gezeigten Ausschnitte reduziert sich daher auf nur einige der 40 Ausstellungen, die im Zeitraum von 2006 bis 2017 stattgefunden haben.

Zu den permanent ausgestellten Werken von Anselm Kiefer im „Anselm-Kiefer-Kabinett ist für die Jubiläumsausstellung eine aktualisierte Besucherinformation aufgelegt worden, die im Kabinett für die Besucher ausliegt.

Bis zum Erscheinen des Jubiläumskataloges, der zum eigentlichen Gründungsjubiläum Mitte Juni 2018 herauskommt, wird an interessierte Besucher der Jubiläumsausstellung der Gründungskatalog von 1993 kostenlos ausgegeben.

Ein umfangreiches Begleitprogramm Sonderführungen, Vorträgen, Performances und Konzerten begleitet die Halbjahresschau, die Donnerstag bis Samstag 12 bis 17 Uhr und sonn- und feiertags von 11 bis 17 Uhr besucht werden kann. Das Begleitprogramm liegt ab Ende Februar als Information an der Infothek der Galerie aus oder kann im Internet auf der Galerie-Seite unter „aktuelle Ausstellung“ eingesehen werden.

Der Eintritt zur Jubiläumsausstellung ist frei.

Städtische Galerie Fruchthalle (Rastatt)

09.02.2018 - 27.05.2018 Gemalt, gedruckt, gebraucht. Bild und Buch im Spätmittelalter
Staatsgalerie Stuttgart (Stuttgart)
Pressemitteilung
Gemalt oder gedruckt – farbig mit Gold oder Schwarz-Weiß – vielfältig sind die Erscheinungsformen von Bildern auf Pergament und Papier im Spätmittelalter. Sie illustrieren und schmücken Bücher, sind aber ebenso zur emotionalen Steigerung der Andacht wie zur sinnlichen Freude der Leser gedacht.

Die Erwerbung von sieben kolorierten frühen Kupferstichen aus dem Gebetbuch einer Nonne in Utrecht sowie die Rückkehr eines Kriegsverlustes, das 1506 gedruckte Stundenbuch für Autun mit Metallschnitten, ist Anlass für die Staatsgalerie, den Fokus auf »Bild und Buch« zu richten.

Staatsgalerie Stuttgart (Stuttgart)