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Museum Haus Konstruktiv

Kunstinstitution bei artports.com

Museum Haus Konstruktiv

Selnaustrasse 25
CH-8001 Zürich
Switzerland/Schweiz
Tel: +41 (0)44 217 70 80
Fax: +41 (0)44 217 70 90
info@hauskonstruktiv.ch
www.hauskonstruktiv.ch
Öffnungszeiten:
Di/Do/Fr 11-17, Mi 11-20, Sa/So 11-17 Uhr
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Museum Haus Konstruktiv

Ausstellungen

Aktuelle und kommende Ausstellungen


Museum Haus Konstruktiv

01.06.2017 - 03.09.2017
Tomás Saraceno - Aerosolar Journeys

Pressemitteilung
Der international viel beachtete argentinische Künstler Tomás Saraceno (geb. 1973, lebt und arbeitet in Berlin) erstmals mit einer grossen Einzelausstellung in der Schweiz zu sehen sein.
Mit seinen raumfüllenden Installationen, die an der Schnittstelle von Kunst, Architektur und Naturwissenschaft entstehen, befragt Tomás Saraceno künftige Formen menschlichen Zusammenlebens, die aufgrund der künstlerischen Recherche ökologische und soziale Beziehungen verbessern könnten. Als diplomierter Architekt und Meisterschüler von Thomas Bayrle an der Frankfurter Städelschule spannt sich Saracenos Interesse von strukturellen Studien über die Biologie bis zur Atmosphärenphysik hin.
Seit mehreren Jahren untersucht Saraceno Spinnen und deren Netze. In Zusammenarbeit mit Arachnologen hat er in seinem Studio mehrere offene Rahmen errichtet, die rund 300 Webspinnen beherbergen. Insgesamt zwölf Arten, die als solitäre, semisoziale und soziale klassifiziert werden, bewohnen die Rahmen. Saraceno lässt die Spinnen auf die Netze der anderen stossen und beobachtet die Entstehung neuer, hybrider Netzstrukturen, die vom Konzept her an hypermoderne Stadtlandschaften erinnern. Ein Teil der Ausstellung im Museum Haus Konstruktiv wird dieser Recherche gewidmet sein. Daneben präsentiert Saraceno das von ihm initiierte «Aerocene Project». Bei diesem Projekt handelt es sich um luftgefüllte Skulpturen, die allein durch natürliche Thermik (durch Sonneneinstrahlung und die Infrarotstrahlung der Erdoberfläche) schweben können, also weder auf fossile Brennstoffe und Edelgase noch auf Solarzellen oder Batterien angewiesen sind. Saraceno beschreibt seine Vision eines ökologischeren und nachhaltigeren Territoriums in der Luft – das er als «Wolkenstädte» bezeichnet – mit folgenden Worten: «Aerocene begins now as a past-becoming-future technology. […] In the near future, it will define the age of the post-fossil-fuel travel, a pace of living that is in tune and at the whim of the wind.»


Museum Haus Konstruktiv

01.06.2017 - 03.09.2017
Jürg Stäuble - Mehr sein als System

Pressemitteilung
Zeitgleich zur Einzelausstellung von Tomás Saraceno würdigt das Museum Haus Konstruktiv das rund 50-jährige, im Umfeld von Minimal Art, Land Art und Konzeptkunst verortete Schaffen des Schweizer Künstlers Jürg Stäuble (geb. 1948 in Wohlen, lebt und arbeitet in Basel) mit einer umfangreichen, retrospektiv angelegten Einzelausstellung.
Obwohl seine raumdurchdringenden Skulpturen und Installationen meist aus mathematischen Überlegungen, Konstruktionszeichnungen und Modellen hervorgehen, ist Jürg Stäuble kein konstruktiver Künstler im gängigen Sinne. Für ihn ist Geometrie mehr Ausgangspunkt als Ziel und doch folgen seine Arbeiten präzisen Spielregeln. Basierend auf Sechseck- oder Kreisstrukturen sowie auf Ordnungssystemen wie Reihung, Verschiebung, Schichtung und Durchdringung fragen sie nach den Eigenschaften des Raumes und seiner Wahrnehmung. So sind seine künstlerischen Interventionen in der deutschsprachigen Schweiz auch häufig am Bau und im öffentlichen Raum anzutreffen.


Ausstellungsarchiv


09.02.2017 - 07.05.2017
Cerith Wyn Evans

Pressemitteilung
Cerith Wyn Evans (geb. 1958 in Llanelli, Wales, lebt und arbeitet bei London), der seine künstlerische Karriere in den 1980er Jahren mit Musikvideos und experimentellen Kurzfilmen begann, ist als Filmemacher und mittlerweile vor allem als Bildhauer und Konzeptkünstler bekannt. In seinen formal reduzierten Installationen kommen oftmals Texte, Spiegel, Pflanzen, Filmprojektionen, Feuerwerkskörper und andere Lichtquellen wie Neonobjekte und -schriftzüge zum Einsatz. Licht und Sprache sowie deren Wahrnehmung durch die Rezipienten bilden wesentliche Konstanten in Evans Schaffen, das eine Vielzahl von Referenzen zur Literatur, Philosophie und Musik, zu Film und bildender Kunst aufweist.

Für die Ausstellung im Museum Haus Konstruktiv hat Cerith Wyn Evans eine neue, von der Decke herabhängende Leuchtstoffröhren-Installation konzipiert, deren filigrane Form auf die präzise formalisierten Bewegungen des traditionellen japanischen N?-Theaters zurückzuführen ist. Sie zeigt eine Verdichtung komplexer Linien, die die Übergänge der verschiedenen theatralischen Bewegungsabläufe und Gangarten wiedergibt. Darüber hinaus ist eine mit Sound gekoppelte Lichtarbeit zu sehen, für die eine ausgewählte Textpassage in Morsezeichen übersetzt wurde, die nun an eine Fluoreszenzlichtröhre in der Deckenbeleuchtung des Ausstellungsraumes gesendet werden. Das Licht blinkt im Rhythmus der codierten Signale.


09.02.2017 - 07.05.2017
Marlow Moss - A Forgotten Maverick

Pressemitteilung
Marlow Moss (geboren 1889 in Kilburn, London, gestorben 1958 in Penzance, Cornwall) war eine der wenigen weiblichen Vorreiterinnen konstruktiver Malerei. Von 1916 bis 1917 hatte sie in London die St. John’s Wood School of Art und anschliessend die Slade School of Fine Art besucht, bevor sie 1919 für einige Jahre nach Cornwall übersiedelte. 1927 entschied sie, nach Paris zu gehen, wo sie an der Académie Moderne bei Fernand Léger studierte.
In Paris begegnete sie zum ersten Mal den neoplastizistischen Malereien Piet Mondrians; ein Schlüsselmoment, der für ihre weitere künstlerische Entwicklung wegweisend sein sollte. Anfang der 1930er Jahre sind ihre Gemälde jenen Mondrians zum Verwechseln ähnlich: Auch Moss verwendet nun ausschliesslich die Primärfarben Rot, Gelb und Blau sowie die Nichtfarben Weiss und Schwarz, um ein Gerüst aus geraden Linien und rektangulären Farbflächen aufzubauen. Nach und nach entwickelt sie hieraus ihren eigenen Stil. Um 1930 lernt sie Mondrian persönlich kennen. Auch mit Georges Vantongerloo und Jean Gorin steht Moss in regem Kontakt, gehört sie doch wie diese 1931 zu den Mitbegründern der Künstlervereinigung Abstraction-Création. Zu Beginn des Zweiten Weltkrieges verlässt sie Paris, um sich erneut – und diesmal endgültig – in Cornwall niederzulassen.

Das Gesamtwerk von Marlow Moss ist heute weitgehend in Vergessenheit geraten, in der Kunstgeschichtsschreibung findet es oft nur im Hinblick auf Mondrian und die Verwendung der Doppellinie Erwähnung: Moss hatte dieses dynamisierende Kompositionselement zweier dünner, parallel verlaufender Linien erstmals 1930 eingesetzt, es war eine originäre Erfindung der Künstlerin. Mondrian eignete sich dieses Element wenig später an und nannte es eine wichtige Erneuerung in der Entwicklung seines Werkes – ohne jedoch die Urheberin zu erwähnen. Das Museum Haus Konstruktiv möchte das wiederentdeckte Œuvre von Marlow Moss, das allzu lang im Schatten der berühmten männlichen Konstruktivisten stand, einer breiten Öffentlichkeit vorstellen.


09.02.2017 - 07.05.2017
Andrew Bick - original ghost variety shifted double echo

Pressemitteilung
Andrew Bick (geb. 1963 in Coleford, Gloucestershire, lebt und arbeitet in London) absolvierte zu Beginn der 1980er Jahre den Vorkurs am Cheltenham College of Art und setzte sein Malereistudium dann an der University of Reading sowie an der Londoner Chelsea School of Art fort. In seinen abstrakten Wachsbildern aus freien und geometrischen Formen amalgamiert er Zeichnung und Malerei, Linie und Fläche, Transparenz und Opazität, farbige und unbehandelte, glänzende und matte Oberflächen zu einem vielschichtigen und rätselhaften Ganzen. Bekanntheit erlangte Bick nicht nur durch seine architektonisch anmutenden Bildgefüge in der Nachfolge des britischen Konstruktivismus und der von Minimalismus, Konzeptkunst und Kybernetik geprägten Systems Art, sondern auch durch Kunst-am-Bau-Projekte und seine langjährige Tätigkeit als Kurator, Autor und Dozent.
Aus Bicks kritischer Auseinandersetzung mit Vorläufern der abstrakten und konkreten Moderne und mit den Grundlagen seines eigenen Kunstschaffens sind bereits zahlreiche Kooperationen und Projekte mit anderen Künstlerinnen und Künstlern hervorgegangen, unter ihnen (etwa gleich alt wie Bick) Eva Berendes, Katrina Blannin und Cullinan Richards oder (in den 1930er Jahren geboren) Norman Dilworth, Peter Lowe, Jeffrey Steele und Gillian Wise. Prägend ist auch hier die diskursive Herangehensweise, mit der der Künstler Verbindungslinien der Kunstgeschichte herausarbeitet oder neu anlegt.
Das Museum Haus Konstruktiv zeigt eine auf die Architektur der Ausstellungsräume bezogene, installative Inszenierung von Andrew Bicks jüngsten Werken und widmet ihm damit die erste museale Solopräsentation in der Schweiz.


27.10.2016 - 15.01.2017
Nairy Baghramian: Zurich Art Prize 2016


Pressemitteilung
Der Kunstpreis geht 2016 an die Künstlerin Nairy Baghramian (geb. 1971 in Isfahan, Iran, lebt in Berlin). Die Preissumme fliesst in eine speziell für das Museum Haus Konstruktiv konzipierte Einzelausstellung.


27.10.2016 - 15.01.2017
Bernd Ribbeck

Pressemitteilung
Bernd Ribbeck (geb. 1974 in Köln, lebt und arbeitet in Berlin) ist einer der vielversprechendsten Künstler der gegenwärtigen Abstraktion und wird häufig dem „Neuen Konstruktivismus“ zugeordnet. Seine kleinformatigen, abstrakten Gemälde präsentieren mit ihren Formen wie Kreisen, Ellipsen und Dreiecken und ihren intensiven Farben eine faszinierende Tiefe und Aura.


27.10.2016 - 15.01.2017
Christian Herdeg – Lyrical Minimalism

Pressemitteilung
Als einer der ersten Schweizer Künstler, der Leuchtstoffröhren einsetzte, zählt Christian Herdeg heute zu den Pionieren der Lichtkunst. Die retrospektiv angelegte Ausstellung präsentiert wichtige Stationen seines Schaffens von 1970 bis heute.


02.06.2016 - 04.09.2016
Um die Ecke denken

Pressemitteilung
2016 ist für das Museum Haus Konstruktiv ein wichtiges Jahr: Wir feiern unser 30-jähriges Bestehen. Aus diesem Anlass wird unsere kontinuierlich gewachsene Sammlung mit der gross angelegten Gruppenschau «Um die Ecke denken» gewürdigt. In der Ausstellung verzichten wir bewusst auf externe Leihgaben und konzentrieren uns auf Werke aus dem Sammlungsbestand. Die Auswahl erfolgte aus über 900 Werken, von denen mehr als 100 seit dem letzten Jubiläumsjahr 2011 hinzugekommen sind. Diesen Neuzugängen und dem historischen Erbe einiger Schlüsselfiguren der konstruktiv-konkreten Kunst möchten wir besondere Aufmerksamkeit schenken.

Mit den «Gastinterventionen» eingeladener Künstlerinnen und Künstlern setzen wir die ausgewählten Exponate der Sammlung in einen Echoraum der zeitgenössischen Kunst. Dabei sind verschiedene künstlerische Strategien und Medien (Video, Performance, Malerei, Skulptur, konzeptuelle Text-Bild Arbeiten) berücksichtigt, die Kontextverschiebungen und Bruchstellen erzeugen und sich als humorvolle und subversive Kommentare lesen lassen.

Gezeigt werden Sammlungswerke u.a. von:
Josef Albers, Ian Anüll, Hans Arp, Frank Badur, Andrew Bick, Jakob Bill, Max Bill, Erich Buchholz, Carlos Bunga, Andreas Christen, Attila Csörg?, Christoph Büchel, Walter Dexel, Rita Ernst, Franz Fedier, Karl Gerstner, Fritz Glarner, Hans Jörg Glattfelder, Eugen Gomringer, Daniel Göttin, Camille Graeser, Joanne Greenbaum, Raphael Hefti, Rodrigo Hernández, Marguerite Hersberger, Hans Hinterreiter, Gottfried Honegger, Ingrid Isermann, Pierre Keller, Heidi Künzler, Leo Leuppi, Verena Loewensberg, Richard Paul Lohse, Vera Molnar, Jill Magid, Thomas Moor, François Morellet, Olivier Mosset, Willy Müller-Brittnau, Aurélie Nemours, Jo Niemeyer, Charlotte Posenenske, Andrei Prolettski, Tobias Putrih, Gerwald Rockenschaub, Carissa Rodriguez, Natale Sapone, Manfred Schoch, Jürg Stäuble, Klaus Staudt, Paul Talman, Georges Vantongerloo, Victor Vasarely, Philippe Weber-Jahanguir, Beat Zoderer

Mit Gastinterventionen von:
Olaf Breuning, Claudia Comte, Martin Creed, Sylvie Fleury, Christian Jankowski, Yves Netzhammer, Nedko Solakov, Martin Walde und WBG AG – 30 Jahre Grafik für das Museum Haus Konstruktiv


04.06.2015 - 06.09.2015
WILLIAM KENTRIDGE - THE NOSE

Pressemitteilung
Das Museum Haus Konstruktiv Zürich schätzt sich glücklich, den international hoch geachteten südafrikanischen Künstler William Kentridge und Weltstar erstmals in einer umfassenden Einzelausstellung in der Schweiz vorstellen zu dürfen. Im Zentrum seiner Präsentation steht die 8-teilige Videoinstallation «I am not me, the horse is not mine», die zuvor im MoMA New York und in der Tate Modern in London gezeigt wurde. Einzigartig ist, dass die Ausstellung im Museum Haus Konstruktiv erstmalig auch Werke präsentiert, die inhaltlich im Zusammenhang mit dem Werkkomplex «I am not me, the horse is not mine» entstanden und kaum bekannt sind. Dazu zählen Bronzen, Tapisserien, Zeichnungen, Collagen und Papierskulpturen.

«I am not me, the horse is not mine» basiert auf Nikolai Gogols surrealistischer Kurzgeschichte «Die Nase» von 1836, die knapp 100 Jahre später von Dmitri Schostakowitsch für eine Oper adaptiert wurde. Der Künstler selbst bezeichnet «I am not me, the horse is not mine» als Elegie auf die formale künstlerische Sprache der russischen Konstruktivisten, die in den 1930er Jahren zerstört wurde. Die Auseinandersetzung mit den konstruktivistischen Impulsen für eine gesellschaftliche Transformation findet in William Kentridges Werk nachhaltige Anklänge – eine Transformation, die auch ein Anliegen der Zürcher Konkreten war.


04.06.2015 - 06.09.2015
Carlos Bunga - I am a Nomad

Pressemitteilung
Der portugiesische Künstler Carlos Bunga wurde in den letzten Jahren durch seine raumfüllenden ortsspezifischen Installationen bekannt. In seinem Schaffen bilden Architektur, Malerei und Design wichtige Referenzfelder. Bungas Installationen sind meist komplexe, labyrinthische Strukturen, die er aus Pappkarton baut und mit Klebeband fixiert. Der Karton wächst und erstreckt sich durch die jeweiligen Ausstellungsräume, übernimmt deren Charakteristik und wird selbst wieder zum Raum. Dabei interessiert sich der Künstler für den Umgang mit dem Material selbst, für die malerisch-installative Aneignung von Standorten und die Vergänglichkeit von Architektur.

Seine Werke werden in situ konstruiert, wobei der Künstler keinen Vorzeichnungen folgt, sondern – von den architektonischen Gegebenheiten ausgehend – die Arbeit intuitiv konzipiert. Durch Bungas Interventionen wird die Aufmerksamkeit auf vorher nicht Beachtetes gelenkt.

In seiner Ausstellung im Museum Haus Konstruktiv wird Carlos Bunga eine architektonische Parallelwelt im 4. Stock konzipieren. Ein Raum im 3. Stock ist den Zeichnungen, Skulpturen und Videoarbeiten gewidmet, die Bunga im Nachhall zu seinen Installationen entwickelt. Die Ausstellung ist die erste Präsentation des portugiesischen Künstlers in der Schweiz, der für den Artes-Mundi-Kunstpreis 2014 nominiert war.


05.02.2015 - 10.05.2015
Vera Molnar - (Un)Ordnung. (Dés)Ordre

Pressemitteilung
Die ungarische Künstlerin Vera Molnar (*1924 in Budapest, lebt seit 1947 in Paris) nimmt als Pionierin der Computerkunst eine herausragende Position im Feld der konstruktiv-konkreten Kunst ein. In Kooperation mit der Künstlerin und dem Museum für Konkrete Kunst in Ingolstadt hat das Museum Haus Konstruktiv eine umfangreiche, retrospektiv angelegte Einzelschau zusammengestellt. Mit rund 80 hochwertigen Werken aus Museumssammlungen und Privatbesitz spannt die Ausstellung einen facettenreichen Bogen von den frühen, bisher noch nie gezeigten Handzeichnungen Vera Molnars über ihre Plotterzeichnungen aus den späten 1960er Jahren bis hin zu einer neuen, eigens für das Museum Haus Konstruktiv konzipierten Installation.


05.02.2015 - 10.05.2015
Quantum of Disorder

Pressemitteilung
Mit Werken von Thomas Baumann, Cod.Act, Attila Csörgő, Alexandre Joly, Peter Kogler, Pe Lang, Carsten
Nicolai, Semiconductor, Troika

Ein Kooperationsprojekt mit dem artists-in-labs program ICS/ZHdK

Die Gruppenschau «Quantum of Disorder» stellt eine Reihe von Künstlern bzw. Künstlergruppen vor, die ihre Werke mittels neuer Technologien und Programmierungen aus dem Wechselspiel von Ordnung und Unordnung, System und Abweichung kreieren. Die Ausstellung zeigt neun Künstlerpositionen, die einen Einblick in verschiedene Möglichkeiten algorithmischer und systematischer Anwendungen bieten. Das Spektrum reicht dabei von computergesteuerten Plotterbildern, die eine direkte Verbindung zu Vera Molnar nahelegen, über kinetische Installationen, in denen eine geometrische Form in eine andere transformiert wird, bis hin zu computergenerierten All-over-Bildern, die unsere räumliche Wahrnehmung hinterfragen, oder zu Videoaufnahmen, in denen unsichtbare Magnetstrahlen in einem Forschungslabor sichtbar gemacht werden.


02.10.2014 - 11.01.2015
Logical Emotion – Contemporary Art from Japan

Pressemitteilung
Gezeigt werden Arbeiten von:
Noe Aoki, Koji Enokura, Kazunari Hattori, Akihisa Hirata, Ryoji Ikeda, Teppei Kaneuji, Yayoi Kusama, Taiji Matsue, Masayasu Mitsuke, Tatsuo Miyajima, Hiroshi Sugito, Go Watanabe, Yuichi Yokoyama

Im Jahr 2014 feiern Japan und die Schweiz das 150-jährige Bestehen ihrer diplomatischen Beziehungen. Aus diesem Anlass realisierte das Museum Haus Konstruktiv in Zusammenarbeit mit der Japan Foundation das Ausstellungsprojekt «Logical Emotion – Contemporary Art from Japan». Ausgehend von der konstruktiv-konkreten und konzeptuellen Kunst, welche den inhaltlichen Schwerpunkt des Museum Haus Konstruktiv bildet, kuratierten Direktorin Sabine Schaschl und Kenjiro Hosaka vom National Museum of Modern Art Tokyo eine umfangreiche Gruppenausstellung zur japanischen Gegenwartskunst. Im Zentrum der Präsentation stehen die Logik und ihr vermeintlicher Gegenpart – die Emotion. «Logical Emotion» zeigt ein breites Spektrum künstlerischer Medien: von Malerei über skulpturale Installation, Video, Fotografie und Architektur bis hin zu angewandter Kunst und Manga-Zeichnungen; die Ausstellung integriert die jüngste japanische Kunstgeschichte und vereint international bekannte Künstlerpositionen mit aufstrebenden, jungen Kunstschaffenden. Innensicht trifft auf Aussensicht und umgekehrt.
Foto: Yayoi Kusama, LOVE IS CALLING, 2013, © Yayoi Kusama, Courtesy of David Zwirner, Victoria Miro Gallery, Ota Fine Arts, Yayoi Kusama Studio Inc.


02.10.2014 - 11.01.2015
Zurich Art Prize 2014: Haroon Mirza

Pressemitteilung
Das Museum Haus Konstruktiv und die Zurich Insurance Group freuen sich, mit Haroon Mirza (geb. 1977 in London) den diesjährigen Gewinner des «Zurich Art Prize» 2014 zu würdigen. Der anglo-pakistanische Künstler ist der siebte Künstler, dem die Auszeichnung verliehen wird. Die Preissumme von CHF 80`000 fliesst in eine speziell für das Museum konzipierte Einzelausstellung.
Haroon Mirza überzeugte die Jury mit seinen poetischen Licht- und Soundinstallationen. Sein künstlerisches Tun ist experimentell – er ist ein Bricoleur, der elektronische Klänge, Farbarrangements und Licht zu berückenden Kompositionen verbindet. Für die Ausstellung im Museum Haus Konstruktiv entstand eine Reihe neuer Bildkompositionen, in denen das Leuchten von LEDs mittels Sonnenlicht gesteuert wird. Neben Licht und Sound sind auch Videos und Möbel-Assemblagen wiederkehrende Elemente seiner Installationen, die beim Publikum ungewohnte Wahrnehmungserfahrungen erzeugen.

Foto: Stefan Altenburger


27.02.2014 - 07.09.2014
Delphine Chapuis-Schmitz - 48. There are things...


27.02.2014 - 18.05.2014
Victor Vasarely - die Wiederentdeckung des Malers


27.02.2014 - 18.05.2014
Andreas Fogarasi - Vasarely Go Home


27.09.2012 - 18.11.2012
Jochem Hendricks «Visionäre Sammlung Vol. 19»

Pressemitteilung
Die Ausstellung zeigt eine Übersicht mit Werken von 1984 bis heute und entsteht aus einer Zusammenarbeit zwischen Museum Haus Konstruktiv Zürich, John Hansard Gallery, Southampton (UK) und The New Art Gallery Walsall, Walsall (UK).

Die Arbeiten von Jochem Hendricks sind spektakulär, überraschend und scharfsinnig: Der Konzeptkünstler, geb. 1959 bei Frankfurt am Main, beschäftigt sich mit unterschiedlichen Lebensentwürfen, Persönlichkeits-strukturen und gesellschaftlichen Mechanismen. Häufig geht er von uns vertrauten Sehnsüchten und Ängsten aus, die er dann kritisch, oft humorvoll und nicht selten ironisch kommentiert. Bewusst setzt er mit seinen Werken auf die Fantasien, Erinnerungen und Vorstellungen, kurz: auf die Projektionen der Betrachterinnen und Betrachter. Während sie auf einer ästhetischen Ebene häufig sehr einnehmend sind, zerstören ihre in zunehmendem Masse komplexen Zusammenhänge auf subtile Weise die Systeme und Bezüge, die wir gerne als gegeben annehmen. Künstler sind traditionellerweise Meister des Kunstgriffs und der Illusion. Die Art und Weise wie Hendricks mit dieser Tradition umgeht, eröffnet einen grossen Interpretationsspielraum. Wie viele andere Konzeptkünstler auch ermutigt er uns, unsere Sicht der Welt zu hinterfragen und offen zu bleiben, aber angesichts von Alltagserfahrungen einen gewissen gesunden Zynismus zu entwickeln.
Jochem Hendricks arbeitet mit vielen unterschiedlichen Medien, einschliesslich Skulptur, Film, Installation und zuletzt auch Malerei. Die Objekte selbst sind jedoch ohne ihre durchdachten und oft komplexen Hintergrundgeschichten unvollständig.


27.09.2012 - 18.11.2012
Mariana Castillo Deball «Zurich Art Prize» 2012

Pressemitteilung
Mariana Castillo Deball ist die fünfte Preisträgerin des «Zurich Art Prize», den das Museum Haus Konstruktiv zusammen mit der Zurich Insurance Group seit 2007 vergibt. Die weltweit viel beachtete Künstlerin wurde 1975 in Mexico City geboren, sie lebt und arbeitet in Amsterdam und Berlin.

Mariana Castillo Deball, die 2011 an der Biennale in Venedig vertreten war und bis Mitte September mit einer Arbeit an der documenta 13 präsent ist, realisiert für ihre Einzelausstellung im Museum Haus Konstruktiv neue Arbeiten. «Uncomfortable Objects» (Unbequeme Objekte) nennt die Künstlerin ihre neusten Arbeiten.
Für ihre Ausstellung im Museum Haus Konstruktiv verbindet sie u.a. mathematische Modelle aus der Historie, faszinierende Achat-Scheiben oder auch skulpturale Installationen zu einer geheimnisvollen Gesamtinszenierung auf zwei Stockwerken. Deballs Interesse an wissenschaftlichen Erkenntnissen und Spuren der Vergangenheit, an Mythen und Sagen spiegeln sich in ihren Werken wider. Ihre Arbeiten machen deutlich, wie nah Dichtung und Wahrheit, Fiktion und Forschung beieinander liegen können.
Mit einer Installation, bestehend aus einer Metallskulptur und verwoben mit farbigen Pappmaché – ein flexibles und einfaches Material, das in Mexiko überall verwendet wird – entführt Deball im Erdgeschoss des Museums die Besucherinnen und Besucher gekonnt in fremde Welten, die alle Sinne ansprechen: Lesen, schauen, reflektieren und empfinden werden gleichermassen wichtig. In ihre Arbeiten bezieht die Künstlerin immer auch archäologische Fundstücke mit ein. Im ersten Stock zeigt sie als Wandmalerei den Querschnitt eines geologischen Gesteins (ein Achat), das wiederum auch als Originale (Achat-Scheiben) aus der berühmten Mineralien-Sammlung des Naturhistorischen Museums Paris zu sehen ist. Ergänzt wird dieser Dialog mit mathematischen Modellen aus der Sammlung der Universität Göttingen und mit Steinskulpturen, die Castillo Deball speziell produzieren liess.

Der «Zurich Art Prize» und die damit verbundene Ausstellung von Mariana Castillo Deball würdigt ein auf vielen Schichten sich entfaltendes Werk, das sinnlich und enigmatisch zugleich einen starken Bezug zum Raum aufbaut. Gleichzeitig setzt das Museum Haus Konstruktiv mit der Einzelausstellung der mexikanischen Künstlerin seine Ausstellungsreihe südamerikanischer Positionen fort: 2009 Ausstellung der Sammlung von Adolpho Leirner; 2011 Ausstellung der Ella Fontanals Cisneros Sammlung.

Begleitend zur Ausstellung erscheint eine Publikation in Englisch und Spanisch.


24.11.2011 - 29.11.2012
Nelly Rudin «Open Space»

Pressemitteilung
Mit der umfangreichen Retrospektive «Open Space» der Zürcher Malerin und Plastikerin Nelly Rudin wird im ausklingenden Jubiläumsjahr des Museums Haus Konstruktiv eine wichtige Vertreterin der Nachfolgegeneration der Zürcher Konkreten gewürdigt. Die Einzelausstellung, die in enger Zusammenarbeit mit der Künstlerin entanden ist, dokumentiert das Schaffen Rudins seit Ende der 1950er Jahre bis heute. Neben den Leihgaben der Künstlerin sind auch zentrale Werke Rudins aus privaten und öffentlichen Sammlungen zu sehen. Die Ausstellung, die sich auf drei Stockwerken ausdehnt, vollzieht den künstlerischen Werdegang Rudins von den frühen Bildern der 1960er Jahre bis heute nach, präsentiert eine massgebliche Auswahl ihrer Bildobjekte und Acrylglasobjekte –
und schlägt zudem den Bogen zu einer erstmals realisierten begehbaren Rauminstallation in der
grossen Ausstellungshalle im Erdgeschoss.
Die Retrospektive von Nelly Rudin wird von einer umfangreichen Ausstellungspublikation begleitet.


24.11.2011 - 29.01.2012
Visionäre Sammlung Vol. 17: Harry Fränkel

Pressemitteilung
Im Rahmen der Ausstellungsreihe «Visionäre Sammlung» zeigt Haus Konstruktiv anlässlich des 100. Geburtstags von Harry Fränkel (1911 in Dortmund–1970 in Bochum) eine Auswahl aus dessen druckgrafischen OEuvre. Alle ausgestellten Werke gehören zu einem umfangreichen Konvolut, das durch die grosszügige Schenkung von Renate Thiemann 2008 in die Sammlung des Haus Konstruktiv aufgenommen werden konnte. Ausgehend vom figurativen Expressionismus entwickelte Fränkel ein überraschend vielseitiges Werk, das neben abstrakt-expressionistischen Arbeiten auch stark farbig angelegte Kompositionen aus rein geometrischen Formen umfasst.


24.02.2011 - 01.05.2011
Gebaute Vision: Abstrakte und konkrete Kunst aus Lateinamerika. Die Sammlung Ella-Fontanals-Cisneros

Pressemitteilung
Die Sammlung Ella Fontanals-Cisneros gehört international zu den bedeutendsten und facettenreichsten Sammlungen lateinamerikanischer
Kunst. Sie vermittelt lebendig die Entwicklungslinien der abstraktgeometrischen Kunst – insbesondere in Argentinien, Brasilien, Uruguay, Kolumbien und Venezuela. Mit einer Auswahl von rund 200 Werken stellt Haus Konstruktiv diese hochkarätige Sammlung zum ersten Mal in der Schweiz vor. Die Ausstellung entstand in Zusammenarbeit mit der Cisneros
Fontanals Art Foundation (CIFO), Miami. Daneben präsentiert Haus Konstruktiv zwei neueste Arbeiten von Elias Crespin (*1965 in Caracas, Venezuela). Crespin wird erstmals in einem Schweizer Museum vorgestellt.


27.08.2010 - 31.10.2010
«ganz konkret» Folge 1

Pressemitteilung
«ganz konkret» zeigt die Entwicklung der über 100-jährigen Geschichte der konstruktiven, konkreten und konzeptuellen Kunst. Das Credo der Ausstellung lautet: Die Klarheit und Sinnlichkeit eduktionistischer
Kunst hält einen reichen Fundus an zeitlosen Ideen bereit, deren Durchleuchtung stets neue, faszinierende Erkenntnisse hervorbringt. Mit zahlreichen wichtigen Werken aus der eigenen Sammlung, hochkarätigen Leihgaben und spannenden Einzelpräsentationen von sowohl historisch
relevanten wie auch jungen Künstlerpositionen entzündet das Museum Haus Konstruktiv in zwei Folgen und verschiedenen Kapiteln ein Feuerwerk ganz konkreter Ansätze!
«ganz konkret» öffnet unterschiedliche Zeitfenster und zieht das Publikum in die spannende Historie der konkreten Kunst hinein.


28.08.2009 - 25.10.2009
Takehito Koganezawa


28.08.2009 - 25.10.2009
Philippe Decrauzat


28.08.2009 - 25.10.2009
Visionäre Sammlung Vol. 10: Rudolf de Crignis


29.05.2008 - 03.08.2008
Andreas Christen «Zwischen Malerei und Objekt»
Andreas Christen «Between Painting and Object»


06.03.2008 - 04.05.2008
Joanne Greenbaum - Painting


06.03.2008 - 04.05.2008
Visionäre Sammlung Vol. 6 - Passage Tradition
Visionary Collection Vol. 6 - Passage Tradition