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Pressemitteilungen
Pressemitteilungen
24.11.2023 - 17.03.2024 Amedeo Modigliani
Staatsgalerie Stuttgart (Stuttgart)
Pressemitteilung


Mit nur 35 Jahren starb Amedeo Modigliani im Jahr 1920. Trotz des frühen Todes hinterließ er ein umfangreiches künstlerisches Werk als Bildhauer und Maler. Dabei widmete er sich fast ausschließlich dem Menschen als Motiv. Berühmt sind seine Porträts ebenso wie die weiblichen Akte, die zwar seit 100 Jahren zum Kunstkanon der Moderne gehören, heute aber in ihrem Frauenbild wieder neu befragt werden.

Die Ausstellung zeigt rund 100 Gemälde und Papierarbeiten des Italieners und stellt ihnen Werke aus dem Pariser Umfeld, von Gustav Klimt, Egon Schiele oder Ernst Ludwig Kirchner gegenüber. Erstaunliche Parallelen werden sichtbar, genauso wie die Außergewöhnlichkeit von Modiglianis Kunst.

Die Ausstellung findet in Kooperation mit dem Museum Barberini statt, wo sie vom 26.4.2024 bis 18.8.24 zu sehen ist.

Staatsgalerie Stuttgart (Stuttgart)

17.09.2022 - 05.02.2023 Ausstellung: Soun-Gui Kim: Lazy Clouds
ZKM | Zentrum für Kunst und Medien (Karlsruhe)
Pressemitteilung


Die Ausstellung »Soun-Gui Kim: Lazy Clouds« im ZKM | Karlsruhe ist die erste umfassende Einzelausstellung der koreanisch-französischen Künstlerin Soun-Gui Kim in Deutschland.

Ausgehend von den 1970er Jahren wird in der Präsentation ein umfassender Überblick über das Werk der Künstlerin bis zur Gegenwart gegeben, das von der Dekonstruktion der Malerei, über Fotografie bis hin zu Video und multimedialer Kunst reicht. Ihre Arbeiten zeichnen sich dabei immer wieder durch einen hohen partizipativen Charakter aus und sind von vergleichenden Studien der östlichen und westlichen Kultur und Philosophie sowie der Auseinandersetzung mit Sprache beeinflusst.

Soun-Gui Kim wurde 1946 in Buyeo, Korea, geboren. 1971 schloss sie ihr Studium im Fachbereich Kunst an der Seoul National University ab. Schon damals interessierte sie sich für die Dekonstruktion der Malerei, für großangelegte Performances und Videoarbeiten im öffentlichen Raum. Nach ihrem Studium erhielt Soun-Gui Kim ein Stipendium der französischen Regierung, das ihr ermöglichte, nach Frankreich zu kommen und dort zu arbeiten. Wenige Jahre später, 1974, übernahm sie eine Professur an der École Supérieure des Beaux-Arts in Marseille.

Im Jahr 1982 führen Soun-Gui Kims Reisen in verschiedenste Länder der Welt zu einer intensiven Auseinandersetzung mit der Kultur und der Kunst des Ostens und Westens. Während ihres Aufenthalts in New York verkehrte sie mit renommierten Videokünstler:innen wie Nam June Paik, Ko Nakajima, Ira Schneider und Frank Gillette. Mit zunehmendem Interesse an Video und Multimedia organisierte sie die Veranstaltungsreihe »Soun-Gui Kim and Her Invitees: Video and Multimedia« (1986), an der Nam June Paik, John Cage und andere teilnahmen. Seit den späten 1980er Jahren gewinnen vor allem Fragen, die mit der Ausbreitung des globalen Kapitalismus und den strukturellen Veränderungen der Gesellschaft durch das Internet zusammenhängen, für sie an Wichtigkeit. Heute lebt und arbeitet die Künstlerin auf dem Land in Frankreich nahe Paris und widmet sich dort in Einklang mit der Natur und ihrer Umgebung, ihren Kunstprojekten, die Philosophie, Kunst und Technologie miteinander vereinen.

Der Titel der Ausstellung »Soun-Gui Kim: Lazy Clouds« referiert auf ein Gedicht und einen in Frankreich veröffentlichten Gedichtband der Künstlerin. Gleichzeitig steht er allerdings auch exemplarisch für ihren persönlichen Lebensentwurf. Völlig konträr zum kapitalistisch orientierten Produktivitäts- und Leistungsregime, basiert dieser auf dem Konzept der Muße als künstlerisches, kreatives und philosophisches Prinzip. Wie die Wolken, die am Himmel vollkommen frei stets neue Formen finden, widmet sich Soun-Gui Kim ihrer Kunst, spielerisch, fernab von vorgegebenen Mustern und Formalitäten.

Die Ausstellung im ZKM | Karlsruhe wird in Zusammenarbeit mit dem National Museum of Modern and Contemporary Art (MMCA) in Seoul realisiert, wo sie unter gleichem Titel im Jahr 2019 zu sehen war.

ZKM | Zentrum für Kunst und Medien (Karlsruhe)

17.12.2021 - 24.04.2022 Beziehungsstatus: Offen. Kunst und Literatur am Bodensee
Zeppelin Museum Friedrichshafen GmbH (Friedrichshafen)
Pressemitteilung
Der eine langweilte sich, der andere vergnügte sich, die nächste fand im See die eigene Seele wieder.

Ob Annette von Droste- Hülshoff, Hermann Hesse und Hans Purrmann, Martin Walser und André Ficus oder Henry van de Velde und René Schickele: Zahlreiche KünstlerInnen und SchriftstellerInnen, die am Bodensee lebten, pflegten enge Verbindungen. Die interdisziplinäre Ausstellung nimmt den Bodensee als kreativen Schaffensort in den Blick und untersucht die wechselseitigen Beziehungen zwischen Literatur und Kunst. Sitzen, lesen und schauen – dazu sind die BesucherInnen herzlich eingeladen.

Zentral ist die Partizipation des Publikums, das von Juni bis Oktober auf der digitalen Plattform nextmuseum.io eigene Werke zum Ausstellungsthema einreichen kann. Nach Abschluss des Aufrufs wird über eine öffentliche Abstimmung entschieden, welche dieser Werke in die Ausstellung aufgenommen werden sollen. Ein umfangreiches Begleitprogramm begleitet den Aufruf.

Zeppelin Museum Friedrichshafen GmbH (Friedrichshafen)

26.11.2021 - 13.03.2022 Zanele Muholi
Gropius Bau (Berlin)
Pressemitteilung
Zanele Muholi bezeichnet sich selbst als visuelle*r Aktivist*in und dokumentiert seit den frühen 2000er Jahren das Leben der Schwarzen LGBTQIA+-Community Südafrikas in eindrücklichen, intimen Fotografien. Vom 26. November 2021 bis 13. März 2022 wird im Gropius Bau die erste Retrospektive Muholis in Deutschland zu sehen sein.

Neben weniger bekannten, frühen Bildserien umfasst die Ausstellung aktuelle Arbeiten und macht so die gesamte Bandbreite der fotografischen Praxis Muholis erfahrbar, in der Themen wie Sexualpolitik, rassistische Gewalt, gemeinschaftlicher Widerstand und Selbstbehauptung verhandelt werden. Die Fotografien Muholis stellen dabei nicht nur eine Geste der Ermächtigung dar, sondern fordern immer wieder den heteronormativen Blick heraus – und eröffnen gleichzeitig ein Netzwerk von Verwandtschaftlichkeit und neue Bildgeschichten. Serien wie Faces and Phases sowie Brave Beauties bilden ein wachsendes visuelles Archiv von Schwarzen queeren und trans Identitäten und legen Zeugnis von all denjenigen ab, die ihr Leben riskieren, um angesichts von Repression und Diskriminierung authentisch zu leben.

Kuratiert von Natasha Ginwala, Yasufumi Nakamori (Senior-Kurator International Art (Fotografie), Tate Modern) und Sarah Allen (Assistenzkuratorin, Tate Modern)

Gropius Bau (Berlin)

18.11.2021 - 13.03.2022 Elsa & Johanna. The plural life of identity
Städtische Galerie Karlsruhe (Karlsruhe)
Pressemitteilung
Die beiden franzö­si­schen Fotogra­fin­nen Elsa Parra und Johanna Benaïnous stehen sich in ihren Arbei­ten ­selbst Modell. Seit 2014 nehmen sie alleine oder als Paar ­mit­tels Verklei­dung, Requisiten und perfor­ma­ti­vem Spiel fikti­ve Rol­len ein. Sie beobachten, erfinden Geschich­ten und halten sich dann selbst als stereotype Charaktere fest. In ihren ­groß­an­ge­leg­ten, bis zu 80 Fotogra­fien umfas­sen­den Serien ­prä­sen­tie­ren sich die Künst­le­rin­nen in lässigen Posen als Tee­na­ger, Kellner*in­nen und Student*in­nen auf der Straße oder als Hausfrau und Liebespaar in einer tristen Vorstadt­sied­lung. Die Aufnahmen setzen sich zu kollek­ti­ven Projek­ti­ons­flä­chen um Ju­gend­kul­tur und Identi­täts­su­che zusammen, in denen die Ge­sell­schaft und ihre Werte hinter­fragt werden. Die Städti­sche ­Ga­le­rie Karlsruhe entwickelt mit den beiden in Paris leben­den ­Künst­le­rin­nen deren erste Einzelaus­stel­lung in Deutsch­land.

Foto Elsa & Johanna, Untitles, A Couple of them, 2014–2016

Städtische Galerie Karlsruhe (Karlsruhe)

12.11.2021 - 30.01.2022 Bundespreis für Kunststudierende
Bundeskunsthalle (Bonn)
Pressemitteilung
25. Bundeswettbewerb des Bundesministeriums für Bildung und Forschung

Alle zwei Jahre stellen sich die 24 Kunsthochschulen Deutschlands dem großen Bundeswettbewerb und schicken jeweils zwei ihrer besten Studierenden ins Rennen. Aus den Nominierten wählt eine Fachjury bis zu acht Preisträger*innen aus.
In der Ausstellung bespielen die Gewinner*innen jeweils einen Raum mit ihren Werken. Stellvertretend präsentieren sie die hohe Qualität und Vielfalt der künstlerischen Produktion, die an den deutschen Kunsthochschulen aktuell entsteht. Das Spektrum reicht von Performances mit und ohne Publikumsbeteiligung über Film und Installationen bis hin zu klassischen Medien wie Zeichnung, Malerei und Skulptur. So fördert der Bundeswettbewerb gezielt herausragende Studierende und ermöglicht ihnen, professionelle Ausstellungserfahrung zu sammeln und Kontakte mit dem Kunstbetrieb zu knüpfen.

Bundeskunsthalle (Bonn)

29.10.2021 - 13.02.2022 „Adam, Eva und die Schlange“. Werke aus der Schenkung Sammlung Hoffmann
Bundeskunsthalle (Bonn)
Pressemitteilung
Mit fast 200 hochkarätigen Werken aus Malerei, Fotografie, Zeichnung, Skulptur, Installation und Videokunst präsentiert die Bundeskunsthalle einen umfangreichen Überblick moderner und zeitgenössischer Kunst aus der bedeutenden Privatsammlung von Erika und Rolf Hoffmann. Erste Ankäufe unternahm das Ehepaar Hoffmann bereits in den 1960er Jahren. Dabei waren der direkte Dialog und ein intensiver Austausch mit den Künstlerinnen und Künstlern die grundlegende Basis für ihre Entscheidungen. Die Ausstellung erlaubt einen tiefen Einblick in die Sammlung in ihrer Individualität, Subjektivität und auch Privatheit – so bezeichnet Erika Hoffmann die Werke doch auch als „Familienmitglieder“.
Das über Grenzen und Generationen hinweg dialogische, korrespondierende und synergetische Prinzip der Sammlung wird durch eine offene und medienübergreifende Inszenierung deutlich erkennbar. Die Präsentation bietet überraschende Korrespondenzen und spiegelt grundsätzliche existenzielle und philosophische Fragen, die zeitlos sind und bis heute in unserer Gesellschaft Gültigkeit haben. Begriffe wie Energie, Radikalität, Innovation, Vergänglichkeit, Körperlichkeit oder Flüchtigkeit werden durch die Arbeiten von Künstler*innen wie Carla Accardi, Yael Bartana, Christian Boltanski, Monica Bonvicini, Isa Genzken, Felix González-Torres, Georg Herold, Barbara Kruger, Yayoi Kusama, Ernesto Neto, Julian Rosefeldt, Frank Stella, Wolfgang Tillmans oder Andy Warhol lebendig. Die Vielfalt der künstlerischen Äußerungen spiegelt in der Ausstellung die Reichhaltigkeit der Sammlung.

Eine Kooperation der Bundeskunsthalle mit den Staatlichen Kunstsammlungen Dresden, Schenkung Sammlung Hoffmann

Bundeskunsthalle (Bonn)

23.10.2021 - 30.01.2022 Hermann Landshoff. Porträt, Mode, Architektur. Fotografien 1930–1970
Städtische Galerie Karlsruhe (Karlsruhe)
Pressemitteilung
Mit der Ausstel­lung von über 200 Fotogra­fien Hermann Lands­hoffs ­prä­sen­tie­ren wir in Koope­ra­tion mit dem Münchner Stadt­mu­seum - Sammlung Fotografie einen der bedeu­tends­ten Porträ­tis­ten des 20. Jahr­hun­derts. Aufgrund seiner jüdischen Abstammung zur E­mi­gra­tion gezwungen, lebte der aus München stammende Mode- und Por­trät­fo­to­graf ab 1933 in Paris, um dann nach New York ­über­zu­sie­deln, wo er für Illus­trierte wie "Made­moi­sel­le" ­ar­bei­tete. Neben seinen Modeauf­nah­men, die eine Generation von Fo­to­gra­fen wie Richard Avedon maßgeblich beein­flusst haben, wird in der Ausstel­lung Landshoffs zwischen 1945 und 1955 ent­stan­de­ner Porträt­zy­klus der bekann­tes­ten Fotografen des 20. Jahr­hun­derts zu sehen sein: von Kolle­gen­le­gen­den wie Walker E­vans über Anselm Adams bis Irving Penn. Andere Bildnisse zeigen Al­bert Einstein, Karl Valentin, Eva Hesse und den Kreis der Sur­rea­lis­ten von Max Ernst bis Marcel Duchamp in New York. Sein ­fo­to­gra­fi­sches Werk spiegelt auf vielfäl­tige Weise die Zeit­ge­schichte und Situation der aus Europa exilierten Künst­ler in den USA wider.

Foto Hermann Landshoff, Mode in Bewegung. Modell Ruth Seller, 1960, © Münchner Stadtmuseum, Sammlung Fotografie, Archiv Landshoff

Städtische Galerie Karlsruhe (Karlsruhe)

22.10.2021 - 20.02.2022 Rubens
Staatsgalerie Stuttgart (Stuttgart)
Pressemitteilung
Die Ausstellung zeigt, wie Rubens in Italien das Fundament für seinen späteren Erfolg legt: Er ist in Italien sowohl für den Herzogshof in Mantua als auch für die mächtigen Dogenfamilien in Genua tätig. Kontinuierlich erweitert er in den Jahren 1600 bis 1608 sein Netzwerk und gewinnt einflussreiche Adelige, Gelehrte und Diplomaten als Förderer. Zugleich nutzte er seine italienischen Jahre, um in Rom und andernorts die Kunst der Antike und Renaissance zu studieren.

Staatsgalerie Stuttgart (Stuttgart)

16.10.2021 - 13.02.2022 Lynette Yiadom-Boakye
Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen K20 Grabbeplatz (Düsseldorf)
Pressemitteilung


Die Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen zeigt die erste umfangreiche Ausstellung in Deutschland von Lynette Yiadom-Boakye (*1977), einer in London geborenen Malerin und Schriftstellerin mit ghanaischen Wurzeln.

Ihr zentrales Thema ist der Mensch: Mit Öl oder Kohle und Pastellstift „porträtiert“ sie Frauen und Männer, vereinzelt ruhend, träumend, tanzend, schauend oder mit einem Gegenüber agierend. Es sind jedoch keine realen, sondern zusammengesetzte Figuren, deren Erscheinungen sich aus verschiedenen Quellen speisen. Lynette Yiadom-Boakye zeigt ausschließlich Schwarze Menschen und enthüllt damit schlaglichtartig deren weitgehendes Fehlen in den Darstellungen der europäischen Kunstgeschichte, mit der sie sich intensiv auseinandergesetzt hat.

Im Kontext der Sammlung im K20 werden ihre Bilder, die sie bewusst inszeniert und in einen Dialog setzt, ebenso ein Nachdenken über das Potential der Malerei anregen wie das über weibliche und männliche Rollenbilder, über drängende Fragen von Repräsentation, Rassismus und Diversität.

Die im Henkel Saal des K20 gezeigte Ausstellung ist konzipiert von Tate Britain in Kooperation mit dem Moderna Museet, Stockholm, der Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen, Düsseldorf, und dem MUDAM Luxemburg.

Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen K20 Grabbeplatz (Düsseldorf)

15.10.2021 - 16.01.2022 Raum malen
Gropius Bau (Berlin)
Pressemitteilung
"Raum malen" versammelt eine Vielzahl von zeitgenössischen künstlerischen Positionen, die die materiellen Essenzen von Malerei und deren Verhältnis zum Raum untersuchen. Speziell für die Ausstellung entstandene sowie existierende Arbeiten laden die Besucher*innen ein, Malerei nicht nur visuell, sondern auch physisch zu erfahren.

Auch nachdem abstrakte Kunst und Performance den westlichen Malerei-Begriff in Frage gestellt und neue Formate etabliert haben, wird Malerei meist mit Farbe auf Leinwand gleichgesetzt. Was passiert aber, wenn sich diese Farbe von der Leinwand löst und ganze Räume sowie Objekte einnimmt? Viele der in der Ausstellung vertretenen Künstler*innen gehen dieser Frage nach, indem sie Malerei in ihre einzelnen Komponenten zerlegen, auf ein Minimum an Elementen reduzieren, mit Oberfläche und Farbe experimentieren, im gesamten Raum erlebbar machen und so letztlich die Grenzen zwischen Malerei, Installation und Skulptur auflösen. Die Ausstellung fordert die Besucher*innen dazu auf, „mitten ins Bild“ zu treten – und dabei neue Perspektiven auf die Architektur des Gropius Bau zu entdecken.

Kuratiert von Julienne Lorz (Hauptkuratorin, Gropius Bau)

Gropius Bau (Berlin)

14.10.2021 - 14.11.2021 Hanno Leichtmann - Sekulum Klanginstallation (im 2-RAUM des Museum Art.Plus)
Museum Art.Plus (Donaueschingen)
Pressemitteilung
Zum 100. Geburtstag der Donaueschinger Musiktage wurde dem Klangkünstler Hanno Leichtmann die Möglichkeit geboten, das digitalisierte Gesamtarchiv des SWR als Quelle seiner Arbeit zu nutzen.

Wie auch bei seinen früheren Klanginstallationen und Hörstücken destilliert er sein Klangmaterial ausschließlich aus einem thematisch festgelegten (Klang-) Archiv, hier: Konzertmitschnitte, Studioaufnahmen, Vorträge und Diskussionen aus 100 Jahren Donaueschinger Neuer Musik-Geschichte. Diese subjektiv ausgewählten Klänge schickt Leichtmann durch seinen einzigartigen Modular-Maschinenpark aus spannungsgesteuerten (Micro-) Loopern, nimmt diese neuen Klänge auf und montiert diese anschließend im Studio zum aktuellen Hörspiel. Dabei konzentriert sich Leichtmann größtenteils auf den ursprünglichen, puren Klang des Archivs: Leichtmann verwendet vorrangig die klassischen Parameter der frühen elektronischen (Tonband-) Musik - beispielsweise Amplitude, Tonhöhe und Geschwindigkeit, Laufrichtung, Aneinanderreihung und Schnitt und vor allem: die Wiederholung. Aber auch Repitching, resynthezing und einen Outboard Effektgerätepark an analogen Oldschool Effektketten.

Aus dem 100 jährigen Archiv entsteht so eine neue Arbeit zum 100. Geburtstag des ältesten und wichtigsten Neue Musik Festivals.

Museum Art.Plus (Donaueschingen)

10.10.2021 - 23.01.2022 Goya
Fondation Beyeler (Riehen)
Pressemitteilung
Francisco-de-Goya-Retrospektive im Sommer 2020 in der Fondation Beyeler –
Einen Vorgeschmack bietet die Präsentation des Gemäldes Hexensabbat am Stand auf der diesjährigen Art
Basel.
Die Fondation Beyeler widmet Francisco de Goya eine der bisher bedeutendsten Ausstellungen ausserhalb
Spaniens. Goya ist einer der letzten grossen Hofkünstler und der erste Wegbereiter der modernen Kunst.
Die Ausstellung entsteht in Zusammenarbeit mit dem Museo Nacional del Prado in Madrid. Selten gezeigte
Gemälde aus spanischem Privatbesitz werden in der Fondation Beyeler erstmals mit Schlüsselwerken aus
renommierten europäischen und amerikanischen Museen wie auch Privatsammlungen vereint sein. Zum
Auftakt der Sommerausstellung 2020 präsentiert die Fondation Beyeler am diesjährigen Stand auf der Art
Basel Goyas eindrucksvolles und rätselhaftes Gemälde Hexensabbat (1797/98) aus dem madrilenischen
Museo Lázaro Galdiano.
Francisco de Goya (1746–1828) ist einer der grossen Wegbereiter der modernen Kunst. Sein
facettenreiches Werk, das den Freuden und dem Glanz ebenso wie den Schrecken und Abgründen der
menschlichen Existenz auf einzigartige Weise Ausdruck verleiht, übt einen kaum zu überschätzenden
Einfluss auf die Künstler des 20. und 21. Jahrhunderts aus. Zu den wichtigsten Genres und Themen in
seinen Bildern zählen allen voran die Porträts, die Mitglieder der Königsfamilie und des Hofes, aber auch
Freunde und Bekannte des Künstlers zeigen. Die Bildnisse sind in der Konzeption vielschichtig, indem sie
die Widersprüchlichkeit und komplexe Persönlichkeit der Dargestellten vor Augen führen. Hinzu kommen
Selbstbildnisse, in denen die innere Bewegtheit und Intelligenz des Künstlers auf eindringliche Weise
Gestalt erlangen. Ein gänzlich eigenständiger Motivkreis ist jener der Majas: Frauendarstellungen, die ein
ambivalentes Verhältnis zwischen Mann und Frau zu erkennen geben. In seinen Genrebildern reflektiert
Goya Begebenheiten aus dem Alltag der spanischen Gesellschaft. Dazu gehören Marktszenen und
Stierkämpfe, Banditenhöhlen, Irrenhäuser sowie Inquisitionstribunale als Orte des Machtmissbrauchs und
der Gewalt. Von ebenso grosser Bedeutung sind die Darstellungen von Hexensabbaten, in denen Goya
Abgründiges, den Aberglauben, die Unvernunft und die Alpträume seiner Zeit zur Anschauung bringt.
Die Ausstellung wird über 70 Gemälde und ein Konvolut von rund 50 meisterhaften Zeichnungen und 30
Druckgrafiken versammeln, die die Besucher zu einer Begegnung mit dem Schönen wie auch dem
Unfassbaren einladen. Sie entsteht in Kooperation mit dem Museo Nacional del Prado in Madrid. Selten zu
sehende Gemälde aus spanischem Privatbesitz werden in der Fondation Beyeler erstmals mit
Schlüsselwerken aus den renommiertesten europäischen und amerikanischen Museen und
Privatsammlungen vereint sein.
Goyas radikale Bilder wurden besonders von den modernen spanischen Künstlern verehrt, darunter Pablo
Picasso und Joan Miró. Insbesondere die Surrealisten erblickten in ihm einen Geistesverwandten. Auch für
zeitgenössische Künstler stellt Goya eine wichtige Inspirationsquelle dar. In der Reflexion über den
Menschen in einer konfliktreichen, zwischen Vernunft und Unvernunft schwankenden Welt erweisen sich
seine Bilder heute als aktueller denn je.
Die Ausstellung von Hexensabbat am Stand der Fondation Beyeler auf der Art Basel ist ein erster
Vorgeschmack dessen, was die Besucherinnen und Besucher im kommenden Jahr in Riehen erwarten
wird. Ermöglicht wird diese Vorschau auf Goya durch das leihgebende Museo Lázaro Galdiano in Madrid.
Das Museum ging aus der grosszügigen Schenkung des gesamten Erbes von José Lázaro Galdiano an den
spanischen Staat hervor. Sie umfasste 13.000 Kunstwerke, ein Palais, in dem die Objekte untergebracht
sind, die Redaktionszentrale des Verlags La España Moderna und eine Bibliothek mit 20.000 Bänden. Zu
den Höhepunkten der beeindruckenden Sammlung zählen Werke von Künstlern wie Hieronymus Bosch,
Diego Velázquez oder El Greco.

Fondation Beyeler (Riehen)

10.10.2021 - 09.01.2022 René Acht. Lyrisch - Konkret.
Kunstmuseum Singen (Singen)
Pressemitteilung
René Acht (1920-1998), der in Freiburg und Frankreich lebte und arbeitete, war einer der bedeutendsten Schweizer Künstler des 20. Jahrhunderts. Werke des Malers, Zeichners und Papierschneiders finden sich in internationalen Leitmuseen und Sammlungen; auf der documenta II und der 5. Biennale in Sao Paulo war er vertreten.

Dominierte in der ersten Hälfte seines Schaffens die Nähe zum Informel, so entwickelte René Acht ab Mitte der 1960er Jahre eine reduzierte lyrisch-konkrete Bildsprache. Die Retrospektive, reich an Entdeckungen, will das sechzig Jahre umfassende Gesamtwerk und Achts zentrales Bildzeichen ›Haus‹ wieder ins Bewusstsein heben.

Eine Ausstellung in Kooperation mit dem Wilhelm-Hack-Museum, Ludwigshafen, dem Aargauer Kunsthaus, Aarau und dem Nachlass René Acht.

Zur Ausstellung erscheint die Publikation »René Acht, Lyrisch-Konkret« im Wienand Verlag. Kooperationspartner: Kunstmuseum Singen, Wilhelm-Hack-Museum Ludwigshafen, Aargauer Kunsthaus, Aarau und Nachlass René Acht. Zusätzlich beteiligte Museen: Kunstmuseum Stuttgart, Museum für Konkrete Kunst Ingolstadt, Kunstmuseum Basel, Stiftung Museum Schloss Moyland.

Abb.: 1. René Acht, o.T., 1995–97, Acryl auf Leinwand, 160 x 120 cm, Kunstmuseum Singen, Foto: Bernhard Strauss, Freiburg, © Nachlass René Acht, VG Bild -Kunst, Bonn 2021

Kunstmuseum Singen (Singen)

09.10.2021 - 09.01.2022 Marcel Odenbach. so oder so
Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen K21 Ständehaus (Düsseldorf)
Pressemitteilung


Der in Köln, Berlin und zeitweise in Ghana lebende Künstler Marcel Odenbach (*1953) arbeitet seit 1976 mit Video. Seine filmischen Collagen, Installationen und Performances haben dazu beigetragen, dass Videokunst heute zentrales Medium der internationalen Gegenwartskunst ist.

Odenbachs künstlerischer Ansatz ist von einem starken Bewusstsein für die historisch gesellschaftlichen und transkulturellen Themen der Zeit getragen. Die Überblicksausstellung im K21 setzt sein filmisches Werk in den Kontext der auf dem Prinzip Collage und Montage basierenden Papierarbeiten. Mit seinen aus unterschiedlichsten Facetten virtuos zusammengefügten Bildern und Videos führt Odenbach vielfältige Konstellationen vor Augen und fordert die Beweglichkeit von Denk und Sichtweisen heraus.

Foto: Marcel Odenbach, Tropenkoller (Detail), 2017, 2-Kanal-Installation, 16:9, Farbe, Ton, 17:52 Minuten, Courtesy Galerie Gisela Capitain, Köln, (c) VG-Bild-Kunst Bonn

Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen K21 Ständehaus (Düsseldorf)

02.10.2021 - 09.01.2022 Nobody's Listening
ZKM | Zentrum für Kunst und Medien (Karlsruhe)
Pressemitteilung
»Nobody's Listening« ist eine Virtual-Reality-Erfahrung und immersive Ausstellung, die an den Genozid an der jesidischen Gemeinschaft erinnert, der von der Terrormiliz Islamischer Staat im Sommer 2014 im Nordirak begangen wurde.

Trotz der Verleihung des Friedensnobelpreises an Nadia Murad, Amal Clooneys einflussreichem Engagement und schnell umgesetzter Flüchtlingsprogramme, wie das des Landes Baden-Württemberg, ist sechs Jahre später noch wenig getan worden, um den Jesid:innen und anderen betroffenen Gemeinschaften zu helfen. Der Völkermord dauert weiterhin an: Etwa 3.000 jesidische Frauen und Kinder werden noch immer vermisst oder sind in Gefangenschaft und kein:e einzige:r ISIS-Kämpfer:in wurde für das Genozid-Verbrechen zur Rechenschaft gezogen. Die Ausstellung erforscht die Folgen des Völkermordes durch den ISIS und seine verheerenden Auswirkungen auf verfolgte Gemeinschaften sowie deren kulturelles Erbe durch Virtual-Reality-Technologie, Fotografie und Kunstwerke von jesidischen Künstler:innen. »Nobody's Listening« würdigt insbesondere den Mut, die Entschlossenheit und die Handlungsfähigkeit der Überlebenden und bietet ihnen einen Raum, in dem sie von Menschen weltweit gehört werden können. Gemeinsam bilden sie eine Stimme, die internationale Anerkennung und Gerechtigkeit fordert.

Die Ausstellung schafft eine immersive Umgebung, die ein stärkeres internationales Bewusstsein für die Ereignisse des Genozids von 2014 und seine zutiefst verheerenden Folgen für das jesidische Volk sowie für andere religiöse Minderheiten und deren kulturelles Erbe im Nordirak schafft. Die zukunftsorientierte Ausstellung konzentriert sich sieben Jahre nach dem Völkermord auf das, was als Nächstes geschehen muss. Sie bietet Überlebenden und Vertriebenen eine Plattform, um ihre Geschichten zu erzählen, ihre Ausdrucksformen in Malerei, Bildhauerei und Poesie zu zeigen – und sich Gehör über die noch notwendigen Maßnahmen zu verschaffen.

»Nobody's Listening« ist eine Wanderausstellung, die von Yazda und Upstream in Zusammenarbeit mit der Gesellschaft für bedrohte Völker e.V. organisiert, von Easy Tiger Creative Ltd. konzipiert und produziert, vom ZKM | Zentrum für Kunst und Medien Karlsruhe erstmals gezeigt und vom Staatsministerium Baden-Württemberg großzügig gefördert wird. Die Ausstellung am ZKM wird begleitet von einem umfangreichen Vermittlungsprogramm und einem internationalen Symposium am 9. Dezember 2021 anlässlich des Internationalen Tages des Gedenkens an die Opfer des Völkermordes.

ZKM | Zentrum für Kunst und Medien (Karlsruhe)

30.09.2021 - 30.09.2021 Gespräch: »Digiloglounge Digital«
ZKM | Zentrum für Kunst und Medien (Karlsruhe)
Pressemitteilung
Die Veranstaltung findet im Livestream: https://zkm.de/de/livestream

Im Rahmen der Diskussionsreihe »Digiloglounge Digital« spricht Sabine Faller mit Expert:innen über Themen der Digitalisierung – dieses Mal über soziale Gerechtigkeit im Netz!

Der gemeinsame Dialog steht im Fokus des Forschungsverbunds »digilog@bw«. Anhand aktueller Themen rund um den digitalen Wandel entwickeln wir Ideen zur Mitgestaltung und laden anhand von Veranstaltungen, Gesprächen und Workshops zum gemeinsamen Nachdenken und Diskutieren ein.

Die Veranstaltung ist Teil der #digiloglounge-Gesprächsreihe. Einmal im Monat geben Expert:innen von digilog@bw einen Einblick in ihre digitalen Forschungsthemen und beantworten Fragen im ZKM-Livestream!

Weitere Informationen auf der Website des ZKM: https://s.zkm.de/EGyZ

ZKM | Zentrum für Kunst und Medien (Karlsruhe)

29.09.2021 - 29.09.2021 Filmscreening: »Dieter Meier – Ein Zufall«
ZKM | Zentrum für Kunst und Medien (Karlsruhe)
Pressemitteilung
Das ZKM zeigt den ExperimentalDoku-Musikfilm über Dieter Meier, Sänger und Texter des Schweizer Elektropop-Duos »Yello«.

Der Film von Peter Sempel zeigt den Sänger und Texter Dieter Meier als Spieler, Poet, Konzeptkünstler, Schriftsteller, Filmer, Fotograf, Bonvivant, voller Expressivität und Experimentierfreude.

Auch inspiriert durch Jean Tinguely, »im Versuch, dem Sinnlosen einen Sinn zu geben« (Stefan Zweifel). Gefilmt über 30 Jahre, in vielen Blickwinkeln und Welten, ... so füllt Meier eine Kaffeekanne in Benares mit Wasser vom Ganges, und trägt sie nach Kathmandu, nach Marrakesch, und Berlin, ...Unlogik wird zur Logik, oh Yeah!...

Weitere Informationen und Trailer auf der Website des ZKM: https://s.zkm.de/390G

ZKM | Zentrum für Kunst und Medien (Karlsruhe)

25.09.2021 - 23.01.2022 Georges Braque. Erfinder des Kubismus
Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen K20 Grabbeplatz (Düsseldorf)
Pressemitteilung


Die Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen würdigt den in Deutschland bislang zu wenig beachteten Georges Braque als bahnbrechenden Künstler der französischen Avantgarde. Die Ausstellung konzentriert sich auf die wichtigsten Jahre seines Schaffens, auf das besonders spannende und ereignisreiche Frühwerk zwischen 1906 und 1914.

Die Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen würdigt den in Deutschland bislang zu wenig beachteten Georges Braque als bahnbrechenden Künstler der französischen Avantgarde. Die Ausstellung konzentriert sich auf die wichtigsten Jahre seines Schaffens, auf das besonders spannende und ereignisreiche Frühwerk zwischen 1906 und 1914.

Vor dem Ersten Weltkrieg prägt der junge Georges Braque (1882–1963) mit seinem Freund Pablo Picasso acht Jahre lang die vielleicht revolutionärste Etappe in der Geschichte der modernen Malerei: den Kubismus. Landschaften und Stillleben sind seine Spezialmotive. Die Ausstellung zeigt, wie Braque in rasanter Abfolge und auf höchstem Niveau die stilistischen Mittel weiterentwickelt oder neu erfindet. Fauvismus, Vorkubismus, Analytischer Kubismus, Papier Collés und Synthetischer Kubismus folgen in einzigartiger Verdichtung aufeinander. Tempo und Intensität der Stilwechsel verblüffen bis heute. Unsere Ausstellung zeigt am Werk Braques den beispielhaften Weg der modernen Kunst von der gegenständlichen zur abstrahierten Wirklichkeitswiedergabe. Rund 60 Meisterwerke aus internationalen Museen, Privatsammlungen und den Beständen der Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen werden zusammengetragen und in einer maßgeschneiderten Architektur im K20 präsentiert.

Die Jahre vor dem Ersten Weltkrieg bringen in Westeuropa bahnbrechende Erfindungen, neue Denkweisen und Philosophien und die faszinierende Beschleunigung des Alltags hervor. Dort liegt der Ursprung unseres modernen, medialen Zeitalters, mit dem sich auch die räumlichen und zeitlichen Wahrnehmungsweisen völlig verändern. So eröffnen Automobile, Flugzeuge und Röntgenbilder neue Blickwinkel und dynamische Perspektiven auf die Welt. Das immer populärer werdende Kino mit seinen überraschenden bildtechnischen Möglichkeiten erweitert den Wahrnehmungshorizont und wird zur Inspiration der malenden Avantgarde. In der Werkgeschichte des jungen Braque, der ein begeisterter Kinogänger ist und sich von den neuen Techniken des Films anregen lässt, erscheinen die Ereignisse der Zeit wie in einem Brennglas fokussiert.

Die Ausstellung folgt dieser Faszination und verortet Braques künstlerische Phasen in den historischen Kontext. Filme und dokumentarische Materialien werden in die Ausstellung mit einbezogen, um den Zusammenhang zwischen der Dynamisierung des Alltags und der ästhetischen Formentwicklung in der bildenden Kunst erfahrbar werden zu lassen, aber auch um die Diskrepanz zwischen den visuellen Neuerungen der Vorkriegszeit und der medialen Bilderflut, in der wir heute leben, zu begreifen.

Von Braque gibt es keine theoretischen Abhandlungen, kaum Schriftverkehr mit gleichgesinnten Künstlern. Wer war Georges Braque? Was macht ihn einzigartig innerhalb der Avantgarde am Pariser Montmartre? Braque war radikal im malerischen Ausdruck, stets im Zentrum der Ereignisse. Doch anders als seinen Freund Picasso, den virtuosen, temperamentvollen und sprunghaften Spanier, schildern seine Zeitgenossen den jungen Braque als bedächtig, verlässlich und von großer Intensität. Dem äußerst innovativen, aber „ruhigen, langsam arbeitenden Normannen“ wird in Kunst- und Sammlerkreisen Vertrauen geschenkt. Für Guillaume Apollinaire war Braque sogar der „Patron“ der modernen Kunst! Der Freund und Dichter wies ihm diese sicherlich zwiespältige Rolle bereits 1912 zu. Für ihn war Braque der „Schutzheilige“, der „Prüfstein“ des Kubismus, und er sollte es bis zum Lebensende bleiben. Selbst viele Jahrzehnte später bekräftigt der renommierte deutsche Kunsthistoriker Gottfried Sello nach dem Tod Braques im Jahr 1963 diese Sichtweise: „Für Frankreich bedeutet Braque den Garanten künstlerischer Kontinuität. Er hat es fertiggebracht, seine Nation `en bloc´ von der modernen Malerei zu überzeugen.“ Ausstellung und Katalog versuchen die Liste der Zuschreibungen kritisch zu hinterfragen und damit näher an den wahren Georges Braque heranzukommen.

Die Auseinandersetzung mit der eigenen Sammlung und deren wissenschaftliche Erforschung sind Bestandteil unseres gesellschaftlichen Auftrags als Museum. Die Ausstellungsidee wurde aus dem Sammlungsbestand der Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen heraus entwickelt, die über vier herausragende Werke von Georges Braque verfügt.

Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen K20 Grabbeplatz (Düsseldorf)

25.09.2021 - 25.09.2021 Konzert: »insonic counterpoint für 4 Computerflügel«
ZKM | Zentrum für Kunst und Medien (Karlsruhe)
Pressemitteilung
Im Rahmen des Projektes »EASTN-DC« werden selbstspielende Klavierwerke im ZKM Foyer präsentiert.

Conlon Nancarrow komponierte im 20. Jahrhundert 51 »Studies for Player Piano«, die kein Pianist aus Fleisch und Blut sondern nur ein selbstspielendes Klavier bewältigen kann. Wie von Geisterhand gespielt, setzen sich nun die Tasten eines MIDI-Pianos in vier Nancarrow-»Studies« auf aberwitzige Weise in Bewegung. Zeitgenössische (Klavier-)Musik und die Maschine – darum geht es in diesem etwas anderen Klavierabend, an dem auch die weltweit konzertierende Pianistin Susanne Achilles mitwirkt.

Die Veranstaltung findet in englischer Sprache statt.

Weitere Informationen auf der Website des ZKM: https://s.zkm.de/zw16

ZKM | Zentrum für Kunst und Medien (Karlsruhe)

23.09.2021 - 23.09.2021 Filmscreening: »Independent Days«
ZKM | Zentrum für Kunst und Medien (Karlsruhe)
Pressemitteilung
In Kooperation mit dem Filmfestival INDEPENDENT DAYS zeigt das ZKM Independent-Kurzfilme im Medientheater.

Der Fokus der INDEPENDENT DAYS | Internationale Filmfestspiele Karlsruhe (IDIF) liegt auf unabhängigen Filmproduktionen (Kurzfilme sowie dokumentarische und szenische Langfilme) aus der ganzen Welt. Als Plattform für Filmstudenten wie auch professionelle Filmemacher bieten die INDEPENDENT DAYS eine Bühne für großartige Filmwerke, die mit geringen finanziellen Mitteln außerhalb großer Filmstudios und TV-Studios realisiert wurden. Dadurch wird eine Genre-Vielfalt ermöglicht, vor der sich gerade in Deutschland und Europa viele große Filmproduzenten und TV-Stationen scheuen. So zeigen die INDEPENDENT DAYS ein Filmprogramm, das die ganze Bandbreite des Independent-Kinos widerspiegelt. Teil des Festivals ist auch die Auszeichnung der besten Filme.

Als Partner der INDEPENDENT DAYS zeigt auch das ZKM am Donnerstag, 23. September eine Auswahl an Filmen in zwei Themenslots jeweils um 19 und 21 Uhr. Das gesamte Filmfestival findet vom 22.–26. September statt.

Weitere Informationen auf der Website des ZKM: https://s.zkm.de/FXQF

ZKM | Zentrum für Kunst und Medien (Karlsruhe)

22.09.2021 - 22.09.2021 Fiktives Gerichtsverfahren: Gibt es ein Recht auf medizinische Behandlung mit KI?
ZKM | Zentrum für Kunst und Medien (Karlsruhe)
Pressemitteilung
Die Veranstaltung findet sowohl vor Ort als auch als Livestream statt.

Die Veranstaltung im Livestream: https://zkm.de/de/livestream

KI-basierte Assistenzsysteme können Ärztinnen und Ärzte künftig bei Diagnose und Behandlung von Krankheiten unterstützen. Müssen sie in Zukunft möglicherweise sogar zu Rate gezogen werden, wenn Patientinnen oder Patienten dies wünschen?

Dieser Frage geht die Plattform Lernende Systeme gemeinsam mit der Leibniz Universität Hannover in einem fiktiven Gerichtsverfahren nach. Grundlage ist ein realitätsnaher Fall, der in einer stark vereinfachten Gerichtssituation nachgespielt wird. Fachleute aus den Bereichen Künstliche Intelligenz, Medizin und Ethik schlüpfen dazu in die Rolle der Sachverständigen und tauschen Argumente und Expertise aus. Das Publikum berät am Ende der Verhandlung, wie der Fall gelöst werden sollte.

Anton Merk hat Lungenkrebs und strebt die bestmögliche Therapie an. Er wünscht, dass die ihn behandelnden Ärztinnen und Ärzte dabei auf unterstützende medizinische KI-Systeme zugreifen. Die Klinik lehnt dies aus verschiedenen Gründen ab. Herr Merk klagt nun vor Gericht. Die Streitsache lautet: Gibt es ein Recht auf Behandlung mit KI? Der Fall orientiert sich an dem in der Plattform Lernende Systeme entwickelten Anwendungsszenario »Mit Künstlicher Intelligenz gegen Krebs« (vgl. Multimedia-Reportage und Twopager).

Ein fiktives Gerichtsverfahren ist ein modernes Format der Wissenschaftskommunikation. In einem exemplarischen Fall werden Fakten, Argumente und bestehende Rechtslage auf lockere und dennoch seriöse Weise in verteilten Rollen präsentiert. Die Veranstaltung richtet sich an interessierte Bürgerinnen und Bürger und setzt weder juristisches noch medizinisches Fachwissen voraus.

Ziel ist, über Möglichkeiten von KI-Systemen im Gesundheitswesen aufzuklären, zugleich ihren Einsatz kritisch zu reflektieren und juristische Voraussetzungen zu klären, die ihren Einsatz ermöglichen. Damit adressiert die Veranstaltung auch Personen mit juristischem oder medizinischem Vorwissen. Das Publikum wird über unterschiedliche Feedbackmechanismen aktiv eingebunden.

Weitere Informationen auf der Website des ZKM: https://s.zkm.de/YIlM

ZKM | Zentrum für Kunst und Medien (Karlsruhe)

20.09.2021 - 10.10.2021 Waldgrün - Kathrin Leopolder und Michael Schneider
BBK Karlsruhe, Künstlerhaus Karlsruhe (Karlsruhe)
Pressemitteilung
Kathrin Leopolder und Michael Schneider verbindet seit der gemeinsamen Akademiezeit in Karlsruhe ein jahrzehntelanger künstlerischer Austausch.
Kathrin Leopolder entwickelt ihre leuchtend farbigen Kompositionen aus abstrakten, spontan gesetzten Flächen und Pinselstrukturen. Die Malerei von Michael Schneider zeigt eine geometrisch-abstrakte Bildwelt aus Farbflächen, die sich geordnet aneinanderfügen und überlagern.
"Waldgrün" spielt auf die Inspiration durch die Natur an, die beide Künstler prägt. Während sie sich bei Kathrin Leopolder in ihren Motiven widerspiegelt, zeigen sich bei dem kürzlich verstorbenen Michael Schneider Naturphänomene als atmosphärische Stimmungen.

BBK Karlsruhe, Künstlerhaus Karlsruhe (Karlsruhe)

20.09.2021 - 20.09.2021 STUDIO BONN. Listening to the Future Das Diskursformat der Bundeskunsthalle The Common Ground W
Bundeskunsthalle (Bonn)
Pressemitteilung
Montag, 20. September, 20:15 Uhr, live im Forum (Einlass: 19.15–20.10 Uhr)
und im Livestream
12 €/erm. 8 € inkl. VRS über Bonnticket

Gehen politische Kämpfe unter in Identitätspolitik? Oder wird durch das gewachsene Selbstbewusstsein von Minderheiten und die Vervielfältigung der Perspektiven erst sichtbar, wie viel (weiße, mitteleuropäische, christliche) Identitätspolitik unsere Gesellschaft auch bisher schon bestimmt hat? Wie verändert sich das Zusammenleben durch die neuen Höflichkeiten und das Ringen um die richtigen Ausdrucksformen? Ist die Meinungsfreiheit bedroht, oder wird sie gerade erst erkämpft? Darüber diskutieren am 20. September 2021 die Journalistin Petra Gerster und der Journalist Mohamed Amjahid mit Studio Bonn-Moderator Kolja Reichert in einer Installation der Künstlerin Verena Issel.

Über zwanzig Jahre lang sprach Petra Gerster (geboren 1955 in Worms) die heute-Nachrichten im ZDF – zuletzt mit Genderstern. Seit ihrem Abschied aus den Nachrichten Ende Mai 2021 schreibt Petra Gerster mit ihrem Mann, dem Journalisten Christian Nürnberger, ein Buch über Identitätspolitik, das im November erscheint („Vermintes Gelände. Wie der Krieg um Wörter unsere Gesellschaft verändert“, Heyne 2021). Bei Studio Bonn spricht sie zum ersten Mal über ihre Beobachtungen und Thesen.

In seinen Büchern und Beiträgen in Zeitungen und sozialen Medien zeigt der Politikwissenschaftler und Journalist Mohamed Amjahid (geboren 1988 in Frankfurt am Main), wie struktureller Rassismus funktioniert – und wie eine Gesellschaft und eine Sprache aussehen könnten, in denen alle gleiche Rechte und gleichen Respekt genießen. Zuletzt erschien von Mohamed Amjahid „Der Weiße Fleck: Eine Anleitung zu antirassistischem Denken“ (Piper 2021), davor „Unter Weißen: Was es heißt, privilegiert zu sein“ (Hanser Berlin 2017).

In farbenfrohen Collagen und Installationen aus günstigen Materialien baut Verena Issel (geboren 1982 in München) Wiedergänger von Formen der Kunstgeschichte – und befragt diese auf ihre Gültigkeit für die digitale Gegenwart, die von einem Zerfließen der Formen bestimmt ist. Für Studio Bonn verwandelt Verena Issel ihre ortsspezifische Installation „SOFT RUINS (Aset in Tadmor II)“ (2018/2021) in ein Fernsehstudio. Die Installation mit antiken Säulen aus pastellfarbenem Schaumstoff entstand unter dem Eindruck der Zerstörung der Tempelanlage von Palmyra (auch Tadmor) durch den Islamischen Staat im Jahr 2015. Aset ist der mittelägyptische Name für Isis, die ägyptische Göttin der Zerstörung und des Wiederaufbaus.

Bundeskunsthalle (Bonn)

19.09.2021 - 02.01.2022 "CLOSE-UP" Berthe Morisot, Mary Cassatt, Paula Modersohn-Becker, Lotte Laserstein, Frida Kahlo, Al
Fondation Beyeler (Riehen)
Pressemitteilung
Die Ausstellung zeigt Werke von Künstlerinnen, deren Schaffen herausragende Positionen innerhalb der Geschichte der Moderne seit 1870 bis heute darstellen. Es ist der Zeitraum, zu dessen Beginn es Künstlerinnen in Europa und Amerika erstmals möglich wurde, auf breiter Basis professionell tätig zu sein.

Im Zentrum der Ausstellung stehen neun Künstlerinnen, denen die Konzentration auf die Darstellung von Menschen, auf Porträts und Selbstporträts gemeinsam ist.

Die Französin Berthe Morisot und die Amerikanerin Mary Cassatt, beide aktiv in den 1870er und 1880er Jahren in Paris, der Metropole des damaligen aktuellen Kunstschaffens; die Deutsche Paula Modersohn-Becker um 1900 bis 1907 zwischen der norddeutschen Provinz Worpswede und der Weltstadt Paris; die Deutsche Lotte Laserstein um 1925 bis 1933 im grossstädtischen Berlin der Weimarer Republik; die Mexikanerin Frida Kahlo seit Ende der 1920er Jahre bis um 1950 in Mexiko City; die Amerikanerin Alice Neel seit Ende der 1920er bis Anfang der 1980er Jahre, zuerst in Kuba, dann in Manhattan, von Greenwich Village über Spanish Harlem bis zur Upper West Side; die Südafrikanerin Marlene Dumas, aufgewachsen in der Hochphase der Apartheid, seit 1976 in Amsterdam; zur gleichen Zeit die Amerikanerin Cindy Sherman in New York, dem von einer neuen Generation geprägten westlichen Brennpunkt zeitgenössischer Kunst; schliesslich die Amerikanerin Elizabeth Peyton seit den 1990er Jahren, zwischen New York und Westeuropa.

Das Interesse der Ausstellung gilt dem spezifischen Blick der Künstlerinnen auf ihre eigene Umgebung, der in den Porträts und Bildern ihrer selbst und von anderen zum Ausdruck kommt. In der Zusammenschau lässt sich erleben, wie sich der Blick der Künstlerinnen auf ihr Gegenüber zwischen 1870 und heute wandelt und was ihn auszeichnet.

Fondation Beyeler (Riehen)

18.09.2021 - 16.01.2022 Thea Djordjadze
Gropius Bau (Berlin)
Pressemitteilung
Thea Djordjadzes künstlerische Praxis lässt sich als Prozess des beständigen Wiederverwertens, Rekonfigurierens und Neuordnens von Objekten begreifen. Ab dem 18. September zeigt der Gropius eine umfangreiche Werkschau der in Berlin lebenden Künstlerin, deren Arbeiten in einen Dialog mit dem geschichtsträchtigen Gebäude treten werden.

Gleichermaßen von historischen Artefakten wie von Konzepten moderner Kunst und Architektur beeinflusst, zeichnen sich Djordjadzes skulpturale Arbeiten durch formale Brüche und eine eigenwillige Materialästhetik aus. Indem sie Materialien wie Gips, Metall, Gummi, Textilien, Holz oder Pappmaché kombiniert, schafft Djordjadze fragmentarische Raumsituationen, anhand derer sie das klassische Display – Vitrine, Sockel, Rahmung und Podest – als wiederkehrendes Motiv in ihrer Arbeit neu formuliert. Ab dem 10. September 2020 zeigt der Gropius Bau bestehende und neue Arbeiten der in Berlin lebenden Künstlerin in seinen Räumlichkeiten; so auch im sogenannten Schliemann-Saal, der von 1881 bis 1885 die archäologischen Ausgrabungen Heinrich Schliemanns beherbergte. In Auseinandersetzung mit der Vergangenheit des Ausstellungshauses treten Djordjadzes Arbeiten und Interventionen in einen Dialog mit diesen geschichtsträchtigen Räumen. Die Ausstellung markiert den Beginn einer Reihe von künstlerischen Präsentationen, die sich mit der Geschichte der archäologischen Ausstellungen im Gropius Bau befassen.

Kuratiert von Julienne Lorz

Gropius Bau (Berlin)

18.09.2021 - 16.01.2022 Emeka Ogboh. Ámà: The Gathering Place
Gropius Bau (Berlin)
Pressemitteilung
Im September präsentiert der Gropius Bau eine raumgreifende Lichthof-Installation von Emeka Ogboh.

Ab September 2021 wird eine ortsspezifische Installation des Künstlers Emeka Ogboh im weitläufigen Lichthof des Gropius Bau zu sehen sein – dem architektonischen Herzstück der Institution, das frei zugänglich ist und alle Besucher*innen im Zentrum des Gebäudes willkommen heißt. Unter dem Titel "Ámà: The Gathering Place" (2019/2021) nimmt Ogbohs Intervention die Form eines über 9 Meter hohen Baumes an und beinhaltet eine begleitende 12-Kanal-Soundinstallation sowie textile Elemente. Ausgangspunkt der Arbeit nimmt als Ausgangspunkt den „ámà“ – „Dorfplatz“ in Igbo. Diese Plätze sind das physische und symbolische Zentrum des Lebens in der Igbo-Gesellschaft; Orte, an denen Zeremonien, Unterhaltung, Handel und alltäglicher Austausch stattfinden. 2Ámà: The Gathering Place" lässt sich von diesen Orten inspirieren und verwandelt den Lichthof des Gropius Bau in einen Raum der Ruhe und des sozialen Austauschs, untermalt von Aufnahmen eines Chors, der traditionelle Igbo-Volkslieder singt. Zusätzlich zu den skulpturalen und klanglichen Elementen werden die Betrachter*innen eingeladen, auf traditionellen Akwétè-Tüchern zu sitzen, die von zeitgenössischen nigerianischen Grafikdesigner*innen und Weber*innen entworfen wurden und die auch die zentrale Skulptur des Werks bedecken. Die Arbeit zeigt, wie halböffentliche Räume, von Dorfplätzen bis zu institutionellen Freiflächen, als Orte der Geselligkeit, des Feierns, der Reflexion und des Austauschs zurückgewonnen werden können. Gleichzeitig wird Ogbohs neue Installation vom 17. bis 19. September 2021 im Rahmen des Projekts The New Infinity der Berliner Festspiele im Zeiss-Großplanetarium zu sehen sein.





Über Emeka Ogboh

Emeka Ogboh ist ein Künstler, der sich in seiner Praxis mit dem Raum und dem öffentlichen und privaten Gedächtnis auseinandersetzt und dabei verschiedene Medien wie Klang, Skulptur und Gastronomie einsetzt. Sein Interesse gilt der Verknüpfung von kommunaler, privater und öffentlicher Kultur und deren Verdinglichung durch Klang und Speisen. In jüngster Zeit hat er Arbeiten unter anderem im Friche la Belle de Mai Marseille (2021), im Dresdner Museum für Völkerkunde (2020), Kunstmuseum Ravensburg (2020), Museum Tinguely, Basel (2019) und Cleveland Museum of Art (2019) präsentiert.

Gropius Bau (Berlin)

17.09.2021 - 09.01.2022 The Cool and the Cold. Malerei aus den USA und der UdSSR 1960-1990. Sammlung Ludwig
Gropius Bau (Berlin)
Pressemitteilung
Im Jahr des 30. Jubiläums der deutschen Wiedervereinigung ist im Gropius Bau eine Gruppenausstellung zu sehen, die zur Zeit des Kalten Krieges entstandene Gemälde aus beiden weltpolitischen Machtzentren vereint – unter anderem Arbeiten von Andy Warhol, Il’ja Kabakov, Jackson Pollock, Helen Frankenthaler und Erik Bulatov.

Unter dem Titel "The Cool and the Cold. Malerei der USA und der UdSSR 1960–1990. Sammlung Ludwig" werden unter anderem Arbeiten von Andy Warhol, Il’ja Kabakov, Erik Bulatov, Lee Lozano, Jackson Pollock, Helen Frankenthaler, Viktor Pivovarov, Natal’ja Nesterova und Ivan ?ujkov aus der Sammlung Ludwig miteinander in Beziehung gesetzt. Peter und Irene Ludwig gehörten zu den ersten europäischen Sammler*innen von US-amerikanischer Pop-Art und Kunst aus der Sowjetunion; ihre umfangreiche Sammlung ermöglicht so die kritische Gegenüberstellung von Werken aus beiden Lagern des Ost-West-Konflikts. Die Ausstellung im Gropius Bau untersucht, wie Künstler*innen auf politische wie ästhetische Fragen ihrer Zeit reagierten und Vorstellungen individueller und gesellschaftlicher Freiheit verhandelten; im Dialog von Konzeptkunst und Pop-Art aus drei Jahrzehnten wird Kunst als Ausdruck von und Kommentar zu Ideologien lesbar.

Kuratiert von Benjamin Dodenhoff und Brigitte Franzen
Organisiert in Zusammenarbeit mit der Peter und Irene Ludwig Stiftung

Gropius Bau (Berlin)

17.09.2021 - 17.10.2021 Seasons of Media Arts
ZKM | Zentrum für Kunst und Medien (Karlsruhe)
Pressemitteilung
Licht- und Soundinstallationen, Medienprojektionen an Gebäudefassaden und auf Straßen, ein literarischer Streifzug und Fahrradführungen – das Medienkunstfestival »Seasons of Media Arts. Connected Future« präsentiert zugängliche und facettenreiche Kunst im öffentlichen Raum und verwandelt Karlsruhe in eine Bühne audiovisueller Medienkunstvergnüglichkeiten.

An den letzten warmen Tagen im kulturreichen Karlsruher Spätsommer stellen Karlsruher Künstler:innen ihre medienkünstlerischen Werke an verschiedenen Standorten im öffentlichen Stadtraum aus. Lichtinstallationen, Projektionen an Gebäudefassaden und in Schaufenstern, Soundinstallationen und Augmented-Reality-Applikationen verwandeln die Stadt während der der vierwöchigen »Seasons of Media Arts« in eine Bühne für interaktive Medienkunst.

Nach den langen Monaten des Lockdowns und des Balancierens zwischen virtuellem und analogem Raum ist das diesjährige Motto »Connected Future« im doppelten Sinn zu verstehen: Es verweist einerseits auf den Einsatz digitaler Technologien, die Kommunikation und Begegnung sowie das Erleben von Kunst auf Distanz ermöglichen – ein Phänomen, das wir seit dem letzten Jahr in beispielloser Intensität und Allgegenwärtigkeit erleben. Andererseits bezieht sich der Titel auf das ungebrochene Bedürfnis nach unmittelbarer physischer Nähe und sozialer Interaktion, das nach wie vor allerorten zu spüren ist. Einsamkeit und Isolation entpuppen sich als die Kehrseite der universellen digitalen Kommunikationsmöglichkeiten, die mit der permanenten Verfügbarkeit von Smartphones, Tablets und Laptops einhergehen.

Als universale Sprache der Kunst bildet Medienkunst in heutigen durch Daten geprägten Zeiten nicht nur die aktuellesten technologischen Transformationen ab, sondern auch die gesellschaftlichen und kulturellen Umbrüche, die den Übergang von einer körperbasierten Nah- zur telematischen Ferngesellschaft markieren.

Die von dem UNESCO-Projektförderprogramm für Medienkunst der Stadt Karlsruhe unterstützten Werke, die auf dem vom ZKM I Karlsruhe und vom Kulturamt der Stadt Karlsruhe konzipierten Festival zu sehen sind, greifen vielfach gesellschaftsrelevante Fragestellungen auf. Es wird erprobt, wie heute Zukunft durch Vernetzung und Austausch – ob analog oder digital, global oder lokal – gestaltet werden kann.

Kreativ lässt sich der Stadtraum während der »Seasons of Media Arts« durch Klang erkunden, interaktiv lassen sich imaginäre Welten erzeugen, immersiv die komplexen Beziehungen zwischen Mensch und Natur neu denken. Die größtenteils neukonzipierten Arbeiten thematisieren sowohl kritisch wie auch spielerisch verschiedene soziale, mediale und ökologische Herausforderungen, die die heutige Zeit in besonderem Maße prägen. Das Themenspektrum reicht von dem ungebremster Ressourcenverbrauch, dem leichtfertigen Umgang mit unseren digitalen Spuren im Netz bis hin zu Filterblasen und Echokammern, Überwachungstechnologien und Augmented Reality. Dabei geben die künstlerischen Arbeiten ungewohnte Einblicke in die Welt von morgen.

Weitere Informationen auf der Website des ZKM: https://s.zkm.de/Ec2b

Foto: © ZKM | Zentrum für Kunst und Medien, Grafik: Felix Plachtzik, Marcel Strauß

ZKM | Zentrum für Kunst und Medien (Karlsruhe)

15.09.2021 - 26.09.2021 Julian Vogel. CHINA SERIES
ZKM | Zentrum für Kunst und Medien (Karlsruhe)
Pressemitteilung
In seinen Videoarbeiten der »CHINA SERIES« erforscht der Schweizer Künstler Julian Vogel verschiedene Formen des Diabolos, eines im Grunde simplen Jonglage-Objekts, das aus zwei Schalen besteht, die durch eine Achse verbunden sind.

Die Schalen – üblicherweise aus Gummi – werden in den Arbeiten des Künstlers durch Keramik- und Porzellanobjekte ersetzt. Sie rollen, sie drehen sich, sie fliegen und zerbrechen. Ins Zentrum rückt so die ständige Veränderung und Bewegung von Dingen. Die Fragilität von Objekten – aber auch des menschlichen Körpers – erinnert an die Zeitlichkeit des Seins. Als interdisziplinäres Kunstprojekt verbindet »CHINA SERIES« zeitgenössischen Zirkus, Tanz, Performance, Videokunst und Installation.

Vom 15. bis 26. September 2021 findet in Karlsruhe mit rund 80 Künstler:innen aus Kanada, Spanien, Frankreich, Schweden, Finnland, Deutschland, Belgien, Holland und der Schweiz die sechste Auflage des internationalen ATOLL Festival für zeitgenössischen Zirkus statt. Innerhalb kürzester Zeit hat sich das ATOLL Festival in der europäischen Zirkusszene als deutscher Vorreiter etabliert. Das vom Karlsruher Kulturzentrum TOLLHAUS veranstaltete Festival zeigt in diesem Jahr 16 Produktionen, darunter zwei Uraufführungen sowie zahlreiche deutsche Erstaufführungen. Mehr als drei Dutzend Vorstellungen in Sälen, Zelten und unter freiem Himmel werden durch ein Ausstellungsprojekt des Schweizer Künstlers und CircusNext-Preisträgers Julian Vogel in der Fleischmarkthalle auf dem Alten Schlachthof und am ZKM | Karlsruhe ergänzt.

Weitere Infos auf der Website des ZKM: https://s.zkm.de/5MYW

Foto: © Julian Vogel, Foto: Savino Caruso

ZKM | Zentrum für Kunst und Medien (Karlsruhe)

10.09.2021 - 10.10.2021 SABINE SCHÄFER und ROSEMARIE VOLLMER. Sinneswandel: Audiovisuelle Installation, Augmented Reality
GEDOK Künstlerinnenforum Karlsruhe (Karlsruhe)
Pressemitteilung
SABINE SCHÄFER und ROSEMARIE VOLLMER präsentieren Sinneswandel.
Audiovisuelle Installation, Dialogische Übermalung mit Augmented Reality, Malerei, Plastik, Zeichnung

Eröffnung am Freitag, 10.09.2021 um 19.00 Uhr
Einführung: Prof. em. Dr. Helmut G. Schütz, Karlsruhe

Samstag, 11.09.2021, 14.00 bis 20.00 Uhr
Galerientag und Tag der Offenen Tür (ECKKULTURdörfle)

Finissage am So, 10.10.2021, 14.00 bis 16.00 Uhr.
Die Künstlerinnen sind anwesend.

Falls es durch Corona-Verordnungen Einschränkungen gibt, können Besucher*innen die Ausstellung nach Terminabsprache einzeln besichtigen: Mo bis Fr von 15.00 bis 19.00 Uhr.

Die Ausstellung wurde von den Künstlerinnen Rosemarie Vollmer (Malerei, Zeichnung, Keramik, Installation) und Sabine Schäfer (Medienkunst/zeitgenössische Musik) als audiovisuelle, immersive Gesamtinstallation für den öffentlichen Raum und den Galerieraum konzipiert:
Mit einer 22-kanaligen Raumklang-Installation an der Schaufensterfassade der GEDOK Galerie. Diese Fassade ist zugleich Träger von Transparentpapierscherenschnitten, deren Formen sich überlagern mit den Transducern, die ebenfalls auf die Scheiben geheftet sind. Das Schaufenster wird zum künstlerischen Werkstoff und substanziellen Bestandteil der Rauminstallation. Komponierte Klang-Mikroskopien von Fledermäusen und Insekten bevölkern die Glasflächen. Klang und Bild leiten von außen nach innen. Die thematische Auseinandersetzung der beiden Künstlerinnen liegt im aktuellen Kontext des Klimawandels und der Corona-Pandemie. Künstlerisch thematisiert wird die Fledermaus als Symbolträger für die bedrohte Artenvielfalt in der Natur sowie die Verflechtung und Verdichtung unserer Welt: der Welt der tierischen Lebewesen und die Welt der Menschen, die mit ihrem Vordringen in deren natürlichen Lebensräume den Raum für beide letzten Endes bedrohen.

Begleitende Veranstaltungen
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Mittwoch, 15.09.2021, 16.00 Uhr
Workshop für Kinder, Großeltern und Eltern:
Papier- Falt- und Schneidearbeit: „Fledermaus im Turm“
Leitung: Rosemarie Vollmer

Samstag, 09.10.2021, 15.00 Uhr
Vortrag „Mensch und Fledermaus - eine vielfältige Beziehung“
Martin Lehnert, Fledermausforscher

Informationen zu den Künstlerinnen:
Sabine Schäfer, Medienkünstlerin und Komponistin www.sabineschaefer.de
Rosemarie Vollmer, Bildende Künstlerin www.rosemarie-vollmer.de

Mit freundlicher Unterstützung von SV SparkassenVersicherung, Kulturamt | Kulturbüro aus Mitteln des interdisziplinären Projektfördertopfs Kunst, Wissenschaft und Technologie, Dr. Annette Denzinger, Institut für Neurobiologie, Universität Tübingen (Basisklangmaterial für die audiovisuelle Installation), sowie HfG Karlsruhe, Bereich Medienkunst-Sound.

Pressefoto: „Narzissten II“, 2021/2018, Übermalung mit Augmented Reality-Erweiterung, 92cm x 60cm - Ausschnitt.
Aludibond, Öl, Video - Rosemarie Vollmer/Sabine Schäfer aus der Duo-Werkreihe „Dialogische Übermalungen“, Foto: Rosemarie Vollmer

GEDOK Künstlerinnenforum Karlsruhe (Karlsruhe)

10.09.2021 - 06.03.2022 Methode Rainer Werner Fassbinder. Eine Retrospektive
Bundeskunsthalle (Bonn)
Pressemitteilung
Rainer Werner Fassbinder (1945–1982) war Regisseur, Filmproduzent, Schauspieler und Autor zugleich. Er gilt als einer der wichtigsten Vertreter des Neuen Deutschen Films. Wie kaum ein anderer Künstler hat er durch sein Werk das intellektuelle Bild Nachkriegsdeutschlands geprägt und inspiriert. Die Ausstellung präsentiert ein umfassendes Porträt des großen deutschen Filmemachers im Spiegel seiner Zeit. Seine Arbeiten und seine Biografie werden in der Ausstellung anschaulich mit der damaligen deutschen Lebensrealität verknüpft.
Fassbinders Exponiertheit, seine kreative Unangepasstheit und künstlerische Radikalität führten zu inzwischen legendären Filmen, Fernseh- und Theaterstücken, wie Angst essen Seele auf, Die Ehe der Maria Braun, Acht Stunden sind kein Tag, Berlin Alexanderplatz oder Querelle, die sich in das kollektive Bildgedächtnis eingeschrieben haben. Er war in seinem kurzen Leben äußerst produktiv: Er schrieb, drehte oder inszenierte 45 Spielfilme und 25 Theaterstücke. Fassbinder war ein Künstler, dem in seinen Werken die Synthese aus radikaler Subjektivität und gesellschaftlicher Analyse gelang. Seine Bildsprache changierte dabei von Beginn an virtuos zwischen Theater, Film/Fernsehen und Zeitdokument.
Er lebte und forderte Intensität. Seine manchmal sperrige, kritische Haltung bei gleichzeitig liebevoller Darstellung und Zeichnung der Menschen war ohne Rücksicht auf ihre jeweiligen Milieus von beispielloser, aber auch zutiefst respektvoller Konsequenz. Das schon zu seinen Lebzeiten oft kontrovers diskutierte Werk Fassbinders hat bis heute nichts von seiner Relevanz, Intensität und Strahlkraft verloren.

Eine Ausstellung der Bundeskunsthalle, Bonn, in Zusammenarbeit mit dem DFF – Deutsches Filminstitut & Filmmuseum, Frankfurt am Main, und der Rainer Werner Fassbinder Foundation, Berlin

Bundeskunsthalle (Bonn)

04.09.2021 - 31.10.2021 ZWISCHEN GEGENSTÄNDLICHKEIT UND ABSTRAKTION. Junge Kunst im Dialog mit Künstlern der Klassischen Mod
Kunstverein Kreis Soest e. V. (Soest)
Pressemitteilung
Vor 100 Jahren gab es in Soest eine Kunstavantgarde, die als „Junge Soester Kunst“ bezeichnet wurde. Die damaligen Arbeiten vereinen expressionistische, abstrakte und neusachliche Stilrichtungen. Eine Ausstellung im Museum Wilhelm Morgner in Soest im Herbst 2021 geht den Spuren dieser Künstler nach und vereint die wichtigsten Werke der damaligen neuesten Kunst.

100 Jahre später, ebenfalls im Herbst 2021, hat der Kunstverein Kreis Soest e. V. junge Künstler und Künstlerinnen unserer Zeit eingeladen, mit ihren Werken in einen Dialog mit den Künstlern der Klassischen Moderne einzutreten. Viele junge Künstlerinnen und Künstler zwischen 18 und 35 Jahren aus allen Teilen Deutschlands sind dem Ruf gefolgt und haben ihre Arbeiten eingereicht. Daraus ist eine moderne Avantgardeausstellung unterschiedlichster Stilrichtungen geworden, die nicht nur auf die Künstler der damaligen Avantgarde antwortet, sondern auch auf hohem Niveau ein Spiegelbild der Kunst unserer Zeit gibt. Der Katalog vereint die Werke der eingeladenen Künstlern und Künstlerinnen einschließlich ihrer eigenen Reflexionen über ihre Kunst.

Es nehmen teil:
Benjamin Tiberius Adler, Bissan Badran, Anastasia Batishcheva, Patrick D. Brockmann, Edgar Daniel, Kathrin Edwards, David Carol Fedders, Julia Firmbach, Sandra Flegler, Jakob Gaumer, Florian Glaubitz, Annkathrin Kemper, Zhiyi Liu, Max Pimpernelli, Viktoria Plinke, Michéle Reby, Julius Reinders, Vignesan Shanmuganathan, Margarethe Ucinski, Philipp Valenta, Tatiana Vishnyakova, Emil Wesemann, Nina Wolf

Bei der Finissage am 31. Oktober wird der Förderpreis Junge Kunst 2021 überreicht, der von der Bürgerstiftung Hellweg-Region ausgelobt wurde.
Foto: Tatiana Batishcheva

Kunstverein Kreis Soest e. V. (Soest)

04.09.2021 - 21.11.2021 Die relative Vermessung der Welt Künstlerbücher aus der Sammlung Opitz Hoffmann Fotografische
Kunstsammlung Jena (Jena)
Pressemitteilung
Die Schenkung der Sammlung Opitz-Hoffmann im Jahr 2014 markiert einen Wendepunkt in der Geschichte der Kunstsammlung Jena und prägt diese als bedeutendste Schenkung der letzten Jahrzehnte bis heute. Neben der großen Vorstellung im Jahre 2016 und weiteren Beteiligungen in thematischen Ausstellungen 2018 und 2019 steht nun ein zentrales Thema dieser Sammlung im Mittelpunkt: die Künstlerbücher.
Das Thema ist speziell und vielschichtig, tiefsinnig und heiter – und inhaltlich spannend obendrein. Dennoch ist es ein Kapitel, welches nur selten in Ausstellungen behandelt wird. Wir wagen einen Versuch und zeigen Kunstwerke, die nicht unbedingt in hermetischer Versenkung erblättert werden müssen, sondern wie Skulpturen und Bilder erkundet werden können und von der Freude am Entwickeln und Ausleben künstlerischer Ideen zeugen. Viele der ausstellenden Künstlerinnen und Künstler wurden von Renate Brandt porträtiert. Eine Auswahl dieser Farbfotografien zeigen wir als Ausstellung in der Ausstellung.

Kunstsammlung Jena (Jena)

29.08.2021 - 19.12.2021 Donata Wenders
Fotografie-Forum der StädteRegion Aachen (Monschau)
Pressemitteilung
Anlässlich des 20-jährigen Jubiläums freuen wir uns sehr darauf, Ihnen die Arbeiten der ersten Stipendiatin des Fotografie-Forums, Donata Wenders, präsentieren zu können. Sie hat sich auf Spurensuche begeben und ist der langen Tradition der Feintuchproduktion in Monschau und Umgebung gefolgt. In Form einer fotografischen Kurzfilm-Installation zeigt sie die Tuchmacherei im Wandel der Zeit und spürt dabei der Frage nach: Wie bewahren wir eine Tradition, in der sich der Mensch vom einstigen Hauptakteur zu einem prozessbegleitenden Beobachter gewandelt hat? Zusätzlich zu der Installation, die sie zu diesem Thema entwickelt hat, zeigen wir weitere Arbeiten aus ihrem fotografischen Œuvre, die die Grenzen zwischen Zeichnen, Malen, Fotografie und Film aufheben.
Gefördert werden die Ausstellung und das Stipendium vom Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung des Landes Nordrhein-Westfalen.
Foto: Donata Wenders, At sunset, Butte 2020

Fotografie-Forum der StädteRegion Aachen (Monschau)

29.08.2021 - 26.09.2021 Allianzen - Erstes Fotografie-Festival der StädteRegion Aachen
Fotografie-Forum der StädteRegion Aachen (Monschau)
Pressemitteilung
Das erste Fotografie-Festival der StädteRegion Aachen lädt vier Wochen lang zu einem besonderen Rundgang durch die Region ein. Von Monschau über Roetgen nach Aachen werden an 14 Orten in 16 Ausstellungen 67 renommierte internationale und regionale Fotokünstler unter dem Thema „Allianzen“ ausgestellt. Mit dabei sind unter zahlreichen anderen Roger Ballen, Nomi Baumgartl, Lillian Birnbaum, René Burri, Anton Corbijn, Elliott Erwitt, Stuart Franklin, Hannes Kilian, Thomas Höpker, Martin Parr und Steve McCurry. Das Thema „Allianzen“ ist bewusst offen gehalten, es kann sich sowohl auf eine Verbindung unter den ausgestellten Künstlern beziehen, als auch auf eine Verbindung des Themas oder der Künstler zum jeweiligen Ausstellungsort. So lädt das Fotografie-Festival zu einer Entdeckungsreise an verschiedene Orte ein, an denen sich die Fotografie als Medium mit vielfältigen Möglichkeiten präsentiert. Bewusst wurde nach besonderen Orten gesucht, woraus eine Mischung aus Galerien und unterschiedlichen Kultureinrichtungen entstanden ist.
Die teilnehmenden Orte sind:
Fotografie-Forum der Städteregion Aachen (Monschau), Kreuzgang im Aukloster (Monschau), MONART Galerie (Monschau), Galerie einmalich (Roetgen), ARTCO Gallery (Aachen), Galerie am Elisengarten (Aachen), Galerie Freitag 18.30 (Aachen), Galerie S. (Aachen), Raum für Gäste (Aachen), Raum für Kunst (Aachen), Raststätte (Aachen), Stadtbad (Aachen), Pfarrkirche St. Jakob (Aachen), Burg Frankenberg (Aachen) bis 03.10.2021.
Der Eintritt ist kostenlos, zum Festival gibt es einen Katalog und ein Flyer, der an den einzelnen Stationen ausliegt. Alles zu den Öffnungszeiten und den Orten gibt es auch online unter ww.kuk-monschau.de/ Fotografie-Festival 21.
Das Fotografie-Festival ist eine Initiative des Fotografie-Forums in Monschau und der Stabsstelle für Kultur der StädteRegion Aachen. Großzügig gefördert wird das Festival, das alle zwei Jahre stattfinden soll, vom LVR und der StädteRegion Aachen.
Schirmherr: Dr. Tim Grüttemeier
Kuratorin: Dr. Nina Mika-Helmeier
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit: Tanja Wessolowski M.A.
Foto: Martin Parr, Cannes, France 2018 c Martin Parr/ Magnum Photos

Fotografie-Forum der StädteRegion Aachen (Monschau)

25.08.2021 - 25.08.2022 Soundwalk – Sammlungsparcours 1
Museum Schloss Ettlingen (Ettlingen)
Pressemitteilung
Ab dem 25. August startet das Museum Ettlingen ein neues Ausstellungskonzept mit zeitgenössischer Kunst und Künstlern aus der Region.

Mit der neuen Sammlungsausstellung in der Städtischen Galerie geht das Museum neue Wege. Bei einer Audiotour durch die Ausstellung sind den ausgestellten Werken individuelle Musikstücke bzw. Sound-Effekte zugeordnet. Sie erweitern das persönliche Wahrnehmungsspektrum und lassen die Kunstwerke auf eine neue Art erlebbar werden. Kommen Sie vorbei und genießen an einem lauen Sommernachmittag Kunst und Sound.
Besucherinnen und Besucher, die die Audiotour mit dem eigenen Smartphone und eigenen Kopfhörern unternehmen möchten, können dies ganz einfach tun ohne eine spezielle APP dafür zu haben. Einfach die vom Museum bereit gestellten QR-Codes scannen und schon kann es losgehen.

Museum Schloss Ettlingen (Ettlingen)

19.08.2021 - 26.09.2021 »Der Ausdruck der Augen vergrübelt und fern« Käthe Kollwitz – Porträts im Fokus
Käthe Kollwitz Museum Köln (Köln)
Pressemitteilung
Aus dem umfangreichen Œuvre von Käthe Kollwitz (1867–1945) sind vor allem auch die Selbstbildnisse der Künstlerin im kollektiven Gedächtnis fest verankert. Weit weniger bekannt sind ihre Porträts ihrer Familie, von Freunden und Zeitgenossen – darunter namhafte Politiker, Künstlerinnen und Künstler – ebenso wie von unbekannten Frauen und Männern, meist aus der Welt der Arbeiter.

Das jüngst als Dauerleihgabe in die Kölner Kollwitz Sammlung eingegangene Bildnis von Konrad Hofferichter, dem Neffen der Künstlerin – eines der wenigen bekannten Ölgemälde, das noch zu ihren Studienzeiten entstand – ist nun Anlass, die Porträts der Kollwitz aus dem Museumsbestand erstmals in den Fokus einer Ausstellung zu rücken.

Mehr als 50 Zeichnungen und Druckgraphiken geben einen Einblick in diesen bislang noch wenig beleuchteten Aspekt ihres Schaffens. Zu sehen sind zahlreiche selten ausgestellte Werke – gezeichnet mit Bleistift, Tusche, Zeichenkohle oder Kreide, radiert, in Holz geschnitten oder vom Stein gedruckt.

Einen Schwerpunkt der Schau bilden neben ihren ausdrucksstarken Studien nach Arbeiterinnen und Arbeitern die privaten Familienbildnisse: Porträts ihrer Geschwister, ihres Mannes Karl und insbesondere ihrer Kinder und Enkel. Ein Großteil dieser eindringlichen und intimen Zeichnungen verblieb zeitlebens im Besitz der Künstlerin und zählt zum Grundbestand der Kölner Kollwitz Sammlung, der aus ihrem Nachlass erworben wurde.

Käthe Kollwitz Museum Köln (Köln)

18.08.2021 - 03.10.2021 Schlosslichtspiele 2021
ZKM | Zentrum für Kunst und Medien (Karlsruhe)
Pressemitteilung
Die SCHLOSSLICHTSPIELE Karlsruhe kehren ab dem 18. August zurück und lassen das Karlsruher Schloss mit atemberaubenden Projektionen erstrahlen.

Nach ihrem Aufbruch in den virtuellen Raum mit der digitalen Edition 2020 kehren die SCHLOSSLICHTSPIELE Karlsruhe 2021 vom 18. August bis 3. Oktober wieder auf die barocke Fassade des Karlsruher Schlosses zurück. Neben den drei digitalen Shows »Matter Matters« von Maxin10sity, »Attitude Indicator« von TNL sowie »Changes³« von ruestungsschmie.de aus dem vergangenen Jahr wird es weitere neue Shows zu sehen geben. Die Besucher:innen dürfen sich außerdem auf die Siegerproduktion des BBBank-Newcomer-Preises »Karlskompensator« von Genelabo / Crushed Eyes Media freuen.

»Wir freuen uns sehr mit den SCHLOSSLICHTSPIELEN wieder in die Stadt und ans Schloss zurückkehren zu können«, sagt Prof. Peter Weibel, Kurator der SCHLOSSLICHTSPIELE und künstlerisch-wissenschaftlicher Vorstand des ZKM | Zentrum für Kunst und Medien Karlsruhe. »Das Digitale aber wird uns erhalten bleiben, weiterhin wollen wir mit den künstlerischen Arbeiten der SCHLOSSLICHTSPIELE aus der UNESCO City of Media Arts Menschen weltweit erreichen.«

Parallel zu den SCHLOSSLICHTSPIELEN findet das Light Festival Karlsruhe statt: Die Stadt wird zur Bühne und Ausstellungsfläche, Besucher:innen können an dezentralen Stationen Lichtkunst und Illuminationen erleben.

ZKM | Zentrum für Kunst und Medien (Karlsruhe)

08.08.2021 - 03.10.2021 Artotheken im Dialog "Begegnungen in Form und Farbe"
Kunstverein Kreis Soest e. V. (Soest)
Pressemitteilung
Vor drei Jahren hat die Stadt Soest zusammen mit dem Kunstverein Kreis Soest e.V. die Ausstellungsreihe „Artotheken im Dialog“ ins Leben gerufen. Zunächst präsentierten sich die Artotheken in Hamm und in Soest. Nunmehr sind die drei Artotheken "artothek - raum für junge Kunst", Köln, die Artothek in der Fach - und Landesbibliothek Dortmund und die Artothek im Museum Wilhelm Morgner, Soest, die in einen Dialog treten. Der Untertitel „Begegnung in Form und Farbe“ war leitend für die Auswahl. So werden Werke gezeigt, die die künstlerische Entwicklung der Grafik von etwa 1970 bis heute wiederspiegeln. Artotheken beinhalten einen einmaligen Schatz an grafischen Zeitdokumenten. Gleichzeitig wird regionale Kunst auf diese Weise gesammelt und unterstützt. Jede Artothek hat ein spezifisches Profil, das sich im Laufe der Sammlungsgeschichte herauskristallisiert hat. Auch das wird in der Ausstellung sichtbar.

Kunstverein Kreis Soest e. V. (Soest)

28.07.2021 - 09.01.2022 Ausstellung: zkm_gameplay. the next level
ZKM | Zentrum für Kunst und Medien (Karlsruhe)
Pressemitteilung
»zkm_gameplay. the next level« ist die Computerspielplattform des ZKM. Sie lädt zum informativen und kreativen Austausch ein – und natürlich zum Spielen. Die Ausstellung richtet sich an GamerInnen jeden Alters, aber auch an BesucherInnen, die bislang kaum Erfahrung mit Computerspielen haben.

Medium der digitalen Gesellschaft

Dass das Computerspiel sich zu einem Leitmedium entwickelt hat, ist heute keine gewagte These mehr. Der gesellschaftliche und ästhetische Stellenwert des interaktiven und multimedialen Mediums ist nicht mehr zu übersehen. Das Computerspiel hat sich von seinen Ursprüngen als Laborexperiment und Spielzeug gelöst und ist »das« Medium der digitalen Gesellschaft geworden, zwischen Pop-Kultur, Unterhaltung und Kunst.

Mit der Eröffnung der Ausstellung »Die Welt der Spiele« im Herbst 1997 war das ZKM eine der ersten Kunstinstitutionen weltweit, die der Videospielkultur eine dauerhafte öffentliche Plattform im Kunstkontext gaben. Seitdem hat das ZKM die Spielepräsentation in einer Reihe von unterschiedlichen Ausstellungen immer wieder neu gestaltet.

ZKM | Zentrum für Kunst und Medien (Karlsruhe)

25.07.2021 - 31.10.2021 Stefan Moses Die ganze Welt ist eine Bühne! Porträts und Momentaufnahmen
Fotografie-Forum der StädteRegion Aachen (Monschau)
Pressemitteilung
Stefan Moses war einer der bekanntesten deutschen Nachkriegsfotografen – ein Chronist seiner Zeit. In zahlreichen internationalen und innerdeutschen Reportagen vor allem für den „Stern“ hielt er Menschen sowie einschneidende gesellschaftliche und politische Ereignisse des letzten Jahrhunderts in zahlreichen Fotografien fest. Dabei stellte Moses das Konzept des entscheidenden Moments „moment décisive“ in Frage und widmete sich vielmehr dem flüchtigen Moment, dem „moment fugitive“, der erst durch die Sequenz aufeinanderfolgender Bilder deutlich wird.
Moses’ Interesse an den Menschen dokumentieren seine außergewöhnlichen Porträts. Ihre Besonderheit ist, dass sie die Person außerhalb ihres gewohnten Umfelds zeigen, beispielsweise indem Moses sie vor einer grauen Filzwand stehen lässt, ein ungewohntes Element einfügt oder ihr eine spontane Aufgabe stellt. So entstanden großartige Serien berühmter Persönlichkeiten wie „Künstler machen Masken“, „Große Alte im Wald“, „Selbst im Spiegel“, „Deutsche West“ und „Deutsche Ost“, aus denen eine Auswahl in der Ausstellung zu sehen sein wird.
Die Ausstellung entstand in Zusammenarbeit mit Else Bechteler-Moses und Johanna Breede. Zur Ausstellung erscheint ein Katalog. Der Eintritt ist frei.

Foto: Stefan Moses, Straßenbahnschaffnerinnen, Köln 1963

Fotografie-Forum der StädteRegion Aachen (Monschau)

24.07.2021 - 31.10.2021 Inventing Nature. Pflanzen in der Kunst
Staatliche Kunsthalle Karlsruhe (Karlsruhe)
Pressemitteilung
Pflanzen werden geliebt, genutzt, gezüchtet und – ausgerottet. Vor dem Hintergrund des fortschreitenden Klimawandels und der aktuellen Pandemie nimmt die Staatliche Kunsthalle Karlsruhe mit der Ausstellung Inventing Nature – Pflanzen in der Kunst unser zwiespältiges Verhältnis zur Welt der Pflanzen in den Blick. Als große Sonderausstellung des Landes Baden-Württemberg ist sie nicht nur der Höhepunkt des 175jährigen Jubiläums der Kunsthalle, sondern markiert auch einen Wendepunkt: Das Museum schließt danach das Hauptgebäude wegen einer umfassenden Sanierung, wird jedoch andernorts aktiv sein.

Angelegt als ein vielfältiges Florilegium – eine Blütenlese – lädt die Ausstellung Inventing Nature anhand von Gemälden, Grafiken, Zeichnungen, Fotografien, Videokunst, Installationen und Skulpturen zu einem „grünen“ Streifzug durch über 500 Jahre Kunstgeschichte ein. Die rund 150 Werke von 80 Künstler*innen eröffnen dabei ein facettenreiches Panorama der Pflanze-Mensch-Beziehungen und inszenieren einen spannungsvollen Dialog zwischen Vergangenheit und Gegenwart. Zeitgenössische Kunst trifft in ihrer medialen und ästhetischen Diversität auf die Werke der historischen Kunst. In immer wieder neuen, überraschenden Konstellationen werden die Potentiale, Bedeutungen, Funktionen und Erscheinungsformen von Pflanzen in der Kunst ausgelotet und der Blick für die ökologischen Problemlagen der Gegenwart geschärft.

Von Paradies-Vorstellungen und Wildnis-Darstellungen bis zu Garten-Bildern und botanischen Studien, von der Darstellung von Metamorphosen und Symbiosen bis zur Dokumentation von Wachstum und Verfall reicht das Spektrum der Positionen. Künstler*innen vergangener Jahrhunderte feierten die Schönheit der Pflanzenwelt; sie plädierten nach der Aufklärung emphatisch für die Rückkehr zur Natur und vollziehen im 21. Jahrhundert einen Paradigmenwechsel: In der Gegenwart versuchen Künstler*innen, ein ästhetisches Bewusstsein dafür zu bilden, dass wir zukünftig neue Aktionsformen, Symbiosen und Synergien mit der Natur entwickeln müssen. Die Ausstellung stellt damit implizit die Frage, was wir zukünftig bewahren, letztlich wie wir leben wollen.

Pflanzen haben oftmals auch eine persönliche Bedeutung, weshalb die Kunsthalle Menschen, die über ihre persönliche Beziehung zu Pflanzen berichten möchten, anlässlich der Schau zu Wort kommen lässt: Nach einem Einreichungsaufruf sind in einem Ausstellungssektor (in der benachbarten Ausstellung Iss mich! Obst und Gemüse in der Kunst) „Pflanzengeschichten“ von Menschen zu hören, zu sehen und zu lesen. Bis zum Ende der Laufzeit werden viele weitere Beiträge hinzukommen und über die kommenden Monate einen wachsenden Garten aus Geschichten bilden.

Die Künstler*innen der Ausstellung sind u.a. Hans Holbein, Lucas Cranach, Rachel Ruysch, Yves Tanguy, Max Ernst, Joseph Beuys, William Kentridge und Peter Dreher. Zeitgenössische Künstler*innen, die in den Dialog mit der Sammlung treten, sind: Ansel Adams, Abbas Akhavan, Lara Almarcegui, Julian Charrière, Donna Conlon, Gergory Crewdson, Simone Demandt, Mark Dion, Spencer Finch, Joan Fontcuberta, Ilkka Halso, Joan Jonas, Eva Jospin, Bernd Koberling, Volker Kreidler, Susanne Kriemann, Christiane Löhr, Theresa Lükenwerk, Gabriela Oberkofler, Tobias Rehberger, Julia Schmid, Miron Schmückle, Martin Schwenk, Sean Scully, Kiki Smith, Gerda Steiner & Jörg Lenzlinger, Thomas Struth, Barthélémy Toguo, Liliane Tomasko, Su-Mei Tse, Robert Voit, Lois Weinberger, Erwin Wurm, Andreas Züst.

Bildnachweis: Ilkka Halso, Kitka River, 2004, aus der Serie: Museum of Nature © Ilkka Halso, Courtesy: Kunststiftung DZ BANK, Frankfurt a. M.

Staatliche Kunsthalle Karlsruhe (Karlsruhe)

24.07.2021 - 31.10.2021 Iss mich! Obst und Gemüse in der Kunst
Staatliche Kunsthalle Karlsruhe (Karlsruhe)
Pressemitteilung
Mit Kunstwerken, die sich reifen Früchten, knackigem Gemüse sowie weiteren köstlichen Speisen aus aller Welt widmen, präsentiert die Ausstellung Iss mich! Obst und Gemüse in der Kunst, die speziell für junge Besucher*innen konzipiert ist, visuelle Gaumenfreuden. Ob saftige Johannisbeeren, exotische Mango oder ofenfrische Fenchel-Pizza: Anhand von Gemälden, Zeichnungen oder Videoarbeiten werden nicht nur auf anregende Weise die unterschiedlichen Darstellungsformen von Obst und Gemüse gezeigt – die Kunstwerke regen zudem zum Nachdenken an. Spargel und Erdbeeren im Januar? Mango und Papaya per Flugzeug nach Europa? Avocado-Plantagen trotz Wasserknappheit? Hinter den Werken von Iss mich! schlummern viele Geschichten, die durchaus auch kritisch das eigene Konsumverhalten hinterfragen. Aber auch die interaktive Begegnung mit den Themen der Ausstellung kommt nicht zu kurz: Ein Medientisch des Max-Rubner-Instituts bietet erhellende Einblicke unter die Haut von Obst und Gemüse, und am virtuellen „Tischlein-deck-dich“ finden alle Besucher*innen das persönliche Lieblingsmenü, während eine Rezeptwand viele Zubereitungsideen zum Mitnehmen bereithält.

Mit der Ausstellung Iss mich! verabschiedet sich die Junge Kunsthalle vor der sanierungsbedingten Schließzeit der Kunsthalle Karlsruhe, die zu einem späteren Zeitpunkt und andernorts ihre Türen wieder öffnen wird. Bis dahin gibt es aber gleich zwei Spielstätten zu erkunden! In unmittelbarer räumlicher, aber auch thematischer Nähe zum großen Jubiläumsbeitrag Inventing Nature - Pflanzen in der Kunst wird die Ausstellung Iss mich! im Hauptgebäude der Kunsthalle präsentiert, während im Nachbargebäude, der Jungen Kunsthalle, die eigene Kreativität im Mittelpunkt steht. Ob zeichnen oder collagieren, dreidimensionale Objekte aus Draht und Kleisterpapier gestalten oder originelle Züchtungen in Holzkisten zaubern – der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt!

Nach einem Einreichungsaufruf für die Ausstellungen Inventing Nature – Pflanzen in der Kunst sowie Iss mich! Obst und Gemüse in der Kunst sind in einem Ausstellungssektor von Iss mich! die persönlichen „Pflanzengeschichten“ von Menschen zu hören, zu sehen und zu lesen. Bis zum Ende der Laufzeit werden viele weitere Beiträge hinzukommen und über die kommenden Monate einen wachsenden Garten aus Geschichten bilden.

Bildnachweis: Peter Anton, slice of watermelon, 2019, Courtesy DavisKlemmGallery, Wiesbaden

Staatliche Kunsthalle Karlsruhe (Karlsruhe)

02.07.2021 - 19.09.2021 Talking Tubes. Installation von Jean-Remy
ZKM | Zentrum für Kunst und Medien (Karlsruhe)
Pressemitteilung

In einer Welt, wo jeder mit jedem und alles mit allem vernetzt ist, wollen die »Talking Tubes« den Wert und die Kraft des direkten Dialogs bewusst machen.

»Talking Tubes« ist eine akustische Installation aus Metall, Industriemüll und Feuerwehrschläuchen, mit einem Beleuchtungskonzept aus Spargeltöpfen, Waschtrommeln und Mistgabeln.

Durch sie werden aphoristische Dialoge über das Reden und Schweigen wiedergegeben – gesprochen von Jan Josef Liefers und Anna Loos.

Ihr Schöpfer Jean-Remy, geboren 1952 in Brüssel, ist Schweizer Staatsbürger und wohnhaft in Berlin.

ZKM | Zentrum für Kunst und Medien (Karlsruhe)

26.06.2021 - 03.10.2021 Ernst Ludwig Kirchner. Tierleben in den Davoser Alpen
Staedtische Galerie Bietigheim-Bissingen ( Bietigheim-Bissingen)
Pressemitteilung
Ernst Ludwig Kirchner (1880–1938) ist als Mitbegründer der Künstlergruppe »Die Brücke« einer der bekanntesten Expressionisten der Klassischen Moderne. Gezeichnet vom Ersten Weltkrieg kam er 1917 erstmals nach Davos in die Schweizer Alpen, wo er sich kurz darauf dauerhaft niederließ und bis zu seinem Tod bleiben sollte. Tiere und Hirten zählten zu seinen ersten Motiven: Er fotografierte, zeichnete, malte und schnitt sie in Holz, außerdem wurden sie ihm zu Vorlagen für Textilarbeiten. Seine Landschaftspanoramen und seine Darstellungen von Nutztieren mit ihren Hirten und Bauern basierten stets auf genauer Beobachtung. Kühe auf der Stafelalp, Berghänge voller Schafe und Ziegen inmitten hochalpiner Landschaft – Kirchner zeigt sie uns als Teil einer Herde und als Individuen, in Ruhe und vor allem in Bewegung. Durch eine expressive Malweise und Farbigkeit verlieh Kirchner ihnen eine große Eindringlichkeit. Er gilt damit – neben Giovanni Segantini und Ferdinand Hodler – als ein großer Erneuerer der Malerei der Alpen. Die Tierdarstellungen Kirchners in den versammelten Gemälden, Aquarellen, Zeichnungen, Druckgrafiken, Stickereien und Skulpturen waren noch nie Thema einer eigenen Ausstellung. Kooperationspartner und zweite Station der Schau in leicht veränderter Form ist das Museum Biberach, das selbst einen Teil des Kirchner Nachlasses beherbergt.

Ausschließlich in der Städtischen Galerie Bietigheim-Bissingen wird auch Kirchners reger Austausch mit Künstlerkollegen in diesen Jahren dokumentiert und anhand ausgewählter Werke vorgestellt: Der Württemberger Philipp Bauknecht und der Niederländer Jan Wiegers waren beide ebenfalls aus gesundheitlichen Gründen nach Davos gekommen; Hermann Scherer und Albert Müller waren Mitglieder der Schweizer Künstlergruppe Rot-Blau, welche sich nach dem Vorbild der »Brücke« Mitte der 1920er Jahre gegründet hatte. Die Ausstellung mit insgesamt rund 70 Werken wird ergänzt durch Kirchners eindrucksvolle Fotografien der Tiere, Bauern und Weggefährten in der Davoser Alpenlandschaft.



Begleitprogramm

Presseführung
Donnerstag, den 24. Juni, um 11 Uhr


Tag der offenen Tür
Freitag, den 25. Juni, von 18 bis 21 Uhr
Aufgrund der aktuellen Lage wird voraussichtlich keine klassische Eröffnung stattfinden können, an der viele Menschen gleichzeitig auf engem Raum zusammenkommen. Stattdessen gibt es über diesen längeren Zeitraum verteilt kurze Einführungen vor ausgewählten Werken. Geöffnet ist die Städtische Galerie bereits ab 14 Uhr.

Öffentliche Führungen
jeden Sonntag, 11.30 Uhr
sobald es die Corona-Maßnahmen wieder zulassen.

Vormittags-Führungen exklusiv für Senior*innen:
DR. PETRA LANFERMANN
Dienstag, 17. August, 10 Uhr
Städtische Galerie, Hauptstr. 62
Anmeldung per Telefon, Fax oder Email an die Städtische Galerie, Eintritt 8 bzw. 6 €, Führungsgebühr 4 €

DR. ISABELL SCHENK-WEININGER
Mittwoch, 15. September, 10 Uhr
Städtische Galerie, Hauptstr. 62
Anmeldung per Telefon, Fax oder Email an die Städtische Galerie, Eintritt 8 bzw. 6 €, Führungsgebühr 4 €


Alle weiteren Veranstaltungen wie After-Work-Kurzführungen, Vormittags-Führungen für Senior*innen und Workshops für Kinder und Jugendliche können derzeit leider nicht terminiert werden.

Aktuelle Informationen zum Ablauf der Ausstellungseröffnung, zum Begleitprogramm, zu den Modalitäten für den Einlass und zu den Maßnahmen – abhängig von der Situation der Corona-Pandemie – entnehmen Sie bitte unserer Website. Sie dürfen uns selbstverständlich auch gerne anrufen.


NEU! Für Kinder und Jugendliche gibt es in der Ausstellung lustige Mitmach-Rätsel und spannende Zeichen-Challenges rund um das Thema Tiere von A wie Ameise bis Z wie Zebra!


Die Bietigheimer Altstadt ist bekannt für ihre zahlreichen Skulpturen bekannter Künstler*innen, darunter finden sich auch viele Tierdarstellungen: z.B. Pferde und Ziegen, eine Kuh und ein Pavian. Mit einem Skulpturen-Quiz, das im Eingangsbereich der Städtischen Galerie abgeholt oder auf unserer Website heruntergeladen werden kann, sind diese auf einem abwechslungsreichen, rund 50-minütigen Spaziergang zu entdecken.
Öffnungszeiten
Di, Mi, Fr 14–18 Uhr
Do 14–20 Uhr
Sa, So, Feiertage 11–18 Uhr

Eintritt: 8 €, ermäßigt 6 €
Eintritt frei jeden letzten Freitag im Monat!
Studioausstellung: Eintritt frei
Öffentliche Führung: 4 € zzgl. Eintritt
Private Gruppenführung: 60 € / 70 € zzgl. erm. Eintritte
Führungen für Gruppen und Schulklassen nach telefonischer Vereinbarung

Katalog zur Ausstellung 18 €



Die Städtische Galerie ist inklusive Sanitäranlage barrierefrei.

Städtische Galerie Bietigheim-Bissingen
Hauptstraße 60–64
74321 Bietigheim-Bissingen
Telefon 07142 74-483
Telefax 07142 74-446
galerie@bietigheim-bissingen.de
http://galerie.bietigheim-bissingen.de
https://www.instagram.com/staedtischegalerie/

Staedtische Galerie Bietigheim-Bissingen ( Bietigheim-Bissingen)

25.06.2021 - 01.11.2021 Beuys – Lehmbruck. Denken ist Plastik
Bundeskunsthalle (Bonn)
Pressemitteilung
Es gibt nicht viele Künstler, die in der Geschichte der Kunst einen so nachhaltigen Umbruch verursacht haben wie Joseph Beuys. Mit seinem Begriff der Sozialen Plastik hat er versucht, das freiheitliche Potenzial der Kunst auf jeglichen Bereich des Lebens zu übertragen. Eine Auflösung der Grenzen zwischen Kunst und Gesellschaft, Politik, Wissenschaft und Bildung stand im Zentrum seiner Überlegungen. Beuys schuf auf diese Weise einen neuen, den erweiterten Kunstbegriff.
Im Jahr 1986, nur wenige Tage vor seinem Tod, erhält Joseph Beuys den Wilhelm-Lehmbruck-Preis. In seiner Dankesrede betont er die Bedeutung, die die Kunst des expressionistischen Bildhauers für ihn hatte. Er beschreibt, wie ihn die Begegnung mit Lehmbrucks Werk überhaupt zur Kunst geführt hat und zieht eine Verbindungslinie bis hin zur Entwicklung seines eigenen Begriffs der Sozialen Plastik. Zum 100. Geburtstag von Joseph Beuys geht die Ausstellung Beuys – Lehmbruck. Denken ist Plastik diesem Gedanken nach und widmet sich dem Werk der beiden Künstler.

Eine Ausstellung der Bundeskunsthalle in Kooperation mit dem Lehmbruck Museum in Duisburg. Die Ausstellung ist Teil des Programms zum Jubiläumsjahr »beuys 2021. 100 jahre joseph beuys«, einem Projekt des Ministeriums für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen in Zusammenarbeit mit der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf als Träger. Schirmherr ist Ministerpräsident Armin Laschet.

Bundeskunsthalle (Bonn)

22.06.2021 - 19.09.2021 Sehen was ist. Von den Künstlern auf der Höri bis heute.
Kunstmuseum Singen (Singen)
Pressemitteilung
»Begierig sind wir zu schauen«, schreibt Friedrich Hölderlin in seiner Hymne »Der Ister«. Geht es uns, nach den langen Wochen des Wartens, nicht ähnlich? Das Kunstmuseum Singen zeigt zum Neustart ein Fest für das Auge: Höhepunkte und Neuzugänge aus der Sammlung. Die Ausstellung spannt dabei den Bogen über rund 100 Jahre Kunstgeschichte am Bodensee, im Hegau und im deutschen Südwesten von den Künstlern auf der Höri bis hin zu zeitgenössischen Positionen heute.

SEHEN WAS WAR. Die Künstler der Höri und ihr Umkreis.
Wenn der Name Höri in der Welt der Kunst heute einen besonderen Klang hat, so verdankt die Halbinsel, die sich in den Untersee rundet, dies jenen Malern, Graphikern und Bildhauern, die in der Zeit von 1933 bis 1945 Zuflucht am Bodensee fanden, in der Nachkriegszeit dort heimisch wurden und die Höri zu einem besonderen Künstlerort machten, an dem die Moderne überdauern konnte.

Das Kunstmuseum Singen besitzt von allen Höri-Künstlern einen eigenen Sammlungsbestand und vermag diese in den Kreis jener Maler und Bildhauer einzubetten, die sich als Vorläufer oder zeitgleich am Bodensee niederließen.
Im Erdgeschoss zeigt das Kunstmuseum eine umfassende Auswahl an Werken, darunter zahlreiche Neuzugänge, von Max Ackermann, Otto Dix, Erich Heckel, Curth Georg Becker, Helmuth Macke, Walter Herzger u. v.a.m.

SEHEN WAS IST. Kunst der Gegenwart im Bodenseeraum.
Heute liegt der Bodensee im Zentrum einer Vierländerregion, in der unterschiedliche Strömungen und internationale Einflüsse aus vier Anrainerstaaten – Deutschland, der Schweiz, Österreich und Liechtenstein – zusammentreffen und sich mischen. Die Fülle an Positionen und Künstler, die sich in der Sammlung zeitgenössischer Kunst aus der Euregio Bodensee des Museums wiederfinden, greift die Präsentation im Obergeschoss des Kunstmuseums auf. Die Spannweite der Auswahl erstreckt sich von expressiven bis zu reduzierten Positionen; von den klassischen Gattungen der Malerei und Graphik über Plastik und Skulptur bis hin zu installativen und Arbeiten mit Licht. Dem bekannten Maler und Graphiker Johannes Dörflinger gratuliert Kunstmuseum mit einer Hommage zum 80. Geburtstag.

Gezeigt werden u.a. neu eingegangene Werke von Beni Bischof, Isa Dahl, Johannes Dörflinger, Felix Droese, Eckhard Froeschlin, Eckart Hahn, Friedemann Hahn, Daniel Hausig, Velimir Ilisevic Thomas Kitzinger, Gerold Miller, Harald F. Müller, Gerhard Opitz, Jürgen Plamtag, Miriam Prantl, Klaus Prior, Johannes ›Jo‹ Rave, Rudolf Schoofs, Hans Schüle, Paul Schwer, Gabriel Vormstein, Markus Weggenmann und Simone Westerwinter.

Kunstmuseum Singen (Singen)

18.06.2021 - 10.10.2021 Flavio Paolucci (im 2-RAUM des Museum Art.Plus)
Museum Art.Plus (Donaueschingen)
Pressemitteilung
Der Schweizer Künstler Flavio Paolucci (*1934) erzeugt in seinen poetischen Arbeiten eine Synthese aus Natur und Kultur.

Geboren und aufgewachsen im Tessiner Bleniotal, hat er immer versucht, sich mit der Natur auseinanderzusetzen, bis die Natur schließlich selbst Teil seiner Kunst wurde.
Nach verschiedenen Werkphasen, zunächst inspiriert durch informelle und neodadaistische Einflüsse bis hin zur Pop Art, sind es seit den 1970er-Jahren vor allem Anklänge an die Arte Povera und ein konzeptionelles Vorgehen, die seine Arbeit prägen.

Zentrale Motive seines künstlerischen Schaffens sind Naturformen, insbesondere Äste, die oft in Verbindung mit strengen grafischen Linien und Formen sowie Häusern in Erscheinung treten. Seine Materialien sind Werkstoff und Bedeutungsträger zugleich. Hölzer, Äste, Steine und Papier, das er mit Ruß und transparenten Farben bearbeitet, arrangiert er zu filigranen, zerbrechlich anmutenden Bildern, Objekten und Skulpturen. Sie sind Ausdruck einer Suche nach dem Gleichgewicht zwischen Sein und Schein, Traum und Wirklichkeit, Werden und Vergehen sowie von Natur und Zivilisation.

Die Ausstellung präsentiert Plastiken, Installationen und Bilder von den 1990er-Jahren bis heute.

Museum Art.Plus (Donaueschingen)

03.06.2021 - 21.11.2021 Einblick in die Sammlung: Von Vierbeinern, Federvieh und Flügelwesen
Staedtische Galerie Bietigheim-Bissingen ( Bietigheim-Bissingen)
Pressemitteilung
Studioausstellung
Einblick in die Sammlung:
Von Vierbeinern, Federvieh und Flügelwesen
3. Juni bis 21. November 2021

Anlässlich der großen Ausstellung »Ernst Ludwig Kirchner. Tierleben in den Davoser Alpen« gibt die Städtische Galerie einen Einblick in ihre umfangreiche Sammlung: eine Auswahl an Werken von der Klassischen Moderne bis zur Gegenwart, in denen Tierdarstellungen im Mittelpunkt stehen. Dabei werden im historischen Gebäudeteil neben heimischen Nutztieren – wie sie auch Kirchner in Szene setzte – gleichfalls wilde, exotische Tiere zu sehen sein. Mit von der Partie sind ebenfalls Meeresgetier und Fabelwesen, wie auch Vögel und Insekten kreuchen und fleuchen.

Aktuelle Informationen zum Ablauf der Ausstellungseröffnung, zum Begleitprogramm, zu den Modalitäten für den Einlass und zu den Maßnahmen – abhängig von der Situation der Corona-Pandemie – entnehmen Sie bitte unserer Website. Sie dürfen uns selbstverständlich auch gerne anrufen.
Begleitprogramm:
Öffentliche Führung:
DR. PETRA LANFERMANN
Sonntag, 17. Oktober, 16.30 Uhr
Städtische Galerie, Hauptstr. 62
Anmeldung per Telefon, Fax oder Email an die Städtische Galerie, Eintritt frei, Führungsgebühr 4 €

Sommerferien-Workshops für Kinder und Jugendliche u den Ausstellungen „Ernst Ludwig Kirchner. Tierleben in den Davoser Alpen“ und „Von Vierbeinern, Federvieh und Flügelwesen“ in der Städtischen Galerie:

Tierkarussell
Donnerstag und Freitag, 29. und 30. Juli
10-13 Uhr: 6-10 Jahre
14-17 Uhr: 8-12 Jahre
Egmont Pflanzer
Kosten: 10 € pro Tag
Viele Tiere haben für uns einen Nutzen, z.B. geben Kühe, Ziegen und Schafe, die der Künstler Ernst Ludwig Kirchner in den Schweizer Alpen gemalt hat, Milch. Auf manchen Tieren kann man auch reiten. Doch selbst, wer noch nie auf einem echten Tier geritten ist, hat bestimmt schon einmal auf einem Karussellpferd gesessen. Doch nicht nur Pferde, sondern auch alle möglichen anderen Tiere bevölkern die Karusselle. Baue dein eigenes kleines Tierkarussell mit Bären, Delfinen oder worauf du sonst so gerne reiten würdest.
Bitte alte Kleidung, die schmutzig werden darf, anziehen!


Ein farbenfroher Tierpark
Montag und Dienstag, 9. und 10. August
10-13 Uhr: 6-10 Jahre
14-17 Uhr: 8-12 Jahre
Verena Feck
Kosten: 10 € pro Tag
Gemeinsam tauchen wir ein in die farbenfrohen Tierwelten des Künstlers Ernst Ludwig Kirchner. Bei unserem Besuch seiner Ausstellung in der Städtischen Galerie sehen wir, dass er die Kühe, Ziegen und Schafe auf den Almen und Weiden in den Schweizer Bergen nicht nur gemalt, sondern auch fotografiert, gestickt und in Holz geschnitten hat. In einer zweiten Ausstellung entdecken wir noch viel mehr Tiere: Affen, Tiger, Krokodile und sogar Einhörner! Welches Tier magst Du am liebsten? Aus Pappmaché darfst Du Dein Lieblingstier formen und anschließend nach Lust und Laune bemalen, sodass Deine eigene Tierskulptur entsteht. Am Ende können wir dann unseren kleinen, farbenfrohen Tierpark bestaunen.
Bitte alte Kleidung, die schmutzig werden darf, anziehen!


Das große Tierlexikon
Montag – Mittwoch, 16. bis 18. August
10-13 Uhr: 6-10 Jahre
14-17 Uhr: 8-12 Jahre
Muriel Gehringer
Kosten: 10 € pro Tag
Ohren gespitzt und Augen geöffnet! Wir begeben uns auf Safari! Dabei nehmen wir die Spuren verschiedener tierischer Bewohner der Schweizer Alpen (in der Ausstellung von Ernst Ludwig Kirchner in der Städtischen Galerie) auf und lauschen dem Meckern der Ziegen und dem Muhen der Kühe im Gebirge. Und (in einer zweiten Ausstellung) entdecken wir „Vierbeiner, Federvieh und Flügelwesen“. Um diese interessanten Begegnungen für immer festzuhalten, machen wir mit Stempeldruck oder Linolschnitt viele kreative Drucke von unseren Lieblingstieren. Gemeinsam werden wir dann ein Lexikon gestalten, in dem wir unsere Tiere von A wie Ameise bis Z wie Zebra versammeln. Jeder darf dann am Schluss ein Lexikon mit nach Hause nehmen, so dass Du Dich auch noch in Jahren an unsere Safari erinnern wirst.
Bitte alte Kleidung, die schmutzig werden darf, anziehen!


Fantasievolle Tiermasken
Dienstag und Mittwoch, 24. und 25. August
10-13 Uhr: 6-10 Jahre
14-17 Uhr: 8-12 Jahre
Muriel Gehringer
Kosten: 10 € pro Tag
Brüllen, schnauben, zwitschern und quietschen. Übe diese Geräusche schon einmal, denn bald verwandelst Du Dich selbst in ein Tier... und zwar mit fantastischen Masken! Fasching ist dieses Jahr ausgefallen, aber verkleiden und verwandeln können wir uns auch jederzeit unter dem Jahr und das macht immer Spaß. Wir toben uns für die Gestaltung unserer Masken mit Gips, Farben und vielen anderen Materialien aus! Egal ob bunt wie ein Kanarienvogel oder gefährlich wie ein Wolf, es hängt von Dir ab, welches Wesen Du am Ende sein möchtest!
Bitte alte Kleidung, die schmutzig werden darf, anziehen!


Tier-Memory
Montag und Dienstag, 30. und 31. August
10-13 Uhr: 6-10 Jahre
14-17 Uhr: 8-12 Jahre
Egmont Pflanzer
Kosten: 10 € pro Tag
Du hast bestimmt ein Memory zuhause. Dieses Spiel macht Spaß und trainiert das Gehirn – aber hast Du auch ein selbst gemachtes? Wir lassen uns von den Ausstellungen in der Städtischen Galerie inspirieren, in denen es nur so wimmelt von unterschiedlichen Tieren, und dann machen wir uns an die Arbeit. Male dein eigenes Tier-Memory mit schönen, lustigen oder gefährlichen Tieren.
Bitte alte Kleidung, die schmutzig werden darf, anziehen!
Anmeldung erforderlich unter Telefon 07142 74-483, Email galerie@bietigheim-bissingen.de
begrenzte Teilnehmerzahl


Öffnungszeiten
Di, Mi, Fr 14–18 Uhr
Do 14–20 Uhr
Sa, So, Feiertage 11–18 Uhr

Eintritt: 8 €, ermäßigt 6 €
Eintritt frei jeden letzten Freitag im Monat!
Studioausstellung: Eintritt frei
Öffentliche Führung: 4 € zzgl. Eintritt
Private Gruppenführung: 60 € / 70 € zzgl. erm. Eintritte
Führungen für Gruppen und Schulklassen nach telefonischer Vereinbarung

Katalog zur Ausstellung 18 €



Die Städtische Galerie ist inklusive Sanitäranlage barrierefrei.

Städtische Galerie Bietigheim-Bissingen
Hauptstraße 60–64
74321 Bietigheim-Bissingen
Telefon 07142 74-483
Telefax 07142 74-446
galerie@bietigheim-bissingen.de
http://galerie.bietigheim-bissingen.de
https://www.instagram.com/staedtischegalerie/

Staedtische Galerie Bietigheim-Bissingen ( Bietigheim-Bissingen)