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Pressemitteilungen
Pressemitteilungen
11.10.2019 - 02.02.2020 Giovanni Battista Tiepolo Der beste Maler Venedigs
Staatsgalerie Stuttgart (Stuttgart)
Pressemitteilung
Am 27. März 2020 jährt sich der Todestag von Giovanni Battista Tiepolo (1696–1770), dem wohl bedeutendsten Vertreter der Malerei des 18. Jahrhunderts in Italien, zum 250. Mal. Die Staatsgalerie ehrt den venezianischen Meister mit einer Sonderausstellung, die den hochrangigen Stuttgarter Tiepolo-Bestand im Kontext einer Auswahl internationaler Leihgaben aus Malerei, Graphik und Zeichenkunst präsentiert. Erstmals im deutschsprachigen Raum soll die Schau damit den Blick auf die gesamte Schaffenszeit Tiepolos eröffnen und anhand exemplarischer Werke die Vielfalt seiner Themen, Bildgattungen und künstlerischen Medien anschaulich machen.

Ausgangspunkt ist eine der ungewöhnlichsten Schöpfungen Tiepolos, die sich heute im Besitz der Staatsgalerie befindet: das Leinwandbild mit der »Ruhe auf der Flucht nach Ägypten«, das der Maler in seinen letzten Lebensjahren in Madrid schuf. Zwei Gemälde aus früheren Schaffensphasen sowie das bedeutende Konvolut Tiepolo-Zeichnungen ergänzen die Sammlung. Die Ausstellung versammelt weitere Gemälde aus Mythologie und Geschichte, aber auch Beispiele für die meist unterschätzten religiösen Bildfindungen. So stellt die Präsentation die virtuose Erzählkunst Tiepolos und seine ebenso elegante wie theatralische Bildsprache in den Mittelpunkt, die dennoch von hintergründigem Humor und dem Willen zur Karikatur geprägt ist. Ein besonderes Augenmerk gilt dem Stellenwert, den Tiepolo der Fantasie, der Illusion und auch der Irritation in seinen Bilderwelten einräumte.

Die Ausstellung will eine Neubewertung von Tiepolos Werk anstoßen, die seine malerische Kreativität und Imaginationskraft in den Mittelpunkt stellt und ein neues Bewusstsein für die Bedeutung des Meisters an der Zeitenwende vom Barock zur Aufklärung schafft.

Staatsgalerie Stuttgart (Stuttgart)

11.10.2019 - 02.02.2020 La Serenissima Zeichenkunst in Venedig vom 16. bis 18. Jahrhundert
Staatsgalerie Stuttgart (Stuttgart)
Pressemitteilung
Innerhalb der Kunstlandschaften Italiens kommt Venedig eine besondere Stellung zu. Die ungewöhnlichen Lichtverhältnisse in der Lagunenstadt, die vom reflektierenden Wasser umgeben ist, inspirierten nicht nur die venezianischen Maler sondern vor allem auch die Zeichner. Der Strich, oft mit der Feder ausgeführt, übernimmt die führende Rolle: Schwungvoll, vibrierend und in tänzerischer Leichtigkeit werden spielerisch hingestreute Tupfen, Linienhäkchen und Lavierung eingesetzt, um die flimmernden Effekte der einzigartigen Atmosphäre von »La Serenissima« (der »Allerdurchlauchtigsten«, wie Venedig liebevoll genannt wurde) wiederzugeben. Dabei entstehen Kompositionen mit eher sparsam eingesetztem Zeichenmaterial und viel Gespür für ausgedehnte Flächen.

Die Ausstellung präsentiert mit rund 50 Zeichnungen von über 20 Künstlern, darunter Jacopo Tintoretto (1518–1594), Paolo Veronese (1528–1588), Sebstiano Ricci (1659–1734), Giovanni Battista Piazzetta (1682–1754) und Giuseppe Bernardino Bison (1762–1844), die unterschiedlichen Facetten der Venezianischen Zeichenkunst vom 16. Jahrhundert bis zum Niedergang der Republik Venedig im 18. Jahrhundert.

Begleitend zur Großen Sonderausstellung »Tiepolo« werden so zum einen Tiepolos Entwicklung und Stellenwert innerhalb der venezianischen Künstler aufgezeigt und zum anderen Einblicke in die bedeutende Sammlung Venezianischer Zeichnungen aus dem Bestand der Graphischen Sammlung der Staatsgalerie gegeben.

Staatsgalerie Stuttgart (Stuttgart)

29.09.2019 - 15.12.2019 "Bilder aus einem vergangenen Land. Fall der Berliner Mauer."
KuK - Kunst- und Kulturzentrum der StädteRegion Aachen (Monschau)
Pressemitteilung
Der Fall der Berliner Mauer, die Deutschland von 1961 bis 1989 zweiteilte, jährt sich zum 30. Mal. Das nimmt Dr. Nina Mika-Helfmeier als Kuratorin zum Anlass, exklusiv für das KuK eine Ausstellung zu konzipieren. Mithilfe und mit Materialien der langjährigen FAZ- Fotografin Barbara Klemm sowie den in Berlin ansässigen Kulturinstitutionen Ostkreuz-Agentur, Willy-Brandt-Haus und Gallery argus fotokunst als Partnern stellt sie rund 130 Fotografien so zusammen, wie sie nirgendwo anders zu sehen sein werden.

Nachdem unter dem Titel "Bilder aus einem vergangenen Land" bereits im Vorjahr das Zusammenleben in der DDR Thema war, fokussiert der zweite Teil den Schwerpunkt Mauer, deren Auswirkungen und Fall. So beschäftigen sich zum Beispiel Arbeiten von Ute und Werner Mahler damit, wie die Landschaft mit dem Bollwerk aussah. Den Aufnahmen stellt das Fotografenpaar neuere von den gleichen Stellen gegenüber. Mancherorts ist es geradezu unheimlich, wie nichts mehr an die einst schier unüberwindliche Trennlinie erinnert.

Alltagsszenen aus Berlin sind hingegen auf vielen Arbeiten von Arno Fischer zu sehen, während Harald Hauswald sich Gruppen und Neigungsgemeinschaften am Rande der Gesellschaft zuwendet, die aufgrund von Verboten nur heimlich und stets risikobehaftet existierten. Arbeitsalltag (auch) von Frauen zu DDR-Zeiten und in den Jahren rund um den Mauerfall stellt Barbara Köppe dar, während Barbara Klemm mit gutem Grund als "Foto-Chronistin der Einheit" gilt und den Abschied von der DDR hautnah begleitete.

Partner dieser Ausstellung sind "Ostkreuz - Agentur der Fotografen" (Berlin), das Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen sowie die Sparkasse Aachen.

(Fotocredit: Fall der Mauer. Brandenburger Tor, Berlin, 10. November 1989 ©Barbara Klemm)

KuK - Kunst- und Kulturzentrum der StädteRegion Aachen (Monschau)

12.09.2019 - 12.01.2020 Durch Mauern Gehen
Gropius Bau (Berlin)
Pressemitteilung
Die Ausstellung Durch Mauern gehen zeigt mit Werken von Jose Dávila, Mona Hatoum, Nadia Kaabi-Linke, Christian Odzuck, Anri Sala, Regina Silveira und weiteren Künstler*innen ein zeitgenössisches Panorama der künstlerischen Reaktionen auf von Menschen geschaffene Barrieren, Trennungen, Grenzen und Mauern. In Auseinandersetzung mit der Lage des Gropius Bau entlang der ehemaligen Berliner Mauer bietet die Ausstellung sowohl eine nationale als auch eine internationale Perspektive auf die physischen und psychischen Folgen des Zusammenlebens in gespaltenen Gesellschaften. Im Kontext des 30. Jahrestags des Berliner Mauerfalls beschreibt sie, wie Mauern Gefühle von Verletzlichkeit und Angst artikulieren und individuelle und kollektive Identitätsvorstellungen repräsentieren können.

Mit Werken von Jose Dávila, Mona Hatoum, Nadia Kaabi-Linke, Christian Odzuck, Anri Sala, Regina Silveira und weiteren.

Kuratiert von Till Fellrath und Sam Bardaouil.

Foto:
Jose Dávila, „Untitled (Allure)“, 2014. Ausstellungsansicht, „State of Rest“, OMR, 2014, Allure Marmor, Spanngurte, Ösenschrauben, 177,7 x 301,1 x 550 cm
© Enrique Macías Martínez

Gropius Bau (Berlin)

04.09.2019 - 12.01.2020 Wu Tsang
Gropius Bau (Berlin)
Pressemitteilung
Nach ihrem einjährigen Aufenthalt im Rahmen von In House: Artist in Residence eröffnet Wu Tsang im September ihre Einzelausstellung.
Die Ausstellung zeigt neben einer Auswahl bisheriger Filmarbeiten auch eine Neuproduktion. Darin geht Wu Tsang der Frage nach, wie sich Körper in gewaltsamen alltäglichen Umgebungen bewegen und ihr Überleben in normativen Gesellschaftsordnungen sichern, in denen sie als bedrohlich empfunden werden könnten. Mit ihrer hybriden Filmsprache, die gleichermaßen Fiktion und Dokumentation verbindet, entwirft Wu Tsang eine eigene Form der Choreografie, die sowohl die Bewegung der Darsteller*innen als auch der Kamera untersucht. Eine Serie von eigens für die lichtdurchfluteten Räume des Gropius Bau konzipierten farbigen Glasarbeiten lädt zu einem poetischen Nachdenken über die Spannung zwischen Transparenz und Opazität ein.

Kuratiert von Stephanie Rosenthal.

Foto: Wu Tsang, We hold where study, 2017. Zweikanal HD Video, Stereo, 19 Min. Courtesy: Roman Mensing

Gropius Bau (Berlin)

26.07.2019 - 01.12.2019 Garten der irdischen Freuden
Gropius Bau (Berlin)
Pressemitteilung
Garten der irdischen Freuden ist gleichermaßen Raum für Inspiration und kritische Reflexion. In dieser groß angelegten Gruppenausstellung interpretieren Künstler*innen wie Pipilotti Rist, Rashid Johnson, Maria Thereza Alves, Uriel Orlow, Jumana Manna, Taro Shinoda und Heather Phillipson das Motiv des Gartens als eine Metapher für den Zustand der Welt und als poetische Ausdrucksform, um die komplexen Zusammenhänge unserer zunehmend prekären Welt zu erforschen. Ihre raumgreifenden Installationen behandeln soziale, politische und ökologische Phänomene wie Migration, die postkoloniale Neubetrachtung des botanischen Gartens und die technisierte Nutzung von Pflanzen durch den Menschen. Neben der bekannten Lesart des Garten als Sehnsuchtsort voller meditativer, spiritueller und philosophischer Möglichkeiten thematisiert die Ausstellung den Garten auch als einen Ort des politischen Widerspruchs sowie als Grenzbereich zwischen Realität und Fantasie, Harmonie und Chaos, Lust und Perversion sowie Utopie und Dystopie.

Mit Werken von Maria Thereza Alves, Rashid Johnson, Jumana Manna, Uriel Orlow, Heather Phillipson, Pipilotti Rist, Taro Shinoda und weiteren.

Kuratiert von Stephanie Rosenthal mit Clara Meister.

Foto:
Uriel Orlow, „Botanical Dreams“, 2018. Archivpigmentdruck auf Barytpapier, 55 x 75 cm
© VG Bild-Kunst, Bonn 2018

Gropius Bau (Berlin)

14.07.2019 - 15.09.2019 Exil am Bodensee. Die Künstler der Höri. Sommerausstellung mit Haupterwerken aus der Sammlung des
Kunstmuseum Singen (Singen)
Pressemitteilung
Eröffnung der Ausstellung: Sonntag, 14. Juli 2019, 11 Uhr

Bereits zum Klassiker avanciert sind die Sommerausstellungen des Kunstmuseums Singen, die mit Werken der Höri-Künstler der Präsentation des kunsthistorisch wertvollen Kerns der Singener Sammlung vorbehalten sind.

Das Kunstmuseum Singen, das über die vollständigste Sammlung von Werken der Höri-Künstler verfügt, zeigt zur Sommerausstellung 2019 rund 80 Arbeiten derjenigen Maler, Grafiker und Bildhauer die, nachdem sie ab 1933 als „politisch unzuverlässig“ und als „entartet“ gebrandmarkt wurden, am Bodensee und insbesondere auf der Bodenseehalbinsel Höri Zuflucht fanden vor der nationalsozialistischen Kulturpolitik und den Schrecken des Krieges. Die Ausstellung vereint Werke von Otto Dix, Erich Heckel, Max Ackermann, Curth Georg Becker, Helmuth Macke, Walter Herzger, Hans Kindermann, Hugo Erfurth, Jean Paul Schmitz und Ferdinand Macketanz u.v.a. Im Fokus der Ausstellung stehen vor allem neu für die städtische Kunstsammlung erworbene als auch kürzlich restaurierte Arbeiten, womit das Kunstmuseum die Nachhaltigkeit der Sammlung sichert und diesen Werkkomplex, der das überregionale Renommee des Kunststadt Singen ausmacht, auch für zukünftige Präsentationen erlebbar macht.

Abbildung: Kunstmuseum Singen, Emil Wachter, Singener Trilogie (Die Bibel in Gesichtern), 1982, Lithographie auf Bütten, , Foto: Kuhnle+Knödler Fotodesign, (c) Emil Wachter

Kunstmuseum Singen (Singen)

14.07.2019 - 15.09.2019 Florian Schwarz. Das Dunkel ZWISCHEN DEN STERNEN spreizt seine Flügel.
Kunstmuseum Singen (Singen)
Pressemitteilung
Er zählt längst zu den interessantesten Fotografen, die heute im Bodenseeraum arbeiten: Florian Schwarz. 1979 bei Konstanz geboren, ausgebildet an der Royal Academy of Fine Arts in Antwerpen und an der University of Edingburgh / Institute for Film & Television, seit einigen Jahren in Radolfzell-Stahringen lebend, verfolgt Florian Schwarz fotografische und filmische Langzeitprojekte auf der ganzen Welt.

Im Mittelpunkt der Ausstellung im Singener Kunstmuseum steht das seit 2014 in Arbeit befindliche fotografische und filmische Projekt deep dark_pale blue. Florian Schwarz` künstlerische Entdeckungsreise zu Sternwarten rund um den Globus verbindet den Blick in die unendlichen Tiefen des Weltalls (auf der Suche nach Planeten außerhalb unseres Sonnensystems) mit dem Nahblick auf jene Menschen und Gesellschaften, die in völlig unterschiedlichen Verhältnissen in der Nähe all dieser miteinander verbundenen Observatorien leben.
Die Ausstellung, die das Kunstmuseum Singen in Kooperation mit der Galerie Vayinger, Singen, ausrichtet, schließt die Serie von Präsentationen dieses künstlerischen Projektes ab, das in der Vergangenheit im Kunstmuseum Singen bereits zu sehen war.

Abbildung: Florian Schwarz, HAWAII part IV: N156°15? 21.6?W
Teleskop (Maui, USA), 2016 Aus der Serie "NO DEEPER BLUE", 2014-2016, Archival Pigmentprint, (c) Florian Schwarz

Kunstmuseum Singen (Singen)

14.07.2019 - 15.09.2019 Hier und Heute. Neue Kunst vom See. Gegenwartskunst aus der Sammlung des Kunstmuseums.
Kunstmuseum Singen (Singen)
Pressemitteilung
Längst hat sich das Singener Kunstmuseum auch als eines der zentralen Häuser für die zeitgenössische Kunst in der Vierländerregion Bodensee etabliert und inmitten einer vernetzten Kunstlandschaft zu einer Drehscheibe des Austausches unterschiedlichster zeitgenössischer künstlerischer Positionen sowie als lebendiger Ort zahlreicher Projekte und Initiativen ausgebildet.

Aufbauend auf seinem kunsthistorischen Sammlungsschwerpunkt hat das Kunstmuseum mit seinen Bezügen zu den Kunst-, Museums-, Galerien- und Kulturzentren in der Schweiz, Österreich aber auch darüber hinaus, eine über … Werke umfassende Sammlung von Werken der Gegenwartskunst aufgebaut. Dazu zählen beispielhaft Werke von Felix Droese, Friedmann Hahn, Markus Weggenmann, Miriam Prantl, Gerold Miller, Harald F. Müller oder Markus Daum.

Im Zentrum der Ausstellung stehen neue Werke der Gegenwartskunst im Kontext der Sammlung des Kunstmuseums Singen.

Abbildung: Kunstmuseum Singen, Foto Kuhnle+ Knödler Fotodesign, (c) Markus Weggenmann, Gerold Miller, Peter Mell, VG Bild-Kunst, Bonn 2019

Kunstmuseum Singen (Singen)

30.06.2019 - 22.09.2019 Howard Greenberg Gallery - "From Archive to History" (Deutschlandpremiere)
KuK - Kunst- und Kulturzentrum der StädteRegion Aachen (Monschau)
Pressemitteilung
30.000 Abzüge der wichtigsten Vertreter des Kunstgenres Fotografie im 20. Jahrhundert umfasst das Archiv der Howard Greenberg Gallery. Die Sammlung der 1981 – damals noch als "Photofind" – gegründeten Galerie mit Sitz in New York erstreckt sich über sämtliche kunstfotografischen Gattungen und Stile bis hin zu zeitgenössischer Fotografie. Die Ausstellung "From Archive to History" ist nun im KuK zum ersten und absehbar einzigen Mal in Deutschland zu sehen.

Sie zeigt Arbeiten von 60 Fotografen, unter ihnen Edward Steichen, Man Ray, Walker Evans, Sarah Moon und Berenice Abbott. Die Ausstellung wurde ein wenig im Stil des surrealistischen Literaturspiels "Exquisite Corpse" zusammengestellt, bei dem die Mitspieler einen Teil eines Satzes oder Bildes verantworten, ohne weitere zu kennen. In der KuK-Ausstellung sind u.a. Mode-Inszenierungen von Lillian Bassman, Horst P. Horst und Martin Munkacsi, Aufnahmen von Pariser Straßen um 1900 von Eugène Atget, ikonenhafte Porträts von Arnold Newman oderLisette Model zu sehen.

Howard Greenberg gehört zu den einflussreichsten Kunsthändlern in New York City. Für die KuK-Ausstellung stellt er etwa 130 besondere Aufnahmen aus seiner Sammlung wegweisender Fotografie zur Verfügung. Sie gewährt ungewöhnliche Einblicke in die Chronik der Fotografie des 20. Jahrhunderts.

Neben der Howard Greenberg Gallery (New York) sind auch diChroma (Madrid) und als Unterstützer EWV Partner dieser Ausstellung.

(Fotocredit: Horst P. Horst, "Mainbocher Corset", Paris, 1939 ©Horst Estate/Conde Nast)

KuK - Kunst- und Kulturzentrum der StädteRegion Aachen (Monschau)

07.06.2019 - 20.10.2019 Weissenhof City Von Geschichte und Gegenwart der Zukunft einer Stadt
Staatsgalerie Stuttgart (Stuttgart)
Pressemitteilung
Der Prozess der Moderne und mit ihr des Bauhauses hat sich über viele Veränderungen und Orte vollzogen. Kartiert man das Bauhaus und sein globales Netzwerk, so gehört Stuttgart zu den Orten, die ihm bedeutende Impulse gegeben haben und selbst durch es beeinflusst sind.

Zum 100-jährigen Gründungsjubiläum des Bauhauses begeben sich internationale Künstlerinnen und Künstler in Zusammenarbeit mit der Staatsgalerie Stuttgart auf Suche nach Spuren des vorausschauenden Bauhauses und seiner imaginierten Zukunft, die unsere Gegenwart heute ist.

In und von Stuttgart aus setzen sich die Künstlerinnen und Künstler mit dem Bauhaus-Kosmos – Protagonistinnen und Protagonisten und das Bauhaus reflektierenden Reformerinnen und Reformer, Orten und Bauten, Archiven und Dokumenten, Geschichte(n) und Mythen – auseinander. Zentral ist die Frage, wie wir den utopischen Überschuss des Bauhauses und Universalismus der Moderne – wie sie in ihren Auswirkungen auch in Stuttgart manifest sind – für unsere Gegenwart neu denken können.

In ihren Beiträgen nehmen die Künstlerinnen und Künstler das Publikum mit auf Tour in das Museum und den Stadtraum – jenseits bekannter Pfade.

Staatsgalerie Stuttgart (Stuttgart)

06.06.2019 - 22.09.2019 Bani Abidi. They Died Laughing
Gropius Bau (Berlin)
Pressemitteilung
Bani Abidi ist bekannt für ihre unverwechselbare Filmästhetik, die sich mit den dunklen Absurditäten des Alltags auseinandersetzt. Die Einzelausstellung They Died Laughing eröffnet im Juni und zeigt ihre Filme und Druckerzeugnisse der letzten zehn Jahre. Bani Abidis Narrative erzählen von individuellen Erfahrungen mit komplexen Fragen des Patriotismus, die von den historischen Machtkämpfen und den geopolitischen Beziehungen zwischen den Nachbarstaaten Indien und Pakistan bestimmt werden. Auf humorvolle Art und Weise wendet sie sich in ihren frühen performativen Videoarbeiten in ironischen Rollenspielen selbst der Kamera zu und dupliziert ihr eigenes Bild, um beide Staaten und ihre Grenzpolitik zu adressieren. Später entwickelt Bani Abidi visuelle Strategien, um das gelebte Drama in Städten wie Lahore und Karachi anhand von realen und fiktiven Randfiguren und Erzählungen einzufangen. They Died Laughing ist ihre bisher umfangreichste Einzelausstellung.

Kuratiert von Natasha Ginwala.

Foto: Bani Abidi, The Distance from Here, 2010. Video, 12 Sek.

© Bani Abidi, Courtesy Bani Abidi.

Gropius Bau (Berlin)

29.05.2019 - 29.12.2019 Landpartien Nordschwarzwald – 4 Ausstellungen in 4 Stadtmuseen
Museum Schloss Ettlingen (Ettlingen)
Pressemitteilung
Ettlingen und das reizvolle Albtal

„Wer für das Erhabene und Schöne in der wundervollen Natur echten Sinn hat, den gereue es nimmer des friedlichen Waldtales grüne Hallen zu durchwandeln.“
Dr. Schneider über das Albtal im Jahr 1818

Das liebliche Albtal, ganz im Norden des Schwarzwaldes, zwischen Ettlingen und Bad Herrenalb gelegen, wurde im 19. Jahrhundert von Wanderern und Bildungsreisenden als lohnendes Reiseziel entdeckt. Romantische Klosterruinen, Erholung und Heilung versprechende Bade- und Luftkurorte im Grünen lockten die Reisenden an. Der frühe Ausbau einer breiten Talstrecke für Postkutschen und schließlich 1898 die Errichtung einer Bahnlinie von Karlsruhe über Ettlingen nach Herrenalb, schufen die verkehrstechnische Infrastruktur, um die Sommerfrischler bequem ans Ziel zu bringen.

Die Ausstellung im Museum Ettlingen nimmt die Entwicklung des Reisens in das Albtal und nach Ettlingen in der Zeit von 1800 bis 1960 in den Fokus. Sie zeigt, wie und womit man sich vor 200 Jahren auf den Weg machte, welche Reiseutensilien benötigt wurden und wo man wohnte oder übernachtete. Sie zeigt die touristische Entwicklung auf von dem nach Ruhe und unberührter Natur suchenden städtischen Bürger der Romantik bis zum Tagestouristen, den in den 1950er Jahren die Kirschblüten und guten Ausflugslokale nach Ettlingen lockten.

In der Ausstellung berichten etliche Reiseutensilien, Reiseführer und -berichte, Gemälde, Grafiken, Modelle von Kutschen, Souvenirs wie eine große Anzahl Ansichtskarten, mit Sehenswürdigkeiten, schönen Spazierwegen und schicken Promenaden, die in alle Welt verschickt wurden, vom großen und dem kleinen Glück des „Unterwegs-Seins“. Reisen Sie mit!

Museum Schloss Ettlingen (Ettlingen)

25.04.2019 - 19.05.2019 Alles was neben mir ist - Allt som finns bredvid mig. Zeitgenössische Kunst aus Schweden
GEDOK Künstlerinnenforum Karlsruhe (Karlsruhe)
Pressemitteilung
Britta Marakatt-Labba, Övre Soppero-Lappland
Neringa Stjernmann, Arboga
Åsa Kvissberg, Stockholm
Anne De Geer, Linköping
Galina Yedakimchikova-Malmquist, Mariefred

Lithografie, Radierung, Fotopolymerprint, Stickbilder

Vernissage am Do, 25.04. um 20:00 Uhr
Grußwort: Dr. Susanne Asche, Leiterin des Kulturamts Karlsruhe

Unter dem Titel „Alles was neben mir ist“ werden hochinteressante Positionen von fünf Künstlerinnen aus Schweden vorgestellt. Eine Brücke zwischen Geschichte und Gegenwart, verbinden sich doch darin traditionelle handwerkliche Technik und eine an moderner Grafik geschulte Bildsprache.
Die Ausstellung richtet ein besonderes Augenmerk auf die Vielfalt künstlerischer Ausdrucksmöglichkeiten, unter anderem Druckgrafik (Radierung, Siebdruck, Fotopolymerprint) und Stickerei.

Die moderne Kunst wirft auch die Frage nach der Identität einer Person auf, die in einem bestimmten lokalen Raum lebt, aber erkennt, dass die Welt riesig ist. Inhaltlich und stilistisch divergierend, entwickeln sich dialogische Situationen, spezifische Blicke auf Gesellschaft und privates Leben von Nord-Lappland  bis Linköping in Südschweden.
So in der erzählenden meterlangen Stickerei ‚Historja‘ von Britta Marakatt-Labba vom Volk der Sámi in Nordschweden. Die Geschichte beginnt mit der Darstellung des Sámi-Kosmos, beschreibt wie Mensch und Tier zusammenleben, wie gegen Unterdrückung rebelliert wurde und wie man sich heute zwecks politischer Selbstbestimmung zusammentut. "Britta Marakatt-Labbas Arbeit führt dich, die Reisende oder den Reisenden, in die Erkenntnistheorie und Erzählkunst der Sámi ein, in der Heiliges und Profanes im Alltag nebeneinandersteht. Du musst nahe herantreten, und wenn du das tust, so wirst du sehen, wie Nadelspitze und Faden das Leinen durchstoßen haben, ein kleiner Stich neben dem anderen: Sichtbarmachung einer epischen Geschichte" (documenta 14: Daybook).

In diesem Sinne wird die Ausstellung im GEDOK Künstlerinnenforum mehr Licht auf die schwedische Kunst werfen!

Wir danken der Stadt Karlsruhe und dem Schwedischen Honorarkonsulat Stuttgart für die Unterstützung.

Abb.: Stickbild von Britta Marakatt-Labba

GEDOK Künstlerinnenforum Karlsruhe (Karlsruhe)

25.04.2019 - 28.07.2019 The Black Image Corporation. Theaster Gates
Gropius Bau (Berlin)
Pressemitteilung
Ab dem 25. April 2019 präsentiert der Gropius Bau die Ausstellung The Black Image Corporation, konzipiert von Theaster Gates. Das Projekt ergründet die Archive der Johnson Publishing Company, die mehr als 4 Millionen Bilder enthalten und maßgeblich zur Gestaltung der ästhetischen und kulturellen Sprache der afroamerikanischen Identität beigetragen haben. Dabei stehen die Arbeiten zweier Fotografen im Mittelpunkt: Moneta Sleet Jr. und Isaac Sutton, in deren kraftvoller Bildsprache Schönheit und Black Female Power im Mittelpunkt stehen. Gegründet 1942 von John H. Johnson, brachte das gleichnamige Verlagshaus zwei wegweisende Publikationen für das afroamerikanische Publikum hervor: das Monatsmagazin Ebony und sein wöchentliches Schwester-Outlet Jet, dessen Veröffentlichung jeweils 1945 und 1951 initiiert wurde. Die Magazine wurden schnell zu einer der wichtigsten Plattformen für die Repräsentation und Diskussion afroamerikanischer Kultur. Diese umfangreiche Bildersammlung verdeutlicht den Reichtum der afroamerikanischen professionellen Codes, Kleidungsmodi, sozialen Strukturen, häuslichen Lebensformen sowie Formen der Schönheit und des Glamours. In der von Theaster Gates konzipierten Ausstellung werden vor allem Fotos schwarzer Frauen aus dem Archiv zu sehen sein, die Ihre Besonderheit und Schönheit feiern und die damalige Zeit widerspiegeln.
The Black Image Corporation ist initiiert und organisiert von der Fondazione Prada, Mailand. Die Ausstellung ist von Theaster Gates konzipiert und von Mario Mainetti und Daisy Desrosier kuratiert.
Bildunterschrift: Isaac Sutton, n.d.
Courtesy: Johnson Publishing Company, LLC. Alle Rechte vorbehalten.

Gropius Bau (Berlin)

14.04.2019 - 23.09.2019 SingenKunst 2019. Stadt. Berg. Fluss.
Kunstmuseum Singen (Singen)
Pressemitteilung
Eröffnung der Ausstellung: Sonntag, 14. April 2019, 11.30 Uhr

Eindrucksvoll stellt der Kunstverein Singen seit Jahren Positionen zeitgenössischer Kunst aus dem westlichen Bodenseeraum vor. Im Rahmen, der alle zwei Jahre stattfindenden Ausstellungsreihe »SingenKunst« lernen die Vereinsmitglieder und die interessierte Öffentlichkeit „hautnah“ KünstlerInnen mit ihren jeweiligen Arbeiten kennen.

Im Laufe der Jahrzehnte hat der Kunstverein Singen seine Ausstellungsformate immer wieder verändert, um dem Wandel der Zeit, der Kunst und des Publikums Rechnung zu tragen. Die jeweilige Jury richtet professionell den Blick auf das erstaunlich große Potential zeitgenössischer Kunst aller Formate.

Die diesjährige Ausstellung aus der Reihe SingenKunst trägt den Titel „Stadt Berg Fluss“. Dieser nimmt zum einen Bezug auf das Kinderspiel „Stadt Land Fluss“ wobei das Land aufgrund der geographischen Lage durch den Berg ersetzt wurde „Singen (Stadt) – am Hohentwiel (Berg) – an der Aach (Fluss)", zum anderen dient er der künstlerischen Umsetzung als Metapher.

Zur Teilnahme an der grenzüberschreitenden Ausstellung sind insgesamt 21 Künstler aus Deutschland, der Schweiz sowie aus Österreich mit ihren unterschiedlichen Positionen eingeladen:
Roger Aupperle (D), Burkhart Beyerle (D), Karolin Bräg (D), Axel Brandt (D), Johannes Dörflinger (D), Roland Dostal (CH), Romain Finke (D), Angela M. Flaig (D), Eckhard Froeschlin (D), Harald Gfader (A), Armin Göhringer (D), Robert Hak (D), Nikolaus Kernbach (D), Hans-Jürgen Kossack (D), Gerhard Langenfeld (D), Christine Lederer (A), Rachel Lumsden (CH), Anna Schütten (D), Richard Tisserand (CH), Xianwei Zhu (CHN/D), Katrin Zuzáková (CH).

"SingenKunst 2019 Stadt Berg Fluss" wird am Sonntag, dem 14. April 2019 um 11.30 Uhr im Kunstmuseum Singen in Anwesenheit zahlreicher KünstlerInnen eröffnet. Eine Führung durch die Ausstellung sowie die Präsentation der Publikation zur Ausstellung findet am Sonntag 28. April um 11 Uhr statt.

Kunstmuseum Singen (Singen)

12.04.2019 - 11.08.2019 Die jungen Jahre der Alten Meister. Baselitz – Richter – Polke – Kiefer
Staatsgalerie Stuttgart (Stuttgart)
Pressemitteilung
Gemeinsam mit Götz Adriani, dem Kurator der Ausstellung, bereitet die Staatsgalerie Stuttgart in Kooperation mit den Deichtorhallen in Hamburg eine Präsentation zum Frühwerk von Georg Baselitz, Gerhard Richter, Sigmar Polke und Anselm Kiefer vor. Insgesamt 112 frühe Hauptwerke werden die spektakulären 1960er-Jahre in den Fokus nehmen. In diesem kreativen und produktiven Zeitraum haben alle vier Künstler die Grundlagen für ihren Erfolg gelegt, der sie in Deutschland wie auch im Ausland zu den bedeutendsten Vertretern der zeitgenössischen Kunstszene machte. Das internationale Interesse an dem Gütezeichen »Made in Germany«, das gepaart mit einer enormen Nachfrage bis heute unvermindert anhält, versteht sich keineswegs von selbst, denn die Kunst deutscher Herkunft stand im Laufe ihrer Entwicklung meist im Schatten italienischer, niederländischer oder französischer Vorbilder. Dieses Schattendasein auf dem europäischen Kunstparkett verkehrte sich geradezu in sein Gegenteil, als sich das Künstlerquartett aus Deutschland anschickte an die Spitze des globalen Rankings aufzusteigen.

Abgesehen von Sigmar Polke, der 2010 verstorben ist, unterstützen Baselitz, Richter und Kiefer mit singulären Leihgaben aus ihrem Besitz die Ausstellung. Die intensive Auseinandersetzung der vier Künstler mit ihrer Zeit und deren unmittelbaren Vergangenheit wird in der Schau durch ein Zeitpanorama der politischen, gesellschaftlichen und kulturellen Ereignisse – vom Wirtschaftswunder und dem geforderten Wohlstand für alle, bis zu den Studentenunruhen und der außerparlamentarischen Opposition ergänzt.

Begleitet wird die Ausstellung von einer umfassenden Publikation Götz Adrianis, die ausführliche Gespräche mit den Künstlern über ihr Frühwerk und dessen besonderen Stellenwert beinhaltet, sowie zahlreiche Abbildungen und eine zeitgeschichtliche Dokumentation der 1960er-Jahre.

Die Ausstellung steht unter der Schirmherrschaft von Bundespräsident
Frank-Walter Steinmeier.

Staatsgalerie Stuttgart (Stuttgart)

07.04.2019 - 23.06.2019 Bruce Davidson - "Retrospective" (Deutschlandpremiere)
KuK - Kunst- und Kulturzentrum der StädteRegion Aachen (Monschau)
Pressemitteilung
Exakt 60 Jahre ist es her, dass Bruce Davidson 1959 von Magnum Photos als vollwertiges Mitglied aufgenommen wurde. Damals war der US-Amerikaner gerade einmal 26 Jahre alt. Seither hat er die Agentur, von der er von keinem Geringeren als Magnum-Mitgründer Henri Cartier-Bresson erfuhr, als sie sich im Paris der 1950er begegneten, geprägt wie kaum ein anderer.

In den Folgejahren bis in die 1960er hinein schärfte Bruce Davidson sein Profil mit Arbeiten über Subkulturen und Lebenswelten am Rand der Gesellschaft. Dazu gehören Serien über einen Kleinwüchsigen in der Zirkuswelt ("The Dwarf"), eine Clique junger Freigeister ("Brooklyn Gang"), Alltag rund um Rassentrennung versus Integration ("Freedom Rides"). Davidson gilt heute daher als richtungsweisender Pionier der Sozialdokumentarischen Fotografie. In den 1960ern lichtete er die Bürgerrechtsbewegung ("Time of Change") ebenso ab wie Harlem als sozialen Brennpunkt New Yorks ("100th Street"). Jahrzehnte später wendete er sich Landschaften zu, zuletzt bis 2013 der "Nature of Los Angeles".

Diese Retrospektive zeigt erstmals in Deutschland den Facettenreichtum von Bruce Davidsons Werk in der größten Übersicht über sein Gesamtwerk. Der humanistische Ansatz seiner Fotografie und eine moralische Haltung schimmern stets durch, wenn der 1933 Geborene sich länderübergreifend eine Vielzahl von Realitäten stets mit persönlichem Blick und Hingabe visuell zueigen macht.

Partner dieser Ausstellung ist die Agentur Magnum Photos (Paris).

(Fotocredit: New York, USA, 1962 ©Bruce Davidson/Magnum Photos

KuK - Kunst- und Kulturzentrum der StädteRegion Aachen (Monschau)

06.04.2019 - 11.08.2019 Negativer Raum. Skulptur und Installation im 20. und 21. Jahrhundert
ZKM | Zentrum für Kunst und Medien (Karlsruhe)
Pressemitteilung
Die letzte Ausstellung, die sich umfassend mit der Frage »Was ist moderne Skulptur?« beschäftigt hat, fand 1986 im Centre Georges Pompidou in Paris unter dem Titel »Qu'est-ce que la sculpture moderne?« statt. Die Ausstellung »Negativer Raum« im ZKM | Karlsruhe hebt den Speer dort auf, wo ihn das Centre Pompidou fallen ließ.

Die Geschichte der westlichen Skulptur ist seit der Antike auf das Engste mit der Idee des Körpers verbunden. Ob geschnitzt, modelliert oder gegossen, Statuen wurden über Jahrhunderte als solide Monolithe entworfen – als feste und in sich geschlossene Körper, als mehr oder minder mächtige und gewichtige Positiva im Raum.

Unsere Vorstellungen und Erwartungen davon, was eine moderne oder zeitgenössische Skulptur ist, werden noch immer wesentlich von eben jenem Konzept der Körperskulptur geprägt, das formal auf den drei elementaren Kategorien Masse, Volumen und Schwerkraft gründet. Ob körperbezogen wie bei Auguste Rodin oder abstrahiert wie bei Richard Serra, Skulptur ist immer noch in erster Linie Masse, Volumen und Gravitation.

Die Ausstellung »Negativer Raum« möchte den Blick auf die moderne und zeitgenössische Skulptur ändern und eine andere Geschichte der Skulptur erzählen. Ziel der Ausstellung ist es, die Beziehungen von Skulptur und Raum dezidiert vom Raum aus zu denken. Alle Exponate thematisieren das skulpturale Phänomen in Relation zu vielfältigen Raumvorstellungen: Freiräume, Um-, Hohl- und Zwischenräume, Spiegel-, Licht- und Schattenräume, virtuelle Datenräume etc. Die Ausstellung bietet einen umfassenden Überblick zur Kunst der Skulptur, die entgegen der traditionellen Definition der Kontur, Leere und Levitation verpflichtet ist: leicht statt schwer, nicht voll doch leer, geöffnet statt geschlossen, diaphan statt dicht, luftig und licht.

Infolge der Fortschritte in den Naturwissenschaften und der Architektur, der Entwicklung neuer Werkstoffe, Konstruktionstechniken und der Orientierung von der zweidimensionalen Fläche der nicht-gegenständlichen Malerei in den dreidimensionalen Raum vollzog sich zu Beginn des 20. Jahrhunderts ein Entwicklungssprung von der Körperplastik zur Raumplastik. Dass dabei nicht nur zeitgenössische Raumtheorien die künstlerische Imagination aktivierten, sondern ebenso mathematische Gips- und Drahtmodelle aus dem 19. und 20. Jahrhundert wird in der Ausstellung anhand von Exponaten aus den mathematischen Sammlungen der TU Darmstadt, TU Dresden, TU Freiberg, der Georg-August-Universität Göttingen und Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg sowie des KIT Karlsruhe zu erkunden sein.

Anhand von mehr als 200 wegweisenden künstlerischen Positionen, die neue Ansätze der Skulptur durch Verfahren und Modelle der Abstraktion, der Konstruktion und Nicht-Gegenständlichkeit entwickeln, werden vielfältige Bezüge im Raum herausgearbeitet und das Konzept des »Negativen Raums« entfaltet. Aufgezeigt werden die Entwicklungslinien der Raumskulptur ausgehend von Kubismus, Konstruktivismus, Neo-Konstruktivismus, Minimal Art hin zu installativen immersiven Environments.

ZKM | Zentrum für Kunst und Medien (Karlsruhe)

06.04.2019 - 13.10.2019 K&M – Kunst und Mode
Staatliche Kunsthalle Karlsruhe (Karlsruhe)
Pressemitteilung
Schon einmal etwas von Schinkenärmeln, Taubenbrust oder einer Wespentaille gehört? In ihren Fashion Weeks widmet sich die Junge Kunsthalle der facettenreichen Beziehung von Kunst und Mode.

Die Bilder der Kunstgeschichte spiegeln die Wechsel der Mode ebenso wie sie immer wieder auch Inspiration für modische Schöpfungen waren. Angehende Designer*innen der Hochschule Pforzheim haben sich von Gemälden der Kunsthalle zu Modekreationen inspirieren lassen, die oft verblüffen, aber bei genauem Betrachten den Blick auf die Gemälde schärfen und die Mode von damals kritisch hinterfragen. Die originellen Kreationen werden in Verbindung mit Werken aus der Kunsthalle präsentiert. Die Ausstellung soll Lust machen, selbst modisch kreativ zu werden.

In den Werkstätten im Obergeschoss können eigene Outfits aus unterschiedlichsten Materialien entworfen, angefertigt und auf dem Laufsteg präsentiert werden.

(Abb.: Johann Rudolph Kuntz, Marie Ellenrieder, Bildnis des Generals Krieg von Hochfelden und seiner Gemahlin zu Pferde, 1832)

Staatliche Kunsthalle Karlsruhe (Karlsruhe)

31.03.2019 - 23.06.2019 Emil Kiess (im 2-RAUM des Museum Art.Plus)
Museum Art.Plus (Donaueschingen)
Pressemitteilung
Der Donaueschinger Künstler Emil Kiess (*1930) prägt seit den 1950er-Jahren ganz wesentlich das Kunstgeschehen im deutschen Südwesten. Mit unermüdlicher Leidenschaft widmet sich der Schüler von HAP Grieshaber und Willi Baumeister der Farbe, um die ihr innewohnenden Kräfte freizusetzen. Dabei schafft er faszinierende Farbmalereien von größter Tiefenwirkung und magischer Anziehungskraft.

Museum Art.Plus (Donaueschingen)

29.03.2019 - 30.06.2019 ANJA NIEDRINGHAUS - BILDERKRIEGERIN
Käthe Kollwitz Museum Köln (Köln)
Pressemitteilung
Nahezu ein Vierteljahrhundert berichtet Anja Niedringhaus (1965–2014) von Kriegsschauplätzen in aller Welt wie vom Balkan, aus dem Irak und immer wieder aus Afghanistan. ?Als die Fotografin dort während eines Reportage-Einsatzes am 4. April 2014 im Alter von 48 Jahren von einem Attentäter erschossen wird, hinterlässt sie ein beeindruckendes Œuvre.

Anlässlich ihres 5. Todestages ehrt das Käthe Kollwitz Museum Köln die Pulitzer-Preisträgerin mit einer groß angelegten Einzelausstellung. Diese erste posthume Retrospektive präsentiert ein Werk, das die ›Bilderkriegerin‹ bereits zu Lebzeiten zur Ikone werden ließ: Im Auftrag von Nachrichtenagenturen wie der amerikanischen Associated Press (AP) entstanden legendäre Aufnahmen, die die weltweit wichtigsten Magazine und Zeitungen auf ihren Titelseiten druckten und die so im kollektiven Gedächtnis verankert sind. Ihr umfangreicher Nachlass umfasst Bilder aus Kriegs- und Krisenregionen ebenso wie brillante Porträtaufnahmen und Sportfotografien.

Die Kölner Ausstellung zeigt – erstmals durchgängig in Farbe – über 90 großformatige Aufnahmen, darunter 18 Originale aus dem Archiv der Fotografin sowie mehrere handsignierte Abzüge.

FOTOGRAFIEN, DIE ZUM FRIEDEN MAHNEN
Obgleich Anja Niedringhaus lange Jahre über zahlreiche Kriegsschauplätze berichtet, lehnt sie den Begriff ›Kriegsfotografin‹ für sich ab. Ihre Aufnahmen, die oft unter Lebensgefahr an vorderster Front entstehen, reichen weit über eine reine Dokumentation von Ereignissen hinaus – ihre Arbeiten sind Aufrufe zum Frieden. Sie wollen aufrütteln und mahnen, indem sie uns die Schrecken des Krieges vor Augen führen. Ihre Werke vereinen häufig starke Gegensätze: Sie zeigen einen Moment der Ruhe inmitten des völligen Chaos und tiefe Menschlichkeit inmitten von brutaler Barbarei.

Die Tiefe ihres Werkes beeindruckt Menschen über Kulturkreise hinweg. Die Ermordung der Fotografin vor fünf Jahren rief ein weltweites Medienecho hervor. Von der New York Times bis hin zu russischen, griechischen und arabischen Medien war der Vorfall auf den Titelseiten zu lesen, Regierungen und Prominente aus aller Welt kondolierten. Unter ihren Kolleginnen gilt Anja Niedringhaus als Wegbereiterin in einem Beruf, in dem bis heute der Frauenanteil verschwindend gering ist. Sie erhielt zahlreiche Auszeichnungen, darunter 2005 den ersten Pulitzer-Preis für eine deutsche Fotografin.

Die Ausstellung im Käthe Kollwitz Museum Köln wird von Sonya Winterberg kuratiert, die Anja Niedringhaus persönlich kannte. Mit Unterstützung der Erben konnte die Kuratorin auf das in seinem Originalzustand bewahrte Archiv der Fotografin zurückgreifen. Es dokumentiert das gesamte Schaffen von Anja Niedringhaus und bietet die einmalige Möglichkeit, das Lebenswerk auch jenseits der bekannten Bilder aufzuarbeiten und der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Auf dieser Grundlage bereitet Sonya Winterberg in Kooperation mit Ziegler Film und im Auftrag des ZDFs zudem eine Verfilmung des Lebens der Fotografin vor sowie eine Biografie mit ausführlichem Werkverzeichnis.

Ein Katalog und ein umfangreiches Rahmenprogramm begleiten die Schau.
Sonderausstellung im Rahmen des Photoszene-Festivals Köln 2019

Käthe Kollwitz Museum Köln (Köln)

23.03.2019 - 21.07.2019 SYNTHESE - Ralf Cohen Fotoarbeiten 1972-2019
Städtische Galerie Fruchthalle (Rastatt)
Pressemitteilung
Anlässlich seines 70. Geburtstages zeigt die Städtische Galerie Fruchthalle vom 23. März bis 21. Juli 2019 eine große Werkübersicht des in Solingen geborenen und in Karlsruhe lebenden Fotokünstlers, die den Zeitraum von 1972 bis 2019 umfasst. Von seinen anfänglichen Porträtaufnahmen namhafter Persönlichkeiten wie Walter Scheel bis zu seinen fiktiven Bildern imaginärer Inseln enthält die Schau Serien und Zyklen aus über 40 Jahren Auseinandersetzung mit dem Medium Fotografie. Dabei wird deutlich, wie vielseitig Cohen die fotografischen Möglichkeiten in der analogen Aufnahme- und Abzugstechnik auszuschöpfen versteht. Über unterschiedliche Belichtungsmodalitäten und durch experimentelle Modifizierungen bei der Bildentwicklung in der Dunkelkammer kommt er in seiner Bildfindung zu verblüffenden Ergebnissen, die nicht nur in der ikonographischen Komposition eigenartig verfremdete Weltsichten vermitteln, sondern dem Betrachter einen kritischen Blick auf die Wahrnehmung als solche und auf die vorhandenen Sehgewohnheiten eröffnen. Zur Ausstellung erscheint ein umfangreicher Katalog im Verlag Edition Cantz Esslingen.
Im Kabinett Westermann wird bis Ende des Jahres zum 170-jährigen Gedenken an die Badische Revolution die Sonderschau "Revolution in der Box" aus der Sammlung Westermann gezeigt.

Städtische Galerie Fruchthalle (Rastatt)

22.03.2019 - 16.06.2019 And Berlin Will Always Need You. Kunst, Handwerk und Konzept Made in Berlin
Gropius Bau (Berlin)
Pressemitteilung
Vom 22. März bis 16. Juni 2019 lädt der Gropius Bau ein, die Bedeutung manueller Arbeitsprozesse und das Konzept von Handwerk in der zeitgenössischen Kunstszene Berlins zu erkunden. Ausgangspunkt der Ausstellung ist die Geschichte des Gropius Bau, der einst als Kunstgewerbemuseum und Lehrinstitution diente.

Als Dorothy Iannone ihrer Freundin Mary Harding 1977 ein Ständchen brachte, besang sie auch ihre emotionalen Reaktionen auf Berlin – der Stadt, in die die Künstlerin ein Jahr zuvor im Rahmen des DAAD Künstlerprogramms gezogen war und in der sie bis heute lebt. Ihre Gesangszeile „And Berlin will always need you“ ist ebenso der Titel der ersten Ausstellung, die 2019 am Gropius Bau zu sehen sein wird.

And Berlin Will Always Need You. Kunst, Handwerk und Konzept Made in Berlin ist eine zeitgenössische Ausstellung, die Berliner Künstler*innen und ihre künstlerische Praxis vorstellt. In einer Zusammenstellung bestehender und eigens für die Ausstellung entstandener Werke werden traditionelle Produktionsmethoden, Ästhetik und Materialität sowie historische Artefakte und Gegenstände beleuchtet.

Die Ausstellung thematisiert zentrale Aspekte künstlerischen Schaffens wie Urheberschaft, Arbeitsprozesse, Interpretation, Souveränität und Machtstrukturen. Diese vielfältigen Facetten werden in Bezug auf Berlins dynamische zeitgenössische Kunstszene ausgelotet. Gezeigt werden Werke wie Olaf Holzapfels große, abstrakte Textilarbeiten aus handgesponnenen Naturfasern, die handgefertigten Skulpturen aus Seilaufhängungen, Holz und Leder von Leonor Antunes, mit Perspektiven und Farbübergängen spielende Webereien von Willem de Rooij, einen Paravent aus collagierten, gemusterten Teppichen von Nevin Alada?, eine Videoarbeit mit zwölf Screens von Theo Eshetu sowie eine neue Installation, die Chiharu Shiota für den Lichthof neu konzipiert hat. Die Ausstellung reicht von ornamentalen und dekorativen Elementen, die an visuelle Motive der östlichen Religionen oder byzantinische Mosaike und rituelle Gegenstände erinnern bis hin zur Entwicklung des Designs im 20. Jahrhundert. Sie umfasst Handwerkskunst von Berlin bis Südamerika. Die vielfältigen Verschränkungen und Gegenüberstellungen bringen eine Reihe komplexer Erzählungen mit sich, von denen einige ausgesprochen persönlich, einige universell und andere völlig abstrakt sind. Diese durchdringen die einzelnen Arbeiten und schließlich die gesamte Ausstellung und inspirieren gleichermaßen die Beschäftigung und Assoziationen der Besucher*innen und Künstler*innen mit alltäglichen und kulturellen Objekten. And Berlin Will Always Need You. Kunst, Handwerk und Konzept Made in Berlin zeigt die künstlerische Vielfalt Berlins und ist ein erstes Bekenntnis des Gropius Bau eine noch regelmäßigere Plattform für Berliner Künstler*innen sein zu wollen.

Mit Werken von Nevin Alada?, Leonor Antunes, Julieta Aranda, Alice Creischer, Andreas Siekmann und die Arbeiterinnen von Brukman, Mariechen Danz, Haris Epaminonda, Theo Eshetu, Olaf Holzapfel, Dorothy Iannone, Antje Majewski und Olivier Guesselé-Garai, Willem de Rooij, Katarina Ševi?, Chiharu Shiota, Simon Wachsmuth und Haegue Yang.
Kuratiert von Natasha Ginwala und Julienne Lorz.

Foto:
Nevin Aladag, „Social Fabric, cosmos“, 2018. Teppichstücke auf Holz, 174 x 114 x 5 cm
© Trevor Good. Courtesy: die Künstlerin, Wentrup, Berlin

Gropius Bau (Berlin)

22.03.2019 - 23.06.2019 Museum im Kopf. Künstler*innenbücher - Buchhandlung Walther König
Gropius Bau (Berlin)
Pressemitteilung
Zeitgleich mit der Öffnung des Gropius Bau im März, kuratiert die Buchhandlung Walther König eine Ausstellung von Künstler*innenbüchern, die das Sammeln und Archivieren thematisieren. Dabei wird das Künstler*innenbuch als eigenständiges Kunstobjekt betrachtet, das spezielle Formen des Wissens und der Kreation hervorbringt. Viele der Bücher wurden im Verlag der Buchhandlung Walther König veröffentlicht, die langjähriger Partner des Gropius Bau ist.

Unter anderem mit Werken von Hanne Darboven, On Kawara, Sol LeWitt, Gerhard Richter, Ed Rusha und Hans-Peter Feldmann.

Bildunterschrift: Museum im Kopf. Künstler*innenbücher – Buchhandlung Walter König © Christian Posthofen, 2019

Gropius Bau (Berlin)

15.03.2019 - 14.04.2019 Die Welt kommt zu mir. Angela Ulrich: Porträts des Schriftstellers Alfred Bakan
GEDOK Künstlerinnenforum Karlsruhe (Karlsruhe)
Pressemitteilung
Die Welt kommt zu mir
ist der Titel eines Buches, das im Frühjahr 2018 im modo Verlag erschienen ist und Bilder von Angela Ulrich mit Texten von Alfred Bakan zusammenfügt.
Der Autor, der bereits 2008 gestorben ist, pflegte über Jahre hin seine Texte im Atelier der Malerin vorzulesen, wobei diese ihn malte. Aus der gegenseitig befruchtenden Kommunikation sind innerhalb von zehn Jahren etwa einhundert Porträts entstanden; eine Auswahl davon ist im Buch mit Texten Bakans aus den Jahren 2005 und 2006 vereint. Sie sind mit einem Vorwort von Klaus Gallwitz und Kommentaren von Angela Ulrich versehen. Darin beschreibt sie ihre Auffassung der Dichtung Bakans und ihre vergleichende Sicht auf die beiden Kunstformen.

Nachdem im September 2018 das Buch in der Literarischen Gesellschaft vorgestellt wurde, zeigt Angela Ulrich als Gast in den Galerieräumen der GEDOK eine größere Anzahl ihrer Porträts von Alfred Bakan. Obwohl das Modell gleich bleibt, erscheint der porträtierte Autor in einem breiten Spektrum von Gestalt und Ausdruck. Auch Material und Formate der Bilder variieren.

Alfred Bakan, geboren 1952, Abitur in Karlsruhe, Studium der Soziologie, Sprachwissen-schaften, Sozialpädagogik in Heidelberg; tätig als Sozialarbeiter bis zu gesundheitsbedingtem frühem Ruhestand. Zeitlebens äußerst reiche literarische Produktion ohne Veröffentlichungen (Ausnahme: „Tiefere Zuneigung", Gedichte, 1982, Verlag Helga Niessen)

Angela Ulrich, geboren 1954, Abitur und Studium der Malerei in Karlsruhe; Ausstellungen u.a. Morat-Institut Freiburg, Galerie Karlheinz Meyer Karlsruhe, Kunstverein Rastatt, Gesellschaft der Freunde Junger Kunst Baden-Baden.

Thomas Rübenacker, geboren 1952 in Karlsruhe, Regisseur, Autor von Romanen, Hörspielen und Rundfunkbeiträgen; Sprecher und Autor zahlreicher musikthematischer Sendungen; auch Aufführungen und Aufnahmen von Monodramen.

Vernissage am Fr, 15.03. 2019 um 19.00 Uhr

Finissage am So, 14.04.2019 um 14.00 Uhr
Thomas Rübenacker liest Texte von Alfred Bakan,
Angela Ulrich liest aus ihren Kommentaren.

Bild: Angela Ulrich, wie tanzend, 2005, 120 x 175 cm

GEDOK Künstlerinnenforum Karlsruhe (Karlsruhe)

14.03.2019 - 28.07.2019 Maria Lassnig Die Sammlung Klewan
Staatsgalerie Stuttgart (Stuttgart)
Pressemitteilung
Maria Lassnig wäre am 8. September 2019 100 Jahre alt geworden. Die 2014 verstorbene Künstlerin gehört zu den größten malerischen Begabungen des 20. Jahrhunderts. Mit ihren Körpergefühlsbildern hat sie einen eigenständigen Weg zwischen Figuration und Abstraktion gefunden.

Der österreichische Sammler Helmut Klewan hat die außergewöhnliche Kunst von Maria Lassnig früh erkannt. Als einer der ersten stellt er sie in Deutschland aus und sammelt seither konsequent ihre Bilder, Zeichnungen, Aquarelle und druckgrafischen Arbeiten. Ein Schwerpunkt dieser kleinen Schau, in der fast alle Werkphasen der Künstlerin repräsentiert sind, liegt auf den 1960er-Jahren. So bietet es sich an, diese Sammlung parallel zur Ausstellung »Die jungen Jahre der Alten Meister: Baselitz – Richter – Polke – Kiefer« hier in der Staatsgalerie zu zeigen.

Die 1960er-Jahre, Zeit der Studentenrevolten, des Aufbruchs, der Emanzipation. Dennoch ist es in diesen Jahren noch immer keine Selbstverständlichkeit als Frau in der Kunstwelt Erfolg zu haben. Zu tief sitzen die Vorurteile. Maria Lassnig leidet darunter, geht ins Ausland, verfolgt konsequent ihren Weg und erlebt dank ihres langen Lebens ihren späten Durchbruch, auch auf dem Kunstmarkt.
Wie viele Museen haben auch wir leider keine Gemälde dieser so bedeutenden Malerin erworben. Diese Ausstellung bietet dem Stuttgarter Publikum nun erste Gelegenheit Maria Lassnig zu entdecken.

Staatsgalerie Stuttgart (Stuttgart)

09.03.2019 - 02.06.2019 Licht und Leinwand
Staatliche Kunsthalle Karlsruhe (Karlsruhe)
Pressemitteilung
Die „Geburtsstunde“ der Fotografie 1839 hat die internationale Kunstwelt fasziniert und erschüttert zugleich. Nie zuvor war es möglich gewesen, Abbilder der Wirklichkeit so schnell und präzise zu gewinnen – und dies ganz ohne Pinsel oder Stift. Die Ausstellung erzählt die wechselvolle Geschichte von Malerei und Fotografie im 19. Jahrhundert, die geprägt ist von Konkurrenzangst, Experimentierfreude und Künstlerstolz.

Porträts und Aktdarstellungen, Orientbilder und Wolkenstudien, Architekturgemälde und Gedankenfotos setzen bedeutende Positionen von Malerei und Fotografie in Dialog. In rund 200 Exponaten sind Arbeiten hervorragender Maler wie Gustave Courbet und Alfred Sisley mit Werken fotografischer Pioniere wie Francis Frith und Julia Margaret Cameron vereint. Einen besonderen Akzent setzt die Ausstellung mit der Raum-Klang-Installation Tomorrow’s History von Takashi Arai (*1974), die die historischen Fototechniken neu interpretiert. Die Ausstellung findet in Kooperation mit dem Germanischen Nationalmuseum Nürnberg statt.

(Abb.: Johann Wilhelm Schirmer, Wolkenstudie, 1855/60, Staatliche Kunsthalle Karlsruhe.)

Staatliche Kunsthalle Karlsruhe (Karlsruhe)

09.03.2019 - 02.06.2019 Nil Yalter. Exile Is a Hard Job
Museum Ludwig (Köln)
Pressemitteilung
Seit den 1970er Jahren arbeitet Nil Yalter als Pionierin einer gesellschaftlich engagierten und technisch avancierten Kunst. Als eine der ersten Künstlerinnen in Frankreich nutzt sie das neu aufkommende Medium Video. Nil Yalter ist 1938 in Kairo geboren, aufgewachsen in Istanbul und seit 1965 wohnhaft in Paris. Mit der ersten Überblicksausstellung der Künstlerin in Deutschland präsentiert das Museum Ludwig die Vielfalt ihres Schaffens: darunter bislang kaum bekannte Gemälde aus ihrem Frühwerk sowie Videoinstallationen der frühen 1970er Jahre bis hin zu Multimedia-Installationen, in denen sie Fotografie, Video, Zeichnungen und Skulptur zu Collagen verbindet. Die Ausstellung zeichnet den Weg ihrer engagierten Ästhetik nach.

Nil Yalters Werke entstehen aus aktuellen politischen Situationen wie der Verurteilung zum Tode eines türkischen Aktivisten, dem Alltag in einem Frauengefängnis oder der Lebenssituation analphabetischer „Gastarbeiter*innen“. Sprache spielt für Nil Yalter eine wichtige Rolle, ebenso wie kulturelle Einflüsse aus dem Nahen Osten, der Türkei und Westeuropa. Sensibel integriert sie die Stimmen derjenigen, die sie in ihren Arbeiten porträtiert. Mit quasi-anthropologischer Methodik spiegelt sie die Lebenssituation der Dargestellten und macht marginalisierte Personengruppen sichtbar. Schon in den 1970er Jahren beschäftigte sich die Künstlerin mit feministischen Fragestellungen, in die auch migrantische und queere Perspektiven miteinfließen. Hierdurch erscheint ihr Werk heute aktueller denn je.

Für ihre Ausstellung im Museum Ludwig wird die Posterserie Exile Is a Hard Job / Walls im Stadtraum von Köln fortgeführt. Die tapetenartig angeordneten Zeichnungen und Fotos von türkischen Einwanderern aus ihrer Arbeit Turkish Immigrants von 1977 werden ohne Autorisierung in verschiedenen Stadtvierteln aufgehängt. Den Slogan „Exil ist harte Arbeit“ schreiben die Künstlerin oder die Bewohner*innen auf die Poster, in der Sprache, die im jeweiligen Viertel vorrangig gesprochen wird: Deutsch, Türkisch, Arabisch, Russisch, Polnisch. Die Arbeit ist von und für Migrant*innen, deren Existenz gleichzeitig so offensichtlich und doch abwesend ist.

Als Pantomime-Künstlerin reiste Nil Yalter von 1956 bis 1958 in den Iran, nach Pakistan und Indien. Von 1963–1964 arbeitete sie als Bühnenbilderin und Kostümdesignerin an diversen Theatern in Istanbul und konzentrierte sich zunehmend auf die Malerei. 1965 ging sie nach Paris, wo sie bis heute lebt und arbeitet. Ihre erste Einzelausstellung hatte sie 1973 im Musée d’Art Moderne de la Ville de Paris. Entlang ethnologischer und soziologischer Fragestellungen untersuchte die Künstlerin die Position der Frau in der turkmenischen Nomadengesellschaft. Begleitend zu Topak Ev, einem eigens nachgebauten Zelt, schuf sie Wandtafeln mit Zeichnungen und Fotokopien von Fotos und Texten, die das Leben der Nomad*innen widerspiegeln. Mit ihrer feministischen Videoarbeit The Headless Woman or The Belly Dance war sie 1974 in der ersten internationalen Ausstellung zur Videokunst in Frankreich vertreten und trat als Pionierin der französischen Videoperformance hervor.

Ihr Werk wurde in den letzten Jahren wiederentdeckt. Sie war beteiligt an der Wanderausstellung Wack! Art and the Feminist Revolution, die u.a. im MOCA, The Museum of Contemporary Art, Los Angeles sowie im MoMA PS1, New York (2008) gezeigt wurde. Es folgten weitere Einzelausstellungen unter anderem im FRAC Lorraine in Metz (2016) sowie im Arter – Space for Art in Istanbul (2016).

Nil Yalter. Exile Is a Hard Job ist eine Ausstellung des Museum Ludwig in Kooperation mit dem Center for Curatorial Studies, Hessel Museum of Art, Bard College, Annandale-on-Hudson, New York.

Die Ausstellung wird großzügig gefördert durch die Kulturstiftung des Bundes und die Kunststiftung NRW. Des Weiteren wird sie unterstützt von SAHA – supporting contemporary art from Turkey und der Rudolf Augstein Stiftung.

Zur Ausstellung erscheint ein Katalog. Herausgegeben von Rita Kersting, mit einem Vorwort von Yilmaz Dziewior und Tom Eccles, Essays von Lauren Cornell, Fabienne Dumont und Övül Durmusoglu sowie einem Interview mit Nil Yalter von Rita Kersting und Kurztexten zu den ausgestellten Arbeiten, Deutsch/Englisch, Verlag der Buchhandlung Walther König, Köln, 29,80 Euro (Buchhandelspreis), 25 Euro (Museumspreis).

Kuratorin: Rita Kersting

Web und Social Media
Zur Ausstellung kommuniziert das Museum Ludwig auf seinen Social-Media-Kanälen mit dem Hashtag #MLxNilYalter
Facebook/Instagram/Twitter/Vimeo: @MuseumLudwig – www.museum-ludwig.de

Museum Ludwig (Köln)

23.02.2019 - 02.06.2019 Paris, Paris! Karlsruher Künstler an der Seine 1850 - 1930
Städtische Galerie Karlsruhe (Karlsruhe)
Pressemitteilung
In einer Zeit, als die politi­schen Bezie­hun­gen zwischen dem Deutschen Reich und Frankreich eher angespannt waren, zog es Hunderte von jungen deutschen Malern und Bildhauern zum Studium nach Paris, um sich dort auf vielfäl­tige Weise für ihr weiteres künst­le­ri­sches Schaffen anregen zu lassen. Auch aus Karlsruhe machten sich viele Künstler sowie einige wenige Künst­le­rin­nen auf den Weg in die neue Kunst­me­tro­pole an der Seine, nachdem sie zuvor eine Ausbildung in der badischen Hauptstadt erfahren hatten. Die Ausstel­lung beleuchtet erstmals die facet­ten­rei­chen und vielge­stal­ti­gen Spuren, die der Kunst­trans­fer Paris – Karlsruhe hinter­las­sen hat.

Foto: Wilhelm Schnarrenberger, Boulevard Montparnasse, 1931, Privatbesitz, Foto: Heinz Pelz, © VG Bildkunst, Bonn 2018

Städtische Galerie Karlsruhe (Karlsruhe)

23.02.2019 - 28.03.2021 Writing the History of the Future. Die Sammlung des ZKM
ZKM | Zentrum für Kunst und Medien (Karlsruhe)
Pressemitteilung
In einer außergewöhnlichen Zusammenstellung präsentiert das ZKM die Hauptwerke seiner weltweit einzigartigen Sammlung.

Die Ausstellung folgt den Wegen der Avantgarden und Neo-Avantgarden des 20. Jahrhunderts bis in die Gegenwart: von den Künsten der Bewegung – von den bewegten Maschinen (Kinetik, Kybernetik) über bewegte Bilder (Kinematografie, Op-Art, Video, Holografie, Computerinstallationen) – zum bewegten Betrachter (Partizipation, Interaktion, Happening). Von der Materialmalerei und variablen Objektbildern, von den mechanischen und magnetischen Künsten bis zur Lichtkunst und Soundart und zur Eroberung der elektronischen Medien durch die Künste reicht der Horizont der Exponate.

Die Ausstellung überrascht durch eine alternative Erzählung der Geschichte der Kunst und Medien nach 1945.

ZKM | Zentrum für Kunst und Medien (Karlsruhe)

17.02.2019 - 19.01.2020 VOLLGAS - FULL SPEED
Museum Art.Plus (Donaueschingen)
Pressemitteilung
Das Museum Art.Plus nähert sich in seiner großen Jahresausstellung dem Thema Auto. Wohl kaum ein weiterer technischer Gegenstand wurde und wird in vergleichbarer Weise mythologisiert. Die künstlerische Auseinandersetzung mit ihm ist beinahe so alt, wie das Automobil selbst. Das Auto polarisiert, ist politischer und gesellschaftlicher Zündstoff und gerade deshalb auch aus der Themenwelt der zeitgenössischen Kunst nicht wegzudenken. Doch darüber hinaus ist es noch immer Symbol für Freiheit, Mobilität und Abenteuer, Traumobjekt und Fetisch.

Das Museum Art.Plus zeigt Werke internationaler Künstler, die das Auto und die Geschwindigkeit in den Fokus rücken und ergänzt sie durch legendäre Sportwagen, die das Herz des Autoliebhabers höher schlagen lassen.

Museum Art.Plus (Donaueschingen)

17.02.2019 - 31.03.2019 SHIFT Photo (Gruppenausstellung)
KuK - Kunst- und Kulturzentrum der StädteRegion Aachen (Monschau)
Pressemitteilung
Historische Fotografien, wie eine Erinnerung zart auf eine scheinbar schwebende Leinwand projiziert. Familienbilder, über Jahrzehnte immer wieder in gleicher Pose aufgenommen, die Zeit und Individuum sezieren. Alltägliche Formen, die im Zwielicht der Nacht Kontraste setzen und wie etwas ganz anderes wirken. Alltagsgegenstände, die ein Eigenleben entwickeln und in Beziehung zueinander stehen. Authentische Innenaufnahmen und fast abstrakt wirkende Architekturfotos, die dem unbestechlichen, nüchternen Sujet eine gespenstische Schönheit verleihen.

Vielfalt ist das Stichwort, das am besten zur Gruppenschau des SHIFT-Projekts passt. Denn auf drei Etagen enthüllen die Teilnehmer des ersten SHIFT-Jahrgangs das künstlerisch-fotografische Potenzial der Region – und wie erfrischend unterschiedlich Themen und Ergebnisse sein können, wenn Profis auf den Auslöser drücken.

Mal ziehen Porträts von Frauen, futuristisch in Szene gesetzt, die Blicke auf sich, mal Fußballfans in voller Anfeuer-Montur, mal ein Perspektivwechsel von oben, mal die verstörenderweise rein physische Nähe zwischen Mutter und Kind, mal das Ankommen in der Welt draußen eines Mannes, der 45 Jahre hinter Gittern lebte. Mit Positionen vertreten sind Florian Beckers, Andrea Borowski, Carl Brunn, Jörg Hempel, Andreas Magdanz, Johanna Reich, Marco Röpke, Marco Rose, Manja Schiefer, Peter Stollenwerk, Hugo Thomassen, Petra Warrass und Ernst Wawra. Eine exklusive Publikation flankiert die Präsentation.

Mehr zum Projekt unter www.shift-photo.com.

(Das SHIFT-Logo wurde von Manja Schiefer designt.)

KuK - Kunst- und Kulturzentrum der StädteRegion Aachen (Monschau)

09.02.2019 - 02.06.2019 Dieter Jung. Between and Beyond
ZKM | Zentrum für Kunst und Medien (Karlsruhe)
Pressemitteilung
»Dieter Jung is a light magician, a holographic magician, a peace magician.«
Otto Piene


Licht, Raum und Bewegung stehen im Mittelpunkt der künstlerischen Arbeit des 1941 geborenen Künstlers Dieter Jung, der sich seit Mitte der 1960er-Jahre mit der bildnerischen Wirkweise von Farbe und Licht, Fläche und Raum auseinandersetzt.

Um den flüchtigen Moment optischer Phänomene sichtbar zu machen, bedient sich Dieter Jung gleichermaßen analoger wie digitaler Techniken. Malerei, Zeichnung, Druckgrafik und Holografie befinden sich bei ihm in einem ständigen Dialog. Mit der Ausstellung »Dieter Jung. Between and Beyond« würdigt das ZKM das umfangreiche Werk des in Berlin lebenden Künstlers, der seit Gründung eng mit dem ZKM verbundenen ist. Neben Hologrammen, holografischen Mobiles und holografischen Lichträumen umfasst die Ausstellung Malereien, Zeichnungen und Graphiken des Künstlers.

/// Darstellung von Licht und Reflexion

Das Interesse an dem Prozess der visuellen Wahrnehmung, der doppelten Eigenschaft des Lichts als Partikel und Welle und dem technischen Aufbau von Bildern begleiten Jung seit seinem Studium an der Hochschule für Bildende Künste in Berlin. Bereits in ersten malerischen Arbeiten setzt er sich mit der Darstellung von Licht und Reflexionen auseinander. Anfang der 1970er-Jahre malt er die an Interferenzstrukturen erinnernden Kopfbilder von bekannten und unbekannten Personen, bei denen die Gesichter von Sigmund Freud, Ezra Pound oder Friedrich Nietzsche in sich horizontal und vertikal durchdringenden Schwingungslinien eingebettet sind, die für Jung zunächst vor allem Bezüge zu den Geflechten der Webkunst und dem Prinzip von Kette und Schuss in den Bildteppichen der Renaissance herstellten.

///Fokus Holografie

Nach einem Studium der Holografie an der New Yorker School of Holography entwickelt Jung in Zusammenarbeit mit führenden Wissenschaftlern ein Werk, das die technischen und gestalterischen Möglichkeiten der 1948 durch den Physiker Dennis Gabor eher zufällig entdeckten Holografie entscheidend erweiterte und ihn international zu einem der führenden Protagonisten der holografischen Kunst werden ließ. Für seine ersten Hologramme verwendet Jung 1977 im Central Park in New York gefundene Federn, die in der holografischen Aufnahme als filigrane Objekte im Raum schwebend ihre Schatten werfen. Es folgt die Übertragung von Gedichten von Hans Magnus Enzensberger in das Medium der Holografie, für die damals aufwendige Modelle gebaut werden mussten, um sie auf einer Drehscheibe zu filmen. In den Serien Into the Rainbow, Gegenwartsräume und Inbetween schafft Dieter Jung Anfang der 1980er-Jahre mittels der von Stephen A. Benton entdeckten holografischen One-Step-Technik abstrakte Farbräume, bei denen die reinen Farben des Regenbogens frei schwebend im Raum entstehen.

Als Research Fellow am von Otto Piene geleiteten Center for Advanced Visual Studies (CVAS) am MIT in Cambridge, MA standen Dieter Jung von 1985 bis 1988 umfangreiche technischen Möglichkeiten zur Verfügung, mit denen er neue holografische Verfahren zur Ablösung des holografischen Bildes von seiner objekthaften Vorlage erproben konnte. Im engem Austausch mit Wissenschaftlern entstehen dort erste computergenerierte Bewegungshologramme, bei denen für die damalige Zeit ungeheure Datenmengen bewältigt wurden.

///Holografie heute

Durch die rasante Entwicklung der digitalen Technologien ist heute die Holografie erneut in den Fokus der Aufmerksamkeit gerückt. Gegenwärtig arbeiten ForscherInnen an der Entwicklung von holografischen Displays, mit denen sich unsere Art zu arbeiten, zu lernen und zu interagieren grundlegend verändern wird. Gerade die neuesten Entwicklungen aus der Photonik, bei denen einzelne Lichtteilchen zu Informationsträgern werden, revolutionieren die technischen Voraussetzungen der Holografie in einem ungekannten Ausmaß. In absehbarer Zeit könnten Holografien frei im Raum als dreidimensionale Mixed-Reality-Anwendungen projiziert werden und damit die Bindung der holografischen Darstellung an ihre Trägermaterialien kappen. Mit dem Schweben des Bildes im Raum würden so letztendlich die Vorstellungen von Dieter Jung und anderen Pionieren der Holografie eingelöst, an denen diese mit ihren Werken seit den 1960er- und 1970er-Jahren gearbeitet haben.

ZKM | Zentrum für Kunst und Medien (Karlsruhe)

07.02.2019 - 05.05.2019 KONKRETE GEGENWART Jetzt ist immer auch ein bisschen gestern und morgen
Museum Haus Konstruktiv (Zürich)
Pressemitteilung
kuratiert von Sabine Schaschl

Wie geht die Gegenwartskunst mit der konstruktiven, konkreten und konzeptuellen Kunst des 20. Jahrhunderts um? Wie steht sie zu deren Ideen und Errungenschaften, wie zu ihren teils utopischen Projekten? Bedient sie sich lediglich ihres Form- und Farbrepertoires oder greift sie auch auf die dahintersteckenden Konzepte zurück?
Ausgehend von der Frage, inwiefern die gegenwärtige Kunstproduktion an unser kunsthistorisches Erbe andockt, präsentiert das Museum Haus Konstruktiv eine gross angelegte Gruppenausstellung mit Statement-Charakter.

Auf allen vier Geschossen werden Werke von über 30 Künstlerinnen und Künstlern aus dem In- und Ausland präsentiert. Als Parcours angelegt, auf dem Fäden aus der Kunstgeschichte aufgegriffen, verknüpft und weitergesponnen werden, versteht sich KONKRETE GEGENWART als Momentaufnahme des konstruktiv-konkreten und konzeptuellen Schaffens, dessen Aktualität sich heute äusserst facettenreich und lebendig behauptet.

Mit Werken von: Sâadane Afif, Otto Berchem, Otto Berchem & Amalia Pica, Andrew Bick, Vanessa Billy, Stefan Burger, Valentin Carron, Chris Cornish, Jose Dávila, Philippe Decrauzat, Svenja Deininger, Lara Favaretto, Fernanda Gomes, Clare Goodwin, Diango Hernández, Herbert Hinteregger, Wyatt Kahn, Jan Kiefer, Alicja Kwade, Haroon Mirza, Timo Nasseri, Michael Riedel, Walid Raad, Bernd Ribbeck, Karin Schwarzbek, Daniel Steegmann Mangrané, David Renggli, Martin Soto Climent, Esther Stocker, Katja Strunz, SUPERFLEX, Sofie Thorsen, Thomas Vinson, Werner von Mutzenbecher

Museum Haus Konstruktiv (Zürich)

03.02.2019 - 31.03.2019 Georg Paul (1909 - 1980) und seine schöpferische Bauhaus-Rezeption im MUseum Wilhelm Morgner, Soes
Kunstverein Kreis Soest e. V. (Soest)
Pressemitteilung
Mit dieser Ausstellung gilt es einen Maler zu entdecken, der selbst für viele Kunstkenner noch ein „Geheimtipp“ ist. Georg Paul (1901–1980) absolvierte 1925 das Studium der Malerei und Grafik in Berlin an den Vereinigten Staatsschulen für freie und angewandte Kunst, die ab 1924 vom Architekten gleichen Namens – Bruno Paul – geleitet wurde. Geprägt durch die Lehrer der reformierten Kunstschule – u. a. Emil Orlik und Karl Hofer – setzte sich Georg Paul kontinuierlich mit der künstlerischen Moderne auseinander, die nach Machtantritt der Nationalsozialisten als „entartet“ und in der frühen DDR als „formalistisch“ galt. So konnte er lange Zeit nur im Verborgenen malen. Erst in den 1970er Jahren wurde sein vielseitiges Gesamtwerk der Nachkriegsjahre öffentlich gewürdigt, das auf einer schöpferischen Rezeption der Bauhaus-Malerei basiert.

Dr. Dorit Litt (Kuratorin)

Kunstverein Kreis Soest e. V. (Soest)

02.02.2019 - 22.04.2019 Franz Radziwill und die Gegenwart. Landschaft, Technik, Medien
Staedtische Galerie Bietigheim-Bissingen ( Bietigheim-Bissingen)
Pressemitteilung
Franz Radziwill und die Gegenwart
Landschaft, Technik, Medien
2. Februar bis 22. April 2019
Ist Franz Radziwill (1895 –1983) in seiner norddeutschen Heimat ein hochgeachteter Künstler, so ist er im Süden weit weniger präsent. Das Eindringen der Technik in die Landschaft zieht sich wie ein roter Faden durch zahlreiche seiner Werke, was auf die Betrachter – bis heute – eine große Faszination ausübt. Der neusachliche Künstler, der sich 1923 in Dangast am Jadebusen niederließ, zeigt in seinen Gemälden, Aquarellen und Zeichnungen zum einen die typische Küstenregion mit Booten, Deichen und Feldern, doch zum anderen veranschaulicht er mit den integrierten Strom- und Telegrafenmasten, Flugzeugen, Marineschiffen oder Gasometern auch den technischen Zeitgeist der 1920er- bis 1960er-Jahre. Er konstruierte faszinierende Ansichten und zugleich apokalyptische Visionen, die oftmals nichts an Aktualität eingebüßt haben. Die Ausstellung thematisiert in der Gegenüberstellung von Gemälden und Aquarellen Franz Radziwills mit multimedialen Werken der Gegenwartskunst das ambivalente Verhältnis des Menschen zur von ihm erfundenen Technik – Angst und Skepsis stehen Enthusiasmus und Fortschrittsglaube gegenüber.

Zur Eröffnung am Freitag, den 1. Februar um 19 Uhr laden wir Sie ganz herzlich ein.

Öffentliche Führungen
Sonntag, 3. Februar, 11.30 Uhr
Sonntag, 10. Februar, 11.30 Uhr
Sonntag, 17. Februar, 11.30 Uhr
Sonntag, 24. Februar, 11.30 Uhr
Sonntag, 3. März, 11.30 Uhr
Sonntag, 10. März, 11.30 Uhr
Sonntag, 17. März, 11.30 Uhr
Sonntag, 24. März, 11.30 Uhr
Sonntag, 31. März, 11.30 Uhr
Sonntag, 7. April, 11.30 Uhr
Sonntag, 14. April, 11.30 Uhr
Sonntag, 21. April, 16.30 Uhr
Montag, 22. April, 16.30 Uhr

After-Work-Kurzführungen
(30 Min.) mit Apéritif
Dienstag, 12. Februar, 16.30 Uhr
Mittwoch, 6. März, 17 Uhr
Donnerstag, 4. April, 17.30 Uhr

Führung für Lehrkräfte
Montag, 4. Februar, 17 Uhr

»Der geistige Raum
der Technik«
Kuratorenführung mit
Dr. Petra Lanfermann und
szenische Rezitation mit
Lisa Kraus und Rüdiger Erk
Donnerstag, 14. März, 18.30 Uhr
Donnerstag, 11. April, 18.30 Uhr
Speziell für Seniorinnen und
Senioren:
Mittwoch, 20. Februar, 10 Uhr
Begrenzte Teilnehmerzahl
Voranmeldung: 07142 74-483

Expertenführungen
Franz Radziwills Leben, Werk
und Wirkung
Rundgang mit Birgit Denizel M.A.
freie Kuratorin am
Franz Radziwill Haus in Dangast
Sonntag, 3. Februar, 11.30 Uhr
Der andere Blick: Übermalungen
in Franz Radziwills Gemälden
Rundgang mit Dipl.-Restauratorin
Barbara Springmann
Donnerstag, 28. Februar, 18.30 Uhr
»Papa, da hängt ja unser Franz«
Rundgang mit Prof. Dr. Dr.
Gerd Presler über persönliche
Erlebnisse mit Franz Radziwill
Donnerstag, 28. März, 18.30 Uhr

Workshops
für Kinder und Jugendliche
Radziwimmelbilder
Samstag, 23. Februar
11–14 Uhr für 6- bis 10-Jährige
14.30 –17.30 Uhr für 8- bis 12-Jährige
Das verwunschene Land
der Phantasie
Samstag, 6. April
11–14 Uhr für 6- bis 10-Jährige
14.30 –17.30 Uhr für 8- bis 12-Jährige



Studioausstellungen

Luisa Richter
Variationen einer fixen Idee
27. Oktober 2018 bis 17. März 2019
Die in Besigheim geborene Künstlerin Luisa Richter (1928–2015) lebte seit den 1950er Jahren überwiegend in Venezuela und zählt zu den meist beachteten Malerinnen Lateinamerikas. Ihr Werk spannt den Bogen zwischen zwei Kulturen und Lebenswelten, denn sie besuchte ihre schwäbische Heimat regelmäßig. Nach einer großen Retrospektive 2006 zeigt die Städtische Galerie nun aus dem Nachlass der Künstlerin anlässlich ihres 90. Geburtstages einen Ausschnitt aus ihrem umfangreichen Werk an experimentellen Arbeiten auf Papier: Collagen, Druckgrafiken, Schriftbilder, Tuschzeichnungen und Aquarelle mit lichten oder dichten Strukturen. Gegenständliche und abstrakte Elemente treten dabei stets in einen fruchtbaren Dialog, im Wechsel von kraftvollen, freien Linienbewegungen und figürlichen Andeutungen. Vielfach griff Luisa Richter alte Spuren und Arbeiten wieder auf, die sie übermalte und dergestalt reaktivierte oder Schicht um Schicht neu zusammenfügte: zu Variationen – nicht nur einer – fixen Idee.


Begleitprogramm

Ausstellungsgespräche mit Weggefährten
Marcus Richter im Gespräch mit Dr. Petra Lanfermann
Donnerstag, 29. November, 18.30 Uhr
Cynthia Thumm im Gespräch mit Dr. Isabell Schenk-Weininger
Sonntag, 24. Februar, 16.30 Uhr

After-Work-Kurzführung mit Apéritif
Mittwoch, 16. Januar, 17 Uhr



Matthias Gnatzy
Die vier Kammern des Herzens
27. Oktober 2018 bis 31. März 2019
Der Besigheimer Künstler Matthias Gnatzy ist für seine detailreichen Radierungen und Tuschezeichnungen ebenso bekannt wie für seine phantasievollen Materialassemblagen. Anlässlich seines 70. Geburtstages richtet er im historischen Gebäudeteil der Städtischen Galerie eine Kunst- und Wunderkammer ein, in der er sich – kenntnis- und anspielungsreich wie immer – verschiedenen Themenbereichen widmet. So lassen sich im Naturalienkabinett ein Rudel Nasobeme und in der Kammer des Fernwehs eine Ming Stele entdecken. Die Bandbreite im Musikzimmer reicht von Mozarts Zauberflöte bis zu Bob Dylans Tombstone Blues. Und der Literarische Salon hält ein episch-theatralisches Bilderrätsel bereit. Dieser Wandelgang durch Matthias Gnatzys vier Kammern des Herzens wird jedoch schillernd & goethend eröffnet: mit Hommagen an das Universalgenie und seinen in Freundschaft verbundenen Konkurrenten. Selbstverständlich dürfen die Besucherinnen und Besucher zahlreiche weitere Raritäten und Kuriositäten erwarten.


Begleitprogramm

Künstlergespräche
Matthias Gnatzy im Gespräch mit Dr. Isabell Schenk-Weininger
Sonntag, 27. Januar, 11.30 Uhr
Matthias Gnatzy im Gespräch mit Dr. Petra Lanfermann
Sonntag, 31. März, 16.30 Uhr

After-Work-Kurzführung mit Apéritif
Dienstag, 19. Februar, 16.30 Uhr



DIE STÄDTISCHE GALERIE BLEIBT IM MAI UND JUNI WEGEN SANIERUNGSARBEITEN GESCHLOSSEN!


Öffnungszeiten
Dienstag, Mittwoch, Freitag 14–18 Uhr
Donnerstag 14–20 Uhr
Samstag, Sonntag 11–18 Uhr

Eintritt 6 € / ermäßigt 4 €
Öffentliche Führung: 3 €
Künstlerinnengespräch: 5 €
Workshop: 5 €
Gruppenführung: 55 € / 65 €
Führungen für Gruppen und Schulklassen nach telefonischer Vereinbarung.


Städtische Galerie Bietigheim-Bissingen
Hauptstraße 60–64
74321 Bietigheim-Bissingen
Telefon 07142 74-483, -819
Telefax 07142 74-446
http://galerie.bietigheim-bissingen.de
galerie@bietigheim-bissingen.de


Staedtische Galerie Bietigheim-Bissingen ( Bietigheim-Bissingen)

27.01.2019 - 31.03.2019 Was ist wahr. Kunstpreis der Erzdiözese Freiburg 2019
Kunstmuseum Singen (Singen)
Pressemitteilung
Davon, dass die Frage nach der Wahrheit immer wieder neu gestellt und beantwortet werden muss, zeugt die Ausstellung "Was ist wahr", die im Rahmen des Kunstpreises der Erzdiözese Freiburg, der 2019 bereits zum vierten Mal vergeben, vom 27. Januar bis zum 31. März im Kunstmuseum Singen ausgerichtet wird.Mit dem Thema WAS IST WAHR greifen der von der Erzdiözese Freiburg ausgeschriebene Kunstpreis 2019 und das Kunstmuseum Singen, in dem die Ausstellung zum Kunstpreis gezeigt wird, ein Thema auf, das in Zeiten von Fake News, scheinbar grenzenlosem Informationsfluss, religiöser Verunsicherung und zerschredderten Bildern eine ganz eigene Brisanz entwickelt. Gibt es Wahrheit(en) –und wie stehen wir dazu? Die Ausstellung und das umfangreiche Rahmen-programmladen ein, sich selbst im Diskurs eigene Positionen zu erarbeiten und diese ins Verhältnis zu setzen.

19 Arbeiten von 19 nominierten Künstlern, Künstlerinnen bzw. Künstlerkollektiven wurden von einer Fachjury aus 914 Bewerbungen ausgewählt, die das Thema aus zahlreichen Blickwinkeln – der Religion, der empirischen Wissenschaften, der Ethik, der Gesellschaft, der Kunst usw. – reflektieren. Die Schau vereint Arbeiten aus den Gattungen Video, Installation, Objektkunst, Malerei und Zeichnung zu einem Parcours, der Seh- und gedankliche Positionen in Frage stellt. Die Suche nach Wahrheit ist ein Wahr-Zeichen des Mensch-Seins.

An der Ausstellung WAS IST WAHR nehmen folgende Künstlerinnen / Künstler teil: Carola Faller-Barris (*1964 /Installation), Sabrina Fuchs (*1990 / Objekt), Andrea Hess (*1967 / Objekt), Jonas Hohnke (*1983 / Installation), Marianne Hopf (*1959 / Objekt), Agnes Märkel (*1963 / Zeichnung), Tara Mahapatra (*1970 / Hand-zeichnung), Hyunju Oh (*1988 / Video- und Toninstallation), Micha Payer (*1979) und Martin Gabriel (*1976 / Zeichnungen), Alexander Peterhaensel (*1978 / inter-aktive Medieninstallation), Chris Popovic (*1949 / Malerei), Ilka Raupach (*1976 / Objekt), Meike Redeker (*1983 / Videoprojektion), Alexander Rex (*1987 / Mixed-Media-Installation), Michael Rieken (*1953) und Stefan Demming (*1973 / Klang-Licht-Installation), Florian Schwarz (*1979 / Fotografie), Daniela Takeva (*1990 / Mixed-Media-Installation), Petra Weifenbach (*1961 / Objekt), Anna Witt (*1981 / Video). Aus diesen Finalisten werden die drei Kunstpreisträger (1. – 3. Preis) von der Jury bestimmt. Die Preisverleihung findet im Mai / Juni 2019 statt.

Zur Ausstellung bietet das Kunstmuseum Singen in Zusammenarbeit mit dem Referat für Kunst, Kultur und Kirche der Erzdiözese Freiburg, dem Bildungszentrum Singen, der Galerie Vayhinger und den Kirchengemeinden Singen und Hohenstoffeln-Hilzingen zahlreiche Veranstaltungen an, die das Thema WAS IST WAHR vertiefen. Detail zu den Veranstaltungen sind auf der Website des Kunstmuseums und im umfangreichen Flyer zur Ausstellung zu finden.

Zukünftige Termine im Rahmenprogramm zur Ausstellung WAS IST WAHR Kunstpreis der Erzdiözese Freiburg 2019 auf einen Blick


Familiensonntag im Kunstmuseum
Sehen, Staunen, Mitmachen für die ganze Familie
Sonntag, 17.2.2019, 11-17 Uhr

Führung Spezial, mit Kreativworkshop für Erwachsene
Freitag, 15.3.2019, 19 Uhr

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Künstlergespräch und Buchvorstellung mit Florian Schwarz
Sonntag, 24.3.2019, 11 Uhr

Die Kunst im Kirchenbau – zwei Beispiele im Hegau
Tagesexkursion nach St. Peter und Paul, Hilzingen und St. Elisabeth, Singen
Samstag, 30.3.2019, 10-15.30 Uhr

Die tönenden Schwämme
Finissage mit Vortrag von Künstler Alexander Rex,
teilnehmender Künstler der Ausstellung
Sonntag, 31.3.2019, 11 Uhr

Zur Ausstellung erscheint im modo Verlag Freiburg der Katalog: WAS IST WAHR. Kunstpreis der Erzdiözese Freiburg 2019. Hg. von Isabelle von Marschall. Freiburg 2018 mit Texten von Klaus Müller, Freddy Paul Grunert und Cristina Fiordimela sowie Reflektionen zu allen ausgestellten Kunstwerken aus theologischer wie kunstwissenschaftlicher Sicht. Der Katalog kann im Kunstmuseum Singen zum Museumspreis von 18,- Euro erworben werden.

Eine Ausstellungskooperation der Erzdiözese Freiburg, des Morat Instituts für Kunst und Kunstwissenschaft, Freiburg, der St. Bonnifatius, Mannheim, und des Kunstmuseums Singen.


Zur Ausstellung "Was ist wahr. Kunstpreis der Erzdiözese Freiburg 2019" ist eine Publikation erschienen:

Die Publikation WAS IST WAHR präsentiert die 19 nominierten zeitgenössischen Positionen, die aus über 900 Bewerbungen ausgewählt wurden und vor der Preisvergabe in einer Wanderausstellung im Morat-Institut Freiburg, im Kunstmuseum Singen und im Stift Neuburg, Heidelberg zu sehen sind. Eine Besonderheit der Publikation dieses Jahr: WAS IST WAHR setzt den interdisziplinären Austauschgedanken direkt um, indem neben Fachtexten die begleitenden Textbeiträge zu den 19 nominierten künstlerischen Arbeiten im dialogischen Kommentar zwischen Theologie und Kunstwissenschaft verhandelt werden. Ganz unmittelbar wird die Wahrnehmung von Kunst und Wahrheit aus unterschiedlicher Perspektive deutlich.

Was ist wahr
Kunstpreis der Erzdiözese Freiburg 2019
Hrsg.: Isabelle von Marschall, im Auftrag der Kunstkommission der Erzdiözese Freiburg
Mit Texten von Peter Stengele, Klaus Müller, Cristina Fiordimela, Freddy Paul Grunert, Isabelle von Marschall
104 Seiten, 22 x 28 cm, deutsch, englisch, 53 Abbildungen
Hardcover, Fadenheftung
Freiburg (modo), 2018
ISBN: 978-3-86833-238-4
18,00 Euro (Museumspreis)

Kunstmuseum Singen (Singen)

26.01.2019 - 31.03.2019 Alles ist Ausschnitt! Matthias Mansen: Potsdamer Straße
Staatliche Kunsthalle Karlsruhe (Karlsruhe)
Pressemitteilung
Matthias Mansen ist einer der international bekanntesten Künstler, die sich dem Holzschnitt widmen. In seiner monumentalen Serie "Potsdamer Straße" macht er die geschichtsträchtige Straße seiner Wahlheimat Berlin zum Thema. Mit der Ausstellung in der Orangerie der Staatlichen Kunsthalle Karlsruhe kehrt Mansen nun nach Karlsruhe zurück, wo er zwischen 1978 und 1984 seine künstlerische Ausbildung an der Akademie der Bildenden Künste absolvierte.

(Abb.: Matthias Mansen: Potsdamer Straße C, 2012 © André Longchamp, Genf)

Staatliche Kunsthalle Karlsruhe (Karlsruhe)

01.12.2018 - 07.04.2019 Gerd Sonntag. Winken und Warten. Ein Welt-Bild aus Glas und Licht.
Kunstsammlung Jena (Jena)
Pressemitteilung
Gerd Sonntag ist einer von jenen Wenigen, die bereits Ende der 1980er-Jahre auch internationale Erfolge verbuchen können – ihm werden Ausstellungen in London und New York eingerichtet und das Netz seiner Sammler ist ebenfalls weit ausgelegt. Das Kraftzentrum seiner Kunst liegt zunächst in der Malerei. Sonntag durchschreitet die Klassische Moderne wie ein Lehrbuch: Nach den Franzosen, vor allem Picasso, folgen die Expressionisten. Große Bilder, Farbflächen und Körper, die als Zeichen persönlicher Bewegtheit keiner Beschreibung folgen – und auch keiner Ideologie.
Seit etwa 10 Jahren verarbeitet Sonntag Hüttenglas zu Skulpturen, die in ihrer Art und Ausstrahlung einzigartig sind. Die Arbeiten, zumeist Köpfe, werden in aufwändigen Arbeits- und Schmelzprozessen hergestellt und durchlaufen mehrere Brennzyklen. Die Werke bestechen nicht nur durch das ungewöhnliche Material, sondern auch durch die Farbigkeit und die feinteilige Art der Bemalung. Die Drähte, welche die Glasteile während der Brennprozesse fixieren, sind notwendige Zutat und bilden zugleich ein filigranes Netzwerk, dass die Köpfe durchädert.

Die Ausstellung ist als Werkschau konzipiert und zeigt neben den Glasarbeiten auch zahlreiche Bilder des Malers Gerd Sonntag, der nicht nur zu den bedeutendsten Malern des Prenzlauer Berges gehörte und sich nunmehr eine eigenständige Position erarbeitet hat, die vielerorts Anerkennung erfahren hat.

Kunstsammlung Jena (Jena)

19.10.2018 - 28.04.2019 Zeitenwende 1918/19 - Künstler zwischen Depression und Aufbruch
Museum Schloss Ettlingen (Ettlingen)
Pressemitteilung
Le Tournant - 3 Pays - 30 Expositions
Kooperation mit dem Netzwerk Museen F/CH/D - 3 Länder mit 30

Die Ausstellung in Ettlingen skizziert die individuellen Auswirkungen des Ersten Weltkrieges auf die Lebenswelt und die künstlerische Entwicklung der Künstler Karl Hofer (1978-1955), Walter Becker (1893 - 1984), Karl Albiker (1878-1961) und Oskar Alexander Kiefer (1874-1938). Ihre Lebenswege kreuzten sich mehrmals, immer wieder auch in Ettlingen. Sie gehörten einer Künstlergeneration an, die ein traumatisches Kriegserlebnis einte sowie der Wille zu einer Neuorientierung. Die Nachkriegsjahre schufen mit ihrer großen künstlerischen Freiheit ohne Zensur den Nährboden für nahezu jede Form neuer künstlerischer Ausdrucksmöglichkeiten. Die Ausstellung versucht eine Einordnung der Lebenswege dieser vier Künstler zwischen den Extremen der Weimarer Republik: der kulturellen Experimentierfreudigkeit und ungestillten Vergnügungssucht der "goldenen Zwanziger" und ihrem jähen Ende durch die Weltwirtschaftskrise, die Hunger, Armut und Hoffnungslosigkeit brachte.

Museum Schloss Ettlingen (Ettlingen)

07.10.2018 - 30.06.2019 Keramik aus Kasama - Japan
Museum Schloss Ettlingen (Ettlingen)
Pressemitteilung
Eine Studioausstellung in Kooperation mit der Deutsch-Japanischen Gesellschaft Karlsruhe anlässlich des 25 jährigen Bestehens.
15 Künstler aus Japan zeigen über 50 zeitgenössische Werke von Gebrauchskeramik bis zu freien, künstlerischen Objekten. Die kleine Ausstellung knüpft an die Sammelleidenschaft der Markgräfin Sibylla Augusta an, die in Jahren 1729 - 1733 das Schloss bewohnte. Sie war eine große Sammlerin japanischen und chinesischen Kunsthandwerks. Die Ausstellung setzt einen qualitätvollen Akzent in der Reihe der künstlerischen und kulturgeschichtlichen Themen Ostasiens die in den vergangenen 30 Jahren im Museum Ettlingen präsentiert wurden.

Museum Schloss Ettlingen (Ettlingen)

29.09.2018 - 31.12.2021 zkm_gameplay. the next level
ZKM | Zentrum für Kunst und Medien (Karlsruhe)
Pressemitteilung
Die legendäre Spieleplattform des ZKM »ZKM_Gameplay« startet mit »zkm_gameplay. the next level« eine Neuauflage.

Alle GamerInnen, aber auch BesucherInnen, die bislang kaum Erfahrung mit Computerspielen haben, sind zum informativen, kritischen und kreativen Austausch – und natürlich zum Spielen – in die Ausstellung eingeladen.

Das neue Konzept basiert nicht nur auf den Erfahrungen des »ZKM_Gameplay«, sondern auch auf der Ausstellung »Games and Politics«, die seit 2017 in Zusammenarbeit mit dem Goethe-Institut auf allen Kontinenten zu sehen ist.
Medium der digitalen Gesellschaft

Dass das Computerspiel sich zu einem Leitmedium entwickelt hat, ist heute kaum mehr eine gewagte These über den Stellenwert des interaktiven und multimedialen Mediums. Es hat sich weit von seinen Ursprüngen als Laborexperiment und Spielzeug entfernt und ist »das« Medium der digitalen Gesellschaft geworden, zwischen Pop-Kultur, Unterhaltung und Kunst.

ZKM | Zentrum für Kunst und Medien (Karlsruhe)

23.09.2018 - 05.05.2019 Jochen Gerz. THE WAKL - Keine Retrospektive
Lehmbruck Museum (Duisburg)
Pressemitteilung
Jochen Gerz ist einer der bedeutendsten und konzeptstärksten deutschen Künstler der Gegenwart. Auf den sieben Meter hohen Glasfenstern des Lehmbruck Museums ist ein Text zu lesen, der das Leben und das Werk von Jochen Gerz mit acht Dekaden Zeitgeschichte verbindet und das Museum in ein monumentales Buch verwandelt. THE WALK, ein 100 Meter langer Steg, führt die Besucherinnen und Besucher in wechselnder Höhe an der ikonischen Glasfassade entlang. So entstehen neuartige Perspektiven auf die Stadt Duisburg, das Museum und den Park.
THE WALK ist nicht nur der Weg des Künstlers, sondern auch der von uns allen. Jochen Gerz arbeitet mit Menschen, die aus allen Regionen der Welt zu uns kommen. In Kooperation mit der „Berufsorientierung für Flüchtlinge“ der Kreishandwerkerschaft Duisburg werden Menschen mit Fluchterfahrung zu Vermittlern und Autoren. Es ist eine Ermutigung, selbst Autor und damit Zeitgenosse zu werden.

Mit Unterstützung des Landschaftsverbandes Rheinland (LVR), der Kulturstiftung der Länder, des Ministeriums für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen, der Sparkasse Duisburg, der Kunststiftung NRW, der Wirtschaftsbetriebe Duisburg – AöR sowie der GEBAG Duisburger Baugesellschaft mbH. In Medienpartnerschaft mit der Rheinischen Post und der Westdeutschen Allgemeinen Zeitung.

Lehmbruck Museum (Duisburg)

12.09.2018 - 12.01.2020 Sauber? Kulturgeschichte des Badens in Ettlingen
Museum Schloss Ettlingen (Ettlingen)
Pressemitteilung
Das Museum Ettlingen nimmt die Besucherinnen und Besucher in den kommenden Monaten mit auf eine besondere Zeitreise zur Badegeschichte der Stadt.

Wussten Sie schon, dass man in römischer Zeit aufgrund des ausgiebigen Badens 400 l Wasser pro Tag und Person verbrauchte im Vergleich zu den rund 120 l, die heute in Ettlingen pro Tag an Wasser pro Person verbraucht werden? Wussten Sie, dass man heute 150 l virtuelles Wasser benötigt um 1 Tasse Kaffee zuzubereiten oder noch vor 100 Jahren nur wenige Haushalte in Ettlingen fließendes Wasser hatten? Heute ist Wasser bei uns jederzeit verfügbar. Tägliches Duschen und der Einsatz von Seife waren jedoch nicht immer selbstverständlich. Die körperliche Reinigung sowie der Begriff der Sauberkeit sind einem steten Wandel unterworfen.

Die Ausstellung „Sauber?“ widmet sich dem Element Wasser und dem Wandel der Körperpflege von den ersten Siedlungsspuren in Ettlingen vor rund 4000 Jahren bis heute.
In Ettlingens Geschichte war es vor allem der Fluss Alb, dessen Vorzüge die Menschen dazu bewog, sich hier anzusiedeln. Wussten Sie schon, dass man sich vor fast 2000 Jahren in der römischen Siedlung an der Alb in einem warmen Bad entspannen konnte? In unmittelbarer Nähe zum Fluss sind die Reste einer römischen Badeanlage gefunden worden, die anlässlich dieser Ausstellung erstmals im Modell rekonstruiert wurde. Ob im Kalt- oder wohltemperierten Warmbaderaum mit Fußbodenheizung – hier konnte man es sich schon vor rund 2000 Jahren gut gehen lassen.
Wellness im Mittelalter: Die Badestube
Auch wenn die Zeit die römische Badeanlage in Vergessenheit geraten ließ, verzichtete man dennoch nicht auf Sauberkeit und Badekultur, wenn auch in anderer, einfacherer Form. Die mittelalterliche Badstube bot Erholung in Badezubern mit warmem Wasser und wohlriechenden Essenzen.

In Zeiten der Pestepidemien wuchs die Angst vor der Ansteckungsgefahr. Man hatte die Vorstellung, dass Wasser durch die Poren der Haut in den Körper eindringt, ihn schädigt und krankmacht. Man schloss so nach und nach die Badhäuser und erfand die trockene Toilette. In der Ausstellung erfahren Sie wie diese so ganz ohne Wasser funktionierte und mit welchen Mitteln die adligen Damen zur Zeit der Markgräfin Sibylla Augusta lästige Parasiten wie Flöhe in Schach hielten und aus dem Dekolleté verbannten.
Das 19. Jahrhundert ist geprägt durch besorgniserregende, hygienische Verhältnisse der einfachen Leute in der Stadt, die erst um 1900 deutliche Besserung erfahren. Die wegbereitenden technischen Entwicklungen im Sanitärbereich in England beeinflussten die Badekultur des gehobenen Bürgertums in ganz Europa. Luxusbäder aus England, sorgten um 1900 sicherlich auch in einzelnen großbürgerlichen Häusern in Ettlingen für gepflegte Behaglichkeit.
Eine sinnliche Annäherung der besonderen Art bietet die Duftstraße mit vier Stationen in der Ausstellung. Ob aromatischer Badezusatz, Parfüm oder Körperöl – hier kann man den Vorlieben der jeweiligen Epochen nachspüren.
Besucherinnen und Besucher können in alte Zeiten eintauchen, indem sie in einer Zinkwanne Probeliegen oder einem Plumpsklo Platz nehmen und sich an den samstäglichen Badetag erinnern.
Ob schickes Jugendstilbad oder farbenfrohes Design der 1970er Jahre – die Ausstellung bietet mit detailreichen Badezimmerinszenierungen Einblicke in die Entwicklung der privaten wie auch öffentlichen Badekultur und ein spannendes Kapitel Ettlinger Stadtgeschichte!

Die Bade-Spielewelt
Spiel und Spaß rund um die Themen Baden und Wasser sind in der Bade – Spielewelt geboten: Wassergeräusche erkennen, um die Wette angeln, das Entenrennen spielen oder am Spieltisch puzzeln und playmobil Bäder bauen, kreative Recycling Gefäße fürs Bad erfinden oder eine kleine Modeschau mit Bademantel und Duschhaube inszenieren und noch einiges mehr.
Das Museum Ettlingen dankt der hansgrohe Aquademie in Schiltach für umfangreiche Leihgaben, sowie der Kulturstiftung der Sparkasse Karlsruhe und den Stadtwerken Ettlingen für die Unterstützung der Ausstellung.


Rundgänge für Gruppen sind zu folgenden Themen buchbar
Sauber? Kulturgeschichte des Badens in Ettlingen, 60 Minuten, 50/60 €
Vom Seifenkraut zur Badepraline, 90 Minuten, 100/120 €
Müller, Flößer und Anrainer, 60 Minuten, 50/60 €
Rundgänge für Schulklassen sind buchbar auch außerhalb der Öffnungszeiten.

Öffentliche Führungen
Sonntag, 16.12., 15 Uhr
Vom Seifenkraut zur Badepraline, Führung in der Ausstellung Sauber? Kulturgeschichte des Badens in Ettlingen. 90 Min., 6 €

Museum Schloss Ettlingen (Ettlingen)

26.08.2018 - 22.04.2019 Das CITY ATELIER
Lehmbruck Museum (Duisburg)
Pressemitteilung
Im CITY ATELIER finden Sie auf einer ganzen Etage kreative Arrangements: Hier gibt es klassische Bildhauermaterialien, wie Ton, Draht, eine Druckwerkstatt, aber auch Ungewohntes, zum Beispiel 3D-Doodler oder eine interaktive Sandskulptur. Einige Kunstwerke laden dazu ein, mit ihnen zu spielen, spezielle Bereiche bieten Rückzugsmöglichkeiten zum Lesen oder Entspannen. Sie können sich hier zu künstlerischen Aktivitäten treffen oder das CITY ATELIER auf eigene Faust erkunden. An allen Sonntagen laden wir Sie von 14.00 bis 17.00 Uhr ein, an offenen Workshop-Sessions teilzunehmen. In den offenen Angeboten werden Sie von unterschiedlichen Künstlerinnen und Künstlern in verschiedene Techniken eingeführt. Ein umfangreiches Begleitprogramm und eine Museums-Rallye sorgen für Abwechslung. Schulklassen haben ebenso die Möglichkeit einen Nachmittag im CITY ATELIER zu buchen, wie Firmen für Coachings und TeamBuildings. Außerdem wird regelmäßig ein „Besucher-Kunstwerk der Woche“ prämiert und ausgestellt.
An jedem ersten Freitag im Monat wird das CITY ATELIER von Künstlern begleitet. An diesen Tagen legen Sie Ihren Eintritt selbst fest.

Lehmbruck Museum (Duisburg)

01.08.2018 - 31.03.2019 Mit Karl Weysser unterwegs
Städtische Galerie Karlsruhe (Karlsruhe)
Pressemitteilung
Seine Stadt­an­sich­ten mit wink­li­gen alten Gassen und maleri­schen Archi­tek­tur­de­tails fanden e­benso wie seine stimmungs­vol­len Reiseim­pres­sio­nen aus dem Rhein- und Moseltal, aus dem Elsass oder aus Tirol nicht nur bei seinen Zeitge­nos­sen große Anerken­nung. Sie gelten auch heute noch als heraus­ra­gende Beispiele einer bewusst unpathe­ti­schen und zugleich subtilen Schil­de­rung von Natur und Landschaft. Gemeint ist der 1833 in Durlach bei Karlsruhe geborene, oft als "­ba­di­scher Spitzweg" bezeich­nete Maler Karl Weysser, dem die Städ­ti­sche Galerie Karlsruhe nun erstmals eine Ausstel­lung mit mehr als 40 Ölstudien und Gemälden aus dem eigenen, etwa 300 Bilder und Zeich­nun­gen umfas­sen­den Bestand widmet. Die Werkschau ­des Künstlers, der zu den bedeu­tends­ten Archi­tek­tur­ma­lern der zwei­ten Hälfte des

19. Jahrhun­derts gehört, befindet sich in unmit­tel­ba­rer Nähe zur neu einge­rich­te­ten Dau­er­aus­stel­lung mit Exponaten aus der Zeit von 1850 bis 1950, in der u. a. Weyssers Lehrer Johann Wilhelm Schirmer sowie seine ­Stu­dien­kol­le­gen Hans Thoma und Emil Lugo vertre­ten ­sind.

Foto: Karl Weysser, Mannenbach. Landungssteg am Bodensee, 1876. Foto: Heinz Pelz

Städtische Galerie Karlsruhe (Karlsruhe)

30.03.2018 - 30.03.2019 Malerei 1850 - 1950 Dauer­aus­stel­lung 2. OG wieder­er­öff­net
Städtische Galerie Karlsruhe (Karlsruhe)
Pressemitteilung
Die aktuelle Präsen­ta­tion spannt den Bogen von der badischen Malerei der 1850er Jahre bis zur abstrakten Kunst im Nach- kriegs­deutsch­land um 1950. Entspre­chend der Ausrich­tung der 1854 in Karlsruhe gegrün­de­ten Kunst­schule liegt der wesent­li­che Fokus der ausge­stell­ten Gemälde auf der Landschafts­ma­le­rei.

Städtische Galerie Karlsruhe (Karlsruhe)

31.01.2018 - 31.03.2019 umgehängt 2018: Facetten der Malerei 1960 - 2010
Städtische Galerie Karlsruhe (Karlsruhe)
Pressemitteilung
Seit etwa zehn Jahren präsen­tiert die Städtische Galerie ­Karls­ruhe ihre Dauer­aus­stel­lung unter dem bildhaften Begriff "um­ge­hängt", um unmit­tel­bar deutlich zu machen, dass dieser ­Be­reich im ersten Oberge­schoss regelmäßig neu konzipiert wird. Die reichen Bestände der Städti­schen Kunst­samm­lung und der Samm­lung von Ute und Eberhard Garnatz mit Werken aus den 1960er- bis in die 2010er-Jahre werden unter immer neuen Vorzeichen und in unter­schied­lichs­ten Konstel­la­tio­nen vorge­stellt, so dass die Be­su­cher und Besuche­rin­nen auf ein breites Spektrum von eher ­sel­ten gezeigten bis zu vertrauten Kunst­wer­ken treffen. Im Mit­tel­punkt der aktuellen Schau "Facetten der Malerei" steht das tra­di­ti­ons­rei­che Medium und seine experi­men­telle Öffnung zu anderen Kunst­gat­tun­gen. Vor dem Hinter­grund der verän­der­ten ­künst­le­ri­schen Haltungen in den 1960er-Jahren mussten sich die Maler neu orien­tie­ren. Sie begannen ihr Medium zu hinter­fra­gen, erkun­de­ten seine spezi­fi­schen Möglich­kei­ten und erwei­ter­ten ­diese auf unter­schied­lichste Weise. Sie setzten sich mit his­to­ri­schen Positionen ausein­an­der, nahmen Elemente der All­tags­kul­tur in ihr Werk auf und bezogen den realen Raum mit ein. Inhaltlich wandten sie sich einem breiten Spektrum zu - Natur- und Menschen­dar­stel­lun­gen gehören ebenso dazu wie All­tags­ge­gen­stände und gesell­schafts­po­li­ti­sche Themen.

Foto: Jörg Immendorff: Café Deutschland IV, 1978.

Städtische Galerie Karlsruhe (Karlsruhe)

20.10.2017 - 02.06.2019 Open Codes II. Die Welt als Datenfeld
ZKM | Zentrum für Kunst und Medien (Karlsruhe)
Pressemitteilung
Freier Eintritt, freies Obst, freie Getränke, freie Gedanken, freies WLAN, freier Strom – das Bildungsexperiment geht weiter!

Das Ausstellungsprojekt »Open Codes« geht in die zweite Runde! Lag der Fokus der ersten Phase »Open Codes. Leben in digitalen Welten« auf vielfältigen Beispielen der Codierung, vom Morsecode bis zum genetischen Code, so untersucht die zweite Phase »Open Codes. Die Welt als Datenfeld« schwerpunktmäßig eine Welt, die zunehmend von Daten bestimmt ist.

Wir leben in einer Welt, die von Daten erzeugt, gesteuert und kontrolliert wird. Eine Vielzahl elektronischer Schnittstellen wie Smartphone, Computer, Fernsehen und Radio umgibt unser alltägliches Leben. Datenfelder sind unabdingbar und omnipräsent.

Leben in digitalen Welten bedeutet immer mehr ein Leben in einem programmierten, intelligenten Ambiente, in einer sogenannten »scripted reality«. Das Script wird zum Teil von Sensoren vorgegeben, die Auskunft geben über den Zustand der Wirklichkeit, die uns umgibt. Die Daten der Sensoren werden von Algorithmen verarbeitet, die uns durch die Welt wie durch ein Datenfeld steuern. Denn immer mehr besteht unsere Lebenswelt heute aus einer künstlichen, von Menschen gemachten Datenwelt.

Die Großinstallation »Die Welt als Datenfeld«, die Sie im Lichthof 8 des ZKM erwartet, greift diese Thematik auf. Eine »Datenwolke« aus rund 40 Bildschirmen zeigt jene zahlreichen elektronischen Schnittstellen wie Smartphone, Computer, TV und jene digitalen Datenbildschirme, die uns im Alltag begleiten: am Flughafen oder Bahnhof, an der Börse und in der Bank, im Büro und in der Wohnung, im Krankenhaus oder in der Arztpraxis.

»Die zweite Ausgabe von Open Codes zeigt Ihnen mit einer Vielzahl von Beispielen diese neue Welt des Datenfelds. Es eröffnet sich für uns ein neuer Horizont des Humanen: der auf künstlicher Intelligenz aufgebaute Transhumanismus.« (Peter Weibel, künstlerisch-wissenschaftlicher Vorstand des ZKM und Kurator der Ausstellung)


Das Museum als Denkraum und Assembly

Auch die zweite Phase der Ausstellung wird von einem umfangreichen Rahmenprogramm mit Vorträgen, Konferenzen, Symposien, Workshops und Filmvorführungen begleitet. Wir laden die BesucherInnen dazu ein, das Museum als Denkraum, Co-Working-Space und als Assembly, als neue Form der Versammlung zum Austausch und Erwerb von Wissen zu nutzen.

ZKM | Zentrum für Kunst und Medien (Karlsruhe)