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Pressemitteilungen
Pressemitteilungen
17.11.2024 - 22.06.2025 MOMENTE DER KLARHEIT - Janus la Cour und das neue Bild der Natur
Museum Kunst der Westküste (Alkersum/Föhr)
Pressemitteilung
Kuratiert von Florian Illies

Janus la Cour (1837–1909), an der dänischen Westküste geboren, gilt es wiederzuentdecken – vor allem in seiner Modernität. Bekannt als großer Einsiedler, hatte er bei seiner ersten Italienreise 1867 den Traum von einem perfekten Bild: ein leerer Strand, wild und öde. In den Schweizer Bergen, im warmen Italien, aber besonders bei seinen Wanderungen an den heimischen Stränden bei Århus suchte er seitdem karge, einsame Orte auf und verherrlichte sie in seiner fast meditativen Kunst. Bis heute faszinieren diese oft seriell angelegten menschenleeren Monumente der Stille. Nicht zuletzt hält er eine gefährdete Natur fest, die in der fortschreitenden Industrialisierung Europas zu verschwinden droht, und betont damit zugleich seine Ablehnung des impressionistischen Paris, das er wie alle Großstädte abscheulich fand. Er animiert uns, innezuhalten.

Die Ausstellung ? entstanden in Kooperation des MKdW und der Nivaagaards Malerisamling in Nivå, Dänemark ? basiert auf Meisterwerken aus der Berliner Janus-la-Cour, Sammlung von Christoph Müller, und wird um Leihgaben aus Privatsammlungen sowie wichtigen dänischen Museen ergänzt. Erweitert wird sie um zeitgenössische Perspektiven: Die Maler Per Kirkeby und Sven Drühl, die selbst La-Cour-Sammler waren beziehungsweise sind, setzen sich in ihren Werken direkt oder indirekt mit La Cours Kunst auseinander.

Abb: Janus la Cour, Sommerabend mit Flussmündung am Meer, 1892, © Aarhus Kommune, Foto: Ole Hein Pedersen

Museum Kunst der Westküste (Alkersum/Föhr)

15.11.2024 - 02.03.2025 Carpaccio, Bellini und die Frührenaissance in Venedig
Staatsgalerie Stuttgart (Stuttgart)
Pressemitteilung
Vittore Carpaccio (um 1460/65–1525/26) gilt als einer der wichtigsten Maler der Frührenaissance in Venedig. Im Gedenkjahr 2025/26 jährt sich der Tod des Meisters zum 500. Mal. Aus diesem Anlass widmen wir ihm eine Ausstellung, die – erstmals in Deutschland – seine einzigartige Stellung als Chronist venezianischen Lebens beleuchtet. Ein besonderes Augenmerk liegt auf der Faszination, die alles Fremde, vor allem die Kulturen des östlichen Mittelmeerraumes auf Carpaccio und seine Zeitgenossen, allen voran Giovanni Bellini, ausübten. Die Sonderausstellung des Landes Baden-Württemberg steht unter der Schirmherrschaft des Italienischen Botschafters Armando Varricchio.

Staatsgalerie Stuttgart (Stuttgart)

11.10.2024 - 23.02.2025 Neues Sehen, neue Sachlichkeit und Bauhaus. Fotografische Neuerwerbungen aus der Sammlung Siegert
Staatsgalerie Stuttgart (Stuttgart)
Pressemitteilung
Die 1920er und -30er Jahre sind mit großen Innovationen in der Fotografie
verbunden. Zahlreiche Fotografinnen und Fotografen suchen in den Jahren
nach dem Ersten Weltkrieg nach zeitgemäßen Darstellungsweisen der
Moderne, experimentieren mit Doppel- und Mehrfachbelichtung sowie mit
Fotogrammen und Collagen. Über 200 Originalabzüge von Hauptvertreterinnen und -vertretern des Neuen Sehens, der Neuen Sachlichkeit und des Bauhauses konnten im Frühjahr 2022 mit Mitteln der Museumsstiftung Baden- Württemberg aus der Sammlung Dietmar Siegert für die Staatsgalerie erworben werden. Darunter Fotografien von Herbert Bayer, Aenne Biermann, Walker Evans, Florence Henri, Lotte Jacobi, Germaine Krull, Albert Renger-Patzsch und August Sander. Erstmals präsentieren wir eine umfassende Auswahl dieser Werke in THE GÄLLERY.

Staatsgalerie Stuttgart (Stuttgart)

22.09.2024 - 26.01.2025 Matisse – Eine Einladung zur Reise
Fondation Beyeler (Riehen)
Pressemitteilung
Die Fondation Beyeler zeigt im Herbst 2024 die erste Henri-Matisse-Retrospektive im deutschsprachigen Raum seit fast 20 Jahren. Anhand von über 70 Hauptwerken aus namhaften europäischen und amerikanischen Museen sowie Privatsammlungen richtet die Ausstellung den Blick auf die Entwicklung und Vielfalt im wegweisenden Schaffen des Künstlers. Sie setzt mit den um 1900 entstandenen Bildern der Frühzeit ein, führt über die revolutionären Gemälde des Fauvismus und die experimentellen Werke der 1910er-Jahre hin zu den sinnlichen Gemälden der Nizza-Periode und der 1930er-Jahre, um schliesslich in den legendären Scherenschnitten des Spätwerks der 1940er- und 1950er-Jahre zu gipfeln. Den gedanklichen Ausgangspunkt bildet dabei Charles Baudelaires Gedicht «Einladung zur Reise» von 1857. Tatsächlich finden sich bei Matisse zahlreiche Leitmotive und Schlüsselthemen, die auch im Zentrum von Baudelaires Gedicht stehen. Matisse zählt zu den berühmtesten Künstlern der Moderne. Sein bahnbrechendes Werk hat seine Zeit und viele spätere Künstlergenerationen bis heute wesentlich geprägt. In der Befreiung der Farbe vom Motiv und in der Vereinfachung der Formen hat er die Malerei auf eine neue Grundlage gestellt und dabei eine bis dahin unbekannte Leichtigkeit in die Kunst gebracht.

Fondation Beyeler (Riehen)

22.09.2024 - 01.06.2025 ERINNERN - Fotografische Positionen von Nicole Ahland, Corina Gertz und Kris Scholz
Museum Kunst der Westküste (Alkersum/Föhr)
Pressemitteilung
Auch wenn die Fotografien von Nicole Ahland, Corina Gertz und Kris Scholz die Gegenwart zeigen, fühlen sich die Betrachtenden an Vergangenes erinnert. Die im Rahmen ihres Artist-in-Residence-Aufenthalts auf Föhr geschaffenen Werke zwingen zum Innehalten und zur Selbstbefragung im Hinblick auf unseren Umgang mit Erbe, Traditionen und Werten.

So erkundet Nicole Ahland, die bereits mehrfach auf Föhr zu Gast war, leer stehende Innenräume und Gebäude, in deren Mauern und in zurückgelassenen Objekten Geschichten eingeschrieben zu sein scheinen. „Räume spiegeln unsere Gesellschaft“ – so sagt sie treffend.

Die Fotografin Corina Gertz widmet sich in ihrer Serie Das abgewandte Porträt den Tracht tragenden Föhrerinnen. Ohne von Mimik, Gestik oder dem Umraum abgelenkt zu werden, richtet sich der Fokus auf die Rückansichten: aufwendige Frisuren, detaillierte Stickereien der Kopf- und Schultertücher und die Stofflichkeit der Röcke. Durch diese Konzentration entfalten Gertz’ Aufnahmen eine große Ruhe und erzählen von Herkunft, Tradition und vom sich wandelnden Handwerk.

Kris Scholz, bis 2021 als Professor für künstlerische Fotografie an der Hochschule Darmstadt tätig, arbeitet gezielt mit dem historischen Papiernegativverfahren. Dadurch vermitteln seine großformatigen Landschaftsaufnahmen in Schwarz-Weiß den Eindruck, als würden wir an Orte der Vergangenheit geführt.

Abb: Kris Scholz, See 2, 2023, © Courtesy of the artist, VG Bild-Kunst, Bonn 2023

Museum Kunst der Westküste (Alkersum/Föhr)

19.07.2024 - 29.09.2024 Vorsicht Kunst! Das politische Plakat von Klaus Staeck im Graphik-Kabinett
Staatsgalerie Stuttgart (Stuttgart)
Pressemitteilung
Die Ausstellung zeigt erstmals einen wichtigen Teil der umfangreichen
Plakatsammlung der Staatsgalerie mit Fokus auf den politischen Plakaten von
Klaus Staeck.

Staatsgalerie Stuttgart (Stuttgart)

19.07.2024 - 01.01.2025 Estate dell'arte. Villa Massimo zu Gast in Stuttgart 18 Künstlerinnen und Künstler, 8 Locations
Staatsgalerie Stuttgart (Stuttgart)
Pressemitteilung
Das interdisziplinäre Kooperationsprojekt zeigt Werke der Rom-
Preisträgerinnen und -Preisträger 2023 / 24 der Villa Massimo in Stuttgart. In
der Staatsgalerie sind Arbeiten von Yael Bartana, Manaf Halbouni und Bjoern
Melhus zu sehen.

Staatsgalerie Stuttgart (Stuttgart)

19.07.2024 - 08.09.2024 Fotosommer Stuttgart 2024 - Transformation
Staatsgalerie Stuttgart (Stuttgart)
Pressemitteilung
2024 stellt die Staatsgalerie die Räume von THE GÄLLERY dem Fotosommer
Stuttgart für eine jurierte Ausstellung zum Thema »Transformation« zur
Verfügung. Diese Ausstellung bildet den prominenten Mittelpunkt des
weitverzweigten Fotosommer-Programms.

Staatsgalerie Stuttgart (Stuttgart)

09.06.2024 - 03.11.2024 FRISCHER WIND - Impressionismus im Norden
Museum Kunst der Westküste (Alkersum/Föhr)
Pressemitteilung
Wie ein frischer Wind – so wurde unter Künstler*innen die neue Stilrichtung des Impressionismus empfunden, die in den 1860er-Jahren von Frankreich ausging. Mit schnellem Pinselstrich und in strahlenden Farben wurden flüchtige Lichtstimmungen, neue Freizeitvergnügungen oder Reiseeindrücke direkt unter freiem Himmel auf die Leinwand gebannt. Die Prinzipien verbreiteten sich rasch und führten auch in Nordeuropa zu einem tiefgreifenden Wandel in der Malerei.

In der Wanderausstellung werden im Besonderen die Gemälde der niederländischen, deutschen und dänischen Impressionist*innen präsentiert. In Kooperation mit dem Museum Singer Laren und dem Landesmuseum Hannover wurden über 80 hochkarätige Gemälde und Ölstudien ausgewählt, darunter Positionen von Künstler*innen wie Anna Ancher, Lovis Corinth, Isaac Israels, Johan Barthold Jongkind, Jo Koster, Max Liebermann, Peder Severin Krøyer sowie Max Slevogt u. a. Ihre Motive liegen im wechselnden Licht der Tages- und Jahreszeiten – gemalt daheim oder auf Reisen, im Garten oder am Strand, auf dem Land oder in der Stadt. Es offenbaren sich die individuellen Spielarten, die unter dem Oberbegriff „Impressionismus im Norden“ zusammengefasst werden können. Die thematische Präsentation lädt ein, über alle Ländergrenzen hinweg Gemeinsamkeiten und Unterschiede der Impressionismus-Rezeption im Norden zu erkunden.

Die Ausstellung feiert zugleich das 15-jährige Bestehen des MKdW und steht unter der Schirmherrschaft von Karin Prien, Ministerin für Allgemeine und Berufliche Bildung, Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Schleswig-Holstein.

In Zusammenarbeit mit den beiden Partnermuseen ist ein Katalog zur Ausstellung erschienen.

Museum Kunst der Westküste (Alkersum/Föhr)

26.05.2024 - 26.05.2024 26.05.24 Marktzauber | Klostermarkt mit regionalen Produkten, Kulturprogramm und Künstlerdorf| Begi
DA, Kunsthaus Kloster Gravenhorst (Hörstel)
Pressemitteilung
Der Klostermarkt bietet eine bunte Auswahl an regionalen Produkten und traditionellem Handwerk. An den Ständen, die im gesamten Klosterpark anzutreffen sind, können Besucherinnen und Besucher ein umfangreiches Angebot an Selbstgemachtem und Regionalem entdecken und probieren. Hinzu kommt ein breites Sortiment an traditionellem Kunsthandwerk. Das Begleitprogramm lädt mit Livemusik und Kunstaktionen Klein und Groß zum Mitmachen ein.

DA, Kunsthaus Kloster Gravenhorst (Hörstel)

19.05.2024 - 11.08.2024 Sommerausstellung
Fondation Beyeler (Riehen)
Pressemitteilung
Zum ersten Mal in der mehr als 25-jährigen Geschichte der Fondation Beyeler werden das gesamte Museum und der umliegende Park zum Schauplatz einer experimentellen Präsentation zeitgenössischer Kunst. Mit Beiträgen von Michael Armitage, Anne Boyer, Federico Campagna, Ian Cheng, Chuqumamani-Condori und Joshua Chuquimia Crampton, Marlene Dumas, Frida Escobedo, Peter Fischli, Cyprien Gaillard mit Victor Man, Dominique Gonzalez-Foerster, Wade Guyton, Carsten Höller mit Adam Haar, Pierre Huyghe, Arthur Jafa, Koo Jeong A, Dozie Kanu, Cildo Meireles, Jota Mombaça, Fujiko Nakaya, Alice Notley, Precious Okoyomon, Philippe Parreno, Rachel Rose, Tino Sehgal, Rirkrit Tiravanija, Ramdane Touhami und Adrián Villar Rojas.

Die Ausstellung versteht sich als ein «lebender Organismus», der sich verändert und wandelt. Verbindungen und Verflechtungen zwischen einzelnen Arbeiten werden in einem engen Dialog mit den Künstler:innen entwickelt. Dieser Austausch wird ausserdem auf Werke aus der hauseigenen Sammlung ausgedehnt, die integraler Bestandteil des Projekts sind. Während eine Vielzahl der Gemälde, Skulpturen, Filme, Installationen und Performances ortsspezifisch entstehen, handelt es sich bei anderen um angepasste Versionen bereits existierender Arbeiten.

Die Ausstellung wurde von einem Team konzipiert, das sich aus den Künstler:innen Precious Okoyomon und Philippe Parreno; Hans Ulrich Obrist, Künstlerischer Leiter der Serpentine Galleries, London; Sam Keller, Mouna Mekouar und Isabela Mora, Fondation Beyeler, zusammensetzt.

Fondation Beyeler (Riehen)

18.05.2024 - 03.11.2024 gute aussichten FOKUS: Mexiko – Deutschland
Städtische Galerie Karlsruhe (Karlsruhe)
Pressemitteilung
Im Zentrum der Ausstellung steht die Kunst der Fotografie im interkulturellen Dialog: Fünf mexikanische und fünf deutsche Künstlerinnen präsentieren in der Ausstellung „gute aussichten. FOKUS Mexiko – Deutschland“ die künstlerischen Ergebnisse ihrer interdisziplinären Zusammenarbeit. Ausgehend von einem intensiven Austausch aller Beteiligten in Mexico City haben die zehn Künstlerinnen zu gemischten Tandems zusammengefunden. Über einen Zeitraum von acht Monaten gemeinsamer Arbeit in kreativen Paaren sind neue Werke entstanden, die die kulturellen, künstlerischen und sozialen Verwurzelungen sowie Konstellationen in einer globalen Bilder-Welt widerspiegeln. Nach der Präsentation von „gute aussichten. FOKUS“ im renommierten Centro de la Imagen in Mexiko City reisen die Arbeiten in die SGK. Das Projekt ist Auftakt einer Kooperation mit gute aussichten, dem 2004 gegründeten privaten und gemeinnützigen
Nachwuchsförderungs-Projekt für junge Fotografie in Deutschland.

Künstler*innen: Sophie Allerding, Eleana Konstantellos André, Chris Becher, Nadja Bournonville, Rodrigo Jardón Galeana, Andrea Carrillo Iglesias, Ana García Jácome, Holger Jenss, Mariel Miranda, Konstantin Weber

Städtische Galerie Karlsruhe (Karlsruhe)

15.05.2024 - 16.06.2024 15.05.-16.06.24 Jugend gestaltet | Ausstellung der besten Arbeiten aus dem Wettbewerb
DA, Kunsthaus Kloster Gravenhorst (Hörstel)
Pressemitteilung
Phantasievolle Objekte, Skulpturen, Bilder, Drucke und Collagen: spannend, bunt und vielfältig präsentieren sich die jüngsten Kunstschaffenden aus dem Kreis Steinfurt mit ihren Kunstwerken. Bis zu 800 Kinder und Jugendliche im Alter zwischen sechs und 20 Jahren beteiligen sich jährlich an dem Kunstwettbewerb, den der Kreis Steinfurt bereits seit über 30 Jahren auslobt. Mitglieder der Künstlergemeinschaft Welbergener Kreis und Studierende der Kunstakademie Münster bilden die Jury und wählen aus den Originalarbeiten die Werke für die Ausstellung aus.

DA, Kunsthaus Kloster Gravenhorst (Hörstel)

04.05.2024 - 15.09.2024 MARCUS SCHWIER. SINGEN. EIN FOTOLANGZEITPROJEKT.
Kunstmuseum Singen (Singen)
Pressemitteilung
Marcus Schwier (*1964), der in Düsseldorf und Salem lebt und arbeitet, ist ein international bekannter, auf Architekturfotografie spezialisierter Fotokünstler. Seit Mitte der 1990er-Jahre wurde und wird sein Werk in großen Museen und renommierten Galerien im In- und Ausland gezeigt. Im Zentrum seines seriellen wie konzeptuellen Ansatzes stehen das Ortsspezifische und die abstrakte Ästhetik des Raums. »Seine Arbeiten sind Lehrstücke darüber, wie die Beleuchtung die Identität von Dingen verändert« (Robert Morat).

Mehrere Jahre hinweg hat Schwier die Stadt Singen wiederholt aufgesucht und fotografiert. Damit erkundete er die Stadt und deren Wandel wie kein anderer vor ihm. Das Ergebnis seiner fotografischen Recherche wird in einer Auswahl von 200 dicht gestalteten Fotografien aus dem Inneren jener meist unzugänglichen Orte, von denen die Stadt maßgeblich lebt: der Großindustrie, im Kunstmuseum Singen gezeigt. Aber auch das Stadtbild, die Stadtentwicklung und Orte der Identität Singens werden vorgestellt. Schwiers Aufnahmen sind damit nicht nur ein fotokünstlerisches Langzeitprojekt, sondern auch ein zeitgeschichtliches Portrait der Stadt.

Die Ausstellung ist Teil der Doppelausstellung »125 x SINGEN. Geschichte. Identität. Vielfalt.« der Stadt Singen, des Stadtarchivs Singen und des Kunstmuseums Singen zur Stadterhebung.

Kunstmuseum Singen (Singen)

04.05.2024 - 15.09.2024 125 x SINGEN. HISTORISCHE AUSSTELLUNG.
Kunstmuseum Singen (Singen)
Pressemitteilung
Anfang Oktober 1899 – ohne hohen Besuch, aber im Festtagsschmuck – feierte man die Erhebung der Gemeinde Singen zur Stadt. Innerhalb von zwei Jahrzehnten, mit dem Anschluss an die Eisenbahn, hatte sich das beschauliche Bauerndorf in eine moderne Stadt verwandelt. Das war aber nicht das Ende einer Entwicklung, sondern erst der Anfang eines rasanten industriellen Wandels, der einen enormen Zuzug von Arbeitern, Handwerkern und Dienstleistern zur Folge hatte. Das Jubiläum feiern die Stadt Singen, das Stadtarchiv Singen und das Kunstmuseum Singen mit der Doppelausstellung »125 x SINGEN. Geschichte. Identität. Vielfalt.«, die eine historische Ausstellung und eine Foto-Ausstellung verbindet.

Hohentwiel, Maggi, Scheffelhalle, der Geruch der Bratwurst in der Innenstadt: die Stadt Singen hat viele Gesichter und Facetten, die sich zu einem einzigartigen Kaleidoskop der Stadtgeschichte vereinen. Welche Strukturen machen Singen einzigartig und worüber identifizieren sich Menschen seit 125 Jahren mit »ihrer« Stadt? In der historischen Ausstellung können Besucherinnen und Besucher darauf Antworten in fünf Themenblöcken finden und multimedial erleben. Neben einer 3D-Rekonstruktion der baulichen Veränderungen am Hohgarten zwischen 1879 und 1970 werden historische Filmaufnahmen aus den Beständen des Stadtarchivs gezeigt. An verschiedenen Stellen kommen auch die Teilnehmerinnen und Teilnehmer einer Umfrage zur »Singener Identität« zu Wort. Ob »Amerika in der Provinz«, »Eine Stadt, mehrere Welten« oder »Made in Singen« - die verschiedenen Singener Lebenswelten werden mit zahlreichen Dokumenten, Fotografien, Objekten und auch Kunstwerken anschaulich beleuchtet. Kinder finden in der Schau u.a. mit einer Geruchsstation altersgerechte Angebote. Unter den Schlagworten »Geschichte. Identität. Vielfalt.« wird ergänzend ein breites Programm angeboten.

Kunstmuseum Singen (Singen)

03.05.2024 - 26.05.2024 Lilo Maisch. Morphische Felder – Formen und Strukturen. Malerei auf Offsetplatten
GEDOK Künstlerinnenforum Karlsruhe (Karlsruhe)
Pressemitteilung
Lilo Maisch
Morphische Felder – Formen und Strukturen
Malerei auf Offsetplatten

Europawochen Karlsruhe

Vernissage am Freitag, 03.05.2024 um 20 Uhr
Einführung: Simone Maria Dietz, M.A.

Finissage am Sonntag, 26.05.2024 um 16 Uhr
„Pas de Deux – La France & BRD“: Regine Kress-Fricke liest aus ihrer Novelle
„La vache sur le toit – Die Kuh auf dem Dach“

Nahezu monochrome Flächen, rätselhafte Schriftzeichen, Spiralen, Linien, Farbverläufe … die komplexen Arbeiten der Künstlerin Lilo Maisch fordern zur Auseinandersetzung auf. Ihr umfangreiches Schaffen beleuchtet die verschiedensten Aspekte von klassischen Themen wie der Figur oder der Landschaft über abstrakte Formen bis hin zu aktuellen kulturpolitischen
Fragen. Immer wieder stehen dabei der europäische Gedanke, die gemeinsame Geschichte und deren historische Wurzeln im Mittelpunkt.

Schon immer waren Konturen, Reduktionen, der Reiz eines Materials Ausgangspunkte in Lilo Maischs künstlerischem Schaffen. Spätestens jedoch mit dem Einsatz der aus dem Druckverfahren stammenden gebrauchten Offsetplatten entstand eine einzigartige Verbindung einer erzählerischen, haptischen Oberfläche und der Auseinandersetzung mit der Frage der Kommunikation. Einen ersten unterschwelligen Dialog stellen dabei die ursprünglichen Inhalte der Aluminiumplatten dar, die teils von den Rückseiten noch erhalten sind oder hin und wieder unter der Bearbeitung verschwinden. In ihren Kompositionen verarbeitet die Künstlerin Gedanken aus Literatur, Kunst, Wissenschaft und Religion. Die Textplatten sind neben den farb- und strukturgeprägten Tafeln jedoch nicht frei lesbar, vielmehr bleiben sie durch die verwendete Keilschrift weitgehend unleserlich und verweisen somit auf die Vielfalt und Kultur der Sprachen und Kommunikationsformen. Konzeptionelle Reihungen, verbunden mit fließenden Farben und Strukturen, bilden eine energetische Spannung, in denen der Betrachter aus unterschiedlichen Blickwinkeln Querverbindungen und persönliche Assoziationen finden kann.

Konzentriert auf die Ausstellungsfläche der GEDOK Karlsruhe zeigt die Künstlerin einen spannungsreichen Bogen von ersten Ansätzen bis zu ihrem jüngsten Schaffen.

Pressefoto: Lilo_Maisch, In Vielfalt geeint, 2023

GEDOK Künstlerinnenforum Karlsruhe (Karlsruhe)

29.04.2024 - 19.05.2024 Art und Ehe - Candace Carter und Tutilo Karcher. Frühe Arbeiten.
BBK Karlsruhe, Künstlerhaus Karlsruhe (Karlsruhe)
Pressemitteilung
Von Montag, 29. April, bis Sonntag, 19. Mai 2024, präsentiert das Künstlerhaus frühe grafische Arbeiten des Ehepaares Candace Carter und Tutilo Karcher. Bei beiden steht das Thema „Mensch“ im Mittelpunkt der Ausstellung. Karchers Werke, 1964 –1970, dokumentieren seine ersten Jahre als freischaffender Künstler nach dem Studium an der Karlsruhe Kunstakademie. In dem Zeitraum schuf Tutilo Karcher, unter Kolleg:innen und Liebhaber:innen als der stille Eremit bekannt, feinsinnige Hommagen an seine Karlsruher Mitbürgerinnen und Mitbürger: die Frau im Café, der Mann mit Einkaufstüten, die Mutter mit Kleinkind, die alte Frau beim Beten in der Stephanskirche. Er verstand es, den Menschen und ihren alltäglichen Abläufen eine atmosphärische, transzendierende Tiefe und Würde zu verleihen. Das Frühwerk von Karcher sucht in der sogenannten Realismus-Szene der Westdeutschen Kunst der 60er Jahren seines Gleichen.

Das Frühwerk von Candace Carter, gebürtige USA-Bürgerin, umfasst den Zeitraum von 1979 bis 1984. Nach dem Studium der Freien Kunst in Hamburg zog sie wegen der von ihr geschätzten Künstler wie Karl Hubbuch, Hanna Nagel, Georg Scholz oder Rudolf Schlichter ganz bewusst nach Karlsruhe. Ihr Frühwerk ist bei den Veristen dieser neusachlichen Tradition einzuordnen. Anders als ihr Mann, ging Carter immer auf die spezifischen Wirklichkeiten und Umstände ihrer Porträtierten ein. Sie war bemüht, Kontakt, Austausch und Dialog mit ihnen in ihren Werken widerzuspiegeln.

Obwohl aus verschiedenen Jahrzehnten, weisen die frühen Arbeiten von Tutilo Karcher und Candace Carter auf ihre Nähe zu der Karlsruher Tradition der Neuen Sachlichkeit hin. Als Vertreter der „Karlsruher Realisten“, zusammen mit Waltraud Kniss, Klaus Langkafel und Helmut Goettl, gehörte Tutilo Karcher zu der direkten Nachfolgegeneration dieser Tradition. Candace Carter wählte Karlsruhe wegen dieser Tradition als zukünftigen Wirkungsort. Beim gemeinsamen Engagement im Künstlerhaus lernten Candace Carter und Tutilo Karcher sich kennen. Tutilo Karcher ist 2019 verstorben. Candace Carter lebt und arbeitet weiterhin in Karlsruhe in der Nähe ihrer zwei Kinder und ihrem Enkel.

Vernissage
Sonntag, 28. April 2024, 11 Uhr
Begrüßung: Lars Lehmann, Vorsitzender des BBK Karlsruhe
Grußwort der Stadt Karlsruhe: Dr. Albert Käuflein, Kulturbürgermeister
Einführung: Candace Carter
Musik: stellà, Stimme + Flügel

Finissage
Sonntag, 19. Mai 2024, 14-18 Uhr
14 Uhr Führung durch die Ausstellung mit Candace Carter
16 -18 Uhr Candace Carter liest: Essays und Kurzgeschichten

Ausstellungsdauer
29. April bis 19. Mai 2024

Öffnungszeiten
Freitag 17-20 Uhr
Samstag und Sonntag 14-18 Uhr

BBK Künstlerhaus Karlsruhe
Am Künstlerhaus 47
76131 Karlsruhe

Der Eintritt in die Ausstellung und zu Veranstaltungen des Rahmenprogramms ist frei.

BBK Karlsruhe, Künstlerhaus Karlsruhe (Karlsruhe)

19.04.2024 - 19.04.2024 19.04.24 openART – Abend der offenen Tür mit Aktionen der aktuellen Stipendiatinnen und Stipendiate
DA, Kunsthaus Kloster Gravenhorst (Hörstel)
Pressemitteilung
Im Rahmen von „openART – DA passiert Kunst“ erhalten Interessierte einen Abend lang Einblick in die Ideenwerkstatt des Projektstipendiums KunstKommunikation 24. Kunstfreundinnen und –freunde von überall haben die Chance, mit den verschiedenen Kunstschaffenden ins Gespräch zu kommen, deren Ideen zu diskutieren und mitunter eine mögliche Partizipation anzubahnen. Darüber hinaus bieten die aktuellen Stipendiatinnen und Stipendiaten Aktionen und Performances rund um ihre Kunstprojekte dar.

DA, Kunsthaus Kloster Gravenhorst (Hörstel)

14.04.2024 - 16.06.2024 Bankgeheimnisse
Fotografie-Forum der StädteRegion Aachen (Monschau)
Pressemitteilung
Von skurrilen und herzerwärmenden Alltagssituationen
Ausstellung „Bankgeheimnisse“ widmet sich dem Sujet der Sitzbank

Mit rund 150 Arbeiten rückt die neue Präsentation im Fotografie-Forum Monschau ein besonderes Möbelstück in den Fokus: die Bank. Sie ist aus unserem Alltag nicht wegzudenken, begegnen wir ihr doch im Park, an der Straße, im Bahnhof oder im Wartezimmer. Das Bänke Schauplätze für ganz unterschiedliche Geschichten sind, beweisen die 28 präsentierten Künstler_innen der Ausstellung. Auf der ganzen Welt haben sie Menschen auf Sitzbänken festgehalten. Ein ebenso breites Panorama bilden die fotografischen Genres: Neben klassischer Street Photography reihen sich ebenso Porträtfotos berühmter Persönlichkeiten, wie Bob Dylan oder Marilyn Monroe, und inszenierte Fotografien aneinander.

Es ist nicht die erste monothematische Ausstellung im Fotografie-Forum. Bereits im vergangenen Jahr widmete sich die Schau „The Jump“ dem Motiv des Sprungs in der Fotografie. Die Fotografien der Sitzbänke zeigen nun einzigartige und für sich abgeschlossene Geschichten, die die Imaginationskraft der Betrachtenden herausfordern. Viele der dargestellten Szenen entbehren nicht einem gewissen Humor, wie die Kuratorin und Leiterin des Fotografie-Forums Dr. Nina Mika-Helfmeier betont: „Viele in der Ausstellung vertretene Fotografen lieben skurrile Alltagsszenen, aus denen sich eine natürliche, nicht erzwungene Komik ergibt.“ Barbara Klemms Arbeit Stuttgart 1972 führt zum Beispiel drei im Park schlafende Personen durch die fotografische Linse mit einer antiken Skulptur zusammen. Bei dieser unbeabsichtigten Begegnung stellt sich die Frage, welche der Figuren eigentlich lebendig ist und warum sich zwischen ihnen eine Art seltsame Verwandtschaft bemerken lässt.

Elliott Erwitts Fotografie, die am Rande eines Jahrmarkts in Kalifornien entstanden ist, besticht ebenso durch eine gewisse Komik: Auf einer Bank sind drei einzelne Frauen versammelt, die unter einem Schild mit der Aufschrift „Lost Persons Area“ stehen. Aufgrund des verlorenen und fragenden Blicks einiger der Protagonistinnen bleibt unklar, ob hiermit der Sammelpunkt für entzweite Familien und Gruppen gemeint ist, oder sich das Schild als Kommentar zu den dort versammelt, ziemlich verloren wirkenden Frauen verstehen lässt. Die Bank fungiert hier als eigener Mikrokosmos im öffentlichen Raum, in dem spannende Begegnungen stattfinden, die manches Mal fast surreal anmuten.

Dass das Sitzmöbel ebenso als Ort der inneren Einkehr fungieren kann, zeigt eindrucksvoll Thomas Hoepkers Aufnahme eines älteren Herren im Ritan Park in Beijing. Mit seiner Pfeife hat er es sich auf einer Parkbank gemütlich gemacht. Sogar seinen Vogel hat er aus dem kleinen Käfig genommen und scheint mit ihm ein geistiges Zwiegespräch zu führen. Durch die Sonne in besonders stimmungsvolles Licht getaucht, strahlt die Fotografie eine unglaubliche Ruhe aus. Sie wirft aber ebenso Fragen danach auf, wo solche Oasen in unserer heutigen hektischen Welt noch zu finden sind.

Die Sitzbank dient innerhalb der Ausstellung als Ausgangspunkt, um Humorvolles, Skurriles aber auch Melancholisches sowie Aufrüttelndes zu entdecken. Da uns das Motiv nur allzu gut aus dem eigenen Alltag bekannt ist, bieten sich unzählige Anknüpfungspunkte, um tief in die Bilder einzutauchen und in einen empathischen Dialog mit den Dargestellten zu treten.

Die Arbeiten Jürgen Klaukes bilden im zweiten Obergeschoss einen Exkurs in die künstlerische Fotografie. Hier wird das Sitzmöbel – sorgsam inszeniert - zum eigenständigen Akteur im Bild und verweist nicht zuletzt auf grundlegende Fragen der menschlichen Existenz. Klaukes Werke schließen die inhaltliche Klammer der Schau, indem sie zeigen, welche Möglichkeiten das Medium der Fotografie eröffnet. Wenngleich alle präsentierten Arbeiten ein und dasselbe Motiv haben, könnte die Bandbreite der künstlerischen Inszenierungen nicht größer sein.

„Bankgeheimnisse“ ist bis zum 16. Juni in Monschau zu sehen, der Eintritt ist frei.

Gezeigte Fotograf_innen:
A. Abbas, Eve Arnold, Bruno Barbey, Sibylle Bergemann, Ian Berry, Robert Capa, Bruce Davidson, Gerti Deusch, Nikos Economopoulos, Alfred Eisenstaedt, Elliott Erwitt, Leonard Freed, Burt Glinn, Thomas Hoepker, Richard Kalvar, Jürgen Klauke, Barbara Klemm, Elliott Landy, Herbert List, Constantine Manos, Peter Marlow, Inge Morath, Ruth Orkin, Bill Perlmutter, Max Scheler, Dimitri Soulas, Dennis Stock, Patrick Zachman


Fotografie-Forum der StädteRegion Aachen (Monschau)

05.04.2024 - 28.04.2024 April, April! Angewandte Kunst / Art Design von Künstlerinnen der GEDOK Karlsruhe
GEDOK Künstlerinnenforum Karlsruhe (Karlsruhe)
Pressemitteilung
April, April!
Fachgruppe Angewandte Kunst / Art Design der GEDOK Karlsruhe

Ursula Achten/Papier Jutta Becker/Keramik, Zdenka Brock/Objekte, Karin Flurer-Brünger/Keramik, Dagmar Hawener/Textil, Gabriele
Heinz/Schmuck, Susanne Högner/Schmuck + Fotografie, Jordan Reyne/Objekt, Johanna Reutter/Textil, Rose Schrade/Schmuck +Objekt, Helga Weilacher-Stieler/Textil, Heike Utta/Textil und als Gast: Ingrid Eckert (GEDOK Heidelberg) /Objekte

Vernissage am Freitag, 05.04.2024 um 20 Uhr
Einführung: Ursula Achten
Literarische Begleitung: Lea Ammertal

Finissage am Sonntag, 28.04.2024
11 Uhr Lesung „Frühlingsnerven“ mit Ondine Dietz und Martine Lombard
14–16 Uhr Finissage – Künstlerinnen sind anwesend

Eintritt frei, Spenden willkommen

April, April! – Die Ambivalenz des Titels suggeriert humorvoll-witziges und ernstes Betrachten unterschiedlicher Wirklichkeiten. Frühlingserwachen oder Dauerregen, Späße treiben oder in Melancholie versinken, Humbug oder Tiefsinnigkeiten, Harlekinade oder Vogelgesang?
Mit großem Ideenreichtum und überraschenden Materialkombinationen sind ausdrucksstarke Werke entstanden. Hinter jedem Augenzwinkern verstecken sich Botschaften, die zum Nachdenken anregen.
Die Gruppe Angewandte Kunst der GEDOK Karlsruhe freut sich, mit Ihnen auf Entdeckungsreise zu gehen.

Pressefoto: Zdenka Brock, Fische

GEDOK Künstlerinnenforum Karlsruhe (Karlsruhe)

05.04.2024 - 16.06.2024 Florian Slotawa. Stuttgart sichten Skulpturen der Staatsgalerie Stuttgart
Staatsgalerie Stuttgart (Stuttgart)
Pressemitteilung
Am 5. April 2024 wird das Kunstgebäude nach aufwendiger Sanierung mit der Pop-Up-Ausstellung »Florian Slotawa. Stuttgart sichten. Skulpturen der
Staatsgalerie Stuttgart« wiedereröffnet, eine Neuinszenierung der bereits 2018 in den Hamburger Deichtorhallen sehr erfolgreichen Präsentation. Der in Italien lebende Künstler Florian Slotawa (*1972 in Rosenheim) zeigt im zentral gelegenen Kuppelbau mit dem goldenen Hirsch im Herzen der
Landeshauptstadt bis zum 16. Juni über 50 Skulpturen aus dem Bestand der Staatsgalerie in ungewöhnlichen Arrangements.

Staatsgalerie Stuttgart (Stuttgart)

27.03.2024 - 03.11.2024 Pilzpaläste und Tütentürme. Bauen für morgen
Staatliche Kunsthalle Karlsruhe (Karlsruhe)
Pressemitteilung
Pilze in der Wand statt auf dem Teller? Nein, das hat nichts mit Schimmel zu tun, das ist „Bauen für morgen“! Strände verschwinden, ganze Inseln versinken, weil wir den Sand zum Bauen brauchen, für Beton und Glas zum Beispiel. Aber auch andere Rohstoffe werden immer knapper.

Deswegen braucht es schlaue und kreative Köpfe, die neue Baustoffe züchten oder alte erbeuten, die ausprobieren, erfinden, um die Ecke denken, der Fantasie keine Grenzen setzen. Genau dazu laden wir unsere Besucher*innen ein: Wir wollen gemeinsam in Schuttbergen auf Schatzsuche gehen, Baumaterialien von Papierflocken bis zu Milchtüten erkunden und konstruieren, was das Zeug hält. Wer einfallsreich ist, findet dabei vielleicht sogar das ein oder andere Kunstwerk!

In der neuen Ausstellung der Jungen Kunsthalle sind alle eingeladen, sich tastend, bauend, puzzelnd und malend damit auseinanderzusetzen, wie ressourcenschonendes, nachhaltiges Bauen funktionieren kann. Wärme durch alte Jeans, Wände aus Schneidebrettern, Bausteine aus Pilzen und vieles mehr erwartet unser Publikum nicht nur beim eigenen Streifzug durch die Ausstellung, sondern auch beim vielfältigen kreativen Vermittlungsprogramm.

Staatliche Kunsthalle Karlsruhe (Karlsruhe)

24.03.2024 - 08.09.2024 24.03. – 08.09.24 ZISTERZIENSERINNEN - Das Kloster Gravenhorst 1256-1808 | Historische Präsentatio
DA, Kunsthaus Kloster Gravenhorst (Hörstel)
Pressemitteilung
Im Jahre 1256 gründeten der Ritter Konrad von Brochterbeck und seine Frau Amalgardis von Budde „in loco, qui dicitur Grauenhorst“ – also an einem Ort, der Grauenhorst genannt wurde – ein Zisterzienserinnenkloster zu Ehren der Gottesmutter Maria. Über 500 Jahre lebte an diesem Ort eine Gemeinschaft von Frauen. Die Geschichte des Klosters Gravenhorst führt hinein in eine uns heute fremde Welt zwischen Religion und Politik. Die historische Präsentation 2024 erschließt sie über Objekte, Archivalien, Funde und Befunde.

DA, Kunsthaus Kloster Gravenhorst (Hörstel)

23.03.2024 - 23.06.2024 Katarina Baumann 100 Jahre ohne Gedächtnis Kunstpreis der Werner-Stober-Stiftung 2023
Städtische Galerie Karlsruhe (Karlsruhe)
Pressemitteilung
Die Ausstellung gibt einen Einblick in das aktuelle Schaffen der Künstlerin Katarina Baumann, die 1985 in Stepnogorsk, Kasachstan, geboren wurde. Viele ihrer Objekte und Installationen entstehen aus der intensiven Beschäftigung mit Kunst, Kunsttheorien, Philosophie und ästhetischen Reflexionen. Der Dialog mit theoretischen Fragestellungen und das Betrachten von Kunst sind fester Bestandteil ihrer Praxis. Ihr favorisiertes Medium ist die Installation, wobei Bild und Schrift als gleichwertige Akteure dienen. Die Künstlerin studierte ab 2010 an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Karlsruhe bei Corinne Wasmuht, Hans-Jörg Mayer und Harald Klingelhöller, bei dem sie das Studium 2015/16 als Meisterschülerin abschloss. Ein weiteres Studium absolvierte sie von 2018 bis 2021 an der Universität für angewandte Kunst Wien im Fach TransArts. 2023 erhielt sie den Kunstpreis der Werner-Stober-Stiftung. Mit dieser Auszeichnung ist eine finanzielle Förderung von 5.000 Euro und ein Ausstellungsprojekt in der Städtischen Galerie Karlsruhe verbunden. Die Auswahl für dieses Stipendium traf das Kollegium der Professor*innen an der Karlsruher Kunstakademie. Der Preis richtet sich ausschließlich an Absolvent*innen der Akademie.

Städtische Galerie Karlsruhe (Karlsruhe)

23.03.2024 - 25.08.2024 UBIK_un pezzolino da cielo LENI HOFFMANN
Städtische Galerie Karlsruhe (Karlsruhe)
Pressemitteilung
Die ortspezifischen Interventionen und temporären Installationen von Leni Hoffmann loten mit sinnlichen Oberflächen und farbigen Materialien den Grenzbereich zwischen Malerei und Objekt, dreidimensionalem Raum und zweidimensionaler Wand aus. Ihre radikalen Arbeiten realisiert sie sowohl im Museum als auch im öffentlichen Raum – oder im unmittelbaren Eingriff in den Produktionsprozess einer Tageszeitung. Mit durchgefärbter Knetmasse oder Putz untersucht sie in-situ die Möglichkeiten von Malerei. Die Farbe, losgelöst von der Leinwand, trägt sie dabei in den architektonischen Raum des Museums und macht diesen zum Bildraum. Im Zentrum ihrer Arbeiten stehen dabei die Betrachter*innen, die an jeder Bildschöpfung beteiligt sind. Für die Ausstellung nimmt Leni Hoffmann die einzigartige Architektur in einem der größten Industriedenkmäler Deutschlands, einer ehemaligen Munitionsfabrik, auf und reaktiviert von Besucher*innen gemeinhin übersehene Zwischenräume. Die SGK zeigt ihre erste große Einzelausstellung in Karlsruhe, wo sie seit 2002 als Professorin für Malerei und Grafik an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Karlsruhe tätig ist.

Städtische Galerie Karlsruhe (Karlsruhe)

23.03.2024 - 23.06.2024 Dokumentarfotografie Förderpreise 14 der Wüstenrot Stiftung - Jana Bauch, Marc Botschen, Dudu Quinta
Staatsgalerie Stuttgart (Stuttgart)
Pressemitteilung
In Kooperation mit der Wüstenrot Stiftung zeigt die Staatsgalerie Stuttgart neueArbeiten von Jana Bauch, Marc Botschen, Dudu Quintanilha und Ramona Schacht, die im Rahmen der Dokumentarfotografie Förderpreise 14 entstanden sind. Zwischen Archivmaterial, künstlerischen wie journalistischen Praktiken und bewusster Inszenierung beleuchten die vier Künstlerinnen und Künstler verschiedene Positionen im Feld des Dokumentarischen. Im Zentrum ihrer Werke stehen Fragen nach Prozessen der Kollektivierung ebenso wie nach
dem Subjekt, nach Körper und Geschlecht, der Genealogie und
soziopolitischen Bedingtheit des Menschen.
Die seit 1994 alle zwei Jahre von der Wüstenrot Stiftung in Zusammenarbeit mit der Fotografischen Sammlung des Museum Folkwang vergebenen Dokumentarfotografie Förderpreise sind die bedeutendste Auszeichnung dieser Art in Deutschland. Sie richten sich an Fotografinnen und Fotografen, die sich mit Themen der realen Lebenswelt beschäftigen und mit zeitgenössischen Mitteln die Repräsentationsfunktion der Fotografie neu definieren.

Staatsgalerie Stuttgart (Stuttgart)

22.03.2024 - 21.07.2024 Nancy Holt: Circles of Light Experimente mit Sound, Bild und Objekten 1966 – 1986
Gropius Bau (Berlin)
Pressemitteilung
Über fünf Jahrzehnte hinweg beschäftigte sich Nancy Holt damit, wie wir unsere Umwelt wahrnehmen und unseren Platz auf der Oberfläche dieses Planeten zu verstehen versuchen. Mit Circles of Light zeigt der Gropius Bau ab März 2024 die bislang umfassendste Überblicksausstellung der Künstlerin in Deutschland. Die Ausstellung umfasst unter anderem Film, Video, Fotografie, Soundarbeiten, konkrete Poesie, Skulpturen und raumgreifende Installationen sowie Zeichnungen und Dokumentationen aus über 25 Jahren.
In ihrer Praxis dachte Nancy Holt ortsspezifische Installationen und die Arbeit mit natürlichem und künstlichem Licht neu. Sie thematisierte schon früh ökologische Aspekte und bezog die Erdrotation, Astronomie sowie Zeit und Ort in ihre Skulpturen ein – und forderte uns so immer wieder dazu auf, jenseits dessen zu blicken, was wir zu wissen glauben. Holts Arbeitsweise soll in der Ausstellung im Gropius Bau durch Texte und Aufnahmen der Künstlerin besondere Präsenz verliehen werden.

Kuratiert von Clara Meister und Lisa Le Feuvre
Partner: Wall
Medienpartner: Arte, rbbKultur, Monopol, BerlinArt Link
Die Ausstellung wird gefördert durch die Kulturstiftungdes Bundes
In Zusammenarbeit mit der Holt/SmithsonFoundation

Gropius Bau (Berlin)

21.03.2024 - 12.05.2024 Piotr Sonnewend NASHORN NOSOROZEC
Kunstverein Kreis Soest e. V. (Soest)
Pressemitteilung
Wie die ZEICHNUNG mich zeichnet

Wenn man mich fragt, warum meine
primäre Kunstform die Zeichnung ist,
warum ich mich so beschränke – wenn man
mich fragt, warum ich nicht male, in Farben
schwelge, sondern mich mit dem Bleistift
kasteie, dann antworte ich: Für mich ist die
Beschränkung Freiheit. Freiheit für mich
und Freiheit in der Kunst.

Dr. Piotr Sonnewend

Kunstverein Kreis Soest e. V. (Soest)

16.03.2024 - 16.06.2024 Reiche Ernte - Früchte in der Kunst des 20. und 21. Jahrhunderts
Staedtische Galerie Bietigheim-Bissingen ( Bietigheim-Bissingen)
Pressemitteilung
Früchte sind Bestandteil unserer Ernährung, Obstbäume unserer Gärten und damit unseres Alltags. Sie sind aber auch – oder gerade deshalb – ein über die Jahrhunderte wiederkehrendes Motiv in der bildenden Kunst, ein ästhetisches Vergnügen nicht nur durch ihren Duft und Geschmack, sondern auch durch die Vielfalt ihrer Formen und Farben. Darüber hinaus sind sie für Künstler*innen durch ihre symbolische Aufladung von Bedeutung: Der Apfel, die verbotene Frucht vom Baum der Erkenntnis im biblischen Paradies, ist die vielleicht am häufigsten dargestellte Obstsorte. „Am Anfang war der Apfel“ ist denn auch die Kunststiftung des Unternehmers und Wissenschaftlers Prof. Dr. Rainer Wild betitelt, aus dessen in mehr als 40 Jahren zusammengetragener privater Sammlung die Werke der Ausstellung stammen. Präsentiert werden Früchtebilder von der Klassischen Moderne bis in die Gegenwart in den Medien Malerei, Zeichnung, Aquarell, Grafik, Skulptur und Video von Alexej Jawlensky über Andy Warhol bis Karin Kneffel – zum Anbeißen schön!

Zur Eröffnung am Freitag, 15. März um 19 Uhr laden wir Sie ganz herzlich ein.

Begleitprogramm

Öffentliche Führungen
Sonntag, 24. März, 11.30 Uhr
Sonntag, 7. April, 16.30 Uhr
Sonntag, 21. April, 11.30 Uhr
Sonntag, 5. Mai, 16.30 Uhr
Sonntag, 26. Mai, 11.30 Uhr
Sonntag, 9. Juni, 16.30 Uhr
Sonntag, 16. Juni, 11.30 Uhr

Führung für Lehrkräfte
Montag, 18. März, 17 Uhr

After-Work-Kurzführungen mit Apéritif
Dienstag, 26. März, 17 Uhr
Mittwoch, 12. Juni, 16.30 Uhr

Kunst, Kaffee und Kuchen
Führung mit anschließendem Kaffee und Obstkuchen
Donnerstag, 4. April, 15 Uhr mit Dr. Petra Lanfermann
Freitag, 14. Juni, 14.30 Uhr mit Dr. Isabell Schenk-Weininger

Vormittagsführung für Menschen mit Demenz
Dienstag, 9. April, 10 Uhr

Vormittagsführung für Senior*innen
Mittwoch, 17. April, 10 Uhr
Dienstag, 28. Mai, 10 Uhr

Das Land, wo die Zitronen blühn…
Führung mit Dr. Isabell Schenk-Weininger, begleitet von Gedichten und Liedern mit Rüdiger Erk und Ina Maria Saussele
Donnerstag, 18. April, 18.30 Uhr
Donnerstag, 16. Mai, 18.30 Uhr
speziell für Senior*innen
Dienstag, 30. April, 10 Uhr

Familien-Fun-Freitag
Das Museumserlebnis für Groß & Klein mit einer Kombination aus Führung und Workshop
Freitag, 3. Mai, 15 Uhr

Känguru-Führung
für Eltern mit Babys im Tragetuch oder Kinderwagen
Montag, 13. Mai, 15 Uhr

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Kreative Schreibwerkstatt
mit Barbara Knieling vom Lieblingsbuch-Laden
Montag, 22. April, 10–12 Uhr

Wie gesund ist Obstsalat?
Rundgang mit Dipl.-Ökotrophologin Andrea Saussele
Mittwoch, 24. April, 18 Uhr

Streuobstwiesen im Klimawandel
Vortrag von Kevin Fleckenstein, Universität Hohenheim
Donnerstag, 6. Juni, 18.30 Uhr

Obsttag
Kurzführungen, Gedichte, Lieder, Workshops,
Schokofrüchte, Obstkuchen, Smoothies, Cocktails
Samstag, 8. Juni, 14 bis 18 Uhr

Lesekreis Galerie
Donnerstag, 13. Juni, 18.30 Uhr


Unser umfangreiches Workshop-Programm für Kinder und Jugendliche entnehmen Sie bitte dem gesonderten Flyer oder unserer Website.

Führungen für Gruppen und Schulklassen nach telefonischer Vereinbarung
Eintritt frei!
Alle Führungen 4 €
Sonderführungen/Vortrag 5 €
Kaffee, Kunst und Kuchen 12 €
Familien-Fun-Freitag 5 € pro Familie
Private Gruppenführung: 60 € (Di–Fr. zu den Öffnungszeiten) / 70 € (außerhalb der Öffnungszeiten und wochenends)
Obsttag: freiwillige Spende



Städtische Galerie Bietigheim-Bissingen
Hauptstraße 60–64
74321 Bietigheim-Bissingen
Telefon 07142 74-483
Telefax 07142 74-446
http://galerie.bietigheim-bissingen.de
galerie@bietigheim-bissingen.de



Studioausstellungen:

»Im engsten Raum Unendlichkeit gezeitigt«
Wolf-Rüdiger Hirschbiel
20. Januar bis 21. April 2024

Die Malerei und Grafik von Wolf-Rüdiger Hirschbiel (*1942) kennzeichnet sowohl Strenge als auch Leichtigkeit: Flächenformen bauen tunnelartige Räumlichkeiten, suggerieren fenster- oder türartige Öffnungen. Fläche wird zu Tiefe, bedrängende Raumfluchten münden in befreiende Fernwirkung. Insbesondere in seinen Aquarellen scheint sich eine Sehnsucht nach Licht auszudrücken und die frühe Profession Hirschbiels als Kunstglaser und Glasmaler widerzuspiegeln. In diesen abstrakten Bildern spielen zwar Quadrate und Rechtecke die Hauptrolle, doch erinnern die luftigen Blätter mit ihren zart-kräftigen Farben immer auch an Natur und Architektur – zumal sie meist auf Reisen entstehen: In Skandinavien und Südeuropa, in Nordafrika und China verarbeitet der Künstler seine Eindrücke zu fantastisch-geometrischen Landschaftskompositionen.


Begleitprogramm

After-Work-Kurzführungen mit Apéritif
Dienstag, 6. Februar, 16.30 Uhr
Mittwoch, 3. April, 17 Uhr

Künstlergespräch
mit Wolf-Rüdiger Hirschbiel und Dr. Petra Lanfermann
Sonntag, 3. März, 16.30 Uhr

Finissage
mit Wolf-Rüdiger Hirschbiel und Dr. Isabell Schenk-Weininger
Sonntag, 21. April, 16.30 Uhr

Familien-Fun-Freitag
Das Museumserlebnis für Groß und Klein mit einer Kombination aus Führung und Workshop
Freitag, 8. März, 15 Uhr

Känguru-Führung
für Eltern mit Babys im Tragetuch oder Kinderwagen
Montag, 18. März, 15 Uhr

Kinder-Workshops:
Perspektivisch malen
Samstag, 2. März, 11–14 Uhr (6–10 Jahre) / 14.30–17.30 Uhr (8–12 Jahre)
Abstraktion in Aquarell
Samstag, 13. April, 11–14 Uhr (6–10 Jahre) / 14.30–17.30 Uhr (8–12 Jahre)

Studioausstellung: Reiner Pfisterer
From Voices to Images
12. Mai bis 22. September 2024


Begrenzte Teilnehmerzahl! Anmeldung empfohlen per Telefon oder Email!



Öffnungszeiten
Di, Mi, Fr 14–18 Uhr
Do 14–20 Uhr
Sa, So 11–18 Uhr
Karfreitag bis Ostermontag 11–18 Uhr


Eintritt frei
After-Work-Führung: 4 €
Känguruführung: 4 €
Künstlergespräch: 5 €
Familien-Fun-Freitag: 5 € pro Familie
Die Städtische Galerie ist inklusive Sanitäranlage barrierefrei.

Städtische Galerie Bietigheim-Bissingen
Hauptstraße 60–64
74321 Bietigheim-Bissingen
Telefon 07142 74-483
Telefax 07142 74-446
galerie@bietigheim-bissingen.de
http://galerie.bietigheim-bissingen.de

Staedtische Galerie Bietigheim-Bissingen ( Bietigheim-Bissingen)

08.03.2024 - 01.09.2024 KENGO KUMA. ONOMATOPOEIA ARCHITECTURE
Bundeskunsthalle (Bonn)
Pressemitteilung
Kengo Kuma hat weltweit gebaut, seine Gebäude stehen in Japan, aber auch in ganz Europa, in den Vereinigten Staaten, China und Australien.

Die Ausstellung ist eine Übernahme aus dem Palazzo Cavalli-Franchetti, sie wurde anlässlich der Architekturbiennale 2023 entwickelt. Sie präsentiert rund zwei Dutzend Modelle einiger der bedeutendsten Gebäude des japanischen Stararchitekten. Im Mittelpunkt steht dabei der Dialog zwischen Mensch und Material und der damit verbundene Rückgriff des Architekten auf die Onomatopoesie, zu Deutsch „Lautmalerei“. Im Japanischen besteht Onomatopoesie oft aus Doppelsilben, deren Verdoppelung wiederum die Sprache zum Klingen bringt. Der international renommierte Architekt verwendet Onomatopoesie zur Kategorisierung seiner Projekte und als Gestaltungssprache von der frühen Konzeption an: von der Auswahl der Materialien bis zur Konstruktion des gesamten Gebäudes. Dabei lässt er sich weniger von rationalen Entscheidungen leiten als vielmehr von der Substanz des Materials. Ausgehend von der Onomatopoesie, der Erfindung oder Verwendung von Wörtern, die Geräusche enthalten, die mit dem Benannten assoziiert werden, gibt Kengo Kuma einer physischen Empfindung eine Form, die seine Idee einer nachhaltigen Architektur zum Ausdruck bringt, in der Materialien wiederverwendet und Menschen und physische Objekte wieder miteinander verbunden werden.

Für seine Projekte nutzt Kuma hauptsächlich Holz, Papier und Metall – traditionelles japanisches Material – und wendet sie auf seine eigene und zeitgenössische Weise an. In seiner Vision sprechen die Oberflächen nicht nur den Sehsinn an, sondern auch den Geruchs- und Tastsinn. Die Ausstellung besteht aus den Modellen einiger seiner bedeutendsten Gebäude, die den Besucher dazu anregen, den Klang der verschiedenen Materialien zu entdecken, darunter ein temporärer fünf Meter hoher Pavillon aus Aluminium und eine experimentelle Installation – eine filigrane Holzskulptur, die die Lautmalereien „Tsun Tsun“ und „Zure Zure“ zum Ausdruck bringen soll. Seine Herangehensweise an Projekte ist oft taktil, sensorisch und sogar sinnlich.

Seine Sensibilität bezieht auch Fluss und Rhythmus mit ein, typische Elemente der Musik. Kumas Gebäude haben oft eine unerwartete Leichtigkeit oder eine Art von Bewegung, die er auf sein eigenes musikalisches Konzept zurückführt. Da er Beton so weit wie möglich vermeidet, scheinen seine Gebäude leicht auf dem Boden zu ruhen. Gelegentlich wirken sie sogar vergänglich. Kuma bezeichnet sich selbst als „Materialist“, im physikalischen Sinne des Wortes. Seine ständige Suche nach neuen und (manchmal) alten Baumaterialien offenbart ihm eine Fülle von innovativen Möglichkeiten und Werkstoffen, die es erst neu zu entdecken gilt.

Bundeskunsthalle (Bonn)

08.03.2024 - 31.03.3034 Zwischenräume / Schnittmengen – eine Werkschau von Ursula Achten und Gertrud Schosser
GEDOK Künstlerinnenforum Karlsruhe (Karlsruhe)
Pressemitteilung
Zwischenräume / Schnittmengen – eine Werkschau.
Papierarbeiten von Ursula Achten und Gertrud Schosser

Vernissage: Freitag, 08.03.2024 um 19 Uhr
Einführung: Rose Schrade
Musikalische Begleitung: Johanna Keune spielt Harfenmusik von Komponistinnen

Ursula Achten und Gertrud Schosser präsentieren Schneidearbeiten,
Papierschmuck, Buchprojekte, ein gemeinsames Postkartenprojekt sowie weitere Arbeiten, die Papier in seiner ganzen Vielfalt zeigen.

Die Künstlerinnen geben in einer Art Werkschau einen Überblick über ihre Arbeiten. Dabei bilden die „Zwischenräume“ einen wesentlichen inhaltlichen Bestandteil der Arbeiten. Sie zeigen sich ganz plastisch in den dreidimensionalen Arbeiten: in Ursula Achtens Schmuck, in beider Bucharbeiten und in den Räumen, die durch Gertrud Schossers Schneidearbeiten entstehen. Ein gemeinsames, für diese Ausstellung begonnenes Künstlerkartenprojekt webt diesen Raum zwischen den beiden, es ist ein Bestandteil ihrer „Schnittmengen“.

Ursula Achten und Gertrud Schossers Arbeiten finden im Wesentlichen auf und mit Papier statt. Das Interesse an diesem unerschöpflichen Material verbindet die beiden und gibt Halt, verstärkt durch die Tatsache, dass sie regelmäßig zusammen arbeiten und zeichnen.

Pressefoto: Gertrud Schosser, Wiese

GEDOK Künstlerinnenforum Karlsruhe (Karlsruhe)

25.02.2024 - 02.06.2024 Reinhard Klessinger - zwischenzeitundraum zwischenraumundzeit
Museum Art.Plus (Donaueschingen)
Pressemitteilung
Reinhard Klessinger (*1947) macht in seinen Arbeiten immer wieder auf die Doppeldeutigkeit von Reflexion als Widerspiegelung und geistiger Auseinandersetzung aufmerksam und schafft so ein besonderes Verhältnis zur Wahrnehmung des Umfelds und seiner Objekte.

In der aktuellen Ausstellung zeigt der in St. Blasien geborene Künstler Arbeiten aus dem Jahr 1987 und Arbeiten der letzten zwei Jahre. Zu beiden Zeiten hat Klessinger als skulpturales Element, reflektierende Materialien in seine Arbeiten einbezogen. Diese Ambivalenz, von „Abschweifen“ in unbekannte Fernen und ein Zurückgeworfenwerden auf den eigenen Standpunkt, ist wesentliches Merkmal von Klessingers Arbeit als Bildhauer und Zeichner.

Museum Art.Plus (Donaueschingen)

18.02.2024 - 21.04.2024 Honey, I Rearranged the Collection
Fondation Beyeler (Riehen)
Pressemitteilung
Die Präsentation HONEY, I REARRANGED THE COLLECTION zeigt Meisterwerke und Publikumslieblinge aus der Sammlung der Fondation Beyeler in neuen Konstellationen. Das Spektrum fächert sich auf in figurative Darstellungen und ungegenständliche Werke sowie in die vielerlei dazwischenliegenden, nicht mehr eindeutig zuzuordnenden Formfindungen.

In Anlehnung an den Titel einer Werkgruppe des US-amerikanischen Konzeptkünstlers Allen Ruppersberg (*1944), der mit «Liebling, ich habe die Sammlung neu gehängt» übersetzt werden kann, werden Arbeiten gezeigt, die im Zeitraum vom ausgehenden 19. Jahrhundert bis in die unmittelbare Gegenwart entstanden sind. Die Gemälde, Fotografien, Zeichnungen und eine Diaprojektion machen die ganze Vielfalt an künstlerischen Ausdrucksmitteln anschaulich, die sich auch über alle Gattungsgrenzen hinweg wechselseitig beeinflussen.

Mit Werken von Josef Albers, Leonor Antunes, Lucas Arruda, Francis Bacon, Louise Bourgeois, Paul Cézanne, Edgar Degas, Marlene Dumas, Wade Guyton, Piet Mondrian, Claude Monet, Pablo Picasso, Robert Rauschenberg, Gerhard Richter, Georges Seurat, Wolfgang Tillmans und Andy Warhol.

Fondation Beyeler (Riehen)

18.02.2024 - 26.05.2024 Sammlung Rasmus - Willkommen im MKdW!
Museum Kunst der Westküste (Alkersum/Föhr)
Pressemitteilung
Über 50 hochkarätige Gemälde und Grafiken der Jürgen und Maria Elisabeth Rasmus Stiftung haben als Dauerleihgaben Eingang in die Sammlung des MKdW gefunden. Die Werke von Paul Baum, Tina Blau, Hans Peter Feddersen, Louis Gurlitt, Christian Morgenstern, Emil Nolde, Amelie Ruths und vielen mehr ergänzen das Sammlungsprofil des MKdW, das sich auf Kunst konzentriert, die zwischen 1830 und 1930 entlang der Westküste von Norwegen, Dänemark, Deutschland und den Niederlanden zum Thema „Meer & Küste“ entstanden ist.


Wie hat sich der Blick auf die Westküste gewandelt? Welche Themen wurden wichtig? In ihren Bildern nehmen die Künstler*innen geografische und klimatische Besonderheiten wahr und entfalten ein faszinierendes Themenspektrum: Von den sturmgepeitschten Felsküsten Norwegens bis zu den hohen Himmeln der nordfriesischen Marsch, von klirrender Kälte und flirrender Luft, von Ferne und heimischen Regionen.

Besondere Aufmerksamkeit gilt den Gemälden von Paul Baum, der früh mit dem französischen Neoimpressionismus in Berührung kam und mit seinen in den Niederlanden entstandenen Werken eine wichtige Position der Klassischen Moderne vertritt.


Zur Ausstellung erscheint ein reich illustrierter Katalog.

Museum Kunst der Westküste (Alkersum/Föhr)

18.02.2024 - 12.01.2025 600 Fuß über NN - Das Wattenmeer. Fotografiert von Peter Hamel
Museum Kunst der Westküste (Alkersum/Föhr)
Pressemitteilung
Mit einer Cessna erkundet der mehrfach ausgezeichnete Fotograf Peter Hamel die Westküste – von Borkum bis Sylt – und porträtiert eine von Wind, Wasser und Wellen geformte, traumhaft schöne Landschaft. Die Vogelperspektive ermöglicht es, die Grenzen der Wahrnehmung auf das großartige Naturwunder Wattenmeer neu auszuloten.

Priele spreizen sich wie Fänge von Greifvögeln und farbintensive Wasseradern mäandern durchs Watt. Die sich ständig verändernde Natur erschafft Atemberaubendes. Peter Hamel gerät gleichsam in einen Höhenrausch, wenn er in teilweise waghalsigen Steilkurven sensationelle Motive entdeckt und in größter Schnelligkeit die Objektive wechselt. Er fühlt sich dabei wie ein Flaneur, der dem Strom der Gezeiten folgt. Die sanften farbigen Übergänge, die der amphibische Raum bietet, und die beeindruckende Formenvielfalt der auf- und abtauchenden Sandbänke schärfen das Bewusstsein für die Verletzlichkeit dieses einzigartigen Ökosystems.

Das Lürzer’s Archive kürte Peter Hamel in den vergangenen 20 Jahren wiederholt zu einem der 200 besten Werbefotograf*innen der Welt. Seine Flugaufnahmen wurden mit Gold beim internationalen „Gregor Calendar Award“ ausgezeichnet und für den „Deutschen Designpreis“ nominiert.

Museum Kunst der Westküste (Alkersum/Föhr)

02.02.2024 - 28.04.2024 Im Museum Ettlingen zu Gast: Die Emil-Wachter-Stiftung
Museum Schloss Ettlingen (Ettlingen)
Pressemitteilung
Menschenbilder - Portraits und Charaktere

Emil Wachter, 1921 in Neuburgweier geboren und 2012 in Karlsruhe gestorben, hat in nahezu 70 Jahren künstlerischer Arbeit ein immenses Oeuvre geschaffen. Im öffentlichen Bereich findet man an Auftragsarbeiten große Glasfenster-Kompendien, etwa in der katholischen Pfarrkirche Rickenbach oder St. Marien, Neuss. Wandteppiche, Wand- und Deckengemälde beispielsweise in St. Martin Ettlingen, St. Stephan Karlsruhe und Bilderwelten aus Betonreliefs wie in St. Kilian in Osterburken, dem Schlossbergsteg in Freiburg, der Adveniat-Krypta im Essener Dom, oder das Gesamtkunstwerk der Autobahnkirche St. Christophorus in Baden-Baden. Die malerischen und graphischen Arbeiten des freien Werk sind nicht weniger eindrucksvoll und überraschen durch die Vielfalt der souverän beherrschten künstlerischen Techniken. Emil Wachters Bilderwelt umspannt archetypische Figuren und Situationen der Mythologie und der Bibel, ebenso wie Zeit- und Sozialkritisches unserer Gegenwart. Sein ganzes Schaffen wurzelt im Ursprung der jüdisch-christlichen Tradition. Über die dargestellten Motive und Gegenstände hinaus zeigen Emil Wachters Werke viel von der Tiefe und Frische seines Menschenbildes und seiner Weltanschauung.

Foto: Emil Wachter · Lots Haus ·Triptychon Mitteltafel · 1980/81 · Öl auf Hartfaser · 69x100 cm

Museum Schloss Ettlingen (Ettlingen)

28.01.2024 - 21.04.2024 Jeff Wall
Fondation Beyeler (Riehen)
Pressemitteilung
Die Fondation Beyeler widmet dem kanadischen Künstler Jeff Wall (*1946) eine umfangreiche Einzelausstellung. Es handelt sich dabei um die erste Werkschau des Künstlers in der Schweiz seit zwei Jahrzehnten. Wall, der seit den späten 1970er-Jahren massgeblich zur Etablierung der Fotografie als eigenständiges Bildmedium beigetragen hat, gilt als Begründer der «inszenierten Fotografie». Er generiert zumeist grossformatige, aus einer Vielzahl von Einzelaufnahmen vielschichtig und subtil komponierte Fotografien, die oftmals durch Vorbilder aus der Kunstgeschichte und dem städtischen Alltagsleben angeregt sind. Unter den mehr als fünfzig in der Ausstellung versammelten Werken finden sich seine ikonischen Dialeuchtkästen, sowie schwarz-weiss Fotografien und farbige Fotodrucke. In jedem der elf Säle entfalten sich vielfältige inhaltliche und formale Bezüge zwischen älteren und neueren Werken. Zudem mehrere neue Arbeiten erstmals überhaupt öffentlich zu sehen sein. Die Ausstellung ist in enger Zusammenarbeit mit dem Künstler entstanden.

Fondation Beyeler (Riehen)

20.01.2024 - 21.04.2024 »Im engsten Raum Unendlichkeit gezeitigt« Wolf-Rüdiger Hirschbiel
Staedtische Galerie Bietigheim-Bissingen ( Bietigheim-Bissingen)
Pressemitteilung
Die Malerei und Grafik von Wolf-Rüdiger Hirschbiel (*1942) kennzeichnet sowohl Strenge als auch Leichtigkeit: Flächenformen bauen tunnelartige Räumlichkeiten, suggerieren fenster- oder türartige Öffnungen. Fläche wird zu Tiefe, bedrängende Raumfluchten münden in befreiende Fernwirkung. Insbesondere in seinen Aquarellen scheint sich eine Sehnsucht nach Licht auszudrücken und die frühe Profession Hirschbiels als Kunstglaser und Glasmaler widerzuspiegeln. In diesen abstrakten Bildern spielen zwar Quadrate und Rechtecke die Hauptrolle, doch erinnern die luftigen Blätter mit ihren zart-kräftigen Farben immer auch an Natur und Architektur – zumal sie meist auf Reisen entstehen: In Skandinavien und Südeuropa, in Nordafrika und China verarbeitet der Künstler seine Eindrücke zu fantastisch-geometrischen Landschaftskompositionen.


Begleitprogramm

After-Work-Kurzführungen mit Apéritif
Dienstag, 6. Februar, 16.30 Uhr
Mittwoch, 3. April, 17 Uhr

Künstlergespräch
mit Wolf-Rüdiger Hirschbiel und Dr. Petra Lanfermann
Sonntag, 3. März, 16.30 Uhr

Finissage
mit Wolf-Rüdiger Hirschbiel und Dr. Isabell Schenk-Weininger
Sonntag, 21. April, 16.30 Uhr
Familien-Fun-Freitag
Das Museumserlebnis für Groß und Klein mit einer Kombination aus Führung und Workshop
Freitag, 8. März, 15 Uhr

Känguru-Führung
für Eltern mit Babys im Tragetuch oder Kinderwagen
Montag, 18. März, 15 Uhr

Kinder-Workshops:
Perspektivisch malen
Samstag, 2. März, 11–14 Uhr (6–10 Jahre) / 14.30–17.30 Uhr (8–12 Jahre)
Abstraktion in Aquarell
Samstag, 13. April, 11–14 Uhr (6–10 Jahre) / 14.30–17.30 Uhr (8–12 Jahre)


Begrenzte Teilnehmerzahl! Anmeldung empfohlen per Telefon oder Email!

Wir laden Sie herzlich ein zur Eröffnung am Freitag, 19. Januar, um 19 Uhr:
Begrüßung: Dr. Isabell Schenk-Weininger
Einführung: Dr. Petra Lanfermann
Saxophon: Joachim Keck


Öffnungszeiten
Dienstag, Mittwoch, Freitag 14–18 Uhr
Donnerstag 14–20 Uhr
Samstag, Sonntag 11–18 Uhr

Studioausstellungen: Eintritt frei

Städtische Galerie Bietigheim-Bissingen
Hauptstraße 60–64
74321 Bietigheim-Bissingen
Telefon 07142 74-483
Telefax 07142 74-446
http://galerie.bietigheim-bissingen.de
galerie@bietigheim-bissingen.de



Staedtische Galerie Bietigheim-Bissingen ( Bietigheim-Bissingen)

01.01.2024 - 29.12.2024 Leben auf der Burg. Eine Mittelalter-Mitmach-Ausstellung
Museum Schloss Ettlingen (Ettlingen)
Pressemitteilung
Wie die Lebenswelt rund um die Ettlinger Burg in der Zeit zwischen 1200 und 1350 ausgesehen haben könnte zeigt ab dem 28. April 2023 das Museum Ettlingen in der umfangreichen Ausstellung „Leben auf der Burg“. Zwanzig Mitmachstationen auf rund 200 qm Ausstellungsfläche regen kleine wie große Besucher:innen an, selbst aktiv zu werden und in das mittelalterliche Burgleben einzutauchen. Es darf gewerkelt, gespielt und anprobiert werden. Anfassen ist ausdrücklich erlaubt.

Dass das Ettlinger Schloss seinen Ursprung in einer mittelalterlichen Burg hat kann man noch heute von aussen wie von innen an dem großen Bergfried erkennen. Die Quellenlage für die Zeit der jungen Stadt Ettlingen im 13. Jahrhundert ist allerdings schwierig, weshalb vieles bei der Rekonstruktion des mittelalterlichen Ettlingens spekulativ bleibt. Die Ausstellung zeigt an vielen Stellen nur wie es mit hoher Wahrscheinlichkeit gewesen sein könnte. Und spricht hierfür alle Sinne an: Ein Hörquiz lädt zum Lauschen und Raten ein, Such- und Würfelspiele erhöhen die Spannung, es darf gestickt, gesponnen und geschnuppert werden. Während die große „Burg Blaustein“ von Bluebrixx reines Anschauungsobjekt bleibt, warten zahlreiche Bereiche darauf, spielerisch wie kreativ entdeckt zu werden. Die Einstiege, die die Ausstellung bietet, sind vielfältig, so dass die Besucher:innen je nach Alter und Interesse ihren eigenen Zugang wählen können. Dabei wird auch mit Vorurteilen aufgeräumt: Das Mittelalter war nicht finster, sondern ebenso vielschichtig und bunt wie das „Leben auf der Burg“ in Ettlingen.

Museum Schloss Ettlingen (Ettlingen)

24.09.2023 - 08.09.2024 Schippermütz und feiner Zwirn - Fide Struck fotografiert Arbeitswelten an der Waterkant 1930-1933
Museum Kunst der Westküste (Alkersum/Föhr)
Pressemitteilung
Die Entdeckung: ein alter Holzkoffer, gefüllt mit Bildern der Vergangenheit. Fotografiert hat sie Friedrich Wilhelm, alias „Fide“, Struck (1901–1985), der in einfachen Verhältnissen in Hamburg aufwuchs. Als junger Mensch hing er der Jugend- und Wandervogelbewegung an. 1926 wurde er Mitglied der Künstler- und Handwerkersiedlung Gildenhall/Neuruppin.



Später arbeitete Fide Struck als Buchhalter in Berlin, im Sommer 1932 wurde er erwerbslos und kaufte sich von seiner Abfindung eine neue Fotoausrüstung. Aufnahmen aus dem Alltag der Arbeiterinnen und Arbeiter in Altona, Hamburg und an der Westküste entstanden. Empathisch rückte er Werft- und Hafenarbeiter, Fisch- und Marktverkäuferinnen oder Krabbenfischer in den Blick.



Strucks Aufnahmen sind Zeugnisse der vielschichtigen Amateur- und Arbeiterfotografie der ausgehenden Weimarer Republik, die durch wirtschaftliche, gesellschaftliche und politische Zerrissenheit geprägt ist. Die Fotos stehen im Spannungsfeld von privatem Erleben, sozialer Reportage und politischem Kontext. Angelehnt an die Bildsprache der Neuen Sachlichkeit und des Neuen Sehens bestechen sie durch ungewöhnliche Blickpunkte.



Im Jahr 1941 verstaute Fide Struck rund 3.000 Glas- und Filmnegative in einem Holzkoffer. Erst 2015, nach 74 Jahren, wurde dieser Koffer wieder geöffnet ? von seinem Sohn, dem Filmemacher Thomas Struck. Die Ausstellung am Museum Kunst der Westküste präsentiert rund 60 der eindrucksvollen Schwarz-Weiß-Fotografien. Zur Schau ist ein Katalog erschienen.

Museum Kunst der Westküste (Alkersum/Föhr)

29.07.2023 - 29.07.2024 Update! Die Sammlung neu sichten
Städtische Galerie Karlsruhe (Karlsruhe)
Pressemitteilung
Wie kann man das Museum heute denken? Wie sieht die Kunstsammlung der Zukunft aus? Wie schlagen sich Konzept und Programm in der Architektur eines Museums nieder? Nach ihrem 40-jährigen Bestehen befragt die Städtische Galerie Karlsruhe ihre Rolle als Institution sowie ihre Geschichte, ihre Sammlungsbestände und ihr Selbstverständnis. Verschiedene Themenräume, in denen historische Positionen und Werke der Gegenwartskunst aufeinandertreffen, laden ein, die Sammlung unter aktuellen Fragestellungen neu zu entdecken und in die Zukunft weiterzudenken. Die Neupräsentation von mehr als 100 Werken zeigt ein breites Spektrum von Malerei, Skulptur, Grafik, Fotografie und Video von Künstler*innen wie Ulla von Brandenburg, Miriam Cahn, Günther Förg, Friedrich Kallmorgen, Jürgen Klauke, Hanna Nagel, Olaf Nicolai, Gerhard Richter und Rosemarie Trockel.

Foto: Miriam Cahn, Weltäffin, 1997, Städtische Galerie Karlsruhe, Sammlung Garnatz

Städtische Galerie Karlsruhe (Karlsruhe)

29.04.2023 - 01.01.2025 Ausstellung: KunsthalleKarlsruhe@ZKM. Ein neuer Blick auf die Sammlung
ZKM | Zentrum für Kunst und Medien (Karlsruhe)
Pressemitteilung
Das Hauptgebäude der Staatlichen Kunsthalle Karlsruhe ist für eine umfassende Sanierung geschlossen. Doch wesentliche Teile der Sammlung sind jetzt wieder für die Öffentlichkeit sichtbar – zu Gast im ZKM | Karlsruhe.

Die Kunsthalle zeigt auf rund 2000 qm Bilder und Plastiken vom Spätmittelalter bis in die Gegenwart – einen Querschnitt der Sammlung mit den beliebten Hauptwerken von Matthias Grünewald und Hans Baldung Grien, von Rembrandt, Rubens und Chardin, von Cézanne, Gauguin und Beckmann, Max Ernst, René Magritte und Joan Miró sowie Gerhard Richter, Pia Fries und Karin Sander.

ZKM | Zentrum für Kunst und Medien (Karlsruhe)

27.11.2022 - 04.05.2024 Tierisch gut - Paradise reloaded
Museum Art.Plus (Donaueschingen)
Pressemitteilung
Das Museum Art.Plus zeigt in seiner Jahresausstellung "TIERISCH GUT – PARADISE RELOADED" zeitgenössische Malerei und Skulpturen von internationalen Künstlern, die sich jeweils mit dem Thema Tier und Natur auseinandersetzen.

Auch wenn die Welt sich nicht in Balance befindet, sehnen sich doch viele nach paradiesischen Verhältnissen. Im Museum Art.Plus gibt es in der neuen Kunstausstellung viele Ecken, wo ein jeder finden kann, wonach er insgeheim auch sucht. Bei genauerer Betrachtung der neuen Schau erkennt man aber auch, dass in den Werken viel mehr steckt als das vordergründige „Heile-Welt-Syndrom“.

Museum Art.Plus (Donaueschingen)

11.11.2022 - 29.12.2024 Parallele Leben - Karl und Thilde Hofer, Karl und Helene Albiker
Museum Schloss Ettlingen (Ettlingen)
Pressemitteilung
Die Stiftung aus dem Nachlass des Bildhauers Karl Albiker, der lange Jahre in Ettlingen gelebt und gearbeitet hat, und die großzügige Dauerleihgabe von zahlreichen Werken Karl Hofers der Stiftung Menschenbild in Winterthur bildet seit vielen Jahren den Grundstock der städtischen Kunstsammlung.

Die beiden Künstler Karl Albiker (1878-1961) und Karl Hofer (1878-1955) lernten sich mit Anfang zwanzig während ihres Studiums an der Karlsruher Kunstakademie kennen. Beide verbrachten einige Jahre zur gleichen Zeit in Rom und gründeten dort nahezu zeitgleich ihre Familien.
Karl Hofer besuchte Karl Albiker in Florenz, wo dieser sich durch den Villa-Romana-Preis mit seiner Familie für ein Jahr aufhielt, und auch in dem Ettlinger Atelierhaus der Familie Albiker war Hofer wie auch andere gemeinsame Freunde ein häufiger Gast. Der enge künstlerische Austausch jener Zeit, der in Briefen und Tagebucheinträgen belegt ist, führte zu einer lebenslangen Freundschaft, die sie trotz unterschiedlicher Arbeitssituationen und Erlebnisse während des Ersten Weltkriegs und später Dritten Reiches aufrechterhielten.

Die beiden Künstler Karl Albiker (1878-1961) und Karl Hofer (1878-1955) lernten sich mit Anfang zwanzig während ihres Studiums an der Karlsruher Kunstakademie kennen. Beide verbrachten einige Jahre zur gleichen Zeit in Rom und gründeten dort nahezu zeitgleich ihre Familien. Karl Hofer besuchte Albiker in Florenz, wo dieser sich durch den Villa-Romana-Preis mit seiner Familie für ein Jahr aufhielt, und auch in dem Ettlinger Atelierhaus der Familie Albiker war Hofer wie auch andere gemeinsame Freunde ein häufiger Gast. Der enge künstlerische Austausch jener Zeit, der in Briefen und Tagebucheinträgen belegt ist, führte zu einer lebenslangen Freundschaft, die sie trotz unterschiedlicher Arbeitssituationen und Erlebnisse während des Ersten Weltkriegs und später des Dritten Reiches aufrechterhielten.

In der Ausstellung „Parallele Leben“ werden die beiden Künstlerfreunde in einen Dialog gesetzt, der sich auf ihre Lebensläufe und künstlerischen Entwicklungen fokussiert. Persönliche Erlebnisse, Begegnungen und Erfahrungen begleiten in chronologischer Folge die Gemälde, Grafiken und Objekte der Ausstellung und setzen diese in einen ganz persönlichen Kontext.

Ergänzend wird in „Parallele Leben“ auch die Lebenswirklichkeit der beiden künstlerischen Ehefrauen Helene Albiker-Klingenstein (1878- 1952) und Thilde Hofer (1874-1942) beleuchtet, die über viele Jahre im Schatten ihrer erfolgreichen Ehemänner standen.

Foto: Helene Albiger, Florenz

Museum Schloss Ettlingen (Ettlingen)