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Pressemitteilungen
Pressemitteilungen
30.05.2020 - 27.09.2020 Florilegium. Vom Sinn zum Eigensinn der Natur
Staatliche Kunsthalle Karlsruhe (Karlsruhe)
Pressemitteilung
Spitzenwerke aus über 500 Jahren Kunstgeschichte, die den Wandel unserer Bilder von Natur vor Augen führen. Zu sehen sein werden u. a. Werke von Albrecht Dürer, Max Slevogt, Yves Klein, William Kentridge und eingeladenen zeitgenössischen Künstler*innen, die in Dialog mit der Sammlung treten.

Staatliche Kunsthalle Karlsruhe (Karlsruhe)

16.05.2020 - 16.08.2020 Goya
Fondation Beyeler (Riehen)
Pressemitteilung
Francisco-de-Goya-Retrospektive im Sommer 2020 in der Fondation Beyeler –
Einen Vorgeschmack bietet die Präsentation des Gemäldes Hexensabbat am Stand auf der diesjährigen Art
Basel.
Die Fondation Beyeler widmet Francisco de Goya eine der bisher bedeutendsten Ausstellungen ausserhalb
Spaniens. Goya ist einer der letzten grossen Hofkünstler und der erste Wegbereiter der modernen Kunst.
Die Ausstellung entsteht in Zusammenarbeit mit dem Museo Nacional del Prado in Madrid. Selten gezeigte
Gemälde aus spanischem Privatbesitz werden in der Fondation Beyeler erstmals mit Schlüsselwerken aus
renommierten europäischen und amerikanischen Museen wie auch Privatsammlungen vereint sein. Zum
Auftakt der Sommerausstellung 2020 präsentiert die Fondation Beyeler am diesjährigen Stand auf der Art
Basel Goyas eindrucksvolles und rätselhaftes Gemälde Hexensabbat (1797/98) aus dem madrilenischen
Museo Lázaro Galdiano.
Francisco de Goya (1746–1828) ist einer der grossen Wegbereiter der modernen Kunst. Sein
facettenreiches Werk, das den Freuden und dem Glanz ebenso wie den Schrecken und Abgründen der
menschlichen Existenz auf einzigartige Weise Ausdruck verleiht, übt einen kaum zu überschätzenden
Einfluss auf die Künstler des 20. und 21. Jahrhunderts aus. Zu den wichtigsten Genres und Themen in
seinen Bildern zählen allen voran die Porträts, die Mitglieder der Königsfamilie und des Hofes, aber auch
Freunde und Bekannte des Künstlers zeigen. Die Bildnisse sind in der Konzeption vielschichtig, indem sie
die Widersprüchlichkeit und komplexe Persönlichkeit der Dargestellten vor Augen führen. Hinzu kommen
Selbstbildnisse, in denen die innere Bewegtheit und Intelligenz des Künstlers auf eindringliche Weise
Gestalt erlangen. Ein gänzlich eigenständiger Motivkreis ist jener der Majas: Frauendarstellungen, die ein
ambivalentes Verhältnis zwischen Mann und Frau zu erkennen geben. In seinen Genrebildern reflektiert
Goya Begebenheiten aus dem Alltag der spanischen Gesellschaft. Dazu gehören Marktszenen und
Stierkämpfe, Banditenhöhlen, Irrenhäuser sowie Inquisitionstribunale als Orte des Machtmissbrauchs und
der Gewalt. Von ebenso grosser Bedeutung sind die Darstellungen von Hexensabbaten, in denen Goya
Abgründiges, den Aberglauben, die Unvernunft und die Alpträume seiner Zeit zur Anschauung bringt.
Die Ausstellung wird über 70 Gemälde und ein Konvolut von rund 50 meisterhaften Zeichnungen und 30
Druckgrafiken versammeln, die die Besucher zu einer Begegnung mit dem Schönen wie auch dem
Unfassbaren einladen. Sie entsteht in Kooperation mit dem Museo Nacional del Prado in Madrid. Selten zu
sehende Gemälde aus spanischem Privatbesitz werden in der Fondation Beyeler erstmals mit
Schlüsselwerken aus den renommiertesten europäischen und amerikanischen Museen und
Privatsammlungen vereint sein.
Goyas radikale Bilder wurden besonders von den modernen spanischen Künstlern verehrt, darunter Pablo
Picasso und Joan Miró. Insbesondere die Surrealisten erblickten in ihm einen Geistesverwandten. Auch für
zeitgenössische Künstler stellt Goya eine wichtige Inspirationsquelle dar. In der Reflexion über den
Menschen in einer konfliktreichen, zwischen Vernunft und Unvernunft schwankenden Welt erweisen sich
seine Bilder heute als aktueller denn je.
Die Ausstellung von Hexensabbat am Stand der Fondation Beyeler auf der Art Basel ist ein erster
Vorgeschmack dessen, was die Besucherinnen und Besucher im kommenden Jahr in Riehen erwarten
wird. Ermöglicht wird diese Vorschau auf Goya durch das leihgebende Museo Lázaro Galdiano in Madrid.
Das Museum ging aus der grosszügigen Schenkung des gesamten Erbes von José Lázaro Galdiano an den
spanischen Staat hervor. Sie umfasste 13.000 Kunstwerke, ein Palais, in dem die Objekte untergebracht
sind, die Redaktionszentrale des Verlags La España Moderna und eine Bibliothek mit 20.000 Bänden. Zu
den Höhepunkten der beeindruckenden Sammlung zählen Werke von Künstlern wie Hieronymus Bosch,
Diego Velázquez oder El Greco.

Fondation Beyeler (Riehen)

26.01.2020 - 17.05.2020 Edward Hopper
Fondation Beyeler (Riehen)
Pressemitteilung
In ihrer Frühjahrsausstellung 2020 zeigt die Fondation Beyeler Werke von Edward Hopper (1882–1967), einem der bedeutendsten amerikanischen Maler des 20. Jahrhunderts. Hopper wurde in Nyack, New York, geboren. Nach einer Ausbildung zum Illustrator studierte er bis 1906 Malerei an der New York School of Art. Neben der intensiven Beschäftigung mit deutscher, französischer und russischer Literatur boten besonders Maler wie Diego Velázquez, Francisco de Goya, Gustave Courbet und Édouard Manet dem jungen Künstler wichtige Orientierungspunkte. Obwohl Hopper lange Zeit hauptsächlich als Illustrator arbeitete, ist er heute vor allem für seine Ölgemälde bekannt, die von seinem grossen Interesse an der Farbwirkung und seiner Virtuosität in der Darstellung von Licht und Schatten zeugen. Hoppers Gemälde sind Ausdruck seines einzigartigen Blicks auf das moderne Leben: Tankstellen, Häuser, Bars, Leuchttürme und Schiffe, aber auch Innenansichten von Wohnungen, Hotels und Kinos. Die wenigen Personen, die auf seinen Werken zu sehen sind, scheinen
oftmals aus den Bildern herauszublicken, als ob das, was auf den Gemälden „passiert“, für den Betrachter gar nicht sichtbar sei. Unsichtbare Geschehnisse scheinen sich ausserhalb des Bildes zu ereignen. Den Schwerpunkt der Ausstellung in der Fondation Beyeler bilden Hoppers ikonische Darstellungen der
unendlichen Weite amerikanischer Landschaft und Stadtlandschaft. Es handelt sich dabei um ein Thema,
das bisher kaum in den Fokus von Ausstellungen zu Edward Hopper gerückt wurde, aber von zentraler Bedeutung für das Verständnis und die Rezeption seines Werks ist. Hoppers künstlerische Formensprache entwickelte sich unabhängig von populären zeitgenössischen Tendenzen. Seine charakteristische
Darstellungsweise war nicht nur für bedeutende Maler der Gegenwart wie Peter Doig von grossem Einfluss; sie stand auch in einem geradezu symbiotischen Verhältnis zum Medium Film, vor allem boten Hoppers Gemälde Inspiration für Meilensteine des Films wie Alfred Hitchcocks Der unsichtbare Dritte (1959), Wim Wenders’ Paris, Texas (1984) oder Kevin Costners Der mit dem Wolf tanzt (1990). Wim Wenders bereitet anlässlich der Museumspräsentation ein Filmprojekt zu Edward Hoppers Landschaftsbildern vor. Die Ausstellung der Fondation Beyeler umfasst Aquarelle und Ölgemälde der 1910er- bis 1960er-Jahre und gewährt damit einen umfänglichen und spannenden Einblick in den Facettenreichtum der Hopper’schen Malerei.

Fondation Beyeler (Riehen)

15.12.2019 - 15.12.2019 DA ist Kunst-Winterlicht
DA, Kunsthaus Kloster Gravenhorst (Hörstel)
Pressemitteilung
"15 Uhr DA ist Kunst - Winterlicht
16 Uhr bei Bedarf"

DA, Kunsthaus Kloster Gravenhorst (Hörstel)

07.12.2019 - 07.12.2019 Durch Mauern gehen: Round Table. Gespräch zwischen den Kuratoren und Künstler*innen der Ausstellung
Gropius Bau (Berlin)
Pressemitteilung
Samstag, 7.12.19, 16:00
Round Table
Gespräch zwischen den Kuratoren und Künstler*innen der Ausstellung.

Gropius Bau (Berlin)

06.12.2019 - 06.12.2019 Slam DA |
DA, Kunsthaus Kloster Gravenhorst (Hörstel)
Pressemitteilung
Ein literarischer Wettstreit | In Kooperation mit dem TatWort e.V. (Münster) und dem Café im DA, Kunsthaus | Beginn: 19.30 Uhr | Einlass 18.30 Uhr | Eintritt: 11 € VVK, 14 € AK

Preisverdächtige Poetry Slammer treffen im DA aufeinander und liefern sich einen wortgewandten Wettstreit. Das Publikum entscheidet wer gewinnt.

DA, Kunsthaus Kloster Gravenhorst (Hörstel)

01.12.2019 - 23.02.2020 Winterlicht | Susanne Rottenbacher
DA, Kunsthaus Kloster Gravenhorst (Hörstel)
Pressemitteilung
Lichtinstallation | Eröffnung: 01.12. um 16 Uhr | Gefördert durch die Kreissparkasse Steinfurt

Wechselnde, international arbeitende Künstler*innen interpretieren die historischen Räume mit Licht und Farbe und begeistern die Besucher in den Wintermonaten mit beeindruckenden Lichtinstallationen.

DA, Kunsthaus Kloster Gravenhorst (Hörstel)

30.11.2019 - 08.03.2020 Hans Baldung Grien. heilig | unheilig
Staatliche Kunsthalle Karlsruhe (Karlsruhe)
Pressemitteilung
Die Staatliche Kunsthalle würdigt mit einer Großen Landesausstellung Baden-Württemberg einen der vielseitigsten und eigenwilligsten Künstler des 16. Jahrhunderts: Hans Baldung, genannt Grien. Als origineller Interpret traditioneller und Erfinder neuer Bildthemen schuf Baldung intime Andachtsbilder und imposante Altarwerke, sinnliche Allegorien und drastische Hexenszenen. Alle Informationen unter: kunsthalle-karlsruhe.de/ausstellung/hans-baldung-grien

Staatliche Kunsthalle Karlsruhe (Karlsruhe)

30.11.2019 - 08.03.2020 Das ungelöste Rätsel vom Fall im Stall. Begleitausstellung für Kinder und Jugendliche
Staatliche Kunsthalle Karlsruhe (Karlsruhe)
Pressemitteilung
Im Zentrum der Ausstellung steht der geheimnisvolle Holzschnitt „Der behexte Stallknecht“ von Hans Baldung Grien. Das junge Publikum ist eingeladen, in die mysteriöse Gedankenwelt Baldungs einzutauchen und den Hinweisen auf dem Holzschnitt nachzugehen.

Staatliche Kunsthalle Karlsruhe (Karlsruhe)

30.11.2019 - 08.03.2020 Marcel van Eeden. Das Karlsruher Skizzenbuch | The Karlsruhe Sketchbook
Staatliche Kunsthalle Karlsruhe (Karlsruhe)
Pressemitteilung
Inspiriert von Hans Baldungs bedeutendem „Karlsruher Skizzenbuch“ und Werken des ehemaligen Kunsthalle-Direktors Hans Thomas entwirft der zeitgenössische Künstler und Professor an der Kunstakademie Marcel van Eeden eine Bildergeschichte tiefschwarzer Zeichnungen zwischen Fakt und Fiktion.

Staatliche Kunsthalle Karlsruhe (Karlsruhe)

17.11.2019 - 17.11.2019 Im Gespräch I Wu Tsang & Fred Moten
Gropius Bau (Berlin)
Pressemitteilung
Collaborating with the poet and theorist Fred Moten has influenced Wu Tsang’s work since 2013. At the Gropius Bau they are in conversation, discussing collaborative artistic processes and shared points of reference.
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For Wu Tsang collaboration is a strategy for undoing conventional authorship. The title of her exhibition "There is no nonviolent way to look at somebody" comes from the text "Sudden Rise at a Given Tune" (2017-), which was collaboratively written by and with Fred Moten. The text echoes throughout many works on display, excerpts appear on the sculpture "Sustained Glass" (2019) and in the sound piece "Sudden Rise, Dub 1" (2019).

Fred Moten (*1962, US) is a poet and cultural theorist whose areas of study and practice include Black Studies and Performance Studies. Among his most well-known works is "The Undercommons: Fugitive Planning" and "Black Study" which he co-authored with Stefano Harney in 2013.

Wu Tsang (*1982, US) was the first artist to be the Gropius Bau’s "In House: Artist in Residence". Between 04.09.2019 and 12.01.2020 her exhibition "There is no nonviolent way to look at somebody" will be on display on the first floor.

Gropius Bau (Berlin)

10.11.2019 - 10.11.2019 Performance von Samson Young. Zur Ausstellung „Durch Mauern gehen“
Gropius Bau (Berlin)
Pressemitteilung
Sonntag, 10.11.19, 11:00-14:00 und 15:00-18:00.

Gropius Bau (Berlin)

09.11.2019 - 09.11.2019 Performance von Héctor Zamora
Gropius Bau (Berlin)
Pressemitteilung
Zur Ausstellung „Durch Mauern gehen“. Samstag, 9.11.19, 16:00

Gropius Bau (Berlin)

27.10.2019 - 27.10.2019 "DA ist Kunst - Kunst in der Region"
DA, Kunsthaus Kloster Gravenhorst (Hörstel)
Pressemitteilung
"14 Uhr DA ist Kunst - Kunst in der Region
15 Uhr bei Bedarf"

DA, Kunsthaus Kloster Gravenhorst (Hörstel)

24.10.2019 - 24.10.2019 Christoph Brech - Alpensinfonie
Erzbischöfliches Diözesanmuseum Paderborn und Domschatzkammer (Paderborn)
Pressemitteilung
Alpensinfonie im Diözesanmuseum Paderborn
Foto- und Videokünstler Christoph Brech stellt sein Video zu Richard Strauss‘ „Alpensinfonie“ und ein neues Buchprojekt vor
24. Oktober 2019, 19 Uhr

Bereits im vergangenen Jahr war der Foto- und Videokünstler Christoph Brech mit einer eigenen Ausstellung im Diözesanmuseum Paderborn zu sehen. Nun kommt der gefeierte Medienkünstler am Donnerstag, 24. Oktober, um 19 Uhr, noch einmal nach Paderborn und stellt nicht nur ein neues Buch, sondern eines seiner wohl spektakulärsten Videoprojekte im Diözesanmuseum vor: die „Alpensinfonie“. Als Auftragsarbeit zum 40-jährigen Bestehen des Landesjugendsinfonieorchesters Hessen entstanden, widmet sich Brechs Arbeit Richard Strauss‘ gleichnamiger sinfonische Dichtung „Eine Alpensinfonie op. 64“. Brech setzt in seinem Video die von Strauss musikalisch beschriebene Wanderung als sinfonische Betrachtung des menschlichen Lebens ins Bild. Sinnbildlich für das auf und ab des Lebens steht im Video der Balanceakt des Seiltänzers Oliver Zimmermann auf dem Drahtseil.

Im Anschluss an die 30-minütige Vorstellung und Video-Vorführung „Alpensinfonie“ präsentiert das Diözesanmuseum das neue Buch mit dem Titel Rüdiger Safranski, Christoph Brech, Barbara Klemm: Von Korrespondenzen und Zeitschichten. Die druckfrische, im Imhof-Verlag erschienene Publikation enthält die Dokumentation der Podiumsdiskussion zwischen Rüdiger Safranski und Christoph Brech sowie Bilddokumentationen der bedeutenden Fotografin Barbara Klemm, der wir eine der Fotoikonen des 20. Jahrhunderts verdanken: das Bild des Bruderkusses von Honecker und Breschnew. Klemm hat Brechs Schaffen während der Laufzeit seiner Ausstellung in Paderborn fotographisch begleitet. Im Anschluss wird der Foto- und Videokünstler das Buch signieren.
Die Veranstaltung am 24. Oktober 2019 findet um 19 Uhr im Diözesanmuseum Paderborn statt. Der Eintritt kostet 5 EUR.

Weitere Informationen: www.dioezesanmuseum-paderborn.de

Bildnachweis: Christoph Brech, Alpensinfonie – 50´, colour, 16:9, Full HD, Germany, 2016 (Standbild)

Erzbischöfliches Diözesanmuseum Paderborn und Domschatzkammer (Paderborn)

20.10.2019 - 20.10.2019 "DA ist Kunst - Kunst in der Region"
DA, Kunsthaus Kloster Gravenhorst (Hörstel)
Pressemitteilung
"14 Uhr DA ist Kunst - Kunst in der Region
15 Uhr bei Bedarf"

DA, Kunsthaus Kloster Gravenhorst (Hörstel)

19.10.2019 - 19.01.2020 »Zur Unzeit gegeigt...« Otto Nebel - Maler und Dichter
Staedtische Galerie Bietigheim-Bissingen ( Bietigheim-Bissingen)
Pressemitteilung
Der deutsch-schweizerische Maler, Grafiker und Dichter Otto Nebel (1892–1973) schuf im engen Austausch mit zahlreichen großen Künstlerpersönlichkeiten der Klassischen Moderne wie Paul Klee, Wassily Kandinsky, Marianne Werefkin und Johannes Itten sein einzigartiges Gesamtwerk. Als Mitglied der Sturm-Bewegung um Herwarth Walden war Otto Nebel als Wortkünstler hervorgetreten und lieferte sowohl Texte als auch erste Linolschnitte für deren Publikation. Bei Otto Nebel, der zunächst eine Ausbildung im Baugewerbe und als Schauspieler gemacht hatte, ist nicht nur von einer Doppelbegabung zu sprechen. Wie viele Vertreter der Avantgarden des frühen 20. Jahrhunderts experimentierte auch er mit Sprache, bildender Kunst und sogar mit musikalischen Gestaltungsformen. Sein übergeordnetes Bemühen war, »aus Elementen Sinngebilde, Modelle von Harmonie herzustellen«.

Nach einer umfangreichen Retrospektive 2012 in Otto Nebels Wahlheimat Bern und einer großen Schau letztes Jahr in Japan ist dies die erste deutsche Einzelausstellung seit über 20 Jahren. Die mehr als 100 Gemälde und Aquarelle, Zeichnungen und Druckgrafiken aus der Otto Nebel-Stiftung Bern sowie das aufschlussreiche audio-visuelle und dokumentarische Material veranschaulichen, dass bei Otto Nebel das malerische vom lyrischen Werk nicht zu trennen ist und dass er als intermedial arbeitender Künstler neu entdeckt werden kann.
»Der verbildete Mensch unsrer Tage ist worttaub und bildblind. Was er liest, das hört er nicht. Was er schreibt, das sieht er nicht. Schon das schöne Wort BUCH-STABE erlebt er nicht mehr. Sieht die Buche weder, noch den Stab. Hört die Buche nicht mehr rauschen mit den roten Blättern über seinem Buche mit den weißen Blättern und den schwarzen Lettern. Sieht den Buchenstab nicht mehr, den Zweig vom Lebensbaume. Riecht nicht mehr das frische Gerbholz, Kerbholz, das das Lese-Zeichen trug.«
Otto Nebel, Sprache der Dichtung, Ur-Dichtung der Sprache

Wir laden Sie herzlich ein zur Eröffnung am Freitag, 18. Oktober um 19 Uhr.

Begleitprogramm


Öffentliche Führungen
Sonntag, 27. Oktober, 16.30 Uhr
Sonntag, 10. November, 11.30 Uhr
Sonntag, 24. November, 16.30 Uhr
Sonntag, 15. Dezember, 11.30 Uhr
Dreikönigstag, 6. Januar, 16.30 Uhr
Sonntag, 19. Januar, 11.30 Uhr

Führung für Lehrkräfte
Montag, 21. Oktober, 17 Uhr

After-Work-Kurzführung mit Apéritif
In 30 Minuten die Highlights der Ausstellung entdecken und anschließend bei einem Glas Sekt, Saft oder Selters den Feierabend einläuten
Donnerstag, 14. November, 17.30 Uhr
Mittwoch, 4. Dezember, 17 Uhr
Donnerstag, 2. Januar, 17.30 Uhr

Familien-Fun-Freitag
Das besondere Museumserlebnis für die ganze Familie! In spielerischer Weise Hintergründe zu dem Künstler mit seinen malerisch-lyrischen Werken erfahren und danach selbst künstlerisch aktiv werden: Erst schauen, dann selbst trauen!
Freitag, 15. November, 15–16.30 Uhr

„Meine Malerei ist Dichtung, die Schwester meiner Wortkunst“
Kuratorenführung mit Dr. Isabell Schenk-Weininger und
szenische Rezitation mit Lisa Kraus und Rüdiger Erk
Donnerstag, 12. Dezember, 18.30 Uhr
Donnerstag, 16. Januar, 18.30 Uhr
speziell für Senior*innen:
Freitag, 29. November, 10 Uhr
Begrenzte Teilnehmerzahl, Voranmeldung unter: 07142 74483

Workshops für Kinder und Jugendliche

Farben des Herbstes
Herbstferienworkshop: Mittwoch und Donnerstag, 30. und 31. Oktober
11–14 Uhr für 6 bis 10-Jährige, 14.30–17.30 Uhr für 8 bis 12-Jährige

Ich mach mir ein Gedicht – fürs Auge und die Ohren!
Samstag, 18. Januar
11–14 Uhr für 6 bis 10-Jährige, 14.30–17.30 Uhr für 8 bis 12-Jährige

Weihnachts-Workshops

Weihnachtsmarkt in der Schachtel
Samstag, 23. November
11–14 Uhr für 6 bis 10-Jährige, 14.30–17.30 Uhr für 8 bis 12-Jährige

Sockenschneemänner
Samstag, 7. Dezember
9.30–12.30 Uhr für 6 bis 10-Jährige, 13–16 Uhr für 8 bis 12-Jährige

Weihnachtsgeschenkeautomat
Samstag, 14. Dezember
11–14 Uhr für 6 bis 10-Jährige, 14.30–17.30 Uhr für 8 bis 12-Jährige

Anmeldungen für alle Workshops unter 07142 74-483

Studioausstellung:
Bekenntnis zum Gegenstand
Linolschnitte von Karl Rössing und seinen Schülern Robert Förch und Malte Sartorius
20. Juli 2019 bis 16. Februar 2020

Im historischen Gebäudeteil zeigt die Städtische Galerie aus der eigenen Sammlung Linolschnitte von drei herausragenden Druckgrafikern: Der Stuttgarter Akademie-Professor Karl Rössing (1897–1987) gab seine Leidenschaft für den Linolschnitt u.a. an Robert Förch (*1931) und Malte Sartorius (1933–2017) weiter. Die im Sommer eröffnete Ausstellung ist nun um weitere 25 Exponate und auf das zweite Geschoss erweitert – entdecken Sie einmal mehr sowohl Ähnlichkeiten als auch die jeweils ganz eigenständige Entwicklung dieser drei Künstler.

After-Work-Kurzführungen (30 Min.) mit Apéritif
Dienstag, 22. Oktober, 16.30 Uhr
Mittwoch, 11. Dezember, 17 Uhr

Künstlergespräche mit Robert Förch
Sonntag, 3. November, 11.30 Uhr
Sonntag, 26. Januar, 16.30 Uhr


Demnächst...
Ab 8. Februar 2020 zeigt die Städtische Galerie die Ausstellung
Farbe bekennen! Walter Ophey – ein rheinischer Expressionist


Öffnungszeiten
Dienstag, Mittwoch, Freitag 14–18 Uhr
Donnerstag 14–20 Uhr
Samstag, Sonntag 11–18 Uhr
1. November, 26. Dezember, 1. und 6. Januar jeweils 11–18 Uhr
24., 25. und 31. Dezember geschlossen

Eintritt frei
Öffentliche Führung: 3 €
After-Work-Führung: 3 €
Familien-Fun-Freitag: 5 € pro Familie
Workshop: 5 € pro Tag
Gruppenführung: 55 € / 65 €
Führungen für Gruppen und Schulklassen nach telefonischer Vereinbarung.


Katalog (Kunstmuseum Bern 2012) 29 €


Städtische Galerie Bietigheim-Bissingen
Hauptstraße 60–64
74321 Bietigheim-Bissingen
Telefon 07142 74-483, -819
Telefax 07142 74-446
http://galerie.bietigheim-bissingen.de
galerie@bietigheim-bissingen.de

Staedtische Galerie Bietigheim-Bissingen ( Bietigheim-Bissingen)

18.10.2019 - 10.11.2019 POTENZIALE II. Frauen_Kunst-Perspektiven_... mit Gästen der GEDOK Berlin und GEDOK Brandenburg
GEDOK Künstlerinnenforum Karlsruhe (Karlsruhe)
Pressemitteilung
Malerei, Grafik, Relief, Plastik, Video, Installation.
Orgelfabrik Durlach, Amthausstraße 17, 76227 Karlsruhe

Vernissage am Freitag, 18.10. um 19.30 Uhr
Begrüßung: Dr. Christa Hartnigk-Kümmel
Grußwort der Stadt: Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup
Grußwort der GEDOK Präsidentin: Dr. habil. Ursula Toyka-Fuong

Einführung: Simone Maria Dietz, M.A.
Musikalisches Rahmenprogramm: Sabine Schäfer, POTENZIALE II (2019), elektroakustische Komposition für 44 Frauenstimmen


GEDOK-Künstlerinnen Karlsruhe
Bildende Kunst
Ingrid Bürger, Beatemarie Busch, Anna Higgs, Barbara Jäger, Elisabeth Kamps, Sylvia Kiefer, Kuni Liepmann, Hannelore Lücke-Rausch, Lilo Maisch, Meggi Rochell, Sophia Konstanze Rüthel, Birgit Spahlinger, Rosemarie Vollmer,
Sabine Schäfer/Gloria Keller/Iris Kamlah (Installation Kunstprojekt POTENZIALE)

Angewandte Kunst
Zdenka Brock, Karin Flurer-Brünger, Jutta Becker, Christine Hitzblech, Susanne Högner, Dagmar Langer, Johanna Reutter, Rose Schrade, Heike Utta, Helga Weilacher-Stieler

GEDOK-Künstlerinnen Berlin
Anja Asche, Frauke Beeck, Burghild Eichheim, Gwenllian Farah, Jeanne Fredac, Susanne Isakovic, Gabriele Nocker, Gertraude Pohl, Katrin Salentin

GEDOK-Künstlerinnen Brandenburg
Bärbel Ambrus, Anne-Françoise Cart, Christine Düwel, Uta Eckerlin, Barbara Raetsch, Cornelia Schlemmer

Mit dem zweiten Teil der Ausstellung „POTENZIALE", der in der Orgelfabrik stattfindet, stimmt die Künstlerinnengemeinschaft den fulminanten Schlussakkord des lebendigen, mit zahlreichen Veranstaltungen gespickten Jubiläumsjahres „90 Jahre GEDOK Karlsruhe" an. Speziell zu diesem Jubiläum eingeladene Gäste sind die Künstlerinnen der GEDOK Berlin und GEDOK Brandenburg, deren Besuch einmal mehr den intensiv gelebten Netzwerk-Gedanken des Vereins unterstreicht. Und so facettenreich wie die Künstlerinnenpersönlichkeiten selbst, so bunt und vielfältig sind die Arbeiten dieser umfassenden Werkschau. Hier präsentiert sich ein schillernder Mix an geballtem künstlerischen Potenzial. Dabei treten nicht nur die unterschiedlichen Fachbereiche, sondern auch die individuellen künstlerischen Positionen in einen spannenden Dialog sowohl miteinander als auch mit der Architektur. So zeigen die Künstlerinnen der Angewandten Kunst ein Gemeinschaftsprojekt: aus gegenseitiger Inspiration und dem Austausch zwischen den Gewerken entstehen 10 Doppelwerke. Eine raumgreifende audio-visuelle Installation setzt auf Interaktion mit den Besucher*innen und macht eine Vielzahl der Karlsruher GEDOK-Künstlerinnen aller Fachbereiche auf mediale Weise optisch wie akustisch erlebbar.

Öffnungszeiten Orgelfabrik Durlach
Do, Fr, Sa 16.00 – 19.30 Uhr
So, Feiertag 12.00 – 18.00 Uhr

GEDOK Künstlerinnenforum Karlsruhe (Karlsruhe)

17.10.2019 - 17.11.2019 Angela Bulloch (im 2-RAUM des Museum Art.Plus)
Museum Art.Plus (Donaueschingen)
Pressemitteilung
Im Rahmen der Donaueschinger Musiktage zeigt das Museum in seinem 2-RAUM Arbeiten von Angela Bulloch (*1966). Bulloch, die zur Riege der "Young British Artists" gehört, die die Kunst Großbritanniens in den 1990er-Jahren wesentlich prägte, arbeitet in den unterschiedlichsten Medien. Ihr Interesse gilt vor allem Systemen, Mustern und Regeln. In Donaueschingen zeigt die Künstlerin sogenannte "sound activated drawing machines", Zeichenmaschinen, die auf den Klang von Musik reagieren. Während dem Betrachter der Ton vorenthalten bleibt, wird er Zeuge, wie sich Musik visualisiert.

Die Ausstellung ist eine Kooperation des Museum Art.Plus mit den Donaueschinger Musiktagen und wird von deren künstlerischem Leiter Björn Gottstein kuratiert.

Museum Art.Plus (Donaueschingen)

12.10.2019 - 24.11.2019 Kunst in der Region - Gemeinschaftsausstellung zeitgenössischer
DA, Kunsthaus Kloster Gravenhorst (Hörstel)
Pressemitteilung
Eröffnung: 12.10. um 17.00 Uhr | Gefördert durch die Kreissparkasse Steinfurt

Die Ausstellung zeigt einen Querschnitt künstlerischen Schaffens aus der Region, informiert über Trends, Themen und Perspektiven der Kunst und lädt das Publikum zu einem spannenden Dialog ein.

DA, Kunsthaus Kloster Gravenhorst (Hörstel)

12.10.2019 - 01.01.2020 AUSBLICK! Projektstipendium KunstKommunikation 20 – Kunst zum Mitmachen und Mitdenken
DA, Kunsthaus Kloster Gravenhorst (Hörstel)
Pressemitteilung
Ausstellung der Entwürfe aus der Ideenwerkstatt | Eröffnung: 12.10. ab 17.00 Uhr

Der AUSBLICK! auf das Projektstipendium KunstKommunikation 20 zeigt die Entwürfe aller Projekte, die in einem zweistufigen Verfahren von einer Fachjury für die Ideenwerkstatt ausgewählt wurden. Darunter auch die Projekte, die 2020 im DA, Kunsthaus zur Umsetzung kommen.

DA, Kunsthaus Kloster Gravenhorst (Hörstel)

11.10.2019 - 02.02.2020 Giovanni Battista Tiepolo Der beste Maler Venedigs
Staatsgalerie Stuttgart (Stuttgart)
Pressemitteilung
Am 27. März 2020 jährt sich der Todestag von Giovanni Battista Tiepolo (1696–1770), dem wohl bedeutendsten Vertreter der Malerei des 18. Jahrhunderts in Italien, zum 250. Mal. Die Staatsgalerie ehrt den venezianischen Meister mit einer Sonderausstellung, die den hochrangigen Stuttgarter Tiepolo-Bestand im Kontext einer Auswahl internationaler Leihgaben aus Malerei, Graphik und Zeichenkunst präsentiert. Erstmals im deutschsprachigen Raum soll die Schau damit den Blick auf die gesamte Schaffenszeit Tiepolos eröffnen und anhand exemplarischer Werke die Vielfalt seiner Themen, Bildgattungen und künstlerischen Medien anschaulich machen.

Ausgangspunkt ist eine der ungewöhnlichsten Schöpfungen Tiepolos, die sich heute im Besitz der Staatsgalerie befindet: das Leinwandbild mit der »Ruhe auf der Flucht nach Ägypten«, das der Maler in seinen letzten Lebensjahren in Madrid schuf. Zwei Gemälde aus früheren Schaffensphasen sowie das bedeutende Konvolut Tiepolo-Zeichnungen ergänzen die Sammlung. Die Ausstellung versammelt weitere Gemälde aus Mythologie und Geschichte, aber auch Beispiele für die meist unterschätzten religiösen Bildfindungen. So stellt die Präsentation die virtuose Erzählkunst Tiepolos und seine ebenso elegante wie theatralische Bildsprache in den Mittelpunkt, die dennoch von hintergründigem Humor und dem Willen zur Karikatur geprägt ist. Ein besonderes Augenmerk gilt dem Stellenwert, den Tiepolo der Fantasie, der Illusion und auch der Irritation in seinen Bilderwelten einräumte.

Die Ausstellung will eine Neubewertung von Tiepolos Werk anstoßen, die seine malerische Kreativität und Imaginationskraft in den Mittelpunkt stellt und ein neues Bewusstsein für die Bedeutung des Meisters an der Zeitenwende vom Barock zur Aufklärung schafft.

Staatsgalerie Stuttgart (Stuttgart)

11.10.2019 - 02.02.2020 La Serenissima Zeichenkunst in Venedig vom 16. bis 18. Jahrhundert
Staatsgalerie Stuttgart (Stuttgart)
Pressemitteilung
Innerhalb der Kunstlandschaften Italiens kommt Venedig eine besondere Stellung zu. Die ungewöhnlichen Lichtverhältnisse in der Lagunenstadt, die vom reflektierenden Wasser umgeben ist, inspirierten nicht nur die venezianischen Maler sondern vor allem auch die Zeichner. Der Strich, oft mit der Feder ausgeführt, übernimmt die führende Rolle: Schwungvoll, vibrierend und in tänzerischer Leichtigkeit werden spielerisch hingestreute Tupfen, Linienhäkchen und Lavierung eingesetzt, um die flimmernden Effekte der einzigartigen Atmosphäre von »La Serenissima« (der »Allerdurchlauchtigsten«, wie Venedig liebevoll genannt wurde) wiederzugeben. Dabei entstehen Kompositionen mit eher sparsam eingesetztem Zeichenmaterial und viel Gespür für ausgedehnte Flächen.

Die Ausstellung präsentiert mit rund 50 Zeichnungen von über 20 Künstlern, darunter Jacopo Tintoretto (1518–1594), Paolo Veronese (1528–1588), Sebstiano Ricci (1659–1734), Giovanni Battista Piazzetta (1682–1754) und Giuseppe Bernardino Bison (1762–1844), die unterschiedlichen Facetten der Venezianischen Zeichenkunst vom 16. Jahrhundert bis zum Niedergang der Republik Venedig im 18. Jahrhundert.

Begleitend zur Großen Sonderausstellung »Tiepolo« werden so zum einen Tiepolos Entwicklung und Stellenwert innerhalb der venezianischen Künstler aufgezeigt und zum anderen Einblicke in die bedeutende Sammlung Venezianischer Zeichnungen aus dem Bestand der Graphischen Sammlung der Staatsgalerie gegeben.

Staatsgalerie Stuttgart (Stuttgart)

11.10.2019 - 03.11.2019 POTENZIALE I. Frauen_Kunst_Perspektiven_Kunst_Frauen_Perspektiven... 90 Jahre GEDOK Karlsruhe.
GEDOK Künstlerinnenforum Karlsruhe (Karlsruhe)
Pressemitteilung
Malerei, Grafik, Druckgrafik, Relief, Collage, Plastik, Installation von 17 Künstlerinnen der GEDOK Karlsruhe:
Antje Altehoefer, Uta Arnhardt, Christine Bauer, Nicole Bellaire, Christa Dihlmann, Verok Gnos, Elsa Hagelskamp, Elke Hennen, Jutta Hieret, Sigrid Jordan, Iris Kamlah, Gloria Keller, Heidi Knapp, Brigitte Nowatzke-Kraft, Anne-Bärbel Ottenschläger, Isabell Reiling, Margot Witte

Vernissage am Freitag, 11.10. 2019 um 20 Uhr
Einführung: Simone Maria Dietz, M.A.
Musikalisches Rahmenprogramm: Carolin Elena Fischer spielt zeitgenössische Kompositionen für Blockflöte

Mit dem ersten Teil der Ausstellung POTENZIALE, der im GEDOK Künstlerinnenforum stattfindet, feiert die Künstlerinnengemeinschaft den fulminanten Höhepunkt des lebendigen, mit zahlreichen Veranstaltungen gespickten Jubiläumsjahres „90 Jahre GEDOK Karlsruhe". Denn 1929 schlossen sich der „Bund Badischer Künstlerinnen“ der drei Jahre zuvor von Ida Dehmel in Hamburg gegründeten GEDOK an. Damals ahnte wohl noch niemand, dass sich diese zunächst kleine Gemeinschaft zu dem heute europaweit größten und ältesten Künstlerinnen-Netzwerk aller Sparten entwickeln würde. Vielfalt und Facettenreichtum sind hier Programm, denn so unterschiedlich und bunt wie die Künstlerinnenpersönlichkeiten selbst sind die hier gezeigten Arbeiten.

Begleitprogramm am Mittwoch, 23.10.2019 um 19.00 Uhr
Vortrag von Hanna Jüngling „Ricarda Huch – Eine Grenzgängerin“

Finissage am Sonntag, 3.11.2019 um 15.00 Uhr
Konzertlesung „Herbstfeuer“ mit Ela Rosenberger und Ursula Zetzmann.
Gedichte von Ricarda Huch crossover mit Jazz/Neuer Musik mit Ursula Zetzmann (Rezitation) und Ela Rosenberger (Flöten, Stimme, Elektronik).

Der Eintritt zur Begleitveranstaltung und zur Konzertlesung ist frei.
Um Spenden wird gebeten.

GEDOK Künstlerinnenforum Karlsruhe (Karlsruhe)

10.10.2019 - 05.01.2020 Berliner Realismus Von Käthe Kollwitz bis Otto Dix
Käthe Kollwitz Museum Köln (Köln)
Pressemitteilung
Rau, ruppig und politisch unbequem: Die Berliner Kunst zur Kaiserzeit besitzt Sprengkraft. Von Wilhelm II. mit dem Verdikt der ›Rinnsteinkunst‹ belegt, widmen sich Künstler der Berliner Secession um 1900 erstmals dezidiert sozialen Themen. Sie begründen eine spezifisch berlinische Tradition des sozialkritischen Realismus, die in der Kunst der Weimarer Republik ihre konsequente Fortsetzung findet.

Mit der Ausstellung BERLINER REALISMUS – VON KÄTHE KOLLWITZ BIS OTTO DIX präsentiert das Käthe Kollwitz Museum Köln mehr als 120 Werke – von Ölmalerei, Zeichnung und Druckgraphik über Plakatkunst und Photographie bis hin zum Film – und spannt gleichzeitig einen Bogen von den 1890er bis in die 1930er Jahre.

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Wie ein roter Faden zieht sich die Auseinandersetzung mit den sozialen Missständen in Deutschland durch die Berliner Kunst. Unabhängig von den zahlreichen Stilrichtungen der Moderne sind Krieg, Revolution, Kapitalismuskritik, soziale Ungleichheit und Prostitution immer wiederkehrende Motive.

Malerei und Graphik
Die prekären Lebens- und Wohnverhältnisse der mit der zunehmenden Industrialisierung stark angewachsenen Arbeiterschaft sind zentrale Themen bei Heinrich Zille (1858-1929), Käthe Kollwitz (1867-1945) und Hans Baluschek (1870-1935). Ihre Werke veranschaulichen in der äußerlich glanzvollen Kaiserzeit die Armut, den Hunger und das soziale Elend im ›Milieu‹.

Der Erste Weltkrieg bedeutet eine drastische Zäsur. Die Urkatastrophe des 20. Jahrhunderts stürzt junge Maler und Graphiker wie Willy Jaeckel (1888-1944), Otto Dix (1891-1969) oder George Grosz (1893-1959) in existenzielle Erfahrungen, die sie anschließend in ihren Werken künstlerisch verarbeiten. Diese ›zweite Generation‹ der Berliner Realisten – darunter auch Otto Nagel (1894-1967), Conrad Felixmüller (1897-1977) und Werner Scholz (1898-1982) – ergreift in der Weimarer Republik nicht mehr nur Partei für den ›kleinen Mann‹, sondern kritisiert mit zunehmend politischer Intention die gesellschaftlichen Zustände. Künstler wie John Heartfield (1891-86) veröffentlichen in neuen Medien wie der Arbeiter-Illustrierten-Zeitung eindringliche Photomontagen und Collagen aus Text und Bild, um politische Entwicklungen zu kommentieren.

Film und Photographie
Die Ausstellung präsentiert auch photographische Positionen: Werke von August Sander (1876-1964) und Friedrich Seidenstücker (1882-1966) ebenso wie Aufnahmen, u.a. von Ernst Thormann (1905-1985), die zeigen, wie es der jungen Arbeiterphotographie gelingt, die Lebensumstände der unteren Gesellschaftsschichten aus einer selbst gewählten Perspektive zu dokumentieren.

Zwei Hauptwerke des proletarischen Films sind im Rahmenprogramm zu sehen: »Mutter Krausen´s Fahrt ins Glück« (1929), ein Höhepunkt des Weimarer Kinos am Ende der Stummfilmzeit, für den Käthe Kollwitz ein Plakat in einem für ihr Werk außergewöhnlich großen Format geschaffen hat, sowie »Kuhle Wampe oder: Wem gehört die Welt?« (1932), ein Musterbeispiel für Agitprop und ein Klassiker der modernen Filmkunst mit Texten von Bertolt Brecht und Musik von Hans Eisler.

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Öffentliche Führungen jeweils Donnerstag / 17 Uhr u. Sonntag / 15 Uhr. (Kosten: nur Eintritt)
Eine Ausstellung in Zusammenarbeit mit dem Bröhan-Museum, Berlin

Käthe Kollwitz Museum Köln (Köln)

06.10.2019 - 26.01.2020 Resonating Spaces
Fondation Beyeler (Riehen)
Pressemitteilung
Resonating Spaces ist der Titel der diesjährigen Herbstausstellung der Fondation Beyeler. Die in der
Ausstellung präsentierten Künstlerinnen sind Leonor Antunes, Silvia Bächli, Toba Khedoori, Susan Philipsz
und Rachel Whiteread. Anstelle einer umfassenden Gruppenschau mit zahlreichen Werken legt die
Ausstellung den Fokus auf exemplarische Werke von einigen wenigen, international renommierten,
zeitgenössischen Künstlerinnen.
Die Werke dieser Künstlerinnen schaffen in sehr unterschiedlicher Form eine spezifische Qualität von
Räumlichkeit – akustisch, als Skulptur oder gezeichnet. Gemeinsam ist ihnen, dass sie zuerst eher als
Räume wirken, als dass sie als Einzelobjekte wahrgenommen werden. In ihrem Aussehen und Auftreten
erscheinen sie zurückhaltend und unaufdringlich, ihre Wirkung allerdings ist stark und kraftvoll. Diese
Werke evozieren Räume zwischen dem Erkennbaren und dem Flüchtigen. Sie schaffen Orte und
Ruhepausen, in denen die Fähigkeit des Erinnerns ausgelöst wird und Bilder und Erinnerungen lebendig
werden.

Bildnachweis:
Toba Khedoori, Untitled (grid), 2015 (detail), oil on canvas, 94 × 94 cm, Los Angeles County Museum of Art, purchased with funds provided by Mr. and Mrs. Bernard A. Greenberg; © Toba Khedoori, Courtesy Regen Projects, Los Angeles & David Zwirner. Photo: Fredrik Nilsen

Fondation Beyeler (Riehen)

03.10.2019 - 03.10.2019 Dokumentarfilm: Mein Leben – Die Fotografin Sibylle Bergemann. Film und Gespräch
Gropius Bau (Berlin)
Pressemitteilung
Dokumentarfilm

Gespräch zwischen Regisseurin Sabine Michel, Frieda und Lily von Wild, Tochter und Enkelin der Künstlerin, moderiert von Till Fellrath

Gropius Bau (Berlin)

29.09.2019 - 15.12.2019 "Bilder aus einem vergangenen Land. Fall der Berliner Mauer."
KuK - Kunst- und Kulturzentrum der StädteRegion Aachen (Monschau)
Pressemitteilung
Der Fall der Berliner Mauer, die Deutschland von 1961 bis 1989 zweiteilte, jährt sich zum 30. Mal. Das nimmt Dr. Nina Mika-Helfmeier als Kuratorin zum Anlass, exklusiv für das KuK eine Ausstellung zu konzipieren. Mithilfe und mit Materialien der langjährigen FAZ- Fotografin Barbara Klemm sowie den in Berlin ansässigen Kulturinstitutionen Ostkreuz-Agentur, Willy-Brandt-Haus und Gallery argus fotokunst als Partnern stellt sie rund 130 Fotografien so zusammen, wie sie nirgendwo anders zu sehen sein werden.

Nachdem unter dem Titel "Bilder aus einem vergangenen Land" bereits im Vorjahr das Zusammenleben in der DDR Thema war, fokussiert der zweite Teil den Schwerpunkt Mauer, deren Auswirkungen und Fall. So beschäftigen sich zum Beispiel Arbeiten von Ute und Werner Mahler damit, wie die Landschaft mit dem Bollwerk aussah. Den Aufnahmen stellt das Fotografenpaar neuere von den gleichen Stellen gegenüber. Mancherorts ist es geradezu unheimlich, wie nichts mehr an die einst schier unüberwindliche Trennlinie erinnert.

Alltagsszenen aus Berlin sind hingegen auf vielen Arbeiten von Arno Fischer zu sehen, während Harald Hauswald sich Gruppen und Neigungsgemeinschaften am Rande der Gesellschaft zuwendet, die aufgrund von Verboten nur heimlich und stets risikobehaftet existierten. Arbeitsalltag (auch) von Frauen zu DDR-Zeiten und in den Jahren rund um den Mauerfall stellt Barbara Köppe dar, während Barbara Klemm mit gutem Grund als "Foto-Chronistin der Einheit" gilt und den Abschied von der DDR hautnah begleitete.

Partner dieser Ausstellung sind "Ostkreuz - Agentur der Fotografen" (Berlin), das Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen sowie die Sparkasse Aachen.

(Fotocredit: Fall der Mauer. Brandenburger Tor, Berlin, 10. November 1989 ©Barbara Klemm)

KuK - Kunst- und Kulturzentrum der StädteRegion Aachen (Monschau)

29.09.2019 - 06.10.2019 Andreas Magdanz: economy meets art
KuK - Kunst- und Kulturzentrum der StädteRegion Aachen (Monschau)
Pressemitteilung
Der in Aachen lebende Fotograf Andreas Magdanz hat 2018 den Wettbewerb "economy meets art" (EMA) für sich entschieden. Für sein EMA-Projekt hat er sich im Folgenden mit zwei Orten im Gebäudekanon der RWTH Aachen University beschäftigt, die er als "entgegengesetzte Eckpfeiler" von dem bezeichnet, wofür Forschung und Wissenschaft stehen: Der Lehmbau (Foto: Teehaus ©Andreas Magdanz) ist stark in Tradition verwurzelt, das Werkzeugmaschinenlabor (WZL) steht für Progression und Innovation. Die Werke, die dabei entstanden sind - das WZL-Bild besteht aus 240 Einzelfotografien, deren aufwendige Montage allein mehr als einen Monat in Anspruch genommen hat -, sind nun erstmals zu sehen, und zwar auf der zweiten Etage im KuK-Kabinett.

Die Vernissage findet am Sonntag, 29. September, parallel zur Ausstellungseröffnung von "Bilder aus einem vergangenen Land: Fall der Berliner Mauer" statt. Die Magdanz-Ausstellung bleibt nur eine Woche bis Sonntag, 6. Oktober, vor Ort.

KuK - Kunst- und Kulturzentrum der StädteRegion Aachen (Monschau)

28.09.2019 - 08.03.2020 respektive Peter Weibel
ZKM | Zentrum für Kunst und Medien (Karlsruhe)
Pressemitteilung
Anlässlich des 75. Geburtstags von Peter Weibel gibt die Ausstellung erstmals einen Überblick über das Gesamtwerk des international bedeutenden Medien- und Konzeptkünstlers.

Ausgehend von seiner zwanzigjährigen Tätigkeit als künstlerisch-wissenschaftlicher Vorstand des ZKM untersucht die Ausstellung Themenfelder wie die Mechanismen der Wahrnehmung und des Denkens, die Eigenwelt der Apparate, die Krise der Repräsentation und des Betriebssystems Kunst sowie die Beziehung von Kunst, Politik und Ökonomie.

ZKM | Zentrum für Kunst und Medien (Karlsruhe)

22.09.2019 - 22.09.2019 September:))klänge 2019 – ,,Nussknacker und Mausekönig“
DA, Kunsthaus Kloster Gravenhorst (Hörstel)
Pressemitteilung
Familienkonzert mit Stipendiaten der Werner Richard – Dr. Carl Dörken Stiftung | Moderation: Winfried Fechner | Beginn: 17.00 Uhr | Eintritt: 10 €, erm. 6 € für (Kinder bis 14 Jahre), 25 € Familienkarte (2 Erw. und 2 Ki.)

Mit dieser Konzertreihe präsentiert das DA Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen klassische Musik in heiterer unterhaltsamer Form.

DA, Kunsthaus Kloster Gravenhorst (Hörstel)

21.09.2019 - 19.01.2020 HIER UND JETZT im Museum Ludwig.Transcorporealities
Museum Ludwig (Köln)
Pressemitteilung
Beteiligte Künstler*innen:
Jesse Darling, Flaka Haliti, Trajal Harrell, Paul Maheke, Nick Mauss, Park McArthur, Oscar Murillo, Sondra Perry

Ausgangspunkt der Ausstellung Transcorporealities ist das Konzept der Durchlässigkeit von Körpern. Posthumanistische und neue materialistische Theorien begreifen menschliche wie nichtmenschliche Körper als offene Systeme, die sich im dauerhaften Austausch mit ihrer Umwelt befinden – jenseits von Dualismen wie Natur und Kultur, Mensch und Maschine, Subjekt und Objekt oder Individualität und Gemeinschaft. Die Idee der Transkorporalität lässt sich auch auf das Museum anwenden: In stetigen Beziehungsprozessen durchdringen sich darin diverse soziale, biologische, technologische, wirtschaftliche, politische und sprachliche Systeme.

Vor diesem Horizont aktiviert die Ausstellung einen Bereich im Museum, der sich durch seine transparenten Fensterfronten und Glastüren an zwei Seiten öffnet und frei zugänglich ist: das Eingangsfoyer. Als Transitraum bildet es eine Art Membran – einerseits um das sensible Innenleben der Institution vor äußeren Einflüssen zu schützen, andererseits um ihre Poren für die Umwelt zu öffnen und somit ihre Atmung zu ermöglichen. Die künstlerischen Arbeiten reagieren unmittelbar auf den Raum, schaffen neue Mikroarchitekturen, inkorporieren die bereits bestehende Einrichtung oder legen venenartige Fährten in die Sammlung und weitere Vermittlungskanäle des Museums. Die Werke sind immersiv, prozessual oder performativ. Mitunter entziehen sie sich bewusst der materiellen Fassbarkeit.

Oscar Murillo lädt die Besucher*innen ein, auf seiner raumgreifenden Tribüneninstallation neben ausgestopften Figuren Platz zu nehmen, und schafft eine Agora-Situation rund um eine Bühne, auf der während der Laufzeit ein weit gespanntes Veranstaltungs- und Vermittlungsprogramm stattfindet. Ähnlich performative Möglichkeitsräume entstehen durch Paul Mahekes Interventionen: Mit neuen Arbeiten markiert er dezidiert die Schwellen zwischen Innen- und Außenraum und lässt unter anderem OOLOI, eine alienhafte Fantasie-Figur dritten Geschlechts, ins Museum einziehen. Auch Flaka Haliti reflektiert die Perspektiven auf nichtmenschliche Körper und widmet sich obskuren Tiefseekreaturen, die sich außerhalb menschlicher Reichweite befinden und dadurch zu Spekulationen anregen. Während Jesse Darling mit einer neuen Skulpturenserie einige der Schließfächer im Foyer okkupiert und diese in Vitrinen verwandelt, hebt eine Baggerinstallation von Sondra Perry den westlichen menschlichen Exzeptionalismus aus den Angeln. Auch die Technologien der Repräsentation zeigen sich als durchlässig, wenn Perry die ihnen innewohnenden diskriminierenden Identitätskonstruktionen entlarvt.

Trajal Harrell und Nick Mauss greifen in die Sammlung ein und untersuchen auf unterschiedliche Weise transmediale Repräsentationsformen von Körperlichkeit und Performativität. Harrell, der 2018 vom deutschen tanz-Magazin als „Tänzer des Jahres“ ausgezeichnet wurde, befragt in einem Tanzsolo und einer Installation seinen (Selbst-)Wert. Im Dancer of the Year Shop versammelt er persönliche Gegenstände von unschätzbarer Kostbarkeit, darunter Erbstücke aus seinem Familienbesitz und Freundeskreis sowie Relikte seiner Karriere, und bietet sie an bestimmten Tagen der Laufzeit zum Verkauf an. Nick Mauss hingegen spürt Resonanzen zwischen verschiedenen Sammlungswerken auf, indem zum Beispiel Jasper Johns 15 Minuten Pause (1961) auf verweilende Darsteller in einem Gemälde von Erich Heckel (1928) trifft. In Mauss' Konfiguration mit dem Titel Traktat über den Schleier treten diese Arbeiten in Dialog mit einem projizierten Fotoarchiv von Carl Van Vechten und einer neuen Choreografie, die mit Studierenden der Hochschule für Musik und Tanz Köln entwickelt wird.

Die Künstler*innen teilen eine transdisziplinäre und institutionsreflexive Praxis. Dazu gehört die bewusste Auseinandersetzung mit der eigenen Rolle und transkorporalen Prozessen im Spannungsfeld zwischen gelebter Erfahrung und visueller Repräsentation, Ein- und Zuschreibungen oder Zurschaustellung und Angeschautwerden. Denn geht es um die mannigfaltigen Formen der Verkörperung, liegen Widerstand und Verwundbarkeit oft ebenso prekär nah beieinander wie Autonomie und Abhängigkeit, Liberalisierung und Instrumentalisierung.

Museen sind soziale Orte der Bildung, die gemäß der ihnen zugeschriebenen Kernaufgabe – Sammeln und Bewahren – Materie und Bedeutung im kulturellen Gedächtnis schaffen. Doch inwiefern funktionieren sie auch als eine Art Agora, als Ort der Versammlung? Dabei soll Transcorporealities nicht die Großzügigkeit und Gastfreundschaft des Museums unter Beweis stellen, sondern vielmehr ungelöste institutionelle Fragen nach Zugänglichkeit sowie den Möglichkeiten und Grenzen der Repräsentation von Körpern verhandeln: Wer ist das Wir, wer das Sie?

Transcorporealities ist die fünfte Ausstellung innerhalb der Projektreihe HIER UND JETZT im Museum Ludwig und wird kuratiert von Leonie Radine.

Zur Ausstellung erscheint ein Katalog mit Beiträgen von Stacy Alaimo, Park McArthur, Leonie Radine und Nora Sternfeld. Park McArthur nutzt die Buchseiten als Medium für ihren künstlerischen Beitrag, „um die Fähigkeit des Katalogs zur Vermittlung und Reproduktion zu betonen“.

Das Ausstellungsprojekt wird großzügig gefördert durch das Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen im Rahmen des Verbundprojekts „100 jahre bauhaus im westen“ und die Peter und Irene Ludwig Stiftung. Außerdem wird die Ausstellung substantiell unterstützt von der Fördergruppe HIER UND JETZT aus dem Kreis der Mitglieder der Gesellschaft für Moderne Kunst am Museum Ludwig e.V. sowie der Stiftung Storch. Wir danken darüber hinaus der RheinEnergieStiftung Kultur für ihre Unterstützung.
Web und Social Media
Zur Ausstellung kommuniziert das Museum Ludwig auf seinen Social-Media-Kanälen mit dem Hashtag #transcorporealities
Facebook/Instagram/Twitter/Vimeo: @MuseumLudwig – www.museum-ludwig.de

Programmvorschau (Auswahl)
Tanzprogramm in Köln im Rahmen von Konstellationen
„Konstellationen" ist ein Kooperationsprojekt mit der Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen und dem tanzhaus nrw in Düsseldorf, Museum Folkwang und PACT Zollverein in Essen, Museum Ludwig und Zentrum für Zeitgenössischen Tanz an der Hochschule für Musik und Tanz Köln im Rahmen von „100 jahre bauhaus im westen", Land Nordrhein-Westfalen und Landschaftsverbände Rheinland (LVR) und Westfalen-Lippe (LWL), gefördert vom Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen. Schirmherrin ist Isabel Pfeiffer-Poensgen, Ministerin für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen.

20. September, 20:30 Uhr: Trajal Harrell: Dancer of the Year
23./ 24./ 26./ 27. November 2019, 14–18 Uhr: Nick Mauss: Traktat über den Schleier
23. November 2019, 9:30–20:30 Uhr: Transposium im Zentrum für Zeitgenössischen Tanz und Museum Ludwig, u. a. mit Beiträgen von Antonia Baehr, Gosi Vervloessem und einem Gespräch zwischen Nick Mauss und den Tänzer*innen Brigitte Marielos Huezo, Paulina Jürges, Josefine Luka Simonsen, Camilla Schielin, Christoph Speit, Sebastian Varra
29. November 2019, 19:30 Uhr: Paul Maheke und Melika Ngombe Kolongo (aka Nkisi): Sènsa (Auszüge)
30. November und 1. Dezember 2019, 11–14 Uhr: Trajal Harrell: Dancer of the Year Shop 16:30 Uhr: Trajal Harrell: Dancer of the Year

Museum Ludwig (Köln)

13.09.2019 - 06.10.2019 Harald Herr
BBK Karlsruhe, Künstlerhaus Karlsruhe (Karlsruhe)
Pressemitteilung
Der BBK Karlsruhe zeigt in Gedenken an seinen langjährigen Vorsitzenden Harald Herr (von 1991 bis 2003) eine Einzelausstellung in der Galerie im Künstlerhaus Karlsruhe. Zu sehen sind Malerei, Zeichnung und Druckgrafik aus seinem Oeuvre, das sich u. a. mit den Themen Landschaft, Stadtansichten, Architekturmotive und Stillleben beschäftigt.
Harald Herr studierte an der Akademie der Bildenden Künste in Karlsruhe bei den Professoren Meistermann, Arnold und Baselitz. Von 1979 an arbeitete er freischaffend und war gleichzeitig kulturpolitisch im Bezirksverband Bildender Künstlerinnen und Künstler, Karlsruhe (BBK) tätig. Über ein Jahrzehnt gestaltete er als Vorsitzender des BBK die kulturellen und künstlerischen Geschicke Karlsruhes mit.

Eröffnung: Freitag, 13.09.2019, 19.00 Uhr
Begrüßung: Dietmar Israel, Vorsitzender BBK Karlsruhe e. V.
Einführung: Dr. Michael Heck
Musik: Claus Temps und Heike Bleckmann

BBK Karlsruhe, Künstlerhaus Karlsruhe (Karlsruhe)

12.09.2019 - 19.01.2020 Durch Mauern Gehen
Gropius Bau (Berlin)
Pressemitteilung
Zum 30. Jahrestag des Falls der Berliner Mauer untersucht die Gruppenausstellung "Durch Mauern gehen" auf Teilung und Spaltung basierende Machtstrukturen und richtet den Blick auf die damit verknüpften Erfahrungen und Auswirkungen auf individueller und kollektiver Ebene.

Es ist nicht lange her, dass der Fall der Mauer als eines der wichtigsten Symbole des Utopismus des 20. Jahrhunderts galt. In jüngster Zeit haben Populismus und der Anstieg extremer nationalistischer Positionen jedoch Ideologien den Weg bereitet, die immer mehr auf Spaltung abzielen. "Durch Mauern gehen" ist eine zeitgemäße Antwort auf die gegenwärtigen Entwicklungen: Die Berliner Mauer wird über die besonderen deutschen Umstände hinaus zu einem Ansatzpunkt für die kritische Reflexion der Auswirkungen von realen und metaphorischen Spaltungen.

Die Ausstellung versammelt Arbeiten von 28 internationalen Künstler*innen und umfasst eine Vielzahl von Medien wie Malerei, Skulptur, Fotografie, Film, Audioinstallation, ortsspezifischer Intervention und Performance. Sie ist als ein umfassender, nichtlinearer Erfahrungsraum konzipiert, der drei Themenfelder miteinander verknüpft: Das erste vermittelt die physische Präsenz von Mauern und ihre Funktion als Orte der Trennung. Das zweite beschäftigt sich mit den Auswirkungen von realen und metaphorischen Mauern auf diejenigen, die mit ihnen leben. Das dritte macht die Anstrengungen sichtbar, die nötig sind, um bestehende Teilungen zu überwinden. Darüber hinaus nimmt "Durch Mauern gehen" direkten Bezug auf den Standort des Gropius Bau: Zahlreiche symbolische und zum Teil historisch belastete Stätten befinden sich in unmittelbarer Nähe oder sind von den Ausstellungsräumen aus sichtbar, darunter ein Reststück der Berliner Mauer.

Mit Arbeiten von Marina Abramovi? und Ulay, José Bechara, Sibylle Bergemann, Tagreed Darghouth, Jose Dávila, Willie Doherty, Smadar Dreyfus, Melvin Edwards, Dara Friedman, Dora García, Zahrah Al Ghamdi, Mona Hatoum, Nadia Kaabi-Linke, Michael Kvium, Gustav Metzger, Reem Al Nasser, Christian Odzuck, Emeka Ogboh, Anri Sala, Fred Sandback, Aki Sasamoto, Regina Silveira, Siska, Javier Téllez, Samson Young, Yuan Yuan, Héctor Zamora

Kuratiert von Sam Bardaouil und Till Fellrath

Gropius Bau (Berlin)

06.09.2019 - 06.10.2019 PERIPHERIEN. Lola Berciu, Gabriela Király,Orsolya Láng,Timea Mitroi, Katalin Moldvay
GEDOK Künstlerinnenforum Karlsruhe (Karlsruhe)
Pressemitteilung
Künstlerinnen aus Sathmar / Siebenbürgen (Rumänien):
Lola Berciu, Malerei; Gabriela Király, Malerei; Orsolya Láng, Animation; Timea Mitroi, Grafik und Katalin Moldvay, Objekte

Vernissage am Freitag, 06.09. um 20 Uhr
Grußwort der Stadt: Dr. Susanne Asche, Kulturamtsleiterin
Einführung: Krisztina Jütten, M.A.
Musikalische Begleitung: Roland Kreuzer (Violine) und Emil Langbord (Viola) spielen Musik von Béla Bartók und Bohuslav Martinu

Galerientag am Sa, 14.09., von14 bis 20 Uhr

Mit dem Titel PERIPHERIEN – Künstlerinnen aus Sathmar/Siebenbürgen zeigt die GEDOK Karlsruhe erneut eine Ausstellungmit Werken von Künstlerinnen aus Osteuropa. Sathmar (ungarisch Szatmárnemeti, rumänisch Satu Mare) ist eine Grenzstadt im Nordwesten Siebenbürgens, Heimatstadt der Künstlerin Katalin Moldvay, die seit 30 Jahren in Baden-Baden lebt und die Ausstellung kuratiert hat.

Lola Berciu (*1980), Gabriela Király(*1980), Timea Mitroi (*1989) leben und arbeiten in Sathmar, Orsolya Láng (*1987) stammt von dort und lebt jetzt in Marosvásárhely/ Targu-Mures. Alle Künstlerinnen außer Orsolya Láng haben an der Universität für Kunst und Design in Cluj-Napoca/Klausenburg studiert.

Orsolya Láng hat 2017 die Moholy-Nagy Kunstuniversität in Budapest absolviert. In ihrer Diplomarbeit mit dem Titel „Nach der Saison“, die sie auch in der GEDOK Galerie zeigen wird, geht es um Menschen, die so lange „Elemente der Landschaft sind bis ihre Blicke einander treffen“. Sie hat die Geschichte geschrieben, gezeichnet, Regie geführt und erfolgreich an mehreren internationalen Animationsfilmfestivals teilgenommen. 2017 war sie auf Einladung des Goethe-Instituts Stadtschreiberin in Göttingen.
Lola Berciu malt abstrakte Landschaften mit überraschenden realistischen Details. Gabriela Királys beinahe abstrakt wirkende, monochrome Malerei zeigt Innen- und Außenräume. Auf den großformatigen, virtuosen Zeichnungen von Timea Mitroi erscheinen meist junge Mädchen - in ihrer Grafiken beschäftigt sie sich vor allem mit Porträts und Tierdarstellungen.
Katalin Moldvay ergänzt die Bildpräsentation mit ihren überraschenden Schwarz-Weiß-Objekten für Wand und Boden, die sie aus den unterschiedlichsten Fundstücken und Materialien zusammenfügt.

GEDOK Künstlerinnenforum Karlsruhe (Karlsruhe)

06.09.2019 - 05.10.2019 Ogruz Dogru "I´m helping people get rid of their taboos" Digitalpainting
Kunstverein Kreis Soest e. V. (Soest)
Pressemitteilung
Die "Digital-Künstler" sind dazu übergegangen, ihre Arbeiten nach der Software zu benennen, mit der sie hauptsächlich arbeiten. Ähnlich wie beim Holzschnitt, dem Aquarell oder der Lithografie gibt es in der digitalen Kunst Photopaintings, 3D-Bilder, Vektorgrafik, Mathematische Kunst und Mixed Media.
Oguz Dogru zeigt in der Soester Ausstellung ausschließlich Collagen des Photopaintings.
Sie entstehen immer mit Foto-Bearbeitungsprogrammen, z. B. Photoshop von Adobe, Photopaint von Corel, etc.
Die Basis der Bilder ist zumeist ein Foto oder auch eine eingescannte Skizze.Oguz Dogru nimmt sie auseinander, fügt neu zusammen, ergänzt durch bildfremde Elemente und transformiert das ursprüngliche Bild zu einer völlig neuen Bildaussage.

Kunstverein Kreis Soest e. V. (Soest)

04.09.2019 - 12.01.2020 Wu Tsang: There is no nonviolent way to look at somebody
Gropius Bau (Berlin)
Pressemitteilung
In der Einzelausstellung "There is no nonviolent way to look at somebody" werden Wu Tsangs Filme in einen Dialog mit ihrer skulpturalen Praxis gesetzt, die auf dem Zusammenspiel von Glas, Licht und Text aufbaut und eine speziell für den Gropius Bau konzipierte Farbglasarbeit umfasst.

Im Rahmen der Ausstellung zeigt der Gropius Bau Wu Tsangs neueste Filmarbeit "One emerging from a point of view", die in einer hybriden Filmsprache Migrationserfahrungen in den Fokus rückt. Der auf der griechischen Insel Lesbos gedrehte Film thematisiert die aktuelle Situation, mit der Landschaft und Inselbewohner*innen gleichermaßen konfrontiert sind: das Trauma der Vertreibung. Allein im Jahr 2015 haben über 850.000 Geflüchtete Griechenland erreicht; viele von ihnen kamen an den Ufern der Insel Lesbos an, nachdem sie vor Krieg und untragbaren politischen Umständen über das Mittelmeer geflüchtet waren. Wu Tsang setzt magischen Realismus ein, um diese Realitäten zu dokumentieren, und lässt dabei die Grenzen zwischen Fakt, Fiktion und surrealer Erzählung bewusst verschwimmen. Was gemeinhin als „Flüchtlingskrise“ bezeichnet wird, wird im Film strukturell als Krise der Repräsentation erfahrbar.

Ihr Umgang mit bewegten Bildern, der von den Traditionen des Dokumentarfilms beeinflusst ist, stellt einen zentralen Aspekt der Ausstellung dar. "One emerging from a point of view" besteht aus zwei sich überlappenden Videoprojektionen, in denen sich Aufnahmen überschneiden und ineinander verlaufen – eine Technik, die auch im Film "We hold where study" (2017) zum Einsatz kommt. Beide Filme zeichnen sich durch eine rigorose Choreografie der Kamera aus; unterschiedliche Welten und psychologische Räume werden miteinander verwoben und lassen letztlich durch die sich überlappenden Projektionen einen unbestimmten „dritten“ Raum entstehen.

Auch in "We hold where study" wird ein filmischer Zwischenraum sichtbar; der Film zeigt choreografische Duette, in denen Körper sich aneinanderpressen, verfangen und wieder lösen. Wu Tsang entwickelt so ein visuelles Vokabular, das sich poetisch Praktiken der Blackness und Queerness annähert und reagiert damit auf den Essay "Leave Our Mikes Alone" von Stefano Harney und Fred Moten, einem ihrer langjährigen Kollaborationspartner*innen.

Künstlerische Kollaborationen sind ein wesentlicher Bestandteil der Arbeitsweise Wu Tsangs; sie werden von ihr strategisch zum Erreichen dessen eingesetzt, was sie als In-betweenness, als Dazwischensein, bezeichnet. In ihren Arbeiten überlagert sie bewusst die Gesten, Wörter und Stimmen anderer und lässt auf diese Weise vielfältige, sich verschränkende Perspektiven zur Geltung kommen.

Kuratiert von Stephanie Rosenthal mit Clare Molloy

Gropius Bau (Berlin)

31.08.2019 - 17.11.2019 „Das stärkste, was Morgen heute bietet.“ Der STURM in Jena Ein Projekt der Kunstsammlung Jena im B
Kunstsammlung Jena (Jena)
Pressemitteilung
Als man vor 100 Jahren das Bauhaus in Weimar gründete, ahnte wohl keiner, mit welcher Dynamik sich die Ideen dieser Einrichtung fortpflanzen würden und wie diese sich mit anderen Bewegungen vernetzen würden. Eine dieser Strömungen war zweifellos die von Herwarth Walden initiierte und dirigierte STURM-Bewegung, die sich ab 1912 um die von ihm in Berlin gegründete Galerie organisierte und ausbreitete. Viele der Bauhaus-Künstler waren im Programm der STURM-Galerie vertreten und Walter Dexel, der Geschäftsführer des Jenaer Kunstvereins, pflegte eine enge Beziehung zu ihr, was ihm Lob und Tadel gleichermaßen einbrachte.

Unsere Ausstellung versammelt zahlreiche Künstler aus beiden Lagern, vorzugsweise jene, die schon früher hier in Jena gezeigt worden sind. Die Vitalität und Vielfalt des frühen Bauhauses löst sich hier in spannenden Korrespondenzen im weiten Feld der STURM-Bewegung auf und einmal mehr wird deutlich, mit welchem Weitblick die Aktivisten des früheren Jenaer Kunstvereins zu Werke gingen.
Die Leihgaben sind Teil schweizerischer, französischer und deutscher Sammlungen und für die Finanzierung danken wir dem Freistaat Thüringen und der Sparkassengruppe Hessen-Thüringen.

Kunstsammlung Jena (Jena)

31.08.2019 - 29.10.2019 Sammlung Rudolf Staechelin
Fondation Beyeler (Riehen)
Pressemitteilung
ie Gemälde der renommierten Sammlung von Rudolf Staechelin (1881–1946) kehren nach vier Jahren nach Basel zurück. Nach vielbeachteten Ausstellungen im Museo Nacional Reina Sofia in Madrid und der Phillips Collection in Washington (beide zusammen mit der Sammlung Im Obersteg) werden die 19 Werke des Impressionismus, Post-Impressionismus und der Klassischen Moderne ab Ende August 2019 in der Fondation Beyeler in Riehen bei Basel präsentiert. Hier sind die eindrücklichen Gemälde von Paul Cézanne, Edgar Degas, Paul Gauguin, Vincent van Gogh, Ferdinand Hodler, Édouard Manet, Claude Monet, Pablo Picasso, Camille Pissarro und Auguste Renoir zunächst in einer konzentrierten Ausstellung zu sehen. Danach werden die Bilder in die periodisch wechselnden Sammlungspräsentationen der Fondation Beyeler integriert. Damit sind die Kunstwerke wieder in Basel öffentlich zugänglich, wo ein neues Kapitel in der bewegten Geschichte der Sammlung Rudolf Staechelin beginnt.

Fondation Beyeler (Riehen)

28.08.2019 - 30.10.2019 Parkplatzgarten am Gropius Bau. Ein Urban-Gardening-Projekt
Gropius Bau (Berlin)
Pressemitteilung
Anlässlich der Ausstellung "Garten der irdischen Freuden" verwandelt sich Parkraum neben dem Gropius Bau in eine kleine Gartenfläche. Hochbeete bieten Platz für Gemüseanbau und laden zur Reflexion darüber ein, welche Rolle die Natur im Stadtraum spielt. Regelmäßige Veranstaltungen kreisen um Themen wie Kompostierung, Mundraub, kulturelle Vielfalt und barrierefreie Gemeinschaftsgärten.

Gropius Bau (Berlin)

03.08.2019 - 26.01.2020 ENTSCHWERT -Andreas Durrer und Armin Göhringer
Städtische Galerie Fruchthalle (Rastatt)
Pressemitteilung
Malerei und Skulptur, Fläche und Raum, Farbe und Struktur, Linie und Form sind die Themen der Zusammenschau mit zum Teil großformatigen Werken des Malers Andreas Durrer und des Bildhauers Armin Göhringer. Dabei spielen die Linie in ihrer ebenso abstrakten wie konkreten Bewegtheit und die Materialität der Farbräume und Holzblöcke eine gewichtige Rolle, gleichwohl die lyrischen Abstraktionen Durrers und die über filigrane Stege gehaltenen Quadermassen Göhringers eine fast schwerelose Leichtigkeit entfalten, die die Bilder luftig und die Skulpturen getragen erscheinen lässt.

Städtische Galerie Fruchthalle (Rastatt)

03.08.2019 - 30.11.2019 Aktivierung von Rashid Johnsons Installation „Antoine’s Organ“. Musik im Lichthof
Gropius Bau (Berlin)
Pressemitteilung
Im Rahmen der Ausstellung "Garten der irdischen Freuden" wird jeden Samstag Rashid Johnsons monumentale Installation "Antoine’s Organ" im Lichthof von wechselnden Musiker*innen akustisch aktiviert.

In seiner Installation "Antoine’s Organ" organisiert Rashid Johnson in einer gitterartigen Struktur eine Vielzahl von Objekten und Pflanzen zu einem üppigen Ökosystem. In ihrem Inneren beherbergt die Pflanzeninsel ein Klavier; durch die Musik wird die Installation gleichzeitig Orgel und Organismus. Es entsteht ein belebter Garten, der als poetisches Abbild einer Welt gelesen werden kann, in der historische Entwicklungen und ihre Artefakte immer wieder neu betrachtet werden.

3. August 2019
Musik von Adam Parker

10. August 2019
Musik von Adam Parker

17. August 2019
Musik von Max Andrzejewski

24. August 2019
Musik von Dora Osterloh

31. August 2019
Musik von Dora Osterloh

7. September 2019
Musik von Sarah Martin

14. September 2019
Musik von Sarah Martin

21. September 2019
Musik von Sarah Martin

28. September 2019
Musik von Declan Forde

5. Oktober 2019
Musik von Max Andrzejewski

12. Oktober 2019
Musik von Declan Forde

19. Oktober 2019
Musik von Magda Mayas

26. Oktober 2019
Musik von Aaron Reeder

2. November 2019
Musik von Declan Forde

9. November 2019
Musik von Sarah Martin

16. November 2019
Musik von Declan Forde

23. November 2019
Musik von Adam Parker

30. November 2019
Musik von Aaron Reeder

Gropius Bau (Berlin)

26.07.2019 - 01.12.2019 Garten der irdischen Freuden
Gropius Bau (Berlin)
Pressemitteilung
In der Ausstellung Garten der irdischen Freuden interpretieren über 20 internationale Künstler*innen das Motiv des Gartens als eine Metapher für den Zustand der Welt, um die komplexen Zusammenhänge unserer chaotischen und zunehmend prekären Gegenwart zu erforschen.

Neben der klassischen Lesart des Gartens als einem Sehnsuchtsort voll meditativer, spiritueller und philosophischer Möglichkeiten wird er in der Ausstellung als ein Ort der Dualität und des Widerspruchs begriffen: als ein Grenzbereich zwischen Realität und Fantasie, Utopie und Dystopie, Harmonie und Chaos, dem Ausgeschlossen- und dem Teilsein – ein Paradies, dem das bedrohliche Gefühl der Vertreibung innewohnt.

Durch eine Vielzahl zeitgenössischer künstlerischer Positionen verhandelt Garten der irdischen Freuden soziale, politische und ökologische Phänomene wie Migration, Klimawandel, Kolonialisierung, Globalisierung, Kapitalismus sowie Gentrifizierung und zeigt Strategien, die den Garten subversiv instrumentalisieren und so zum politischen Nährboden formen. Gleichzeitig sind Werke zu sehen, die den Garten in seiner poetisch-sinnlichen Dimension erfahrbar machen: Immersive Installationen und eine Virtual-Reality-Arbeit rufen eine intensive Naturfülle auf, verdeutlichen aber auch die Fragilität des paradiesischen Zustands.

In der Zusammenführung vom Paradiesischen und Katastrophischen zeigt sich die Ausstellung von Hieronymus Boschs Triptychon Garten der Lüste inspiriert, auf das auch der Titel Bezug nimmt. Die in der Nachfolge Boschs im Zeitraum von 1535 bis 1550 entstandene Version des Garten der Lüste, die im Gropius Bau zu sehen ist, bildet daher einen Ausgangspunkt der Ausstellung.

Mit Arbeiten von Maria Thereza Alves, Korakrit Arunanondchai, Hicham Berrada, John Cage, Tacita Dean, Nathalie Djurberg und Hans Berg, Futurefarmers, Lungiswa Gqunta, Rashid Johnson, Yayoi Kusama, Louise Lawler, Renato Leotta, Isabel Lewis, Libby Harward, Jumana Manna, Uriel Orlow, Heather Phillipson, Pipilotti Rist, Maaike Schoorel, Taro Shinoda, Zheng Bo sowie einem Gemälde aus der Bosch-Nachfolge

Kuratiert von Stephanie Rosenthal mit Clara Meister

Foto: Pipilotti Rist, Homo sapiens sapiens, 2005. Audio-Video-Installation (Videostill) © Pipilotti Rist, Courtesy: Pipilotti Rist, Hauser & Wirth und Luhring Augustine

Gropius Bau (Berlin)

20.07.2019 - 19.01.2020 Tradition und Aufbruch - Nach­kriegs­kunst in Karlsruhe
Städtische Galerie Karlsruhe (Karlsruhe)
Pressemitteilung
"Tradition als Verpflichtung" - unter diesem Motto stand nicht nur die Karlsruher Kunstakademie, als sie nach schweren Kriegszerstörungen 1947 ihren Lehrbetrieb wieder aufnahm, diese Haltung kennzeichnet auch die gesamte Kunstszene der Nachkriegszeit in der Fächerstadt. Mit der Wiedereinsetzung ihrer 1933 entlassenen Professoren Karl Hubbuch und Wilhelm Schnarrenberger bzw. mit den Berufungen von Erich Heckel und Otto Laible knüpfte die Akademie an ihre eigenen Wurzeln und an anerkannte Richtungen der Klassischen Moderne an. Auch das Schaffen der hier freiberuflich tätigen Künstler blieb größtenteils einer gegenständlichfigurativen Bildsprache verbunden. Erst mit HAP Grieshaber, der 1955 als Nachfolger Heckels nach Karlsruhe kam, wurden neue Impulse wirksam. Grieshaber begeisterte seine Studierenden für die aktuellen Positionen der internationalen Avantgarde und förderte eine große Zahl junger Talente. Aus seiner Klasse ging die Neue Figuration hervor, zu deren bedeutendsten Vertretern u. a. Horst Antes und Walter Stöhrer zählen. Spannende Gegenüberstellungen individueller Positionen vermitteln einen facettenreichen Einblick in das Kunstgeschehen der Stadt zwischen Kriegsende und 1960.

Foto: Fritz Klemm, Stilleben (Doppeltisch mit Schale), 1952, Städtische Galerie Karlsruhe

Städtische Galerie Karlsruhe (Karlsruhe)

13.07.2019 - 29.09.2019 Eric Hattan – entlang
Staatliche Kunsthalle Karlsruhe (Karlsruhe)
Pressemitteilung
Die Arbeiten des Schweizer Installations-, Performance- und Video-Künstlers entstehen mit einfachsten technischen Mitteln und minimalem Aufwand. Auf seinen Reisen durch verschiedene Kontinente unternimmt, beobachtet und dokumentiert Eric Hattan Alltägliches. In der Kunsthalle ist eine Auswahl dieser Videos zu sehen, die der Künstler in einer raumstrukturierenden Synthese aus Wandprojektionen und Monitor-Präsentationen installiert. Die Studien laden zu stillen Streifzügen an entlegene Orte ein, fokussieren das Nebensächliche und sind geprägt vom Flüchtigen und Peripheren. Alle Informationen unter: kunsthalle-karlsruhe.de/ausstellung/eric-hattan

Staatliche Kunsthalle Karlsruhe (Karlsruhe)

13.07.2019 - 29.09.2019 Familienbande. Die Schenkung Schröder
Museum Ludwig (Köln)
Pressemitteilung
In den 1990er Jahren formiert sich in Köln eine neue Kunstszene: Junge Galerien wie jene von Christian Nagel eröffnen, die Zeitschrift Texte zur Kunst wird gegründet und ein Künstlerkollektiv betreibt den alternativen Ausstellungsraum Friesenwall 120. Das Rheinland entwickelt sich – im intensiven Austausch mit New York – zu einem intellektuellen Zentrum dieser Dekade. Alexander Schröder verfolgt diesen Aufbruch von Berlin aus und beginnt, die Kunst seiner Zeit mit einem besonderen Blick zu sammeln. Heute vermittelt Schröders Schenkung die eigenwillige und sinnliche Seite der durch die Konzeptkunst geprägten 1990er und 2000er Jahre. Sie macht deutlich, welche Bedeutung Künstler*innengemeinschaften und Kollaborationen in wechselnden Konstellationen hatten. Die Ausstellung stellt die Schenkung mit Werken der Sammlung des Museum Ludwig vor.

Museum Ludwig (Köln)

13.07.2019 - 29.09.2019 Silvia Bächli – shift
Staatliche Kunsthalle Karlsruhe (Karlsruhe)
Pressemitteilung
Silvia Bächli gehört zu den bekanntesten Zeichnerinnen ihrer Generation. Mit ihren subtilen Werken reflektiert die Schweizer Künstlerin nicht nur ihr Medium, sondern in ihren Präsentationen auch immer wieder das Zusammenspiel von Zeichnungen im Raum. In der ortsspezifisch angelegten Karlsruher Ausstellung wird sie 80 Arbeiten zeigen – darunter erstmals auch kleine Skulpturen. Themen der Ausstellung sind das Zeichnen als Form der Übersetzung von Wahrnehmungen in Atmosphären, aber auch das Verhältnis von Kopf und Körper, Empfindung und Erscheinung, Raumerfahrung und Zweidimensionalität. Alle Informationen unter: kunsthalle-karlsruhe.de/ausstellung/silvia-baechli

Staatliche Kunsthalle Karlsruhe (Karlsruhe)

12.07.2019 - 27.10.2019 Miriam Cahn: Ich als Mensch. I as Human
Haus der Kunst (München)
Pressemitteilung
Die umfassende Werkschau zu Miriam Cahns (*1949, in Basel) Œuvre, anlässlich ihres 70. Geburtstags, umspannt fünf Jahrzehnte mit zentralen Arbeiten aller Schaffensphasen. Mit ihren frühen Filmen, Skulpturen und überlebensgroßen Kreidezeichnungen bis hin zum malerischen Hauptwerk befragt Miriam Cahn eindrucksvoll Geschlechter- und Machtkonstruktionen. Von Anfang an hat sie durch eine Politisierung des Privaten, der Frau und ihres Körpers alternative Narrative in der Bildenden Kunst forciert, die zu einer differenzierteren Wahrnehmung weiblicher Lebenswelt beigetragen haben. Die Infragestellung diskriminierender Repräsentationsmuster und deren öffentlichen Erscheinungsbildern sind auf Cahns Interesse an einer Reflexion medienvermittelter Realität zurückzuführen. Nicht nur aufgrund ihrer Familiengeschichte sind Cahn die Themen von Flucht und Vertreibung ebenso ein wichtiges Anliegen, wobei sie die Prozesse einer öffentlichen Wahrnehmung dessen thematisiert. So reflektiert sie in vielen ihrer Werkgruppen politisch aktuelle Ereignisse und deren Folgen wie den Golf- oder die Jugoslawienkriege, aber auch internationalen Terror bis hin zum Syrienkonflikt. Die farbgewaltige Malerei speist sich aus einer Darstellung des Innerlichen und übt trotz einer häufig irritierenden, bedrohlichen Doppeldeutigkeit große Anziehungskraft aus. Cahns Bildfindungen kennzeichnet ein hohes Maß an Empathie – ein Bekenntnis zur Menschlichkeit.
Miriam Cahn wurde mit Teilnahmen beispielsweise an der 14. Venedig Biennale (1984) oder jüngst bei der Documenta 14 (2017) gewürdigt. Die Ausstellung „Miriam Cahn. Ich als Mensch“ widmet sich umfassend ihren künstlerischen Strategien, die sich aus einer eindringlichen Beschäftigung mit dem Körper und körperlicher Erfahrung speisen. Anhand von über 200 Arbeiten aus allen Schaffensphasen wird das breite Spektrum ihres Wirkens und ein radikal erweitertes Malereiverständnis vorgestellt.
Die Ausstellung entsteht in Kooperation mit dem Kunstmuseum Bern und dem Museum für moderne Kunst, Warschau. Anlässlich der Ausstellung gibt das Haus der Kunst eine Publikation heraus.
Kuratiert von Jana Baumann

Haus der Kunst (München)

30.06.2019 - 22.09.2019 Howard Greenberg Gallery - "From Archive to History" (Deutschlandpremiere)
KuK - Kunst- und Kulturzentrum der StädteRegion Aachen (Monschau)
Pressemitteilung
Mode-Inszenierungen, Porträts, Street Photography und Landschaften, Stillleben und Surreales: Rund 120 unvergängliche und teils seltene fotografische Glanzlichter von 60 renommierten Fotograf(inn)en treffen in einer ungewöhnlichen Zusammenstellung aufeinander. Die Ausstellung umfasst wegweisende Aufnahmen u. a. von Eugène Atget, Lillian Bassman, Walker Evans, Helen Levitt, Joel Meyerowitz, Sarah Moon, Martin Munkácsi, Arnold Newman, Horst P. Horst, Man Ray und Edward Steichen. Sie alle stammen aus der vergleichslosen, 30.000 Prints umfassenden Sammlung des US-amerikanischen Sammlers Howard Greenberg, der weltweit als Experte für Fotokunst einen Namen hat. Die Ausstellung „From Archive to History“ ist im KuK zum ersten und einzigen Mal in Deutschland zu sehen.

Sie zeigt Arbeiten von 60 Fotografen, unter ihnen Edward Steichen, Man Ray, Walker Evans, Sarah Moon und Berenice Abbott. Die Ausstellung wurde ein wenig im Stil des surrealistischen Literaturspiels "Exquisite Corpse" zusammengestellt, bei dem die Mitspieler einen Teil eines Satzes oder Bildes verantworten, ohne weitere zu kennen. In der KuK-Ausstellung sind u.a. Mode-Inszenierungen von Lillian Bassman, Horst P. Horst und Martin Munkacsi, Aufnahmen von Pariser Straßen um 1900 von Eugène Atget, ikonenhafte Porträts von Arnold Newman oderLisette Model zu sehen.

Howard Greenberg gehört zu den einflussreichsten Kunsthändlern in New York City. Für die KuK-Ausstellung stellt er etwa 130 besondere Aufnahmen aus seiner Sammlung wegweisender Fotografie zur Verfügung. Sie gewährt ungewöhnliche Einblicke in die Chronik der Fotografie des 20. Jahrhunderts.

Neben der Howard Greenberg Gallery (New York) sind auch diChroma (Madrid) und als Unterstützer EWV Partner dieser Ausstellung.

(Fotocredit: Horst P. Horst, "Mainbocher Corset", Paris, 1939 ©Horst Estate/Conde Nast)

KuK - Kunst- und Kulturzentrum der StädteRegion Aachen (Monschau)

30.06.2019 - 13.10.2019 Dietmar Henneka and Friends - Ein Bild von einem Auto (im 2-RAUM des Museum Art.Plus)
Museum Art.Plus (Donaueschingen)
Pressemitteilung
Ergänzend zur Hauptausstellung zeigt das Museum Art.Plus im 2-RAUM Arbeiten teils weltbekannter Fotografen aus den Jahren 1928 bis 2012, welche die Beziehung von Mensch und Auto in den Blick nehmen und zugleich die von Beginn an sehr enge Verbindung von Automobil und Fotografie thematisieren.

Mit dabei sind Fotoarbeiten von Dieter Eikelpoth (*1950), Elliott Erwitt (*1928, FR), Esther Haase (*1966), Peter Lindbergh (*1944), Jean-Daniel Lorieux (*1937, FR), Russell Porcas (*1961, UK), Paolo Roversi (*1947, IT), Anton Stankowski (1906-1998), Alberto Venzago (*1950, CH), Reinhart Wolf (1930-1988) u.a.

Idee, Konzept, Auswahl der Fotografien sowie eigene Foto-Arbeiten stammen von dem Stuttgarter Fotografen Dietmar Henneka (*1941).

Museum Art.Plus (Donaueschingen)