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Pressemitteilungen
Pressemitteilungen
11.10.2019 - 02.02.2020 Giovanni Battista Tiepolo Der Triumph der Phantasie
Staatsgalerie Stuttgart (Stuttgart)
Pressemitteilung
Am 27. März 2020 jährt sich der Todestag von Giovanni Battista Tiepolo (1696–1770), dem wohl bedeutendsten Vertreter der Malerei des 18. Jahrhunderts in Italien, zum 250. Mal. Die Staatsgalerie ehrt den venezianischen Meister mit einer Sonderausstellung, die den hochrangigen Stuttgarter Tiepolo-Bestand im Kontext einer Auswahl internationaler Leihgaben aus Malerei, Graphik und Zeichenkunst präsentiert. Erstmals im deutschsprachigen Raum soll die Schau damit den Blick auf die gesamte Schaffenszeit Tiepolos eröffnen und anhand exemplarischer Werke die Vielfalt seiner Themen, Bildgattungen und künstlerischen Medien anschaulich machen.

Ausgangspunkt ist eine der ungewöhnlichsten Schöpfungen Tiepolos, die sich heute im Besitz der Staatsgalerie befindet: das Leinwandbild mit der »Ruhe auf der Flucht nach Ägypten«, das der Maler in seinen letzten Lebensjahren in Madrid schuf. Zwei Gemälde aus früheren Schaffensphasen sowie das bedeutende Konvolut Tiepolo-Zeichnungen ergänzen die Sammlung. Die Ausstellung versammelt weitere Gemälde aus Mythologie und Geschichte, aber auch Beispiele für die meist unterschätzten religiösen Bildfindungen. So stellt die Präsentation die virtuose Erzählkunst Tiepolos und seine ebenso elegante wie theatralische Bildsprache in den Mittelpunkt, die dennoch von hintergründigem Humor und dem Willen zur Karikatur geprägt ist. Ein besonderes Augenmerk gilt dem Stellenwert, den Tiepolo der Fantasie, der Illusion und auch der Irritation in seinen Bilderwelten einräumte.

Die Ausstellung will eine Neubewertung von Tiepolos Werk anstoßen, die seine malerische Kreativität und Imaginationskraft in den Mittelpunkt stellt und ein neues Bewusstsein für die Bedeutung des Meisters an der Zeitenwende vom Barock zur Aufklärung schafft.

Staatsgalerie Stuttgart (Stuttgart)

11.10.2019 - 02.02.2020 La Serenissima Zeichenkunst in Venedig vom 16. bis 18. Jahrhundert
Staatsgalerie Stuttgart (Stuttgart)
Pressemitteilung
Innerhalb der Kunstlandschaften Italiens kommt Venedig eine besondere Stellung zu. Die ungewöhnlichen Lichtverhältnisse in der Lagunenstadt, die vom reflektierenden Wasser umgeben ist, inspirierten nicht nur die venezianischen Maler sondern vor allem auch die Zeichner. Der Strich, oft mit der Feder ausgeführt, übernimmt die führende Rolle: Schwungvoll, vibrierend und in tänzerischer Leichtigkeit werden spielerisch hingestreute Tupfen, Linienhäkchen und Lavierung eingesetzt, um die flimmernden Effekte der einzigartigen Atmosphäre von »La Serenissima« (der »Allerdurchlauchtigsten«, wie Venedig liebevoll genannt wurde) wiederzugeben. Dabei entstehen Kompositionen mit eher sparsam eingesetztem Zeichenmaterial und viel Gespür für ausgedehnte Flächen.

Die Ausstellung präsentiert mit rund 50 Zeichnungen von über 20 Künstlern, darunter Jacopo Tintoretto (1518–1594), Paolo Veronese (1528–1588), Sebstiano Ricci (1659–1734), Giovanni Battista Piazzetta (1682–1754) und Giuseppe Bernardino Bison (1762–1844), die unterschiedlichen Facetten der Venezianischen Zeichenkunst vom 16. Jahrhundert bis zum Niedergang der Republik Venedig im 18. Jahrhundert.

Begleitend zur Großen Sonderausstellung »Tiepolo« werden so zum einen Tiepolos Entwicklung und Stellenwert innerhalb der venezianischen Künstler aufgezeigt und zum anderen Einblicke in die bedeutende Sammlung Venezianischer Zeichnungen aus dem Bestand der Graphischen Sammlung der Staatsgalerie gegeben.

Staatsgalerie Stuttgart (Stuttgart)

12.09.2019 - 12.01.2020 Durch Mauern Gehen
Gropius Bau (Berlin)
Pressemitteilung
Die Ausstellung Durch Mauern gehen zeigt mit Werken von Jose Dávila, Mona Hatoum, Nadia Kaabi-Linke, Christian Odzuck, Anri Sala, Regina Silveira und weiteren Künstler*innen ein zeitgenössisches Panorama der künstlerischen Reaktionen auf von Menschen geschaffene Barrieren, Trennungen, Grenzen und Mauern. In Auseinandersetzung mit der Lage des Gropius Bau entlang der ehemaligen Berliner Mauer bietet die Ausstellung sowohl eine nationale als auch eine internationale Perspektive auf die physischen und psychischen Folgen des Zusammenlebens in gespaltenen Gesellschaften. Im Kontext des 30. Jahrestags des Berliner Mauerfalls beschreibt sie, wie Mauern Gefühle von Verletzlichkeit und Angst artikulieren und individuelle und kollektive Identitätsvorstellungen repräsentieren können.

Mit Werken von Jose Dávila, Mona Hatoum, Nadia Kaabi-Linke, Christian Odzuck, Anri Sala, Regina Silveira und weiteren.

Kuratiert von Till Fellrath und Sam Bardaouil.

Foto:
Jose Dávila, „Untitled (Allure)“, 2014. Ausstellungsansicht, „State of Rest“, OMR, 2014, Allure Marmor, Spanngurte, Ösenschrauben, 177,7 x 301,1 x 550 cm
© Enrique Macías Martínez

Gropius Bau (Berlin)

26.07.2019 - 01.12.2019 Garten der irdischen Freuden
Gropius Bau (Berlin)
Pressemitteilung
Garten der irdischen Freuden ist gleichermaßen Raum für Inspiration und kritische Reflexion. In dieser groß angelegten Gruppenausstellung interpretieren Künstler*innen wie Pipilotti Rist, Rashid Johnson, Maria Thereza Alves, Uriel Orlow, Jumana Manna, Taro Shinoda und Heather Phillipson das Motiv des Gartens als eine Metapher für den Zustand der Welt und als poetische Ausdrucksform, um die komplexen Zusammenhänge unserer zunehmend prekären Welt zu erforschen. Ihre raumgreifenden Installationen behandeln soziale, politische und ökologische Phänomene wie Migration, die postkoloniale Neubetrachtung des botanischen Gartens und die technisierte Nutzung von Pflanzen durch den Menschen. Neben der bekannten Lesart des Garten als Sehnsuchtsort voller meditativer, spiritueller und philosophischer Möglichkeiten thematisiert die Ausstellung den Garten auch als einen Ort des politischen Widerspruchs sowie als Grenzbereich zwischen Realität und Fantasie, Harmonie und Chaos, Lust und Perversion sowie Utopie und Dystopie.

Mit Werken von Maria Thereza Alves, Rashid Johnson, Jumana Manna, Uriel Orlow, Heather Phillipson, Pipilotti Rist, Taro Shinoda und weiteren.

Kuratiert von Stephanie Rosenthal mit Clara Meister.

Foto:
Uriel Orlow, „Botanical Dreams“, 2018. Archivpigmentdruck auf Barytpapier, 55 x 75 cm
© VG Bild-Kunst, Bonn 2018

Gropius Bau (Berlin)

07.06.2019 - 20.10.2019 Weissenhof City Von Geschichte und Gegenwart der Zukunft einer Stadt
Staatsgalerie Stuttgart (Stuttgart)
Pressemitteilung
Der Prozess der Moderne und mit ihr des Bauhauses hat sich über viele Veränderungen und Orte vollzogen. Kartiert man das Bauhaus und sein globales Netzwerk, so gehört Stuttgart zu den Orten, die ihm bedeutende Impulse gegeben haben und selbst durch es beeinflusst sind.

Zum 100-jährigen Gründungsjubiläum des Bauhauses begeben sich internationale Künstlerinnen und Künstler in Zusammenarbeit mit der Staatsgalerie Stuttgart auf Suche nach Spuren des vorausschauenden Bauhauses und seiner imaginierten Zukunft, die unsere Gegenwart heute ist.

In und von Stuttgart aus setzen sich die Künstlerinnen und Künstler mit dem Bauhaus-Kosmos – Protagonistinnen und Protagonisten und das Bauhaus reflektierenden Reformerinnen und Reformer, Orten und Bauten, Archiven und Dokumenten, Geschichte(n) und Mythen – auseinander. Zentral ist die Frage, wie wir den utopischen Überschuss des Bauhauses und Universalismus der Moderne – wie sie in ihren Auswirkungen auch in Stuttgart manifest sind – für unsere Gegenwart neu denken können.

In ihren Beiträgen nehmen die Künstlerinnen und Künstler das Publikum mit auf Tour in das Museum und den Stadtraum – jenseits bekannter Pfade.

Staatsgalerie Stuttgart (Stuttgart)

12.04.2019 - 11.08.2019 Die jungen Jahre der Alten Meister Baselitz – Richter – Polke – Kiefer
Staatsgalerie Stuttgart (Stuttgart)
Pressemitteilung
Gemeinsam mit Götz Adriani bereitet die Staatsgalerie Stuttgart in Kooperation mit den Deichtorhallen in Hamburg eine Ausstellung zum Frühwerk von Georg Baselitz, Gerhard Richter, Sigmar Polke und Anselm Kiefer vor. Rund 80 bis 100 frühe Hauptwerke werden die spektakulären 1960er-Jahre in den Fokus nehmen. In diesem Zeitraum haben alle vier Künstler mit ihrem kreativen und produktiven Frühwerk die Grundlage für ihren Erfolg gelegt, der sie in Deutschland wie auch im Ausland zu den bedeutendsten Künstlern der Nachkriegszeit machte. Das internationale Interesse an dem Gütezeichen »Made in Germany«, das gepaart mit einer enormen Nachfrage bis heute unvermindert anhält, versteht sich keineswegs von selbst, denn die Kunst deutscher Herkunft stand im Laufe ihrer Entwicklung meist im Schatten italienischer, niederländischer oder französischer Vorbilder. Dieses Schattendasein auf dem europäischen Kunstparkett verkehrte sich geradezu in sein Gegenteil, als sich das Künstlerquartett aus Deutschland anschickte an die Spitze des globalen Rankings aufzusteigen.

Abgesehen von Sigmar Polke, der 2010 verstorben ist, unterstützen Richter, Baselitz und Kiefer mit singulären Leihgaben aus ihrem Besitz die Ausstellung. Die intensive Auseinandersetzung der vier Künstler mit ihrer Zeit und deren unmittelbaren Vergangenheit wird in der Schau durch ein Zeitpanorama der politischen, gesellschaftlichen und kulturellen Ereignisse – vom Wirtschaftswunder und dem geforderten Wohlstand für alle, bis zu den Studentenunruhen und der außerparlamentarischen Opposition ergänzt.

Begleitet wird die Ausstellung von einer umfassenden Publikation Götz Adrianis, die ausführliche Gespräche mit den Künstlern über ihr Frühwerk und dessen besonderen Stellenwert beinhaltet, sowie zahlreiche Abbildungen und eine zeitgeschichtliche Dokumentation der 1960er-Jahre.

Staatsgalerie Stuttgart (Stuttgart)

06.04.2019 - 11.08.2019 Negativer Raum. Skulpturen und Installationen im 20. und 21. Jahrhundert
ZKM | Zentrum für Kunst und Medien (Karlsruhe)
Pressemitteilung
Die letzte Ausstellung, die sich umfassend mit der Frage »Was ist moderne Skulptur?« beschäftigt hat, fand 1986 im Centre Georges Pompidou in Paris unter dem Titel »Qu'est-ce que la sculpture moderne?« statt. Die Ausstellung »Negativer Raum« im ZKM | Karlsruhe hebt den Speer dort auf, wo ihn das Centre Pompidou fallen ließ.

Die Geschichte der westlichen Skulptur ist seit der Antike auf das Engste mit der Idee des Körpers verbunden. Ob geschnitzt, modelliert oder gegossen, Statuen wurden über Jahrhunderte als solide Monolithe entworfen – als feste und in sich geschlossene Körper, als mehr oder minder mächtige und gewichtige Positiva im Raum.

Unsere Vorstellungen und Erwartungen davon, was eine moderne oder zeitgenössische Skulptur ist, werden noch immer wesentlich von eben jenem Konzept der Körperskulptur geprägt, das formal auf den drei elementaren Kategorien Masse, Volumen und Schwerkraft gründet. Ob körperbezogen wie bei Auguste Rodin oder abstrahiert wie bei Richard Serra, Skulptur ist immer noch in erster Linie Masse, Volumen und Gravitation.

Die Ausstellung »Negativer Raum« möchte den Blick auf die moderne und zeitgenössische Skulptur ändern und eine andere Geschichte der Skulptur erzählen. Ziel der Ausstellung ist es, die Beziehungen von Skulptur und Raum dezidiert vom Raum aus zu denken. Alle Exponate thematisieren das skulpturale Phänomen in Relation zu vielfältigen Raumvorstellungen: Freiräume, Um-, Hohl- und Zwischenräume, Spiegel-, Licht- und Schattenräume, virtuelle Datenräume etc. Die Ausstellung bietet einen umfassenden Überblick zur Kunst der Skulptur, die entgegen der traditionellen Definition der Kontur, Leere und Levitation verpflichtet ist: leicht statt schwer, nicht voll doch leer, geöffnet statt geschlossen, diaphan statt dicht, luftig und licht.

Infolge der Fortschritte in den Naturwissenschaften und der Architektur, der Entwicklung neuer Werkstoffe, Konstruktionstechniken und der Orientierung von der zweidimensionalen Fläche der nicht-gegenständlichen Malerei in den dreidimensionalen Raum vollzog sich zu Beginn des 20. Jahrhunderts ein Entwicklungssprung von der Körperplastik zur Raumplastik. Dass dabei nicht nur zeitgenössische Raumtheorien die künstlerische Imagination aktivierten, sondern ebenso mathematische Gips- und Drahtmodelle aus dem 19. und 20. Jahrhundert wird in der Ausstellung anhand von Exponaten aus den mathematischen Sammlungen der TU Darmstadt, TU Dresden, TU Freiberg, der Georg-August-Universität Göttingen und Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg sowie des KIT Karlsruhe zu erkunden sein.

Anhand von mehr als 200 wegweisenden künstlerischen Positionen, die neue Ansätze der Skulptur durch Verfahren und Modelle der Abstraktion, der Konstruktion und Nicht-Gegenständlichkeit entwickeln, werden vielfältige Bezüge im Raum herausgearbeitet und das Konzept des »Negativen Raums« entfaltet. Aufgezeigt werden die Entwicklungslinien der Raumskulptur ausgehend von Kubismus, Konstruktivismus, Neo-Konstruktivismus, Minimal Art hin zu installativen immersiven Environments.

ZKM | Zentrum für Kunst und Medien (Karlsruhe)

22.03.2019 - 16.06.2019 And Berlin Will Always Need You. Kunst, Handwerk und Konzept Made in Berlin
Gropius Bau (Berlin)
Pressemitteilung
Im Fokus der Ausstellung And Berlin Will Always Need You steht die zeitgenössische künstlerische Szene Berlins. Den thematischen Rahmen bietet der Gropius Bau selbst, der 1881 als erstes Kunstgewerbemuseum in Deutschland eröffnet wurde und sich ausgehend davon auch als Lehr-, Produktions- und Ausstellungsstätte etablierte. Die Gruppenausstellung lädt mehr als 20 in Berlin lebende Künstler*innen wie Chiharu Shiota, Dorothy Iannone, Nevin Alada? und Theo Eshetu ein, bestehende und neue Installationen und Arbeiten zu zeigen, die sich mit Handwerk, Dekor, Materialität und Artefakten auseinandersetzen. Die Werke geben sowohl Einblicke in handwerkliche und künstlerische Techniken innerhalb gegenwärtiger Produktionskreisläufe als auch in das Konstrukt der Institution eines Ausstellungshauses mit seinen Displays, Deutungshoheiten und Machtstrukturen.

Mit Werken von Nevin Alada?, Leonor Antunes, Alice Creischer und Andreas Siekmann, Mariechen Danz, Haris Epaminonda, Theo Eshetu, Olaf Holzapfel, Dorothy Iannone, Antje Majewski und Olivier Guesselé-Garai, Willem de Rooij, Chiharu Shiota und weiteren.

Kuratiert von Natasha Ginwala, Julienne Lorz und Stephanie Rosenthal.

Foto:
Nevin Alada?, „Social Fabric, cosmos“, 2018. Teppichstücke auf Holz, 174 x 114 x 5 cm
© Trevor Good. Courtesy: die Künstlerin, Wentrup, Berlin

Gropius Bau (Berlin)

14.03.2019 - 28.07.2019 Maria Lassnig Die Sammlung Klewan
Staatsgalerie Stuttgart (Stuttgart)
Pressemitteilung
Maria Lassnig wäre am 8. September 2019 100 Jahre alt geworden. Die 2014 verstorbene Künstlerin gehört zu den größten malerischen Begabungen des 20. Jahrhunderts. Mit ihren Körpergefühlsbildern hat sie einen eigenständigen Weg zwischen Figuration und Abstraktion gefunden.

Der österreichische Sammler Helmut Klewan hat die außergewöhnliche Kunst von Maria Lassnig früh erkannt. Als einer der ersten stellt er sie in Deutschland aus und sammelt seither konsequent ihre Bilder, Zeichnungen, Aquarelle und druckgrafischen Arbeiten. Ein Schwerpunkt dieser kleinen Schau, in der fast alle Werkphasen der Künstlerin repräsentiert sind, liegt auf den 1960er-Jahren. So bietet es sich an, diese Sammlung parallel zur Ausstellung »Die jungen Jahre der Alten Meister: Baselitz – Richter – Polke – Kiefer« hier in der Staatsgalerie zu zeigen.

Die 1960er-Jahre, Zeit der Studentenrevolten, des Aufbruchs, der Emanzipation. Dennoch ist es in diesen Jahren noch immer keine Selbstverständlichkeit als Frau in der Kunstwelt Erfolg zu haben. Zu tief sitzen die Vorurteile. Maria Lassnig leidet darunter, geht ins Ausland, verfolgt konsequent ihren Weg und erlebt dank ihres langen Lebens ihren späten Durchbruch, auch auf dem Kunstmarkt.
Wie viele Museen haben auch wir leider keine Gemälde dieser so bedeutenden Malerin erworben. Diese Ausstellung bietet dem Stuttgarter Publikum nun erste Gelegenheit Maria Lassnig zu entdecken.

Staatsgalerie Stuttgart (Stuttgart)

09.03.2019 - 02.06.2019 Licht und Leinwand
Staatliche Kunsthalle Karlsruhe (Karlsruhe)
Pressemitteilung
Die sogenannte Geburtsstunde der Fotografie 1839 hat die Bildwelt fasziniert und erschüttert zugleich. Nie zuvor war es möglich gewesen, so schnell und präzise die Realität abzubilden wie mit dem neuen Verfahren. Das Verständnis von Wirklichkeit und Wahrheit im Bild wurde in der Folge neu verhandelt. Die Ausstellung erzählt über zwei Generationen die wechselvolle Geschichte von Malerei und Fotografie im 19. Jahrhundert, die geprägt ist von Existenzängsten, Experimentierfreude und Künstlerstolz. Diese Ausstellung findet in Kooperation mit dem Germanischen Nationalmuseum Nürnberg statt.

Staatliche Kunsthalle Karlsruhe (Karlsruhe)

23.02.2019 - 02.06.2019 Paris, Paris! Karlsruher Künstler an der Seine 1850 - 1930
Städtische Galerie Karlsruhe (Karlsruhe)
Pressemitteilung
In einer Zeit, als die politi­schen Bezie­hun­gen zwischen dem Deutschen Reich und Frankreich eher angespannt waren, zog es Hunderte von jungen deutschen Malern und Bildhauern zum Studium nach Paris, um sich dort auf vielfäl­tige Weise für ihr weiteres künst­le­ri­sches Schaffen anregen zu lassen. Auch aus Karlsruhe machten sich viele Künstler sowie einige wenige Künst­le­rin­nen auf den Weg in die neue Kunst­me­tro­pole an der Seine, nachdem sie zuvor eine Ausbildung in der badischen Hauptstadt erfahren hatten. Die Ausstel­lung beleuchtet erstmals die facet­ten­rei­chen und vielge­stal­ti­gen Spuren, die der Kunst­trans­fer Paris – Karlsruhe hinter­las­sen hat.

Foto: Wilhelm Schnarrenberger, Boulevard Montparnasse, 1931, Privatbesitz, Foto: Heinz Pelz, © VG Bildkunst, Bonn 2018

Städtische Galerie Karlsruhe (Karlsruhe)

23.02.2019 - 28.03.2021 Writing the History of the Future. Die Sammlung des ZKM
ZKM | Zentrum für Kunst und Medien (Karlsruhe)
Pressemitteilung
In einer außergewöhnlichen Zusammenstellung präsentiert das ZKM die Hauptwerke seiner weltweit einzigartigen Sammlung.

Die Ausstellung folgt den Wegen der Avantgarden und Neo-Avantgarden des 20. Jahrhunderts bis in die Gegenwart: von den Künsten der Bewegung – von den bewegten Maschinen (Kinetik, Kybernetik) über bewegte Bilder (Kinematografie, Op-Art, Video, Holografie, Computerinstallationen) – zum bewegten Betrachter (Partizipation, Interaktion, Happening). Von der Materialmalerei und variablen Objektbildern, von den mechanischen und magnetischen Künsten bis zur Lichtkunst und Soundart und zur Eroberung der elektronischen Medien durch die Künste reicht der Horizont der Exponate.

Die Ausstellung überrascht durch eine alternative Erzählung der Geschichte der Kunst und Medien nach 1945.

ZKM | Zentrum für Kunst und Medien (Karlsruhe)

17.02.2019 - 19.01.2020 VOLLGAS - FULL SPEED
Museum Art.Plus (Donaueschingen)
Pressemitteilung
Das Museum Art.Plus nähert sich in seiner großen Jahresausstellung dem Thema Auto. Wohl kaum ein weiterer technischer Gegenstand wurde und wird in vergleichbarer Weise mythologisiert. Die künstlerische Auseinandersetzung mit ihm ist beinahe so alt, wie das Automobil selbst. Das Auto polarisiert, ist politischer und gesellschaftlicher Zündstoff und gerade deshalb auch aus der Themenwelt der zeitgenössischen Kunst nicht wegzudenken. Doch darüber hinaus ist es noch immer Symbol für Freiheit, Mobilität und Abenteuer, Traumobjekt und Fetisch.

Das Museum Art.Plus zeigt Werke internationaler Künstler, die das Auto und die Geschwindigkeit in den Fokus rücken und ergänzt sie durch legendäre Sportwagen, die das Herz des Autoliebhabers höher schlagen lassen.

Museum Art.Plus (Donaueschingen)

09.02.2019 - 02.06.2019 Dieter Jung. Between and Beyond
ZKM | Zentrum für Kunst und Medien (Karlsruhe)
Pressemitteilung
»Dieter Jung is a light magician, a holographic magician, a peace magician.«
Otto Piene


Licht, Raum und Bewegung stehen im Mittelpunkt der künstlerischen Arbeit des 1941 geborenen Künstlers Dieter Jung, der sich seit Mitte der 1960er-Jahre mit der bildnerischen Wirkweise von Farbe und Licht, Fläche und Raum auseinandersetzt.

Um den flüchtigen Moment optischer Phänomene sichtbar zu machen, bedient sich Dieter Jung gleichermaßen analoger wie digitaler Techniken. Malerei, Zeichnung, Druckgrafik und Holografie befinden sich bei ihm in einem ständigen Dialog. Mit der Ausstellung »Dieter Jung. Between and Beyond« würdigt das ZKM das umfangreiche Werk des in Berlin lebenden Künstlers, der seit Gründung eng mit dem ZKM verbundenen ist. Neben Hologrammen, holografischen Mobiles und holografischen Lichträumen umfasst die Ausstellung Malereien, Zeichnungen und Graphiken des Künstlers.

/// Darstellung von Licht und Reflexion

Das Interesse an dem Prozess der visuellen Wahrnehmung, der doppelten Eigenschaft des Lichts als Partikel und Welle und dem technischen Aufbau von Bildern begleiten Jung seit seinem Studium an der Hochschule für Bildende Künste in Berlin. Bereits in ersten malerischen Arbeiten setzt er sich mit der Darstellung von Licht und Reflexionen auseinander. Anfang der 1970er-Jahre malt er die an Interferenzstrukturen erinnernden Kopfbilder von bekannten und unbekannten Personen, bei denen die Gesichter von Sigmund Freud, Ezra Pound oder Friedrich Nietzsche in sich horizontal und vertikal durchdringenden Schwingungslinien eingebettet sind, die für Jung zunächst vor allem Bezüge zu den Geflechten der Webkunst und dem Prinzip von Kette und Schuss in den Bildteppichen der Renaissance herstellten.

///Fokus Holografie

Nach einem Studium der Holografie an der New Yorker School of Holography entwickelt Jung in Zusammenarbeit mit führenden Wissenschaftlern ein Werk, das die technischen und gestalterischen Möglichkeiten der 1948 durch den Physiker Dennis Gabor eher zufällig entdeckten Holografie entscheidend erweiterte und ihn international zu einem der führenden Protagonisten der holografischen Kunst werden ließ. Für seine ersten Hologramme verwendet Jung 1977 im Central Park in New York gefundene Federn, die in der holografischen Aufnahme als filigrane Objekte im Raum schwebend ihre Schatten werfen. Es folgt die Übertragung von Gedichten von Hans Magnus Enzensberger in das Medium der Holografie, für die damals aufwendige Modelle gebaut werden mussten, um sie auf einer Drehscheibe zu filmen. In den Serien Into the Rainbow, Gegenwartsräume und Inbetween schafft Dieter Jung Anfang der 1980er-Jahre mittels der von Stephen A. Benton entdeckten holografischen One-Step-Technik abstrakte Farbräume, bei denen die reinen Farben des Regenbogens frei schwebend im Raum entstehen.

Als Research Fellow am von Otto Piene geleiteten Center for Advanced Visual Studies (CVAS) am MIT in Cambridge, MA standen Dieter Jung von 1985 bis 1988 umfangreiche technischen Möglichkeiten zur Verfügung, mit denen er neue holografische Verfahren zur Ablösung des holografischen Bildes von seiner objekthaften Vorlage erproben konnte. Im engem Austausch mit Wissenschaftlern entstehen dort erste computergenerierte Bewegungshologramme, bei denen für die damalige Zeit ungeheure Datenmengen bewältigt wurden.

///Holografie heute

Durch die rasante Entwicklung der digitalen Technologien ist heute die Holografie erneut in den Fokus der Aufmerksamkeit gerückt. Gegenwärtig arbeiten ForscherInnen an der Entwicklung von holografischen Displays, mit denen sich unsere Art zu arbeiten, zu lernen und zu interagieren grundlegend verändern wird. Gerade die neuesten Entwicklungen aus der Photonik, bei denen einzelne Lichtteilchen zu Informationsträgern werden, revolutionieren die technischen Voraussetzungen der Holografie in einem ungekannten Ausmaß. In absehbarer Zeit könnten Holografien frei im Raum als dreidimensionale Mixed-Reality-Anwendungen projiziert werden und damit die Bindung der holografischen Darstellung an ihre Trägermaterialien kappen. Mit dem Schweben des Bildes im Raum würden so letztendlich die Vorstellungen von Dieter Jung und anderen Pionieren der Holografie eingelöst, an denen diese mit ihren Werken seit den 1960er- und 1970er-Jahren gearbeitet haben.

ZKM | Zentrum für Kunst und Medien (Karlsruhe)

08.02.2019 - 10.03.2019 ZUSAMMENBRINGEN (setzen, stellen, legen). Babsi Daum mit Ute Eisinger. Druckgrafik, Buchobjekte
GEDOK Künstlerinnenforum Karlsruhe (Karlsruhe)
Pressemitteilung
ZUSAMMENBRINGEN (setzen, stellen, legen)
Babsi Daum mit Ute Eisinger (Gast).
Druckgrafik, Buchobjekte, Installation.

Vernissage am Freitag 08.02.2019 um 19 Uhr
Zur Einführung liest Ute Eisinger Gedichte zu den Werken

Finissage am Sonntag 10.03.2019 um 14 Uhr
die Künstlerin präsentiert „acht bücher und ein taschenbuch“

Zeichen, Buchstaben, Worte und Sätze tauchen in Babsi Daums Arbeiten als inhaltliche wie auch formale Elemente auf, so ist es nicht verwunderlich, dass sie immer wieder mit Autoren zusammenkommt und -arbeitet. Unter anderem gibt es künstlerische Umsetzungen zu Gedichten von Ernst Jandl, Franz Josef Czernin, Kurt Schwitters und Marian Hatala zu sehen. In ihre Geburtsstadt Karlsruhe – Babsi Daum lebt und arbeitet seit ihrem Studium in Wien – wird sie von der österreichischen Autorin Ute Eisinger begleitet, beide sind am Setzen, Stellen, Legen von Bild/Text-Teilen interessiert und haben bereits einiges zusammengebracht. im Sinne von "Das Ganze ist nur eingedenk der Ganzheit seiner Teile ganz" (Ilya Kutik) zeigen sie ihre neu entstandene Zusammenarbeit.

Babsi Daum ist 1966 in Karlsruhe geboren, Studium der künstlerischen Buch- und Schriftgestaltung und Druckgrafik an der Hochschule für angewandte Kunst in Wien. Sie lebt mit Tochter und Mann in Wien, hat seit 2008 eine eigene Ausstellungsreihe im öffentlichen Raum „Arbeit in Auslage“ und gehört dem Künstlerhaus (Wien), dem kunstraum arcade (Mödling), der blaugelben zwettl, der GEDOK (Karlsruhe) und der Künstlerinnengruppe o.r.t. an. www.babsidaum.at

Ute Eisinger ist 1964 in Niederösterreich geboren, Studium der Germanistik und Geschichte an der Universität Wien, hat während der Perestrojka in Georgien gelebt, als Historikerin für historische Erdbeben Forschungs- und Vortragstätigkeit in Mitteleuropa. Tätig als Autorin, Veranstalterin, Herausgeberin, Lektorin, Übersetzerin, Literaturberaterin, Pädagogin und Mutter dreier Kinder.
www.uteeisinger.at

GEDOK Künstlerinnenforum Karlsruhe (Karlsruhe)

07.02.2019 - 05.05.2019 KONKRETE GEGENWART Jetzt ist immer auch ein bisschen gestern und morgen
Museum Haus Konstruktiv (Zürich)
Pressemitteilung
kuratiert von Sabine Schaschl

Wie geht die Gegenwartskunst mit der konstruktiven, konkreten und konzeptuellen Kunst des 20. Jahrhunderts um? Wie steht sie zu deren Ideen und Errungenschaften, wie zu ihren teils utopischen Projekten? Bedient sie sich lediglich ihres Form- und Farbrepertoires oder greift sie auch auf die dahintersteckenden Konzepte zurück?
Ausgehend von der Frage, inwiefern die gegenwärtige Kunstproduktion an unser kunsthistorisches Erbe andockt, präsentiert das Museum Haus Konstruktiv eine gross angelegte Gruppenausstellung mit Statement-Charakter.

Auf allen vier Geschossen werden Werke von über 30 Künstlerinnen und Künstlern aus dem In- und Ausland präsentiert. Als Parcours angelegt, auf dem Fäden aus der Kunstgeschichte aufgegriffen, verknüpft und weitergesponnen werden, versteht sich KONKRETE GEGENWART als Momentaufnahme des konstruktiv-konkreten und konzeptuellen Schaffens, dessen Aktualität sich heute äusserst facettenreich und lebendig behauptet.

Mit Werken von: Sâadane Afif, Otto Berchem, Otto Berchem & Amalia Pica, Andrew Bick, Vanessa Billy, Stefan Burger, Valentin Carron, Chris Cornish, Jose Dávila, Philippe Decrauzat, Svenja Deininger, Lara Favaretto, Fernanda Gomes, Clare Goodwin, Diango Hernández, Herbert Hinteregger, Wyatt Kahn, Jan Kiefer, Alicja Kwade, Haroon Mirza, Timo Nasseri, Michael Riedel, Walid Raad, Bernd Ribbeck, Karin Schwarzbek, Daniel Steegmann Mangrané, David Renggli, Martin Soto Climent, Esther Stocker, Katja Strunz, SUPERFLEX, Sofie Thorsen, Thomas Vinson, Werner von Mutzenbecher

Museum Haus Konstruktiv (Zürich)

03.02.2019 - 31.03.2019 Georg Paul (1909 - 1980) und seine schöpferische Bauhaus-Rezeption im MUseum Wilhelm Morgner, Soes
Kunstverein Kreis Soest e. V. (Soest)
Pressemitteilung
Mit dieser Ausstellung gilt es einen Maler zu entdecken, der selbst für viele Kunstkenner noch ein „Geheimtipp“ ist. Georg Paul (1901–1980) absolvierte 1925 das Studium der Malerei und Grafik in Berlin an den Vereinigten Staatsschulen für freie und angewandte Kunst, die ab 1924 vom Architekten gleichen Namens – Bruno Paul – geleitet wurde. Geprägt durch die Lehrer der reformierten Kunstschule – u. a. Emil Orlik und Karl Hofer – setzte sich Georg Paul kontinuierlich mit der künstlerischen Moderne auseinander, die nach Machtantritt der Nationalsozialisten als „entartet“ und in der frühen DDR als „formalistisch“ galt. So konnte er lange Zeit nur im Verborgenen malen. Erst in den 1970er Jahren wurde sein vielseitiges Gesamtwerk der Nachkriegsjahre öffentlich gewürdigt, das auf einer schöpferischen Rezeption der Bauhaus-Malerei basiert.

Dr. Dorit Litt (Kuratorin)

Kunstverein Kreis Soest e. V. (Soest)

02.02.2019 - 22.04.2019 Franz Radziwill und die Gegenwart. Landschaft, Technik, Medien
Staedtische Galerie Bietigheim-Bissingen ( Bietigheim-Bissingen)
Pressemitteilung
Franz Radziwill und die Gegenwart
Landschaft, Technik, Medien
2. Februar bis 22. April 2019
Ist Franz Radziwill (1895 –1983) in seiner norddeutschen Heimat ein hochgeachteter Künstler, so ist er im Süden weit weniger präsent. Das Eindringen der Technik in die Landschaft zieht sich wie ein roter Faden durch zahlreiche seiner Werke, was auf die Betrachter – bis heute – eine große Faszination ausübt. Der neusachliche Künstler, der sich 1923 in Dangast am Jadebusen niederließ, zeigt in seinen Gemälden, Aquarellen und Zeichnungen zum einen die typische Küstenregion mit Booten, Deichen und Feldern, doch zum anderen veranschaulicht er mit den integrierten Strom- und Telegrafenmasten, Flugzeugen, Marineschiffen oder Gasometern auch den technischen Zeitgeist der 1920er- bis 1960er-Jahre. Er konstruierte faszinierende Ansichten und zugleich apokalyptische Visionen, die oftmals nichts an Aktualität eingebüßt haben. Die Ausstellung thematisiert in der Gegenüberstellung von Gemälden und Aquarellen Franz Radziwills mit multimedialen Werken der Gegenwartskunst das ambivalente Verhältnis des Menschen zur von ihm erfundenen Technik – Angst und Skepsis stehen Enthusiasmus und Fortschrittsglaube gegenüber.

Zur Eröffnung am Freitag, den 1. Februar um 19 Uhr laden wir Sie ganz herzlich ein.

Öffentliche Führungen
Sonntag, 3. Februar, 11.30 Uhr
Sonntag, 10. Februar, 11.30 Uhr
Sonntag, 17. Februar, 11.30 Uhr
Sonntag, 24. Februar, 11.30 Uhr
Sonntag, 3. März, 11.30 Uhr
Sonntag, 10. März, 11.30 Uhr
Sonntag, 17. März, 11.30 Uhr
Sonntag, 24. März, 11.30 Uhr
Sonntag, 31. März, 11.30 Uhr
Sonntag, 7. April, 11.30 Uhr
Sonntag, 14. April, 11.30 Uhr
Sonntag, 21. April, 16.30 Uhr
Montag, 22. April, 16.30 Uhr

After-Work-Kurzführungen
(30 Min.) mit Apéritif
Dienstag, 12. Februar, 16.30 Uhr
Mittwoch, 6. März, 17 Uhr
Donnerstag, 4. April, 17.30 Uhr

Führung für Lehrkräfte
Montag, 4. Februar, 17 Uhr

»Der geistige Raum
der Technik«
Kuratorenführung mit
Dr. Petra Lanfermann und
szenische Rezitation mit
Lisa Kraus und Rüdiger Erk
Donnerstag, 14. März, 18.30 Uhr
Donnerstag, 11. April, 18.30 Uhr
Speziell für Seniorinnen und
Senioren:
Mittwoch, 20. Februar, 10 Uhr
Begrenzte Teilnehmerzahl
Voranmeldung: 07142 74-483

Expertenführungen
Franz Radziwills Leben, Werk
und Wirkung
Rundgang mit Birgit Denizel M.A.
freie Kuratorin am
Franz Radziwill Haus in Dangast
Sonntag, 3. Februar, 11.30 Uhr
Der andere Blick: Übermalungen
in Franz Radziwills Gemälden
Rundgang mit Dipl.-Restauratorin
Barbara Springmann
Donnerstag, 28. Februar, 18.30 Uhr
»Papa, da hängt ja unser Franz«
Rundgang mit Prof. Dr. Dr.
Gerd Presler über persönliche
Erlebnisse mit Franz Radziwill
Donnerstag, 28. März, 18.30 Uhr

Workshops
für Kinder und Jugendliche
Radziwimmelbilder
Samstag, 23. Februar
11–14 Uhr für 6- bis 10-Jährige
14.30 –17.30 Uhr für 8- bis 12-Jährige
Das verwunschene Land
der Phantasie
Samstag, 6. April
11–14 Uhr für 6- bis 10-Jährige
14.30 –17.30 Uhr für 8- bis 12-Jährige



Studioausstellungen

Luisa Richter
Variationen einer fixen Idee
27. Oktober 2018 bis 17. März 2019
Die in Besigheim geborene Künstlerin Luisa Richter (1928–2015) lebte seit den 1950er Jahren überwiegend in Venezuela und zählt zu den meist beachteten Malerinnen Lateinamerikas. Ihr Werk spannt den Bogen zwischen zwei Kulturen und Lebenswelten, denn sie besuchte ihre schwäbische Heimat regelmäßig. Nach einer großen Retrospektive 2006 zeigt die Städtische Galerie nun aus dem Nachlass der Künstlerin anlässlich ihres 90. Geburtstages einen Ausschnitt aus ihrem umfangreichen Werk an experimentellen Arbeiten auf Papier: Collagen, Druckgrafiken, Schriftbilder, Tuschzeichnungen und Aquarelle mit lichten oder dichten Strukturen. Gegenständliche und abstrakte Elemente treten dabei stets in einen fruchtbaren Dialog, im Wechsel von kraftvollen, freien Linienbewegungen und figürlichen Andeutungen. Vielfach griff Luisa Richter alte Spuren und Arbeiten wieder auf, die sie übermalte und dergestalt reaktivierte oder Schicht um Schicht neu zusammenfügte: zu Variationen – nicht nur einer – fixen Idee.


Begleitprogramm

Ausstellungsgespräche mit Weggefährten
Marcus Richter im Gespräch mit Dr. Petra Lanfermann
Donnerstag, 29. November, 18.30 Uhr
Cynthia Thumm im Gespräch mit Dr. Isabell Schenk-Weininger
Sonntag, 24. Februar, 16.30 Uhr

After-Work-Kurzführung mit Apéritif
Mittwoch, 16. Januar, 17 Uhr



Matthias Gnatzy
Die vier Kammern des Herzens
27. Oktober 2018 bis 31. März 2019
Der Besigheimer Künstler Matthias Gnatzy ist für seine detailreichen Radierungen und Tuschezeichnungen ebenso bekannt wie für seine phantasievollen Materialassemblagen. Anlässlich seines 70. Geburtstages richtet er im historischen Gebäudeteil der Städtischen Galerie eine Kunst- und Wunderkammer ein, in der er sich – kenntnis- und anspielungsreich wie immer – verschiedenen Themenbereichen widmet. So lassen sich im Naturalienkabinett ein Rudel Nasobeme und in der Kammer des Fernwehs eine Ming Stele entdecken. Die Bandbreite im Musikzimmer reicht von Mozarts Zauberflöte bis zu Bob Dylans Tombstone Blues. Und der Literarische Salon hält ein episch-theatralisches Bilderrätsel bereit. Dieser Wandelgang durch Matthias Gnatzys vier Kammern des Herzens wird jedoch schillernd & goethend eröffnet: mit Hommagen an das Universalgenie und seinen in Freundschaft verbundenen Konkurrenten. Selbstverständlich dürfen die Besucherinnen und Besucher zahlreiche weitere Raritäten und Kuriositäten erwarten.


Begleitprogramm

Künstlergespräche
Matthias Gnatzy im Gespräch mit Dr. Isabell Schenk-Weininger
Sonntag, 27. Januar, 11.30 Uhr
Matthias Gnatzy im Gespräch mit Dr. Petra Lanfermann
Sonntag, 31. März, 16.30 Uhr

After-Work-Kurzführung mit Apéritif
Dienstag, 19. Februar, 16.30 Uhr



DIE STÄDTISCHE GALERIE BLEIBT IM MAI UND JUNI WEGEN SANIERUNGSARBEITEN GESCHLOSSEN!


Öffnungszeiten
Dienstag, Mittwoch, Freitag 14–18 Uhr
Donnerstag 14–20 Uhr
Samstag, Sonntag 11–18 Uhr

Eintritt 6 € / ermäßigt 4 €
Öffentliche Führung: 3 €
Künstlerinnengespräch: 5 €
Workshop: 5 €
Gruppenführung: 55 € / 65 €
Führungen für Gruppen und Schulklassen nach telefonischer Vereinbarung.


Städtische Galerie Bietigheim-Bissingen
Hauptstraße 60–64
74321 Bietigheim-Bissingen
Telefon 07142 74-483, -819
Telefax 07142 74-446
http://galerie.bietigheim-bissingen.de
galerie@bietigheim-bissingen.de


Staedtische Galerie Bietigheim-Bissingen ( Bietigheim-Bissingen)

27.01.2019 - 27.01.2019 Finissage Projektstipendium KunstKommunikation 18 – Kunst zum Mitmachen und Mitdenken
DA, Kunsthaus Kloster Gravenhorst (Hörstel)
Pressemitteilung
Asphaltbibliotheque, Brandstifter | Minenspiel, Simone Zaugg | Klangbilder Gravenhorst, sculpturetones, Axel Schweppe und Wolfgang Stamm

Brandstifter präsentiert ein LOST & FOUND Sound Poetry Konzert, Simone Zaugg lädt zur Filmpremiere zu ihrem Projekt „Minenspiel“ ein und auch die sculpturetones begeistern mit einem Klangkonzert.

DA, Kunsthaus Kloster Gravenhorst (Hörstel)

27.01.2019 - 31.03.2019 Was ist wahr. Kunstpreis der Erzdiözese Freiburg 2019
Kunstmuseum Singen (Singen)
Pressemitteilung
Davon, dass die Frage nach der Wahrheit immer wieder neu gestellt und beantwortet werden muss, zeugt die Ausstellung "Was ist wahr", die im Rahmen des Kunstpreises der Erzdiözese Freiburg, der 2019 bereits zum vierten Mal vergeben, vom 27. Januar bis zum 31. März im Kunstmuseum Singen ausgerichtet wird.

19 Künstlerinnen und Künstler, die in die engere Auswahl der Jury für den Kunstpreis der Erzdiözese Freiburg 2019 aufgenommen wurden, setzen sich künstlerisch mit dieser grundlegenden, die Menschheit seit jeher bewegende und dennoch stets aktuelle Frage auseinander. Sie nähern sich ihr aus je unterschiedlichen Perspektiven – etwa der empirischen Wissenschaften, der Religion, der Ethik oder aktueller politischer Positionen – und laden den Betrachter dazu ein im Dialog mit ihnen eine eigene Position zu entwickeln und die Frage für sich zu beantworten.

Die für den Kunstpreis der Erzdiözese Freiburg 2019 nominierten und ausstellenden Künstlerinnen und Künstler sind:
Carola Faller-Barris, Sabrina Fuchs, Andrea Hess, Jonas Hohnke, Marianne Hopf, Agnes Märkel, Tara Mahapatra, Hyunju Oh, das Künstlerduo Micha Payer und Martin Gabriel, Alexander Peterhaensel, Chris Popovic, Ilka Raupach, Meike Redeker, Alexander Rex, das Künstlerduo Michael Rieken / Stefan Demming, Florian Schwarz, Daniela Takeva, Petra Weifenbach, Anna Witt. Ihre Werke sind vom 27.1. bis zum 31.3.2019 im Kunstmuseum Singen zu sehen.

Eine Ausstellungskooperation der Erzdiözese Freiburg, des Morat Instituts für Kunst und Kunstwissenschaft, Freiburg, des Stifts Neuburg, Heidelberg, und des Kunstmuseums Singen.


Zur Ausstellung "Was ist wahr. Kunstpreis der Erzdiözese Freiburg 2019" ist eine Publikation erschienen:

Die Publikation WAS IST WAHR präsentiert die 19 nominierten zeitgenössischen Positionen, die aus über 900 Bewerbungen ausgewählt wurden und vor der Preisvergabe in einer Wanderausstellung im Morat-Institut Freiburg, im Kunstmuseum Singen und im Stift Neuburg, Heidelberg zu sehen sind.
Eine Besonderheit der Publikation dieses Jahr: WAS IST WAHR setzt den interdisziplinären Austauschgedanken direkt um, indem neben Fachtexten die begleitenden Textbeiträge zu den 19 nominierten künstlerischen Arbeiten im dialogischen Kommentar zwischen Theologie und Kunstwissenschaft verhandelt werden. Ganz unmittelbar wird die Wahrnehmung von Kunst und Wahrheit aus unterschiedlicher Perspektive deutlich.

Was ist wahr
Kunstpreis der Erzdiözese Freiburg 2019
Hrsg.: Isabelle von Marschall, im Auftrag der Kunstkommission der Erzdiözese Freiburg
Mit Texten von Peter Stengele, Klaus Müller, Cristina Fiordimela, Freddy Paul Grunert, Isabelle von Marschall
104 Seiten, 22 x 28 cm, deutsch, englisch, 53 Abbildungen
Hardcover, Fadenheftung
Freiburg (modo), 2018
ISBN: 978-3-86833-238-4
18,00 Euro (Museumspreis)

Kunstmuseum Singen (Singen)

26.01.2019 - 31.03.2019 Alles ist Ausschnitt! Matthias Mansen: Potsdamer Straße
Staatliche Kunsthalle Karlsruhe (Karlsruhe)
Pressemitteilung
Matthias Mansen ist einer der international bekanntesten Künstler, die sich dem Holzschnitt widmen. In seiner monumentalen Serie "Potsdamer Straße" macht er die geschichtsträchtige Straße seiner Wahlheimat Berlin zum Thema. Mit der Ausstellung in der Orangerie der Staatlichen Kunsthalle Karlsruhe kehrt Mansen nun nach Karlsruhe zurück, wo er zwischen 1978 und 1984 seine künstlerische Ausbildung an der Akademie der Bildenden Künste absolvierte.

(Abb.: Matthias Mansen: Potsdamer Straße C, 2012 © André Longchamp, Genf)

Staatliche Kunsthalle Karlsruhe (Karlsruhe)

20.01.2019 - 24.02.2019 Zu Gast in Soest: Die Künstlergemeinschaft Wettringen. Mit Ada Klar, Alexander Klar, Marcel Häkel,
Kunstverein Kreis Soest e. V. (Soest)
Pressemitteilung
Kunstkirche St. Josefshaus

Als Atelier- und Ausstellungshaus, Wirkungsstätte, Kommunikationsdrehkreuz und Ort der Inspiration dient der Künstlergemeinschaft Wettringen seit ihrer Gründung die Kirche des St. Josefshauses Wettringen. Das Wahrzeichen des ehemaligen, katholischen Kinderheims wurde 1927 in massiver Ziegelbauweise errichtet und ist seit 2009 profaniert. Nachdem jahrelang auch über den Abriss des unter Denkmalschutz stehenden Gebäudes diskutiert worden war, nahm sich der Wettringer Berthold Krümpel 2013 der Aufgabe an, ein Nutzungskonzept zu erstellen, um die Kirche vor dem Abriss zu bewahren.

Kunstverein Kreis Soest e. V. (Soest)

11.01.2019 - 03.02.2019 TAZACORTE – Schutzräume. Ingrid Bürger, Sylvia Kiefer. Papierarbeiten, Bild, Skulptur, Installation
GEDOK Künstlerinnenforum Karlsruhe (Karlsruhe)
Pressemitteilung
Blühende Bäume – Flammenbäume; deren längliche leicht gekrümmte Hülsenfrüchte haben Ingrid Bürger inspiriert, diese als Basismaterial für ihre plastischen Arbeiten zu nehmen. Die Samen liegen gut geschützt in den verholzten Früchten in mehreren Reihen, wie Schutzräume im Kleinen. Abgeformt in Papierpulpe, eingefärbt in aufeinander abgestimmten Farben. Wie eine Landschaft aus Papier. Andere Arbeiten mit Schoten werden als Wandobjekte gestaltet.

Sylvia Kiefers Landschaften erinnern an Ruinen, Friedhöfe, Schutzräume. Menschenähnliche Tierfragmente aus Beton, Gips und Ton, wie auch die Eule, würdevoll, hier als Weisheitsträgerin oder Mittlerin zwischen den Welten, finden ihren Platz. Wachend, schützend, verletzt, sterbend, trauernd, mumifiziert. Auch findet man Installationen, wo menschliche Wesen Schutz suchen, z.B. „Frei und doch gefangen“.

Vernissage am Fr, 11.01.2019 um 19.00 Uhr

Einstimmung: Rita Huber-Süß, Stimmperformance
"KLANG SPHÄREN RAUM" - Eine Collage aus Geräuschen, Klängen und Kantilenen, die mit den ausgestellten Werken kommunizieren.
Die Besucher*innen der Ausstellung sollen durch dieses Werk die Möglichkeit und Zeit erhalten, sich auf die ausgestellten Kunstwerke einzustellen und diese auf sich wirken zu lassen.

Galerientag am Sa, 19.01.2019
geöffnet von 14.00 bis 20.00 Uhr
die Künstlerinnen sind anwesend

Finissage am So, 03.02.2019 ab 14.00 Uhr
Ausklang mit Musik

GEDOK Künstlerinnenforum Karlsruhe (Karlsruhe)

11.01.2019 - 16.02.2019 Sissy Schneider "Vermutungen für dieses Bild:" im Kunstsaal des Kunstvereins Kreis Soest e.V.
Kunstverein Kreis Soest e. V. (Soest)
Pressemitteilung
KURZVITASissy Schneider, geboren am 17. Juni 1993 in Köln, studierte von 2012 bis 2016 an der Folkwang Universität der Künste im Fach Kommunikationsdesign. Sie studierte unter Anderem bei Christian Schreckenberger und Caudius Lazzeroni, und beendete 2016 das Studium mit dem Abschluss Bachelor of Arts. Seit dem Wintersemester 2017 stu-diert sie an der KHM in Köln im postgraduierten Programm des Fachbereiches Kunst. Sissy Schneider hat ihre Arbeiten bei verschiedenen Ausstellungen gezeigt, wie zum Beispiel der Folkwang Inside, der C.A.R., bei der Gruppenausstellung „Pop-Up“ und in der Alten Abtei in Essen, sowie im Museum Folkwang im Rahmen der Gruppenaus-stellung „Substance“. Im Jahr 2016 wurde ihre Arbeit mit dem Folkwangpreis für den Bereich Kommunikationsdesign ausgezeichnet. Im April 2018 erhielt sie den 1. Preis für die Gestaltung des Gaffel-Kölschglases im Rahmen der Sonderedition der ART CO-LOGNE. Sie lebt und arbeitet in Köln.
In der Ausstellung zeigt sie vier Arebiten, die das Thema der Postdigitalität im weitesten Sinne umkreisen.Sie widmet sich in ihren Arebiten Fragen aus der Postfotografie, das Archiv, die Reproduktion, das Original und die Übersetzung/Synthese von digitalem und analogem Material.

Kunstverein Kreis Soest e. V. (Soest)

10.01.2019 - 24.03.2019 KÄTHE KOLLWITZ – ZEITENWENDE(N) Aufbruch und Umbruch zwischen Kaiserreich und Nationalsozialismus
Käthe Kollwitz Museum Köln (Köln)
Pressemitteilung
Bedeutende Zeitenwenden begleiten das Leben von Käthe Kollwitz (1867–1945): Kaiserreich und Erster Weltkrieg, Weimarer Republik, Nationalsozialismus und Zweiter Weltkrieg bis kurz vor seinem Ende. Wie kaum ein anderer Künstler setzt sie sich mit diesen politischen Ereignissen in ihrer Kunst, ihren Tagebüchern und Briefen auseinander – stets getragen von der Sehnsucht nach einer Bruderschaft der Menschen.

Nun stellt das Käthe Kollwitz Museum Köln diese spannungsgeladenen Themenfelder im Œuvre der Künstlerin noch einmal in den Fokus: ein Schwerpunkt der aktuellen Präsentation liegt auf den Ereignissen im Januar 1919 – wie der Ermordung Rosa Luxemburgs und Karl Liebknechts. Kollwitz zeichnet den Kommunistenführer auf Wunsch seiner Familie im Leichenschauhaus und führt sein Gedenkblatt, nach langem Ringen um die geeignete Technik, als einen ihrer ersten Holzschnitte aus.

Die Ausstellung in acht Kapiteln präsentiert umfangreiche Informationen zur Zeitgeschichte und zur Biographie der Kollwitz. Zu sehen sind mehr als 200 Zeichnungen, Druckgraphiken, Plastiken und die bekanntesten Plakate der Künstlerin aus dem Bestand der Kölner Kollwitz-Sammlung – neu erworbene Blätter wie auch zahlreiche, äußerst selten gezeigte Werke.

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Die Ausstellung wird von einem umfangreichen Rahmenprogramm begleitet.
Weitere Informationen auf www.kollwitz.de

Öffentliche Führungen
Sonntags // 15 Uhr
Donnerstags // 17 Uhr

Kosten: nur Eintritt

Käthe Kollwitz Museum Köln (Köln)

08.12.2018 - 10.03.2019 „menschenskinder“ Die Städtische Galerie Rosenheim zeigt Porträtfotografie aus der Sammlung SpallAr
Städtische Galerie Rosenheim (Rosenheim)
Pressemitteilung
Der Mensch in seinem Wachsen, Werden und Altern – festgehalten und hervorgebracht im Medium der Fotografie – steht im Fokus der Ausstellung „menschenskinder. Porträtfotografie aus der Sammlung SpallArt“, die vom 8. Dezember 2018 bis zum 10. März 2019 in der Städtischen Galerie Rosenheim zu sehen ist.

In Zeiten omnipräsenter Selfies setzt menschenskinder den Fokus auf das Porträtfoto als einem interaktiven Kunstobjekt und Medium einer kreativen (Selbst-) Inszenierung. Entlang von Einzelaufnahmen und Fotoserien zeitgenössischer Künstler wie Nan Goldin, Fritz Simak oder Michael Wesely sowie weltbekannter Größen, darunter Edward Weston, Cindy Sherman oder Walker Evans, durchstreift die Schau unterschiedliche Facetten der Porträtfotografie vom frühen 20. Jahrhundert bis ins Jahr 2018. Besonders anschaulich wird dabei die Vielfalt der Möglichkeiten, mit denen Fotografie unsere Wahrnehmung immer wieder kanalisiert, verstellt oder auch fordernd hinterfragt.

menschenskinder wurde in Kooperation mit der privaten Kunstsammlung SpallArt erarbeitet, die nun erstmalig in Rosenheim zu sehen ist. Begonnen in den 1980iger Jahren, umfasst die Sammlung inzwischen über 2.200 Foto- und Videoarbeiten, maßgeblich österreichischer und europäischer Künstler. Ein Schwerpunkt der Kollektion, den die Ausstellung aufgreift, ist der Mensch zwischen Sehnsucht, Alltag und Wahn, auf der Suche nach Schönheit und deren trügerischer Illusion.

Begleitend zur Ausstellung wurde in Kooperation mit Andra Spallart, Sammlung SpallArt, ein Katalog erstellt. Der Katalog kann bei der Städtischen Galerie Rosenheim bestellt werden.

Städtische Galerie Rosenheim (Rosenheim)

06.12.2018 - 24.03.2019 Profile in der Kunst am Oberrhein: Heinz Pelz | Roland Spieth
Museum für Aktuelle Kunst – Sammlung Hurrle Durbach (Durbach)
Pressemitteilung
Vom 6. Dezember 2018 bis 24. März 2019 sind in der Reihe "Profile in der Kunst am Oberrhein" Arbeiten von Heinz Pelz und Roland Spieth zu sehen.
Heinz Pelz, geboren 1959 in Ludwigsburg, studierte an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste in Karlsruhe, wo er Mitbegründer der Gruppe Kriegfried war. Seine abstrakten Arbeiten – auf Papier, Aluminium oder Leinwand, unter Verwendung von Aquarell, Ölfarbe, Lack oder Putztüchern, verschließen sich dem direkten Zugang. Sie scheinen vielmehr Spuren zu sein oder flimmernde Flächen des Ungewissen, in denen sich der Blick verliert.

Roland Spieth, geboren 1963 in Boxberg/Baden, studierte an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Karlsruhe. Seine Bilder bewegen sich immer an der Grenze zwischen Figuration und Abstraktion. Sie legen sich nicht fest, und ihre Titel, wie Landschaft, Gleichgewicht, Verbergung, machen aus dem Betrachter einen Suchenden, dem sich auf einmal neue Aus- und Einblicke öffnen.
Beide Künstler leben in Karlsruhe.

Museum für Aktuelle Kunst – Sammlung Hurrle Durbach (Durbach)

02.12.2018 - 24.02.2019 Winterlicht
DA, Kunsthaus Kloster Gravenhorst (Hörstel)
Pressemitteilung
Lichtinstallation | Eröffnung: 02.12. um 16.00 Uhr | Gefördert durch die Kreissparkasse Steinfurt

Mit beeindruckenden Lichtinstallationen interpretieren international arbeitende Künstler*innen die historischen Räume mit Licht und Farbe und begeistern die Besucher in den Wintermonaten.

DA, Kunsthaus Kloster Gravenhorst (Hörstel)

02.12.2018 - 27.01.2019 Rolf Löhrmann SNAPSHOTS im MUseum Wilhelm Morgner
Kunstverein Kreis Soest e. V. (Soest)
Pressemitteilung
Der 1950 geborene deutsche Maler und Grafiker Rolf Löhrmann absolvierte 1972-1980 sein Kunststudium an der Hochschule der Künste in Berlin, übte 25 Jahre eine künstlerische Lehrtätigkeit in Berlin aus und ist seit 2007 freiberuflicher Künstler. Rolf Löhrmann lebt heute in Rheine / Westfalen.
Gegen Ignoranz und Intoleranz
Rolf Löhrmann, aufgewachsen in den bewegten Jahren der Nachkriegszeit, hat in der vergangenen Dekade eine Entwicklung hin zu einem Maler mit klaren politischen Aussagen vollzogen. Dies ist das Resultat seiner Erfahrungen, dass der Krieg, den er selbst nicht miterleben musste, schleichend wieder zu uns zurückkehrt in Form von Flüchtlingen die, aus den Krisengebieten kommend, bei uns Schutz suchen.
Malerei am offenen Herzen
Seine Arbeiten sind Ausdruck des Spannungsverhältnisses zwischen ohnmächtiger Wut, Entsetzen und Hoffnung gegenüber der um sich greifenden Unmenschlichkeit und Intoleranz. Die Vorlagen für seine Bilder findet er in Zeitschriften, im Fernsehen oder dem Internet. Mit Acrylfarbe überträgt der Künstler erschreckende und tief berührende Szenen auf die Leinwand. Er reduziert die Farbigkeit seiner Werke auf klar abgegrenzte Farbflächen, was in der Wahrnehmung des Betrachters eine Art Kristallisation des Dargestellten bewirkt. Folglich scheint das aus der Ferne betrachtete Bild eindeutig, aus der Nähe zerfallen aber die eben noch sicher geglaubten Inhalte. Die eben noch gesehene „Wahrheit“ wird fragwürdig.
Ausstellungen
Rolf Löhrmann hat seine Werke in zahlreichen Einzel- und Gruppenausstellungen unter anderem in Karlsruhe, Wilhelmshaven, Mainz oder Berlin ausgestellt. Er ist Preisträger des Publikumspreises des Simplizissimus-Preises in Soest (2016) sowie Förderpreisträger der 33. Internationalen Kunstausstellung in Hollfeld (2011) und war in weiteren namhaften Wettbewerben nominiert. Seine Arbeiten befinden sich in öffentlichen und privaten Sammlungen.

Kunstverein Kreis Soest e. V. (Soest)

01.12.2018 - 07.04.2019 Gerd Sonntag. Winken und Warten. Ein Welt-Bild aus Glas und Licht.
Kunstsammlung Jena (Jena)
Pressemitteilung
Gerd Sonntag ist einer von jenen Wenigen, die bereits Ende der 1980er-Jahre auch internationale Erfolge verbuchen können – ihm werden Ausstellungen in London und New York eingerichtet und das Netz seiner Sammler ist ebenfalls weit ausgelegt. Das Kraftzentrum seiner Kunst liegt zunächst in der Malerei. Sonntag durchschreitet die Klassische Moderne wie ein Lehrbuch: Nach den Franzosen, vor allem Picasso, folgen die Expressionisten. Große Bilder, Farbflächen und Körper, die als Zeichen persönlicher Bewegtheit keiner Beschreibung folgen – und auch keiner Ideologie.
Seit etwa 10 Jahren verarbeitet Sonntag Hüttenglas zu Skulpturen, die in ihrer Art und Ausstrahlung einzigartig sind. Die Arbeiten, zumeist Köpfe, werden in aufwändigen Arbeits- und Schmelzprozessen hergestellt und durchlaufen mehrere Brennzyklen. Die Werke bestechen nicht nur durch das ungewöhnliche Material, sondern auch durch die Farbigkeit und die feinteilige Art der Bemalung. Die Drähte, welche die Glasteile während der Brennprozesse fixieren, sind notwendige Zutat und bilden zugleich ein filigranes Netzwerk, dass die Köpfe durchädert.

Die Ausstellung ist als Werkschau konzipiert und zeigt neben den Glasarbeiten auch zahlreiche Bilder des Malers Gerd Sonntag, der nicht nur zu den bedeutendsten Malern des Prenzlauer Berges gehörte und sich nunmehr eine eigenständige Position erarbeitet hat, die vielerorts Anerkennung erfahren hat.

Kunstsammlung Jena (Jena)

23.11.2018 - 10.03.2019 Marcel Duchamp 100 Fragen. 100 Antworten.
Staatsgalerie Stuttgart (Stuttgart)
Pressemitteilung
Es gibt kaum einen Künstler, der hinsichtlich seines Werks und seiner Persönlichkeit faszinierender ist als Marcel Duchamp (1887-1968). Indem er einen Alltagsgegenstand zum Kunstwerk erklärte und damit als Erfinder des »ready-made« die Kunstgeschichte revolutionierte, wurde er zum Vordenker einer ganzen Generation von Konzeptkünstlern. Bis heute hat der Einfluss seiner Werke und Schriften eine immense Bedeutung für die Gegenwartskunst.

Erstmals zeigt die Staatsgalerie ihren umfangreichen Marcel Duchamp-Bestand und das zugehörige Archiv Serge Stauffer in einer Ausstellung. Einflussreiche Werke aus der eigenen Sammlung, wie der »Flaschentrockner«, das Gemälde »Studie für die Schokoladenreibe No. 2« und das Fensterobjekt »La Bagarre d'Austerlitz« treffen auf internationale Leihgaben. Ergänzt werden die Werke durch ein einzigartiges Archiv, das von dem Schweizer Künstler und Duchamp-Forscher Serge Stauffer (1929-1989)zusammengetragen wurde. Erstmalig werden die bedeutenden »100 Fragen« zu sehen sein, die Stauffer 1960 im Zuge eines langjährigen Briefwechsels an Duchamp richtete. Die »100 Antworten« Duchamps ermöglichen nicht nur wesentliche Einblicke in sein künstlerisches Denken, sondern zeigen auch die außergewöhnliche Forschertätigkeit Stauffers. Erarbeitet durch ein von der Volkswagen-Stiftung gefördertes Forschungsprojekt werden die Ausstellung und die begleitende Publikation neue Erkenntnisse in die internationale Duchamp-Rezeption einbringen.

Staatsgalerie Stuttgart (Stuttgart)

18.11.2018 - 24.03.2019 Stefan Strumbel (im 2-RAUM des Museum Art.Plus)
Museum Art.Plus (Donaueschingen)
Pressemitteilung
Die letzte 2-RAUM-Ausstellung des Jahres 2018 ist dem Offenburger Künstler Stefan Strumbel (*1979) gewidmet.

Der junge Künstler setzt sich seit einigen Jahren mit dem Thema "Heimat" und den damit verbundenen Zuschreibungen aus konventionellen Traditionen und Wertvorstellungen auseinander. Folkloristischen Alltagsgegenständen wie Kuckucksuhren verleiht er mit grellen Farben und subtilen Texten ein unverwechselbares Erscheinungsbild. Mit dieser Mischung aus Volkskunst, Pop Art und Street Art hat er sich im internationalen Kunstbetrieb fest etabliert.

In den letzten Jahren haben sich seine Arbeiten in Richtung einer universelleren Bildsprache entwickelt. In deren Zentrum steht die Luftpolsterfolie als Sinnbild für Schutz von allem, was man transportieren und bewahren will - ob nun Werte und Inhalte oder Gefühle.

Museum Art.Plus (Donaueschingen)

17.11.2018 - 24.03.2019 Mythos Leipziger Schule von 1960 bis heute
Museum für Aktuelle Kunst – Sammlung Hurrle Durbach (Durbach)
Pressemitteilung
Vom 15.11.2018 bis zum 24.3.2019 sind im Museum für Aktuelle Kunst in Durbach bei Offenburg Arbeiten Leipziger Künstler in der Ausstellung „Mythos Leipziger Schule von 1960 bis heute“ zu sehen.

Der 1972 von einem Journalisten geprägte Begriff der „Leipziger Schule“ ist schwammig und steht keineswegs für einen einheitlichen Stil. Anfang der 60er Jahre hatte Bernhard Heisig als neu berufener junger Rektor der Hochschule für Graphik und Buchkunst Leipzig (HGB) mit der Gründung einer Malklasse den Grundstein für den Erfolg Leipziger Künstler gelegt. Als sich die restriktive Kulturpolitik der DDR mit ihrem Ideal des „Sozialistischen Realismus“ zunehmend lockerte, eroberten immer mehr Leipziger Künstler das Feld, allen voran Bernhard Heisig, Wolfgang Mattheuer und Werner Tübke, die erst Studenten, dann als Professoren an der HGB tätig waren und verschiedene Stilrichtungen von expressiv (Heisig) bis altmeisterlich-realistisch (Tübke) vertraten. 1972 galt Leipzig dann als „Kunstzentrum“, wo die künstlerische Kritik an der eigenen Gesellschaft erstmals offizielle Anerkennung fand und sich im Laufe der 80er Jahre immer mehr Geltung verschaffte.
Nach der Wende, die für viele DDR-Künstler wirtschaftlich ein Desaster bedeutete, entdeckte dann Anfang des neuen Jahrtausends zunächst der US-Kunstmarkt die junge Künstlergeneration aus Leipzig für sich. Unter dem Schlagwort der „Neuen Leipziger Schule“ kamen junge Künstler nun zu weltweitem Ruhm, wobei wiederum von einem einheitlichen Stil nicht die Rede sein kann.

Die Durbacher Ausstellung verdeutlicht, dass nicht die Etikettierung einer Arbeit ihre Bedeutung ausmacht, sondern ihre künstlerische Qualität. Neben den beiden „Leipziger Schulen“ werden auch wichtige Bilder von Künstlern gezeigt, die sich allein ihrem Anspruch verpflichtet gesehen haben: die stillen Unspektakulären und die innovativen Aufmüpfigen. Beide passten natürlich nicht in das Schema der nur nach außen hin so „tabulosen“ Kulturpolitik der SED.
Mit diesem Ansatz bietet sich erstmalig ein breiterer Blick auf das Kunstschaffen in der DDR bis heute.

Museum für Aktuelle Kunst – Sammlung Hurrle Durbach (Durbach)

17.11.2018 - 10.03.2019 Bilder Bücher Bohnenranken – Sagenhaften Geschichten auf der Spur
Staatliche Kunsthalle Karlsruhe (Karlsruhe)
Pressemitteilung
Studierende der Pädagogischen Hochschule Karlsruhe haben sich gemeinsam mit der Fotokünstlerin Mona Breede und der Grafikdesignerin Susanne Saenger von Gemälden der Kunsthalle inspirieren lassen und laden auf eine Reise in vergnügliche Geschichten und märchenhafte Welten ein.

In der Jungen Kunsthalle werden die Fotos, Filme und Bücher präsentiert und durch Werkstatträume im Obergeschoss, in denen das Gesehene in verschiedenen künstlerischen Techniken selbst kreativ umgesetzt werden kann, ergänzt.

Staatliche Kunsthalle Karlsruhe (Karlsruhe)

17.11.2018 - 17.03.2019 Digital Imaginaries – Africas in Production
ZKM | Zentrum für Kunst und Medien (Karlsruhe)
Pressemitteilung
Recherche- und Ausstellungsprojekt in Dakar, Johannesburg.

Afrika erlebt derzeit einen radikalen Wandel, bei dem die Digitalisierung eine zentrale Rolle spielt. Die heute auf dem Kontinent mit der weltweit jüngsten Bevölkerung entstehenden digitalen Praktiken verändern die afrikanischen Gesellschaften und deren globale Wahrnehmung.

In Afrika entwickelte Apps und digitale Inhalte finden dabei zunehmend Eingang in die weltumspannende technologische Sphäre. Trotz der beinahe flächendeckenden Verbreitung von Mobiltelefonen sind die digitalen Infrastrukturen Afrikas jedoch von lokalen und globalen Asymmetrien geprägt. Einzelne gut vernetzte digitale Hubs und Szenen entstehen so zeitgleich mit neuen Formen digitaler Ungleichheit. Denn digitale Innovationen und Anwendungen sind in Afrika noch immer auf Infrastrukturen angewiesen, die vom Globalen Norden und zunehmend von China dominiert sind.

Das Ausstellungs- und Rechercheprojekt »Digital Imaginaries«, das mit Kooperationspartnern in Dakar und Johannesburg entstanden ist, setzt bei dieser widersprüchlichen Vielfalt des Digitalen auf dem afrikanischen Kontinent an. Wie bei den Ausstellungen, Workshops und Veranstaltungen, die zuvor im Rahmen des Projekts im Senegal und in Südafrika stattgefunden haben, gehen die im ZKM versammelten Beiträge über die reine Beschreibung digitaler Transformationen hinaus. Viele der hier gezeigten Werke beziehen sich auf afrikanische Geschichten, Praktiken und Gegebenheiten, um kritische Denkanstöße für eine emanzipierte digitale Zukunft zu geben, die sich marktorientierten Interessen und postkolonialen Hegemonien entzieht. Ausgehend von Positionen, die in unterschiedlichen Ländern des Kontinents und in der afrikanischen Diaspora entstanden sind, verdeutlichen die Arbeiten der Ausstellung die Notwendigkeit, unsere Vorstellungswelten des Digitalen reicher, vielfältiger und globaler zu denken.

ZKM | Zentrum für Kunst und Medien (Karlsruhe)

10.11.2018 - 17.02.2019 Vor Ort 2018
Lehmbruck Museum (Duisburg)
Pressemitteilung
Duisburg spielt im Leben der Künstlerinnen und Künstler der Ausstellung „Vor Ort 2018“ eine zentrale Rolle. Der Mensch in seinen unterschiedlichsten Befindlichkeiten steht bei einer Reihe der Werke im Zentrum. Großformatige Fotos mit beeindruckenden Rückenansichten sind darunter ebenso wie eine übermenschlich große Figur, die aus einem Baum aus dem Kantpark entstand. Organische und faszinierende zellenartige Skulpturen aus ungewöhnlichen Materialien sind ebenso in der Ausstellung zu sehen, wie kleinteilige Zeichnungen, die erst in der intensiven Anschauung außergewöhnliche Details offenbaren. Mit Skulpturen, Gemälden, Fotos, Videos und Installationen ist die Werkschau das Abbild einer vitalen und experimentierfreudigen Kunstszene. Der Ausstellung ist eine öffentliche Ausschreibung vorausgegangen, in der sich Kunstschaffende bewerben konnten, die in enger Verbindung mit der Stadt Duisburg stehen. Der Aufruf führte zu insgesamt 120 Einreichungen, von denen eine fachkundige Jury die eindrucksvollsten Arbeiten auswählte.

Mit Unterstützung des Kulturbeirats der Stadt Duisburg

Lehmbruck Museum (Duisburg)

10.11.2018 - 17.02.2019 Meisterwerke des Expressionismus
Lehmbruck Museum (Duisburg)
Pressemitteilung
Berühmte Künstler wie Ernst Ludwig Kirchner, Erich Heckel, August Macke, Otto Mueller, Emil Nolde, Karl Schmidt-Rottluff oder Heinrich Campendonk sahen im Expressionismus den Aufbruch in eine neue Zeit. Viele Werke, die im Geist dieser Zeit entstanden, gelten heute als absolute Meisterstücke. Das Lehmbruck Museum verfügt über eine ausgezeichnete Sammlung des Expressionismus und, obwohl der Schwerpunkt der Sammlung bei der Skulptur liegt, gerade auch der Malerei dieser Zeit. In den Ausstellungsräumen des sogenannten Anbaus des Museums sind die Arbeiten der Künstlergruppen „Blauer Reiter“ und „Brücke“ zu bewundern. Insgesamt zeigt die Ausstellung Werke von rund zwanzig Künstlern, darunter auch Plastiken von Oswald Herzog, Franz Marc, André Derain, Bernhard Hoetger und Rudolf Belling.

Lehmbruck Museum (Duisburg)

10.11.2018 - 17.02.2019 Oskar Schlemmer. 100 Jahre Bauhaus
Lehmbruck Museum (Duisburg)
Pressemitteilung
2019 jährt sich die Gründung des Bauhauses in Weimar zum hundertsten Mal. Als Einstimmung auf das Jubiläumsjahr präsentiert das Lehmbruck Museum Oskar Schlemmers imposantes Gemälde „Fünfzehnergruppe“. Schlemmer, der von 1921 bis 1929 am Bauhaus wirkte, hat insbesondere mit seinen Wandgestaltungen und Bühneninszenierungen das Bild des Bauhauses entscheidend mitgeprägt. Sein Gemälde „Fünfzehnergruppe“ zeigt Figuren in exemplarischen Bewegungszuständen. Die menschliche Figur steht stets im Mittelpunkt von Schlemmers Kunst. Sie ist eingebunden in den Raum und definiert durch ihre Haltung den Raum als Aktionsraum. Damit folgt Schlemmer der Bauhaus-Losung einer Integration aller Künste in die Architektur.

Im Rahmen von "100 Jahre Bauhaus im Westen"

Lehmbruck Museum (Duisburg)

01.11.2018 - 03.02.2019 Wildnis
Schirn Kunsthalle (Frankfurt/Main)
Pressemitteilung
„WILD­NIS“ IN DER KUNST – VON 1900 BIS ZUR GEGEN­WART

Schirn Kunsthalle (Frankfurt/Main)

25.10.2018 - 27.01.2019 König der Tiere
Schirn Kunsthalle (Frankfurt/Main)
Pressemitteilung
UMFAS­SENDE RETRO­SPEK­TIVE ZUM LEBEN UND WERK WILHELM KUHNERTS

Schirn Kunsthalle (Frankfurt/Main)

21.10.2018 - 03.03.2019 Dust and Trace - Heinz Pelz
Städtische Galerie Karlsruhe (Karlsruhe)
Pressemitteilung
Vor rund zehn Jahren hat Heinz Pelz die Entschei­dung getroffen, ausschließ­lich auf Papier zu arbeiten. Aber ebenso wie seine zuvor entstan­de­nen Malereien Konven­tio­nen und Erwar­tungs­hal­tun­gen eher unter­wan­der­ten als bestä­tig­ten, lassen sich die neuen Werke kaum als Zeich­nun­gen katego­ri­sie­ren. Der Aufbau jedes Bildes ist vielschich­tig und erwächst aus zahlrei­chen Arbeits­schrit­ten unter Einsatz unter­schied­lichs­ter Materia­lien, Malmittel, Techniken und Werkzeuge.

Die Ausstel­lung wird im Forum des Museums gezeigt und ist die neunte­Prä­sen­ta­tion des Förder­krei­ses in Zusam­men­ar­beit mit der Städti­schen Galerie Karlsruhe.

Foto: Heinz Pelz: P1805, 2018, Aquarell, Ölfarbe auf Bütten, 196 x 115,5 cm. Foto: Heinz Pelz.

Städtische Galerie Karlsruhe (Karlsruhe)

19.10.2018 - 28.04.2019 Zeitenwende 1918/19 - Künstler zwischen Depression und Aufbruch
Museum Schloss Ettlingen (Ettlingen)
Pressemitteilung
Le Tournant - 3 Pays - 30 Expositions
Kooperation mit dem Netzwerk Museen F/CH/D - 3 Länder mit 30

Die Ausstellung in Ettlingen skizziert die individuellen Auswirkungen des Ersten Weltkrieges auf die Lebenswelt und die künstlerische Entwicklung der Künstler Karl Hofer (1978-1955), Walter Becker (1893 - 1984), Karl Albiker (1878-1961) und Oskar Alexander Kiefer (1874-1938). Ihre Lebenswege kreuzten sich mehrmals, immer wieder auch in Ettlingen. Sie gehörten einer Künstlergeneration an, die ein traumatisches Kriegserlebnis einte sowie der Wille zu einer Neuorientierung. Die Nachkriegsjahre schufen mit ihrer großen künstlerischen Freiheit ohne Zensur den Nährboden für nahezu jede Form neuer künstlerischer Ausdrucksmöglichkeiten. Die Ausstellung versucht eine Einordnung der Lebenswege dieser vier Künstler zwischen den Extremen der Weimarer Republik: der kulturellen Experimentierfreudigkeit und ungestillten Vergnügungssucht der "goldenen Zwanziger" und ihrem jähen Ende durch die Weltwirtschaftskrise, die Hunger, Armut und Hoffnungslosigkeit brachte.

Museum Schloss Ettlingen (Ettlingen)

13.10.2018 - 27.01.2019 RÜCKBLICK! Projektstipendium KunstKommunikation 18 – Kunst zum Mitmachen und Mitdenken
DA, Kunsthaus Kloster Gravenhorst (Hörstel)
Pressemitteilung
Endpräsentation der Kunstprojekte: 13.10. ab 17.00 Uhr

Im RÜCKBLICK! präsentieren die Stipendiaten 18 ihre Kunstprojekte: „Asphaltbibliotheque Gravenhorst“, Brandstifter | „Minenspiel“, Simone Zaugg | „Klangbilder Gravenhorst“, Axel Schweppe und Wolfgang Stamm. Ihren Abschluss finden die Projekte bei einer Finissage am 27.01.2019.

DA, Kunsthaus Kloster Gravenhorst (Hörstel)

13.10.2018 - 27.01.2019 AUSBLICK! Projektstipendium KunstKommunikation 19 – Kunst zum Mitmachen und Mitdenken
DA, Kunsthaus Kloster Gravenhorst (Hörstel)
Pressemitteilung
Ausstellung der Entwürfe aus der Ideenwerkstatt | Eröffnung: 13.10. ab 17.00 Uhr

Mit dem deutschlandweit einmaligen Stipendiumsprogramm fördert der Kreis Steinfurt jedes Jahr bis zu vier Projekte, bei denen das Begreifen von Kunst als Kommunikation und Teilhabe im Vordergrund steht. Die Ausstellung zeigt, die von einer Jury ausgewählten, spannenden Entwürfe.

DA, Kunsthaus Kloster Gravenhorst (Hörstel)

13.10.2018 - 10.03.2019 Visit - Eva Rosenstil
Städtische Galerie Fruchthalle (Rastatt)
Pressemitteilung
Die in Hüfingen geborene und heute in Freiburg lebende Künstlerin studierte nach dem Studium von Textildesign in Reutlingen und der Kunstwissenschaft in Freiburg von 1975 bis 1980 bei Peter Dreher an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Karlsruhe/Außenstelle Freiburg. Zu ihrem bildnerischen Konzept gehört wesentlich die intermediale Verknüpfung von Fotografie, Zeichnung, Druckgraphik und Malerei. Fotos und druckgraphische Vorlagen werden teilweise übermalt, in einen seriellen Zusammenhang gebracht und als Bestandteile von Installationen verwendet. Inhaltliches Merkmal und Motiv ihrer Arbeit sind die Topographien vornehmlich unbekannter Orte, deren Besonderheiten sie recherchiert, um sie dann in eine ortsspezifische Bildsprache zu übersetzen. Auch ihr „Visit“ in Rastatt enthält Exponate, die vom Ort her inspiriert sind, u. a. von Paris, Berlin und Rastatt. Als Aufhänger für den Ortsbezug zu Rastatt dient ihr die familiäre Verwandtschaft zu Lucian Reich, der neben seiner künstlerischen Wirksamkeit im Hüfinger Künstlerkreis des 19. Jahrhunderts als Zeichenlehrer am Lyzeum in Rastatt (heutiges Ludwig-Wilhelm-Gymnasium) tätig war. Zeitgleich zur Rastatter Präsentation zeigt das Hüfinger Stadtmuseum unter dem Titel „Visavis“ Arbeiten, die ebenfalls aus der autobiografischen Beziehung zu Lucian Reich entstanden sind.

Abbildung:
Eva Rosenstiel, aus der Serie „cloud“, 2016-18, Öl/Fotografie auf Aludibond, je 60 x 40 cm

Städtische Galerie Fruchthalle (Rastatt)

29.09.2018 - 31.12.2021 zkm_gameplay. the next level
ZKM | Zentrum für Kunst und Medien (Karlsruhe)
Pressemitteilung
Die legendäre Spieleplattform des ZKM »ZKM_Gameplay« startet mit »zkm_gameplay. the next level« eine Neuauflage.

Alle GamerInnen, aber auch BesucherInnen, die bislang kaum Erfahrung mit Computerspielen haben, sind zum informativen, kritischen und kreativen Austausch – und natürlich zum Spielen – in die Ausstellung eingeladen.

Das neue Konzept basiert nicht nur auf den Erfahrungen des »ZKM_Gameplay«, sondern auch auf der Ausstellung »Games and Politics«, die seit 2017 in Zusammenarbeit mit dem Goethe-Institut auf allen Kontinenten zu sehen ist.
Medium der digitalen Gesellschaft

Dass das Computerspiel sich zu einem Leitmedium entwickelt hat, ist heute kaum mehr eine gewagte These über den Stellenwert des interaktiven und multimedialen Mediums. Es hat sich weit von seinen Ursprüngen als Laborexperiment und Spielzeug entfernt und ist »das« Medium der digitalen Gesellschaft geworden, zwischen Pop-Kultur, Unterhaltung und Kunst.

ZKM | Zentrum für Kunst und Medien (Karlsruhe)

28.09.2018 - 24.02.2019 Wilhelm Lehmbruck Variation und Vollendung
Staatsgalerie Stuttgart (Stuttgart)
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Wilhelm Lehmbruck (1881-1919) zählt zu den bedeutendsten deutschen Bildhauern des 20. Jahrhunderts. Sein Œuvre umfasst ca. 100 Skulpturen, mehr als 1000 Zeichnungen, 80 Gemälde und großformatige Zeichnungen und 200 Druckgraphiken. Diese Vielseitigkeit und das Erproben verschiedener Techniken und Materialien sind charakteristisch für die Generation der Expressionisten.
Ausgehend von ihrem umfangreichen eigenen Bestand wird die Ausstellung in der Staatsgalerie der Arbeitsweise Wilhelm Lehmbrucks nachspüren und Schnittvarianten seiner bedeutendsten Plastiken wie die Große Sinnende, der Emporsteigende Jüngling, die Große Stehende oder die Kniende zeigen.
Unter den deutschen Künstlern gehört Lehmbruck zu den ersten, die neben den traditionellen Materialien wie Bronze und Marmor auch in hohem Maße in seiner Zeit innovative Werkstoffe wie Terrakotta, Stein- / Zementguss und Stuccoguss für ihre Werke verwendeten. Ob diese unterschiedliche Materialität innerhalb seiner Plastiken auf eine bewusste inhaltlich-ästhetische Entscheidung oder auf erheblich günstigere Produktionskosten zurückzuführen ist, gehört zu den schwer lösbaren Fragestellungen in der Lehmbruck-Forschung.

Staatsgalerie Stuttgart (Stuttgart)

28.09.2018 - 24.02.2019 Wilhelm Lehmbruck Die Bedeutung der Linie
Staatsgalerie Stuttgart (Stuttgart)
Pressemitteilung
Begleitend zur Ausstellung »Wilhelm Lehmbruck. Variation und Vollendung« zeigt die Staatsgalerie im Graphik-Kabinett Arbeiten auf Papier von Wilhelm Lehmbruck.
Das Œuvre dieses empfindsamen Expressionisten umfasst neben Skulpturen und Gemälden auch zahlreiche Zeichnungen und Druckgraphiken, die nicht in einem direkten Zusammenhang mit seinen Plastiken zu sehen sind, sondern vom Künstler als ein eigenständiges Medium genutzt wurde. Der Radierung kommt dabei ein besonderer Stellenwert zu; diese Technik ermöglichte dem Künstler eine nuancenreiche und sensible Linearität. Einfühlsam und ausdrucksstark zugleich zeigen seine Figuren die unterschiedlichen Facetten menschlicher Emotionen.

Staatsgalerie Stuttgart (Stuttgart)

23.09.2018 - 05.05.2019 Jochen Gerz. THE WAKL - Keine Retrospektive
Lehmbruck Museum (Duisburg)
Pressemitteilung
Jochen Gerz ist einer der bedeutendsten und konzeptstärksten deutschen Künstler der Gegenwart. Auf den sieben Meter hohen Glasfenstern des Lehmbruck Museums ist ein Text zu lesen, der das Leben und das Werk von Jochen Gerz mit acht Dekaden Zeitgeschichte verbindet und das Museum in ein monumentales Buch verwandelt. THE WALK, ein 100 Meter langer Steg, führt die Besucherinnen und Besucher in wechselnder Höhe an der ikonischen Glasfassade entlang. So entstehen neuartige Perspektiven auf die Stadt Duisburg, das Museum und den Park.
THE WALK ist nicht nur der Weg des Künstlers, sondern auch der von uns allen. Jochen Gerz arbeitet mit Menschen, die aus allen Regionen der Welt zu uns kommen. In Kooperation mit der „Berufsorientierung für Flüchtlinge“ der Kreishandwerkerschaft Duisburg werden Menschen mit Fluchterfahrung zu Vermittlern und Autoren. Es ist eine Ermutigung, selbst Autor und damit Zeitgenosse zu werden.

Mit Unterstützung des Landschaftsverbandes Rheinland (LVR), der Kulturstiftung der Länder, des Ministeriums für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen, der Sparkasse Duisburg, der Kunststiftung NRW, der Wirtschaftsbetriebe Duisburg – AöR sowie der GEBAG Duisburger Baugesellschaft mbH. In Medienpartnerschaft mit der Rheinischen Post und der Westdeutschen Allgemeinen Zeitung.

Lehmbruck Museum (Duisburg)

26.08.2018 - 22.04.2019 Das CITY ATELIER
Lehmbruck Museum (Duisburg)
Pressemitteilung
Im CITY ATELIER finden Sie auf einer ganzen Etage kreative Arrangements: Hier gibt es klassische Bildhauermaterialien, wie Ton, Draht, eine Druckwerkstatt, aber auch Ungewohntes, zum Beispiel 3D-Doodler oder eine interaktive Sandskulptur. Einige Kunstwerke laden dazu ein, mit ihnen zu spielen, spezielle Bereiche bieten Rückzugsmöglichkeiten zum Lesen oder Entspannen. Sie können sich hier zu künstlerischen Aktivitäten treffen oder das CITY ATELIER auf eigene Faust erkunden. An allen Sonntagen laden wir Sie von 14.00 bis 17.00 Uhr ein, an offenen Workshop-Sessions teilzunehmen. In den offenen Angeboten werden Sie von unterschiedlichen Künstlerinnen und Künstlern in verschiedene Techniken eingeführt. Ein umfangreiches Begleitprogramm und eine Museums-Rallye sorgen für Abwechslung. Schulklassen haben ebenso die Möglichkeit einen Nachmittag im CITY ATELIER zu buchen, wie Firmen für Coachings und TeamBuildings. Außerdem wird regelmäßig ein „Besucher-Kunstwerk der Woche“ prämiert und ausgestellt.
An jedem ersten Freitag im Monat wird das CITY ATELIER von Künstlern begleitet. An diesen Tagen legen Sie Ihren Eintritt selbst fest.

Lehmbruck Museum (Duisburg)