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Pressemitteilungen
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10.10.2021 - 23.01.2022 Goya
Fondation Beyeler (Riehen)
Pressemitteilung
Francisco-de-Goya-Retrospektive im Sommer 2020 in der Fondation Beyeler –
Einen Vorgeschmack bietet die Präsentation des Gemäldes Hexensabbat am Stand auf der diesjährigen Art
Basel.
Die Fondation Beyeler widmet Francisco de Goya eine der bisher bedeutendsten Ausstellungen ausserhalb
Spaniens. Goya ist einer der letzten grossen Hofkünstler und der erste Wegbereiter der modernen Kunst.
Die Ausstellung entsteht in Zusammenarbeit mit dem Museo Nacional del Prado in Madrid. Selten gezeigte
Gemälde aus spanischem Privatbesitz werden in der Fondation Beyeler erstmals mit Schlüsselwerken aus
renommierten europäischen und amerikanischen Museen wie auch Privatsammlungen vereint sein. Zum
Auftakt der Sommerausstellung 2020 präsentiert die Fondation Beyeler am diesjährigen Stand auf der Art
Basel Goyas eindrucksvolles und rätselhaftes Gemälde Hexensabbat (1797/98) aus dem madrilenischen
Museo Lázaro Galdiano.
Francisco de Goya (1746–1828) ist einer der grossen Wegbereiter der modernen Kunst. Sein
facettenreiches Werk, das den Freuden und dem Glanz ebenso wie den Schrecken und Abgründen der
menschlichen Existenz auf einzigartige Weise Ausdruck verleiht, übt einen kaum zu überschätzenden
Einfluss auf die Künstler des 20. und 21. Jahrhunderts aus. Zu den wichtigsten Genres und Themen in
seinen Bildern zählen allen voran die Porträts, die Mitglieder der Königsfamilie und des Hofes, aber auch
Freunde und Bekannte des Künstlers zeigen. Die Bildnisse sind in der Konzeption vielschichtig, indem sie
die Widersprüchlichkeit und komplexe Persönlichkeit der Dargestellten vor Augen führen. Hinzu kommen
Selbstbildnisse, in denen die innere Bewegtheit und Intelligenz des Künstlers auf eindringliche Weise
Gestalt erlangen. Ein gänzlich eigenständiger Motivkreis ist jener der Majas: Frauendarstellungen, die ein
ambivalentes Verhältnis zwischen Mann und Frau zu erkennen geben. In seinen Genrebildern reflektiert
Goya Begebenheiten aus dem Alltag der spanischen Gesellschaft. Dazu gehören Marktszenen und
Stierkämpfe, Banditenhöhlen, Irrenhäuser sowie Inquisitionstribunale als Orte des Machtmissbrauchs und
der Gewalt. Von ebenso grosser Bedeutung sind die Darstellungen von Hexensabbaten, in denen Goya
Abgründiges, den Aberglauben, die Unvernunft und die Alpträume seiner Zeit zur Anschauung bringt.
Die Ausstellung wird über 70 Gemälde und ein Konvolut von rund 50 meisterhaften Zeichnungen und 30
Druckgrafiken versammeln, die die Besucher zu einer Begegnung mit dem Schönen wie auch dem
Unfassbaren einladen. Sie entsteht in Kooperation mit dem Museo Nacional del Prado in Madrid. Selten zu
sehende Gemälde aus spanischem Privatbesitz werden in der Fondation Beyeler erstmals mit
Schlüsselwerken aus den renommiertesten europäischen und amerikanischen Museen und
Privatsammlungen vereint sein.
Goyas radikale Bilder wurden besonders von den modernen spanischen Künstlern verehrt, darunter Pablo
Picasso und Joan Miró. Insbesondere die Surrealisten erblickten in ihm einen Geistesverwandten. Auch für
zeitgenössische Künstler stellt Goya eine wichtige Inspirationsquelle dar. In der Reflexion über den
Menschen in einer konfliktreichen, zwischen Vernunft und Unvernunft schwankenden Welt erweisen sich
seine Bilder heute als aktueller denn je.
Die Ausstellung von Hexensabbat am Stand der Fondation Beyeler auf der Art Basel ist ein erster
Vorgeschmack dessen, was die Besucherinnen und Besucher im kommenden Jahr in Riehen erwarten
wird. Ermöglicht wird diese Vorschau auf Goya durch das leihgebende Museo Lázaro Galdiano in Madrid.
Das Museum ging aus der grosszügigen Schenkung des gesamten Erbes von José Lázaro Galdiano an den
spanischen Staat hervor. Sie umfasste 13.000 Kunstwerke, ein Palais, in dem die Objekte untergebracht
sind, die Redaktionszentrale des Verlags La España Moderna und eine Bibliothek mit 20.000 Bänden. Zu
den Höhepunkten der beeindruckenden Sammlung zählen Werke von Künstlern wie Hieronymus Bosch,
Diego Velázquez oder El Greco.

Fondation Beyeler (Riehen)

25.06.2021 - 31.10.2021 Beuys – Lehmbruck. Denken ist Plastik
Bundeskunsthalle (Bonn)
Pressemitteilung
Es gibt nicht viele Künstler, die in der Geschichte der Kunst einen so nachhaltigen Umbruch verursacht haben wie Joseph Beuys. Mit seinem Begriff der Sozialen Plastik hat er versucht, das freiheitliche Potenzial der Kunst auf jeglichen Bereich des Lebens zu übertragen. Eine Auflösung der Grenzen zwischen Kunst und Gesellschaft, Politik, Wissenschaft und Bildung stand im Zentrum seiner Überlegungen. Beuys schuf auf diese Weise einen neuen, den erweiterten Kunstbegriff.
Im Jahr 1986, nur wenige Tage vor seinem Tod, erhält Joseph Beuys den Wilhelm-Lehmbruck-Preis. In seiner Dankesrede betont er die Bedeutung, die die Kunst des expressionistischen Bildhauers für ihn hatte. Er beschreibt, wie ihn die Begegnung mit Lehmbrucks Werk überhaupt zur Kunst geführt hat und zieht eine Verbindungslinie bis hin zur Entwicklung seines eigenen Begriffs der Sozialen Plastik. Zum 100. Geburtstag von Joseph Beuys geht die Ausstellung Beuys – Lehmbruck. Denken ist Plastik diesem Gedanken nach und widmet sich dem Werk der beiden Künstler.

Eine Ausstellung der Bundeskunsthalle in Kooperation mit dem Lehmbruck Museum in Duisburg. Die Ausstellung ist Teil des Programms zum Jubiläumsjahr »beuys 2021. 100 jahre joseph beuys«, einem Projekt des Ministeriums für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen in Zusammenarbeit mit der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf als Träger. Schirmherr ist Ministerpräsident Armin Laschet.

Bundeskunsthalle (Bonn)

26.03.2021 - 18.07.2021 Joseph Beuys. Der Raumkurator
Staatsgalerie Stuttgart (Stuttgart)
Pressemitteilung
Joseph Beuys war ein charismatischer Künstler mit einem Gestaltungswillen, der an den Grenzen von Institutionen und Museen keinen Halt machte. Seine Aktionen fanden deshalb häufig außerhalb des Museums statt, denn letztlich ging es ihm darum, durch Kunst die Gesellschaft zu gestalten. Wenn Beuys dennoch in Museumsräumen arbeitete, so eignete er sich die Räume in einer Weise an, die mit den Konventionen der Institution radikal brach.

Zum 100. Geburtstag von Joseph Beuys widmet die Staatsgalerie dem Künstler eine Ausstellung, die sich mit seinen Präsentationsweisen seiner Arbeiten auseinandersetzt. Ausgangspunkt ist der Beuys-Raum in der Staatsgalerie, den der Künstler im Jahr 1984 selbst eingerichtet hat.

Bis heute ist der Raum unverändert, so dass die Besucherinnen und Besucher ganz ursprünglich Beuys' Thema der Gegenüberstellung zweier Pole, das "Chaotisch-Willensmäßige" versus das "Gedanklich-Formmäßige", erleben. Zwischen beiden besteht ein permanenter Energiefluss, der sich nach Beuys' Verständnis auf den Betrachter übertragen und ihn anregen soll, sich seiner eigenen kreativen Fähigkeiten in sozialer, geistiger oder künstlerischer Form bewusst zu werden.

Beuys' Präsentationen zielten auf ein neues Verhältnis von Werk, Betrachter und Museumsraum. Ganz wesentlich geht es ihm darum, die Distanz von Werk und Betrachter aufzulösen, indem der Besucher durch das Umschreiten von Objekten und das Betreten von Installationen zu einem Teil des Werkes wird. Der Museumsraum verwandelt sich in einen von Beuys sorgfältig inszenierten Rahmen dieser Erfahrung von Unmittelbarkeit und Beteiligung.

Der Name Beuys ist mit der Staatsgalerie eng verbunden. Neben seinem eigenen Raumensemble hat der Künstler zur Eröffnung der Neuen Staatsgalerie auch spektakulär in die Präsentation der Sammlung eingegriffen, in dem er die weltberühmten Figurinen von Oskar Schlemmers Triadischem Ballett auf hohe Sockel stellte. Ein bewusster, provozierender Akt des Künstlerkurators Beuys, den die Ausstellung re-historisierend zeigen wird.

Die Ausstellung zeichnet Beuys sensibles Arbeiten zwischen Werk, Betrachter und Museumsraum auch anhand von Fotografien, Filmaufnahmen und Objekten nach. Die historischen Filmaufnahmen, die den Künstler bei der Arbeit im Museum und an einzelnen Objekten und Environments zeigen, vermitteln den Besucherinnen und Besuchern einen Eindruck von Beuys´ künstlerischer Arbeit und sind zugleich wichtige Zeugnisse für die Genese der ausgestellten Werke.


Lothar Wolleh, Joseph Beuys im Moderna Museet, Stockholm (vor seiner Arbeit „Plastischer Fuß Elastischer Fuß“), 1971, © Lothar Wolleh Estate Berlin; für Joseph Beuys: © VG Bild-Kunst, Bonn 2020

Staatsgalerie Stuttgart (Stuttgart)

27.12.2020 - 27.12.2020 DA ist Kunst - Winterlicht
DA, Kunsthaus Kloster Gravenhorst (Hörstel)
20.12.2020 - 20.12.2020 DA ist Kunst - Winterlicht
DA, Kunsthaus Kloster Gravenhorst (Hörstel)
18.12.2020 - 21.03.2021 Hannah Arendt und das 20. Jahrhundert
Bundeskunsthalle (Bonn)
Pressemitteilung
Das 20. Jahrhundert ist ohne Hannah Arendt gar nicht zu verstehen.
Amos Elon, Journalist und Schriftsteller

Hannah Arendt (1906–1975) war eine der schärfsten politischen Denkerinnen ihrer Epoche. Kontrovers und eigensinnig nahm sie Stellung zu Ereignissen ihrer Zeit. In ihren Urteilen folgte sie keiner Tradition oder politischen Richtung. „Denken ohne Geländer“, nannte sie das.
Die aus dem nationalsozialistischen Deutschland geflüchtete jüdische Publizistin prägte maßgeblich zwei zentrale Begriffe: „Totale Herrschaft“ und „Banalität des Bösen“. Sie schrieb über Antisemitismus, die Lage von Flüchtlingen, den Eichmann-Prozess, den Zionismus, das politische System und die Rassentrennung in den USA sowie die Studentenproteste und den Feminismus.
Keines der Themen ist abgeschlossen. So zeigt die Ausstellung ein Leben und Werk, das die Geschichte des 20. Jahrhunderts spiegelt und bis heute voller Sprengkraft ist. Die Präsentation ist keine biografische, sondern beleuchtet Arendt als öffentliche Intellektuelle: die Kontroversen, die sie führte, die Einsichten, die sie hervorbrachte, die Irrtümer, denen sie unterlag. Immer wieder fordern Hannah Arendts Thesen auch in aktuellen politischen Zusammenhängen unser eigenes Urteilsvermögen heraus, gerade in einer Zeit, in der die Demokratie an vielen Orten der Welt Gefahr läuft, unterwandert zu werden.

Eine Ausstellung des Deutschen Historischen Museums in Kooperation mit der Bundeskunsthalle

Bundeskunsthalle (Bonn)

16.12.2020 - 16.05.2021 Wilhelm Loth. Wilhelm Loth. Figuration 1949–1979 Arbeiten auf Papier
Städtische Galerie Karlsruhe (Karlsruhe)
Pressemitteilung
Wilhelm Loth war einer der bedeu­tends­ten deutschen Bildhauer der Nach­kriegs­zeit. Im Laufe von fünf Jahrzehn­ten schuf er ein um­fang­rei­ches, unver­wech­sel­ba­res Werk, in dessen Zentrum der weib­li­che
Körper als Torso steht. Dieses Thema beschäf­tigte ihn auch in seinen Zeich­nun­gen und Aquarellen sowie in den Druck­tech­ni­ken ­Holz­schnitt, Radierung und Litho­gra­fie. Seine frühen ­Pa­pier­ar­bei­ten, in denen sich auch Bildnisse oder ganzfi­gu­ri­ge Dar­stel­lun­gen finden, spiegeln seinen Weg auf der Suche nach einer abstra­hier­ten, eigen­stän­di­gen Darstel­lungs­weise.

Nachdem die Städtische Galerie Karlsruhe Loth 2001 eine um­fas­sende Retro­spek­tive seines bildhaue­ri­schen Werks widmete, soll nun eine Auswahl seiner Grafiken im Zentrum der Prä­sen­ta­tion stehen, die sich in der Sammlung des kommu­na­len ­Kunst­mu­se­ums befinden.

Foto Wilhelm Loth | Büste (Ausschnitt) | 1961 | Städtische Galerie Karlsruhe

Städtische Galerie Karlsruhe (Karlsruhe)

13.12.2020 - 13.12.2020 DA ist Kunst - Winterlicht
DA, Kunsthaus Kloster Gravenhorst (Hörstel)
13.12.2020 - 16.05.2021 Rodin/Arp
Fondation Beyeler (Riehen)
Pressemitteilung
Erstmals in einer Museumsausstellung trifft im Dialog zwischen Auguste Rodin (1840–1970) und Hans Arp (1886–1966) das bahnbrechende Schaffen des grossen Erneuerers der Bildhauerei des späten 19. Jahrhunderts auf das einflussreiche Werk eines Protagonisten der abstrakten Skulptur des 20. Jahrhunderts. Beide Künstler zeichnet eine einzigartige künstlerische Innovationskraft und Experimentierfreude aus. Werke entstanden, die ihre Zeit stark geprägt haben und bis heute aktuell geblieben sind. Als skulpturale Meilensteine veranschaulichen die Schöpfungen Rodins und Arps auf eindrückliche und exemplarische Weise grundlegende Aspekte in der Entwicklung der modernen Bildhauerei. So führte Rodin wegweisende Ideen und neue künstlerische Möglichkeiten in die Skulptur ein, die von Arp später aufgegriffen und auf neuartige Weise weiterentwickelt, neuinterpretiert oder kontrastiert wurden. Das äusserst produktive Schaffen beider Bildhauer weist zahlreiche künstlerische Verwandtschaften und Bezugspunkte, aber auch Differenzen auf, welche die Gegenüberstellung ihrer unverkennbaren Werke zu einer besonders aufschlussreichen visuellen Erfahrung machen.

Fondation Beyeler (Riehen)

11.12.2020 - 28.02.2021 Verborgene Spuren. Jüdische Künstler*innen und Architekt*innen in Karlsruhe 1900-1950
Städtische Galerie Karlsruhe (Karlsruhe)
Pressemitteilung
Am facet­ten­rei­chen Kultur­le­ben in Karlsruhe waren im ersten Drit­tel des 20. Jahrhun­derts zahlreiche Kunst­schaf­fen­de jü­di­scher Herkunft maßgeblich beteiligt. Seit Beginn des na­tio­nal­so­zia­lis­ti­schen Terror­re­gi­mes 1933 wurden sie jedoch ­sys­te­ma­tisch ausge­grenzt, diskri­mi­niert, in die Emigra­tion ­ge­zwun­gen oder verschleppt und ermordet. Unter dem Titel "­Ver­bor­gene Spuren. Jüdische Künst­ler*in­nen und Archi­tek­t*in­nen in Karlsruhe 1900-1950" beleuchtet die Städtische Galerie ­Karls­ruhe in einer umfang­rei­chen Präsen­ta­tion nun erstmals ­die­sen weitgehend verges­se­nen Teil der Karls­ru­her ­Kul­tur­ge­schichte. Vorge­stellt werden mehr als zwanzig ­Künst­ler*in­nen, Fotograf*in­nen und Archi­tek­t*in­nen, die ur­sprüng­lich aus Karlsruhe stammten, hier ihre Ausbil­dung ab­sol­vier­ten oder entschei­dende Schaf­fens­jahre in der Stadt­ ­ver­brach­ten, bevor viele von ihnen, bedingt durch die politi­sche ­Ent­wick­lung in der NS-Zeit, aus Deutsch­land fliehen mussten oder aber das grausame Schicksal der Depor­ta­tion in Konzen­tra­ti­ons- und Vernich­tungs­la­ger erlitten.

m Bereich von Musik und Theater nahmen jüdische ­Kul­tur­schaf­fende bereits im 19. Jahrhun­dert in Karlsruhe eine ­be­deu­tende Rolle ein. In der bildenden Kunst und Archi­tek­tur ­zeich­net sich eine vergleich­bare Entwick­lung hingegen erst seit der Jahrhun­dert­wende ab. Die meisten der in der Ausstel­lung ­ver­tre­te­nen Künst­ler*in­nen und Archi­tek­t*in­nen kamen aufgrun­d ­des breit­ge­fä­cher­ten Ausbil­dungs­an­ge­bots in die Stadt. Sie stu­dier­ten seit dem späten 19. Jahrhun­dert an der Kunst­aka­de­mie und der Kunst­ge­wer­be­schule, an der 1885 gegrün­de­ten ­Ma­le­rin­nen­schule und an der renom­mier­ten Archi­tek­tur­fa­kul­tät der Tech­ni­schen Hochschule. Nach dem Ersten Weltkrieg entwi­ckel­te ­sich die Badische Landes­kunst­schule als Zusam­menschluss von Aka­de­mie und Kunst­ge­wer­be­schule, an der nun auch Frauen eine ­künst­le­ri­sche Ausbildung absol­vie­ren konnten, zu einem weithin aus­strah­len­den Anzie­hungs­punkt nicht nur des Verismus und der Neuen Sachlich­keit. Auch die Fotografie, das damals neues­te ­künst­le­ri­sche Medium, übte eine große Faszi­na­tion u. a. auf Ellen Auerbach und Hilde Hubbuch aus.
Die Exponate - Gemälde, Zeich­nun­gen, Druck­gra­fi­ken, Skulpturen, Foto­gra­fien, Archi­tek­tur­pläne und histo­ri­sche Dokumente - stammen aus dem Zeitraum von den 1890er Jahren bis nach 1950 und führen eindrucks­voll vor Augen, wie vielge­stal­tig der jüdische ­Bei­trag zu Kunst und Archi­tek­tur in der Fächer­stadt in den Jahr­zehn­ten vor 1933 gewesen ist. Eine ausführ­li­che, bebil­der­te Chro­no­lo­gie verge­gen­wär­tigt die politi­schen, gesell­schaft­li­chen und kultu­rel­len Ereignisse in Deutsch­land von 1900 bis 1950 und nimmt parallel dazu die Entwick­lun­gen in Karlsruhe detail­lier­t in den Blick.

Künst­ler*in­nen:
Ellen Auerbach, Robert Curjel, Sonia Delaunay-Terk, Emma ­Dessau-Goitein, Benno Elkan, Richard Fuchs, Liselotte Grsche­bi­na (­geb. Billig­hei­mer), Leo Haas, Fritz Hirsch, Hilde Hubbuch (geb. Isay), Mely Joseph, Rudolf Joseph, Leo Kahn, Hanns Ludwig Katz, Anna Klein, Fritz Landauer, Ludwig Levy, Rudolf Levy, Edith Moos, Emil Pottner, Ludwig Schwerin, Klara Vogel-Gutman, Fritz Wer­mer, Gustav Wolf

Foto Hanns Ludwig Katz | Männliches Bildnis | um 1920 | Kunsthalle Emden | Foto: Elke Walford, Fotowerkstatt Hamburger Kunsthalle

Städtische Galerie Karlsruhe (Karlsruhe)

06.12.2020 - 06.12.2020 DA ist Kunst - Winterlicht
DA, Kunsthaus Kloster Gravenhorst (Hörstel)
29.11.2020 - 21.02.2021 Winterlicht - Imagined dimensions | Lichtinstallation von Tim Roßberg
DA, Kunsthaus Kloster Gravenhorst (Hörstel)
Pressemitteilung
International arbeitende Künstlerinnen und Künstler interpretieren die historischen Räume mit Licht und Farbe in den Wintermonaten. 2020 wird der deutsche Lichtkünstler Tim Roßberg die Räume des DA durch Lichtprojektionen und Sounds in Bewegung setzen.

DA, Kunsthaus Kloster Gravenhorst (Hörstel)

22.11.2020 - 22.11.2020 DA ist Kunst - Kunst in der Region
DA, Kunsthaus Kloster Gravenhorst (Hörstel)
22.11.2020 - 14.03.2021 Flavio Paolucci (im 2-RAUM des Museum Art.Plus)
Museum Art.Plus (Donaueschingen)
Pressemitteilung
Der Schweizer Künstler Flavio Paolucci (*1934) erzeugt in seinen poetischen Arbeiten eine Synthese aus Natur und Kultur.

Geboren und aufgewachsen im Tessiner Bleniotal, hat er immer versucht, sich mit der Natur auseinanderzusetzen, bis die Natur schließlich selbst Teil seiner Kunst wurde.
Nach verschiedenen Werkphasen, zunächst inspiriert durch informelle und neodadaistische Einflüsse bis hin zur Pop Art, sind es seit den 1970er-Jahren vor allem Anklänge an die Arte Povera und ein konzeptionelles Vorgehen, die seine Arbeit prägen.

Zentrale Motive seines künstlerischen Schaffens sind Naturformen, insbesondere Äste, die oft in Verbindung mit strengen grafischen Linien und Formen sowie Häusern in Erscheinung treten. Seine Materialien sind Werkstoff und Bedeutungsträger zugleich. Hölzer, Äste, Steine und Papier, das er mit Ruß und transparenten Farben bearbeitet, arrangiert er zu filigranen, zerbrechlich anmutenden Bildern, Objekten und Skulpturen. Sie sind Ausdruck einer Suche nach dem Gleichgewicht zwischen Sein und Schein, Traum und Wirklichkeit, Werden und Vergehen sowie von Natur und Zivilisation.

Die Ausstellung präsentiert Plastiken, Installationen und Bilder von den 1990er-Jahren bis heute.

Museum Art.Plus (Donaueschingen)

15.11.2020 - 14.03.2021 Daniel Roth. Stac Lee
Städtische Galerie Karlsruhe (Karlsruhe)
Pressemitteilung
Zum Jahresende zeigt Daniel Roth, der eine Professur an der Staat­li­chen Akademie der Bildenden Künste in Karlsruhe innehat, im Forum der Städti­schen Galerie eine neue Instal­la­tion, die eigens für diesen Ort geschaffen wird. Die Präsen­ta­tion entsteht auf Anregung des Förder­krei­ses der Städti­schen Galerie ­Karls­ruhe, der im zweijäh­ri­gen Rhythmus eine Studio­aus­stel­lung ­für ausge­wählte Kunst­schaf­fende ausrichtet.

Im Sammlungs­be­stand des kommunalen Museums befindet sich eine raum­grei­fende Arbeit des Künstlers mit dem Titel »Die Straße« (2013), die derzeit im Rahmen der Dauer­aus­stel­lung zu sehen ist. Im Zentrum steht auch hier das Medium Zeichnung, das Roth ­kon­se­quent erweitert und in ein indrucks­vol­les Raumen­sem­ble mit Ob­jek­ten überführt, die auf das Thema Landschaft verweisen.

Foto Daniel Roth | Karte/Studie | 2019

Städtische Galerie Karlsruhe (Karlsruhe)

15.11.2020 - 15.11.2020 DA ist Kunst - Kunst in der Region
DA, Kunsthaus Kloster Gravenhorst (Hörstel)
15.11.2020 - 13.12.2020 Gedächtnisausstellung Sepp Ibele, zum 100. Geburtstag
BBK Karlsruhe, Künstlerhaus Karlsruhe (Karlsruhe)
Pressemitteilung
Sepp Ibele: „Es ist“

Zum 100 jährigen Geburtstag des Karlsruher Malers Sepp Ibele ( 1920 – 1997 ) zeigt der BBK Karlsruhe eine Einzelausstellung in der Galerie im Künstlerhaus. Das Werk des Malers Sepp Ibele zeichnet sich durch eine enorme thematische und stilistische Vielfalt aus. Der Künstler legte sich bewusst nicht auf einen malerischen Stil fest, sondern spielte frei und selbstbewusst mit den unterschiedlichen Ausdrucksmöglichkeiten. Die rund 70 Gemälde, Aquarelle und Zeichnungen umfassende Ausstellung „Sepp Ibele: Es ist“ im Künstlerhaus Karlsruhe zeigt Höhepunkt aus diesem abwechslungsreichen, fünf Jahrzehnte umfassenden Werk.

Ziel der Werkschau soll, neben der allgemeinen Würdigung der Arbeiten Sepp Ibeles, auch die positive Neubewertung seiner einmaligen künstlerischen Wandlungsfähigkeit sein: So stehen in seinem Schaffen expressionistische Landschaftsgemälde, abstrakte Farbfeldmale-rei, kubistische Figurengruppen und farbintensive Stillleben gleichwertig nebeneinander. Der Wunsch des Künstlers, sich nicht auf eine Richtung festlegen zu müssen, wurde zu dessen Lebzeiten häufig negativ bewertet. Aus diesem Grund will die Ausstellung die Stärken dieser freigeistigen Haltung betonen und verdeutlichen, dass der Maler nicht nur ein hohes künst-lerisches Talent besaß, sondern auch für spezifische Themen die jeweils passende Form suchte. So bediente er sich aus dem reichen Fundus der Kunstgeschichte, nutzte bekannte ästhetische Ausdrucksmöglichkeiten, schuf gleichsam jedoch auch völlig eigene Bildwelten.
In diesem Sinne ist er ein Maler par excellence, der sich nicht modischen Strömungen, son-dern gänzlich dem Malen alleine verpflichtet sah.
Der 1920 in Tobel (Kreis Ravensburg) geborene Maler begann unmittelbar nach dem Zweiten Weltkrieg sein künstlerisches Studium bei den Malern Julius Herburger und Wilhelm Baier-Burcado. An der Kunstakademie Karlsruhe wurde er durch die Professoren Walter Becker, Otto Laible und Wilhelm Schnarrenberger geprägt.

Sepp Ibele pflegte auch den Kontakt mit anderen Künstlern. Bedeutsam war sicherlich seine Begegnung mit Willi Müller-Hufschmid. Doch auch seine Mitgliedschaft in der „Karlsruher Künstlergenossenschaft“, der u.a. Max Eichin, Artur Graf, Werner Kornhas und Karl Oertel angehörten, war Ibele wichtig, um sich mit anderen Kunstschaffenden auszutauschen.

Im Zuge der von seinem Sohn Moritz Ibele initiierten Ausstellung wurde der Nachlass Ibeles inventarisiert und intensiv aufgearbeitet. So konnten überwiegend unbekannte und nie ge-zeigte Arbeiten für die Werkschau zusammengetragen werden, welche die Besucherinnen und Besucher in ihrer stilistischen Bandbreite überraschen werden.

Zur Ausstellung wird ein Katalog erscheinen.

Vernissage: 15. November 11 Uhr, 14 Uhr und 16 Uhr
Begrüßung: OMI Riesterer, BBK Karlsruhe
Einführung: Marco Hompes M.A.

Geöffnet: Donnerstag + Freitag 17 bis 19 Uhr
Samstag + Sonntag 14 bis 18 Uhr


Die Zahl der Teilnehmer an den einzelnen Eröffnungsterminen ist begrenzt.
In der Anmeldung deshalb bitte die bevorzugte Zeit angeben.
Anmeldung unter: info@bbk-karlsruhe.de

Informationen:
BBK Karlsruhe Moritz Ibele
Öffnungszeiten des Büros Steigstraße 15.1
Dienstag 9 – 12 Uhr 76327 Pfinztal
Donnerstag 15 – 18 Uhr Tel.: 0721 / 9463033
Tel.: 0721 / 373376 ibele@mjf-ibele.de
info@bbk-karlsruhe.de

BBK Karlsruhe, Künstlerhaus Karlsruhe (Karlsruhe)

14.11.2020 - 07.02.2021 François Boucher. Künstler des Rokoko
Staatliche Kunsthalle Karlsruhe (Karlsruhe)
Pressemitteilung
François Bouchers Kunst gilt als Inbegriff des französischen Rokoko, das im 18. Jahrhundert europaweit Verbreitung fand. Seine Kompositionen dienten als Vorlagen für Bühnendekorationen, Tapisserien, Möbel und Porzellane und prägten so den Geschmack der Zeit. Die Karlsruher Kunsthalle widmet diesem einflussreichen Künstler und bevorzugten Maler der Madame de Pompadour erstmals in Deutschland eine Ausstellung. Ausdrucksstarke Einzelstudien, virtuose Kompositonsentwürfe und vollendete Malereien von großer Farbharmonie geben Einblicke in die Arbeitsweise des Künstlers. Im Spannungsfeld zwischen Natur und Kunst entwickelte Boucher eine bis in die Moderne hineinwirkende Bildsprache. Erfindungsreichtum, Imagination und Ironie prägen sein Werk, das fest in der Tradition der Aufklärung verankert ist.

Staatliche Kunsthalle Karlsruhe (Karlsruhe)

07.11.2020 - 29.11.2020 TON ERDE WANDEL. Malerei - Objekt - Klanginstallation - Lyrik - Plastik. Vernissage 07.11. 14-18
GEDOK Künstlerinnenforum Karlsruhe (Karlsruhe)
Pressemitteilung
Eine multimediale Rauminstallation von Künstlerinnen der GEDOK Karlsruhe

Silvia Asshoff-Graeter, Malerei |Karin Bruder, Literatur | Meggi Rochell, Plastik/Installation | Dorothee Schabert, Musik | Rose Schrade, Installation

Vernissage: Sa, 07.11.2020, 14-18 Uhr
Künstlerinnen führen stündlich durch die Ausstellung;
Finissage: So, 29.11.2020, 14-18 Uhr
Künstlerinnen führen stündlich durch die Ausstellung.

Öffnungszeiten: Mi – Fr 17-19 h, Sa + So 14 - 16 h
12-minütige Klanginstallation alle 45 Minuten

TON ERDE WANDEL Veränderung und Bewahrung unseres Planeten, ein Thema von großer Aktualität, wird mit den Mitteln der Literatur, der Musik, in Bildern und mit Installationen verdeutlicht.
Dorothee Schabert legt ihrer Komposition die Urkraft der Menschwerdung, den Atem, zugrunde. In diese Klanginstallation werden lyrische Texte von Karin Bruder und sonore Anrufungen der Muttergottheiten eingewoben. Auf diesem Grund entfaltet sich die multimediale Rauminstallation TON ERDE WANDEL.
Den beständigen Wandel unseres Planeten thematisiert Rose Schrade. Ausgehend vom Quell allen Lebens, Luft, Erde, Wasser, über die anthropogene und technische Entwicklung, bis hin zu Überfluss und Wegwerfgesellschaft zeigt sie die Potenziale und die Mängel der heutigen Welt auf.
Eine sinnvolle Ergänzung findet dies in der eindrucksvollen Installation von Meggi Rochell, die auf drastische Weise die Problematik der Ernährung von Milliarden Menschen ins Bewusstsein ruft und die Bedrohung unseres Planeten durch fortwährende Einengung, Überwachung und Ausbeutung aufzeigt.
Silvia Asshoff-Graeter greift den Aspekt der Zeit auf und zeigt, dass der Homo sapiens einen äußerst kleinen Abschnitt auf der Skala der Erdgeschichte belegt. Ihr monumentales Menschengesicht, bei dem nicht sicher ist, ob es der Erde entwächst, oder in sie zurücksinkt, verdeutlicht die Vergänglichkeit allen Seins und nährt die Hoffnung auf einen stetigen Neubeginn.

GEDOK Künstlerinnenforum Karlsruhe (Karlsruhe)

07.11.2020 - 07.11.2020 Botanical Comrades. Plants Practice Politics mit Zheng Bo
Gropius Bau (Berlin)
Pressemitteilung
Am 7. November, der im ostasiatischen Lunisolarkalender den Winteranfang einleitet, spekuliert der Künstler und Theoretiker Zheng Bo gemeinsam mit den Biolog*innen Regine Hengge, Roosa Laitinen und Matthias Rillig darüber, inwiefern wir Pflanzen als politische Akteurinnen begreifen können.

Zheng versteht Politik dabei als körperliche Praxis, die nur im Austausch mit anderen stattfinden kann. Dies wird vor allem in der Interaktion zwischen verschiedenen Arten deutlich: Bäume werden von Pilzen geschützt und ernährt, während Insekten für ihre Bestäubung verantwortlich sind. Botanical Comrades ????. Plants Practice Politics untersucht daher unterschiedliche Formen der Kommunikation zwischen den Arten und stellt dabei zur Diskussion, wie Menschen an einer artenübergreifenden Form von Politik teilhaben können.

Samstag, 7.11.2020

13:00–14:00
Gespräch und Live Diagramming mit Regine Hengge & Zheng Bo

14:30–15:30
Spaziergang mit Roosa Laitinen & Zheng Bo

16:00–17:00
Round-Table-Gespräch mit Matthias Rillig, Roosa Laitinen, Regine Hengge & Zheng Bo

Die Veranstaltung wird als Livestream übertragen: https://vimeo.com/468888598

Gropius Bau (Berlin)

01.11.2020 - 01.11.2020 DA ist Kunst - Kunst in der Region
DA, Kunsthaus Kloster Gravenhorst (Hörstel)
25.10.2020 - 10.01.2021 Thomas Kitzinger. 24.10.1955.
Kunstmuseum Singen (Singen)
Pressemitteilung
Die Einzelausstellung, die das Kunstmuseum Singen dem Freiburger Maler und Reinhold-Schneider-Kulturpreisträger Thomas Kitzinger (*1955) widmet, rückt die seit 2008 entstandene Werkserie »24.10.1955« des Künstlers in den Fokus.

Was treibt einen Maler an, über 100 Portraits in immer gleicher, reduzierter Form zu schaffen?

Seit 2008 malt der in Freiburg lebende Künstler Thomas Kitzinger (*1955) frappierend lebensechte Brustbilder stets in gleichem Format, die Menschen aus seinem näheren und weiteren Umfeld stets in derselben „Versuchsanordnung“ zeigen: Vor neutralem Hintergrund, im immer gleichen, türkisfarbenen T-Shirt, streng frontal, ohne schmückendes Beiwerk, ohne Attribute und besondere Mimik, den Blick geradeaus direkt auf den Betrachter gerichtet.

Der Titel der Werke verschweigt den Namen der jeweils dargestellten Person; gibt allein das Geburtsdatum preis. Obwohl der Maler alles tut, seine Malerei neutral zu halten, wird dennoch deutlich: Das ist Malerei! In Kitzingers potentiell unendlich angelegter Serie von Köpfen überkreuzen sich zwei Diskurse zur anregenden Herausforderung für jeden Ausstellungsbesucher: Was macht die Identität eines Menschen aus? Was kann, zeigt und ist Malerei heute?

Bereits 2005 richtete das Kunstmuseum Singen eine Einzelausstellung mit Werken von Thomas Kitzinger aus. Die aktuelle Präsentation konzentriert sich auf alle Köpfe der Serie 24.10.1955, die streng umlaufend, in immer gleichen Abstand, entlang der Wände im Obergeschoss des Kunstmuseums Singen gezeigt wird.

Kunstmuseum Singen (Singen)

22.10.2020 - 29.11.2020 OHNE TITEL - Kleine Bestandsausstellung der Sammlung Rastatt
Städtische Galerie Fruchthalle (Rastatt)
Pressemitteilung
Da sich der Beginn der Umbaumaßnahmen zum erweiterten Brandschutz in der Fruchthalle bis Anfang Dezember verschiebt, zeigt die Städtische Galerie Fruchthalle vom 22. Oktober bis 29. November 2020 eine kleine Bestandsausstellung. Bei freiem Eintritt können alle Kunstinteressierten einige ausgesuchte Werke der Sammlung Rastatt in Augenschein nehmen. Unter der Überschrift „OHNE TITEL“ sind Besucherinnen und Besucher der Ausstellung angehalten, die Exponate in der Gesamtschau ohne weitere Vorgaben zu betrachten, um dabei die wichtige Erfahrung zu machen, dass Kunstwerke aus sich selbst sprechen. Der Ausstellungstitel rührt außerdem aus der Tatsache her, dass viele moderne Werke selbst ohne Titel sind. Das unterstreicht einerseits deren Autonomie, soll aber auch andererseits die Phantasie des Betrachters in Interaktion bringen. Zwar gibt es aktuell wieder einen Trend zur ausführlicheren Titelgebung, doch steht der Anspruch bildender Kunst, autonom zu sein und interaktiv zu wirken, weiter im Fokus. In der Ausstellung selbst werden ältere und neuere Arbeiten einer Künstlerin oder eines Künstlers nebeneinander gezeigt, um deren Entwicklungsweg deutlich zu machen. Am 23. Oktober um 15:30 Uhr findet eine erste öffentliche Führung durch die Ausstellung statt. Weitere Führungstermine sind der 30. Oktober sowie der 6. und 20. November jeweils 15:30 Uhr. Außerdem gibt es donnerstags von 12:30 bis 12:45 Uhr die „Kunstpause“, in der ein Werk aus der Ausstellung vorgestellt wird. Die Öffnungszeiten der Galerie sind Donnerstag bis Freitag von 12 bis 17 Uhr und an Sonn- und Feiertagen von 11 bis 17 Uhr.

Abbildung:
Die Petersburger Hängung der Sammlung Rastatt in der Ausstellung „20 Jahre Fruchthalle“ von 2013, Foto: Städtische Galerie Rastatt

Städtische Galerie Fruchthalle (Rastatt)

20.10.2020 - 14.03.2021 Volle Kanne Kunst. JuKu feat. Das Änderungsatelier
Staatliche Kunsthalle Karlsruhe (Karlsruhe)
Pressemitteilung
Das Karlsruher Künstlerteam „Das Änderungsatelier“ zeigt in der Jungen Kunsthalle eine außergewöhnliche Installation rund um die Gießkanne, die Kinder und Jugendliche zu einer vergnüglichen und zugleich schrägen Entdeckungstour einlädt.
Eine Kanne schwebt einem U-Boot gleich durch die Lüfte, andere stehen drei- oder gar vierbeinig fest auf dem Boden und sagen ihre Meinung, eine weitere tänzelt elfenhaft auf „Zehenspitzen“ über das Parkett. Einige Kannen sind richtige Plaudertaschen und erzählen aus ihrem abenteuerlichen Leben. Andere sind schweigsam oder gar mürrisch. Die Kannen nehmen regelrecht menschliche Züge an und mögen an so manche Familienmitglieder oder Schulfreund*innen erinnern!
„Das Änderungsatelier“ erarbeitet seit 1993 Installationen, Performances und interaktive Aktionen. Ausgangspunkt ihrer Arbeit sind Alltagsgegenstände und -situationen, die „ver-rückt“ werden.

Staatliche Kunsthalle Karlsruhe (Karlsruhe)

16.10.2020 - 10.01.2021 Masculinities: Liberation through Photography
Gropius Bau (Berlin)
Pressemitteilung
Die Gruppenausstellung Masculinities: Liberation through Photography versammelt unter anderem Arbeiten von Laurie Anderson, Richard Avedon, Rotimi Fani-Kayode, Isaac Julien sowie Annette Messager und untersucht, auf welche Weise Männlichkeit seit den 1960er Jahren erlebt, performativ hergestellt und sozial konstruiert wird.

In einer Zeit, in der sich klassische Männlichkeitsbilder in der Krise befinden und Begriffe wie „toxische“ und „fragile“ Männlichkeit gesellschaftliche Diskurse prägen, bieten über 300 Arbeiten von 50 internationalen Künstler*innen, darunter Laurie Anderson, Richard Avedon, Rotimi Fani-Kayode, Peter Hujar, Isaac Julien, Annette Messager und Catherine Opie, ein Panorama der filmischen und fotografischen Auseinandersetzung mit dem Maskulinen in all seiner Widersprüchlichkeit und Komplexität. Zentrale Bezugspunkte sind Themen wie Patriarchat, Macht, queere Identität, Race und Class, Sexualität sowie die weibliche Wahrnehmung von Männlichkeit, welche als ein weitgehend fließendes, performatives Identitätskonzept ins Blickfeld rückt.

Kuratiert von Alona Pardo
Organisiert vom Barbican Centre, London

Gropius Bau (Berlin)

16.10.2020 - 07.03.2021 Mit allen Sinnen! Französischer Impressionismus
Staatsgalerie Stuttgart (Stuttgart)
Pressemitteilung
Seit den 1860er Jahren entwickelt ein kleiner Kreis befreundeter junger Künstler um Claude Monet, Camille Pissarro und Auguste Renoir eine völlig neue Art der Malerei. Als Impressionismus ist die zum Synonym für eine ganze Epoche der Kunst des 19. Jahrhunderts geworden. Mit schnell und direkt vor dem Motiv realisierten Gemälden werden neue Themen und Wahrnehmungen künstlerisch darstellbar. Scheinbar alltägliche Szenen und vermeintlich belanglose Landschaften entwickeln sich vor den Augen des Betrachters zu lebendigen Ereignissen. Der Moment des Malens und der Augenblick der Betrachtung scheinen untrennbar zu sein.
Dank einer Auswahl von etwa 80 selten bis nie ausgestellten Leihgaben aus Privatbesitz, welche ihre eigenen Bestände ergänzen und abrunden, kann die Staatsgalerie mit dieser Ausstellung die ganze Entwicklungsgeschichte dieser Epoche nachvollziehbar machen. Neben Werken der einschlägigen Künstler wie Manet, Renoir, Monet, Pissarro, Sisley und Degas sind auch Arbeiten von Berthe Morisot, Mary Cassatt, Gustave Caillebotte, Jean-Louis Forain und Paul Gauguin zu sehen.
Durch ihre besondere Präsentation und überraschende Kontextualisierung der Werke ermöglicht die Ausstellung einen neuen, konzentrierten und intimen Blick auf vermeintlich Bekanntes und lädt durch Düfte, Klang- und Rauminstallationen zum Verweilen und Entdecken ein.


Pierre-Auguste Renoir, Das Gewächshaus (La Serre|The Greenhouse), um 1876, Leihgabe aus Privatbesitz, Foto: © Staatsgalerie Stuttgart

Staatsgalerie Stuttgart (Stuttgart)

16.10.2020 - 31.01.2021 Max Klinger und das Kunstwerk der Zukunft
Bundeskunsthalle (Bonn)
Pressemitteilung
Max Klinger (1857–1920) gehört zu den eigenwilligsten Künstlerpersönlichkeiten des Symbolismus. In seinen Gemälden und Skulpturen wendet er sich von der traditionellen akademisch-idealisierenden Figurenauffassung ab, hin zu einer damals schockierenden Natürlichkeit. Mit diesem künstlerischen Ansatz trug er wesentlich zur Formulierung eines modernen Menschenbildes bei.
Angeregt von Richard Wagner, strebte Klinger die Überwindung von Gattungsgrenzen im Sinne eines Gesamtkunstwerks an, in dem Malerei, Skulptur, Architektur – möglichst auch die Musik– zu einer harmonischen Einheit verschmelzen.
Sein monumentales Beethoven-Denkmal gilt als zentrales Beispiel der spätromantischen Beethoven-Verehrung und wird zum Abschluss der Beethoven-Jubiläumsjahrs 2020 auch in Bonn zu sehen sein. Anlässlich des 100. Todestages von Max Klinger im Jahr 2020 will diese Retrospektive sein künstlerisches Schaffen einer Neubewertung unterziehen.

In Kooperation mit dem Museum der bildenden Künste Leipzig

Bundeskunsthalle (Bonn)

16.10.2020 - 15.11.2020 Jan Jelinek: Hyperion (im 2-RAUM des Museum Art.Plus)
Museum Art.Plus (Donaueschingen)
Pressemitteilung
(4-Kanal Komposition & Video-Installation), 2020

Die Filminstallation Hyperion blickt auf Pikionis' Pfadpflasterung, die sich eklektisch aus Versatzstücken antiker Bauten und klassizistischer Wohnhäuser, modernem Beton und vor Ort gefundenem Naturstein zusammensetzt. Die Filme werden von der Komposition gesteuert.

Jan Jelinek/ Biographie:
Jelineks Arbeiten befassen sich mit der Übersetzung von populären Musikquellen in abstrakte Texturen. Dabei kommen keine traditionellen Musikinstrumente zum Einsatz - vielmehr werden Collagen aus winzigen Klangpartikeln konstruiert.

In Kooperation mit Donaueschinger Musiktage

Museum Art.Plus (Donaueschingen)

10.10.2020 - 15.11.2020 Frank uns Walter Linsewski "Verborgene Bilder - eine Spurensuche"
Kunstverein Kreis Soest e. V. (Soest)
Pressemitteilung
Die Brüder Linsewski leben und arbeiten in Soest/NL und in Amsterdam.
Frank Linsewski
Meine Formensprache balanciert zwischen organischen Gefügen und geometrischen Kristallstrukturen. Die organischen Formen spiegeln das Veränderliche, das Lebendige und die Wachstumsprozesse in der Natur. Die geometrischen Formen lassen Ideen der zeitlosen Gesetze des Seins anklingen. Ich strebe nach einer kompakten, verinnerlichten und einfachen Bildsprache, welche die Eigenheiten des Materials respektiert.

Walter Linsewski
Ich benutze Fotos als Ausgangsmaterial, um Bilder zu machen. Im Computer werden sie ohne gestalterische Absicht überlagert, überblendet, collagiert und digital durchgeknetet. Ich spiele mit ihnen, wie die Katze mit der Maus. Es ist ein bewusster Schritt, auf Kontrolle zu verzichten, sich dem Zufall auszuliefern, damit etwas Unerwartetes passieren kann. Erst wenn die Vorlagen suggestive Kraft entwickeln, Déjà-vus und Assoziationen hervorrufen, greife ich bewusst ein und bringe die Bilder zu einem (vorläufigen) Abschluss.


Kunstverein Kreis Soest e. V. (Soest)

10.10.2020 - 22.11.2020 Kunst in der Region | Gemeinschaftsausstellung zeitgenössischer Kunst
DA, Kunsthaus Kloster Gravenhorst (Hörstel)
Pressemitteilung
Die Ausstellung gibt seit 1990 Einblicke in das aktuelle Kunstschaffen der Künstlerinnen und Künstler aus dem Münsterland, der EUREGIO mit den angrenzenden Niederlanden und dem Osnabrücker Land. Mitten in der Ausstellung präsentieren die jungen Musiker Yuhao Guo und Benjamin Heat-Craw ihre neue CD ,,Winterreise" von Franz Schubert.

DA, Kunsthaus Kloster Gravenhorst (Hörstel)

10.10.2020 - 17.01.2021 RÜCKBLICK! Projektstipendium KunstKommunikation 20
DA, Kunsthaus Kloster Gravenhorst (Hörstel)
Pressemitteilung
Live in den Ateliers und im Außenraum des DA präsentieren die Stipendiaten des Projektstipendiums KunstKommunikation 20 im RÜCKBLICK! ihre Kunstprojekte:

• Jorn Ebner | Klangrecherche/Tänzelrecherche
• Marte Kiessling | Growth
• Samuel Treindl | Assembly mit Anschlussmög¬lichkeiten

DA, Kunsthaus Kloster Gravenhorst (Hörstel)

10.10.2020 - 17.01.2021 AUSBLICK! Projektstipendium KunstKommunikation 21
DA, Kunsthaus Kloster Gravenhorst (Hörstel)
Pressemitteilung
Mit dem deutschlandweit einmaligem Stipendiumsprogramm fördert der Kreis Steinfurt jedes Jahr bis zu vier Projekte, bei denen das Begreifen von Kunst als Kommunikation und Teilhabe im Vordergrund steht. Die Ausstellung zeigt, die von der Jury ausgewählten Entwürfe.

DA, Kunsthaus Kloster Gravenhorst (Hörstel)

09.10.2020 - 28.02.2021 Karl Hofer (1878 - 1955) - Bilder spröder Schönheit
Museum Schloss Ettlingen (Ettlingen)
Pressemitteilung
Der zweite Ausstellungsteil widmet sich mit mehr als 50 Werken den Variationen und Wiederholungen von Bildmotiven als Prinzip bildnerischer Gestaltung innerhalb von Hofers Oeuvre. Eine konzentrierte Auswahl von sieben Themenfeldern zeigt in Ergänzung zum ersten Ausstellungsteil "Lebenslinien" wesentliche Aspekte der Sammlung im Museum Ettlingen: "Stillleben, Badende, Der nach innen gerichtete Blick: Lesende und Sinnende, Masken, Mahnung und Bedrohung, Mädchen und biblische Szenen". Der Schwerpunkt liegt auf Werken, die nach 1930 entstanden sind.

Museum Schloss Ettlingen (Ettlingen)

09.10.2020 - 01.11.2020 PUNKTLANDUNG. Malerei, Grafik, Collage, Mixed Media, Relief, Objekt, Plastik, Installation
GEDOK Künstlerinnenforum Karlsruhe (Karlsruhe)
Pressemitteilung
Christine Bauer; Nicole Bellaire; Christa Dihlmann; Elke Hennen; Jutta Hieret; Karin Hirschle; Sigrid Jordan; Iris Kamlah; Gloria Keller; Sylvia Kiefer; Lilo Maisch; Brigitte Nowatzke-Kraft; Anne-Bärbel Ottenschläger; Dorothea Rogulja-Wagner; Rosemarie Vollmer.

„Komm’ auf den Punkt!“

Dieser Aufforderung folgten die Bildenden Künstlerinnen der GEDOK Karlsruhe voller Begeisterung und Ideenreichtum. Das Ergebnis einer intensiven Auseinandersetzung mit dem außergewöhnlichen Ausstellungstitel PUNKTLANDUNG zeigt nun das Künstlerinnenforum mit einer jurierten Auswahl ganz besonderer Arbeiten. Entstanden ist eine Werkschau, die sich durch eine Vielzahl an eigenwilligen Umsetzungen und Techniken auszeichnet, lässt doch der Begriff PUNKTLANDUNG diverse inhaltliche Assoziationen zu: verschiedene Aspekte, Gedanken und Statements auf einen Nenner bringen, mit Argumenten Treffer erzielen oder Standpunkte zuspitzen. Fragen stellen sich: Wie kann im Kunstschaffen die punktgenaue Umsetzung mit bildnerischen Mitteln erreicht werden? Wie kann ein Leitgedanke, eine klare Positionierung oder Fokussierung in den Werkformen zum Beispiel der Plastik, der Installation, der Malerei, der Druckgrafik, des Reliefs oder der Collage konzentriert zum Ausdruck kommen?
Die Ausstellung zeigt jedoch nicht nur inhaltliche Auseinandersetzungen mit dem komplexen Thema. Der PUNKT, die Punktform selbst, wird in fantasievollen Varianten nach rein formalen Aspekten durchgespielt. Ob auf Papier oder Leinwand, als Objekt, Plastik oder Installation, die künstlerischen Sichtweisen kreisen immer wieder um Pünktchen, Punkte, Tupfen, Flecken, Scheiben oder sogar Spiegelpunkte in vielfältiger Materialität und Farbgebung.

Überraschend, hintersinnig und augenzwinkernd präsentieren sich hier individuell interpretierte Volltreffer von 15 Künstlerinnen - Inhalt, Material und technische Versiertheit auf den Punkt gebracht!

Startpunkt: Freitag, 09.10.2020, 16.00 bis 20.00 Uhr
stündliche Führungen durch die Künstlerinnen
Einführungstext von Chris Gerbing liegt aus

Schlusspunkt: Sonntag, 01.11.2020, 14.00 bis 18.00 Uhr
stündliche Führungen durch die Künstlerinnen

Abb.: Dorothea Rogulja-Wagner, Wachstumspunkt

GEDOK Künstlerinnenforum Karlsruhe (Karlsruhe)

04.10.2020 - 29.11.2020 "Maler und Modell" Harald Metzkes - Gero Troike
Kunstverein Kreis Soest e. V. (Soest)
Pressemitteilung
Harald Metzkes (geb. 1929) gilt als Hauptvertreter der „Berliner Schule“, die ihren Ursprung Ende der fünfziger Jahre beim gemeinsamen Aktzeichnen junger Künstler in Ost-Berlin fand. Dieser Freundeskreis fühlte sich gegenüber der hohen Malkultur im figurativen Bereich der Klassischen Moderne verpflichtet, die Metzkes souverän weiterentwickelt hat. Gero Troike (geb. 1945) bewunderte schon damals den sechzehn Jahre älteren Meister, um den sich viele Künstler scharten.
Metzkes und Troike kamen sich 1970 bei ihrer Arbeit für die Volksbühne in Berlin persönlich näher: Metzkes schuf Bühnenbild, Kostüme und Plakat für Molières Komödie „Der Arzt wider Willen“, und Troike war als Kascheur in der Werkstatt tätig. Während für Metzkes dieser Bühnenauftrag - zugunsten der freien bildenden Künste - eine Episode blieb, qualifizierte sich Troike in der Folgezeit zu einem international bekannten Bühnenbildner; seit 1988 beschäftigt er sich auch wieder mit der Malerei.
Beide Künstler vermitteln uns mit ihren jeweiligen Bildern eigenständige Positionen, die parallel entstanden sind. Dabei verfolgen sie einen qualitativ hohen Anspruch an das malerische Handwerk als Grundvoraussetzung für ihr Schaffen, in dem es zwar Überraschungen, aber keine Beliebigkeiten gibt.
Für beide Künstler spielt zudem die gestalterische Beschäftigung mit der menschlichen Figur und speziell mit dem Akt eine zentrale Rolle. Im Vergleich ihrer Aktmalerei werden Parallelen, Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen den Künstlerpositionen deutlich, weshalb dieses Genre pars pro toto den Schwerpunkt unserer Ausstellung bildet. Darüber hinaus sind von Gero Troike selbstgebaute Modelle sowie Stillleben und Landschaften zu sehen, in denen sein Verständnis vom Modellhaften weiter nachgespürt werden kann.

Dr. Dorit Litt
Kuratorin der Ausstellung

Kunstverein Kreis Soest e. V. (Soest)

03.10.2020 - 10.01.2021 Meinrad Schade. Krieg ohne Krieg.
Kunstmuseum Singen (Singen)
Pressemitteilung
Wann eigentlich ist ein Krieg vorbei? Kann ein Konflikt als beendet gelten, wenn seine Spuren bis heute die Existenz jedes einzelnen Menschen prägen?

Meinrad Schades Projekt »Krieg ohne Krieg« versteht sich als fotografische Langzeitstudie, die das Davor, Danach und das Daneben kriegerischer und langandauernder Konflikte in den Fokus rückt. Seit 2003 reist der Fotograf in die Staaten und Krisengebiete der ehemaligen Sowjetunion, nach Israel und Palästina, aber auch nach Großbritannien und Frankreich und dokumentiert dort die Paraden, Museen, Dioramen, Denkmäler, Friedhöfe, Übungsgelände, Ruinen und Erinnerungsrituale, aber auch die Waffenmessen, Testgelände und Schießstände. Deren Präsenz hat sich, vor Ort, ins kollektive Gedächtnis der Menschen, in deren Gesichter und Körper, eingeschrieben.

Schade ist kein Kriegsfotograf, der ›nah dran‹ sein will. Ihn interessieren die Auswirkungen und die Präsenz des Krieges im ›ganz normalen‹ Leben, Tag für Tag. Dabei gelingt es ihm in seinen Bildern ganze Geschichten zu erzählen.

Meinrad Schade, geboren 1968 in Kreuzlingen, lebt seit 2002 als freier Fotograf in Zürich. Sein Werk wurde mit Preisen und Stipendien, u.a. 2011 mit einem Swiss Photo Award, vielfach ausgezeichnet. Seinem Buch »Krieg ohne Krieg« wurde 2018 ein Deutscher Fotobuchpreis in Silber zuerkannt. In der Schweiz ist »Krieg ohne Krieg« wiederholt vorgestellt worden. Nun ist das Projekt erstmals umfassend in einer deutschen Museumsausstellung zu sehen.

Kunstmuseum Singen (Singen)

02.10.2020 - 24.01.2021 Einblick in die Sammlung: Türen und Fenster - Drinnen und Draußen
Staedtische Galerie Bietigheim-Bissingen ( Bietigheim-Bissingen)
Pressemitteilung
Parallel und ergänzend zur großen Ausstellung »Keine Schwellenangst! Die Tür als Motiv in der Gegenwartskunst« zeigt die Städtische Galerie im historischen Gebäudeteil eine Auswahl an Werken aus dem eigenen Bestand, in denen Türen und Fenster, Pforten und Luken die Hauptrolle spielen. Wie überaus reizvoll diese Motive sind, zeigen Linolschnitte, Zeichnungen, Gemälde und Filme von der Klassischen Moderne bis zur Gegenwart von knapp 30 Künstler*innen, darunter Gerd Arntz und Georg Schrimpf, Mimmo Paladino und Dieter Goltzsche, Ute Pleuger und David Schnell sowie Künstler*innen der Region wie Karlheinz Groß und Oda Seemann, Wolfgang Häberle und Wolf-Rüdiger Hirschbiel. Vielfältig sind die Darstellungen von Öffnungen in einer Wand oder Mauer, die mit Holzläden oder Metallgittern geschlossen sind oder eben doch einen Durchblick eröffnen. Die Abgrenzung von Räumlichkeiten bei gleichzeitiger Erhaltung eines Durchgangs oder Ausblicks spielt bei Landschaftsszenen mit Türmen, Toren und Zäunen ebenso eine Rolle wie bei Interieurs mit Sprossenfenstern und Balkontüren.


Zum Tag der offenen Tür in den beiden Ausstellungen »Keine Schwellenangst! Die Tür als Motiv in der Gegenwartskunst« und » Einblick in die Sammlung. Türen und Fenster – Drinnen und Draußen« am Freitag, 2. Oktober, 17–21 Uhr, laden wir Sie herzlich ein! Es finden Künstler*innengespräche und Rezitationen statt. Geöffnet ist die Städtische Galerie bereits ab 14 Uhr.

Begleitprogramm


After-Work-Kurzführung (30 Min.) mit Apéritif
Donnerstag, 29. Oktober, 17.30 Uhr
Dienstag, 17. November, 16.30 Uhr
Mittwoch, 30. Dezember, 17 Uhr

ab 3. Oktober
Geplant war eine begehbare Installation von Angelika Wischermann im öffentlichen Raum in der Bietigheimer Altstadt im Rahmen des kommunenübergreifenden Projekts der KulturRegion Stuttgart »Unter Beobachtung. Kunst des Rückzugs«. Die aktuellen Regelungen zur Pandemie-Vorsorge hätten dem Kunstwerk dort jedoch seinen interaktiven Charakter genommen. Die Künstlerin hat aus vier weißen Wänden einen minimalistischen, schnörkellosen Raum gebaut, der über ungewöhnlich viele Türen verfügt. Doch das Zimmer ist so klein und schmal, dass sie nicht gleichzeitig geöffnet werden können, ohne aneinander zu stoßen und sich gegenseitig zu blockieren. Wer den Raum betritt, wird dazu herausgefordert, mit dem Raum zu interagieren und ihn dadurch in Bewegung zu versetzen. Nun wird das »Durchgangszimmer« in Form einer Video-Dokumentation mit dazugehörigen Projektskizzen im historischen Gebäude der Städtischen Galerie gezeigt, als Teil der Ausstellung »Keine Schwellenangst! Die Tür als Motiv in der Gegenwartskunst«.




Öffnungszeiten
Dienstag, Mittwoch, Freitag 14–18 Uhr
Donnerstag 14–20 Uhr
Samstag, Sonntag sowie 26.12., 1.1. und 6.1.: 11–18 Uhr
24., 25. Und 31.12. geschlossen


Eintritt frei
Öffentliche Führung 3 €
After-Work-Führung 3 €
Senior*innenführung 3 €
Kuratorenführung mit Rezitation 5 €
Familien-Fun-Freitag 5 € pro Familie
Workshop für Kinder 5 €
Private Gruppenführung 55 € / 65 €
Führungen für Gruppen und Schulklassen nach telefonischer Vereinbarung


Städtische Galerie Bietigheim-Bissingen
Hauptstraße 60–64
74321 Bietigheim-Bissingen
Telefon 07142 74-483
Telefax 07142 74-446
http://galerie.bietigheim-bissingen.de
galerie@bietigheim-bissingen.de

Staedtische Galerie Bietigheim-Bissingen ( Bietigheim-Bissingen)

02.10.2020 - 24.01.2021 Keine Schwellenangst! Die Tür als Motiv in der Gegenwartskunst
Staedtische Galerie Bietigheim-Bissingen ( Bietigheim-Bissingen)
Pressemitteilung
Türen sind Alltagsgegenstände, die wir täglich vielfach gebrauchen, ohne uns darüber Gedanken zu machen. Ihre elementare Funktion für unser Leben spiegelt sich jedoch in zahlreichen Redensarten – von „Offene Türen einrennen“ bis „Jemandem die Tür vor der Nase zuschlagen“. Sie können sperrangelweit oder nur einen Spalt breit offenstehen. Sie können leicht angelehnt oder aber fest verschlossen sein, mit Schlössern und Riegeln gesichert. Es gibt ein Davor und ein Dahinter, ein Drinnen und ein Draußen sowie eine Schwelle, auf der sich entscheidet, wer eintreten darf bzw. über die man in die Welt hinaustritt. Das Schließen einer Tür kann Schutz, Ruhe und Rückzug gewährleisten oder aber Freiheitsentzug, Enge und Isolation bedeuten. Durch Schlüssellöcher wird neugierig, durch Türspione misstrauisch gespäht. In Märchen gibt es verbotene Türen, hinter denen Geheimnisvolles, Abenteuer und Gefahren lauern.

Es sind insbesondere die Ambivalenz und symbolische Aufladung von Türen, die zahlreiche Schriftsteller*innen, Filmemacher*innen und bildende Künstler*innen veranlasst haben, sich mit diesem Motiv auseinanderzusetzen. Darüber hinaus ist die bildliche Darstellung einer geöffneten Tür insofern reizvoll, weil sie die Rahmung bietet für einen Blick in den nächsten Raum oder in die Außenwelt, also ein beziehungsreiches Bild im Bild ermöglicht. All diese vielfältigen Aspekte beleuchtet die Ausstellung mit Gemälden, Zeichnungen, Graphic Novels, Fotografien, Filmen, Skulpturen und Installationen von 21 zeitgenössischen deutschen und internationalen Künstler*innen. Nach dem Coronabedingten Lockdown mit Kontaktsperre, Rückzug in die eigenen vier Wände und Türklinkenphobie erhielt die Ausstellung während ihrer Vorbereitung eine unvorhergesehene weitere Dimension.


Teilnehmende Künstler*innen

Thomas Demand (*1964 in München)
Eckart Hahn (*1971 in Freiburg i. Breisgau)
Patrick Hughes (*1939 in Birmingham / Großbritannien)
Ilya Kabakov (*1933 in Dnjepropetrowsk / Ukraine)
Hubert Kostner (*1971 in Brixen / Italien)
Isabel Kreitz (*1967 in Hamburg) / Stefan Dinter (*1965 in Singen)
Oliver Kugler (*1970 in Stuttgart) / Sandro Mattioli (*1975 in Heilbronn)
Mirjam Kuitenbrouwer (*1967 in Nijmegen / Niederlande)
Philipp Mager (*1966 in Köln)
Gideon Mendel (*1959 in Johannesburg / Südafrika)
Mathieu Mercier (*1970 in Conflans-Sainte-Honorine / Frankreich)
Sebastian Nebe (*1982 in Blankenburg)
Marja Pirilä (*1957 in Rovaniemi / Finnland)
Simon Schubert (*1976 in Köln)
Ene-Liis Semper (*1969 in Tallinn / Estland)
Trine Søndergaard (*1972 in Grenaa / Dänemark)
Maxim Wakultschik (*1973 in Minsk / Weißrussland)
Ben Willikens (*1939 in Leipzig)
Angelika Wischermann (*1983 in Herdecke)

Begleitprogramm


Öffentliche Führungen
Sonntag, 11. Oktober, 11.30 Uhr
Sonntag, 25. Oktober, 16.30 Uhr
Sonntag, 8. November, 11.30 Uhr
Sonntag, 22. November, 11.30 Uhr
Sonntag, 6. Dezember, 11.30 Uhr
Sonntag, 20. Dezember, 16.30 Uhr
Sonntag, 3. Januar, 11.30 Uhr
Sonntag, 17. Januar, 16.30 Uhr
Sonntag, 24. Januar, 11.30 Uhr

Führung exklusiv für Lehrkräfte
Montag, 5. Oktober, 17 Uhr

After-Work-Kurzführungen mit Aperitif
In 30 Minuten die Highlights der Ausstellung entdecken und anschließend den Feierabend bei einem Glas Sekt, Saft oder Selters einläuten.
Dienstag, 13. Oktober, 16.30 Uhr
Mittwoch, 25. November, 17 Uhr
Donnerstag, 21. Januar, 17.30 Uhr

Vormittags-Führungen speziell für Senior*innen
Mittwoch, 21. Oktober, 10 Uhr
Donnerstag, 14. Januar, 10 Uhr

Familien-Fun-Freitag
Ein ganz besonderes Museumserlebnis für Groß und Klein mit einer Kombination aus Führung und Kreativ-Workshop – frei nach dem Motto: Erst schauen, dann selbst trauen!
Freitag, 13. November, 15 Uhr

Vom Märchen bis zum Krimi
Kuratorenführung mit Dr. Isabell Schenk-Weininger und szenische Rezitation mit Lisa Kraus und Rüdiger Erk
Donnerstag, 5. November, 18.30 Uhr
Donnerstag, 10. Dezember, 18.30 Uhr
Speziell für Senior*innen: Freitag, 27. November, 10 Uhr

Workshops für Kinder und Jugendliche:

Geheimnisvolles Guck-Bild
Samstag, 10. Oktober, 11–14 Uhr (6–10 Jahre), 14.30–17.30 Uhr (8–12 Jahre)

Museumsmission – Streng geheim!
Samstag, 17. Oktober, 11–14 Uhr (6–10 Jahre), 14.30–17.30 Uhr (8–12 Jahre)

Wer klopft an? Und warum?
Samstag, 7. November, 11–14 Uhr (6–10 Jahre), 14.30–17.30 Uhr (8–12 Jahre)

Hereinspaziert! Kreative Türschilder
Samstag, 16. Januar, 11–14 Uhr (6–10 Jahre), 14.30–17.30 Uhr (8–12 Jahre)

Türchen öffne dich…
Samstag, 23. Januar, 11–14 Uhr (6–10 Jahre), 14.30–17.30 Uhr (8–12 Jahre)

Weihnachts-Workshops:

Adventskalender: Jeden Tag ein Türchen öffnen…
Samstag, 21. November, 11–14 Uhr (6–10 Jahre), 14.30–17.30 Uhr (8–12 Jahre)

Wintermobile
Samstag, 12. Dezember, 11–14 Uhr (6–10 Jahre), 14.30–17.30 Uhr (8–12 Jahre)

Kunterbunte Weihnachtsfabrik
Mittwoch, 23. Dezember, 11–14 Uhr (6–10 Jahre), 14.30–17.30 Uhr (8–12 Jahre)

Begrenzte Teilnehmerzahl bei allen Veranstaltungen!
Anmeldung möglich per Telefon, Fax oder Email

Kostenloser Audio-Guide für Kinder und Jugendliche: eine spannend-informative 30-minütige Führung mit kleinem Gewinnspiel!

Wir laden Sie herzlich ein zum Tag der offenen Tür am Freitag, 2. Oktober, 17–21 Uhr


Die Ausstellung
Keine Schwellenangst! Die Tür als Motiv in der Gegenwartskunst
ist Teil des Festivals
Unter Beobachtung. Kunst des Rückzugs
der KulturRegion Stuttgart

Katalog zur Ausstellung 18 €


Studioausstellung

Einblick in die Sammlung
Türen und Fenster – Drinnen und Draußen
2. Oktober 2020 bis 24. Januar 2021

Parallel und ergänzend zur großen Ausstellung »Keine Schwellenangst! Die Tür als Motiv in der Gegenwartskunst« zeigt die Städtische Galerie im historischen Gebäudeteil eine Auswahl an Werken aus dem eigenen Bestand, in denen Türen und Fenster, Pforten und Luken die Hauptrolle spielen. Wie überaus reizvoll diese Motive sind, zeigen Linolschnitte, Zeichnungen, Gemälde und Filme von der Klassischen Moderne bis zur Gegenwart von knapp 30 Künstler*innen, darunter Gerd Arntz und Georg Schrimpf, Mimmo Paladino und Dieter Goltzsche, Ute Pleuger und David Schnell sowie Künstler*innen der Region wie Karlheinz Groß und Oda Seemann, Wolfgang Häberle und Wolf-Rüdiger Hirschbiel. Vielfältig sind die Darstellungen von Öffnungen in einer Wand oder Mauer, die mit Holzläden oder Metallgittern geschlossen sind oder eben doch einen Durchblick eröffnen. Die Abgrenzung von Räumlichkeiten bei gleichzeitiger Erhaltung eines Durchgangs oder Ausblicks spielt bei Landschaftsszenen mit Türmen, Toren und Zäunen ebenso eine Rolle wie bei Interieurs mit Sprossenfenstern und Balkontüren.


Zum Tag der offenen Tür in den beiden Ausstellungen »Keine Schwellenangst! Die Tür als Motiv in der Gegenwartskunst« und » Einblick in die Sammlung. Türen und Fenster – Drinnen und Draußen« am Freitag, 2. Oktober, 17–21 Uhr, laden wir Sie herzlich ein! Es finden Künstler*innengespräche und Rezitationen statt. Geöffnet ist die Städtische Galerie bereits ab 14 Uhr.

Begleitprogramm


After-Work-Kurzführung (30 Min.) mit Apéritif
Donnerstag, 29. Oktober, 17.30 Uhr
Dienstag, 17. November, 16.30 Uhr
Mittwoch, 30. Dezember, 17 Uhr

ab 3. Oktober
Geplant war eine begehbare Installation von Angelika Wischermann im öffentlichen Raum in der Bietigheimer Altstadt im Rahmen des kommunenübergreifenden Projekts der KulturRegion Stuttgart »Unter Beobachtung. Kunst des Rückzugs«. Die aktuellen Regelungen zur Pandemie-Vorsorge hätten dem Kunstwerk dort jedoch seinen interaktiven Charakter genommen. Die Künstlerin hat aus vier weißen Wänden einen minimalistischen, schnörkellosen Raum gebaut, der über ungewöhnlich viele Türen verfügt. Doch das Zimmer ist so klein und schmal, dass sie nicht gleichzeitig geöffnet werden können, ohne aneinander zu stoßen und sich gegenseitig zu blockieren. Wer den Raum betritt, wird dazu herausgefordert, mit dem Raum zu interagieren und ihn dadurch in Bewegung zu versetzen. Nun wird das »Durchgangszimmer« in Form einer Video-Dokumentation mit dazugehörigen Projektskizzen im historischen Gebäude der Städtischen Galerie gezeigt, als Teil der Ausstellung »Keine Schwellenangst! Die Tür als Motiv in der Gegenwartskunst«.




Öffnungszeiten
Dienstag, Mittwoch, Freitag 14–18 Uhr
Donnerstag 14–20 Uhr
Samstag, Sonntag sowie 26.12., 1.1. und 6.1.: 11–18 Uhr
24., 25. Und 31.12. geschlossen


Eintritt frei
Öffentliche Führung 3 €
After-Work-Führung 3 €
Senior*innenführung 3 €
Kuratorenführung mit Rezitation 5 €
Familien-Fun-Freitag 5 € pro Familie
Workshop für Kinder 5 €
Private Gruppenführung 55 € / 65 €
Führungen für Gruppen und Schulklassen nach telefonischer Vereinbarung


Städtische Galerie Bietigheim-Bissingen
Hauptstraße 60–64
74321 Bietigheim-Bissingen
Telefon 07142 74-483
Telefax 07142 74-446
http://galerie.bietigheim-bissingen.de
galerie@bietigheim-bissingen.de

Staedtische Galerie Bietigheim-Bissingen ( Bietigheim-Bissingen)

26.09.2020 - 10.01.2021 Ed und Urs Kiënder. Rollobjekte. Vom Raumbild zum Rollraum
ZKM | Zentrum für Kunst und Medien (Karlsruhe)
Pressemitteilung
Ed Kiënder (1925–1996) war in den 1960er-Jahren Teil der europäischen Kunst-Avantgarde. Seine Werke waren u. a. in wichtigen Ausstellungen der ZERO-Bewegung und der Neuen Tendenzen vertreten. Ab 1969 arbeitete er offiziell mit seiner Frau Urs (Ursula) (*1936) zusammen.
Obwohl die Kunstproduktion des im Rheinland ansässigen Paares um 1973 endete, hinterließen sie ein höchst vielseitig gestaltetes Gesamtwerk, das heute weitestgehend in Vergessenheit geraten ist. Es beinhaltet informelle und monochrome Gemälde, Op- und Pop-Art sowie Medien- und Prozesskunst. Gemeinsam sind diesen Arbeiten der für die 1960er-Jahre signifikante »Ausstieg aus dem Bild« (Laszlo Glozer) d. h. die Expansion in den Raum, die Bewegung und die Partizipation des Publikums wie im dreidimensionalen Raumbild (1961), das als eines der ersten deutschen Environments vom Publikum betreten werden konnte.

Insbesondere die Rolle wurde zum Markenzeichen der Kiënders. Aus eingeschnittenen und gerollten Leinwänden (1961/1962) entwickelten sich Rollobjekte unterschiedlichster Machart bis hin zum Film – einem auf Spulen aufgerolltem Medium. Ab Ende der 1960er-Jahre entstanden Aktionsgeräte wie der Rollraum »Laufrolle«, die das Publikum auch körperlich nutzen kann. Die letzte Werkgruppe der Kiënders behandelt auf seriellen Fototafeln gesellschaftliche Rollen- und Verhaltensmuster. Deren thematische Stoßrichtung wie die Stellung der Frau oder soziale Anpassung haben nichts an Aktualität eingebüßt.

Nach 1968 präsentiert das ZKM Karlsruhe nun mit zirka 60 Arbeiten aus allen Schaffensperioden die erste Einzelausstellung Ed Kiënders, die erstmalig auch Urs Kiënders Rolle berücksichtigt.

ZKM | Zentrum für Kunst und Medien (Karlsruhe)

26.09.2020 - 03.01.2021 Russische Avantgarde im Museum Ludwig – Original und Fälschung Fragen, Untersuchungen, Erklärungen
Museum Ludwig (Köln)
Pressemitteilung
Immer mehr Museen öffnen sich nach langer Tabuisierung für einen transparenten Umgang mit Fälschungen, tauschen Erkenntnisse aus und entscheiden sich – falls notwendig – , Werke aus der Sammlung abzuschreiben. Mit einer Studioausstellung zur Russischen Avantgarde stellt sich das Museum Ludwig den Fragen nach Authentizität in seiner Sammlung. Die Russische Avantgarde bildet dank Peter und Irene Ludwig – neben Pop Art und Picasso – einen Sammlungsschwerpunkt des Museums: Sie umfasst 600 Arbeiten aus der Zeit von 1905 bis 1930, darunter rund 100 Gemälde.

Museum Ludwig (Köln)

25.09.2020 - 10.01.2021 ART DÉCO – Grafikdesign aus Paris
Käthe Kollwitz Museum Köln (Köln)
Pressemitteilung
Rankende florale Formen und strenge geometrische Elemente, kontrastreiche Farben, klare und zugleich verspielte Typografie – das Grafikdesign des Art Déco vereint das scheinbar Gegensätzliche. Kunstvolle Plakate, Illustrationen und Anzeigen spiegeln die großen Themen dieser Zeit: Die neue Werbung für Haute Couture oder Jazz, Tanz und technische Errungenschaften wie moderne Sportwagen und imposante Kreuzfahrtschiffe – nicht zuletzt auch für Kriegs- und Staatsanleihen – entführt in die Illusion einer besseren und schöneren Welt.

Das Käthe Kollwitz Museum Köln präsentiert mehr als 100 faszinierende, zum Teil großformatige Druckgrafiken aus der Sammlung des Hamburger Museum für Kunst und Gewerbe und nimmt seine Besucher mit auf eine Reise in das glanzvolle Paris vor 100 Jahren.

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Bauhaus in Deutschland, de Stijl in den Niederlanden und russische Avantgarde – das Grafikdesign erlebt in den 1920er Jahren international eine Blüte. Auch in Frankreich: Was hier anknüpfend an den Jugendstil der Jahrhundertwende seinen Anfang nimmt und 1925 zur Pariser Weltausstellung der angewandten Künste eine Benennung findet, dokumentiert nichts weniger als den gesellschaftlichen Tanz auf dem Vulkan der Zwischenkriegszeit.

In kühn gezeichneten Visionen extravaganten Lebens zeigt Paris sich farbenfroh, progressiv und exaltiert. Die führenden Pariser Grafiker illustrieren das Lebensgefühl der ›Années folles‹, der ›verrückten Jahre‹, mit künstlerischen Experimenten, innovativen Techniken und spektakulären Bildfindungen.

Pochoirdruck für die Bilder der neuesten Pariser Mode

Eine Besonderheit ist das Pochoir – eine anspruchsvolle Drucktechnik mit Schablonen, häufig kombiniert mit Lithographie, Strichätzung und einem nicht geringen Anteil Handarbeit. Mit bloßem Auge sind die aufwendigen Drucke oft kaum von Aquarellen zu unterscheiden. Pochoir wird zum Inbegriff für das Genre der eleganten Mode-Illustration in Magazinen und Almanachen. Eine Reihe hervorragender Zeichner wie Paul Iribe (1883–1935), George Barbier (1882–1932) und André Édouard Marty (1882–1974) wählt dieses Verfahren als ihr Medium. In der Ausstellung wird die Technik anschaulich erläutert.

Aufsehen erregende Plakate für Oper und Revue

Zu den führenden Plakatmalern – Plakate werden in Öl oder Gouache an der Staffelei entworfen und dann traditionell lithographisch gedruckt – zählen A. M. Cassandre (1901–1968) und Paul Colin (1892–1985), jeder mit einem unverwechselbaren Stil. Während Cassandre vor allem im Bereich der Werbung für luxuriöse Produkte tätig ist, spezialisiert sich Colin auf die Theater- und Cabaret-Bühnen der Stadt. Er porträtiert die großen Sängerinnen und Schauspieler der Zeit.

Einer der Höhepunkte der Ausstellung ist Colins Mappenwerk über die »Revue Nègre«, die Tanzkompagnie von Josephine Baker (1906–1975), die mehrfach in Paris gastiert und für die Colin auch Bühnenbilder und Kostüme entwirft.

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Die Ausstellung wird von einem umfangreichen Rahmenprogramm begleitet, unter anderem mit öffentlichen Führungen für Erwachsene und Kinder, einem Fachvortrag von Prof. Dr. Ekaterini Kepetzis oder dem Talk im Forum mit Hannelore Fischer und Dr. Jürgen Döring, Kurator der Ausstellung und bis vor kurzem Leiter der Sammlung Grafik und Plakat des MKG Hamburg.

Weitere Information unter www.kollwitz.de

Käthe Kollwitz Museum Köln (Köln)

19.09.2020 - 19.12.2020 Jacques-Henri Lartigue – „Das Leben ist bunt“ (Deutschlandpremiere)
KuK - Kunst- und Kulturzentrum der StädteRegion Aachen (Monschau)
Pressemitteilung
ACHTUNG, aktuelle Information: Das KuK ist seit dem 6. Mai 2020 unter den für Ausstellungshäuser üblichen Auflagen wieder für Publikum geöffnet. Infolge der temporären Schließung haben sich Ausstellungstermine für 2020 verschoben, daher bitte zur Sicherheit immer auf der KuK-Website nach aktuellen Informationen schauen. Die nachfolgend beschriebene Lartigue-Ausstellung wird NICHT im ursprünglich geplanten Zeitraum (21.06.-13.09.2020) stattfinden, sondern wurde auf den Zeitraum 19.09.-13.12.2020 verschoben.

Die Farbfotografien des französischen Fotografen Jacques-Henri Lartigue (1894–1986) sind der Öffentlichkeit noch weitgehend unbekannt, obwohl sie fast ein Drittel seines bei der Médiathèque de l‘Architecture et du Patrimoine bei Paris aufbewahrten Œuvres, bestehend aus 120.000 Negativen, ausmachen. Lartigue kommt unverkennbar von der Malerei: „Ich war schon immer Maler. Folglich sehe ich alles mit meinen Maleraugen. Für mich sind Leben und Farbe untrennbar…“, so der Künstler selbst.

Die Ausstellung trägt den Titel „Das Leben ist bunt“ und umfasst rund 140 Farbfotografien, die in ihrer Gesamtheit als Hommage an die Leichtigkeit des Lebens verstanden werden können. Ob farbenfrohe Blütenwiesen, eine mondäne Feier mit Picasso an der Côte d’Azur, ob schneebedeckte Bäume in einem Pariser Park oder ein Picknick am Meer in der Bretagne – stets überträgt sich die Leichtigkeit des Seins auf den Betrachter.

Bildhinweis:
Jacques-Henri Lartigue: Simone Roussel fährt den "Zweirädrigen Bob", Rouzat, Frankreich, September 1913 ©Ministère de la Culture France/Association des Amis de Jacques-Henri Lartigue, France

KuK - Kunst- und Kulturzentrum der StädteRegion Aachen (Monschau)

10.09.2020 - 13.12.2020 Verschoben auf 2021: Thea Djordjadze.
Gropius Bau (Berlin)
Pressemitteilung
Verschoben auf April bis August 2021

Thea Djordjadzes künstlerische Praxis lässt sich als Prozess des beständigen Wiederverwertens, Rekonfigurierens und Neuordnens von Objekten begreifen. In der umfangreichen Werkschau der Künstlerin treten bestehende und neue, speziell für den Gropius Bau entwickelte Arbeiten in einen Dialog mit dem geschichtsträchtigen Gebäude.

Gleichermaßen von historischen Artefakten wie von Konzepten moderner Kunst und Architektur beeinflusst, zeichnen sich Djordjadzes skulpturale Arbeiten durch formale Brüche und eine eigenwillige Materialästhetik aus. Indem sie Materialien wie Gips, Metall, Gummi, Textilien, Holz oder Pappmaché kombiniert, schafft Djordjadze fragmentarische Raumsituationen, anhand derer sie das klassische Display – Vitrine, Sockel, Rahmung und Podest – als wiederkehrendes Motiv in ihrer Arbeit neu formuliert. Ab dem 10. September 2020 zeigt der Gropius Bau bestehende und neue Arbeiten der in Berlin lebenden Künstlerin in seinen Räumlichkeiten; so auch im sogenannten Schliemann-Saal, der von 1881 bis 1885 die archäologischen Ausgrabungen Heinrich Schliemanns beherbergte. In Auseinandersetzung mit der Vergangenheit des Ausstellungshauses treten Djordjadzes Arbeiten und Interventionen in einen Dialog mit diesen geschichtsträchtigen Räumen. Die Ausstellung markiert den Beginn einer Reihe von künstlerischen Präsentationen, die sich mit der Geschichte der archäologischen Ausstellungen im Gropius Bau befassen.

Kuratiert von Julienne Lorz

Gropius Bau (Berlin)

05.09.2020 - 17.01.2021 Verschoben auf März 2021: Yayoi Kusama
Gropius Bau (Berlin)
Pressemitteilung
Yayoi Kusama zählt zu den bedeutendsten japanischen Künstler*innen der Gegenwart. Im Herbst 2020 widmet der Gropius Bau Kusama die erste umfassende Retrospektive in Deutschland, die einen Überblick über ihr Schaffen der letzten siebzig Jahre bietet und neben aktuellen Gemälden einen neuen Infinity Mirrored Room und Installation der Künstlerin umfasst.

Yayoi Kusama wurde durch ihre Auseinandersetzung mit repetitiven Mustern und Strukturen, ihre charakteristischen Polka Dots und Spiegelräume weltberühmt; in ihren Arbeiten konfrontiert sie Betrachter*innen mit Welten, die sich grenzenlos auszudehnen scheinen, und spürt der Auflösung des Subjekts in der Unendlichkeit nach. Seit Beginn ihrer künstlerischen Laufbahn im New York der späten 1950er Jahre verband sie klassische Medien wie Malerei, Skulptur und Zeichnung mit Installationen, Performances und Happenings. Auf einer Fläche von knapp 3000 m² macht der Gropius Bau Kusamas Werk in seiner Gesamtheit erstmals in Deutschland zugänglich und knüpft damit an den Beginn der breiten Rezeption der Künstlerin Mitte der 1960er Jahre im deutschen und europäischen Kontext an, wo sie aktiver war als in den USA, ihrem damaligen Lebensmittelpunkt.

Im Museum Ludwig in Köln wird die Ausstellung ab April 2021 und in der Fondation Beyeler in Riehen ab Oktober 2021 zu sehen sein.

Kuratiert von Stephanie Rosenthal, Yilmaz Dziewior und Beatrix Ruf

In enger Zusammenarbeit mit der Künstlerin

Gropius Bau (Berlin)

05.09.2020 - 01.11.2020 11. Berlin Biennale für zeitgenössische Kunst. Der Riss beginnt im Inneren.
Gropius Bau (Berlin)
Pressemitteilung
Seit September 2019 entwickelt sich die 11. Berlin Biennale für zeitgenössische Kunst prozesshaft mit „exp. 1“, „exp. 2“ und „exp. 3“. In einem letzten Kapitel, einem Epilog, werden die gemachten Erfahrungen und die damit einhergehenden Fragen vom 5. September bis zum 1. November 2020 an vier Orten – unter anderem dem Gropius Bau – zusammengeführt.

Die Beiträge finden unterschiedliche Wege, Solidarität, Verletzlichkeit und Widerstand zu thematisieren. Sie schwingen sich auf, um inmitten dieser turbulenten Zeiten der komplizierten Schönheit des Lebens Gestalt zu geben.

Die 11. Berlin Biennale für zeitgenössische Kunst wird von María Berríos, Renata Cervetto, Lisette Lagnado und Agustín Pérez Rubio kuratiert.

Weitere Informationen zum Programm:

https://11.berlinbiennale.de/

Gropius Bau (Berlin)

04.09.2020 - 24.01.2021 Julius von Bismarck. Feuer mit Feuer
Bundeskunsthalle (Bonn)
Pressemitteilung
„Ich ziehe meine Inspiration aus der Wissenschaft und arbeite künstlerisch“, sagt Julius von Bismarck über seine Werkstrategie. Immer auf der Suche nach anderen Formen der Wahrnehmung, erforscht er mit künstlerischen Mitteln Mensch, Natur und Technologie. So setzte er sich auf einer rasant rotierenden Scheibe, seinem Egocentric System, den Fliehkräften aus, um auf diese Weise die eigene und unsere Wahrnehmung zu hinterfragen und zu manipulieren. Für seine Arbeit Punishment peitschte der 36-jährige Künstler in Rio de Janeiro das Meer, in New York die Freiheitsstatue sowie die Berge in den Alpen. In den USA ging er auf Hurrikan-Jagd oder fing in Venezuela Blitze ein, um die Ästhetik der Naturgewalten zu untersuchen. So verheerend und gewaltig Naturkräfte auch sind, nehmen wir in seinen Werken auch eine grenzenlose Schönheit in der Katastrophe wahr. In der Ausstellung wird sein künstlerisches Erforschen von Waldbränden in einer multimedialen Installation, Sound und Skulpturen visualisiert. Bilder unseres Unterbewusstseins werden damit hervorgerufen und die „Psychoanalyse des Feuers“ bildgewaltig dargestellt.

Bundeskunsthalle (Bonn)

10.07.2020 - 13.12.2020 Otobong Nkanga: There’s No Such Thing as Solid Ground
Gropius Bau (Berlin)
Pressemitteilung
Otobong Nkangas Interesse gilt der komplexen Beziehung zwischen Mensch und Land, die sie in ihren Arbeiten im Spannungsfeld von ausbeuterischen Extraktionsverfahren und Strukturen von Reparatur und Fürsorge untersucht. Nach ihrem einjährigen Aufenthalt als In House: Artist in Residence 2019 im Gropius Bau bietet die Einzelausstellung einen Einblick in zentrale Fragestellungen ihres Schaffens.

Für Otobong Nkanga lassen sich der menschliche Körper und die Erde, auf der er sich bewegt, nicht losgelöst voneinander betrachten; auf Basis umfassender Recherchen und durch die Verschränkung verschiedener Medien wie Zeichnung, Installation und Performance zeichnet Nkanga die Bewegung von Mineralien, Gütern und Menschen nach, um ökonomische und ökologische Prozesse umfassend zu ergründen. In ihren Arbeiten erforscht sie zudem die variierenden Bedeutungen, die natürlichen Ressourcen in unterschiedlichen Kulturen zugeschrieben werden, sowie das gewaltsame Verhältnis, auf dem deren Abbau und Weiterverarbeitung fußen – und stellt so tradierte Denkweisen infrage.

Vorbehaltlich der Juryentscheidungen potenzieller Förderer

Kuratiert von Stephanie Rosenthal mit Clara Meister

Gropius Bau (Berlin)

27.06.2020 - 31.12.2020 Kreis.Spiel.Garten | Nikola Dicke & Zoltan Labas
DA, Kunsthaus Kloster Gravenhorst (Hörstel)
Pressemitteilung
Der Kreis.Spiel.Garten lädt die Besucherinnen und Besucher ein, den kontemplativen Aufenthalt auf den Bänken um den Blumengartenkreis mit einer spielerischen Aktion auf der runden Freifläche, dem Spielkreis zu verbinden.
Gemeinsam mit Studierenden der Universität Osnabrück werden Spiele entwickelt. Ab Juli gibt es dazu die Spielanleitungen.

DA, Kunsthaus Kloster Gravenhorst (Hörstel)

27.06.2020 - 31.12.2020 HORTUS TOXICUS | Reinhard Krehl
DA, Kunsthaus Kloster Gravenhorst (Hörstel)
Pressemitteilung
Eine Sammlung heimischer Giftpflanzen präsentiert im eigens dafür geschaffenen Geodome. Kombiniert mit einem Hörspaziergang im Umfeld des Klosters mit Geschichten zu Giftpflanzen und deren Wirkung auf uns.

DA, Kunsthaus Kloster Gravenhorst (Hörstel)

27.06.2020 - 31.12.2020 Am Brunnen hinter dem Tore | Valentin Hertweck und Irene Pätzug
DA, Kunsthaus Kloster Gravenhorst (Hörstel)
Pressemitteilung
Die künstlerische Installation eines Brunnens, ein romantischer Rückzugsort im Klosterinnenhof, der seine Natürlichkeit nur vortäuscht, hinterfragt das klösterliche Ideal der Zurückgezogenheit. Der Brunnen ist eine Replik, die Trauerweide über der Ruhebank künstlich...

DA, Kunsthaus Kloster Gravenhorst (Hörstel)