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Pressemitteilungen
Pressemitteilungen
16.10.2020 - 10.01.2021 Masculinities: Liberation through Photography
Gropius Bau (Berlin)
Pressemitteilung
Die Gruppenausstellung Masculinities: Liberation through Photography versammelt unter anderem Arbeiten von Laurie Anderson, Richard Avedon, Rotimi Fani-Kayode, Isaac Julien sowie Annette Messager und untersucht, auf welche Weise Männlichkeit seit den 1960er Jahren erlebt, performativ hergestellt und sozial konstruiert wird.

In einer Zeit, in der sich klassische Männlichkeitsbilder in der Krise befinden und Begriffe wie „toxische“ und „fragile“ Männlichkeit gesellschaftliche Diskurse prägen, bieten über 300 Arbeiten von 50 internationalen Künstler*innen, darunter Laurie Anderson, Richard Avedon, Rotimi Fani-Kayode, Peter Hujar, Isaac Julien, Annette Messager und Catherine Opie, ein Panorama der filmischen und fotografischen Auseinandersetzung mit dem Maskulinen in all seiner Widersprüchlichkeit und Komplexität. Zentrale Bezugspunkte sind Themen wie Patriarchat, Macht, queere Identität, Race und Class, Sexualität sowie die weibliche Wahrnehmung von Männlichkeit, welche als ein weitgehend fließendes, performatives Identitätskonzept ins Blickfeld rückt.

Kuratiert von Alona Pardo
Organisiert vom Barbican Centre, London

Gropius Bau (Berlin)

20.09.2020 - 13.12.2020 Claude Cahun, Philippe Halsman, Jürgen Klauke, Martin Liebscher, Inge Morath – „Das bin ich! Sicher?
KuK - Kunst- und Kulturzentrum der StädteRegion Aachen (Monschau)
Pressemitteilung
Die Ausstellung „Das bin ich! Sicher? — That’s me! Sure?“ widmet sich dem Rollenspiel mit Identitäten. Was macht die Identität eines Menschen aus? Welche Rolle spielen hierbei das Geschlecht, die Religion oder die soziale Stellung in der Gesellschaft? Die Ausstellung beschäftigt sich mit den Fragen nach der eigenen Identität; sie zeigt, wie Künstlerinnen und Künstler in ihren Arbeiten die Grenzen des Annehmbaren ausloten, neue soziale Rollen erproben und gesellschaftliche Tabus überschreiten. Während einige Fotokünstlerinnen und Fotokünstler sich mit Posen des Fremden selbst inszenieren, nutzen andere ihren Körper als Medium für multiple Identitäten.

Die Ausstellung umfasst ca. 130 Arbeiten von Claude Cahun, Philippe Halsman, Jürgen Klauke, Martin Liebscher und Inge Morath. Die hier präsentierten Arbeiten fügen sich zu einer Foto-Galerie, die die Versuche der Kunstfotografen zur Selbst- oder Neufindung eindringlich und beeindruckend dokumentiert.

Fotohinweis:
Mit sich und der Welt, 1984 ©Jürgen Klauke

KuK - Kunst- und Kulturzentrum der StädteRegion Aachen (Monschau)

10.09.2020 - 13.12.2020 Thea Djordjadze
Gropius Bau (Berlin)
Pressemitteilung
Thea Djordjadzes künstlerische Praxis lässt sich als Prozess des beständigen Wiederverwertens, Rekonfigurierens und Neuordnens von Objekten begreifen. In der umfangreichen Werkschau der Künstlerin treten bestehende und neue, speziell für den Gropius Bau entwickelte Arbeiten in einen Dialog mit dem geschichtsträchtigen Gebäude.

Gleichermaßen von historischen Artefakten wie von Konzepten moderner Kunst und Architektur beeinflusst, zeichnen sich Djordjadzes skulpturale Arbeiten durch formale Brüche und eine eigenwillige Materialästhetik aus. Indem sie Materialien wie Gips, Metall, Gummi, Textilien, Holz oder Pappmaché kombiniert, schafft Djordjadze fragmentarische Raumsituationen, anhand derer sie das klassische Display – Vitrine, Sockel, Rahmung und Podest – als wiederkehrendes Motiv in ihrer Arbeit neu formuliert. Ab dem 10. September 2020 zeigt der Gropius Bau bestehende und neue Arbeiten der in Berlin lebenden Künstlerin in seinen Räumlichkeiten; so auch im sogenannten Schliemann-Saal, der von 1881 bis 1885 die archäologischen Ausgrabungen Heinrich Schliemanns beherbergte. In Auseinandersetzung mit der Vergangenheit des Ausstellungshauses treten Djordjadzes Arbeiten und Interventionen in einen Dialog mit diesen geschichtsträchtigen Räumen. Die Ausstellung markiert den Beginn einer Reihe von künstlerischen Präsentationen, die sich mit der Geschichte der archäologischen Ausstellungen im Gropius Bau befassen.

Kuratiert von Julienne Lorz

Gropius Bau (Berlin)

04.09.2020 - 17.01.2021 Yayoi Kusama
Gropius Bau (Berlin)
Pressemitteilung
Yayoi Kusama zählt zu den bedeutendsten japanischen Künstler*innen der Gegenwart. Im Herbst 2020 widmet der Gropius Bau Kusama die erste umfassende Retrospektive in Deutschland, die einen Überblick über ihr Schaffen der letzten siebzig Jahre bietet und neben aktuellen Gemälden einen neuen Infinity Mirrored Room und Installation der Künstlerin umfasst.

Yayoi Kusama wurde durch ihre Auseinandersetzung mit repetitiven Mustern und Strukturen, ihre charakteristischen Polka Dots und Spiegelräume weltberühmt; in ihren Arbeiten konfrontiert sie Betrachter*innen mit Welten, die sich grenzenlos auszudehnen scheinen, und spürt der Auflösung des Subjekts in der Unendlichkeit nach. Seit Beginn ihrer künstlerischen Laufbahn im New York der späten 1950er Jahre verband sie klassische Medien wie Malerei, Skulptur und Zeichnung mit Installationen, Performances und Happenings. Auf einer Fläche von knapp 3000 m² macht der Gropius Bau Kusamas Werk in seiner Gesamtheit erstmals in Deutschland zugänglich und knüpft damit an den Beginn der breiten Rezeption der Künstlerin Mitte der 1960er Jahre im deutschen und europäischen Kontext an, wo sie aktiver war als in den USA, ihrem damaligen Lebensmittelpunkt.

Im Museum Ludwig in Köln wird die Ausstellung ab April 2021 und in der Fondation Beyeler in Riehen ab Oktober 2021 zu sehen sein.

Kuratiert von Stephanie Rosenthal, Yilmaz Dziewior und Beatrix Ruf

In enger Zusammenarbeit mit der Künstlerin

Gropius Bau (Berlin)

21.06.2020 - 13.09.2020 Jacques-Henri Lartigue – „Das Leben ist bunt“ (Deutschlandpremiere)
KuK - Kunst- und Kulturzentrum der StädteRegion Aachen (Monschau)
Pressemitteilung
Die Farbfotografien des französischen Fotografen Jacques-Henri Lartigue (1894–1986) sind der Öffentlichkeit noch weitgehend unbekannt, obwohl sie fast ein Drittel seines bei der Médiathèque de l‘Architecture et du Patrimoine bei Paris aufbewahrten Œuvres, bestehend aus 120.000 Negativen, ausmachen. Lartigue kommt unverkennbar von der Malerei: „Ich war schon immer Maler. Folglich sehe ich alles mit meinen Maleraugen. Für mich sind Leben und Farbe untrennbar…“, so der Künstler selbst.

Die Ausstellung trägt den Titel „Das Leben ist bunt“ und umfasst rund 140 Farbfotografien, die in ihrer Gesamtheit als Hommage an die Leichtigkeit des Lebens verstanden werden können. Ob farbenfrohe Blütenwiesen, eine mondäne Feier mit Picasso an der Côte d’Azur, ob schneebedeckte Bäume in einem Pariser Park oder ein Picknick am Meer in der Bretagne – stets überträgt sich die Leichtigkeit des Seins auf den Betrachter.

Bildhinweis:
Jacques-Henri Lartigue: Simone Roussel fährt den "Zweirädrigen Bob", Rouzat, Frankreich, September 1913 ©Ministère de la Culture France/Association des Amis de Jacques-Henri Lartigue, France

KuK - Kunst- und Kulturzentrum der StädteRegion Aachen (Monschau)

30.05.2020 - 27.09.2020 Inventing Nature. Pflanzen in der Kunst
Staatliche Kunsthalle Karlsruhe (Karlsruhe)
Pressemitteilung
Pflanzen werden genutzt, gezüchtet, geliebt – und ausgerottet. Vor dem Hintergrund des fortschreitenden Klimawandels und des global zunehmenden Umweltbewusstseins nimmt die Ausstellung unser Verhältnis zur Welt der Pflanzen in den Blick.
In dialogischen Konstellationen führen Werke vom Spätmittelalter bis in die Gegenwart den Wandel unserer Bilder und unseres Verständnisses von „grüner“ Natur vor Augen.
Zu sehen sein werden Werke von Albrecht Dürer über Max Ernst bis zu Joan Jonas, Ilkka Halso oder Su-Mei Tse.

Staatliche Kunsthalle Karlsruhe (Karlsruhe)

17.05.2020 - 16.08.2020 Goya
Fondation Beyeler (Riehen)
Pressemitteilung
Francisco-de-Goya-Retrospektive im Sommer 2020 in der Fondation Beyeler –
Einen Vorgeschmack bietet die Präsentation des Gemäldes Hexensabbat am Stand auf der diesjährigen Art
Basel.
Die Fondation Beyeler widmet Francisco de Goya eine der bisher bedeutendsten Ausstellungen ausserhalb
Spaniens. Goya ist einer der letzten grossen Hofkünstler und der erste Wegbereiter der modernen Kunst.
Die Ausstellung entsteht in Zusammenarbeit mit dem Museo Nacional del Prado in Madrid. Selten gezeigte
Gemälde aus spanischem Privatbesitz werden in der Fondation Beyeler erstmals mit Schlüsselwerken aus
renommierten europäischen und amerikanischen Museen wie auch Privatsammlungen vereint sein. Zum
Auftakt der Sommerausstellung 2020 präsentiert die Fondation Beyeler am diesjährigen Stand auf der Art
Basel Goyas eindrucksvolles und rätselhaftes Gemälde Hexensabbat (1797/98) aus dem madrilenischen
Museo Lázaro Galdiano.
Francisco de Goya (1746–1828) ist einer der grossen Wegbereiter der modernen Kunst. Sein
facettenreiches Werk, das den Freuden und dem Glanz ebenso wie den Schrecken und Abgründen der
menschlichen Existenz auf einzigartige Weise Ausdruck verleiht, übt einen kaum zu überschätzenden
Einfluss auf die Künstler des 20. und 21. Jahrhunderts aus. Zu den wichtigsten Genres und Themen in
seinen Bildern zählen allen voran die Porträts, die Mitglieder der Königsfamilie und des Hofes, aber auch
Freunde und Bekannte des Künstlers zeigen. Die Bildnisse sind in der Konzeption vielschichtig, indem sie
die Widersprüchlichkeit und komplexe Persönlichkeit der Dargestellten vor Augen führen. Hinzu kommen
Selbstbildnisse, in denen die innere Bewegtheit und Intelligenz des Künstlers auf eindringliche Weise
Gestalt erlangen. Ein gänzlich eigenständiger Motivkreis ist jener der Majas: Frauendarstellungen, die ein
ambivalentes Verhältnis zwischen Mann und Frau zu erkennen geben. In seinen Genrebildern reflektiert
Goya Begebenheiten aus dem Alltag der spanischen Gesellschaft. Dazu gehören Marktszenen und
Stierkämpfe, Banditenhöhlen, Irrenhäuser sowie Inquisitionstribunale als Orte des Machtmissbrauchs und
der Gewalt. Von ebenso grosser Bedeutung sind die Darstellungen von Hexensabbaten, in denen Goya
Abgründiges, den Aberglauben, die Unvernunft und die Alpträume seiner Zeit zur Anschauung bringt.
Die Ausstellung wird über 70 Gemälde und ein Konvolut von rund 50 meisterhaften Zeichnungen und 30
Druckgrafiken versammeln, die die Besucher zu einer Begegnung mit dem Schönen wie auch dem
Unfassbaren einladen. Sie entsteht in Kooperation mit dem Museo Nacional del Prado in Madrid. Selten zu
sehende Gemälde aus spanischem Privatbesitz werden in der Fondation Beyeler erstmals mit
Schlüsselwerken aus den renommiertesten europäischen und amerikanischen Museen und
Privatsammlungen vereint sein.
Goyas radikale Bilder wurden besonders von den modernen spanischen Künstlern verehrt, darunter Pablo
Picasso und Joan Miró. Insbesondere die Surrealisten erblickten in ihm einen Geistesverwandten. Auch für
zeitgenössische Künstler stellt Goya eine wichtige Inspirationsquelle dar. In der Reflexion über den
Menschen in einer konfliktreichen, zwischen Vernunft und Unvernunft schwankenden Welt erweisen sich
seine Bilder heute als aktueller denn je.
Die Ausstellung von Hexensabbat am Stand der Fondation Beyeler auf der Art Basel ist ein erster
Vorgeschmack dessen, was die Besucherinnen und Besucher im kommenden Jahr in Riehen erwarten
wird. Ermöglicht wird diese Vorschau auf Goya durch das leihgebende Museo Lázaro Galdiano in Madrid.
Das Museum ging aus der grosszügigen Schenkung des gesamten Erbes von José Lázaro Galdiano an den
spanischen Staat hervor. Sie umfasste 13.000 Kunstwerke, ein Palais, in dem die Objekte untergebracht
sind, die Redaktionszentrale des Verlags La España Moderna und eine Bibliothek mit 20.000 Bänden. Zu
den Höhepunkten der beeindruckenden Sammlung zählen Werke von Künstlern wie Hieronymus Bosch,
Diego Velázquez oder El Greco.

Fondation Beyeler (Riehen)

09.05.2020 - 04.10.2020 Critical Zones Horizonte einer neuen Erdpolitik
ZKM | Zentrum für Kunst und Medien (Karlsruhe)
Pressemitteilung
Lange blieben die Reaktionen der Erde auf unser menschliches Handeln unbeachtet, doch spätestens mit der Protestbewegung Fridays for Future ist die Klimakrise in das öffentliche Bewusstsein gerückt. Die Gedankenausstellung »CRITICAL ZONES« lädt dazu ein, sich mit der KRITISCHEN Lage der Erde auf vielfältige Art und Weise zu befassen und neue Modi des Zusammenlebens zwischen allen Lebensformen zu erkunden.

ZKM | Zentrum für Kunst und Medien (Karlsruhe)

30.04.2020 - 02.08.2020 Otobong Nkanga
Gropius Bau (Berlin)
Pressemitteilung
Otobong Nkangas Interesse gilt der komplexen Beziehung zwischen Mensch und Land, die sie in ihren Arbeiten im Spannungsfeld von ausbeuterischen Extraktionsverfahren und Strukturen von Reparatur und Fürsorge untersucht. Nach ihrem einjährigen Aufenthalt als In House: Artist in Residence 2019 im Gropius Bau bietet die Einzelausstellung einen Einblick in zentrale Fragestellungen ihres Schaffens.

Für Otobong Nkanga lassen sich der menschliche Körper und die Erde, auf der er sich bewegt, nicht losgelöst voneinander betrachten; auf Basis umfassender Recherchen und durch die Verschränkung verschiedener Medien wie Zeichnung, Installation und Performance zeichnet Nkanga die Bewegung von Mineralien, Gütern und Menschen nach, um ökonomische und ökologische Prozesse umfassend zu ergründen. In ihren Arbeiten erforscht sie zudem die variierenden Bedeutungen, die natürlichen Ressourcen in unterschiedlichen Kulturen zugeschrieben werden, sowie das gewaltsame Verhältnis, auf dem deren Abbau und Weiterverarbeitung fußen – und stellt so tradierte Denkweisen infrage.

Vorbehaltlich der Juryentscheidungen potenzieller Förderer

Kuratiert von Stephanie Rosenthal mit Clara Meister

Gropius Bau (Berlin)

25.04.2020 - 06.09.2020 The Cool and the Cold. Malerei der USA und der UdSSR 1960–1990. Sammlung Ludwig
Gropius Bau (Berlin)
Pressemitteilung
Im Jahr des 30. Jubiläums der deutschen Wiedervereinigung ist im Gropius Bau eine Gruppenausstellung zu sehen, die zur Zeit des Kalten Krieges entstandene Gemälde aus beiden weltpolitischen Machtzentren vereint – unter anderem Arbeiten von Andy Warhol, Il’ja Kabakov, Jackson Pollock, Helen Frankenthaler und Erik Bulatov.

Unter dem Titel The Cool and the Cold. Malerei der USA und der UdSSR 1960–1990. Sammlung Ludwig werden unter anderem Arbeiten von Andy Warhol, Il’ja Kabakov, Erik Bulatov, Lee Lozano, Jackson Pollock, Helen Frankenthaler, Viktor Pivovarov, Natal’ja Nesterova und Ivan ?ujkov aus der Sammlung Ludwig miteinander in Beziehung gesetzt. Peter und Irene Ludwig gehörten zu den ersten europäischen Sammler*innen von US-amerikanischer Pop-Art und Kunst aus der Sowjetunion; ihre umfangreiche Sammlung ermöglicht so die kritische Gegenüberstellung von Werken aus beiden Lagern des Ost-West-Konflikts. Die Ausstellung im Gropius Bau untersucht, wie Künstler*innen auf politische wie ästhetische Fragen ihrer Zeit reagierten und Vorstellungen individueller und gesellschaftlicher Freiheit verhandelten; im Dialog von Konzeptkunst und Pop-Art aus drei Jahrzehnten wird Kunst als Ausdruck von und Kommentar zu Ideologien lesbar.

Kuratiert von Benjamin Dodenhoff und Brigitte Franzen
Organisiert in Zusammenarbeit mit der Peter und Irene Ludwig Stiftung

Gropius Bau (Berlin)

29.03.2020 - 14.06.2020 Robert Lebeck – „Porträts von Menschen und Ländern“
KuK - Kunst- und Kulturzentrum der StädteRegion Aachen (Monschau)
Pressemitteilung
Robert Lebeck (1929–2014) war einer der bedeutendsten deutschen Fotojournalisten der Nachkriegszeit. Seine Fotografien von Romy Schneider, Josef Beuys, Herbert von Karajan und anderen Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens sind unvergessen. Über 30 Jahre lang reiste er als Fotoreporter für das Magazin „Stern“ um die Welt. Dem zugewandten und charismatischen Fotografen fiel es leicht, mit Menschen in Kontakt zu kommen, egal aus welcher gesellschaftlichen Schicht, egal an welchem Ort der Welt. Vor seiner Kamera waren sie alle gleich, auch in der Unbefangenheit, mit der sie sich für den Fotografen öffneten: Elvis Presley, Woody Allen oder der unbekannte Mann auf der Straße.

Die Ausstellung umfasst ca. 130 Schwarz-Weiß-Aufnahmen, die zwischen den späten 1950er und 90er Jahren entstanden sind. Neben Porträts werden Reisereportagen z. B. aus dem „verbotenen Land“ Russland, aus Japan, den USA und Europa zu sehen sein. Dank der wertvollen Unterstützung von Cordula Lebeck, der Ehefrau und engsten Mitarbeiterin des Fotografen, hat das KuK nun eine breitgefächerte Auswahl aus zum Teil unveröffentlichtem Material zusammengestellt.

Bildhinweis:
Wäscherinnen in Cullera, Spanien, 1964 ©Robert Lebeck

KuK - Kunst- und Kulturzentrum der StädteRegion Aachen (Monschau)

27.03.2020 - 07.06.2020 Lee Mingwei: ? Li, Geschenke und Rituale
Gropius Bau (Berlin)
Pressemitteilung
Im Mittelpunkt von Lee Mingweis künstlerischer Praxis stehen Rituale des Schenkens und Beschenktwerdens. Vom 27. März bis 7. Juni 2020 zeigt der Gropius Bau eine Einzelausstellung des Künstlers, die seine Performances und Installationen der letzten dreißig Jahre präsentiert und Kunst als transformatives Geschenk untersucht.

In Lee Mingweis Arbeiten werden immaterielle Gaben wie Lieder, Gespräche und Raum für Kontemplation verschenkt und empfangen. Ansatzpunkt seiner Projekte sind häufig persönliche Begegnungen, auf deren Basis der Künstler Installationen entwickelt. Lees Auseinandersetzung mit Erfahrungen, in denen Zeit verschenkt wird, bedingt seine Faszination für das Gastgeben. Im Herbst 2019 hat der Künstler daher Open Calls veröffentlicht, um Berliner*innen als Gastgeber*innen in seine kommende Ausstellung einzubinden. Im Rahmen des Projekts The Living Room sind diese Gastgeber*innen eingeladen, ihre persönlichen Sammlungen auszustellen, während sie in The Mending Project mitgebrachte Textilien von Besucher*innen ausbessern und mit diesen ins Gespräch kommen. Diese Prozesse begründen einen gemeinsamen Erfahrungsraum, der gegenseitigen Austausch sowie heilende und fürsorgliche Rituale erlaubt.

Open Calls
Für seine partizipativen Projekte, die 2020 im Gropius Bau zu sehen sein werden, sucht Lee Mingwei nach textilen Erinnerungsstücken, persönlichen Sammlungen und Menschen, die als Gesprächspartner*innen vor Ort sein und beim Ausbessern von Kleidung helfen möchten. Weitere Informationen zu den Projekten und zum Bewerbungsprozess sind in den Open Calls zu finden. Bewerbungsschluss ist der 3. Dezember 2019.



Kuratiert von Stephanie Rosenthal mit Clare Molloy

Gropius Bau (Berlin)

20.03.2020 - 19.07.2020 Drucksache Bauhaus
Staatsgalerie Stuttgart (Stuttgart)
Pressemitteilung
Eine »Neue Europaeische Graphik« zu formen, das hatten Lyonel
Feininger und Walter Gropius im Sinn, als sie im Jahr 1921 aus dem
Bauhaus in Weimar europaweit die Künstler der Avantgarde aufriefen,
gemeinsam ein Mappenwerk der Druckgraphik entstehen zu lassen.
Ihrem Aufruf folgten 45 Künstler, die sich teilweise zuvor noch als
Feinde im Krieg gegenüberstanden.
Willi Baumeister, Max Beckmann, Umberto Boccioni, Marc Chagall,
Giorgio de Chirico, Erich Heckel, Wassily Kandinsky, Ernst Ludwig
Kirchner, Paul Klee, Oskar Schlemmer, Kurt Schwitters, Gino Severini
– jeder für sich ein Avantgardist. Gemeinsam vertraten sie die
verschiedenen Strömungen der europäischen Moderne. Über ihre
druckgraphischen Arbeiten in einem Mappenwerk konnte die Idee der
Moderne international vervielfältigt, verbreitet und Sammlern preiswert
zum Kauf angeboten werden.
Die Staatsgalerie zeigt in der Ausstellung ihr Bauhaus Mappenwerk
und ergänzt es um druckgraphische Arbeiten weiterer
Bauhausmeister. Erweitert wird der Blick durch den, der Ausstellung
vorgeschalteten »Stuttgarter Prolog«, der sich Adolf Hölzel und Ida
Kerkovius widmet. Hölzel war Lehrer von Johannes Itten und Oskar
Schlemmer, Kerkovius seine Assistentin, die von 1921 bis 1923 am
Bauhaus in Weimar studierte. Vieles der späteren Lehre in Weimar
findet sich bereits bei Adolf Hölzel.
Vor allem aber zeigt die Ausstellung die Druckgraphik als
künstlerisches Medium der europäischen Avantgarde. Im Bauhaus
Jubiläumsjahr 2019 waren die Bauhaus Mappen aus der Sammlung
der Staatsgalerie Stuttgart zu Gast in National Gallery Ireland, Dublin.

Staatsgalerie Stuttgart (Stuttgart)

20.03.2020 - 19.07.2020 Ida Kerkovius. Die ganze Welt ist Farbe
Staatsgalerie Stuttgart (Stuttgart)
Pressemitteilung
»Meine Welt ist die Farbe, in ihr kann sich meine Phantasie ganz
entfalten« war das Leitmotiv von Ida Kerkovius (1879?1970). Unter
den rund 20 Schülerinnen von Adolf Hölzel an der Stuttgarter
Akademie, ragt die »Kerko«, wie sie genannt wurde, besonders
hervor. Schon 1903 war sie bei dem großen Lehrer in Dachau, ab
1908 dann bei ihm in Stuttgart. Hölzel, der sie später zu seiner
Assistentin machte, wusste ihre Eigenheit zu schätzen: »Sie macht
meine Lehre, aber komisch, sie macht ganz andere Sachen.«
Zwischen 1920 und 1923 studierte die Künstlerin in den
Wintersemestern am Bauhaus in Weimar, wo sie besonders die
Lehren von Wasily Kandinsky und Paul Klee inspirierten. Trotz der
verschiedenen Einflüsse betonte sie immer, dass sie nicht nur einem
Stil folge: »Ich bekenne mich zu keiner Kunstrichtung, sondern bin
immer bestrebt wie am Anfang meiner Entwicklung, den Gefühlen, die
in mir leben, Gestalt, Qualität und Ausdruck zu geben.«
Die Weigerung, sich einem verbindlichen Stil unterzuordnen
ermöglichte ihr, immer wieder neu mit den bildnerischen Mitteln und

Pierre-Auguste Renoir, Das
Gewächshaus (La Serre|The
Greenhouse), um 1876, Leihgabe aus
Privatbesitz
der Farbe umzugehen. Sie entwickelte, gerade in ihren
Pastellarbeiten, eine eigenständige emotionale, farbenprächtige
Bildsprache, die den Betrachter auf einer sinnlichen
Wahrnehmungsebene mit einbezieht.

Staatsgalerie Stuttgart (Stuttgart)

07.03.2020 - 13.09.2020 (Un)endliche Ressourcen. Künstlerische Positionen seit 1980
Städtische Galerie Karlsruhe (Karlsruhe)
Pressemitteilung
Die Auswir­kun­gen der heutigen Konsum­ge­sell­schaft auf unsere Um­welt sind allge­gen­wär­tig. Sei es, dass wir sie mit unseren ei­ge­nen Sinnen erfahren und darüber im Alltag disku­tie­ren, sei es, dass wir entspre­chende Bericht­er­stat­tun­gen Tag für Tag in den Medien verfolgen können.

Ausgehend von ausge­wähl­ten Beispielen der letzten 40 Jahre ­stellt die Ausstel­lung zeitge­nös­si­sche Künst­ler*in­nen vor, die sich mit den wechsel­sei­ti­gen Einflüssen zwischen der sich ­zu­neh­mend globa­li­sie­ren­den Konsum­ge­sell­schaft und ihrer Umwelt ­be­schäf­ti­gen.

Diese aktuellen Positionen beobachten, dokumen­tie­ren und kom­men­tie­ren die Spuren, die die Nutzung und Ausnutzung unserer Le­bend­grund­la­gen hinter­las­sen. Das heutige Verhältnis zwischen Na­tur und Zivili­sa­tion wird ebenso in den Blick genommen wie das viel­ge­stal­tige Phänomen des Abfalls. Auch natürliche Rohstof­fe wie Wasser und fossile Ressourcen sind Gegenstand der künst­le­ri­schen Betrach­tung.

In so unter­schied­li­chen Medien wie Malerei, Fotografie, Skulptur, Instal­la­tion oder Video nähern sich die rund 20 Künst­ler*in­nen der Ausstel­lung diesen dring­li­chen Themen.

Foto Agnes Märkel | Letzte Ressourcen (Detail) | 2015 | Städtische Galerie Karlsruhe | © VG Bild-Kunst, Bonn 2019

Städtische Galerie Karlsruhe (Karlsruhe)

16.02.2020 - 16.02.2020 Dynamik der Großstadt – zum Ursprung der Großstadtsinfonien
ZKM | Zentrum für Kunst und Medien (Karlsruhe)
Pressemitteilung
In seinem avantgardistischen Film »Dynamik der Großstadt« portraitiert László Moholy-Nagy den endlosen Fluss des Großstadtlebens. Es ist einer der ersten Versuche in der Filmgeschichte, der die vielfältigen Bewegungsmomente einer modernen Großstadt visuell erfasst.

Der Typofoto-Filmentwurf »Dynamik der Großstadt« (1921/1922) wurde Teil eines neuen Genres, das in den 1920er-Jahren an mehreren Orten zugleich entstand: die Großstadtsinfonie (auch wenn Moholy-Nagys Film erst posthum realisiert werden konnte). Eine Einführung in die Thematik der Großstadtsinfonie geben die Kuratoren der Ausstellung »bauhaus.film.expanded« Markus Heltschl und Thomas Tode.

ZKM | Zentrum für Kunst und Medien (Karlsruhe)

16.02.2020 - 31.05.2020 Wenn dat Kunst ist, bin ich jeck! Christo verhüllt Monschau 1971
KuK - Kunst- und Kulturzentrum der StädteRegion Aachen (Monschau)
Pressemitteilung
Ein bekannter Rurblick zwischen Bürgerhäusern, Haller und Burgteile waren im Herbst 1971 nicht zu sehen. 6000 Quadratmeter Polypropylengewebe und 3107 Meter Leine versperrten den Menschen den Blick auf diese Wahrzeichen von Monschau. „Wenn dat Kunst ist, bin ich jeck!“, tat so mancher kund, als er erfuhr, dass die Verhüllungen einen kreativen Hintergrund hatten. Kein Geringerer als Christo, heute als "der" Wrap-Art-Star weltweit gefeiert, damals immerhin als aufstrebender zeitgenössischer Künstler schon international unterwegs, hatte die Verhüllungen auf Einladung des "Kunstkreises Monschau" skizziert, konzipiert, geplant. Den Aufbau, der am 16. September 1971 begann, leitete er allerdings nicht persönlich, da er zeitgleich bei seinem Großprojekt "Valley Curtain" in Colorado/USA weilte. Die Kunstaktion teilte derweil Monschau: Von Verschandelung der Stadt war sogar die Rede, bald auch davon, „so etwas“ sei gar keine Kunst. Andererseits fühlten zahlreiche junge Menschen sich von Christo inspiriert, experimentierten enthusiastisch mit dessen Ausdrucksformen. Die Emotionen kochten hoch, positiv wie negativ: Die verhüllten Wahrzeichen entzückten, verwirrten, empörten die Menschen bis zum 24. Oktober 1971, machten auf jeden Fall neugierig.

„Wenn dat Kunst ist, bin ich jeck! Christo verhüllt Monschau 1971“ nimmt Materialien aus der Sammlung von Kaspar Vallot, seinerzeit Mitinitiator des Christo-Projekts und im Vorstand des Kunstkreises, als Ausgangspunkt und schlägt eine Brücke bis in die Gegenwart. Der Kuratorin und KuK-Leiterin Nina Mika-Helfmeier ist besonders wichtig, die kontroversen Reaktionen von damals wertneutral und durchaus auch mal mit Humor zu betrachten. Auf einer Art Parcours auf der gesamten zweiten Etage des KuK ergründen Besucher anhand von Exponaten, Informationstafeln, einer Hörstation, zwei je etwa zehnminütigen Filmen, einem begehbaren Vergangenheits-Wohnzimmer und plastisch dargestellten Anekdoten das Thema spielerisch-entdeckend. Die multimediale Aufarbeitung vereinfacht allen Altersklassen den Zugang und macht Christos Aktion buchstäblich erfahrbar. Zu den Highlights gehören ein WDR-Film von 1971, der Zeitzeugen zu Wort kommen lässt, und als "Gegenstück" aus dem Hier und Jetzt ein vom KuK in Auftrag gegebener Film, in dem Zeitzeugen mit der Distanz zu damals ihre Erinnerungen aufleben lassen.

Achtung: Es handelt sich um eine Wiederaufnahme. Die Ausstellung wurde am 27. Oktober 2019 eröffnet und war bis zum Beginn der Winterpause am 16. Dezember 2019 zu sehen. Nach der Winterpause wird die Christo-Schau am 16. Februar 2020 auf der zweiten Etage parallel zur ersten Haupt-Ausstellung 2020 wiedereröffnet.

Das Motiv bitte bei Verwendung stets mit folgendem Copyright versehen: Verhüllter Haller, Christo-Aktion in Monschau, 1971 ©Karl-Heinz Melters

KuK - Kunst- und Kulturzentrum der StädteRegion Aachen (Monschau)

16.02.2020 - 22.03.2020 Ruth und Lotte Jacobi – „Fotografien von Lotte (1896-1990) und Ruth (1899-1995) Jacobi“
KuK - Kunst- und Kulturzentrum der StädteRegion Aachen (Monschau)
Pressemitteilung
Lotte Jacobi wurde als Repräsentantin der „Neuen Fotografie“ bereits in den zwanziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts bekannt. Berühmt machten sie ihre Persönlichkeitsbildnisse u. a. von Lotte Lenya, Albert Einstein oder Käthe Kollwitz. Ruth stand Zeit ihres Lebens im Schatten ihrer berühmten Schwester Lotte. Das Œuvre von Ruth ist bis heute weitgehend unbekannt geblieben.

Bildhinweis:
Lotte Jacobi: Schauspielerin Lotte Lenya, Berlin, 1928 ©The University of New Hampshire, 2019

Die Ausstellung vereint zum ersten Mal weltweit das fotografische Werk – bestehend aus Porträts, Stillleben, Reportagen, Lichtbildern und Experimentalaufnahmen – der beiden Schwestern. Neben den Schwarz-Weiß-Aufnahmen werden im Rahmen der Ausstellung zahlreiche Briefe, persönliche Dokumente und Fotos der Familie Jacobi aus der Zeit in Westpreußen, Berlin und den USA gezeigt. Somit entsteht ein persönliches Bild einer der ältesten Fotografenfamilien im Ostdeutschland der Vorkriegszeit, das auch die nicht konkurrenzfreie Geschwisterbeziehung thematisiert.

KuK - Kunst- und Kulturzentrum der StädteRegion Aachen (Monschau)

15.02.2020 - 15.02.2020 Konkrete Geräusche und Musik der Maschinen
ZKM | Zentrum für Kunst und Medien (Karlsruhe)
Pressemitteilung
Filmscreening und Gespräch mit Thomas Tode und Martin Reinhart
Zeitgleich mit dem Bauhaus fand auch der Tonfilm seinen Durchbruch: In den 1920er-Jahren experimentierten zahlreiche KünstlerInnen mit der neuen Technologie. Die Veranstaltung präsentiert Fundstücke aus den Film- und Tonarchiven des vergangenen Jahrhunderts.

ZKM | Zentrum für Kunst und Medien (Karlsruhe)

08.02.2020 - 10.05.2020 Farbe bekennen! Walter Ophey. Ein rheinischer Expressionist
Staedtische Galerie Bietigheim-Bissingen ( Bietigheim-Bissingen)
Pressemitteilung
Der zu Lebzeiten weit über das Rheinland hinaus bekannte Künstler Walter Ophey (1882–1930) konstatierte einmal: »Ich fühle mich in der Farbe am wohlsten«. Ein starkes, mitunter fast rauschhaftes Farbempfinden beeinflusste die Gestaltung seiner expressionistischen Werke. Ophey war in erster Linie ein Landschaftsmaler, der seine unmittelbare Umgebung festhielt, doch gleichfalls inspirierten ihn Reisen zu Motivfindungen und Veränderungen seiner Palette. Daneben galt auch der Musik seine Leidenschaft, so dass er anmerkte: »Ich singe meine Bilder.« Als eines der jüngsten Mitglieder des Sonderbundes war er am Aufbruch der Moderne ebenso beteiligt wie nach dem Ersten Weltkrieg an der Künstlerbewegung »Junges Rheinland«.

Die Ausstellung zeichnet den Werdegang Walter Opheys von den frühen, lichtdurchsetzten Impressionen und Porträts zu den leuchtend expressiven Stadt- und Industrielandschaften nach. Ganz außergewöhnlich sind seine farbigen Kreidezeichnungen, in denen er sich auf die Wiedergabe von Konturen beschränkte und die Linien zu einer Seite hin auswischte, um seine Motive strahlen zu lassen. Durch den frühen Tod des Künstlers geriet sein Werk nach dem Zweiten Weltkrieg beinahe in Vergessenheit, sein künstlerischer Nachlass befindet sich im Kunstpalast Düsseldorf. Dort fand 2018 eine große Ausstellung zu dem heimischen Künstler statt, die für viele Besucher*innen eine Überraschung, wenn nicht Offenbarung war: »Walter Ophey war ein Maler, den die Farben lieben«, resümierte auch »Die Zeit«. Mit über 100 Gemälden und Zeichnungen aus Museums- und Privatbesitz kann das Werk des großen Unbekannten nun hier im Südwesten der Republik entdeckt werden.

»Ich bin Maler und gehe viel mit dem Zeichenbuch über Land und zeichne allerlei Sachen, wie Berge, Telegraphenstangen, Menschen, Schiffe, Flüsse, Eisenbahnbrücken, alte Städte und Fabriken und fast sämtliche Gegenstände, die es gibt. So auf Tour sein ist herrlich. Ich spinne mich ganz ein in den großen Wunderkasten, den man die Welt nennt und hole mir die großen Formen herein in meinen eigenen kleinen Kasten.«

Begleitprogramm


Öffentliche Führungen
jeden Sonntag, 11.30 Uhr, außer Ostersonntag
sowie Ostermontag und Maifeiertag, jeweils 16.30 Uhr

Führung exklusiv für Lehrkräfte
Montag, 10. Februar, 17 Uhr

After-Work-Kurzführungen mit Aperitif
In 30 Minuten die Highlights der Ausstellung entdecken und anschließend den Feierabend bei einem Glas Sekt, Saft oder Selters einläuten.
Dienstag, 18. Februar, 16.30 Uhr
Donnerstag, 5. März, 17.30 Uhr
Mittwoch, 29. April, 17 Uhr

Pure Farbe!
2-tägiger Workshop für Erwachsene zum Zeichnen mit Pastellkreiden
mit dem Künstler Egmont Pflanzer
Samstag und Sonntag, 22. und 23. Februar, jeweils 14–17 Uhr

Vormittags-Führungen speziell für Senior*innen
Mittwoch, 4. März, 10 Uhr
Donnerstag, 2. April, 10 Uhr

Art meets Music
Exklusive Führung durch die Ausstellung mit Dr. Isabell Schenk-Weininger und anschließend: »Chopin – 21 Etüden« mit Wolfgang Manz
Mittwoch, 25. März, 18.30 Uhr Führung in der Städtischen Galerie und 20 Uhr Konzertabend im Kronenzentrum

Familien-Fun-Freitag
Ein ganz besonderes Museumserlebnis für die ganze Familie: In spielerischer Weise werden Hintergründe zu dem rheinischen Künstler und seinen farbprächtigen Werken vermittelt und anschließend alle gemeinsam aktiv – frei nach dem Motto: Erst schauen, dann selbst trauen!
Freitag, 27. März, 15 Uhr

Wandelkonzert
Exklusive Führung durch die Ausstellung mit Dr. Petra Lanfermann und romantische Kammermusik mit Eva Janßen, Klavier, Athanasios Bellos, Violoncello sowie Sandra Kaltenbrunn und Yvonne Bauer, Klarinetten
Freitag, 17. April, 18 Uhr

Expertenführung: Der andere Blick
Rundgang mit den Dipl.-Restauratorinnen Regina Schneller und Barbara Springmann
Donnerstag, 7. Mai, 18.30 Uhr

Workshops für Kinder und Jugendliche

Pastellfarbenfeuerwerk
2-tägiger Faschingsferienworkshop: Donnerstag und Freitag, 27. und 28. Februar
jeweils 10–13 Uhr für 6 bis 10-Jährige
jeweils 14–17 Uhr für 8 bis 12-Jährige

Frühling in der Kiste
Samstag, 7. März, 11–14 Uhr für 6 bis 10-Jährige
14.30–17.30 Uhr für 8 bis 12-Jährige

Einmal quer über die Palette
Samstag, 4. April, 11–14 Uhr für 6 bis 10-Jährige
14.30–17.30 Uhr für 8 bis 12-Jährige

Anmeldung für alle Workshops unter: 07142 74-483

NEU! Kostenloser Audio-Guide für Kinder und Jugendliche: eine spannend-informative 30-minütige Führung mit kleinem Gewinnspiel!


Wir laden Sie herzlich ein zur Eröffnung am Freitag, 7. Februar, 19 Uhr


Studioausstellungen

Bekenntnis zum Gegenstand
Linolschnitte von Karl Rössing und seinen Schülern Robert Förch & Malte Sartorius
noch bis 16. Februar 2020

Utopie des stillen Seins
Roland Wesner. Eine Retrospektive
21. März bis 6. September 2020

Die poetisch-surrealen Bildschöpfungen von Roland Wesner (1940–1987) zeigen rätselhafte Landschaften und Stillleben sowie abstrakte Flächen- und Farbkompositionen. Der Künstler studierte 1961–64 Malerei an der Stuttgarter Akademie und eignete sich zugleich die Grundlagen von Anatomie, Psychologie und Philosophie an. Ab Anfang der 1970er Jahre engagierte er sich intensiv in der Kunstszene des Landkreises Ludwigsburg. Die Ausstellung präsentiert Roland Wesner als virtuosen Maler, der eine breite Palette technischer Fertigkeiten beherrschte. Seine Bilder beeindrucken durch ihre visuelle Ausdruckskraft ebenso wie durch ihre geistesgeschichtlichen Anspielungen. Anlässlich des 80. Geburtstags zeigt die Städtische Galerie eine umfangreiche Retrospektive.


Öffnungszeiten
Dienstag, Mittwoch, Freitag 14–18 Uhr
Donnerstag 14–20 Uhr
Samstag, Sonntag 11–18 Uhr
Karfreitag bis Ostermontag und 1. Mai jeweils 11–18 Uhr


Eintritt frei jeden letzten Freitag im Monat!
Eintritt 6 €, ermäßigt 4 €
Öffentliche Führung 3 € zzgl. Eintritt
After-Work-Führung 3 € zzgl. Eintritt
Expertenführung 5 € zzgl. Eintritt
Familien-Fun-Freitag 15 € pro Familie inkl. Eintritte
Wandelkonzert 15 € inkl. Eintritt
Art meets music: 15 € inkl. Eintritt
Workshop für Kinder 5 € pro Tag
Workshop für Erwachsene 20 € pro Tag inkl. Eintritte
Private Gruppenführung 55 € / 65 € zzgl. erm. Eintritte
Führungen für Gruppen und Schulklassen nach telefonischer Vereinbarung


Katalog zur Ausstellung 24,80 €


Städtische Galerie Bietigheim-Bissingen
Hauptstraße 60–64
74321 Bietigheim-Bissingen
Telefon 07142 74-483, -819
Telefax 07142 74-446
http://galerie.bietigheim-bissingen.de
galerie@bietigheim-bissingen.de

Staedtische Galerie Bietigheim-Bissingen ( Bietigheim-Bissingen)

08.02.2020 - 17.05.2020 bauhaus.film.expanded
ZKM | Zentrum für Kunst und Medien (Karlsruhe)
Pressemitteilung
Die Ausstellung »bauhaus.film.expanded« greift die Idee des Totaltheaters auf, das der Bauhausdirektor Walter Gropius 1926/1927 für Erwin Piscator entworfen hatte. Mit Hilfe von mehr als einem Dutzend Filmprojektoren beabsichtigte er, »den Raum unter Film zu setzen«.

ZKM | Zentrum für Kunst und Medien (Karlsruhe)

08.02.2020 - 08.02.2020 #Bauhausmatrix Konzert von Martin Albrechts Ensemble »Scriabin Code« Sa, 08.02.2020 20:00
ZKM | Zentrum für Kunst und Medien (Karlsruhe)
Pressemitteilung
Das Ensemble »Scriabin Code« ist ein interdisziplinär und »multisensual« arbeitendes Ensemble, in dem klassische Musik, Improvisation, Jazz und raumfüllend projizierte Live-Bewegmalerei als experimentelles Gesamtkunstwerk auf das engste miteinander interagieren. Musik, Farbe, Form und Licht werden mit dem Ansatz der Raumkunst zu einer neuen absoluten Einheit erhoben.

ZKM | Zentrum für Kunst und Medien (Karlsruhe)

07.02.2020 - 17.05.2020 Akinbode Akinbiyi: Six Songs, Swirling Gracefully in the Taut Air
Gropius Bau (Berlin)
Pressemitteilung
Die Fotografieausstellung Six Songs, Swirling Gracefully in the Taut Air versammelt Arbeiten des in Berlin lebenden nigerianischen Fotografen Akinbode Akinbiyi, der unter anderem in Städten wie Lagos, Berlin, Johannesburg, Bamako und Chicago das menschliche Zusammenleben festgehalten hat.

Akinbode Akinbiyis Sammlung von Schwarz-Weiß-Fotografien zeigt eine Welt häufig übersehener Narrative, Gesten und Glaubensvorstellungen inmitten von lauten Straßen, Küstenlinien und dicht besiedelten Vierteln. Das Umherwandern ist für Akinbiyi dabei zentrales Instrument, um soziale Realitäten zu dokumentieren und die Psychogeografie städtischer Umfelder zu erforschen. Die Ausstellung umfasst die international vielbeachtete Serie Lagos: All Roads und die fortlaufende Reihe African Quarter – Fotografien, die seit den späten 1990er Jahren in Berlin entstanden sind. Diese zeigen Straßen, in denen die historischen Spuren der deutschen Kolonialvergangenheit eingeschrieben sind, und offene Begegnungen in der afrikanischen Diaspora und in afrodeutschen Communitys in der Stadt, vor allem im Bezirk Wedding.

Kuratiert von Natasha Ginwala

Gropius Bau (Berlin)

07.02.2020 - 08.03.2020 Wahr-nehmungen. Malerei, Grafik, Fotografie, Medienkunst, Video, Installation, Soundscapes
GEDOK Künstlerinnenforum Karlsruhe (Karlsruhe)
Pressemitteilung
Ausstellung und Video-Projektionen im GEDOK-Forum im Rahmen der
"Kunstwochen für Klimaschutz"

Vernissage und Eröffnung der Kunstwochen
Freitag, 7.2. um 19 Uhr
Begrüßung und Einführung: Dorothee Schabert und Sabine Schäfer
Grußwort: Ulrike Rohde, Umweltamt der Stadt Karlsruhe
Musikalische Beiträge: Eszter Hernadi, Klarinette

26.2. bis 1.3.
Gastwoche der Hochschule der Künste Bern (HKB):
Finissage am Internationalen Frauentag am Sonntag, 8.3. 11 bis 15 Uhr

Ausstellung Mi – So, 15.00 – 19.00
Rosa Baum, Vérok Gnos, Elke Hennen, Jutta Hieret, Susanne Högner, Ina Annette Hünnekens, Beate Kuhn, Kuni Liepmann, Lilo Maisch, Katalin Moldvay, Ingrid Ott, Anne-Bärbel Ottenschläger, Ute Reisner, Dorothee Schabert, Sabine Schäfer, Christina Schneider, Rose Schrade, Rosemarie Vollmer
mediale Präsentationen weiterer Künstlerinnen der GEDOK Regionalgruppen Berlin, Karlsruhe, Freiburg, Reutlingen, Schleswig-Holstein, Wiesbaden-Mainz und Wuppertal

Projektionen Mi – So, 15.00 – 22.00
Mediale Präsentationen und Video-Projektionen für den öffentlichen Raum, u.a.: Our Only Blue One, Film der Schlosslichtspiele 2019 von Maxi10sity in Kooperation mit dem KIT, dem ZKM und dem KME sowie Projektionen des Kunstprojekts „Leben ohne Insekten?“ in Kooperation mit dem Naturkundemuseum Karlsruhe / Monitor-Präsentation mit Filmen des KIT-Zentrums für Klima und Umwelt.

Wahrnehmen und Sich-Zeit-nehmen sind grundlegend in der Fürsorge für ein menschenfreundliches und lebenszugewandtes Klima auf unserer Erde. Die Gemälde, Objekte und Installationen unserer Ausstellung animieren dazu, den künstlerischen Blick auf unsere Umwelt, ihre Schönheit, wie ihre Bedrohtheit zu richten und auf unterschiedlichste Art und Weise über die Natur, das Artifizielle und über gesellschaftliches Leben der westlichen Industrieländer zu reflektieren. Im Ausstellungsraum werden über eine Großprojektion das Kunstprojekt „Leben ohne Insekten?“ und weitere Kunstbeiträge gezeigt. Soundscapes erklingen temporär über Lautsprecher und ein kunstvoll gestalteter Hör-Stuhl lädt mit seinen Soundscapes zum akustischen Verweilen ein.

In Kooperation mit der Klimakampagne der Stadt Karlsruhe.
Informationen: www.gedok-karlsruhe.de/kunstwochen-klimaschutz


GEDOK Künstlerinnenforum Karlsruhe (Karlsruhe)

06.02.2020 - 03.05.2020 Florian Köhler. Tschau Agip
Städtische Galerie Karlsruhe (Karlsruhe)
Pressemitteilung
Der Kunstpreis der Werner-Stober-Stiftung für das Jahr 2019 wurde an Florian Köhler verliehen. Die Auswahl für dieses S­ti­pen­dium trafen die Mitglieder des Profes­so­ren­kol­le­gi­ums an der Staat­li­chen Akademie der Bildenden Künste in Karlsruhe. Florian Köhler, 1973 geboren, studierte seit 2001 an der Karls­ru­her Kunst­aka­de­mie und schloss 2007 sein Studium als Meis­ter­schü­ler bei Professor Meuser ab. Nach einem Rei­ses­ti­pen­dium der Kunst­aka­de­mie Karlsruhe (2007) und einem 6-monatigen Stipendium an der Cité Inter­na­tio­nale des Arts in Paris (2013) lebt und arbeitet der Künstler heute in Karls­ruhe-Mühlburg.
In schnellem Arbeitspro­zess setzt Köhler seine Gussformen aus ge­fun­de­nen Materia­lien zusammen, verbindet sie mit Bauschaum und Plas­tik­fo­lie, lässt sie mitunter stehen und addiert später das letzte formge­bende Element. Durch das Abgießen in Beton ent­ste­hen Skulpturen, die in ihrer Abstrak­tion eine all­ge­mein­gül­tige Form erzielen. Köhler weist den zuvor­ all­täg­li­chen Bestand­tei­len, die er oft an der nahe gelege­nen Tank­stelle findet, eine neue Materia­li­tät und Funktio­na­li­tät zu. Die reinen zusam­men­ge­füg­ten Formen in ihrer ursprüng­li­chen ­Ma­te­ria­li­tät reizen den Künstler weniger als die Überset­zung der All­tags­ge­gen­stände in eine neue, abstrakte Form. Das Resul­tat ­sind faszi­nie­rende Skulpturen, die erst bei genauerem Blick ihre Viel­schich­tig­keit offenbaren.

Foto Florian Köhler | Ohne Titel | 2018 | Foto: Christian Ertel

Städtische Galerie Karlsruhe (Karlsruhe)

06.02.2020 - 06.02.2020 medialounge um sechs Amazonen der Avantgarde: Modernität, Lebensreform, Gleichberechtigung Do, 06.
ZKM | Zentrum für Kunst und Medien (Karlsruhe)
Pressemitteilung
Auch am Bauhaus wurden Studentinnen diskriminiert. Trotz einer offiziellen Politik der »absoluten Gleichberechtigung« (Gropius) wurden Frauen häufig in sogenannte »weibliche« Kunstfächer wie die Weberei abgedrängt.

ZKM | Zentrum für Kunst und Medien (Karlsruhe)

05.02.2020 - 05.02.2020 Judith Raum: Anni and the Feline – Performance Lecture
ZKM | Zentrum für Kunst und Medien (Karlsruhe)
Pressemitteilung
In einer neuen Performance Lecture berichtet die Berliner Künstlerin Judith Raum aus ihrer künstlerischen Recherche zur Textilwerkstatt am Bauhaus und betrachtet dabei besonders den Übergang zum Nationalsozialismus.

Projizierte Bilder, Text und skulpturale Handlungen vergegenwärtigen in »Anni and the Feline« [dt. Anni und das Katzenhafte] verloren geglaubte und nun durch Judith Raums Recherchen wiederentdeckte textile Materialien, die von den politischen Verhältnissen in Deutschland nicht unberührt blieben. Thema ist auch die Positionierung einzelner Künstlerinnen der Textilwerkstatt in der Zeit um 1933, wie etwa Otti Berger und Lilly Reich.

ZKM | Zentrum für Kunst und Medien (Karlsruhe)

04.02.2020 - 22.03.2020 »Liebe und Lassenmüssen...« Persönliche Momente im Werk von Käthe Kollwitz
Käthe Kollwitz Museum Köln (Köln)
Pressemitteilung
Käthe Kollwitz (1867–1945) gilt heute als die bedeutendste deutsche Künstlerin der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Bereits zu Lebzeiten besitzt ihr Werk weltweite Strahlkraft. Eine Vielzahl ihrer eindringlichen Zeichnungen, Druckgraphiken und Skulpturen entsteht in direkter Auseinandersetzung mit persönlichen Erfahrungen – Glücksmomenten ebenso wie Schicksalsschlägen.

Im 75. Todesjahr der Künstlerin lenkt das Käthe Kollwitz Museum Köln den Blick auf die persönlichen Aspekte ihres Œuvres. In zwei Ausstellungen mit unterschiedlichen, ja gegensätzlichen Schwerpunkten wird deutlich, wie Kollwitz diese in Werken von emotionaler Schlagkraft zur Allgemeingültigkeit ausarbeitet. So thematisiert die Frühjahrsschau (4.2.–22.3.2020) Motive des Abschieds, des »Lassenmüssen«, während die Sommerausstellung (5.8.–27.9.2020) die »Liebe« in den Fokus stellt.

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»Liebe und Lassenmüssen des Geliebtesten, und es halten (wollen) – immer dasselbe« …sinniert die Kollwitz im Januar 1915 in einem Brief an ihren Sohn Hans. Wie ein roter Faden zieht sich die künstlerische Reflexion von privaten und auch intimen Momenten durch ihr Lebenswerk. Zahlreiche der innigsten Motive entwickelt sie aus Erlebnissen im familiären Umfeld.

»… Liebe…«
(5. August – 27. September 2020)

Es ist erstaunlich, wie viel Nähe Kollwitz auch dem Betrachter zugesteht, wenn sie ihr persönlichstes Fühlen künstlerisch zum Ausdruck bringt. Mit diesem Bewusstsein lässt sich unvermutet selbst in den bekanntesten Werken Privates wiederfinden – sei es in einzelnen Blättern ihrer graphischen Zyklen, in meisterhaften Zeichnungen oder ihrem plastischen Œuvre. Denn »…mitfühlen, mitkämpfen, mitnötig sein: Nichts kennzeichnet den Menschen Käthe Kollwitz und ihr Werk besser als diese emotionale und auf Gemeinsamkeit zielende Präposition ›mit‹.« (C. Krahmer). Dabei entwirft die Künstlerin stets neue Ausdrucksformen, nie dagewesene Motive für ihre Gefühle: Zeugnisse ihres singulären Schaffens.

»… Lassenmüssen…«
(4. Februar – 22. März 2020)

Die Liebe ist bei ihr oft eng mit Abschied oder Tod verwoben. So führt die lebensbedrohliche Diphterie-Erkrankung des älteren Sohnes Hans im Jahr 1908 zu einer Serie ihrer eindrucksvollsten Arbeiten: Eine Frau ringt mit dem personifizierten Tod um das Leben ihres Kindes. Sie nähert sich dem bewegenden Thema in virtuosen Kreide-, Kohle- und Bleistiftzeichnungen von höchster Eindringlichkeit und Tiefe. Immer wieder verwirft die Künstlerin dabei mögliche Lösungen und ringt um eine allgemeingültige und verständliche Darstellungsform. Wenige Jahre später sollte sie ihren jüngeren Sohn Peter im Krieg verlieren. Dieses Leid verändert nicht nur die Mutter, sondern auch die Künstlerin und ihr Werk.


Das Käthe Kollwitz Museum Köln, das am 40. Todestag der Künstlerin gegründet wurde und im Jahr 2020 auf sein 35-jähriges Bestehen zurückblickt, schöpft mit beiden Präsentationen aus dem eigenen, umfangreichen Sammlungsbestand.

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Öffentliche Führungen jeweils Donnerstag / 17 Uhr u. Sonntag / 15 Uhr. (Kosten: nur Eintritt)
Geschlossen an Karneval von Weiberfastnacht bis einschl. Veilchendienstag, 20.–25.2.2020

Käthe Kollwitz Museum Köln (Köln)

26.01.2020 - 17.05.2020 Edward Hopper
Fondation Beyeler (Riehen)
Pressemitteilung
In ihrer Frühjahrsausstellung 2020 zeigt die Fondation Beyeler Werke von Edward Hopper (1882–1967), einem der bedeutendsten amerikanischen Maler des 20. Jahrhunderts. Hopper wurde in Nyack, New York, geboren. Nach einer Ausbildung zum Illustrator studierte er bis 1906 Malerei an der New York School of Art. Neben der intensiven Beschäftigung mit deutscher, französischer und russischer Literatur boten besonders Maler wie Diego Velázquez, Francisco de Goya, Gustave Courbet und Édouard Manet dem jungen Künstler wichtige Orientierungspunkte. Obwohl Hopper lange Zeit hauptsächlich als Illustrator arbeitete, ist er heute vor allem für seine Ölgemälde bekannt, die von seinem grossen Interesse an der Farbwirkung und seiner Virtuosität in der Darstellung von Licht und Schatten zeugen. Hoppers Gemälde sind Ausdruck seines einzigartigen Blicks auf das moderne Leben: Tankstellen, Häuser, Bars, Leuchttürme und Schiffe, aber auch Innenansichten von Wohnungen, Hotels und Kinos. Die wenigen Personen, die auf seinen Werken zu sehen sind, scheinen
oftmals aus den Bildern herauszublicken, als ob das, was auf den Gemälden „passiert“, für den Betrachter gar nicht sichtbar sei. Unsichtbare Geschehnisse scheinen sich ausserhalb des Bildes zu ereignen. Den Schwerpunkt der Ausstellung in der Fondation Beyeler bilden Hoppers ikonische Darstellungen der
unendlichen Weite amerikanischer Landschaft und Stadtlandschaft. Es handelt sich dabei um ein Thema,
das bisher kaum in den Fokus von Ausstellungen zu Edward Hopper gerückt wurde, aber von zentraler Bedeutung für das Verständnis und die Rezeption seines Werks ist. Hoppers künstlerische Formensprache entwickelte sich unabhängig von populären zeitgenössischen Tendenzen. Seine charakteristische
Darstellungsweise war nicht nur für bedeutende Maler der Gegenwart wie Peter Doig von grossem Einfluss; sie stand auch in einem geradezu symbiotischen Verhältnis zum Medium Film, vor allem boten Hoppers Gemälde Inspiration für Meilensteine des Films wie Alfred Hitchcocks Der unsichtbare Dritte (1959), Wim Wenders’ Paris, Texas (1984) oder Kevin Costners Der mit dem Wolf tanzt (1990). Wim Wenders bereitet anlässlich der Museumspräsentation ein Filmprojekt zu Edward Hoppers Landschaftsbildern vor. Die Ausstellung der Fondation Beyeler umfasst Aquarelle und Ölgemälde der 1910er- bis 1960er-Jahre und gewährt damit einen umfänglichen und spannenden Einblick in den Facettenreichtum der Hopper’schen Malerei.

Fondation Beyeler (Riehen)

23.01.2020 - 23.02.2020 Sternbild: Mensch IV
ZKM | Zentrum für Kunst und Medien (Karlsruhe)
Pressemitteilung

Im Februar 2020 setzt das KlangForum Heidelberg seine interdisziplinäre Reihe »Sternbild: Mensch« fort. Zur Uraufführung werden Werke von Schöllhorn, Mahnkopf und Lang gebracht.

Zugleich und ständig waren die Sterne Inspirationsquelle für die menschliche Phantasie, für das spirituelle Erleben, die Vorstellung vom Unendlichen und nicht Erreichbaren und somit Abbilder eines Übermenschlichen oder Göttlichen. Durch Arnold Schönbergs Erspüren der »luft von anderen planeten« (Stefan George) mit den Ohren (!) begann das 20. Jahrhundert in der Musik zwar als synästhetische Beschwörung und poetisch-imaginative Ahnung neuer Welten und eines neuen Kosmos, aber schon bald sollten Relativitätstheorie, Quantenmechanik, Wellentheorie, Statistik und Big Data auch künstlerische Konzeptionen und Spekulationen maßgeblich prägen.

ZKM | Zentrum für Kunst und Medien (Karlsruhe)

21.01.2020 - 21.02.2020 HASH Award 2020
ZKM | Zentrum für Kunst und Medien (Karlsruhe)
Pressemitteilung

Akademie Schloss Solitude und das ZKM | Zentrum für Kunst und Medien vergeben am 21. Februar 2020 den internationalen Produktionspreis HASH.

Der Preis für netzbasierte Projekte in den Bereichen Kunst, Technologie und Design wurde 2018 im Rahmen des Programms Web Residencies by Solitude & ZKM ins Leben gerufen.

Akademie Solitude und ZKM laden zur Preisverleihung ein. Gemeinsam stellen KuratorInnen und KünstlerInnen der Web Residencies 2018/2019 ihre Themen und Projekte vor. Mit Talks und Performances von Tegan Bristow, Johanna Bruckner, Daphne Dragona, Jonas Lund, Mary Maggic, Nicolas Maigret, Rasheedah Phillips, Dani Ploeger, Léa Porré, Tiare Ribeaux, Marloes de Valk u. a.

ZKM | Zentrum für Kunst und Medien (Karlsruhe)

18.01.2020 - 03.05.2020 Blinky Palermo. Die gesamten Editionen Schenkung Ulrich Reininghaus
Museum Ludwig (Köln)
Pressemitteilung
Der deutsche Künstler Peter Heisterkamp (1943–1977), der sich nach dem Mafioso Frank „Blinky“ Palermo nannte, ist bekannt für seine Objekte, für seine Raumarbeiten, vor allem aber für die leuchtenden Farbfelder seiner Stoff- und Metallbilder, die vermeintlich unmittelbar vor Augen führen, was sie konzeptuell in Frage stellen: die sinnlichen Qualitäten zeitgenössischer Malerei. Weniger bekannt, aber nicht minder klug und anregend sind Werke, die in Auflagen erschienen sind: Sieb- und Offsetdrucke, Lithografien, Objekte und eine Schablone zum Selbstmalen. Palermo hat diese Editionen während nahezu seiner gesamten Laufbahn angefertigt. In ihnen spiegelt sich nicht nur seine Entwicklung von den Sechzigerjahren bis zu seinem frühen Tod 1977, mit ihnen hat er sein Werk bewusst erweitert.

Im Medium der Reproduktion hat Palermo eine seiner Grundfragen radikalisiert: den Zweifel an Bild und Werk und die Reflexion industrieller Form- und Farbgebung im künstlerischen Nachvollzug. Der abstrakte Gehalt, die Zeichenhaftigkeit einer konkreten Form – von Anfang an Palermos Thema – tritt im Druck noch deutlicher hervor. Zugleich bewahren die Editionen auch den Realitätsgehalt der Zeichen, ihre Stofflichkeit: Reproduziert wird, was der Künstler sorgfältig konzipiert und oft noch während der Herstellung von Hand bearbeitet hat. Palermo hat die Technik der seriellen Fertigung genutzt, um den Statuswandel der Kunst (und das heißt auch: seines eigenen Werks) im technischen Zeitalter zu bestimmen: Das zu zeigen ist das Ziel der Ausstellung.

Dank einer Schenkung des Kölner Sammlers Ulrich Reininghaus besitzt das Museum– als einzige öffentliche Institution – seit 2018 eine vollständige Sammlung von Palermos Editionen. Nun wird diese Sammlung zum ersten Mal präsentiert. Im Zuge der Vorbereitungen wurde sie wissenschaftlich aufgearbeitet, der Ausstellungskatalog dokumentiert die Ergebnisse: Er enthält eine aktualisierte Fassung des vergriffenen Werkverzeichnisses Die gesamte Grafik und alle Auflagenobjekte 1966 bis 1975, das der Münchener Galerist und Verleger Fred Jahn 1983 herausgegeben hat.

Museum Ludwig (Köln)

15.01.2020 - 02.02.2020 Rituals of Care. Performancereihe Connect, BTS
Gropius Bau (Berlin)
Pressemitteilung
Zu Beginn des Programms 2020 zeigt der Gropius Bau eine Performancereihe, die sich mit Themen besonderer aktueller Dringlichkeit, wie Land und dem Anthropozän, Gewalt und Reparatur auseinandersetzt. Die Reihe "Rituals of Care" knüpft an die Geschichte des Ausstellungshauses, den Ort und die physischen Eigenschaften des Gebäudes an, das noch heute durch sichtbare Reparaturen ganz bewusst die Spuren der Kriegsschäden zeigt.

Mit Jelili Atiku, boychild mit Josh Johnson und Total Freedom, Pan Daijing, Cevdet Erek, Marcelo Evelin, Bill Fontana, Maria Hassabi, Mette Ingvartsen mit Will Guthrie, Baba Murah und Candomblé Berlin, Antonija Livingstone und Nadia Lauro mit Mich Cota, Kennis Hawkins, Stephen Thompson und anderen

Die Performancereihe vereint experimentelle Choreografie, Heilungspraktiken, Klanginstallationen und gemeinschaftliches Zusammenkommen. Die interdisziplinären Arbeiten beschäftigen sich mit den grundlegenden Bedingungen, wie wir gemeinsam handeln und mit unserer Umwelt, der physischen wie auch spirituellen Welt und anderen Lebewesen umgehen können. Mit einer Reihe von körperlichen Techniken, queeren Re-Interpretationen und indigenen Perspektiven zeigen die Performances radikale Maßnahmen der Fürsorge und Reparatur.

Kuratiert von Stephanie Rosenthal und Noémie Solomon

CONNECT, BTS ist eine internationale Initiative, die in Zusammenarbeit mit Kurator*innen aus fünf Metropolen entwickelt wurde – London, Berlin, Buenos Aires, Seoul und New York. Ziel des Projekts ist es, Menschen auf der ganzen Welt miteinander zu verbinden, die ihre gegenwärtige Situation, ihre Einstellungen und Möglichkeiten neu bewerten. Zentrale Motive von CONNECT, BTS beziehen sich teilweise auf die Philosophie von BTS, die sich unter anderem um Diversität, Liebe und Fürsorge für die Peripherie dreht. Durch die Zusammenarbeit mit 22 zeitgenössischen Künstler*innen schafft BTS die Möglichkeit für eine fruchtbare und gleichberechtigte Begegnung zwischen den Welten der bildenden Kunst und der Popmusik. Dieses Projekt unterstützt die zeitgenössische Kunst in ihrer Praxis und möchte eine Grundlage für neue Synergien schaffen.

Gropius Bau (Berlin)

10.01.2020 - 02.02.2020 INNER COMPASS. Katy Gály (Slowakei) und Kati Haász (Ungarn). Papierobjekte, Video, Installation
GEDOK Künstlerinnenforum Karlsruhe (Karlsruhe)
Pressemitteilung
INNER COMPASS

Vernissage am Freitag, 10.01.2020 um 18 Uhr
Einführung: Réka Nemere, Budapest
Musikalische Begleitung: Ela Rosenberger (Flöte)

Galerientag am Samstag, 18.01.2020, 15 bis 20 Uhr

Katalin Gály aus der Slowakei und Katalin Haász aus Ungarn sind in Karlsruhe bereits im Jahr 2013 in Erscheinung getreten. Nun kommen sie mit spannenden neuen Arbeiten in die GEDOK.
Dem Thema Die Maske – kultureller Kompass nähern sich die beiden Künstlerinnen in unterschiedlicher künstlerischer Herangehensweise. Beide gehen von der Erkenntnis aus, dass die Maske als Kunstwerk in unserer Zeit ein visuelles Objekt darstellt, welches eine Spannung zwischen einem vergangenen und einem gegenwärtigen Weltbild offenbart.

Katalin Gálys Installation „My Inner Compass”, das zentrale Video, präsentiert die ständigen Transformationen der Masken, welche die innere Konstellation des Menschen in verschiedenen existenziellen Situationen zeigt. Dabei versucht die Protagonistin ihre innere Freiheit zu bewahren.

„Die Masken” von Katalin Haász sind geometrische Papierobjekte, welche mit den Mitteln der Pastelltechnik angefertigt wurden. Sie ermöglichen einen Übergang von Fläche zu Raum und den Übergang des inneren Wesen der Persönlichkeit zu ihrer Rolle als „Persona”.

GEDOK Künstlerinnenforum Karlsruhe (Karlsruhe)

05.12.2019 - 13.04.2020 Erwin Gross. Auf Papier 2017-2019
Städtische Galerie Karlsruhe (Karlsruhe)
Pressemitteilung
Der Maler Erwin Gross, Professor an der Staat­li­chen Akademie der Bil­den­den Künste in Karlsruhe und von 2000 bis 2012 Rektor der an­ge­se­he­nen Kunst­schule, trat in der Vergan­gen­heit vor allem mit seinen großfor­ma­ti­gen Leinwänden an die Öffent­lich­keit. Diese ­wa­ren unter anderem vor zehn Jahren in der Städti­schen Galerie ­Karls­ruhe zu sehen.

Parallel zu seinem umfang­rei­chen maleri­schen Werk entste­hen ­Goua­chen und Collagen, die bislang wenig bekannt sind. Nun zeigt die Städtische Galerie Karlsruhe im zweiten Oberge­schoss die erste Sonderaus­stel­lung, die allein seinen Kunst­wer­ken auf Papier gewidmet ist. In einer reprä­sen­ta­ti­ven Auswahl werden ­Bei­spiele aus den letzten drei Jahren präsen­tiert.

Foto Erwin Gross | Ohne Titel | 2018 | © Erwin Gross

Städtische Galerie Karlsruhe (Karlsruhe)

01.12.2019 - 23.02.2020 Winterlicht | Susanne Rottenbacher
DA, Kunsthaus Kloster Gravenhorst (Hörstel)
Pressemitteilung
Lichtinstallation | Eröffnung: 01.12. um 16 Uhr | Gefördert durch die Kreissparkasse Steinfurt

Wechselnde, international arbeitende Künstler*innen interpretieren die historischen Räume mit Licht und Farbe und begeistern die Besucher in den Wintermonaten mit beeindruckenden Lichtinstallationen.

DA, Kunsthaus Kloster Gravenhorst (Hörstel)

01.12.2019 - 09.02.2020 Die Weihnachtswiese - Eine zauberhafte Spielzeuglandschaft frei nach Peterchens Mondfahrt
Museum Schloss Ettlingen (Ettlingen)
Pressemitteilung
"Eine Spielzeuglandschaft war es, die fast so aussah wie eine richtige Landschaft; und doch anders, ganz anders - viel, viel zauberhafter.
Nicht wie in einer gewöhnlichen Landschaft wuchsen da Kartoffeln oder Bohnen, Gras oder Klee, sondern hier wuchs das Spielzeug. Alles, was man sich nur denken kann, wuchs hier; von den Soldaten bis zu den Püppchen und Hampelmännern, von den Murmelkugeln bis zu den Luftballons. Auf bunten Feldern und Wiesen, in niedlichen grünen Gärten, an Sträuchern und Bäumchen, überall sprosste, blühte und reifte es."
Zitat aus "Peterchens Mondfahrt", 1915, von Gerdt von Bassewitz

In Ettlingen sprosst und reift das historische Spielzeug im zauberhaften Rahmen der weihnachtlich anmutenden barocken Salons des Schlosses.

Die bezaubernden Rauminszenierungen zum Märchen Peterchens Mondfahrt in den beiden Barocketagen des Schlosses ist noch bis 5.Januar 2020 zu bestaunen (geschlossen: 01.01.2020). Mit einem kleinen Reiseführer kann man sich mit Maikäfer Sumsemann auf die Reise zum fernen Mond begeben. Groß und Klein begegnet dem sagenhaften Sandmännchen auf der glitzernden Sternenwiese, den Naturgewalten beim Kaffeeklatsch im Schloss der Nachtfee oder verfolgt den Flug des großen Bären durch den Weltraum.

Museum Schloss Ettlingen (Ettlingen)

01.12.2019 - 30.12.2020 Karl Hofer (1878 - 1955) - Lebenslinien
Museum Schloss Ettlingen (Ettlingen)
Pressemitteilung
Eine Begegnung mit dem Künstler und dem Menschen Karl Hofer. Neue Sammlungsausstellung im Museum Ettlingen mit einer Auswahl repräsentativer Werke und Selbstzeugnisse des Künstlers Karl Hofer, einem eigenständigen Vetreter der klassischen Moderne.
Was viele nicht wissen: Das Museum Ettlingen beherbergt die größte Dauerausstellung mit Werken des Künstlers Karl Hofer.
Die meisten Werke der Ettlinger Sammlung sind Dauerleihgaben der Stiftung Menschenbild in Winterthur, die aus dem Berliner Nachlass von Karl Hofer hervorgegangen ist.
Am 1. Dezember 2019 startet das Museum im Ettlinger Schloss mit dem ersten Ausstellungsteil einer umfangreichen Werkschau Karl Hofers, die im Frühsommer 2020 erweitert werden wird. Mit rund 40 Werken ermöglicht nun die Ausstellung "Lebenslinien" eine Begegnung mit dem Künstler und dem Menschen Karl Hofer. Persönliche Erlebnisse, Begegnungen und Erfahrungen, wie sie durch zahllose Briefe und der Autobiographie Hofers überliefert sind, begleiten die ausgestellten Gemälde und Grafiken aus sieben Jahrzehnten und setzen diese in einen ganz persönlichen Kontext.

Museum Schloss Ettlingen (Ettlingen)

30.11.2019 - 08.03.2020 Hans Baldung Grien. heilig | unheilig
Staatliche Kunsthalle Karlsruhe (Karlsruhe)
Pressemitteilung
Die Staatliche Kunsthalle würdigt mit einer Großen Landesausstellung Baden-Württemberg einen der vielseitigsten und eigenwilligsten Künstler des 16. Jahrhunderts: Hans Baldung, genannt Grien. Als origineller Interpret traditioneller und Erfinder neuer Bildthemen schuf Baldung intime Andachtsbilder und imposante Altarwerke, sinnliche Allegorien und drastische Hexenszenen. Alle Informationen unter: kunsthalle-karlsruhe.de/ausstellung/hans-baldung-grien

Staatliche Kunsthalle Karlsruhe (Karlsruhe)

30.11.2019 - 08.03.2020 Der Fall im Stall. Ein ungelöstes Rätsel
Staatliche Kunsthalle Karlsruhe (Karlsruhe)
Pressemitteilung
Ein Stallknecht liegt rücklings auf dem Boden, die Arme und Beine von sich gestreckt. Hat er sich nur hingelegt oder ist ihm etwas zugestoßen?
In der Jungen Kunsthalle gilt es, in eine längst vergangene Zeit zurückzukehren, in der Hexen und wilde Pferde ihr Unwesen treiben und sogar ein Stall zum Schauplatz eines rätselhaften Geschehens wird!
Im Zentrum der Ausstellung steht der geheimnisvolle Holzschnitt „Der behexte Stallknecht“ von Hans Baldung Grien aus dem 16. Jahrhundert.
Unser junges Publikum ist eingeladen, in die mysteriöse Gedankenwelt Baldungs einzutauchen und den Hinweisen auf dem Holzschnitt nachzugehen. Wer sich auf die Spuren des Künstlers begibt, kann selbst im spannenden Fall des Stallknechts ermitteln! Ist dieses Rätsel zu lösen?

Staatliche Kunsthalle Karlsruhe (Karlsruhe)

30.11.2019 - 08.03.2020 Marcel van Eeden. Das Karlsruher Skizzenbuch | The Karlsruhe Sketchbook
Staatliche Kunsthalle Karlsruhe (Karlsruhe)
Pressemitteilung
Inspiriert von Hans Baldungs bedeutendem „Karlsruher Skizzenbuch“ und Werken des ehemaligen Kunsthallen-Direktors Hans Thoma entwirft der niederländische Künstler Marcel van Eeden eine Bildergeschichte zwischen Fakt und Fiktion.
Marcel van Eeden lehrt seit 2014 an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste in Karlsruhe. Seine tiefschwarzen Zeichnungen lassen an düstere Szenarien aus der Zeit des Film Noir denken und beruhen auf alten Schwarzweiß-Fotografien.
Parallel zur Großen Landesausstellung zum Werk von Hans Baldung Grien entwickelte van Eeden eine Serie von 25 Blättern, die sich zu einer rätselhaften Erzählung zwischen verbürgter Realität und künstlerischer Imagination verbinden.

Staatliche Kunsthalle Karlsruhe (Karlsruhe)

24.11.2019 - 22.03.2020 Ariane Faller & Mateusz Budasz (im 2-RAUM des Museum Art.Plus)
Museum Art.Plus (Donaueschingen)
Pressemitteilung
Ariane Faller (*1978) und Mateusz Budasz (*1979) greifen mit ihren künstlerischen Interventionen in bestehende Raumstrukturen ein und hinterfragen diese mit alltäglichen Materialien.

Holzpaletten, Dachlatten oder Klappböcke, die sie mit modulhaft eingesetzten Bildkörpern wie Pappkisten und Spanplatten sowie Strickgewebe und Fotografien kombinieren, thematisieren das Wesen, die Ausstrahlung und die Geschichte der jeweiligen Orte. Das Hinterfragen von Grenzen, eindeutigen Zuordnungen und Definitionen von Malerei, Zeichnung, Plastik und Objekt steht dabei im Zentrum ihres Schaffens.

Museum Art.Plus (Donaueschingen)

16.11.2019 - 01.03.2020 WADE GUYTON: ZWEI DEKADEN MCMXCIX–MMXIX
Museum Ludwig (Köln)
Pressemitteilung
Der 1972 geborene US-amerikanische Künstler Wade Guyton hat über zwei Jahrzehnte ein so konzeptuell konsequentes wie erfrischend eigensinniges Werk geschaffen. Bekannt ist er vor allem für seine mit einem herkömmlichen Tintenstrahldrucker hergestellten großformatigen Leinwandbilder mit ikonischen Motiven wie Flammen, den Buchstaben „X“ und „U“ oder der Website der New York Times. Nachdem das Museum Ludwig bereits mehrere Werke des Künstlers für die Sammlung erwerben konnte, richtet es ihm nun eine große Überblicksausstellung aus, die sein künstlerisches Schaffen von den Anfängen bis hin zu jüngsten Arbeiten vorstellt.

Wade Guyton nimmt in Hinblick auf die künstlerische Auseinandersetzung mit dem Bild im digitalen Zeitalter eine Schlüsselposition ein. Er kombiniert traditionelle Bildträger – beispielsweise grundierte Leinwand – mit digitalen Druckverfahren, so dass bewusst eingesetzte Übertragungsfehler zu ästhetisch verblüffenden Ergebnissen führen. Durch die Aneignung bereits existierenden Bildmaterials und die Konfrontation mit neuen Reproduktionstechnologien entwickelte Guyton in den letzten zwanzig Jahren eine aktualisierte Form der sogenannten Appropriation Art. Während seine ersten Inkjet-Gemälde auf Leinwand zunächst eher formalästhetisch hinsichtlich eines modernistischen Ansatzes interpretiert wurden, zeigt sich in der Entwicklung seines Werks, dass auch die scheinbar abstrakten Muster von Streifen, Quadraten und Kreisen in konkreten digitalen Bilddateien wurzeln.

Die Ausstellung entsteht in enger Zusammenarbeit mit dem Künstler. Sie versammelt im gesamten Wechselausstellungsbereich sowie im DC-Saal und drei angrenzenden Räumen alle von ihm verwendeten Medien: von Papierarbeiten, die Wade Guyton „Zeichnungen“ nennt, über Fotografien und Skulpturen bis hin zu seinen bahnbrechenden Inkjet-Gemälden. Anstatt die Werke chronologisch zu präsentieren, werden sie mitunter motivisch oder thematisch in Gruppen angeordnet, wodurch Guytons Rückgriffe auf das eigene Werk ebenso erkenntlich werden wie die Entfaltung seines Œuvres. Zu den frühesten Arbeiten gehören Skulpturen aus verbogenen Stahlrohrstühlen sowie seine Zeichnungen, Drucke auf herausgerissenen Seiten aus Kunst- und Designkatalogen, die erstmals in einer weitreichenden Fülle zu sehen sind. Die jüngsten Werke der Ausstellung zeigen Bilder der unmittelbaren Umgebung des Künstlers, etwa seines Ateliers und der Stadtlandschaft New Yorks. Das Integrieren von Arbeitsutensilien und Möbeln aus dem Studio wie auch Strategien des Samplings von vorgefundenen Formen und Bildern sind prägnante Merkmale der künstlerischen Arbeitsweise von Wade Guyton, der immer auch auf den jeweiligen Ausstellungsort reagiert. Eine neue Außenskulptur auf der Terrasse vor dem Südeingang zum Beispiel ist nicht nur ein Bronzeabguss einer bereits bestehenden Arbeit in der Ausstellung, sondern weist ebenso ästhetische Bezüge zur Sheddach-Architektur des Museums auf. Für die Ausstellung wird zudem die Brücke zum Verwaltungstrakt wieder freigelegt, was gleich zu Beginn der Werkschau eine weitreichende Einsicht in den Wechselausstellungsbereich ermöglicht.

Yilmaz Dziewior, Direktor des Museum Ludwig: „Es ist ein erklärtes Ziel der Retrospektive, die Komplexität des Werks von Wade Guyton zu vermitteln und zu zeigen, dass er weit mehr als ein exzeptioneller Maler ist. Seine Vorgehensweise wurzelt tief in einem konzeptuellen Ansatz. Bei aller Klassizität seiner Arbeiten mit ihrem breit angelegten Netz an Verweisen auf kunsthistorische Vorläufer gelingt es Guyton immer wieder, durch neue, unerwartete Richtungswechsel innerhalb seines Werks zu überraschen.“

Anlässlich seiner großen Überblicksausstellung gibt das Museum Ludwig ein Gesamtverzeichnis der Einzelausstellungen des Künstlers heraus, mit Abbildungen aller gezeigten Werke, begleitet von Kurztexten und Raumplänen: WADE GUYTON MCMXCIX–MMXIX ZWEI DEKADEN MUSEUM LUDWIG, mit Texten von Johanna Burton, Michelle Kuo, Kerstin Stakemeier sowie einem Gespräch zwischen Yilmaz Dziewior und Wade Guyton, 584 S., ca. 1.900 Farbabb., 24,8 × 29,2 cm, deutsch/englisch, Verlag der Buchhandlung Walther König, Köln, 65 Euro (Buchhandel), 54 Euro (Museum).

Wade Guyton ist 1972 in Hammond, Indiana, USA, geboren und lebt in New York. Letzte große institutionelle Einzelausstellungen fanden unter anderem in der Serpentine Gallery, London (2017/18), im Museo Madre museo d’arte contemporanea Donnaregina in Neapel (2017), im Museum Brandhorst in München (2017), im Musée d’art moderne et contemporain in Genf (2016), im Le Consortium in Dijon (2016), der Kunsthalle Zürich (2013) und im Whitney Museum of American Art in New York (2012) statt.

Kurator: Yilmaz Dziewior, Kuratorische Projektleitung: Leonie Radine

Die Ausstellung wird großzügig gefördert von den Partnern des Museum Ludwig: REWE Group, Russmedia, Kienbaum Consultants International GmbH und The Berner Group. Außerdem wird die Ausstellung substanziell unterstützt von der Peter und Irene Ludwig Stiftung und der Gesellschaft für Moderne Kunst am Museum Ludwig e.V..

Web und Social Media
Zur Ausstellung kommuniziert das Museum Ludwig auf seinen Social-Media-Kanälen mit dem Hashtag #MLxWadeGuyton
Facebook/Instagram/Twitter/Vimeo: @MuseumLudwig – www.museum-ludwig.de

Museum Ludwig (Köln)

13.10.2019 - 09.02.2020 HTWL. Der Twiel im Blick.
Kunstmuseum Singen (Singen)
Pressemitteilung
Eröffnung der Ausstellung: Sonntag, 13. Oktober 2019, 11 Uhr

Der Hohentwiel, der als weithin sichtbares Motiv die Landschaft des westlichen Bodenseeraums beherrscht und als markantes Motiv Eingang in zahllose Bodensee- und Hegaubilder Einzug fand, gehört seit jeher thematisch zur Sammlung des Kunstmuseums Singen. Die Eingemeindung des bis dato Württembergischen Hohentwiels 1969 ins Badische, in die Gemarkung Singen, ist 2019 dem Kunstmuseum Singen und dem Stadtarchiv Singen Anlass, die Bildwerdung des geschichtsrächtigen Berges und der Festung Hohentwiel von Matthäus Merian (1593-1650) bis heute in einer Ausstellung zu veranschaulichen.

Die Ausstellung im Kunstmuseum Singen beleuchtet die künstlerische Adaption des Hohentwiel in diversen Epochen und künstlerischen Gattungen. Mit historischen Stichen, (Druck-) Graphiken, Zeichnungen, Landschaftsgemälden, sowie unter Einbeziehung historischer Karten, illustrierter Bücher, dokumentarischer wie künstlerischer Fotografien und nicht zuletzt künstlerischer Videoarbeiten, präsentiert die Ausstellung rund 180 Kunstwerke aus dem Zeitraum von 1643 bis in unsere Gegenwart.

Das Spektrum der präsentierten Arbeiten reicht vom ersten Hohentwiel-Stich des Matthäus Merian im 17. Jahrhundert, über die Landschafts- und Freilichtmalerei des Hohentwiel im 19. und frühen 20. Jahrhundert sowie die Kunst der klassischen Moderne bis hinein in die zeitgenössische Kunst.

Die Ausstellung, die das Kunstmuseum Singen in Kooperation mit dem Stadtarchiv Singen und dem Kulturbüro Singen ausrichtet, ist Teil des Kulturschwerpunktes 2019 der Stadt Singen.

Abbildung: Plakat zur Ausstellung "HTWL. Der Twiel im Blick."

Kunstmuseum Singen (Singen)

12.10.2019 - 02.02.2020 Lu­cia Mo­ho­ly Fo­to­geschichte schreiben
Museum Ludwig (Köln)
Pressemitteilung
Anlässlich des Bauhaus-Jubiläums widmet sich das Museum Ludwig mit einer kleinen Präsentation im Fotoraum der Fotografin und Fotohistorikerin Lucia Moholy. In diesem Rahmen werden auch drei neuerworbene Vintage Prints von Lucia Moholy erstmals gezeigt. Neben ihren fotografischen Werken werden auch Briefe aus dem Archiv des Museum Ludwig präsentiert, die einen regen Austausch zwischen Moholy und dem Fotosammler und -historiker Erich Stenger belegen. Gemeinsam hatten sie um 1932 vor, ein Buch über die Geschichte der Fotografie zu schreiben. Der Aufstieg der Nationalsozialisten trieb Moholy jedoch in die Emigration, während Stenger in Deutschland zum gefragten Experten auf dem Gebiet aufstieg. Moholy veröffentlichte schließlich selbstständig in London 1939 A Hundred Years of Photography 1839–1939.

Ihr Buch wurde der erhoffte Kassenschlager und enthielt für seine Zeit Gedanken zur Fotografie, die radikal neu waren: Fotografie und Malerei wurden als zwei gleichwertige Wege beschrieben, beispielsweise „abstrakte Bilder“ herzustellen: „Fotografie wurde (…) von einigen abstrakten Malern als neues Medium aufgenommen, mit dem sie versuchten, ihrem Gefühl für Ausgewogenheit Ausdruck zu verleihen. Es sind der in Frankreich lebende Man Ray, und Moholy-Nagy in den USA. Sie griffen die Methode der ‚Fotogenischen Zeichnung‘ auf, entdeckt von Schulze 1727 und Fox Talbot vor 1834 bekannt, und wendeten sie auf spezielle Weise an. (…) Die Frage, ob die Fotografie irgendeinem Einfluss der abstrakten Kunst unterworfen worden sei, stellt sich aber nicht in Bezug auf diese Bilder. Es war ein Prozess der Angleichung, nicht der Beeinflussung.“

Lucia Moholy selbst hatte als Fotografin Fotogramme (die auch als fotogenische Zeichnung bezeichnet werden) entwickelt und diese Technik ihrem damaligen Partner, dem Maler und Bauhaus-Lehrer László Moholy-Nagy, nahe gebracht. Ein Fotogramm ist eine kameralose Fotografie, bei der Objekte auf lichtempfindliches Papier gelegt und belichtet werden. Ihr Schatten bleibt auf dem Papier als helle Fläche zurück. Als (Kunst-)historikerin führte sie das Verfahren auf frühe fotografische Experimente zurück, wie Johann Heinrich Schulzes Entdeckung der Lichtempfindlichkeit von Silbersalzen im 18. Jahrhundert oder William Henry Fox Talbots erste Fotogramme aus den 1830er Jahren. Das heißt, sie fand die Wurzel fotografisch-kreativen Arbeitens bereits in der Vorgeschichte der Fotografie, was den zeitgenössischen Werken noch mehr Gewicht – eine Tradition – zusprach. Außerdem beschrieb sie Fotogramme als gleichwertig zu abstrakten Tendenzen in der Malerei.

Wie zukunftsweisend Moholys Fotogeschichte damit war, zeigt sich besonders im Vergleich zu dem Buch Die Photographie in Kultur und Technik. Ihre Geschichte während hundert Jahren von Erich Stenger. Für ihn war die Fotografie vor allem eine Technik, die auf vielen Gebieten Anwendung fand, nicht aber eine Möglichkeit kreativen Ausdrucks. Er schrieb über das Fotogramm: „ Wenn man sich begnügt, die Licht-Schatten-Verteilung irgendeines in einem Lichtkegel befindlichen Gegenstandes bildmäßig festzuhalten, den Gegenstand also nur in seinem Schattenriss, nicht als photographisches Bild, wiederzugeben, so gelangt man zum ‚Photogramm‘ (…). Es entstanden gelegentlich spielerisch reizvolle Schattenbilder in dieser ‚kameralosen‘ Betätigung, die mit der objektiven Lichtbildnerei nichts gemein hat.“ Stengers ironischer, um nicht zu sagen herablassender Ton und sein konservativer Kunstgeschmack, machen es schwer, sich eine gemeinsame Fotogeschichte von ihm und Lucia Moholy vorzustellen. Umso überraschender ist die Erkenntnis, dass sie darüber nachdachten.

Grundlage ihrer beider Forschungen war die Sammlung Stenger, die heute als Teil der Sammlung Agfa im Museum Ludwig verwahrt wird. Hier sah Moholy frühe Fotogramme von Talbot, von denen eines in der aktuellen Präsentation gezeigt wird. Durch Erich Stenger erfuhr Moholy auch von Johann Heinrich Schulzes frühen Experimenten. Während Stenger die Verbindung zu den „reizvollen Schattenbildern“ seiner Gegenwart nicht gelang, spannte Moholy den großen Bogen. Ein Grund mehr, ihre Geschichte im Museum Ludwig zu würdigen.

Kuratorin: Miriam Szwast
Web und Social Media
Zur Ausstellung kommuniziert das Museum Ludwig auf seinen Social-Media-Kanälen mit dem Hashtag #MLxMoholy
Facebook/Instagram/Twitter/Vimeo: @MuseumLudwig – www.museum-ludwig.de

Museum Ludwig (Köln)

11.10.2019 - 02.02.2020 Giovanni Battista Tiepolo Der beste Maler Venedigs
Staatsgalerie Stuttgart (Stuttgart)
Pressemitteilung
Am 27. März 2020 jährt sich der Todestag von Giovanni Battista Tiepolo (1696–1770), dem wohl bedeutendsten Vertreter der Malerei des 18. Jahrhunderts in Italien, zum 250. Mal. Die Staatsgalerie ehrt den venezianischen Meister mit einer Sonderausstellung, die den hochrangigen Stuttgarter Tiepolo-Bestand im Kontext einer Auswahl internationaler Leihgaben aus Malerei, Graphik und Zeichenkunst präsentiert. Erstmals im deutschsprachigen Raum soll die Schau damit den Blick auf die gesamte Schaffenszeit Tiepolos eröffnen und anhand exemplarischer Werke die Vielfalt seiner Themen, Bildgattungen und künstlerischen Medien anschaulich machen.

Ausgangspunkt ist eine der ungewöhnlichsten Schöpfungen Tiepolos, die sich heute im Besitz der Staatsgalerie befindet: das Leinwandbild mit der »Ruhe auf der Flucht nach Ägypten«, das der Maler in seinen letzten Lebensjahren in Madrid schuf. Zwei Gemälde aus früheren Schaffensphasen sowie das bedeutende Konvolut Tiepolo-Zeichnungen ergänzen die Sammlung. Die Ausstellung versammelt weitere Gemälde aus Mythologie und Geschichte, aber auch Beispiele für die meist unterschätzten religiösen Bildfindungen. So stellt die Präsentation die virtuose Erzählkunst Tiepolos und seine ebenso elegante wie theatralische Bildsprache in den Mittelpunkt, die dennoch von hintergründigem Humor und dem Willen zur Karikatur geprägt ist. Ein besonderes Augenmerk gilt dem Stellenwert, den Tiepolo der Fantasie, der Illusion und auch der Irritation in seinen Bilderwelten einräumte.

Die Ausstellung will eine Neubewertung von Tiepolos Werk anstoßen, die seine malerische Kreativität und Imaginationskraft in den Mittelpunkt stellt und ein neues Bewusstsein für die Bedeutung des Meisters an der Zeitenwende vom Barock zur Aufklärung schafft.

Staatsgalerie Stuttgart (Stuttgart)

11.10.2019 - 02.02.2020 La Serenissima Zeichenkunst in Venedig vom 16. bis 18. Jahrhundert
Staatsgalerie Stuttgart (Stuttgart)
Pressemitteilung
Innerhalb der Kunstlandschaften Italiens kommt Venedig eine besondere Stellung zu. Die ungewöhnlichen Lichtverhältnisse in der Lagunenstadt, die vom reflektierenden Wasser umgeben ist, inspirierten nicht nur die venezianischen Maler sondern vor allem auch die Zeichner. Der Strich, oft mit der Feder ausgeführt, übernimmt die führende Rolle: Schwungvoll, vibrierend und in tänzerischer Leichtigkeit werden spielerisch hingestreute Tupfen, Linienhäkchen und Lavierung eingesetzt, um die flimmernden Effekte der einzigartigen Atmosphäre von »La Serenissima« (der »Allerdurchlauchtigsten«, wie Venedig liebevoll genannt wurde) wiederzugeben. Dabei entstehen Kompositionen mit eher sparsam eingesetztem Zeichenmaterial und viel Gespür für ausgedehnte Flächen.

Die Ausstellung präsentiert mit rund 50 Zeichnungen von über 20 Künstlern, darunter Jacopo Tintoretto (1518–1594), Paolo Veronese (1528–1588), Sebstiano Ricci (1659–1734), Giovanni Battista Piazzetta (1682–1754) und Giuseppe Bernardino Bison (1762–1844), die unterschiedlichen Facetten der Venezianischen Zeichenkunst vom 16. Jahrhundert bis zum Niedergang der Republik Venedig im 18. Jahrhundert.

Begleitend zur Großen Sonderausstellung »Tiepolo« werden so zum einen Tiepolos Entwicklung und Stellenwert innerhalb der venezianischen Künstler aufgezeigt und zum anderen Einblicke in die bedeutende Sammlung Venezianischer Zeichnungen aus dem Bestand der Graphischen Sammlung der Staatsgalerie gegeben.

Staatsgalerie Stuttgart (Stuttgart)

02.10.2019 - 30.03.2020 umgehängt 2019: Facetten der Malerei 1960 - 2010
Städtische Galerie Karlsruhe (Karlsruhe)
Pressemitteilung
Seit etwa zehn Jahren präsen­tiert die Städtische Galerie ­Karls­ruhe ihre Dauer­aus­stel­lung unter dem bildhaften Begriff "um­ge­hängt", um unmit­tel­bar deutlich zu machen, dass dieser ­Be­reich im ersten Oberge­schoss regelmäßig neu konzipiert wird. Die reichen Bestände der Städti­schen Kunst­samm­lung und der Samm­lung von Ute und Eberhard Garnatz mit Werken aus den 1960er- bis in die 2010er-Jahre werden unter immer neuen Vorzeichen und in unter­schied­lichs­ten Konstel­la­tio­nen vorge­stellt, so dass die Be­su­cher und Besuche­rin­nen auf ein breites Spektrum von eher ­sel­ten gezeigten bis zu vertrauten Kunst­wer­ken treffen. Im Mit­tel­punkt der aktuellen Schau "Facetten der Malerei" steht das tra­di­ti­ons­rei­che Medium und seine experi­men­telle Öffnung zu anderen Kunst­gat­tun­gen. Vor dem Hinter­grund der verän­der­ten ­künst­le­ri­schen Haltungen in den 1960er-Jahren mussten sich die Maler neu orien­tie­ren. Sie begannen ihr Medium zu hinter­fra­gen, erkun­de­ten seine spezi­fi­schen Möglich­kei­ten und erwei­ter­ten ­diese auf unter­schied­lichste Weise. Sie setzten sich mit his­to­ri­schen Positionen ausein­an­der, nahmen Elemente der All­tags­kul­tur in ihr Werk auf und bezogen den realen Raum mit ein. Inhaltlich wandten sie sich einem breiten Spektrum zu - Natur- und Menschen­dar­stel­lun­gen gehören ebenso dazu wie All­tags­ge­gen­stände und gesell­schafts­po­li­ti­sche Themen.

Foto: Jörg Immendorff, Café Deutschland IV, 1978

Städtische Galerie Karlsruhe (Karlsruhe)

02.10.2019 - 30.03.2020 Mit Karl Weysser unterwegs
Städtische Galerie Karlsruhe (Karlsruhe)
Pressemitteilung
Mit Karl Weysser unterwegs
02. Oktober 2019 bis Frühjahr 2020

Seine Stadt­an­sich­ten mit wink­li­gen alten Gassen und maleri­schen Archi­tek­tur­de­tails fanden e­benso wie seine stimmungs­vol­len Reiseim­pres­sio­nen aus dem Rhein- und Moseltal, aus dem Elsass oder aus Tirol nicht nur bei seinen Zeitge­nos­sen große Anerken­nung. Sie gelten auch heute noch als heraus­ra­gende Beispiele einer bewusst unpathe­ti­schen und zugleich subtilen Schil­de­rung von Natur und Landschaft. Gemeint ist der 1833 in Durlach bei Karlsruhe geborene, oft als "­ba­di­scher Spitzweg" bezeich­nete Maler Karl Weysser, dem die Städ­ti­sche Galerie Karlsruhe nun erstmals eine Ausstel­lung mit mehr als 40 Ölstudien und Gemälden aus dem eigenen, etwa 300 Bilder und Zeich­nun­gen umfas­sen­den Bestand widmet. Die Werkschau ­des Künstlers, der zu den bedeu­tends­ten Archi­tek­tur­ma­lern der zwei­ten Hälfte des

19. Jahrhun­derts gehört, befindet sich in unmit­tel­ba­rer Nähe zur neu einge­rich­te­ten Dau­er­aus­stel­lung mit Exponaten aus der Zeit von 1850 bis 1950, in der u. a. Weyssers Lehrer Johann Wilhelm Schirmer sowie seine ­Stu­dien­kol­le­gen Hans Thoma und Emil Lugo vertre­ten ­sind.

Foto: Karl Weysser, Baden-Baden. Schlossterrasse mit Blick auf die Villa Krupp, 1883. Foto: Heinz Pelz

Städtische Galerie Karlsruhe (Karlsruhe)

28.09.2019 - 08.03.2020 respektive Peter Weibel
ZKM | Zentrum für Kunst und Medien (Karlsruhe)
Pressemitteilung
Anlässlich des 75. Geburtstags von Peter Weibel gibt die Ausstellung erstmals einen Überblick über das Gesamtwerk des international bedeutenden Medien- und Konzeptkünstlers.

Ausgehend von seiner zwanzigjährigen Tätigkeit als künstlerisch-wissenschaftlicher Vorstand des ZKM untersucht die Ausstellung Themenfelder wie die Mechanismen der Wahrnehmung und des Denkens, die Eigenwelt der Apparate, die Krise der Repräsentation und des Betriebssystems Kunst sowie die Beziehung von Kunst, Politik und Ökonomie.

ZKM | Zentrum für Kunst und Medien (Karlsruhe)